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4 Vesta

4 Vesta

(4) Vesta ist mit zirka 516 km mittlerem Durchmesser der drittgrößte Asteroid im Asteroiden-Hauptgürtel. Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Olbers als vierter Asteroid entdeckt.

Entdeckung

Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Olbers in Bremen als vierter Asteroid entdeckt. Nachdem Olbers 1802 bereits Pallas entdeckt und benannt hatte, übertrug er das Recht der Benennung diesmal an Carl Friedrich Gauß, der mit seiner neuen Methode der Bahnbestimmung entscheidend zur Sicherung der neu entdeckten Asteroiden beigetragen hatte. Gauß benannt den Himmelskörper nach Vesta, der römischen Göttin von Heim und Herd, und Schwester von Ceres. [1] Wie die zwischen 1801 und 1804 entdeckten Asteroiden Ceres, Pallas und Juno wurde zunächst auch Vesta als Planet bezeichnet. Da bis zur Entdeckung von Astraea noch mehr als 38 Jahre vergehen sollten, änderte sich daran zunächst auch nichts. Erst als nach etwa 1850 die Zahl der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gefundenen Himmelskörper rasch anstieg, setzen sich für diese Objekte die Bezeichnungen „Kleine Planeten“, „Kleinplaneten“, „Planetoiden“ oder „Asteroiden“ durch.

Umlaufbahn

Vesta bewegt sich zwischen 2,15 AE (Perihel) und 2,57 AE (Aphel) in 3,63 Jahren um die Sonne. Ihre Umlaufbahn ist 7,1° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,089. Ihre Bahn liegt also im inneren Asteroidengürtel. Die synodische Periode von Vesta liegt bei 504 Tagen.

Beschaffenheit

Größe und Helligkeit

Vesta ist der drittgrößte Asteroid im Asteroiden-Hauptgürtel (nach Ceres und Pallas). An Masse wird sie unter den Planetoiden im inneren Sonnensystem nur von Ceres übertroffen. Die Form von Vesta entspricht einem triaxialen Ellipsoid mit den Radien 280 km, 272 km und 227 km (±12 km) [2]. Für die Masse wurde ein Wert von 1,36±0.05×10-10 Sonnenmassen (2,71×1020 kg) und eine mittlere Dichte von 3,7±0,3 g/cm 3 publiziert [3]. Die Rotationsperiode des Asteroid beträgt etwa 5,342 Stunden. Vesta besitzt im Vergleich zu anderen Asteroiden eine relativ helle Oberfläche, mit einer Albedo von 0,423. Während der Opposition ist sie zwischen 1,14 AE und 1,59 AE von der Erde entfernt und erreicht eine scheinbare Helligkeit von bis zu 5,5mag. Sie ist damit der hellste Asteroid am Nachthimmel und kann bei dunklem Himmel ohne Lichtverschmutzung gerade noch mit bloßem Auge gesehen werden.

Zusammensetzung und Oberfläche

Vesta ist ein differenzierter Asteroid mit einer basaltischen Kruste, ultramafischem Mantelgestein und, wie man aus der mittlere Dichte schließen kann, einem Eisen-Nickel-Kern. Vesta hat somit einen ähnlichen Aufbau wie die terrestrischen Planeten [4], und unterscheidet sich dadurch von allen anderen Asteroiden im Hauptgürtel. Die auf der Erde gefundenen Eisenmeteorite lassen allerdings den Schluss zu, dass es in der Frühzeit des Sonnensystems weitere differenzierte Planetesimale gegeben haben muss, die offenbar durch Kollisionen zerstört wurden, denn die Eisenmeteorite werden als Bruchstücke der metallischen Kerne dieser Objekte gedeutet. metall Auch Vesta muss schwere Kollision mit anderen massereichen Körpern erlitten haben. So ist auf Aufnahmen des Hubble Space Teleskops neben mehreren Impaktkratern mit Durchmessern bis zu 150 km ein herausragend großer Krater mit einem Durchmesser von ca. 450 km zu erkennen. Dieser Krater hat eine Tiefe von 8 km (in der nebenstehenden Abbildung blau kodiert), seine Wälle sind zusätzlich zwischen 8 km und 14 km hoch, und in seiner Mitte ragt ein Zentralberg 13 km hoch auf (in der Abbildung rot). [5] Zentralberg Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskopes konnte nicht nur die Form und Größe von Vesta bestimmt werden, sondern es konnten auch helle und dunkle Regionen auf der Oberfläche erkannt werden, sogar eine geologische Karte konnte erstellt werden. Die Oberfläche scheint vollständig aus magmatischen Gesteinen zu bestehen. Die in der geologischen Karte grün dargestellten Regionen werden als zu Basalt erstarrte Lavaflüsse interpretiert, und stellen somit Überreste der ursprünglichen Oberfläche von Vesta dar. Die rötlich kodierten Gebiete bestehen vermutlich aus Intrusivgesteinen, die zunächst unter der Oberfläche abkühlten, später aber durch Impakte freigelegt wurden. [6] Die geologische Aktivität von Vesta geht vermutlich auf die beim radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotopes Al26 freigesetzte Wärme zurück, und dürfte bereits vor etwa 4,4 Millairden Jahren, also relativ kurz nach der Entstehung des Sonnensystems vor etwa 4,55 Milliarden Jahren, wieder zum Erliegen gekommen sein. Spektroskopische Beobachtungen am Mauna-Kea-Observatorium haben gezeigt, dass auf der Oberfläche von Vesta auch geringe Mengen von Wasser- oder Hydroxid-haltigen Mineralien existieren. Man geht davon aus, dass dieses Material nach dem Abkühlen des Asteroiden beim Einschlag von Kometen oder kohligen Chondriten aufgebracht wurde. [7]

Meteorite und Vestoide

kohligen Chondriten Vermutlich ist Vesta auch der Mutterkörper der Meteorite der HED-Gruppe (Howarite, Eukrite, Diogenite), welche eine Untergruppe der Achondrite bilden und die irdischen magmatischen Gesteinen ähnlich sind. Die Verbindung zwischen den HED-Meteoriten und Vesta wurde hergestellt, weil sich die Spektren dieser Meteorite und des Asteroiden gleichen. Gestützt wird diese Zuordnung durch die Tatsache, dass alle untersuchten HED-Meteoriten ein Alter von 4,4 - 4,5 Milliarden Jahren aufweisen. Der Mutterkörper dieser Meteorite kühlte also nach der Entstehung des Sonnensystems rasch ab, was auf einen relativ kleinen Himmelskörper hindeutet, und eine Herkunft von größeren Monden oder Planeten ausschließt. [8] Mit Vesta werden auch die Vestoiden in Verbindung gebracht, eine Klasse von kleineren Asteroiden, welche ebenfalls spektrale Ähnlichkeiten mit Vesta aufweisen und möglicherweise von dieser weggeschlagen wurden. Vermutlich wurden die Vestoiden vor weniger als einer Milliarde Jahren bei jenem Impakt aus der Kruste von Vesta herausgeschlagen, der den oben beschriebenen, großen Krater geformt hat. [9] Die Verteilung der Vestoiden erstreckt sich von der Umlaufbahn von Vesta bis hin zu Regionen im Asteroidengürtel, die Störungen durch den Planeten Jupiter unterliegen. So könnten Bruchstücke von Vesta zu Erdbahnkreuzern werden, und auch HED-Meteorite könnten so in die Nähe der Erde gebracht worden sein. Ob sie direkt von Vesta stammen oder indirekt über einen Vestoiden ist bisher aber noch unklar. [10]

Ausblick

Vesta ist das erste Ziel der Raumsonde Dawn, die im Juni 2006 gestartet werden, und im Oktober 2011 den Asteroiden erreichen soll. Die Raumsonde wird in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken, und den Planetoiden danach mehrere Monate lang erkunden. Danach wird Dawn weiter zu Ceres fliegen. Man erwartet sich von dieser Mission, Vesta und ihre Beziehung zu den Meteoriten besser charakterisieren zu können. Auch ein Vergleich von Vesta zu den kohlenstoffhaltigen Asteroiden im äußeren Asteroidengürtel, die durch Ceres repräsentiert werden, wird möglich sein.

