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Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

Mika Pauli Häkkinen (
- 28. September 1968 in Vantaa, Finnland), ehemaliger Formel-1-Rennfahrer und Weltmeister in den Jahren 1998 und 1999. Er fuhr von 1991 bis 2001 in der Formel 1. 2001 Häkkinen begann 1991 beim Team Lotus. Für die Saison 1993 wechselte er als Testfahrer zu McLaren-Ford. Nach zwei Auftritten im Porsche Supercup (Monaco und Hungaroring), ersetzte er ab dem Rennen in Estoril den erfolglosen Amerikaner Michael Andretti und fuhr gleich im ersten Qualifying schneller als sein Teamkollege Ayrton Senna. Nach einigen Podestplatzierungen in den Jahren 1993 bis 1996 errang Häkkinen 1997 seinen ersten GP-Sieg auf McLaren-Mercedes, bevor er 1998 und 1999 überlegen mit acht bzw. fünf Siegen Weltmeister vor seinem ewigen Rivalen Michael Schumacher wurde. 2000 scheiterte Häkkinen trotz vier weiterer Siege knapp am erneuten Titelgewinn und wurde hinter Michael Schumacher Vizeweltmeister, bevor er nach einer insgesamt enttäuschenden Saison 2001 zurücktrat. Hinzugefügt muss werden, dass er in diesem Jahr von technischen Ausfällen nur so geplagt wurde. Der Doppelweltmeister errang in seiner Karriere 26 Pole Positions, 25 schnellste Rennrunden, 20 GP-Siege und 420 WM-Punkte. Mika Häkkinen ist mit Erja Häkkinen, geb. Honkanen, verheiratet, hat einen Sohn namens Hugo Ronan (
- 11. Dezember 2000) und lebt in Monaco. Am 12. Mai 2005 wurde Häkkinen zum zweiten Mal Vater (Tochter Aina Julia). Am 6. November 2004 kündigte er bei der Stars & Cars-Veranstaltung im DaimlerChrysler-Werk Stuttgart-Untertürkheim seine Teilnahme an den Deutschen Tourenwagen-Masters ab der Saison 2005 für Mercedes-Benz an. Am 15. Mai 2005 gewinnt er nach nur drei Rennen im Mercedes sein erstes Rennen in der DTM, wobei er am Samstag bereits die Pole-Position erobert hatte.

Personendaten

Seine Formel 1-Karriere in Zahlen

Seine DTM-Karriere in Zahlen

Palmares

GP-Siege (Formel 1)


- 1997: Europa
- 1998: Australien, Brasilien, Spanien, Monaco, Österreich, Deutschland, Luxemburg, Japan
- 1999: Brasilien, Spanien, Kanada, Ungarn, Japan
- 2000: Spanien, Österreich, Ungarn, Belgien
- 2001: Großbritannien, Vereinigte Staaten

DTM-Siege


- 2005: Spa-Francorchamps (Belgien)

Pole Position (Formel 1)


- 1997: Luxemburg
- 1998: Australien, Brasilien, Spanien, Monaco, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Ungarn, Belgien
- 1999: Australien, Brasilien, San Marino, Monaco, Spanien, Großbritannien, Österreich, Deutschland, Ungarn, Belgien, Italien
- 2000: Australien, Brasilien, San Marino, Österreich, Belgien

Pole Position (DTM)


- 2005: Spa-Francorchamps

Schnellste Rennrunden (Formel 1)


- 1997: Italien
- 1998: Australien, Brasilien, Spanien, Monaco, Italien, Luxemburg
- 1999: Brasilien, Monaco, Großbritannien, Österreich, Belgien, Europa
- 2000: San Marino, Großbritannien, Spanien, Monaco, Kanada, Ungarn, Italien, Japan, Malaysia
- 2001: Malaysia, Großbritannien, Ungarn Hakkinen, Mika Hakkinen, Mika Hakkinen, Mika Hakkinen, Mika Hakkinen, Mika

28. September

Der 28. September ist der 271. Tag des Jahres (der 272. in Schaltjahren) - somit bleiben 94 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1066 - Wilhelm der Eroberer landet mit einer Invasionsflotte bei Hastings in Südengland.
- 1717 - In Preußen wird die allgemeine Schulpflicht eingeführt.
- 1864 - In London wird die Erste Internationale gegründet.
- 1939 - Deutschland/Russland. Deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag
- 1941 - Syrien wird unabhängig.
- 1950 - Indonesien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1951 - Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nimmt seine Arbeit auf.
- 1960 - Senegal und Mali werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 1968 - Die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf.
- 1969 - Wahl zum 6. Deutschen Bundestag. Willy Brandt wird Bundeskanzler.
- 1995 - Komoren: Putsch von Bob Denard
- 2003 - In Italien kommt es zu einem großflächigem Stromausfall.

Wirtschaft


- 2000 - Dänemark: In einer Volksabstimmung lehnt die dänische Bevölkerung den Beitritt zum Euro ab.

Wissenschaft, Technik


- 1855 - Die Sankt Gallisch-Appenzellische Eisenbahn weiht ihre erste Strecke Winterthur-Wil ein.
- 2003 - Der Start der ersten europäischen Mondsonde Smart-1 mit Ionenantrieb erfolgt gemeinsam mit dem indischen Kommunikationssatelliten INSAT-3E sowie Eutelsat-Satelliten E-Bird vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

Kultur


- 1767 - Uraufführung der komischen Oper Le Double Déguisement von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1831 - Uraufführung der Oper Die Amazone oder Der Frauen und der Liebe Sieg von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1834 - Uraufführung der Oper Die Bürgschaft von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1865 - Uraufführung der Oper Straszny Dwór (das Gespensterschloß) von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1988 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Indonesien wird unterzeichnet und am 2. April 1990 in Kraft treten.

Religion


- 1958 - Karol Wojtyła (später Papst Johannes Paul II.) wird Weihbischof von Krakau.

Katastrophen


- 1992 - Kathmandu, Nepal. Ein Airbus A300 der Pakistan International Airlines prallt südlich des Flughafens gegen einen Berg. Alle 117 Menschen an Bord sterben.
- 1994 - Die estnische Fähre Estonia sinkt vor der Küste Finnlands auf der Überfahrt nach Stockholm, nachdem die Bugklappe auf hoher See aufgebrochen ist. Bei dem Unglück sterben 852 Menschen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1976 - Muhammad Ali gewinnt seinen Boxkampf und den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im Yankee Stadium, Bronx, New York, durch einen Sieg nach Punkten.
- 1979 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Earnie Shavers im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, durch technischen KO
- 2003 - Paul Tergat, Kenia lief den Marathon der Herren in Berlin in 02:04:55 h

