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Professor Of Poetry

Professor of Poetry

Professor of Poetry Das Amt des Professors of Poetry wird an der Universität Oxford gewöhnlich für fünf Jahre durch die Wahl durch alle MAs der Universität vergeben. Zahlreiche bedeutende englische Dichter hatten es im Laufe der Zeit inne. Deshalb gehört es zu den renommiertesten der Universität Oxford. Der Amtsinhaber verpflichtet sich dazu, einige Vorlesungen zu halten, womit es faktisch eine Teilzeitfunktion ist. Dieser Lehrstuhl wurde 1708 eingerichtet.
- 2004- Christopher Ricks
- 1999-2004 Paul Muldoon
- 1994-1999 James Fenton
- 1989-1994 Seamus Heaney
- 1984-1989 Peter Levi
- 1978-1983 Hugh Jones
- 1973-1978 John Wain
- 1968-1973 Roy Fuller
- 1966-1968 Edmund Blunden
- 1961-1966 Robert Graves
- 1956-1961 W. H. Auden
- 1951-1956 C. Day Lewis
- 1946-1951 Maurice Bowra
- 1944-1946 Vacant
- 1938-1943 Adam Fox
- 1933-1938 George Gordon
- 1928-1933 Ernest de Sélincourt
- 1923-1928 Heathcote William Garrod
- 1920-1923 William Paton Ker
- 1916-1920 Vacant
- 1911-1916 Thomas Warren
- 1906-1911 John William Mackail
- 1901-1906 A. C. Bradley
- 1895-1901 William Courthope
- 1885-1895 Francis Turner Palgrave
- 1877-1885 John Campbell Shairp
- 1867-1877 Francis Hastings Doyle
- 1857-1867 Matthew Arnold
- 1852-1857 Thomas Legh Claughton
- 1842-1852 James Garbett
- 1831-1841 John Keble
- 1821-1831 Henry Hart Milman
- 1812-1821 John Josias Conybeare
- 1802-1812 Edward Copleston
- 1793-1801 James Hurdis
- 1783-1793 Robert Holmes
- 1776-1783 John Randolph
- 1766-1776 Benjamin Wheeler
- 1757-1766 Thomas Warton the Younger
- 1751-1756 William Hawkins
- 1741-1751 Robert Lowth
- 1738-1741 John Whitfield
- 1728-1738 Joseph Spence
- 1718-1726 Thomas Warton the Elder
- 1708-1718 Joseph Trapp Kategorie:Wikipedia Überarbeiten

Universität Oxford

In Oxford gibt es mit der im 13. Jahrhundert entstandenen Universität Oxford (englisch: University of Oxford) nicht nur die älteste Universität Großbritanniens, sondern eine der ältesten Universitäten Europas überhaupt. Hervorgegangen ist die Universität aus den bereits im 12. Jahrhundert nachgewiesenen Klosterschulen. Der älteste Nachweis wird sogar mit 1096 datiert. Das älteste College ist das University College (1249). Die Universität wuchs schnell, nachdem im Jahre 1167 König Henry II den Engländern verbot, die Universität von Paris zu besuchen. Die Universität wurde 1209 aufgelöst, nachdem zwei Studenten, denen Vergewaltigung vorgeworfen wurde, ermordet wurden. Dieser Zwischenfall führte zur Gründung der Universität Cambridge. Im Jahre 1214 kam die Universität aber wieder zurück nach Oxford. Der Universitätsstatus wurde 1571 im Act for the Incorporation of Both Universities formell bestätigt. Seit der Entstehung der Universität Cambridge prägen diese beiden Universitäten, zusammenfassend auch Oxbridge genannt, das geistige Leben Großbritanniens. Die Rivalität zwischen ihnen läßt sich wohl am besten an dem berühmten Boat Race erkennen, einem auf der Themse seit 1829 jährlich ausgetragenen Achterrennen (Boat Race) der beiden Universitätsmannschaften.