Sichtbarkeit

Hauptartikel: Vestapositionen bis 2021 In der folgenden Tabelle ist die Sichtbarkeit von Vesta für die Jahre 2005 bis 2008 angegeben. Die scheinbare Helligkeit und die Entfernung zur Erde beziehen sich dabei auf den Zeitpunkt der Opposition, wenn der Asteroid der Erde am nächsten ist und damit auch am hellsten erscheint.

Siehe auch


- Liste der Asteroiden

Literatur

# L. D. Schmadel, Dictionary of Minor Planet Names, Springer Verlag (5. Auflage, 2003), ISBN 3540002383 # P. C. Thomas, R. P. Binzel, M. J. Gaffey, B. H. Zellner, A. D. Storrs, E. Wells: Vesta: Spin Pole, Size, and Shape from HST Images in Icarus, Vol. 128, Issue 1, Seiten 88-94 (07/1997) [http://dx.doi.org/10.1006/icar.1997.5736] # G. Michalak: Determination of asteroid masses - I. (1) Ceres, (2) Pallas and (4) Vesta in Astronomy and Astrophysics, Vol. 360, Seiten 363-374 (08/2000) [http://aa.springer.de/papers/0360001/2300363/small.htm] # K.Keil, Geological History of Asteroid 4 Vesta: The “Smallest Terrestrial Planet” in Asteroids III, William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, und Richard P. Binzel, (Editoren), Univ. of Arizona Press (2002), ISBN 0816522812 # R.P. Binzel, M. J. Gaffey, P. C. Thomas, B. H. Zellner, A. D. Storrs, E. N. Wells: Vesta: Impact Crater Topography from Hubble Space Telescope WFPC2 Images in Bulletin of the American Astronomical Society, Vol. 29, Seite 973 (American Astronomical Society, DPS meeting #29) [http://www.lpi.usra.edu/meetings/dps97/html/H0711/H0711.html] # R. P. Binzel, M. J. Gaffey, P. C. Thomas, B. H. Zellner, A. D. Storrs, E. N. Wells: Geologic Mapping of Vesta from 1994 Hubble Space Telescope Images in Icarus, Vol. 128, Issue 1, Seiten 95-103 (07/1997) [http://dx.doi.org/10.1006/icar.1997.5734] # S. Hasegawa, K. Murakawa, M. Ishiguro, H. Nonaka, N. Takato, C. J. Davis, M. Ueno, T. Hiroi: Evidence of hydrated and/or hydroxylated minerals on the surface of asteroid 4 Vesta in Geophysical Research Letters, Vol. 30, Issue 21 (11/2003) [http://dx.doi.org/10.1029/2003GL018627] # H. Y. Mc. Sween: Meteorites and Their Parent Planets, Cambridge University Press, (2. Auflage, 1999), ISBN 0521583039 # E. Asphaug: Impact origin of the Vesta family in Meteoritics & Planetary Science, Vol. 32, No. 6, Seiten 965-980 (11/1997) [http://adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-bib_query?bibcode=1997M%26PS...32..965A&] # F. Migliorini, A. Morbidelli, V. Zappala, B. J. Gladman, M. E. Bailey, A. Cellino: Vesta fragments from v6 and 3:1 resonances: Implications for V-type NEAs and HED meteorites in Meteoritics & Planetary Science, Vol. 32, No. 6, Seiten 903-916 (11/1997) [http://adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-bib_query?bibcode=1997M%26PS...32..903M&]

Weblinks


- [http://neo.jpl.nasa.gov/cgi-bin/db?name=4 Java-Applet der Umlaufbahn von Vesta] (Englisch)
- [http://www.heavens-above.com/asteroid.asp?TZ=CET&mpid=4 Aufsuchungskarte für Vesta] (Englisch)
- [http://hamilton.dm.unipi.it/cgi-bin/astdys/astibo?objects:Vesta;main Bahndaten von Vesta] (Englisch)
- [http://aa.usno.navy.mil/hilton/AsteroidHistory/minorplanets.html When Did the Asteroids Become Minor Planets?] (Englisch) Kategorie:Hauptgürtelasteroid über 200 km Durchmesser ja:ベスタ (小惑星)

Asteroid

Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich in Keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid (sternähnliches Objekt) häufig als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet. Bislang sind etwa 220 000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser. Bis vor einigen Jahren war Ceres der größte bekannte Planetoid. Diesen Rang musste er inzwischen abgeben. Im Kuipergürtel wurden Objekte wie Quaoar (vorherige vorläufige Bezeichnung 2002 LM60) mit 1250 km Durchmesser, Orcus (2004 DW) mit einem Durchmesser von 1600–1800 km und 2003 UB313 mit 2500–3200 km Durchmesser gefunden. Jenseits des Kuipergürtels wurde Ende 2003 der etwa 1700 km große Asteroid Sedna (2003 VB12) entdeckt. Weitere große Asteroiden sind Pallas, Vesta, Juno, Hebe, Iris, Hygeia, Parthenope, Eunomia, Arethusa und Astraea.

Die Geschichte der Asteroidenforschung

Bereits im Jahre 1760 entwickelte der deutsche Gelehrte Johann Daniel Titius eine einfache mathematische Formel (Titius-Bode-Reihe), nach der die Abstände der Planeten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die Reihe enthält jedoch eine Lücke, da zwischen Mars und Jupiter, im Abstand von 2,8 AE, ein Planet fehlt. Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine regelrechte Jagd auf den unentdeckten Planeten ein. Das erste internationale Forschungsvorhaben wurde ins Leben gerufen, organisiert von Baron Franz Xaver von Zach, der seinerzeit an der Sternwarte Gotha tätig war. Der Himmel wurde in 24 Sektoren eingeteilt, die von Astronomen in ganz Europa systematisch abgesucht wurden. Für den Planeten hatte man bereits den Namen „Phaeton“ reservieren lassen. Fündig wurde man allerdings nicht. In der Neujahrsnacht des Jahres 1801 entdeckte der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi im Teleskop der Sternwarte von Palermo (Sizilien) bei der Durchmusterung des Sternbildes Stier einen schwachen Stern, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Piazzi hatte von dem Forschungsvorhaben gehört und beobachtete den Stern in den folgenden Nächten, da er vermutete, den gesuchten Planeten gefunden zu haben. Er sandte seine Beobachtungsergebnisse an Zach, wobei er das Objekt zunächst als neuen Kometen bezeichnete. Piazzi erkrankte und konnte seine Beobachtungen nicht fortsetzen. Bis zur Veröffentlichung von Piazzis Beobachtungen war viel Zeit vergangen. Der Himmelskörper war weiter in Richtung Sonne gewandert und konnte zunächst nicht wieder gefunden werden. Der Mathematiker Gauß hatte allerdings ein numerisches Verfahren entwickelt (unter Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate), die es erlaubte, die Bahnen von Planeten oder Kometen anhand nur weniger Positionen zu bestimmen. Nachdem Gauss die Veröffentlichungen Piazzis gelesen hatte, berechnete er die Bahn des Himmelskörpers und sandte das Ergebnis nach Gotha. Heinrich Wilhelm Olbers entdeckte das Objekt daraufhin am 31. Dezember 1801 wieder, dass schließlich den Namen Ceres erhielt. Im Jahre 1802 entdeckte Olbers einen weiteren Himmelskörper, den er Pallas nannte. 1803 wurde Juno, 1807 Vesta entdeckt. Bis zur Entdeckung des fünften Asteroiden, Astraea im Jahre 1847, vergingen fast 40 Jahre. Es folgten allerdings rasch weitere Entdeckungen, wie die Düsseldorfer Planetoiden, so dass im Jahre 1890 etwa 300 Asteroiden bekannt waren. Nach 1890 brachte die Einführung der Fotografie in die Astronomie wesentliche Fortschritte. Die Asteroiden, die bis dahin mühsam durch den Vergleich von Teleskopbeobachtungen mit Himmelskarten gefunden wurden, verrieten sich nun durch Lichtspuren auf den fotografischen Platten. Durch die im Vergleich zum menschlichen Auge höhere Lichtempfindlichkeit der fotografischen Emulsionen konnten äußerst lichtschwache Objekte nachgewiesen werden. Durch den Einsatz der neuen Technik stiegt die Zahl der entdeckten Asteroiden rasch an. Die Einführung der CCD-Kameratechnik um 1990 und die Möglichkeiten der computerunterstützten Auswertung der elektronischen Aufnahmen bedeutete einen weiteren wesentlichen Fortschritt. Bislang sind etwa 220.000 Asteroiden katalogisiert worden. Ist die Bahn eines Asteroiden bestimmt worden, kann die Größe des Himmelskörpers aus der Untersuchung seiner Helligkeit und des Rückstrahlvermögens, der Albedo, ermittelt werden. Dazu werden Messungen im optisch sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich durchgeführt. Diese Methode ist mit Unsicherheiten verbunden, da die Oberflächen der Asteroiden chemisch unterschiedlich aufgebaut sind und das Licht unterschiedlich stark reflektieren. Genauere Ergebnisse können mittels Radarbeobachtungen erzielt werden. Dazu können Radioteleskope verwendet werden, die, als Sender umfunktioniert, starke Radiowellen in Richtung der Asteroiden aussenden. Durch die Messung der Laufzeit der von den Asteroiden reflektierten Wellen kann deren exakte Entfernung bestimmt werden. Die weitere Auswertung der Radiowellen liefert Daten zu Form und Größe. Regelrechte „Radarbilder“ lieferte beispielsweise die Beobachtung der Asteroiden Castalia und Toutatis. Eine Reihe von Asteroiden konnte mittels Raumsonden näher untersucht werden:
- Die Raumsonde Galileo flog auf ihrem Weg zum Planeten Jupiter im Jahre 1991 am Asteroiden Gaspra und 1993 an Ida vorbei.
- Die Sonde NEAR-Shoemaker flog 1997 an dem Asteroiden Mathilde vorbei und landete 2001 auf Eros.
- Die Sonde Deep Space 1 passierte 1999 den Asteroiden Braille in 26 km Abstand.
- Die Sonde Stardust zog 2002 in 3.300 km Entfernung am Asteroiden Annefrank vorbei.
- Die japanische Sonde Hayabusa ereichte 2005 den Asterioden Itokawa und soll von dort Gesteinsproben zur Erde transferieren.

