Triton bezeichnet
#einen griechischen Gott des Meeres, siehe Triton (Mythologie)
#den größten Mond des Planeten Neptun, siehe Triton (Mond)
#den Atomkern des Tritiums, siehe Triton (Physik)
#Schiffe der US-Marine, darunter das Atom-U-Boot USS Triton (SSN-586), das als erstes die Erde unter Wasser umrundete
#in der Sprache der Seeleute die Toilette an Bord eines Schiffes
#den Namen eines Synthesizers von KORG, siehe Korg Triton
#den Enigmacode, welcher am 1. Februar 1942 den Code "Heimische Gewässer" ersetzte
#ein britisches Rennmotorrad der 60er Jahre, bei dem ein Triumph-Motor in einem Norton-Rahmen verbaut wird
#ein Versuchsschiff der britischen Royal Navy. Der weltgrößte Trimaran, siehe RV Triton
#eine finnische Demogruppe, die Anfang der 90er aktiv war TRN Triton
#einen Wohnwagen der Touringfamilie des Hymerkonzerns
ja:トリトン
Triton (Mythologie)
Triton ist ein griechischer Gott des Meeres.
Er wird oft als Sohn des Poseidon und der Amphitrite bezeichnet. Seine Geschwister waren Michelus, Rhode und Benthesikyme.
Sein Palast stand in der Nähe des Tritonischen Sees (heutiges Tunesien).
Er half den Argonauten, als diese durch einen Wirbelsturm in der Wüste landeten, in dem er ihre Schiffe wieder zurück ins Meer zog.
Sein Haupttempel stand in Aulis und ihm war im hellenistischen Griechenland ein sehr verbreiteter Kult gewidmet. In der Mythologie wird er selten erwähnt, in der Kunst allerdings oft dargestellt, indem er auf seiner Muschel bläst, mit der er das Meer aufwühlen oder wieder beruhigen kann.
Von Karl Kerényi wird er als Kentaur des Meeres bezeichnet, denn vorne ist er ein Mensch mit Armen und den Vorderbeinen eines Pferdes und hinten Delphin. In einer anderen Sage muss Herakles mit ihm kämpfen, wonach diesem der Weg zum Garten der Hesperiden gewiesen wird.
Der Bildhauer Richard Guhr schuf auf der Carl-Zuckmayer-Brücke im Rudolph-Wilde-Park in Berlin-Schöneberg 1908/1910 vier Figurengruppen mit Tritonen, die auf ihren Rücken Nymphen über das einstmals aus einer Seenkette bestehende Fenngelände von einem Ufer zum anderen tragen. (Informationstafel vor Ort.)
Triton wurde am 10. Oktober1846 von William Lassell entdeckt. Erst 17 Tage zuvor hatte Johann Gottfried Galle den Gasplaneten Neptun entdeckt.
Benannt wurde der Mond nach Triton, einem Meeresgott aus der griechischen Mythologie. Der Name wurde allerdings erst 1880 von Camille Flammarion und anderen Astronomen vorgeschlagen, wurde aber lange Zeit offiziell nicht benutzt. Aus Aufzeichnungen von 1939 geht hervor, dass der Mond zwar einen Namen habe, dieser war jedoch allgemein nicht im Gebrauch. In der astronomischen Literatur war immer nur vom Mond des Neptun die Rede. Es mutet etwas seltsam an, dass Lassell selbst keinen Namen vergab, waren doch erst einige Jahre zuvor seine Entdeckungen, der achte SaturnmondHyperion und die UranusmondeAriel und Umbriel, offiziell benannt worden.
Umlaufbahn
Triton umkreist Neptun in einem Abstand von 345.760 km auf einer fast kreisförmigen Bahn in 5 Tagen und 21 Stunden. Dabei umläuft er den Planeten, anders als die meisten Monde des Sonnensystems retrograd, das heißt entgegen dessen Rotationsrichtung. Die Bahn ist mit 156,834° stark gegen den Äquator des Neptun geneigt. Vermutlich ist Triton ein größeres Objekt des Kuipergürtels, das von Neptun durch dessen Gravitationswirkung eingefangen wurde. Dabei könnte er vom Aufbau dem Planeten Pluto, dessen Mond Charon sowie anderen Mitgliedern des Kuipergürtels sehr ähnlich sein. Triton umläuft Neptun innerhalb eines kritischen Abstandes, wodurch er sehr stark den Gezeitenkräften des Riesenplaneten ausgesetzt ist. Berechnungen zufolge wird Triton in 100 Millionen Jahren zerrissen werden, wobei seine Bestandteile ein großes Ringsystem, ähnlich dem des Saturn, bilden werden.
Jahreszeiten
Tritons Rotationsachse ist 157° gegenüber der Rotationsachse des Neptun geneigt, die wiederum 30° gegenüber dessen Umlaufbahn um die Sonne geneigt ist. Daraus resultiert, dass Tritons Pole meistens direkt der Sonne zugewandt sind, ähnlich wie beim Planeten Uranus. Während Neptuns 166 Jahre dauernden Umlaufs um die Sonne, herrscht einmal am Nordpol und einmal Südpol über 80 Jahre lang Sommer, während auf der abgewandten Seite Winter herrscht. Die damit verbundenen Temperaturunterschiede führen zu starken jahreszeitlichen Effekten. Zum Zeitpunkt des Vorbeiflug der Voyager-Sonde war der Südpol der Sonne zugewandt, während die Nordpolregion seit etwa 30 Jahre im Schatten lag. Dort waren Ablagerungen von gefrorenem Stickstoff und Methan erkennbar, die offenbar im Wechsel mit den Jahreszeiten immer wieder erwärmt werden, verdampfen und sich erneut als Eis auf der Oberfläche niederschlagen.
Aufbau, Oberfläche und physikalische Eigenschaften
Triton besitzt einen mittleren Durchmesser von 2707 km und ist damit mit Abstand der größte Mond des Neptun. Seine mittlere Dichte beträgt 2,05 g/cm3, vermutlich besteht er aus einem Kern aus silikatischem Gestein und einer Kruste aus Wassereis. Er weist eine hohe Albedo von 0,7 auf, das heißt 70 % des eingestrahlten Sonnenlichts wird reflektiert. Dies rührt daher, dass ein großer Teil seiner Oberfläche von Eis bedeckt ist. Die mittlere Temperatur an der Oberfläche beträgt 34,5 K. Dies ist kalt genug, um trotz der geringen Gravitation eine Atmosphäre festzuhalten, die zu 99% aus Stickstoff und 1% aus Methan besteht. Allerdings ist der Druck mit 1 Pascal äußerst gering.
1989 flog die RaumsondeVoyager 2 an Neptun und seinen Monden vorbei und sandte dabei faszinierende Aufnahmen von Tritons Oberfläche. Es zeigte sich ein Netzwerk von Verwerfungen, an denen die Eiskruste deformiert und zerbrochen wurde, wobei nur wenige Krater vorhanden sind. Dies lässt darauf schließen, dass der Mond geologisch aktiv ist, wobei die Spuren ältere Krater durch geologische oder atmosphärische Prozesse verwischt wurden. Große Einschlagsbecken wurden offensichtlich mehrfach durch zähflüssiges Material aus dem Innern aufgefüllt.