Geboren


- 1547 - Mateo Aléman, spanischer Schriftsteller
- 1555 - Henri de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer Heerführer, Diplomat, Politiker und Protestantenführer
- 1573 - Caravaggio, italienischer Maler
- 1698 - Pierre-Louis Moreau de Maupertuis, französischer Mathematiker, Physiker und Philosoph
- 1746 - William Jones, englischer Orientalist und Jurist
- 1765 - Gregor XVI., Papst von 1830 bis 1846
- 1803 - Prosper Mérimée, französischer Schriftsteller
- 1803 - Ludwig Richter, deutscher Maler
- 1811 - Friedrich Hecker, badischer Revolutionär
- 1828 - Friedrich Albert Lange, deutscher Philosoph
- 1841 - Georges Clemenceau, französischer Politiker
- 1845 - Cæsar Peter Møller Boeck, norwegischer Dermatologe
- 1852 - Henri Moissan, französischer Chemiker
- 1863 - Karl I., König von Portugal
- 1870 - Florent Schmitt, französischer Komponist
- 1871 - Pietro Badoglio, italienischer Politiker und Regierungschef
- 1880 - Emma Cotta, deutsche Bildhauerin
- 1887 - Avery Brundage, US-amerikanischer Sportfunktionär
- 1894 - Kurt Pastenaci, deutscher Schriftsteller und Historiker
- 1900 - Otto Braun, deutscher Schriftsteller
- 1902 - Ed Sullivan, US-amerikanischer Fernsehmoderator
- 1903 - Albert Vigoleis Thelen, deutscher Schriftsteller
- 1905 - Max Schmeling, deutscher Boxer
- 1909 - Eric Ambler, englischer Schriftsteller
- 1912 - Raban Adelmann, deutscher CDU-Politiker, MdB 1957-1961
- 1913 - Edith Pargeter, englische Schriftstellerin (Ellis Peters)
- 1915 - Ethel Rosenberg, US-amerikanische Kommunistin, angebliche Spionin
- 1916 - Peter Finch, australischer Schauspieler
- 1918 - Willy Ritschard, schweizerischer Politiker (SPS), Bundesrat 1974-1983
- 1922 - Francesco Caroli, italienischer Clown
- 1922 - Andreas Flitner, deutscher Professor für Pädagogik
- 1924 - Marcello Mastroianni, italienischer Schauspieler
- 1924 - Siegfried Unseld, deutscher Verleger
- 1925 - Seymour Cray, US-amerikanischer Supercomputing-Pionier
- 1925 - Carl Weiss, deutscher Journalist
- 1927 - Robert Thomas, französischer Theaterautor
- 1928 - Naphtali Kupferberg, US-amerikanische Sängerin
- 1934 - Brigitte Bardot, französische Filmschauspielerin
- 1938 - Victor Jara, chilenischer Liedermacher
- 1938 - Ben E. King, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1938 - Mjetschyslau Hryb, Staatspräsident Weißrusslands
- 1941 - Edmund Stoiber, deutscher CSU-Politiker, Ministerpräsident in Bayern
- 1943 - Traudl Hecher, österreichische Skirennläuferin
- 1943 - Nick St. Nicholas, deutscher Musiker
- 1943 - J. T. Walsh, US-amerikanischer Schauspieler
- 1945 - Jörg Draeger, deutscher TV-Moderator
- 1945 - Marielle Goitschel, französische Skirennläuferin
- 1946 - Helen Shapiro, britische Sängerin
- 1947 - Herbert Haupt, österreichischer Politiker
- 1947 - Peter Hope-Evans, britischer Musiker und Sänger
- 1948 - Finbar Furey, irischer Musiker
- 1949 - Jimmy Bo Horne, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Paul Burgess, britischer Musiker
- 1950 - John Sayles, US-amerikanischer Schriftsteller und Schauspieler
- 1950 - Peter Timm, deutscher Regisseur
- 1952 - Sylvia Kristel, niederländische Schauspielerin
- 1952 - Andy Ward, britischer Musiker
- 1953 - Gerold Reichenbach, deutscher Landes- und Bundespolitiker der SPD
- 1954 - Margot Wallström, schwedische Politikerin
- 1960 - Jennifer Rush, US-amerikanische Sängerin
- 1961 - Jordanka Donkowa, bulgarische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1965 - Ginger Fish, Drummer von der Band Marilyn Manson
- 1967 - Mira Sorvino, US-amerikanische Schauspielerin
- 1968 - Mika Häkkinen, finnischer Rennfahrer
- 1972 - Gwyneth Paltrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 1979 - Brandon Cole "Bam" Margera, amerikanischer Fernsehstar
- 1987 - Hilary Duff, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 929 - Wenzel I. Herzog von Böhmen, Heiliger und Märtyrer
- 1330 - Eliška Přemyslovna, letzte böhmische Königin aus dem Geschlecht der Přemysliden
- 1429 - Cimburgis von Masowien, Herzogin von Österreich aus der steirisch-innerösterreichischen Linie
- 1529 - Adolf Clarenbach, Märtyrer der evangelischen Kirche
- 1608 - Henri de Joyeuse, französischer Kapuzinermönch und Heerführer in den Religionskriegen, Marschall von Frankreich
- 1839 - William Dunlap, US-amerikanischer Maler und Schriftsteller
- 1891 - Herman Melville, in New York City; US-amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist (
- 1.8. 1819)
- 1895 - Louis Pasteur, in Villeneuve-L'Étang bei Paris; französischer Wissenschaftler und Pionier auf dem Gebiet der Mikrobiologie (
- 27.12. 1822)
- 1901 - Emil Götze, in Berlin; deutscher Tenor (
- 19.7. 1856)
- 1907 - Friedrich I., Insel Mainau, Bodensee; liberaler badischer Großherzog (
- 9.9. 1826)
- 1918 - Eduard von Keyserling, deutscher Schriftsteller
- 1918 - Georg Simmel, deutscher Soziologe und Kulturphilosoph, Begründer der formalen Soziologie
- 1921 - Ludwig Forrer, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1903-1917
- 1921 - Oskar Panizza, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1923 - Ferdinand Hanusch, österreichischer Sozialreformer
- 1927 - Willem Einthoven, niederländischer Mediziner, Nobelpreis für Medizin 1924
- 1935 - Hans Baluschek, deutscher Maler, Graphiker und Schriftsteller
- 1944 - Josef Bürckel, deutscher Lehrer und NS-Gauleiter des Gaus Saarpfalz
- 1948 - Gregg Toland, US-amerikanischer Kameramann
- 1953 - Edwin Hubble, US-amerikanischer Astronom
- 1956 - William Edward Boeing, US-amerikanischer Flugzeugkonstrukteur
- 1964 - Harpo Marx, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian (Marx-Brothers)
- 1965 - Robert Dannemann, deutscher Politiker der FDP, MdB 1949-1955
- 1966 - André Breton, französischer Dichter und Schriftsteller
- 1970 - Gamal Abdel Nasser, ägyptischer Staatsmann und Staatspräsident (1954-1970)
- 1970 - John Dos Passos, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1973 - Wystan Hugh Auden, englischer Dichter
- 1975 - Agnes Windeck, deutsche Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielerin
- 1975 - Sid Fields, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1978 - Johannes Paul I., im Vatikan; Papst für nicht einmal einen Monat (
- 17.10. 1912)
- 1986 - Robert Helpmann, australischer Choreograph und Schauspieler
- 1987 - Mario von Galli, Jesuit, theologischer Redaktor und Publizist
- 1989 - Ferdinand Marcos, Präsident der Philippinen
- 1991 - Eugène Bozza, französischer Komponist
- 1991 - Miles Davis, afro-amerikanischer Jazz-Trompeter
- 2000 - Pierre Trudeau, ehemaliger kanadischer Ministerpräsident
- 2003 - Althea Gibson, US-amerikanischer Tennisspielerin
- 2003 - Elia Kazan, US-amerikanischer Regisseur
- 2003 - Marshall Nicholas Rosenbluth, US-amerikanischer Physiker
- 2004 - Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin
- 2004 - Mulk Raj Anand, indischer Schriftsteller
- 2005 - Leo Sternbach, US-amerikanischer Chemiker und Pharmazeut

Feier- und Gedenktage


- Staatsfeiertag in Tschechien
- Wenzel I. von Böhmen
- Lioba von Tauberbischofsheim

Siehe auch


- 27. September - 29. September
- 28. August - 28. Oktober
- September - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0928 ja:9月28日 ko:9월 28일 simple:September 28 th:28 กันยายน

1968

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1968 ist „Internationales Jahr der Menschenrechte“

