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Al Jarreau

Al Jarreau

Al Jarreau (
- 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und R & B-Sänger und Songautor. Die einen sehen ihn seit den Anfängen seiner Karriere 1975 hauptsächlich als Jazzsänger, die anderen eher als Popsänger - und sie streiten noch heute darüber. Eine Kategorisierung ist bei ihm fast unmöglich, denn er versteht es meisterhaft, mit seiner Musik alle musikalischen Grenzen zu sprengen. Er bezeichnet sich selbst als Pop,- Jazz- und R & B-Sänger und sagte einmal: Ein typischer Popsänger improvisiere nicht so viel, wie er es auf der Bühne tut - und ein Jazzsänger funkt nicht so viel, wie ein R & B-Sänger es tut. "Stimmkünstler", "the voice", "Stimmartist", "human synthesizer", "the amazing acrobat of scat" - das sind nur einige der Namen, die Al Jarreau in den letzten Jahren gegeben wurden.

Familie

Sein richtiger Name ist Alwyn Lopez Jarreau. Er glaubt, dass er den Mittelnamen der Baseball Leidenschaft seines Vaters zu verdanken hat, der für den Shortstopper Al Lopez schwärmte. Sein aus New Orleans stammender Vater - Emile Alphonse Jarreau - ging auf die Seminary School for Ministers in Huntsfield/Alabama und war Pfarrer in der "Seventh Day Adventist Church", arbeitete aber während des 2. Weltkrieges in der Munitionsfabrik A.O. Smith, so dass Al seinen Vater nie in der Kirche predigen hörte, nur zu Hause. Seine Mutter - Pearl Walker Jarreau - war Kirchenorganistin. Er ist das fünfte von sechs Kindern. Die Familie war sehr arm. Sie zeichnete sich durch eine große Musikalität aus. So auch der kleine Al, der bereits mit vier Jahren sein erstes Solo in der Kirche sang. Schon als Kind entdeckte er durch seine Brüder seine Leidenschaft für improvisierte Musik, als er mit ihnen zusammen zu Hause sang.

Jugend/Studium (1958-1971)

In seiner Jugend begann er in Bars seiner Heimatstadt aufzutreten. In einer davon lernte er den ungarischen Jazzpianisten Laszlo Les Czimber (genannt "Tarzan") kennen. Dieser war 1956 während der Revolution von Budapest in Al's Heimatstadt Milwaukee geflohen. Er ermunterte Al zum Improvisieren und brachte ihm bei, wie man Songs ausarbeitet.
- Von 1958 bis 1962 studierte Al am Ripon College in Wisconsin Psychologie und schloß dort mit dem "Bachelor of Arts degree" ab. Während seines Studium trat er lokal mit einer 4-köpfigen Gruppe namens "The Indigos" an den Wochenenden auf. Danach promovierte er an der University of Iowa (Master´s Degree in Vocational Rehabilitation).
- 1964 ging er nach 6 Monaten Armeereserve nach San Francisco. Dort führte er eine Art Doppelleben. Dreimal pro Woche trat er Abends in einem Club mit einem Trio auf, welches von dem damals noch unbekannten George Duke (dem Neffen von Dianne Reeves) geleitet wurde. Tagsüber arbeitet er als Rehabilitationshelfer im "California Division and Rehabilitation Center", wo er Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen half, sie wieder ins Arbeitsleben mit einzugliedern.
- Mit dem brasilianischen Gitarristen Julio Martinez, den er 1968 kennen lernte, trat er im Duo im "Gatsby's" in Sausalito auf. In dieser Zeit entdeckte er auch seine Liebe zum Bossa Nova und entwickelte er seinen speziellen Gesangsstil (den Gesang mit instrumentalen Sounds zu unterlegen).
- Sozialarbeit war eigentlich sein Traumberuf, denn er war schon immer von dem Wunsch beseelt, anderen Menschen in irgendeiner Weise helfen zu können. 1969 entschied er sich jedoch ganz für die Musik und kündigte seine Arbeitsstelle, da ein Doppelleben auf Dauer einfach zu anstrengend war. Heute ist er überzeugt davon, damals die richtige Entscheidung getroffen zu haben, da er mit seiner Musik mehr Leuten hat helfen können, als er das je mit Sozialarbeit hätte tun können.
- Um 1969/1970 herum wurde er zum ersten Mal auf Elton John und den Song "Your Song" aufmerksam. Er fing gerade damit an, selbst Musik zu schreiben. Heraus kam der Song "Lock all the Gates", der einen Teil seiner Stimmung zu jener Zeit wiedergibt und andere Songs, die auf seiner 1975 veröffentlichen Platte "We got By" zu hören sind. Lieder aus einer Zeit, die für ihn von Hoffnung und Verzweiflung geprägt waren. Hoffnung - weil er immer noch darauf hoffte, sich selbst verwirklichen zu können und Verzweiflung - weil er noch keinen Plattenvertrag vorweisen konnte. Unter anderem trat er damals in verschiedenen TV-Shows auf (Johnny Carson, Mike Douglas und David Frost)...Vergeblich. 1971 gründete er in Minneapolis mit Julio Martinez eine Rockgruppe Namens „Jarreau“. Auch dieser Versuch endete mehr oder weniger erfolglos.

