Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Alexander-Newskij-Orden

Alexander-Newskij-Orden

Der erste Alexander-Newski-Orden (russisch Орденъ святого Александра Невского, Orden swjatowo Alexandra Newskowo) war ein kaiserlich-russischer Zivil-und Militärverdienstorden, im Rang der zweite nach dem Andreasorden, und hatte nur eine Klasse. Er wurde nur an Personen verliehen, die mindestens im Rang eines Generalmajors standen. Gestiftet wurde er 1722 von Zar Peter dem Großen und erstmals 1725 von Katharina I. verliehen. Das Ordenszeichen war ein goldenes, rot emailliertes, achtspitziges Kreuz, in der Mitte mit dem Bild des hl. Alexander Newski im goldenen Harnisch zu Pferd und auf der Rückseite mit der gekrönten Chiffre des Heiligen. In den vier Winkeln waren vier goldene gekrönte zweiköpfige Adler. Der Orden konnte auch mit Brillanten und goldenen Schwertern verliehen werden. Bei der Dekoration mit Brillanten wurden auf dem Kreuz die Adler und die Umrahmung des Mittenmedaillons mit diesen Edelsteinen verziert, und beim Ordenstern der ganze Stern mit Brillanten belegt. Bei der Dekoration mit Schwertern wurden diese beim Kreuz den Adlern unterlegt und beim Stern in gekreuzter Form unter das Mittenmedaillon gelegt. Nichtchristen bekamen den Orden mit dem Zarenadler statt der Heiligenfigur im Mittenmedaillon des Kreuzes und des Sterns. Getragen wurde der Orden an einem ponceauroten, breiten, über der linken Schulter nach der rechten Hüfte zu hängenden Band nebst einem achtspitzigen silbernen Ordensstern mit der gekrönten Chiffre des hl. Alexander: S. A. (Sanctus Alexander, dies in lateinischen Buchstaben) umgeben von der Ordensdevise "Für Arbeit und das Vaterland" ("Za trudy i otjetschestwo", in kyrillischen Buchstaben) in goldener Inschrift auf rotem Reifen. Die Inhaber des Andreasordens trugen den Newskiorden als Halsdekoration.Das Ordensfest war der 30. August (11. September). Während der kurzlebigen bürgerlichen Republik unter Alexander Kerenski wurde der Orden weiterverliehen, jedoch mit ungekrönten Doppeladlern in den Winkeln des Kreuzes. Ab Oktober 1917 wurde er nicht mehr verliehen. Der zweite Alexander-Newski-Orden (Орден Александра Невского, Orden Aleksandra Newskowo) war ein Militärverdienstorden und wurde am 29. Juli 1942 von Josef Stalin gestiftet. Der Orden durfte an sowjetische und ausländische Offiziere verliehen werden, die sich im Kriege durch persönlichen Mut auszeichneten oder bei Kriegsoperationen ihrer Truppen Erfolge bei minimalem Verlust von Menschenleben erzielen konnten. Wie alle höheren sowjetischen Orden, hatte der Newskiorden nur eine Klasse. Das Ordenszeichen war ein fünfarmiger rotemaiilierter Stern mit silbernen Strahlen zwischen den Armen. Das Mittenmedaillon zeigte ein Brustbild des Alexander Newski in Silber, und unter ihm eine silberne Plakette mit dem Staatsemblem Hammer und Sichel. Als zusätzliche Dekorationen (bei mehrmaligen Verleihungen) gab es gekreuzte Streitäxte, einen Bogen mit Pfeil und gekreuzte Schwerter, die unter dem Mittenmedaillon placiert waren. Der Ordenstern wurde auf der rechten Brust getragen. Im Unterschied zu vielen anderen sowjetischen Orden durfte man - auch bei mehrmaligen Verleihungen - nur einen Ordenstern des Alexander Newski tragen. Der heutige, 1992 von Boris Jelzin gestiftete dreiklassige Verdienstorden der Republik Russland (орден Заслуги перед отечеством, Orden Saslugi pjered otjetschestwom) enthält viele Elemente (Aussehen, Ordensband) aus dem kaiserlichen Alexander-Newski-Orden, besonders der Ausgabe für Nichtchristen.

Literatur


- Paul Hieronymussen, Orders, Medals and Decorations of Britain and Europe in Colour, London 1975
- I.G. Spasskij, Inostrannyje i russkije ordjena do 1917 goda, Leningrad 1963 Kategorie:Russischer Orden

Russische Sprache

Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau. Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.

Alphabet

Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt. Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik]. Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918

Aussprache

Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.

Tonalität

Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.

Wortbetonung

Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet. Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache

Phonetik

Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden. Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder ] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen. Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stielstill) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft). Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik

Grammatik

Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу). Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt. Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden. Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache). Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen. Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern. Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:

- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik

Dialekte

Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.

Nordrussisch

Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk

Mittelrussisch

Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet

Südrussisch

Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol

Mischsprachen

Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka). Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.

Lehnwörter

Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь

Weitere verwandte Aktikel


- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat

Weblinks


- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Russische Sprache ja:ロシア語 ko:러시아어 ms:Bahasa Russia simple:Russian language th:ภาษารัสเซีย

1722

Ereignisse


- 10. Februar: Bartholomew Roberts, Letzter der großen Piratenkapitäne, wird bei einem Seegefecht mit der H. M. S. Swallow unter Captain Ogle an Bord seines Schiffes Royal Fortune tödlich verwundet, sein Leichnam wird noch während des Kampfes in allem Staat mit allen Waffen und Schmuckstücken dem Meer übergeben, seine Crew gerät in Gefangenschaft
- Die Pest verschwindet bis heute aus Europa

Kultur


- 22. Februar: Uraufführung der Oper Griselda von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London
- 5. April: Der niederländische Admiral Jacob Roggeveen entdeckt am Ostersonntag die Osterinsel
- 16. April: Uraufführung des musikalischen Schauspiels Die unvergleichliche Psyche von Reinhard Keiser in Kopenhagen
- 30. August: Uraufführung der Oper Nitocri von Antonio Caldara am Teatro della Favorita in Wien
- 30. August: Uraufführung des musikalischen Dramas Bajazete, imperador de'Turchi von Leonardo Leo im Palazzo Reale in Neapel
- 4. November: Uraufführung der Oper Scipione nelle Spagne von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien
- 25. November: Uraufführung der Oper Die betrogene und nachmals vergötterte Ariadne von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg

Geboren


- 12. Januar: Nicolas Luckner, deutscher General in französischen Diensten, Marschall von Frankreich († 1794)
- 28. Januar: Johann Ernst Bach, deutscher Komponist († 1777)
- 24. Februar: John Burgoyne, englischer General und Schriftsteller († 1792)
- 12. April: Pietro Nardini, italienischer Komponist und Geiger
- 30. Juni: Georg Anton Benda, deutscher Komponist († 1795)
- 11. Juli: Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt, († 1782)
- 9. August: August Wilhelm von Preußen, preußischer Prinz und General, Vater Friedrich Wilhelms II. († 1758)
- 5. September: Friedrich Christian, Kurfürst von Sachsen († 1763)
- 3. Dezember: Hryhorij Sawowytsch Skoworoda, ukrainischer Philosoph, Dichter und Musiker († 1794)

Gestorben


- 10. Februar: Bartholomew Roberts, war ein berüchtigter Pirat (
- 1682)
- 24. Februar: Johannes d'Outrein, niederländischer Prediger, Schriftsteller und Verfasser evangelischer theologischer Werke (
- 1662)
- 11. März: John Toland, englischer Freidenker (
- 1670)
- 31. März: Campegius Vitringa, reformierter Theologe (
- 1659)
- 9. April: Charles Spencer, 3. Earl of Sunderland, englischer Politiker und Staatsmann, der vor allem durch seine Verstrickung in den Südseeschwindel (South Sea Bubble) bekannt wurde, den ersten großen Börsenkrach der europäischen Geschichte (
- 1674)
- 5. Juni: Johann Kuhnau, deutscher Komponist des Barock (
- 1660)
- 16. Juni: John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, britischer Politiker (
- 1650)
- 18. Juli: Johann Heinrich Hävecker, deutscher Theologe und Histograph (
- 1640)
- 12. August: Alvise Giovanni Mocenigo, 1763–1778 Doge von Venedig (
- 1647)
- 7. September: Gerhard Wolter Molanus, Bedeutender Privatgelehrter, Büchersammler und evangelischer Abt des Klosters Loccum (
- 1633)
- 24. November: Johann Adam Reincken, deutscher Komponist und Organist (
- 1623)
- Liselotte von der Pfalz, Herzogin von Orléans (
- 1652) ko:1722년

Peter der Große

Peter I. der Große, (russisch Пётр I bzw. Пётр Великий, er selbst nannte sich jedoch nicht Pjotr, sondern dt. Peter (Пeтeрь);
- 30. Mai/9. Juni 1672 in Moskau; † 28. Januar/8. Februar 1725 in Sankt Petersburg) war ein russischer Zar. Er war einer der bedeutendsten Modernisierer Russlands.

Leben

Russland] Er wurde am 9. Juni 1672 in Moskau als Sohn von Alexei I. von Russland und dessen zweiter Gemahlin Natalja Naryschkina geboren. Da der Tag auf den Feiertag des Isaak von Dalmatien fiel, wurde dieser zu seinem Schutzheiligen (siehe Isaakskathedrale). Als Zar regierten er und sein älterer Bruder Iwan V. (bis zu dessen Tod 1696) gemeinsam seit 1682 das Land. Der Beiname "der Große" bezieht sich zum einen auf sein Lebenswerk, zum anderen aber auch auf seine Körpergröße, die bei 2,04 m lag. Peter der Große orientierte sich stark am Westen. Schon als Kind unterhielt er Beziehungen zu in Moskau lebenden Deutschen (siehe Nemezkaja sloboda), er bereiste inkognito verschiedene Länder Westeuropas, ließ Bücher aus dem Französischen, Englischen, Niederländischen und Deutschen übersetzen. Er leitete zahlreiche Reformen in Russland ein, wie die Umgestaltung der Armee, Gründung der russischen Flotte, Einführung westeuropäischer Kleidung, Einführung des julianischen Kalenders, Abschaffung des Patriarchat von Moskau und Verstaatlichung der Russisch-Orthodoxen Kirche nach lutherischem Vorbild. Auch im Hinblick auf Technik und Wissenschaft orientierte sich Peter I. am Westen. Im August 1697 wollte Peter im holländischen Zaandam Erfahrungen im Schiffbau sammeln. Er verbrachte dazu einige Tage im kleinen Holzhaus des Schmiedes Gerrit Kist. Wegen des großen Andrangs soll er jedoch das Haus kaum verlassen haben können. Im Großen Nordischen Krieg konnte er nach anfänglichen Misserfolgen die Schweden zurückdrängen. An der Stelle einer schwedischen Festung (Nyenschanz) gründete er 1703 Sankt Petersburg, die spätere Hauptstadt. In der Schlacht bei Poltawa konnte er am 8. Juli 1709 die Schweden vernichtend schlagen. Damit hatte Russland wieder einen Zugang zur Ostsee (Fenster nach Europa) im Norden - der Weg zu den Weltmeeren schien frei und Peter gründete die Kaiserlich-Russische Marine. Im Sommer 1712 blühte im Park des Schlosses Köpenick eine Wunderaloe. Auch Peter bewunderte sie dort. 1721 änderte er seinen offiziellen Titel von Zar in Imperator (diesen Titel trugen die Zaren offiziell bis 1917, obwohl im allgemeinen Sprachgebrauch Zar üblicher blieb). Schon kränkelnd, befahl er in seinem Bemühen, Russland zu modernisieren, am 8. Februar 1724 die Errichtung einer Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg. Seine Sommerresidenz war der Peterhof (siehe auch Neptunbrunnen). Um sein Ableben ranken sich viele Mythen. Eine Weit verbreitete Theorie ist die, dass er an einer Lungenentzündung verstarb, die er sich bei der Errettung mehrerer Seeleute aus dem kalten Wasser der Ostsee zuzog. Dabei wird oft auf seine persönliche Zuneigung zur Marine hingewiesen. Es ist jedoch gewiss, dass er am 8. Februar 1725 in Sankt-Petersburg (höchstwahrscheinlich an den Folgen seiner Erkrankung) verstarb. Er war in erster Ehe mit Jewdokija Lopuchina verheiratet, mit der er drei Kinder hatte, die jedoch alle vor ihm selbst starben:
- Alexei (
- 18. Juni 1690 - † 26. Juni 1718), Zarewitsch von Russland,
- Alexander (
- 3. Oktober 1691 - † 14. Mai 1692), Prinz von Russland, und
- Pawel (
- /† 1693), Prinz von Russland. In zweiter Ehe heiratete er 1712 Martha Skavronska, die spätere Katharina I.. Zusammen hatten sie 11 Kinder, von denen ihn jedoch nur drei überlebten, eines davon nur um wenige Tage:
- Pawel (
- /† 1705), Prinz von Russland,
- Pjotr (
- /† 1706), Prinz von Russland,
- Jekaterina (
- 1707 - † 1708), Prinzessin von Russland,
- Anna (
- 27. Januar 1708 - † 15. Mai 1728), Prinzessin von Russland,
- Elisabeth I. (
- 18. Dezember 1709 - † 25. Dezember 1761), Zarin von Russland,
- Marija (
- 20. März 1713 - † März 1713), Prinzessin von Russland,
- Margarita (
- 19. September 1714 - † 7. Juni 1715), Prinzessin von Russland,
- Pjotr (
- 28. Oktober 1715 - † 25. April 1719), Zarewitsch von Russland,
- Pawel (
- 13. Januar 1717 - † 14. Januar 1717), Prinz von Russland,
- Natalja (
- 20. August 1718 - † 22. Februar 1725), Prinzessin von Russland, und
- Pjotr (
- /† 1719), Zarewitsch von Russland. In der Oper "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing wird seine Inkognito-Reise in die Niederlande besungen.