Politik und Weltgeschehen


- 1. Januar: Willy Spühler wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In der Angestelltenversicherung wird die Versicherungspflichtgrenze in Deutschland aufgehoben
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Sie beträgt 10 %, ist aber für bestimmte Produkte (Nahrungsmittel, Druckerzeugnisse, ...) auf 5 % ermäßigt
- 2. Januar: Scheich Mohammed Abdullah, ehemaliger Regierungschef von Kaschmir, wird von der indischen Regierung freigelassen
- 30. Januar: Nordvietnamesische und Vietcong-Einheiten beginnen die Tet-Offensive. Die Offensive unter General Vo Nguyen Giap kommt für die amerikanischen und südvietnamesischen Truppen völlig überraschend. Besonders betroffen sind die Städte Saigon und Hue (das fast vollständig zerstört wird). Zwar scheitert die Offensive militärisch, aber sie ist sowohl politisch als auch psychologisch sehr wirksam. Danach regen sich starke Proteste gegen den Vietnamkrieg der USA in aller Welt und leiten den sukzessiven Rückzug der USA aus Vietnam ein (März 1973)
- 31. Januar: Nauru wird von Australien unabhängig
- 12. März: Gabun. Gründung der Einheitspartei „Parti Démocratique Gabonais“
- 12. März: Mauritius wird unabhängig
- 18. März: Der Kongress der USA hebt die Bestimmung auf, dass Goldreserven für US-Währung gebildet werden müssen
- 3. April: eine Gruppe um Andreas Baader und Gudrun Ensslin begeht in Frankfurt am Main einen Brandanschlag auf ein Kaufhaus
- 4. April: Martin Luther King wird in einem Hotel in Memphis (Tennessee) ermordet
- 11. April: Josef Bachmann fügt dem Studentenführer Rudi Dutschke lebensgefährliche Schussverletzungen zu
- 24. April: Mauritius wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 3. Mai: In Paris beginnt die Besetzung der Sorbonne (Universität)
- 6. Mai: Paris (Frankreich), erste Straßenschlacht um die besetzte Sorbonne (Mai-Unruhen)
- 17. Mai: Frankreich: Generalstreik dehnt sich auf gesamte Industriezweige aus
- 5. Juni: Ermordung von Robert Kennedy
- 7. Juni: Wien: Aktionisten sorgen in einer Universität für einen Skandal: Uni-Ferkelei
- 20./21. August: Einmarsch von Truppen des Warschauer Pakts in der Tschechoslowakei (Ende des Prager Frühling)
- 6. September: Swasiland wird von Großbritannien unabhängig
- 17. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Italien
- 23. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Senegal. In Kraft seit dem 1. Juli 1969
- 24. September: Swasiland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. Oktober: Äquatorialguinea erlangt die Unabhängigkeit von Spanien
- 24. Oktober: Barbados wird Mitglied in der UNESCO
- 25. Oktober: Mauritius wird Mitglied in der UNESCO
- 5. November: der Republikaner Richard Milhous Nixon gewinnt die Wahl zum 37. Präsidenten der USA
- 11. November: Malediven. Neue Verfassung
- 12. November: Äquatorialguinea wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 20. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Iran
- 68er-Bewegung
- Veröffentlichung des Neuen Testaments der modernen Bibelübersetzung „Gute Nachricht“
- Die Hongkong-Grippe fordert ¾ bis 1 Millionen Menschenleben

Kultur


- 1. Januar: Uraufführung des Kurz-Dramas Ariadne von Boris Blacher in Berlin
- 8. Januar: Ein mutmaßlich Geistesgestörter ritzt im Pariser Louvre mit einem Messer durch das Gemälde „Die Jungfrau mit den Engeln“ von Peter Paul Rubens
- 3. April: Uraufführung der Operette Drottningen av Golconda (Die Königin von Golconda) von Franz Berwald am Königlichen Theater in Stockholm
- 3. Juni: Die radikale Frauenrechtlerin Valerie Solanas verübt ein Attentat auf Andy Warhol, bei dem dieser durch zahlreiche Schusswunden lebensgefährlich verletzt wird
- 29. September: Uraufführung der Oper Ulisse von Luigi Dallapiccola an der Deutschen Oper in Berlin

Katastrophen


- 1. Januar: Überschwemmungen im Bundesstaat Bahia in Brasilien. Über 200 Tote und rund 50.000 Obdachlose
- 15. Januar: Erdbeben in Sizilien, 231 Tote und 263 Verletzte, Opferzahlen sind Dank der Flucht der Menschen auf die Straßen nach einem ersten Beben verhältnismäßig gering
- 8. März: Explosion an Bord des sowjetischen U-Boots K-129, woraufhin es sinkt. 98 Besatzungsmitglieder finden den Tod. Auftakt zum Jennifer-Projekt, dem geheimen Versuch der CIA, ein sowjetisches U-Boot aus über 5.000 Metern Tiefe zu bergen
- 8. April: Flughafen Heathrow, London, Großbritannien. Ein Motor einer Boeing 707 der BOAC fing direkt nach dem Start an zu brennen. Nach der anschließenden geglückten Notlandung breitete sich das Feuer rasant aus. 5 Menschen starben, 117 wurden gerettet
- 20. April: Windhoek, Namibia. Absturz einer südafrikanischen Verkehrsmaschine. 129 Tote
- 3. Mai: Dawson, Texas, USA. Explosion einer Lockheed L-188 Electra in der Luft. Alle 88 Menschen starben
- 22. Mai: Paramount, Kalifornien, USA. Ein Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-61, auf dem planmäßigen Flug von Disneyland, stürzte kurz vor der Landung ab. Alle 23 Personen starben
- 14. Juni: Der unter liberianischer Flagge fahrende Öltanker „World Glory“ bricht im Indischen Ozean in zwei Teile auseinander. Nur 9 der 35 Besatzungsmitglieder können sich retten
- 10. Juli: Pforzheim, Baden-Württemberg, Deutschland. Ein für Deutschland ungewöhnlich heftiger Tornado der Stärke F4 richtete in der Stadt und dem Umland erhebliche Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden an. 2 Menschen starben, über 200 Menschen wurden verletzt
- 11. Juli: Bitterfeld, DDR, Bei einem Explosionsunglück innerhalb der PVC Produktion im VEB Elektorchemischen Kombinat Bitterfeld starben 41 Menschen, 260 wurden verletzt
- 9. August: Pfaffenhofen, Deutschland. Eine Vickers Viscount 739A der British Eagle Airways zerbrach in der Luft aufgrund von Materialermüdungen. Alle 48 Menschen an Bord starben
- 14. August: Compton, Kalifornien, USA. Ein Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-61 der Los Angeles Airways, auf dem Flug nach Disneyland, stürzte ab. Alle 21 Menschen starben
- 15. August: Erdbeben auf Celebes, etwa 68.200 Tote
- 31. August: Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, 12.000 bis 20.000 Tote
- 11. September: Nizza, Frankreich. Absturz einer Caravelle der Air France
- 24. Dezember: Bradford, Pennsylvania, USA. Absturz einer Convair CV 580 der Allegheny Airlines während der Landung in einem Schneesturm. 20 der 37 Menschen an Bord starben
- 31. Dezember: Port Hedland, Australien. Absturz einer Vickers Viscount 720 der Robertson-Miller-Airlines nach Abbruch der rechten Tragfläche. Alle 26 Menschen starben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Das Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der norwegische Skispringer Björn Wirkola
- X. Olympische Winterspiele in Grenoble, Frankreich
- XIX. Olympische Sommerspiele in Mexiko-Stadt, Mexiko
- Italien gewinnt die Fußball-EM im eigenen Land

