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Apple iPodDer iPod ist ein tragbarer MP3-Player der Firma Apple, von dem es verschiedene Modelle gibt. Die Musikdaten werden mittels der kostenlosen Software iTunes (ebenfalls von Apple) auf dem Macintosh- oder Windows-Computer archiviert und je nach Modell via Firewire oder USB auf den iPod überspielt. Jeder iPod kann auch als externe Festplatte benutzt werden. Ab Version 1.2.6 der Firmware kann er auch Texte darstellen (Adressen, Termine und Notizen), die von einem Computer überspielt wurden, die iPods der fünften Generation können zudem Videos in den Formaten MPEG-4 und H.264 abspielen.
Als Vater oder Erfinder des iPods wird Tony Fadell angesehen, der von Apple als Hardware-Entwickler verpflichtet wurde und sich seitdem zu seiner Aufgabe nicht mehr geäußert hat.
Tony Fadell
Aktuelle Modelle
Jeder iPod und iPod mini unterstützt das Abspielen von Musikdaten in den Formaten MP3, AAC, AIFF, WAV und Apple Lossless sowie das Hörbuchformat Audible. Der iPod shuffle spielt nur die Formate MP3, AAC und WAV ab.
iPod
WAV
- Generation 1 - Der erste iPod wurde am 23. Oktober 2001 vorgestellt, enthielt eine 5 GB Festplatte und war nur Mac Computer-kompatibel. Er wurde am 21. März 2002 um eine 10 GB Variante ergänzt.
- Generation 2 - Am 17. Juli 2002 eingeführt, mit 10 GB und 20 GB Festplatte bestückt und als getrennte Versionen für Mac und Windows erhältlich, wurde das Gehäuse flacher gestaltet sowie das mechanische Scrollrad durch ein berührungsempfindliches ohne bewegliche Teile ersetzt. Da iTunes für Windows noch nicht existierte, war dem Windows iPod die MusicMatch Jukebox zum Synchronisieren beigelegt.
- Generation 3 - Der iPod der dritten Generation wurde am 28. April 2003 eingeführt und war mit einer 10 GB bzw. 20 GB Festplatte bestückt. Am 04. September 2003 Erhöhung der Kapazitäten von 15 auf 20, bzw. 30 auf 40 GB. Im Januar 2004 dann Ablösung des 10 GB Gerätes durch die Wiedereinführung des 15 GB Modells. Die Trennung zwischen Mac- und Windowsversion wurde aufgehoben. Der bisher oben befindliche Firewire-Anschluss wurde durch einen Multifunktionsbus unten ersetzt. Mit dem Busanschluss unten wurde gleichzeitig ein Dock zum aufrechten Stand bei gleichzeitigen Laden und Synchronisieren herausgebracht. Der Bus ermöglicht Drittherstellern die Anbindung an den iPod.
- Generation 4 - Eingeführt am 19. Juli 2004 mit 20 GB und 40 GB. Das Scrollrad wurde durch das vom iPod mini bekannte ClickWheel ersetzt. Der Akku hält nun bis zu 12 Stunden, was durch Verbesserungen in der Firmware erreicht wurde. Der iPod kann nun über das USB 2.0 Kabel nicht nur mit Daten, sondern auch mit Strom versorgt werden. Die Menüführung wurde leicht überarbeitet. Die Abspielgeschwindigkeit von Hörbüchern lässt sich steuern, ohne dass sich die Stimmfrequenzen verschieben. Mehrere On-The-Go Playlists können verwaltet und auch Titel aus diesen entfernt werden. Am 28. Juni 2005 erhielten alle Modelle ein Farbdisplay, die erhältlichen Kapazitäten wurden auf 20 GB und 60 GB geändert. Die maximale Akkulaufzeit erhöhte sich von 12 auf 15 Stunden. Zudem sind zum Teil die neuen Modelle mit Farbdisplay etwas schwerer und tiefer in den Abmessungen.
- Generation 5 - Vorgestellt am 12. Oktober 2005 mit 30 GB und 60 GB und in den Farben Schwarz und Weiß. Er besitzt ein vergrößertes 2,5"-Display mit 320 x 240 Pixel und als erster iPod die Fähigkeit Videos abzuspielen. Er unterstützt dabei die Formate MPEG-4 und H.264, die angegebene Akkulaufzeit bei Videowiedergabe beträgt 2 Stunden (30 GB) bzw. 3 Stunden (60 GB). Bei reiner Audiowiedergabe reicht eine Akkuladung bis zu 20 Stunden. Mit 11 bzw. 14 mm ist die 5. Generation deutlich flacher als die Vorgängergeneration. Außerdem besitzt er die neuen Funktionen Screenlock, Weltzeituhr und Stoppuhr.
iPod nano
Der iPod nano wurde am 7. September 2005 von Steve Jobs auf einem Special Music Event vorgestellt und ersetzt den iPod mini.
Er ist in zwei Varianten (2 GB und 4 GB) und Farben (schwarz und weiß) erhältlich und basiert wie der iPod shuffle auf einem Flashspeicher. Dadurch ist er mit den Maßen 40 x 90 x 6,9 mm um ca. 60 % kleiner als sein Vorgänger, der iPod mini und ca. 2 mm flacher als der iPod shuffle. Der iPod nano besitzt wie der iPod ein Farbdisplay (1,5" statt 2"), ein ClickWheel und eine Funktion zum Darstellen von Bildern. Er orientiert sich auch im Design mit seiner weißen oder schwarzen Front und der Metall-Rückseite am iPod. Der Kopfhöreranschluss befindet sich erstmals an der unteren Gerätekante. Er verfügt über die meisten Funktionen seines großen Bruders. Hinzugekommen sind eine Weltzeituhr, ein Screenlock, eine Stoppuhr und eine Songtext-Anzeige.
Im Gegensatz zum iPod kann der iPod nano nur über USB mit Daten gefüllt werden, über Firewire kann nur noch der Akku geladen werden. Ein Ladegerät befindet sich nicht im Lieferumfang. Die Akkulaufzeit beträgt laut Herstellerangabe 14 Stunden, in der Praxis werden noch 1-2 Stunden mehr erreicht.
Bei manchen ausgelieferten Geräten machen sich Qualitätsprobleme bemerkbar, das Gerät (Vor allem in der Farbe schwarz) ist sehr kratzempfindlich und sorgt stellenweise für Frust bei Anwendern.
Apple jedoch zeigt sich sehr kulant und ersetzt jedem den Schaden, wenn dieser durch den Herstellungsfehler hervorgerufen wurde. Doch sind nur 1% der gesamten nano-Produktion von dem Fehler betroffen, so kann man sicher sein, dass die jetzigen Produktionen fehlerfrei sind.
Die Klangqualität hat sich gegenüber dem iPod gesteigert, besonders im Bassbereich.
iPod shuffle
Firewire
Der iPod shuffle wurde am 11. Januar 2005 vorgestellt und besitzt anstelle einer Festplatte einen Flash basierten Speicher von 512 MB oder 1 GB. Der iPod shuffle besitzt kein Display. Stattdessen besitzt er einen Schalter mit drei Positionen: 1. Ausgeschaltet. 2. Alle Stücke in fester Reihenfolge abspielen. 3. Die Stücke in zufälliger Reihenfolge abspielen. Man kann ihn via iTunes wahlweise mit zufälligen Titeln bespielen (daher auch der Name Shuffle), oder eine bestimmte "Playlist" auf den iPod kopieren. Er ist 8,4 x 2,5 x 0,8 cm groß, und er wiegt 22 Gramm.
iPod Special Editions
U2
Die iPod U2 Special Edition kam im Oktober 2004 auf den Markt. Das erste iPod-Sondermodell ist mit dem iPod der vierten Generation identisch und enthält 20 GB Speicher. Das normalerweise weiße Gehäuse ist in Schwarz, das ClickWheel in Blutrot gehalten. Auf der Rückseite sind die Unterschriften der vier Bandmitglieder von U2 (Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen jr.) eingraviert. Seit Juli 2005 besitzt der iPod U2 nun auch das bei allen anderen Modellen inzwischen übliche Farbdisplay. Am 12. Oktober 2005 wurde er zugunsten des schwarzen iPods der fünften Generation eingestellt.
Frühere Modelle
iPod mini
2005
- Generation 1 - In den US im Februar 2004, in Europa und der restlichen Welt am 24. Juli 2004 eingeführt, ist dies ein wesentlich kleinerer iPod, der jedoch nur eine 4 GB Festplatte enthielt. Zur Menüführung wird das ClickWheel (das Scrollwheel und Tasten in sich vereint) benutzt. Den iPod mini gab es in fünf verschiedenen Farben (blue, pink, green, silver und gold), als Akkulaufzeit gibt Apple acht Stunden bei mittlerer Lautstärke und ausgeschalteter Displaybeleuchtung an.
- Generation 2 - am 23. Februar 2005 auf den Markt gekommen. Zum 4 GB Modell ist nun zusätzlich noch ein 6 GB Modell hinzugekommen, die Akkulaufzeit wurde erhöht (bis zu 18 Stunden), und die Farben sind nun deutlich kräftiger. Allerdings ist das goldfarbene Modell entfallen, somit verbleiben Pink, Blau, Grün und Silber. Desweiteren gehört das Ladegerät nicht mehr zum Lieferumfang, man kann den iPod mini nur noch über das beiliegende USB-Kabel über die Schnittstelle am Computer aufladen - oder das Ladegerät als Zubehör erwerben.
- Am 7. September 2005 wurde der iPod mini zugunsten des neuen iPod nano, der kleiner ist, ein Farbdisplay enthält und anstelle einer Festplatte einen Flashspeicher verwendet, vom Markt genommen.
iPod photo
Flashspeicher
Der iPod photo wurde am 26. Oktober 2004 von Apple vorgestellt und sieht wie der normale, weiße iPod aus, jedoch unterscheiden sie sich leicht in ihren Abmessungen und im Gewicht. Die 30-GB-Version ist um 0,4 cm dicker und um 8 g schwerer. Die 60-GB-Version dagegen ist um 0,5 cm dicker und um 23 g schwerer als der normale, weiße iPod der 4. Generation.
Zuerst wurde der iPod photo in einer 40-GB- bzw. 60-GB-Version geliefert, dann wurde das 40-GB- in ein 30-GB-Modell umgewandelt. Die 40-GB-Version unterscheidet sich lediglich in den Abmessungen, sie stimmen mit der 60-GB-Version überein (Breite 6,1 cm, Tiefe 1,9 cm, Höhe 10,4 cm). Der iPod photo besitzt ein Farbdisplay (220 x 176 Pixel, 16 Bit) und kann zusätzlich zur Musik auch Bilder anzeigen und an einen Fernseher o. Ä. angeschlossen werden. Mit ihm ist es möglich, 15 Stunden Musik zu hören oder fünf Stunden lang Diashows mit Musik darzustellen.
Der iPod photo unterstützt die Darstellung der Bildformate JPEG, BMP, GIF, TIFF und PNG. Fotos machen kann man mit dem iPod photo jedoch nicht. In der Software unterscheidet sich der iPod photo nur wenig vom normalen iPod. Das Display ist nun 7- bzw. 8-zeilig und farbig.
Am 28. Juni 2005 wurde der iPod photo eingestellt. Stattdessen sind jetzt der iPod 4G sowie der iPod U2 Special Edition mit einem Farbdisplay ausgestattet. In ihren Funktionen unterscheiden sie sich nicht vom iPod photo.
HP iPod
Hewlett-Packard verkaufte seit dem 27. August 2004 den iPod in der eigenen Produktauswahl. War der Prototyp noch im typischen HP-Grau, so unterschied sich das Endmodell kaum vom iPod der vierten Generation. Einziger äußerlicher Unterschied war ein HP-Logo auf der Rückseite unterhalb des Apfels und des iPod-Schriftzugs. Verkauft wurde der iPod bisher nur in den USA, unter dem Namen "Apple iPod from HP". Er war mit $ 299 bzw. $ 399 genauso teuer wie das Original. Interessant an dieser strategischen Partnerschaft war, dass alle Desktop-PCs und Notebooks von HP mit iTunes für PC vorinstalliert waren, was der Akzeptanz dieser für Apple wichtigen Software gutgetan hat. Ende Juli 2005 beendete Mark Hurd, der neue Unternehmenschef von HP, diese Vereinbarung mit der Begründung, dass diese nicht mehr in die Unternehmensstrategie von HP passe.
