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Ian Wilmut

Ian Wilmut

Ian Wilmut (
- 1944 (andere Quellen berichten von 1945) in Warwickshire) ist ein britischer Embryologe. Er wird als geistiger "Vater" von Klonschaf Dolly anerkannt.

Leben

Promoviert hat Wilmut 1971 in Cambridge in England. Er hat während seiner Forschungsarbeit das am 5. Juli 1996 geborene Schaf Dolly mit dem Kern einer adulten Zelle geklont. Bei diesem Versuch ist es erstmals gelungen, Säugetiere zu klonen, vorher wurde dies nur bei Amphibien erfolgreich durchgeführt. Nach diesem Erfolg bekam er in den Jahren 1998, 1999 und 2002 dreimal die Qualifikation "Doctor of Science" (DSc). Zusätzlich erhielt er mehr als zehn verschiedene Auszeichnungen für seine Forschungsleistungen, unter anderem auch im Jahr 2002 den Ernst-Schering-Preis. Wilmut ist derzeit Leiter des Forschungsteams am Roslin Institute Midlothian bei Edinburgh. Er betreut dort die Abteilung "Gen-Expression und Entwicklung". Der Forscher lehnt reproduktives Klonen ab, ihm wird nachgesagt, er habe die Welt der Embryologie revolutioniert. Im April 2004 reichte Wilmut bei der zuständigen Behörde, der (HFEA, Human Fertilisation and Embryology Authority) einen Antrag für das Klonen menschlicher Embryonen ein. Sein Ziel ist es, menschliche Embryonen zum Zweck der Stammzellenforschung zu klonen. Dies führte zu starken Protesten der Gegner menschlichen Klonens. Wilmut begründete seinen Antrag jedoch damit, er wolle dadurch Therapien gegen tödliche Nervenleiden entwickeln, wodurch das Klonen aus medizinischer Sicht durchaus gerechtfertigt sei. Am 8. Februar 2005 wurde ihm von der HFEA die Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen erteilt. Als Anerkennung seiner außerordentlichen Leistungen bekam er am 14. März 2005 in der Frankfurter Paulskirche den diesjährigen Paul-Ehrlich-Preis verliehen.

Weblinks


- [http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/03/11/045a1001.asp?cat=/medizin Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises]
- [http://www.novo-magazin.de/77/novo7724.htm Ian Wilmut: Plädoyer für das therapeutische Klonen] Wilmut, Ian Wilmut, Ian Wilmut, Ian

1944

Ereignisse


- 1. Januar: Walter Stampfli wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Uraufführung des Spielfilms „Destination Tokio“ in den USA
- 1. Januar: Im Deutschen Reich werden die Postleitzahlen durch das Reichspostministerium eingeführt
- 1. Januar: Endgültige Unabhängigkeit für den Libanon und Syrien
- 1. Januar: Neuer Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B wird Generalfeldmarschall Erwin Rommel
- 2. Januar: Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Berlin
- 22. Januar: Zweiter Weltkrieg. Alliierte Verbände landen in Italien südlich von Rom überraschend im Rücken der deutschen Truppen und bilden einen Brückenkopf
- 28. Januar: Zweiter Weltkrieg. Die Rote Armee befreit die von der Wehrmacht eingekesselte Stadt Leningrad
- 8. Februar: Zweiter Weltkrieg. Die alliierten Planungen zur Operation Overlord, der Landung in Frankreich, sind abgeschlossen
- 15. Februar: Zweiter Weltkrieg. Alliiertes Bombardement auf das Kloster Montecassino, Kämpfe um die Klosterruine blockieren den alliierten Vormarsch auf Rom
- 4. März: Zweiter Weltkrieg. An der Ostfront beginnt die Frühjahrsoffensive der Roten Armee: Der Auftakt für den nach und nach nötigen Rückzug der deutschen Verbände aus der Ukraine
- 19. März: Zweiter Weltkrieg. Ungarn wird von Deutschland besetzt („Unternehmen Margarethe“)
- 22. März: in Ungarn wird eine deutschfreundliche Regierung unter Döme Sztójay eingesetzt
- 3. Mai: Spanien erklärt sich bereit, seine Zusammenarbeit mit Deutschland einzustellen
- 12. Mai: Zweiter Weltkrieg. Die US-Luftwaffe fliegt Angriffe auf die Leuna-Werke und auf Brüx, um Industrieanlagen zur Herstellung von synthetischem Treibstoff systematisch zu zerstören. In Italien beginnt der Vorstoß alliierter Truppen auf Rom
- 16. Mai: Aufstand der Sinti und Roma im KZ-Auschwitz-Birkenau gegen die geplante Massen-Vergasung; SS muss die angelaufene Liquidierung des so genannten Zigeuner-Lagers bis zum Juli 1944 abbrechen
- 4. Juni: Zweiter Weltkrieg. Rom fällt kampflos an die Alliierten
- 6. Juni: Zweiter Weltkrieg. Invasion der Alliierten Streitkräfte in der Normandie („D-DayOperation Overlord)
- 10. Juni: Eine Einheit der Waffen-SS richtet im südwestfranzösischen Ort Oradour-sur-Glane ein Massaker an; 642 Bewohner, davon 202 Kinder und 241 Frauen kommen dabei um
- 12. Juni: Zweiter Weltkrieg. Die deutsche Luftwaffe beschießt erstmalig London mit V 1-Raketen
- 13. Juni: Bei einem Testflug stürzt eine in Peenemünde gestartete A4-Rakete in Südschweden ab
- 17. Juni: Island wird unabhängig von Dänemark
- 26. Juni: Zweiter Weltkrieg. Alliierte Truppen erobern die französische Hafenstadt Cherbourg
- 3. Juli: Zweiter Weltkrieg. Minsk wird von der sowjetischen Armee zurückerobert, 100.000 deutsche Soldaten geraten in Gefangenschaft
- 20. Juli: Gescheitertes Attentat auf Hitler durch Stauffenberg u. a. (siehe auch 20. Juli 1944)
- 23. Juli: Zweiter Weltkrieg. Das KZ Majdanek wird als erstes Vernichtungslager befreit
- 31. Juli: Zweiter Weltkrieg. Nach der Panzerschlacht von Avranches gelingt der Durchbruch durch die deutsche Westfront
- 1. August: In der polnischen Hauptstadt bricht der Warschauer Aufstand los. In Finnland wird Gustaf Mannerheim Reichspräsident
- 2. August: Tito „ernennt“ Mazedonien zur 6. Republik der Jugoslawischen Föderation
- 12. August: Vier Kompanien der Waffen-SS erschießen nach zahlreichen Partisanenangriffen fast alle Bewohner des italienischen Dorfs Sant'Anna di Stazzema. Unter den 560 Opfern sind überwiegend Frauen und 116 Kinder
- 13. August: Zweiter Weltkrieg. Rumänien schließt mit den Alliierten einen Waffenstillstand und erklärt Deutschland den Krieg
- 15. August: Zweiter Weltkrieg. In Südfrankreich gehen amerikanische und französische Verbände zwischen Toulon und Cannes an Land
- 25. August: Zweiter Weltkrieg. Paris wird an die Alliierten übergeben
- 29. August: der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy entlässt die nazifreundliche Regierung Sztójay und ernennt den ihm treuen General Géza Lakatos zum Ministerpräsidenten
- 2. September: der amerikanischen Finanzminister Henry Morgenthau erarbeitet einen 14-Punkte Plan, wie mit dem besiegten Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verfahren werden soll
- 4. September: Zweiter Weltkrieg. Britische Truppen besetzen Antwerpen
- 5. September: Kriegserklärung der UdSSR an Bulgarien
- 11. September: Zweiter Weltkrieg. amerikanische Einheiten überschreiten nordwestlich von Trier die deutsche Reichsgrenze
- 12. September: Zweiter Weltkrieg. Roetgen wird als erste Gemeinde auf deutschem Boden durch alliierte Streitkräfte besetzt
- 17. September: Mit der Operation Market Garden wird die größte Luflandung der Geschichte gestartet
- 25. September: Adolf Hitler ordnet die Aufstellung des „Volkssturmes“ an. Jugendliche sowie alte Männer sollen das Vaterland vor der drohenden Verwüstung durch feindliche Kräfte schützen
- 1. Oktober: Massaker von Marzabotto: Wehrmacht und SS ermorden über 800 Zivilisten nahe Bologna
- 2. Oktobrer: Der Warschauer Aufstand endet mit der Kapitulation der Polnischen Heimatarmee und der fast völligen Zerstörung der Stadt durch die Deutschen
- 7. Oktober: Im KZ Auschwitz-Birkenau findet ein Aufstand des jüdische Sonderkommandos (die Häftlinge, die die Gaskammern und Krematorien bedienen mussten) statt. Weibliche Gefangene hatten Sprengstoff von einer Waffenfabrik eingeschmuggelt, und Krematorium IV wurde damit teilweise zerstört
- 10. Oktober: Die Rote Armee erreicht die deutsche Grenze in Ostpreußen
- 15. Oktober: Zweiter Weltkrieg. Ungarn schließt einen Waffenstillstand mit den Alliierten
- 16. Oktober: Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy muss auf deutschen Druck abdanken; sein Nachfolger wird der Pfeilkreuzler Ferenc Szálasi
- 16. Oktober: Unter den 1500 Deportierten eines Transportes von Theresienstadt in das KZ Auschwitz sind die Komponisten Viktor Ullmann, Gideon Klein, Pavel Haas und Hans Krása
- 19. Oktober: Zweiter Weltkrieg. Es beginnt die von Adolf Hitler befohlene Zerstörung von Warschau
- 21. Oktober: Zweiter Weltkrieg. US-Truppen erobern als erste deutsche Großstadt Aachen
- 22. November: Zweiter Weltkrieg. Die US-Armee nimmt Metz
- 24. November: Zweiter Weltkrieg. Die USA beginnen mit einer Reihe schwerer Luftangriffen auf Tokio
- 5. Dezember: Beginn der gegen die Volksbefreiungsarmee ELAS gerichteten militärischen Intervention Großbritanniens in Griechenland
- 16. Dezember: Zweiter Weltkrieg. Beginn der deutschen Ardennenoffensive, die das weitere Vorrücken der Alliierten verhindern soll