Organisation

Die Universität ist in Colleges unterteilt. Die Colleges üben wichtige Funktionen aus, so wie Tutoring der Studenten vor dem Bachelor-Abschluss oder stellen auch Unterkunft zur Verfügung. Der Oxford University Library Service (OULS) besteht aus mehr als 30 Bibliotheken. Die älteste und bekannteste ist die Bodleian Library, die vor 400 Jahren als erste öffentliche Bibliothek Englands gegründet wurde. öffentliche Bibliothek Die Colleges (mit Gründungsjahr) sind:

Bekannte Oxforder

Die Universität hat eine stattliche Anzahl von Berühmtheiten hervorgebracht. Insgesamt haben 6 Könige, 5 Staatspräsidenten und Premiers, 46 Nobelpreisträger und 25 Britische Premierminister an der Universität studiert. Außerdem kann die Universität 6 Heilige (drei werden nur von der Katholischen, nicht aber von der Anglikanischen Kirche anerkannt), 86 Erzbischöfe, 18 Kardinäle ausweisen. Tony Blair, Bill Clinton, Lord Denning, Tim Berners-Lee, Hieronymus von Prag, Richard von Weizsäcker, König Abdullah von Jordanien, Malcolm Fraser, Clement Attlee, Margaret Thatcher, Walter Raleigh, Oscar Wilde, J.R.R. Tolkien, Lewis Carroll, William Penn, Álvaro Uribe Vélez.

Weblinks


- [http://www.ox.ac.uk/ Website der Universität Oxford] - auf Englisch
- [http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_notable_Oxford_students List of notable Oxford students] - in der englischen Wikipedia
- [http://www.coimbra-group.be Coimbra Group] Oxford Oxford Kategorie:Oxford ja:オックスフォード大学

Robert Graves

Robert Graves, im deutschen Sprachraum Robert von Ranke-Graves (
- 24. Juli 1895 in Wimbledon, London; † 7. Dezember 1985 in Deja auf Mallorca), war ein britischer Schriftsteller und Dichter. Graves veröffentlichte mehrere Bücher über seine Erfahrungen im 1. Weltkrieg, darunter zwei Gedichtbände (Over the Brazier und Fairies and Fusiliers) und eine Autobiographie (Goodbye to All That). Nach dem Krieg studierte Graves in Oxford englische Literaturwissenschaft. Nach dem Abschluss seines Studiums wohnte er seit 1929 bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs auf Mallorca. Dort entstanden zwei besonders erfolgreiche historische Romane (I Claudius und Claudius the God - dt. Ich, Claudius, Kaiser und Gott, 1937 und 1976 verfilmt - 1976 mit Derek Jacobi). Zurück in England und seit 1946 wieder auf Mallorca entstanden weitere Romane, aber auch Fachbücher mit vorwiegend historischen und mythologischen Themen (The Greek Myths, The White Goddess). Seine Bibliographie umfasst insgesamt etwa 140 Bücher. Graves trat nur in deutschsprachigen Übersetzungen seiner Werke unter dem Namen Robert von Ranke-Graves auf. Seine Mutter, Amalie von Ranke, war eine Großnichte des deutschen Historikers Leopold von Ranke.

Werke


- Over the Brazier (1916)
- Fairies and Fusiliers (1917)
- Goodbye to All That (1929) ISBN 3499400693
- I Claudius (1934) ISBN 3471785787
- Claudius the God (1934)
- The White Goddess (1948) ISBN 349955416X
- The Greek Myths (1955) ISBN 3499554046
- King Jesus. A novel
- Adam's rib,: And other anomalous elements in the Hebrew creation myth; a new view Auf deutsch erhältlich:
- Rostbraun gezähnt
- 7 Tage Milch und Honig
- Ich,Claudius,Kaiser und Gott
- Die weisse Göttin
- Griechische Mythologie
- Strich drunter!
- Geschichten aus dem anderen Mallorca (mehr siehe links)

Weblinks


-
- [http://www.robertgraves.org/ The Robert Graves Trust (englisch)]
- [http://www.mallorcaonline.com/story/graves.htm Essay über Robert Graves und dessen Verbundenheit zu Mallorca]
- [http://www.imdb.com/title/tt0028723/ I, Claudius (UK, 1937)] - Verfilmung von Robert Graves fiktiver Claudius Biografie. Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert Graves, Robert