Verbreitung
Der iPod ist, u. a. wegen des betriebenen Marketing-Aufwands (Design, Image, Werbung) seit seiner Einführung im Dezember 2001 auf dem Markt für digitale Musikspieler außerordentlich erfolgreich. Im dritten Quartal 2005 wurden 6,4 Millionen iPods ausgeliefert, womit die Gesamtzahl der verkauften Geräte auf über 28 Millionen steigt. Der iPod ist damit das meistverkaufte MP3-Abspielgerät weltweit und hält im Herbst 2005 – auf Festplattenspieler bezogen – einen Marktanteil von über 90 Prozent weltweit, und dies, obwohl Player anderer Hersteller teils günstigere Preise, längere Akkulaufzeiten und mehr Funktionalität bieten. Konkurrenten sind u. a. die von Creative angebotenen Zen und MuVo² oder die Player von iRiver.
Geschichte
2001 - 2003
- 23. Oktober 2001 – Vorstellung des ersten iPod mit 5-GB-Festplatte
- 21. März 2002 – Einführung eines zweiten Modells mit 10-GB-Festplatte
- 17. Juli 2002 – Ankündigung der 2. Generation der iPods mit 10- und 20-GB-Festplatte und den folgenden Neuerungen:
- Beide Modelle auch als Microsoft Windows-Version erhältlich
- Ersatz des mechanischen Scrollrades durch eine berührungssensitive Variante
- Fernbedienung im Kopfhörerkabel
- 28. April 2003 – Vorstellung der 3. Generation mit folgenden Änderungen:
- neues, noch flacheres Design
- 3 Modelle mit 10-, 15- resp. 30-GB-Festplatte
- Berührungssensitive statt mechanische Tasten
- Dock Connector anstelle der FireWire-Buchse
- Anschluss per USB 2.0 an PC möglich
- Verkürzung der Spieldauer mit einer Akkuladung von 10 auf 8 Stunden
- 8. September 2003 – 20- und 40-GB-Modelle der 3. Generation erhältlich.
- September 2003 – Über eine Million iPods verkauft
2004
- Januar 2004 – Ankündigung des iPod mini. Geplante Veröffentlichung: Februar in Amerika, April in Europa. Besonderheiten des "kleinen Bruders":
- ClickWheel: TouchWheel und Tasten erstmals unter einer Oberfläche vereint
- Erhältlich in fünf Farben: silber, blau, grün, pink und gold
- 17. Februar 2004 – Über 100.000 iPod mini-Vorbestellungen.
- 20. Februar 2004 – Auslieferung des iPod mini in Amerika
- 25. März 2004 – Europäischer iPod mini-Verkaufsstart auf Juli verschoben
- 19. Juli 2004 – 20- und 40-GB-Modelle der 4. iPod-Generation erhältlich.
- die geschätzte Spieldauer (laut Hersteller) von 8 auf 12 Stunden erhöht
- Click Wheel
- 24. Juli 2004 – Auslieferung des iPod mini in Europa
- 26. Oktober 2004 – Vorstellung des iPod photo und des limitierten iPod U2:
- iPod photo:
- Farbdisplay
- verbesserte Akkudauer von 15 bzw. 5 Stunden (Musik/Diashow)
- vergrößerte Festplattenkapazität von 40 bzw. 60 GB
- TV-Schnittstelle
- iPod U2 Special Edition:
- schwarze Front, rotes Click Wheel
- 4 Unterschriften der Bandmitglieder von U2 auf der Rückseite eingraviert
- Rabatt auf „The Complete U2“ im iTunes Music Store
2005
- 11. Januar 2005 – Vorstellung des iPod shuffle
- 2 Modelle mit 512 MB bzw. 1 GB Speicherplatz auf Flash-Speicher-Basis
- 18 Stunden Batterielaufzeit
- USB-Schnittstelle
- kein Display, Zufallswiedergabe (daher der Name „iPod shuffle“)
- 23. Februar 2005 – iPod Updates
- iPod mini (mit nur noch vier, dafür kräftigeren, Farben) mit einer Festplattenkapazität mit 4 bzw. 6 GB erhältlich, Akkulaufzeit jetzt 18h statt wie bisher 8h
- iPod 4. Generation nur noch mit 20 GB erhältlich
- iPod photo neu mit 30 bzw. 60 GB erhältich
- und Preissenkungen in den oben genannten Modellen
- 28. Juni 2005 – iPod Updates
- Der iPod photo ist nicht mehr erhältlich. Stattdessen wird der iPod nun mit einem Farbdisplay und Kapazitäten von 20 bzw. 60 GB angeboten.
- Auch der iPod U2 Special Edition hat nun ein Farbdisplay. Die Preise für iPod, iPod U2 Special Edition und iPod shuffle 1 GB wurden gesenkt.
- Juli 2005
- Softwareupdate zur Unterstützung von Podcasts erscheint (zusammen mit iTunes 4.9, aber nur für iPods der 4. Generation und iPod mini)
- 7. September 2005
- Der iPod nano mit 2 und 4 GB Flash-Speicher wird vorgestellt. iTunes ist in der Version 5 verfügbar. Der iPod mini wird nicht mehr hergestellt.
- 12. Oktober 2005
- Apple präsentiert die 5. Generation des iPods, der nun erstmals Videos abspielen kann. Er ist in 30 GB und 60 GB und ebenso wie der iPod nano in zwei Farben erhältlich. Der iPod U2 Special Edition wird nicht mehr hergestellt. iTunes ist in der Version 6 mit neuer Videofunktion und Videostore erhältlich. In dem (zumindest im amerikanischen ITMS) nun auch Fernsehserien, Musik Videos sowie erfolgreiche Pixar Kurzfilme zum Verkauf angeboten werden.
Aufbau
Der zentrale Prozessor des iPod wird von PortalPlayer hergestellt, die auch das Referenzdesign für den portablen MP3 Player entwarfen, welcher nach Apples Einstieg zum iPod wurde. PortalPlayer war auch an der Entwicklung der Benutzeroberfläche ("user interface") des iPods beteiligt, an der auch die Firma Pixo mitgearbeitet hat, wie es in [http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2004/08/16/BUGTG878AR1.DTL diesem Artikel] zu lesen ist.
iPod, iPod photo und iPod mini
iTunes
- Dualcore-ARM-Prozessor (90 MHz (1. bis 3. Generation) bzw. 80 MHz (ab der 4. Generation)) von PortalPlayer, Inc.
- Frequenzbereich: 20Hz bis 20.000 Hz
- 1,8-Zoll-Festplatte mit 20 oder 60 GB (iPod, iPod U2 und iPod Photo) und 1 Zoll Festplatte von Hitachi mit 4 oder 6 GB (iPod mini)
- Lithium-Ionen-Akku fest eingebaut
- 2-Zoll-Farb-Flüssigkristallbildschirm mit 220x176 Pixel (bei iPod mini 1,67 Zoll) und Hintergrundbeleuchtung
- Bedienelemente: je nach Baureihe berührungsempfindliches Scrollrad oder mechanische Scrolltasten, mechanische Hold-Taste auf der Oberseite
- Kopfhörerausgang (iPod photo: kombinierter Audio- und TV-Ausgang)
- Anschluss für Fernbedienung (ab der zweiten Generation mit separatem Anschluss; erste Generation hat den Anschluss rings um den Kopfhöreranschluss)
- Dock-Anschlusssystem (ab der dritten Generation)
- FireWire-Schnittstelle zur Datenübertragung und zum Aufladen des Akkus
- USB-2.0-Schnittstelle zur Datenübertragung und zum Aufladen des Akkus
- Gehäuserückteil aus Edelstahl und Front aus Polyamid (iPod, U2 iPod und iPod photo) und eloxiertem Aluminium (iPod mini)
iPod shuffle
- Prozessor von SigmaTel
- Frequenzbereich: 20Hz bis 20.000Hz
- 512 MB / 1 GB Flash-Speicher von Samsung
- Lithium-Ionen-Akku fest eingebaut
- Bedienelemente auf der Vorderseite: mechanische Tasten für Play/Pause, Lautstärke und Vor/Zurück; auf der Rückseite: Wahlschieber für Zufallswiedergabe und normale Reihenfolge, Batteriestatus Taste
- Zwei Leuchtdioden auf der Vorderseite informieren über den Status des iPods
- Akkuanzeige über eine Leuchtdiode in der Akkustatus Taste
- USB-2.0-Schnittstelle zur Datenübertragung und zum Aufladen des Akkus
Kopfhörer
Die im Lieferumfang vorhandenen kabelgebundenen Kopfhörer des iPods arbeiten mit 18 mm-Treibern und besitzen Neodym-Magneten als Wandler. Die Ohrhörer sind bekannt für ihre Farbe in weiß und ihr Design. Der Frequenzbereich reicht von 20 bis 20.000 Hz. Das Kabel besitzt die Farbe weiß/grau, welches mit einem länglichen Klinkenstecker (3,5 mm) in den Kopfhöreranschluss des iPods angeschlossen wird. Die Kabelführung ist beidseitig. Im Lieferumfang sind Ohrpolster vorhanden, die man an den Ohrhörern befestigen kann.
Die Ohrhörer sind zusätzlich mit einer Kabelfernbedienung erweiterbar (bis iPod 4G), die alle wichtigen Steuerfunktionen, wie "Play/Stopp", vor- und zurückspulen, Lautstärke regeln und "Hold" beinhaltet. Die Betätigung der "Hold" - Taste bewirkt, dass die Tasten der Fernbedienung und des iPods gesperrt werden und schützt somit mit vor ungewolltem Gebrauch der Tasten.
Zubehör
Klinkenstecker
Rund um den iPod hat sich eine eigene Branche von Zubehörherstellern gebildet. Die angebotenen Produkte reichen von Standardzubehör wie Schutzhüllen bis hin zu kleinen Sendern, mit deren Hilfe der iPod Musik drahtlos an UKW-Radios übertragen kann iTrip (was in Deutschland allerdings verboten ist). iPods seit der 3. Generation erlauben mittels zusätzlicher Hardware auch die Tonaufnahme sowie die Übertragung und Speicherung von auf Speicherkarten gespeicherten Daten (Digitalbilder). Mit anderen Zusatzgeräten kann man auch Digitalkameras direkt über USB anschließen. Ferner gibt es ein Modul, um Sprachmemos aufzunehmen.
Seit Herbst 2004 ist für einige BMW-Automobile ein fest eingebauter iPod-Adapter verfügbar. Im Januar 2005 hat Mercedes-Benz Deutschland das „iPod Interface Kit“ vorgestellt. Die Darstellung der Titel soll über das Zentraldisplay des Fahrzeugs erfolgen, iPod-Menüfunktionen wie Wiedergabeliste oder Album und Lautstärke werden am Multifunktionslenkrad ausgelöst. Der iPod wird im Handschuhfach angeschlossen, die Konfiguration erfolgt automatisch. Auch für den Mini ist seit Februar 2005 ein „Handschuhfach-Adapter“ auf dem Markt. Inzwischen verfügen fast alle großen Automobilhersteller über entsprechende iPod-Adapter.
iPods werden mitunter zu Modeaccessoires und Statussymbolen.
Kritik am iPod-Konzept
Akku
Beim Design sämtlicher iPod-Modelle ist der Wechsel der verbauten internen Akkus seitens der Anwender nicht berücksichtigt worden. Je nach Bauform (iPod, iPod mini) sind Akkus von Drittherstellern lieferbar. Der Einbau in Eigenregie ist möglich, auch wenn handwerkliches Geschick von Nöten ist. Apple bietet außerhalb der Gewährleistungsfrist einen Tauschservice an, preislich attraktiv ist dieser jedoch nicht.
Bei den neueren kleinen iPods (shuffle, nano) erlaubt die hohe Integration der Bauteile und die Ausführung der internen Verkabelung einen Akkutausch ohne Lötarbeiten nicht.
Ökonomisch wie ökologisch stellt sich die Frage, wie mit den Geräten zu verfahren ist, wenn sich die Lebensdauer des Akkus ihrem Ende zuneigt. Es bleibt abzuwarten, ob Apple oder Dritte hier in Zukunft den Markt für eine finanziell vertretbare und ökologisch verantwortungsvolle Aufarbeitung der ansonsten wahrscheinlich noch funktionsfähigen Geräte schaffen.
Für die Ladung des Akkus fernab eines Computers sind von Apple und Drittherstellern als Zubehör Ladegeräte erhältlich. Ein von Apple optional erhältliches Travel-Kit erlaubt die Verwendung des Ladeadapters in praktisch allen Ländern. Probleme mit unterschiedlichen Spannungen gibt es dabei nicht.