Literatur


- Voltaire: Histoire de l'Empire de Russie sous Pierre le Grand. 1763
- Alexej Tolstoi: Peter der Erste.
- Reinhold Neumann-Hoditz: Peter der Große. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. ISBN 349950314X
- Jörg-Peter Findeisen, Das Ringen um die Ostseeherrschaft, 1992 Duncker & Humblot GmbH - Berlin ISBN 3-428-07495-5
- Robert K. Massie, Peter der Große - Sein Leben und seine Zeit Athenäum Velag GmbH, 1980

Weblinks


- [http://www.preussen-chronik.de/_/bild_jsp/key=bild_peterl_2.html Gemälde von Peter dem Großen]
- http://www.petersburg-info.de/html/peter_der_grosse.html Kategorie:Zar (Russland) Kategorie:Romanow Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1672 Kategorie:Gestorben 1725 ja:ピョートル1世 (ロシア皇帝) ko:러시아의 표트르 1세


Katharina I.

Katharina I. (russisch Екатерина I Алексеевна), (
- 15. April 1683 oder 1684 in Jakobstadt (Jekabpils), Lettland), † 17. Mai 1727 in St. Petersburg) war die zweite Frau des Zaren Peter der Große (1672-1725) und von 1725 bis zu ihrem Tod Kaiserin von Russland. Außerdem war sie zusammen mit Peter von 1724 bis zu dessen Tod 1725 Mitregentin. Sie war die Tochter von Samuelis Skavronskis, einem litauischen Bauern, und wurde als Marta Skavronskaite geboren. Mit 17 Jahren arbeitete sie als Magd bei dem evangelischen Pfarrer Gluck in Marienburg (Livland) und wurde dort mit einem adligen schwedischen Dragoner namens Johan Cruse verheiratet. Russische Truppen eroberten die Stadt, sie wurde gefangengenommen und gezwungen in der Wäscherei des Regiments, das sie gefangen hatte, zu arbeiten. Später wurde sie zu Fürst Alexander Menschikow, dem besten Freund von Peter dem Großen, geschickt und wurde seine Geliebte. Als Peter 1703 bei seinem Freund Menschikow zu Besuch war, begegnete er Marta und machte sie kurz darauf zu seiner Geliebten. 1705 konvertierte sie zum orthodoxen Glauben und änderte ihren Namen in Jekaterina Alexejewa. Im Februar 1712 heiratete sie Peter und gebar ihm in den folgenden Jahren elf Kinder, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreichten: Anna (1708-1728) und Elizabeth (1709-1761) - die spätere Elisabeth I., russische Kaiserin von 1741 bis 1761. 1724 ernannte Peter sie zur Zarin und Mitregentin. Er starb Anfang 1725, ohne einen Nachfolger benannt zu haben. Er hatte jedoch die Wachregimenter aufgefordert, sie zur Kaiserin von Russland zu proklamieren. Die wahre Macht jedoch wurde von ihrem früheren Liebhaber Menschikow und vom Obersten Kronrat ausgeübt.

Literatur


- Ellen Aplsten: Die Zarin. Roman. ISBN 3-453-87807-8

Weblinks


- [http://www.petersburg-info.de/html/katharina_i.html Katharina I.] Kategorie:Frau Kategorie:Zar (Russland) Kategorie:Gestorben 1727 ja:エカチェリーナ1世 (ロシア皇帝)