Die Benennung der Asteroiden

Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen Die Namen der Asteroiden setzen sich aus einer vorangestellten Nummer und einem Namen zusammen. Die Nummer gab früher die Reihenfolge der Entdeckung des Himmelskörpers an. Heute ist sie eine rein numerische Zählform, da sie erst vergeben wird, wenn die Bahn des Asteroiden gesichert ist (das Objekt ist jederzeit wieder auffindbar). Das kann durchaus auch erst Jahre nach der Erstbeobachtung erfolgen. Der Entdecker hat innerhalb von 10 Jahren nach der Nummerierung das Vorschlagsrecht für die Vergabe eines Namens. Dieser muss aber durch eine Kommission der Internationalen Astronomischen Union bestätigt werden, da es Richtlinien für die Namen astronomischer Objekte gibt. Dementsprechend existieren zahlreiche Asteroiden zwar mit Nummer, aber ohne Namen, vor allem in den oberen Zehntausendern. Neuentdeckungen, für die noch keine Bahn mit ausreichender Genauigkeit berechnet werden konnte, werden mit dem Entdeckungsjahr und einer Buchstabenkombination, beispielsweise 2003 UB313, gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination setzt sich aus dem ersten Buchstaben für die Monatshälfte (beginnend mit A und fortlaufend bis Y ohne I) und einem fortlaufenden Buchstaben zusammen. Wenn mehr als 24 Kleinplaneten in einer Monatshälfte entdeckt werden - was heute die Regel ist - beginnt die Buchstabenkombination von vorne, gefolgt von jeweils einer je Lauf um eins erhöhten laufenden Nummer. Der erste Asteroid wurde 1801 von Giuseppe Piazzi an der Sternwarte Palermo auf Sizilien entdeckt. Piazzi taufte den Himmelskörper auf den Namen Ceres Ferdinandea. Die römische Göttin Ceres ist Schutzpatronin der Insel Sizilien. Mit dem zweiten Namen wollte Piazzi König Ferdinand IV., den Herrscher über Italien und Sizilien ehren. Dies missfiel der internationalen Forschergemeinschaft und man ließ ihn weg. Die offizielle Bezeichnung des Asteroiden lautet demnach (1) Ceres. Bei den weiteren Entdeckungen wurde die Nomenklatur beibehalten und die Asteroiden wurden nach römischen und griechischen Göttinnen benannt; dies waren (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta ... (17) Thetis (der erste von 24 Düsseldorfer Planetoiden), (288) Glauke (der letzte der Düsseldorfer Planetoiden) und so weiter. Anfänglich galt auch das ungeschriebene Gesetz, dass Asteroiden stets weibliche Namen erhielten; dieses wurde erstmals beim Asteroiden (334) Chicago gebrochen. Als immer mehr Asteroiden entdeckt wurden, gingen den Astronomen die antiken Gottheiten aus. So wurden Asteroiden unter anderem nach den Ehefrauen der Entdecker, zu Ehren historischer Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Städten, Märchenfiguren und Gottheiten aus anderen Religionen benannt. Beispiele hierfür sind die Asteroiden Kleopatra, Albert, Annefrank, Jodiefoster, Lutetia, Rumpelstilz, Varuna, Quaoar und Sedna. Diese Praxis trieb Blüten. So ist beispielsweise der 1935 entdeckte Planetoid Haremari zu Ehren beliebter Schauspielerinnen und der Freundinnen einiger Mitarbeiter des Astronomisches Recheninstituts in Heidelberg benannt, als Harem des ARI.

Die Entstehung der Asteroiden

Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass die Asteroiden das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe seien, bei der ein Planet zwischen Mars und Jupiter auseinanderbrach und Bruchstücke auf seiner Bahn hinterließ. Es zeigte sich jedoch, dass die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimalen aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen. Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die Planetesimale wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten. Die größten Asteroiden wurden nach ihrer Entstehung stark erwärmt (hauptsächlich durch den radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotops 26Al und möglicherweise auch des Eisenisotops 60Fe) und im Innern aufgeschmolzen. Schwere Elemente, wie Nickel und Eisen, setzten sich infolge der Schwerkraftwirkung im Inneren ab, die leichteren Verbindungen, wie die Silikate, verblieben in den Außenbereichen. Dies führte zur Bildung von differenzierten Körpern mit metallischem Kern und silikatischem Mantel. Ein Teil der differenzierten Asteroiden zerbrach bei weiteren Kollisionen, wobei Bruchstücke, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten, als Meteoriten niedergehen.