Software und Datenübertragung
Der Download von iTunes beträgt, bei der Version 6.0.1, 32,9 Megabyte (Windows-Version), was im Vergleich zu anderen Musikverwaltungsprogrammen sehr viel ist. Zusätzlich profitiert Apple davon, dass bei der Installation von iTunes Apple Quicktime gleichzeitig mitinstalliert wird und ein direkter Zugang zum iTunes Music Store im Programm iTunes vorhanden ist.
Begrenzte Lautstärke beim Abspielen
Durch eine gesetzliche Vorgabe in Frankreich ist die Lautstärke mobiler Musikgeräte mit Kopfhörern auf einen bestimmten Wert begrenzt, welche Konsumenten vor möglichen Hörschäden schützen soll. Dadurch liefert Apple alle europäischen Modelle des iPod mit einer begrenzten Abspiel-Lautstärke aus. Bei den iPods der ersten Generation konnte man diese Begrenzung durch Löschen einer bestimmten Datei aushebeln, bei neueren Modellen helfen spezielle Programme dabei aus, niedrigpegelige Aufnahmen lauter per Kopfhörer wiederzugeben. So zum Beispiel gibt es das Programm "goPod", welche die Lautstärkebegrenzung aufheben kann. Als dem Erfinder ein Prozess durch Apple drohte, gestaltete er das Programm in eine OpenSource-Applikation um, sodass der Quellcode nun frei im Internet verfügbar war.
Zubehör
Da sich im Lieferumfang der aktuellsten iPods (iPod 5G, iPod nano, iPod shuffle) kein Ladegerät befindet, ist man daran gebunden, zusätzliches Geld für ein Netzteil auszugeben, falls man die zuvor genannten Modelle nicht am PC über den USB-Stecker, sondern extern an einer Steckdose aufladen möchte.
Außerdem wurde Kritik an Apple laut, nachdem der Hersteller das "Made for iPod" Logo einführte, welches Zubehörhersteller auf ihre Produkte drucken dürfen, wenn sie 10% ihres Umsatzes an Apple abführen. Laut Apple soll das Logo den Kunden helfen, Produkte zu finden, die garantiert mit ihrem iPod funktionieren.
Mittlerweile hat Apple diese Aktion ausgeweitet und die Teilnahme an diesem Programm für die Zubehörhersteller zur Pflicht gemacht, solange sie den Dock-Anschluss des iPod benutzen. Ohne eine Teilnahme verrät Apple die Pin-Belegung des Dock-Anschlusses nicht. Des Weiteren hat Apple mit dem iPod nano und iPod 5. Gen. den Anschluss für die Fernbedienung entfernt. Über diesen Port hatten viele Zubehörteile den Strom bezogen (z.B. iTrip, Taschenlampen etc.) Mit der Entfernung sind die Hersteller wiederum an den Dock-Anschluss gebunden.
Zubehörteile wie Taschen, Schutzfolien und Kopfhörer sind nicht an das "Made for iPod" Logo gebunden.
iPod Linux
Mehrere ambitionierte Programmierer haben es sich zum Ziel gesetzt, ein lauffähiges Linux-Betriebssystem für den iPod zu programmieren. Jedoch werden zur Zeit nicht alle Generationen und Modelle offiziell vom iPodLinux unterstützt. Unterstützt werden die iPods der 1. bis 3. Generation. Potenziell läuft das System aber auf allen iPods, außer dem iPod Shuffle, für den keine Unterstützung geplant ist. Für die anderen Modelle befindet sich das Linux-Betriebssystem noch in Entwicklung, lässt sich aber schon installieren. Die Neuerungen sind unter anderem das Darstellen von Bildern und Videos auf dem iPod. Auch die Anzahl der Spiele wurde um z.B. Tetris und Space Invaders erweitert. Zwei der interessantesten Errungenschaften sind wohl der GameBoy-Emulator, der es möglich macht, GameBoy-Spiele auf dem iPod zu spielen und eine Portierung des Klassikers DOOM. Die Unterstützung des Ogg Vorbis-Formates und diverser MOD-Formate sind nahezu fertiggestellt. Außerdem ist unter Linux eine verbesserte Aufnahmefunktionen verfügbar, die mit 96 kHz Samplingrate eine weitaus bessere Qualität erzeugt als die Apple-Firmware mit nur 8 kHz.
Literatur
- Daniel Mandl : iLife '05 für den Mac. Digitale Fotos und Musik, Erstellen von Filmen, DVDs und Songs (mit Infos zum iPod und iTunes), SmartBooks 2005, ISBN 3-908497-18-3
Weblinks
- [http://www.apple.com/de/ipod/ Apple Deutschland: iPod-Produktseite]
- [http://www.ipodfun.de/ iPodFun – Meldungen zum iPod]
- [http://ipodlinux.sourceforge.net/ Linux auf dem iPod] (englisch)
- [http://dmoz.org/Computers/Hardware/Peripherals/Audio/Portable_Players/Apple_iPod/ Links zum iPod beim Open Directory Project] (englisch)
Kategorie:Apple
ja:IPod
MP3-Player
Ein MP3-Player ist ein Gerät, das digital gespeicherte Audiodateien abspielt, die im MP3-Format vorliegen. Viele MP3-Player unterstützen weitere Formate, wie zum Beispiel WMA, AAC oder Ogg Vorbis.
MP3-Player, die die früher dominierenden Walkman-Geräte weitestgehend verdrängt haben, existieren in verschiedenen Bauarten. Weite Verbreitung haben tragbare Geräte gefunden, mit denen man unterwegs Musik hören kann. Die Speicherung der MP3-Dateien kann dabei auf fest eingebautem Speicher erfolgen, z. B. auf Flash-Speicher (Kapazität: bis zu 4 GB) oder Festplatten (z. B. Apple iPod, Archos, Creative oder iRiver) (Kapazität: bis zu 80 GB). Oft werden jedoch auch austauschbare Speichermedien eingesetzt, insbesondere Speicherkarten (SD-Karten, Smart Media Karten). Auf CDs gespeicherte MP3-Dateien können mit CD-Playern mit integrierter MP3-Abspielfunktion wiedergegeben werden, die als tragbare Geräte oder Standalone-Lösungen erhältlich sind.
CD-Player
Die Funktionalität der Player steigt stetig, während die mechanische Verarbeitungsqualität weiterhin stark variiert. Viele Geräte haben mittlerweile neben ID3-Tag Anzeige auch eine Diktierfunktion, UKW-Radios und integrierte Akkus. Als Display setzt sich nach LCD nun langsam OLED (Organic Light Emitting Diode) durch. Die Geräte können außer zur Wiedergabe von Musik jetzt auch oft schon Filme, Videos und Fotos anzeigen, und fungieren zudem noch als mobile Datenspeicher, um Dateien zwischen einzelnen Systemen auszutauschen. Auch sind neuere Modelle nicht mehr auf vorgefertigte MP3-Dateien angewiesen, sie können Musik von externen und internen Audioquellen sofort im Gerät in MP3-Dateien umwandeln.
Umfangreichere MP3-Player wie der iPod fungieren oftmals auch als Terminkalender, Wecker oder Ähnliches.
Die ersten tragbaren MP3-Player mit Speicherung auf der damals von Siemens neu entwickelten MMC wurden 1995 von Pontis in Schwarzenfeld gebaut.
Die Bezeichnung MP3-Player wird allerdings nicht nur für Geräte verwendet, sondern ist auch als Bezeichnung für Softwareprogramme üblich, die MP3-Dateien zumindest wiedergeben können ( siehe Audio-Player) (z. B.: Noatun, iTunes, foobar2000, Winamp, XMMS, Sonique).
Weblinks
Kategorie:Elektrogerät
Kategorie:Tonträger
ja:MP3プレーヤー
ko:MP3 플레이어
ItunesiTunes ist ein kostenloser Musikplayer der Firma Apple, der unter den Betriebssystemen Mac OS X, Windows 2000 oder Windows XP läuft. Die Funktionen erstrecken sich vom Abspielen über das Organisieren bis hin zum Kaufen von Musik. Die aktuelle Versionsnummer ist 6.0.1.3. Die Mac-OS-9-Version wird seit der Version 2.0.4 nicht mehr weiterentwickelt.
iTunes ist auch Bestandteil des iLife-Pakets, das zusätzlich iPhoto, iDVD, iMovie und GarageBand enthält.
Funktionen
iTunes erlaubt es vor allem, Musik zu hören und diese beliebig zu ordnen, sortieren, gruppieren, über ein Netzwerk via Bonjour zu streamen und Musik-CDs oder DVDs zu brennen und für diese Cover auszudrucken. Unterstützt werden auch QuickTime-Filme. Seit Version 4.9 ist es möglich, Podcasts in iTunes kostenlos zu abonnieren und zu verwalten.
Dazu bedient es sich einer eigens geführten Musikbibliothek, um Musikdateien unterschiedlichster Formate mit Metainformationen (bei MP3 beispielsweise ID3-Tags) zu hinterlegen. Nach diesen kann beliebig sortiert und gefiltert werden. Eine weitere Eigenschaft in diesem Zusammenhang sind die sogenannten intelligenten Wiedergabelisten (engl. smart playlists). Eine intelligente Wiedergabeliste wird erstellt, indem man Kriterien ähnlich einer Datenbankabfrage definiert. Daneben bietet iTunes eine Echtzeit-Suche, deren Suchresultate bereits bei der Eingabe erscheinen.
Daneben bietet es eine integrierte Schnittstelle und Portalsoftware zum iTunes Music Store, über den per Internet Musiktitel und Musikvideos angeschaut und gekauft werden können.
iTunes beinhaltet außerdem einen Visualizer für verschiedene vorbelegte Musikgenres und kann Musik in verschiedenen Audioformaten importieren (enkodieren) sowie abspielen (dekodieren), außer bei gekaufter Musik, die im geschützten AAC-Format gekauft wird.
iTunes ist als Standard-Musikverwaltungs-Software für den Apple iPod gedacht. Die Windows-Version von iTunes löst damit die Musicmatch Jukebox des ehemaligen Kooperationspartners ab. Jedoch existiert eine Vielzahl an alternativer Software. iTunes ist somit nicht nötig, um einen iPod zu betreiben, auch wenn dies von Apple suggeriert wird.
Ende September 2005 kam das Motorola ROKR (gesprochen Rocker) auf den Markt. Es ist weltweit das erste Handy, von iTunes als Musik-Abspielgerät unterstützt wird. Es kann bis zu 100 Songs mit einer iPod-ähnlichen Software verwalten. [http://www.motorola.com/mediacenter/news/detail/0,,5930_5892_23,00.html]
Geschichte
iTunes basiert weitgehend auf der kommerziellen MP3-Applikation SoundJam MP, die von der Macintosh-Softwareschmiede Casady & Greene entwickelt wurde. Letztendlich kaufte Apple die Entwickler mitsamt der Software auf.
Die erste Version von iTunes im Januar 2001 war daher SoundJam MP sehr ähnlich. Obwohl iTunes bis heute wie schon das Vorgängerprodukt keinen Support für die Aufnahme von Radiosendungen aus dem Internet oder von einem Player via Line-In besitzt und das benutzerdefinierte Auswechseln der Skins fehlt, hat die Software wahrscheinlich wegen ihrer einfachen und intuitiven Bedienung mittlerweile eine hohe Popularität erfahren, allerdings auch bestimmt durch die hohe Verbreitung des digitalen Musikspielers iPod.
Im ersten europäischen Jahr verkaufte Apple 50 Millionen Songs über den iTunes Music Store. Diese Stores wurden im Juni 2004 in Großbritannien, Frankreich und Deutschland eingeführt. Später folgten Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlanden, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden die Schweiz und Japan.
Am 17. Juli 2005 wurde die Marke von 500 Millionen verkauften Songs weltweit erreicht.
Technisches
Medienverwaltung
Die Applikation bietet eine technisch auf der Mediensoftware QuickTime basierende Lösung zum Archivieren, Importieren, Brennen und Verwalten von Musikbibliotheken, wahlweise in unkomprimierten wie AIFF oder komprimierten Dateiformaten wie MP3 und AAC oder auch Apple Lossless.
Die Musikbibliothek wird im XML-Format abgelegt. In ihr sind die Metainformationen der Audiodateien abgelegt, unabhängig von den Metainformationen der proprietären Audioformate, die zum Beispiel ID3-Tags ablegen. Der Vorteil besteht darin, dass die Metainformationen trotzdem verändert werden können, wenn die Audiodateien das Modifizieren ihrer Tags nicht erlauben.
Audioformate
iTunes unterstützt momentan folgende Audioformate: MP3 mit und ohne VBR (Variable Bitrate), AAC mit und ohne VBR, Apple Lossless, AIFF sowie WAV. iTunes spielt auch eingekaufte Musik von audible.com sowie des hauseigenen iTunes Music Stores.