Überraschend war der Nachweis einer Art von „kaltem“ Vulkanismus, die man als Kryovulkanismus (Kälte- oder Eis-Vulkanismus) bezeichnet. Es wurden Geysire festgestellt, die ein Gemisch aus flüssigem Stickstoff und mitgerissenen Gesteinsstäuben bis in 8 km Höhe ausstoßen. Diese sind auf den Voyager-Aufnahmen als dunkle Rauchfahnen sichtbar. Ursächlich dafür dürfte die jahreszeitliche Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung sein, die trotz ihrer geringen Intensität ausreicht, um gefrorenen Stickstoff zu verdampfen. Die ausgestoßenen Partikel setzen sich auf der Oberfläche ab und bilden Ablagerungen aus gefrorenem Methan und Silikaten. Das Methan wandelt sich infolge der Sonneneinstrahlung in andere organische Verbindungen um, die als dunkle Schlieren und Streifen sichtbar sind.
Er besteht aus Protonen und Neutronen die zusammen auch Nukleonen genannt werden. Er befindet sich, anschaulich gesprochen, im Zentrum des Atoms und konzentriert in sich mehr als 99,9% der Masse des gesamten Atoms. der Atomkern ist jedoch 100.000mal kleiner als die Elektronenhülle des Atoms.
Neutronen besitzen keine elektrische Ladung. Protonen sind jedoch positiv geladen. Infolgedessen ist der Atomkern elektrisch positiv geladen und kann über die Coulombkraft negativ geladene Elektronen an sich binden. Da die elektrische Ladung des Elektrons bis auf das Vorzeichen gleich der Ladung des Protons ist, muss ein nach außen hin elektrisch neutrales Atom ebenso viele Elektronen in der so genannten Elektronenhülle besitzen, wie Protonen im Kern. Atome mit einer unterschiedlichen Anzahl von Protonen und Elektronen sind nach außen hin elektrisch geladen und werden Ionen genannt.
Die positiv geladenen Protonen im Kern stoßen sich gegenseitig aufgrund der Coulombkraft ab. Da der Atomkern jedoch trotzdem nicht auseinander fliegt, muss im Kern eine weitere Kraft existieren, durch die sich die Nukleonen gegenseitig anziehen und die stärker ist als die Coulombkraft. Diese Kraft wird auch als Starke Wechselwirkung-Kernkraft bezeichnet. Die elementaren Kräfte, die zur Anziehung zwischen den Nukleonen führen, sind sehr kompliziert und bis heute nur näherungsweise beschrieben. Ihre Aufklärung ist unter anderem Gegenstand der Kernphysik.
Kernmodelle
Im Vergleich zur Atomphysik mit dem quantenmechanischenAtommodell, wo lediglich die elektromagnetische Wechselwirkung eine Rolle spielt, existiert in der Kernphysik kein Modell zur umfassenden Beschreibung aller Vorgänge im Atomkern. So gibt es verschiedene Modelle für unterschiedliche Fragestellungen. Ähnlich dem Schalenmodell in der Atomphysik gibt es auch in der Kernphysik ein Schalenmodell, das es erlaubt, die Energiezustände eines einzelnen Nukleons trotz fehlendem Zentralpotenzial in einem mittleren Potenzial zu berechnen. Die meisten angeregten Zustände eines Atomkerns können jedoch nur durch die kollektive Anregung mehrerer Nukleonen erklärt werden. Für die Beschreibung solcher Zustände kann man das kollektive Modell heranziehen. Die Eigenschaften von großen Atomkernen werden durch ein vibrierendes Tröpfchenmodell beschrieben.
- Das Tröpfchenmodell (Niels Bohr1936) beschreibt den Atomkern als Tröpfchen einer geladenen Flüssigkeit. Mit diesem klassischen Modell kann etwa die Kernspaltung gut erklärt werden (Bohr und John Archibald Wheeler1939).
- Das Schalenmodell (Eugene Paul Wigner, Maria Goeppert-Mayer, J. Hans D. Jensen1949) führt den Aufbau der Atomkerne auf quantenmechanische Gesetzmäßigkeiten (Pauli-Prinzip) zurück. Die Wechselwirkung zwischen den Kernbausteinen, den Nukleonen (Protonen, Neutronen) wird dabei mit berücksichtigt. Das Schalenmodell kann die Stabilität mancher Kerne erklären.
Neben diesen beiden gängigen Modellen gibt es weitere (das folgende orientiert sich stark an Flügge 1957):
- das Fermi Gas Modell (auch uniformes Modell). In diesem Modell werden die Nukleonen trotz der starken Wechselwirkungen als frei beweglich postuliert. Der Nukleus hat in diesem Modell unendliche Ausdehnung, womit die Wellenfunktionen der einzelnen Nukleonen flache Wellen sind;
- das optische Modell (auch complex potenzial well model oder cloudy crystal ball model) erlaubt die quantenmechanische Betrachtung von Kernreaktionen, indem der Nukleus als lichtbrechendes Medium vorgestellt wird;
- das alpha-Teilchen-Modell. Alpha Teilchen sind stabile Untereinheiten innerhalb des Kerns;
- das vereinte Modell (mit dem kollektiven Modell als Spielart).
- das potenzial well model;
- das compound nucleus model;
Modelle des Atomkerns fallen in zwei Kategorien:
- starke Wechselwirkungsmodelle: der Atomkern wird als Ansammlung von eng gepaarten Nukleonen verstanden (Tröpfchenmodell, alpha-Teilchen Modell und partiell auch das optische Modell, compound well model);
- unabhängige Teilchenmodelle: die Nukelonen bewegen sich relativ frei im Kern (Fermi Gas Modell, optisches Modell, Schalenmodell, potenzial well model).
Zwischen den einzelnen Modellen lassen sich folgende Beziehungen aufstellen:
# Das Schalenmodell ist eine Verfeinerung des Fermi Gas Modells;
# Das Fermi Gas Modell und das Tröpfchenmodell basieren auf diametral entgegengesetzten Annahmen, erklären jedoch beide nukleare Eigenschaften wie die Bindungsenergien;
# Das optische Modell ist ein Hybrid zwischen potenzial well und compound nucleus model;
# Schalenmodell und vereintes Modell sind äquivalent.
Jedes der genannten Modelle ist nur für einen bestimmten nuklearen Phänomenbereich anwendbar. Es gibt keine konsistente Theorie, die alle nuklearen Phänomene umfasst.
Literatur
- T. Mayer-Kuckuck, Kernphysik, Verlag: B.G. Teubner Stuttgart, 1994, 6. durchgesehene Auflage, ISBN 3-519-03223-6
- B. Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche, Teilchen und Kerne, Springer-Verlag Heidelberg, 1994, 2. neu bearbeitete und erweiterete Auflage, ISBN 3-540-58172-3
- S. Flügge (Hersg.), Handbuch der Physik, Band XXXIX: Bau der Atomkerne, Göttingen: Springer-Verlag, 1957.
- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010318.rm&g2=1 Was ist ein Atomkern?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
Weblinks
- [http://www.physik.uni-muenchen.de/leifiphysik/web_ph12/grundwissen/11kernmodelle/kernmodelle.htm animierte Seite der LMU München zu Kernmodellen (Potenzialtopf~, Tröpfchen~) ]
- [http://atom.kaeri.re.kr/ton/index.html umfangreiche Nuklidkarte]
Kategorie:KernphysikKategorie:Atomphysikja:原子核ko:원자핵
Das Unternehmen KORG ist ein Hersteller von elektronischen Musikinstrumenten und musikalischem Zubehör. Es gehört zur Yamaha Corporation.
Firmengeschichte
KORG wurde 1962 in Japan von Tsutomu Kato und Tadashi Osanai als Keio Electronic Laboratories, da die ersten Büros Keio Eisenbahnlinie in Tokio und Keio aus den Anfangsbuchstaben von Kato und Osanai gebildet werden kann. Kato betrieb vor Gründung des Unternehmens einen Nachtclub. Osanai war Absolvent der Universität von Tokio und Akkordeon-Spieler. Er trat regelmäßig in Katos Club auf und verwendete zur Begleitung eine Wurlitzer-Rhythmusmaschine. Unzufrieden mit diesem Gerät überzeugte er Kato, die Entwicklung eines besseren Gerätes zu finanzieren.
Das erste Produkt des Unternehmens kam 1963 auf den Markt und war ein elektromechanischer Rhythmuserzeuger mit Namen Disc Rotary Electric Auto Rhythm Machine Donca matic DA-20. Ermuntert durch den Erfolg der DA-20 erschien 1966 eine weitere Version, die Donca matic DE-20.
1967 wurde Kato vom Ingenieur Fumio Mieda angesprochen, der Keyboards bauen wollte. Kato fragte Fumio, ob dieser zunächst einen Prototyp bauen könne. 18 Monate später kam Fumio mit einer programmierbaren Orgel zurück, die unter dem Namen KORG für Keio Organ vermarktet wurde. Verschiedene von Keios Orgeln verkauften sich Ende der 1960er und Anfang der 1970er sehr gut. Angetrieben durch die starke Konkurrenz auf dem Orgelmarkt suchte Kato nach Alternativen. 1973 kam mit dem Mini-Korg Keios erster Synthesizer auf den Markt. In den folgenden Jahren etablierte sich der Name KORG als Marke auf dem Synthesizer-Markt. 1988 erschien mit der Korg M1 der größte Erfolg des Unternehmens und etablierte einen neuen Typus von Synthesizer, die Music Workstation. Kurze Zeit später wurde das Unternehmen freundlich vom Konkurrenten Yamaha übernommen, blieb jedoch als eigenständige Marke mit eigenen Produkten bestehen.
Ein großer Erfolg der Firma Korg war die Hammond-Orgel-Simulation "Korg CX-3". Sie wurde mittlerweile neu aufgelegt.
Die Namensrechte an Vox Amplification Ltd wurden 1992 durch die Übernahme des damaligen Vox-Vertriebs erworben.
Zeitleiste der wichtigsten Produkte
- 1963 - Donca matic DA-20
- 1966 - Donca matic DE-20
- 1973 - Mini-Korg
- 1975 - WT-10 (weltweit erstes Handstimmgerät)
- 1975 - Maxi-Korg
- 1977 - PS-3300 (vollpolyphoner, semi-modularer Synthesizer)
- 1978 - MS-10, MS-20
- 1979 - Micro-Preset Synthesizer
- 1980 - Mono/Poly
- 1981 - Polysix
- 1982 - Poly 61 (Version des Polysix mit Drucktasten mit digitalen Oszillatoren - Korgs erster "reglerloser" Synthesizer)
- 1983 - Poly 800 (erster voll programmierbarer Synthesizer der für weniger als $1000 verkauft wurde und digitale Oszillatoren besaß, die alle über einen Filter liefen)
- 1986 - DW-8000 (8 Polyphone Stimmen, wobei vom Benutzer zwei von 16 digitalen Wellenformen wählbar waren, sowie analoge Filter besaß)
- 1986 - DSS-1 (Klangerzeugung auf Sample-Basis mit additiver Synthese, freier Wellenformerstellung und Effekten, ähnlich dem DW-8000)
- 1988 - M1 Music Workstation (erste Music Workstation)
- 1989 - T1/T2/T3 Music Workstation
- 1990 - Wavestation
- 1991 - 01/W Music Workstation
- 1993 - i3 Interactive Music Workstation (Erster Arranger von Korg)
- 1995 - Trinity, Korg Prophecy
- 1999 - Triton Workstation/Sampler
- 1999 - Kaoss Pad, Electribe Tanzsynthesizer
- 2000 - MS-2000 (Virtuell analoger Synthesizer; Physical Modeling)
- 2001 - Karma
- 2002 - Triton Studio Workstation/Sampler
- 2004 - Legacy Collection (Modelle älterer Synthesizer sind als Softwaresynthesizer, auch Plugins genannt, erhältlich)
- 2004 - Triton Xtreme Workstation/Sampler
- 2005 - OASYS ("Open Architecture Synthesis Studio"), Workstation mit offener Architektur
Die Enigma wurde 1923 von dem Deutschen Arthur Scherbius konstruiert. Er gründete zur Produktion die Chiffriermaschinen AG Berlin. Die Maschine wurde zunächst als zivil-kommerzielles Chiffriersystem zum Verkauf angeboten und später weiterentwickelt.
Die Enigma bestand aus einer Schreibmaschinentastatur und mehreren Walzen. Sie ist daher vom Typ her eine Rotor-Chiffriermaschine wie die englische Typex oder die amerikanische M-325, die polnische LCD Lacida oder die deutsche T52.
Diese Walzen hatten elektrische Kontakte. Wurde eine Taste gedrückt, so floss Strom von der Taste durch die Walzen bis zu einer Anzeige, wo ein Buchstabe aufleuchtete. Die angezeigten Buchstaben bildeten den ver- bzw. entschlüsselten Text. Da sich bei jedem Tastendruck die Walzen weiterdrehten, wurde der selbe Buchstabe immer wieder anders verschlüsselt. Aus einer Menge von rund 5 Walzen (die Zahl änderte sich über die Zeit) wurden 3-4 aktuell verwendet (I II III IV oder V). Außen befand sich die unbewegliche UKW=Umkehrwalze (Reflektor), sie schickte den Strom auf einem anderen Pfad wieder zurück durch die anderen Walzen über das Steckerfeld zum Lampenfeld. Der Reflektor machte die Chiffre umkehrbar: War a nach b verschlüsselt und der Empfänger tippte b ein, so erhielt er wieder a. Andererseits führte dies eine kryptologische Schwäche ein: Um überhaupt Stromfluss zu erreichen, musste a auf b, c, ..., z geschaltet werden, niemals a. Dies war leicht zu erkennen und ein wesentlicher Ansatzpunkt der Codeknacker. Die Enigma wurde im Krypto-Duell 1932-1945 oftmals technisch verändert, die Bedienvorschriften verbessert. Die Verbesserung gewisser subtiler Details lässt die Vermutung auf erhebliches Fachwissen auch auf deutscher Seite zu, zumindest in der Spätphase. Einmal begangene Fehler ließen sich aber nicht rückgängig machen, nicht zuletzt wegen der logistischen Probleme, die allein der Schlüsselwechsel mit sich brachte. Als Beispiel sei angeführt, dass bei der Enigma-M (für Marine), die 4-Walzen-U-Boot-Enigma, die Übertragsstifte nunmehr an derselben Stelle waren. Sie war die kryptologisch stärkste Enigma.