Alexander Newski

Alexander Jaroslawitsch Newski (russisch Александр Ярославич Невский, wiss. Transliteration Aleksandr Jaroslavič Nevskij;
- um 1220; † 14. November 1263) ist ein russischer Nationalheld und Heiliger der orthodoxen Kirche. Er regierte als Fürst von Nowgorod (ab 1236) und Großfürst von Wladimir (ab 1252). 1252 Seinen Beinamen Newski erhielt er, nachdem er 1240 die Schweden an der Newa (in der Nähe des heutigen St. Petersburg) geschlagen hatte. Als 1240 die Kreuzritter des kurz zuvor mit dem Deutschen Orden vereinigten Schwertbrüder-Ordens zum wiederholten Male versuchten, ihre Herrschaft über das Baltikum nach Russland auszudehnen, die Handelsstadt Pskow eroberten und auf Weliki Nowgorod vorstießen, beriefen die Nowgoroder Bürger (siehe Wetsche) Fürst Alexander Newski zu ihrem Heerführer. Am 5. April 1242 kam es zur Entscheidungsschlacht auf dem Eis des zugefrorenen Peipussees. Die russischen Truppen, bestehend aus der Drushina von Alexander, der Drushina von Andrej und der Nowgoroder Miliz, schlugen die deutschen und dänischen Ritter und ihre estnischen Hilfstruppen vernichtend. Als Sohn Jaroslaws II. versuchte Alexander Newski gemeinsam mit seinem älteren Bruder Andrej, ihren Onkel Swjatoslaw III. vom Wladimirer Großfürstenthron zu vertreiben, den er 1246 entsprechend dem Senioratsprinzip eingenommen hatte. Am Hof Batus, des Großkhans der Goldenen Horde, arbeiteten die Brüder daran, ihre eigene Thronfolge durchzusetzen. 1248 hatten sie damit Erfolg. Batu setzte Swjatoslaw ab und wies die Brüder an, gemeinsam über das Fürstentum Wladimir zu regieren. Alexander erhielt das Gebiet um Kiew, machte aber Nowgorod zum wichtigsten Herrschaftszentrum, Andrej bekam die Hauptstadt Wladimir und ihr Umland. Andrej begann damit, eine Allianz russischer Fürsten zur Auflehnung gegen die Mongolenherrschaft zu schmieden. Die Gelegenheit schien günstig, da zu diesem Zeitpunkt unter den Mongolen Auseinandersetzungen um die designierte Nachfolge des Großkhans ausbrachen. Schließlich setzte sich um 1250 jedoch Möngke durch. Alexander Newski, der sich von den Plänen Andrejs ferngehalten hatte, nutzte diese Entwicklung, sich eng an Batu anzulehnen und am Hof des Großkhans gegen seinen Bruder zu intrigieren. Batu setzte Andrej ab und verlieh Alexander Newski die Großfürstenwürde. Gegen Andrej wurde ein Heer ausgeschickt, worauf dieser nach Schweden fliehen musste. Später unterwarf Andrej sich seinem Bruder, worauf dieser beim Khan die Erlaubnis erwirkte, dass Andrej nach Russland zurückkehren durfte. Der Aufstieg Alexanders bedeutete die Durchsetzung einer Politik, die nicht auf den Aufstand gegen die Mongolen zielte. Diese Haltung wurde auch von der orthodoxen Kirche begrüßt, da Andrej Kontakte zum Papst gesucht hatte, während die Mongolen die Kirche unbehelligt ließen. Mit der Einsetzung Alexanders erreichten die Mongolen eine Konsolidierung ihrer Herrschaft über Russland. Dies zeigte sich Ende der 1250er Jahre, als die Mongolen begannen, ein Steuersystem mit festen Strukturen in Russland aufzubauen. Alexander Newski konnte die Widerstände gegen dieses Vorhaben brechen, vor allem in Nowgorod mit zum Teil grausamen Mitteln. 1257 nahmen die mongolischen Steuereintreiber ihre Arbeit auf. Um die Mongolen angesichts der Aufstände zu besänftigen, brach Alexander 1262 zu seiner dritten und letzten Reise an den Hof der Goldenen Horde auf. Dort hielt der neue Großkhan Berke ihn lange fest. Erst im Winter 1263 durfte der bereits schwer erkrankte Großfürst abreisen. Am 14. November 1263 starb Alexander Newski in Gorodez an der Wolga. Der sowjetische Regisseur Sergej Eisenstein verfilmte 1938 die Schlacht auf dem Peipussee in seinem Filmmeisterwerk 'Alexander Newski'. Sein Freund Sergej Prokofjew schrieb die Filmmusik dazu. Siehe: Ulrich Wünschel, "Sergej Prokofjews Filmmusik zu Sergej Eisensteins ALEXANDER NEWSKI" (Wolke-Verlag, 2005) Newski wurde von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen. Sein heute noch stark besuchtes und verehrtes Grab befindet sich in der Hauptkathdrale des Alexander-Newski-Klosters in Sankt Petersburg. Er gilt als Schutzheiliger der Stadt. Siehe auch: Alexander-Newski-Kathedrale, Alexander-Newskij-Orden, Kiewer Rus Newski, Alexander Jaroslawitsch Newski, Alexander Jaroslawitsch Kategorie:Rurikide Newski, Alexander Jaroslawitsch Newski, Alexander Jaroslawitsch Newski, Alexander Jaroslawitsch ja:アレクサンドル・ネフスキー

11. September

Der 11. September ist der 254. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 255. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 111 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 490 v.Chr. - Sieg der Griechen über die Perser bei Marathon
- 260 - Der raetische Statthalter Simplicinius Genialis setzt einen Weihestein anlässlich seines Sieges über die Juthungen.
- 1297 - William Wallace erringt bei der Schlacht von Stirling Bridge einen sensationellen Sieg über die englischen Truppen und verjagt sie aus Schottland.
- 1649 - Unter Oliver Cromwell beginnen die Strafzüge der im Englischen Bürgerkrieg siegreichen Puritaner gegen aufständische Iren mit einem Massaker in Drogheda.
- 1709 - Spanischer Erbfolgekrieg: In der Schlacht bei Malplaquet wird Frankreich von Großbritannien und Österreich und deren Verbündeten besiegt.
- 1714 - Eroberung Barcelonas durch Truppen des Philipp V. (Spanien)
- 1914 - Australien führt auf Neupommern im Bismarck-Archipel eine Invasion durch und bezwingt das deutsche Truppenkontingent.
- 1941 - Grundsteinlegung für das Pentagon
- 1943 - Deutsche Truppen besetzen Korsika und Kosovo-Metohien, Beginn der Auflösung der Ghettos von Minsk und Lida durch die Nazis
- 1944 - Die ersten alliierten Truppen der US-Armee überqueren die Grenze des Deutschen Reiches nördlich von Trier. In der sog. "Brandnacht" in Darmstadt sterben bei einem Großangriff der Royal Air Force mit anschließendem Feuersturm 11.500 Menschen.
- 1945 - Konstituierung des Alliierten Rates der vier Besatzungsmächte in Österreich.
- 1954 - Feierliche Eröffnung des Bundessozialgerichts in Kassel.
- 1961 - Beginn des bewaffneten Aufstandes in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer.
- 1961 - Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet.
- 1962 - Schifffahrtsprotokoll zwischen Taiwan und Deutschland.
- 1973 - In Chile findet unter Augusto Pinochet ein Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes statt. Den putschenden Militärs fallen in den ersten Tagen ca. 3.000 Chilenen zum Opfer. Über 1 Million Menschen flüchten ins Exil.
- 1974 - Portugal wird wieder Mitglied in der UNESCO.
- 1989 - Gründung des DDR-Regime-kritischen Neuen Forums in Ost-Berlin
- 1989 - Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang, um Deutschen aus der DDR die Möglichkeit zur Flucht in den Westen zu geben.
- 1989 - Montagsdemonstration in Leipzig. Die Sicherheitskräfte versuchen mit brutaler Gewalt und Verhaftungen weitere Montagsdemonstrationen zu verhindern.
- 1991 - Offizieller Besuch von Deutschlands Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Tallinn, Estland.
- 2001 - Terroranschläge in den USA: Mehrere Flugzeuge werden entführt und u. a. in das World Trade Center und das Pentagon gelenkt. Es sterben etwa 2.900 Menschen – „11. September“ wird später Wort des Jahres 2001.
- 2003 - Das spanische Kulturinstitut in Kuba wird durch die dortige Regierung geschlossen.