Weiterhin ist auf beiden Plattformen eine Konvertierung mit iTunes von DRM-freien WMA-Dateien auf AAC nicht möglich.
Da iTunes auf QuickTime aufsetzt, wird neben MIDI auch das freie Ogg-Vorbis-Format unterstützt, wenn man ein entsprechendes inoffizielles Plugin [http://qtcomponents.sourceforge.net] in QuickTime installiert. Allerdings sind nicht alle Plugins, die für QuickTime 6 entwickelt wurden, mit QuickTime 7 kompatibel.
Sharing
Musikdateien können über Bonjour, die Apple-Bezeichnung für den offenen Netzwerkstandard Zeroconf, freigegeben werden (sharing). Die Musikdateien können daher ohne Konfiguration mit Benutzern, die sich im selben Teilnetz befinden, angehört werden. Benutzer außerhalb des Teilnetzes können die IP-Adresse des verteilenden ("streaming") Computers angeben. Eine Ausnahme bildete die Version 4.0, mit der die Freigabe auch über das Internet möglich war. Dies wurde jedoch in der bald darauf erscheinenden Version 4.0.1 deaktiviert, um aufkommenden rechtlichen Streitigkeiten und Lizenzansprüchen aus dem Weg zu gehen.
iTunes und der iPod
Sobald man seinen iPod an den Computer anschließt und iTunes startet, wird (aufgrund einmaliger Einstellung) die ganze iPod-Musikbibliothek übertragen oder aktualisiert sowie bei einem Apple-Computer Adressen und Kalender (über iSync) auf dem iPod auf den neuesten Stand gebracht. Sobald man auf dem iPod einen Titel bewertet oder durch Anhören den Zähler erhöht, werden diese Änderungen mit den Tags in der Bibliothek synchronisiert.
Seit der Version 5.0 kann iTunes auch unter Windows Kalender und Kontakte synchronisieren. iTunes liest hierbei die entsprechenden Einträge von Microsoft Outlook aus.
Podcasting
Wer einen Podcast anderen iTunes Benutzern zur Verfügung stellen will, kann solch einen Link einsetzen: "pcast://www.example.org/podcasts/neuigkeiten.xml", ähnlich dem "http://". iTunes importiert diesen Podcast-Verweis dann automatisch in sein Podcast-Verzeichnis.
Kritik
Oft wurde kritisiert, dass iTunes mit dem Umgang von größeren Musikarchiven von mehreren tausend Dateien Probleme hat. Dieses Problem wurde jedoch in Version 4 beseitigt und besteht nicht mehr. iTunes funktioniert jedoch nur unter den Windows-Versionen 2000 und XP. Des Weiteren gibt es keine Versionen für andere Betriebssysteme als Mac OS X und Windows.
In die Kritik geraten ist die fest integrierte Anbindung zum iTunes Music Store dadurch, dass dort erstmals in breitem Maße Digital Rights Management (DRM) zum Einsatz kam, das die Rechte der Endverbraucher an der Nutzung der erworbenen Musikstücke einschränkt. Apples Lizenzierung erlaubt die gleichzeitige Benutzung heruntergeladener Musikstücke auf fünf Rechnern, beliebig vielen iPods und das unbegrenzte Brennen auf CDs. Dies stellt aktuell eine etwas freizügigere DRM-Politik dar, als dies z.B. bei Musicload von T-Online und anderen Microsoft-lizenzierten Anbietern von WMA-Downloads der Fall ist. In Frankreich läuft aktuell noch eine [http://www.itunesforum.de/viewtopic.php?t=804 Klage], in der es darum geht, Apple dazu zu zwingen, das FairPlay DRM-Format auch für das Abspielen auf Nicht-Apple-Hardware zu ermöglichen. Mit der Öffnung des iPods für andere kopiergeschützte Formate wie WMA mit Janus würde Apple möglicherweise seine Marktführerschaft im legalen Musik-Download verlieren, selbiges gilt beim Verzicht auf FairPlay.
Weiterhin unterstützt iTunes kein Gapless Playback bei der Wiedergabe von MP3, sondern überblendet die Titel mittels eines Crossfaders.
Mit einem Trick klappt das aber trotzdem: Einfach "Wiedergabe mit Überblenden" einschalten
und den Schieber auf Null stellen. Schon hört man keine Pausen oder Brüche mehr.
Versionsgeschichte
Mac OS 9
- 1.0 – 9. Januar 2001
- Veröffentlichung
- 1.1 – 21. Februar 2001
- Unterstützung für externe Brenner
- Verbesserter Visualisierungseffekte-Generator
- Mehr unterstützte Brenner
Mac OS 9 & Mac OS X
- 2.0 – 2. November 2001
- iPod-Unterstützung
- Equalizer
- MP3-CDs brennbar
- Überblenden
- Sounderweiterung
- Brennt CDs doppelt so schnell wie zuvor
- 2.0.2 – 16. November 2001
- Sprachunterstützung für Französisch und Deutsch
- Verbesserte ID3-Tags für Double-Byte-Sprachen
- 2.0.3 – 13. Dezember 2001
- Manuelle Synchronisation mit iPod möglich
- Unterstützung für den Rio One MP3-Player
- 2.0.4 – 20. März 2002
- Ausgeweitete AppleScript-Unterstützung
- Verbesserte Stabilität und Performance
Mac OS X
- 3.0 – 17. Juli 2002
- Intelligente Wiedergabelisten
- Hörbuch-Unterstützung von Audible.com
- Tonüberprüfung
- Bewertungen
- Neue Spalten in der Musik-Bibliothek (zuletzt gespielt, Zähler etc.)
- Kombinierte Songs
- Wiedergabelisten-Import und -Export
- 3.0.1 – 18. September 2002
- Verbesserte Performance
- Verbesserte Unterstützung für Mac OS X 10.2.
- 4.0 – 28. April 2003
- Integrierter iTunes Music Store (iTMS)
- Gemeinsame Musik-Nutzung
- AAC-Unterstützung
- Album-Cover
- DVD-Unterstützung
- Verbesserte Suche
- Song-Katalogisierung durch Schläge pro Minute (BPM)
- 4.0.1 – 27. Mai 2003
- Gemeinsame Musik-Nutzung nur in lokalen Netzwerken
- Verbesserte Performance
Mac OS X & Windows
- 4.1 – 16. Oktober 2003
- Sprachnotizen- und „On-The-Go“-Wiedergabelisten-Synchronisation mit dem iPod
- Große Bibliotheken können auf mehreren CDs gebrannt werden
- iTMS-Links per drag & drop
- iTMS enthält neu Hörbücher
- iTMS mit erweiterter Suche
- iTMS mit Erlaubnis-Funktion
- iTMS mit Geschenkgutscheinen
- 4.2 – 18. Dezember 2003
- AOL-Account-Unterstützung im iTMS
- Verbesserte Performance
- 4.5 – 28. April 2004
- iMix.
- Party-Jukebox
- Ausdrucken des CD-Covers
- Verknüpfungen zum iTMS
- Automatische WMA- zu AAC-Konvertierung für Dateien ohne DRM (nur Windows)
- Apple Lossless: Verlustfreie Audio-Kompression
- 4.6 – 9. Juni 2004
- AirTunes-Unterstützung
- Kleinere Verbesserungen
- 4.7 – 26. Oktober 2004
- iPod photo-Unterstützung
- iPod-Einstellungen nun in den iTunes-Einstellungen
- Mini-Player immer im Vordergrund
- Funktion „Doppelte Titel anzeigen” hinzugefügt
- 4.7.1 – 11. Januar 2005
- iPod shuffle-Unterstützung
- Kopieren von Fotos auf iPod photo
- 4.8 – 9. Mai 2005
- Abspielfunktion für Video-Dateien
- Neue Music-Store-Funktionen
- Support zum Übertragen von Kontakten und Kalender von PC zu iPod
- 4.9 - 28. Juni 2005
- Abspielfunktion für Podcasts; inklusive Podcast-Verzeichnis und -Abonnementfunktion
- 5.0 - 7. September 2005
- Neues Design
- Playlistenverwaltung in Ordnern
- Neuer, verbesserter Shuffle-Modus
- Neue, verbesserte Suchfunktion
- Kindersicherung
- Unterstützung des iTunes-Handys «ROKR E1»
- Synchronsiation mit Microsofts Outlook
- AAC mit VBR
- 5.0.1 - 23. September 2005
- Bugfixing (zerstörte Inhalte, ...)
- 6.0 - 12. Oktober 2005
- Unterstützung für iPod mit Videofunktion
- Neue Music-Store-Funktionen (Kauf von Videos, Benutzerrezensionen, Verschenken von Musiktiteln)
- 6.0.1 - 20. Oktober 2005
- Bugfixes
siehe auch
Digital Audio Access Protocol Protokoll um Musik anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen
Weblinks
- [http://www.musikbremse.de/index.htm Preisvergleichsagentur für Downloadmusik Musikbremse]
- [http://www.apple.com/de/itunes Apple iTunes Deutschland]
- [http://apfelwiki.de/wiki/Main/ITunes ausführlichere Informationen]
- [http://www.produnis.de/MacGyver/index.php/ Radiosender für iTunes]
- [http://www.itunesforum.de/ iTunesForum - Addons zu iTunes]
Kategorie:Medienplayer
Kategorie:Freeware
ja:ITunes
ko:아이튠즈
Windows
Microsoft Windows ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft. Ursprünglich war Microsoft Windows, wie zum Beispiel GEM oder Framework, eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS. Inzwischen hat Windows das DOS-Fundament komplett verlassen und wird selbst als Nachfolger bzw. Alternative zu DOS gepriesen.
Produktlinien
DOS-Linie für 16-Bit-Rechner
Die 16-Bit-Versionen von Microsoft Windows basierten ursprünglich vollständig auf MS-DOS und benutzten es für alle Systemzugriffe. Microsoft Windows stellte lediglich eine Erweiterung in Form einer grafischen Benutzeroberfläche dar. Das änderte sich mit Windows 3.x allmählich, insbesondere durch die Einführung des WIN32S-Subsystems.
Zwischen Programmen auf älteren Windows-Versionen ist nur kooperatives Multitasking verfügbar, seit Windows 3.x zwischen DOS-Programmen (und allen Windows-Programmen als Einheit) auch präemptives Multitasking.
16-Bit-Versionen von Microsoft Windows (in Klammern Erscheinungsdatum):
- Windows 1.0 (20. November 1985)
- Windows 2.0 (November 1987)
- Windows 3.0 (22. Mai 1990)
- Windows 3.1 (1. März 1992)
- Windows 3.11 (Dez. 1993)
- Windows for Workgroups 3.1 (Okt. 1992, Codename „Sparta“)
- Windows for Workgroups 3.11
DOS-Linie für 32-Bit-Rechner
Die 32-Bit-Versionen basieren auf MS-DOS, besitzen aber einen eigenen Systemkern, der nach dem Systemstart die Systemzugriffe steuert. Dieser Schritt von 16 auf 32 Bit wurde inoffiziell eigentlich schon mit der Win32-Subset-Komponente für Windows 3.1x teilweise vollzogen, welche jedoch damals noch relativ experimentell war. MS-DOS ist hier auch weiterhin integraler Bestandteil, ebenso wie Scandisk. Seit Microsoft Windows 95 existiert außerdem die eingeschränkte Unterstützung für präemptives Multitasking und Speicherschutz. Diese Linie wird auch als Windows 9x bezeichnet.
Windows-95-basierte Versionen (in Klammern Erscheinungsdatum):
- Windows 95
- Windows 95 (15. Aug. 1995, Codename „Chicago“)
- Windows 95a (Feb. 1996, Codename a,b,c „Nashville“)
- Windows 95b (Sep. 1996)
- Windows 95c (Nov. 1997)
- Windows 98
- Windows 98 (30. Juni 1998, Codename „Memphis“)
- Windows 98 SE (Mai 1999)
- Windows ME (Aug./Sep. 2000, Codename „Georgia“)
NT-Linie
Die Microsoft Windows NT-Serie besitzt einen eigenen Kernel bzw. Betriebssystem-Kern. Das Kürzel NT steht laut Microsoft für New Technology, wie einer Release-Ankündigung von 1993 zu entnehmen ist. Der Name stand ursprünglich für eine von Microsoft zu entwickelnde Version des Betriebssystems OS/2, die so nie realisiert wurde.
Der Name steht nicht, wie gelegentlich angenommen, für N-Ten (N10), einen Emulator, auf welchem das System von Microsoft in der Anfangsphase betrieben wurde.