Noch heute wird eine (entfernte) Software-Variante dieser Maschine in einigen Unix-Systemen verwendet (crypt).
Für die Standardversion der Enigma mit 3 Walzen und 4 vertauschten Buchstabenpaaren ergeben sich folgende Kombinationsmöglichkeiten
;Lage der Walzen
:es gibt Möglichkeiten, 3 Walzen in unterschiedliche Reihenfolgen zu bringen.
;Anfangsstellung der Walzen
:jede Walze kann in eine von 26 Stellungen gebracht werden, bei drei Walzen ergeben sich verschiedene Einstellungen.
Unix
Die drei Walzen alleine können also in Kombinationen angeordnet werden. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, hatte die Enigma zudem ein so genanntes Steckerbrett, mit dem Buchstabenpaare durch Kabelverbindungen vertauscht werden konnten. Tippte man dann ein A ein, so nahm dieses zum Beispiel den Weg eines E ein, und umgekehrt.
;Steckerbrett
:Für die Auswahl von 4 Buchstabenpaaren aus 26 Buchstaben gibt es 164.038.875 Möglichkeiten:
:Zunächst muss man aus 26 Buchstaben zwei auswählen, dann aus 24, aus 22 und zuletzt aus nur noch 20. Da die Reihenfolge, in der man die Paare auswählt, nicht von Belang ist, muss noch durch die Anzahl der Möglichkeiten, 4 Paare anzuordnen, dividiert werden. Mit dem Binomialkoeffizienten ergibt sich
:
Steckerbrett und Walzen zusammen erzeugen so 17.298.883.602.000 mögliche Schlüssel, zzgl. UKW.
Die bombas spielten die o.g. 17565 durch, mit Hilfe von parallelen Enigma-Mechanismen.
Entschlüsselung
Eine Gruppe polnischerMathematiker um Marian Rejewski erzielte schon vor dem Zweiten Weltkrieg große Erfolge bei der Entschlüsselung von Texten, die mit der Enigma chiffriert waren. Die vor 1939 gebauten Versionen waren etwas einfacher konzipiert. Rejewski verwendete insbesondere Sätze der Permutationstheorie für seine Kryptoanalysen, außerdem nutzte er Verfahren, die linguistische Eigenheiten des Deutschen ausnutzten, sowie weitere Abweichungen von reinen Zufallszeichenfolgen, die durch den Einfluß des Menschen verursacht werden, etwa die Bevorzugung von Spruchschlüsseln wie AAA, BBB, ABC, usw.. (sog. "cillies", möglicherweise abgeleitet vom englischen silly, für dumm, blöd)
Die Tatsache, dass die Deutschen am Beginn einer jeden Nachricht einen so genannten Nachrichtenschlüssel (auch: Spruchschlüssel) mit dem Tagesschlüssel verschlüsselt sendeten, machte sich Rejewski zu Nutze, um den Suchraum des Codierungsschlüssels drastisch einzuschränken. Der Nachrichtenschlüssel bestand aus einer Kombination von drei Buchstaben (die Anfangsstellung der drei Walzen) die zur Vermeidung von Aufnahme- und Übertragungsfehlern zweimal hintereinander am Beginn jeder Nachricht gesendet wurde.
Der Empfänger entschlüsselte zunächst die ersten sechs Zeichen der eingetroffenen Nachricht mit dem jeweils für diesen Tag gültigen Tagesschlüssel und brachte dann die Walzen in die angegebene Ausgangsstellung zur Entschlüsselung der eigentlichen Nachricht.
Rejewski entwickelte zudem einen Katalog mit Fingerabdrücken aller Walzenkombinationen und -einstellungen. Diese Spezialmethode kam völlig ohne Klartextkenntnisse (cribs wie z.B. Beginn „An OKW“) aus. Nachdem später häufige Schlüsselwechsel vorgenommen wurden, wurde sie jedoch nutzlos. Der Spruchschlüssel war einer der kryptologischen Fehler der Deutschen, ein weiterer schwerwiegender war die vollständige Wiedergabe einer Klartext-Schlüssel-Schlüsseltext Kombination in frühen Ausgaben der Bedienungsanleitung, welche die Struktur der Walzen erschließbar machte. Ferner wurden unzweckmäßige Bedienung seitens der Funker ausgenutzt, so als jemand auf die Bitte, ein Testsignal zu senden, 50 mal den Buchstaben A übermittelte, was leicht erkennbar war. Dem polnischen Geheimdienst standen außerdem erbeutetes, deutsches Schlüsselmaterial zur Verfügung (Codebücher), wodurch der Lösungsaufwand verringert wurde. Den Klartext erhielt man nur, wenn man folgende Teilprobleme löste:
Aufklärung von:
vorher: Struktur und Verschaltung aller Walzen inklusive Umkehrwalze, dann:
- Spruchschlüssel - Tagesschlüssel bestehend aus:
- Walzenauswahl
- Walzenreihenfolge
- Walzenstellung
- Steckerfeld Verkabelung
Mit Hilfe elektromechanischer Rechenmaschinen, sog. Bomben, konnte innerhalb von Stunden der Tagesschlüssel ermittelt werden, der zum Verschlüsseln von Nachrichten diente und von den Deutschen täglich um 0 Uhr gewechselt wurde. 1939 verbesserten die Deutschen die Handhabung der Enigma. Es wurden fünf statt drei Walzen verwendet (wobei jedoch nur jeweils drei Walzen in der Maschine eingesetzt waren) und mit Hilfe eines Steckbretts 10 statt bisher 4 Buchstabenpaare vertauscht. Der dadurch weiter angewachsene Schlüsselraum konnte nur durch den Bau von 60 weiteren Bomben bewältigt werden.
Zwei Wochen vor dem deutschen Angriff auf Polen konnten das Wissen um die kryptographischen Schwachstellen, ein Konstruktionsplan der Bomben und zwei Kopien der Enigma nach Frankreich und Großbritannien geschmuggelt werden. Die Erkenntnisse des Biuro Szyfrów (pl) wurden von den Alliierten, vor allem in Großbritannien, weiter genutzt und verbessert. Dies ist einem Deutschen zu verdanken, der eine Funkerstelle beim Militär innehatte und sich für seine Entlassung nach dem Ersten Weltkrieg an den Deutschen rächen wollte. Er nahm Kontakt mit dem französischem Geheimdienst auf. Er traf sich insgesamt dreimal mit einem Agenten mit dem Decknamen Rex. Er selbst erhielt als Deckname die zwei Buchstaben AH. Er lieferte den Franzosen Baupläne der Enigma, aber seine Pläne enthielten nicht die Verdrahtung der Enigma. Er wurde 1943 vom französischen Geheimdienst verraten und noch im selben Jahr hingerichtet. 1999 wurde bekannt, dass Hans-Thilo Schmidt, Deckname Asch an Bertrand ähnliche Unterlagen lieferte. Es wird angenommen, dass Rejewski auch ohne diese ausgekommen wäre, wenngleich sie zweifellos hilfreich waren.
Die Arbeiten der britischen Kryptoanalysten fanden in Bletchley Park unter dem Codenamen Ultra statt. Sie setzten die Arbeit an der Stelle fort, wo Rejewski aufhören musste und erreichten unter anderem das Dechiffrieren der 1939 verbesserten Enigma-Version. Sie machten sich dafür vor allem Nachlässigkeiten der deutschen Chiffrierer zu Nutze: wiederkehrende oder schlecht gewählte Nachrichtenschlüssel, schematischer Nachrichtenaufbau (z.B. Wettermeldungen oder Positionsangaben) usw. Insgesamt arbeiteten etwa 7000 Frauen und Männer in Bletchley. Verglichen mit den 15 polnischen Kryptologen der Gruppe Z im unbesetzen Frankreich (Cadix 1940) eine zahlenmäßig haushohe Überlegenheit der Briten, womit diese jedoch etwas nicht aus eigener Kraft ausgleichen konnten, was sie schon 1939 unwiederbringlich verloren hatten: Zeit. Nach Offenlegung einiger Geheimarchive muß als gesichert gelten, dass der von Rejewski erreichte Forschungsstand auf Alliierter Seite nicht eigenständig reproduziert hätte werden können. 1939 wurden auf polnische Initiative hin die verbündeten Dienste vollumfänglich in die polnische Dechiffrier-Technik eingeweiht, sowie Schlüsselmaterial und -technik übergeben.
Einer der Wissenschaftler in Bletchley Park war der britische MathematikerAlan Turing, dessen Arbeiten für die Informatik auch heute noch wegweisend sind.
Turing lieferte wichtige Entwurfsideen für die englische Variante der bomba. Die technische Grundidee war in etwa folgende: Angenommen, aufgrund eines cribs (known-plaintext Attacke) ergibt sich eine 3 Buchstabenschleife: plainttext a auf ciphertxt b, b auf c und c wieder auf a. Das heißt in kurzem Abstand a-b-c-a. Würde man nun 3 Enigmas unter Auslassung des Steckerfeldes in der originalen Rotorposition hintereinanderschalten, so erhält man auch eine physikalische Leiterschleife insbesondere für den Fall der übereinstimmenden Rotorstellungen, die man detektieren kann, indem man etwa Lampen an die anderen Rotorkontakte anschließt. In diesem Fall ergibt sich die Verschaltung des Steckerfeldes als Lösung, wenn man die 17.000 Permutationen synchron durchlaufen läßt. Leider ist die Zuordnung nicht eindeutig, aber der Lösungsraum wird bereits recht klein.
Den Alliierten gelang es am 4. Mai1941, das deutsche U-Boot U 110 zu übernehmen und eine Enigma M3 sowie zahlreiche Codetabellen zu erbeuten. Da die deutsche Besatzung vorher das schwer beschädigte U-Boot verlassen hatte, von dem Zerstörer HMS Bulldog aufgefischt und sofort unter Deck gebracht wurde, blieb den Deutschen diese Eroberung unbekannt. Im Juni 1944 konnten eine weitere Enigma-Maschine sowie die Verschlüsselungsdokumente erbeutet werden, als das U-Boot U 505 erfolgreich erobert wurde.
Gegen Ende des Krieges waren die Alliierten in der Lage, große Teile des deutschen Funkverkehrs zu entschlüsseln. Unentschlüsselt blieben einige selten genutzte oder als weniger interessant erachtete Codes, sowie aus verschiedenen Gründen ein kleiner Teil von Nachrichten mit prinzipiell geknackten Codes.
Allgemein wird die Kompromittierung des Enigma-Codes als einer der strategischen Vorteile angesehen, der maßgeblich zum Gewinn des Krieges durch die Alliierten geführt hat. Es gibt Historiker, die vermuten, dass der Bruch der Enigma den Krieg um etliche Monate, vielleicht sogar um ein volles Jahr, verkürzt hat. Der Historiker Rohwer schätzt den Wert der Enigma-Nachrichten auf 400 nichtversenkte alliierte Schiffe, wovon 300 bereits bei Operation Overlord gefehlt hätten. Bemerkenswert ist überdies die Tatsache der funktionierenden Geheimhaltung während und selbst nach dem Krieg bis in die 1970er Jahre.
Aufgrund verschiedener, verdächtiger Ereignisse wurden auf deutscher Seite mehrfach Untersuchungen angestellt, wie es um die Sicherheit des Nachrichtenverkehrs bestellt sei, insbesondere auch beim T52-Fernschreiber (FISH). Hier wurden jedoch die falschen Schlußfolgerungen gezogen und die Personen mit der richtigen Einschätzung haben sich nicht durchgesetzt. Dies war umso verhängnisvoller, als die Abhängigkeit vom sicheren Funkverkehr extrem hoch war, und die Geheimhaltung des Schlüsseleinbruchs alliierterseits erstaunlich erfolgreich.
Nach dem Krieg wurden erbeutete sowie nachgebaute Enigma-Geräte von den Siegermächten, vor allem von England und den USA, in den Nahen Osten und nach Afrika verkauft. Den Siegermächten war es so möglich, den Nachrichtenverkehr dieser Staaten zu entschlüsseln.
Verschlüsselungsmaschinen der Amerikaner
Parallel zu der deutschen Enigma-Maschine verwendeten die Amerikaner den TELWA-Code, die SIGABA-Maschine sowie die M-209-Maschine für strategische Funksprüche.
Der US-Verschlüsselungscode TELWA wurde von den Deutschen während des zweiten Weltkriegs geknackt. Er bestand aus Buchstaben in Fünfergruppen, wobei die Funksprüche immer mit der Buchstabenkombination TELWA anfingen (daher der Name). Bei dem TELWA-Code handelt es sich um einen Ersetzungs-Code, bei dem jeweils fünf Buchstaben eine gleichbleibende Bedeutung hatten; die einzelnen Buchstaben in einer Fünfergruppe waren voneinander abhängig. Durch die Untersuchung von Wiederholungen, beispielsweise am Anfang und am Ende von Funksprüchen, konnte die erste Fünf-Buchstaben-Kombination durch die Deutschen entschlüsselt werden, woraus sich eine mathematische Formel zum Entschlüsseln des Telwa-Codes entwickeln ließ.
Eine beim US-Militär verbreitete Verschlüsselungsmaschine war die M-209, deren Funktionsprinzip vom schwedischen Unternehmer und Erfinder Boris Hagelin entwickelt worden war. Die erste Maschine dieser Baureihe wurde im Jahr 1936 unter der Bezeichnung C-36 an das französische Militär verkauft. Boris Hagelin gründete später in der Schweiz die heute immer noch existierene Firma Crypto AG. Kurz nach Kriegsbeginn fand er in den US-Streitkräften einen weiteren Großabnehmer, der die Funktionsweise des Geräts leicht abänderte und es anschließend M-209 taufte. Die Produktion fand in Lizenz in den USA statt. Insgesamt 140.000 Exemplare der M-209 wurden während des Kriegs hergestellt, wodurch diese die meistgebaute unter den öffentlich bekannten amerikanischen Verschlüsselungsmaschinen im 2. Weltkrieg wurde.
Durch auf einen Stangenkorb steckbare Reiter wurde der Schlüssel eingegeben; 101.405.950 unterschiedliche Kombinationen waren möglich. Da die M-209 nur das Verschlüsseln von alphabetischen Zeichen vorsah, mussten Zahlen immer in Wörtern ausgedrückt werden - hier lag der Ansatzpunkt der deutschen Kryptoanalysten. Das Entschlüsseln der Funksprüche dauerte zunächst bis zu einer Woche, konnte jedoch durch eine von den Deutschen gebaute Entschlüsselungsmaschine, die im September 1944 fertig gestellt wurde, auf sieben Stunden beschleunigt werden.
Diese Entschlüsselungsmaschine bestand aus vier Walzen mit je 26 Schlitzen sowie gestanzten Blechplatten und zahlreichen verlöteten Kabelverbindungen. Die Maschine bestand aus zwei Teilen: einem Kasten in der Größe eines Schreibtisches, der die Relais und die vier Drehwalzen enthielt, sowie einem weiteren Kasten mit 80 x 80 x 40 cm Kantenlänge. Letzterer enthielt 26 mal 16 Birnenfassungen, mit denen sich durch Birnen die Buchstaben der relativen Einstellung nachbilden ließen.
Die entschlüsselten M-209 Nachrichten enthielten teilweise brisante Informationen und Hinweise auf bevorstehende Bombardierungen deutscher Städte, die meist etwa sechs bis acht Wochen vor der Durchführung in Funksprüchen angekündigt wurden. Ob und wie diese entschlüsselten Nachrichten von höheren deutschen Stellen genutzt wurden, ist nicht bekannt.
Im Kampf gegen Japan benutzten die Amerikaner einen Code, der auf der Sprache amerikanischer Ureinwohner, nämlich der Indianer vom Stamm der Navajos basierte. Dieser Code wurde nie geknackt.
Literatur
- Klaus Schmeh: Die Welt der geheimen Zeichen. W3L Verlag Bochum, 2004, ISBN 3-937-13790-4
- Simon Singh: Geheime Botschaften, dtv, 2001, ISBN 3-423-33071-6
- Robert Harris: Enigma (Fiktion), Heyne, 1996, ISBN 3-453-11593-7
- Wladyslaw Kozaczuk: Geheimoperation Wicher 1990, wiss. Primärquelle
- OKW: H.Dv.g. 13, Gebrauchsanleitung für die Chiffriermaschine Enigma, 1937
- OKW: H.Dv.g. 14, Schlüsselanleitung zur Chiffriermaschine Enigma, 1940
- OKW: H.Dv.g. 7, Allgemeine Schlüsselregeln für die Wehrmacht, 1944
Weblinks
- http://www.deutsches-museum-bonn.de/ausstellungen/meisterwerke/2_3enigma/enigma_d.html
- http://stud4.tuwien.ac.at/~e0125012/download/chiffriermaschinen.pdf
- [http://www.matheprisma.uni-wuppertal.de/Module/Enigma/index.htm Erklärung der Funktionsweise inklusive einer Simulation der Enigma vom Fachbereich Mathematik der Universität Wuppertal]
- [http://www.u-boot-greywolf.de/uenigmasimulation.htm Simulation einer Enigma-Chiffriermachine des 2. Weltkrieges]
- [http://users.telenet.be/d.rijmenants/en/enigmasim.htm Enigma simulation fur Windows (Wehrmacht und Kriegmarine M4, Freeware download)]
- Drei Zeitzeugenberichte: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20605/1.html W. Gruhle], [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20719/1.html A. Born], [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20750/1.html G. Hasenjaeger]
- [http://www.w3l.de/enigma Simulation einer Enigma als Java-Applet mit Quellcode zum Herunterladen]
- [http://www.enigmaco.de/ Flash-Simulation einer Enigma-Chiffriermaschine]
- [http://frode.home.cern.ch/frode/crypto/Shaylor/bombe.html Frode Weierud's CryptoCellar | Enigma and the Turing Bombe | The Bombe Simulator] (Englisch)
- [http://www.freeware.de/software/Programm_Enigma_9870.html Freewareprogramm Enigma zum Ver- und Entschlüsseln von E-Mails und Dokumenten]
- http://www.deutsches-museum.de/ausstell/meister/enigma.htm
- http://sites.inka.de/hhg/crypto/dhecht/Enigma.html
- http://www.informatica-didactica.de/Lehre/SPS/EnigmaBochan.pdf
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18371/1.html Informationen zu TELWA und M-209]
- [http://www.deutsche-marinegeschichte.de/geschichte/KMWaffen/DieBrechungdesEnigmaCodes.htm Militärgeschichtlicher Hintergrund]
- [http://www.superborg.de/enigma001.htm Verzeichnis geheimer Vorschriften zur Enigma und zur Verschlüsselung]
- [http://russells.freeshell.org/enigma Simulator By Russell Schwager] (Englisch)
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20605/1.html] [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20719/1.html] [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20750/1.html] Drei Artikel in TelepolisKategorie:RechenmaschineKategorie:Kryptologieja:エニグマ (暗号機)ko:에니그마th:เครื่องอินิกมา
Norton
Norton war ein berühmter englischer Hersteller von Motorrädern. Keine andere Marke gewann so oft das klassische Rennen auf der Isle of Man.
Das Unternehmen und seine Geschichte
Norton wurde gegründet im Jahre 1898. Seit 1913 baute man Motorräder. Seither wurden verschiedene Serien Motorräder gebaut und eine enorme Anzahl an Rennsiegen errungen.
Norton war hierdurch einer der großen Namen in der britischen Motorradindustrie, vor allem bekannt dafür, für Jahrzehnte das europäische und dann weltweite Motorrad-Renngeschehen dominiert zu haben.
Das ursprüngliche Unternehmen wurde von James Lansdowne („Pa“) Norton im Jahr 1898 in Wolverhampton gegründet. Das Unternehmen war lange Zeit ansässig in der Bracebridge Street in Birmingham.
Das Rennen auf der Isle of Man in der irischen See, die „Senior TT“ (Tourist Trophy), ein Rennen in der Klasse bis 500 ccm, war das wichtigste Rennen in der Motorrad-Weltmeisterschaft bis in die 1960er Jahre. Dieses Rennen gewannen Fahrer auf Norton zehnmal in den Jahren zwischen den Weltkriegen und anschließend in jedem Jahr von 1947 bis 1954. Diese Serie von Rennsiegen ist unerreicht in der Welt; keine andere Motorradmarke war auch nur annähernd so erfolgreich in internationalen Rennwettbewerben.
Im zweiten Weltkrieg war das 500ccm-Einzylinder-Modell 16 H, ein einfaches Seitenventiler-Motorrad (SV) die Standard-Ausrüstung der britischen Armee. Von diesem Motorrad-Typ, der in hohen sechsstelligen Stückzahlen produziert wurde, sind auch 60 Jahre nach Einstellung der Fertigung sämtliche Teile sowohl neu als sogenannter „New Old Stock“, also eingelagerte Teile aus der Produktion der 40er Jahre, als ebenso auch in moderner Nachfertigung zu erhalten.
1953 wurde Norton mit anderen britischen Motorrad-Herstellern (AJS, Matchless, James, Francis-Barnett) im AMC (Associated Motor Cycles)-Konzern zusammengeführt. 1963 wurde die Norton-Produktion in das Matchless-Werk in der Plumstead Road im Londoner Stadteil Woolwich verlagert.
Nach dem zweiten Weltkrieg war die Marke Norton für die Qualität des Designs und für die Handling-Eigenschaften der Fahrwerke bekannt, insbesondere des sogenannten „Federbett“-Rahmens mit doppelten Rohrschleifen vom Lenkkopf zum Schwingenlager. Viele „Café-Racer“, Motorrad-Eigenbauten und -Umbauten, entstanden auf der Basis des Norton-Federbettrahmens, motorisiert jedoch mit Zweizylinder-Triumph-Motoren, die sich auf höhere Leistungen als Norton-Einzylindermotoren steigern ließen. Man nannte diese Umbauten „Triton“, setzte also die Namen zusammen aus Triumph (-Motoren) und Norton (-Rahmen).
Anfang der 1960er Jahre wurden die USA der Hauptabsatzmarkt für Norton-Motorräder. Die finanzielle Lage des Unternehmens veschlechterte sich, bis 1966 durch die Hauptgläubigerbank ein Konkursverwalter für AMC bestellt wurde. Die Rettung kam durch die britische Firma Villiers, die die Produktions- und Vertriebsrechte der AMC-Motorradmarken übernahm.
Im Jahre 1960 wurde das Unternehmen Norton an den Konzern Associates Motorcycles (AMC) verkauft, dem bereits die Marken AJS, Matchless und Villiers gehörten. Die Fabrik in Wolverhampton wurde geschlossen, und die Produktion zog um zur AMC-Fabrik im Londoner Stadtteil Woolwich.
In den späten 1960er Jahren hatte der aufkommende japanische Wettbewerb die englische Motorradindustrie in einen allmählichen Abstieg getrieben.1969 wurde die Norton Commando eingeführt. Ihr revolutionärer „Isolastic“-Rahmen und der außergewöhnlich kraftvolle Motor machten sie für eine Zeitlang wettbewerbsfähig mit den japanischen Superbikes jener Jahre. Trotz einiger Modellmodifikationen und starker Verkäufe ging das Unternehmen dennoch schleichend dem Konkurs entgegen, der dann im Jahre 1974 eintrat. Zuvor jedoch wurde 1973 mit Hilfen und Eingriffen seitens der britischen Regierung die Gesellschaft umfirmiert in Norton-Villiers-Triumph (NVT), indem man den Markennamen Triumph von BSA übernahm.
Im Zuge von Auseinandersetzungen und schweren Streiks ging das Unternehmen 1974 wieder in private Eigentümerschaft über, jedoch endete hiermit die Fertigung klassischer Norton-Motorräder.
Ende der 1970er Jahre hatte Norton den immer stärkeren japanischen Motorrad-Herstellern keine Trümpfe mehr entgegenzusetzen und wurde bis 1977 als Kooperative mit kleinsten Stückzahlen auf handwerklicher Basis notdürftig weiterbetrieben.
In den 1980er Jahren ging das Unternehmen durch verschiedene Erneuerungen. Man hatte einigen Erfolg in der Fertigung von Motorrädern für die Polizei und hiervon abgeleiteten Zivil-versionen mit Wankel-Motoren, die heutzutage begehrte Sammlerobjekte sind.
Der Name Norton wurde im Jahre 1988 für anspruchsvolle Motorräder reaktiviert. Die neuen Modelle waren auch wieder in Rennen erfolgreich, sie gewannen z.B. die Senior TT im Jahre 1992 noch einmal, aber der wirtschaftliche Erfolg stellte sich nicht mehr ein.
Im Verlauf der 1990er Jahre begann der Amerikaner Kenny Drier wieder, neue Commandos nach den Plänen der 1970er Jahre zu produzieren. Aktuell wird ein komplett neues Norton-Motorrad entwickelt und zur Fertigung vorbereitet.
Die Motorräder
Nachfolgend eine Übersicht über die bekanntesten Norton-Motorräder, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Modell 16H
japan
Das am häufigsten hergestellte Norton-Motorrad. Das Modell 16H war ein 500 ccm-Seitenventiler-Einzylinder (SV) mit etwa 14 PS, dessen sich auch die Englische Armee im Zweiten Weltkrieg bediente.
Unter anderem Namen existierten fast immer zeitparallel auch Versionen mit 600 ccm, die im Seitenwagen-Betrieb begehrt waren.
ES 2
SV
Unter dem Namen ES 2 wurde eine 500ccm- Einzylindermaschine bekannt, die durch obenliegende Ventile (OHV) erheblich leistungsstärker war (ca. 22 PS statt 14 anfangs). Auch von dieser Maschine, die in den 1930er Jahren erstmals erschien, gab es unter anderem, oft wechselnden Modellbezeichnungen zeitweise 600 ccm-Versionen. Das Modell ES2 war dann am Anfang der 1960er Jahre der letzte Vertreter von Norton in der klassischen englischen Einzylinder-Technik.
Die Modellbezeichnungen der Einzylinder-Versionen variierten stark, je nachdem, mit welchen Vorderradgabeln, mit welchen Schutzblechen und Instrumenten ein Motorrad ausgestattet war, oder ob die Auspuffanlage zu Geländesport-Zwecken hochverlegt war. Das Erkennen und Zuordnenkönnen von diesen manchmal jährlich wechselnden Modell-Bezeichnungen ist ein beliebter Sport unter den Norton-Fans in den "Classic British Bikes"-Clubs..
Das "Kochrezept" vieler Jahrzehnte Norton-Einzylinder aber war zwischen 1920 und 1960 immer: vier Grundmodelle,
#mit SV-Motor (Beispiel 16H),
#mit OHV-Motor (Beispiel ES2),
#mit OHC-Motor für Sport- und Rennzwecke (Beispiel International),
#mit DOHC-Motor für Rennzwecke (Manx)
Dann wurde der Hubraum variiert:
#klassisch mit 500 ccm,
#vergrößert auf 600 ccm,
#oder reduziert für die Sportklasse bis 350 ccm (Inter, Manx).
International / "Inter"
Ausgerüstet mit dem von Arthur Carroll neu entwickelten OHC- Einzylindermotor, war die Maschine in den 1930er Jahren in vielen Rennen erfolgreich.
Manx
1930erDie wohl bekannteste Einzylinder-Rennmaschine von Norton. Hergestellt von 1949 bis 1962, ausgerüstet mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC), die durch eine Königswelle angetrieben wurden. Eine echte Manx in fahrbereitem Zustand dürfte heute kaum unter 30.000 Euro zu haben sein.
Dominator
Ausgerüstet mit einem von Bert Hopwood entwickelten 500ccm Gleichläufer-Paralleltwin-Motor und gebaut ab 1949, war es der Begründer einer ganzen Reihe von weiteren Zweizylinder-Norton-Motorrädern. Ab 1952 wurde die Maschine mit dem für seine Fahrstabilität bekannten "Federbett-Rahmen" gebaut.
Dominator 650SS
Mit auf 650ccm Hubraum vergrößertem Motor, gebaut ab 1962.
Atlas
Mit dem Motor der Norton Dominator, jetzt auf 750ccm Hubraum vergrößert. Die Maschine wurde ausschließlich für den US-Markt gebaut.
Commando
1967 auf der Earls Court Motorradausstellung präsentiert, besaß die Commando ein modernes Design und ein vollkommen neu konzipiertes Zentralrohr-Fahrwerk. Versuche mit einem neuen, DOHC-gesteuerten Motor waren wenig erfolgreich verlaufen, so dass der überarbeitete 750ccm Motor aus der Atlas verwendet wurde. Das Vibrationsaufkommen des Paralleltwin-Gleichläufers war jedoch durch die mehrmalige Hubraumaufstockung stark angewachsen. Um den Fahrer vor den Vibrationen zu schützen, wurde die gesamte Einheit aus Motor, Getriebe und Hinterradaufhängung elastisch im Rahmen gelagert. Die "Isolastic"-Aufhängung erlaubte Bewegungen in Längsebene des Motorrads, während Bewegungen in Querrichtung dazu durch Anordnungen aus Metall- und Teflonscheiben zum Erreichen eines stabilen Fahrwerks unterbunden wurden. Eine funktionsähnliche Bauweise ist als "Isoplanar"-Motoraufhängung noch heute an Harley-Davidson- und Buell-Motorrädern zu finden. Folgende Varianten wurden gebaut:
- 750 Mk1 "Fastback"-Version mit einem GFK-Heckteil, gebaut 1967-1970
- 750 MK2 "Roadster"-Variante mit kleinerem Tank und konventionellem Heck sowie S-Version mit einseitig verlegter Auspuffanlage, gebaut 1971-1972
- 750 Mk3 gebaut 1971-1972
- 750 MK4 Wahlweise mit Scheibenbremse vorn, wahlweise mit höher verdichtetem "Combat"-Motor, gebaut 1972-1973
- 750 Mk5 Mit verbessterten Kubelwellen-Hauptlagern, Scheibenbremse vorn serienmäßig, gebaut 1973-1974
- 850 Mk1 Hubraum durch vergrößerte Bohrung auf 828ccm erweitert, Scheibenbremse vorn serienmäßig, gebaut 1973-1974
- 850 Mk2 Wahlweise als Roadster- oder Interstate-Version (mit größerem Tank). Verkleidete Version "John Player Replica". Gebaut 1974
- 850 Mk3 Modell mit linksseitiger Schaltung und Elektrostarter. Hydraulischer Primärkettenspanner, Scheibenbremse hinten, verbesserte Isolastic-Aufhängung. Gebaut 1974-1977
1998 beauftragte die Royal Navy den britischen Rüstungskonzern QinetiQ mit der Konstruktion des Versuchsschiffes RV Triton. Dieses war Teil des Future Surface Combatant Programm, an dessen Ende ein Nachfolger für die Fregatten der Duke-Klasse stehen sollte. Im Zuge dieses Projekts wurde im August2000 die RV Triton offiziell in Dienst gestellt. Erste Tests im Nordatlantik wurden im September2001 mit der Landung eines Sea Lynx Hubschraubers der Royal Navy an Bord des Schiffes erfolgreich abgeschlossen. Hierbei handelte es sich um die erste Hubschrauberlandung auf einem Trimaran. Nach weiteren Test im Mittelmeer und Südostasien zeigten auch die USA Interesse an der Konstruktion. 2003 fanden gemeinsame Test der britischen und amerikanischen Marine vor der amerikanischen Ostküste statt. Offiziell schloss die Royal Navy ihre Testreihen im Januar2004 ab. Anschließend wurde das Schiff an die US-Navy verliehen, die es ebenfalls zu Testzwecken verwendete.
Ausmusterung
Im November2004 meldete die Internetseite Navy Matters[http://navy-matters.beedall.com], dass das Future Surface Combatant Programm abgebrochen worden sei. Am 7. März2005 bestätigte das Verteidigungsministerium, dass das FSC-Programm in seiner ursprünglichen Form vorzeitig beendet worden sei. Das futuristische Trimaran-Konzept wird demzufolge nicht weiter verfolgt. Durch den Abbruch des Programms waren weitere Tests mit der RV Trition nicht mehr notwendig, so dass sie an die Firma Gardline Marine Sciences Limited verkauft wurde. Sie wird in Zukunft als MV Triton zu Forschungszwecken eingesetzt werden.
Konstruktion
Die RV Triton wurde als voll funktionsfähiger Trimaran gebaut, ist jedoch deutlich kleiner als die ursprünglich geplanten Schiffe der Serienproduktion, die eine Verdrängung ähnlich der heutigen Fregatten haben sollten. Da es vorwiegend um die Erprobung des Trimaran-Designs geht, verfügt das Schiff über keinerlei Bewaffnung. Bei den Tests sollte erprobt werden welche Vorteile das Design gegenüber konventionellen Schiffen mit nur einem Rumpf hat. Hierbei stehen die höhere Geschwindigkeit, der geringe Kraftstoffverbrauch sowie das größere Platzangebot im Mittelpunkt. Für die Erprobung wurden über 300 Sensoren und weiteres technisches Equipment im gesamten Schiff installiert.
Den Antrieb übernehmen zwei Dieselturbinen, die von zwei Elektromotoren unterstützt werden, welche seitlich am Schiff montiert sind. Diese dienen auch zur Quersteuerung, beispielsweise bei Anlegemanövern. Während die Höchstgeschwindigkeit des Versuchsschiffs durch die geringe Motorleistung unter 20 Knoten liegt, sollten die Schiffe der Serienproduktion später mehr als doppelt so schnell sein.
- [http://www.royal-navy.mod.uk offizielle Seite der Royal Navy]
- [http://www.naval-technology.com/projects/trimaran Informationen über die RV Triton]
- [http://navy-matters.beedall.com Aktuelles über den Abbruch des Programms]
- [http://www.gardline.com/html/triton.html Website des neuen Eigentümers Gardline Marine Sciences]
Triton, RV
TurnItIn
Turnitin (also known as Turnitin.com) is an internet based program created by iParadigms, LLC which is most renowned for its plagiarism detection service. Institutions (typically universities and high schools) can buy licences to use the plagiarism detection service. Teachers may then submit essays to the Turnitin website to check for plagiarism, or — as is most commonly practiced — students submit essays
What's Her Face (doll)
What's Her Face is a line of fashion dolls created by Mattel, intended to be customized with washable markers, stampers, and wigs, among other items. A spinoff line called What's Her Baby also exists, where one character has a "kiss" feature-a lever in the doll's back that causes the lips to extend when used. Both lines have recently been discontinued, though the What's Her Face body mold is still in production and being used for the
The Sault Locks (usually called the Soo Locks) allow ships to travel between Lake Superior and the lower Great Lakes. The locks are the busiest in the world, passing an average of 12,000 ships per year. This is achieved in spite of the locks being closed during the winter months, January through March, when ice shuts down shipping on the Great Lakes. The winter months are used
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