Wissenschaft und Technik


- 2. Januar: Christiaan Barnard vollbringt im Groote-Schuur-Hospital von Kapstadt, Südafrika die zweite erfolgreiche Herztransplantation
- 11. Oktober: Mit Apollo 7 wird der erste bemannte Flug eines Apollo-Raumschiffs durchgeführt
- 21. Dezember: Start von Apollo 8. Mit Apollo 8 wird die erste bemannte Mondumkreisung durchgeführt
- 31. Dezember: Jungfernflug des ersten Überschall-Passagierflugzeuges Tupolew Tu-144. Die sowjetische Tu-144 fliegt am 5. Juni 1969 erstmals mit Überschall-Geschwindigkeit
- ASCII, der standardisierte Zeichensatz für Computer und andere Kommunikationseinrichtungen zur Textdarstellung wird als ANSI-Standard X3.4 eingeführt
- Georges Charpak erfindet einen Teilchendetektor, der in einer gasgefüllten Kammer eine große Anzahl parallel angeordneter Drähte zur besseren Orts- und Energieauflösung enthielt. Er revolutioniert damit den Teilchennachweis
- Gründung der Universität Dortmund

Geboren


- 1. Januar: Cheb Hasni, algerischer Sänger († 1994)
- 1. Januar: Davor Šuker, kroatischer Fußballspieler
- 1. Januar: Joey Stefano, US-amerikanischer Porno-Darsteller († 1994)
- 1. Januar: Ceri Seel, walisischer Schauspieler
- 2. Januar: Hannes Trinkl, ehemaliger österreichischer Skirennfahrer
- 2. Januar: Anky van Grunsven, niederländische Dressurreiterin
- 2. Januar: Cuba Gooding Jr., US-amerikanische Schauspieler
- 3. Januar: Kent Carlsson, ehemaliger schwedischer Tennisspieler
- 4. Januar: Andreas Weiß, deutscher Autor, Regisseur und Produzent
- 4. Januar: Ernst Mader, ehemaliger österreichischer Profifußballer
- 5. Januar: Giorgi Baramidse, georgischer Staatsminister
- 5. Januar: DJ Bobo, schweizer DJ und Popmusiker
- 7. Januar: Simone Beckmann, deutsche Künstlerin
- 14. Januar: Andreas Sassen, deutscher Profi-Fußballspieler († 2004)
- 14. Januar: Karsten Mende, ehem. deutscher Eishockey-Profi, heute Manager
- 14. Januar: LL Cool J, US-amerikanischer Rapper
- 16. Januar: David Chokachi, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Januar: Swetlana Alexandrowna Masterkowa, ehemalige russische Leichtathletin
- 18. Januar: Armin Falk, deutscher Ökonom
- 19. Januar: Timo Lange, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Franka Dietzsch, deutsche Leichtathletin
- 23. Januar: Petr Korda, ehemaliger tschechischer Tennisspieler
- 23. Januar: Alexander Zinn, deutscher Soziologe, Bundespressesprecher des Lesben- und Schwulenverbands
- 23. Januar: Tracy Lawrence, US-amerikanischer Country-Sänger
- 24. Januar: Michael Kiske, deutscher Rockmusiker und Schriftsteller
- 24. Januar: Mary Lou Retton, US-amerikanische Kunstturnerin
- 25. Januar: Matthias Wahls, deutscher Schachspieler
- 27. Januar: Tricky, britischer Musiker
- 27. Januar: Matt Stover, US-amerikanischer Footballspieler
- 27. Januar: Mike Patton, US-amerikanischer Sänger und Songwriter
- 28. Januar: Sarah McLachlan, kanadische Sängerin
- 29. Januar: Susi Erdmann, deutsche Rodlerin und Bobpilotin
- 30. Januar: Felipe von Spanien, spanischer Thronfolger
- 31. Januar: Markus Foser, ehemaliger liechtensteiner Skirennläufer
- 1. Februar: Javier Sánchez, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 1. Februar: Mark Recchi, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. Februar: Lisa Marie Presley, US-amerikanische Sängerin
- 3. Februar: Mary Onyali, nigerianische Leichtathletin und Olympionikin
- 4. Februar: Astrid Klug, deutsche Politikerin
- 5. Februar: Marcus Grönholm, finnischer Rallyefahrer
- 7. Februar: Katja Kean, dänische Pornodarstellerin
- 7. Februar: Peter Bondra, slowakischer Eishockey-Profi
- 8. Februar: Georg Fahrenschon, deutscher Politiker
- 12. Februar: Josh Brolin, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Februar: Martin Bader, deutscher Fußball-Funktionär
- 15. Februar: Kaspar Henny, deutscher Gleitschirmpilot
- 18. Februar: Robert Orth, deutscher Politiker
- 19. Februar: Stochelo Rosenberg, niederländischer Sinti und Jazz-Gitarrist
- 20. Februar: Dirk Dufner, deutscher Fußball-Funktionär
- 21. Februar: Florian Meyer, deutscher Fußballschiedsrichter
- 22. Februar: Bradley Nowell, US-amerkianischer Sänger und Gitarrist († 1996)
- 22. Februar: Jeri Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Februar: Martin Wagner, deutscher Fußballspieler
- 24. Februar: Steven St. Croix, US-amerikanischer Pornodarsteller
- 25. Februar: Sandrine Kiberlain, französische Filmschauspielerin
- 26. Februar: Hennes Bender, deutscher Kabarettist
- 2. März: Chris Hülsbeck, deutscher Spieleentwickler und Musiker
- 3. März: Jörg Stiel, ehemaliger Schweizer Fußballspieler
- 3. März: Brian Leetch, US-amerikanischer Eishockeyspieler
- 3. März: Scott Radinsky, US-amerikanischer Sänger und Footballspieler
- 4. März: Patsy Kensit, englische Schauspielerin und Musikerin
- 5. März: Theresa Villiers, deutsche Europaabgeordnete
- 6. März: Smudo, deutscher Musiker
- 8. März: Wolfram Köhler, deutscher Politiker
- 8. März: Michael Bartels, deutscher Rennfahrer
- 9. März: Youri Djorkaeff, französischer Fußballspieler
- 10. März: Simone Violka, deutsche Politikerin
- 10. März: Michael Morgan, deutscher Schlagersänger
- 10. März: Tommy Denander, schwedischer Gittarist
- 11. März: Simone Buchanan, australische Schauspielerin
- 14. März: Gerd Audehm, deutscher Radfahrprofi
- 15. März: Sabrina Salerno, italienische Discosängerin
- 19. März: Khaled Mardam-Bey, jordanischer Softwareentwickler
- 20. März: Alexander Strehmel, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Günter Vallaster, österreichischer Schriftsteller
- 23. März: Fernando Hierro, spanischer Fußballspieler
- 26. März: Laurent Brochard, französischer Radrennfahrer
- 26. März: Alessio Galletti, italienischer Radrennfahrer († 2005)
- 26. März: Kenny Chesney, US-amerikanischer Countrysänger
- 26. März: Jutta Müller, deutsche Windsurferin
- 29. März: Ulrich Kelber, deutscher Politiker
- 29. März: Lucy Lawless, neuseeländische Schauspielerin
- 30. März: Patrick Bach, deutscher Schauspieler
- 30. März: Céline Dion, franko-kanadische Popsängerin
- 31. März: Christian Liebig, deutscher Journalist († 2003)
- 1. April: Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko, russische Science-fiction- und Fantasy-Autor
- 2. April: Garrelt Duin, deutscher Politiker und MdB
- 3. April: Bernd Karbacher, ehemaliger deutscher Tennisspieler
- 3. April: Sebastian Bach, US-amerikanischer Sänger
- 6. April: Konstantina Vassiliou-Enz, deutsch-griechische Radiomoderatorin
- 8. April: Patricia Girard-Léno, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 8. April: Patricia Arquette, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. April: Wano Merabischwili, georgischer Innenminister
- 15. April: Ed O'Brien, britischer Musiker
- 16. April: Andreas Hajek, ehemaliger deutscher Ruderer
- 16. April: Martin Dahlin, ehemaliger schwedischer Fußballspieler
- 18. April: David Hewlett, britischer Schauspieler
- 18. April: Thomas Eder, österreichischer Literaturwissenschafter
- 19. April: Johannes Flöck, deutscher Comedian und Moderator
- 19. April: Mswati III., König von Swasiland
- 19. April: Ashley Judd, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. April: Tita von Hardenberg, deutsche TV-Moderatorin und -Produzentin
- 23. April: Timothy McVeigh, US-amerikanischer Terrorist († 2001)
- 25. April: Thomas Strunz, deutscher Fußballspieler
- 28. April: Howard Donald, britischer Musiker und DJ
- 29. April: Jürgen Vogel, deutscher Schauspieler
- 29. April: Michael Herbig, deutscher Schauspieler, Autor, Regisseur und Filmproduzent
- 29. April: Michael Niavarani, österreichischer Kabarettist und Schauspieler
- 30. April: Verona Pooth, deutsche Entertainerin
- 1. Mai: Oliver Bierhoff, deutscher Fußballspieler
- 5. Mai: Dariusz Michalczewski, polnisch-deutscher Boxer
- 7. Mai: Tommy Wosch, deutscher Radiomoderator und Kabarettist
- 7. Mai: Traci Lords, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. Mai: Ivan Mikulic, kroatischer Sänger
- 8. Mai: Veronika Šarec, slowenische Skirennläuferin
- 8. Mai: Omar Camporese, italienischer Tennisspieler
- 9. Mai: Marie-Josée Perec, französische Leichtathletin
- 10. Mai: Johannes Kalpers, deutscher Tenor
- 10. Mai: Markus Zoecke, ehemaliger deutscher Tennisspieler
- 12. Mai: Falilat Ogunkoya, nigerianische Leichtathletin und Olympionikin
- 12. Mai: Tony Hawk, US-amerikanischer Profiskateboarder
- 13. Mai: Sonja Zietlow, deutsche Fernsehmoderatorin
- 17. Mai: Florian Schwarthoff, deutscher Hürdensprinter
- 18. Mai: Thomas Sykora, ehemaliger österreichischer Skirennläufer und jetziger Co-Kommentator beim ORF
- 19. Mai: Rodrigo González, chilenischer Musiker, Bassist
- 24. Mai: Karsten Blumenthal, deutscher Fernsehmoderator
- 26. Mai: Friedrich Andreas, dänischer Thronfolger
- 27. Mai: Chris Roberts, US-amerikanischer Gamedesigner
- 27. Mai: Kiyohiko Azuma, japanischer Manga-Zeichner
- 27. Mai: Edina Thalhammer, österreichische Sängerin
