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| Hockey |
HockeyHockey (englisch; wohl von altfranzös. hoquet, „Schäferstock“) ist ein mit Hockeystöcken auszuführendes Torspiel, das in verschiedenen Variationen – u. a. als Feldhockey, Hallenhockey oder Rasenhockey – gespielt werden kann. Die Variation Eishockey hat eine große Eigenständigkeit entwickelt und wird dort gesondert behandelt.
Eishockey
Verbreitung und Geschichte
Hockey ist eine Mannschaftssportart. Im mitteleuropäischen Raum wird neben Feldhockey auch Hallenhockey gespielt (meist in den Wintermonaten), wobei das Regelwerk leicht von dem des Feldhockeys abweicht. Das internationale Hockey wurde lange Zeit von den ehemaligen britischen Kolonien Indien und Pakistan dominiert, die traditionell über technisch sehr versierte Spieler verfügen. Seit Ende der 1980er Jahre wird Hockey zunehmend durch Athletik und Taktik geprägt. Europäische Länder, Amerika und Australien gelten als führend.
Das älteste schriftlich überlieferte Hockeyregelwerk der Welt, die "Rules of Harrow", wurde 1852 in England veröffentlicht. Am 31. Dezember 1909 wurde in Bonn der Deutsche Hockey-Bund gegründet.
In den skandinavischen Ländern und in der Schweiz ist neben Eishockey auch Unihockey (früher auch Stockey genannt), eine Art vereinfachtes Hallenhockey und Bandy sehr populär. Andere Formen des Hockeys sind Rollhockey, Inlinehockey und Polo.
In Deutschland ist Hockey Amateursport. So müssen Bundesligisten mit einem Etat von 50.000 Euro auskommen. In den Niederlanden kann hingegen ein Spitzenspieler bis zu 150.000 Euro verdienen. Dies ist durch die dortigen Fernsehverträge möglich.
Regeln
Beim Hockey treten zwei Mannschaften, die aus jeweils zehn Feld- und einem Torspieler bestehen (in der Halle und auf Kleinfeld: fünf Feldspieler und Torwart), gegeneinander an. Außerdem sind bis zu fünf Wechselspieler erlaubt, die jederzeit Wechseln dürfen (Interchanging). Gespielt wurde früher auf Naturrasen (und ausnahmsweise auf Hartplätzen u. ä.), inzwischen wird hochklassiges Hockey fast ausschließlich auf Kunstrasen gespielt (ein Vorteil ist z. B. die ebenere Oberfläche, die schnelleres Tempo und bessere Ballkontrolle ermöglicht, sowie die Wetterunabhängigkeit des Rasens). Im Unterschied zu anderen Ballsportarten ist Hockey grundsätzlich ein körperloses Spiel, d. h. der Gegenspieler darf nicht abgedrängt oder aktiv abgeblockt werden.
Ziel des Spieles
Das Ziel ist es, den Ball (meist ein Kunststoffball von 22,4 bis 23,5 cm Umfang, also 7,1 bis 7,5 cm Durchmesser, früher aus Leder oder Presskork) in das 2,14 m hohe Tor zu schießen, wobei der Ball nur mit der flachen Seite des Schlägers gespielt werden und der Torschuss nur in dem vor dem Tor markierten Schusskreis erfolgen darf. Dieser Schusskreis ist ein von der Tormitte ausgehender gedachter Halbkreis mit dem Radius 14,63 m (Feldhockey, ist in der Halle kleiner).
Spezielle Regeln
Hallenhockey
Die Seitenauslinie ist mit Banden versehen. Der Ball darf nicht gefährlich gespielt werden, es sei denn es ist ein Torschuss innerhalb des Schusskreises. Der Ball darf nur geschoben und geschlenzt, aber nicht geschlagen werden. Außerdem darf jeder Spieler nur drei Bodenkontakte haben (beide Füße und Schläger).
Es sind sechs Spieler auf dem Spielfeld (fünf Feldspieler und ein Torwart).
Feldhockey
Der Ball darf im ganzen Feld hoch gespielt werden, wenn er nicht für einen Spieler gefährlich ist, allerdings darf der Spieler diesen mit seinem Schläger nur bis zur Schulterhöhe stoppen. Aufs Tor darf wie in der Halle hoch geschossen oder geschlenzt werden, auch wenn ein Spieler im Weg stehen sollte. Schlagen und Schrubben (d.h. Ausholen mit Bodenkontakt des Schlägers) ist erlaubt. Es sind zehn Feldspieler und ein Torwart auf dem Feld.
Gemeinsam
Der Spielball darf weder den Fuß noch irgendetwas anderes außer der flachen Seite des Schläger berühren. Nur der Torwart darf den Ball innerhalb des eigenen Schusskreises außer mit der flachen Schlägerseite auch mit dem Köper berühren. Bei unabsichtlichen Regelverstößen der verteidigenden Mannschaft innerhalb des Schusskreises wird eine Strafecke (auch „kurze Ecke“) verhängt. Bei absichtlichen Verstössen wird ein Siebenmeter verhängt.
Spielfeld
Das Spielfeld ist 91,4 m × 55 m groß (Feldhockey, bei Hallenhockey kleiner). Die beiden Spielfeldhäften werden jeweils durch eine 22,9 m von der Torauslinie entfernte Viertellinie unterteilt. 6,40 m vor der Tormitte befindet sich der sogenannte 7-Meter-Punkt (für Strafstöße). Außerhalb des regulären Punktspielbetriebes wird auch Kleinfeldhockey gespielt. Folgende Karten können bei entsprechenden Verstößen als persönliche Strafe gegeben werden: Grüne Karte (Verwarnung, kann auch gegen die ganze Mannschaft ausgesprochen werden), gelbe Karte (Zeitstrafe 5-15 Minuten), gelb-rote Karte und rote Karte (Platzverweis).
Gespielt wird heute zumeist auf Kunstrasenplätzen, teilweise auch noch auf Rasen (Naturrasen).
Erfolge der Deutschen Nationalmannschaften
Bei den Olympischen Spielen gewann die deutsche Herren-Nationalmannschaft 1972 und 1992 die Goldmedaille. Die Damen errangen den gleichen Erfolg bei den Olympischen Spielen 2004. Rekordweltmeister der Herren mit vier Titeln (1971, 1978, 1982 und 1994) ist Pakistan, dann folgen die Niederlande, die dreimal (1973, 1990 und 1998) erfolgreich waren. 2002 gewann Deutschlands Herren-Auswahl zum ersten Mal die Weltmeisterschaft. Zudem ist sie mit acht Titeln Rekordsieger der Champions Trophy. Die (west-)deutsche Damen-Nationalmannschaft gewann die Weltmeisterschaften 1976 und 1981.
Die deutschen Herren gewannen sechs mal Gold bei der Europameisterschaft.
Außerdem gewannen sie bei der ersten Hallen-WM (Leipzig) Gold.
Hockey ist die erfolgreichste Ballsportart Deutschlands.
Spielbetrieb
In Deutschland ist der Deutsche Hockey-Bund als Dachorganisation tätig.
Dieser organisiert den Spielbetrieb im Feld- und Hallenhockey. Es gibt je eine eingleisige Bundesliga für Damen und Herren, mit 10 bzw. 12 Mannschaften. Darunter folgt die 2. Bundesliga, die jeweils in eine Nord und eine Südgruppe gegliedert ist. Anschließend kommen die vier Regionalligen (Süd, West, Ost, Nord-Ost), wobei es im Süden noch eine 2. Regionalliga mit je einer West- und einer Südstaffel (Hessen, Rheinland-Pfalz/Saar ; Bayern, Baden-Württemberg) gibt. Alle Landesverbände betreiben unterhalb der Regionalliga eine Oberliga und mehrere Verbandsligen.
Empfehlenswert ist Hockey schon für Kinder ab etwa sechs Jahren. Für die verschiedenden Altersklassen gibt es in allen Landesverbänden Meisterschaften. Bei den Jüngeren finden diese in Turnierform statt, bei den Älteren dann in Einzelspielen. Für Hockey braucht man Kondition, Ballgefühl und Technik, taktisches Verständnis und natürlich viel Freude am gemeinsamen Spiel.
Weblinks
- http://www.european-nations-cup.de Europameisterschaft der Herren, 28. August - 4. September 2005 in Leipzig
- http://www.whv-hockey.de WHV - Westdeutscher Hockey-Verband
- http://www.berlinhockey.de
- http://www.deutscher-hockey-bund.de
- http://www.hockeyliga.de
- http://www.bayernhockey.de
- http://www.hessenhockey.de
- http://www.fihockey.org
- http://sport-hockey.de – Einführung in die Hockeyvarianten mit Glossar und Regeln
- http://www.hockey-tribune.de
Siehe auch
Hockey-Weltmeisterschaften, Eishockey, Unterwasserhockey, Ties Kruize, Sultan Azlan Shah Cup, argentinische Rückhand
Kategorie:Mannschaftssport
Kategorie:Ballspiel
Kategorie:Hockey
ja:ホッケー
Hockeystock
Der Hockeystock ist Bestandteil der Hockeysportarten Feldhockey, Hallenhockey, Eishockey und Inlinehockey. Dabei ist er bei den jeweiligen Sportarten unterschiedlich aufgebaut.
Feld- und Hallenhockey
Beim Feldhockey ist er aus Holz oder Kunststoff gefertigt und weist eine Beugung auf. Die Keule ist klein aber dick und hat eine flache Seite und eine abgerundete Seite. Wobei nur mit der flachen gespielt werden darf. Die Länge wird in Zoll gemessen. Hockeystöcke sind normalerweise 36,5 Zoll lang. Es gibt allerdings auch kürzere Stöcke für Kinder und auch Überlängen für große Spieler.
Der Hockeystock ist beim Hallenhockey wesentlich dünner und leichter als der Feldhockeystock, besteht allerdings aus den gleichen Materialien.
Eishockey und Inlinehockey
Beim Eishockey ist der Stock wesentlich länger, eckig und ohne Beugung. Er ist nicht aus Holz. Die Keule ist viel länger, hat aber keine unterschiedlichen Seiten und man darf auch mit beiden Seiten spielen.
Inlinehockey ist dem Eishockey sehr ähnlich und auch die Hockeystöcke unterscheiden sich nicht.
Siehe auch: Hockeyschläger
Kategorie:Hockey
Feldhockey
Feldhockey (in der Schweiz und Österreich auch Landhockey) ist eine beliebte olympische Sportart, die in vielen Ländern ausgeübt wird.
Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehören Indien, Pakistan, Deutschland, die Niederlande und
Australien. Neben dem Feldhockey wird, besonders in Deutschland, auch Hallenhockey gespielt. Feldhockey wird auch allgemein als Hockey bezeichnet.