Katastrophen


- 3. Januar: Der Zerstörer „Turner“ (USA) sinkt nach einer inneren Explosion bei Ambrose Feuer (bei (New York). 37 Tote unter der 200 Mann starken Besatzung
- 15. Januar: Erdbeben der Stärke 7, 8 in San Juan, Argentinien, rund 5.000 Tote
- 1. Februar: Erdbeben der Stärke 7, 4 in der Türkei, ca. 2.800 Tote
- 12. Februar: Bei der Versenkung des britischen Truppentransporters Khedive Ismail im Indischen Ozean nahe der Malediven durch das japanische U-Boot I-27 sterben 1.297 Menschen, nur 214 Überlebende werden gerettet. Ein Teil der Schiffbrüchigen stirbt wahrscheinlich durch die Detonationen der von den Geleitschiffen bei der Jagd auf das U-Boot abgeworfenen Wasserbomben. „I-27“ wird durch den Zerstörer HMS Petard mit der gesamten Besatzung von 99 Mann versenkt
- 14. April: Der ua. mit Sprengstoff und Munition beladene britische Frachter Fort Stikene explodiert im Hafen von Bombay (Indien). 1500 Tote und Vermisste, 3000 Verletzte, Zerstörung von 13 Schiffen, Gesamtschaden ca. 1 Milliarde US-Dollar
- 19. April: Der Tanker „John Straub“ (USA) sinkt bei den Sanak-Inseln nach einer inneren Explosion mit der gesamten Besatzung (65 Tote)
- 20. Juni: Der bayerische Raddampfer Ruthof läuft auf der Donau bei Érsekcsanád (Ungarn) auf eine Mine und sinkt (5 Tote)
- 17. Juli: Das Transportschiff „Quainault Victory“ (USA) explodiert bei der Munitionsübernahme in Chicago (USA). 270 Tote
- 23. August: Freckleton, USA. Ein Bomber des US-Militärs stürzte ab und krachte in eine Schule. 76 Menschen, meist Zivilisten, fanden den Tod
- 10. November: Der Munitionstransporter „Mount Hood“ der US-Navy explodiert im Marinestützpunkt Manus (Bismarck-Archipel). Etwa 1000 Tote und Verletzte, 30 beschädigte Schiffe
- 7. Dezember: Erdbeben der Stärke 8, 1 in Tonankai, Japan, rund 1.000 Tote
- 18. Dezember: Während eines Taifuns sinken vor der Insel Luzon (Philippinen) 3 Zerstörer der US-Navy, 31 weitere Schiffe werden beschädigt (davon 9 schwer), 146 Flugzeuge werden zerstört. 790 Tote und mindestens 80 Verletzte

Kultur


- 2. Juli: Uraufführung der Oper Die Hochzeit des Jobs von Joseph Haas an der Staatsoper in Dresden
- 28. Dezember: Uraufführung des Musicals On the Town von Leonard Bernstein im Adelphi Theater in New York