Windows NT wurde ursprünglich für verschiedene Prozessorarchitekturen angeboten, sowohl für 32-Bit- als auch für 64-Bit-Systeme. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung werden nur noch Intel-i386-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren stellte man nach und nach ein.
MS-DOS ist nur noch als Laufzeitumgebung verfügbar, und alle Systemaufrufe werden vom Systemkern gesteuert.
NT besitzt präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardwarezugriffe von Programmen sind also systembedingt (und im Gegensatz zur DOS-Linie) nicht erlaubt. Beginnend mit Microsoft Windows 2000 wurden die NT-Linie und die Konsumentenvariante von Microsoft Windows vereinheitlicht und in eine gemeinsame Produktlinie überführt. Mit der XP-Version kann die Zusammenführung „unsicherer Consumer-Multimedia-Versionen, DOS-basiert“ und „sicherer NT-Profi-Versionen ohne Multimedia“ als abgeschlossen betrachtet werden.
NT-basierte Versionen (in Klammern Erscheinungsdatum):
- Microsoft Windows NT 3.1 (Juli 1993)
- Microsoft Windows NT 3.5 (Sep. 1994, Codename „Daytona“)
- Microsoft Windows NT 3.51 (Mai 1995)
- Microsoft Windows NT 4.0 (29. Aug. 1996, Codename „Cairo“)
- Microsoft Windows 2000 (NT Version 5.0, Feb. 2000)
- Microsoft Windows XP (NT Version 5.1, 25. Okt. 2001, Codename „Whistler“)
- Microsoft Windows PE (Microsoft Windows Preinstallation Environment/XP-Kernel)
- Windows XP Media Center Edition (2004/2005)
- Microsoft Windows XP N (Das N steht für „No Media player“)
- Microsoft Windows XP Starter Edition
- Microsoft Windows XP Codename Mönch/Eiger (abgespeckte Versionen von XP)
- Microsoft Windows XP 64-bit Edition
- Microsoft Windows Server 2003 (NT Version 5.2)
- Microsoft Windows Vista (NT Version 6.0, voraussichtliches Erscheinen: Ende 2006, Codename „Longhorn“)
- Microsoft Windows Codename Blackcomb (voraussichtliches Erscheinen: 2012)
CE-Linie für mobile Geräte
- Microsoft Windows CE 1.0
- Microsoft Windows CE 2.0
- Microsoft Windows CE 2.01
- Microsoft Windows CE 2.02
- Microsoft Windows CE 2.1
- Microsoft Windows CE 2.11
- Microsoft Windows CE 2.12
- Microsoft Pocket PC
- Microsoft Pocket PC 2001
- Microsoft Pocket PC 2002
- Microsoft Windows Mobile 2003 für Pocket PC (auch als Phone Edition mit Telefonfunktionen)
- Microsoft Windows Mobile 5.0
- Microsoft Windows Automotive
Des weiteren gibt es noch unterschiedliche Versionen für einzelne Gerätetypen sowie spezielle Versionen für diverse CPUs.
Singularity
Das Singularity-Betriebssystem wird zur Zeit von Microsoft Research entwickelt. Singularity ist als Microkernel-System konzipiert, basiert jedoch im Vergleich zu den bekannten Microkernel-Systemen auf einem neuen Sicherheitskonzept: die einzelnen Prozesse werden in Software-Isolated-Processes kurz SIP gekapselt. Zugriffe auf Code und Daten sind nur innerhalb eines solchen SIPs möglich. Die Kommunikation zwischen den einzelnen SIPs erfolgt über bidirektionale Kanäle, die jedoch typensicher sind.
Anwendungen sind CLR-Programme, ob ältere Windows-Programme (Win32) ausgeführt werden können ist unklar.
Sonstiges
Microsoft konnte mit seinen Betriebssystemen im Laufe der 1990er Jahre eine Vorrangstellung auf dem Desktop-Markt erreichen und bildet ein Quasi-Monopol. Alternativen stellen die freien Open Source-Betriebssysteme Linux und BSD sowie das nicht freie Mac OS X dar.
Zwischen den Fangemeinden von Linux, Mac und Windows gibt es oft unversöhnliche Meinungsverschiedenheiten. Ein Hauptvorwurf an Windows war die unbefriedigende Stabiliät, die mit Windows ME einen Höhepunkt erreichte. In späteren Versionen räumte Microsoft diesem Punkt höhere Priorität ein, wodurch sich die Stabilität unter Anderem aufgrund der NT-Basis deutlich verbesserte.
Um den Begriff „Windows“ als Markennamen gibt es andauernden Streit, da er beschreibenden Charakter hat, für eine Funktion des Betriebssystems (nämlich Programme in Fenstern laufen zu lassen), und daher auch andere den Begriff in ihren Produkten verwenden wollen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man möglichst immer den vollständigen Markennamen Microsoft Windows verwenden.
Nicht zu Ende scheint auch der Bedeutungsinhalt von „WinTel“: der teils als unheilig bezeichneten Allianz zwischen Microsoft Windows-Versionen und den Entwicklungs-Generationen der Intel-Prozessoren:
Eine neue Windows-Version wird leistungsfähiger – es mangelt an Speicherplatz und Prozessorleistung.
Intel bringt hierzu neue, schnellere Prozessoren heraus – bestehende Hardware der Nutzer erscheint peu a peu veraltet. Microsoft nutzt die neue, schnellere Hardware – und bringt mit der nächsten, leistungsfähigeren Windows-Version wieder höhere Anforderungen an die Technik. Und so weiter und so fort – ein bislang ohne Ende sich drehendes Rad. Siehe unten die Planungen für Blackcomb.
Die wichtigsten Windows Versionen im Überblick („Arbeitsname“ – Produktname)
„Interface Manager“ - Windows 1.0, erste Version überhaupt, die 1983 auf der Comdex vorgestellt wurde. Es wurde von der Marketing-Abteilung in „Windows“ umbenannt, da die Entwickler immer von Fenstern sprachen. Im November 1985 stand es schließlich in den Läden.
„Sparta“ - Windows für Workgroups 3.1, erste netzwerkfähige Windows-Version. Im Handel war es im November 1992 erhältlich.
„Daytona“ - Windows NT 3.5, eine Weiterentwicklung von WinNT 3.1, die weiterhin mit der Oberfläche von Windows 3.x daher kam. Es bot nicht viel Neues, hauptsächlich wurden nur Verbesserungen in Stabilität und Geschwindigkeit gemacht. Auf dem Markt war es schließlich im September 1994 zu finden.
„Chicago“ – Windows 95, Endversion im Verkauf August 1995. In beiden Folgejahren erscheinen Windows 95 B (zweite Fassung) und Windows 95 C (dritte Fassung). Das System wird seit Januar 2002 von Microsoft offiziell nicht mehr unterstützt.
„Shell Update Release“ – Windows NT 4.0, oft fälschlicherweise mit dem Codenamen „Cairo“ in Verbindung gebracht, erscheint kurz nach Win95, es hat im Gegensatz zu Windows NT 3.x die gleiche Benutzeroberfläche wie Win95, ist aber nicht mehr DOS-basierend sondern bietet mit einem neuen Kernel eine Reihe, bei anderen für professionellen Einsatz ausgelegten Systemen bereits übliche, Funktionen. Microsoft hofft mit den darauf folgenden Server-Versionen auch diesen Markt für sich zu gewinnen. Der Kern ist stabiler als Windows 95. Auch dieses System wird seit Januar 2002 von Microsoft nicht mehr unterstützt.
„Nashville“ – Windows 95 B, sollte ein eigenes System werden (Windows 96), das hauptsächlich Verbesserungen und Erweiterungen zum Thema Internet bereithielt, unter anderen auch Internet Explorer 3.5, der ebenfalls nie erschienen ist. Ideeninhalt floss komplett in Windows 95 B ein.
„Memphis“ – Windows 98, erscheint als Evolutionsstufe von Windows 95 drei Jahre später. Es enthält hauptsächlich Internet-Erweiterungen wie den integrierten Internet Explorer 4.0 sowie Multimedia-Erweiterungen. Ab 2006 wird Windows 98 nicht mehr von Microsoft unterstützt. Bereits jetzt wird es nicht weiter in den Regalen verkauft, es ist nur noch über ausgewählte Händler zu beziehen. Zweiterfolgreichstes System neben Windows 95. Mitte 1999 erschien eine überarbeitete Version von Windows 98, Windows 98 Second Edition (Zweite Ausgabe). Sie enthält beispielsweise das Windows 98 Service Pack 1, den Internet Explorer 5 sowie einige Verbesserungen im Bereich Multimedia und USB.
„Georgia“ – Windows Millennium Edition, ist gegen Ende 2000 als Nachfolger von Windows 98 auf dem Markt erschienen. Auch hier wurden hauptsächlich kosmetische Änderungen und Multimedia-Verbesserungen vorgenommen - so zum Beispiel eine verbesserte Version des Windows Media Player. Ein Tool zur Systemwiederherstellung, an einem automatischen oder vom Benutzer gesetzten Punkt, ist ähnlich wie in Windows XP möglich. Ferner wurde der Schutz von Systemdateien verbessert. Das Löschen von diesen wird jetzt durch die "system file protection" (SFP) PC-Health, im Gegensatz zu den Vorgängerversionen, von vornherein verhindert. Durch das Programm „Komprimierte Ordner“ wird das Erstellen und Entpacken von ZIP-Archiven direkt unterstützt. Darüber hinaus enthält es noch eine Handvoll neue Funktionen und galt daher als Pausenfüller bis zur nächsten „großen“ Windows-Version, dem heutigen Windows XP.
„Neptune“ – Windows Neptune ist niemals erschienen, das Projekt wurde abgebrochen. Neptune sollte ursprünglich die Heim-Version von Windows 2000 werden, aber all die Ideen von Neptune sind später in Windows XP eingeflossen. Eine Testversion gab es jedoch.
„NT 5.0“ – Windows 2000, ist Anfang 2000 erschienen und stellt den Nachfolger von Windows NT 4 dar. Es ist weitaus stabiler als sein Vorgänger, bietet neue Unterstützung für Geräte aller Art und stellt auch Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Windows 2000 wird später auch in Server-Versionen ausgeliefert, die für unterschiedliche Unternehmensgrößen ausgelegt sind, um seinen Vorgänger der NT 4 Server abzulösen. Active Directory wird in den Servervarianten das erste mal angeboten. Ab 2006 werden die Server-Versionen eingestellt.
„Odyssey“ – Windows-2000-Nachfolger, abgebrochen, nie erschienen. Projektinhalt ist in Windows XP eingeflossen.
„Whistler“ – Windows XP (interne Versionsnummer 5.1 und somit direkter Nachfolger von 2000), bestverkauftes System aller Zeiten, ist im Oktober 2001 erschienen und verschmilzt erstmals die beiden Produktschienen zwischen kommerziellem und Heim-System, stellt auch eine neue Benutzerführung bereit mit noch mehr Multimedia und Internet im System. Die neue Produktaktivierung soll urheberrechtswidrige Verwendung verhindern, es gab und gibt darüber heftige Diskussionen, in denen man Microsoft seine Vorgehensweise als Ausspionieren von Benutzern vorwarf und vorwirft. Ohne Nachfrage beim Nutzer lässt sich Microsoft eine große Menge an Daten regelmäßig übermitteln, u.a. den zuletzt mit dem MS-Mediaplayer benutzten Medieninhalt (Filmtitel etc.), weshalb viele Nutzer alternative Mediaplayer bevorzugen.
Im August 2004 wurde das Service Pack 2 veröffentlicht, dieses gilt schon als Vorstufe zur neuen Windows Version Longhorn.
„.NET Server“ – Windows Server 2003, die Server-Variante von Windows XP, und Nachfolger der Windows 2000 Server-Systeme. Diese ist einige Monate nach Windows XP erschienen.
„Longhorn“ – Windows Vista, Die erste Alphaversion zu Windows Longhorn kam bereits Anfang 2002 heraus, der endgültige Release ist für Sommer 2006 geplant. Unter anderm soll die grafische Benutzerschnittstelle neu aufgebaut sein, in der auch neue Desktopthemes vorhanden sein werden.
„Blackcomb“ – Der Desktop könnte komplett reorganisiert werden, da Microsoft plant, den Desktop mehrdimensional zu gestalten. Mit Windows Blackcomb geht Microsoft Plänen nach, den PC als Steuereinheit für komplett vernetzte Häuser einzubinden.
„XP Eiger/Mönch“ – Unter den Codenamen Eiger resp. Mönch entwickelt Microsoft zwei Thinclient-Versionen von Windows XP. Eiger ist dabei die Basisvariante, während Mönch bereits Sicherheitsmerkmale (Security-Features) aufweist. Die Vollversion von Windows XP wird aufgrund ihrer Hardwareansprüche allgemein als ungeeignet für Thin Clients angesehen. Zum Betrieb von Microsoft Windows XP Eiger & XP Mönch sollen bereits ein Pentium-Prozessor und 64 MByte RAM sowie 500 MB Festplattenspeicher ausreichen.
Siehe auch
- Betriebssystem
- Linux
- Linspire (vormals Lindows)
- Mac OS
- Microsoft Windows PE
- OS/2
- ReactOS
- Unix
- Unbeaufsichtigte Installation
- Windows Installer
Weblinks
- [http://www.winhistory.de/ Seite mit allen Windowsversionen und dazugehörigen Screenshots und Infos]
- [http://www.microsoft.com/germany/windowsxp/praxis/history/default.mspx Geschichte von Microsoft Windows 1.0 bis XP aus der Perspektive Microsofts]
- [http://www.neowin.net/articles.php?action=more&id=53 Geschichte von Microsoft Windows] (englisch)
- [http://www.microsoft.com/windows/WinHistoryDesktop.mspx Microsoft Windows Desktop Products History] (englisch)
- [http://www.winfaq.de/ Fragen und Antworten rund um Windows, die ultimative FAQ im Internet]
- [http://www.windowszone.de/ Microsoft: Wissensportal rund um Windows]
- [http://www.levenez.com/windows/ Windows-Versions-Geschichte]
- [http://www.windowszone.de/Windows_95_Vista.Windows Das Treffen der Generationen: Windows 95 und Windows Vista. 10 Jahre Entwicklungsgeschichte (Teil 1, Windows 95 erscheint)]
Windows
ja:Microsoft Windows
ko:마이크로소프트 윈도우즈
ms:Microsoft Windows
simple:Microsoft Windows
th:ไมโครซอฟท์วินโดวส์
zh-min-nan:Microsoft Windows
FireWire
FireWire ist eine gemeinsam entwickelte Schnittstelle der Firmen Apple Computer und Sony. Der Markenname FireWire ist nur auf den Macintosh-Modellen von Apple zu finden, kann aber von anderen Firmen lizenziert werden. In der PC-Welt ist FireWire besser bekannt als IEEE1394. Sony bezeichnet die Schnittstelle als i.LINK und integrierte diese unter anderem in die PlayStation 2. Die Schnittstelle wird für den schnellen Datenaustausch zwischen Computer und Multimedia- oder anderen Peripheriegeräten eingesetzt. Ursprünglich als Nachfolger für SCSI entwickelt, lässt sich FireWire aber dank der hohen Übertragungsrate auch als Alternative zu Ethernet nutzen (IP over FireWire).
Im Frühjahr 2004 wurde die Spezifikation für Wireless FireWire verabschiedet. Sie sieht ein zusätzliches Protocol Adaptation Layer (PAL) für FireWire über IEEE 802.15.3 vor. (Das ist ein Standard für Wireless Personal Area Network (WPAN)). Geplant ist, z. B. DVD-Player und Soundsysteme kabellos miteinander und auch mit einem kabelgebundenen Netzwerk zu verbinden .
Busstruktur
Maximal sind 63 Geräte pro Bus möglich, wobei es keinen Ringschluss (erstes Gerät ist mit dem letzten verbunden) geben darf. Bei Firewire IEEE1394b sind Ringschlüsse gestattet. Bis zu 1.024 Busse können mit Brücken verbunden werden, so dass insgesamt fast 65.000 Geräte verbunden werden können.
Der maximale Abstand zwischen zwei Geräten beträgt 4,5 m, die maximale Gesamtlänge des Busses beträgt 72 m. Bei Firewire nach IEEE1394b sind als weitere Verbindungsarten Netzwerkkabel, Plastik- und Glasfaser definiert worden, die eine Kabellänge zwischen Geräten von bis zu 100 m gestatten. Anders als der Universal Serial Bus (USB) erlaubt FireWire die direkte Kommunikation aller Geräte untereinander (Peer to Peer) ohne einen Host(-PC).
Entwicklung
Ursprünglich (1995) gab es die zwei Geschwindigkeitsklassen S100 und S200, 2000 kam mit IEEE 1394a S400 hinzu. Im Jahr 2001 wurde Apple von der Academy of Television Arts & Sciences mit dem Technologie-Emmy für die "bedeutende Rolle, die die Firewire-Technologie in der Fernsehindustrie spielt" ausgezeichnet. Diese FireWire-Versionen verwenden eine 6-Pin-Steckervariante. Seit 2002 gibt es den Nachfolger IEEE 1394b mit S800, S1600 und S3200. Er führt eine neue Art der Signalisierung und neue Kabel mit 9-poligen Steckern ein. Seit 2003 ist S800-Hardware verfügbar, die in der Regel als "FireWire 800" vermarktet wird. Auch die maximale Kabellänge ist mit 100 m dank des neuen Kodierverfahren 8B10B deutlich erhöht worden.
Übertragungsrate
Die Zahlen hinter dem S bzw. »FireWire« geben jeweils die ungefähre Transferrate in Mbit/s wieder. Tatsächlich überträgt die Basisversion exakt 98.304.000 Bits pro Sekunde (12.288.000 B/s), die Nachfolger gerade Vielfache davon. Mit den bei Transferraten üblichen SI-Präfixen sind das exakt 98.304 kBit/s, während es mit Binärpräfix exakt 96.000 KiBit/s sind. Um auf den runden Wert 96 Mbit/s zu kommen, müssten also zwei verschiedene Präfixsysteme kombiniert werden, wie bspw. auch bei 9 cm-Disketten (1,44 MB = 1440 - 1024 Byte). Dies wird in der Nomenklatur aber dadurch umgangen, dass gleich der aufgerundete Hunderterwert angegeben wird. S3200 überträgt also nicht genau 3.200 Mbit/s und auch nicht 3.200 MiBit/s, sondern 3.145,728 MBit/s bzw. 3.000 MiBit/s.
Einsatzgebiete
Eingesetzt wird FireWire heute vor allem zur Übertragung von digitalen Bildern (z.B. Industriekamera, FireWire-Kamera) oder Videos (z.B. DV-Camcorder) in einen PC, aber auch zum Anschluss externer Massenspeicher wie DVD-Brenner, Festplatten etc. oder zur Verbindung von Unterhaltungselektronikkomponenten, beispielsweise bei Sony unter dem Namen i.LINK und Yamaha mit "mLAN".
Geräteadressierung
Firewire kennt keinen definierten zentralen Host. Im Gegensatz zu USB hat jedes Gerät rein theoretisch die technischen Voraussetzungen Controller zu werden. Das Gerät das am Anfang des Firewire-Netzes steht - dies ist in den meisten Fällen der PC - wird zum Controller. Er hat die Aufgabe sich um Adressvergaben und Übertragungsmodi zu kümmern.
Die Adressierung besteht aus ingesamt 64 Bit. Hierbei sind die 10 Bit für Netzwerk-IDs (Segment-IDs), 6 Bit für Knoten-IDs. Die übrigen 48 Bit werden zur Adressierung der Geräte-Ressourcen (Speicher, Register, ...) verwendet. Folgende Tabelle veranschaulicht dies nocheinmal:
Hauptmerkmale
IEEE 1394a (von Apple auch FireWire 400 genannt)
- 100, 200 oder 400 Mbit/s Übertragungsgeschwindigkeit
- Geräte können bei laufendem Betrieb angeschlossen werden und werden automatisch erkannt: "hot plug" und "hot unplug"
- integrierte Stromversorgung für Geräte (8 bis 40 VDC, 1,5A)
- Anschluss über Shielded Twisted Pair (STP)
- dünnes und damit flexibles 6-adriges Kabel (4 Adern für Datentransfer, 2 für Stromversorgung) oder
- 4-adriges Kabel (4 Adern für Datentransfer, keine Stromversorgungsleitungen)
- keine Terminatoren an den Kabelenden erforderlich
- Datenübertragung in beide Richtungen (bidirektional)
- 4,5 m max. Entfernung zwischen 2 Geräten (bei 400 Mbit/s)
- Gesamtlänge eines "daisy chain"-Stranges max. 72 m
- bis 63 Geräte anschließbar je Bus (max. 17 an einem "daisy chain"-Strang)
- bis zu 1024 Busse über Brücken zusammenschließbar
- paketorientierte Datenübertragung
- schneller isochroner Modus
- Geräteadressierung automatisch (keine Jumpereinstellungen an den Geräten oder ID-Schalter notwendig)
IEEE 1394b (von Apple auch FireWire 800 genannt)
Merkmale wie 1394a mit folgenden Erweiterungen und Änderungen:
- 800 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit (später 1.600 und 3.200 Mbit/s)
- neues, 9-adriges Kabel und neue Stecker
- neues Arbitrierungsverfahren (Protokoll) BOSS (Bus Ownership / Supervisor / Selector)
- andere Signalkodierung und Signalpegel, »beta-Mode«
- Abwärtskompatibilität zu 1394a durch bilinguale Chips (auch Betrieb ausschließlich im neuen »beta-Mode« möglich, dadurch allerdings keine Abwärtskompatibilität mehr)
- erlaubt den Einsatz verschiedener Kabelmaterialien (z. B. Glasfaser, UTP)
- erlaubt längere Kabelverbindungen (in Abhängigkeit vom Kabelmedium, z.B. 100m bei Verwendung von UTP-Kabeln bis S100)
Sicherheit
Über das Firewire-Protokoll können FireWire-Geräte den Hauptspeicher des Rechners auslesen oder neu schreiben, ohne dass es durch die Software unterstützt werden muss. Dies ist mit einer vollständigen Kontrolle des Rechners durch andere am FireWire-Bus angeschlossene Teilnehmer vergleichbar. Anfällig sollen unter anderem Mac OS- und FreeBSD-Systeme sein – Windows jedoch nicht. ([http://www.ccc.de/congress/2004/fahrplan/event/14.de.html Quelle, dort siehe „Slides“.])
Weblinks
- [http://www.apple.com/de/firewire/ Apple FireWire]
- [http://www.ieee.org IEEE] - Institute of Electrical and Electronical Engineers, Inc.
- [http://www.1394ta.org/ 1394 Trade Association]
- [http://www.1394automation.org/ 1394automation] IEEE 1394 in der Industrieautomation
- [http://www.firewire-infos.de/] www.firewire-infos.de Informationsseite zu IEEE-1394
Kategorie:Bussystem
Kategorie:Normung
Kategorie:Steckverbinder
Kategorie:Schnittstelle (Hardware)
ja:IEEE1394
FirmwareUnter Firmware versteht man Software, die in verschiedene elektronische Geräte wie Festplattenrekorder, DVD-Brenner, DVD-Player, neuere Fernsehgeräte, Haushaltsgeräte, Computer usw. in einem Chip eingebettet ist -- im Gegensatz zu Software, die auf Festplatten, CD-ROMs oder anderen Medien gespeichert ist. Die Firmware ist heute meistens in einem Flash-Speicher oder einem EEPROM gespeichert.
Hierbei muss man zwischen Geräten unterscheiden, die aus Sicht des Benutzers monolithisch sind, also nicht aus mehreren Komponenten bestehen, die einzeln erworben werden können (etwa Handys, Taschenrechner, DVD-Player, Fernsehgeräte, ...), und modularen Systemen wie PCs.
Erstere haben i.d.R. genau eine Firmware, die auch nicht in allen Fällen von Benutzer selbst austauschbar ist. Bei modularen Systemen ist es nicht unüblich, dass die einzelnen Module jeweils eine eigene Firmware beinhalten (so ist z. B. bei manchen Grafikkarten, Festplatten, vielen optischen Laufwerken und nahezu allen Mainboards die Firmware austauschbar, in sehr vielen Fällen vom Benutzer selbst).
Firmware nimmt als Software in der Hardware eine Mittelstellung zwischen Software und Hardware ein. Sie ist fast immer modellspezifisch, d.h. sie funktioniert nicht auf anderen Gerätemodellen; sie wird von der Hersteller-Firma mitgeliefert. Ohne Firmware sind die entsprechenden Geräte nicht funktionsfähig.
Die Firmware enthält meistens elementare Funktionen zur Steuerung des Gerätes, Ein- und Ausgaberoutinen, gelegentlich auch umfangreichere Funktionen für Arbeiten mit Speicher, CPU und anderen Komponenten. Bei Computern dient sie hauptsächlich dazu, nach dem Einschalten den ersten Teil des eigentlichen Betriebssystems von einer Festplatte in den Hauptspeicher zu laden; danach wird die Kontrolle von der Firmware an den soeben geladenen Betriebssystemteil abgegeben, der dann den weiteren Startvorgang durchführt.
Aktualisierung der Firmware
Bei heutigen Geräten ist es oft möglich, die Firmware eines Gerätes durch ein Update zu aktualisieren. Sogenannte programmierbare ROMs oder EEPROMs können über spezielle Verfahren gelöscht und neu beschrieben werden. Diesen Vorgang nennt man flashen. Die Neuprogrammierung eines Flash-Speichers ermöglicht die Fehlerbehebung sowie den Einbau neuer Funktionen. Das Überschreiben beim normalen Betrieb ist nur dann möglich, wenn derjenige Teil des Flash-Speichers, der neu beschrieben werden soll, nicht von der Firmware in Gebrauch ist.
Schlägt das Firmwareupdate zum Beispiel durch eine Unterbrechung der Stromzufuhr während des Schreibens fehl, so ist es möglich, dass das Gerät dabei unbrauchbar wird: wenn die elementaren Funktionen zur Aktualisierung der Firmware selbst gelöscht und nicht erfolgreich erneuert werden, kann eine funktionsfähige Firmware nur noch durch eine externe Programmierung mit einem entsprechenden Programmiergerät aufgespielt werden. Einige Geräte besitzen deshalb nicht überschreibbare Firmwareupdate-Funktionen, die auch bei einem fehlgeschlagenen Update noch funktionstüchtig sind.
Früher war Firmware typischerweise in einem ROM gespeichert, was bei einem Update der Firmware den Austausch des kompletten ROM-Bausteins nötig machte.
In seltenen Fällen ist die Firmware nicht im Gerät selbst dauerhaft gespeichert, sondern wird während des Bootvorganges oder beim Einstecken des Gerätes in einen RAM-Baustein, der sich im Gerät befindet, geschrieben. Ein Update ist hierbei meist extrem einfach, da die Firmware einfach als Datei im lokalen Dateisystem des Rechners abgelegt ist, und durch überschreiben der Datei aktualisiert werden kann. Diese Variante ist insbesondere bei WLAN-Karten (PCI oder PCMCIA), sowie WLAN-Adaptern (USB) häufig anzutreffen.
Ein Beispiel einer Firmware ist das BIOS der PCs oder die OpenFirmware, von Apple oder SUN. Daneben enthalten nahezu alle modernen eingebetteten Systeme (Embedded Systems) wie digitale Kameras, ADSL-Modems oder auch Mobiltelefone eine Firmware.
Der Grund für die zunehmende Verbreitung von Firmware ist einfach: Diese kann auch nach Herstellung des Gerätes beliebig ausgetauscht werden, was es ermöglicht, Fehler nachträglich zu korrigieren, ohne Hardware auszutauschen, was teure Rückrufaktionen oft überflüssig macht.
Weblinks
- [http://forum.rpc1.org/ forum.rpc1.org/] Umfangreiches Forum zu Firmware (englisch)
!Firmware
ja:ファームウェア
ko:펌웨어
th:เฟิร์มแวร์
MPEG-4MPEG-4 ist ein MPEG-Standard (ISO/IEC-14496), der unter anderem Verfahren zur Video- und Audiokompression beschreibt. Ursprünglich war das Ziel von MPEG-4, Systeme mit geringen Ressourcen oder schmalen Bandbreiten (Handy, Videophone, ...), bei relativ geringen Qualitätseinbußen zu unterstützen. Jedoch deckte der H.263 Standard der ITU diesen Bereich bereits sehr gut ab, so dass die MPEG-Entwickler in MPEG-4 für reine Videokompression H.263 fast vollständig übernahmen und sich mit MPEG-4 der weiteren Funktionalität auf Bildkomponenten (z.B. audiovisuelle Objekte, etwa Buttons für Perspektivwahl) widmeten.
Die Kosten der Reduktion sind komplizierte Algorithmen zur Kompression. Die erste Version des Standards MPEG-1 kam Mitte der 80er heraus. Es folgten MPEG-2 1994 und MPEG-4 1998. Letztere erweitert MPEG-2, um verschiedene „Video-Objekte” zu unterstützen, sowie 3D-Inhalte, künstliche Objekte und noch stärker verdichtete Kodierung.
Zusätzlich zur Videodekodierung wurden auch noch einige Audiostandards, wie das bereits in MPEG-2 standardisierte Advanced Audio Coding (AAC) sowie die Unterstützung für Digital Rights Management, welches unter der Bezeichnung IPMP (Intellectual Property Management and Protection) läuft, definiert. Außerdem gibt es verschiedene Container für MPEG-4. Der offizielle Container ist das MP4-Fileformat.
Seit 2005 vervollständigt MPEG-4 Audio Lossless Coding die Familie der MPEG-4-Audiocodecs.
Übersicht
MPEG-4 besteht neben den bekannten Audio- [14496-3] und Video-Codecs [14496-2] auch noch aus den Teilen:
- Systems [14496-1],
- Konformität (Conformance) [14496-4],
- Referenzsoftware [14496-5],
- DMIF [14496-6],
- optimierte Referenzsoftware [14496-7],
- Übertragung von MPEG-4-Inhalten über IP-Netzwerke [14496-8],
- Referenz-Hardwarebeschreibung [14496-9],
- AVC (Advanced Video Coding) [14496-10],
- Szenenbeschreibung (BIFS) und Anwendungs-Engine (MPEG-J) [14496-11],
- ISO File Format [14496-12],
- IPMP Erweiterungen [14496-13],
- MP4 File Format [14496-14],
- AVC File Format [14496-15],
- Animations-Framework Erweiterungen ("AFX") [14496-16],
- Streaming Text Format [14496-17],
- Font-Kompression und Streaming [14496-18],
- Synthesized Texture [14496-19],
- Lightweight Application Scene Representation ("LASeR") [14496-20]
- MPEG-J Erweiterungen für Rendering ("GFX") [14496-21]
sowie der
- "Open Font Format" Spezifikation [14496-22]
(Stand 07/2005).
Videodekodierung
Die folgende Abbildung zeigt das Blockschaltbild eines MPEG-4 „advanced simple profile” (ASP) Dekoders. Für „simple profile” (SP) kann der Teil der Globalen Bewegungskompensation einfach weggelassen werden.
Rendering
Variable Längendekodierung
Die Variable Längendekodierung (VLC) basiert auf dem Verfahren nach Huffman zur Redundanzreduktion. Die Kodeworte werden mit Hilfe eines so genannten „look-up-tables” dekodiert.
Inverses Abtasten
Aus der Variablen Längen Dekodierung erhält man ein eindimensionales Datenfeld QFS[n], dabei kann n Werte von 0 bis 63 annehmen. Diese Ausgabe wird an dieser Stelle in ein zweidimensionales Datenfeld konvertiert mit dem Bezeichner aus dem Blockschaltbild oben PQF[v][u]. Sowohl [v] als auch [u] reicht von 0 bis 7. In der folgenden Abbildung sind die drei definierten Muster zur Abtastung dargestellt.
Verfahren nach Huffman zur Redundanzreduktion
Inverse DC- und AC-Prädiktion
Diese anpassungsfähige Auswahl von DC- und AC-Prädiktionsrichtungen basiert auf einem Vergleich der horizontalen und vertikalen DC-Gradienten um den zu dekodierenden Block herum.
Inverse Quantisierung
Der Quantisierungsprozess an sich ist reversibel und somit ein Redundanz reduzierendes Verfahren. Allerdings stehen bei der Rekonstruktion der DCT-Koeffizienten eine beschränkte Anzahl von diskreten Werten zur Verfügung. Somit ist die inverse Quantisierung verlustbehaftet. Die beiden Vorteile des Quantisierungsprozesses sind:
#Für den Betrachter signifikante Koeffizienten, also jene die maßgeblich zum Qualitätserhalt des Bildes beitragen, bleiben trotz geringfügiger Abweichung erhalten. Nicht signifikante Koeffizienten werden gestrichen. Typischerweise resultiert dies darin, dass der überwiegende Anteil der 64 Koeffizienten in der 8x8-Matrix nach der inversen Quantisierung Nullen sind.
#Eine dünn besetzte Matrix mit einer beschränkten Anzahl von diskreten Werten kann effizient Komprimiert werden.
Inverse Diskrete Kosinustransformation
Die Inverse Diskrete Kosinustransformation (IDCT) ist ein Verfahren zur Irrelevanzreduktion.
Bekannte Codec-Implementierungen (MPEG-4-Codecs)
- Video
- DivX
- XviD
- HDX4
- 3ivx
- FFmpeg (u.a. auch MPEG-1, MPEG-2, viele Audio-Formate)
- Nero Digital Video
- Audio
- Nero Digital Audio
- Psytel AAC, der Vorgänger von Nero AAC
- FAAC, der Open Source AAC Encoder und FAAD2, der entsprechende Decoder
- Systems (BIFS)
- GPAC Project on Advanced Content, BIFS-Player, -Encoder sowie Authoring Werkzeuge für interaktive MPEG-4-Inhalte
Literatur
- Ian E. G. Richardson: H.264 and MPEG-4 Video Compression. ISBN 0-470-84837-5
- Fernando Pereira, Touradj Ebrahimi: The MPEG-4 Book ISBN 0-130-61621-4
- Aaron E. Walsh, Mikael Bourges-Sevenier: MPEG-4 Jump-Start ISBN 0–130-60036–9
Referenz-Software
- Implementation Modell 1 (IM1)
- IM1-2D
Transport
Weblinks
- [http://www.chiariglione.org/mpeg/standards/mpeg-4/mpeg-4.htm Offizieller Überblick über MPEG-4]
- [http://wwwam.hhi.de/mpeg-video/#MPEG4 The MPEG-4 Video Coding Standard] am Heinrich-Hertz-Institut Berlin
- [http://www.mpegif.com/ MPEG Industry Forum]
- [http://www.camgaroo.de/modules.php?name=News&file=article&sid=92 Was ist MPEG-4? Technische Hintergründe]
Siehe auch
- Moving Picture Experts Group
- MPEG-1
- MPEG-2
- MPEG-7
- Advanced Audio Coding
- MPEG-4 Audio Lossless Coding
Kategorie:Audiokompression
Kategorie:Videokompression
Kategorie:Multimedia
ja:MPEG-4
ko:MPEG-4
H.264H.264 ist ein Standard zur Videokompression. Der Codec ist im Ansatz vergleichbar mit MPEG. Er wurde zunächst von der ITU (Study Group 16, Videocoding Experts Group) unter dem Namen H.26L entwickelt. Im Jahre 2001 schloss sich die ITU-Gruppe mit MPEG-Visual zusammen, da MPEG durch subjektive Tests herausgefunden hatte, dass H.26L im Vergleich zu H.263 (MPEG-4/ASP) etwa doppelt so effizient komprimierte. Im JVT (Joint Video Team) wurde der Codec gemeinsam zuende entwickelt. Dabei wurden speziell Erweiterungen für TV- und HD-Anwendungen mit hoher bis extrem hoher Qualität ergänzt. Im Jahr 2003 wurde der Codec endgültig verabschiedet. Die ITU-Bezeichnung lautet dabei H.264. Bei ISO-MPEG läuft der Codec unter der Bezeichnung MPEG-4/AVC (Advanced Video Coding) und ist der zehnte Teil des MPEG-4-Standards (MPEG-4/Part 10).
MPEG-4/AVC unterscheidet sich deutlich von MPEG-4/ASP und seinen Derivaten DivX und XviD. H.264 erreicht typischerweise eine etwa dreimal so hohe Codiereffizienz wie H.262 (MPEG-2) und ist für Auflösungen von bis zu 1.920 × 1.080 Pixel (= Auflösung von HDTV) ausgelegt. Das heißt, vergleichbare Qualität ist etwa bei einem Drittel der MPEG-2-Datenmenge zu erreichen. Allerdings ist die Rechenkomplexität auch um den Faktor 2 bis 3 höher.
Einsatzgebiete
H.264 wurde nicht auf einen spezifischen Verwendungszweck zugeschnitten, sondern entfaltet seine Leistung in einem recht breiten Spektrum an Anwendungen. Daher sind die momentan aussichtsreichsten Einsatzgebiete auch von sehr verschiedener Gestalt:
; HDTV: H.264 ist eines der obligatorischen Videokompressionsverfahren des HD-DVD und Blu-ray Disc-Standards und ist auch für die hochauflösende Fernsehübertragung (z. B. mittels DVB-S2) verpflichtend.
; Portable Video: Die konkurrierenden Mobilfernsehstandards DVB-H und DMB nutzen beide (unter anderem) H.264 für die Videokodierung für mobile Endgeräte, wie Mobiltelefone oder PDAs. Auch die PlayStation Portable kann H.264-Videos abspielen.
; Multimedia: Apple liefert sein Multimedia-Framework QuickTime ab Version 7 mit einem H.264-Codec aus. So sind beispielsweise in iChat AV erstmalig Mehrfach-Videokonferenzen möglich.
Verwandte Verfahren
Während der Entwicklung von H.264 spalteten sich zwei kommerzielle Entwicklungen ab, die mehr oder weniger direkt auf H.264 aufsetzen:
- Sorenson Video 3, ein im Umfeld von QuickTime sehr verbreiteter Codec, der nur in Details von H.264 abweicht.
- Microsoft Windows Media Video 9 ist ein proprietärer Videocodec der Firma Microsoft mit H.264 nachahmenden Eigenschaften, dieser reicht jedoch in seinen Fähigkeiten nicht an H.264 heran.
Die Variante VC-1 (vormals VC-9 nach WMV9) ist ebenfalls einer der obligatorischen Codecs für die HD-DVD und BD-DVD.
Der freie x264-Codec wird unter der GNU-Lizenz veröffentlicht, und wird unter anderem in den freien Medienplayern MPlayer und VLC media player von VideoLAN verwendet.
Technische Details
H.264 baut weitestgehend auf seinen Vorgängern MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 und der H.261-Familie auf, weist jedoch deutliche Veränderungen und Erweiterungen auf:
- Anstelle einer Diskreten Kosinustransformation (DCT) auf 8 × 8 Pixel großen Blöcken wird eine von der DCT abgeleitete Integertransformation auf 4 × 4-Pixel-Blöcken verwendet. Die Berechnung dieser Transformation kommt lediglich mit Additionen, Subtraktionen und binären Verschiebeoperationen aus, was eine Hardwareimplementation deutlich vereinfacht. Durch die geringere Blockgröße werden außerdem Ringing-Artefakte minimiert.
- Die Entropiekodierung wurde an die veränderte Transformation angepasst. H.264 unterstützt dabei neben den herkömmlichen Huffman-artigen VLC-Codes (CAVLC, Context Adaptive Variable Length Coding) auch eine leistungsfähigere arithmetische Kodierung (CABAC, Context Adaptive Binary Arithmetic Coding).
- Macroblock Partitioning: Die Makroblöcke von der Größe 16 × 16 Pixel können in Unterblöcke bis hinunter zu einer Größe von 4 × 4 Pixeln unterteilt werden. Da für jeden Block ein eigener Bewegungsvektor gespeichert wird, können somit räumlich scharf abgegrenzte und vor allem komplexe Bewegungen besser kompensiert werden.
- Die Bewegungskompensation ist immer auf ¼ Pixel genau (bei H.263, d.h. MPEG-4/ASP, war dies eine Option). Dabei wird zur Generierung der Zwischenpixel nicht mehr eine einfache bilineare Filterung eingesetzt, sondern es wird ein FIR-Filter verwendet, der die Bildschärfe besser erhält.
- Intra Prediction: Auch innerhalb von I-Frames kommt eine Form der Bildvorhersage (prediction) zum Einsatz. Dabei werden die Pixelwerte eines Blocks aus den umliegenden, bereits dekodierten Pixeln abgeschätzt und dann lediglich die Differenz zum tatsächlichen Bildinhalt kodiert. Bei kleineren Bildformaten ist diese Methode im allgemeinen effizienter als JPEG2000.
- Long-Term Prediction: P- und B-Frames können nicht nur Referenzen auf den jeweils letzten I- oder P-Frame enthalten, sondern auch zu theoretisch beliebig vielen vorhergehenden, um eine effizientere Kodierung von periodischen Bewegungen zu ermöglichen. In den Profiles und Levels ist die Anzahl von Referenzbildern allerdings auf maximal fünf begrenzt.
- Weighted Prediction: Werden Bildinhalte aus mehreren Referenz-Frames gemischt, können die Quellen beliebig gewichtet in die Mischung eingehen. So lassen sich "Fades" und Überblendungen extrem effizient kodieren.
- Deblocking-Filter: Während sich die bisherigen MPEG-Codecs ausschließlich auf optionales externes Postprocessing verlassen, ist ein Deblocking-Filter integraler Bestandteil von H.264 (wie auch schon bei H.263). Referenzen auf bereits dekodierte Frames beziehen sich ebenfalls auf die bereits gefilterten Bilder. Damit entsteht eine sehr hohe wahrgenommene Bildqualität. Besonders im Zusammenwirken mit der verkleinerten Transformationsgröße von 4 × 4 ergeben sich große subjektive (und in geringerem Maße auch objektive) Verbesserungen.
- Switching Slices: ermöglichen den nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Videoströmen, ohne dabei "teure", weil große, I-Frames einsetzen zu müssen.
- Flexible Macroblock Ordering: Die Makroblöcke innerhalb eines Frames bzw. Slices können in relativ freier Reihenfolge angegeben werden. Dies läßt sich z. B. zur Fehlerverdeckung bei Kanalverlusten (Mobil-Video) einsetzen.
Siehe auch: Prädiktive Kodierung
Weblinks
- [http://www.apple.com/quicktime/hdgallery/ Apples QuickTime 7 HD Galerie]
- [http://www.videolan.org/x264.html x264 - Ein freier H.264/AVC-Encoder]
- [http://skal.planet-d.net/coding/mpeg4codec.html sklmp4 - Ein freier H.264 En- und Decoder welcher ebenso MPEG2 und MPEG4 unterstützt (mit VfW und DirectShow Interface unter Win32)]
- [http://www.dspr.com/www/technology/csvt_overview.pdf Technische Beschreibung (englisch)]
Kategorie:Videokompression
ja:H.264
Tony FadellAnthony (Tony) Fadell ist Senior Director des Apple-Unternehmens "iPod, iSight & Special Projects Group".
Er studierte an der Universität von Michigan. Drei Jahre arbeitete er ab 1992 für das Unternehmen General Magic, wo er zuletzt als Systementwickler tätig war. Er war dort für diverse Technologien wie MagicLink von Sony oder Envoy von Motorola verantwortlich.
Im Jahr 1995 wurde er von der Firma Philips angestellt, wo er Miterfinder, Chief Technology Officer und Entwicklungsdirektor der Mobile Computing Group war, welche einige Lösungen für das Betriebssystem Windows CE entwickelte.
Ab 2001 war er für Apple tätig.
Weblinks
- [http://www.jkbdesignz.com/fadelldotcom/index.htm Persönliche Website]
- [http://wiredblogs.tripod.com/cultofmac/index.blog?entry_id=296135 blog]
- [http://www.wired.com/news/mac/0,2125,64286,00.html Inside Look at Birth of the IPod]
- http://www.engin.umich.edu/alumni/engineer/04SS/achievements/advances.html#fadell Alumni Profile] - from Michigan Engineer published by University of Michigan
- [http://www.tapsns.com/cgi-bin/tapsns/profile.pl?galleryid=3405 Profile]
MP3MP3, eigentlich MPEG-1 Audio Layer 3, ist ein Dateiformat zur verlustbehafteten Audiokompression.
Geschichte
Entwickelt wurde das Format ab 1987 von einer Gruppe um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen in Zusammenarbeit mit AT&T Bell Labs und Thomson. 1992 wurde es als Teil des MPEG-1-Standards festgeschrieben. Die Dateiendung .mp3 (als Abkürzung für ISO MPEG Audio Layer 3) wurde am 14. Juli 1995 nach einer institutsinternen Umfrage [http://www.iis.fraunhofer.de/pub_rel/presse/2005/mp3/index_d.html festgelegt]. Wie viele der aktuellen Kodierverfahren sind Kernbereiche von MP3 durch Patente geschützt. Prof. Dr. Brandenburg wurde für die Entwicklung dieses Datenformates mehrfach ausgezeichnet. Er ist heute Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau und lehrender Professor am Institut für Medientechnik der TU Ilmenau.
Verfahren
Wie alle anderen verlustbehafteten Kompressionsformate für Musik nutzt MP3 sogenannte psychoakustische Effekte der Wahrnehmung aus, z.B. dass der Mensch zwei Töne erst ab einem gewissen Mindestunterschied der Tonhöhe (Frequenz) voneinander unterscheiden kann oder dass man vor und nach sehr lauten Geräuschen für kurze Zeit leisere Geräusche schlechter oder gar nicht wahrnimmt. Man braucht also nicht das Urspungssignal exakt abzuspeichern, sondern es reichen die Signalanteile, die das menschliche Gehör auch wahrnehmen kann. Die Aufgabe des Kodierers ist es, das Signal so aufzuarbeiten, dass es weniger Speicherplatz benötigt, aber sich noch genauso anhört wie das Original.
Der Decoder erzeugt aus diesem MP3 dann ein für die überwiegende Anzahl von Hörern original klingendes Signal, das aber nicht mit dem Ursprungssignal identisch ist, da bei der Umwandlung in MP3 Informationen entfernt wurden.
Die hörbaren Verluste hängen von der Qualität des Kodierers, von der Komplexität des Signals, von der Datenrate, von der verwendeten Audiotechnik (Verstärker, Verbindungskabel, Lautsprecher) und schließlich auch vom Gehör des Hörers ab. Das MP3-Format erlaubt Datenraten von 8 kBit/s bis zu 320 kBit/s. Hohe Datenraten bei nominal 256 kBit/s und höher sind vertretbar, aber eine Originaldatei ist meist doch unersetzlich. Diese Eindrücke sind jedoch recht subjektiv und von Mensch zu Mensch sowie von Gehör zu Gehör unterschiedlich.
Neben der Kodierung mit konstanter Datenrate (und damit schwankender Qualität) ist auch eine Kodierung mit konstanter Qualität (und damit schwankender Bitrate) möglich. Man vermeidet damit (weitgehend) Qualitätseinbrüche an schwierig zu kodierenden Musikstellen, man gibt die [http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=20 Qualitätsstufe] vor und erhält die dafür minimal notwendige Datei.
Datenkompression
Siehe auch: Audiokompression mit Hilfe des psychoakustischen Modells
- Ein erster Schritt der Datenkompression beruht zum Beispiel auf der Kanalkopplung des Stereosignals durch Differenzbildung. Das ist ein verlustloses Verfahren, die Ausgangssignale können vollständig reproduziert werden.
- Nicht hörbare Frequenzen – das für einen Erwachsenen erfassbare Spektrum deckt etwa den Bereich 20 Hz bis 18 kHz ab – werden im fouriertransfomierten Datenmaterial abgeschnitten. Das ist auch wegen des Abtasttheorems notwendig. Wenn mit niedrigerer Frequenz als 44 kHz abgetastet wird, muss die Grenzfrequenz noch weiter reduziert werden, zum Beispiel auf 10 kHz bei 22 kHz Abtastfrequenz.
- So genannte Maskierungseffekte werden genutzt, um weitere Redundanz zu beseitigen. Dabei werden vom Menschen nicht wahrgenommene Töne aus dem Signal weggelassen (zum Beispiel sehr leise Töne in lauter Umgebung oder auch die Obertöne über 20kHz)…
- Die Daten, die in sog. Frames vorliegen, werden schließlich Huffman-entropiekodiert.
Bei starker Kompression werden auch hörbare Frequenzen von der Kompression erfasst, sie sind dann als Kompressionsartefakte hörbar.
Weiterentwicklung
MP3 ist ein im Internet viel verwendetes Format, führt jedoch auf Seiten der Industrie ein Schattendasein. Es handelt sich um ein proprietäres Format, das als Nachfolger von MP2 entwickelt wurde und in letzter Minute in den ISO-Standard aufgenommen wurde.
In der Industrie wurde zu dieser Zeit schon an dem MDCT-basierten AAC gearbeitet, das sauberer entworfen ist und bei vergleichbarem Aufwand bessere Ergebnisse liefert. AAC sollte daher als eigentliche Weiterentwicklung angesehen werden.
Neben dieser Weiterentwicklung (in Richtung einer hochqualitativen Kodierung) gibt es auch Weiterentwicklungen, um bei sehr niedrigen Datenraten (<96 kbps) noch akzeptable Klangqualität zu erreichen. Vertreter dieser Kategorie sind MP3Pro sowie MPEG-4 AAC HE bzw. | | |