W. H. Auden

Wystan Hugh Auden (
- 21. Februar 1907 in York; † 29. September 1973 in Wien) war ein englischer Schriftsteller. Von Audens Schaffen sind seine Gedichte am bekanntesten, daneben verfasste er aber auch eine Vielzahl an Kritiken und Essays sowie, zusammen mit seinem Freund Christopher Isherwood, einige Dramen. Audens Werk zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen sprachlichen Umfang aus, es reicht von streng traditionellen Formen wie der Villanelle bis zu gänzlich unstrukturierten Versen. Der Schriftsteller beschäftigte sich mit den politischen Umbrüchen seiner Zeit, und verlieh diesen u.a. auch in den Gedichten "Spanien" (über den spanischen Bürgerkrieg) und "1. September 1939" (Beginn des Zweiten Weltkriegs) Ausdruck. Andere bedeutende Werke sind seine Weihnachtsoratorien ("For the Time Being", "Musée des Beaux-Arts") und Dichtungen zum Tod von William Butler Yeats und Sigmund Freud. Seine Dichtungen werden auch oft in Filmen zitiert, beispielsweise das Trauergedicht "Funeral Blues" in "Vier Hochzeiten und ein Todesfall". Auden heiratete 1935 die deutsche Schriftstellerin Erika Mann, die Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, um der aus dem nationalsozialistischen Deutschland ausgebürgerten Schriftstellerin zu einem englischen Reisepass zu verhelfen. Die Ehe blieb nicht zuletzt wegen der Homosexualität von Auden kinderlos. Im Jahr 1939 übersiedelte er in die Vereinigten Staaten und nahm auch die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Erst in seinem letzten Lebensjahr kehrte er in sein Mutterland zurück und ließ sich in Oxford nieder.

Weblinks


-
- [http://www.litlinks.it/ax/auden_wh.htm Lyrik und Sekundäres] bei litlinks.it
- [http://wikiquote.org/wiki/W._H._Auden Wikiquote - Quotes by W. H. Auden] (englisch)
- [http://www.audensociety.org The W.H. Auden Society] (englisch)
- [http://www.egr.unlv.edu/~rho/interests/other/poems/w.h.auden/funeral.blues.html Funeral Blues] (englisch)
- [http://www.cs.rice.edu/~ssiyer/minstrels/index_poet_A.html The Wondering Minstrels, mit einigen Gedichten von Auden] Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh Auden, Wystan Hugh

Adam Fox

Adam Fox (
- 1883 - † 1977) war Dean of Divinity am Magadalen College, Oxford. Von 1938 bis 1942 war er Professor of Poetry. Anschließend kam er als Canon nach Westminster Abbey, wo er auch begraben liegt. Während seiner Zeit in Oxford gehörte er zu den sogenannten Inklings, einer Gruppe meist christlicher Schriftsteller, zu denen insbesondere C. S. Lewis und J. R. R. Tolkien gehörten. In Oxford veröffentlichte er sein vierbändiges Gedicht Old King Coel, das nach dem legendären Vater von Helena, der Mutter von Kaiser Konstantin, benannt ist. Es spielt Britannien der Zeit des späten römischen Imperiums. Als Professor for Poetry bemühte er sich besonders, eine Dichtung einzufordern, deren Lesen Vergnügen bereiten kann (So in Poetry for Pleasure), eine Dichtung, deren Zugang zu schwer zu finden wäre, würde nämlich auf die Dauer bedeutungslos werden. Damit übte er Kritik an der in seiner Zeit stark werdenden modernen Dichtung. Fox gehört er zu den Leuten, die das Geistesleben seiner Zeit prägten. Er steht für den Versuch, platonische Philospophie und Christentum auch im 20. Jahrhundert zu verbinden. Seine Bücher zeigen sein Wissen und seine Bildung. So versuchte er z.B. Platon auch für den Leser seiner Zeit wieder zur selbstverständlichen Lektüre zu machen. Außerdem ist seine Biographie des Theologen, Philosphen und langjährigen Dekans von St. Paul's Cathedral London William Ralph Inge ein echtes Meisterwerk und bis heute unübertroffen. Interessant ist die Geschichte seiner Wahl zum Professor of Poetry. Dieses Amt wird durch eine Wahl aller MAs der Universität von Oxford bestimmt. Als Fox von einem ihm besonders ungeeignet scheinenden Kandidaten hörte, sagte er beim Frühstück im College: "Da könnten sie ja genauso gut mich wählen." Der neben ihm stehende C. S. Lewis erwiderte darauf hin: "Das werden wir tun." Und nahm dann erfolgreich die Vorbereitungen in die Hand.