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Zafarullah Khan Jamali, pakistanischer Politiker
- 1. Januar: Umar Hasan Ahmad al-Baschir, Staatschef des Sudan
- 3. Januar: David Atherton, englischer Dirigent
- 4. Januar: Reinhard Breymayer, deutscher Philologe
- 4. Januar: Judy Winter, Theater- und Filmschauspielerin aus Deutschland
- 5. Januar: Edward Rendell, Gouverneur von Pennsylvania
- 6. Januar: Alan Stivell, bretonischer Musiker und Sänger
- 6. Januar: Rolf Zinkernagel, Professor für experimentelle Immunologie
- 7. Januar: Mike McGear, britischer Musiker, jüngerer Bruder von Paul McCartney
- 7. Januar: Ursula Männle, deutsche Politikerin und MdL
- 7. Januar: Hans-Joachim Grubel, deutscher Schauspieler († 2004)
- 7. Januar: Rainer Kuhlen, deutscher Universitätsprofessor für Informationswissenschaft
- 9. Januar: Jimmy Page, Musiker, Gitarrist
- 9. Januar: Scott Walker, US-amerikanischer Sänger und Bassist
- 10. Januar: Frank Sinatra jr., US-amerikanischer Pianist, Schauspieler, Sänger und Entertainer
- 11. Januar: Gerd Böckmann, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 12. Januar: Klaus Wedemeier, Bürgermeister von Bremen
- 12. Januar: Hans Henning Atrott, erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben
- 12. Januar: Vlastimil Hort, tschechisch-deutscher Schachspieler
- 12. Januar: Joe Frazier, US-amerikanischer Boxer
- 13. Januar: Michael Gartenschläger, Grenztoter († 1976)
- 14. Januar: Luise F. Pusch, deutsche Sprachwissenschaftlerin
- 14. Januar: Peter Fechter, Maueropfer († 1962)
- 16. Januar: Wolfgang Schmidt, deutscher Leichtathlet
- 16. Januar: Thomas Fritsch, deutscher Schauspieler
- 16. Januar: Jim Stafford, US-amerikanischer Country- und Popsänger
- 16. Januar: Ronnie Milsap, US-amerikanischer Country- und Pop-Sänger
- 17. Januar: Roland Hetzer, deutscher Arzt und Wissenschaftler
- 17. Januar: Einar Schleef, deutscher Schriftsteller und Regisseur († 2001)
- 17. Januar: Françoise Hardy, französische Schlagersängerin, Texterin, Komponistin und Filmschauspielerin
- 17. Januar: Jan Guillou, Journalist und Romanautor
- 18. Januar: Paul Keating, Premierminister von Australien
- 18. Januar: Alexander Van der Bellen, österreichischer Politiker und Wirtschaftswissenschaftler
- 19. Januar: Laurie London, britischer Sänger
- 19. Januar: Pehr Henrik Nordgren, finnischer Komponist
- 19. Januar: Shelley Fabares, US-amerikanische Sängerin
- 19. Januar: Thom Mayne, US-amerikanischer Architekt
- 21. Januar: Hasso Plattner, deutscher Unternehmer
- 22. Januar: Carl Friedrich Gethmann, deutscher Philosoph
- 22. Januar: Jürgen W. Falter, deutscher Politikwissenschaftler
- 23. Januar: Gerd Nobbe, Richter am Bundesgerichtshof
- 23. Januar: Sergei Alexandrowitsch Below, russischer Basketballspieler
- 23. Januar: Rutger Hauer, Schauspieler
- 24. Januar: Klaus Nomi, Countertenor († 1983)
- 24. Januar: Anita Pallenberg, Modell, Schauspielerin und Modedesignerin
- 24. Januar: Bob Degen, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 24. Januar: David Gerrold, US-amerikanischer Schriftsteller von Fantasy-Romanen
- 25. Januar: Tom Koenigs, deutscher Politiker
- 25. Januar: Alfred Gulden, deutscher Schriftsteller, Lieder- und Filmemacher
- 26. Januar: Andreas Hauff, österreichischer Sänger und Texter
- 26. Januar: Angela Davis, US-amerikanische Bürgerrechtlerin, Soziologin und Schriftstellerin
- 27. Januar: Kevin Coyne, britischer Rockmusiker, Maler und Autor († 2004)
- 27. Januar: Mairead Corrigan, Friedensnobelpreisträgerin 1976, Aktivistin der Nordirischen Friedensbewegung
- 28. Januar: Achim Reichel, deutscher Musiker, Komponist und Produzent
- 28. Januar: Susan Howard, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Januar: Andrew Loog Oldham, Musiker und Manager der Rolling Stones
- 30. Januar: Stephan Reimers, Bevollmächtigter des Rates der EKD
- 30. Januar: Jógvan við Keldu, färöischer Politiker und Innenminister
- 31. Januar: Heidi Mahler, deutsche Volksschauspielerin
- 31. Januar: Uwe Kockisch, deutscher Schauspieler
- 31. Januar: Charlie Musselwhite, US-amerikanischer Bluesmusiker (Mundharmonika, Gitarre)
- 5. Februar: Götz Werner, Gründer von „dm-drogerie markt“, Honorarprofessor der Universität Karlsruhe
- 8. Februar: Sebastião Salgado, brasilianischer Fotograf und Fotoreporter
- 9. Februar: Bernd Albani, ein Vertreter der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung der DDR
- 9. Februar: Alice Walker, US-amerikanische Schriftstellerin
- 10. Februar: Niklot Klüßendorf, deutscher Numismatiker, Archivar
- 11. Februar: Michael Oxley, US-amerikanischer Abgeordneter
- 12. Februar: Walter Westrupp, Betonbauer und aktiver Computergrafiker
- 12. Februar: Ortwin Runde, deutscher Politiker
- 13. Februar: Gerhard Langemeyer, deutscher Politiker
- 13. Februar: Stockard Channing, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Februar: Jerry Springer, US-amerikanischer Talkmaster
- 14. Februar: Alan Parker, Filmregisseur
- 14. Februar: Peter Rapp, österreichischer Moderator, Fernsehunterhalter und Quizmaster
- 14. Februar: Carl Bernstein, US-amerikanischer Journalist
- 16. Februar: Sigiswald Kuijken, belgischer Geiger, Gambenspieler und Dirigent
- 16. Februar: Dieter Brenninger, ehemaliger Fußballspieler
- 16. Februar: António Mascarenhas Monteiro, kapverdischer Präsident
- 17. Februar: Karl Jenkins, Keyboarder, Oboist, Saxofonist und Komponist
- 19. Februar: Jürgen Gansäuer, deutscher Politiker
- 19. Februar: Hubert Doppmeier, Politiker († 1992)
- 20. Februar: Christian Pfeiffer (Politiker), ehemaliger Justizminister des Landes Niedersachsen
- 21. Februar: Ingomar von Kieseritzky, deutscher Schriftsteller
- 22. Februar: Tom Okker, ehemaliger niederländischer Tennisspieler
- 22. Februar: Jonathan Demme, US-amerikanischer Filmregisseur
- 23. Februar: Johnny Winter, Bluesmusiker
- 23. Februar: Florian Fricke, deutscher Elektronikmusik-Pionier († 2001)
- 23. Februar: Gerhard Neukum, deutscher Planetenforscher
- 24. Februar: Nicky Hopkins, britischer Rockmusiker, Pianist († 1994)
- 24. Februar: Rolf Henrich, Rechtsanwalt, Autor und prominenter Regimekritiker der DDR
- 26. Februar: Maria Creuza, brasilianische Sängerin
- 28. Februar: Sepp Maier, deutscher Fußballspieler
- 28. Februar: Kelly Bishop, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Februar: Bernd Witthüser, Guitarre, Mandoline, Gesang
- 29. Februar: Olexander Moros, ukrainischer Politiker
- 1. März: Roger Daltrey, britischer Musiker
- 1. März: Tony Ashton, britischer Rockmusiker († 2001)
- 2. März: Uschi Glas, deutsche Schauspielerin
- 4. März: Ulrich Roski, deutscher Liedermacher († 2003)
- 5. März: Élisabeth Badinter, französische Philosophin
- 6. März: David F. Hendry, britischer Ökonometriker
- 6. März: Peter Dietrich, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 6. März: Kiri Te Kanawa, neuseeländische Opernsängerin (Sopran)
- 6. März: Norbert Steger, österreichischer Politiker und Rechtsanwalt
- 7. März: Ranulph Fiennes, britischer Forscher und Inhaber mehrerer Ausdauerrekorde
- 7. März: Jürgen Theobaldy, deutscher Schriftsteller
- 7. März: Townes Van Zandt, US-amerikanischer Songwriter († 1997)
- 8. März: Alexander Ziegler, Schauspieler, Publizist und Schriftsteller († 1987)
- 10. März: Karl Heinz Gasser, deutscher Politiker
- 10. März: Martin Mann, deutscher Schlagersänger
- 11. März: Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister von Essen
- 12. März: Ernst Theodor Menke, deutscher Manager († 2004)
- 12. März: Peter Orloff, deutscher Schlagersänger, Komponist, Texter, Produzent und Schauspieler
- 15. März: Elisabeth Plessen, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 15. März: Joachim Kühn, deutscher Musiker
- 15. März: Josef Joffe, Journalist
- 15. März: Günther Bahr, österreichischer Radiosprecher
- 15. März: Chi Cheng, taiwanische Leichtathletin und Olympionikin
- 15. März: Sly Stone, US-amerikanischer Funk-Rock-Sänger
- 17. März: Jürgen Peters, deutscher Gewerkschaftsfunktionär
- 17. März: Anthony Monn, ein deutscher Sänger, Komponist, und Musikproduzent
- 17. März: Franz Fiedler, Rechnungshofpräsident
- 17. März: John Sebastian, US-amerikanischer Rockmusiker
- 19. März: Uwe Holtz, deutscher Politologe
- 20. März: Erwin Neher, Wissenschaftler und Nobelpreisträger
- 21. März: Wilhelm Josef Sebastian, deutscher Politiker und MdB
- 21. März: Marie-Christine Barrault, französische Schauspielerin
- 21. März: Charles Greene, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 23. März: Michael Nyman, Filmmusikkomponist
- 24. März: Marika Kilius, deutsche Eiskunstläuferin
- 24. März: Walter Hellmich, deutscher Fußball-Funktionär
- 24. März: Vojislav Koštunica, Präsident Jugoslawiens und Premierminister von Serbien
- 24. März: Lee Ermey, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. März: Hans-Jürgen Walter, Begründer der Gestalttheoretischen Psychotherapie
- 26. März: Reinhold Andert, deutscher Liedermacher und satirischer Autor
- 26. März: Larry Ellison, Gründer des US-Softwarekonzerns Oracle
- 26. März: Haim Saban, r der größten Medienunternehmer der Welt und Milliardär
- 27. März: Enrique Barón Crespo, spanischer Politiker und EU-Politiker
- 28. März: Gisela Kallenbach, deutsche Europaabgeordnete
- 28. März: Rick Barry, US-amerikanischer Basketballspieler
- 30. März: Gert Heidenreich, deutscher Schriftsteller, Journalist und Fernsehsprecher
- 31. März: Mick Ralphs, britischer Gitarrist
- 31. März: Rod Allen, britischer Gitarrist und Sänger
- 3. April: Lamberto Bava, italienischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 3. April: Harry Palmer, US-amerikanischer Autor sowie Gründer und Geschäftsführer
- 4. April: Yehudit Naot, israelische Politikerin († 2004)
- 4. April: Robert Schindel, österreichischer Schriftsteller, Lyriker und Regisseur
- 4. April: Bassam Tibi, syrischer Politologe; lebt in Dtl
- 4. April: Craig T. Nelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. April: Christine Lucyga, deutsche Politikerin
- 6. April: Bernd Spier, deutscher Schlagersänger
- 6. April: Florin Gheorghiu, rumänischer Schachspieler
- 6. April: Viveca Lärn, schwedische Kinderbuchautorin und Schriftstellerin
- 7. April: Gerhard Schröder, deutscher Bundeskanzler
- 7. April: Theodor Ickler, deutscher Germanistikprofessor
- 8. April: Keef Hartley, britischer Rockmusiker, Schlagzeuger
- 8. April: Christoph Hein, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Essayist
- 8. April: Odd Nerdrum, norwegischer Maler
- 8. April: Hans Pretterebner, österreichischer Journalist
- 9. April: Ludwig Stiegler, deutscher Politiker
- 9. April: Lars Norén, schwedischer Dramatiker und Theaterregisseur
- 13. April: Hans Christoph Buch, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 13. April: Jack Casady, US-amerikanischer Blues- und Rockmusiker und Bassist
- 14. April: Hubert Raase, Präsident des KSC
- 15. April: Dschochar Mussajewitsch Dudajew, erster tschetschenische Präsident († 1996)
- 15. April: Dave Edmunds, walisischer Gitarrist und Sänger
- 16. April: Elmar Wepper, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 19. April: Lothar Romain, deutscher Journalist und Kunstwissenschaftler († 2005)
- 19. April: James Heckman, Nobelpreisträger, Ökonom
- 20. April: Michael Mendl, deutscher Schauspieler
- 20. April: Konrad Feilchenfeldt, schweizerisch-deutscher Literaturwissenschaftler
- 21. April: Peter Kowald, deutscher Kontrabassist und Tubist († 2002)
- 22. April: Steve Fossett, US-amerikanischer Flugpionier und Regattasegler
- 23. April: Niklaus Schilling, Filmregisseur Kameramann Autor
- 27. April: Walter Kolbow, deutscher Politiker
- 27. April: Heikki Westerinen, finnischer Schachspieler
- 27. April: Bassam Salih Kubba, stellvertretender irakischer Außenminister († 2004)
- 28. April: Günter Verheugen, deutscher Politiker, EU-Kommissar
- 28. April: Doris Quarella, Schweizer Fotografin
- 29. April: Werner Nekes, deutscher Filmregisseur
- 29. April: Hermann Scheer, deutscher Politiker und Verfechter der Solarenergie
- 30. April: Rudi Assauer, deutscher Fußballmanager
- 30. April: Andy Kulberg, US-amerikanischer Rockmusiker († 2002)
- 1. Mai: Peter Bayerlein, deutscher Archäologe und Historiker
- 1. Mai: Costa Cordalis, griechischer Sänger deutscher Schlager
- 1. Mai: Anna-Lena Löfgren, schwedische Schlagersängerin
- 1. Mai: Rita Coolidge, US-amerikanische Country-Sängerin
- 2. Mai: Franz Innerhofer, österreichischer Schriftsteller († 2002)
- 3. Mai: Renate Blume, deutsche Schauspielerin
- 3. Mai: Gernot Erler, deutscher Politiker
- 4. Mai: Monica Bleibtreu, österreichische Schauspielerin
- 4. Mai: Edmund Wnuk-Lipiński, polnischer/kaschubischer Soziologe und Science-Fiction-Autor
- 4. Mai: Lothar Zechlin, deutscher Staatsrechtler und Rektor
- 5. Mai: Christian de Portzamparc, Architekt
- 5. Mai: Hans-Peter Mayer, deutscher Europaabgeordneter
- 5. Mai: Jean-Pierre Léaud, französischer Schauspieler
- 5. Mai: John Rhys-Davies, Schauspieler und Schriftsteller
- 5. Mai: Roman Dzindzichashvili, US-amerikanischer Schachspieler georgischer Herkunft
- 6. Mai: Carl I. Hagen, norwegischer rechtspopulistischer Politiker
- 9. Mai: Petra Roth, deutsche Politikerin
- 9. Mai: Tony Oberdörffer, deutscher Sänger und Komponist
- 10. Mai: Marie-France Pisier, französische Schauspielerin
- 10. Mai: Jim Abrahams, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 11. Mai: Roy Blumenfeld, US-amerikanischer Rockmusiker
- 12. Mai: Chris Patten, britischer Politiker und war Gouverneur Hongkongs und EU-Kommissar
- 12. Mai: Hans-Peter Kemper, deutscher Politiker und MdB
- 12. Mai: Ada Isensee, Malerin
- 13. Mai: Wilhelm Schmidt (Niedersachsen), deutscher Politiker und MdB
- 13. Mai: Armistead Maupin, US-amerikanischer Schriftsteller
- 14. Mai: George Lucas, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 15. Mai: Ulrich Beck (Soziologe), deutscher Soziologe
- 16. Mai: Gert Weisskirchen, deutscher Politiker und MdB
- 16. Mai: Friedrich Schorlemmer, deutscher Theologe
- 17. Mai: David Kelly, britischer Mikrobiologe, Biowaffenexperte († 2003)
- 17. Mai: Wolf-Dietrich Berg, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2004)
- 18. Mai: Justus Frantz, deutscher Pianist und Dirigent
- 18. Mai: W.G. Sebald, deutscher Schriftsteller († 2001)
- 20. Mai: Marilyn Black, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 20. Mai: Joe Cocker, britischer Rhythm and Blues-Sänger
- 20. Mai: Dietrich Mateschitz, Erfinder und Anteilseigner von Red Bull
- 21. Mai: Harald Schliemann, deutscher Jurist und Politiker
- 21. Mai: Mary Robinson, Präsidentin Irlands und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte
- 23. Mai: John Newcombe, australischer Tennisspieler
- 24. Mai: Patti LaBelle, US-amerikanische Sängerin
- 28. Mai: Patricia Quinn, nordirische Schauspielerin und Sängerin
- 28. Mai: Gladys Knight, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 28. Mai: Rudolph Giuliani, US-amerikanischer Politiker, Bürgermeister von New York City
- 29. Mai: Helmut Berger, österreichischer Filmschauspieler
- 29. Mai: Maurice Bishop, Premierminister Grenadas († 1983)
- 31. Mai: Volker Reiche, deutscher Comic-Zeichner
- 1. Juni: Robert Powell, britischer Schauspieler
- 1. Juni: Björn Pätzoldt, deutscher Politologe und Verleger
- 2. Juni: Jeff Beck, britischer Electric-Gitarrist
- 2. Juni: Marvin Hamlisch, Komponisten des 20. Jahrhunderts
- 3. Juni: Edith McGuire, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 4. Juni: Marianne Gruber, Schriftsteller
- 5. Juni: Reinhard Günzel, Brigadegeneral a. D. der Bundeswehr
- 5

