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MinDMensa ist ein internationaler Verein für intellektuell hochbegabte Menschen. Das Ziel dieses Vereins ist die Kommunikation zwischen hochintelligenten Menschen.
Der Verein achtet strikt darauf, als solcher keine Meinung zu vertreten, und hat selbst keine weltanschauliche oder politische Ausrichtung.
Um Mitglied werden zu können, muss man in einem anerkannten Intelligenztest einen IQ nachweisen, der höher ist als bei 98% der Bevölkerung des Landes; bei den in Deutschland oder Österreich üblichen Tests entspricht das einem Wert von mindestens 130. Mensa bietet solche Tests bundesweit selbst an und läßt sie von einem Diplom-Psychologen auswerten. Testtermine mit Anmeldemöglichkeit werden auf der [http://www.mensa.de/index.php?id=58 Mensa-Website] veröffentlicht. Es werden aber auch andere fachgerecht durchgeführte Tests anerkannt.
Mensa wurde 1946 in Großbritannien von Roland Berrill und Lancelot Ware gegründet und verzeichnet weltweit etwa 100.000 Mitglieder (2003).
Der Verein ist in über 40 Ländervereine gegliedert; es gibt für fast alle großen Länder einen eigenen Verband. Mensa International ist Dachverband für die Landesverbände und nimmt Mitglieder aus Ländern ohne Landesverein direkt auf.
Die deutsche Abteilung von Mensa ist Mensa in Deutschland e.V. (MinD).
Mensa in Deutschland wurde 1979 gegründet und hat etwa 5.000 Mitglieder (September 2005). MinD verleiht seit 2004 jedes Jahr den Deutschen IQ-Preis für besonders intelligente Ideen.
Regelmäßig treffen sich Mensaner an über 70 Orten in Deutschland zu regionalen Stammtischen und anderen thematischen Veranstaltungen, bei denen auch Nichtmitglieder willkommen sind.
Mensa Schweiz zählt rund 800 Mitglieder (Dezember 2004), etwas mehr als ein Viertel davon ist weiblich.
Mensa Österreich hat ca. 350 Mitglieder.
Bekannte Mitglieder
Bekannte Mensaner sind oder waren unter anderem Scott Adams (ausgetreten), Isaac Asimov †, Tony Buzan, Asia Carrera, Leslie Charteris †, Geena Davis, Buckminster Fuller †, Gert Mittring, Norman Schwarzkopf, jr., Clive Sinclair und Hadmar von Wieser.
Siehe auch:
- Begabtenförderung
- Genie
- Polyhistor i.w.S.
Weblinks
- [http://www.mensa.org/ Mensa International]
- [http://www.mensa.de/ Mensa Deutschland (MinD)]
- [http://mind.laterne.de/veranstaltungen.htm Veranstaltungskalender von MinD]
- [http://www.iq-preis.de/ Deutscher IQ-Preis]
- [http://www.mensa.at/ Mensa Österreich]
- [http://www.mensa.ch/ Mensa Schweiz]
Kategorie:Verein
Kategorie:Gehirn
ja:メンサ
ko:멘사
Verein
Als Verein (Rückbildung aus vereinen) bezeichnet man eine Gruppe, die auf eine gewisse Dauer angelegt ist, einen eigenen Namen führt und in der sich Personen zu einem bestimmten gemeinsamen, durch Satzung festgelegtes Ziel zur Pflege bestimmter gemeinsamer Interessen oder ähnlichem zusammengeschlossen haben. Diese können sowohl gemeinnützig als aber auch wirtschaftliche Interessen verfolgen. Ein Verein in Deutschland bedarf zur offiziellen Anerkennung der Eintragung ins Vereinsregister.
gemeinnützig
International wird ein Verein genannt, wenn seine Mitglieder verschiedenen Ländern und Staaten angehören, wie z. B. der Internationale Schriftstellerverein. Doch versteht man unter internationalen Vereinen auch Vereinigungen (Konventionen) der Staaten selbst, wie z. B. den Weltpostverein.
Geschichte und Entwicklung
Die Entstehung des Vereinswesens ist eng mit der Industrialisierung verknüpft, als Menschen die starren ständischen Korporationen aufgaben, die das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben bislang geprägt hatten.
Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Vereine, "Gesellschaften", Verbindungen sowie Bünde.
Als Vereinswesen bezeichnet man das Recht der Staatsbürger, zu gemeinsamen Zwecken sich zu vereinigen und gemeinsame Ziele gemeinsam anzustreben (Vereinigungsfreiheit, Recht der Assoziation), und ebenso das Recht der freien Versammlung (Versammlungsrecht) gehören zu denjenigen Rechten, welche unmittelbar aus der persönlichen Freiheit abzuleiten sind.
Mobilität, Flexibilität und Individualität fanden in der Struktur des Vereins eine neue Grundlage zur Entfaltung gemeinschaftlichen Lebens und zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen. Diese Interessen umfassten das gesamte Spektrum des Lebens.
Zunächst war der Anspruch vieler Vereine ein genereller, allgemeiner.
Zum Beispiel war ein Turnverein zugleich ein Sportverein, ein religiöser Verein gleichzeitig auch ein patriotischer Verein (siehe Friedrich Ludwig Jahn: "frisch, fromm, fröhlich, frei") und vereinte damit individuelle mit kollektiven Interessen. Damit gewannen Vereine zunehmend gesellschaftlichen Einfluss und Macht.
Wenn man heute dem Vereinswesen mitunter abschätzig mit dem Begriff der Vereinsmeierei beizukommen sucht, zeigt sich doch derzeit die Kraft vereinsmäßig strukturierter Organisationen in der Rolle der nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) in den gegenwärtigen weltpolitischen Auseinandersetzungen.
Geschichte des Vereinswesens in Deutschland
Bis zum Jahr 1848 ging das Streben der Gesetzgebung in den einzelnen deutschen Staaten dahin, Vereine mit politischer Tendenz zu verbieten und die Abhaltung von Volksversammlungen schlechthin von der Genehmigung der Behörden abhängig zu machen.
Die deutschen Grundrechte statuierten das freie Vereins- und Versammlungsrecht (Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit), und obgleich ein Bundesbeschluss vom 13. Juli 1854 die Ausübung dieses Rechts tatsächlich von dem Ermessen der einzelnen Bundesregierungen abhängig zu machen suchte, war und blieb dasselbe doch in den seit 1848 zustande gekommenen Verfassungsurkunden ausdrücklich anerkannt.
Gleichzeitig ist allerdings in den letzteren ausgesprochen, dass dieses Recht in seiner Ausübung der Regelung durch besondere Gesetze (Vereins- und Versammlungsrecht im objektiven Sinn) bedürfe, und so war dann auch z.B. das Vereins- und Versammlungsrecht in Preußen durch Gesetz vom 11. März 1850, in Bayern durch Gesetz vom 26. Februar 1850, in Sachsen durch Gesetz vom 22. November 1850, in Württemberg durch Gesetz vom 2. April 1848, in Baden durch Gesetz vom 21. November 1867 und in Hessen durch Verordnung vom 2. Oktober 1850 normiert worden.
Danach galten im Wesentlichen folgende Grundsätze:
- Das Vereinsrecht steht unter obrigkeitlicher Kontrolle (Vereinspolizei).
- Politische Vereine müssen Statuten und Vorsteher haben, welche, ebenso wie die Mitglieder, der Behörde anzuzeigen sind.
- Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
- Dasselbe galt in Preußen bei politischen Vereinen auch für Frauen.
- Ferner sollte nach dem preußischen Vereinsgesetz ein politischer Verein nur als örtlicher Verein geduldet werden, und ebendarum durfte er nicht mit anderen politischen Vereinen in Verbindung treten.
- Sitzungen und Vereinsversammlungen mussten der Obrigkeit angezeigt werden; die Polizei durfte zu jeder Versammlung Beamte oder andere Bevollmächtigte abordnen. Bei ausgesprochener Auflösung durch die Polizeiorgane hatten alle Anwesenden sich sogleich zu entfernen.
- Öffentliche Volksversammlungen müssen 24 Stunden vor ihrem Beginn der Behörde angemeldet werden, und diese ist so berechtigt als verpflichtet, die Versammlung zu verbieten, wenn Gefahr für das öffentliche Wohl oder die öffentliche Sicherheit obwaltet.
- Zu Versammlungen unter freiem Himmel und zu öffentlichen Aufzügen ist polizeiliche Erlaubnis erforderlich.
- Sollen Vereine aus bloßen Gesellschaften zu juristischen Personen (Korporationen) werden, so war zur Erlangung der korporativen Rechte ein besonderer Regierungsakt erforderlich.
Der Artikel 4 der deutschen Reichsverfassung brachte das Vereinswesen in den Kompetenzkreis der Reichsgesetzgebung; gleichwohl fehlte es noch an einem Reichsvereinsgesetz. Das Reichswahlgesetz gestattete aber die Bildung von Vereinen zum Betrieb der den Reichstag betreffenden Wahlangelegenheiten, doch war nach dem Reichsmilitärgesetz den zum aktiven Heer gehörigen Militärpersonen die Teilnahme an politischen Vereinen und Versammlungen untersagt.
Für die nichtpolitischen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften erfolgte eine Regelung des Vereinswesens im Weg der Reichsgesetzgebung.
Ferner war nach der deutschen Gewerbeordnung (§ 152 f.) für alle gewerblichen Arbeiter das Verbot der Vereinigung zur Erlangung günstigerer Lohnbedingungen aufgehoben (Koalition); doch durfte der Beitritt nicht durch Zwang oder Drohung herbeigeführt werden.
Vereine, deren Dasein, Verfassung oder Zweck vor der Staatsregierung geheimgehalten werden sollen, oder in welchen gegen unbekannte Obere Gehorsam oder gegen bekannte Obere unbedingter Gehorsam versprochen wurde, waren nach dem deutschen Strafgesetzbuch (§ 128) verboten.
Dasselbe galt für Vereine zu unerlaubten Zwecken (§ 129). Besondere Beschränkungen der Vereins- und Versammlungsfreiheit wurden durch das Sozialistengesetz herbeigeführt.
Nach dem österreichischen Vereinsgesetz vom 15. November 1867 war von jeder Vereinsversammlung wenigstens 24 Stunden vorher der Behörde durch den Vorstand Anzeige zu erstatten. Sollte die Versammlung öffentlich sein, so war auch dies gegenüber den Behörden anzukündigen.
Ausländer, Frauen und Minderjährige konnten nicht Mitglieder von politischen Vereinen sein. Auch war es nach dem österreichischen Vereinsgesetz politischen Vereinen nicht gestattet, Zweigvereine zu gründen und Vereinsabzeichen zu tragen.
Deutschland
Es wird zwischen eingetragenen (e.V.) und nicht eingetragenen Vereinen (n.e.V.) unterschieden. Sowohl eingetragene Vereine als auch nicht eingetragene Vereine können gemeinnützig sein.
Der Verein ist: „Ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von natürlichen oder juristischen Personen, der einen gemeinsamen Namen trägt, sich von hierzu bestimmten Mitgliedern vertreten lassen kann und in dem jeder im Rahmen der Satzung nach freien Stücken ein- und austreten kann.“
Mindestvoraussetzung für die Gründung eines Vereins sind eine Anzahl von sieben Vereinsmitgliedern und eine Satzung, in der insbesondere die Befugnisse des Vereinsvorstands definiert sind.
Die Vereine bestimmen ihre Satzung unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 21 - 79 BGB selbst.
Altrechtlicher Verein
Altrechtliche Vereine bestanden bereits vor dem Inkrafttreten des BGB. Sie nehmen eine Sonderstellung ein: sie sind nicht im Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen, aber dennoch juristische Personen.
Eingetragener Verein
Ein eingetragener Verein (Abk. e.V.) ist ein Verein, der in das Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen ist. Für die Zuständigkeit des Amtsgerichts ist der Vereinssitz maßgeblich.
Eingetragene Vereine sind juristische Personen. Sie sind rechtsfähig, das heißt sie können als Rechtssubjekte selbst Träger von Rechten und Pflichten sein. Sie können vor Gericht klagen und verklagt werden. Der Vorstand vertritt den Verein nach außen.
Dem e.V. kann die Rechtsfähigkeit auf Antrag oder von Amts wegen entzogen, wenn
- durch einen gesetzeswidrigen Vorstands- oder Mitgliederversammlungsbeschluss das Gemeinwohl gefährdet ist,
- der Verein satzungswidrig wirtschaftliche Zwecke verfolgt oder
- die Zahl der Vereinsmitglieder unter drei sinkt.
Haftung
Für Verbindlichkeiten, die der Verein durch seinen Vorstand begründet, haften nicht die einzelnen Vereinsmitglieder mit ihrem jeweiligen Privatvermögen, sondern nur der Verein mit dem Vereinsvermögen. Ausnahmsweise kann es zur Haftung der Vorstandsmitglieder kommen.
Nicht eingetragener Verein
Ein nicht eingetragener Verein tritt als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts auf, aber nicht als juristische Person. Die Mitglieder erklären schriftlich (in den Statuten), dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Dieser Vereinstyp muss keine Organe wie Vorstand und Vereinsversammlung bestellen und hat mindestens drei Mitglieder.
Organe
Nur eingetragene Vereine müssen zwingend Organe bestellen. In den anderen Vereinen sind alle Mitglieder angesichts ihrer Kompetenzen gleichgestellt.
Vorstand
Die Einrichtung eines Vorstands ist gesetzlich vorgeschrieben (§26 BGB). Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Wenn Mitglieder des Vorstands fehlen, so kann das zuständige Amtsgericht auf Antrag einen Vorstand bestellen.
Mitgliederversammlung
Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie entscheidet in allen Vereinsangelegenheiten, die nicht vom Vorstand oder einem anderen in der Satzung bestimmten Organ zu besorgen sind. Zu einer Mitgliederversammlung hat der Vorstand in den von der Satzung bestimmten Fällen und wenn die Interessen des Vereins es gebieten einzuberufen. In der Praxis ist üblich, dass die Satzungen eine regelmäßige jährliche Mitgliederversammlung vorsehen.
Die Mitgliederversammlung entscheidet mit der Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Eine Änderung der Satzung sowie die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der Erschienenen. Die Änderung des Zwecks des Vereins kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder erfolgen.
Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft im Verein wird entweder durch Mitwirkung als Gründer oder durch Beitritt erworben. Der Beitritt ist ein Vertrag zwischen dem Verein und dem neuen Mitglied, setzt also dessen Antrag und die Annahme durch den Verein, vertreten vom Vorstand voraus. Die Rechte aus der Mitgliedschaft sind nicht übertragbar und nicht vererblich. Die Ausübung der Mitgliedschaftsrechte kann niemandem anderen überlassen werden. Die Mitgliedschaft endet durch Tod oder Austritt. Die Austrittserklärung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung. Die Satzung kann - was in der Praxis üblich ist - vorsehen, dass der Austritt nur zum Ende des Geschäftsjahrs wirkt.
Namen
Ins Vereinsregister eingetragene Vereinsnamen sind gewöhnlich Eigennamen, das nachgestellte e.V. ist jedoch kein Bestandteil dieses Eigennamens. Das Kürzel e.V. dient lediglich als Hinweis auf den Rechtsstatus des Zusammenschlusses (zum Beispiel in Briefköpfen oder in amtlichen Schriftstücken) und kann in der Regel weggelassen werden.
Vereinsauflösung
Der Verein wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung oder durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgelöst. Sein Vermögen fällt dann an die in der Satzung bestimmten Personen.
Enthält die Satzung hierüber keine Bestimmung, so fällt das Vermögen an den Fiskus des Bundeslands, in dem der Verein seinen Sitz hat.
Bedeutung
Der Verein ist neben Verbänden und karikativen Organisationen eine Form der Freiwilligen-Organisationen. Intensiv wird dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Zivilgesellschaft im Freiwilligensurvey untersucht: Als traditionelle Organisationsform für Freiwilligenarbeit hat der Verein auch heute noch eine wichtige Bedeutung und ist stark verbreitet.
Schweiz
Der Verein erlangt mit der Gründung Rechtsfähigkeit. Dazu müssen zumindest drei Personen Statuten erstellen und die Organe bestellen. Der Verein wird dadurch zur juristischen Person. Zwar darf ein Verein nur ideeller und gemeinnütziger Natur sein, darf jedoch zur Erreichung des Vereinsziels ein Gewerbe betreiben. Die Statuten müssen Auskunft geben über den Zweck, die Mittelbeschaffung und die Organisation des Vereins.
Wie jede andere Organisation kann ein Verein als gemeinnützig anerkannt werden. Ein gemeinnütziger Verein wird von den Steuern befreit, und Beiträge an gemeinnützige Organisationen kann man vom steuerbaren Einkommen abziehen. Siehe Gemeinnützigkeit.
Vereinsrecht
Die rechtlichen Grundlagen zum Verein finden sich im Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) [http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/index1.html#id-1-2-2]. Soweit es daraus keine zwingenden Vorschriften gibt, kann in den Statuten alles frei geregelt werden. Wird in diesen etwas nicht geregelt, gelten automatisch die entsprechenden Passagen aus dem ZGB. Folgende Grundsätze sind vom Gesetz her zwingend:
- Der Vorstand - welcher mindestens zwei Mitglieder umfasst - und die anderen Organe dürfen ausdrücklich nur das tun, was ihnen gemäß Statuten erlaubt ist. Alle anderen Beschlüsse müssen von der Vereinsversammlung gefällt werden.
- Jedes Mitglied kann einen Beschluss, welcher die Statuten oder geltende Gesetze verletzt, vor Gericht anfechten, falls das Mitglied dem Beschluss vorher nicht zugestimmt hat.
- Eine Änderung des Vereinszwecks darf keinem Mitglied aufgezwungen werden. Das heißt dass der Zweck nur per einstimmigem Beschluss aller Mitglieder geändert werden kann.
- Ein Fünftel der Mitglieder kann jederzeit eine außerordentliche Vereinsversammlung einberufen, etwa zwecks Abwahl des Vorstands. Sonst findet sie mindestens einmal pro Jahr statt.
Eintrag ins Handelsregister
Ein Verein kommerzieller Natur ("ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe") muss im Handelsregister eingetragen sein, wenn die jährlichen Roheinnahmen mehr als 100'000 Franken betragen.[http://www.baselland.ch/docs/jpd/handreg/faq1.htm] Nach der Eintragung kann der Verein im Konkursfall betrieben werden. Alle anderen Vereine können sich aus Prestigegründen eintragen lassen, oder um gegenüber anderen Organisationen zu beweisen, dass der Verein überhaupt existiert (z.b. ausländische Partner oder Dachorganisationen). Nur wenige Prozent aller Vereine sind ins Handelsregister eingetragen.
Die Statuten sowie die Adressen der Vorstandsmitglieder müssen bei der Eintragung mitgeteilt werden. Falls die Mitglieder persönlich für das Vereinsvermögen haften oder wenn eine Nachschusspflicht besteht, muss bei der Eintragung eine Mitgliederliste abgegeben werden. Ein- und Austritte aus dem Verein müssen ebenfalls gemeldet werden.
Finanzielle Haftung der Vereinsmitglieder
Seit 1. Juni 2005 ist der Artikel 75a[http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a75a.html] des Zivilgesetzbuches in Kraft. Er lautet:
Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet das Vereinsvermögen. Es haftet ausschliesslich, sofern die Statuten nichts anderes bestimmen.
Diese Klärung wurde eingefügt, weil vorher eine paradoxe Situation bestand: Wurden in den Statuten Mitgliederbeiträge definiert - und sei es auch nur in der Form von "Die Vereinsversammlung legt jedes Jahr die Beiträge der Mitglieder fest" - dann hafteten Mitglieder nur in der Höhe des jährlichen Vereinsbeitrags. Wurden keine Beiträge statutarisch verankert, dann hafteten im Konkursfall die Mitglieder ohne Einschränkungen.
Ein Beispiel dafür war das 500'000 Franken hohe Defizit einer Pferdesportveranstaltung. Der Verein eröffnete Konkurs, doch die Gläubiger gingen leer aus, weil die Mitglieder ihre Beiträge leisteten und damit ihre Pflicht erfüllt haben[http://www.polyreg.ch/bgeunpubliziert/Jahr_2002/Entscheide_5P_2002/5P.292__2002.html]. Vor der Einführung von 75a mussten Vereinsmitglieder - falls keine Beiträge definiert wurden - voll für das Vereinsvermögen haften, während Genossenschaftsmitglieder im Normalfall nicht hafteten.
Anzahl und Bedeutung
Über die Anzahl der Vereine in der Schweiz kann nur spekuliert werden, da keine Registrierungspflicht besteht. Er ist jedoch mengenmäßig die wichtigste Rechtsform des Landes!
Arten von Vereinen
Es entstanden Vereine
- mit sozialen Zielen: Nachbarschaftsverein, Pflegeverein, Betreuungsverein etc.
- mit moralischen Zielen: Tugendbund, Abstinenzverein, Freimaurer, etc.
- mit kulturellen Zielen: Musikverein, Leseverein, Gesangverein, Heimatverein, Schlaraffen, Jugendkulturverein, etc.
- mit religiösen Zielen: christliche Vereine, Freikirchen, Missionsverein, etc.
- mit ökonomischen Zielen: Konsumverein, Sparverein
- mit ökologischen Zielen: Naturschutzverein (beispielsweise BUND), Umweltschutzorganisation
- mit wissenschaftlichen Zielen: Geschichtsverein, Naturforscherverein, etc.
- um den individuellen Lebenszyklus: Jünglingsverein, Frauenhilfsverein, Mensa, etc.
- mit gesellschaftlich nützlichen Zielen: Freiwillige Feuerwehr, Hilfsvereine (zum Beispiel THW), Naturschutzverein, Umweltschutzorganisation etc.
- mit gesellschaftlichen politischen Zielen: Landwehrverein, Umweltschutzorganisation etc.
- Vereine mit berufsspezifischen Zielen: Arbeiterverein, Akademischer Verein, Landvolkverein etc.
- mit dem Hintergrund der Freizeitbeschäftigung (Hobby): Sammlerverein, Modellbauverein, Modellbahnverein, Gärtnerverein, Züchterverein,
- mit sportlichen Zielen: Sportvereine, Anglerverein, Wanderverein, Turnverein
- mit pädagogischen Zielen: Bildungsverein, Buchverein, Umweltschutzorganisation, Schulf%C3%B6rderverein
- mit technischen Zielen: Technischer Verein (beispielsweise TÜV)
- an Universitäten: Studentenorganisation, Studentenverbindung
- als Interessensverbände: siehe Eigenheimervereinigungen
- zur Geselligkeit für Menschen mit ähnlichen Eigenschaften: Mensa
- sonstige: Lohnsteuerhilfevereine
Die Entwicklung der Vereinswesens führte zu einer Differenzierung in Gruppierungen wie Assoziation, Partei, Genossenschaft, Gewerkschaft
Das Vereinsrecht ist in den einzelnen deutschsprachigen Ländern ähnlich geregelt.
Siehe auch
- Vereinsrecht in Deutschland
- Vereinsgesetz
- Selbsthilfegruppe
- Idealverein
- Ehrenamt
- Liste der größten Sportvereine
- Ringverein
- Betreuungsverein
- Partei
- Gewerkschaft
Literatur
- Jutting, Dieter H. ; Bentem, Neil van ; Oshege, Volker: Vereine als sozialer Reichtum. Bd. 9., Edition Global-lokal Sportkultur. Munster: Waxmann, 2003 - ISBN 3-8309-1237-4
Weblinks
- [http://vereine.speedtracker.de/ Deutsche Vereine] - Thematisch geordnetes Verzeichnis
- [http://www.vereinswiki.de VereinsWiki] - Wiki für Vereine
- [http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/index1.html#id-1-2-2 Vereinsrecht Schweiz] - Gesetzessammlung Zivilgesetzbuch Schweiz
!VereinKategorie:Steuerrecht
IntelligenzIntelligenz (lat.: intelligentia „Einsicht, Erkenntnisvermögen“, intellegere „verstehen“) bezeichnet im weitesten Sinne die Fähigkeit zum Erkennen von Zusammenhängen und zum Finden von optimalen Problemlösungen.
Hinsichtlich der unterschiedlichen Bereiche der Problemstellungen werden auch unterschiedliche Arten von Intelligenz unterschieden.
Intelligenz ist, vereinfacht ausgedrückt, die Fähigkeit, Probleme und Aufgaben effektiv und schnell zu lösen und sich in ungewohnten Situationen zurecht zu finden. Trotzdem ringt die Wissenschaft seit mehr als 100 Jahren um eine zutreffende und umfassende Definition. Ein Teil der Wissenschaftler geht von einem einzigen, bereichsübergreifenden Intelligenzfaktor, dem „Generalfaktor g“ aus, der unterschiedlich hoch sein kann.
Andere Forscher wiederum befürworten eine ganze Palette voneinander relativ unabhängiger Intelligenzen wie verbales Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Gedächtnis und Zahlenverständnis. Der amerikanische Psychologe Howard Gardner bezieht in seiner Theorie der "Multiplen Intelligenzen" (MI) sogar Bewegungsintelligenz (Tänzer), musikalische Intelligenz (Musiker, Komponisten) oder naturalistische Intelligenz (Naturforscher) mit ein.
Bernhard von Mutius konstatiert die Herausbildung einer "anderen Intelligenz",
verstanden als ein Ensemble von (systemisch-kreativen) Fähigkeiten, komplexe
(soziale) Probleme zu lösen: nicht nur einseitig analytisch, linear-kausal, basierend
auf einem vermeintlich "objektivem" Wissen, sondern kombinatorisch, zirkulär,
relational und - im Bewusstsein des eigenen Nichtwissens - im Dialog und in
Kooperation mit anderen.
Psychologie
In der Psychologie ist Intelligenz ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden.
Mit Intelligenz befassen sich die Allgemeine, die Differentielle und die Neuropsychologie.
Allgemeine Psychologie
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden häufig Begriffe wie Denkvermögen, Auffassungsgabe, Rationalität, Logik, Urteilsvermögen und Kreativität verwendet, um die geistigen Fähigkeiten des Menschen zu kennzeichnen. Diese bleiben als Konstrukt jedoch so lange inhaltsleer, wie sie nicht messbar gemacht und von anderen abgegrenzt werden (vgl. diskriminante Validität, Testgütekriterien).
Die für den Begriff Intelligenz relevante Forschung auf dem Gebiet der Allgemeinen Psychologie bezeichnet man heute oft als Kognitive Psychologie. Diese wiederum greift auf Methoden und Erkenntnisse der Hirnforschung bzw. Gehirnforschung, der Entwicklungspsychologie und zunehmend auch der künstlichen Intelligenz zurück. Ein zentraler Strang der kognitiven Psychologie ist die Arbeitsgedächtnis-Forschung. Sie geht zurück auf Modelle wie das working-memory model von Baddeley. Hierzu existieren bereits brauchbare Testbatterien, die sogenannte elementary cognitive tasks beinhalten.
Differentielle Psychologie
Bei der Diagnose von Intelligenz im Rahmen der Persönlichkeits- und Differentiellen Psychologie bemüht man sich darum, quantitative Unterschiede der Intelligenz zwischen Menschen festzustellen. Intelligenz wird in diesem Zusammenhang als Teilbereich der Persönlichkeit i.w.S. gesehen.
Als Fachbegriff der Psychometrie wurde "intelligence - Intelligenz" in der Zeit um 1900 geprägt, wobei der inhaltliche Impuls aus dem englischen Sprachraum kam (Louis Leon Thurstone, Charles Spearman).
Der Intelligenzquotient (IQ)
Für die Messung der psychometrischen Intelligenz (IQ) war die Forschung des Franzosen Alfred Binet von bahnbrechender Bedeutung, der zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gemeinsam mit Theodore Simon im Auftrag der französischen Regierung ein Testverfahren zur Einstufung und Auswahl von behinderten Vorschulkindern entwickelte. Schon in diesem ersten Intelligenztest werden viele kleine Aufgaben gestellt. Da Binet feststellte, dass ältere Kinder anspruchsvollere Aufgaben lösten als jüngere Kinder und auch schneller waren und damit eine höhere Punktzahl erreichten, wurde daraus in den folgenden Jahren der Intelligenzquotient, abgekürzt IQ, als ein auf das Lebensalter bezogenes Maß der Intelligenz.
Binet selbst sah seine Arbeiten kritisch und in seinem Punktesystem primär eine Hilfestellung bei einer Einstufung von Schülern. Er hat jedoch die Grundlage geschaffen auf der Charles Spearman und andere aufbauen konnten. Diese entwickelten dann die Theorie eines Allgemeinen Faktors der Intelligenz sowie eines Intelligenzstrukturmodells.
Die Anzahl der richtigen Aufgaben sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit und der Vergleich mit Gleichaltrigen wurde somit zur empirischen Grundlage des frühen Intelligenzbegriffes, welcher „Intelligenz“ am IQ festmacht und nach wie vor bei wissenschaftlich validierten Intelligenztests (z. B. dem CFT3-Grundintelligenztest von Cattell/Weiss) bei erwachsenen Probanden und Kindern Anwendung findet. Eine Weiterentwicklung brachte die Informationspsychologie, die den IQ durch das Konzept des Arbeitsspeichers ersetzt, der ein physikalisches Maß der Intelligenz bzw. der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit darstellt, nämlich die verarbeiteten Bit pro Zeiteinheit.
Da Binets Konzept (IQ=Intelligenzalter/Lebensalter) sich als problematisch erwiesen hat, wurde später von anderen Forschern Wechsler ein neues Intelligenzkonzept eingeführt, bezogen auf den Mittelwert der Gesamtbevölkerung. Der mittlere IQ liegt nach dieser
Definition bei 100. 68 % der Bevölkerung haben einen IQ zwischen 85 und 115 (bei in Deutschland üblichen Intelligenztests mit einer Standardabweichung von 15). Nur ca. 2,2 % der Bevölkerung haben einen IQ über 130 (oft benutzt als Grenzwert für Hochbegabung) oder unter 70, was als Grenze zum Schwachsinn betrachtet wird.
Da die Zuverlässigkeit der Testergebnisse mit zunehmender Abweichung vom statistischen Mittel sinkt, hat der IQ außerhalb der Grenzen zwischen 55 und 145 praktisch keine Bedeutung mehr. Es wäre zwar theoretisch denkbar, entsprechende Tests zu konstruieren, allerdings praktisch nicht durchführbar. Denn in diesem Bereich befinden sich nur 0,26 % der Bevölkerung.
Die Höhe der Intelligenz und Intelligenzstruktur ändern sich mit zunehmenden Lebensalter s.a.Altersintelligenz
Die bis hierher geschilderten Sachverhalte entsprechen weitgehend dem etablierten Konsens im Rahmen der Differentiellen Psychologie. Sie sind jedoch nicht unwidersprochen geblieben.
Die Wissenschaft streitet noch darüber, in welchem Maße Intelligenz vererbt wird bzw. durch soziale Einflüsse, z. B. die Erziehung, beeinflusst ist. Entsprechende Studien widersprechen sich z. T. Einigkeit unter seriösen Forschern besteht weitgehend nur darüber, dass beides eine Rolle spielt. Die wertvollsten Untersuchungen ziehen hierfür zeitnah nach der Geburt getrennte eineiige Zwillinge heran, sogenannte Zwillingsstudien.
Wissenschaftliche Studien legen einen Zusammenhang zwischen der Größe des Gehirns und dem Intelligenzquotienten nahe. Mit Hilfe von Magnetresonanztomografen wurde gezeigt, dass Menschen mit hohem IQ tendenziell über ein überdurchschnittlich schweres Gehirn verfügen.
Kritik an der orthodoxen Sicht der differentiellen Psychologie
Problemlösefähigkeit: Die Problematik der IQ-Tests lag auch darin, dass vorwiegend die Geschwindigkeit bei der Lösung relativ leichter Tests gemessen wurde. Aktuelle Tests sind in der Regel adaptiv und passen sich in der Problemstellung dem Vermögen des Probanden an. Denn: In der Realität ist Intelligenz vor allem als Fähigkeit zur Lösung nichttrivialer Probleme interessant. Die Fähigkeit der Lösung hochkomplexer Probleme über lange Zeiträume wird durch
IQ-Tests aber nicht ansatzweise getestet, teilweise ist sie sogar hinderlich (zu großer Suchraum,
Erkennen, daß alle Antworten falsch oder mehr als eine Antwort richtig ist).
Trainierbarkeit: Jeder, der Testaufgaben trainiert, kann seinen IQ deutlich steigern. Neben dem Trainingseffekt tritt dabei ein Angleichen der Denkmuster zwischen Aufgabensteller und Proband auf.
Motivation/Validität: Auch die Motivation bei den Tests wirkt sich stark aus. IQ-Tests nach einem dreiwöchigen Urlaub von Probanden ergaben Werte von bis zu 30 Punkten unter dem sonstigen Wert. Damit ist der IQ als konstante, einem Individuum zuzuordnende Meßgröße in Frage gestellt.
Stephen Jay Gould hat sowohl den „einen“ IQ, als auch Intelligenz aus verschiedenen, voneinander relativ unabhängigen Faktoren (primary mental abilities) zusammengesetzt, als wissenschaftlich fragwürdig und als ein untaugliches Konzept kritisiert.
Soziale Kompetenz: Klassische Intelligenztests versuchten im Wesentlichen logisch-analytische Fähigkeiten zu messen und erlaubten damit beispielsweise kein Urteil über den nicht-rationalen Umgang mit den Mitmenschen (EQ). Das ist zumindest bei modernen Verfahren kein Problem mehr.
Emotionale Intelligenz
Das Thema Emotionale Intelligenz wird auch im gleichnamigen Artikel besprochen.
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Nicht analog dem IQ-System (auf Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 skaliert), aber durchaus beschreibend lassen sich auch persönliche und emotionale Faktoren in zielgerichteten und erfolgreichen Handlungskonzepten erkennen. Während bei planvollem Handeln in Gruppen der IQ sicher auch eine Rolle spielt, sind die Wahrnehmung bzw. Kontrolle von Emotionen in gefährlichen Situationen und andere Persönlichkeitseigenschaften der Emotionalen Intelligenz eher eine unabhängige Variable der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. Besonders große Unterschiede zwischen den Menschen zeigen sich im Umgang mit den eigenen Gefühlen; er hängt u. a. von der Prägung durch die Herkunfts-Familie und dem Selbstwertgefühl ab, ändert sich aber auch durch spätere Erfahrungen oder Seminare etc.
Im europäischen Kulturkreis besitzt (analytische) Intelligenz (IQ) einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und wird nach der Meinung mancher Autoren gegenüber kreativen und sozialen Begabungen ("EQ") bisweilen überbewertet. Manche meinen jedoch, ein Umkehren des Pendels beobachten zu können, da immer mehr sog. reine soft skills als Schlüsselqualifikationen bezeichnet würden. Die Diskussion, was wichtiger für individuellen Erfolg oder auch für fruchtbare Beiträge zur Volkswirtschaft oder der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung ist - die "emotionale Intelligenz" oder die eigentliche (kognitive Faktoren beschreibende) Intelligenz - ist überflüssig. Denn jeder ausschließlich analytisch Hochintelligente wird ohne eigene soziale Kompetenzen oder ein förderndes Netzwerk trotz seiner (theoretischen) Leistungsfähigkeit isoliert bleiben. Und ein rein auf Basis sozialer Fertigkeiten agierender "Instinkttäter" kann ohne eigenen Leistungs- oder Sachbeitrag auch kaum langfristig erfolgreich sein, zumindest nicht in "Leistungsgesellschaften".
Erfolgsintelligenz
Die Theorie der Erfolgsintelligenz behauptet, das Zusammenwirken einer von den Verfechtern dieser Dichotomie postulierten zweigeteilten rationalen und emotionalen Intelligenz zu beschreiben.
Die psychologische Forschung (siehe insb. Hunter und Schmidt) zeigt aber, dass der stärkste einzelne Prädiktor für Erfolg im Berufsleben die allgemeine Intelligenz ist, auch als G-Faktor bezeichnet (General Intelligence). Auch die Forschung zu Lebenserfolg bzw. Lebensleistung zeigt einen Zusammenhang zwischen erfülltem Leben, Lebensleistung und klassischen Intelligenzmaßen. Die neue Strömung, soziale Kompetenzen, emotionale Stabilität, Extraversion, Anpassungsfähigkeit und andere persönlichkeitsbezogene Eigenschaften als Emotionale Intelligenz zusammenzufassen und zu benennen, kann zweifach gedeutet werden:
Als überflüssige Verwischung der Grenzen zwischen Intelligenz als in sich zusammenhängendem Konstrukt und davon bisher abgegrenzten Persönlichkeitsvariablen,
oder als nützlicher Hinweis, dass Intelligenz (im herkömmlichen Sprachgebrauch) natürlich nicht alles ist. Die Überfrachtung des Intelligenzbegriffs muss für seine weitere Erforschung und Beschreibung nicht hilfreich sein, da ja die Intelligenz im Ursprungssinn noch nicht hinreichend beschrieben ist, und der eigentliche Denkprozess noch weitere Forschung erfordert.
Die Entwicklungspsychologie zeigt, dass sich kognitive Fähigkeiten und soziale Fertigkeiten nicht immer parallel entwickeln und beide gefördert werden müssen. Tatsächlich können sich Probleme bei einseitiger Förderung von Kindern mit überdurchschnittlicher Auffassungsgabe (Thinking Speed) ergeben. Im regulären Lehrbetrieb häufig kognitiv unterfordert, kann ein solches Kind mit dem Überspringen einer oder mehrerer Klassen auch einer sozialen Überforderung ausgesetzt werden. Schulpsychologen können bei einer solchen Entscheidung wichtige Hinweise und Unterstützung geben.
Neuropsychologie
Die Neuropsychologie beschäftigt sich unter anderem auch mit den neuronalen Grundlagen der Intelligenz bzw. der Verarbeitung von Signalen bzw. Information beim Menschen. Für die Intelligenz besonders relevant sind die Vorgänge im Großhirn (vgl. auch Cortex), wogegen das Kleinhirn (lat. Cerebellum) und phylogenetisch ältere Bereiche (z. B das Stammhirn) in der Forschung zu neuronalen Grundlagen der Intelligenz weniger Beachtung finden. Dies heißt jedoch nicht, dass Intelligenz in bestimmten Bereichen lokalisiert werden kann, eine gewisse dezentrale Organisation von Informationsverarbeitungsprozessen ist trotz allem nicht von der Hand zu weisen.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die mechanisch-elektronische Nachbildung menschlicher Intelligenz innerhalb der Informatik. Die KI findet zunehmend Einsatz in der ingenieurwissenschaftlichen oder medizinischen Technik.
Mögliche Anwendungsszenarien sind: Optimierungsprobleme (Reiseplanung, Schienenverkehr), Umgang mit natürlicher Sprache (automatisches Sprachverstehen, automatisches Übersetzen, Suchmaschinen im Internet), Umgang mit natürlichen Signalen (Bildverstehen und Mustererkennung).
Soziologie
Die Intelligenz als Bezeichnung für die Gesamtheit aller Gebildeten wurde erstmals 1844 im Polnischen von K. Libelt gebraucht, 1846 im Russischen von W. G. Bielinski, im Deutschen später von u. a. Karl Kautsky, Karl Marx, Hugo Ball (Kritik der deutschen Intelligenz), Adolf Hitler. Die Intelligenz als soziale Schicht war bis 1990 fester Bestandteil eines kommunistisch geprägten Gesellschaftsverständnisses. In der DDR verstand man unter "Intelligenz", auch Geistesarbeiter oder Geistesschaffende genannt, die Gesamtheit aller Personen mit einem Hochschulabschluss oder Fachschulabschluss. Im westlichen Deutschland, wo der Begriff auch weite Verbreitung erlangte, konkurriert "Intelligenz" auch heute noch mit dem älteren Begriff Intellektuelle bzw. mit Akademiker oder erscheint gar als soziologischer Fachbegriff in der slawischen Form Intelligentsia.
Kritik am Intelligenzbegriff
siehe: IQ-Test: Kritik
Zitate
- Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ständig gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernard Shaw
- Intelligenz ist jene Eigenschaft des Geistes, dank derer wir schließlich begreifen, dass alles unbegreiflich ist. - Emile Picard
- Unsere Freunde sagten mir, sie seien leidend. Ich beklage sie sehr. Denn ich sehe, dass sie die Freuden der Intelligenz haben müssen, und auf die kommt es wahrscheinlich für sie vor allem an wie für jeden, der sie kennt. – Marcel Proust (aus: Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 143f)
- Das menschliche Gehirn ist unvergleichlich komplexer als etwa ein Stern; und darum wissen wir auch so viel mehr über Sterne als über das menschliche Gehirn. Und der komplexeste Aspekt des menschlichen Gehirns ist seine Intelligenz. - Isaac Asimov
- Intelligenz ist das, was der Intelligenztest misst. - Boring (1923)
- Bei Erfolgreichen in der Wirtschaft darf man nicht von einem hohen IQ ausgehen - der hindert an der Tat. - Heinz Dürr
- Intelligenz erlaubt die Weisheit zu verstehen und Weisheit erlaubt die Intelligenz zu verstehen. - (Unbekannt)
- Nichts ist gleichmäßiger verteilt als die Intelligenz. Jeder glaubt, er habe genug davon. - René Descartes
- Je mehr wir wissen, desto weniger scheinen wir weiter-zu-wissen." – Bernhard von Mutius
Weitere Zitate auf [http://de.wikiquote.org/wiki/Intelligenz Wikiquote]
Siehe auch
- Intelligenzquotient
- Intelligenztest
- Organisationsintelligenz
- Emotionale Intelligenz
- Mensa
- Dummheit
- Klugheit
Literatur
- Theodor Geiger: Aufgaben und Stellung der Intelligenz in der Gesellschaft. Enke, Stuttgart 1987 (Nachdruck der 1. Auflage von 1949).
- Alvin W. Gouldner: Die Intelligenz als neue Klasse. Sechzehn Thesen zur Zukunft der Intellektuellen und der technischen Intelligenz. Campus, Frankfurt am Main 1980.
- H. Holling, F. Preckel, M. Vock: Intelligenzdiagnostik. Kompendien Psychologische Diagnostik – Band 6. Hogrefe, Göttingen 2004, ISBN 3-8017-1626-0
- Heinz Kluth: Intelligenz. In: Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft. 4. Band. Herder, Freiburg 1959, S. 346–351.
- H. J. Im: Die Entwicklung eines europäischen Schlüsselwortes: Intelligenz und seine Bedeutung in der Wissenschaftssprache. Phil. Diss., Bonn 1975.
- R. Schulte: Intelligence. In: Sprachwissenschaftliches Colloquium Bonn (Hrsg.): Europäische Schlüsselwörter. Wortvergleichende und wortgeschichtliche Studien. Bd. II. Kurzmonographien I. Wörter im geistigen und sozialen Raum. Hueber, München 1964, S. 18–49.
- Jürgen Guthke: Ist Intelligenz meßbar? Eine Einführung in die Probleme der psychologischen Intelligenzforschung und Intelligenzdiagnostik. 2. Auflage. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1980.
- Siegfried Lehrl: Arbeitsspeicher statt IQ. Vless, Ebersberg 1997. ISBN 3-88562-079-0
- Aljoscha Neubauer: Intelligenz und Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Springer, Wien 1995. ISBN 3-211-82735-8
- Erwin Roth, Wolf D. Oswald und Konrad Daumenlang: Intelligenz: Aspekte, Probleme und Perspektiven. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1980. ISBN 3-17-005665-4
- Stephen Jay Gould: Der falsch vermessene Mensch. ISBN 3-51-828183-6
- Bernhard von Mutius (Hrsg.): Die andere Intelligenz. Wie wir morgen denken werden. Stuttgart, Klett-Cotta 2004. ISBN 3-608-94085-5
Weblinks
- [http://www.hirnforschung.de/Intelligenz.php4 Newsletter zur Intelligenzforschung]
- http://www.mensa.org/ - http://www.mensa.ch/ - http://www.mensa.de/
- http://www.prometheussociety.org/articles/multiple.html
- http://science.orf.at/science/news/54166
- http://home.arcor.de/m_enning/literatur/buch/capra_tao.htm
- http://www.eskimo.com/~miyaguch/hard_iq.html
- [http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/102/ Unterschied zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/248448.html wissenschaft.de: Intelligenz funktioniert bei Männern anders als bei Frauen]
- [http://www.newlife-online.de/buch.php Relative Intelligenz - Relativität der Intelligenz als biologisches Grundprinzip der Lebenstüchtigkeit]
Kategorie:Allgemeine Psychologie
Kategorie:Differentielle und Persönlichkeitspsychologie
Kategorie:Pädagogische Psychologie
Kategorie:Kognitionswissenschaft
Kategorie:Philosophie des Geistes
ja:知能
WeltanschaulichEine Weltanschauung ist ein umfassendes Konzept oder Bild des Universums und der Beziehung zwischen Mensch und Universum. Sie umfasst die Menge bestimmter Meinungen, als organischer Gesamtheit, über die Welt als Grund, Boden und Bühne der menschlichen Existenz, des menschlichen Handelns. Das umfasst Anschauungen über: Wissenschaft, Philosophie, Politik, Wirtschaft, Ökologie, Umwelt, Kultur, Bräuche, Religion, Ethik, Werte, Moral, Kindererziehung bis hin zur Ernährung.
Das Wort findet sich zuerst in dem Buch Kritik der Urteilskraft (§ 26; 1790) von Immanuel Kant.
Eine Weltanschauung gibt einen Begriff davon, wie die Welt funktioniert und strukturiert ist (was ist die Wirklichkeit), gibt eine Erklärung dafür, warum die Welt so funktioniert und strukturiert ist (warum ist die Wirklichkeit so), und eine Extrapolation dieser Funktion und Struktur in die Zukunft (wie wird sich die Welt entwickeln).
Weiter beinhaltet eine Weltanschauung ethische Werte, die sich aus dieser Sicht der Wirklichkeit ableiten lassen und eine Epistemologie.
Weltanschauungskritik wird von anderen Weltanschauungen geübt, wissenschaftlich erscheint sie als Ideologiekritik
Weltanschauungen beinhalten die Antwort auf Fragen wie
- Was ist die Wirklichkeit?
- Was ist die Natur der Welt?
- Was ist ein Mensch? Welches Menschenbild haben wir?
- Was geschieht nach dem Tod?
- Warum ist es möglich, überhaupt etwas zu wissen?
- Woher wissen wir, was richtig, was wahr und was falsch ist?
- Was ist der Sinn der menschlichen Geschichte?
- Gibt es einen Gott?
- Hat der Mensch einen freien Willen?
Irgendeine Art von Weltanschauung, die solche Fragen beantwortet, dürfte jeder Mensch haben - eine persönliche Weltanschauung kann allerdings mehr oder weniger durchdacht, logisch aufgebaut und konsequent sein.
Bezieht sich der Begriff Weltanschauung auf ein bestimmtes Gebiet, z.B. Kindererziehung, so spielen vielfältige andere Überzeugungen aus anderen Bereichen ein, z.B. Ethologie, Biologie, Religion, Erziehungswissenschaften, sowie Kultur und Tradition.
Eine Weltanschauung intendiert einen mehr oder weniger konsistenten (in sich stimmigen) und integralen Sinn- und Bedeutungsraum der menschlichen Existenz und schafft so den Rahmen für Bildung, Kultur und Wissen, bzw. bezüglich des Einzelnen, ein Umfeld für seine Bildungsanstrengungen, sein kulturelles Leben, seine Kulturbeflissenheit und sein Lernen.
Zu allen Zeiten haben vor allem Religionen und politische Systeme Weltanschauungen vertreten und gelehrt; oft waren sie selbst sogar Weltanschauungen. Beispielsweise Judentum, Christentum, Islam, Sozialismus, Marxismus, Scientology, Humanismus, Nationalismus könnten Weltanschauungen genannt werden, sie generieren und liefern aber eindeutig unterscheidbare Weltanschauungen. Natürlich gibt es dabei aber auch Überschneidungen, so existieren z.B. christliche Sozialisten oder jüdische Humanisten.
Manche Weltanschauungen sollen bestimmte Formen von Macht legitimieren bzw. delegitimieren, indem sie Herkunft und Basis der Macht erklären - beispielsweise sah der Monarchismus die Macht des Königs als von Gott verliehen an, in der Demokratie (Volksherrschaft) geht die Macht von der gesamten Bevölkerung als Souverän aus.
Weltanschauungen können Diskussionen anregen oder auch zerstören beziehungsweise verhindern, z.B. wenn man sich nicht gemeinsam auf Axiome oder ethische Grundsätze einigen kann.
Interkulturelle Dialoge und interreligiöse Dialoge bezeugen die Interessen der Menschen, gemeinsame Werte zu fördern und gemeinsame Probleme zu lösen, anstatt Unterschiede zu betonen.
Beispiel: [http://www.jcrelations.net/ Jüdisch-Christlicher Dialog]
Historisch ändern sich Weltanschauungen langsam und binden große, oft nicht hinterfragte Unterstützung (siehe: Sozialer Wandel, Fundamentalismus).
Der Postmodernismus proklamierte (unter anderem) die Idee des sich stets wandelnden Weltverständnisses, sich stets wandelnder Weltanschauung.
Beispiele für Weltanschauungen:
- Atheismus
- Agnostizismus
- Deismus
- Existenzialismus
- Materialismus
- Naturalismus (Brights)
- Nationalsozialismus
- New Age
- Nihilismus
- Pantheismus
- Postmodernismus
- Theismus
- Skeptizismus
Interessant ist, dass das Wort Weltanschauung ins Englische entlehnt wurde, da es ein englisches Äquivalent dieses Begriffes nicht gibt. Allerdings ist world view auch eine akzeptable Übersetzung und wird auch häufiger verwendet als weltanschauung.
Victor Klemperer sieht in seinem Buch LTI den Begriff Weltanschauung kritisch. Der Begriff sei in der Zeit des Nationalsozialismus' geprägt worden. Der Begriff "Weltanschauung" war jedenfalls Adolf Hitlers Umschreibung in seinem Buch "Mein Kampf" für eine, auf rassistische und sozialdarwinistische Hypothesen gestützte Werteordnung.
Naturwissenschaft
Es wird manchmal behauptet, auch die Naturwissenschaft bzw. Wissenschaft im Allgemeinen müsse als Weltanschauung betrachtet werden, weil bereits ihre Methodik von unbeweisbaren Axiomen ausgehe. Dies ist jedoch ein falscher Schluss. Eine Weltanschauung trifft Aussagen darüber, ob unbeweisbare Axiome wahr sind, wohingegen Wissenschaft von ihnen nur ausgeht, unabhängig davon, ob sie tatsächlich wahr sind oder nicht (darüber wird keine Wertung getroffen).
Wenn im Zusammenhang mit Naturwissenschaft von einer Weltanschauung gesprochen wird, so ist meist der Naturalismus gemeint, der im Gegensatz zur Naturwissenschaft die Aussage macht, die Axiome der Naturwissenschaft seien tatsächlich wahr. Beiden Begriffe werden häufig von Anhängern unwissenschaftlicher Theorien sowie im Widerspruch zur Naturwissenschaft stehender Weltanschauungen gleichgesetzt. Dadurch soll der Eindruck erweckt werden, letztendlich stünde Naturwissenschaft mit allen Weltanschauungen auf einer Ebene, obwohl es sich nicht um vergleichbare Begriffe handelt.
Möglich ist im Gegensatz dazu der Vergleich von anderen Weltanschauungen mit dem Naturalismus. Beim Versuch, neue Anhänger zu finden, wird von Vertretern dem Naturalismus widersprechender Weltanschauungen oft betont, alle Weltanschauungen seien gleichwertig. Dabei wird zwar manchmal erwähnt, dass man die Wahrheit der Axiome der Naturwissenschaft anzweifeln muss, um eine dem Naturalismus widersprechende Weltanschauung in Erwägung zu ziehen, jedoch werden äußerst selten diese Axiome konkret aufgelistet (z.B. die Widerspruchsfreiheit der Logik), und so gut wie nie wird erwähnt, warum sie äußerst plausibel sind (z.B. dass es bis heute trotz täglicher Verwendung der Logik niemandem gelungen ist, diese Widerspruchsfreiheit zu falsifizieren).
Siehe auch
Weltbild, Metaphysik, Ontologie, Ideologie
Weblinks
#[http://www.religion-online.info Info-Portal Religion]
#[http://lexikon.idgr.de/a/a_d/adler-manfred/adler-manfred.php Manfred Adler Antijudaismus]
#[http://www.jcrelations.net/de/?id=1955 Glaube an Gott und „Idee Mensch“ nach Auschwitz]
#[http://www.judentum.net/deutschland/gruenberg.htm Antisemitismus als massenpsychologisches Phänomen]
#[http://www.dittmar-online.net/religion/naturalismus.html Naturalismus versus Supernaturalismus]
Kategorie:Philosophie (Sonstiges)
Kategorie:Wortexport
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ja:世界観
Intelligenztest Definition
Ein Intelligenztest (ugs. oft als IQ-Test bezeichnet), dient der Prüfung der Leistungsfähigkeit des Gehirns. Das Resultat wird häufig Intelligenzquotient genannt. Er kann aus mehreren Teilleistungen zusammengesetzt sein wie z.B. visuelle Gedächtnisfähigkeit, mathematisches Verständnis, oder Sprache. Intelligenztests haben das Ziel, die Begabung von Menschen messbar zu machen und zu vergleichen. Die Testleistung ist altersabhängig.
Konstruktion
Intelligenztests sind Verfahren, die das Konstrukt Intelligenz messen. Das Schwierige ist, dass dessen Definition und Abgrenzung bisher nicht eindeutig gelungen ist.
Die Autoren von Intelligenztests konstruieren ihre Tests daher meist nach impliziten Annahmen über dieses Konstrukt oder in Anlehnung an bestehende Intelligenzmodelle.
Es kann davon ausgegangen werden, dass verschiedene Intelligenztests unterschiedliche Ausschnitte des Konstruktes Intelligenz erfassen.
Einige Verfahren decken das Konstrukt durch sehr verschiedene Untertests / verschiedene Itemformen ab (IST2000, BIS), während andere es durch sehr homogene aber besonders repräsentative Itemformen abdecken (Mental Speed, Matrizentests).
Einige Verfahren sind besonders für die Erfassung der allgemeinen Intelligenz konzipiert (Modell des Generalfaktors der Intelligenz) während andere (WIT, LPS) eher an der spezifischen Ausprägung der einzelnen Faktoren der Intelligenz interessiert sind (Intelligenzstrukturmodelle)
Verläßlichkeit
Im Gegensatz zu Persönlichkeitstests erreichen gängige Intelligenztests meist eine gute Reliabilität. Ebenso sind die Kriteriumsvalidität und die prädiktive Validität bezogen auf Schulnoten meist gut. Dies liegt daran, daß die Gültigkeit der Tests von vornherein danach konzipert wird, welche Unterschiede zwischen Schülern höher- oder geringerwertiger Allgemeinbildung an verschiedenen Schultypen aufgefunden werden können, wie man in den Lehrbüchern zu den verschiedener IQ-Tests nachlesen kann.1 Langfristig bewährt hat sich ein Test demnach vor allem dann, wenn der Schulerfolg mit dem Abschneiden in IQ-Tests korreliert.
Die Vorhersagekraft von Intelligenztests ist oft nicht völlig unabhängig von der Höhe des Testwertes. Bei sehr niedrigen oder sehr hohen IQ-Werten ist die Vorhersagekraft (z.B. für Berufserfolg) meist etwas größer als im mittleren Bereich.
Normierung und Hochbegabung
Intelligenztests werden separat nach Altersgruppen, Geschlecht und Schulabschlüssen geeicht. 100 ist dabei der jeweilige Durchschnitt. Diese Normierung erfolgt getrennt in den einzelnen Ländern. Länderübergreifende Vergleiche sind daher nur eingeschränkt möglich. Insbesondere in den USA wird die Skala zum oberen Ende hin stärker gespreizt.
Wichtig bei der Gestaltung eines Intelligenztests ist der sogenannte Deckeneffekt. Dies bedeutet, dass sehr hohe IQ-Werte nur noch ungenau gemessen werden können.
Von Hochbegabung spricht man ab einem IQ-Wert von 130. Dies ist bei weniger als zwei Prozent der Bevölkerung der Fall (vgl. Standardnormalverteilung).
Kritik
Kritiker äußern, dass IQ-Tests allein schon deshalb nicht aussagekräftig seien, weil das Konstrukt ,Intelligenz', das quantifiziert werden soll, nicht genügend gut definiert ist. Außerdem könnten objektive Tests immer nur Teilbereiche dessen erfassen, was sie messen sollen.
Zudem bevorteilten sie bestimmte kulturelle Gruppen und Menschen, die wegen ihrer höheren sozialen Stellung über eine bessere Bildung verfügen. Damit wird z.B. erklärt, dass weiße Probanden in den meisten Tests einen höheren Durchschnittswert erzielen als schwarze. So werde beispielsweise in einem Test nach Synonymen für "Schuld" gefragt; aber in verschiedenen kulturellen Kreisen gebe es unterschiedliche Auffassungen von "Schuld" und somit unterschiedliche Resultate bei dieser Frage. Es ist aber ein Ziel der psychologischen Forschung, Intelligenztests zu entwickeln, die völlig unabhängig von Alter, Bildungsniveau, gesellschaftlichem Hintergrund und sozialem Status zuverlässige Ergebnisse liefern.
Manche Intelligenztests messen auch Wortschatz und Erfahrung einer Person, obwohl die Intelligenz nach den meisten Definitionen nichts mit Auswendiglernen und Gedächtnis (wie beim Wortschatz) oder mit der Erfahrung zu tun hat . Deshalb bestehen einige Intelligenztests aus unterschiedlichen Teilen, die nicht nur Bildung, sondern auch Problemlösefähigkeiten abfragen. Diese müssen sehr sorgfältig konzipiert werden.
Das Bemühen mancher Autoren und Testkonstrukteure, die sich mit Intelligenz befassen, gipfelt in dem Widerspruch (s.o. unter: Konstruktion), der Test müsse versuchen das Konstrukt Intelligenz möglichst umfassend und differenziert zu erfassen. Dabei ist Intelligenz als Konstrukt, das man selbst hervorgebracht hat, bereits unterstellt. Die vorgetragene Schwierigkeit, dieses selbst konstruierte Konstrukt Intelligenz wie einen vorgefundenen Forschungsgegenstand erfassen zu können, erweist sich daher als erschwindelt. Wer solche Widersprüche transportiert, will - bewußt oder aus Unkenntnis - suggerieren, es handele sich bei der Intelligenz eben doch um ein getrennt von ihren Definitionen (ihrer Konstruktion) existierendes Phänomen, dem durch die Konstruktionen von adäquaten Tests eine natürliche - wenn auch im Dunkeln diverser geheimnisvoller Abstraktionen liegende - Existenz eingehaucht würde.
Die bei allen IQ-Tests unterstellte logische Operation zur Bestimmung von "Intelligenz" ist die folgende: Man vermutet, dass sich intelligente Leistungen in bestimmten messbaren Test-Leistungen äußern. Dies unterstellt eine tautologische Aufspaltung des Begriffs in ein in sich selbst ruhendes Ursache-Wirkungsverhältnis: Man verdoppelt intelligente Leistungen - aus dem Bedürfnis nach Meßbarkeit heraus, verallgemeinert als abstrakte Intelligenzleistung - in deren Äußerung (bestimmte messbare Test-Leistungen) und das diesen Äußerungen angeblich zugrundeliegende Vermögen dazu - ausgedrückt im IQ-Wert.2 Durch diese willkürliche Zerlegung von Intelligenz in "Fähigkeit und Äußerung derselben" wird aus den vom Test behaupteten, sorgfältig ausgedachten Kriterien für das Konstrukt Intelligenz ein Meßinstrument für die Intelligenz. Insofern trifft die berühmte Aussage, Intelligenz sei, was der IQ-Test misst, auf jede Intelligenzmessung zu und läßt somit unter der Hand überhaupt erst Intelligenz als abstrakten Gegenstand wahr werden. Bestimmte intelligente Leistungen sind inhaltlich gar nicht abstrakt vergleichbar - es sei denn, der Wille zur Auffindung abstrakter Intelligenz bringt sie genau als das, was man aus bestimmten praktischen Interessen heraus messen will, theoretisch hervor (z.B. für die Feinsteuerung von Selektion). Auf die Art und Weise des Testens kommt es im Einzelnen dann nicht an. Diese hängt weitgehend vom persönlichen Geschmack des Testers und seiner ideologischen Praxis-Orientierung ("sprachfrei", "mathematikfrei", "milieuneutral" usw.) ab.
Siehe auch
- Intelligenzquotient
- Stanford-Binet-Test, Simon-Binet-Test
- Flynn-Effekt
Fußnoten
1 Tieze/Tewes, Messung der Intelligenz bei Kindern mit dem HAWIK-R 1994, S.57ff.
2 G.W.F.Hegel, (Werke-Suhrkampausgabe Bd.6) Logik II, Kraft und Äußerung, S.172-179
Literatur
- N. J. MacKintosh (1998). IQ and Human Intelligence. Oxford: Oxford University Press.
- Stephen Jay Gould: Der falsch vermessene Mensch (1999) ISBN 3518281836.
Kategorie:Differentielle und PersönlichkeitspsychologieKategorie:Psychologie
ja:知能検査
1946
- 1. Januar: Karl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion
- 1. Januar: Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet
- 1. Januar: Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen
- 1. Januar: Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok
- 1. Januar: Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre abgefunden
- 5. Januar: In Nürnberg beginnt vor einem US-Militärgerichtshof der Prozess gegen 23 ehemalige KZ-Ärzte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- 11. Januar: Abschaffung der Monarchie, Proklamation der Volksrepublik Albanien durch Enver Hoxha
- 22. Januar: Gründung der kurdischen Republik Mahabad
- 1. Februar: Amtsantritt von Trygve Lie als erster Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 21. Februar: Die Deutschen Erzbischöfe Joseph Frings, Bischof Clemens August Graf von Galen und Bischof Konrad Graf von Preysing werden in Rom vom Papst zu Kardinälen ernannt
- 21. Februar: Erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit
- 1. März: Die Bank von England wird verstaatlicht, ihre Altaktionäre werden abgefunden
- 18. März: Die Weltbank beginnt mit ihrer Tätigkeit
- 2. März: Gründung der „Deutschen Konservativen Partei – Deutschen Rechtspartei“ (DKP-DRP) als Fusion der „Deutschen Aufbau-Partei“ und der „Deutschen Konservativen Partei“
- 9. April: Neugründung der Technischen Hochschule Berlin als Technische Universität Berlin
- 21. April bis 22. April: Die KPD und die SPD schließen sich in der späteren DDR zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammen
- 6. Mai: Camille Gutt, Belgien, wird erster Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 15. Mai: Sizilien wird Autonome Region innerhalb Italiens
- 25. Mai: Unabhängigkeit Jordaniens
- 9. Juni: Thailand. König Bhumibol Adulyadej wird Staatsoberhaupt
- 18. Juni: Proklamation der Republik Italien
- 1. Juli: Zusammenschluss der Besatzungszonen der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag der USA wird durch Frankreich und der Sowjetunion verhindert
- 4. Juli: Die Philippinen erlangen die Unabhängigkeit
- 22. Juli: Das King David Hotel in Jerusalem wird von jüdischen Terroristen der Irgun teilweise in die Luft gesprengt. 91 unschuldige Frauen und Männer (darunter 16 britische Staatsangehörige) kommen ums Leben
- 16. August: Es wird von Vertretern der kurdischen Intelligenz und dem städtischen Kleinbürgertum die „Kurdische Demokratische Partei“ KDP (auf kurdisch PDK: Partiya Demokratya Kurdistane) gegründet. Molla Mustafa Barzani wird, trotz Abwesenheit, zum Vorsitzenden gewählt
- 1. September: Frankreich stimmt gegen politische Einheit der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland der 3 westlichen Besatzungszonen
- 6. September: Der amerikanische Außenminister verkündet in seiner Stuttgartet Rede, dass er die Wirtschaft der Besatzungszonen im besetzten Deutschland vereinen will. Nur Großbritannien erklärt sich dazu bereit
- 12. September: Volksabstimmung auf den Färöern über die Loslösung des Landes vom Königreich Dänemark. Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Am 18. September wird dort die Unabhängigkeit ausgerufen, doch am 20. September von Dänemark annulliert
- 30. September und 1. Oktober: Verkündung der Urteile der Nürnberger Prozesse
- 20. Oktober: Letzte freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone
- 3. November: Die neue japanische Verfassung, die am 3. Mai 1947 in Kraft tritt, wird verkündet
- 4. November: Gründung der UNESCO durch die Gründungsstaaten: Australien, Brasilien, Republik China, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Kanada, Libanon, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und USA
- 6. November: Polen wird Mitglied in der UNESCO
- 13. November: Bolivien wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Die Arabische Republik Syrien wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Syrien wird Mitglied in der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur)
- 18. November: Haiti wird Mitglied in der UNESCO
- 19. November: Schweden, Island und Afghanistan werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 21. November: Peru wird Mitglied in der UNESCO
- 21. November: Philippinen wird Mitglied in der UNESCO
- 25. November: Venezuela wird Mitglied in der UNESCO
- 29. November: Belgien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Dezember: Inkrafttreten der Hessischen Verfassung (erste Nachkriegsverfassung Deutschlands) durch Volksentscheid
- 2. Dezember: Gründung der Internationalen Walfangkommission (IWC)
- 6. Dezember: Willard Frank Libby stellt eine Atomuhr auf der Basis von Cäsium-Atomen vor
- 9. Dezember: Im Nürnberger Ärzteprozess verurteilt der Erste Amerikanische Militärgerichtshof sieben der 23 Angeklagten zum Tode und weitere neun zu langen Freiheitsstrafen
- 11. Dezember: Die erste Ausgabe der Programmzeitschrift Hörzu erscheint
- 31. Dezember: Joseph Kardinal Frings hält seine berühmte Silvesterpredigt in Köln-Riehl
- 31. Dezember: Juan Perón wird Staatspräsident Argentiniens, seine Frau Eva Perón First Lady
- Max Brauer (SPD) wird in einer Koalition mit der FDP Erster Bürgermeister von Hamburg
Kultur
- 1. Januar: Uraufführung des Theaterstücks Danach von Helmut Weiss in Berlin
- 16. Mai: Uraufführung des Musicals Annie Get Your Gun von Irving Berlin am Imperial Theatre in New York
- 12. Juli: Uraufführung der Oper Krieg und Frieden (Orig.: Woina i mir) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Sankt Petersburg
- 15. Oktober: Premiere des ersten deutschen Nachkriegsfilms, der DEFA-Produktion Die Mörder sind unter uns (Regie: Wolfgang Staudte, Hauptdarstellerin: Hildegard Knef) im Berliner Admiralspalast
- Gründung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Katastrophen
- 31. Mai: Erdbeben der Stärke 6.0 in der Türkei, rund 1.200 Tote
- 10. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Ancash, Peru, etwa 1.400 Tote
- 20. Dezember: Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, 1.330 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Mai: Major F. T. Casman und Major W. E. Zins flogen mit ihrem Hubschrauber Sikorsky R-5 A einen neuen Rekord
- 6. Juni: Die National Basketball Association wird offiziell gegründet
- 11. Juli: Die International Handball Federation wird offiziell in Basel gegründet
1. Halbjahr
- 1. Januar: Roberto Rivelino, ehemaliger brasilianischer Fußballspieler
- 1. Januar: Rivelino, ehemaliger brasilianischer Fußballspieler
- 2. Januar: Ilma Rakusa, Schweizer Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
- 3. Januar: Olivia Molina, deutsch-mexikanische Tango- und Schlager-Sängerin
- 3. Januar: John Paul Jones (Rockmusiker), englischer Rockmusiker und Musikproduzent
- 3. Januar: Rudolf Böhmler, Politiker
- 4. Januar: Marek Borowski, polnischer Politiker
- 4. Januar: Arthur Conley, US-amerikanischer Soul-Sänger († 2003)
- 5. Januar: Jewgeni Anatoljewitsch Popow, russischer Prosa-Schriftsteller
- 5. Januar: Diane Keaton, US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin und TV-Filmregisseurin
- 6. Januar: Syd Barrett, britischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 8. Januar: Robbie Krieger, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 9. Januar: Mogens Lykketoft, dänischer sozialdemokratischer Politiker
- 10. Januar: Aynsley Dunbar, britischer Schlagzeuger
- 10. Januar: Robert Gadocha, polnischer Fußballspieler
- 12. Januar: George Duke, US-amerikanischer Pianist, Arrangeur und Produzent
- 14. Januar: Harold Shipman, britischer Mediziner († 2004)
- 14. Januar: Howard Carpendale, deutscher Sänger und Komponist südafrikanischer Herkunft
- 16. Januar: Annegret Soltau, Collagekünstlerin der Body-Art
- 16. Januar: Kabir Bedi, indischer Schauspieler
- 16. Januar: Ronni Milsap, US-amerikanischer Countrysänger
- 18. Januar: Henrique Pereira Rosa, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau
- 18. Januar: Joseph Deiss, Schweizer Politiker
- 19. Januar: Julian Barnes, britischer Schriftsteller
- 19. Januar: Reinhard Lakomy, Komponist der DDR
- 19. Januar: Alexander Kostinskij, ukrainisch-jüdischer Dichter, Schriftsteller, Illustrator
- 19. Januar: Dolly Parton, US-amerikanische Countrysängerin
- 20. Januar: Ernst Probst, Dt. Wissenschaftsjournalist
- 20. Januar: David Lynch, US-amerikanischer Regisseur
- 21. Januar: Nella Martinetti, Schweizer Sängerin, Komponistin und Texterin
- 21. Januar: Johnny Oates, US-amerikanischer Baseballspieler († 2004)
- 22. Januar: Malcolm McLaren, britischer Künstler, Modeschöpfer, Designer, Musik-Manager und Musiker
- 23. Januar: Boris Abramowitsch Beresowski, Mathematiker und ein Oligarch Russlands
- 23. Januar: Arnoldo Alemán, von 1997 bis 2002 Staatspräsident Nicaraguas
- 28. Januar: Thomas Mann (Politiker), deutscher Europaabgeordneter
- 29. Januar: Günter Ohnemus, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 31. Januar: Wolfgang Stumph, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 2. Februar: Isayas Afewerki, Staatspräsident und Regierungschef von Eritrea (seit 1993)
- 3. Februar: Stan Webb, Gitarrist
- 5. Februar: Boris Bukowski, österreichischer Musiker
- 8. Februar: Gert Jonke, österreichischer Schriftsteller
- 9. Februar: Joseph Prathan Sridanusil, römisch-katholischer Priester
- 11. Februar: Knut Vollebæk, norwegischer Diplomat und christdemokratischer Politiker
- 12. Februar: Ajda Pekkan, türkische Sängerin und Schauspielerin
- 13. Februar: Artur Jorge, portugiesischer Fußballtrainer und bis 1977 Fußballprofi
- 14. Februar: Bernard Dowiyogo, nauruischer Politiker († 2003)
- 14. Februar: Gregory Hines, US-amerikanischer Stepptänzer und Schauspieler († 2003)
- 15. Februar: John Trudell, indianischer Freiheitskämpfer, Musiker und Schauspieler
- 15. Februar: Marisa Berenson, US-amerikanische Schauspielerin
- 16. Februar: August Hanning, Präsident des BND
- 17. Februar: Dodie Stevens, Sängerin
- 19. Februar: Luis Puenzo, Film-Regisseur und Drehbuch-Autor
- 20. Februar: Brenda Blethyn, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Alan Rickman, britischer Bühnen- und Film-Schauspieler
- 21. Februar: Ottmar Schreiner, deutscher Politiker
- 23. Februar: Bodo H. Hauser, deutscher Journalist und Moderator († 2004)
- 24. Februar: Markus Zürcher, Schweizer, bildender Künstler, Vertreter der Konzeptkunst
- 25. Februar: Elkie Brooks, britische Sängerin
- 25. Februar: Roland Hemmo, deutscher Synchronsprecher und Schauspieler
- 25. Februar: Franz Xaver Kroetz, Schriftsteller
- 26. Februar: Ahmed H. Zewail, ägyptischer Chemiker, Nobelpreisträger (1999)
- 28. Februar: Robin Cook, britischer Politiker und Außenminister von 1997 bis 2001 († 2005)
- 28. Februar: Ludwig Hirsch, österreichischer Sänger und Liedermacher
- 28. Februar: Don Francisco (Sänger), Sänger und Komponist
- 28. Februar: Syreeta, US-amerikanische Soul-Sängerin und Songwriterin († 2004)
- 1. März: Gert Hoffmann, deutscher Politiker, NPD, Oberbürgermeister von Braunschweig
- 1. März: Jost Gross, Schweizer Politiker († 2005)
- 1. März: Jan Kodeš, tschechischer Tennisspieler
- 4. März: Sergio Fernández Barroso, kubanischer Komponist
- 6. März: Murray Head, britischer Schauspieler und Sänger
- 6. März: David Gilmour, Gitarrist, Sänger, Komponist und Songwriter der Rockgruppe Pink Floyd
- 7. März: Matthew Fisher, englischer Musiker
- 9. März: Bernd Hölzenbein, deutscher Fußballspieler
- 10. März: Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1993)
- 12. März: Ricky King, deutscher Musiker
- 12. März: Liza Minnelli, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 13. März: Chris Roberts (Schlagersänger), deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 13. März: Yann Arthus-Bertrand, französischer Fotograf
- 14. März: Leonti Pawlowitsch Schewzow, General in der Sowjetunion und Russland
- 14. März: Gianni Bella, italienischer Sänger
- 14. März: Wes Unseld, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger († 1995)
- 19. März: Joachim Sartorius, deutscher Jurist, Diplomat, Theaterintendant, Lyriker und Übersetzer
- 21. März: Ray Dorset, britischer Rockmusiker
- 21. März: Zsolt Gárdonyi, ungarischer Komponist
- 22. März: Harry Vanda, australischer Musikproduzent
- 22. März: Rudy Rucker, US-amerikanischer Schriftsteller und Informatiker
- 23. März: Lee Towers, Rotterdamer Sänger
- 24. März: Su Kramer, deutsche Sängerin, Komponistin und Texterin
- 24. März: Herbert Wernicke, Opernregisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 2002)
- 24. März: Robert Becker, US-amerikanischer Regisseur († 1993)
- 25. März: Maurice Krafft, Vulkanologe († 1991)
- 28. März: Wubbo Ockels, niederländischer Physiker und Raumfahrer
- 29. März: Wolfgang Drexler, deutscher Politiker und MdL
- 30. März: Wolfgang Spindler, Richter und designierter Präsident des Bundesfinanzhofs
- 31. März: Klaus Wolfermann, deutscher Leichtathlet (Speerwerfer)
- 31. März: Willi Seebauer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. April: Jürgen Büssow, deutscher Politiker, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Düsseldorf
- 1. April: Helmut Kukacka, österreichischer Politiker und Staatssekretär
- 2. April: Brigitte Struzyk, deutsche Schriftstellerin
- 2. April: Lajos Koltai, ungarischer Kameramann und Filmregisseur
- 3. April: Hanna Suchocka, polnische Politikerin
- 6. April: Wolfgang Ischinger, Botschafter der Bundesrepublik in den USA, Diplomat
- 6. April: Danny Kortchmar, US-amerikanischer Rocksänger und -gitarrist
- 7. April: Heðin Mortensen, Bürgermeister der färöischen Hauptstadt Tórshavn
- 7. April: Colette Besson, französische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2005)
- 8. April: Johannes Andreas Pflug, deutscher Politiker
- 12. April: Ria Endres, deutsche Schriftstellerin
- 12. April: Ed O’Neill, Schauspieler,
- 15. April: Willi Neuberger, deutscher Fußballspieler
- 15. April: Winfried Nachtwei, deutscher Politiker
- 15. April: Friedrich Chlubna, österreichischer Problemkomponist († 2005)
- 16. April: Peteris Vasks, lettischer Komponist
- 18. April: Skip Spence, US-amerikanischer Rockmusiker († 1999)
- 20. April: Sabine Bergmann-Pohl, deutsche Politikerin
- 20. April: Irene Ellenberger, deutsche Politikerin
- 20. April: Ricardo Maduro, Politiker aus Honduras
- 21. April: Patrick Rambaud, französischer Schriftsteller
- 21. April: Xaver Schwarzenberger, österreichischer Kameramann und Regisseur
- 22. April: John Waters, US-amerikanischer Filmregisseur
- 23. April: Clemente Domínguez y Gómez, Oberhaupt der Palmarianisch-katholischen Kirche († 2005)
- 25. April: Andrzej Seweryn, polnischer Schauspieler
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