Literatur von Adam Fox


- Old King Coel
- Dean Inge
- Plato for Pleasure
- Plato and the Christians
- Poetry for Pleasure

Literatur über Adam Fox


- Gerold, Thomas, Adam Fox (1883 - 1977). Dichter und Christlicher Platoniker. in: Inklings-Jahrbuch für Literatur und Ästhetik 19 (2001), 201-214. Fox, Adam Fox, Adam Fox, Adam Fox, Adam

Matthew Arnold

Matthew Arnold (
- 24. Dezember 1822 in Laleham, Middlesex; † 15. April 1888 in Liverpool) war ein englischer Dichter und Kulturkritiker.

Leben

Herkunft und Ausbildung

Matthew Arnold war der der älteste Sohn des bekannten Pädagogen Dr. Thomas Arnold, Leiter der Rugby School. Er besuchte seit 1837 die Rugby School und studierte danach an der Universität Oxford. Mit seiner frühen Lyrik gewann er einige Preise, so 1843 für das Gedicht "Cromwell". In Oxford, wo er sich besonders wohl fühlte und bald als eine Art Dandy und "Gesellschaftslöwe" galt, war er mit dem späteren katholischen Bischof und Kardinal John Henry Newman befreundet. Früh zeigte sich auch seine Begeisterung für die französische Kultur, eher ungewöhnlich bei einem Briten dieser Zeit. Arnold graduierte 1844. Ab 1847 war er Privatsekretär des einflussreichen Politikers Lord Lansdowne. 1851 heiratete Arnold Frances Lucy Wightman, Tochter eines Richters. Durch Vermittlung Lansdownes erlangte er im selben Jahr eine Stellung als Schulinspektor. Beruflich reiste Arnold in den folgenden Jahren viel, besuchte Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Deutschland, um die dortigen höheren Bildungseinrichtungen zu studieren. Zu diesem Thema publizierte er auch zwei damals weithin beachtete Bücher. Er war in dieser Position fast bis zu seinem Lebensende tätig. Arnold besuchte auch die USA, inzwischen berühmt geworden, später; jedoch - "Denver ist noch nicht reif für Mr. Arnold", wie es damals hieß.

Lyrik und Lehre

1849 hatte Matthew Arnold seinen ersten Gedichtband veröffentlicht, 1852 folgte mit "Empedocles on Etna" der zweite Band. Erst seit 1853 publizierte er Lyrik unter seinem wirklichen Namen und übte strenge Selbstkritik an seinen früheren Arbeiten, denen es stellenweise an klassisch-antiker Ausgewogenheit gemangelt habe. Der Dichter Arnold wurde nun bekannt. Es folgten noch die akademische klassische Tragödie "Merope" (1858) sowie die "New Poems" (1867) mit Elegien für den verstorbenen Vater und einen Freund. Unterdessen hatte sich der Autor immer mehr der Kulturkritik zugewandt. 1857 war Arnold Professor für Dichtung in seinem geliebten Oxford geworden. Er war einer der ersten Dozenten, die ihre Vorlesungen nicht mehr in Latein hielten. Aus seinen Vorträgen gingen die Bücher "On Translating Homer" (1861, 1862) und "On the Study of Celtic Literature" (1867) hervor. Bereits in seiner Antrittsvorlesung nahm er sich die literarische "Modernität" zum Thema.

Kulturkritik

Wichtige Beiträge zu Arnolds neuartiger Form der Kulturkritik wurden seine Werke "Essays in Criticism" (1865) und "Culture and Anarchy" (1869). Arnold, der das zeitgenössische britische Weltreich trotz seiner wirtschaftlichen und machtpolitischen Erfolge als kulturell provinziell empfand, wandte sich auch "kontinentalen" Kulturschaffenden und Denkern wie Spinoza, Goethe, Hegel, Heinrich Heine, Leo Tolstoi und Sainte-Beuve zu. Die Briten sah er eingeteilt in
- aristokratische, von graziösen Sitten geprägte, jedoch konservative und neuen Ideen verschlossene "Barbaren"
- tüchtige, nonkonformistische und energische, dabei jedoch dem "Mammon" verfallene und ungraziöse "Philister" (Arnold übernahm den neuzeitlichen Sinn der Bezeichnung von Thomas Carlyle, der ihn selbst deutscher Literatur entlehnt hatte)
- die restliche, immer noch rohe und unkultivierte "breite Masse" ("populace"). Alles käme darauf an, die dynamische Mittelschicht der "Philister" zu bilden und zu humanisieren. Dies war nach Arnold eine staatliche Aufgabe. Die ungesteuerte viktorianische Demokratie käme ohne kulturelle Gegenmaßnahmen einer alle Werte zersetzenden Anarchie gleich. Arnolds Kritik am damals unangreifbar scheinenden britischen Weltreich kam nicht bei allen Landsleuten gut an.