Warwickshire

Warwickshire ist eine
Grafschaft im mittleren England mit einer Fläche von 1.975 km² und 512.680 Einwohnern (Stand 2002). Die Hauptstadt ist Warwick. An Warwickshire grenzen die Grafschaften Staffordshire und Leicestershire im Norden, Northamptonshire im Osten, Oxfordshire und Gloucestershire im Süden und Worcestershire im Westen. Das Metropolitan County West Midlands ragt wie ein Keil aus dem Westen nach Warwickshire hinein. Warwickshire ist in die Distrikte North Warwickshire, Nuneaton and Bedworth, Rugby, Stratford-on-Avon und Warwick unterteilt. Historisch gehörten auch Coventry, Solihull und Birmingham zu Warwickshire. Jedoch wurden diese 1974 Teil des Metropolitan County West Midlands. Die größte Städte sind (Stand 2004): Nuneaton (77.500 Einwohner), Rugby (62.100), Leamington Spa (42.300) und Bedworth (32.500). Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Norden und in der Mitte der Grafschaft. Der Norden ist traditionell industriell geprägt (Kohlenminen, Textilindustustrie, Zementwerke und Maschinenbau) Der südliche Teil der Grafschaft ist in weiten Teilen ländlich geprägt und nur spärlich besiedelt; es gibt keine größeren Städte. Früher war ein großer Teil des westlichen Warwickshire einschließlich derjenigen Gebiete, die heute zu Birmingham und West Midlands gehören, von dem Wald von Arden (Forest of Arden) bedeckt (allerdings wurde der größte Teil dieses Waldes vom 17. bis 19. Jahrhundert abgeholzt, um Brennstoff für die Industrialisierung zu liefern). Aus diesem Grund enden viele Ortsnamen in nordwestlichen Teil von Warwickshire auf die Endung "-in-Arden".

Geschichte

Im 8. und 9. Jahrhundert war das heutige Gebiet von Warwickshire ein Teil des Königreichs Mercia. Im späten 9. Jahrhundert endete dieses Königreich und 874 wurden große Teile von Mercia (das östliche Warwickshire) an die dänischen Eroberer durch König Alfreds Vertrag mit dem dänischen Anführer Guthrum abgetreten. Watling Street im Nordwesten Warwickshires wurde die Grenze zwischen Danelag im Osten und dem sehr verkleinerten Mercia im Westen. Außerdem gab es eine Grenze zum Königreich Wessex im Süden. Wegen seiner Lage zwischen den Grenzen zweier Königreiche musste Warwickshire eine Verteidigung gegen die Gefahr einer dänischen Invasion schaffen. Diese Aufgabe wurde von Ethelfleda, "Lady of the Mercians" und Tochter von König Alfred ausgeführt, die für die Errichtung der ersten Teil des Warwick Castle verantwortlich war. Verteidigungsanlagen gegen die Dänen wurde auch in Tamworth (Tamworth Castle) errichtet. Bis zum 11. Jahrhundert kam es regelmäßig zu Kämpfen zwischen Dänen und Sachsen. Wegen seiner Burg wurde Warwick zu einem lebhaften Marktort und kraftvollen Zentrum im Königreich Mercia. Im frühen 11. Jahrhundert wurden neue Grenzen innerhalb von Mercia gezogen und Warwickshire wurde zu dem Land, das von Warwick verwaltet wurde. Der erste urkundlich nachgewiesene Gebrauch des Namens Warwickshire datiert aus dem Jahre 1001. Im englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert fand die Schlacht von Edgehill (1642) in Warwickshire, nahe der Grenze zu Oxfordshire, statt. Während des 18. und 19. Jahrhunderts wurde Warwickshire zu einer der führenden industriellen Grafschaften. Die Kohlenminen im nördlichen Warwickshire gehörten zu den produktivsten des Landes und beförderten den industriellen Wachstum von Coventry und Birmingham. Städte wie Nuneaton, Bedworth und Rugby wurden ebenfalls industrialisiert. In Rugby kreuzten sich zwei wichtige Eisenbahnlinien, die zum Schlüsselfaktor des industriellen Wachstums von Rugby wurden. Am Ende des 19. Jahrhunderts waren Birmingham und Coventry große Industriestädte, so dass die Verwaltungsgrenzen geändert werden mußten. 1889 wurde die Verwaltungsgrafschaft Warwickshire gebildet und Coventry und Birmingham wurden zu County Boroughs. Später wurde auch Solihull ein Country Borough. Diese Boroughs blieben Teil der traditionellen Grafschaft Warwickshire, die sich in das Gebiet von Worcestershire erweiterte, als Birmingham einige Orte aus Worcestershire eingliederte. Diese Situation bestand bis 1974, als Coventry und Birmingham aus der Grafschaft Warwickshire herausgelöst wurden und mit Teilen von Staffordshire und Worcestershire Teil des neuen Metropolitan County West Midlands wurden.

Städte

West Midlands
- Atherstone
- Alcester
- Bedworth
- Bidford-on-Avon
- Henley-in-Arden
- Kenilworth
- Leamington Spa
- Nuneaton
- Rugby
- Shipston-on-Stour
- Southam
- Stratford-upon-Avon
- Warwick
- Whitnash

Berühmte Personen


- William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon
- George Eliot aus der Nähe von Nuneaton
- Rupert Brooke aus Rugby
- Frank Whittle aus Coventry (früher ein Teil von Warwickshire)
- J. R. R. Tolkien wurde zwar nicht in Warwickshire geboren, lebte aber als Kind in Sarehole, bevor er nach Birmingham umzog.

Sehenswürdigkeiten


- Arbury Hall
- Coombe Abbey
- Coventry Canal
- Draycote Water
- Grand Union Canal
- Ladywalk Reserve
- Kenilworth Castle
- Kingsbury Water Park
- Mary Arden's House
- Oxford Canal
- Der Fluss Avon
- Rollright Stones
- Rugby School
- Warwick Castle
Kategorie:Englische Grafschaft

Schaf Dolly

Das Schaf Dolly (
- 5. Juli 1996 um 17:00 Uhr; † 14. Februar 2003) war ein walisisches Bergschaf. Es war der erste Organismus, der durch ein Klonverfahren erzeugt wurde, bei dem ausdifferenzierte Zellen als Spender der Erbinformation dienten. Bei der „Herstellung“ von Dolly im Roslin-Institut, nahe Edinburgh in Schottland, wurden 277 Eizellen (Scottish Blackface) mit Zellkernen aus den Euterzellen eines Spendertiers (Finn Dorset) geimpft, daraus entstanden 29 Embryos, von denen eines, Dolly, überlebte. Leihmutter war auch ein Scottish Blackface-Schaf. Geistiger Vater Dollys ist der britische Embryologe Professor Ian Wilmut. (Ungefragte) Namenspatin ist übrigens die für ihre große Oberweite bekannte Country-Sängerin Dolly Parton. Streng genommen handelt es sich bei Dolly aber nicht um einen richtigen Klon, da die Gene der Mitochondrien nicht vom Spendertier mit übernommen wurden. Somit wurde keine hundertprozentige genetische Übereinstimmung mit dem Ausgangstier erreicht. Im Laufe ihres Lebens wurde Dolly mehrfach (auf natürlichem Weg) Mutter. Am 14. Februar 2003 musste Dolly im Alter von 6,5 Jahren in Folge einer schweren Lungenkrankheit eingeschläfert werden. Dolly zeigte zu diesem Zeitpunkt Alterserscheinungen wie etwa Arthrose. Normalerweise werden Schafe um die 20 Jahre alt. Daher wird diskutiert, ob es sich bei den frühen Alterserscheinungen um Folgen der Klonung handelt, denn die implantierten Zellkerne stammten aus einem erwachsenen Tier und sind daher schon älter. Literatur
- Dolly von Ian Wilmut, Keith Campbell, Colin Tudge. Carl Hanser Verlag 2001, Übersetzung von Dr. Thomas Potthast. ISBN: 3-446-19999-3 Siehe auch: Biotechnologie, Gen, Genetik, Pferd Prometea, Katze CC, Telomerase, Telomer Kategorie:Gentechnologie Dolly ja:ドリー

Cambridge (England)

Cambridge ist die Hauptstadt der Grafschaft Cambridgeshire und liegt am Fluss Cam etwa 80 km nordöstlich von London im Osten Englands. Berühmt sind die Universität Cambridge, die gotische Kapelle und der Chor des King's College sowie die Universitätsbibliothek. Das Trinity College hat eine große Zahl von Nobelpreisträgern hervorgebracht und wurde unter anderem von Isaac Newton besucht. Bekannt in der Öffentlichkeit sind die jährlichen Ruderwettbewerbe zwischen den Universitäten Cambridge und Oxford. Einwohner: 108.863, davon 22.153 Studenten (2001).

Sehenswürdigkeiten

Bei Cambridge liegt Duxford mit dem Duxford Imperial War Museum.

Persönlichkeiten


- Douglas Adams, englischer Schriftsteller
- Richard Attenborough, britischer Schauspieler und Regisseur
- Syd Barrett, britischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- Matthew Bellamy, Frontmann der englischen Indie-Rockband Muse
- Christopher Cockerell, britischer Ingenieur und Erfinder
- Richard Garriott, Computerspiel-Entwickler
- Douglas Rayner Hartree, britischer Mathematiker und Physiker
- Geoffrey Keynes, britischer Mediziner, Wissenschaftler und Bibliophiler
- John Maynard Keynes, Mathematiker und Ökonom John Maynard Keynes
- Olivia Newton-John, australisch-US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Songwriterin
- Jenny Saville, englische Künstlerin
- William Thomas Stearn, britischer Botaniker
- George Paget Thomson, englischer Physiker
- Andrew Wiles, britischer Mathematiker

Weblinks


- [http://www.cambridge.gov.uk/ Offizielle Webseite der Stadt Cambridge]
- [http://www.camcity.co.uk/ Auf Cambridge spezialisierte Suchmaschine]
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album16?page=1 Fotos von Cambridge] Kategorie:Ort in England ko:케임브리지

5. Juli

Der 5. Juli ist der 186. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 187. in Schaltjahren) – somit bleiben 179 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1811Venezuela erklärt als erstes Südamerikanisches Land seine Unabhängigkeit von Spanien.
- 1814 – Die Amerikaner besiegen in der Schlacht bei Chippewa eine britische Truppe und erzielen damit einen ihrer wenigen eindeutigen Erfolge des britisch-amerikanischen Kriegs von 1812 an der kanadischen Front.
- 1830Frankreich marschiert in Algerien ein.Algerien
- 1854 – Nach 14 Jahren als Museumsstück verbrennt der berühmte „Schachtürke“ bei einem Feuer im Peale's Museum in Philadelphia.
- 1865 – Der Engländer William Booth gründet die Heilsarmee.
- 1884Deutschland besetzt Kamerun.
- 1962Algerien erklärt die Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1973 – Staatsstreich in Ruanda
- 1975Kap Verde erhält die Unabhängigkeit von Portugal.
- 1977 – Sturz der Regierung Bhutto und Beendigung der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Pakistan durch die Armee. Machtergreifung durch General Muhammed Ziaul Haq.
- 1991 - Nelson Mandela wird in Durban einstimmig zum Präsidenten des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) gewählt
- 1997 – Staatsstreich in Kambodscha. Viele Politiker gehen ins Exil.
- 2002Angola ratifiziert das Ottawa-Abkommen über die Ächtung von Anti-Personen-Minen.
- 2002Algerien. Bombenanschlag in Larbaa. 50 Tote.
- 2003 – Parlamentswahlen in Kuwait

Wirtschaft


- 2004 - Der Allianz-Konzern übernimmt den größten britischen privaten Altenheimbetreiber Four Seasons Group

Wissenschaft und Technik


- 1687Isaac Newtons Philosophiae Naturalis Principia Mathematica wird veröffentlicht.
- 1951 - William Shockley erfindet den Bipolartransistor.

Kultur


- 1855 – Uraufführung der Operette Le Nuit blanche von Jacques Offenbach am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1946 – Der moderne Bikini wird vorgestellt.
- 1954 – Der Lastwagenfahrer Elvis Presley nimmt im "Sun Studio" in Memphis (Tennessee) den alten Blues-Song "That's All Right, Mama" auf und beginnt damit seine unvergleichliche Karriere als Rock'n'Roll-Star.

Religion

Katastrophen


- 1951 - Bei der Explosion des Motors des Fahrgastschiffes "Heimatland" im Hafen von Berlin-Treptow (DDR) sterben 56 Menschen.
- 1970 – Bei Toronto stürzt eine Douglas DC-8 der Air Canada ab. Alle 108 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1975Arthur Ashe gewinnt als erster Schwarzer das Einzelturnier in Wimbledon

Geboren


- 1500Paris Bordone, italienischer Maler
- 1535Étienne de Silhouette, französischer Finanzminister
- 1554Elisabeth von Österreich, Ehefrau des französischen Königs Karl IX.
- 1717Peter III. (Portugal), König von Portugal aus dem Hause Braganza
- 1745Carl Arnold Kortum, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1764János Lavotta, ungarischer Komponist
- 1773Johanna Elisabeth Bichier des Ages, französische Ordensgründerin und Heilige
- 1805Robert FitzRoy, britischer Marineoffizier und Meteorologe
- 1810P. T. Barnum, US-amerikanischer Zirkuspionier
- 1817Carl Vogt, deutscher Mediziner, Zoologe, Geologe und Polarforscher
- 1820William John Macquorn Rankine, britischer Physiker und Ingenieur
- 1853Cecil Rhodes, Gründer des Staates Rhodesien
- 1856Anna Fischer-Dückelmann, Ärztin, Autorin und Lebensreformerin
- 1857Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin
- 1860Albert Döderlein, deutscher Gynäkologe
- 1867Andrew Ellicott Douglass, US-amerikanischer Astronom
- 1874Eugen Fischer, deutscher Anthropologe und Rassenhygieniker
- 1879Volkmar Andreae, schweizerischer Komponist und Dirigent
- 1879Dwight Davis, US-amerikanischer Tennisspieler und Gründer des Davis Cups
- 1879Eugen Nesper, deutscher Hochfrequenztechniker
- 1879Wanda Landowska, polnische Cembalistin und Pianistin
- 1882Hazrat Inayat Khan, indischer Mystiker und Gründer des »Sufi Order International«
- 1886Willem Drees, niederländischer Politiker
- 1886Felix Timmermans, niederländischer Dichter und Maler
- 1888Herbert Spencer Gasser, US-amerikanischer Neurophysiologe
- 1889Jean Cocteau, französischer Schriftsteller, Regisseur, Maler und Choreograf
- 1891John Howard Northrop, US-amerikanischer Chemiker
- 1897Paul Ben-Haim, israelischer Komponist
- 1904Ernst Mayr, deutsch-amerikanischer Biologe
- 1906René König, deutscher Soziologe
- 1907Ethel Smith, kanadische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1910Robert K. Merton, US-amerikanischer Soziologe
- 1911Georges Pompidou, französischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1915John Woodruff, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1920Smiley Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1927Walter Matthias Diggelmann, schweizer Schriftsteller
- 1929Jacqueline Harpman, belgische Autorin französischer Sprache
- 1933Michael Heltau, österreichischer Schauspieler
- 1935Christian Doermer, deutscher Regisseur und Schauspieler („Die Braut”)
- 1936James Mirrlees, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1937Anke Fuchs, deutsche Politikerin und Bundesministerin
- 1939Hermann Bachmaier, deutscher Politiker und MdB
- 1941Barbara Frischmuth, österreichische Schriftstellerin
- 1941Wolfgang Zeitlmann, deutscher CSU-Politiker und MdB
- 1942Hennes Löhr, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1942Matthias Bamert, schweizer Komponist und Dirigent
- 1944James Robbie Robertson, kanadischer Musiker
- 1945Dick Scoppettone, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1946Gerardus t' Hooft, niederländischer Physiker
- 1946Victor Unitt, britischer Musiker
- 1948Georges Bernanos, französischer Schriftsteller
- 1951Huey Lewis, US-amerikanischer Musiker, Sänger, Songschreiber und Musikproduzent
- 1953Jörg Tauss, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1954Michael Sadler, kanadischer Musiker und Sänger
- 1955Josef Haslinger, österreichischer Schriftsteller
- 1958Bill Watterson, US-amerikanischer Comiczeichner
- 1958Wayne Hale, NASA-Manager
- 1966Kai U. Jürgens, deutscher Publizist und Künstler
- 1968Ken Akamatsu, japanischer Zeichner
- 1968Alex Zülle, schweizerischer Profi-Radrennfahrer
- 1974Marcio Amoroso, brasilianischer Fußballspieler
- 1975Hernan Jorge Crespo, argentinischer Fußballspieler
- 1977Nicolas Kiefer, deutscher Tennisspieler
- 1996Schaf Dolly, schottisches Schaf, das erste geklonte Säugetier

Gestorben


- 1044Sámuel Aba, König von Ungarn
- 1091Wilhelm von Hirsau, Benediktiner-Abt und Klosterreformer
- 1474Erich II., Herzog von Pommern-Wolgast, Hinterpommern und Stettin
- 1522Antonio de Nebrija, spanischer Humanist und Philologe
- 1676Carl Gustav Wrangel, schwedischer Heerführer und Staatsmann
- 1697Anton Wormbs, Generalvikar in Köln
- 1708Carlo IV. Gonzaga, Herzog von Mantua
- 1757Antoine Pesne, Hofmaler in Preußen
- 1795Antonio de Ulloa, spanischer Gelehrter und Admiral
- 1826Joseph-Louis Proust, französischer Chemiker
- 1826Thomas Stamford Raffles, Gründer von Singapur
- 1833Joseph Nicéphore Nièpce, Einer der Erfinder der Fotografie
- 1838Jean Itard, französischer Arzt und Taubstummenlehrer
- 1851 - Giovanni Scudieri, italienischer Architekt und Chefarchitekt von Tiflis
- 1854Emile Souvestre, französischer Roman- und Bühnendichter
- 1873Giovanni Carnovali, italienischer Maler
- 1876Franz Graf von Pocci, Zeichner, Radierer, Schriftsteller und Musiker
- 1894Betty Paoli, deutsche Schriftstellerin
- 1906Paul Karl Ludwig Drude, deutscher Physiker
- 1908Jonas Lie, norwegischer Erzähler und Dramatiker
- 1911Maria Pia von Savoyen, Prinzessin von Italien und Königin von Portugal
- 1920Max Klinger, deutscher Bildhauer, Maler und Grafiker
- 1922Karl Grossmann, Serienmörder, der mindestens drei Frauen ermordete
- 1925Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist
- 1925Otto Lummer, deutscher Physiker
- 1927Albrecht Kossel, deutscher Mediziner und Physiologe
- 1929Hans Meyer (Afrikaforscher), deutscher Geograph, Bergsteiger und Afrikaforscher
- 1938Otto Bauer, österreichischer Sozialdemokrat
- 1940Carl Einstein, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller
- 1948Georges Bernanos, französischer Schriftsteller
- 1961Ludwik Fleck, polnischer Mikrobiologe, Mediziner und Wissenschaftstheoretiker
- 1966 - Fritz Lau, niederdeutscher Schriftsteller
- 1969Walter Gropius, deutsch-amerikanischer Architekt und Designer
- 1969Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist
- 1971Thea Sternheim, deutsche Autorin
- 1974Erik Charell, deutscher Regisseur und Schauspieler
- 1980Hans Bayer, deutscher Schriftsteller
- 1980Thaddäus Troll, deutscher Schriftsteller
- 1980David Christopher Haubenstock, Sohn Romy Schneider's
- 1981Jorge Urrutia Blondel, chilenischer Komponist
- 1983Harry James, US-amerikanischer Musiker
- 1983Hennes Weisweiler, deutscher Fußballtrainer
- 1997Miguel Najdorf, bedeutender Schachgroßmeister
- 2000Dorino Serafini, Formel-1-Rennfahrer
- 2001Hannelore Kohl, Ehefrau des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl
- 2003Fernando Arbex, spanischer Musiker
- 2003 - Barry White, US-amerikanischer Sänger
- 2003Karl Stix, österreichischer Politiker
- 2004Alexander Lerner, israelischer Kybernetiker und sowjetischer Dissident
- 2004Pierre Gassmann, deutsch-französischer Fotograf und Fotolaborant
- 2004Syreeta, US-amerikanische Sängerin

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Venezuela (Unabhängigkeitstag von 1811)
- Feiertag in Tschechien – Eintreffen der Slavenapostel Kyrill und Methodios in Großmähren862
- Gedenktag des Hl. Antonius Maria Zaccaria, des Gründers der Barnabiten

Siehe auch


- 4. Juli6. Juli
- 5. Juni5. August
- Historische JahrestageZeitskala
- Wikipedia:GlaskugelWikipedia:Formatvorlage Tag 0705 ja:7月5日 ko:7월 5일 simple:July 5 th:5 กรกฎาคม

Säugetier

Die Säugetiere (Mammalia) sind ein Taxon der Wirbeltiere, in der traditionellen Systematik werden sie im Rang einer Klasse geführt. Zu den auffälligsten Merkmalen der Säugetiere gehören das Fell und das Säugen des Nachwuchses mit Milch. Weltweit werden heute rund 5500 rezente Arten, unterschieden, die in drei Unterklassen eingeteilt werden: die eierlegenden Ursäuger (Protheria), die Beutelsäuger (Metatheria) und die Höheren Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria), zu welchen zoologisch betrachtet auch der Mensch zählt.

Körperbau

Säugetiere zählen zu den Landwirbeltieren (Tetrapoda) innerhalb des Taxons der Wirbeltiere (Vertebrata) und teilen somit die Merkmale dieser Gruppen, die hier nicht einzeln wiedergegeben werden.

Grundsätzliche Merkmale

Haare

Wirbeltiere Ein Fellkleid aus Haaren ist eines der wichtigsten Merkmale der Säugetiere. Auch wenn manche Arten (zum Beispiel die Wale) faktisch haarlos sind, haben sie sich doch aus behaarten Vorfahren entwickelt und zeigen zumindest in ihrer Embryonalentwicklung Haarwuchs. Die meisten Säugetierarten sind zeit ihres Lebens am überwiegenden Teil des Körpers behaart. Haare bestehen hauptsächlich aus dem Protein Keratin. Das Fell der Tiere hat mehrere Funktionen:
- Das Fell dient der Wärmeregulierung, es isoliert bei Kälte und schützt manchmal auch bei heißem Wetter. Diese Isolierung ist eine wichtige Voraussetzung für die Homoiothermie (die gleichwarme Körpertemperatur).
- Eine spezielle Färbung und Anordnung der Haare dient der dem Sichtschutz und der Tarnung sowohl von Beutetieren als auch von Jägern. Verschiedene Säugetierarten verändern zu diesem Zweck sogar jahreszeitlich ihre Fellfarbe (zum Beispiel Schneehasen und Polarfüchse). Eine auffällige Fellzeichnung kann auch der Warnung gegenüber Fressfeinden dienen (zum Beispiel bei den Stinktieren.
- Haare können auch der Kommunikation dienen, zum Beispiel die aufgerichteten Nackenhaare des Wolfs oder der aufgerichtete weiße Schwanz des Weißwedelhirsches als Fluchtsignal.
- Haare spielen auch für den Tastsinn eine Rolle. Besonders ausgeprägt ist diese Funktion bei den Barthaaren (Vibrissae), die durch spezielle Muskeln bewegt werden können und mit empfindlichen Nervenzellen ausgestattet sind.
- Bei einer Reihe von Säugetieren, zum Beispiel bei Igeln, Stachelschweinen und Ameisenigeln hat sich ein Teil der Haare zu Stacheln entwickelt, die zusätzlichen Schutz vor Fressfeinden gewähren.

Zähne

Ameisenigel Säugetiere sind in der Regel durch ein heterodontes Gebiss mit vier verschiedenen Zahntypen charakterisiert, die Schneidezähne (Incisivi), Eckzähne (Canini), und zwei Arten von Backenzähnen (Prämolaren und Molaren). Die Zahl der einzelnen Zahntypen wird mit der Zahnformel wiedergegeben. Ein heterodontes Gebiss ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von den homodonten (gleichförmigen) Gebissen der Reptilien und vor allem bei der Einordnung von Fossilien von Bedeutung. Bei den meisten Säugetieren gibt es einen einmaligen Zahnwechsel (Diphyodontie). Zunächst werden Milchzähne angelegt (lacteale Dentition), die später durch die "zweiten" oder bleibenden Zähne (permanente Dentition) ersetzt werden. Lediglich die Molaren werden nicht ersetzt, sondern kommen erst mit den bleibenden Zähnen. Eine Reihe von Säugetiergruppen besitzt wurzellose Zähne, die zeitlebens weiterwachsen und durch Abrieb abgenützt werden, dazu zählen beispielsweise die Nagezähne der Nagetiere oder die Stoßzähne der Elefanten, des Narwals, des Walrosses und anderer Arten.
- Die Ursäuger (Protheria) besitzen im Erwachsenenalter keine Zähne, lediglich die Schlüpflinge haben einen den Vögeln vergleichbaren Eizahn, mit dem sie die Eischale durchbohren.
- Das Gebiss der Beutelsäuger (Metatheria) unterscheidet sich in einigen Aspekten vom dem der Höheren Säugetiere, so haben alle Taxa mit Ausnahme der Wombats eine unterschiedliche Anzahl von Schneidezähnen im Ober- und Unterkiefer. Die frühen Beutelsäuger wiesen eine Zahnformel von 5/4-1/1-3/3-4/4, insgesamt also 50 Zähne auf. Noch heute haben diese Tiere in vielen Fällen 40 bis 50 Zähne, also deutlich mehr als vergleichbare Plazentatiere.
- Die frühen Höheren Säugetiere (Eutheria) besaßen eine Zahnformel von 3/3-1/1-4/4-3/3, insgesamt also 44 Zähne. Diese ursprüngliche Zahnformel findet sich noch bei manchen Arten, zum Beispiel dem Wildschwein, in den meisten Fällen ist es durch eine spezialisierte Ernährung zu einer Reduktion der Anzahl der Zähne gekommen. Einige wenige Taxa, zum Beispiel die Ameisenbären oder die Schuppentiere sind gänzlich zahnlos geworden. Der umgekehrte Fall, eine evolutionsbedingte Erhöhung der Anzahl der Zähne, ist nur in wenigen Fällen eingetreten: das Riesenfaultier (Priodontes maximus) hat bis zu 100 stiftartige Zähne in der röhrenförmigen Schnauze, die höchste Zahl aller Landsäugetiere. Einen Sonderfall stellen die Zahnwale dar, deren Zähne wieder gleichförmig (homodont) geworden sind, und deren Anzahl bei manchen Delfinarten bei 260 Zähnen liegen kann.

Gehörknöchelchen und Kiefergelenk

Delfinarten Ein Exklusivmerkmal der Säugetiere sind die drei Gehörknöchelchen Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes). Diese befinden sich im Mittelohr, sie nehmen die Schwingungen des Trommellfells auf und leiten sie an das ovale Fenster des Innenohres weiter. Der Steigbügel ist bereits zu Beginn der Evolution der Landwirbeltiere zu finden. Er ist das einzige Ohrknöchelchen bei Amphibien, Reptilien und Vögeln und wird hier als Columella bezeichnet. Bei den Fischen ist es, als sogenanntes Hyomandibulare, noch Bestandteil des Unterkiefers. Das Unterkiefer (Mandibula) besteht bei Säugetieren aus einem einzigen Knochen, dem Dentale. Bei den Vorfahren der Säugetiere und auch heute noch bei den Reptilien besteht es aus mehreren Knochen, Hammer und der Amboss entstanden aus zwei solchen im Kiefer der Reptilien vorhandenen Knochen (dem 'Articulare' und dem 'Quadratum'). Bei den anderen Wirbeltieren bilden diese beiden Knochen noch das (primäre) Kiefergelenk, welches bei den Säugetieren während der fetalen Entwicklung durch ein an anderer Stelle entstehendes, sekundäres Kiefergelenk ersetzt wird.

Weitere Merkmale


- Ein Exklusivmerkmal der Säugetiere ist das Säugen der Jungtiere mit Milch, näheres siehe im Abschnitt Fortpflanzung.
- Säugetiere besitzen als einzige Tiergruppe ein Zwerchfell, einen flächigen Muskel, der Brust- und Bauchhöhle voneinander trennt.
- Die Säugetiere haben einen sekundären Gaumen entwickelt. Er erlaubt das Atmen bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme.
- Das Gehirn ist gut entwickelt, der Neocortex ist ein Exklusivmerkmal dieses Taxons.
- Der Aufbau des Schädel ist synapsid, das heißt ursprünglich war ein einziges Schädelfenster im Schläfenbereich vorhanden. Später wurde dieses geschlossen und ist nur noch durch das Vorhandensein des Jochbogens erkennbar.
- Die Roten Blutkörperchen der Säugetiere haben keinen Zellkern und keine Organellen.
- Säugetiere haben, zusammen mit den Vögeln, einen doppelten Blutkreislauf. Das Herz ist in vier Kammern unterteilt, die beiden Herzhälften sind durch eine vollständige Scheidewand getrennt.

Vielfalt im Körperbau

Herz Im Zuge ihrer Entwicklungsgeschichte haben die Säugetiere nahezu alle Lebensräume besiedelt und sich dabei in eine Vielzahl von Formen aufgeteilt. Eine Reihe von Arten hat sich an eine aquatische (wasserlebende) Lebensweise angepasst, am spezialisiertesten die Wale, Deren Körperbau weist Ähnlichkeiten mit den Fischen auf, die Vordergliedmaßen sind zu Flossen (Flipper) umgestaltet, die Hintergliedmaßen sind rückgebildet und der Schwanz ist zu einer Fluke umgebildet. Bei anderen Taxa wie Robben und Seekühe geschah die Anpassung an das Wasser in weniger vollständiger