Wissenschaft und Technik


- 1974 - Charles Kowal entdeckt den Jupitermond Leda (Jupiter XIII).
- 1985 - Die Raumsonde ISEE-3/ICE passiert Giacobini-Zinner – damit wird erstmals ein Komet von einer Sonde erforscht.

Kultur


- 1814 - Uraufführung der Oper Die Alpenhütte von Conradin Kreutzer in Ludwigsburg.
- 1847 - Der Ohrwurm "Oh! Susannah" (I come from Alabama) des Komponisten Stephen Collins Foster wird erstmals in einem Saloon in Pittsburgh, Pennsylvanien, vorgetragen.
- 1933 - Uraufführung des Propagandafilms Hitlerjunge Quex in Berlin.
- 1962 - The Beatles nehmen ihre erste Single "Love Me Do" auf.
- 1965 - Erster Deutschland-Auftritt der Rolling Stones in der Westfalenhalle in Münster.

Religion


- 838 - Weihe der ersten Klosterkirche von Hirsau
- 910 - Herzog Wilhelm I. von Aquitanien gründet das Kloster Cluny, das ein Motor für Kirchenreformen wird.
- 1812 - Die Württembergische Bibelanstalt wird gegründet
- 1955 - Der Bern-Tempel, der erste Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Europa, wird geweiht.

Katastrophen


- 1905 - Das japanische Schlachtschiff Mikasa sinkt nach einer Munitionsexplosion. Von der 935 Mann starken Besatzung kommen 256 Mann ums Leben und 343 Mann werden verletzt.
- 1944 - Bombenangriff auf die Innenstadt von Darmstadt, es sterben 12.300 Menschen. 6000 Gebäude werden zerstört; 70.000 Menschen werden obdachlos.
- 1968 - Nizza, Frankreich. Absturz einer Caravelle der Air France.
- 1985 - Eisenbahnunglück in Portugal; 49 Menschen sterben, 145 werden verletzt.
- 2001 - Terroranschlag auf das World Trade Center