Hockey
Regeln
Die Regeln für Feldhockey in Kurzform:
- Es dürfen je Mannschaft zehn Feldspieler und ein Torhüter auf dem Feld sein.
- Der Ball darf geschlagen werden.
- Der Ball darf nur mit der linken (flachen) Seite des Schlägers gespielt werden.
- Der Ball darf nicht mit dem Fuß berührt werden.
- Die Spielzeit beträgt 2 × 35 Minuten. ( Im Jugendbereich auch kürzer)
- Es ist erlaubt, den Ball hoch zu spielen, wenn keine anderen Spieler dadurch unnötig gefährdet werden.
- Passiert der Ball die Seitenlinie, gibt es einen Freischlag gegen die Mannschaft, die zuletzt den Ball berührt hat.
- ein Tor gilt nur, wenn der Torschütze den Ball innerhalb des Schusskreises spielt.
- Regelverstöße im Schußkreis, bei denen kein Tor verhindert wird, werden mit Strafecke bestraft.
- Bei einer Strafecke darf der geschlagene Ball zwar in seiner Flugphase höher als das Brett des Tores steigen, muss sich aber bis zur Torlinie wieder auf Bretthöhe gesenkt haben. Ein Schlenzball darf an beliebiger Stelle ins Tor treffen, unabhängig von der Höhe.
- Bei der Verhinderung eines Tores durch einen Regelverstoß (z.B. Fuß, Foulspiel etc.) gibt es den sogenannten "7-Meter".
- Die Schiedsrichter können den Spielern grüne Karten (Ermahnung), gelbe Karten (Zeitstrafe 5-15 Minuten nach ermessen des Schiedsrichters) und rote Karten zeigen. Wenn ein Spieler die zweite gelbe Karte erhält ist das, wie im Fußball, gelb-rot.
Die Regeln im Deutschen Hockey-Bund können von den internationalen Regeln abweichen, da der Internationale Hockey Verband (FIH) den Mitgliedsverbänden es freistellt eigene abweichende Bestimmungen vorzugeben. [http://www.deutscher-hockey-bund.de/VVI-Web/Schiedsrichter/Regeln/auslegungen/feld2004/Uebersicht_Feld_2004.pdf Detaillierte Kurzfassung des Regelwerks für Feldhockey im DHB]
Bekannte Spieler
:Kategorie:Hockeyspieler
Liste von Feldhockey-Trainern
- Mathias Ahrens
- Bernhard Peters
- Markus Weise
- Dietmar Alf
siehe auch
Hockey, Hallenhockey, argentinische Rückhand
Weblinks
- [http://www.deutscher-hockey-bund.de Deutscher Hockey-Bund]
- [http://www.fieldhockey.ch Swiss Hockey – Schweizer Landhockey-Verband]
- [http://www.fihockey.org International Hockey Federation]
- [http://www.hockey.at Österreichischer Hockey Verband]
- [http://www.berlinhockey.de Berliner Hockey Verband]
Kategorie:Ballspiel
Kategorie:Hockey
ja:ホッケー
Eishockey
Eishockey ist eine auf Schlittschuhen und dem Eis betriebene Sportart, die zwischen 1840 und 1875 in Kanada aus verschiedenen Mannschaftssportarten entwickelt wurde.
Dabei spielten die stationierten britischen Truppen eine wichtige Rolle, die das schottische Spiel Shinty 1840 als Shinney in Kanada auf Schnee oder Eis spielten.
Ab 1855 wurde mit (Feld-)Hockeyschlägern gespielt.
Das erste echte Eishockey-Spiel fand am 3. März 1875 in Montréal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universität statt.
Weitere Vorläufer in Europa hat das Eishockey im Bandy, das auch heute noch in einigen (vor allem nord- und osteuropäischen) Ländern gespielt wird. Das Wort Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie krummer Stock.
Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schlägern in das gegnerische Tor geschoben werden.
Das Spiel ist im Allgemeinen sehr körperbetont: mittels so genannter "Bodychecks" ist es möglich, den Gegner seitlich zu verdrängen, um den Puck zu erlangen.
Bodycheck
Aus dem Eishockeysport haben sich eine Reihe, heute eigenständiger, Sportarten entwickelt: Zum Einen das Sledge-Eishockey (oder auch Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport für körperlich Beeinträchtigte ermöglicht und heute als Sportart im festen Programm der Winter-Paralympics steht. Zum Anderen existieren gleich mehrere „Sommer-Eishockey“-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey) oder Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey über eigene Weltmeisterschaften verfügen, die auch von der Internationalen Eishockey-Föderation durchgeführt oder unterstützt werden.
Verbreitung
Eishockey ist vor allem dort verbreitet, wo auch vor Erfindung der Kältemaschine - und der damit verbundenen Möglichkeit, Kunsteisbahnen zu schaffen - genügend Eisflächen für eine regelmäßige Ausübung dieser Sportart vorhanden waren und sind.
Berühmt sind vor allem die Mannschaften des Rekordweltmeisters Kanada, von Russland und den USA, von Tschechien und der Slowakei, sowie den skandinavischen Ländern (vor allem Schweden und Finnland).
Einen sehr hohen Stellenwert hat Eishockey in der Schweiz und gehört dort zu den beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Ein traditionsreiches internationales Highlight stellt auch der seit 1923 ausgetragene Spengler Cup, der in Davos, im Kanton Graubünden, stattfindet, dar.
Geschichte
Die älteste Erwähnung stammt aus Dänemark aus dem Jahre 1134. Die Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in den Niederlande ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr ähnelt. Es war bis ins 19. Jahrhundert unter den Namen Bandy bekannt.
Geschichtliche Bedeutung erlangten oftmals die Spiele zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada vor allem in der Phase des Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art "show-down" der verschiedenen Mächte. Die USA konnte die seinerzeit übermächtige Sowjetunion bezwingen und das Spiel ging als "Miracle on Ice" in die Geschichte ein.
Nachdem in der Sowjetunion bis in die 1950er Jahre auf dem Eis vor allem Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das russische Eishockey mit einem enormen Tempo.
So gelang es dem sowjetischen Team, bereits bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 wie auch bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey-Turnier Gold zu gewinnen. Die UdSSR schaffte es, mit ihrem Team eine Perfektion zu erreichen, und machte auch den "Erfindern" des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben schwer. Weiterhin gab es zwischen der UdSSR und der ČSSR großartige Spiele, in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen Spielern konkurrierte. Auch hier wurde - insbesondere nach dem Prager Frühling 1968 - die unterschiedliche politische Gesinnung und die politischen Befindlichkeiten in den Sport getragen. Außergewöhnliche sowjetische Spieler den damaligen Zeit waren u.a. : Mikhailow, Petrov, Harlamow, Tretiak, Wladimir Krutow, Igor Larionow, Sergei Makarow (zusammen die berühmte KLM-Reihe) sowie Wjatscheslaw Fetissow oder Alexei Kassatonow.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gingen einige der besten Spieler in die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas spielen. Die NHL stellt heute die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen der besten Spieler aus Europa und anderen Teilen der Welt.
Bei den alljährlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass viele europäische Spieler heute zu den wichtigsten Leistungsträgern der Liga gehören.
Nach Nordamerika zieht es die Spieler nicht zuletzt, weil dort auch am meisten Geld zu verdienen ist.
Siehe auch: Geschichte des Eishockey
Spielregeln
Das [http://www.iihf.com/hockey/rules/offrules_2006.htm offizielle Regelbuch] wird von der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben, der auch die internationalen Turniere ausrichtet. Die aktuelle Version ist bis 2006 gültig. In diesem Regelbuch gibt es insgesamt sechs Abschnitte, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln beschreiben.
In der NHL wird zum Teil von den Vorschriften des IIHF abgewichen. Hier gibt es ein eigenes [http://nhl.com/hockeyu/rulebook/index.html Regelbuch], das zwar ebenfalls sechs Abschnitte aufweist, die jedoch zum Teil andere Inhalte haben.
Nachfolgend sei ein kleiner Überblick über die internationalen Regeln nach der IIHF gegeben:
Spielfeld
NHL
Das Spielfeld ist eine rechteckige Eisfläche mit einer Länge von 56 bis 61 m und einer Breite von 26 bis 30 m, die Ecken sind mit einem Radius von 7,00 bis 8,50 m abgerundet (Regel 101). Bei offiziellen IIHF-Meisterschaften muss die Länge zwischen 60 und 61 m und die Breite zwischen 29 und 30 m betragen. Umgeben ist das Spielfeld von einer ca. 1,20 m hohen Bande, auf die zum Schutz der Zuschauer eine Schutzglasscheibe aufgesetzt und hinter den Toren zusätzlich ein Fangnetz angebracht ist. Die Tore sind 122cm hoch und 183cm breit, die Torstangen sind rot gefärbt. Um das Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum markiert.
Das Spielfeld wird in der Länge durch 5 Linien unterteilt (Regel 110): durch zwei 30 cm breite Blaue Linien in 3 gleich große Zonen: die Angriffs-, die Neutrale und die Verteidigungszone (Regel 112). Die Neutrale Zone wird durch die ebenfalls 30 cm breite rote Mittellinie halbiert; mittig auf ihr befindet sich – zentral auf dem Spielfeld – der Anspielpunkt innerhalb des Anspielkreises (auch Bullykreis genannt). Insgesamt gibt es fünf Anspielkreise alle mit einem Radius von 4,5 m, eben jener in der Mitte des Feldes und jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Als 4. und 5. Querlinie sind die Torlinien über das gesamten Feld durchgezogen (rot, Breite: 5 cm). Außerhalb der längsseitigen Banden der neutralen Zone befinden sich auf einer Seite die Spielerbänke, gegenüber die Zeitnehmung und die Strafbänke. Im Gegensatz zu vielen anderen Feldsportarten reicht das Spielfeld um die Tore herum. In der nordamerikanischen NHL weicht das Spielfeld von den internationalen Vorgaben ab. Es ist hier meist nur ca. 26 m breit und 56 m lang und verfügt über eine andere Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika in der Regel etwas schneller und aggressiver als in Europa.
Teams, Spieler, Ausrüstung
Eine Mannschaft besteht aus maximal 22 Spielern, davon 20 Feldspielern und 2 Torhütern. Während eines Spiels dürfen maximal 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis sein. (Regel 201a) In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen kann der Torwart aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt werden.
Torwart
Speziell in Unter- bzw. Überzahlsituationen kann von diesem Schema aber auch abgewichen werden.
In der Regel wird in Reihen bzw. Blöcken gespielt - das bedeutet, dass Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit den gleichen Partnern spielen. Eine optimal besetzte Mannschaft hat vier Verteidigungsreihen (4 x 2+2 Spieler = 10 Spieler) und vier Sturmreihen (4 x 3 Spieler = 12 Spieler). Dies ergibt dann:
1 Torhüter + 10 Verteidiger + 12 Stürmer + 2 Ersatztorhüter = 25 Spieler. Im jeweiligen Spiel/Turnier darf die Anzahl der gemeldeten Spieler jedoch nur 22 betragen.
Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung tragen sie ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assist) auf der Brust. Bis in die 1990er Jahre trugen die Spieler der russischen/sowjetischen Mannschaften alternativ ein kyrillisches „К“ für den Captain. Heute wäre dies zwar noch zulässig, wird jedoch nur noch selten genutzt.
Der Kapitän darf bei Unklarheiten oder Fehlentscheidungen des Schiedsrichters als Einziger den Schiedsrichter nach der Regelauslegung fragen.
Wechsel von Feldspielern sind nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, sondern können auch "fliegend" erfolgen. In der Regel wechseln die Teams alle 45 bis 120 Sekunden.
Bis ca. 1930 gab es noch einen sechsten Feldspieler auf der "Rover"-Position.
Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Neben einem speziellen Eishockey-Schlittschuh (221) und dem Schläger (Stock; 222) gehören dazu ein Helm (223) mit Helmvisier (224), Handschuhe, Nacken- und Kehlkopfschutz sowie Mund- und Zahnschutz. Daneben gibt es noch einen Schulter- und Brustkorbschutz. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine besondere Ausrüstung: neben besonderen Torhüter-Schlittschuhen (231) und einem besonderen Stock (232) tragen sie einen Helm mit Gesichtsmaske (234), Beinschoner (235) sowie einen Blockerhandschuh mit Schutzplatte (Stockhandschuh; 233a) und einen Fanghandschuh (233b).
Schiedsrichter
Eishockey-Schlittschuh
Die Schiedsrichter zählen zu den Spiel-Offiziellen, diese sind unterteilt in Spiel-Offizielle und Off-Ice-Offizielle.
Die Spiel-Offiziellen bestehen aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). Sie tragen eine schwarze Hose und schwarz-weiß gestreifte Trikots. Der (Haupt-) Schiedsrichter trägt zur Unterscheidung zusätzlich an beiden Oberarmen eine rote Armbinde. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Spieler und Offizielle (312). Die Linienrichter haben die Kontrolle über Linienverstöße (Abseits und Icing; siehe Regeln), übernehmen die Anspiele / Einwürfe und unterstützen den Schiedsrichter (313). Schieds- und Linienrichter haben beim Eishockey einen erheblich größeren Einfluss als beispielsweise beim Fußball. Sie können durch das Aussprechen von Bankstrafen unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken.
Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen neben dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter (u.U. mit Assistenten), der die Leistung von Schieds- und Linienrichter bewertet, ein Video-Torrichter, der bei strittigen Entscheidungen zu Rate gezogen werden kann, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter, die unmittelbar hinter dem Tor sitzen und ein erzieltes Goal durch Betätigung einer Lampe anzeigen. Torrichter werden in der DEL nur in Play-Off-Spielen eingesetzt.
Spielregeln
Ein Eishockeyspiel dauert in der Regel 60 Minuten (3 Drittel mit je 20 Minuten). Da bei jeder Spielunterbrechung die Uhr angehalten wird (Nettospielzeit / effektive Spielzeit), dauert ein Eishockeyspiel jedoch brutto meist erheblich länger. Die durchschnittliche Bruttospielzeit eines Drittels variiert jeweils zwischen ca. 30 und 40 Minuten. Zwischen den Dritteln finden 15-minütige Pausen statt.
Daher dauert ein normales Eishockeyspiel zwischen zwei und zweieinhalb Stunden.
Es ist zulässig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen, sofern nicht durch direktes Kicken ein Tor erzielt wird. Den Puck mit dem hohen Stock (Stock über "normaler" Schulterhöhe) zu spielen ist unzulässig – es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen. Handpässe und durch Handpässe erzielte Tore sind verboten.
Ausnahme ist der Handpass im eigenen Verteidigungsdrittel. Hier darf auch mit der Hand ein Pass gegeben werden, solange der Puck auch im Verteidigungsdrittel angenommen wird.
Siehe auch:
- Abseitsregel
- Auszeit
- Bully (Eishockey)
- Eishockeytor
- Icing
- Schutzausrüstung (Eishockey)
- Puck (Eishockey)
Begriffe
- Bully (Face-Off): Wird das Spiel am Beginn eines Drittels oder nach einer Unterbrechung wieder angepfiffen, gibt es ein Bully. Dazu stehen sich zwei gegnerische Spieler an einem Bully-Punkt gegenüber und der Puck wird von einem Linienrichter (Linesman) eingeworfen. Beide Spieler versuchen, den Puck in ihren Besitz zu bekommen.
- Abseits (Offside): Beim Spiel aufs gegnerische Tor muss der Puck als erstes oder gleichzeitig mit dem ersten angreifenden Spieler, die blaue Linie zw. neutraler Zone und Angriffszone überschreiten, d. h. zwischen puckführendem Spieler und gegnerischem Tor darf sich kein weiterer angreifender Spieler befinden. Das Abseits wird aufgehoben, wenn alle angreifenden Spieler das Angriffsdrittel verlassen, ohne den Puck berührt zu haben. Abseits wird von den Linienrichtern durch das Heben eines Armes angezeigt.
- Torraumabseits: Der Torraum ist halbkreisförmig um das Tor markiert. Erzielt ein Spieler ein Tor, während er oder ein anderer, angreifender Spieler sich im Torraum aufhält, so ist das Tor ungültig, außer er wurde durch einen Gegenspieler in den Torraum gedrängt oder am Verlassen gehindert.
- Unerlaubter Weitschuss (Icing): Dies ist der Fall, wenn der Puck direkt oder indirekt über die Bande die rote Mittellinie und die gegnerische Torlinie überschreitet. Dann wird abgepfiffen und es gibt Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Diese Regel findet keine Anwendung, wenn die Scheibe durch den Torraum geschossen wird oder bei Spiel in Unterzahl. Außerdem wird auch nicht auf Icing entschieden, wenn ein verteidigender Spieler die Möglichkeit hat den Puck zu spielen.(Siehe auch: Icing)
- Überzahl-Spiel (Power-Play): Wird gegen eine Mannschaft eine Bankstrafe ausgesprochen, so hat die bestrafte Mannschaft für die Zeit der Strafe einen Spieler weniger auf dem Eis. Die nicht bestrafte Mannschaft hat dann eine 5-4–Überzahl, die bestrafte Mannschaft eine Unterzahl. Wird eine weitere Strafe gegen das reduzierte Team ausgesprochen, dann führt dies zu einer 5–3–Überzahl.
- Überzahl-Tor (Power-Play-Tor): Erzielt eine Mannschaft in Überzahl ein Tor, so wird dieses als Überzahl-Tor bezeichnet. Die zuerst ausgesprochene kleine Strafe oder Bankstrafe wird aufgehoben und der Spieler darf wieder am Spiel teilnehmen.
- Unterzahl-Tor (Short-Hander): Gelingt einer Mannschaft in Unterzahl ein Tor, bezeichnet man dies als Short-Hander.
- Empty-Net-Goal: Schießt eine Mannschaft ein Tor, wenn die gegnerische Mannschaft ihren Torhüter gegen einen zusätzlichen Spieler ausgetauscht hat, so nennt man dies Empty-Net-Goal. Üblicherweise geschieht dies am Ende eines Spiels, wenn die zurückliegende Mannschaft den Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers wechselt, um die Chance auf ein spielentscheidendes Tor zu erhöhen.
- Auszeit (Time-Out): jede Mannschaft kann pro Spiel eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen.
- Strafschuss (Penalty): Hierbei darf sich der ausführende Spieler von der Mittellinie aus allein auf den Torhüter zubewegen und versuchen, ein Tor zu erzielen. Er darf sich dabei nicht rückwärts bewegen. Der Strafschuss endet nach dem ersten Schuss. Ein Nachschuss ist nicht erlaubt. Das Spiel wird mit einem Bully fortgesetzt. Während des Strafschusses läuft die Spielzeit nicht weiter.
Strafen
Strafen werden vom Schiedsrichter unter Anderem für folgendes Verhalten ausgesprochen:
Behinderung (interference); Beinstellen (tripping); Hoher Stock (high-sticking); Haken (hooking); Angriff gegen das Knie; Spielverzögerung (delay of game, z.B. absichtliches Verschieben des Tores); unkorrekte Ausrüstung (z.B. Spielen mit gebrochenem Stock oder Spielen ohne Helm); Stockschlag (slashing); Stockstich; Stockendstoss; Bandencheck (boarding); Cross-Check (auch Stock-Check); Check von hinten (checking from behind); Check gegen den Kopf; Ellbogencheck (Elbowing); zu viele Spieler auf dem Eis (Wechselfehler / too many men on ice); Unsportliches Verhalten (roughing); Übertriebene Härte; Unerlaubter Körperangriff (charging); Schiedsrichterkritik; Halten (Holding).
Für jede Strafe gibt es ein spezielles Handzeichen, mit dem der Schiedsrichter die Strafe anzeigt. Die Höhe der Strafe liegt (innerhalb gewisser Rahmen) im Ermessen des Schiedsrichters.
Ahndet der Schiedsrichter eine Strafe, hebt er zunächst den Arm. Es wird jedoch erst abgepfiffen, sobald die Mannschaft, gegen die die Strafe ausgesprochen wird, wieder in Puck-Besitz gelangt.
Mögliche Strafen und Strafzeiten :
- kleine Strafe (2 min)
- kleine Bankstrafe (2 min gegen die Mannschaft)
- große Strafe (5 min + automatisch Spieldauer-Disziplinarstrafe)
- Disziplinarstrafe (10 min)
- Spieldauer-Disziplinarstrafe (Restausschluss, Eintrag im Spielbericht: 20 min)
- Matchstrafe (5 min + Restausschluss + evtl. Spielsperren, Eintrag im Spielbericht: 25 min)
- Strafschuss (Penalty)
Die kleine, große und Diziplinarstrafe wird von dem Spieler auf der Strafbank abgesessen, gegen den die Strafe ausgesprochen wurde. Somit entsteht meistens einen 5 gegen 4 Spielsituation (Power-Play). Bei der Spieldauer-Diziplinarstrafe und Matchstrafe geht der entsprechende Spieler sofort in die Kabine und die Strafzeit wird von einem zu benennenden Spieler abgesessen, auch hier entsteht eine 5 gegen 4-Spielsituation, jedoch max. 5 min. - für die Restzeit (bei Matchstrafe z.B. 20 min.) steht der Spieler dem Team nicht zur Verfügung. Es sind dann aber wieder 5 Feldspieler auf dem Eis.
Die Strafen werden auf der Strafbank abgesessen (außer Penalty). Eine Ausnahme bildet der Torhüter: Er geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen vom Kapitän zu bezeichnenden Spieler vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Bei einer großen Strafe oder der zweiten Disziplinarstrafe wird der Torhüter umgehend vom Rest des Spiels ausgeschlossen.
Ein Spieler, der in einer laufenden Meisterschaft oder einem Turnier die zweite Spieldauer-Disziplinarstrafe bekommt, wird automatisch für das nächste Meisterschafts- oder Turnierspiel gesperrt. Eine Matchstrafe zieht in der Regel eine automatische Sperre für das nächste Spiel nach sich, je nach Bewertung des Vergehens durch die zuständige Instanz kann die Sperre auch auf mehrere Spiele ausgedehnt werden.
Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber am Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen. Einzige Ausnahme: Beide Mannschaften spielen in voller Stärke und beide Mannschaften erhalten genau je eine kleine Strafe - in diesem Fall wird mit vier gegen vier Feldspielern weitergespielt. Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der dritten Strafe die zu einem Mann weniger am Eis führt muss der betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit beginnt jedoch erst zu laufen, nachdem eine Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).
Besonderheiten in Mitteleuropa
Auszeit
Die höchste Spielklasse in Deutschland ist seit 1994/95 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen "1. Bundesliga" trägt, in Österreich ist es die Österreichische Eishockey-Liga, in der Schweiz die Nationalliga A.
Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Steht ein Spiel nach regulärer Zeit unentschieden, so wird in der Vorrunde direkt durch Penaltyschießen entschieden. In den Playoffs wird eine Verlängerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor erzielt. Fällt kein Tor, so entscheidet ein Penaltyschießen.
Die Punkteverteilung ist folgendermaßen:
- Sieg innerhalb der regulären Spielzeit:
- 3 Punkte für den Gewinner, 0 für den Verlierer
- Sieg durch Verlängerung oder Penalty-Schießen nach der regulären Spielzeit:
- 2 Punkte für den Gewinner, 1 Punkt für den Verlierer.
Diese Regel findet in der Schweiz keine Anwendung, hier wird bei einem Unentschieden nach torloser Verlängerung jeder Mannschaft ein Punkt zugesprochen. Bei einem Sieg werden dem Sieger 2 Punkte zugesprochen.
Die Meisterschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt, für das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am besten platzierte Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die zweitschlechteste usw. - die Gewinner spielen dann in der nächsten Runde weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Serie von Spielen ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three) Siege zum Aufstieg in die nächste Runde erforderlich sind. Steht der Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.
Amtierende Meister:
- Deutschland: Eisbären Berlin (Saison 2004/05)
- Österreich: Vienna Capitals (Saison 2004/05)
- Schweiz: HC Davos (Saison 2004/05)
Internationale Turniere
Für die Eishockeynationalmannschaften existieren verschiedene bedeutende internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation entsprechend ist hierbei das Olympische Eishockey-Turnier, welches seit 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das bedeutendste Turnier für Nationalmannschaften. Darüber hinaus finden seit 1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche vor allem für die europäischen Teams eine große Bedeutung besitzen.
Da die nordamerikanische National Hockey League für die Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison normalerweise nicht unterbricht und auch für die Olympischen Spiele bislang nur 1998 und 2002 eine Pause eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA relativ schlecht. Vor allem den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten, dass bei ihnen nicht die besten Spieler der Welt spielen würden und sie deshalb keinen echten Weltmeister küren könnten. Hinzu kommt, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B. Kanada lange Zeit ihren Amateurmeister zur Weltmeisterschaft schickte. Aus diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen Profiliga lange Zeit als "World Champion" tituliert.
Neben dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb heute der World Cup of Hockey zum wichtigsten Turnier im Eishockey geworden. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004 statt. Da das Turnier vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, können hier die besten Spieler aller Nationen teilnehmen, wodurch die Bedeutung vor allem in Nordamerika deutlich wird.
Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste und traditionsreichste Turnier ist der Spengler Cup, der schon seit 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der Gastgeber, der HC Davos, der auch den letzten Spengler Cup am 31. Dezember 2004 gewann.
Ein zweiter in Europa wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF Weltrangliste sechs besten europäischen Eishockeyverbände treffen dabei seit 2005 jährlich aufeinander. Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen St. Petersburg statt. Sieger wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 über 30 Jahre lang jährlich stattfand.
Berühmte Eishockey-Spieler
1996
Verschiedene Spielerinnen und Spieler haben weltweite Bekanntheit erlangt und sind in die internationale oder eine nationale Hockey Hall of Fame aufgenommen worden. Die berühmtesten unter ihnen sind die Kanadier Wayne Gretzky ("The Great One"), Mario Lemieux und Patrick Roy sowie der Tscheche Jaromír Jágr, der Schwede Peter Forsberg und der ehemalige sowjetische Nationaltorhüter Wladislaw Tretjak. Bei den Frauen haben vor allem die Kanadierinnen Manon Rheaume und Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren.
Nicht als Spieler, sondern als Naziverbrecher, machte sich ein Deutscher in der Kanadischen Nationalmannschaft des Jahres 1914 einen zweifelhaften Namen: Joachim von Ribbentrop.
Siehe auch: Liste der Eishockeyspieler, :Kategorie:Eishockeyspieler
Weblinks
- [http://www.del.org Seite der Deutschen Eishockey-Liga]
- [http://www.deb-online.de/ Deutscher Eishockeybund]
- [http://www.damen-eishockey.de Deutsches Frauen Eishockey]
- [http://www.eishockey.at Österreichischer Eishockeyverband] (offizielle Seite, betreut von sport1.at)
- [http://www.eishockey.org Portal zum Eishockey in Österreich] (ehemaliger offizieller Medienpartner des ÖEHV)
- [http://www.sehv.ch Schweizer Eishockeyverband]
- [http://www.playoff.ch Schweizer Eishockey-Portal mit Resultaten aus den 3 höchsten Ligen]
- [http://www.frauenhockey.ch Schweizer Frauen Eishockey]
- [http://www.iihf.com Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF)] (engl.)
- [http://www.iihf.com/pdfRules/IIHFRuleBookdeu.pdf Regeln der IIHF] (deutsch, PDF)
- [http://sport-hockey.de/eishockey/ Eishockey] -- Geschichte, Glossar, Regeln
- [http://www.nhl.com Die nordamerikanische Profiliga NHL] (engl.)
- [http://www.hhof.com/index.htm Die Seite der Hockey Hall of Fame] (engl.)
- [http://www.eurohockey.net Eurohockey.net] (engl.)
- [http://www.icetime.ch Icetime.ch]
- [http://www.spoor.ch spoor.ch - internationales Eishockeyportal]
Literatur zum Thema
- Eckert, Horst : Eishockey-Guide / Copress, 2002 ISBN 3-76790-800-X
- Eckert, Horst : Eishockey Lexikon / Copress, 1993 ISBN 3-76790-407-1
- Eckert, Horst : Eishockey-Weltgeschichte / Copress, 1989 ISBN 3-76790-235-4
- Klein, Günter : Dreißig Jahre Eishockey-Bundesliga / Copress, 1988 ISBN 3-76790-289-3
- Klein, Günter : Die Droge Eishockey / Wero Press, 2002 ISBN 3-98059-918-3
- Müller, Stephan : Deutsche Eishockey Meisterschaften / BoD GmbH Norderstedt, 2000 ISBN 3-83110-997-4
- Reichelt, Patrick : Superliga DEL / Agon, 2004 ISBN 3-89784-247-5
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Kategorie:Ballspiel
Kategorie:Eishockey
Kategorie:Eislauf
Kategorie:Wintersportart
ja:アイスホッケー
simple:Ice Hockey
MannschaftssportartIm Gegensatz zum Individualsport sind Zusammenspiel und Taktik ausschlaggebend für Mannschaftssport. Die Mannschaften sind meist in Ligen organisiert und es werden Meisterschaften ausgetragen.
Außerdem gibt es Sportarten, die eher als Einzelsportarten angesehen werden, in denen aber oft auch als Mannschaft im Team aufgetreten wird und/oder in denen es Doppelspiele als Variante gibt, in denen zwei Spieler gegen zwei andere antreten. Bekannte Beispiele mit Doppeln und Mannschaften sind Tennis, Badminton und Tischfußball; Beispiele mit Mannschaften aber ohne Doppel sind Schach und Skat.
Siehe auch: Liste der Mannschaftssportarten
Kategorie:Mannschaftssport
MitteleuropaMitteleuropa oder Zentraleuropa bezeichnet eine Region in Europa zwischen Westeuropa, Osteuropa, Südosteuropa, Südeuropa und Nordeuropa. Es gibt wenig deutliche geographische Kriterien, die zur Abgrenzung herangezogen werden könnten.
Der Begriff „Mitteleuropa“ kann auch politisch, kulturhistorisch oder naturräumlich definiert werden, wobei sich Verortung Mitteleuropas verschiebt und teils erhebliche Unterschiede auftreten können. Die Auffassung des Begriffes Mitteleuropa unterliegt auch dem geschichtlichen und politischen Wandel. Mitteleuropa wird daher niemals eindeutig zu definieren sein. Seit dem Ende des Kalten Krieges kommt der Definition Mitteleuropas erneut Aufmerksamkeit zu. Der Begriff Mitteleuropa macht deutlich, dass regionale Definitionen – neben dem praktischen und harmlosen Zweck der Ortsangabe – immer auch dem Zweck der Wertung und Abgrenzung dienen können, wodurch die Definition zum Streitobjekt, wenn nicht Kampfbegriff werden kann.
Geographische Abgrenzung Mitteleuropas
Kalten Krieges
Bei der geographischen Abgrenzung können klimatische und naturräumliche Gegebenheiten (beispielsweise Vegetationstypen oder tektonische Erscheinungen) herangezogen werden. Die Naturwissenschaften definieren als Kriterium das ozeanische bis subkontinentale, gemäßigt warme Großklima. Eine grobe Abgrenzung Mitteleuropas ist im Westen und Nordwesten der Rhein, im Norden die Nordsee, Skagerrak, Kattegat und die Ostsee, oder die Eider, im Osten die Weichsel, im Süden die Hauptkämme der Karpaten und Alpen. Auch hier gibt es Zweifel, ob Flüsse wie die Eider oder die Weichsel ausreichen, um einen Teilkontinent zu definieren. Die geographische Einteilung bleibt unscharf.
Im Gegensatz dazu findet man in Südeuropa mediterranes Klima (gemäßigt warm bis subtropisch), in Westeuropa gemäßigt warmes euozeanisches bis ozeanisches Klima, in Nordeuropa kühl-gemäßigtes bis subboreales Klima, in Osteuropa kontinentales bis eukontinentales Klima und entsprechende Naturräume vor.
Auch hier gelingt kaum eine eindeutige Abgrenzung durch fließende Übergänge und lokale Begebenheiten wie Höhenlage und Geländeform. Diese Abgrenzung ist nicht deckungsgleich mit Staatsgrenzen oder Kulturen.
Häufig werden die mittel- und osteuropäischen Länder gemeinsam betrachtet. Im EU-Jargon bezeichnet man die Region MOEL.
Kulturelle und politische Abgrenzung heute
MOEL
Wenig Zweifel bestehen an der Zugehörigkeit der Niederlande, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Polen zu Mitteleuropa.
Spielräume bei der Einteilung gibt es aber bereits durch kulturelle Verflechtungen und Überlagerungen in Teilen
- Ungarns, Rumäniens (Siebenbürgen) und der Ukraine, die innerhalb des Karpatenbogens liegen: mit Südosteuropa und Osteuropa;
- Sloweniens: mit Südosteuropa und Südeuropa;
- Kroatiens, sie sind streng genommen (nördlich der Save und Teile Slawoniens) mitteleuropäisch (gehören also zu Ostmitteleuropa), überschneiden sich aber auch mit Südosteuropa, Zentralkroatien und die Küste Dalmatiens sowie Istrien gehören zu Südosteuropa, haben aber auch mediterrane (südeuropäische) Einflüsse;
Dies gilt aber auch bei der Einordnung von Regionen, die Staatsgrenzen überschreiten oder in Grenzgebieten liegen, wie
- Elsass (zu Frankreich in Westeuropa mit Einordnung der deutschen Kultur der Elsässer zu Mitteleuropa)
- Südtirol (zu Italien in Südeuropa mit Einordnung der deutschen Kultur der Südtiroler zu Mitteleuropa),
- Friesland (zu Deutschland und den Niederlanden in Mitteleuropa und zu Dänemark in Nordeuropa beziehungsweise Skandinavien.
Häufig sind diese Gebiete wegen vielfacher Einflüsse mehrerer Regionen nicht eindeutig zuzuordnen und werden je nach politischer Intention oder „Heimatgefühl“ zugeordnet. Heute soll die Verortung eine Landes(-teils) zu „Mitteleuropa“ gleichzeitig auch eine tatsächliche oder angestrebte Nähe oder Zugehörigkeit zur Europäischen Union verdeutlichen. Auf diese Weise wird Mitteleuropa zum Politikum erhoben. Die Unschärfe der Abgrenzung zeigt jedoch deutlich, dass die Definition relativ beliebig ist.
Im heutigen englischen Sprachraum wird häufig nur zwischen ost- und westeuropäischen Ländern unterschieden. Dabei werden die Länder Ostmitteleuropas (siehe auch: Visegrád-Länder) manchmal auch als "Central Europe" bezeichnet. Die Staaten Westmitteleuropas (Niederlande, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich) werden
zu Westeuropa („Western Europe”) gerechnet. Diese Ost-/West-Einteilung verliert seit der EU-Osterweiterung an Bedeutung.
In dem kleinen Bergland Österreich wiederum ist die (empfundene) Abgrenzung eine ganz andere: dort wird Mitteleuropa oft mit den Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie gleichgesetzt. Mitunter werden
zur Abgrenzung Mitteleuropas auch kulturreligiöse Kriterien herangezogen, genauer, das römisch-katholische Bekenntnis zum Protestantismus. Diese „Grenze” würde demnach durch Norddeutschland verlaufen, nach Ost- und Südosteuropa zum orthodoxen Bekenntnis (z.B. Weißrussland, Ukraine, Rumänien, Serbien und nach Süden (vor allem Bosnien) zum Islam.
Geschichte des Begriffs Mitteleuropa
Der Begriff Mitteleuropa war zunächst ein politischer Begriff, der jedoch unterschiedlichen Zielsetzungen gedient hat. Er kam in der Mitte des 19. Jh. auf,
als Constantin Frantz eine Föderation „Mitteleuropa“ aus Deutschland, Polen und Donauslawen vorschlug, um ein Gegengewicht zu den Großmächten Russland und Amerika zu schaffen. Ähnliche Ideen waren auch in der Nationalliberalen Partei verbreitet, so bei Friedrich List und Heinrich von Gagern, die ein deutsch-österreichisch geführtes Mitteleuropa von Hamburg bis Triest propagierten.
Zur selben Zeit – vor 1871 – wurde der Begriff auch in Österreich-Ungarn wichtig: als Alternative zur von vielen in Deutschland und Österreich propagierten großdeutschen Lösung, die vorsah, alle Deutschen – und nur diese – in einem Staat zusammenzufassen. In Österreich lehnte man dies mehrheitlich ab, da dies eine Zerschlagung des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarns bedeutet hätte. Die Regierung Österreichs schlug daher als Alternative die „mitteleuropäische Lösung“ der deutschen Frage vor: den Zusammenschluss Deutschlands mit ganz Österreich-Ungarn zu einem „70-Millionen-Reich“.
Tatsächlich wurde 1871 das „kleindeutsche“ bismarcksche Deutsche Reich gegründet.
Vor dem 1. Weltkrieg verbanden sich mit der Mitteleuropa-Idee vor allem wirtschaftliche Ziele, so forderte Walther Rathenau die Schaffung einer mitteleuropäischen Zollunion. Zu Beginn des 1. Weltkriegs plante Theobald von Bethmann Hollweg in seinem Septemberprogramm die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes. 1915 veröffentlichte Friedrich Naumann sein Buch Mitteleuropa. Er schlug darin einen Staatenbund vor, in dem Deutschland eine führende – jedoch nicht beherrschende – Rolle spielen sollte. Naumanns Idee fand in Deutschland großes Echo.
Im Dritten Reich wurde der Begriff von den Nationalsozialisten vereinnahmt und zur Rechtfertigung ihrer großdeutschen Ideologie benutzt.
Nach dem 2. Weltkrieg verlor der Begriff etwas an Bedeutung, da Europa nunmehr im Kalten Krieg in West- und Osteuropa geteilt war. Entsprechend dieser dualistischen Nomenklatur wurden die westlichen Staaten Mitteleuropas zu Westeuropa gerechnet und die östlichen Staaten zu Osteuropa. Allerdings wurde der Begriff Mitteleuropa oft und gern verwendet, wenn man die Teilung Europas in die zwei Blöcke thematisieren wollte; diese Teilung verlief durch die „Mitte Europas“. Auch im Zusammenhang mit polemisierenden Slogans wie „Mitteleuropa ist ein Pulverfass“ – eine Anspielung auf den extrem hohen Bestand an Atombomben in Ost- und Westdeutschland – hatte dieser Begriff seine Bedeutung.
Erst nach Ende des Kalten Krieges kam dem Begriff wieder vermehrt Aufmerksamkeit zu; er diente nunmehr der Identitätsstiftung für die im Kalten Krieg als osteuropäisch bezeichneten Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes, insbesondere für Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei, die sich friedlich in Tschechien und die Slowakei teilte, mit dem Zerfall Jugoslawiens auch für Slowenien und Kroatien. Insofern ändert sich die politische räumliche Auffassung des Begriffes Mitteleuropa wieder zu einer größeren Ausdehnung in Richtung Osten.
Die mitteleuropäische Zeitzone
Wenn man Mitteleuropa als die Region Europas definiert, in der die mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt, so gehören folgende Länder dazu:
Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich (ohne Guyana, Réunion, Martinique und Guadeloupe), Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, San Marino, Schweiz, Schweden, Serbien und Montenegro, Slowakei, Slowenien, Spanien (ohne Kanarische Inseln), Tschechien, Ungarn und Vatikanstadt
Diese großzügige Einteilung hat jedoch teilweise paradoxe Folgen.
Siehe auch
Europäische Gliederung:
- Europa
- Mitteleuropa
- Ostmitteleuropa
- Nordeuropa
- Nordwesteuropa
- Nordosteuropa
- Osteuropa
- Südeuropa
- Südosteuropa
- Westeuropa
Sonstiges:
- Himmelsrichtungen
- Norden
- Osten
- Süden
- Westen
- Kerneuropa
- Mittelpunkt Europas
- Geschichte des Waldes in Mitteleuropa
- Handbuch der Vögel Mitteleuropas
- Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa
- Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas
Weblinks
- [http://www.uni-mainz.de/FB/Geschichte/Osteuropa/Dateien/Geographie.pdf Uni Mainz, FB Geschichte, Osteuropa]
- [http://www.geo.uni-augsburg.de/sozgeo/schrift/online/mitteleu.htm Uni Augsburg, Sozialgeografische Schriften]
- [http://www.integrace.cz/integrace/tisk.asp?id=651 Aktuelle Problematik des Begriffs]
- [http://geogate.geographie.uni-marburg.de/parser/parser.php?file=/deuframat/deutsch/1/1_2/mommsen/start.htm Geschichte des Begriffs von 1840 bis 1945]
- [http://www.uni-graz.at/geowww/geo/geoweb_magazin_artikel_detail.php?recordID=113 Der Mitteleuropabegriff. Entwicklung und Wandel unter dem Einfluss zeitspezifischer Geisteshaltungen] aus dem geoWEB Magazin - Institut für Geographie und Raumforschung
Kategorie:Europa
ja:中央ヨーロッパ
ko:중앙유럽
Feldhockey
Feldhockey (in der Schweiz und Österreich auch Landhockey) ist eine beliebte olympische Sportart, die in vielen Ländern ausgeübt wird.
Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehören Indien, Pakistan, Deutschland, die Niederlande und
Australien. Neben dem Feldhockey wird, besonders in Deutschland, auch Hallenhockey gespielt. Feldhockey wird auch allgemein als Hockey bezeichnet.
Hockey
Regeln
Die Regeln für Feldhockey in Kurzform:
- Es dürfen je Mannschaft zehn Feldspieler und ein Torhüter auf dem Feld sein.
- Der Ball darf geschlagen werden.
- Der Ball darf nur mit der linken (flachen) Seite des Schlägers gespielt werden.
- Der Ball darf nicht mit dem Fuß berührt werden.
- Die Spielzeit beträgt 2 × 35 Minuten. ( Im Jugendbereich auch kürzer)
- Es ist erlaubt, den Ball hoch zu spielen, wenn keine anderen Spieler dadurch unnötig gefährdet werden.
- Passiert der Ball die Seitenlinie, gibt es einen Freischlag gegen die Mannschaft, die zuletzt den Ball berührt hat.
- ein Tor gilt nur, wenn der Torschütze den Ball innerhalb des Schusskreises spielt.
- Regelverstöße im Schußkreis, bei denen kein Tor verhindert wird, werden mit Strafecke bestraft.
- Bei einer Strafecke darf der geschlagene Ball zwar in seiner Flugphase höher als das Brett des Tores steigen, muss sich aber bis zur Torlinie wieder auf Bretthöhe gesenkt haben. Ein Schlenzball darf an beliebiger Stelle ins Tor treffen, unabhängig von der Höhe.
- Bei der Verhinderung eines Tores durch einen Regelverstoß (z.B. Fuß, Foulspiel etc.) gibt es den sogenannten "7-Meter".
- Die Schiedsrichter können den Spielern grüne Karten (Ermahnung), gelbe Karten (Zeitstrafe 5-15 Minuten nach ermessen des Schiedsrichters) und rote Karten zeigen. Wenn ein Spieler die zweite gelbe Karte erhält ist das, wie im Fußball, gelb-rot.
Die Regeln im Deutschen Hockey-Bund können von den internationalen Regeln abweichen, da der Internationale Hockey Verband (FIH) den Mitgliedsverbänden es freistellt eigene abweichende Bestimmungen vorzugeben. [http://www.deutscher-hockey-bund.de/VVI-Web/Schiedsrichter/Regeln/auslegungen/feld2004/Uebersicht_Feld_2004.pdf Detaillierte Kurzfassung des Regelwerks für Feldhockey im DHB]
Bekannte Spieler
:Kategorie:Hockeyspieler
Liste von Feldhockey-Trainern
- Mathias Ahrens
- Bernhard Peters
- Markus Weise
- Dietmar Alf
siehe auch
Hockey, Hallenhockey, argentinische Rückhand
Weblinks
- [http://www.deutscher-hockey-bund.de Deutscher Hockey-Bund]
- [http://www.fieldhockey.ch Swiss Hockey – Schweizer Landhockey-Verband]
- [http://www.fihockey.org International Hockey Federation]
- [http://www.hockey.at Österreichischer Hockey Verband]
- [http://www.berlinhockey.de Berliner Hockey Verband]
Kategorie:Ballspiel
Kategorie:Hockey
ja:ホッケー
Regelwerk
Ein Regelwerk ist eine Sammlung von Regeln. Dieses kann sich z.B. auf Spiele, technische Vorgänge oder Sportwettkämpfe beziehen. Regelwerke sollten in sich möglichst konsistent und unmissverständlich formuliert sein.
Spiele
Das Regelwerk eines Spiels definiert die Anzahl der Teilnehmer, die gültigen Handlungen, den Ablauf und ggf. die Siegbedingungen. Das Regelwerk sollte schriftlich fixiert und allen Beteiligten gleichermassen bekannt sein. Im Einvernehmen können dann auch einzelne Regelpunkte verändert werden, sodass sogar ein neues Spiel entstehen kann. Diese Definition gilt auch für Sportwettkämpfe.
Technik
In der Technik findet sich eine Vielzahl von Regelwerken. Ein Beispiel sind die vielfälltig vom deutschen Institut für Normung DIN oder der Internationalen Organisation für Normung geprägten Standards.
Außerdem werden für die Konstruktion von Bauelementen verschiedene Regelwerke eingesetzt. Diese stellen z.B. eine Vereinheitlichung für die Auslegung von Bauteilen dar (siehe auch Standard).
weitere Beispiele für Regelwerke sind:
- das Straßenverkehrsgesetz
- Technische Anleitung Siedlungsabfall (Umwelttechnik)
- Bibliothekarische Regelwerke
Weblinks
[http://www.din.de/ Deutsches Institut für Normung ]
Siehe auch
- Ontologie
Kategorie:Spiel
Kategorie:Sport
Kategorie:Technik
Feldhockey
Feldhockey (in der Schweiz und Österreich auch Landhockey) ist eine beliebte olympische Sportart, die in vielen Ländern ausgeübt wird.
Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehören Indien, Pakistan, Deutschland, die Niederlande und
Australien. Neben dem Feldhockey wird, besonders in Deutschland, auch Hallenhockey gespielt. Feldhockey wird auch allgemein als Hockey bezeichnet.
Hockey
Regeln
Die Regeln für Feldhockey in Kurzform:
- Es dürfen je Mannschaft zehn Feldspieler und ein Torhüter auf dem Feld sein.
- Der Ball darf geschlagen werden.
- Der Ball darf nur mit der linken (flachen) Seite des Schlägers gespielt werden.
- Der Ball darf nicht mit dem Fuß berührt werden.
- Die Spielzeit beträgt 2 × 35 Minuten. ( Im Jugendbereich auch kürzer)
- Es ist erlaubt, den Ball hoch zu spielen, wenn keine anderen Spieler dadurch unnötig gefährdet werden.
- Passiert der Ball die Seitenlinie, gibt es einen Freischlag gegen die Mannschaft, die zuletzt den Ball berührt hat.
- ein Tor gilt nur, wenn der Torschütze den Ball innerhalb des Schusskreises spielt.
- Regelverstöße im Schußkreis, bei denen kein Tor verhindert wird, werden mit Strafecke bestraft.
- Bei einer Strafecke darf der geschlagene Ball zwar in seiner Flugphase höher als das Brett des Tores steigen, muss sich aber bis zur Torlinie wieder auf Bretthöhe gesenkt haben. Ein Schlenzball darf an beliebiger Stelle ins Tor treffen, unabhängig von der Höhe.
- Bei der Verhinderung eines Tores durch einen Regelverstoß (z.B. Fuß, Foulspiel etc.) gibt es den sogenannten "7-Meter".
- Die Schiedsrichter können den Spielern grüne Karten (Ermahnung), gelbe Karten (Zeitstrafe 5-15 Minuten nach ermessen des Schiedsrichters) und rote Karten zeigen. Wenn ein Spieler die zweite gelbe Karte erhält ist das, wie im Fußball, gelb-rot.
Die Regeln im Deutschen Hockey-Bund können von den internationalen Regeln abweichen, da der Internationale Hockey Verband (FIH) den Mitgliedsverbänden es freistellt eigene abweichende Bestimmungen vorzugeben. [http://www.deutscher-hockey-bund.de/VVI-Web/Schiedsrichter/Regeln/auslegungen/feld2004/Uebersicht_Feld_2004.pdf Detaillierte Kurzfassung des Regelwerks für Feldhockey im DHB]
Bekannte Spieler
:Kategorie:Hockeyspieler
Liste von Feldhockey-Trainern
- Mathias Ahrens
- Bernhard Peters
- Markus Weise
- Dietmar Alf
siehe auch
Hockey, Hallenhockey, argentinische Rückhand
Weblinks
- [http://www.deutscher-hockey-bund.de Deutscher Hockey-Bund]
- [http://www.fieldhockey.ch Swiss Hockey – Schweizer Landhockey-Verband]
- [http://www.fihockey.org International Hockey Federation]
- [http://www.hockey.at Österreichischer Hockey Verband]
- [http://www.berlinhockey.de Berliner Hockey Verband]
Kategorie:Ballspiel
Kategorie:Hockey
ja:ホッケー
Indien
Indien (hindi भारत, Bhārat; englisch India) ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Im Norden bildet der Himalaya die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch.
Seine Bezeichnung hat Indien von dem in Tibet entspringenden Strom Indus, dessen Name sich von dem Sanskrit-Wort Sindhu mit der Bedeutung Fluss herleitet. In Urdu heißt das Land Hind, in Hindi Bharat; diese Bezeichnung wurde zum amtlichen Namen der Republik Indien. Als Hindustan, „Land der Hindus“, bezeichneten die muslimischen Eroberer den Nordteil Indiens.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Indiens
Indien, mit einer Fläche von 3.287.590 km² der siebtgrößte Staat der Erde, erstreckt sich vom 68. bis zum 97. östlichen Längengrad über rund 3200 Kilometer. Von West nach Ost, zwischen dem 8. bis zum 37. Grad nördlicher Breite, beträgt die Ausdehnung rund 2800 Kilometer. Indien grenzt an sechs Staaten: Pakistan, China (Tibet), Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch. Da der nördliche Teil des umstrittenen Kaschmirs seit 1949 unter pakistanischer Kontrolle steht, hat Indien keine gemeinsame Grenze mit Afghanistan mehr.
Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt. Südlich davon schließen sich die breiten, fruchtbaren Stromebenen der Flüsse Indus, Ganges und Brahmaputra an. Den Nordosten Indiens, einschließlich der Brahmaputra-Ebene, verbindet nur ein schmaler Korridor zwischen Bangladesch und Nepal bzw. Bhutan mit dem Rest des Landes.
Im Westen geht das Stromland des Ganges in die Wüste Thar über, die im Osten und Süden vom Aravalligebirge begrenzt wird. Südlich davon liegen die Sümpfe des Rann von Kutch sowie die Halbinsel Kathiawar.
Kathiawar
Das Hochland von Dekkan nimmt den größten Teil der keilförmig in den Indischen Ozean vorragenden indischen Halbinsel ein. Die Vindhya- und Satpura-Berge schirmen den Dekkan von der Gangesebene im Norden ab. Im Westen wird er von den bis zu 2700 Meter hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghats begrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden, wo die Halbinsel spitz zum Kap Komorin zuläuft, zusammen. Die Westghats fallen steil zur Konkan- und Malabarküste entlang des Arabischen Meeres ab. Die Ostghats gehen in die breiteren östlichen Küstenebenen am Golf von Bengalen über.
Zu Indien gehören außerdem drei dem Indischen Subkontinent vorgelagerte Inselgruppen. Rund 300 Kilometer westlich der Malabarküste liegen die Korallenatolle der Lakkadiven. Südöstlich der Halbinsel, zwischen 1000 und 1600 Kilometer vom indischen Festland entfernt, erstrecken sich die Inseln der Andamanen und Nikobaren.
Der höchste Punkt Indiens ist der Berg Kanchenjunga mit 8.598 Metern Höhe, der sich im äußersten Westen Sikkims in unmittelbarer Grenznähe zu Nepal erhebt. Der höchste vollständig auf indischem Gebiet liegende Berg ist die Nanda Devi mit 7.822 Metern. Der tiefste Punkt ist die zwei Meter unter dem Meeresspiegel gelegene Kuttanad-Senke an der Malabarküste.
Flüsse
Kuttanad
Alle größeren Flüsse Indiens entspringen in einer der drei Hauptwasserscheiden des Subkontinents: im Himalaya, in den zentralindischen Vindhya- und Satpura-Bergen oder in den Westghats.
Indiens längster und zweifellos wichtigster Fluss ist der Ganges, der im Himalaya entspringt. Seine längsten Nebenflüsse sind die Yamuna und der Gumti; der Chambal ist ein Zufluss der Yamuna. Der Brahmaputra, der das Land im Nordosten durchfließt, vereinigt sich mit dem Ganges und bildet vor der Mündung in den Golf von Bengalen ein gewaltiges Delta, an dem Indien jedoch nur im Westen Anteil hat. Der Großteil des Gangesdeltas liegt auf dem Territorium des Nachbarstaates Bangladesch. Fast ein Drittel der Fläche Indiens gehört zum Einzugsgebiet von Ganges und Brahmaputra.
