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Sir Alec Guinness

Sir Alec Guinness

Sir Alec Guinness (
- 2. April 1914 in London; † 5. August 2000 in Midhurst/Großbritannien) war ein britischer Filmstar und Charakterdarsteller.

Die frühen Jahre

Sir Alec Guinness wächst in ärmlichen Verhältnissen in London auf. Guinness, der später durch seine chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit berühmt wird, erklärt dazu in seiner Autobiographie: "Ich wurde im Chaos geboren und versank darin für Jahre: Bis zum Alter von 14 hatte ich drei verschiedene Namen und lebte in ungefähr 30 verschiedenen Hotels". Guinness arbeitet bei einer Werbeagentur und erhält ein Schauspielstipendium. 1934 debütiert er am Theater. Zwei Jahre später ist er bereits Ensemblemitglied beim legendären Old Vic, wo er mit den größten britischen Theater-Stars - Sir Laurence Olivier, Sir John Gielgud und Sir Ralph Richardson - auf der Bühne steht.

Erste Filmerfolge

1946 spielt Guinness seine erste Filmrolle in Große Erwartungen. Regie führt Sir David Lean, mit dem er jahrzehntelang zusammenarbeiten wird. Lean ist auch sein Regisseur bei der berühmten Dickens-Verfilmung Oliver Twist, in der Guinness die Rolle des Juden Fagin spielt. Seine Konzeption des Charakters wird später kritisiert, weil sie antisemitische Klischees gefördert habe. 1949 gelingt Guinness mit einer bravourösen Performance in Adel verpflichtet der Durchbruch. In dieser klassischen Komödie porträtiert er in acht (!) Rollen die exzentrischen Mitglieder eines britischen Clans, die im Zuge einer Erbschaftsaffäre ermordet werden. Bis Mitte der 50er Jahre etabliert sich Guinness als der wichtigste Komödiant des britischen Kinos und ist der prägende Darsteller in den erfolgreichen Komödien der Ealing-Studios (Der Mann im weißen Anzug, Ladykillers). In Hollywood steht er an der Seite von Grace Kelly (Der Schwan) vor der Kamera. Zusammen mit seiner Frau konvertiert er zum Katholizismus. Guinness ist zeitlebens tief gläubig. Mehrmals pilgert er nach Rom und nimmt an Papst-Audienzen teil. Stark geprägt hat ihn Gilbert Keith Chesterton, dessen Figur des „Father Brown“ er in Die seltsamen Wege des Pater Brown verkörperte.

Der Charakter-Star

1957 spielt er in David Leans epischem Kriegsfilm Die Brücke am Kwai die Rolle des prinzipientreuen Colonel Nicholson in japanischer Kriegsgefangenschaft. Der weltweite Erfolg des Films macht Guinness zu einem der führenden Charakterdarsteller des internationalen Kinos; er erhält den Oscar als bester Hauptdarsteller. 1959 wird Guinness in den Adelsstand erhoben. Er spielt in der Graham-Greene-Verfilmung Unser Mann in Havanna (1959) einen britischen Agenten und im Monumentalfilm Der Untergang des Römischen Reiches (1964) den römischen Kaiser Marcus Aurelius. In David Leans Klassiker Lawrence von Arabien (1962) brilliert er in der tiefgründig angelegten Rolle des Fürst Faisal. 1965 tritt er für Lean im Welterfolg Doktor Schiwago als kommunistischer General auf. Ab Mitte der 60er Jahre werden Guinness' Rollen und Filme zunehmend weniger attraktiv. Hauptrollen gehen an die britischen Charakter-Stars der nächsten Generation (wie Richard Burton oder Peter O'Toole), während Guinness zunehmend in Nebenrollen oder in Fernsehfilmen auftritt. Wichtige Parts spielt er in Cromwell (1970; als König Charles I.) und in Hitler: Die letzten Tage (1973; als Adolf Hitler). Nachdem er 1976 als blinder Butler in der Krimi-Komödie Eine Leiche zum Dessert zu sehen ist, gelingt ihm mit 63 Jahren ein spektakuläres Comeback. George Lucas verpflichtet ihn für sein Weltraummärchen Krieg der Sterne (1977). Guinness, bärtig und mit Kapuze, spielt Obi-Wan Kenobi, den weisen Lehrmeister des jungen Helden Luke Skywalker, und verleiht der Rolle eine machtvolle, mythische Ausstrahlung. Der gigantische Erfolg des Films macht den Charakterdarsteller bei einem jungen Publikum bekannt und saniert seine Finanzen (er erhielt nur 150.000 Pfund Gage, aber 2 % der Produzentengewinne). Guinness selbst hält den Rummel, der daraufhin um seine Person oder vielmehr um seine Personifikation Kenobis entsteht, für störend, zumal er, wie schon bei Die Brücke am Kwai, für eine Darstellung gefeiert wird, die er selbst nicht für eine seiner besten Leistungen hält. Guinness tritt zwar aus Dankbarkeit gegenüber dem großzügigen George Lucas in den beiden Sequels Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter auf, weist aber jede weitere Identifikation mit der von Spezialeffekten dominierten Märchensaga zurück.

Die letzten Jahre

1979, mit 65 Jahren, spielt Sir Alec Guinness für das britische Fernsehen eine seiner populärsten Rollen: den verrenteten Meisterspion George Smiley, der in Dame, König, As, Spion einen Maulwurf im britischen Geheimdienst enttarnt. Er nimmt die Rolle in Smileys Leute (1982) wieder auf. Sein Bewunderer Dustin Hoffman überreicht ihm 1979 den Oscar für sein Lebenswerk. 1980 gelingt ihm in der Klassiker-Verfilmung Der kleine Lord die wohl definitive Interpretation des hartherzigen Earl of Dorincourt. In der kuriosen Rolle des indischen Professors Godbole tritt er nach vier Jahrzehnten zum letzten Mal für David Lean vor die Kamera (Die Reise nach Indien, 1985). Ab Ende der 80er Jahre ist Guinness nur noch sporadisch im Kino zu sehen. In Steven Soderberghs Kafka (1991) spielt er die Rolle eines undurchsichtigen Bürochefs. Nach längerer Krankheit stirbt Sir Alec Guinness am 5. August 2000 im Alter von 86 Jahren.

Der Schauspieler Guinness

Der äußerlich unscheinbare Guinness war mit seinem Stan-Laurel-Gesicht weder für Liebhaber- noch für Heldenrollen geeignet. Doch er gestaltete seine Charaktere mit größter Meisterschaft und Präzision und schuf Meilensteine der Schauspielkunst. Als junger Komödiant entwickelte er einen subtil-britischen Humor und überzeugte das Publikum durch chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit. Nachdem er in mittleren Jahren ins Charakterfach gewechselt war, stellte er oft charismatische Autoritätsfiguren wie Fürst Feisal oder Obi-Wan Kenobi dar, die von einer Aura cooler, überlegener Intelligenz umgeben waren. Die Rolle des George Smiley spielte er so weit herunter, dass er erklärte: "Wahrscheinlich hab ich's vermasselt." Letzteres war nicht der Fall, stattdessen gelang es ihm einmal mehr, hinter den scheinbar unbewegten Gesichtszügen eines Charakters eine bemerkenswerte Gefühls- und Bedeutungstiefe aufscheinen zu lassen. Sir Alec Guinness, der privat ein zurückgezogenes Leben führte und jahrzehntelang skandalfrei verheiratet war, ist einer der maßgeblichen Darsteller der Filmgeschichte.

Ehrungen

Alec Guinness wurde 1955 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt, 1959 folgte der Ritterschlag. Seit 1994 war er zudem Companion of Honour.

