:: wikimiki.org ::
| Johann Zick |
Johann Zick
Johannes (Johann) Zick, ( - 10. Januar 1702 in Lachen (Bayern); † 4. März 1762 in Würzburg war ein süddeutscher Freskomaler und Vater des Malers Januarius Zick.
Leben
Er begann als Eisenschmied in der väterlichen Werkstatt. 1721-1724 machte er eine Lehre beim Konstanzer Hofmaler Jacob Carl Stauder. Zwischen 1723 und 1725 malte er zusammen mit ihm die Deckenbilder für die Münchner Mariahilf-Kirche.
Mit seiner Familie zog er 1728 nach München um, wo er 1732 zum Hofmaler des Freisinger Fürstbischofs Herzog Johann Theodor von Bayern ernannt wurde.
Hier wurde sein Sohn Januarius Zick geboren ( - 6. Februar 1730 in München; † 14. November 1797 in Ehrenbreitstein).
Er erhielt Anregungen für seine Entwicklung als Freskomaler durch die spätbarocke Dekorationsmalerei der Brüder Asam.
Von 1744-1749 war er mit zahlreichen Aufträgen in Oberschwaben beschäftigt, weswegen die Familie wahrscheinlich spätestens ab 1746 in Schussenried oder Biberach an der Riß wohnte.
1749/50 verlegte er seinen Wohnsitz nach Würzburg, wo er u.a. die Fresken für den Gartensaal in der Würzburger Residenz malte.
Von 1751-1759 arbeitete er im Bruchsaler Schloss für die Ausstattung der Residenz der Speyrer Fürstbischöfe.
Werke
Bruchsal
- 1736 - Gewölbedekorationen und Altarbilder in der Pfarrkirche St. Johann Baptist zu Bergkirchen
- 1737 - Fresken in der Roßackerkapelle in Rosenheim
- 1738/39 - St. Georg in Raitenhaslach
- 1740-1742 - fünf Altarbilder in der Stiftskirche St. Andreas zu Berchtesgaden
- 1745/46 - Deckenfresken in der Prämonstratenserabteikirche Schussenried unter vermutlicher Mitarbeit seines Sohnes Januarius
- 1746 - Deckenbild im Mittelschiff in der Stadtpfarrkirche St. Martin zu Biberach an der Riß, im folgenden Jahr Ausgestaltung der Seitenschiffe
- 1749/1750 - Fresken für den Gartensaal in der Würzburger Residenz
- 1751-1759 - zahlreiche Fresken in der Residenz Bruchsal
- 1753 - malte er die Pfarrkirche Amorbach aus
- 1755 - das Refektorium des Klosters Oberzell bei Würzburg
- 1756 - die Sandkirche in Aschaffenburg
- 1757 - die Pfarrkirche in Grafenrheinfeld
Weblinks
- [http://www.bautz.de/bbkl/z/zick_jo.shtml Werkverzeichnis]
Zick, Johannes
Zick, Johannes
Zick, Johannes
Zick, Johannes
Zick, Johannes
1702
- Die erste englischsprachige Tageszeitung: „The Daily Courant“ erscheint
- Der Landkreis Emsland wird preußisch
- Das Franziskanerkloster Straubing wird gegründet
- Die Besiedlung von Mobile beginnt
- Arvid Axel Mardefelt beginnt mit der Leitung der schwedischen Heeres-Operationen ist Westpolen
- In Nordamerika beginnt der Queen Anne's War
- 9. Juli: In der Schlacht bei Klissow siegen die Schweden
- 14. Oktober: Die Schlacht am Käferholz findet bei Lörrach statt
Kultur
- Die Kathedrale in Mongiuffi Melia wird umgebaut
- 25. Juni: Uraufführung der Oper L'Offendere per amore overo la Telesilla von Johann Joseph Fux
- 19. Oktober: Uraufführung der Oper Sieg der fruchtbaren Pomona von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg
- 6. Januar: José de Nebra, spanischer Komponist († 1768)
- 14. Januar: Nakamikado, 114. Kaiser von Japan († 1737)
- 27. März: Johann Ernst Eberlin, deutscher Komponist und Organist († 1762)
- 2. Mai: Friedrich Christoph Oetinger, deutscher Theologe, führender Pietist († 1782)
- 2. Juni: Peter Gerwin von Franken-Siersdorf, Generalvikar in Köln († 1763)
- 19. Juni: Friedrich August Graf Rutowski, kursächsischer Feldmarschall († 1764)
- 31. Juli: Jean Denis Attiret, französischer Jesuiten-Missionar und Maler († 1768)
- 7. August: Ehrenreich Gerhard Coldewey, deutscher Gelehrter, Jurist und Ostfrieslandkenner († 1773)
- 6. Oktober: Philipp Ernst Lüders, aufgeklärteter Landwirtschaftsreformer, Pädagoge und Agrarökonomen. († 1786)
- 25. Oktober: Christoph II. von Dohna-Schlodien, preußischer General († 1762)
- 10. Dezember: Moritz Adolf von Sachsen-Zeitz, Bischof von Leitmeritz und Domherr in Köln († 1759)
- 27. April: Jean Bart, war Korsar aus Dünkirchen in den Diensten des französischen Königs Ludwig des XIV. ( - 1650)
- 3. August: Antonio della Porta, italienischer Baumeister und Architekt ( - um 1631)
ko:1702년
Lachen (Bayern)
Lachen ist eine Gemeinde mit 1487 Einwohnern im Bezirk Schwaben (Bayern) im Landkreis Unterallgäu. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg.
Geografie
Lachen liegt in der Region Donau-Iller.
Es existieren folgende Gemarkungen: Lachen
Geschichte
Lachen im heutigen Bezirk Schwaben gehörte zum Fürststift Kempten. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1107, 1987 dann 1116 und im Jahr 2000 1277 Einwohner gezählt. Im Jahr 2005 sind es 1496 Einwohner.
Die Gemeinde Lachen besteht aus 7 Ortsteilen (Hetzlinshofen (418 Einwohner), Albishofen (318 E.), Lachen (207 E.), Goßmannshofen (190 E.), Herbishofen (139 E.), Theinselberg (136 E.), Moosbach (188 E.) [Einwohnerzahlen, Juli 1005])
Politik
Bürgermeister ist Herbert Rabus sen. (CSU/ÜWG/Bbl).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 535 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 99 T€.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 47 und im Bereich Handel und Verkehr 7 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 14 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 446. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 13 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 941 ha, davon waren 761 ha Dauergrünfläche.
Bildung
Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
- Volksschulen: 1 Grundschule, keine Hauptschule
- Realschulen: Keine
- Gymnasien: Keine
Weblinks
-
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Unterallgäu
4. MärzDer 4. März ist der 63. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 64. in Schaltjahren) - somit bleiben 302 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1152 - Friedrich I. (Barbarossa) wird zum König gewählt
- 1553 - Gründung des Akademischen Gymnasiums in Wien
- 1789 - Die Verfassung der USA tritt in Kraft.
- 1909 - William H. Taft hält seine Antrittsrede als 27. US-Präsident.
- 1918 - Leo Trotzki wird Vorsitzender des Obersten Kriegsrates der russischen Sowjetrepubliken.
Leo Trotzki
- 1933 - In Österreich kommt es aufgrund einer verfahrenstechnischen Unachtsamkeit zur Beschlussunfähigkeit des Parlaments, die Engelbert Dollfuß für einen Staatsstreichs nutzt, indem er diese als "Selbstausschaltung des Parlaments" bezeichnet.
- 1964 - Im UNO-Sicherheitsrat wird die Entsendung von Friedenstruppen nach Zypern beschlossen.
- 1985 - In Ahaus nimmt der erste deutsche Bürgerbus seinen Betrieb auf.
- 1987 - Der US-Bürger Jonathan Pollard wird wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt.
- 1998 - Israel. Staatspräsident Ezer Weizman wird in seinem Amt bestätigt.
- 2000 - Sydney, Australien. Homosexuellen-Karneval mit etwa 8.000 "Darstellern".
- 2001 - In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,8% der Wahlbeteiligten gegen die Verfassungsinitiative "Ja zu Europa" und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,8%.
Wirtschaft
- 2000 - Italien. Durch ein Urteil des Obersten Gerichtes dürfen Straßenhändler auch weiterhin Markenfälschungen verkaufen. Einzige Bedingung: sie müssen deutlich billiger als die Originale sein.
