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Vilgertshofen
Vilgertshofen ist eine Gemeinde mit 2.315 Einwohnern im Bezirk Oberbayern (Bayern) im Landkreis Landsberg am Lech. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Reichling.
Geografie
Vilgertshofen liegt in der Region München.
Es existieren folgende Gemarkungen: Issing, Mundraching, Pflugdorf, Stadl.
Geschichte
Vilgertshofen im heutigen Bezirk Oberbayern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern. Der zum Ort Stadl gehörende Weiler war durch seine schon um 940 erwähnte Wallfahrtskirche und die alljährliche "Stumme Prozession" bekannt. Beim Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Issing, Mundraching, Pflugdorf und Stadl wurde 1973 daher der Gemeindename Vilgertshofen gewählt.
Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.555, 1987 dann 1.741 und im Jahr 2000 2.315 Einwohner gezählt.
Politik
Bürgermeister ist Konrad Welz (Freie Wählerschaft Issing). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Berger (Fr.Wählersch./Dorfgem./Ortsgem.).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 922 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 193 T€.
Sehenswürdigkeiten
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 159 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 684. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 10 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1420 ha, davon waren 856 ha Dauergrünfläche.
Bildung
Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 75 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 12 Lehrern und 236 Schülern
Weblinks
[http://www.ammersee-region.de/vilgertshofen-pflugdorf-stadl.html Informationen, Fotos zu Vilgertshofen, Pflugdorf, Stadl]
[http://www.ammersee-region.de/issing.html Informationen, Fotos zu Vilgertshofen, Ortsteil Issing]
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Landsberg am Lech
Bezirk OberbayernDer Bezirk Oberbayern ist eine kommunale Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts im Bundesland Bayern. Der Bezirk ist in Bayern die dritte kommunale Ebene über den Gemeinden (1. Ebene) und Landkreisen (2. Ebene) und nicht zu verwechseln mit dem Regierungsbezirk Oberbayern, der den Zuständigkeitsbereich einer staatlichen Behörde, der Regierung von Oberbayern darstellt.
Dies ist einzigartig in ganz Deutschland und für Außenstehende schwer zu begreifen, da die jeweiligen Gebiete der Bezirke und der Regierungsbezirke deckungsgleich und die Verwaltungsbehörden oftmals im selben Gebäude untergebracht sind. Sie haben jedoch sehr unterschiedliche Aufgaben.
Die Bezirke sind Selbstverwaltungskörperschaften und haben daher auch ein Parlament, den Bezirkstag, der alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten des Bezirks direkt gewählt wird. Sie können Wappen und Fahnen wie eine Gemeinde oder ein Landkreis haben, was ein staatlicher Regierungsbezirk nicht hat.
Die Bezirke nehmen jene Aufgaben wahr, die über die Zuständigkeit und das Leistungsvermögen der kreisfreien Städte und Landkreise hinausreichen. Sie schaffen öffentliche Einrichtungen, die für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Wohl der Bevölkerung notwendig sind. So sind sie z.B. Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen und Freilichtmuseen. Ferner sind sie überörtliche Sozialhilfeträger. In anderen Bundesländern werden diese Aufgaben teilweise z.B. von den Landschaftsverbänden beziehungsweise Landeswohlfahrtsverbänden erledigt.
Weblinks
- http://www.bezirk-oberbayern.de/
Oberbayern
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Bayern
Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee.
Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").
Geschichte
Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern
Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.
Politik
Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns.
Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:
In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten.
Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU).
Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt.
Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:
- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945
Staatsaufbau
Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden.
Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen.
Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt.
Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006.
Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde.
Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern
Wahlrecht
Gesetzgebungsverfahren in Bayern]
Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat.
Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann.
Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden).
Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt.
Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.
Staatswappen, Flagge und Hymne
Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen
Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten:
Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben.
Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität.
Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau.
Zur Hymne siehe: Bayernhymne
Verwaltungsgliederung
Regierungsbezirke
Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern:
Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)
Landkreise
Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte:
kreisfreie Städte
Kreisfreie Städte
Städte und Gemeinden
Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)
Größte Städte
Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt
Regionen
Geografie
Große Kreisstadt
Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen).
Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen).
Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau.
Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden.
Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern
Wirtschaft
Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent.
Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden.
An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.
Kultur
Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken.
Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.
Museen
Theater, Schauspiel und Oper
Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:
Musik
Operetten]
Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck
Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck
Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele.
Münchner Opernfestspiele
Küche
Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel
Religion, Stämme und Sprache
Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 %
Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden.
Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche.
Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet.
Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen
Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten.
siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster
Literatur
- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7
Siehe auch: Portal:Bayern
Weblinks
- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern
ja:バイエルン州
ko:바이에른 주
simple:Bavaria
Landkreis Landsberg am Lech
Der Landkreis Landsberg am Lech ist ein Landkreis im Südwesten des Regierungsbezirks Oberbayern in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Aichach-Friedberg, im Nordosten der Landkreis Fürstenfeldbruck, im Osten der Landkreis Starnberg, im Süden der Landkreis Weilheim-Schongau und im Westen der Landkreis Ostallgäu und der Landkreis Augsburg.
Geografie
Der Landkreis liegt im westlichen Oberbayern an der Grenze zu Schwaben und umfasst 31 Gemeinden mit einer Gesamtfläche von 804 km². Der Lech mit seinen zahlreichen Staustufen, der Ammersee, die im Süden bis an das Alpenvorland reichenden Landgemeinden und das relativ zentral gelegene Landsberg am Lech bestimmen das Bild des Landkreises.
Durch den Landkreis läuft, im wesentlichen entlang des Lechs, die bairisch - alemannische Sprachgrenze. Innerhalb weniger Kilometer sind oft deutliche Unterschiede im örtlichen Dialekt auszumachen.
Geschichte
Erste gesicherte Siedlungsspuren ca. 4000-1800 v. Chr. gibt es südlich von Pestenacker. Zahlreiche Grabhügelfelder und keltische Viereckschanzen sind aus der Bronzezeit (etwa 1550-1250 v. Chr.) und vor allem aus der Hallstattzeit (700-450 v. Chr.) erhalten. In römischer Zeit Teil der damaligen Provinz Rätien und eine wichtige Durchzugregion, erfolgte um 15 v. Chr. Bau der westlich des Lechs verlaufenden Via Claudia von Augsburg nach Verona. Epfach (Abodiacum) war eine bedeutende provinzialrömischen Kleinsiedlung.
Nach dem Ende der römischen Besatzung erfolgte die Landnahme durch die germanischen Stämme. Später ist das Gebiet im Besitz Heinrichs des Löwen, auf den auch die Gründung der Stadt Landsberg zurückgeht. Im zwölften Jahrhundert geht das Gebiet in den Besitz der Wittelsbacher über, die alten Stammesherzogtümer werden durch die landesherrlichen Gerichte und Ämter ersetzt.
Die letzten Patrimonialgerichte und Hofmarken werden erst 1848 aufgelöst, 1862 entstand das Bezirksamt Landsberg als Verwaltungsbehörde unter einem "Kgl. Bezirksamtmann". Die Umbenennung in Landratsamt erfolgte erst 1938; der erste Landrat war Hermann Loew (bis 1942). Im Zuge der Gebietsreform 1972 kam die Stadt Landsberg a.Lech wieder zum Landkreis. 14 Gemeinden der Nachbarlandkreise Fürstenfeldbruck, Schongau und Kaufbeuren wurden dem Landkreis Landsberg angeschlossen. Landrat des Landkreises Landsberg am Lech ist seit dem 1. Mai 2002 Walter Eichner von der CSU, der die Wahl mit 62,6% der Wählerstimmen gewann. Sein Vorgänger war Erwin Filser, ebenfalls CSU. 2002 wurde die Schreibweise des Namens von "Landsberg a.Lech" in "Landsberg am Lech" geändert.