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1522 - Ulisse Aldrovandi, italienischer Arzt und Naturforscher
- 1525 - Johann Georg, Kurfürst von Brandenburg
- 1611 - Henri de La Tour d'Auvergne, vicomte de Turenne, französischer Heerführer und Marschall von Frankreich
- 1657 - Johann Sinapius, schlesischer Gelehrter (Historiker)
- 1711 - Heinrich Melchior Mühlenberg, Begründer des deutschsprachigen lutherischen Gemeindewesens in Britisch-Nordamerika
- 1724 - Johann Bernhard Basedow, deutscher Pädagoge, Philosoph und Schriftsteller
- 1743 - Nicolai Abraham Abildgaard, dänischer Maler, Bildhauer und Architekt der Neoklassik
- 1749 - Justus Perthes, deutscher Verleger, Gründer eines geografisch-kartografischen Verlags
- 1786 - Friedrich Kuhlau, deutscher Komponist
- 1793 - Christian Gottfried Lorsch, Bürgermeister der Stadt Nürnberg
- 1798 - Franz Ernst Neumann, deutscher Physiker
- 1805 - Friedrich von Bothmer, bayerischer General der Infanterie
- 1816 - Carl Zeiss, deutscher Mechaniker und Unternehmer
- 1817 - Matthäus Hörfarter, katholischer Theologe
- 1822 - Olga Nikolajewna Romanowa, Königin von Württemberg
- 1822 - Heinrich Adolph Meyer, deutscher Meeresforscher und Fabrikant
- 1824 - Jakob Bernays, deutscher Philologe und philosophischer Schriftsteller
- 1825 - Eduard Hanslick, deutscher Musikwissenschaftler und einer der einflussreichsten Wiener Musikkritiker seiner Zeit
- 1833 - Carl von Noorden, deutscher Historiker
- 1838 - Adam Asnyk, polnischer Lyriker und Dramatiker
- 1843 - Adolf Wach, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1845 - Jean-Maurice-Émile Baudot, französischer Ingenieur und Erfinder
- 1850 - Bernhard Howaldt, deutscher Unternehmer und Ingenieur
- 1853 - Katharina Schratt, österreichische Schauspielerin
- 1854 - Peter Hille, deutscher Schriftsteller
- 1860 - Marianne von Werefkin, russisch-schweizerische Malerin
- 1862 - O. Henry, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1862 - Augustin Henninghaus, deutscher Missionar und Bischof
- 1863 - Georg Witkowski, deutscher Literaturhistoriker
- 1873 - Rudolf Kassner, österreichischer Philosoph
- 1874 - Franjo Dugan, kroatischer Komponist
- 1876 - Alfonso Broqua, uruguayischer Komponist
- 1876 - Stanley Rowley, australischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1877 - Felix Edmundowitsch Dserschinski, polnischer Bolschewik und Chef des KGB-Vorgängers
- 1877 - James Jeans, englischer Physiker, Astronom und Mathematiker
- 1881 - Asta Nielsen, dänische Schauspielerin
- 1883 - Grigori J. Sinowjew, sowjetischer Politiker
- 1885 - D. H. Lawrence, englischer Schriftsteller
- 1891 - Noël Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer
- 1892 - Friedrich Schröder Sonnenstern, deutscher bildender Künstler
- 1899 - Jimmie Davis, US-amerikanischer Sänger und Politiker
- 1900 - Semjon Alexejewitsch Lawotschkin, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1901 - Hans Mühlenfeld, deutscher Politiker (DP, später FDP), MdB, Botschafter, Minister in Niedersachsen
- 1901 - Joachim Maass, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1903 - Karl Joseph Leiprecht, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- 1903 - Theodor W. Adorno, deutscher Sozial-Philosoph und Komponist
- 1904 - Friedrich Schönauer, deutscher SPD- Politiker, MdB 1949-1950
- 1906 - Gustav Seitz, deutscher Bildhauer und Zeichner
- 1908 - Liselotte Strelow, deutsche Fotografin
- 1909 - Joachim Fernau, preußischer Schriftsteller und Maler
- 1910 - Gerhard Schröder (CDU), deutscher Politiker, 1953-1961 Bundesinnenminister, 1961-1966 Bundesaußenminister, 1966-1969 Bundesverteidigungsminister
- 1916 - Josef Gauchel, deutscher Fußballspieler
- 1917 - Ferdinando Edralin Marcos, philippinischer Diktator
- 1917 - Herbert Lom, tschechischer Schauspieler
- 1918 - Peter Palitzsch, deutscher Theaterregisseur
- 1919 - Ota Sik, tschechisch-schweizerischer Wirtschaftswissenschaftler und Maler
- 1934 - Norma Croker, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1935 - Arvo Pärt, estnischer Komponist
- 1935 - Ben Hewitt, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - Estiphan Panoussi, persisch-US-amerikanischnischer orientalischer Philologe und Philosoph
- 1935 - German Stepanowitsch Titow, sowjetischer Kosmonaut
- 1935 - Jacques Gaillot, französischer katholischer "Bischof ohne Bistum"
- 1937 - Tomas Venclova, litauischer Dichter und Schriftsteller
- 1938 - Charles Patrick, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Bernie Dwyer, britischer Musiker
- 1940 - Brian De Palma, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1940 - Klaus Gerwien, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Phil May, britischer Musiker
- 1945 - Franz Beckenbauer, deutscher Fußballspieler, -trainer und -funktionär
- 1945 - Leo Kottke, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Dennis Tufano, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - John Martyn, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Maria Eichhorn, deutsche CSU-Politikerin, MdB seit 1990
- 1953 - Tom Shaw, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Herbert Bösch, österreichischer Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1957 - Jon Moss, britischer Musiker
- 1958 - Scott Patterson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 - Virginia Madsen, US-amerikanische Schauspielerin
- 1965 - Baschar al-Assad, syrischer Diktator
- 1965 - Richard Melville Hall (alias Moby), US-amerikanischer Musiker
- 1971 - Richard Ashcroft, britischer Musiker
- 1976 - Rene El Khazraje, deutsch-marokkanischer Rap-Musiker
- 1977 - Matthew Stevens, britischer Snookerspieler
- 1980 - Antonio Pizzonia, brasilianischer Formel-1-Rennfahrer
- 1983 - Lauryn Williams, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1987 - Tyler Hoechlin, US-Amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 889 - Willibert, von 870 bis 889 Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1227 - Ludwig IV., Landgraf von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen
- 1563 - Johann Pennarius, Weihbischof in Köln
- 1570 - Johannes Brenz, deutscher Reformator und protestantischer Theologe
- 1599 - Beatrice Cenci, römische Patrizierin
- 1611 - Jan Fyt, belgischer Maler
- 1627 - Matthäus Ulicky, reformatorischer Prediger in Böhmen, wird hingerichtet
- 1629 - Adam Graf von Herberstorff, bayerischer Statthalter von Oberösterreich
- 1646 - Odoardo I. Farnese, Herzog von Parma
- 1661 - Jan Fyt, belgischer Maler
- 1680 - Go-Mizunoo, 108. Kaiser von Japan
- 1688 - Eduard von Keyserling, deutscher Dichter des Barock
- 1714 - Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg
- 1719 - Domenico Martinelli, italienischer Architekt
- 1733 - François Couperin, französischer Organist und Komponist
- 1756 - Johann Nikolaus Frobes, deutscher Mathematiker, Physiker und Philosoph
- 1781 - Johann August Ernesti, deutscher Theologe und Philologe
- 1789 - Luka Sorkočević, kroatischer Diplomat und Komponist
- 1823 - David Ricardo, englischer Nationalökonom
- 1825 - Christian Jakob Salice-Contessa, schlesischer Kommunalpolitiker und romantischer Schriftsteller
- 1863 - Johann Wilhelm Schirmer, deutscher Maler und Graphiker
- 1869 - Thomas Graham, britischer Chemiker
- 1870 - Joseph Anton von Maffei, deutscher Industrieller, Eisenbahnfabrikant
- 1886 - Eduard Flegel, litauischer Afrikareisender
- 1888 - Domingo Faustino Sarmiento, Präsident von Argentinien
- 1893 - Adolphe Yvon, französischer Maler
- 1900 - Otto Martin Torell, schwedischer Geologe, Naturforscher und Nordpolfahrer
- 1905 - Arnous de Rivière, französischer Schachspieler
- 1915 - William Cornelius Van Horne, US-amerikanischer, Eisenbahnpionier und Unternehmer
- 1943 - Oswald Teichmüller, deutscher Mathematiker
- 1949 - Henri Rabaud, französischer Komponist
- 1950 - Jan Christiaan Smuts, süddafrikanischer Staatsmann und Soldat
- 1954 - Rupert Hollaus, österreichischer Motorradrennfahrer
- 1955 - Günter Biedermann, österreichischer Informatiker
- 1958 - Hans Grundig, deutscher Maler und Graphiker
- 1963 - Richard Oswald, österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 1967 - Kurt Ulrich, deutscher Filmproduzent
- 1970 - Ernst May, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1971 - Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, sowjetischer Politiker und Regierungschef
- 1973 - Salvador Allende Gossens, chilenischer Arzt und Präsident
- 1977 - Paul Burkhard, schweizerischer Komponist
- 1978 - Georgij Markow, bulgarischer Schriftsteller, im Exil ermordet
- 1978 - O.E. Hasse, deutscher Schauspieler
- 1978 - Ronnie Peterson, schwedischer Formel-1-Rennfahrer
- 1979 - Alexander Schawinsky, deutscher Bühnenbildner, Fotograf und Maler
- 1980 - Christian Mergenthaler, Ministerpräsident von Württemberg, MdR
- 1984 - Else Reventlow, deutsche Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin, Redakteurin
- 1987 - Lorne Greene, kanadischer Filmschauspieler
- 1987 - Peter Tosh, jamaikanischer Musiker
- 1990 - Iris von Roten, schweizerische Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin
- 1994 - Friedrich Schmiedl, österreichischer Raketenpionierer und Erfinder der Raketenpost
- 2001 - Keith A. Glascoe, US-amerikanischer Feuerwehrmann, stellvertretend für die im World Trade Center getöteten Menschen
- 2002 - Johnny Unitas, US-amerikanischer Sportler
- 2002 - Kim Hunter, US-amerikanische Schauspielerin
- 2003 - Anna Lindh, schwedische Außenministerin
- 2003 - John Ritter, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Fred Ebb, US-amerikanischer Musical-Texter
- 2004 - Margaret Kelly, französische Tänzerin
- 2004 - Petros VII., zypriotischer orthodoxer Patriarch von Alexandria
- 2005 - John Slade, US amerikanischer Broker
- 2005 - Henryk Tomaszewski, polnischer Plakatmaler