Wissenschaft und Technik
- 1954 - Die erste erfolgreiche Nierentransplantation am Menschen wird am Brigham Hospital in Boston durchgeführt.
Kultur
- 1833 - Uraufführung der komischen Oper Les Souvenirs de Lafleur von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1877 - Das Ballett "Schwanensee" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski erlebt am Moskauer Bolschoi-Theater seine Uraufführung (nach damals in Russland geltendem julianischem Kalender am 20. Februar)
- 1947 - Uraufführung der Oper Die Flut von Boris Blacher in Dresden.
- 1974 - Uraufführung der TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunst von Hans Werner Henze in New York.
Religion
Katastrophen
- 1966 - Tokio, Japan. Eine Douglas DC-8 der Canadian Pacific verunglückt während des Landeanflugs auf der Landebahn. 64 Menschen sterben, acht werden gerettet.
- 1977 - Ein Erdbeben der Stärke 7,2 in der Gegend von Ploiesti, Rumänien, fordert über 1.500 Todesopfer.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
- 1394 - Heinrich der Seefahrer, Prinz von Portugal und Förderer der Seefahrt
- 1600 - Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreißigjährigen Krieg
Hans Christoph Graf von Königsmarck
- 1678 - Antonio Vivaldi, italienischer Komponist
- 1743 - Johann David Wyss, schweizerischer Autor
- 1756 - Henry Raeburn, schottischer Maler
- 1768 - August Friedrich Holtzhausen, deutscher Ingenieur
- 1793 - Karl Konrad Friedrich Wilhelm Lachmann, deutscher Philologe
- 1820 - Friedrich Jakob Dochnahl, deutscher Naturforscher und Pomologe
- 1822 - Jules Antoine Lissajous, französischer Physiker
- 1859 - Alexander Stepanowitsch Popow, russischer Physiker
- 1879 - Bernhard Kellermann, deutscher Autor
- 1879 - Otto Pannenbecker, deutscher Politiker der Zentrumspartei
- 1881 - Richard Chace Tolman, US-amerikanischer Physiker
- 1889 - Hans Dirscherl, deutscher FDP-Politiker und MdB
- 1894 - Gabriele Tergit, deutsche Autorin
- 1894 - Georg Mayerhofer, deutscher Politiker der Bayernpartei
- 1901 - Piotr Perkowski, polnischer Komponist
- 1903 - Karl Hamann, Minister für Handel und Versorgung der DDR
- 1903 - Luis Carrero Blanco, spanischer Politiker und Ministerpräsident
- 1904 - Edgar Jené, Maler und Grafiker, Surrealist
- 1904 - George Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker
- 1904 - Joseph Schmidt, deutsch-österreichischer Kammersänger und Kantor
- 1907 - Heinrich Draeger, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Tancredo Neves, brasilianischer Politiker
- 1913 - John Garfield, US-amerikanischer Schauspieler
- 1916 - Giorgio Bassani, italienischer Schriftsteller
- 1916 - Hans Jürgen Eysenck, deutsch-britischer Psychologe
- 1918 - Margaret du Pont, ehemalige Tennisspielerin
- 1922 - Iring Fetscher, deutscher Politologe
- 1922 - Xenia Stad-de Jong, niederländische Leichtathletin
- 1923 - Patrick Moore, englischer Amateurastronom, Autor und TV-Moderator
- 1924 - Fritz Hofmann, Schweizer Politiker
- 1927 - Dick Savitt, US-Tennisspieler
- 1928 - Alan Sillitoe, englischer Schriftsteller
- 1929 - Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 1929 - Heinz Kuhrig, Minister der DDR
- 1931 - William Henry Keeler, Erzbischof von Baltimore und Kardinal
- 1932 - Miriam Makeba, südafrikanische Sängerin
- 1932 - Ryszard Kapuściński, polnischer Autor
- 1934 - Mario Davidovsky, argentinischer Komponist
- 1936 - Aribert Reimann, deutscher Komponist
- 1936 - Eric Allandale, britischer Musiker
- 1936 - Jim Clark, schottischer Rennfahrer
- 1934 - Gleb Jakunin, russischer Dissident und Politiker
- 1938 - F.W. Bernstein (Fritz Weigle), deutscher Lyriker, Grafiker und Satiriker
- 1938 - Kito Lorenc, sorbisch-deutscher Lyriker und Schriftsteller
- 1939 - Hans Jürgen Wenzel, deutscher Komponist, Dirigent und Hochschullehrer
- 1939 - Uli Holste, deutscher Jazzmusiker
- 1943 - Lucio Dalla, italienischer Cantautore rockorientierter Musik
- 1944 - Michael Wilson, britischer Musiker
- 1944 - Ulrich Roski, deutscher Liedermacher
- 1945 - Dieter Meier, schweizerischer Künstler
- 1946 - Sergio Fernández Barroso, kubanischer Komponist
- 1946 - Robert Raymond, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Sonny Henning, deutscher Musiker
- 1947 - Jan Garbarek, norwegischer Jazz-Saxophonist
- 1947 - Uschi Brüning, deutsche Jazz-Sängerin
- 1948 - Chris Squire, britischer Musiker
- 1948 - James Ellroy, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1948 - Shakin' Stevens, britischer Sänger
- 1948 - Thomas Kossendey, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1951 - Chris Rea, britischer Sänger und Songschreiber
- 1951 - Edelgard Bulmahn, deutsche SPD-Politikerin
- 1954 - St. Clair L. Palmer, britischer Sänger
- 1959 - Annette Seemann, deutsche Autorin und Übersetzerin
- 1964 - Emilia Gertrude Eberle, donauschwäbische Kunstturnerin
- 1965 - Paul W.S. Anderson, britischer Filmregisseur
- 1965 - Maximilian Lenz (Westbam), deutscher Diskjockey
- 1968 - Patsy Kensit, englische Schauspielerin und Musikerin
- 1969 - Henrik Rödl, deutscher Basketballspieler
- 1972 - Stephan Michme, Radiomoderator
- 1976 - Christian Weidner, deutscher Jazzmusiker
- 1977 - Ana Guevara, mexikanische Leichtathletin
Gestorben
Ana Guevara
- 1194 - Saladin, kurdischer Sultan von Ägypten und Syrien
- 1484 - Kasimir von Polen, polnischer und litauischer Nationalheiliger
- 1496 - Siegmund (Tirol), Erzherzog von Österreich und Regent von Tirol und Vorderösterreich
- 1589 - Alessandro Farnese, italienischer Kardinal
- 1614 - Gerhard Eobanus Geldenhauer, Magister und evangelischer Theologe
- 1615 - Hans von Aachen, deutscher Maler
- 1631 - Bénédict Turrettini, schweizerischer Theologe
- 1653 - Rudolf von Tiefenbach, kaiserlich-habsburgischer Feldherr
- 1766 - Peter Thumb, Vorarlberger Baumeister des Rokoko
- 1823 - Charles-François Dumouriez, französischer General
- 1831 - Georg Michael Telemann, deutscher Kirchenmusiker und Komponist
- 1832 - Jean-François Champollion, französischer Sprachwissenschaftler
Jean-François Champollion
- 1847 - Toussaint von Charpentier, Geologe und Entomologe
- 1852 - Nikolai Wassiljewitsch Gogol, russischer Schriftsteller
- 1853 - Christian Leopold von Buch, deutscher Geologe
Christian Leopold von Buch
- 1858 - Matthew Perry (Offizier), US-amerikanischer Seeoffizier
- 1887 - Pierre Jean Beckx, General der Jesuiten
- 1888 - Amos Bronson Alcott, US-amerikanischer Schriftsteller und Pädagoge
- 1914 - Benjamin Dwight Allen, US-amerikanischer Organist und Komponist
- 1916 - Franz Marc, deutscher Maler
- 1921 - Rudolf Pöch, österreichischer Ethnograph, Anthropologe und Forscher
- 1937 - Heinrich Thieslauk, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime unter Adolf Hitler
- 1940 - Karl Muck, deutscher Dirigent
- 1941 - Ludwig Quidde, deutscher Pazifist und Friedensnobelpreisträger
- 1943 - Ita Wegman, Ärztin, Mitbegründerin der anthroposophischen Medizin
- 1948 - Antonin Artaud, französischer Schauspieler, Dramatiker, Regisseur
- 1948 - Elsa Brändström, schwedische Philanthropin
- 1949 - Johannes Baptista Sproll, Bischof und Gegner des Naziregimes
- 1952 - Charles Scott Sherrington, britischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1956 - Otto Harder, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Maxey Long, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1963 - William Carlos Williams, US-amerikanischer Schriftsteller und Arzt
- 1966 - Anna Achmatowa, russische Dichterin
- 1967 - Mohammad Mossadegh, Premierminister des Iran
- 1969 - Bernhard Traven Torsvan, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1969 - Nicholas Schenck, Filmbranchengründer
- 1970 - Victor Otto Stomps, deutscher Verleger und Schriftsteller
- 1974 - Adolph Gottlieb, US-amerikanischer Maler
- 1976 - Walter Schottky, deutscher Physiker
- 1977 - Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, deutscher Reichsfinanzminister
- 1979 - Mike Patto, britischer Sänger
- 1980 - Wilhelm Hoegner, deutscher Politiker
- 1983 - Robert Fischer, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1986 - Ding Ling, chinesische Schriftstellerin
- 1990 - Konstantin Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot
- 1994 - John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler
- 1995 - Kurt Ludwig, deutscher Synchronsprecher
- 1996 - Gerhard Schaffran, Bischof von Dresden-Meißen
- 1999 - Fritz Honegger, schweizerischer Politiker
- 2002 - Margarete Neumann, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin
- 2003 - Dschaba Iosseliani, georgischer Staatschef und Krimineller
- 2003 - Fedora Barbieri, italienische Opernsängerin
- 2003 - Jean-Baptiste Rossi (Pseud.: Sebastien Japrisot), französischer Journalist, Drehbuchautor und Schriftsteller
- 2003 - Lindanor Celina, brasilianische Schriftstellerin
- 2004 - Claude Nougaro, französischer Jazz-Sänger, Dichter, Maler und Zeichner
- 2004 - John McGeoch, schottischer Gitarrist
- 2005 - Otto Gritschneder, deutscher Rechtsanwalt
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Kasimir von Polen, Königssohn (katholisch)
- Hl. Matthias, Apostel (koptisch)
Siehe auch
- 3. März - 5. März
- 4. Februar - 4. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
0304
ja:3月4日
ko:3월 4일
simple:March 4
th:4 มีนาคม
Würzburg
Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern am Mainufer. Sie ist Sitz der Regierung von Unterfranken, des Bezirks Unterfranken und des Landkreises Würzburg. Gegenwärtig hat die Stadt etwas über 129.000 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg an fünfter Stelle unter den Großstädten des Freistaates. Gleichzeitig ist Würzburg nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt und ein Zentrum Frankens.
Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Würzburg bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 120 km nordwestlich, Nürnberg etwa 115 km südöstlich und Stuttgart etwa 140 km südwestlich.
Die Einwohnerzahl der Stadt Würzburg überschritt 1934 die Grenze von 100.000, wodurch sie nominell zur Großstadt wurde und als solche - trotz ihrer geringen Industriedichte - der vernichtenden Bombardierung im Zweiten Weltkrieg (am 16.März 1945) anheim fiel. Nach der Gemeindereform 1974-1978, bei der u.a Lengfeld, Ober- und Unterdürrbach sowie Versbach und Rottenbauer eingemeindet wurden, entwickelte sich Würzburg zu einer dynamischen Stadt. Im Jahr 2004 beging Würzburg sein 1300-jähriges Stadtjubiläum.
Die Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Geografie
Würzburg liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal (Maindreieck). Die Stadt wird überragt von der Festung auf dem Marienberg auf der westlichen Höhe einer Muschelkalkplatte, in die sich der Main eingesenkt hat.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Würzburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und gehören alle zum Landkreis Würzburg:
Veitshöchheim, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Reichenberg, Eisingen, Höchberg, Waldbüttelbrunn und Zell am Main
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Würzburg ist in 13 Stadtbezirke eingeteilt, die sich weiter in insgesamt 25 Stadtteile gliedern. Die Stadtbezirke und Stadtteile sind fortlaufend nummeriert. Bei der folgenden Übersicht sind die Stadtteile mit ihren Nummern den 13 Stadtbezirken zugeordnet:
Geschichte
Stadtteil
Stadtteil
Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg nachgewiesen.
689, noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung - 1. Mai 704, erfolgte die Missionierung durch Kilian, Kolonat und Totnan.
- 741/742 Gründung des Bistums Würzburg mit Bischof Burkard
- Im 11. Jahrhundert gelangt eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt.
- 1156 Hochzeit Friedrich I. Barbarossas mit Beatrix von Burgund
- 1168 Belehnung des damaligen Bischofs Herold mit der Herzogswürde durch Friedrich I. Barbarossa auf dem Reichstag zu Würzburg. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan "Fürstbischöfe" nennen und den Titel "Herzog in Franken" führen.
- 1402 Erstbegründung der Universität Würzburg
- 1476 Ketzerprozess und Feuertod des Hans Böhm
- 1573–1617 Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn regiert
- 1582 Neu-Gründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
- 1631 Eroberung durch den Schwedenkönig Gustav Adolf
- 1720-1744 Bau der Residenz
- 1805 Würzburg wird Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums
- 1814 Würzburg wird bayerisch und gleichzeitig eine direkt der Regierung unterstehende Stadt (welche später als kreisfreie Stadt bezeichnet wird); ferner wird die Stadt Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Würzburg hervorgeht
- 1817 Würzburg wird Hauptstadt des Regierungsbezirks Unterfranken
- 1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Strahlen
- 1934 Würzburg wird Großstadt
- 1945, 16. März Würzburger Schicksalstag: Bei einem etwa zwanzig Minuten dauernden Terrorangriff der Royal Air Force kommen über 5 000 Menschen ums Leben; die Innenstadt wird zu neunzig Prozent zerstört (Würzburgs Bombardierung am 16. März 1945). Das prächtige barocke Stadtbild der Würzburger Altstadt liegt in Schutt und Asche. Die Stadt wird als Grab am Main bezeichnet. Die Zerstörungen sind so verheerend, dass Stimmen laut werden, die Stadt gar nicht wieder aufzubauen, sondern als mahnendes Trümmerfeld zu belassen (die Siegermächte unterstützten dies). Wie man heute jedoch sieht, hat die Bevölkerung sich damals anders entschieden und ihr Würzburg zu neuer Blüte gebracht.
- 1990 Bayerische Landesgartenschau in Würzburg
- 2004 Feier des 1300-jährigen Stadtjubiläums
Eingemeindungen
Folgende ehemals selbständige Städte und Gemeinden wurden nach Würzburg eingemeindet:
- 1. Januar 1930: die Stadt Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof
- 1. Januar 1974: die Gemeinde Rottenbauer
- 1. Juli 1976: aus der Gemeinde Oberdürrbach die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte
- 1. Juli 1976: die Gemeinde Unterdürrbach
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle
- 1. Mai 1978: aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Steinbachtal
Religion
Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich neben seinem geistlichen Gebiet bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte (Fürstbistum ab 1164 beziehungsweise Hochstift Würzburg). Oberster Herr dieses Territoriums war der Bischof, später der Fürstbischof.
Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, wurde dann aber vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark unterdrückt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen für ein Jahr sogar der Dom eingeräumt.
Doch brachte erst das bayerische Religionsedikt von 1803 eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St. Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet.
Alle Gemeinden gehören von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Heute haben auch verschiedene Freikirchen in Würzburg ihre Gemeinden gegründet.
Das 1802 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zu den Dekanaten "Würzburg/Stadt", "Würzburg links des Mains" und "Würzburg rechts des Mains".
Politik
Die Stadt wurde schon von Anfang an vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Da Würzburg Bischofssitz war, gab es später einen sog. "alten Rat" und einen "neuen Rat". Der Alte Rat, auch Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse.
Nach dem Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Die Stadtoberhäupter Würzburgs seit 1797
Wappen
Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.
Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Würzburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Caen (Frankreich), seit 1962
- Dundee, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1962
- Rochester, Bundesstaat New York, (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 1966
- Mwanza (Tansania), seit 1966
- Otsu (Japan), seit 1979
- Salamanca (Spanien), seit 1980
- Suhl (Thüringen), seit 1988
- Umeå (Schweden), seit 1992
- Bray (Republik Irland), seit 2000
Wirtschaft und Infrastruktur
Republik IrlandDie Stadt ist hauptsächlich durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt. Sie beschäftigen über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst. Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), ein Hersteller von Druckmaschinen.
Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.
Verkehr
Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt.
Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 3 Köln-Frankfurt am Main-Nürnberg-Regensburg-Passau. Im Osten der Stadt führt die Bundesautobahn A 7 Ulm-Kassel-Hamburg vorbei (Kreuz Biebelried). Im Südwesten endet die Autobahn A 81, die von Singen/Stuttgart kommt (Dreieck Würzburg-Kist). Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 8, B 13, B 19 und B 27.
Würzburg ist überregionaler Knotenpunkt im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Es kreuzen sich vor allem die Nord-Süd-Verbindung zwischen München/Nürnberg und Kassel/Hamburg und die von Nordwest nach Südost verlaufende Trasse vom Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg/Passau/Wien/Budapest. Im Eisenbahngüterverkehr hat Würzburg seine früher bedeutende Knotenpunktfunktion dagegen mit der Stillegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 verloren.
Der Hauptbahnhof Würzburg ist für seine Unansehnlichkeit bekannt. Zuletzt bestätigte das im Juli 2005 die "Bild am Sonntag" (BamS): Der Hauptbahnhof bekam bei einem Test von 23 deutschen Bahnhöfen die Note fünf - mangelhaft - und landete auf dem letzten Platz.
Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) sowie Buslinien der Allgemeinen Personennahverkehrs-GmbH (APG), die den Verkehrsverbund Mainfranken (vvm) bilden, innerhalb dessen alle Linien zu einheitlichen Preisen zu benutzen sind.
Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 km nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Flugplatz Würzburg-Schenkenturm. Geschäftsreisejets können den Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Zur Zeit wird das Flugplatzgelände auch teils militärisch von der US-Armee genutzt, weswegen es einer Zugangserlaubnis und für den Flugverkehr ein Prior Permission Request (PPR) bedarf.
Medien
In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk das Regionalstudio Mainfranken und auf der Frankenwarte bei den geographischen Koordinaten 9°54'24" östliche Länge und 49°46'50" nördliche Breite eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und TV mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 Meter hohen Stahlfachwerkmast.
Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.
Auf der Frankenwarte betreibt auch die Deutsche Telekom AG eine Rundfunkübertragungsstelle mit zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten von 118 Metern und 85 Metern Höhe, die sich bei 9°54'13" östliche Länge und 49°46'48" nördliche Breite beziehungsweise bei 9°54'09" östliche Länge und 49°46'49" nördliche Breite befinden.
Außerdem existiert auf der Frankenwarte noch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise bei 9°54'19" östliche Länge, 49°46'50" nördliche Breite.
Ferner besteht dort die private "Funkhaus Würzburg Studiobetriebs GmbH", welche die beiden Hörfunkprogramme "Radio Gong" und "Radio Charivari" veranstaltet.
Des Weiteren gibt es seit 1987 noch einen lokalen Fernsehsender namens "TV Touring". Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main Post war.
Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet der AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte (Senderstandort: 9°58'53" östliche Länge, 49°47'32" nördliche Breite) auf der Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,9 MHz.
Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen "Radio W1", der auf UKW 95,8 MHz gesendet hat (heute ist dort "Radio Melodie" mit einem 24 Stunden Volksmusikprogramm zu hören). Dieser Sender wurde aber im Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt.
Als Tageszeitungen erscheinen die "Mainpost Würzburg" und das "Volksblatt", vertrieben durch die Mainpost Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof.
Bildung und Forschung
Verlagsgruppe Holtzbrinck
- Julius-Maximilians-Universität, Erstgründung 1402, Neugründung 1582, eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands, seit 1802 bayerische Universität
- Hochschule für Musik Würzburg, gegründet 1804 als öffentliche Musikanstalt an der Universität, ist sie die älteste Musikausbildungsstätte Deutschlands. 1821 wurde sie Königliches Musikinstitut, 1875 Königliche Musikschule, 1912 Königliches Konservatorium der Musik, 1921 Bayerisches Staatskonservatorium und anschließend Bayerische Fachakademie für Musik. 1973 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik. 2001 wurde sie in die Fachakademie für Musik Würzburg eingegliedert.
- Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; gegründet 1971 aus einem Polytechnikum mit Abteilungen in Würzburg und Schweinfurt. Ab 1995 wurde die Abteilung Aschaffenburg angegliedert, die sich jedoch bereits am 1. Oktober 2000 wieder selbständig machte.
- Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC)
- Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) Abteilung Wärmedämmung und Wärmetransport.
- BioMed/ZmK Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie und -medizin (BioMed) und Zentrum für moderne Kommunikationstechnologien ZmK.
- Gymnasien: Riemenschneider - Gymnasium; Wirsberg - Gymnasium; Siebold - Gymnasium; Röntgen - Gymnasium; Grünewald Gymnasium; Mozart-Schönborn - Gymnasium; Ursulinen; Deutschhaus - Gymnasium; Friedrich-Koenig - Gymnasium
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Mainfrankentheater Würzburg, Drei-Sparten-Theater
- Bockshorn! im Kulturspeicher – Kabarett, Theater unter anderem
- [http://www.theater-ensemble.net theater ensemble] – Experimentelles, Traditionelles, off-Theater
- Theater am Neunerplatz
- Theater Chambinzky – Boulevardtheater
- Theater Spielberg – Kinder und Jugendtheater,
- Werkstattbühne
- Plastisches Theater Hobbit – Figurentheater, Maskentheater
- Würzburger Kasperhaus – Traditionelles Kaspertheater im Gewölbekeller
- blackboX – theater für tanz
- tanzSpeicher – theater für zeitgenössischen tanz
- Theater Augenblick – Theater der Mainfränkischen Werkstätten
- [http://www.kunstkeller-wuerzburg.de Kunstkeller Würzburg] Theater im Gewölbekeller
Museen und Galerien
- Museum am Dom – Moderne und zeitgenössische Künstler (Joseph Beuys, Otto Dix, Käthe Kollwitz) sowie alte Meister (unter anderem Tilman Riemenschneider)
- Domschatz – Museum der Diözese Würzburg (Grabbeigaben, Goldschmiedearbeiten und liturgische Gewänder)
- Fürstenbaumuseum – fürstbischöfliche Wohnräume, Schatzkammer und Abteilung Stadtgeschichte Würzburgs
- Historischer Saal der Fischerzunft
- Hofspitalkirche "Spitäle" – in der spätgotischen 1789 umgebauten Kapelle des ehemaligen Hofspitals befindet sich die Galerie Spitäle mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
- Museum im Kulturspeicher – eröffnet am 22. Februar 2002 in einem ehemaligen Getreidespeicher am Alten Hafen, beherbergt es die Kunstsammlung der ehemaligen städtischen Galerie mit mainfränkischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert und die private Sammlung Peter C. Ruppert, eine der bedeutendsten Sammlungen Konkreter Kunst. Zudem Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst
- Kunstschiff "Arte Noah" – Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
- Mainfränkisches Museum auf der Festung Marienberg – Sammlung fränkischer Kunstwerke, darunter die größte Sammlung von Skulpturen des Bildhauers Tilman Riemenschneider; vorgeschichtliche Sammlung; Zeugnisse fränkischer Weinkultur; Volkskunde
- Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg mit Antikensammlung, Gemäldegalerie und Graphischer Sammlung
- Mineralogisches Museum – Edelsteine, Mineralien, Kristalle, Erze und Meteoriten
- Röntgen-Gedächtnisstätte – zeigt das Originallabor, in dem Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte
- Siebold-Museum – Ständige Sammlung und Wechselausstellungen unter anderem mit Exponaten aus dem Nachlass des Würzburger Japanforschers Philipp Franz von Siebold
- Staatsgalerie Würzburg - bayerische Staatsgemäldesammlung
Bauwerke
- Alte Universität
- Alter Kranen am Kranenkai. Erbaut 1772–1773 von Balthasar Neumanns Sohn.
- Bismarckturm
- Bürgerspital zum Hl. Geist
- Falkenhaus am Markt Ehemaliges Gasthaus mit Stuckdekoration aus dem Jahre 1751, heute Tourist Information und Stadtbücherei
- Festung Marienberg (auch Marienfeste genannt), das Wahrzeichen der Stadt mit dem Mainfränkischen Museum
- Frankenwarte
- Grafeneckart und Rathaus mit Vierröhrenbrunnen
- Hof Conti
- Hofgarten der Residenz
- Höfe und Bürgerhäuser, Unterer Markt und Gressengasse
- Huttenschlößchen
- Juliusspital
- Neubaukirche
- Neue Universität
- Residenz (UNESCO-Weltkulturgut), erbaut 1720–1744 von Balthasar Neumann
- Roter Bau
- Rückermainhof
Bild:Marienberg_wuerzburg.jpg|Festung Marienberg
Image:St kilian marienberg wuerzb.jpg|St. Kilian auf der Alten Mainbrücke und Feste Marienberg
Bild:Würzburg Feste Marienberg Fürstengarten.JPG|Fürstengarten der Feste Marienberg
Bild:Wuerzburger_Residenz_vom_Hofgarten.jpg|Würzburger Residenz (vom Hofgarten aus)
Image:Wuerzburg_alter_kranen.jpg|Alter Kranen
Image:Wuerzburg grafeneckart.jpg|Altes Rathaus Grafeneckart
Bild:neue_uni_wuerzburg.jpg|Neue Universität
Kirchen
Siehe Artikel Kirchen in Würzburg.
Bild:Neubaukirche_wuerzburg.jpg|Neubaukirche
Image:Wuerzburg Cathedral N Transept Schoenborn Chapel f nw.jpg|Schönbornkapelle am Dom
Image:Wuerzburg Cathedral Schoenborn Chapel f w.jpg|Schönbornkapelle am Dom
Mainbrücken
- Alte Mainbrücke mit Heiligenfiguren um 1730
- Brücke der Deutschen Einheit
- Friedensbrücke (ursprünglich: Luitpoldbrücke, wurde nach dem 2. Weltkrieg umbenannt)
- Konrad-Adenauer-Brücke
- Ludwigsbrücke: Umgangssprachlich ist sie in der Bevölkerung, wegen der vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten zur Brücke, als Löwenbrücke bekannt.
- Laurentiusbrücke: Als Verbindung von Würzburgs neuem Hafen nach Zell am Main ist diese Brücke als Zeller Brücke bekannt.
- Sebastian-Kneipp-Fußgängersteg
Bild:Würzburg alte Mainbrücke.JPG|Alte Mainbrücke in Würzburg
Image:St kilian marienberg wuerzb.jpg|St. Kilian auf der Alten Mainbrücke und Feste Marienberg
Bild:Würzburg Löwenbrücke.JPG|Ludwigsbrücke (umgangssprachlich Löwenbrücke)
Sonstige Sehenswürdigkeiten
- Botanischer Garten
- Aussichtsturm Frankenwarte
- Im Stadtteil Keesburg befindet sich die Volkssternwarte Würzburg
Nachtleben
Die meisten Kneipen, Cafes und Bars liegen innerhalb des Stadtkerns entlang der Juliuspromenade, Karmelitenstraße und Sanderstraße. Hervorzuheben sind u.a.:
- Brauhaus (Bar mit hauseigener Brauerei, montags Studentenabend)
- Joe's (mexikanische Bar und Restaurant, dienstags Happyhour)
- Nachtwächter (Würzburgs älteste Studentenkneipe, täglich ab 20h geöffnet)
- Sternbäck (rustikale Kneipe, vor allem an Fasching gut besucht)
- Diskothek akw! (Autonomes Kulturzentrum Würzburg), ca. 1 km vom Stadtzentrum
- Diskothek Labyrinth "Laby", in der Nähe des Berliner Rings, Beethovenstraße)
- Diskothek "Airport" (Technodiskothek mit mehreren Tanzflächen), ca. 5 km vom Stadtzentrum
- Blaue Grotte (Erste Pizzeria Deutschlands, Elefantengasse)
- Diskothek "Zauberberg" mit Biergarten "Zaubergarten"
- Kult (Kneipe, Kollektiv ohne Chef, berühmtes Wahlfrühstück), an der Sanderstraße
- Diskothek "Das Boot" (Alter Kohledampfer , welcher als Diskothek umgebaut wurde und nun in einem Hafenbecken liegt), in der Nähe des Cinemaxx und des Kulturspeichers
- Hans Huckebein (Textorstraße; gemütliche nordische Seemannskneipe)
- Tomate, kleine Reggae-Kneipe am Rande der Innenstadt (Pleicherschulgasse)
Ein weiteres nächtliches Highlight in Würzburg ist die Distelhäuser Shuttle Party. Sie findet immer in der ersten Woche der Vorlesungszeit - und im Oktober 2005 bereits zum dreiundzwanzigstenmal - statt.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Januar: [http://www.filmwochenende-wuerzburg.de/ Internationales Filmwochenende]
- März/April: Frühjahrsvolksfest, Stadtmarathon
- April: ShuttleParty
- Mai: Africa Festival - Das größte Fest afrikanischer Kulturen in Europa
- Mai/Juni: Würzburger Weindorf
- Juni: Kunstmarkt, Umsonst und Draußen Festival
- Juni/Juli: Mozart-Fest
- Juli: Kiliani-Volksfest
- August: Historische Bürgermahlzeit
- August/September: Fürstbischöfliche Hofmusiktage
- August/September: Weinparade am Dom
- September/Oktober: Mainfranken-Messe
- September: Stadtfest und Theaterfest
- Oktober: ShuttleParty
- Oktober/November: Würzburger Kabarett-Tage
- November: "Würzburger Bachtage"
- Dezember: Weihnachtsmarkt
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Ehrenbürger der Stadt Würzburg in der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts:
- 1819: Georg Josef von Seuffert, Bezirksgerichtsdirektor
- 1819: Dr. Johann Adam von Seuffert, Professor an der Universität
- 1819: Dr. Wilhelm Josef Behr, Professor der Rechte
- 1819: Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg, Generalmajor
- 1824: Arnold Friedrich Ritter von Mieg, Ministerialrat
- 1830: Dr. Lukas Schönlein, Arzt
- 1837: Georg Thomas Haaf, geistlicher Rat und Pfarrer
- 1837: Eleonore Landgräfin von Hessen-Rotenburg, Wohltäterin
- 1838: Dr. Franz Horn, Rektor der Kreisgewerbeschule
- 1851: Dr. Josef Fröhlich, Gründer der Musikschule
- 1851: Johannes Bolongaro Crevenna, Kaufmann und Fabrikant
- 1856: Ludwig Wickenmayer, Stadtpfarrer zu St. Gertrud
- 1857: Martin von Wagner, Direktor der Akademie der bildenden Künste
- 1857: Jakob Huth, Weinhändler
- 1858: Dr. Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels, Professor
- 1866: Dr. Ludwig Weis, Erster Bürgermeister
- 1866: Dr. Friedrich August Freiherr von Zu-Rhein, Staatsrat, Präsident der Regierung von Unterfranken
- 1871: Jakob Freiherr von Hartmann, Generalkommandant
- 1891: Dr. Josef von Schork, Erzbischof von Bamberg
- 1892: Dr. Albert von Koeliker, Universitätsprofessor
- 1899: Dr. Friedrich Graf von Luxburg, Präsident der Regierung von Unterfranken
- 1902: Dr. Franz Josef von Stein, Erzbischof von München
- 1911: Dr. Friedrich Prym, Universitätsprofessor
- 1913: Philipp Ritter von Michel, Oberbürgermeister
- 1916: Dr. Friedrich Ritter von Brettreich, Staatsminister
- 1921: Dr. Wilhelm Conrad Röntgen, Universitätsprofessor
- 1948: Dr. h.c. Hans Löffler, Oberbürgermeister
- 1961: Dr. Franz Stadelmayer, Oberbürgermeister
- 1995: Gerda Laufer, Mitglied des Stadtrats, Bezirksrats und Landtags
- 2000: Maitre Jean-Marie Girault, Oberbürgermeister von Caen (Frankreich)
- 2000: Dr. Hans-Bernhard Bolza-Schünemann, Unternehmer, Präsident der IHK
Ehrenbürger von Heidingsfeld:
- 1901: Franz Otto, Altbürgermeister von Heidingsfeld
Söhne und Töchter der Stadt
Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Würzburg geborene Persönlichkeiten, unabhängig davon, ob diese ihren späteren Wirkungskreis in Würzburg hatten, chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- 1220–1230, Konrad von Würzburg, † 31. August 1287, einer der zwölf Meister der Meistersanges
- um 1470, Matthias Grünewald, † August 1528 (?) in Halle/Saale (?), Maler (Isenheimer Altar)
- 1745, 22. August, Heinrich Freiherr von Warnsdorf alias Philipp Ernst Freiherr von Warnsdorf, † 17. Februar 1817 in Fulda, Päpstlicher Administrator in Fulda 1814–1817
- 1749, 15. Juni, Georg Joseph Vogler (Abbé Vogler), † 6. Mai 1814 in Darmstadt, Komponist (Kirchenmusik unter anderem) und Theologe
- 1758, 14. März, Adam Friedrich Freiherr von Groß zu Trockau, † 21. März 1840 in Würzburg, Apostolischer Vikar in Bamberg 1812–1821 und Bischof von Würzburg 1821–1840
- 1761, 20. Januar, Lothar Anselm Freiherr von Gebsattel, † 1. Oktober 1846 in Mühldorf am Inn, Erzbischof von München und Freising 182–46
- 1761, 17. Februar, Philipp Franz von Siebold, † 18. Oktober 1866 in München, deutscher Arzt, Japan- und Naturforscher
- 1783, 23. Mai, Johann Peter von Richarz, † 2. Juli 1855 in Augsburg, Bischof von Speyer 1835–1836 und Bischof von Augsburg 1836–1855
- 1811, 14. September, Franz Xaver Himmelstein, † 4. April 1889 in Würzburg, Kapitularvikar in Würzburg 1875–1879
- 1820, 15. August , Adolf von Pfretzschner, † 27. April 1901 in München, Politiker, Ministerpräsident
- 1826, 21. August, Carl Gegenbaur, † 14. Juni 1903 in Heidelberg, Zoologe und einer der Väter der Evolutionsmorphologie
- 1867, Max Dauthendey, † 1918 in Malang auf Java, Dichter und Maler
- 1878, 24. Dezember, Gustav von Bergmann, † 16. September 1955 in München, Internist, Begründer der Lehre von den nicht organisch bedingten Krankheitserscheinungen
- 1882, 24. Juni, Carl Diem, † 17. Dezember 1962 in Köln, Sportwissenschaftler (erfand das Deutsche Sportabzeichen 1913 und initiierte 1936 erstmals, dass ein Fackelträger von Griechenland zum jeweiligen Olympia-Austragungsort läuft)
- 1882, 4. September, Leonhard Frank, † 18. August 1961 in München, Schriftsteller (1914 Fontane-Preis für den in Würzburg spielenden Roman "Die Räuberbande")
- 1883, 27. Januar, Gottfried Feder, † 24. September 1941 in Murnau, Wirtschaftstheoretiker der NSDAP
- 1884, 30. Juni, Franz Halder, † 2. April 1972 in Aschau, Generaloberst, 1938 Chef des Generalstabs des Heeres
- 1885, Hermann Heimerich, † 1963, Politiker
- 1890, 10. Mai, Alfred Jodl, † 16. Oktober 1946 (Hinrichtung durch Erhängen) in Nürnberg, Generaloberst, Chef des Wehrmachtsführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht
- 1890, Emy Roeder, † 1971, Bildhauerin
- 1900, 14. August, Margret Boveri, † 6. Juli 1975 in Berlin, Journalistin und Publizistin
- 1901, 5. Dezember, Werner Heisenberg, † 1. Februar 1976 in München, Physiker (1932 Nobel-Preis)
- 1912, 5. Juni, Josef Neckermann, † 13. Januar 1992 in Dreieich, Unternehmer, Sportfunktionär und Dressurreiter
- 1916, 15. Oktober, Karl Ebert, † 12. November 1974, Weihbischof des Apostolischen Administrators von Erfurt und Meiningen
- 1919, 1. März, Ludwig Volkholz (gen.: Jager-Wiggerl), † 23. Mai 1994 in Graefenwiesen, bayerischer Politiker (MdB, MdL) der Bayernpartei und Gründer der C.B.V..
- 1924, 3. Mai, Jehuda Amichai (Ludwig Pfeuffer), † 22. September 2000 in Jerusalem, bedeutender israelischer Dichter und Schriftsteller
- 1926, 21. Oktober, Leo Kirch, Medienunternehmer
- 1937, 20. Mai, Franz Steinkühler, Gewerkschafter, Vorsitzender der IG Metall (ab 1986)
- 1951, 29. September, Jutta von Dithfurth, Sprecherin der GRÜNEN im Bundestag, Gründerin der "Ökologischen Linken/Alternative Liste (Öko-Linx)"
- 1953, Thomas Bach, Olympiasieger im Fechten und hochrangiger Sportfunktionär
- 1960, 6. Februar, Frank-Markus Barwasser, Kabarettist, Mundartkünstler und Schöpfer der bekannten Figur des Erwin Pelzig
- 1963, 14. Mai, Pia Beckmann, seit 2002 Oberbürgermeisterin
- 1964, 1. Mai, Gottfried von der Goltz, Musiker (Violinist)
- 1975, 29. Oktober, Frank Baumann, Fußballnationalspieler
- 1978, 19. Juni, Dirk Nowitzki, Basketballspieler in der NBA (Dallas Mavericks)
Sonstige Würzburger Persönlichkeiten von Bedeutung
Burkard (Bischof von Würzburg im 8. Jhd.), Lorenz Fries (Geschichtsschreiber), Balthasar Neumann (Barockbaumeister), Tilman Riemenschneider (Bildhauer), Walther von der Vogelweide (Minnesänger), Michael de Leone (Schriftensammler), Caspar Schott (Gelehrter), Hermann Zilcher (Komponist), Wolfgang Bötsch (Politiker), Peter Sippel (FIFA Schiedsrichter)
Lokale Spezialitäten
Würzburg ist das Zentrum des Frankenweins; auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekannteste Frankenweinlage Würzburger Stein und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben: die Hofkellereien (staatlich, früher Fürst-eigen), das Juliusspital (kirchlich) und das Bürgerspital (bürgerlich).
Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind die Bäcken, Weinstuben, in denen man mitgebrachtes Essen verzehren darf.
Außerdem hat Würzburg seit den 1980er Jahren eine eigene Würzburger Bratwurst.
Sonstiges
- In Würzburg wurde am 13. Oktober 1945 die Christlich-Soziale Union in Bayern eV (CSU) gegründet.
- Romane, die in Würzburg spielen:
- Die Räuberbande, Roman von Leonhard Frank
- Das Ochsenfurter Männerquartett, Roman von Leonhard Frank
- Die Jünger Jesu, Roman von Leonhard Frank
- Nicht von jetzt, nicht von hier, Roman von Jehuda Amichai
- Wolfsbrut, Roman von Roman Rausch
- Kilian. In Sachen Mord, Roman von Roman Rausch
- Tiepolos Fehler, Roman von Roman Rausch
- Die Zeit ist nahe, Roman von Roman Rausch
- Der Gesang der Hölle, Roman von Roman Rausch
- Bücher des Würzburgers Günter Huth
- Der Schoppenfetzer und die Silvanerleiche, Regionalkrimi von Günter Huth
- Der Schoppenfetzer und der Tod des Nachtwächters, Regionalkrimi von Günter Huth
- Der Schoppenfetzer und das Rotweingrab, Regionalkrimi von Günter Huth
- Der Schoppenfetzer und das Riesling-Attentat, Regionalkrimi von Günter Huth
- Filme, die in Würzburg spielen:
- Lammbock von Christian Zübert mit Moritz Bleibtreu, Lukas Gregorowicz und Marie Zielcke
- Bücher der Würzburgerin Cornelia Boese
- Die gute Fee im Kasten. Die Souffleuse im Mittelalter. Monographie von Cornelia Boese
- Polska für den Elch. Eine skandinavische Reiseerzählung von Cornelia Boese
- Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt. Gedichtband von Cornelia Boese
- Gaulimauli. Eine vergnügliche Reimreise mit und zu Mozart von Cornelia Boese
- Von Räubern, Feen und großen Geistern. Würzburger Künstlergeschichten von Cornelia Boese
Literatur
- Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
- Nestmeyer, Ralf: Franken. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2004
- Schock-Werner, Barbara: Die Bauten im Fürstbistum Würzburg unter Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617), Schnell & Steiner, 2005, ISBN: 379541623X
- Grübel, Sybille, Wesely, Clemens: Würzburg. 100 Jahre Stadtgeschichte, Sutton-Verlag 1998, ISBN: 3897020394
- Süß, Peter: Würzburg, der offizielle Stadtführer, Stürtz 2005, ISBN: 3800309963
Weblinks
- [http://www.wuerzburg.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/ Residenz und Festung Marienberg]
- [http://www.tiepolo-wuerzburg.net/index.php/ Restaurierung der Tiepolo-Fresken]
Wurzburg
!
Wurzburg
Wurzburg
ja:ヴュルツブルク
Konstanz
Konstanz ist die größte Stadt am Bodensee und Kreisstadt des Landkreises Konstanz. Seit 1. April 1956 ist Konstanz eine Große Kreisstadt und bildet ein Oberzentrum innerhalb der Region Hochrhein-Bodensee. Die Stadt besitzt eine Universität und eine Fachhochschule. Die Justiz ist vertreten durch ein Landgericht, eine Staatsanwaltschaft und ein Amtsgericht.
Allgemeines
Konstanz war ehemals Sitz des Bischofs des größten Bistums der Römisch-Katholischen Kirche jenseits der Alpen. Das Bistum Konstanz wurde vermutlich 585 durch Verlegung von Vindonissa (Windisch) gegründet und 1821 von Papst Pius VII. aufgelöst, da es eine sehr liberale und aufgeklärte Diözese war. Trotzdem blieben weite Teile des Bistum Konstanz modern; heute bilden sie immer noch Kernland der Altkatholischen und Christkatholischen Kirche.
Konstanz ist Geburtsort von Ferdinand Graf von Zeppelin, des Pioniers der Luftschiff-Konstruktion. Seine Familie besaß damals das ehemalige Dominikanerkloster, in dem sich heute das Inselhotel befindet.
Die Altstadt von Konstanz ist besser erhalten als die in den meisten anderen Städten Deutschlands, weil sie weder im dreißigjährigen Krieg noch im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. Der älteste Teil, genannt Niederburg, erstreckt sich zwischen dem Münster und dem Rhein.
Die Konschtanzer, wie sie sich selbst bezeichnen, sind stolz auf ihre Stadt, ihre Universität und die besondere Lage der Stadt. Der Bahnhof von Konstanz ist der Endpunkt der Schwarzwaldbahn und hat eine direkte Verbindung in das Eisenbahnnetz der Schweiz. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an.
Geografie
Verkehrsverbund Hegau-Bodensee
Verkehrsverbund Hegau-Bodensee
Konstanz liegt am Bodensee, am Ausfluss des Rheins aus dem oberen Seeteil direkt an der Grenze zur Schweiz. Die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen ist mit Konstanz zusammengewachsen, so dass die Staatsgrenze mitten durch einzelne Häuserblöcke verläuft. Die Altstadt von Konstanz liegt auf der linken (südlichen) Rheinseite, die neueren Stadtteile auf der rechten (nördlichen) auf der Halbinsel Bodanrück zwischen dem Untersee und dem Überlinger See. Die Konstanzer Altstadt ist das einzige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, das südlich des Hochrheins, auf der "Schweizer" Seite, liegt.
Die Agglomeration Konstanz-Kreuzlingen umfasst 110.531 Einwohner (2000). Viele Konstanzer haben ihren Erwerb in der Schweizer Nachbarstadt oder in dessen Umgebung. Umgekehrt besorgen die Kreuzlinger ihren täglichen Bedarf häufig in Konstanz. Kreuzlingen und Konstanz arbeiten bei manchen Anlässen zusammen, so zum Beispiel beim Seenachtfest und beim gemeinsamen Bau der Eissporthalle. Ebenso gibt es einen teilweise gemeinsamen Busverkehr und gemeinsame Versorgungseinrichtungen (Stromnetz, Abwassernetz).
Das Stadtgebiet hat 34 km Uferlinie und umfasst 1,31 km² Wasserfläche. Tiefster Punkt ist der Seespiegel mit 395 m ü. NN (Mittelwasserstand), der höchste Punkt mit 570 m ü. NN liegt beim Rohnhauser Hof in Dettingen.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden, also unmittelbar an das Stadtgebiet von Konstanz angrenzende Gemeinden, sind die Inselgemeinde Reichenau und Allensbach im Landkreis Konstanz sowie Kreuzlingen, Tägerwilen und (über dem Rhein) Gottlieben im Kanton Thurgau (Schweiz).
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Konstanz ist in 15 Stadtteile eingeteilt. Dabei handelt es sich teilweise um ehemals eigenständige Gemeinden, die nach Konstanz eingegliedert wurden, andererseits auch um Stadtteile, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Bebauung ergeben haben oder die nach einem besonderen Bezugspunkt benannt wurden.
Die Stadtteile Dettingen, Dingelsdorf und Litzelstetten sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit je einem Ortschaftsrat (siehe Abschnitt Gemeinderat) und einer Ortsverwaltung.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere Wohngebiete oder Wohnplätze mit eigenem Namen, so etwa Burghof, Dobel, Mühlhalden, Wallhausen und Ziegelhof zu Dettingen, Fließhorn zu Dingelsdorf oder St. Katharina zu Litzelstetten.
Raumordnung
Konstanz ist nach dem Landesentwicklungsplan für Baden-Württemberg als Oberzentrum ausgewiesen. Dieses übernimmt für die Gemeinden Allensbach und Reichenau auch die Aufgaben des Mittelbereichs. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem Kanton Thurgau in der Schweiz.
Geschichte
Frühzeit
Kanton Thurgau
Bereits Ende des 2. Jahrhundert v. Chr. siedelten die Kelten, vermutlich vom Stamm der Helvetier, im Bereich der heutigen Niederburg. Konstanz war zur späteren römischen Zeit vermutlich eine kleinere Grenzbefestigung mit einer steinernen Ummauerung, deren Spuren z.Zt. (2004) ausgegraben werden.
Konstanz ist nach dem römischen Kaiser Flavius Valerius Constantius Chlorus (305/306) benannt, der Siege über die Helvetier und Alemannen errungen hatte. Erste überlieferte Erwähnung als Constantia im Jahre 525 im Reisehandbuch des Ostgoten Anarid.
Mittelalter
Vermutlich im Jahr 585 zog der Bischof aus dem in der Völkerwanderungszeit etwas unruhigen Vindonissa in das geschützter liegende Konstanz um und wurde zum Stadtherren.
Konstanz lag am Weg von Deutschland über die Bündner Alpenpässe nach Italien, so dass es vom immer mehr aufblühenden Fernhandel im Mittelalter profitierte. In der Folge wurde die Stadt mehrfach in Richtung Süden erweitert, und auch der Hafen wurde mehrmals mit verlegt. Die zunehmend autonomen Bürger der Stadt erkämpften sich 1196 und 1213 die Unabhängigkeit vom bisherigen Stadtherren, dem Bischof, und erhielten schlussendlich den Status einer Freien Stadt.
Auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht errichtete die Stadt am Hafen im Jahr 1388 ein "Kaufhaus" als Warenlager und -umschlagszentrum, das heutige Konzilsgebäude. Durch die Erschließung des Gotthardpasses verlagerten sich die Handelsströme in der Folgezeit zunehmend auf die Route über Zürich-Basel, so dass die Entwicklung der Stadt im späteren Mittelalter stagnierte. Daher blieb die gotische Bausubstanz der Stadt von späterer Umgestaltung weit gehend verschont. Wichtigstes Handels- und Exportgut war rohe, gebleichte Leinwand, welche weithin bekannt war unter dem Namen Konstanzer Leinwand (tela di Costanza).
Von 1414 bis 1418 fand das Konzil von Konstanz statt. Das Konzilsgebäude, in dem lediglich das Konklave der Papstwahl stattfand, steht heute noch am Bodenseeufer, gleich neben dem Konstanzer Hafen und Bahnhof. Der eigentliche Sitzungssaal war der Bischofsdom, das heutige Münster. Die Wahl von Martin V. am 11. November 1417 war die einzige Papstwahl nördlich der Alpen.
Am 6. Juli 1415 wurde anlässlich des Konzils der tschechische Reformator Jan Hus als Ketzer verbrannt, seine Asche wurde in den Rhein gestreut. Ein Gedenkstein am mittelalterlichen Richtplatz (in der heute danach benannten Straße "Zum Hussenstein") und ein Museum in der nach Hus benannten Hussenstraße, erinnern daran.
Konstanz hätte sich im 15. Jahrhundert gern der Eidgenossenschaft angeschlossen, was aber die Landorte der heutigen Schweiz nicht zuließen, weil sie ein Übergewicht der Städte befürchteten. In der Folge schloss sich Konstanz schweren Herzens dem Schwäbischen Bund an. Wäre Konstanz damals eine eidgenössische Stadt geworden, so wäre sie wohl heute anstelle von Frauenfeld Hauptstadt des Thurgaus, ihres natürlichen südlichen Hinterlands. Kuriose Folge davon ist die einmalige Tatsache, dass die Gemarkung zu einem kleinen Teil auf schweizerischem Territorium liegt, was zuletzt im Jahr 1831 vertraglich festgelegt wurde.
Neuzeit
1517 wurde Konstanz reformiert, und trat in der Folge dem schmalkaldischen Bund bei. Nach der Niederlage im schmalkaldischen Krieg verlor Konstanz 1548 den Status als Freie Stadt und wurde in das habsburgische Vorderösterreich eingegliedert und im Zuge der Gegenreformation rekatholisiert. Die Stadt diente den Habsburgern als Bollwerk gegen eine weitere Expansion der Eidgenossenschaft nach Norden. Zur Festigung des katholischen Bewusstseins wurde mit einer Päpstlichen Bulle 1604 gegen Widerstände in der Stadt ein Jesuitenkolleg gegründet, als Gymnasium.
Im dreißigjährigen Krieg wurde Konstanz von den Schweden 1633 belagert, aber die Kernstadt wird nicht eingenommen.
In der Folgezeit sanken Bedeutung und Einwohnerzahl der Stadt langsam weiter.
19. Jahrhundert
1806 wurde Konstanz dem neu gegründeten Großherzogtum Baden einverleibt und die Hauptstadt des Seekreises.
In der badischen Märzrevolution startete der Heckerzug mit mäßiger Resonanz von Konstanz aus. Dabei soll am 12. April 1848 auch die deutsche Republik ausgerufen worden sein, was allerdings von allen drei in Konstanz ansässigen Zeitungen, die über die entsprechende Rede berichteten, nicht erwähnt wird.
1863 wurde Konstanz an die Stammstrecke Mannheim-Basel-Konstanz der Badischen Staatseisenbahnen angeschlossen. Dies löste – zusammen mit der 1862 in Baden verkündeten Gewerbefreiheit – einen wirtschaftlichen Aufschwung aus, die Bevölkerung wuchs stark und man riss die mittelalterliche Stadtmauer weitgehend ab. Mit den Trümmern wurde der Bahndamm und der Stadtpark - Stadtgarten genannt - zum See hin aufgefüllt.
20. Jahrhundert
Im Ersten Weltkrieg wurde die Außengrenze des Deutschen Reiches zur Schweiz abgeschottet, so dass die noch lebhaften Beziehungen der Stadt zu ihrem traditionellen Hinterland Thurgau stark eingeschränkt wurden. Der Aufschwung seit der Gründerzeit wurde damit beendet.
1935 wurde Konstanz Stadtkreis im Sinne der Deutschen Gemeindeordnung und vier Jahre später (1939) eine kreisfreie Stadt, indem sie aus dem Landkreis Konstanz ausgegliedert wurde. Die Stadt blieb aber Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Konstanz.
Im Zweiten Weltkrieg blieb Konstanz anders als andere Städte am Bodensee von den alliierten Bomberangriffen verschont. Da nachts auf eine Verdunklung des linksrheinischen Teiles der Stadt verzichtet wurde, konnten Bomberpiloten den Konstanzer Teil nicht vom Kreuzlinger Teil unterscheiden und aus Angst vor diplomatischen Verwicklungen wurde von einer Bombardierung "offensichtlich" abgesehen. Anzunehmen ist jedoch vielmehr, daß Konstanz verschont geblieben ist, weil der Stadt in der wehrmachtlichen Struktur keine besondere Bedeutung zugesprochen wurde (geographische Lage) und somit eine alliierte Bombardierung ohne Nutzen gewesen wäre. Städte wie Friedrichshafen (Industrie) oder sogar das schweizerische Schaffhausen (Umschlags-Bahnhof) wurden getroffen und in der Folge als "Versehen" gewertet). Auch die Einnahme 1945 durch französische Truppen erfolgte quasi ohne einen einzigen Schuss.
Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Konstanz zum Land (Süd-)Baden, das von der französischen Militärverwaltung gebildet wurde. Im Jahre 1952 wurde Konstanz durch die Vereinigung von Baden, Württemberg und Hohenzollern eine Stadt im neuen Bundesland Baden-Württemberg. Sie gehörte dann zum Regierungsbezirk Südbaden. 1953 wurde sie wieder in den Landkreis Konstanz eingegliedert und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 wurde sie kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.
Mit der Gründung der Universität 1966 wurde ein neuer Aufschwung der Stadt eingeleitet, der im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts andauert.
Bei der Kreisreform 1973 wurde Konstanz Sitz des vergrößerten Landkreises Konstanz, der gleichzeitig dem neu errichteten Regionalverband Hochrhein-Bodensee zugeordnet wurde.
Stadtteile
Auch die Stadtteile von Konstanz haben eine lange Geschichte. Sie gehörten überwiegend zur Insel Reichenau und kamen später an die Deutschordenskommende Mainau und mit dieser 1805 an Baden. Hier gehörten sie zum Amt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Konstanz hervorging.
Allmannsdorf wurde 722 als "Alamantiscurt" erstmals erwähnt.
Dettingen wurde 811 als "Tettingen" erstmals erwähnt. 839 kam der Ort an das Kloster Reichenau. Im 12. Jahrhundert herrschten Reichenauer Ministerialien im Ort. Es bestanden zwei Burgen, Altdettingen und Neudettingen, die spätestens seit dem 14. Jahrhundert abgingen. Die Reichenau hatte noch bis ins 18. Jahrhundert das Hochgericht über den Ort inne. Das Niedergericht unterstand seit dem 15. Jahrhundert der Deutschordenskommende Mainau.
Dingelsdorf wurde 947 als "Thingoltesdorf", Wallhausen 1187 als "villa Walarhusin" erstmals erwähnt.
Litzelstetten wurde 839 als "Luzzilonssteti" erstmals erwähnt. Im 14. Jahrhundert wurden die zwei Orte "Oberdorf" und "Unterdorf" unterschieden.
Paradies wurde 1324 als "Paradyse" erstmals erwähnt und war bis ins 14. Jahrhundert noch eine eigenständige Dorfgemeinde, die dann aber als Vorstadt nach Konstanz eingegliedert wurde. In die städtische Ummauerung wurde Paradies jedoch erst im 17. Jahrhundert integriert. Petershausen entstand wohl zusammen mit dem gleichnamigen Kloster und war ebenfalls eine eigenständige Dorfgemeinde, die aber bereits 1417 als Vorstadt in die Stadt Konstanz integriert, im 15. Jahrhundert in die Stadtummauerung einbezogen und von einem Hauptmann verwaltet wurde. Das zugehörige Reichskloster wurde 1802 aufgehoben.
Wollmatingen wurde 724 als "Vvalamotinga", 811 als "Walmütingen" erstmals erwähnt
Religionen
Konstanz wurde Ende des 6. Jahrhunderts Sitz eines Bistums (Bistum Konstanz), das zum Erzbistum Mainz gehörte. Die Stadt war Sitz eines Archidiakonats. Ab 1522 fand die Reformation zunächst einige Anhänger. Der Rat schloss sogar 1526 mehrere Klöster und 1528 wurden katholische Gottesdienste verboten. Doch musste Konstanz nach dem Übergang an Österreich 1548 wieder zum alten Glauben zurückkehren. Die Protestanten gingen mehrheitlich in die Schweiz. Eine kleine Minderheit verblieb aber noch in der Stadt. Dennoch blieb Konstanz dann bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. 1785 wurde wieder eine protestantische Gemeinde von Zuwanderern aus der Schweiz gegründet, 1796 jedoch wiede | | |