- 28. Mai: Kylie Minogue, australische Sängerin und Schauspielerin
- 30. Mai: Nina Hauer, deutsche Politikerin
- 1. Juni: Jason Donovan, australischer Sänger und Schauspieler
- 1. Juni: Jens Dowe, deutscher Fußballspieler
- 2. Juni: Flemming Andersen, dänischer Comiczeichner
- 3. Juni: Peter Nielsen, ehemaliger dänischer Fußballspieler
- 3. Juni: Serdar Somuncu, deutsch-türkischer Schauspieler und Regisseur
- 4. Juni: Rachel Griffiths, australische Schauspielerin
- 4. Juni: Jim Boni, italienischer Eishockeytrainer und ehemaliger Eishockeyspieler
- 7. Juni: Gölä, schweizer Rockmusiker
- 9. Juni: Andreas Zeyer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 10. Juni: Sascha Raabe, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Jim Shea, US-amerikanischer Sportler
- 11. Juni: Alois von Liechtenstein, Erbnachfolger des Fürsten Hans Adam II von Liechtenstein
- 12. Juni: Dirk Bojer, deutscher Liedermacher
- 12. Juni: Luke Slater, britischer Musiker
- 13. Juni: Volker Sassenberg, deutscher Musik- und Hörspielproduzent, Komponist und Texter
- 17. Juni: Kristin Krone, ehemalige Skirennläuferin aus den USA
- 17. Juni: Charly Lownoise, niederländischer Musiker
- 18. Juni: Masahito Soda, japanischer Manga-Zeichner
- 21. Juni: Chris Gueffroy, letzte Todesopfer an der Berliner Mauer († 1989)
- 23. Juni: Tiken Jah Fakoly, westafrikanischer Reggaemusiker
- 24. Juni: Boris Gelfand, israelischer Schachmeister
- 26. Juni: Paolo Maldini, italienischer Fußballspieler
- 29. Juni: Tilo Kummer, deutscher Politiker und MdL
- 30. Juni: Anja Bergerhoff, deutsche Fernsehmoderatorin
- 30. Juni: Volker Zerbe, deutscher Handballspieler
- 30. Juni: Phil Anselmo, US-amerikanischer Musiker
- 3. Juli: Ramush Haradinaj, kosovarischer Politiker
- 5. Juli: Markus Brier, österreichischer Profigolfer
- 7. Juli: Jorja Fox, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. Juli: Billy Crudup, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 9. Juli: Paolo di Canio, italienischer Fußballspieler
- 10. Juli: Hassiba Boulmerka, algerische Leichtathletin
- 10. Juli: Serhane Ben Abdelmajid, mutmaßlicher tunesischer Terrorist († 2004)
- 12. Juli: Olaf Holetschek, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 15. Juli: Birgit Roth, deutsche Dozentin und Politikerin
- 16. Juli: Barry Sanders, ehemaliger American-Football-Spieler
- 16. Juli: Larry Sanger, US-amerikanischer Philosoph
- 17. Juli: Davis Kamoga, ugandischer Leichtathlet
- 17. Juli: Bitty Schram, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juli: Rocco Clein, deutscher Musikjournalist und Musiker († 2004)
- 20. Juli: Robert Rodriguez, US-amerikanischer Regisseur
- 22. Juli: Karin Scheele, österreichische Politiker, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 23. Juli: Gary Payton, US-amerikanischer Basketballspieler
- 27. Juli: Julian McMahon, australischer Schauspieler
- 29. Juli: Alan Cox, britischer Programmierer
- 30. Juli: Robert Korzeniowski, polnischer Leichtathlet
- 1. August: Marco Börries, deutscher Unternehmer
- 2. August: Stefan Effenberg, deutscher Fußballspieler
- 3. August: Eyjólfur Sverrisson, ehemaliger isländischer Fußballspieler
- 4. August: Olga Neuwirth, österreichische Komponistin
- 4. August: Daniel Dae Kim, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. August: Andreas Lupzig, deutscher Eishockeyspieler
- 5. August: Terri Clark, kanadische Country-Musikerin
- 7. August: Martin Max, deutscher Fußballspieler
- 7. August: Harold Perrineau Jr., US-amerikanischer Schauspieler
- 9. August: Eric Bana, australischer Schauspieler
- 9. August: Gillian Anderson, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. August: Mabel Wisse Smit, Ehefrau von Prinz Johan Friso von Oranien-Nassau
- 13. August: Uwe Bindewald, deutscher Fußballspieler
- 13. August: Merete Fjeldavlie, ehemalige norwegische Skirennläuferin
- 13. August: Jutta Nardenbach, deutsche Fußballspielerin
- 13. August: Tony Curran, schottischer Schauspieler
- 14. August: Catherine Bell, britische Schauspielerin
- 16. August: Mateja Svet, slowenische Skirennläuferin
- 17. August: Anja Fichtel, deutsche Florettfechterin
- 17. August: Steffen Fetzner, deutscher Tischtennisspieler
- 22. August: Horst Skoff, österreichischer Tennisspieler
- 25. August: Rolf Aldag, deutscher Radprofi, T-Mobile-Team
- 26. August: Chris Boardman, englischer Radrennfahrer
- 28. August: Billy Boyd, britischer Schauspieler
- 28. August: Jo van Nelsen, deutscher Schauspieler, Chansonsänger und Regisseur
- 29. August: Willi Landgraf, deutscher Fußballspieler
- 1. September: Mohammed Atta, ägyptischer Terrorist († 2001)
- 3. September: Christophe Mengin, französischer Radrennfahrer
- 3. September: Thomas Ostermeier, deutscher Theaterregisseur
- 4. September: Don Lemmon, US-amerikanischer Ernährungswissenschaftler und Buchautor
- 4. September: John Di Maggio, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. September: Brad Wilk, US-amerikanischer Musiker
- 6. September: Thulla, dänische Jazz-Sängerin
- 7. September: Marcel Desailly, französischer Fußballspieler
- 8. September: Ray Wilson, britischer Rocksänger
- 9. September: Hans-Peter Steinacher, österreichischer Segler (Olympiasieger)
- 10. September: Juan Maldacena, US-amerikanischer Physiker
- 10. September: Andreas Herzog, österreichischer Fußballspieler
- 10. September: Guy Ritchie, britischer Regisseur
- 13. September: Emma Sjöberg, schwedische Schauspielerin
- 14. September: Josef Pröll, österreichischer Bundesminister
- 16. September: Marc Anthony, puerto-ricanisch amerikanischer Komponist und Sänger
- 17. September: Karsten Just, deutscher Leichtathlet
- 17. September: Olaf Hense, deutscher Leichtathlet
- 19. September: Vasile Miriuta, ehemaliger rumänischer Fußballspieler
- 19. September: Dave Clarke, international Musikproduzent und Techno-DJ
- 19. September: Lila Downs, mexikanische Sängerin
- 19. September: Nikolaos Kaklamanakis, griechischer Windsurfer
- 24. September: François Smesny, französischer Schauspieler
- 25. September: Will Smith, US-amerikanischer Schauspieler und Rapper
- 25. September: Johan Friso von Oranien-Nassau, zweiter Sohn von Königin Beatrix und Prinz Claus
- 26. September: James Caviezel, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. September: Hans Pietsch, deutscher Go-Spieler († 2003)
- 28. September: Mika Häkkinen, finnischer Rennfahrer
- 29. September: Svenja Schulze, deutsche Politikerin
- 2. Oktober: Jana Novotná, tschechische Tennisspielerin
- 5. Oktober: Xavier Gravelaine, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 5. Oktober: Julie Ashton, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 7. Oktober: Thom Yorke, Sänger der englischen Popgruppe Radiohead
- 7. Oktober: Moritz Freiherr Knigge, deutscher Unternehmensberater und Benimm-Experte der Neuzeit
- 8. Oktober: Zvonimir Boban, kroatischer Fußballspieler
- 8. Oktober: Emily Procter, US-amerikanische Schauspielerin
- 9. Oktober: Luminita Zaituc, deutsche Marathonläuferin
- 9. Oktober: Deon Hemmings, jamaikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 10. Oktober: Andreas Türck, deutscher Fernsehmoderator
- 12. Oktober: Hugh Jackman, australischer Schauspieler
- 13. Oktober: Sophie von Kessel, deutsche Schauspielerin
- 14. Oktober: Jan Seifert, deutscher Fußballspieler
- 15. Oktober: Didier Deschamps, französischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 17. Oktober: Rodolfo Esteban Cardoso, argentinischer Profifußballer
- 17. Oktober: Ziggy Marley, jamaikanischer Reggaemusiker
- 18. Oktober: Detlev Dammeier, deutscher Fußballspieler
- 18. Oktober: Michael Stich, deutscher Tennisspieler
- 21. Oktober: Kerstin Andreae, deutsche Politikerin und MdB
- 22. Oktober: Shaggy, US-amerikanischer Reggae-Musiker
- 25. Oktober: Doris Fitschen, deutsche Betriebswirtin und Fußballspielerin
- 27. Oktober: Magister Rother, deutscher Historiker, Schriftsteller, Künstler und Komödiant
- 28. Oktober: Rosanna Rocci, italienische Schlagersängerin
- 29. Oktober: Johann Olav Koss, ehemaliger norwegischer Eisschnellläufer
- finn.: Suomi, schwed.: Finland) ist ein Staat in Nordeuropa und Mitglied der Europäischen Union. Er grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee. Als zweisprachiger Staat (Finnisch/Schwedisch) hat er über den Finnischen Meerbusen der Ostsee viel Einfluss auf das (dem Finnischen) sprachverwandte Estland. Historisch-politisch sind die Verbindungen zu Schweden eng. Das Inselreich Åland fühlt sich dagegen weniger mit Finnland verbunden als mit Schweden. Das autonome Inselreich gehört zwar zu Finnland, verwaltet sich aber selbst, nur die Außen- und Sicherheitspolitik wird von Finnland übernommen. Auf den vom Völkerbund Finnland zugesprochenen Inseln, wird nur Schwedisch gesprochen, wobei das Schwedische auf Åland eindeutig dem Reichsschwedischen zuzuordnen ist. Finnlandschwedisch findet man nur auf dem finnischen Festland.