Feier- und Gedenktage


- 2001 - Anschlag auf das World Trade Center in New York City/USA
- Patriot Day (USA)
- Gedenktag des Heiligen St. Deiniol
- Katalanischer Nationalfeiertag

Siehe auch

:10. September - 12. September :11. August - 11. Oktober :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0911 ja:9月11日 ko:9월 11일 simple:September 11 th:11 กันยายน

Alexander Fjodorowitsch Kerenski

Alexander Fjodorowitsch Kerenski (russisch Александр Фёдорович Керенский, wiss. Transliteration Aleksandr Fëdorovič Kerenskij;
- 22. April / 4. Mai 1881 in Simbirsk; † 11. Juni 1970 in New York) war russischer Politiker. russischer Kerenski wurde wie Lenin in Simbirsk geboren. Sein Vater war Lehrer in der Stadt und unterrichtete zeitweise auch den jungen Wladimir Uljanow (Lenin). Kerenski studierte in St. Petersburg Jura und verteidigte häufig antizaristische Revolutionäre. 1912 wurde er als Abgeordneter der Trudowiki, einer sozialdemokratischen Partei, in das russische Parlament, die Duma, gewählt und wurde Fraktionsvorsitzender. Nach der Februarrevolution 1917 und der Absetzung des Zaren wurde Kerenski Justizminister in der Übergangsregierung Lwow (3./16. März). Die neue Regierung stand außenpolitisch vor der Frage, ob sie den Krieg (Ersten Weltkrieg) weiterführen wollte oder bereit war, große Gebietsverluste zugunsten Deutschlands in Kauf zu nehmen. Nach einer Regierungsumbildung im Mai 1917 übernahm Kerenski das Kriegs- und Marineministerium. Die Regierung Lwow bekannte sich zu diesem Zeitpunkt zu einem "Frieden ohne Annexionen und Kontributionen". Kerenski hoffte durch eine großangelegte Offensive (Kerenski-Offensive) die Position gegenüber den Mittelmächten zu verbessern, um so zu einem günstigen Frieden zu gelangen. Die Offensive brach jedoch im Juli nach kurzer Zeit zusammen. Nach einem mißglückten Aufstandsversuch linker Gruppen im Juli 1917 und dem Rücktritt von Ministerpräsident Lwow übernahm Kerenski zusätzlich zum Kriegs- und Marineministerium auch den Regierungsvorsitz. Seine Ernennung von Kornilow zum Obersten Befehlshaber erwies sich als Fehlgriff, denn Kornilow versuchte mit den ihn unterstellten Truppen eine eigene Politik zu betreiben. Gestürzt wurde Kerenski jedoch erst im Oktober von den Bolschewiken. Nach der Oktoberrevolution ging Kerenski nach Frankreich ins Exil. Er veröffentlichte dort mehrere Bücher über die russische Revolution. Nach dem deutschen Einmarsch in Paris (1940) flüchtete Kerenski in die Vereinigten Staaten. Als das Deutsche Reich auch die Sowjetunion angriff, bot er Stalin seine Hilfe an, was dieser jedoch ablehnte. Kerenski lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten und veröffentlichte eine Reihe von Büchern, darunter im Jahre 1965 seine Memoiren ("The Kerensky memoirs").

Schriften


- Allied policy towards Russia. - Nendeln : Kraus, 1975 (Repr. d. Ausg. London 1920)
- The catastrophe. - Millwood, NY : Kraus, 1977 (Repr. d. Ausg. London 1927)
- The crucification of liberty. - New York : Kraus, 1972 (Repr. d. Ausg. New York 1934)
- Die Kerenski-Memoiren. - Reinbek : Rowohlt, 1989

Weblinks


- Kerenski, Alexander Fjodorowitsch Kerenski, Alexander Fjodorowitsch Kerenski, Alexander Fjodorowitsch Kerenski, Alexander Fjodorowitsch Kerenski, Alexander Fjodorowitsch ja:アレクサンドル・ケレンスキー

1917

Ereignisse


- 13. Mai: Angebliche Marienerscheinung in Fátima
- 14. Juni: Bei seiner 6. Aufklärungsfahrt wird der Zeppelin LZ92 von einem britischem Kampfflugzeug abgeschossen

Katastrophen


- 14. Januar: Der PanzerkreuzerTsukuba“ (Japan) sinkt nach einem Brand und der Explosion der Munitionskammern in der Yokosuka-Bucht. 200 Tote unter der 817 Mann starken Besatzung
- 21. Januar: Ein Erdbeben unbekannter Stärke auf Bali, Indonesien fordert ca. 15.000 Tote
- 30. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in China, ca. 1.800 Tote
- 6. Dezember: Der französische Sprengstofffrachter „Mont Blanc“ explodiert im Hafen von Halifax (Kanada). 2.000 Tote, über 2.000 Vermißte, 9.000 Verletzte und 25.000 Obdachlose und somit die größte und verheerendste menschengemachte Explosion vor dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima; siehe Halifax-Explosion
- 12. Dezember: Zugunglück bei Modane/Frankreich, mindestens 543 Tote

Politik


- 1. Januar: Grigori Jefimowitsch Rasputin, Berater von Zar Nikolaus II. wird tot aus der Newa geborgen
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 27. Januar: Putsch in Costa Rica
- 1. Februar: Erster Weltkrieg. Deutschland erklärt den uneingeschränkten U-Bootkrieg
- 5. Februar: In Mexiko wird die erste Verfassung verkündet
- 6. April: Erster Weltkrieg. Die Vereinigten Staaten erklären Deutschland den Krieg
- Dänemark verkauft die Jungferninseln an die Vereinigten Staaten
- 8. März: In der Februar-Revolution (nach julianischem Kalender 23. Februar) wird in Russland die Romanow-Dynastie gestürzt
- 16. April: Wladimir Iljitsch Lenin kehrt mit deutscher Hilfe nach Russland zurück
- 2. November: In der Balfour-Deklaration sagt der britische Außenminister Arthur Earl of Balfour dem Vertreter der zionistischen Bewegung Lord Rothschild Land in Palästina zur Gründung einer zionistischen „nationalen Heimstätte“ zu. Zu diesem Zeitpunkt wird das osmanische Reich, zu dem bis dahin die Region Palästina gehörte, von den Briten mit Waffengewalt von dort verdrängt (9. Dezember: Einnahme Jerusalems)
- 7. November: In der Oktoberrevolution (nach julianischem Kalender 25. Oktober) in Russland stürzen die Bolschewiki die provisorische Regierung und übernehmen die Macht
- 20. November: Erster Weltkrieg. Die britische Armee startet bei Cambrai eine Offensive gegen die Deutschen, bei der sie mehrere hundert Tanks einsetzt. Die Schlacht fordert mehrere zehntausend Tote und Verletzte und endet ergebnislos
- 6. Dezember: In Helsinki erklärt der Landtag die Unabhängigkeit Finnlands von Russland
- 7. Dezember: Erster Weltkrieg. Die Vereinigten Staaten erklären Österreich-Ungarn den Krieg