Filmographie (Auszug)


- Eskimo Day aka Interview Day (TV, 1996), mit Maureen Lipman, Gillian Barge
- Mute Witness (1994)
- A Foreign Field (1993)
- Kafka (1991), mit Jeremy Irons, Armin Mueller-Stahl, Simon McBurney
- Little Dorrit (1988)
- A Handful of Dust (1988)
- A Passage to India (1984)
- Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983), mit u. a. Carrie Fisher
- Lovesick (1983)
- Der kleine Lord Fauntleroy (1980)
- Raise the Titanic (1980)
- Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück (1980), mit Mark Hamill, Harrison Ford
- Star Wars Episode IV: Krieg der Sterne (1977), mit u. a. Peter Cushing
- Eine Leiche zum Dessert Murder by Death (1976), mit Peter Falk, Maggie Smith
- Hitler: The Last Ten Days (1973)
- Bruder Sonne, Schwester Mond (1972), mit Graham Faulkner
- Scrooge (1970)
- Cromwell (1970)
- The Comedians (1967)
- The Quiller Memorandum (1966)
- Hotel Paradiso (1966)
- Situation Hopeless... But Not Serious (1965)
- Doktor Schiwago (1965), mit Omar Sharif, Julie Christie
- The Fall of the Roman Empire (1964)
- Lawrence von Arabien (1962), mit Peter O'Toole, Anthony Quinn
- H.M.S. Defiant (1962)
- A Majority of One (1961)
- Tunes of Glory (1960)
- Our Man in Havana (1959)
- The Scapegoat (1959)
- The Horse's Mouth (1958)
- Barnacle Bill (1957)
- Die Brücke am Kwai (1957), mit William Holden
- The Swan (1956)
- Rowlandson's England (1955)
- The Ladykillers (1955)
- The Prisoner (1955)
- To Paris with Love (1955)
- The Stratford Adventure (1954)
- Father Brown (1954)
- The Malta Story (1953)
- The Square Mile (1953) (voice)
- The Captain's Paradise (1953)
- The Card (1952)
- The Man in the White Suit (1951)
- The Lavender Hill Mob (1951)
- The Mudlark (1950)
- Last Holiday (1950)
- A Run for Your Money (1949)
- Kind Hearts and Coronets (1949)
- Oliver Twist (1948)
- Große Erwartungen (Great Expectations) (1946)
- Evensong (1934)

Werke


- Das Glück hinter der Maske. Autobiographie (OT: Blessings in Disguise). Kindler, München 1986, ISBN 3-463-40041-3
- Adel verpflichtet. Tagebuch eines noblen Schauspielers (OT: My Name Escapes Me. The Diary of a Retiring Actor). Henschel, Berlin 1998, ISBN 3-89487-297-7

Literatur


- Andreas Missler: Alec Guinness. Seine Filme - sein Leben. Heyne, München 1987, ISBN 3-453-00119-2
- Ronald Harwood: Dear Alec. Limelight Edition, New York 1989
- Garry O'Connor: Alec Guinness. Hodder & Stoughton, London 1994
- John Russell Taylor: Alec Guinness. A Celebration. Pavilion, London 2000, ISBN 1-86205-501-7
- Kenneth Von Gunden: Alec Guinness. McFarland, Jefferson, NC 1987
- Piers Paul Read: Alec Guinness - The Authorised Biography. Simon & Schuster, London 2003

Zitate

Weblinks


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2. April

Der 2. April ist der 92. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 93. in Schaltjahren) – somit bleiben 273 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1513Florida wird vom Eroberer Juan Ponce de León für die spanische Krone in Besitz genommen.
- 1801Napoleonische Kriege: In der Seeschlacht von Kopenhagen zerstören die Engländer unter Lord Nelson die dänische Flotte.
- 1814Ludwig XVIII. wird König von Frankreich.
- 1920 – Die Reichswehr marschiert im Ruhrgebiet ein, um den Aufstand der kommunistischen Roten Ruhrarmee niederzuschlagen.
- 1951 – General Dwight D. Eisenhower erhält die Oberbefehlsgewalt über die NATO-Truppen in Europa.
- 1953 – Der ÖVP-Politiker Julius Raab tritt sein Amt als neuer Bundeskanzler Österreichs an.
- 1974 – Der französische Staatspräsident Georges Pompidou stirbt kaum 63jährig im Amt. Sein Nachfolger wird Valéry Giscard d'Estaing.
- 1974 – In Kanada wird Französisch neben Englisch eine gleichberechtigte, offizielle Amtssprache.
- 1979Menachem Begin reist als erster israelischer Regierungschef zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Ägypten.
- 1982 – Mit der Besetzung der Falklandinseln (argentinisch: Islas Malvinas) durch argentinische Truppen beginnt der Falklandkrieg.
- 1989Tunesien. Wahl von Zine El Abidine Ben Ali als Staatspräsident.
- 1992Volker Rühe wird in Deutschland als Verteidigungsminister vereidigt.
- 1992Edith Cresson tritt nach nur zehnmonatiger Amtszeit in Frankreich als Regierungschefin zurück.
- 1997 – In Polen verabschieden Sejm und Senat in einer gemeinsamen Sitzung die neue Verfassung.
- 1998Maurice Papon, der 87jährige ehemalige Haushaltsminister Frankreichs, wird als Nazi-Kollaborateur in Bordeaux wegen seiner Mitschuld an der Deportation von fast 1.700 Juden verurteilt.
- 1999 – In Belgrad werden das Gebäude des serbischen und jugoslawischen Innenministeriums von der NATO mit Marschflugkörpern beschossen.
- 2000Kairo, Ägypten. Beginn des EU-Afrika-Gipfels.
- 2004 – Sieben Nationen treten der NATO als vollwertige Mitglieder bei: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.

Wirtschaft


- 1792 – Die USA führen den Dollar als offizielles und einheitliches Zahlungsmittel ein.
- 1853 – In Darmstadt wird mit der Bank für Handel und Industrie die erste deutsche Aktienbank gegründet.

Wissenschaft und Technik


- 1905 – Ein mit Ehrengästen besetzter Zug durchfährt erstmals den Simplon-Tunnel, den mit 19.8 km zum damaligen Zeitpunkt längsten Eisenbahntunnel der Welt.

Kultur


- 1785 – Uraufführung der Oper La finta principessa von Luigi Cherubini am King's Theatre in London.
- 1800 – Die "Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21" von Ludwig van Beethoven wird im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt.
- 1803 Das heute nur noch selten aufgeführte Trauerspiel "Die natürliche Tochter" von Johann Wolfgang von Goethe hat im Hoftheater zu Weimar seine Premiere.
- 1910 – Uraufführung der Operette Der letzte Jonas von Rudolf Dellinger am Residenztheater in Dresden.
- 1916 – Uraufführung der Oper Die schöne Bellinda von Hans Huber in Bern.

Religion


- 2005 – Papst Johannes Paul II. stirbt. Er war mehr als 26 Jahre lang das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1892 – Gründung des Fussballvereins Hertha BSC Berlin, Namensgeberin war ein Schiff das den Namen Hertha trug.
- 1893 – Gründung des VfB Stuttgart.

Geboren


- 747Karl der Große, ab 768 König der Franken, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1586Pietrodelle Valle, italienischer Reisender und Reiseschriftsteller
- 1587Virginia Centurione Bracelli, italienische Heilige († 1658)
- 1628Constantin Dedekind, deutscher Komponist und Dichter († 1715)
- 1647Anna Maria Sibylla Merian, deutsche Malerin und Insektenforscherin
- 1653Georg von Dänemark, Herzog von Cumberland, Ehemann Königin Annes von Großbritannien
- 1665Christoph I. von Dohna-Schlodien, brandenburgisch-preußischer General
- 1679Marcellus Laroon der Jüngere, englischer Maler
- 1719Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Schriftsteller
- 1725Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller
- 1788Wilhelmine Reichard, deutsche Ballonfahrerin
- 1797Jean Louis Marie Poiseuille, französischer Mediziner und Physiker
- 1798August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker
- 1803Franz Lachner, deutscher Komponist und Organist
- 1804Jassuda Bédarride, französischer Jurist
- 1805Hans Christian Andersen, dänischer Märchenautor
- 1806Giacomo Antonelli, römischer Kardinal und Staatssekretär
- 1806Friedrich Halm, österreichischer Dichter und Dramatiker
- 1827William Holman Hunt, britischer Maler
- 1834Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer
- 1840Émile Zola, französischer Schriftsteller
- 1844Oskar Loew, deutscher Chemiker
- 1862Nicholas Murray Butler, US-amerikanischer Philosoph und Publizist
- 1863Henry van de Velde, belgischer Architekt und Maler
- 1867 - Eugene Sandow, Begründer des Bodybuildings
- 1878 - Antun Dobronić, kroatischer Komponist
- 1879Alexander Moissi, österreichischer Schauspieler
- 1884Dolf Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 1887Louise Schroeder, deutsche SPD-Politikerin
- 1890Agnes Straub, deutsche Schauspielerin
- 1891Max Ernst, deutsch-französischer Maler
- 1892Rudolf Bockelmann, deutscher Opernsänger
- 1892Maurice-Yves Sandoz, schweizer Schriftsteller
- 1895Georg Baur, deutscher CDU-Politiker
- 1899Heinrich Rau, Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1900Roberto Arlt, argentinischer Erzähler, Dramatiker und Journalist
- 1900Heinrich Besseler, deutscher Professor in Heidelberg, Jena, Leipzig
- 1902Jan Tschichold, deutscher Schriftentwerfer, Kalligraf, Typograf, Autor und Lehrer
- 1905Kurt Herbert Adler, österreichisch-amerikanischer Dirigent und Opernregisseur
- 1905Serge Lifar, französisch-russischer Tänzer und Choreograph
- 1912Rosemary Biggs, britische Hämatologin
- 1912Herbert Mills, US-amerikanischer Sänger
- 1914 – Sir Alec Guinness, britischer Schauspieler
- 1917Lou Monte, US-amerikanischer Sänger
- 1917Iris von Roten, schweizerische Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin
- 1919Delfo Cabrera, argentinischer Marathonläufer
- 1922Dino Monduzzi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1923George Spencer-Brown, britischer Philosoph und Mathematiker
- 1925Hans Rosenthal, deutscher Quizmaster
- 1926Max Greger, deutscher Bandleader und Musiker
- 1926Jack Brabham, australischer Autorennfahrer
- 1926Edgar Hilsenrath, deutscher Schriftsteller
- 1927Ferenc Puskás, ungarischer Fußballspieler
- 1928Serge Gainsbourg, französischer Sänger
- 1928Alain Vanzo, französischer Opernsänger
- 1928Serge Gainsbourg, französischer Chanson-Dichter, -Komponist und -Sänger
- 1929Hans Koschnick, deutscher Politiker
- 1932Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 1932Edward Michael Egan, Erzbischof von New York und ein Kardinal
- 1933György Konrád, ungarischer Schriftsteller
- 1935Doris Schaltenbrand-Naef
- 1939Marvin Gaye, US-amerikanischer Sänger
- 1940Herbie Hancock, US-amerikanischer Jazz-Pianist und -Komponist
- 1940Karl-Heinz Thielen, deutscher Fußballspieler
- 1941Leon Russell, US-amerikanischer Musiker
- 1942Phil Castrodale, US-amerikanischer Sänger
- 1943Larry Coryell, US-amerikanischer Musiker
- 1943Glen Dale, britischer Musiker
- 1944Marvin Hamlisch, US-amerikanischer Komponist
- 1945Jürgen Drews, deutscher Sänger
- 1946Kurt Winter, kanadischer Musiker
- 1946Lajos Koltai, ungarischer Kameramann
- 1947Emmylou Harris, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1948Michael Gerhardt, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1952Alex Conti, deutscher Musiker
- 1952Leon Wilkeson, US-amerikanischer Musiker
- 1953David Robinson, US-amerikanischer Musiker
- 1955Peter Jung, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Wuppertal
- 1959Gelindo Bordin, italienischer Marathonläufer
- 1959Rolf Schwanitz, deutscher SPD-Politiker
- 1960Linford Christie, britischer Leichtathlet
- 1962 - Billy Dean, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1963Barbara Stöckl, österreichische Journalistin und Fernsehmoderatorin
- 1963Karen Jane Woodward, britische Sängerin
- 1965Rodney King, afroamerikanischer US-Bürger
- 1966Mara Kayser, deutsche volkstümliche Sängerin
- 1969Mariella Ahrens, deutsche Schauspielerin
- 1971Elton, deutscher TV-Moderator
- 1972Thomas Glavinic, österreichischer Schriftsteller
- 1973Tine Wittler, deutsche Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin
- 1977Annett Louisan, deutsche Sängerin
- 1978Nicholas Berg, US-amerikanischer Geschäftsmann
- 1985Stéphane Lambiel, schweizerischer Eiskunstläufer

Gestorben


- 1118Balduin I. (Jerusalem), Graf von Edessa und König von Jerusalem
- 1272Richard Cornwall, König des HRR
- 1284Werner von Eppstein, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1335Heinrich von Kärnten, Herzog von Kärnten, Graf von Tirol, König von Böhmen und Polen
- 1416Ferdinand I., König von Aragonien
- 1640Paul Fleming, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1641Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg, Herzog der Fürstentümer Calenberg und Göttingen
- 1657Ferdinand III., deutscher Kaiser
- 1709Giovanni Battista Baciccio, italienischer Maler
- 1741Christoph Hackner, schlesischer Architekt
- 1747Johann Jacob Dillen, deutscher Botaniker
- 1787Thomas Gage, britischer General und Oberbefehlshaber britischer Streitkräfte
- 1791Gabriel de Riqueti, Comte de Mirabeau, französischer Jurist und Revolutionär
- 1806Werner Marx, Generalvikar in Köln
- 1817Johann Heinrich Jung, deutscher Augenarzt und Schriftsteller
- 1841Gustav von Rauch, preußischer General und Kriegsminister
- 1851Rama III., König von Siam
- 1865Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation)
- 1865Richard Cobden, englischer Unternehmer
- 1870Patrick Gass, US-amerikanischer Soldat und Entdecker
- 1872Samuel Finley Breese Morse, US-amerikanischer Erfinder und Professor
- 1872Samuel Morse, US-amerikanischer Maler und Erfinder
- 1887Friedrich Wilhelm Grimme, deutscher Schriftsteller, Heimatdichter und Botaniker
- 1891Albert Pike, Rechtsanwalt, General, Autor und Freimaurer
- 1910Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, deutscher Pastor und Theologe
- 1910William Mactaggart, schottischer Maler
- 1914Paul Heyse, deutscher Schriftsteller
- 1917 - Jindřich Kafka, tschechischer Komponist
- 1922Hermann Rorschach, Schweizer Psychiater
- 1925Robert Koldewey, deutscher Archäologe
- 1928Theodore William Richards, US-amerikanischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1937Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist
- 1948Sabahattin Ali, türkischer Schriftsteller und Lehrer
- 1950Friedrich Schönauer, deutscher Politiker
- 1951Simon Barere, Pianist
- 1953Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1953Siegfried Bernfeld, Reformpädagoge, Marxist, Psychoanalytiker, Zionist
- 1957Joseph Massolle, Ingenieur
- 1961Wallingford Riegger, US-amerikanischer Komponist
- 1962Otto Haesler, deutscher Architekt
- 1963Charles Robert Grey, Sohn des 4. Earl Grey
- 1966Cecil Scott Forester, englischer Schriftsteller und Journalist
- 1972Franz Halder, General der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg
- 1974Georges Pompidou, französischer Staatspräsident
- 1975Arnold Brügger, Schweizer Maler
- 1976Carlo Grano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1984Ernst van Aaken, deutscher Sportmediziner und Trainer
- 1987Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1990Aldo Fabrizi, italienischer Filmschauspieler und Regisseur
- 1995Hannes Alfvén, schwedischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1998Rob Pilatus, niederländischer Sänger
- 2003Edwin Starr, US-amerikanischer Soul-Sänger
- 2003Michael Wayne, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 2003Terenci Moix, spanischer Schriftsteller
- 2004John Taras, Choreograf und Ballettmeister
- 2005Alois Vogel, österreichischer Schriftsteller
- 2005Hermann Nattkämper, deutscher Fußballspieler
- 2005Johannes Paul II., 264. Papst
- 2005Marie Louise Fischer, deutsche Schriftstellerin

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Franz von Paola, Einsiedler, Ordensgründer (katholisch)
- Tag der Islas Malvinas (Argentinien)

Siehe auch


- 1. April3. April
- 2. März2. Mai
- Historische JahrestageZeitskala
- Wikipedia:GlaskugelWikipedia:Formatvorlage Tag 0402 ja:4月2日 ko:4월 2일 ms:2 April simple:April 2 th:2 เมษายน

London

London (engl.: []) ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. In der Stadt leben 7.385.575 Menschen, davon etwa 2,7 Millionen in den zwölf Stadtbezirken von Inner London, in der Agglomeration 10.645.800(Stand jeweils 10. Juni 2005). Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London. London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Baudenkmäler. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke ("London boroughs"), darunter auch die City of Westminster. London ist auch UN-Stadt (IMO).

Geografie

Geografische Lage

IMO London erstreckt sich etwa 40 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 62 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war während vieler Jahrhunderte die einzige Brücke über den Fluss. Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde. Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich (östlich von Greenwich gelegen), wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen. Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums (in der Nähe des Trafalgar Square) sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium (Royal Observatory) in Greenwich wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.

Klima

Zeitzone London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3° Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9° Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9° Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Mittel. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Londons Geschichte Londons, im Vordergrund Parliament Square, im Hintergrund das Riesenrad "London Eye"]] Auf dem heutigen Stadtgebiet stand einst eine unbedeutende keltische Siedlung. Etwa um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie von den Römern eingenommen und "Londinium" getauft. Die römischen Siedler bauten eine Brücke über die Themse und nutzten das Lager für die Verschiffung von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten. Unter Kaiser Septimius Severus (146-211) entwickelte sich Londinium schnell zum Handelszentrum der römischen Provinz "Britannia superior". Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Briten, angeführt von Königin Boudicca (30-61), die Siedlung. Nach deren Wiederaufbau wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. schützende Wallanlagen um die Stadt errichtet. Dennoch büßte sie ihre bedeutende Rolle nach dem Abzug der Römer im Jahre 410 und während der Eroberung Britanniens durch die Angeln und Sachsen vorübergehend ein. Während der Herrschaft der Dänen verwaisten weite Teile Londons. Im Jahre 886 nahmen die Sachsen unter der Führung von König Alfred dem Großen (848-899) die Stadt ein, die seit dem 7. Jahrhundert unter dem Namen "Lundenevic" Hauptstadt der Könige von Essex war. 1066 nahmen die Normannen die Stadt ein. Wilhelm I. (1027-1087) ließ sich nach der siegreichen Schlacht von Hastings als erster König in der Westminster Abbey krönen und bestätigte die besonderen Rechte Londons. In der Folgezeit strebte die Stadt wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit an. Im Jahre 1192 wählten die Einwohner ihr erstes eigenes Stadtoberhaupt, ab 1351 auch einen eigenen Stadtrat. Bis Ende des 14. Jahrhunderts durfte der regierende Monarch das freie und selbstverwaltete London nur mit einer gesonderten Genehmigung betreten. Die Entwicklung der Stadt lag überwiegend in den Händen einer Oberschicht von Kaufleuten, die den englischen Außenhandel als Mitglieder der Hanse (Stalhof) ausbauten. London musste in seiner wechselvollen Geschichte viele Rückschläge hinnehmen. Nachdem im 16. Jahrhundert die Gründung der ersten großen Handelskompanien und der ersten Warenbörse (1570) den wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben hatte, wurde die Stadt 1664 und 1665 von einer verheerenden Pestwelle ("Great Plague") heimgesucht, die über 70.000 Menschenleben forderte. Im September 1666 verwüstete eine Feuerkatastrophe große Teile der Altstadt. Etwa 13.000 Häuser und 89 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer. Nach dem "Großen Brand von London" wurde London in erster Linie nach Entwürfen des Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) wiederaufgebaut. Das Stadtgebiet entwickelte sich weiter nach Westen - in Richtung der Gemeinden Kensington und Chelsea. In den Bezirken am westlichen Stadtrand von London entstanden in der Folgezeit große Plätze, wie die in "Berkeley", "Grosvenor" und "Hanover". Zudem wurden Wasserversorgungsanlagen und Abwassersysteme installiert und die Straßen gepflastert. 1723] Zwischen 1675 und 1711 schuf Christopher Wren sein Hauptwerk, die "St. Paul's Cathedral" mit ihrer 110 Meter hohen Kuppel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch Soho mit seinem rechtwinkligen Straßennetz und dem "Soho Square" angelegt. Ein weiteres städtisches Viertel entstand in Westminster. Während des 19. Jahrhunderts wuchs London rapide und errang während des viktorianischen Zeitalters große Bedeutung als Hauptstadt des British Empires. 1851 ist London laut Volkszählung mit 2.651.939 Einwohnern die größte Stadt Europas und das Zentrum der industrialisierten Welt. Hier findet die erste Weltausstellung statt. Während des 2. Weltkrieges, vor allem 1940 und 1941 erlitt London, wie viele andere britische Städte auch, durch Angriffe der deutschen Luftwaffe schwere Verwüstungen. Diese Bombardements gingen mit dem Namen "the blitz" in die Geschichte der Stadt ein. London war gerade deshalb ein so "beliebtes" Ziel, weil die Stadt stark industrialisiert war und die Moral der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg durch moderne Bauten ersetzt. Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 galt auch London, vor allem wegen des Einsatzes britischer Truppen an der Seite der US-Army im Irak, als Ziel möglicher Anschläge islamistischer Terroristen. Am 7. Juli 2005 kam es in der britischen Hauptstadt schließlich zu vier Bombenanschlägen in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus. Die Polizei und die englische Regierung gingen davon aus, dass die Täter aller Wahrscheinlichkeit nach dem Umkreis der islamistischen Terror-Organisation Al-Qaida zuzurechnen sind und britische Staatsbürger mit pakistanischen Wurzeln waren ("Homegrown terrorists"). Die Anschläge forderten 56 Todesopfer und mehr als 700 Verletzte.

Einwohnerentwicklung

London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert. Heute stammen etwa zehn Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa fünf Prozent aus der Karibik, ein Prozent sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime. Insgesamt wurden 25,874 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrößte Ballungsraum Europas und einer der größten in der Welt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Nordirland

Politik und Verwaltung

Nordirland Im Jahre 1965 erfolgte die Gründung der Verwaltungsregion Greater London, ein Zusammenschluss der alten County of London mit Middlesex sowie Teilen der Grafschaften Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey. Greater London ist unterteilt in 32 London Boroughs und die City of London. Die Boroughs sind für die lokale Selbstverwaltung und den Betrieb der meisten öffentlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet zuständig. Die City of London wird historisch bedingt von der Corporation of London verwaltet. Die Greater London Authority (GLA) koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Boroughs, ist für die strategische Planung zuständig und betreibt öffentliche Einrichtungen, die in der ganzen Stadt tätig sind; dazu gehören die Feuerwehr, die Polizei und der öffentliche Verkehr. Die GLA besteht aus dem Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament mit 25 Sitzen), die beide ihren Sitz in der City Hall haben. Der aktuelle Mayor of London ist Ken Livingstone. Nachdem er im Jahre 2000 gegen den offiziellen Labour-Kandidaten angetreten war, wurde er aus der Partei ausgeschlossen, dann allerdings 2004 wieder aufgenommen und im Amt bestätigt. Der Lord Mayor of London, der Bürgermeister der City of London, übt lediglich zeremonielle Funktionen aus. Frühere Verwaltungsbehörden waren die Metropolitan Board of Works (MBW) von 1855 bis 1889, der London County Council (LCC von 1889 bis 1965 und der Greater London Council (GLC) von 1965 bis 1986. Der GLC wurde von Premierministerin Margaret Thatcher aufgelöst, nach politischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem GLC-Vorsitzenden Ken Livingstone. 14 Jahren besass London keine übergeordnete Verwaltung; die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, einzelne direkt an die Zentralregierung. Diese Maßnahme führte zu großen Koordinationsproblemen. Auch nach der Einsetzung der GLA im Jahr 2000 besitzen die Boroughs eine größere Autonomie als noch zu Zeiten der GLC. Die Polizeibehörde der 32 London Boroughs ist der Metropolitan Police Service, besser bekannt unter dem Namen Metropolitan Police oder kurz als "the Met". Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police.

Stadtbezirke

Nachfolgend sind die Stadtbezirke von London (London Boroughs) aufgeführt. In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: UK Census, 2001).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

City of London Police Das National Theatre der National Theatre Company in South Bank und das Barbican Arts Centre der Royal Shakespeare Company gehören zu den vielen Zentren des professionellen Theaterschauspiels . Das Royal Court Theatre, eine der traditionsreichsten Bühnen in London, ist im Februar 2000 nach vier Jahren Umbauzeit wieder eröffnet worden. Das Royal Opera House in Covent Garden und das Coliseum, in dem die English National Opera Company untergebracht ist, sind die beiden berühmtesten Opernhäuser. Konzerthäuser sind die Barbican, die Royal Festival Hall und die Saint John’s Church in Westminster. Der beliebteste Konzertsaal liegt in der Wigmore Hall hinter der Oxford Street. Im Juni 2002 sind nach umfangreichen Renovierungsarbeiten Teile des 1988 im heutigen Finanzviertel entdeckten römischen Amphitheaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. London bietet eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen. Im Londoner Westend sind mehr als ein Dutzend Theater zu Hause. Gespielt wird alles von der Klassik bis zur Moderne. Dort wurde unter anderem Andrew LLoyd Webbers weltberühmtes Musical Cats uraufgeführt. Das Globe Theatre ist eine Rekonstruktion des Freiluftschauspielhauses, das 1599 entworfen wurde. Für dieses Theater schrieb Shakespeare viele seiner größten Stücke. Die Spielzeit läuft von einem Mai bis September mit Produktionen von Shakespeare, seinen Zeitgenossen und von modernen Autoren. The London Palladium ist das wohl berühmteste Londoner Theater. In den 1950er Jahren wurde die, in England, populäre Varieté Show „Sunday Night at the London Palladium“ live im Fernsehen ausgestrahlt. Das Royal Opera House, („Königliches Opern Haus“) in Covent Garden ist eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Es ist außerdem die Heimat des Royal Ballet. Weitere bekannte Theater sind das Theatre Royal Haymarket und das Theatre Royal Drury Lane. Am Trafalgar Square befindet sich die Kirche St. Martin-in-the-Fields. Sie wurde in den Jahren 1721 bis 1726 nach den Plänen des Architekten James Gibbs gebaut. In der Kirche finden häufig Konzerte statt; zu den dort auftretenden Orchestern zählen unter anderem die Academy of St. Martin in the Fields und New Trinity Baroque aus den USA. In der Krypta wurde ein Café eingerichtet, in dem manchmal Jazz-Gruppen auftreten. Die Pfarrei beherbergt auch einen der berühmtesten Kirchenchöre der Welt. London beheimatet fünf professionelle Symphonieorchester. Diese sind das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die Philharmonia und das BBC Symphony Orchestra. Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist die von der BBC weltweit übertragene “Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall.

Museen

Royal Albert Hall Royal Albert Hall Zu den größten und bekanntesten Museen weltweit zählt das British Museum in Bloomsbury. In ihm befinden sich über sechs Millionen Ausstellungsstücke. Dort kann man sich Sammlungen mit ägyptischen und klassischen Antiquitäten, Schätze aus dem Reich der Sachsen, aber auch zeitgenössischen Artefakte ansehen. Berühmt ist auch der Reading Room, ein kreisrunder Lesesaal, in dem schon Mahatma Gandhi und Karl Marx studierten. Rechtzeitig zum Millennium ist der Queen Elizabeth II Great Court festiggestellt worden. Es ist der größte überdachte Innenhof Europas. Das Victoria and Albert Museum im Stadtteil South Kensington verfügt über eine Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, darunter Skulpturen, Kleidung und Kostüme, kostbare Porzellan- und Glasgefäße, Möbelstücke und Musikinstrumente. Nahe befinden sich das Science Museum London und die Museen für Geologie und Naturgeschichte auch Naturhistorisches Museum (Natural History Museum). Auf der anderen Seite der Stadt, direkt in der City, liegt das Museum of London, dessen Ausstellungen die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zeigt. Die National Gallery am Trafalgar Square besitzt eine vielfältige Gemäldesammlung, die von den frühen Anfängen in Italien bis hin zu Werken von Cézanne und Seurat reicht. Nebenan ist die National-Portrait-Galerie, in der über 9.000 Porträts ausgestellt sind. Im Jahre 1897 ist die Tate Gallery auf der Uferstraße zwischen Chelsea und Westminster eröffnet worden. Sie umfasst die größte Sammlung britischer Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gegenüber der Saint Paul’s Cathedral ist im Juni 2000 die Tate Modern, ein Ableger der Tate Gallery, eröffnet worden. Weitere bekannte Mussen und Ausstellungen sind Madame Tussaud's Waxworks, das National History Museum, die Cabinet War Rooms, das Medievel Archery Museum, das Imperial War Museum, Somerset House und in der Baker Street 221B das Sherlock Holmes Museum.

Bauwerke

Somerset House Somerset House Am westlichen Ende von London steht die Saint Paul's Cathedral und am nördlichen Ufer der Themse befindet sich der Tower von London, eine Festung der Normannen, die von Wilhelm dem Eroberer zur Verteidigung seiner neuen Ländereien Ende des 11. Jahrhunderts angelegt wurde. Die in der Nähe gelegene Tower Bridge zählt zu den Wahrzeichen von London. Westlich davon verläuft die London Bridge; sie ist an Stelle der einzigen Brücke errichtet worden, die bis Ende des 18. Jahrhunderts die Themse in der Stadt überquerte. Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter hohe Glockenturm, in dem sich Big Ben befindet, die 13. Glocke, die die Stunde schlägt. Er ist ein Teil des Palace of Westminster, dem Sitz des Parlaments. Am nördlichen Ufer der Themse findet man die Docklands, zu denen auch Canary Wharf mit dem Wolkenkratzer 1 Canada Square gehört. Die altertümlichen Inns of Court, der Gerichtsbezirk, in dem sich viele Anwälte und Rechtsberatungsfirmen niedergelassen haben liegen im Westen und Nordwesten der City. Die Fleet Street, früher einmal Sitz der britischen Landespresseagentur, die heute in andere Teile der Stadt umgezogen ist, befindet sich im Westen der City. Den Stadtteil Bloomsbury, den eine berühmte Gruppe literarischer Intellektueller aus den 1920er Jahren dank seiner Nähe zur Universität in London und dem British Museum zu ihren Lieblingsplatz auserkoren hatte, kann man im Nordwesten besuchen. Im Süden von West End liegt der Verwaltungsbezirk Londons, der Regierungsbezirk mit der Whitehall, dem Parlamentssitz (offizieller Name: Palace of Westminster), der St James's Palace (Wohnsitz des Prince of Wales) sowie der Buckingham Palace mit dem Ritual der Wachablösung, die Residenz der Königin in London. Die Stadtbezirke Knightsbridge und Kensington, beides äußerst elegante Wohnviertel besitzen vielen Sehenswürdigkeiten, darunter das Warenhaus von Harrods und die Royal Albert Hall. Der Palast des Erzbischofs von Canterbury (Lambeth Palace) befindet sich im Süden von West End, am anderen Flussufer und in dessen Nähe der South Bank Arts Complex, zu dem auch die Royal Festival Hall gehört. Ganz in der Nähe liegen weitere Wohngebiete, die eng mit der Geschichte verknüpft sind, wie unter anderem Clapham, Dulwich, Greenwich und Wimbledon. Letzteres ist eine der ältesten Siedlungen der Stadt und Greenwich ist Namensgeber für die Greenwich Mean Time. Sie war früher die Hauptuhrzeit, von der die Uhrzeiten in der gesamten Welt berechnet wurden. In Wandsworth befindet sich eines der markantesten und zugleich umstrittensten Wahrzeichen Londons, die Battersea Power Station. Das 1939 in Betrieb genommene Kraftwerk wurde durch das Pink Floyd-Album Animals weltberühmt und soll nun umfangreich restauriert werden. Im Januar 2000 erregte die Eröffnung des London Eye-Riesenrades großes Aufsehen. Die Anlage, die mit einer Höhe von 137 Metern das höchste Riesenrad der Welt ist, sollte bereits zum Jahreswechsel fertig gestellt werden. Aufgrund von Sicherheitsmängeln ist das 35 Millionen Pfund Sterling teure Riesenrad aber erst einige Wochen später in Betrieb genommen worden. Kurz nach dem Bau des Eiffelturms wollte man auch in London einen ähnlichen Turm bauen, den sogenannten Watkins Tower. Allerdings blieb er ein Turmstumpf, der 1907 abgerissen wurde. Der 1950 errichtete Crystal Palace Tower, ein 222 Meter hoher Sendeturm ohne Aussichtsplattform trägt wegen seiner Bauweise den Spitznamen "Londoner Eiffelturm". Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Abbey Road Studios, der Kensington Palace, der Stadtbezirk Covent Garden, der Sitz des Premierministers in Downing Street No. 10, Hampton Court Palace, das Riesenrad London Eye, der Platz Piccadilly Circus, der Stadtteil Soho mit seiner Chinatown, die Temple Church, Westminster Abbey sowie Carnaby Street und Whitehall.

Parks

Whitehall London besitzt eine große Anzahl von luxuriösen Grünanlagen. Über 200 Parkanlagen breiten sich auf rund 220 Quadratkilometern aus. Die Royal Parks waren einst den englischen bzw. britischen Monarchen vorbehalten und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in öffentlich zugängliche Parkanlagen umgewandelt. Der bekannteste der "Royal Parks" ist der Hyde Park mit der Marble Arch und dem Speakers' Corner, der an die Kensington Gardens angrenzt, ist früher als die „Lunge Londons” bezeichnet worden. Von eleganten Wohngebäuden umgeben, die für den Prinzregenten entworfen wurden, ist der Regent's Park im Norden des West End. Dieser Park umfasst gleichzeitig auch den zoologischen Garten (London Zoo). Mitten im Stadtzentrum befinden sich der Green Park und der St. James's Park. Im Januar 2001 ist der Thames Barrier Park fertig gestellt worden; die Anlage entstand bei den Stauwerken der Themse (Thames Barrier) auf alten Dockanlagen. In den äußeren Stadtbezirken von London befinden sich noch einige weitere ausgedehnte Grünflächen, wie der Greenwich Park, Richmond Park, Bushy Park, Hampstead Heath und die Kew Gardens.

Weltkulturerbestätten

Kew Gardens Die UNESCO hat insgesamt vier Bauwerke bzw. bauliche Ensembles in London zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Diese sind:
- Das Ensemble bestehend aus Palace of Westminster, Westminster Abbey und St. Margaret's Church (1987)
- Tower of London (1988)
- Greenwich Park mit Queens's House, Royal Greenwich Observatory und Royal Naval College (1997)
- Royal Botanic Gardens (2003)

Sport

In London gibt es 13 professionelle Fußballklubs; die meisten sind nach dem Stadtteil benannt, in dem sie ihre Heimspiele austragen. In der Premier League sind folgende Mannschaften vertreten: Arsenal, Charlton Athletic, Chelsea, Fulham, Tottenham Hotspur und West Ham United. In der Football League Championship, der zweithöchsten Spielklasse, spielen Crystal Palace, Millwall und Queens Park Rangers. Im legendären Wembley-Stadion fanden die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 und der Fußball-Europameisterschaft 1996 statt. Sehr beliebt in London ist Cricket. Die Mannschaft des Middlesex County Cricket Club spielt in Lord's, dem berühmtesten Cricketstadion der Welt, welches dem Marylebone Cricket Club gehört, die Mannschaft des Surrey County Cricket Club im Stadion The Oval. In Wimbledon findet jeweils im Juni das wichtigste der Grand Slam-Tennisturniere statt. Im Twickenham-Stadion finden nationale und internationale Rugby-Spiele statt. Im April wird jeweils der London Marathon durchgeführt, einer der beliebtesten Marathonläufe der Welt überhaupt. Mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 an die britische Hauptstadt ist London die erste Stadt, welche zum dritten Mal - nach 1908 und 1948 - Austragungsort der Spiele sein wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

1948 1948] In London haben die produzierenden Industriezweige seit vielen Jahren an Bedeutung verloren. Gegenwärtig sind lediglich noch 10 Prozent der Arbeitnehmer in diesem Sektor beschäftigt. Die Druck- und Verlagsindustrie schreibt noch die besten Umsatzzahlen. Sie stellt ein Viertel der oben genannten Arbeitsplätze und hat einen Anteil von einem Drittel an der gesamten Produktion in London. Die High-Tech-Industrie, die auf elektronische und pharmazeutische Erzeugnisse spezialisiert ist, arbeitet erfolgreich mit hohen Umsätzen. Viele der Industriebetriebe, die sich überwiegend in den äußeren Stadtbezirken befinden, tendieren dazu, sich völlig aus London zurückzuziehen. Im Sektor der Leichtindustrie sind Bekleidungswerke und Brauereien vertreten. Über den Hafen von London werden im Gegensatz zu früher nur noch zehn Prozent des Binnen- und Außenhandels Großbritanniens abgewickelt. Seit 1971 ist die wirtschaftliche Wachstumsrate der Stadt mit 1,4 Prozent geringer als die des gesamten Landes in einer Höhe von 1,9 Prozent. Trotzdem weist London eine positive Handelsbilanz auf, was überwiegend auf den Dienstleistungssektor – insbesondere die Bereiche Finanzdienstleistungen und Tourismus – zurückzuführen ist. Jährlich besuchen etwa 20 Millionen Touristen die Stadt. Die Internationale Börse Großbritanniens und der Republik Irland befindet sich in der City of London. Die Aufhebung der Regulierungen, bekannt unter dem Begriff Big Bang, ermöglichte 1986 den Einstieg in die moderne Welt des elektronischen Finanzwesens. Die Warenbörse London Metal Exchange ist die größte der Welt, die Wertpapierböse London Stock Exchange belegt weltweit den dritten Platz hinter New York und Tokio. London ist einer der drei globalen Finanzplätze. Ein anderer Dienstleistungsbereich sind die Versicherungen, denen die Stadt seit über 300 Jahren ihren Wohlstand verdankt. Lloyd's ist die bekannteste Institution, nicht als Versicherungsgesellschaft im eigentlichen Sinn, sondern als eine Börse für Versicherungsverträge. Es ist eine Aktiengesellschaft von Versicherern, die fast jede Art von Versicherungen auf dem internationalen Markt übernimmt. Eine Besonderheit der Londoner Stromversorgung stellte der Einsatz der HGÜ Kingsnorth, der bis heute einzigen innerstädtischen Anlage zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung dar. Diese 1975 in Betrieb genommene Anlage muss sich offenbar nicht sehr bewährt haben und wurde inzwischen stillgelegt.

Verkehr

Alle Verkehrsträger der Stadt (außer den Flughäfen und den Eisenbahnen) werden durch die Verkehrsgesellschaft Transport for London koordiniert und reguliert.

Luftverkehr

Transport for London London ist weltweit das wichtigste Zentrum des internationalen Luftverkehrs. Die fünf Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick, Luton, Stansted und City Airport fertigen jährlich über 120 Millionen Passagiere ab. Heathrow und City Airport befinden sich innerhalb der Grenzen von Greater London, die übrigen außerhalb. Gatwick, Heathrow und Stansted werden durch Airport-Express-Züge mit der Innenstadt verbunden. Daneben existieren in und um London mehrere Flugplätze für privaten und kommerziellen Luftverkehr. Dies sind Northolt Aerodrome, Biggin Hill Airport, Manston Airport und Southend Airport. Von London fand der allerletzte Flug des Überschall-Passagierflugzeugs Concorde statt. Die Maschine mit der Kennung G-BOAF startete am 26. November 2003 unter Leitung von Chefpilot Mike Bannister von London-Heathrow ins Museum nach Filton nahe Bristol.

Eisenbahn

Bristol Das britische Schienennetz ist weitgehend auf London zentriert. Insgesamt acht große Kopfbahnhöfe in der Innenstadt bilden das Zentrum des englischen Bahnnetzes. Diese sind: Charing Cross, Euston, King's Cross, Liverpool Street, Paddington, St Pancras, Victoria und Waterloo. Hinzu kommt der Durchgangsbahnhof London Bridge. Geringere Bedeutung haben die Bahnhöfe Cannon Street, Fenchurch Street, Marylebone und Moorgate. Der Bahnhof Clapham Junction im Stadtteil Wandsworth ist außerhalb Großbritanniens zwar relativ unbekannt, ist aber mit 2.000 Zugbewegungen täglich der meistbefahrene Bahnhof Europas. Von Waterloo fährt zudem der Eurostar, der durch den Eurotunnel London mit Paris und Brüssel verbindet. In einigen Jahren, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke Channel Tunnel Rail Link nach London fertig gestellt ist, werden die Eurostar-Züge im Bahnhof St. Pancras enden. Zusätzlich entstehen die Eurostar-Bahnhöfe Stratford International im Stadtteil Stratford und Ebbsfleet im Nordwesten von Kent. Fast alle Vorortszüge enden in einem der Kopfbahnhöfe. Ausnahme ist Thameslink, eine S-Bahn-ähnliche Strecke in Nord-Süd-Richtung durch die Innenstadt. Eine weitere Verbindung in Ost-West-Richtung namens Crossrail befindet sich in der Planungsphase.

U-Bahn und Straßenbahn

Crossrail Die London Underground (the Tube), deren erstes Teilstück am 10. Januar 1863 eröffnet wurde, ist die älteste und mit einer Länge von 415 Kilometern auch die längste U-Bahn der Welt. Südlich der Themse gibt es weitaus weniger U-Bahnlinien als im Norden. Der Grund liegt in der für den Tunnelbau ungünstigen Geologie südlich des Flusses. Der Süden von London wird stattdessen mit einem engmaschigen Netz von oberirdischen Vorortseisenbahnen erschlossen. Die Docklands Light Railway, eine vollautomatische Stadtbahn, erschließt das ehemalige Hafengebiet Docklands. Mehrere Verlängerungen befinden sich in Bau oder sind geplant. Am 23. März 1861 fuhr die erste Pferdestraßenbahn durch London und am 4. April 1901 die erste elektrische Straßenbahn. Der Betrieb ist am 5. Juli 1952 eingestellt worden. Nach einer Zwangspause von fast 50 Jahren wurde am 10. Mai 2000 die Straßenbahn in London wieder eingeführt; Tramlink erschließt den südlichen Stadtteil Croydon und umliegende Gebiete. Geplant ist zudem eine Straßenbahnlinie durch das Stadtzentrum (Camden Town/ King's Cross - Euston - Waterloo - Elephant & Castle - Brixton/ Peckham).

Straßenverkehr

Auch der Straßenverkehr konzentriert sich auf London. Die wichtigsten Fernverkehrsstraßen und Autobahnen treffen in London aufeinander (siehe auch Straßensystem in Großbritannien). In den Außenbereichen von Greater London beginnen folgende Autobahnen: M1 nach Norden, M11 nach Nordosten, M2 und M20 nach Südosten, M23 nach Süden, M3 nach Südwesten, M4 nach Westen und M40 nach Nordwesten. Alle Autobahnen werden durch die M25 miteinander verbunden, eine rund um Greater London verlaufende Ringautobahn. Um das Stadtzentrum herum führt eine Ringstraße, die sich aus der A406 (North Circular Road) und der A205 (South Circular Road) zusammensetzt. A205 Im Februar 2003 führte Transport for London die City-Maut London Congestion Charge ein. Das Befahren der Mautzone in der Innenstadt mit PKWs und LKWs kostet acht Pfund (bis Juli 2005 fünf Pfund). Ausgenommen sind Busse, Taxis, Feuerwehr, Polizei, Ambulanzen, Fahrräder, Motorräder und mit Alternativenergien betriebene Fahrzeuge. Seit der Einführung hat sich der motorisierte Verkehr um etwa ein Drittel reduziert.

Busse und Taxen

Charakteristisch für London sind zudem die roten Doppeldeckerbusse. Der Busverkehr ist vollständig privatisiert; die einzelnen Gesellschaften sind aber gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Busse im traditionellen Rot anzustreichen. Die alten Routemaster-Doppelstockbusse sind bis circa 2006 noch unterwegs und werden allmählich durch Gelenkbusse (bendy buses) von Mercedes-Benz ersetzt. Zwischen dem 16. Mai 1931 und dem 8. Mai 1962 verkehrten Trolleybusse in der Stadt. London ist auch bekannt für die schwarzen Taxis. Um die begehrten Taxilizenzen für die Innenstadt zu erhalten, müssen die zukünftigen Fahrer einen anspruchsvollen Test bestehen. Dabei müssen sie sämtliche Straßen in einem Radius von sechs Meilen rund um Charing Cross auswendig kennen. Die Taxis in den Außenbezirken sind weniger stark reglementiert.

Bildung

Universitäten

Charing Cross Die Universitäten und Hochschulen in London können auf eine lange Geschichte zurückblicken. London ist auch die Stadt mit den meisten Studenten. Die Universitäten Londons können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Die föderal organisierte University of London ist mit über 100.000 Studenten die größte Universität Europas. Sie besteht aus über 50 Colleges und Instituten, die über einen hohen Grad an Autonomie verfügen. Die größten und prestigeträchtigsten Colleges sind University College London, Imperial College, King's College, Queen Mary und die London School of Economics and Political Science. Kleinere Schulen und Institute sind auf bestimmte Wissensgebiete spezialisiert, wie die School of Oriental and African Studies, das Institute of Education und das Birkbeck College. Daneben existieren weitere Universitäten, die nicht der University of London angeschlossen sind. Einige waren früher Technische Hochschulen, bis sie 1992 durch eine Gesetzesänderung den Status einer Universität erhielten wie z.B. die University of East London , während andere lange vor der der Gründung der University of London entstanden waren. Zu diesen zählen die City University im historischen Stadtzentrum, die Middlesex University im Norden Londons und die Brunel University im Westen Londons.

Kunstschulen

Brunel University London ist das britische Zentrum der künstlerischen Ausbildung. Die vier Konservatorien sind das Royal College of Music, die Royal Academy of Music, das Trinity College of Music und die Guildhall School of Music and Drama. Auf die Schauspielerei spezialisiert sind die Royal Academy of Dramatic Arts (RADA), und die Central School of Speech and Drama. Mit Kunst befassen sich das Central Saint Martins College of Art and Design, die Chelsea School of Art und die Camberwell School of Art (alle Bestandteil der University of the Arts), daneben auch das Goldsmith's College und die Slade School of Art (beide Bestandteil der University of London) sowie das Royal College of Art und die Wimbledon School of Art. Die ehemalige Hornsey School of Art ist heute ein Teil der Middlesex University.

Medizin und Forschung

Es gibt zahlreiche medizinische Fakultäten in London. Einige bestehen schon seit Jahrhunderten, darunter Queen Mary's School of Medicine and Dentistry, Guy's Hospital und St Thomas' Hospital. Das Imperial College ist ein führendes Zentrum der wissenschaftlichen Forschung und ist von der Reputation her mit dem MIT zu vergleichen. Ebenfalls von Bedeutung ist die Royal Institution.

Persönlichkeiten

London ist der Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Zu den bekanntesten gehören unter anderem mehrere britische Monarchen, die Premierminister Benjamin Disraeli, Clement Attlee, John Major, der Fußballer David Beckham, die Popsänger David Bowie, Phil Collins und Elton John, die Schauspieler Charlie Chaplin, Hugh Grant und Peter Ustinov, der Regisseur Alfred Hitchcock, der Theologe Thomas Morus, der Astronom Edmond Halley, die Supermodels Naomi Campbell und Kate Moss. Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten aus London

Literatur


- Chris Ellmers and Alex Werner: Dockland life : a pictorial history of London's docks 1860 - 2000, Museum of London., NA (1. Aufl. 1991) Edinburgh [u.a.] : Mainstream 2000, 221 S., ISBN 1-8401-8318-7
- Doreen Evenden: The midwives of seventeenth-century London, Cambridge [u.a.] : Cambridge University Press 2000, 260 S., ISBN 0-521-66107-2
- Edward Impey and Geoffrey Parnell: The Tower of London. The official illustrated history, London : Merrell 2000, 128 S., ISBN 1-85894-106-7
- Ralf Nestmeyer: "London. Ein Reisehandbuch." Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2004, ISBN 3-89953-187-6
- London suburbs, Einführung von Andrew Saint, London : Merrell Holberton [u.a.] 1999, 240 S., ISBN 1-85894-077-x
- Dale H.Porter: The Thames embankment : environment, technology, and society in Victorian London, Ohio : University of Ohio, Akon Press 1998. - XVI, 318 S., ISBN 1-88483-628-3
- Malcolm Thick, The Neat House gardens : early market gardening around London, Totnes, Devon : Prospect Books 1998, 175 S., ISBN 0-907325-78-5

Weblinks


- [http://www.london.gov.uk/ Offizielle Seite der Stadt London] (englisch)
- [http://www.routenplaner24.de/city/,0,,London,GB,-208614.957929,271607.213926.htm Stadtplan von London]
- [http://www.londonleben.co.uk Deutsche Seite mit vielfältigen Informationen über London]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Vereinigtes_K%c3%b6nigreich/England/St%c3%a4dte/London/ Linkliste zu London] Kategorie:Ort in England Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort mit Seehafen als:London fiu-vro:London ja:ロンドン ko:런던 ms:London simple:London th:ลอนดอน zh-min-nan:London

2000

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2000 ist „Internationales Jahr der Physik“
- Der Königs-Fliegenpilz (Amanita regakis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Rotmilan (Milvus milvus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Sandbirke (Betula pendula) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Die Äskulapnatter (Elaphe longissima longissima) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Fetthenne (Sedum) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Januar


- 1. Januar: Adolf Ogi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die USA übergeben den Panamakanal, der seit seiner Fertigstellung am 15. August 1914 unter US-amerikanischer Hoheit stand, an Panama. 12.000 amerikanische Soldaten verlassen daraufhin die Militärbasen, die einst zum Schutz des Kanals errichtet worden waren
- 1. Januar: Die neue Bundesverfassung in der Schweiz tritt in Kraft
- 1. Januar: Turkmenistan schafft die Todesstrafe ab
- 7. Januar: Monaco. Eigene Vertretung in der EU in Brüssel
- 9. Januar: Islam Abduganijewitsch Karimow wird erneut als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 21. Januar: Putsch und Sturz des Präsidenten in Ecuador
- 24. Januar: Der Fernseh-Sender N24 nimmt den Sendebetrieb auf

Februar


- 8. Februar: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird wieder als Staatspräsident gewählt
- 15. Februar: Die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und Lettland beginnen
- 15. Februar: Mandé Sidibé wird Staatspräsident von Mali
- 15. Februar: Die Slowakei beginnt mit den Beitrittsverhandlungen mit der EU
- 18. Februar: Stjepan Mesic wird Staatspräsident in Kroatien
- 20. Februar: Parlamentswahlen in Kirgisistan
- 27. Februar: Parlamentswahlen in Tadschikistan

März


- 1. März: Finnland. Tarja Halonen wird Staatspräsidentin
- 1. März: Vertrag über Freihandelszone zwischen der EU und Marokko bis 2010
- 1. März: Patrick Leclercq wird Staats- und Außenminister von Monaco
- 1. März: Dr. Jorge Batlle wird Staatspräsident von Uruguay
- 11. März: Chile. Neuer Ministerpräsident ist Ricardo Lagos
- 11. März: Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Eritrea und Dschibuti
- 18. März: Machtwechsel in Taiwan
- 20. März: Lehrer- und Schulabkommen zwischen Bulgarien und Deutschland
- 23. März: Ruanda. Rücktritt von Staatspräsident Pasteur Bizimungu
- 26. März: Griechenland. Schengener Abkommen voll umgesetzt

April


- 1. April: Abdoulaye Wade wird Staatspräsident in Senegal
- 8. April: Parlamentswahlen in Nauru
- 9. April: Georgien. Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsident gewählt
- 15. April: Neues Museum Nürnberg wird eröffnet
- 20. April: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Bernard Dowiyogo
- 22. April: Paul Kagame wird Staatspräsident von Ruanda

Mai


- 1. Mai: Horst Köhler, Deutschland, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 4. Mai: Großbritannien. Erste Direktwahl des Bürgermeisters von Groß-London
- 13. Mai: Eine Explosion in einer Feuerwerksfabrik zerstört Teile der Stadt Enschede
- 13. Mai: Dänemark gewinnt zum 2. Mal den Eurovision_Song_Contest
- 15. Mai: Armenien. Regierungschef wird Andranik Margarjan
- 17. Mai: Ahmet Necdet Sezer wird Staatspräsident in der Türkei
- 19. Mai: Putsch auf