Die Zusammensetzung der Asteroiden

Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Analog erfolgte eine Einteilung in verschiedene spektrale beziehungsweise taxonomische Klassen:
- C-Asteroiden: Dies ist mit einem Anteil von 75 % der häufigste Asteroidentyp. C-Asteroiden weisen eine kohlen- oder kohlenstoffartige (das C steht für Kohlenstoff), dunkle Oberfläche mit einer Albedo um 0,05 auf. Es wird vermutet, dass die C-Asteroiden aus dem gleichen Material bestehen, wie die kohligen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten. Die C-Asteroiden bewegen sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels.
- S-Asteroiden: Der mit einem Anteil von 17 % zweithäufigste Typ (das S steht für Silikat) kommt hauptsächlich im inneren Bereich des Hauptgürtels vor. S-Asteroiden besitzen eine hellere Oberfläche mit einer Albedo von 0,15 bis 0,25. Von ihrer Zusammensetzung her ähneln sie den gewöhnlichen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, die überwiegend aus Silikaten zusammengesetzt sind.
- M-Asteroiden: Der überwiegende Rest der Asteroiden wird diesem Typ zugerechnet. Bei den M-Meteoriten (das M steht für metallisch) dürfte es sich um die metallreichen Kerne differenzierter Asteroiden handeln, die bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern zertrümmert wurden. Sie besitzen eine ähnliche Albedo wie die S-Asteroiden. Ihre Zusammensetzung dürfte der von Nickel-Eisenmeteoriten gleichen.
- E-Asteroiden: Die Oberflächen dieses seltenen Typs von Asteroiden bestehen aus dem Mineral Enstatit. Chemisch dürften sie den Enstatit-Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, ähneln. E-Asteroiden besitzen eine hohe Albedo von 0,4 und mehr.
- V-Asteroiden: Dieser seltene Typ von Asteroiden (das V steht für Vesta) ist ähnlich zusammengesetzt, wie die S-Asteroiden. Der einzige Unterschied ist der erhöhte Anteil an Pyroxen-Mineralen. Es wird angenommen, dass alle V-Asteroiden aus dem silikatischen Mantel von Vesta stammen und bei der Kollision mit einem anderen großen Asteroiden abgesprengt wurden. Darauf weist ein gewaltiger Impaktkrater auf Vesta hin. Die auf der Erde gefundenen HED-Achondrite, eine seltene Gruppe von Steinmeteoriten, könnten ebenfalls von Vesta stammen, da sie eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen.
- G-Asteroiden: Können als Untergruppe der C-Klasse angesehen werden, da sie ein ähnliches Spektrum aufweisen, jedoch im UV-Bereich unterschiedliche Absorptionslinien aufweisen.
- B-Asteroiden: Ähnlich zusammengesetzt, wie die C- und G-Klasse. Abweichungen im UV-Bereich.
- F-Asteroiden: Ebenfalls eine Untergruppe der C-Klasse, jedoch mit Unterschieden im UV-Bereich. Außerdem fehlen Absorptionslinien im Wellenlängenbereich des Wassers.
- P-Asteroiden: Asteroiden dieses Typs besitzen eine sehr geringe Albedo und ein Spektrum im rötlichen Bereich. Sie sind wahrscheinlich aus Silikaten mit Kohlenstoffanteilen zusammengesetzt. P-Asteroiden halten sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels auf.
- D-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich zusammengesetzt, wie die P-Asteroiden, mit einer geringen Albedo und einem rötlichen Spektrum.
- R-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich aufgebaut, wie die V-Asteroiden. Das Spektrum weist auf hohe Anteile an Olivin und Pyroxene hin.
- A-Asteroiden: Das Spektrum der A-Asteroiden zeigt deutliche Olivinbande und weist auf einen völlig differenzierten Mantelbereich hin. A-Asteroiden halten sich im inneren Bereich des Hauptgürtels auf.
- T-Asteroiden: Dieser Asteroidentyp gehört ebenfalls zum inneren Bereich des Hauptgürtels. Er weist ein dunkles rötliches Spektrum auf, unterscheidet sich jedoch von den P- und R-Asteroiden. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die Asteroiden monolithische Felsbrocken, also kompakte Gebilde sind. Die geringen Dichten sowie das Vorhandensein von riesigen Impaktkratern lassen jedoch den Schluss zu, dass die größeren Asteroiden locker aufgebaut sind und eher als lose „Schutthaufen“, die durch die Gravitation zusammengehalten werden, anzusehen sind. Locker aufgebaute Körper können die bei Kollisionen auftretenden Kräfte absorbieren ohne zerstört zu werden. Kompakte Körper werden dagegen bei größeren Impaktereignissen durch die Stoßwellen auseinander gerissen. Darüber hinaus weisen die großen Asteroiden nur geringe Rotationsperioden auf. Eine schnelle Rotation um die eigene Achse würde dazu führen, dass die auftretenden Fliehkräfte die Körper auseinander reißen. Man geht davon aus, dass der überwiegende Teil der über 200 Meter großen Asteroiden derartige kosmische Schutthaufen darstellen.

Die Bahnen der Asteroiden

Asteroiden des Hauptgürtels

Hauptartikel: Asteroidengürtel Etwa 90 % der bekannten Asteroiden bewegen sich innerhalb des Hauptgürtels um die Sonne, einem breiten Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Sie füllen damit die Lücke in der Titius-Bode-Reihe. Vertreter dieser Asteroiden sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta.

Asteroiden innerhalb der Marsbahn

Hauptartikel: Asteroiden innerhalb der Marsbahn Asteroiden, deren Bahnen teilweise innerhalb des Mars verlaufen, gliedert man in 3 Gruppen:
- Amor-Typ: Dieser Asteroidentyp kreuzt die Marsbahn in Richtung Erde. Ein Vertreter ist der 1898 entdeckte Eros (1898, der sich der Erdbahn bis 0,15 AE) nähert. Nahe Vorbeigänge von Eros an der Erde dienten in den Jahren 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. Der Amor-Asteroid Albert, 1911 von Johann Palisa entdeckt, ging später wieder verloren und konnte erst 2000 wiederentdeckt werden. Der Namensgeber der Gruppe, der 1932 entdeckte Amor, besitzt eine typische Bahn von 1,08 bis 2,76 AE.
- Apollo-Typ: Asteroiden dieses Typs bewegen sich zwischen der Mars- und Erdbahn, wobei einige ihrer Mitglieder sehr exzentrische Umlaufbahnen besitzen, die sie im Perihel-Durchgang ins Innere der Venus-Umlaufbahn bringt (Apollo-Typ). Vertreter sind die 1918 von Max Wolf entdeckte Alinda, der 1932 von K. Reimuth entdeckte Apollo mit einer Bahn von 0,65 bis 2,29 AE und der 1937 entdeckte Hermes, der in nur 1½ facher Monddistanz an der Erde vorbeizog.
- Aten-Typ: Eine Gruppe von erdnahen Asteroiden, die sich typischerweise in einem Abstand von weniger als einer AE, und somit innerhalb der Erdbahn, um die Sonne bewegen. Benannt wurde sie nach dem 1976 entdeckten Aten. Aten-Asteroiden mit exzentrischen Bahnen können die Erdbahn von innen her kreuzen. Weitere Vertreter der Gruppe sind Ra-Shalom, Hathor und Cruithne. Diese Gruppen werden zusammenfassend auch als Erdbahnkreuzer (oder englisch Near-Earth Objects - kurz NEOs) bezeichnet, nach denen wegen einer theoretischen Kollisionsgefahr mit der Erde seit einigen Jahren systematisch gesucht wird. Das erfolgreichste Suchprogramm ist Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR). Weitere Suchprogramme sind NEAT und LONEOS.

Enge Begegnungen mit Erdbahnkreuzer


- Am 18. März 2004 passiert um 23:08 Uhr MEZ der Asteroid 2004 FH, ein Gesteinsbrocken mit etwa 30 m Durchmesser, die Erde über dem südlichen Atlantik in einem Abstand von nur 43.000 km.
- Der nur etwa sechs Meter große Asteroid 2004 FU162 näherte sich der Erde am 31. März 2004 auf 6.500 km. Kein anderer derzeit bekannter Kleinplanet ist der Erde näher gekommen.
- Am 13. April 2029 wird der Asteroid Apophis die Erde passieren: Nur etwa der dreifache Erddurchmesser werde zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität in Michigan nur alle 1300 Jahre vor.
- Der Asteroid 1950 DA wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, auch die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei nur 0,33 %.

Große und bekannte Einschlagkrater

Asteroiden, die mit anderen Himmelskörpern kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Eine diesbezügliche Auflistung befindet sich ebenfalls im Artikel Einschlagkrater im Absatz Große und bekannte Einschlagkrater.

Asteroiden, die sich auf Planetenbahnen bewegen

Hauptartikel: Trojaner (Astronomie) Asteroiden, die sich in den Lagrange-Punkten der Planeten befinden, nennt man Trojaner. Zuerst entdeckte man diese Begleiter bei Jupiter. Sie bewegen sich auf der Jupiterbahn vor beziehungsweise hinter dem Planeten. Jupitertrojaner sind beispielsweise Achilles und Aeneas. 1990 wurde der erste Marstrojaner entdeckt und Eureka getauft. In der Folgezeit wurden vier weitere Marstrojaner entdeckt.

Asteroiden zwischen Saturn und Uranus

Zwischen den Planeten Saturn und Uranus bewegt sich eine als Zentauren bezeichnete Gruppe von Asteroiden auf exzentrischen Bahnen. Der erste entdeckte Vertreter war Chiron. Die Zentauren stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel und sind durch gravitative Störungen auf instabile Bahnen abgelenkt worden.

Transneptunische oder Kuipergürtel-Objekte

Im äußeren Sonnensystem, jenseits der Neptunbahn, bewegen sich die Transneptunischen beziehungsweise Kuipergürtel-Objekte (Kuiper belt objects; KBO). Hier wurden die bislang größten Asteroiden oder Planetoiden entdeckt. Vertreter sind Quaoar, Orcus, Varuna und 2003 UB313.

Asteroiden innerhalb der Merkurbahn

Die Existenz einer weiteren Gruppe von Asteroiden, den Vulkanoiden, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Diese Asteroiden sollen sich auf sonnennahen Bahnen innerhalb des Merkur bewegen.