Wirtschaft


- 22. Dezember: Der Normenausschuss der deutschen Industrie (Vorläufer des DIN) wird gegründet
- Das Federal Reserve System wird in New York gegründet
- Stattfinden der ersten Mustermesse Basel

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 23. Februar: Uraufführung der Oper Mlada von César Cui am Michailovskij teatr in Sankt Petersburg
- 11. Mai: Uraufführung der Oper Turandot. Eine chinesische Fabel von Ferruccio Busoni am Stadttheater in Zürich
- Der Pulitzer-Preis wird erstmalig verliehen
- Gründung der niederländischen Künstlergruppe De Stijl

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: Erwin Axer, polnischer Theaterregisseur
- 1. Januar: Jule Gregory Charney, US-amerikanischer Meteorologe († 1981)
- 5. Januar: Wieland Wagner, deutscher Opernregisseur und Bühnenbildner († 1966)
- 5. Januar: Fred Wander, österreichischer Schriftsteller
- 10. Januar: Hilde Krahl, österreichische Schauspielerin († 1999)
- 12. Januar: Maharishi Mahesh Yogi, vedischer Gelehrter
- 16. Januar: Justin Ahomadegbé-Tomêtin, ehemaliger Präsident von Benin († 2002)
- 17. Januar: M. G. Ramachandran, indischer Filmschauspieler und Politiker († 1987)
- 18. Januar: Vassilis Tsitsanis, griechischer Sänger, Komponist und Bouzouki-Virtuose († 1984)
- 20. Januar: Bruno Heck, deutscher Politiker († 1989)
- 22. Januar: Rainer Brambach, Schweizer Schriftsteller († 1983)
- 23. Januar: Lotte Buschan, deutsche Opernsängerin
- 25. Januar: Jânio Quadros, Präsident Brasiliens († 1992)
- 1. Februar: Jale Inan, türkische Archäologin († 2001)
- 2. Februar: Karl Gass, Dokumentarfilmregisseure und Propagandist der DDR
- 4. Februar: Franz Josef Bach, deutscher Politiker und Bundestagsmitglied
- 5. Februar: Otto Edelmann, österreichischer Sänger († 2003)
- 6. Februar: Hermann Schmidt, deutscher Politiker († 1983)
- 6. Februar: Zsa Zsa Gabor, US-amerikanisch-ungarische Schauspielerin
- 12. Februar: Al Cervi, US-amerikanischer Basketballspieler
- 16. Februar: Adalbert Pilch, österreichischer Maler und Graphiker († 2004)
- 19. Februar: Margarete Neumann, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin († 2002)
- 19. Februar: Fritz-Rudolf Schultz, deutscher Politiker
- 19. Februar: Carson McCullers, US-amerikanische Schriftstellerin († 1967)
- 23. Februar: Herbert Wunsch, österreichischer Tischtennisspieler († 1970)
- 24. Februar: Hans Hartwig, deutscher Komponist
- 25. Februar: Anthony Burgess, Schriftsteller († 1993)
- 27. Februar: John Connally, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Texas, Finanzminister († 1993)
- 1. März: Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin († 1994)
- 1. März: Robert Lowell, US-amerikanischer Dichter († 1977)
- 3. März: Will Eisner, US-amerikanischer Comic-Zeichner († 2005)
- 8. März: Leslie Fiedler, US-amerikanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker († 2003)
- 9. März: Ian Watt, britischer Literaturkritiker und Literaturhistoriker († 1999)
- 11. März: Günter Goetzendorff, deutscher Politiker († 2000)
- 12. März: Leonard Chess, polnisch-US-amerikanischer Unternehmer († 1969)
- 19. März: Dinu Lipatti, rumänischer Pianist und Komponist († 1950)
- 19. März: László Szabó, ungarischer Schachspieler († 1998)
- 20. März: Jigael Jadin, israelischer Archäologe, Politiker und Generalstabschef der israelischen Armee († 1984)
- 24. März: Otto Rösch, österreichischer Politiker und Jurist († 1995)
- 26. März: Rufus Thomas, US-amerikanischer Blues-Musiker († 2001)
- 27. März: Cyrus Vance, US-Außenminister unter Jimmy Carter († 2002)
- 2. April: Maria Holst, österreichische Theater- und Filmschauspielerin († 1980)
- 2. April: Iris von Roten, Schweizer Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin († 1990)
- 3. April: Rembert van Delden, deutscher Politiker († 1999)
- 5. April: Robert Bloch, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 7. April: Albert Sing, Fußballspieler, Fußballtrainer
- 9. April: Johannes Bobrowski, deutscher Lyriker, Erzähler, Nachdichter und Essayist († 1965)
- 9. April: Rolf Kauka, deutscher Comic-Künstler und Verleger (Vater von Fix und Foxi) († 2000)
- 9. April: Brad Dexter, US-amerikanischer Filmschauspieler und Filmproduzent († 2002)
- 10. April: Robert B. Woodward, Chemiker († 1979)
- 12. April: Robert Manzon, Formel-1-Rennfahrer
- 16. April: Charlotte Salomon, deutsche Malerin († 1943)
- 25. April: Ella Fitzgerald, US-amerikanische Jazz-Sängerin († 1996)
- 26. April: Ieoh Ming Pei, chinesisch-amerikanischer Architekt
- 29. April: Urie Bronfenbrenner, Entwicklungspsychologe († 2005)
- 29. April: Maya Deren, US-amerikanische Regisseurin († 1961)
- 7. Mai: David Tomlinson, britischer Schauspieler († 2000)
- 10. Mai: Kurt Brand, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller (†