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Gaza

Gaza

Der Begriff Gaza bezeichnet
- eine Stadt in den palästinensischen Autonomiegebieten, siehe Gaza (Stadt)
- eine Provinz von Mosambik, siehe Gaza (Provinz) Siehe auch: Gazastreifen

Gaza (Stadt)

Gaza-Stadt (phön.: zzh; arabisch: غزة Ghazza; hebr.: Άzzā, עזה vom semit. ğzz, "dornig sein") ist die größte Stadt im von Israel nach dem Sechstagekrieg 1967 besetzten Gazastreifen, der seit 1994 unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde steht. In Gaza befindet sich der Verwaltungssitz der Autonomiebehörde. Gaza besitzt einen Seehafen am Mittelmeer und einen Flughafen. Es hat etwa 273.000 Einwohner, in der Agglomeration leben 1,1 Millionen Menschen.

Geografische Lage

Die Stadt Gaza liegt auf . Die Stadt erstreckt sich über etwa 46 km².

Geschichte

Das heutige Gaza wurde über der antiken Stadt erbaut und wird mitunter als eine der ältesten Städte der Erde bezeichnet. In der Antike kam der Stadt eine große Bedeutung aufgrund ihrer strategischen Lage als Hafenstadt zwischen den Kontinenten (Afrika, Asien und Europa) zu. Das alte Stadtgebiet erstreckt sich quadratisch über 100 ha. Gesichert wurde es durch die Lage auf einem Hügel sowie durch eine Stadtwallanlage mit insgesamt vier Toren in Richtung der vier Himmelsrichtungen. Von Thutmosis III. bis Ramses IV. war Gaza Verwaltungssitz der Ägypter in Südpalästina, bis es im 12. Jahrhundert v. Chr. von den Philistern im Zuge des Seevölkersturms übernommen wurde. Aufgrund seiner verkehrstrategisch günstigen Lage - Gaza war Endpunkt der Weihrauchstraße - steigt es im 8. Jahrhundert v. Chr. zur wichtigsten Stadt der Pentapolis der Philister auf. Im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. wechselte die Stadt mehrfach den "Besitzer". Die Assyrer unter Tiglat-pileser III. erobern es 734 v. Chr.. 609 v. Chr. wird es wieder ägyptisch, 605/4 fällt es ans Neubabylonische Reich. 525 v. Chr. stellte es sich dem persischen Vormarsch nach Ägypten in den Weg, wurde letztlich aber doch ins Perserreich einverleibt. Unter den Achämeniden genoß Gaza aufgrund seiner Wichtigkeit für den Handel mit Arabien weitestgehende Autonomie. Nach dem Ende des Alexanderreichs stritten sich die Diadochenreiche der Ptolemäer und Seleukiden um Gaza, bis es 200 v. Chr. endgültig in seleukidische Hand kam. Zu dieser Zeit begann der wirtschaftliche Abschwung der Stadt, die ihre Rolle als Handelsmetropole nicht zuletzt an Alexandria verlor. Von Alexander Jannaeus wurde die Stadt im Jahr 98 v. Chr. schließlich völlig zerstört. Von den Römern, insbesondere dem Proconsul Gabinius, wird Gaza Mitte des 1. Jahrhundert v. Chr. etwas südlich des alten Stadthügels neu aufgebaut. In Römischer Zeit war es vor allem für seine Rednerschule berühmt. Seine Bedeutung für den Handel erlangte es nicht wieder. Erst im 7. Jahrhundert wurde der Handel mit Mekka - entlang der Route der Weihrauchstraße - wiederaufgenommen. heute ist dies die Hauptzentrale des stark umkämpften Gaza-Streifens

Politik

Siehe auch: Palästina, Palästinensische Autonomiegebiete, Liste der Städte in den palästinensischen Autonomiegebieten, Israel

Städtepartnerschaften

Gaza unterhält Städtepartnerschaften u.a. mit Barcelona (Spanien), Turin (Italien), Dubai (VAE) und Tromsø (Norwegen).

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Gaza gibt es mehrere Universitäten, an denen zusammen 28.500 Studentinnen und Studenten eingeschrieben sind, darunter die al-Azhar-Universität und die Islamische Universität.

Literatur


- Martin A. Meyer: History of the city of Gaza, New York 1907. (engl.)

Weblinks


- [http://www.mogaza.org Offizielle Webseite der palästinensischen Verwaltung des Gazastreifens] Kategorie:Ort in Palästina Kategorie:Ort in der Bibel ja:ガザ

Gazastreifen

Geographie

Der Gazastreifen (arabisch قطاع غزّة, Qitāʿ Ghazza, hebräisch רצועת עזה, Retzuat Azza) ist ein Küstenstreifen am Mittelmeer von 40 km Länge und zwischen 6 und 14 km Breite; die Fläche beträgt 378 km². Das Gebiet besteht hauptsächlich aus Sand und Dünen, lediglich 13% der Fläche sind für die Landwirtschaft nutzbar. Im jährlichen Durchschnitt regnet es zwischen 150 bis 450 mm, allerdings hat der Streifen reichlich Grundwasser. Im Gazastreifen gibt es fünf Palästinenserstädte: Gaza-Stadt, Khan Yunis, Beit Lahia, Dschabaliya und Rafah. Nach palästinensischen Angaben leben 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen. Bis zur Räumung der jüdischen Siedlungen (siehe unten) im August 2005 lebten ca. 8500 Israelis im Gazastreifen innerhalb der jüdischen Enklaven in 21 jüdischen Siedlungen. Der Gazastreifen ist nicht nur eine der am dichtesten besiedelten und ärmsten Regionen der Welt (3400 Einwohner pro km², etwa soviel wie in Berlin), auch die dortige Geburtenrate ist eine der höchsten der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung ist unter 15 Jahren alt und die Bevölkerungszahl verdoppelt sich bei der derzeitigen Wachstumsrate etwa alle 15 bis 20 Jahre. Der Großteil (etwa 60%) der Bevölkerung sind Flüchtlinge, die während des Palästinakriegs 1948 aus dem heutigen Israel geflohen sind, sowie deren Nachkommen.

Politische Situation

Bis 1967 war der Gazastreifen von Ägypten besetzt. Im Sechstagekrieg wurde er jedoch von Israel besetzt. Seit dem Kairoer Abkommen 1994 steht er teilweise unter der Selbstverwaltung der Palästinenser (Palästinensische Autonomiegebiete). Zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern kommt es seit der Ausrufung der zweiten Intifada immer wieder zu blutigen Kämpfen, der Gazastreifen bildet eine Hochburg der radikalislamischen Hamas. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon setzte 2005, nach langen innenpolitischen Auseinandersetzungen, den Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen - verbunden mit dem Abbau aller jüdischen Siedlungen - durch. Bei einer Abstimmung im israelischen Parlament hatten sich 60 Abgeordnete für den Abzug und 47 dagegen ausgesprochen. Diese Mehrheit erhielt Scharon nur aufgrund von Stimmen der Opposition (u.a. der Arbeitspartei), da seine Partei in der Frage des Rückzugs gespalten war und daher Abgeordnete teilweise gegen ihn stimmten. Trotz heftiger gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen im Vorfeld leitete Israel am 15. August 2005 schließlich den Abzug aus dem Gazastreifen mit einem Einreise- und Aufenthaltsverbot für israelische Zivilisten ein; den Siedlern der 21 im Gazastreifen befindlichen jüdischen Siedlungen wurde zunächst eine Frist von 48 Stunden gegeben, um das Gebiet zu verlassen. Danach begann die zwangsweise Räumung des Gebietes durch das israelische Militär. Innerhalb weniger Tage wurden die Siedlungen im Gazastreifen geräumt; nach Abriss der Häuser sollen die bisherigen jüdischen Siedlungsgebiete an die Palästinenser übergeben werden. Am Morgen des 12. September 2005 verließ der letzte israelische Militärkonvoi den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Damit endete nach 38 Jahren die Militärpräsenz der Israelis im Gazastreifen. Der Abzug wurde von den Palästinensern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Allerdings kam es auch zu Zwischenfällen, so steckten Palästinenser in mehreren früheren israelischen Siedlungen die Synagogen der Siedler in Brand, die als einzige Gebäude unzerstört zurückgelassen wurden.

Geschichte

Zu biblischen Zeiten gehörte der heutige Gazastreifen zum Kern des Siedlungsgebiets der Philister. Schon die berühmte Landstraße Via Maris verlief durch den Gazastreifen und durch Israel. Sie galt als strategischer Kreuzweg, weil sie Nordafrika mit Europa verknüpfte.

Weitere Themen


- Chan Yunis (Khan Yunis)
- Golanhöhen
- Gaza-Stadt
- Westjordanland
- Philadelphi-Passage
- Gusch Katif

Weblinks


- [http://www.jungewelt.de/2005/09-19/008.php Roni Ben Efrat: Das Leid der anderen] Der Medienrummel um die Räumung der israelischen Siedlungen im Gazastreifen (junge Welt, 19. Oktober 2005)
- [http://www.boell.de/de/05_world/3834.html Christian Sterzing: Lichtblick für Gaza] Über die Grenzöffnung und die EU-Mission (die tageszeitung, 18. Novemeber 2005) Kategorie:Palästina Kategorie:Nahostkonflikt Kategorie:Mittelmeer ja:ガザ地区 ms:Gaza

Olof den helige

Olof (Olavus rex), född 995, död 29 juli 1030, norsk kung, helgon. Helgondag (Olsmässa). Norges nationalhelgon. Son till Harald Grenske, gift med Astrid Olofsdotter av Svitjod. De hade ett barn, Magnus I Olavsson. Attribut: Kung (krona, ibland riksäpple), stor stridsyxa (med böjd klinga). Underliggare. Olof II Haraldsson av Norge, kallad den digre, var i yngre år en framgångsrik viking. Han plundrade i Mälaren, i Östersjön och runt Danmarks kuster. Han deltog i tronstridigheterna i England där han förstörde 'London Bridge'. I Normandiet antog han kristendomen. 1015 landsteg han med få män i Norge och tog makten från Erik jarl. Som kung fortsatte han att kristna Norge på samma hårdhänta sätt som hans frände Olof Tryggvesson. Detta innebar att folk som inte följde kungens religiösa påbud fick sina gårdar brända, blev stympade eller dödades på grymt sätt. 1028 lämnade han Norge, invaderade sedan landet med svenskt stöd och stupade 1030 vid Stiklestad. Hans helighet uppenbarade sig genast genom ett stort antal mirakel som skede i närheten av hans efter slaget undangömda lik. Kort efter hans död byggdes domkyrkan i Nidaros (Trondheim) där hans reliker förvarades. Olof blev Nordens mest populära helgon. I svenska kyrkor förekommer han på kalkmålningar och altarskåp, som staty och i helgonskåp, ofta med S:t Erik. Legenden bakom hans underliggare och den i flera kyrkor bevarade scenen Sankt Olofs seglats är följande: Olof och hans hedniske broder Harald tävlade om Norges krona. Striden skulle avgöras genom en kappsegling, där Harald seglade i den snabbe Ormen och Olof förde den tunge, otymplige Oxen. Olofs seglats blev ett mirakel, Oxen for fram över både vatten och land, och trollen som försökte hindra färden flydde slagna till sina hålor.
Företrädd av:
Sven Ladejarl och Håkon Ladejarl
Norska regenter Efterträdd av:
Knut den store
Kategori:Norges regenter Kategori:Vikingatiden Kategori:Helgon Kategori:Kyrklig interiör

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