Siehe auch

Liste der Asteroiden, Liste der Monde und Erdbahnkreuzer

Literatur


- Kometen und Asteroiden. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 2003 (Sterne und Weltraum Special Nr.2003/2) ISBN 3936278369
- William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, Richard P. Binzel (Herausgeber): Asteroids III. Univ. of Arizona Press 2002 (Space Science Series) ISBN 0816522812 (engl.)
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 223-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel im PDF-Format erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4 Asteroiden-Newsletter]
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4?tvsearch=Asteroiden Asteroiden im TV]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2002/turiner_skala.html Turiner Skala für das Impakt-Risiko von Asteroiden und Kometen (Verein Kuffner Sternwarte)]
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/73043.html Trojanerwolken]

Videos

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981108.rm Asteroiden - Bomben aus dem All?]
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Asteroidengürtel

Der Asteroiden- oder Hauptgürtel ist jener Bereich des Sonnensystems zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, in dem der Großteil der Asteroiden oder Kleinplaneten um die Sonne wandert. Er wird heute mit etwa 2,0 bis 3,4 AE angegeben; schon vor 100 Jahren berechnete ihn Johann Palisa mit 2,2 bis 3,6 AE.

Entdeckung

Aufgrund einer als Titius-Bode-Reihe bezeichneten empirische Formel, die Aussagen über die Ordnung der Planeten macht, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit der systematischen Suche nach einem laut dieser Formel „fehlenden“ Planeten in diesem Bereich begonnen. Mit seiner Entdeckung des später als Ceres benannten größten Asterioden am 1. Januar 1801 glaubte Giuseppe Piazzi den Planeten gefunden zu haben. Doch kamen in den folgenden Jahren nach und nach weitere ähnliche Entdeckungen hinzu – zum Beispiel Pallas (1802) und Vesta (1807). Bis 1890 wusste man schon von 300 Asteroiden in dieser „Planetenlücke“ – bis heute sind es über 100.000 Objekte; darunter auch welche die, wie im Falle von Ida und seinem Begleiter Dactyl, sogar einen eigenen kleinen Mond haben. Es wird heute allgemein angenommen, dass der Asteroidengürtel gleichzeitig mit dem restlichen Sonnensystem aus einem Urnebel hervorgegangen ist und aufgrund der Einwirkung des Jupiter nicht zu einem Planeten zusammenwachsen konnte. Eine in der Vergangenheit populäre These, nach der es an der entsprechenden Stelle einmal einen kleinen Planeten gab, der aber durch die Kollision mit einem größeren Asteroiden in Stücke gerissen wurde, wird heute kaum noch vertreten.

Die Objekte

Es handelt sich um Objekte jeglicher Größe, von kleinen, unregelmäßig geformten Brocken bis zu dem größten bekannten Kleinplaneten im Hauptgürtel, Ceres, dessen Durchmesser mit etwa 945 Kilometern etwa einem Drittel des Durchmessers unseres Erdmondes entspricht. Bis auf den hellsten, Vesta, sind sie von der Erde aus nicht mit bloßem Auge auszumachen. Die Gesamtmasse aller Asteroiden des Gürtels ist kleiner als die des Erdmondes. Die Zusammensetzung der Asteroiden ist nicht im gesamten Hauptgürtel gleich. Im inneren Bereich (zwischen 2,0 und 2,5 AE) dominieren helle Objekte der Spektralklassen E (Albedo ~0,4) und S (Albedo ~0,2), auch die V-Klasse ist dort angesiedelt. Es handelt sich dabei um silikatreiche Objekte, die im Laufe ihrer Geschichte teilweise oder auch ganz aufgeschmolzen wurden. Ab einem Abstand von etwa 2,5 AE dominieren die dunklen, kohlenstoffhaltigen Asteroiden der Spektralklasse C (Albedo ~0,05). Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von den Asteroiden im inneren Bereich des Hauptgürtels: Sie dürften aus einer Mischung von Eis und Gestein hervorgegangen sein, die nur mäßig erhitzt wurde. Im äußeren Bereich des Asteroidengürtels treten dann vermehrt Objekte der Spektralklassen D und P auf. Diese sind dem C-Typ zwar ähnlich, wurden aber in ihrer Geschichte offenbar kaum nennenswert erhitzt, sodass auf ihrer Oberfläche noch Eis vorhanden sein könnte. Mit zunehmendem Abstand von der Sonne ist also eine Entwicklung von Objekten mit komplexer geologischer Vergangenheit hin zu primitiven (wenig veränderten) Asteroiden feststellbar.

Verteilung, Lücken

Die Asteroiden sind im Hauptgürtel nicht gleichmäßig verteilt, da die Gravitation des Planeten Jupiter – er vereint rund 70 Prozent der Gesamtmasse der Planeten unseres Sonnensystems in sich – Bahnstörungen verursacht. Bei ganzzahligen Verhältnissen der Umlaufzeiten der Asteroiden und des Jupiter treten Resonanzen auf, die den Gravitationseffekt verstärken. In diesen Bereichen sind keine stabilen Asteroidenbahnen möglich, so dass hier Lücken im Hauptgürtel auftreten. Nach dem Astronomen Daniel Kirkwood, der diese Lücken bereits 1866 festgestellt hatte, wurden sie Kirkwoodlücken genannt.

Sonstige Asteroidenvorkommen

Etwa zehn Prozent der bekannte Kleinplaneten laufen nicht auf Bahnen zwischen Mars und Jupiter.
- Innerhalb der Marsbahn bewegen sich die Amor-Typ-, Apollo-Typ- und Aten-Typ-Asteroiden.
- Auf den Bahnen der Planeten Mars, Jupiter und Neptun laufen Asteroiden um die Sonne, die als Trojaner bezeichnet werden.
- Jenseits des Neptun bewegen sich Transneptune bzw. Objekte des Kuipergürtels (KBO - Kuiper Belt Objects). In diesem Bereich werden mehr Objekte vermutet als im Hauptgürtel, aufgrund der großen Entfernung sind sie aber schwieriger nachzuweisen. Zudem finden sich unter den Transneptunen auch einige Objekte, deren Durchmesser über 1000 km liegt, und somit die größten Asteroiden im Hauptgürtel übertreffen. Ein weiterer Asteroidengürtel, die Vulcanoiden, ist innerhalb der Merkurbahn zu erwarten, konnte aber bisher wegen der Sonnennähe nicht direkt nachgewiesen werden.

Asteroidengürtel in der Fiktion

Asteroidengürtel bieten in Science-Fiction-Filmen ein dramaturgisches Element, sind in der Regel aber masslos übertrieben dargestellt. Szenen wie die Verfolgungsjagd in den Star-Wars-Filmen Das Imperium schlägt zurück oder Angriff der Klonkrieger zeigen extrem dichte Felder aus sich schnell bewegenden Objekten, die nur durch Pilotenkunst zu meistern sind. Die bislang einzige 'echte' Darstellung eines Asteroidengürtels war in 2001 - Odysee im Weltraum, welcher eine Szene enthält in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Asteroidengürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden die ihn durchquerten beweisen - tatsächlich sind aufwändige Kursberechnungen nötig um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl von etwa 100.000 auf ein immenses Raumgebiet verteilt.

Literatur


- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 222-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel auf der Seite des Autors im PDF-Format abrufbar: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch) Kategorie:Asteroid ja:小惑星帯 ko:소행성대 simple:Asteroid belt

1807

Ereignisse


- 7./8. Januar: Schlacht bei Eylau zwischen Truppen Napoleons und Russlands
- 2. März: Der US-Kongress beschließt ein Gesetz, das den Sklavenhandel ab 1808 verbietet
- 14. Juni: Schlacht bei Friedland. Napoléon Bonaparte erreicht einen entscheidenden Sieg über das vereinigte russisch-preußische Heer
- 21. Juni: Russisch-französischer Waffenstillstand
- 25. Juni: Preußisch-französischer Waffenstillstand, Beginn der Verhandlungen in Tilsit
- 6. Juli: Napoleon trifft den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise in Tilsit
- 9. Juli: Frieden von Tilsit
- 5. September: Die Briten nehmen nach dreitägiger Bombardierung Kopenhagen ein und beginnen damit einen Präventivkrieg gegen Dänemark-Norwegen, um den Zugang zur Ostsee sicherzustellen. Gleichzeitig wird die dänische Insel Helgoland von britischen Truppen besetzt
- 9. Oktober: Friedrich Wilhelm III. erläßt ein Edikt zur Befreiung der Bauern von der Leibeigenschaft
- 4. November: Das Schottengymnasium in Wien eröffnet feierlich
- Scharnhorst schafft im preußischen Heer die Prügelstrafe ab
- Humphry Davy entdeckt das Natrium
- Der türkische Sultan Selim III. wird gestürzt und ein Jahr später ermordet
- Jamaika. Der Sklavenhandel wird verboten
- Gründung der Geological Society of London

Kultur


- 24. Februar: Uraufführung des Melodrams Die Glocke von Justin Heinrich Knecht in Stuttgart

Geboren


- 2. Januar: Wilhelm Zimmermann, deutscher protestantischer Theologe († 1878)
- 6. Januar: Ludwig Erk, Deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler († 1883)
- 15. Januar: Hermann Burmeister, Leiter der wissenschaftlichen Erforschung der La-Plata-Länder († 1905)
- 19. Januar: Robert Edward Lee, General der Südstaaten-Armee im amerikanischen Bürgerkrieg († 1870)
- 28. Januar: Robert John Le Mesurier MacClure, britischer Nordpolarforscher († 1905)
- 1. Februar: Eduard Blösch, konservativer Schweizer Politiker († 1866)
- 3. Februar: Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General († 1884)
- 3. Februar: Joseph Eggleston Johnston, US-amerikanischer General († 1891)
- 11. Februar: Karl Schmitz, deutscher Kaufmann, Bürgermeister der Stadt Mainz († 1882)
- 15. Februar: Ignacy Feliks Dobrzyński, polnischer Komponist († 1867)
- 1. März: Wilford Woodruff, 4. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage († 1898)
- 7. März: Adolph Methfessel, deutscher Komponist († 1878)
- 7. März: Franz Graf von Pocci, Zeichner, Radierer, Schriftsteller und Musiker († 1876)
- 14. März: Joséphine de Beauharnais jr., Enkelin der Kaiserin Joséphine von Frankreich († 1876)
- 17. März: Karl Mathy, Staatsminister in Baden († 1868)
- 25. März: James Howard Harris, 3. Earl of Malmesbury, britischer Staatsmann
- 10. Mai: Jean Victor Coste, französischer Naturforscher († 1873)
- 12. Mai: Manuel da Silva Passos, portugiesischer Rechtsanwalt und Politiker († 1895)
- 28. Mai: Louis Agassiz, US-amerikanischer Zoologe und Geologe († 1873)
- 23. Juni: Christian Märklin, deutscher evangelischer Theologe und Pädagoge († 1849)
- 28. Juni: Anton Philipp Reclam, deutscher Verleger und Buchhändler († 1896)
- 30. Juni: Friedrich Theodor Vischer, deutscher Schriftsteller und Politiker († 1887)
- 4. Juli: Giuseppe Garibaldi, Guerillakämpfer und Italiens populärster Soldat des Risorgimento († 1882)
- 8. August: Emilie Flygare-Carlén, schwedische Schriftstellerin († 1892)
- 11. August: David Rice Atchison, war am 4. März 1849, übergangsweise Präsident der USA († 1886)
- 27. August: Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist († 1863)
- 7. September: Johann Wilhelm Schirmer, deutscher Landschaftsmaler und Graphiker († 1863)
- 17. September: Ignaz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent († 1895)
- 25. September: Alfred Vail, US-amerikanischer Ingenieur und Erfinder († 1859)
- 21. Oktober: Napoléon-Henri Reber, französischer Komponist († 1880)
- 21. Oktober: Rudolf Oeser, deutscher Pfarrer und Volksschriftsteller († 1859)
- 10. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution und Abgeordneter († 1848)
- 14. November: Auguste Laurent, französischer Chemiker († 1853)
- 16. November: Eduard Friedrich Karl von Fransecky, preußischer General der Infanterie († 1890)
- 16. November: Jónas Hallgrímsson, isländischer Poet und Naturwissenschaftler († 1845)
- 16. Dezember: Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter († 1872)
- 23. Dezember: Antonius Maria Claret, heiliger spanischer Bischof und Ordensgründer († 1870)

Gestorben


- 5. Februar: Pascal Paoli, korsischer Revolutionär und Widerstandskämpfer (
- 1725)
- 17. Februar: Johann Rudolf Dolder, Schweizer Politiker (
- 1753)
- 18. Februar: Sophie von La Roche, deutsche Autorin (
- 1730)
- 8. März: Carl Friedrich Cramer, deutscher Altphilologie und Linguist (
- 1752)
- 9. April: John Opie, britischer Maler (
- 1761)
- 10. April: Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach, deutsche Herzogin und Komponistin (
- 1739)
- 14. April: Jeremias Benjamin Richter, deutscher Chemiker (
- 1762)
- 11. Juli: George Atwood, britischer Erfinder und Physiker (
- 1745)
- 12. August: Johann Stephan Pütter, deutscher Staatsrechtslehrer und Publizist (
- 1725)
- 2. September: Antonio Casimir Cartellieri, Komponist (
- 1772)
- 2. November: Louis-Charles-Auguste le Tonnelier, Baron de Breteuil, französischer Diplomat (
- 1730)
- 5. November: Angelika Kauffmann, österreichische Malerin (
- 1741)
- 14. November: Charles Grey, britischer General (
- 1729)
- 3. Dezember: Clara Reeve, englische Schriftstellerin, die im Stil der Gothic Novel schrieb (
- 1729) ko:1807년 simple:1807

29. März

Der 29. März ist der 88. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 89. in Schaltjahren) - somit bleiben 277 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1461 - Im Rosenkrieg gewinnt Edward von York die Schlacht von Towton und wird wenig später als König Edward IV. von England gekrönt.
- 1638 - Schwedische Siedler gründen die erste Niederlassung in Delaware und nennen diese "Neuschweden".
- 1707 - Wilhelm Hyacinth, Prinz von Oranien und Regent von Nassau-Siegen, wird von der Bevölkerung von Siegen aus der Stadt und dem Amt gejagt.
- 1792 - Der schwedische König Gustav III. wird während eines Maskenballs in Stockholm von einer Gruppe von Adligen ermordet.
- 1848 - In Preußen wird ein Märzministerium eingesetzt.
- 1871 - Die Royal Albert Hall wird in London von Königin Victoria eröffnet.
- 1930 - Heinrich Brüning wird deutscher Reichskanzler. Reichskanzler
- 1942 - In der Nacht zum Palmsonntag vom 28. zum 29. März 1942 wird durch einen Bombenangriff der Royal Air Force (R.A.F.) ein Fünftel der Lübecker Innenstadt zerstört, und es brennen die Marienkirche wie auch der Dom und die Petrikirche vollständig aus.
- 1945 - US-amerikanische Truppen besetzen die Stadt Mannheim.
- 1955 - Bonn-Kopenhagener Erklärungen
- 1962 - Argentinien. Dr. José M. Guido wird Staatspräsident.
- 1973 - Die letzten US-amerikanischen Truppen ziehen aus Südvietnam ab.
- 1976 - Die letzten britischen Truppen verlassen die Malediven
- 1981 - Argentinien. General Roberto E. Viola wird Staatspräsident.
- 1983 - Bündnis 90/Die Grünen ziehen das erste Mal in den Deutschen Bundestag ein.
- 1984 - Guinea. Tod von Staatspräsident Sékou Touré.
- 1985 - Griechenland. Christos Sartzetakis wird Staatspräsident.
- 1996 - Dr. Ahmad Tejan Kabbah wird Staatspräsident in Sierra Leone
- 2004 - Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO.
- 2006 - Totale Sonnenfinsternis, sichtbar in Afrika, Europa, Asien

Wirtschaft


- 1965 - Mit der Schließung der "Grube Georg" in Willroth endet der über 2000 Jahre lang betriebene Erzbergbau im Siegerland.
- 1999 - Der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones überschreitet an der New Yorker Börse erstmals die Marke von 10.000 Punkten.

Wissenschaft und Technik


- 1956 - Die heute gebräuchlichen Sondersignalanlagen bestehend aus Blaulicht und Martinshorn werden vorgeschrieben.
- 1974 - Die US-amerikanische Raumsonde "Mariner 10" passiert als erster irdischer Flugkörper den Merkur.