Im äußersten Norden durchquert der Indus in Südost-Nordwest-Richtung den Bundesstaat Jammu und Kashmir.
Das Hochland von Dekkan wird von mehreren großen Flüssen entwässert. Die Narmada und der Tapti münden ins Arabische Meer, während Godavari, Krishna, Mahanadi und Kaveri zum Golf von Bengalen fließen.
Geologie
Indien gehörte bis gegen Ende des Jura zum Südkontinent Gondwana. Erst in der Kreidezeit riss es von der Antarktis ab und driftete in erdgeschichtlich extrem kurzen 50 Millionen Jahren quer durch den gesamten Tethys-Ozean gegen Eurasien, wo sein Aufprall gegen Ende der Kreidezeit den Himalaya schuf und Tibet anhob.
Tibet
Klima
Mit Ausnahme der Bergregionen ist Indiens Klima vornehmlich tropisch, wobei Nord- und Zentralindien kontinentaler geprägt sind als der maritime Süden. So treten im Norden im Jahresverlauf teils erhebliche Temperaturschwankungen auf. Während in den nördlichen Tiefebenen im Dezember und Januar Temperaturen von nur 10 bis 15 Grad Celsius vorherrschen, sind in der heißesten Zeit zwischen April und Juni 40 bis über 50 Grad Celsius keine Seltenheit. Im Süden ist es dagegen ganzjährig heiß.
Die Niederschlagsverhältnisse werden im ganzen Land maßgeblich vom Monsun beeinflusst. Der Südwest- oder Sommermonsun setzt in den meisten Landesteilen im Juni ein und bringt je nach Region bis September oder Oktober ergiebige Niederschläge. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Topographie ist die Niederschlagsverteilung allerdings höchst ungleichmäßig. Die stärksten Regengüsse gehen an der Westküste, in den Westghats, an den Hängen des Himalayas und in Nordostindien nieder. Am trockensten ist es dagegen in der Thar. Die aus Zentralasien kommenden Nordost- oder Wintermonsunwinde zwischen Oktober und Juni bringen kaum Feuchtigkeit, daher entfallen in den meisten Gegenden 80 bis über 90 Prozent der jährlichen Gesamtniederschlagsmenge auf die Sommermonate. Lediglich der Südosten erhält auch während des Nordostmonsuns Regen, da die Luftströmungen über dem Golf von Bengalen Feuchtigkeit aufnehmen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Indiens
Die Industal-Zivilisation (größtenteils im heutigen Pakistan gelegen) war eine der frühen Hochkulturen der Welt, mit einer eigenen Schrift, der bisher nicht entzifferten Indus-Schrift. Um etwa 2500 v.Chr. existierten dort geplante Städte wie Harappa, mit einer Kanalisation, Seehäfen und Bädern, während angenommen wird, dass in Südindien noch weniger entwickelte Verhältnisse herrschten. Weiter östlich machen sich andere archäologische Komplexe bemerkbar wie die sogenannte Copper Hoard Culture. Ab 1700 v.Chr. setzte aus bislang unbekannten Gründen der Zerfall der Indus-Kultur ein.
Eine für die weitere Entwicklung Indiens sehr wichtige Periode, war die vedische Zeit (1500 v.Chr. - 500 v.Chr.), in der die Grundlagen der heutigen Kultur geschaffen wurden. Über die politische Entwicklung ist weitaus weniger bekannt, als über die religiöse und philosophische Entwicklung. Gegen Ende der vedischen Zeit wurden die Upanishaden geschaffen, die in vielerlei Hinsicht die Basis der in Indien entstandenen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus bilden. In diese Zeit fällt die Urbanisierung in der Gangesebene und das Heraufkommen von Königreichen wie Magadha. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. entfaltete sich der Buddhismus, der während rund 500 Jahren neben dem Hinduismus die maßgebliche Geistesströmung Indiens darstellte.
Arabische Eroberungszüge im 8. Jh. und zentralasiatische Invasionen ab dem 12. Jahrhundert führten zu einer Dominanz muslimischer Staaten im Norden, sowie zur Islamisierung von Teilen der dortigen Bevölkerung. Das Delhi-Sultanat und die Mogul-Dynastie gehörten zu den wichtigsten Herrscherhäusern dieser Zeit. Hinduistische Königstümer gab es nur noch in Südindien (z.B. Vijayanagar).
Ab 1505 begannen europäische Mächte kleinere Küstenkolonien zu erobern (vgl. Portugiesisch-Indien). Von 1756 an unterwarf die britische East India Company von ihren Hafenstützpunkten Kalkutta, Madras und Bombay aus weite Teile Indiens. Mitte des 19. Jahrhundert erlangte sie die vollständige politische Kontrolle über alle indischen Territorien (von einigen kleineren portugiesischen und französischen Gebieten abgesehen). Loyale Fürsten behielten Staaten mit begrenzter Souveränität wie Hyderabad, Bhopal, Mysore, Kashmir. 1857 erhoben sich Teile der Bevölkerung Nordindiens gegen die Herrschaft der East India Company. Nach der Niederwerfung des Aufstandes wurde Indien der direkten Kontrolle durch Großbritannien unterstellt.
1884 wurde in Bombay die Kongresspartei (Indian National Congress) gegründet. Sie forderte zunächst politische Mitsprache. Ihre Mitglieder waren vorwiegend Hindus und Parsen. Die muslimische Oberschicht blieb auf Abstand. Ihr Wortführer Sayyid Ahmad Khan befürchtete, dass sie durch Einführung des Mehrheitsprinzips aus der Verwaltung gedrängt würden. Als Interessenvertretung der Muslime wurde 1906 die Muslim League gegründet.
Im Ersten Weltkrieg verhielt sich die große Mehrheit der Bevölkerung loyal. Aus Verärgerung darüber, dass die Briten an der Aufteilung des Osmanischen Reiches beteiligt waren, schlossen sich nun auch viele Muslime der Unabhängigkeitsbewegung an. Der gewaltfreie Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft, vor allem unter Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru, führte 1947 zur Unabhängigkeit.
Gleichzeitig verfügte die Kolonialmacht die Teilung der fast den gesamten indischen Subkontinent umfassenden Kolonie Britisch-Indien in zwei Staaten, die säkulare Indische Union sowie die kleinere Islamische Republik Pakistan. Die Briten erfüllten damit Forderungen der Muslim League nach einem eigenen Nationalstaat mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.
Die Teilung führte zu der größten Vertreibungs- und Fluchtbewegung der Geschichte. Ungefähr 10 Millionen Hindus und Sikhs wurden aus Pakistan vertrieben, etwa 7 Millionen Muslime aus Indien. 750.000 bis eine Million Menschen kamen ums Leben. Die Vertreibung nahezu aller Hindus und Sikhs aus dem Gebiet des damaligen West- und Ostpakistan (heute Pakistan und Bangladesch) und der Vertreibung der Muslime aus Indien gilt als Beispiel für eine sog. ethnische Säuberung ohne unmittelbare Verursachung durch einen Krieg.
Der Maharaja von Kashmir, selbst Hindu bei überwiegend moslemischer Bevölkerung, verzögerte seine Entscheidung und verursachte damit eine Krise, die zur de-facto-Teilung der Region Kashmir führte. Seitdem herrscht in der Grenzregion beider Länder der Kaschmirkonflikt.
Nach zwei vorangegangenen Kriegen führte die indische Unterstützung einer Unabhängigkeitsbewegung im damaligen Ost-Pakistan zu einem dritten Krieg 1971 mit folgender Teilung Pakistans und Gründung des neuen, ebenfalls islamisch geprägten Staates Bangladesch.
Heute sind die fundamentalen Probleme Indiens einerseits der fortdauernde Streit mit Pakistan um die Region Kashmir, andererseits die starke Überbevölkerung, die zunehmende Umweltverschmutzung, die ausgedehnte Armut, sowie ethnische und religiöse Konflikte zwischen Hindus und Moslems.
Bevölkerung
Demographie
Moslems
Moslems
Indien ist in puncto Einwohnerzahl nach der Volksrepublik China und vor den USA der zweitgrößte Staat der Erde.
Am 11. Mai 2000 überschritt Indiens Bevölkerungszahl offiziell die Milliardengrenze. Während es von 1920 - damals hatte Indien 250 Millionen Einwohner - 47 Jahre bis zu einer Verdoppelung der Bevölkerung gedauert hat, waren es von 1967 bis 2000 nur noch 33 Jahre. Das Wachstum der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig abgeschwächt und liegt im Moment bei 1,5 Prozent pro Jahr. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt für Männer 63,57 Jahre (1971 waren es nur 44 Jahre) und für Frauen 65,16 Jahre (1971 waren es nur 46 Jahre). In Deutschland sind es zum Vergleich bei Männern 75 Jahre und bei Frauen 81 Jahre. Indien ist damit eines der wenigen Länder der Erde, wo die Lebenserwartung bei Männern und Frauen fast identisch ist.
Die Bevölkerungsdichte beträgt 329 Einwohner pro km² (Deutschland 231 pro km²). Das Bevölkerungswachstum erklärt sich jedoch nicht aus einer gestiegenen Geburtenrate, sondern aus der in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Lebensdauer, d.h. Reduktion der Sterberate. Dies ist unter anderem auf eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge zurückzuführen. In der Sterberate hatte Indien bereits 1991 mit Deutschland gleichgezogen (10 pro Tausend), für 2005 wird sie auf 8.28 geschätzt. Die Geburtenrate blieb allerdings hoch (sie betrug 1991 30 pro Tausend) und sinkt nur allmählich (für 2005 wird sie auf 22,32 pro Tausend geschätzt). Die Fertilitätsrate (Anzahl der Kinder pro Frau) ging von 5,2 (1971) auf 3,6 (1991) zurück, für 2005 wird sie auf 2,78 geschätzt.
Indien gehört zu den Ländern, wo es deutlich mehr Männer gibt: auf 1000 Männer kommen 933 Frauen. Der durchschnittliche Inder ist 26 Jahre alt (Median-Wert).
Mit einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von 15 Millionen Menschen hat Indien im Moment den größten absoluten Zuwachs aller Staaten der Erde. Der relative Zuwachs liegt jedoch mit 1,4 % nur wenig über dem Weltdurchschnitt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird Indien in den nächsten Jahrzehnten sein Bevölkerungswachstum kaum abschwächen und die VR China bis zum Jahre 2045 als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben.
Nachfolgend sind Einwohnerzahlen Indiens zwischen 1700 und 2050 aufgeführt. Die Zahlen für 2025 und 2050 sind eine Prognose.
Die Zahlenangaben bis 1875 sind nach dem Gebietsstand von Britisch-Indien, also einschließlich Bangladesch, Myanmar und Pakistan berechnet, die Angaben ab 1900 nach dem heutigen Gebietsstand der Republik Indien. Quelle: [http://www.library.uu.nl/wesp/populstat/Asia/indiac.htm]
Sprachen und Schriften
In Indien werden insgesamt 415 Sprachen und Idiome gesprochen. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch sind die folgenden 21 Sprachen als Nationalsprachen anerkannt: Asamiya, Bengali, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili (seit 2003), Malayalam, Marathi, Meitei, Nepali, Oriya, Punjabi, Santali, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu. Englisch ist Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache.
Neben Hindustani (im Norden Indiens weit verbreitet und der Vorgänger von Hindi und Urdu) sind auch noch die Sprachen Rajasthani und Mizo erwähnenswert. Bihari ist z.B. der Oberbegriff für die Dialekte in Bihar, wozu auch Maithili, Bhojpuri und Magahi gehören.
In letzter Zeit gab es Versuche, den Gebrauch des Sanskrit, welches ebenfalls eine Amtssprache ist, wiederzubeleben.
Das Central Board of Secondary Education (CBSE) hat in den Schulen, die es reguliert, Sanskrit zur dritten der unterrichteten Sprachen gemacht.
In diesen Schulen ist der Sanskritunterricht für die fünften bis achten Schulklassen obligatorisch.
Sanskrit
Von den 23 Verfassungssprachen gehören sechzehn der indoarischen, vier der dravidischen (Telugu, Tamil, Kannada und Malayalam), eine der austroasiatischen (Santali) und eine der tibetobirmanisch bzw. sinotibetischen Sprachfamilie (Meitei) an.
Erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass die meisten der Sprachen unterschiedliche Schriftsysteme aufweisen. Während für Hindi, Marathi, Nepali, Konkani und Sanskrit eine gemeinsame Schrift verwendet wird (Devanagari), werden Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Punjabi durch eine jeweils eigene Schrift charakterisiert. Für Bengali, Asamiya und Meitei (Manipuri) wird eine weitere Schrift (Bengalische Schrift) verwendet. Urdu wird in arabischer Schrift geschrieben, Kashmiri und Sindhi werden in arabischer Schrift oder auch in Devanagari geschrieben.
Jedes der von verschiedenen Sprachen verwendeten Schriftsysteme beinhaltet ergänzende, sprachlich bedingte Sonderzeichen. Indien mit seinen 23 Sprachen ist daher das Land mit den meisten Amtssprachen weltweit.
Über die Beibehaltung des Status des Englischen als Amtssprache wird alle 15 Jahre neu entschieden. Englisch gilt weiterhin als Prestige-Sprache und wird nur von einer privilegierten Minorität der Bevölkerung fließend gesprochen. Wenn sich Menschen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften begegnen, sprechen sie – im Norden – entweder Hindi oder Englisch miteinander, im Süden eine der drawidischen Sprachen oder Englisch.
Siehe auch: Indische Schriften und Indische Sprachen
Religionen
Indische Sprachen]
In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Eroberungen, das Christentum durch frühe Missionierung im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Parsismus aufgrund von Einwanderungen ins Land. Indien bietet also eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten.
Die Religionen verteilen sich wie folgt: 80,5 % Hindus, 13,4 % Moslems, 2,3 % Christen, 1,9 % Sikhs, 0,8 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,6 % andere: (z.B. Adivasi, Baha'i, Parsen) (Quelle: Census of India 2001)
Die Adivasi (Ureinwohner) widersetzten sich oft den Missionsversuchen der großen Religionen und behielten teilweise ihre eigene Religion. Die indigenen Völker Indiens haben einiges mit dem Hinduismus gemeinsam, so u.a. der Glaube an die Reinkarnation, eine äußere Vielfalt von Göttern und eine Art von Kastenwesen. Nicht selten werden lokale Gottheiten oder Stammesgottheiten einfach in das hinduistische Panthenon integriert - eine Herangehensweise, die historisch zur Ausbreitung des Hinduismus beigetragen hat. Besonders heute besteht eine starke Tendenz der "Hinduisierung", gesellschaftliche Sitten der Hindus und deren Formen der Religionsausübung werden übernommen.
Der Buddhismus ist heute vor allem als „Neobuddhismus“ bei dem unberührbaren Kasten populär, die auf diese Art und Weise versuchen, den Diskriminierungen des Kastensystems zu entkommen. Ins Leben gerufen wurde diese Bewegung durch den Rechtsanwalt Bhimrao Ramji Ambedkar (1891 - 1956), der selbst einer unberührbaren Kaste angehörte. Hinzu kommen die traditionell buddhistischen Gegenden wie Ladakh.
Die Parsen, die heute hauptsächlich in Mumbai leben, bilden eine kleine, überwiegend wohlhabende und einflussreiche Gemeinschaft (ca. 70.000 Menschen). Nicht zuletzt auch durch ihr ausgeprägtes soziales Engagement spielen sie trotz geringer Bevölkerungsanzahl in der indischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. In Europa sind sie durch ihre Bestattungsgepflogenheiten, bekannt, die „Türme des Schweigens“. Auch die Jainas sind oft wohlhabend, da sie aufgrund ihres Glaubens, der das Töten von Lebewesen verbietet, überwiegend Kaufleute und Händler sind. Parsen und Jainas gehören meist der Mittel- und Oberschicht an.
Weniger gut gestellt sind häufig Muslime in Indien. Nur ein geringer Teil gehört der Mittelschicht an, ein großer Prozentsatz ist im unteren Drittel der Gesellschaft zu finden. In Politik und Staatsdienst sind sie unterrepräsentiert. Anders die Sikhs, die hauptsächlich in Nordwesten Indien (Punjab) beheimatet sind und zum Beispiel oft sowohl im militärischen als auch politischen Bereich erfolgreich sind. Der Premierminister Manmohan Singh ist ein Sikh.
Bei den Christen in Indien handelt es sich zum einen um Familien, die bereits vor einigen hundert Jahren unter den Portugiesen konvertiert waren (z.B. in Goa) oder auch um unberührbare Kasten und Adivasis, die der Ungerechtigkeit des Kastensystems entkommen möchten.
53 n.Ch. soll ein Apostel von Jesus, Thomas, nach Indien gekommen sein und dort entlang der südwestlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden gegründet haben. Diese sogenannten "Thomas Christen" sind noch heute etwa im Bundesstaat Kerala zu finden und machen einen erheblichen Prozentsatz der dortigen Bevölkerung aus. Die indische christliche Kirche ist somit älter als die europäische.
Siehe auch: Hinduismus, Jainismus, Sikhismus
Politik
Politisches System
Indien ist eine parlamentarische Demokratie und damit die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus (Rajya Sabha). In Indien gilt das Mehrheitswahlrecht. Die Parteienlandschaft des Landes ist äußerst vielfältig (vgl. Liste politischer Parteien in Indien). Viele Parteien sind zwar auf bestimmte Bundesländer beschränkt, dennoch ergibt sich immer wieder die Notwendigkeit Koalitionen zu bilden. Die „National Democratic Alliance“ (NDA) war eine Koalition, die zu Beginn ihrer Regierungszeit 1998 aus 13 Parteien bestand (unter Führung der BJP).
Der Präsident wird (ähnlich wie in Deutschland) von einem Gremium der Abgordneten des Bundes und der Länder gewählt. Die eigentliche Macht hat jedoch der Premierminister inne, der das Recht hat das Parlament aufzulösen und die Minister bestimmt, die der Präsident dann ernennt. Die Verfassung sieht vor, dass Bundesländer unter president´s rule gestellt werden können, wenn das Land als „unregierbar“ gilt. Dies war schon des öfteren in Bihar der Fall. Den politischen Konventionen zufolge erteilt der Premierminister dem Präsidenten einen entsprechenden „Rat“, der in der Regel befolgt wird. Nach den Unruhen in Ayodhya ließ Premierminister P. V. Narasimha Rao 1993 alle vier BJP-Landesregierungen ihres Amtes entheben und die Länder unter president´s rule stellen.
Innenpolitik
Während des Unabhängigkeitskampfes bildete sich der Nationalkongress, der die Kolonialherrschaft der Engländer beenden sollte. Nach der Unabhängigkeit 1947 wurde die Kongresspartei (Symbol: Handfläche) stärkste Partei und bildete mit Jawaharlal Nehru die erste Regierung. Bis Mitte der 1990er Jahre dominierte die Kongresspartei meist unter Führung der Nehru-Gandhi-Familie, mit nur zwei kurzen Unterbrechungen, die Politik des Landes.
Erst im Zusammenhang mit der geplanten „Wieder“-Errichtung des Ram Janmabhumi-Tempels anstelle der Babri-Moschee gelang es der (Bharatiya Janata Party BJP (Indische Volkspartei, Symbol: Lotusblüte) mit nationalistischen Parolen Unterstützung auf breiter Ebene zu finden. Dies gipfelte in dem Marsch auf Ayodhya und dem Abriss der Moschee, der im ganzen Land zu Ausschreitungen und Übergriffen (vor allem gegen Muslime) mit vielen Toten führte. Die polarisierende und pro-hinduistisch ausgerichtete Politik der BJP steht ganz im Zeichen der hindunationalistischen Hindutva-Bewegung, die - auch unter Beteiligung von paramilitärischen Gruppen, wie dem Nationalen Freiwilligencorps (Rashtriya Swayamsevak Sangh, kurz RSS) - die Hinduisierung Indiens und in ihren extremen Auswüchsen die Vertreibung der muslimischen und christlichen Bevölkerung zum Ziel hat. Von 1998 bis 2004 stellte die BJP die Regierung unter dem als eher gemäßigt geltenden Atal Bihari Vajpayee als Premierminister.
Nach einem Anschlag auf einen Zug mit Pilgern im Jahre 2002 begannen Massaker in Gujarat, die von der dort regierenden BJP nur halbherzig bekämpft wurden. Diese Unruhen haben dann doch wohl viele moderate Hindus zu einem gewissen Umdenken gebracht, zumal die von der Indischen Volkspartei hochgehaltene Vision eines Shining India ("Strahlendes Indien") weite Teile der Bevölkerung, die nicht vom Boom der letzten Jahre profitierten, ob der hochgesteckten Ziele eher skeptisch werden ließ.
Bei der Parlamentswahl 2004 erzielte die oppositionelle Kongresspartei unter Sonia Gandhi einen unerwarteten Sieg. Überraschend für ihre Parteienkoalition lehnte sie es ab, den Posten des Premierministers zu übernehmen, Manmohan Singh wurde am 22. Mai 2004 als Premierminister vereidigt.
Außenpolitik
Die außenpolitische Ziele Indiens werden durch das Bemühen, einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu erlangen, charakterisiert. Hierbei misst sich Indien mit China als Vergleichsmaßstab und strebt eine Statusaufwertung an. Indien beansprucht aufgrund von | | |