Geographie

Finnland ist mit einer Fläche von 337.030 km² das siebtgrößte Land Europas. Das Land erstreckt sich zwischen dem 60. und 70. Breitengrad und zählt damit zu den nördlichsten Ländern der Erde. Auch wenn Finnland nur im Norden mit der Skandinavischen Halbinsel verbunden ist, wird es dennoch manchmal im deutschen Sprachgebrauch zu Skandinavien gezählt. Skandinavien und Finnland werden allerdings korrekterweise unter dem Begriff Fennoskandinavien zusammengefasst. Weltweit bekannt ist die im Süden gelegene Finnische Seenplatte. Große Gebirge gibt es in Finnland nicht, jedoch gibt es im Norden so genannte Inselberge (Tunturis), die sich aus der flachen Tundra erheben. Im äußersten Nordwesten hat das Land Anteil an den Skanden. Dort befindet sich auch die höchste Erhebung, der 1.324 m hohe Haltitunturi. Die Küste ist reich gegliedert (Schärenküste), insbesondere der Bottnische Meerbusen ist mehrere Monate im Jahr zugefroren. Zu Finnland gehört auch die zwischen Schweden und Finnland liegende autonome Inselgruppe Åland (finn. Ahvenanmaa), eine sehr Schwedisch geprägte Inselgruppe. Åland ist auch als einzige Region Finnlands einsprachig Schwedisch. Finnland besitzt im Nordwesten eine 580 km lange Grenze zu Schweden und im Norden eine 716 km lange Grenze zu Norwegen. Die längste Staatsgrenze ist mit 1.270 km die zur Russischen Föderation im Osten. Der längste Fluss in Finnland ist der Kemijoki; dieser fließt bei Kemi in den Bottnischen Meerbusen. Bei Gliederung des Landesgebiets ist es besonders den Auswärtigen beachtenswert, dass Lappland geographisch immer noch vom übrigen Land getrennt betrachtet wird. Diese allerdings sehr alte Denkweise hat zur Folge, daß das Gebiet ungefähr zwischen Oulusee und Polarkreis Nordfinnland genannt wird, obwohl es in der Mitte des Landes liegt. Ebenfalls heißt die Landschaft um die Stadt Jyväskylä trotz ihrer südlichen Lage Keski-Suomi (deutsch Zentrales Finnland).

Geologie

Die Geologie Finnlands ist von alten Gesteinen des Baltischen Schildes (Gneise, Granite, Schiefer; präkambrisch) geprägt. Gebirgsbildungen liegen in Finnland sehr lange zurück (ca. 109 Jahre), die Erosion hat dafür gesorgt, dass keine hohen Berge übrig sind und häufig dünne eiszeitliche Ablagerungen vorhanden sind. Die heutige Landschaftsform ist durch die letzte Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren geprägt. Die großen Eismassen haben Gesteine abgetragen, das Schmelzwasser hat die Landoberfläche weiter geformt. Typisch sind die Küstengebiete und Seenplatten. Als Auffangbecken des glazialen Schmelzwassers diente nach dem Ende der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren der Ankylussee, ein Süßwasserreservoir, das Vorläufer der heutigen Ostsee war. Dieses ständig anwachsende Gewässer brach vor 7.000 Jahren zur Nordsee durch, wodurch sich die einstigen Schmelzwasserseen zu Salzgewässern wandelten. Schon zuvor hatte sich der Schild infolge des Gletscherrückzugs durch die verminderte Drucklast zu heben begonnen, wobei dieser Vorgang an der Westküste schneller fortschritt als in den östlichen Landesteilen. Im Zuge dieser Erhebung wurde dem Wasser der nach Westen abfließenden Binnengewässer der Weg abgeschnitten, sodass es sich mit dem Fluss Vuoksi einen neuen Abfluss nach Süden bahnte. Diese Erhebung ist ein bis heute andauernder Vorgang, die westliche Küstenlinie wandert ständig weiter nach Westen.

Klima

Das finnische Klima wird durch die Ostsee und den Golfstrom beeinflusst, was zur Folge hat, dass die jährliche Durchschnittstemperatur um 5-10° C höher liegt als in anderen Gebieten dieser Breitenlage. Zudem wird Finnland vom gegenüber Mitteleuropa trockeneren Kontinentalklima beeinflusst, was für sehr kalte Winter, aber auch vergleichsweise heiße Sommer sorgt. Schneesicherheit herrscht in Lappland von November bis April, im Süden hingegen wechselt der Zeitpunkt des Winterbeginns sehr stark ab und sorgt von Dezember bis Anfang März für eine meist geschlossene Schneedecke. Im Lappland wird der dunkle Winter durch die Schneedecke wesentlich erträglicher, in der Mitte und im Süden des Landes scheint die Sonne das ganze Jahr durch. Für viele Menschen sind der Juni und Juli die schönsten Monate, wenn es nachts nicht richtig dunkel wird und wenn nördlich des Polarkreises die Sonne überhaupt nicht untergeht. In dieser Zeit sind die Niederschläge zwar am höchsten, liegen jedoch noch deutlich unter den mitteleuropäischen Werten und zwar im Jahresdurchschnitt zwischen 300 mm im Norden und 700 mm im Süden. Die Höchsttemperaturen steigen dann in Südfinnland auf bis zu 28° C, die Wassertemperaturen der Binnenseen erreichen aufgrund ihrer geringen Tiefe oft 25° C. Diese klimatischen Bedingungen sorgen dafür, dass von Süd nach Nord die Jahresdurchschnittstemperaturen und die Niederschläge abnehmen. Der Temperaturunterschied ist vor allem im Winter sehr ausgeprägt, während die Sommer annähernd gleich warm sind. In ganz Finnland ist der Frühling ziemlich kurz, und im Norden des Landes kann der Sommer sogar in einigen Wochen nach dem Winterende kommen. Der Herbst ist in Südfinnland ungefähr gleich lang wie in Norddeutschland, wird aber wesentlich kürzer gegen Norden. Auf den Inseln von Åland ist das Klima milder. Hier ist es im Sommer kühler und im Winter milder als auf dem finnischen Festland. Auch fällt hier bedingt durch die Ostsee mit rund 500 mm weniger Niederschlag als in Finnland und mit knapp 1900 Sonnenstunden ist Åland die sonnigste Region ganz Skandinavien. Mehr über das Klima auf Åland hier.

Flora und Fauna

hier] Etwa drei Viertel des Landes bestehen aus Wald. Süd- und Mittelfinnland ist überwiegend von Kiefern-, Fichten- und Birkenwald bedeckt. Im Süden und auf den Ålandinseln treten auch Ahorne, Eichen und andere Pflanzen auf. Im Norden (Lappland) wird die Vegetation deutlich karger. Ein Drittel der Landesfläche sind Moore. In südfinnischen Wäldern sind Säugetiere wie Dachs, Hase, Reh und Rotfuchs anzutreffen. Die Elchbestände in Süd- und Mittelfinnland sind eher als gering einzuschätzen. Typisch für Nordfinnland ist das Ren. Von Süd nach Nord zunehmend, treten im Sommer in gewässernahen und windarmen Gebieten regelrechte Mückenplagen auf. Zur finnischen Fauna gehören auch der Bär, Wölfe, Eurasischer Luchs (vor allem in Ostfinnland) und der Vielfraß sowie zahlreiche Singvögel, Elstern und Raben.

Bevölkerung

Ethnien

92 % der Bevölkerung sind finnischsprachige Finnen, 5,5 % schwedischsprachige Finnen (sog. Finnlandschweden oder auch Finnländer) und 0,6 % Russen. In Lappland lebt außerdem die Volksgruppe der Saamen, die jedoch nur 0,11 % der finnischen Gesamtbevölkerung ausmacht. Zudem sind seit etwa 500 Jahren kleinere Gruppen von Roma in Finnland ansässig. Diese sprechen Finnisch als Muttersprache, welches allerdings etwas melodiöser klingt als das der Finnen. Auf Åland leben rund 26.000 Menschen, die Schwedisch als einzige Umgangs- und Amtssprache haben. Viele betonen stark ihre åländische Identität, empfinden sich aber gleichwohl auch als Finnen.

Sprachen

Roma Entsprechend dem Bevölkerungsmuster sprechen 92 % finnisch und 5,6 % schwedisch. Beide Sprachen sind offiziell anerkannte Amtssprachen, wobei finnisch erst 1883 als gleichberechtigt neben dem Schwedischen anerkannt wurde. Die jeweils andere Sprache ist Pflichtfach in der Schule (siehe auch: Pakkoruotsi), wobei aber seit 2003 diese nicht mehr zwangsweise in den Abiturprüfungen abgefragt wird. Auf der autonomen Inselgruppe Åland ist Finnisch nur ein Wahlfach, hier besteht keine Pflicht, Finnisch zu lernen. Åland ist einsprachig Schwedisch. Auf kommunaler Ebene herrscht Zweisprachigkeit in jenen Gemeinden, in denen die Minderheitensprache von mindestens 10 % der Bevölkerung gesprochen wird (regelmäßiger Zensus). Ausnahme: In Turku, der alten Hauptstadt der schwedischen Zeit, sprechen heute weniger als 10 % der Einwohner Schwedisch - aus historischen und kulturellen Gründen (auch schwedisch-sprachige Universität) gilt Schwedisch jedoch auch hier in den kommunalen Behörden weiterhin als zweite Amtssprache. In einzelnen Gemeinden im Norden Finnlands, wo die Sámi wohnhaft sind, ist die als Minderheitensprache anerkannte samische Sprache im Verwaltungsverkehr zugelassen.

Religion

samische Sprache 96,3 % der nicht konfessionslosen Bevölkerung gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirche an, 1,8 % sind russisch-orthodox, und 2 % gehören anderen Konfessionen an, u.a. dem Islam (Tataren). Die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands unterstand bis 1809 der Evangelisch-Lutherischen Kirche Schwedens und wurde mit dem Übergang des Großherzogtums an Russland selbständig. Bis zur Einführung der Religionsfreiheit im Jahre 1923 gehörten die Finnen entweder zur Evangelisch-Lutherischen Kirche oder zur Finnisch-Orthodoxen Kirche. Diese beiden Kirchen werden durch Kirchensteuern finanziert.

Demografische Struktur und Entwicklung

Finnland ist eines der am dünnsten besiedelten Länder Europas. Bei einer Einwohnerzahl von 5.249.034 (2005) liegt die Bevölkerungsdichte bei 15,5 Einwohnern pro km². Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf den Süden des Landes. Dort befinden sich mit Helsinki (schwed. Helsingfors), Espoo (schwed. Esbo), Tampere (schwed. Tammerfors), Vantaa (schwed. Vanda), Turku (schwed. Åbo) und Kotka auch die größten Ballungsgebiete. Einzige Großstadt im Norden ist Oulu (schwed. Uleåborg).

Größte Kommunen

Feiertage

Oulu Einige Feiertage in Finnland haben christlichen Hintergrund, so zum Beispiel Weihnachten und Ostern. Des Weiteren gibt es eine Reihe nationaler Feiertage. Die wichtigsten sind hierbei der Nationalfeiertag am 6. Dezember, Vappu am 1. Mai und das Mittsommerfest (Juhannus). Weiterführende Informationen: Liste berühmter Finnen, Liste der Städte in Finnland

Geschichte

Liste der Städte in Finnland Liste der Städte in Finnland Hauptartikel: Geschichte Finnlands Die Besiedlung Finnlands durch Jäger und Sammler begann um 6500 v. Chr. Etwa um 4200 v. Chr. wurden diese durch eine jungsteinzeitliche Kultur abgelöst. Nach 2500 v. Chr. siedelten Einwanderer aus Gegenden südlich des finnischen Meerbusens im südlichen Finnland, die Ackerbau und Viehzucht betrieben. Seit 1154 wurde Finnland von seinen schwedischen Nachbarn erobert und das Christentum dort eingeführt. Im Vertrag von Nöteborg wurden 1323 erstmals die Grenzen zwischen Schweden und seinem östlichen Nachbarn Nowgorod festgelegt. Finnland blieb bis zum Zweiten Nordischen Krieg eine Provinz der schwedischen Großmacht (Österland, Norrland), auch wenn sich die Grenzen aufgrund von Kriegen immer wieder änderten. 1809 musste Schweden Finnland an Russland abtreten. Dann war es als Großfürstentum Finnland in Personalunion mit der russischen Krone verbunden, behielt aber für eine Weile schwedisches Privatrecht, eigene politische Organe, eine eigene Währung und führte als erster europäischer Staat vor dem Ersten Weltkrieg bereits 1906 das Frauenstimmrecht ein. In der finnischen Revolution von 1917 löste es sich zunächst als Königreich, nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte aber sehr bald als Republik vom Russischen Reich, was den Finnischen Bürgerkrieg zur Folge hatte. 1939 wurde das Land im sogenannten Winterkrieg von der Sowjetunion angegriffen, blieb aber mit Territorialeinbußen selbstständig.Im Fortsetzungskrieg, der im Herbst 1940 begann, griff es die Sowjetunion an, ohne Achsenmacht zu werden (mit aufrecht erhaltener Demokratie), mit deutscher Hilfe gegen die Sowjetunion (Fortsetzungskrieg) und wechselte nach dem Zusammenbruch der Front 1944 die Seiten, um als freie Demokratie zu überleben. Am 1. Januar 1995 wurde Finnland zusammen mit Österreich und Schweden Mitglied der Europäischen Union.

Politik

Verfassung

Nach der Verfassung von 1919 war Finnland eine Präsidialrepublik mit dominierender Stellung des Staatspräsidenten. Zugleich mit dem Amtsantritt der derzeitigen Staatspräsidentin Tarja Halonen im Frühjahr 2000 trat eine Verfassungsänderung in Kraft, die die zuvor sehr ausgedehnten Befugnisse des Staatsoberhauptes auf eher repräsentative Aufgaben beschränkt. Infolge dessen konnte Tarja Halonen nicht mehr in demselben Ausmaße wie ihre Vorgänger Urho Kekkonen, Mauno Koivisto und Martti Ahtisaari auch in der Gestaltung der Innen- und Außenpolitik hervortreten. Der Staatspräsident wird für maximal zwei Amtsperioden von je sechs Jahren direkt vom Volk gewählt. Gesetzgebendes Organ ist der Reichstag (eduskunta), ein Einkammerparlament mit 200 Abgeordneten, die für vier Jahre gewählt werden. Aufgrund der hohen Anzahl kleiner Splitterparteien und der Tatsache, dass wichtige Gesetze meist eine Zweidrittelmehrheit benötigen, müssen oft breite Koalitionsregierungen gebildet werden. Ministerpräsident ist seit Juni 2003 Matti Vanhanen. Die beiden höchsten Gerichtsinstanzen sind der Oberste Gerichtshof und der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Helsinki.

Außenpolitik

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Land strikt und – auch dank der schwedischen Parallelpolitik – neutral, obwohl es sich bis 1991 in einem erzwungenen Freundschaftspakt mit der Sowjetunion befand. Es engagiert sich stark in den nordeuropäischen und europäischen Institutionen.

Verwaltungsgliederung

1991 Hauptartikel: Lääni 1997 wurde die Zahl der Provinzen von zwölf auf sechs halbiert, sodass sich das Land heute in die Provinzen Åland, Lappland, Ostfinnland, Oulu, Südfinnland und Westfinnland aufteilt. Diese werden nochmals in Landschaften (maakunnat) unterteilt. Åland ist ein autonomes Inselreich mit eigener Flagge, eigener Sprache (Finnlandschwedisch) und eigener Nationalhymne (Ålänningens sång). Nur die Außen- und Sicherheitspolitik wird von Finnland übernommen, die restlichen Angelegenheiten regeln die Åländer selbst.

Infrastruktur

Finnland hat trotz der harten klimatischen Bedingungen und der weitmaschigen Siedlungsstruktur ein sehr gut ausgebautes Eisenbahn- und Straßennetz. Das Straßennetz umfasst eine Gesamtlänge von 77.895 Kilometern, wobei 49.853 Kilometer davon befestigt und 473 Kilometer als Autobahn ausgebaut sind. Das Tempolimit liegt außerorts bei 80, auf Autostraßen bei 100 und auf Autobahnen bei 120 km/h. Auch tagsüber muss außerhalb geschlossener Ortschaften mit Abblendlicht gefahren werden. Im Winter sind Winterreifen Vorschrift, Reifen mit Spikes sind dabei erlaubt und werden mehrheitlich verwendet. Das 5.660 Kilometer lange Eisenbahnnetz wird von der staatlichen Eisenbahngesellschaft VR (Valtionrautatiet) betrieben und ist zu 37 Prozent elektrifiziert. Die größten Städte werden mit dem bis zu 200 km/h schnellen Hochgeschwindigkeitszug S220 (Pendolino) bedient. Nachtreisezüge und Autoreisezüge verbinden die großen Ballungsräume des Südens mit den nördlichen Regionen des Landes. Internationale Bahnverbindungen gibt es nur nach Russland. Autoreisezüge Fast jeden Ort kann man auch mit dem Bus erreichen. In Finnland operierende Busunternehmen sind unter anderen Connex, Länsilinjat, Paunu, Pohjolan Liikenne und Savonlinja. Die Überlandlinien werden von verschiedenen im Matkahuolto-Verbund zusammenarbeitenden Busunternehmen unter der Marke Expressbus betrieben. Die einzige U-Bahn des Landes ist die U-Bahn Helsinki und auch Straßenbahnen gibt es nur im Verkehrsverbund Helsinki (Helsingin kaupungin liikennelaitos, HKL). Große Bedeutung kommt der Küstenschifffahrt, für den Handel mit Russland auch der Binnenschifffahrt über den Saimaakanal zu. Das Binnenschifffahrtsnetz hat eine Gesamtlänge von 6.675 Kilometern. Wichtige Hafenstandorte sind Hamina, Helsinki, Kokkola, Kotka, Loviisa, Oulu, Pori, Rauma, Turku, Uusikaupunki und Varkaus. Die Handelsflotte besitzt 480 Schiffe mit mehr als 100 Bruttoregistertonnen. Da im Winter die Küstengewässer zufrieren, muss eine große Zahl von Eisbrechern die Hafenzufahrten freihalten. Größere Orte besitzen auch Flughäfen, die durch ein dichtes Inlandsflugnetz bedient werden. 1999 gab es insgesamt 157