Kultur

Merkur
- 1806 - Die zweite, überarbeiteten Fassung des "Fidelio" von Ludwig van Beethoven wird in Wien uraufgeführt.
- 1879 - Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Oper "Eugen Onegin" wird im Moskauer Maly-Theater uraufgeführt.
- 1933 - Die Erstaufführung des Films Das Testament des Dr. Mabuse von Fritz Lang wird von der Filmprüfstelle Berlin wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verboten.
- 1947 - Uraufführung der Oper Albert Herring von Benjamin Britten in Glyndebourne.
- 1958 - Am Schauspielhaus Zürich werden die Theaterstücke "Biedermann und die Brandstifter" und "Die große Wut des Philipp Hotz" von Max Frisch uraufgeführt.

Religion


- 1139 - Der Templerorden wird durch die Bulle Omne datum optimum von Innozenz II. bestätigt und der Orden direkt dem Papst unterstellt.
- 1924 - Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bayern

Katastrophen


- 2000 - Im Westen Kenias kommen beim Zusammenstoß zweier Busse mehr als hundert Menschen ums Leben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1886 - Der Österreicher Wilhelm Steinitz wird durch einen Sieg gegen den Polen Johannes Hermann Zukertort (12,5-7,5) erster Schachweltmeister.
- 1966 - Boxen: - Cassius Clay verteidigt seinen WM-Titel im Schwergewicht gegen George Chuvalo erfolgreich.

Geboren


- 1616 - Johann Erasmus Kindermann, deutscher Organist und Komponist
- 1697 - Nicolaus Bruhns, deutscher Organist und Komponist
- 1735 - Johann Karl August Musäus, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1746 - Carlo Bonaparte, Vater von Napoleon Bonaparte
- 1769 - Nicolas-Jean de Dieu Soult, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1790 - Carl Theodor Welcker, Gelehrter und liberaler Politiker Carl Theodor Welcker
- 1790 - John Tyler, 10. Präsident der USA
- 1799 - Edward Geoffrey Smith Stanley, 14. Earl of Derby, mehrfacher britischer Premierminister
- 1801 - Georg Christian Friedrich Lisch, mecklenburgischer Altertumsforscher
- 1819 - Isaac Mayer Wise, US-amerikanischer Rabbiner
- 1824 - Ludwig Büchner, Bruder des Dichters, Arztes und Revolutionärs Georg Büchner
- 1826 - Wilhelm Liebknecht, Mitbegründer der SPD
- 1853 - Hans Bußmeyer, deutscher Komponist
- 1854 - Friedrich Karl Adolf Neelsen, deutscher Pathologe und Wissenschaftler
- 1855 - Daniel-Henri Druey, schweizerischer Politiker
- 1862 - Carl Busch, US-amerikanischer Komponist
- 1876 - Friedrich Adolph Traun, Student aus Dresden
- 1877 - Alois Kayser, deutscher Missionar auf Nauru
- 1881 - Raymond Hood, US-amerikanischer Architekt
- 1886 - Gustaf Bengtsson, schwedischer Komponist
- 1888 - Charles-Valentin Alkan, französischer Musiker und Komponist
- 1891 - Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes-Grand-Prix-Teams
- 1891 - Yvan Goll, deutsch-französischer Schriftsteller
- 1892 - József Mindszenty, ungarischer Kardinal
- 1895 - Ernst Jünger, deutscher Schriftsteller
- 1896 - Wilhelm Ackermann, deutscher Mathematiker
- 1899 - Lawrentij Pawlowitsch Berija, georgischer Politiker in der UdSSR
- 1900 - Roman Lampl, deutscher Politiker
- 1901 - Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen, Landwirt und Reichstagsabgeordneter der NSDAP
- 1902 - Marcel Aymé, französischer Erzähler und Dramatiker
- 1902 - William Walton, englischer Komponist und Dirigent
- 1907 - Alfred Rasser, schweizerischer Kabarettist und Schauspieler
- 1909 - Moon Mullican, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Brigitte Horney, deutsche Schauspielerin
- 1912 - Hanna Reitsch, deutsche Fliegerin
- 1918 - Pearl Bailey, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1919 - Robert Lowry, US-amerikanischer Herausgeber
- 1927 - Alfred Neven DuMont, deutscher Verleger
- 1927 - John Robert Vane, britischer Pharmakologe und Nobelpreisträger
- 1929 - Lennart Meri, estnischer Historiker, Regisseur, Schriftsteller und Staatspräsident
- 1930 - Donny Conn, US-amerikanischer Sänger
- 1932 - Gerd Baltus, deutscher Schauspieler
- 1933 - Samora Machel, Präsident der nationalen Befreiungsbewegung FRELIMO von Mosambik
- 1939 - Terence Hill, italienischer Schauspieler
- 1941 - Bruno Simma, deutscher Völkerrechtler
- 1941 - Joseph H. Taylor Jr., US-amerikanischer Physiker
- 1942 - Eden Kane, britischer Sänger
- 1943 - Eric Idle, britischer Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Komponist und Buchautor
- 1943 - John Major, britischer Politiker und Premierminister
- 1943 - Vangelis, griechischer New Age-Komponist
- 1944 - Mike Shepstone, britischer Musiker
- 1946 - Terry Jacks, kanadischer Musiker
- 1946 - Wolfgang Drexler, baden-württembergischer Politiker und MdL
- 1947 - Bobby Kimball, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Christoph Leitl, österreichischer Unternehmer und Politiker
- 1951 - Hans-Wilhelm Steinfeld, norwegischer Journalist und Historiker
- 1951 - Klaus Bachler, österreichischer Schauspieler
- 1952 - Rainer Bonhof, deutscher Fußballspieler
- 1953 - Andy Parker, britischer Musiker
- 1953 - Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie in Freiburg
- 1954 - Maritta Böttcher, deutsche Politikerin
- 1957 - Christopher Lambert, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Helmut Zerlett, deutscher Musiker, Komponist und Produzent
- 1960 - Marina Sirtis, britische Schauspielerin
- 1961 - Barbara Wussow, österreichische Schauspielerin
- 1961 - Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1963 - Dirk Niebel, deutscher Politiker
- 1963 - MC Hammer, US-amerikanischer Musiker
- 1964 - Elle Macpherson, australische Schauspielerin und Modell
- 1964 - Andreas Obering, deutscher Comedian und Schauspieler
- 1965 - Voula Patoulidou, griechische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1968 - Lucy Lawless,neuseeländische Schauspielerin (Xena)
- 1969 - Kim Batten, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1976 - Igor Astarloa, spanischer Radrennfahrer
- 1976 - Jennifer Capriati, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1985 - Christiane Fürst, deutsche Volleyballspielerin