Politik
Landrat
Landrat seit 2002 ist Walter Eichner (CSU). Er löste Erwin Filser (CSU) ab, der nicht mehr zur Wiederwahl antrat.
Kreistag
Kreistag mit 60 Kreisräte. Die Sitze verteilen sich seit der Kommunalwahl 2002 wie folgt:
Wappen
Unter einem von Weiß und Blau gerauteten Schildhaupt, gespalten von Rot und Silber, vorne ein goldener Adler, hinten ein aufsteigender roter Löwe.
Wirtschaft und Infrastruktur
Neben der Landwirtschaft ist das Handwerk einen wichtiger Faktor der gewerblichen Wirtschaft. Betriebe mit überregionaler Bedeutung sind im Landkreis Landsberg ebenfalls ansässig, so zum Beispiel die Firma Hilti in Kaufering, die Firma Hirschvogel in Denklingen und die Rational AG (Heißluftgeräte) in Landsberg am Lech.
Verkehr
Die in Ost-West-Richtung verlaufende Autobahn A96 verbindet das Allgäu mit München. Die Bundesstraße 17 (teilweise als Romantische Straße) führt von Augsburg in den Raum Füssen und Tirol.
Die viel befahrene Eisenbahnlinie München – Lindau – Schweiz führt durch den Landkreis. Landsberg selbst ist über eine kurze Stichstrecke mit dem Fernbahnnetz verbunden.
Städte und Gemeinden
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Landsberg am Lech
GemarkungEine Gemarkung ist eine zusammenhängende, aus einer größeren Zahl von Flurstücken bzw. Grundstücken bestehende Fläche des Katasters in der Regel mit einem Eigennamen (Toponym). Sie kann mehrere Flure umfassen und wird nach ihrer Lage - meistens dem Namen der auf ihr befindlichen bzw. der nächstgelegenen Ortschaft - benannt.
Eine Gemeinde besteht im Regelfall aus einer oder mehreren Gemarkungen. Oft sind dies ehemals selbständige Gemeinden, die im Laufe der Geschichte vereinigt wurden, aber als Katasterbezirke erhalten blieben.
Als solche stellen sie bis heute die Nummerierungsbezirke für die auf ihrem Gebiet liegenden Flurstücke dar.
In einzelnen Fällen kommt es jedoch vor, dass Teile einer Gemarkung zu verschiedenen politischen Gemeinden gehören.
Siehe auch: Grundbuch, Katastralgemeinde
Kategorie:Geodäsie
Kategorie:Städtebau
Kategorie:Ort in BayernOrte im Freistaat Bayern
Bayern
Ort in Bayern
Kategorie:Bayern
PhagocytesA phagocyte is a cell that ingests (and destroys) foreign matter, such as microorganisms or debris via a process known as phagocytosis, in which these cells ingest and kill offending cells by cellular digestion. These phagocytes are extremely useful as an initial immune system response to tissue damage.
Types
The two types of phagocytes, polymorphonuclear leukocytes and macrophages, each have an important role in the immune system. While polymorphonuclear leukocytes typically respond swiftly and efficiently to invading pathogens; they are mainly adapted for short term response. Macrophages, on the other hand, are initially slow to react, but are capable of engulfing and digesting almost any foreign agent, and last for a longer period of time.
Polymorphonuclear leukocytes
The polymorphonuclear leukocytes, also known as granulocytes, include neutrophils, eosinophils and basophils. Neutrophils are the most abundant kind of phagocytes. They reduce bacterial cells to their constituent amino acids by ingesting, killing, and digesting them. Eosinophils secrete special enzymes intended to create holes in parasitic worms. Finally, basophils secrete substances such as histamine, in order to extend the period of inflammation.
Macrophages
Macrophages adapted specially for sustained battles against foreign agents. In addition, they help to clean up and remove damaged tissues. Immature macrophages which are circulating in the bloodstream are called monocytes. These macrophages cannot react immediately, but once they have developed, they are often referred to as 'killing machines' they act by phagocytizing and destroying anything that isn't recognized as belonging to the body.
Category:Phagocytes
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