Wirkung und Kritik

Arnold, der der Kritik eine ganz neue, fundamentale Rolle erschloss, erfuhr als Kulturkritiker wahrscheinlich breitere Wirksamkeit denn als Lyriker. Kulturkritische Autoren wie Lionel Trilling, T. S. Eliot, Clement Greenberg und Harold Bloom stehen teilweise in seiner Tradition. Spätestens mit dem Anbruch der Postmoderne jedoch ist dieser Ansatz, vor allem seine Beschränkung von Kultur auf Phänomene der "High Seriousness", selbst in die Kritik geraten. Arnolds Versuch der Aufstellung eines verpflichtenden Kanons englischsprachiger Dichter (er beschäftigte sich u. a. mit John Milton, Keats, mit dem ihm noch persönlich bekannten Wordsworth, mit Lord Byron und Shelley) wurde schon bald kritisiert: John Dryden und Alexander Pope z. B. galten ihm nicht als "echte Poeten", John Donne war ihm keine Erwähnung wert. In seinem Gedicht "To Marguerite" sagt Arnold implizit gar das Gegenteil von Donnes bekanntem Satz "Niemand ist eine Insel" aus: zwischen den Partnern klafft hier das Meer, man ist "in the sea of life enisled" - jeder ist eine Insel. James Joyce soll diese Zeilen des "unglücklichen Viktorianers" Matthew Arnold in seinem frühen Gedicht "In dark pinewood" - mit den Joyce-üblichen sexuellen Konnotationen - kräftig parodiert haben. Auch Arnolds (verkürzt wiedergegebene) Auffassung, dass Dichtung sich gegen das Leben zu wenden habe, wurde als Pessimismus gewertet. Tatsächlich ist der Dichter in seiner Lyrik der selbstgestellten Norm des klassisch-objektiven, klaren und nüchternen Stils nicht immer gerecht geworden, viele seiner Gedichte sind eher sentimental-melancholischer und subjektiver Natur - sie werden genau deshalb auch von manchen als frühe Zeugnisse der Moderne gewertet. Arnold, als Gesellschaftsmensch von Zuversicht und lässiger Eleganz geprägt, gab sich in seiner Lyrik einem untergründigen Skeptizismus hin. Ein gutes Beispiel ist sein spätes Gedicht "Dover Beach". So unterschiedliche Künstler wie der Komponist Samuel Barber oder die Rockband "The Fugs" setzten dieses Gedicht zu Musik. Auch Ralph Vaughan Williams vertonte Arnold-Texte. Die Publikation religiöser Essays folgte in späteren Jahren. Arnold widmete sich hier vor allem der Modernisierung des Anglikanismus, auch darin stieß er wieder auf viele Kritiker. Arnold hatte sechs Kinder und überlebte drei seiner Söhne. Er starb 1888, als er eine Tochter, die inzwischen in den USA lebte, in Liverpool vom Schiff abholen wollte.

Werke (in Auswahl)

Lyrik


- Alaric at Rome. A Prize Poem (1840)
- Cromwell. A Prize Poem (1843)
- The Strayed Reveller and Other Poems (1849)
- Empedocles on Etna and Other Poems (1852, 1900)
- Poems. A New Edition (1853)
- Poems. Second Series (1855)
- Merope. A Tragedy (1858)
- New Poems (1867)
- A Matthew Arnold Birthday Book (1883)
- The Works of Matthew Arnold (hrsg. v. G. W. E. Russell, 15 Bde.,1903)
- The Poetical Works of Matthew Arnold (hrsg. v. Tinker u. H. F. Lowry,1950)
- The Poems of Matthew Arnold (hrsg. v. Kenneth Allott, 1965)

Essays, Kulturkritik und andere Prosa


- England and the Italian Question (hrsg. v. Merle M. Bevington, 1859)
- The Popular Education of France, with Notices of That of Holland and Switzerland (1861)
- On Translating Homer. Three Lectures Given at Oxford (1861)
- On Translating Homer. Last Words. A Lecture Given at Oxford (1862)
- Heinrich Heine (1863)
- A French Eton; or, Middle Class Education and the State (1864)
- Essays in Criticism (1865)
- Schools and Universities on the Continent (1867)
- On the Modern Element in Literature (1869)
- Culture and Anarchy. An Essay in Political and Social Criticism (1869)
- Literature and Dogma. An Essay towards a Better Apprehension of the Bible (1873)
- Higher Schools and Universities in Germany (1874)
- God and the Bible. A Review of Objections to "Literature and Dogma" (1875)
- Last Essays on Church and Religion (1877)
- Mixed Essays (1879)
- The Study of Poetry (1880)
- Irish Essays, and Others (1882)
- Friendship's Garland Being the Conversations, Letters and Opinions of the Late Arminius, Baron von Thunder-ten-Tronckh (1883)
- On the Study of Celtic Literature (1883)
- St. Paul and Protestantism; with an Introduction on Puritanism and the Church of England (1883)
- Culture and Anarchy (1883)
- Discourses in America (1885)
- Charles Augustin Sainte-Beuve. In: Encyclopedia Britannica, neunte Auflage, IX: S. 162-165 (1886)
- Education Department (1886) Special Report on Certain Points Connected with Elementary Education in Germany, Switzerland, and France
- General Grant. An Estimate (1887)
- Schools. In The Reign of Queen Victoria (hrsg. v. T. H. Ward, II: S. 238-279, 1887)
- Essays in Criticism. Second Series (1888)
- Civilization in the United States. First and Last Impressions of America (1888)
- Reports on Elementary Schools 1852-1882 (hrsg. v. Sir Francis Sandford,1889)

Herausgebertätigkeit


- A Bible-Reading for Schools. The Great Prophecy of Israel's Restoration (1872)
- Isaiah XLLXVI; with the Shorter Prophecies Allied to It (1875)
- The Six Chief Lives from Johnson's "Lives of the Poets," with Macaulay's "Life of Johnson" (1878)
- (Vorwort) The Hundred Greatest Men. Portraits of the One Hundred Greatest Men of History (1879)
- Poems of Wordsworth (1879)
- Letters, Speeches and Tracts on Irish Affairs by Edmund Burke (1881)
- Poetry of Byron (1881)
- "Isaiah of Jerusalem" autorisierte englische Fassung, mit Einleitung, Korrekturen und Anmerkungen (1883)

Literatur


- Joseph Carroll: The cultural theory of Matthew Arnold. Berkeley: University of California Press 1982. ISBN 0-520-04616-1
- Patrick Carill Connolly: Matthew Arnold and "Thyrsis". London: Greenwich Exchange 2004. ISBN 1-871551-61-7
- Ian Hamilton: A gift imprisoned. The poetic life of Matthew Arnold. London: Bloomsbury 1998. ISBN 0-7475-3671-6
- David Keppel-Jones: The strict metrical tradition. Variations in the literary iambic pentameter from Sidney and Spenser to Matthew Arnold. Montreal: McGill-Queen's University Press 2001. ISBN 0-7735-2161-5
- Peter Krahé: Thomas Carlyle, John Ruskin, Matthew Arnold. Die weltanschauliche Krise und ihre literarische Verarbeitung. Bonn: Bouvier 1978. (= Studien zur englischen Literatur; 19) ISBN 3-416-01445-6
- Laura Cooner Lambdin; Robert Thomas Lambdin: Camelot in the nineteenth century. Arthurian characters in the poems of Tennyson, Arnold, Morris, and Swinburne. Westport, Conn. u. a.: Greenwood Press 2000. (= Contributions to the study of world literature; 97) ISBN 0-313-31124-2
- James C. Livingston: Matthew Arnold and Christianity. His religious prose writings. Columbia, SC: Univ. of South Carolina Pr. 1986. ISBN 0-87249-462-4
- Clinton Machann: Matthew Arnold. A literary life. Basingstoke u. a.: Macmillan u. a. 1998. ISBN 0-333-63376-8
- Laurence W. Mazzeno: Matthew Arnold. The critical legacy. Rochester, NY u. a.: Camden House 1999. (= Studies in English and American literature, linguistics, and culture) ISBN 1-57113-278-3
- Nicholas Murray: A life of Matthew Arnold. London: Hodder u. Stoughton 1996. ISBN 0-340-62488-4
- Linda Ray Pratt: Matthew Arnold revisited. New York, NY: Twayne 2000. (= Twayne's English authors series; TEAS 560) ISBN 0-8057-1698-X
- Mary W. Schneider: Poetry in the age of democracy. The literary criticism of Matthew Arnold. Lawrence, Kansas: Univ. Pr. of Kansas 1989. ISBN 0-7006-0380-8
- James Simpson: Matthew Arnold and Goethe. London 1979.
- Thomas Spielkamp: Literaturkritik als "Criticism of life". Zur zentralen Stellung des Kritikbegriffs in der Literaturtheorie Matthew Arnolds. Frankfurt am Main u. a.: Lang 1994. (= Arbeiten zur Ästhetik, Didaktik, Literatur- und Sprachwissenschaft; 18) ISBN 3-631-47108-4
- Douglas W. Sterner: Priests of culture. A study of Matthew Arnold & Henry James. New York u. a.: Lang 1999. (= Sociocriticism;9) ISBN 0-8204-4181-3
- Ilse-Maria Tesdorpf: Die Auseinandersetzung Matthew Arnolds mit Heinrich Heine, des Kritikers mit dem Kritiker. Ein besonderer Fall von konstruktivem Mißverstehen und eigenwilliger Entlehnung. Frankfurt am Main: Athenäum 1971. (= Neue Beiträge zur Anglistik und Amerikanistik; 6)

Weblinks


- [http://www.victorianweb.org/authors/arnold/bio.html Kurzbiografie zu Matthew Arnold]
- Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew Arnold, Matthew ja:マシュー・アーノルド

John Keble

John Keble (
- 25. April 1792 in Fairford (Gloucestershire); † 29. März 1866 in Bournemouth) war ein anglikanischer Geistlicher und Dichter geistlicher Lieder. Keble wurde nach dem Studium in Oxford dort zum Fellow am Oriel College. Von 1831-1841 war er Professor of Poetry. 1822 lernte er John Henry Newman kennen. Beide gehörten zu den führenden Köpfen der sogenannten Oxford-Bewegung, die versuchte, die katholische Tradition innerhalb der anglikanischen Kirche wieder zu entdecken. Im Gegensatz zu Newman blieb Keble aber Zeit seines Lebens der anglikanischen Kirche treu. Und dies nicht nur aus Bequemlichkeit sondern aus echter Überzeugung. Er steht damit für den Flügel der Oxfordbewegung, der sich bewusst als Teil dieser Kirche verstand. Kebles 1827 erschienener Gedichtband The Christian Year, wurde zu einem der großen Klassiker des 19. Jahrhunderts. Das Buch enthält ein Gedicht zu jedem Sonn- und Feiertag des Kirchenjahrs und war sehr verbreitet. Es machte Keble berühmt. Es gab mehr als hundert Auflagen. 1836 wurde er Pfarrer in Hursley (Winchester), wo er bis zu seinem Tod 1866 blieb.

Werke


- Christian Year 1827
- Lyra Apostolica 1836
- Lyra Innocentium 1846
- Letters of Spiritual Counsel and Guidance 1870

Weblinks


-
- [http://www.quod-est-dicendum.org/Literatur/Keble.htm Biographie und Würdigung] Keble, John Keble, John Keble, John Keble, John Keble, John Keble, John

Quiggly holes

A quiggly hole, also known simply as a quiggly or kekuli, is the remains of an underground house built by the First Nations people of the Interior of British Columbia and the Columbia Plateau in the U.S.. The word quiggly comes from kickwillie or keekwulee, the Chinook Jargon word for "beneath" or "under".

Appearance and Location

Quiggles appear as a circular depression in the ground, quigglies generally come in large groupings known as quiggly towns, some with hundreds of holes indicating a potential poulation of thousands. Some of these holes were residential for single family or larger groups, while some may have been storage only. Quiggly towns are typically located where solar exposure, water supply, and access to fish, game and gatherable foodstuffs are favourable. Quiggly towns and smaller groups of quiggly holes are common features of the landscape in certain areas of southern British Columbia, notably from the Fraser Canyon near Lillooet across the Thompson River valley and down the Okanagan Valley.

Archaeological Site

One of the quiggly towns in the Fraser Canyon, located at Keatley Creek between the modern-day First Nations communities at Fountain and Pavilion, is home of over 115 quiggly holes. has been the subject of formal archaeological investigation. Diggings have shown its origins to have been between 4,800 BP and 2,400 BP, with ongoing habitation up to 1,100 BP. The reason for the abandonment is believed to have been the collapse of a slide which had blocked the Fraser River, forming a lake reaching upstream many miles, such that the location at Keatley Creek was near the shoreline (it is today on a benchland high above the river's canyon).

Description

This type of structure was used for storage as well as housing and cooking, and may have had its origins as an expansion of the concept of a root cellar. In their most elaborate form, a deep pit is covered by a dome made out of a log frame, then covered by earth. Usually entrance is made either by a side hole, or a ladder via the fire hole in the top. It should be noted that the word quiggly today usually only means the archaeological remains, not an active underground house, if one is being spoken of in story or history. Similar structures are used in the sweat lodges that are common in First Nations communities today, though those are made out of sticks instead of logs, with branches and blankets instead of earth as a covering. As with sweat lodges, some quiggly holes were once undoubtably used for ritual and community as well.

Range of Use

Although found to a limited degree on the southern British Columbia Coast and Puget Sound where log-frame longhouses and lean-to structures are more common, they are the main trait of native pre-Contact archaeology throughout the Interior cultures, and may have variously been either seasonal or permanent settlements. Replacement of quigglies with modern-style housing in the Interior only began in the late 19th Century, with individual holdouts of active underground house living into the mid-20th Century. Efforts to resettle Interior Plateau First Nations in log-cabin villages - "modern" housing in the 19th C., relatively speaking - were launched by the Oblate Fathers as part of their missionary work.

A Reconstruction

Oblate Fathers A reconstruction of an underground house can be seen by the public near the Lillooet Tribal Council's offices near the reserve community of T't'ikt (in English the "T-bird Rancherie") in Lillooet, British Columbia. Called a si7xten (SHIH-stn) in the St'at'imcets language, its design is based on notes drawn by anthropologist James Teit, who had settled and married in with the Nlaka'pamux people of Spences Bridge. Teit had never been to Lillooet and based all his knowledge of the si7xten and the rest of his notes on that people, but based all his knowledge on interviews with a St'at'imc woman who had married into the Spences Bridge people. It was not just from her account that Teit drew drawings upon which Lillooet's rebuilt si7xten was built, but also from his knowledge of underground houses in the Thompson and Bonaparte valleys - in his day, many people still lived in them. The reconstruction proceeded with his designs, with the caveat that the si7xten as built may not exactly resemble those used by the St'at'imc, as those with the knowledge of how they were built passed away years before there was interest in restoring one. St'at'imc No one lives in an underground house of this type today, but as quiggly towns they are important landmarks in the broader context of First Nations land claims, where they are more than symbols of native occupancy - they are the proof of ownership, as well as a priori occupation rights including sovereignty. Inventories of quigglies and other archaoloegical remains are important parts of the land claims process and archaeological protection acts may be invoked to preserve and study them. Quigglies on private land, however, are not protected, although some of these wind up being studied at the invitation of the owner. Although many quiggly towns are relatively new, up to a few hundred years, many more are very ancient, as at Keatley Creek, but also throughout the Interior. And in addition to the Plateau cultures, there is an isolated appearance of quiggly-type structures on the Oregon Coast, in what is otherwise exclusively log-frame/housepost housing area. Its occupants are believed by archaeologists to have been ancestors of the Athapaskan-people resident in the area now, who had originally used their familiar style of housing when they first migrated into the region.

See Also


- Dugout (shelter)

External Links


- [http://www.sfu.ca/archaeology/museum/bc/keat_src/k0000001.htm Keatley Creek Archaeological Site]
- [http://wlapwww.gov.bc.ca/bcparks/explore/parkpgs/kekuli.htm Kekuli Bay Provincial Park] Category:British Columbia history Category:Monument types Category:Anthropology

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