Karriere (1965 - 2004)


- 1965 Er sang als Student an Wochenenden u. a. mit dem Joe Abodeely Trio in einem Club in Cedar Rapids, genannt "The Tender Trap". Dort traf er auch auf den Saxophonisten J.R. Monterose, der ihm beibrachte, die Noten, welche für den Saxophonisten bestimmt waren, einfach zu singen bzw. "zu scatten". Ein Liveauftritt wurde mitgeschnitten, welcher später als Platte unter dem Titel "1965 - Al Jarreau" beim "Bainbridge Label" erschien (auch unter den Titeln "The Masquerade is over" oder "J.R. Monterose - Live at the Tender Trap" bekannt), auf dem er so bekannte Standards wie "Sophisticated lady", "My Favourite Things", "Come Rain or Shine" oder "One note Samba" singt.
- 1975 ...trat er im Vorprogramm des Jazzpianisten Les McCann im Troubadour Club in Hollywood auf. Bei einem nachfolgenden Auftritt im "Bla Bla Cafe" wurde er endlich von einem Warner Brothers Talent Scout entdeckt und unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag. Kurz darauf erschien seine erste Platte bei Warner „We got By“. Er war damals bereits 35 Jahre alt.
- 1976 ...kam sein zweites Album "Glow" heraus. Er trat damals 5 Tage lang im Hamburg-Eppendorfer Lokal „Onkel Pö“ auf und sang hier zum allerersten Mal vor ausländischem Publikum. Eine Hamburger Zeitung berichtete damals, das man in dem überfüllten kleinen Raum die berühmte Stecknadel hätte zu Boden fallen hören können, derart in den Bann gezogen und fasziniert waren die Zuschauer von seinen Songs und mit welcher Einfühlsamkeit und Konzentration er sie auf der Bühne darbot. Der Auftritt am 12. März 1976 (seinem 36. Geburtstag) war ein so sensationeller Erfolg, das Al über Nacht vom Geheimtipp zum Star wurde. Plötzlich befand er sich mitten auf einer Europa-Tournee, da ihn auf einmal jeder sehen und hören wollte. So ging es vom kleinen Hamburger Szenelokal "Onkel Pö" direkt auf die "Berliner Jazztage", wo er mit Beifallsstürmen überschüttet wurde, ja sogar als "Sieger des Festivals", "Entdeckung des Jahres", "Stimmwunder" und "Stimm-Genie" gefeiert wurde. Heute sagt er über seinen damaligen Auftritt im Onkel Pö, das damals ein Traum für ihn wahrgeworden wäre. In seinem Heimatland kaum beachtet, liebten ihn die Deutschen und seine Musik um so mehr. Von daher rührt auch seine besondere Liebe zu seinen deutschen Fans. Diese hängt bestimmt auch damit zusammen, dass er als Kind in Milwaukee mit Kindern deutscher Aussiedler aufgewachsen ist, die ihm seine ersten deutschen Worte beibrachten und ihn mit deutschen Spezialitäten wie Bratwurst, Sauerkraut und Weißwurst bekanntmachten. Er betont in Interviews immer wieder, wie gerne er nach Deutschland kommt.
- 1977 ... Ausschnitte aus der Europa-Tournee sind auch auf der Platte "Look to the Rainbow" von 1977 zu hören. Hier machte ihn vor allem die Liveversion von Dave Brubeck's Klassiker "Take Five" mit einem Schlag bekannt. Er erhielt den deutschen Schallplattenpreis für Nachwuchskünstler. Auch in den USA wuchs seine Bekannt- und Beliebtheit. Im gleichen Jahr erhielt er dort den „Grammy“ als „best male jazz vocalist“.
- 1978 All fly home... er gewann dafür einen zweiten Grammy als "Best Jazz Vocal Performance" bescherte.
- 1980 This Time...Dort singt er eine Coverversion von Chick Corea's berühmtem Instrumentalstück "Spain - I can recall", den er mit einem Liedtext versehen hat.
- 1981 Breakin' Away...mit dem halsbrecherischen Song "Blue Rondo a la Turk" von Dave Brubeck, das ihm seinen dritten Grammy als "Best Jazz Vocal performance" und vierten Grammy für das Album "Breakin' Away" (Best Pop Vocal Performance) einbrachte.
- 1983 Jarreau..., aus dem vor allem die Songs "Mornin'", "Boogie down" und "Trouble in Paradise" in Deutschland einem breiteren Publikum aus dem Radio bekannt sein dürften.
- 1984 High Crime
- 1985 Live in London...wurde in der englischen Wembley Arena in London vor tausenden von Zuschauern live aufgenommen.
- 1986 L is for Lover
- 1988 Heart's Horizon...auf dem er mit einem Duett zusammen mit Bobby McFerrin zu hören ist.
- 1992 Heaven and Earth ... bekam er seinen fünften Grammy für sein Album "Heaven and Earth" für "Best R & B Performance".
- 1994 Tenderness ...auf einer kleinen Bühne in Los Angeles vor knapp 250 Zuschauern live eingespielt, produziert von Marcus Miller. Dort wurde er von so berühmten Musikern wie Steve Gadd (Schlagzeug), Marcus Miller (Bass), Paulinho da Costa (Percussion), Eric Gale (Gitarre), Joe Sample (Klavier), David Sanborn (Saxophon) u. a. begleitet.
- 1996 folgte erstmal eine Tourpause, in der er drei Monate am Broadway in New York im Musical Grease die Rolle des "Teen Angel" spielte. Ebenfalls folgten TV-Gastauftritte in den amerikanischen Serien "New York Undervocer" und "Touched by an angel" (hierzulande bekannt als TV- Serie "Ein Hauch von Himmel").
- 1996 Best of Al Jarreau Eine Zusammenstellung seiner bekanntesten Hits. Dann wurde es erst einmal sehr ruhig um ihn, da er sich von seinem Management und seiner langjährigen Plattenfirma (Warner Brothers) trennte. In der Zwischenzeit tourte er jedoch rund um den Globus weiter.
- 2000 ...tauchte er dann plötzlich wieder aus der öffentlichen Versenkung auf mit neuer Platte "Tomorrow Today" und Plattenfirma (Verve/Grp). Erwähnenswert ist hier das Titelstück "Tomorrow Today", ein Salsa-Song mit ernstem Hintergrund zum Milleniumswechsel, heute auch an morgen zu denken.
- 2002 All I Got...In "Lost and found" sang er ein Duett mit dem englischen Rocksänger "Joe Cocker". Der selbstkomponierte Song "Jacaranda Bouganvillea" ist eine Hommage an Südafrika und Nelson Mandela.
- 2004 ...löste er das langjährige Versprechen gegenüber seinen Fans ein, endlich ein Jazzalbum herauszubringen, welches er mit einem Trio einspielte. Der Titel des Albums "Accentuate the Positive" beschreibt in drei Worten seine gesamte Lebensphilosophie: "Betone das Positive".

Sonstiges

Mitte der 80er Jahre sang er an dem von Quincy Jones produzierten Welthit "We Are The World" mit anderen bekannten Sängern für die Afrika-Welthungerhilfe mit. 1987 sang er die Titelmelodie für die bekannte amerikanische TV-Serie "Das Model und der Schnüffler" mit Cybill Shepherd und Bruce Willis in den Hauptrollen und schrieb selbst den Text zur Musik von Lee Holdrige.

Die Stimme

Seine Stimme zu beschreiben ist Joachim Ernst Berendt recht gut gelungen: "Jarreau - singend, gurgelnd, mit der Zunge schnalzend, stöhnend, schreiend, flatternd, flüsternd, seufzend, knatternd - verfügt über ein Arsenal stimmlicher Möglichkeiten, das mit dem keines anderen männlichen Sängers vergleichbar ist..... Jarreau ist ein Instrumentalist der Stimme, seine Musik kommt von instrumentalen Phrasen her. Seine Kehle bringt wirklich ein ganzes Orchester hervor: Schlagzeuge und Saxophone, Trompeten und Flöten, Congas und Bässe - aber das alles aus dem Mund eines einzigen Mannes, vom tiefsten Bass zum höchsten Flageolett, als ob dieser Mann über ein Dutzend oder mehr verschiedener männlicher oder weiblicher Stimmen verfüge. Am frappantesten ist Al Jarreaus Flötenstimme...." (Joachim-Ernst Berendt: Das Ritual aus der Kehle. In: Jazz Forum Nr. 49, 5/1977, S. 35) Dave Brubecks Klassiker „Take Five“, den Al Jarreau auf seinem Album "Look to the Rainbow" gecovert hat, zeigt als gutes Beispiel seine Imitationskunst. Ebenso als echter Zungenbrecher auf dem "Breakin' away" Album "Blue Rondo a la Turk" oder Chick Coreas "Spain - I can recall" (auf dem Album "This Time" zu finden).

Musikalische Einflüsse

Von Kind an wurde Al Jarreau durch den Jazz geprägt. Es war die Musik die im Hause Jarreau ausgeübt und gehört wurde. Am Radio hörte Al Jazzgrössen wie Ella Fitzgerald, Jon Hendricks, Dizzy Gillespie, Illinois Jacquet und Nat King Cole. Schnelle, instrumental gedachte Melodien so zu singen, dass er zusätzlich auch noch die Botschaft und Bedeutung des Songs vermitteln könne, dass alles habe er von Jon Hendricks gelernt. Musikalisch hat er zwischen Jon Hendricks und Johnny Mathis, versucht, seine eigene Stimme zu finden. Textlich wurde er dagegen von Joni Mitchell, den Beatles, Marilyn Allen Bergman und Bob Dylan geprägt. Al Jarreau wurde durch den scat Gesang und den Bossa Nova und viele weitere Musikrichtungen beeinflusst. Er sagt selber sagt: "So I'm really a product of a lot of different music. The whole American scene was an influence as a part of my past, but probably the jazz stuff was the most important." (Zitat nach: Sandra Cooper, Never giving up, in: Jazz Forum Nr. 71, 3/1981, S. 43)

Musikalität

Al Jarreau hat nie gelernt ein Instrument zu spielen oder Noten zu lesen. Ebensowenig hat er jemals Gesangsunterricht erhalten. Seine Musik kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus der Seele, er ist ein musikalisches Naturtalent. Er trägt ständig einen kleinen Walkman bei sich, um so seine neuesten musikalischen Ideen festzuhalten, bis er sie später mit dem jeweiligen Pianisten der Band fertigstellt und in Noten fasst. Das Scatten lernte er autodidaktisch. Er ist auch ein begnadeter Textschreiber. Er behauptet zwar immer wieder, dass er nicht dazu fähig sei, die Musik zu einem Stück wie Chick Coreas "Spain - I can recall" zu schreiben, doch er hat die Gabe, bekannte instrumentale Jazzstandards wie das oben erwähnte "Spain" oder Dave Brubeck's "Blue rondo a la Turk" im nachhinein mit einem selbstgeschriebenen Text zu versehen und zu singen. Die Texte kommen allerdings ganz zum Schluss und da er hohe Ansprüche an sich stellt, kann das schon einmal etwas dauern, ca. 6-8 Monate, ja manchmal sogar bis zu 15 Jahren. Beispiel: Das Stück "Lost & found", welches er 2002 auf seiner CD "All I got" mit Joe Cocker im Duett sang, wurde Mitte der 80er Jahre geschrieben, den Text fand er jedoch nicht vor 1995/1996. Das Stück hieß zuerst "Wrong place at the wrong time", bis ihm der kürzere Titel "Lost and found" in den Sinn kam. Texte, die Mut machen, sind ihm sehr wichtig. Aus diesem Grund hat er auch "Mornin'" und "Boogie Down" geschrieben: "Ich kann sein, was ich möchte, ich muss nur meinen Boogie besiegen. Du kannst sein, was du möchtest, also fang an!"

Live on stage

Doch so perfekt seine Studioproduktionen sein mögen, seine außergewöhnliche Musikalität zeigt sich erst richtig bei seinen Live-Konzerten. Er ist ein Entertainer par exzellence. Während der Stücke unterhält er sich charmant und humorvoll mit dem Publikum, erzählt gestenreich Anekdoten und nimmt deren Anregungen auf, scattet und improvisiert frei. So hören sich durch seine Improvisationen und das spontane Zusammenspiel mit der Band selbst Stücke, die er seit mehr als 30 Jahren singt (z.B. Take Five), immer wieder frisch, modern und lebendig an. Seine Musik ermutigt, tröstet und motiviert - seine Lebensfreude auf der Bühne ist buchstäblich ansteckend. Er wurde sogar schon als "Seelendoktor des Jazz und Soul" beschrieben. Al Jarreau meint, das hänge damit zusammen, dass er mit seinen Fans auf eine sehr direkte Art und Weise umgehe. Es ist ihm ein großes Bedürfnis, die Leute mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Konzert nach Hause zu schicken und mit seiner Musik zu verzaubern, damit der Alltag für sie ein wenig leichter wird. Den Beruf als Psychologe hat er deshalb nie so ganz aufgegeben.

Privat

Der heute 65-jährige Sänger hört zu Hause in Los Angeles am liebsten klassische Musik von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel, Eric Satie und Sergei Prokofjew. Verheiratet ist er seit 32 Jahren mit "Susan Player Jarreau". Er hat einen 21-jährigen Sohn namens "Ryan Adam Jarreau". Al Jarreau ist bekennendes Mitglied der Scientology-Sekte

Hollywood Walk of Fame

2001 erhielt er als einer der besten Sänger seiner Generation einen goldenen Stern auf dem berühmten "Hollywood Walk of Fame" in Los Angeles.

Grammys


- 1977 Beste Jazz Vocal Performance "Look To The Rainbow" (Album)
- 1978 Beste Jazz Vocal Performance "All Fly Home" (Album)
- 1981 Beste Pop Vocal Performance, "Blue Rondo A La Turk" (Single)
- 1981 Beste Jazz Vocal Performance "Breakin' Away" (Album)
- 1992 Beste R&B Vocal Performance, "Heaven and Earth" (Album) Bis heute ist er der einzige Künstler, der in drei unterschiedlichen Musikrichtungen Grammys bekommen hat: Jazz, Pop und Rhythm & Blues. Sein aktuelles Album "Accentuate the positive" wurde vor kurzem erst als "Bestes Jazzalbum 2004" für den Grammy nominiert.

Diskographie


- 1965 1965 Al Jarreau
- 1975 We Got By
- 1976 Glow
- 1977 Look To The Rainbow (Livealbum)
- 1978 All Fly Home
- 1980 This Time
- 1981 Breakin' Away
- 1983 Jarreau
- 1984 High Crime
- 1985 In London (Livealbum)
- 1986 Lis For Lover
- 1988 Heart's Horizon
- 1992 Heaven and Earth
- 1994 Tenderness (Livealbum)
- 1996 Best Of
- 1999 Tomorrow - Today
- 2002 All I Got
- 2004 Accentuate the Positive

Als Sideman


- 1973 Pass it on (Bill & Taffy)
- 1974 Body Heat (Quincy Jones)
- 1979 Carry On (Flora Purim), Love Connection (Freddie Hubbard)
- 1980 In Harmony - a sesame street (Soundtrack)
- 1981 Pages (Pages)
- 1982 Casino lights I (Montreux Jazzfestival various), Nightshift (Soundtrack)
- 1984 City Heat (Soundtrack), Send me your love (Kashif), Moonlightin (Soundtrack)
- 1985 City Rhythm (Shakatak), We are the world (USA for Africa), Out of Africa (Soundtrack)
- 1986 Double vision (David Sanborn/Bob James)
- 1987 Give it what U got (Hiram Bullock)
- 1989 Do the right thing (Soundtrack), Spellbound (Joe Sample)
- 1990 Collection (Larry Carlton), Friends (Jon Hendricks), Dick Tracy (Soundtrack), Christmas harmony (Inner voices), Back on the block (Quincy Jones)
- 1991 Give peace a chance (Peace choir), Casino lights II (Montreux Jazzfestival various)
- 1992 Back to the Garden (Richard Dworsky), Handels Messiah - A soulful celebration (various), Glengarry Glenn Ross (Soundtrack)
- 1993 Dear Friends (Abraham Laboriel)
- 1994 Jazz for Lovers vol III (various), Symphonic Bossa Nova (Ettore Stratto)
- 1995 People (Soundtrack)
- 1996 Night of the proms 1995 (various), All together now/Beatles (various), Flame (various), Best of Randy Crawford (Randy Crawford), Friends for live (various), Music 4 you (various)
- 1997 2 (Doky Brothers), A Twist of Jobim (various), Slow Jams Christmas II (various), One Passion (Michael Paolo), WB Jazz X-Mas Party (various), A portrait (Lou Harrison), Sweet thing (Boney James)
- 1998 Smooth Jazz II (various), Penetration (Michael P. Stewart), The Secrets of Nimh 2 (Soundtrack), Smooth Jazz III (various), Smooth Jazz IV (various)
- 1999 First thing 1st (Ricky Lawson), Winter Wonderland (various)
- 2000 Here's to you Charly Brown (David Benoit), 25 Years North Sea Jazz Festival (various), Guide to the North Sea Jazzfestival (various), Verve today Vol IV (various)
- 2001 Exhale (Exhale), Third Wish (Joyce Cooling), Goin’ home, a tribute to Duke Ellington (various), Making spirits bright (various), Live your live with verve (various)
- 2003 Yourself, myself (various)

Video (VHS)


- 1983 Sheena Easton (Act 1)
- 1985 Live in London (Livemitschnitt)
- 1994 Tenderness (Livemitschnitt) Jarreau, Al Jarreau, Al Jarreau, Al Jarreau, Al Jarreau, Al Jarreau, Al

Weblinks

http://www.aljarreau.com - offizielle Webseite von Al Jarreau

12. März

Der 12. März ist der 71. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 72. in Schaltjahren) - somit bleiben 294 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1171 - Manuel I. Komnenos lässt alle Venezianer im Byzantinischen Reich verhaften und enteignen. Bruch der Beziehung zwischen Byzanz und Venedig.
- 1664 - New Jersey wird eine britische Kolonie.
- 1864 - Das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund) wird das erste Mal, vom schweizerischen Arzt Dr. Louis Appia, im deutsch-dänischen Krieg getragen.
- 1913 - Canberra wird Hauptstadt von Australien.
- 1922 - Die Transkaukasische Republik wird in Tiflis proklamiert.
- 1930 - Mahatma Gandhi bricht mit 78 Männern zum sogenannten Salzmarsch auf, um in einem Akt des zivilen Ungehorsams das britische Salzmonopol zu brechen.
- 1938 - Das nationalsozialistische Deutschland besetzt - von den meisten Österreichern bejubelt - Österreich.
- 1940 - Mit der Unterzeichnung des Moskauer Friedensvertrags endet der Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion.
- 1945 - Einer der größten Luftangriffe des 2. Weltkriegs zerstört Dortmund.
- 1947 - Die Truman-Doktrin, die die Ausbreitung des Kommunismus verhindern soll, wird veröffentlicht.
- 1967 - Suharto übernimmt in Indonesien die Macht von Sukarno und wird Präsident.
- 1968 - Mauritius wird von Großbritannien unabhängig.
- 1968 - Gabun. Gründung der Einheitspartei "Parti Démocratique Gabonais"
- 1971 - Das Militär putscht unter Führung von General Tagmac und Nihat Erim in der Türkei erneut. Linke Parteien und Organisationen werden verboten. Mehrere tausend Menschen werden verhaftet und eingesperrt.
- 1986 - Bei einem Referendum stimmen die Spanier mehrheitlich für den Verbleib ihres Landes in der NATO.
- 1987 - Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg erklärt das deutsche Reinheitsgebot für Bier (seit 1516) für unzulässig.
- 1992 - Ausrufung der Republik Mauritius
- 1994 - Erstmals weiht die Anglikanische Kirche Englands 32 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde.
- 1996 - Die USA entsenden einen Flugzeugträgerverband in taiwanische Küstengewässer vor der Volksrepublik China.
- 1999 - Ungarn, Polen und Tschechien treten der NATO bei.
- 2001 - Irans Staatspräsident Mohammad Chātemī und Russlands Staatspräsident Wladimir Putin unterzeichnen ein Kooperationsabkommen beider Staaten.
- 2002 - In Algerien wird die Berbersprache Tamazight zur offiziellen Landessprache erklärt.
- 2003 - Der serbische Ministerpräsident Zoran Đinđić wird in Belgrad vor dem Regierungsgebäude aus dem Hinterhalt von Scharfschützen erschossen.

Wirtschaft


- 1894 - Coca-Cola wird zum ersten Mal in Flaschen verkauft.

Wissenschaft, Technik


- 1365 - Gründung der Universität Wien
- 1933 - In London gelingt Chemikern der britischen Imperial Chemical Industries (ICI) die Polymerisation von Ethen zu Hochdruck-Polyethylen.
- 1993 - Der erste Kühlschrank (ohne FCKW und FKW) wird vorgestellt.

Kultur


- 1953 - Das Musical "Can-Can" von Cole Porter wird im New Yorker Schuberttheater uraufgeführt.

Religion


- 515 v. Chr. - Der Tempel von Jerusalem wird vollendet.
- 1088 - Urban II. wird als Nachfolger von Papst Viktor III. inthronisiert.
- 1622 - Papst Gregor XV. spricht Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Theresa von Ávila, Isidor von Sevilla und Philipp Neri heilig.

Katastrophen


- 1928 - Die Staumauer der St.-Francis-Talsperre in der Nähe von Los Angeles bricht: ca. 400 Tote.
- 1934 - Das japanische Torpedoboot "Tomozuru" kentert während einer Übung im Sturm vor Sasebo. Von den 113 Besatzungsmitgliedern kommen ca. 100 Mann ums Leben.
- 1950 - Sigginston, Wales: Eine Avro Tudor V stürzt während des Landeanflugs ab. Alle 83 Menschen an Bord sterben dabei.
- 1993 - In New York City fordert ein drei Tage anhaltender Blizzard 243 Todesopfer und verursacht 3 Milliarden USD Sachschaden.
- 2001 - Die Buddha-Statuen von Bamiyan werden durch Taliban-Milizen auf Anordnung von Mullah Mohammed Omar gesprengt.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1515 - Caspar Othmayr, deutscher Priester, Theologe und Komponist
- 1606 - Johann Caspar Bauhin, schweizerischer Arzt und Botaniker
- 1607 - Paul Gerhardt, deutscher Kirchenlieddichter
- 1613 - André Le Nôtre, französischer Landschaftsarchitekt
- 1637 - Anne Hyde, erste Gattin König Jakob II. von England
- 1685 - George Berkeley, irischer Theologe und Philosoph
- 1728 - Anton Raphael Mengs, aus Böhmen stammender Maler
- 1732 - Joseph Gärtner, deutscher Botaniker
- 1769 - Archibald Campbell, britischer General
- 1776 - Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin
- 1784 - William Buckland, englischer Geologe und Paläontologe
- 1809 - Gustav Werner, evangelischer Pfarrer und Gründer der gleichnamigen Stiftung
- 1821 - John Joseph Caldwell Abbott, kanadischer Anwalt, Politiker und Premierminister
- 1821 - Luitpold von Bayern, Prinzregent von Bayern
- 1824 - Gustav Robert Kirchhoff, deutscher Physiker
- 1825 - Alexei Uwarow, russischer Archäologe
- 1832 - Charles Cunningham Boycott, britischer Gutsverwalter in Irland
- 1832 - Charles Friedel, französischer Chemiker
- 1835 - Gregorio María Aguirre García, Erzbischof von Toledo und Kardinal
- 1837 - Alexandre Guilmant, französischer Organist und Komponist
- 1838 - William Henry Perkin, britischer Chemiker
- 1848 - Karl Hagemeister, deutscher Maler
- 1854 - Gottfried Straßer, schweizerischer Pfarrer und Dichter
- 1862 - Alfredo Peri-Morosini, schweizerischer katholischer Bischof
- 1862 - Richard Skowronnek, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1863 - Gabriele D'Annunzio, italienischer Dichter und Politiker
- 1863 - Wladimir Iwanowitsch Wernadski, russischer Geologe, Geochemiker und Mineraloge
- 1870 - Grigol Zereteli, georgischer Altphilologe und Stalin-Opfer
- 1872 - Ernst Hottenroth, deutscher Bildhauer
- 1874 - Edmund Eysler, österreichischer Komponist
- 1877 - Wilhelm Frick, deutscher NS-Politiker
- 1878 - Richard Goldschmidt, deutsch-US-amerikanischer Zoologe und Genetiker
- 1879 - Alfred Abel, deutscher Schauspieler
- 1881 - Kemal Atatürk, Gründer und erster Staatspräsident der türkischen Republik
- 1883 - Oskar Wackerzapp, deutscher Politiker
- 1884 - Gustav Friedrich Hartlaub, deutscher Kunsthistoriker
- 1886 - Vittorio Pozzo, italienischer Fußballtrainer
- 1888 - Erich Rothacker, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1888 - Hans Knappertsbusch, deutscher Dirigent
- 1888 - Waslaw Nijinski, russischer Tänzer, Choreograph
- 1890 - Idris I., König von Libyen
- 1890 - William Dudley Pelley, US-amerikanischer Antisemit
- 1891 - Michel Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph
- 1893 - Erwin Planck, deutscher Politiker
- 1896 - Jesse Fuller, US-amerikanischer Musiker
- 1904 - Adolf Arndt, deutscher Politiker und MdB
- 1904 - Bodo Uhse, deutscher Schriftsteller
- 1908 - Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, deutscher Verleger
- 1911 - Gustavo Díaz Ordaz, mexikanischer Politiker und Präsident
- 1911 - Harry Fisher, US-amerikanischer Gewerkschafter, Friedensaktivist
- 1915 - Alberto Burri, italienischer Künstler
- 1916 - Nikolaj Iwanowitsch Pejko, russischer Komponist
- 1921 - Giovanni Agnelli, italienischer Industrieller und geschäftsführender Gesellschafter von Fiat
- 1922 - Arnim Dahl, deutscher Stuntman
- 1922 - Jack Kerouac, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1923 - Norbert Brainin, österreichisch-britischer Primgeiger des Amadeus-Quartetts
- 1925 - Georges Delerue, französischer Filmkomponist
- 1925 - Harry Harrison, US-amerikanischer Science Fiction Autor
- 1925 - Leo Esaki, japanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1925 - Louison Bobet, französischer Radrennfahrer
- 1926 - Eberhard Heinrich, Mitglied beim Politbüro des ZK der SED der DDR
- 1927 - Raúl Alfonsín, argentinischer Politiker und Präsident
- 1928 - Edward Albee, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1928 - Paul Kuhn, deutscher Pianist, Bandleader und Sänger
- 1928 - Walter Althammer, deutscher Politiker und MdB
- 1928 - Werner Krolikowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR
- 1929 - Hans Müllejans, Dompropst in der Domkirche zu Aachen
- 1931 - Gordon MacRae, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1932 - Barbara Feldon, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Adolf Frohner, österreichischer Maler und Grafiker
- 1935 - Jacques Benveniste, französischer Mediziner
- 1940 - Al Jarreau, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Mauri Antero Numminen, finnischer Sänger, Komponist, Entertainer, Buchautor und Filmemacher
- 1941 - Brian O'Hara, britischer Musiker
- 1942 - Mark Valentino, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Paul Kantner, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Ratko Mladić, ehemaliger Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Truppen
- 1943 - Christean Wagner, hessischer Politiker und Landesminister
- 1944 - Ernst Theodor Menke, deutscher Manager
- 1946 - Liza Minnelli, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1946 - Ricky King, deutscher Musiker
- 1947 - Kalervo Palsa, finnischer Maler des Expressionismus
- 1947 - Peter Harry Carstensen, deutscher Politiker, MdB
- 1947 - Peter Orloff, deutscher Sänger und Songschreiber
- 1948 - James Taylor, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - Les Holroyd, britischer Musiker (Barclay James Harvest)
- 1949 - Mike Gibbins, britischer Musiker
- 1949 - Reinhard Weis, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Yasuhiko Okudera, japanischer Fußballspieler
- 1953 - Alwin Fitting, deutscher Arbeitnehmervertreter der RWE Power AG
- 1953 - Ron Jeremy, US-amerikanischen Pornodarsteller
- 1956 - Steve Harris, britischer Musiker
- 1957 - Marlon Jackson, US-amerikanischer Sänger
- 1957 - Patrick Battiston, französischer Fußballspieler
- 1962 - Andreas Köpke, deutscher Fußballspieler und -manager
- 1963 - Joaquim Cruz, brasilianischer Leichtathlet
- 1963 - Kazik Staszewski, polnischer Rock- und Punkmusiker
- 1964 - Dieter Eckstein, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Graham Coxon, britischer Musiker und Maler
- 1973 - Tim Fischer, deutscher Chansonier
- 1977 - Rita König, rumänisch-deutsche Florettfechterin
- 1978 - Arina Tanemura, japanische Manga-Zeichnerin
- 1979 - Tim Wieskötter, deutscher Kanurennsportler
- 1987 - Teymur Rəcəbov, aserbaidschanischer Großmeister im Schach

Gestorben


- 417 - Papst Innozenz I., katholischer Heiliger
- 604 - Papst Gregor I., katholischer Heiliger, Kirchenvater und Kirchenlehrer
- 1316 - Stefan Dragutin, serbischer König
- 1447 - Schah-Rukh, Timuriden-Fürst
- 1507 - Cesare Borgia, italienischer Renaissanceherrscher
- 1628 - John Bull, englischer Organist und Cembalist
- 1648 - Tirso de Molina, spanischer Dichter
- 1737 - Karl Alexander, 11. Herzog von Württemberg
- 1772 - Franz de Paula Penz, Tiroler Pfarrer und Kirchenbaumeister
- 1801 - Paul I., Zar von Russland von 1796 bis 1801
- 1812 - Johann Jakob Griesbach, deutscher Professor
- 1832 - Friedrich Kuhlau, deutsch-dänischer Komponist
- 1834 - Karl Wilhelm Feuerbach, deutscher Mathematiker
- 1846 - Maria Katharina Tismar, deutsche Stiftungsgründerin
- 1861 - August Bier, deutscher Chirurg
- 1869 - Ernst Haberbier, deutscher Komponist und kaiserlich russischer Hofpianist
- 1872 - Zeng Guofan, chinesischer Staatsmann
- 1885 - Ysaac Brons, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- 1889 - Johannes IV. (Äthiopien), Kaiser von Äthiopien
- 1898 - Johann Jakob Balmer, schweizerischer Mathematiker und Physiker
- 1898 - Zacharias Topelius, finnisch-schwedischer Dichter und Schriftsteller
- 1905 - Rudolf von Alt, österreichischer Landschafts- und Architekturmaler
- 1906 - Joseph Monier, französischer Gärtner, erfand den Stahlbeton
- 1909 - Herrmann Julius Meyer, deutscher Verleger
- 1914 - George Westinghouse, US-amerikanischer Erfinder
- 1916 - Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin
- 1925 - Sun Yat-sen, chinesischer Politiker
- 1932 - Ivar Kreuger, Gründer der Svenska Tändsticks AB (STAB)
- 1937 - Jenö Hubay, ungarischer Komponist und Violinvirtuose
- 1937 - Charles-Marie Widor, französischer Organist, Komponist und Lehrer
- 1942 - Robert Bosch, deutscher Industrieller und Philanthrop
- 1942 - Sir William Henry Bragg, englischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1943 - Gustav Vigeland, norwegischer Bildhauer
- 1945 - Anne Frank, deutsche Jüdin, Opfer des Holocaust
- 1945 - Friedrich Fromm, deutscher NS-Offizier
- 1950 - Heinrich Mann, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Alfred Hugenberg, Unternehmer und Politiker der Weimarer Republik
- 1954 - Marianne Weber, deutsche Frauenrechtlerin, Soziologin und Rechtshistorikerin
- 1955 - Charlie Parker, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1955 - Leo Wohleb, Staatspräsident des ehemaligen deutschen Bundeslandes Baden
- 1955 - Theodor Plievier, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Bolesław Bierut, kommunistischer polnischer Politiker
- 1960 - Semjon Iljitsch Bogdanow, Chef der sowjetischen Militäradministration in Brandenburg
- 1966 - Sidney Camm, englischer Luftfahrtingenieur
- 1978 - John Cazale, US-amerikanischer Schauspieler
- 1984 - Heinz Oskar Wuttig, deutscher Drehbuchautor
- 1990 - Philippe Soupault, französischer Dichter und Schriftsteller
- 1991 - Ragnar Arthur Granit, schwedischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1991 - William Heinesen, Dichter der Färöer
- 1992 - Heinz Kühn, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- 1993 - Robert Giscard, französischer Arzt und Mönch
- 1999 - Yehudi Menuhin, US-amerikanischer, später britischer Violinist und Dirigent
- 2001 - Robert Ludlum, US-amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler und Produzent
- 2002 - Spyros Kyprianou, griechisch-zypriotischer Politiker und Präsident
- 2003 - Andrei Kivilev, kasachischer Radrennfahrer
- 2003 - Howard Melvin Fast, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2003 - Zoran Đinđić, serbischer Ministerpräsident
- 2004 - Finn Carling, norwegischer Schriftsteller
- 2004 - Yvonne Cernota, deutsche Bobfahrerin
- 2005 - Karl Blessing, deutscher Verleger
- 2005 - Lisa Fittko, österreichische Schriftstellerin

Feier- und Gedenktage


- katholischer Gedenktag für Innozenz I.
- katholischer, evangelischer und orthodoxer Gedenktag für Gregor I. (Gregorstag)

Siehe auch


- 11. März - 13. März
- 12. Februar - 12. April
- März - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0312 ja:3月12日 ko:3월 12일 simple:March 12 th:12 มีนาคม

Milwaukee

Milwaukee ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Wisconsin. Milwaukee liegt am Westufer des Michigansees und hat 583.624 Einwohner (Stand 1.7.2004), mit Vororten ca. 1,4 Millionen Einwohner. Es gibt mehrere Hochschulen, u.a. die MSOE und die UWM (University of Wisconsin-Milwaukee). University of Wisconsin-MilwaukeeDie Entwicklung der Stadt wurde im 19. Jahrhundert durch den starken Zuzug deutscher Einwanderer geprägt. Vor allem nach der gescheiterten Revolution von 1848 zog es viele enttäuschte und verfolgte deutsche Demokraten in diesen Teil der USA, der erst kurz zuvor zur Besiedlung freigegeben worden war. Zwischen 1840 und 1880 nahm die Bevölkerung Milwaukees alle zehn Jahre um 70 bis 80 Prozent zu. Nach Angaben von Samuel Freemans The Emigrant Handbook gab es 1851 allein sechs deutschsprachige Zeitungen in der Stadt. Auch der deutsche Revolutionär Carl Schurz lebte kurze Zeit in Milwaukee. Ein Erbe dieser Einwanderergeneration bestand in dem ausgeprägten Gemeinsinn der Bürger Milwaukees. Die Stadt galt in sozialen Belangen als sehr fortschrittlich und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts sogar sozialistisch regiert. Dem deutschen Hang nach Biergartengemütlichkeit wird die Einrichtung einer Parkkommission im Jahre 1880 zugeschrieben, die dafür sorgte, dass viele Grünflächen von der Besiedlung verschont blieben. Auch wurde das Seeufer landschaftlich gestaltet und für jeden zugänglich erhalten. Die Stadt galt ebenfalls als beispielhaft für ihren öffentlichen Nahverkehr. Carl SchurzDie Großbrauereien Pabst, Schlitz und Miller trugen Milwaukee den Ruf der amerikanischen Bierhauptstadt ein. Größere Restaurants warten mit eigenen Brauereien auf und so gibt es in Milwaukee für fast jeden Geschmack ein Bier. Es gibt jedoch auch wichtige Industriefirmen in der Stadt, wie Harley Davidson und Briggs and Stratton. Mit dem Erweiterungsbau des Kunstmuseums, der 2001 von Santiago Calatrava fertig gestellt wurde, kann Milwaukee mit einer neuen architektonischen Attraktion aufwarten. 1993 kam es zu einer Epidemie von Kryptosporidien, bei der ca. 300.000 Einwohner erkrankten. Einmal im Jahr findet in Milwaukee mit dem 'Summerfest' das weltgrößte Musikfestival statt. In der Sommerzeit kann man überall in Milwaukee auch kostenlose Konzerte besuchen. Eines der schönsten jährlich freien Konzerte ist 'Jazz in the Park' im Cathedral Square Park. Der Cathedral Square Park wird dann zu einem Picknick mit Jazz. Recht bekannte Musiker aus Milwaukee sind Daryl Stuermer und Greg Koch sowie die ehemalige Highschoolband Violent Femmes.

Sport


- Milwaukee Brewers (Baseball, MLB)
- Milwaukee Bucks (Basketball, NBA)

Bekannte Persönlichkeiten


- Golda Meïr, israelische Premierministerin
- Mark Rylance, Schauspieler
- Violent Femmes, Alternative-Band aus Milwaukee
- Eric Szmanda, Schauspieler

Söhne und Töchter der Stadt


- Percy Shelley Anneke, US-amerikanischer Unternehmer
- Les Aspin, US-Verteidigungsminister
- Morris Fuller Benton, Ingenieur, Typograf und Direktor von ATF
- Leroy Chiao, US-amerikanischer Astronaut
- Lawrence Eagleburger, US-amerikanischer Politiker und Diplomat
- Heather Graham, Schauspielerin
- James Michael Harvey, katholischer Erzbischof und Präfekt der Präfektur des päpstlichen Hauses
- Woody Herman, Jazzmusiker, Klarinettist und Bandleader
- Al Jarreau, Jazz-, Pop- und R & B-Sänger und Songautor
- Barbara Jordan, Tennisspielerin
- Jane Kaczmarek, Schauspielerin
- George F. Kennan, Diplomat und Historiker
- Donald Ervin Knuth, emeritierter Professor für Informatik an der Stanford University
- Alvin Kraenzlein, Leichtathlet und vierfacher Olympiasieger
- William Morton Wheeler, erster bedeutender Ethologe Nordamerikas
- Gregory Albert Meyer, Erzbischof von Chicago
- John Neumeier, US-amerikanischer Tänzer, Choreograph und Ballettdirektor
- Frank Parker, US-amerikanischer Tennisspieler
- Amy Pietz, US-amerikanische Schauspielerin
- William H. Rehnquist, Vorsitzender Richter des Supreme Court (Oberster Gerichtshof)
- Herbert Simon, Sozialwisenschaftler und Nobelpreisträger
- Peter Straub, Schriftsteller
- Spencer Tracy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- Hoyt S. Vandenberg, US-amerikanischer Vier-Sterne-General
- Gene Wilder, US-amerikanischer Schauspieler
- Glenn Yarbrough, US-amerikanischer Sänger
- David Zucker, amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor
- Golda Meir, ehemalige Premierministerin von Israel

Weblinks


- [http://www.ci.mil.wi.us/display/router.asp?DocID=1 City of Milwaukee government Web site] (engl.)
- [http://www.milwaukee.org/static/index.cfm?action=group&contentID=16 Visit Milwaukee (Touristik-Auskunft)]
- [http://www.germanfest.com/ German Fest Milwaukee]
- [http://members.aol.com/bgclubnews/index.htm Nachrichten der deutschen Vereine im Raum Milwaukee] Kategorie:Ort in Wisconsin ja:ミルウォーキー

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können. Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt. Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.

Die Außenpolitik der Regierung Clintons

Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA. Beobachter haben von der Auße