Gestorben


- 1058 - Stephan IX., Papst
- 1368 - Go-Murakami, 97. Kaiser von Japan (von 1339 bis 1368), Gegenkaiser
- 1512 - Lukas Watzenrode, Fürstbischof des Ermlandes
- 1519 - Gianfrancesco II. Gonzaga, Sohn des Markgrafen Federico I. Gonzaga von Mantua und sein Nachfolger
- 1697 - Nicolaus Bruhns, Komponist und Orgelvirtuose
- 1772 - Emanuel Swedenborg, schwedischer Naturforscher
- 1777 - Johann Heinrich Pott, deutscher Chemiker und Apotheker
- 1792 - Gustav III. von Schweden, König von Schweden
- 1826 - Johann Heinrich Voß, deutscher Dichter und Übersetzer berühmter Klassiker
- 1847 - Emmanuel de Grouchy, Marschall von Frankreich
- 1848 - Carl Amandus Kühn, namhafter Geologe und Verfechter des Neptunismus
- 1848 - Johann Jacob Astor, US-amerikanischer Unternehmer deutscher Abstammung
- 1855 - Daniel-Henri Druey, schweizer Rechtsanwalt, Philosoph, Politiker und Bundesrat
- 1863 - Heinrich Maria von Hess, deutscher Maler
- 1870 - Paul Émile Botta, italienischer Arzt, Konsul und Archäologe
- 1877 - Alexander Braun, deutscher Botaniker
- 1880 - Jacob Axel Josephson, schwedischer Komponist
- 1880 - Heinrich Bernhard Oppenheim,
- 1881 - Carl Weyprecht, Marineoffizier, Arktisforscher und Geophysiker
- 1888 - Charles-Valentin Alkan, französischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1891 - Georges Seurat, französischer Maler
- 1897 - Thomas Couture, französischer Maler
- 1911 - Alexandre Guilmant, französischer Organist und Komponist
- 1912 - Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Polarforscher
- 1924 - Charles Villiers Stanford, irischer Komponist
- 1925 - Bajram Curri, Albanischer Freiheitskämpfer
- 1928 - Carl Junker, Syndikus des Vereines der österreichisch-ungarischen Buchhändler und Historiker
- 1929 - Meta von Salis, schweizerische Historikerin und Kämpferin für das Frauenstimmrecht
- 1934 - Ludwig Marum, Rechtsanwalt, Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1937 - Karol Szymanowski, polnischer Komponist
- 1940 - Johann Schütte, deutscher Luftschiffpionier
- 1947 - Viktor Neubaum, deutscher Romancier, Lyriker und Dramatiker
- 1951 - Géza Maróczy, ungarischer Schachspieler
- 1957 - Arthur Joyce Cary, britischer Schriftsteller
- 1965 - Ewald Mataré, deutscher Bildhauer
- 1967 - Fritz Schäffer, deutscher Politiker, Bundesminister, Ministerpräsident von Bayern
- 1980 - Annunzio Paolo Mantovani, italienischer Orchesterleiter
- 1982 - Carl Orff, deutscher Komponist und Pädagoge
- 1982 - Helene Deutsch, US-amerikanische Psychoanalytikerin
- 1982 - Walter Hallstein, deutscher Politiker und Jurist
- 1985 - Gerhard Stöck, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1994 - Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur
- 2000 - Karl-Heinz Lauterjung, deutscher Physiker
- 2001 - John Lewis, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 2003 - Carlo Urbani, italienischer Arzt
- 2005 - Johnnie Cochran, US-amerikanischer Rechtsanwalt

Feier- und Gedenktage


- Barachisus
- Berthold (Berthold von Kalabrien), Eremit, verschiedentliche als Gründer der Karmeliten bezeichnet
- Gladys von Wales, Königin, Einsiedlerin
- Helmstan, Bischof von Winchester
- Jonas, Mönch und Märtyrer in Persien
- Ludolf (Ludolf von Ratzeburg), Prämonstratenser, Bischof von Ratzeburg
- Ragnachar, Bischof von Basel

Siehe auch


- 28. März - 30. März
- 29. Februar - 29. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0329 ja:3月29日 ko:3월 29일 simple:March 29 th:29 มีนาคม

1807

Ereignisse


- 7./8. Januar: Schlacht bei Eylau zwischen Truppen Napoleons und Russlands
- 2. März: Der US-Kongress beschließt ein Gesetz, das den Sklavenhandel ab 1808 verbietet
- 14. Juni: Schlacht bei Friedland. Napoléon Bonaparte erreicht einen entscheidenden Sieg über das vereinigte russisch-preußische Heer
- 21. Juni: Russisch-französischer Waffenstillstand
- 25. Juni: Preußisch-französischer Waffenstillstand, Beginn der Verhandlungen in Tilsit
- 6. Juli: Napoleon trifft den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise in Tilsit
- 9. Juli: Frieden von Tilsit
- 5. September: Die Briten nehmen nach dreitägiger Bombardierung Kopenhagen ein und beginnen damit einen Präventivkrieg gegen Dänemark-Norwegen, um den Zugang zur Ostsee sicherzustellen. Gleichzeitig wird die dänische Insel Helgoland von britischen Truppen besetzt
- 9. Oktober: Friedrich Wilhelm III. erläßt ein Edikt zur Befreiung der Bauern von der Leibeigenschaft
- 4. November: Das Schottengymnasium in Wien eröffnet feierlich
- Scharnhorst schafft im preußischen Heer die Prügelstrafe ab
- Humphry Davy entdeckt das Natrium
- Der türkische Sultan Selim III. wird gestürzt und ein Jahr später ermordet
- Jamaika. Der Sklavenhandel wird verboten
- Gründung der Geological Society of London

Kultur


- 24. Februar: Uraufführung des Melodrams Die Glocke von Justin Heinrich Knecht in Stuttgart

Geboren


- 2. Januar: Wilhelm Zimmermann, deutscher protestantischer Theologe († 1878)
- 6. Januar: Ludwig Erk, Deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler († 1883)
- 15. Januar: Hermann Burmeister, Leiter der wissenschaftlichen Erforschung der La-Plata-Länder († 1905)
- 19. Januar: Robert Edward Lee, General der Südstaaten-Armee im amerikanischen Bürgerkrieg († 1870)
- 28. Januar: Robert John Le Mesurier MacClure, britischer Nordpolarforscher († 1905)
- 1. Februar: Eduard Blösch, konservativer Schweizer Politiker († 1866)
- 3. Februar: Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General († 1884)
- 3. Februar: Joseph Eggleston Johnston, US-amerikanischer General († 1891)
- 11. Februar: Karl Schmitz, deutscher Kaufmann, Bürgermeister der Stadt Mainz († 1882)
- 15. Februar: Ignacy Feliks Dobrzyński, polnischer Komponist († 1867)
- 1. März: Wilford Woodruff, 4. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage († 1898)
- 7. März: Adolph Methfessel, deutscher Komponist († 1878)
- 7. März: Franz Graf von Pocci, Zeichner, Radierer, Schriftsteller und Musiker († 1876)
- 14. März: Joséphine de Beauharnais jr., Enkelin der Kaiserin Joséphine von Frankreich († 1876)
- 17. März: Karl Mathy, Staatsminister in Baden († 1868)
- 25. März: James Howard Harris, 3. Earl of Malmesbury, britischer Staatsmann
- 10. Mai: Jean Victor Coste, französischer Naturforscher († 1873)
- 12. Mai: Manuel da Silva Passos, portugiesischer Rechtsanwalt und Politiker († 1895)
- 28. Mai: Louis Agassiz, US-amerikanischer Zoologe und Geologe († 1873)
- 23. Juni: Christian Märklin, deutscher evangelischer Theologe und Pädagoge († 1849)
- 28. Juni: Anton Philipp Reclam, deutscher Verleger und Buchhändler († 1896)
- 30. Juni: Friedrich Theodor Vischer, deutscher Schriftsteller und Politiker († 1887)
- 4. Juli: Giuseppe Garibaldi, Guerillakämpfer und Italiens populärster Soldat des Risorgimento († 1882)
- 8. August: Emilie Flygare-Carlén, schwedische Schriftstellerin († 1892)
- 11. August: David Rice Atchison, war am 4. März 1849, übergangsweise Präsident der USA († 1886)
- 27. August: Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist († 1863)
- 7. September: Johann Wilhelm Schirmer, deutscher Landschaftsmaler und Graphiker († 1863)
- 17. September: Ignaz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent († 1895)
- 25. September: Alfred Vail, US-amerikanischer Ingenieur und Erfinder († 1859)
- 21. Oktober: Napoléon-Henri Reber, französischer Komponist († 1880)
- 21. Oktober: Rudolf Oeser, deutscher Pfarrer und Volksschriftsteller († 1859)
- 10. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution und Abgeordneter († 1848)
- 14. November: Auguste Laurent, französischer Chemiker († 1853)
- 16. November: Eduard Friedrich Karl von Fransecky, preußischer General der Infanterie († 1890)
- 16. November: Jónas Hallgrímsson, isländischer Poet und Naturwissenschaftler († 1845)
- 16. Dezember: Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter († 1872)
- 23. Dezember: Antonius Maria Claret, heiliger spanischer Bischof und Ordensgründer († 1870)

Gestorben


- 5. Februar: Pascal Paoli, korsischer Revolutionär und Widerstandskämpfer (
- 1725)
- 17. Februar: Johann Rudolf Dolder, Schweizer Politiker (
- 1753)
- 18. Februar: Sophie von La Roche, deutsche Autorin (
- 1730)
- 8. März: Carl Friedrich Cramer, deutscher Altphilologie und Linguist (
- 1752)
- 9. April: John Opie, britischer Maler (
- 1761)
- 10. April: Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach, deutsche Herzogin und Komponistin (
- 1739)
- 14. April: