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Jackie McLean

Jackie McLean

Jackie McLean (
- 17. Mai 1932 in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker. Der Altsaxophonist ist ein sehr einfallsreicher Solist bei den Jazz Messengers, mit sehr dissonantem Ton, später mit sehr ausgefallenen eigenen Alben auf Blue Note. Er gehört zu den Begründern des Hard Bop und ist befreundet mit vielen berühmten Boppern, z. B. Bird und Bud Powell.

Diskographie


- Jacknife
- Vertigo
- Nature Boy
- Alto Madness
- Action
- Destination Out
- A Fickle Sonance
- Capuchin Swing
- Let Freedom Ring
- Right Now
- Jackie's Bag
- 4,5 And 6
- A Long Drink Of The Blues
- Mclean S Scene
- Makin The Changes
- Strange Blues
- Drum Suite, mit Art Blakey. (drei Stücke mit Hardman, tp, Dockery p, und DeBrest b, wegen hervorragender Soloarbeit aller Beteiligten zu empfehlen) McLean, Jackie McLean, Jackie McLean, Jackie McLean, Jackie McLean, Jackie

17. Mai

Der 17. Mai ist der 137. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 138. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 228 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1648 - Schlacht bei Zusmarshausen (Bayern) ist das letzte größere Gefecht im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648).
- 1654 - Verabschiedung des Reichstags zu Regensburg 1653/54, der unter Kaiser Ferdinand III. erstmals nach dem 30jährigen Krieg zusammentrat. Auf Beschluss dieses Reichstages wurde danach kein Reichstag mehr abgehalten, sondern die Institution des so genannten "Immerwährenden Reichstags" verabschiedet.
- 1814 - Nach dem Ende der Dänisch-norwegischen Personalunion wird Norwegen für kurze Zeit unabhängig. Die in Eidsvoll unterzeichnete Verfassung bleibt mit leichten Änderungen bis heute gültig; der 17. Mai ist heute Nationalfeiertag.
- 1935 - Am 17. Mai untersagte der damalige Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, den Unterricht von Esperanto in deutschen Schulen.
- 1954 - Der Oberste Gerichtshof der USA verbietet die Rassentrennung an öffentlichen Schulen.
- 1972 - Nach dem gescheiterten konstruktiven Misstrauensvotum gegen Kanzler Willy Brandt wurde im Bundestag der Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und Polen ratifiziert.
- 1980 - Ausrufung des landesweiten Ausnahmezustandes in Südkorea
- 1992 - Demonstrationen in Bangkok gegen die Militärmachthaber, etwa 450 Menschen werden erschossen, Auslöser für eine verstärkte Demokratisierung des Landes.
- 1994 - Erste freie Wahlen in Malawi
- 1999 - Ehud Barak wird zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt.
- 2000 - Ahmet Necdet Sezer wird Staatspräsident in der Türkei

Wirtschaft


- 1846 - Adolphe Sax erhält das Patent für das von ihm erfundene Saxophon.

Wissenschaft und Technik


- 1902 - Der Mechanismus von Antikythera, antikes Artefakt aus Zahnrädern, wird entdeckt.

Kultur


- 1890 - Uraufführung der Oper Cavalleria rusticana (Sizilianische Bauernehre) von Pietro Mascagni am Teatro Costanzi in Rom.
- 1931 - Uraufführung der Oper Die Mutter von Alois Hába in München.
- 1956 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Griechenland. In Kraft seit dem 16. Juni 1957
- 1966 - Bob Dylan Live 1966 „The Royal Albert Hall Concert“ The Bootleg Series Vol. 4
- 1971 - Uraufführung der musikalischen Show Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer von Hans Werner Henze in Rom.

Religion

Katastrophen


- 1943 - Bei britischen Bombenangriffen auf mehrere Talsperren im Sauerland werden die Edertalsperre und die Möhnetalsperre zerstört. Es sind über 1600 Tote zu beklagen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1928 - Eröffnung der IX. Olympischen Sommerspiele Amsterdam

Geboren

Amsterdam Amsterdam Amsterdam
- 1008 - Heinrich I., König von Frankreich
- 1490 - Albrecht von Brandenburg Preußen, erster Herzog von Preußen
- 1628 - Ferdinand Karl, Landesfürst von Tirol
- 1705 - Ambrosius Stub, dänischer Dichter
- 1749 - Edward Jenner, englischer Landarzt, der die moderne Pockenschutzimpfung entwickelte
- 1793 - Vincenz Ferreri Dominikus Kuenzer, katholischer Priester
- 1800 - Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist
- 1821 - Sebastian Kneipp, deutscher Naturheilkundler
- 1825 - Johann Jakob Egli, schweizerischer Geograph
- 1836 - Joseph Norman Lockyer, britischer Astrophysiker
- 1836 - Wilhelm Steinitz, österreichischer Schachspieler aus Böhmen
- 1842 - August Thyssen, deutscher Industrieller
- 1843 - Otto Intze, Professor für Wasserbau
- 1844 - Julius Wellhausen, deutscher Theologe
- 1845 - Jacint Verdaguer, katalanischer Dichter
- 1848 - Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin
- 1850 - Antonio Scontrino, italienischer Komponist
- 1860 - Nataly von Eschstruth, deutsche Schriftstellerin
- 1863 - Charles Robert Ashbee, englischer Architekt
- 1866 - Eric Satie, französischer Komponist und Pianist
- 1866 - Julian Balthasar Marchlewski, Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes
- 1873 - Henri Barbusse, französischer Schriftsteller
- 1879 - Hans Grade, deutscher Flugpionier
- 1886 - Alfons XIII. von Spanien, spanischer König
- 1895 - Georg Wulf, deutscher Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1897 - Odd Hassel, norwegischer Chemiker
- 1900 - Nikolai Berezowski, russischer Komponist
- 1900 - Ruhollah Chomeini, Schiitenführer
- 1901 - Werner Egk, deutscher Komponist
- 1904 - Jean Gabin, französischer Filmschauspieler
- 1909 - Magda Schneider, deutsche Schauspielerin
- 1911 - Maureen O'Sullivan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1912 - Percy Young britischer Musikschriftsteller und Komponist
- 1915 - Hans Joachim Faller, Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht
- 1918 - Birgit Nilsson, schwedische Opernsängerin
- 1921 - Sigi Feigel, schweizerischer Rechtsanwalt
- 1922 - Antje Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 1924 - Hannes Messemer, deutscher Schauspieler
- 1924 - Kazimierz Dejmek, polnischer Theater-Regisseur
- 1925 - Michel de Certeau, französischer Kulturphilosoph
- 1926 - Dietmar Schönherr, österreichischer Schauspieler
- 1926 - Karl Lieffen, deutscher Schauspieler
- 1927 - Hans Koch, Kulturwissenschaftler und Kulturfunktionär der SED in der DDR
- 1927 - Heinz Frieler, deutscher Politiker und MdB
- 1927 - Winnie Jakob, tschechisch-österreichische Karikaturistin
- 1928 - Idi Amin, ugandischer Diktator
- 1929 - Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler
- 1932 - Miloslav Vlk, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 1936 - Dennis Hopper, US-amerikanischer Schauspieler und Filmemacher
- 1936 - Lars Gustafsson, schwedischer Schriftsteller
- 1938 - Paolo Bortoluzzi, italienischer Tänzer und Choreograph
- 1939 - José Antonio Abreu, venezolanischer Komponist
- 1941 - Csilla von Boeselager, Mitbegründerin des ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes
- 1942 - Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld
- 1942 - Taj Mahal, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - David Kelly, britischer Mikrobiologe, Biowaffenexperte
- 1944 - Jesse Winchester, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Wolf-Dietrich Berg, deutscher Schauspieler
- 1946 - Udo Lindenberg, Rockmusiker, Schriftsteller und Maler
- 1947 - Andy Latimer, britischer Musiker
- 1947 - Michael Wolffsohn, deutscher Historiker und Politikwissenschaftler
- 1948 - Bill Bruford, einflussreicher britischer Schlagzeuger
- 1948 - Horst Köppel, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1949 - Elke Leonhard, deutsche Politikerin und MdB
- 1952 - Bernhard Brink, deutscher Schlagersänger und TV-Moderator
- 1953 - George Johnson, US-amerikanischer Musiker
- 1956 - Bob Saget, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Wilfried Hannes, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Michaela Sburny, österreichische Politikerin
- 1959 - Paul Di'anno, britischer Sänger
- 1961 - Enya, irische Musikerin
- 1962 - Thomas Rachel, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Trent Reznor, US-amerikanischer Musiker, siehe Nine Inch Nails
- 1967 - Kusai Hussein, Sohn von Saddam Hussein
- 1968 - Florian Schwarthoff, deutscher Leichtathlet
- 1971 - Máxima, Ehefrau von Kronprinz Willem-Alexander der Niederlande
- 1973 - Josh Homme, US-amerikanischer Musiker, u.a. Queens of the Stone Age
- 1974 - Andrea Jane Corr, irische Sängerin in der Pop-Folk-Gruppe The Corrs
- 1979 - David Jarolím, tschechischer Fußballspieler
- 1981 - Cosma Shiva Hagen, deutsche Schauspielerin
- 1982 - Tony Parker, französischer Basketballspieler

Gestorben

Tony Parker Tony Parker
- 1189 - Minamoto no Yoshitsune, japanischer Feldherr
- 1336 - Go-Fushimi - 93. Kaiser von Japan (1298 - 1301)
- 1510 - Sandro Botticelli, italienischer Maler und Zeichner der Florentiner Schule
- 1587 - Gotthard Kettler, letzter Meister des Deutschen Ordens in Livland
- 1648 - Peter Melander von Holzappel, bedeutender Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1660 - Abraham de Fabert, französischer Heerführer und Militäringenieur, Marschall von Frankreich
- 1662 - Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, deutscher Herzog
- 1694 - Johann Michael Bach, deutscher Komponist
- 1700 - Adam Adamandy Kochański, polnischer Mathematiker
- 1707 - Benjamin Raule, holländischer Reeder und kurbrandenburgischer Generalmarinedirektor
- 1727 - Katharina I. (Russland), Zarin von Russland 1725-1727
- 1765 - Alexis-Claude Clairaut, französischer Mathematiker und Physiker
- 1822 - Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu, französischer Staatsmann
- 1829 - John Jay, US-amerikanischer PolitikerPolitiker
- 1838 - René Caillié, französischer Afrikaforscher
- 1866 - Adolf Bernhard Marx, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler
- 1875 - John Cabell Breckinridge, US-amerikanischer General und Staatsmann
- 1882 - François Chabas, französischer Ägyptologe
- 1886 - Josef Haltrich, sächsischer Lehrer, Pfarrer und Volkskundler
- 1889 - Marie Friederike Franziska Hedwig von Preußen, Königin von Bayern und Mutter Ludwigs II.
- 1900 - Hermann Howaldt, deutscher Ingenieur
- 1907 - Albert Clément, französischer Rennfahrer
- 1908 - Carl Koldewey, deutscher Polarforscher
- 1919 - Guido von List, Autor und Begründer der Ariosophie
- 1923 - Thomas Scott Baldwin, US-amerikanischer Ballonfahrer und Flugpionier
- 1930 - Max Valier, südtiroler Schriftsteller, Astronom und Raketenbau-Pionier
- 1935 - Paul Dukas, französischer Komponist und Musikpädagoge
- 1944 - Milena Jesenska, tschechische Schriftstellerin
- 1947 - Seabiscuit, US-amerikanisches Rennpferd
- 1958 - Hugo Häring, deutscher Architekt und Autor
- 1962 - Arseni Grigorjewitsch Golowko, sowjetischer Admiral
- 1969 - Grażyna Bacewicz, polnische Komponistin
- 1969 - Josef Beran, Erzbischof von Prag und Kardinal
- 1976 - Norbert Frýd, Schriftsteller und Publizist
- 1980 - Harold Connolly, kanadischer Journalist und Premierminister
- 1987 - Gunnar Myrdal, schwedischer Ökonom
- 1989 - Lucia Moholy, schweizerische Fotografin tschichischer Herkunft
- 1991 - Tom Trana, schwedischer Rallyefahrer
- 1994 - Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph
- 1996 - Nikolaus Utermöhlen, deutscher Musiker und Künstler
- 2003 - Luigi Pintor, italienischer Journalist, Schriftsteller und Politiker
- 2003 - Moses Rosenkranz, rumänischer Schriftsteller
- 2004 - Essedin Salim, irakischer Politiker
- 2004 - Izz ad-Din Salim, Präsident des provisorischen irakischen Regierungsrats
- 2004 - Edgardo Martín, kubanischer Komponist
- 2004 - Matthias Weisheit, deutscher Politiker
- 2004 - Tony Randall, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Piero Dorazio, italienischer Maler

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Norwegen
- Feiertag in Nauru (Tag der Verfassung von 1968)
- Weltfernmeldetag (ITU)
- Schandtag: der 17.5. wurde in Deutschland früher ironisch als der Feiertag der Schwulen bezeichnet, eine Anspielung auf den § 175 StGB, der männliche Homosexualität unter Strafe stellte (er wurde 1969 liberalisiert und 1994 endgültig abgeschafft).
- Namenstag von Pascal

Siehe auch


- 16. Mai - 18. Mai
- 17. April - 17. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0517 ja:5月17日 ko:5월 17일 simple:May 17 th:17 พฤษภาคม

New York City

New York [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat New York in den USA. Sie ist mit 8.108.040 Einwohnern auf 800,31 Quadratkilometern die größte Stadt des Landes. In der Agglomeration leben 22.313.756 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Um sie vom Staat New York zu unterscheiden, wird sie New York City genannt. Der Spitzname der Stadt ist Big Apple (Großer Apfel). New York besteht aus den Stadtteilen (boroughs) Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island. Die Metropolregion New York ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume der Erde. Die Stadt besitzt viele architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, etwa 150 Museen, mehr als 100 Theater, sowie über 17.000 Restaurants.

Geografie

Geografische Lage

New York liegt an der Ostküste der USA in der New York Bay an der Mündung des Hudson River und East River durchschnittlich sechs Meter über dem Meeresspiegel, in direkter Nachbarschaft zu Jersey City. Die geografischen Koordinaten sind 40,46 Grad nördlicher Breite und 73,54 Grad westlicher Länge. Das Stadtzentrum befindet sich auf der Insel Manhattan, die als spitze Felszunge zwischen Hudson und East River liegt. Von den Flussufern greift die Bebauung der Stadt mit einer Fülle von Vorstädten auf andere Großstädte über und reicht weit ins Land hinein. Sie schließt die Gemeinden Bronx, Brooklyn, Queens, Staten Island (ursprünglich: Richmond) und Manhattan zur Stadt New York zusammen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 800,31 Quadratkilometer, die New York Metropolitan Area eine Ausdehnung von 27.084 Quadratkilometer.

Geologie

Das Gebiet um die Stadt New York ist Teil der Kontinentalplatte. Weiter ins Land hinein verwandelt sich die Landschaft allmählich in sanfte Hügel. Auf Long Island und entlang der Küste von New Jersey nach Süden befinden sich Sandstrände. Die Küstenebene, in der New York liegt, reicht als Vorland der südlichen Appalachen bis Jacksonville. Sie besteht aus Sanden und Tonen, die hauptsächlich von Moränen und fluviatilen Ablagerungen stammen. Langgezogene Nehrungen und Haken sind den seichten, reichgegliederten Ästuaren (Delaware Bay) und den Flussmündungen vorgelagert; im Hinterland folgt ein breiter Gezeitenmarschgürtel. Etwa in der geografischen Breite von New York, in Long Island, taucht die Küstenebene unter den Meeresspiegel.

Stadtgliederung

Siehe auch: Administrative Gliederung von New York City Das Stadtgebiet ist in fünf Gemeinden (boroughs) geteilt, von denen jede einem Kreis (County) des Staates New York entspricht. Jedes Borough untersteht einem Borough President. Manhattan (New York County) hat 1.564.798 Einwohner (Stand 1. Juli 2003) und eine Landfläche von 59,5 Quadratkilometern. Die Gemeinde besteht hauptsächlich aus der Insel Manhattan Island, die vom Hudson River im Westen, vom East River im Osten und vom Harlem River im Nordosten umflossen wird sowie aus weiteren kleineren Inseln, darunter Roosevelt Island, Belmont Island, Governors Island und einem kleinen Stück vom Festland, Marble Hill. Marble Hill war bis zum Bau des Harlem River Ship Canal im 19. Jahrhundert noch Teil von Manhattan Island. Brooklyn (Kings County) hat 2.472.523 Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Gemeinde New Yorks. Sie liegt im Südosten der Stadt, am westlichen Ende Long Islands und hat eine Ausdehnung von 182,9 Quadratkilometern. Die Stadt Brooklyn wurde nach der niederländischen Stadt Breukelen benannt und 1898 nach New York City eingemeindet. 1898 Queens (Queens County) hat 2.225.486 Einwohner und ist mit einer Fläche von 282,9 Quadratkilometern der Größte der fünf Stadtteile von New York. Er liegt im Westen der Insel Long Island. Queens wurde am 1. November 1683 gegründet, als die Kolonie New York in Counties eingeteilt wurde. 1898 wurde der Stadtteil nach New York eingemeindet. Dort liegen auch zwei der größten Flughäfen New Yorks, der John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport. Die Bronx (Bronx County) hat 1.363.198 Einwohner und eine Ausdehnung von 108,9 Quadratkilometern. Die früher eigenständige Stadt ist seit dem 1. Januar 1874 die nördlichste der fünf Gemeinden von New York. Sie wurde nach Jonas Broncks, einem Auswanderer aus Schweden und erstem Siedler in diesem Gebiet, benannt. Darauf geht auch die Tatsache zurück, dass bei diesem Stadtteil von New York City immer der Artikel voransteht, also "The Bronx". Zur damaligen Zeit wurde nämlich, um einen Besuch auf der Farm von Jonas Broncks anzukündigen, gesagt: "We are going to the Broncks". Heute wird der Name zwar anders geschrieben, aber das Voranstellen des Artikels wurde beibehalten. Außerdem ist die Bronx der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt. Staten Island (Richmond County) hat 459.737 Einwohner und eine Landfläche von 151,5 Quadratkilometern. Sie liegt südwestlich der Insel Manhattan und westlich des auf Long Island gelegenen Stadtteils Brooklyn. Mit Brooklyn ist die Insel über die mautpflichtige Verrazano-Narrows-Brücke verbunden. Im Westen und Norden wird die Insel durch den schmalen Arthur Kill und den Kill van Kull vom Bundesstaat New Jersey getrennt. Nach New Jersey führen die Goethals Bridge, die Bayonne Bridge und die Outerbridge Crossing. Der höchste Punkt der Insel, der Todt Hill, ist auch zugleich der höchste Punkt der Stadt New York.

Klima

New Jersey Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Das Wetter von New York wird überwiegend von den kontinentalen Landmassen im Westen beeinflusst. Die Sommer sind im allgemeinen sehr heiß und die Winter sehr kalt. Die Temperatur steigt im Juli und August oft über 30 Grad Celsius und kann im Januar unter -20 Grad Celsius fallen. Gelegentlich bringt Meeresluft (the Northeasters - der Nordostwind) Feuchtigkeit vom Atlantischen Ozean sowie starke Winde und heftige Regen- oder Schneefälle. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,5 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 1.071 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 24,7 Grad Celsius und der kälteste der Januar mit -0,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit 104 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Januar mit 81 Millimeter im Mittel.

Geschichte

17. Jahrhundert

Atlantischen Ozean Erste Entdeckungsreisen in das Gebiet des heutigen New York fanden schon 1524 durch Giovanni da Verrazano und 1609 durch Henry Hudson statt. Ab 1610 begannen niederländische Kaufleute einen lukrativen Fellhandel mit den dort lebenden Indianern. Am 27. März 1614 erhielt die neugegründete Compagnie van Nieuwnederlant (Neuniederland-Kompanie) von den Generalstaaten ein Monopol für den Handel in dem Gebiet. Im Oktober 1618, zehn Monate nach Ablauf des Handelsmonopols, bewarb sich die Kompanie um eine neue Charter. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Generalstaaten aber bereits die Gründung einer neuen Kompanie, der Niederländischen Westindien-Kompanie (WIC) erwogen. Am 3. Juni 1621 erhielt die WIC von der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande einen Freibrief für den alleinigen Handel in Amerika. Die Kolonisation begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan und in der Gegend des Delaware ansiedelten. 1626 kaufte Peter Minuit den Eingeborenen, wahrscheinlich ein Zweig der Lenni-Lenape-Indianer, die die Insel „Manna-hatta“ nannten, das Eiland für 60 Gulden ab. Die neugegründete Siedlung erhielt den Namen Nieuw Amsterdam und wurde zur Hauptstadt der Kolonie Nieuw Nederland. In der Siedlung herrschten bald chaotische Verhältnisse. Unter der Herrschaft von korrupten Gouverneuren nahm die Kriminalität enorm zu. 1647 entschloss sich die Niederländische Westindien-Kompanie wieder für Ordnung zu sorgen. Diese Aufgabe sollte Petrus Stuyvesant übernehmen. Während seiner 17-jährigen Amtszeit als Gouverneur wurden das erste Krankenhaus, das erste Gefängnis und die erste Schule gebaut. Als Schutz vor Überfällen ließ er 1652 im Süden der Stadt quer über die Insel einen Wall aufschütten, der später der dort verlaufenden Straße ihren Namen gab, der Wall Street. Am 2. Februar 1653 erhielt Nieuw Amsterdam die Stadtrechte. In einem Krieg zwischen England und den Niederlanden wurde Nieuw Nederland durch die Engländer geplündert, worauf der Gouverneur Petrus Stuyvesant die Stadt am 24. September 1664 abtrat. Nachdem die Kolonie dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., einem Bruder des Englischen Königs Karl II., zugesprochen worden war, wurde die Stadt zu Ehren des Herzogs in New York umbenannt. 1667 gaben die Niederländer alle Ansprüche auf die Kolonie im Frieden von Breda auf, in dem ihnen dafür die Rechte an Suriname zugesichert wurden. Im folgenden Dritten Englisch-Niederländischen Krieg nahmen die Niederländer 1673 die Kolonie kurzzeitig wieder ein, bevor sie das Land endgültig durch die Unterzeichnung des Vertrags von Westminster am 19. Februar 1674 abgeben mussten.

18. Jahrhundert

1674 Im 18. Jahrhundert war New York aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. 1776 war sie für kurze Zeit das Hauptquartier George Washingtons, wurde dann aber von den Briten besetzt. Letztere verließen die Stadt erst 1783, nachdem die amerikanische Unabhängigkeit auch von europäischen Staaten einschließlich Großbritannien anerkannt wurde. Im gleichen Jahr zerstörte ein Feuer große Teile New Yorks. 1785 verwüstete eine weitere Brandkatastrophe weitere Bereiche der Stadt. Von 1788 bis 1790 war New York Hauptstadt der USA. George Washington wurde hier 1789 als erster Präsident vereidigt. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Krieg gründeten Wertpapierhändler am 17. Mai 1792 die New York Stock Exchange. 1797 wurde Albany anstelle von New York zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt und ist es bis heute geblieben.

19. Jahrhundert

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt schneller als je zuvor. 1811 beschlossen die Stadtplaner, die ganze Insel Manhattan, von der nur die Südspitze bebaut war, mit einem rasterförmigen Straßennetz zu überziehen. Die einzige Ausnahme war und ist bis heute der Broadway. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt war die Fertigstellung des Eriekanals 1825. Durch ihn wurde eine Verbindung zwischen New York, den Großen Seen und damit dem Mittleren Westen geschaffen. Über Nacht wurde die Stadt zum größten Warenumschlagsplatz an der amerikanischen Ostküste. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für einen großen Stadtpark, den so genannten Central Park. Die Bauarbeiten dafür begannen 1858 und waren 1866 größtenteils abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Strom der Einwanderer stetig zu. Iren, Italiener, Deutsche, alle kamen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch die meisten verbrachten viele Jahre in Elendsquartieren (Slums) wie Five Points und der Bowery. Konflikte entluden sich teilweise gewaltsam wie in den Draft Riots, die die Stadt in das größte Chaos ihrer Geschichte stürzten. Durch das starke Wachstum musste die Verwaltung geändert werden. 1898 schlossen sich die fünf Stadtbezirke five boroughs - Manhattan, Brooklyn, Richmond (Staten Island), Queens und die Bronx - zu Greater New York zusammen. Die Bronx gehörte teilweise schon ab 1874 zum Stadtgebiet von New York. Brooklyn war vor dem Zusammenschluss bereits eine der größten Städte des Landes. Bis heute haben sich die einzelnen Stadtteile sowohl in der Verwaltung als auch im Selbstverständnis ihrer Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. So ist beispielsweise Little Italy die Bezeichnung für einen Stadtteil, der in erster Linie von italienisch-stämmigen Amerikanern bewohnt wird.

20. Jahrhundert

1874 In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der Industrie und des Handels. In den "wilden Zwanzigern" geriet New York in einen Börsenrausch, der am 24. Oktober 1929, dem Schwarzen Donnerstag, ein jähes Ende fand. Die Wirtschaftskrise traf New York hart und die unfähige, korrupte Stadtregierung von Bürgermeister Jimmy Walker war total überfordert und die Stadt überschuldet. Die Arbeitslosenquote stieg auf über 25 Prozent. Die Menschen verloren ihre Arbeit und ihre Wohnungen. Die Wende kam durch die von Bürgermeister Fiorello LaGuardia nach seiner Wahl 1933 aufgelegten Hilfs- und Bauprogramme. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, zum Beispiel das Woolworth Building und vor allem später Empire State Building oder das Chrysler Building, die zum Sinnbild der Stadt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nach einer kurzen Phase des Optimismus schnell bergab. Die Mittelschicht zog in die Vororte und die Industrie wanderte ab. Wie viele andere US-Städte litt auch New York in den 1960er Jahren unter Rassenunruhen. In den 1970er Jahren nahm die Kriminalität überhand und 1975 musste die Stadt ihren Bankrott erklären. Edward I. Koch sanierte während seiner Amtszeit als Bürgermeister von New York (1978-1989) das städtische Budget. Im Wirtschaftsaufschwung der 1980er Jahre nahm die Wall Street wieder eine führende Rolle in der Finanzwelt ein. In den 1990er Jahren erzielte der populäre New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani mit der sogenannten Nulltoleranzstrategie einigen Erfolg, die Kriminalitätsrate fiel drastisch, auch unter Beteiligung der zivilen Schutzorganisation Guardian Angels,und es wurde wieder chic, in der Stadt zu leben.

21. Jahrhundert

Guardian Angels Im Spätsommer 2001 erlebte New York seinen schwärzesten Tag, als das World Trade Center bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstört wurde. An Stelle des World Trade Centers wird der Freedom Tower - nach Vorlagen des amerikanisch-polnischen Architekten Daniel Libeskind - gebaut. Der Stromausfall im Jahre 2003 legte große Teile des Amerikanischen Nordens inklusive New Yorks lahm. Der Parteitag der Republikaner fand 2004 ebenfalls in New York im Madison Square Garden statt.

Einwohnerentwicklung

Madison Square Garden New York ist mit 8,1 Millionen Menschen eine der größten Städte der Welt. Die Einwohnerzahl hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts verdoppelt. Seit 1825 war die Stadt durch die Lage am Atlantischen Ozean und den Wasserweg des Hudson Rivers ins Inland der Anlaufpunkt für Einwanderer aus der ganzen Welt. Die weitere Entwicklung machte New York zur größten Industriestadt und zur Finanzmetropole. Die bedeutendsten Institutionen sind hierbei die New York Stock Exchange (größte Börse der Welt) und zahlreiche Banken, auch aus dem Ausland, durch die sehr viele Arbeitsplätze (überwiegend für Spezialisten) entstanden sind. Andere Arbeitsplätze, vor allem Dienste in Kleinbetrieben, werden meist von Geringverdienern ausgefüllt. Die Bevölkerung der Stadt teilt sich in verschiedene Schichten auf. Die Oberschicht lebt überwiegend etwas außerhalb der Stadt beziehungsweise in dem teuren Stadtteil Manhattan. Sozial schwache Menschen dagegen wohnen in verfallenden Häusern, die von den Eigentümern nicht mehr renoviert werden (Slums). Ein weiteres Kennzeichen von New York ist die Aufteilung in unterschiedliche Viertel(Ghettos), in denen Menschen mit verschiedenen Herkunftsländern oder Religionen voneinander getrennt sind (China Town, Little Italy, Harlem und andere). In der Stadt New York leben 8.108.040 Einwohner auf einer Fläche von 800,31 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte beträgt 10.131 Einwohner pro Quadratkilometer. In der gesamten Agglomeration leben 22.313.756 Menschen auf einer Fläche von 27.084 Quadrakilometern, das ist etwas kleiner als die Bodenfläche des Bundeslandes Brandenburg. Die Bevölkerungsdichte der Metropolregion New York beträgt 824 Einwohner pro Quadratkilometer. Im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen sind es zum Vergleich 530. Nach Hautfarbe aufgeteilt ergibt sich folgendes Bild (Volkszählung 2000): Weiße (44,66%), Schwarze oder Afro-Amerikaner (26,59%), Asiaten (9,83%), Indianer (0,52%), Pazifische Insulaner (0,07%), Menschen anderer Hautfarbe (13,42%) und Mischlinge (4,92%). 26,98 Prozent der Bevölkerung sind Lateinamerikaner (Hispanics oder Latinos ). 35,9 Prozent der Einwohner sind in den USA geboren, 18,9 Prozent in Lateinamerika, 8,6 Prozent in Asien und 7,0 Prozent in Europa. Die größten ethnischen Gruppen in der Stadt sind: Afro-Amerikaner (11,5%), Puertoricaner (9,8%), Italianer (8,7%), Iren (5,3%), Menschen aus der Dominikanischen Republik (5,1%) und Chinesen (4,5%). New York ist auch die Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde in den USA. Schätzungsweise 972.000 Menschen jüdischen Glaubens leben in der Stadt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1775 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Latino

Politik

Latino Latino Seit 1. Januar 2002 ist Michael Bloomberg der 108. Bürgermeister von New York. Er ist bekannt als Gründer des Informationsdienstleistungs-, Nachrichten- und Medienunternehmens Bloomberg L.P. mit Hauptsitz in New York. Im Jahre 2001 gewann er die Bürgermeisterwahl und trat die Nachfolge von Rudolph Giuliani an. Um nicht in den Vorwahlen antreten zu müssen wechselte der Demokrat Bloomberg vor der Wahl die Partei und trat den Republikanern bei. 2005 wurde er mit 58,5 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Sein Herausforderer Fernando Ferrer von der Demokratischen Partei erhielt 38,7 Prozent. Bloombergs Amtszeit endet am 31. Dezember 2009. Rudolph Giuliani war der 107. Bürgermeister von New York vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 2001 und bewährte sich durch umsichtiges Handeln nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in seiner Stadt. Im Wettbewerb um die Nachfolge des scheidenden Stadtoberhaupts Ed Koch unterlag Giuliani 1989 als Kandidat der Republikanischen Partei und der Liberalen Partei dem Demokraten David Dinkins, der als erster Schwarzer New Yorker Bürgermeister wurde. Vier Jahre später kandidierte Giuliani erfolgreich gegen Amtsinhaber Dinkins in einer Wahl, die die Stadt nach ihren rassischen Gruppierungen teilte. Giuliani profitierte dabei auch von der Unterstützung des US-Präsidenten Bill Clinton zu Gunsten des Demokraten Dinkins. 1997 wurde Giuliani von den Wählern mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. In seiner ersten Wahlperiode (1994-1997) ging Guiliani das Problem der Kriminalität durch eine strikte „Law and Order“-Politik an. Er führte eine offensive und erfolgreiche Polizeiüberwachung ein, die zu einer Abnahme der Fallzahlen in fast allen Verbrechenskategorien führte. Giuliani setzte in New York die sogenannte Nulltoleranzstrategie um. Durch die wirkungsvolle Politik wandelte sich das Bild New Yorks in den Augen der Touristen und der Bürger. Der Eindruck einer verbrechensgeplagten Metropole, wie er in den Jahren vor seiner Amtszeit existierte, wich dem einer pulsierenden, sicheren Großstadt. Es gab weniger Graffiti in den U-Bahnen und einen Wirtschaftsaufschwung, weil sich die Leute auch nachts im Freien wieder sicher fühlten. Kritiker bemängelten, dass die verstärkte Polizeipräsenz zu mehr Misstrauen bei den Schwarzen und anderen Minderheiten gegenüber den Ordnungshütern geführt habe. Zu den besser bekannten Zwischenfällen mit Polizeibrutalität während Giulianis Amtszeit zählen der Tod des unbewaffneten Amadou Diallo und die Gewaltanwendung in Polizeigewahrsam gegenüber Abner Louima. Die Terroranschläge gegen Ende seiner zweiten Amtszeit (1998-2001) gaben Giuliani die Möglichkeit, Führungseigenschaften in einer nationalen Katastrophe zu zeigen. Er behielt nach dem Einsturz der beiden Türme des World Trade Centers 2001 Ruhe und Übersicht. Der Bürgermeister steuerte die notwendigen Maßnahmen der Stadtverwaltung wirkungsvoll und spendete den Hinterbliebenen der Opfer, besonders auch jenen der New Yorker Feuerwehr, Trost. In beiden Amtsperioden wurde über Giulianis Maßnahmen kontrovers diskutiert. Er schaffte es, in diesen acht Jahren die Kriminalitätsrate in der Stadt um etwa 57 Prozent zu verringern, senkte die lokalen Steuern um rund 2,3 Milliarden US-Dollar und bemühte sich um die Schaffung von Arbeitsplätzen. Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt New York

Städtepartnerschaften

New York unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Überblick

Liste der Bürgermeister der Stadt New York New York besitzt zahlreiche architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, etwa 150 Museen, mehr als 100 Theater, zahlreiche Kaufhäuser und über 17.000 Restaurants. Überwiegend beherrschen Wolkenkratzer das Stadtbild. Das im Jahre 1902 eröffnete dreieckige Flatiron Building war einer der ersten Wolkenkratzer in der Stadt. Weitere sind unter anderem das Woolworth Building von 1915, das im Art-Deco Stil erbaute Chrysler Building von 1930 und der 1939 fertiggestellte Gebäudekomplex des Rockefeller Centers mit dem NBC-Studio. Zu den meistbesuchten Monumenten der Welt zählt das Empire State Building von 1931. Etwa 3,5 Millionen Besucher blicken jedes Jahr von der Aussichtsplattform auf New York hinunter. Zu den bekannten Kirchen in der Stadt gehören die 1879 fertig gestellte Saint Patrick’s Cathedral, die Cathedral Church of Saint John the Divine, Baubeginn war 1892, die Trinity Church im Herzen der Wall Street, St. John the Divine, die "United Synagogue of Conservative Judaism" und die "Armenian Apostolic Church of America Eastern Prelacy". Das Wahrzeichen New Yorks ist die Freiheitsstatue aus dem Jahre 1886 auf Liberty Island, New Jersey, südlich von Manhattan. Weitere bedeutende Bauwerke sind der wichtigste Bahnhof von New York, der 1913 eröffnete Grand Central Terminal, die Brooklyn Bridge, sie verbindet Manhatten und Brooklyn, die weltbekannte Arena Madison Square Garden und die Carnegie Hall. Am East River in Manhattan liegt der Gebäudekomplex der Vereinten Nationen. Zu den touristischen Attraktionen zählen Brooklyn Heights, ein altes Wohnviertel sowie Greenwich Village mit Triumphbogen und Jefferson Market Courthouse (heute Bibliothek), Ground Zero, der Platz an dem das ehemalige World Trade Center stand - es war bei seiner Fertigstellung im Jahre 1973 mit 419,7 Metern für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt - und Ellis Island, ein ehemaliger Ankunftspunkt für Einwanderer. Bekannte Hotels sind unter anderem das Regent Wall Street in der Wall Street (eröffnet 1842), das Peninsula in der 5th Avenue & 55th Street (eröffnet 1900), The Plaza New York in der 5th Avenue & Central Park (eröffnet 1907), das Walldorf-Astoria in der Park Avenue (eröffnet 1930), das Carlyle in der 76th Street (eröffnet 1931) und das Four Seasons in der 57th Street (eröffnet 1993).

Theater

1993 1993 Das Zentrum des Theaterlebens in New York ist der Broadway mit Musicalaufführungen für jeden Geschmack. Unter dem Broadway versteht man das Theaterviertel am Times Square zwischen der 41ten und 53ten Straße und zwischen der Sixth und Ninth Avenue. In diesem Viertel gibt es etwa 40 große Theater und ungefähr 1500 off-Broadway und off-off-Broadway Aufführungen pro Jahr in kleineren Theatern. Das erste Theater, welches vom vorherigen Theaterviertel am Herald Square zum Times Square umzog, war das Empire Theater. Charles Frohman ließ das Gebäude 1893 mit etwa 1000 Sitzplätzen erbauen. Es lag direkt gegenüber dem 1883 eröffneten Opernhaus der Metropolitan Opera, an dessem alten Standort zwischen der 39ten und 40ten Straße, Ecke Broadway. Der Broadway erlebte zwischen den Jahren 1910 und 1930 eine Vielzahl von Theater-Neugründungen. Das älteste, ununterbrochen bespielte Theater aus dieser Zeit ist das am 2. November 1903 eröffnete Lyceum. Es hieß ursprünglich: New Lyceum Theatre, da das vorherige Lyceum Theater aus dem Jahre 1885 auf der 45ten Straße, Ecke Broadway, wegen des Neubaus abgerissen wurde. Es war auch das erste Theater, das elektrisches Licht im gesamten Gebäude hatte, eingebaut von Thomas Alva Edison. In den 1980er Jahren gab es ein Theatersterben am Broadway, aber durch städtebauliche Maßnahmen, Einsparmaßnahmen und die Verpflichtung großer Namen ist die Krise heute überwunden. Im Jahr 1988 entschied die New York Landmarks Preservation Commission, den meisten historischen Theatergebäuden den Status historic sites zu verleihen. Große Broadwayerfolge waren Cats, 42nd Street, Les Misérables, Lion King und The Producers. In der Nähe des Central Parks liegen unter anderem das Metropolitan Opera House MET, das Zuhause der Metropolitan Opera Company und des American Ballet Theatre, die Avery Fisher Hall und das New York State Theater, welches Aufführungen der New York City Opera und des New York City Ballets zeigt. Weitere Theater sind das Lincoln Center for Performing Arts, die Heimat des New York Philharmonic Orchestra, die Carnegie Hall und Radio City Music Hall mit jeweils wechselnden Aufführungen.

Museen

Radio City Music Hall Radio City Music Hall Zu den bekanntesten Museen in New York gehören das American Craft Museum, das American Museum of the Moving Image, das American Museum of Natural History (vom Dinosaurier bis zum Planetarium), das Brooklyn Museum und das Cooper Hewitt Museum. Das American Museum of Natural History in Central Park West Ecke 79. Straße ist eines der größten Naturkundemuseen der Welt. Auf fünf Stockwerken wird nahezu die komplette Geschichte der Menschheit abgedeckt - von der Steinzeit bis ins Weltraumzeitalter. Die Sammlung ist derart umfangreich, dass ein Tag für den Besuch des Museums nicht ausreicht. Über 30 Millionen Muster und Exponate hält es für seine Besucher bereit. Das Museum verfügt über ein eigenes IMAX-Kino und eine eigene Subway Haltestelle. Besonders Sehenswert ist das neue Rose Center for Earth and Space mit dem Hayden Planetarium und der 563 Karat schwere „Stern von Indien“, der größte jemals gefundene Saphir. Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind ein lebensgroßer Blauwal, das 19,2 Meter lange einstämmige Zedern-Kriegskanu der Haida Indianer und viele Dinosaurierskelette, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Vor dem Haupteingang in Richtung Central Park befindet sich ein Theodore Roosevelt-Denkmal. Weitere bedeutende Museen sind das International Center of Photography, das Intrepid Sea-Air-Space Museum, das Metropolitan Museum of Art (vom altägyptischen Tempel bis zur modernen Kunst), das Museum of Modern Art (Museum für moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen), das National Museum of the American Indian und das New Museum of Contemporary Art. Von den Kunstmuseen sind das Metropolitan Museum of Art, (eröffnet 1880), das Museum of Modern Art (MoMA; eröffnet 1929), die Frick Collection (eröffnet 1935) und das Whitney Museum of American Art (eröffnet 1966) zu nennen. Das MoMA – das weltweit bedeutendste Museum für Gegenwartskunst – wurde 2004 nach umfangreichen Erweiterungen in einem neuen Gebäude wiedereröffnet. Der Spiralbau des Solomon R. Guggenheim-Museum in 1071 Fifth Ave. wurde nach Plänen des berühmten Architekten Frank Lloyd Wright entworfen und ähnelt im Aufbau einem Schneckenhaus. Es ist sein einziges Gebäude in New York und wurde im Jahre 1959 eröffnet. Es beherbergt eine Sammlung zeitgenössischer Malerei und Bildhauerei, darunter Klassiker von Wassily Kandinsky, Pablo Picasso und Paul Klee. Nicht weit entfernt von Liberty Island mit der Freiheitsstatue liegt Ellis Island, einst die erste Kontrollstelle für über zwölf Millionen Einwanderer. Unter dem Namen Gibbert Island diente die Insel den Engländern als Straflager für Piraten. 1892 errichtete man dort einen Vorposten der Einwanderungsbehörde, der vor allem den gewaltigen Zustrom von Immigranten aus Süd- und Osteuropa bewältigen sollte. Als der Vorposten 1954 geschlossen wurde, stand auf der Insel, die durch Landaufschüttung vergrößert worden war, ein gewaltiger Komplex. In dem mit Türmen versehenen Zentralgebäude befindet sich heute das Ellis Island Immigration Museum.

Bauwerke

Freiheitsstatue und Liberty Island Ellis Island Immigration Museum Die Freiheitsstatue (Statue of Liberty), umgangssprachlich auch „Miss Liberty“ oder „Lady Liberty“ genannt, wurde am 28. Oktober 1886 vor dem New Yorker Hafen zur Begrüßung von Heimkehrern und Neuankömmlingen eingeweiht. Sie war ein Freundschaftsgeschenk Frankreichs an die USA und sollte ursprünglich zur Hundertjahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 vollendet werden. Sie steht auf Liberty Island und gehört zusammen mit Ellis Island zum Statue of Liberty National Monument. Die Statue wurde von Frédéric Auguste Bartholdi entworfen, während Gustave Eiffel, der Konstrukteur des Eiffelturms, das massive Eisenskelett (127 Tonnen) konzipierte, welches die Kupferstatue (31 Tonnen) von innen stützt. In das Podest ist das Gedicht The New Colossus von Emma Lazarus, eine Anspielung auf den Koloss von Rhodos, eingraviert. Die Statue ist mit einer siebenstrahligen Krone geschmückt. Die Strahlen symbolisieren die sieben Meere und die Kontinente. Die 25 Fenster der Krone symbolisieren die 25 Edelsteine der Welt. Die Freiheitsgöttin, für deren Gesicht übrigens Bartholdis Mutter als Modell diente, steht auf den zerbrochenen Ketten der Sklaverei und hält in der linken Hand die Unabhängigkeitserklärung mit dem historischen Datum JULY IV MDCCLXXVI (4. Juli 1776). Die Statue hat eine Höhe von 46,5 Meter ohne Sockel, mit Sockel sind es 102 Meter. Am 13. Juni 1927 wurde die amerikanische Fahne in der rechten Hand der Freiheitsstatue zum ersten Mal dargestellt. Liberty Island (deutsch: „Freiheitsinsel“) ist eine kleine, unbewohnte Insel in der Upper New York Bay, der ursprüngliche Name lautete Bedloe's Island. Am 3. August 1956 benannte Eisenhower die Insel um. Sie gehört nicht, wie vielfach angenommmen, zum Bundesstaat New Jersey, sondern ist Territorium der Bundesregierung der USA und wird vom National Park Service gepflegt. Die Insel liegt 600 Meter entfernt vom Liberty State Park in Jersey City, New Jersey. Vom Battery Park in Manhattan ist die Insel 2,6 Kilometer entfernt. Obwohl die Insel nicht Territorium von New Jersey ist, befindet sie sich auf der Seite New Jerseys der Grenzlinie zwischen den Bundesstaaten New Jersey und New York. Die Entfernung von der nahe gelegenen Insel Ellis Island beträgt ungefähr 1,6 Kilometer. Flatiron Building Ellis Island Das im Jahre 1902 fertiggestellte "Flatiron Building" in 175 5th Avenue war mit 91 Metern Höhe zwar nie das höchste Gebäude der Stadt, doch war es von Anfang an ein Touristenziel. Es wurde nach Plänen des Architekten Daniel Burnham gebaut. Der eigenwillige dreieckige Grundriss gab dem Gebäude den Namen "Flatiron Building" (= "Bügeleisen-Gebäude"). Die Form des ältesten noch erhaltenen Wolkenkratzers New Yorks hat zur Folge, dass starke Winde auf der Straße entstehen. Auf Grund seiner Größe fällt das Gebäude heute nicht mehr auf, obwohl es nach seinem Bau mit den zwanzig Stockwerken alles Umliegende überragte. Chrysler Building Eines der markantesten Bauwerke der Stadt ist das "Chrysler Building" in 405 Lexington Ave. Das Art-Deko Gebäude besitzt eine glänzende, abgesetzte Turmspitze aus rostfreiem Stahl mit Bögen und Dreiecksfenstern und hat einschließlich der Turmspitze eine Höhe von 343 Metern. Es wurde vom Architekten William van Alen im Jahre 1930 im Auftrag des Automobilfabrikanten Walter Percy Chrysler (1875-1940) entworfen. Für ein Jahr war es das größte Gebäude der Welt, dann wurde das Empire State Building fertig gestellt. Empire State Building Das "Empire State Building" in 350 Fifth Ave. ist aus den Kinofilmen "King Kong" und "Schlaflos in Seattle" bekannt. Das Art-Deko Gebäude ragt 381 Meter, einschließlich der Antenne sogar 443,2 Meter, in den Himmel. Seit 1931 haben etwa 110 Millionen Besucher das herrliche Panorama der Stadt von der Besucherplattform im 85. Stock aus bewundert. Zahlreiche Hochzeitspaare schließen auf dem Empire State Building den Bund fürs Leben. Im zweiten Stock des Gebäudes kann sich der Besucher im "New York Skyride", mit Hilfe der Simulation eines Hubschrauberfluges, auf eine virtuelle Reise durch die Wolkenkratzer-Schluchten von New York begeben. Zu besonderen Feiertagen und Anlässen erstrahlt die Fassade in verschiedenfarbigem Lichterglanz. World Financial Center Das "World Financial Center" in 200 Liberty Street befindet sich in Lower Manhattan, in Battery Park City, am Hudson River, in direkter Nachbarschaft zum finanziellen Zentrum der Metropole. Entworfen wurde dieser Komplex von Cesar Pelli & Associates. In den vier Türmen haben "American Express", "CIBC World Markets", "Dow Jones", "Merrill Lynch" und weitere bedeutende Firmen ihren Hauptsitz. Metropole Den Mittelpunkt bildet ein Wintergarten, in dem hohe Palmen aus der Sonora-Wüste in Arizona stehen. Des Weiteren befinden sich im Komplex Restaurants, Geschäfte und eine Piazza, die eine sehr schöne Aussicht zum Yachthafen am Hudson River eröffnet. Die verschiedenen kulturellen Veranstaltungen und Vorführungen sind kostenlos. Der Wintergarten und andere Teile wurden durch den Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Reparaturarbeiten im Wintergarten sind im September 2002 abgeschlossen worden. Das frühere WTC bestand bis 2001 aus sechs einzelnen Gebäuden, die vom japanischen Architekten Yamasaki entworfen wurden. Fertig gestellt wurde es im Jahre 1973. Von der Erde, die für den Bau ausgehoben wurde, entstand "Battery Park City". Die Zwillingstürme waren 418 Meter hoch, die zweithöchsten Gebäude der USA. Insgesamt waren hier 1.200 Büros und Organisationen, Ticket Center und Börsen untergebracht. Weitere Wolkenkratzer Der Multimillionär Donald Trump ließ in 725 Fifth Avenue einen Büro- und Apartmentturm der Luxusklasse errichten. Der "Trump Tower" ist im Stil der Postmoderne erbaut. Über sechs Stockwerke hoch erstreckt sich das prunkvolle Atrium. In den unteren Stockwerken des Gebäudes befinden sich verschiedene Boutiquen, Juweliere und weitere exklusive Geschäfte für die gehobenen Ansprüche, in den oberen Etagen liegen die Apartments. Trump Tower - im Hintergrund das Citicorp-Center]] Das "UN-Hauptquartier" in der 1st Ave/46th Street besteht aus mehreren Gebäuden, Straßen und Parks. Im Jahre 1952 konnte die UNO den Hauptsitz beziehen, nachdem John D. Rockefeller II. (1874-1960) 8,5 Millionen US-Dollar für den Kauf des Grundstückes spendete und die USA zinsfrei Geld liehen. Die Verwaltung befindet sich im 39-stöckigen grünen Glashochhaus und im geschwungenen "General Assembly Building" sind der Saal der Vollversammlung und der Besuchereingang zu finden. Kennzeichnend am Gebäude der "New York Life Insurance Company" in 51 Madison Ave. ist das goldene Pyramidendach. Der Architekt Cass Gilbert entwarf das neugotische Gebäude 1928. Das "Paramount Building" in 1501 Broadway wurde im Jahre 1927 von Rapp & Rapp entworfen. Auffällig ist die nach oben gestufte Spitze, die eine Uhr und ein Globus krönen. Das im internationalen Stil errichtete "Seagram Building" in 375 Park Ave. wurde 1958 eröffnet. Der Block aus bronzenem Glas und Stahl ist nach Plänen des Architekten Mies van der Rohe errichtet worden. Das Nobel-Restaurant "Four Seasons" befindet sich ebenfalls in diesem Gebäude. Seit 1931 zählt das im Art-Deko Stil errichtete "Waldorf-Astoria" in 301 Park Avenue zu den großen Luxushotels in New York. Es ist noch vornehmer als das ursprüngliche Waldorf. In den Zwillingstürmen sind pompöse Zimmer für Wohlhabende und berühmte Persönlichkeiten vorgesehen. Die Lobby des Gebäudes ist mit Marmorsäulen, Bronze und Mahagoni ausgestattet. Das "Woolworth Building" in 322 Broadway wurde 1913 vollendet und war bis 1930 das höchste Gebäude der Welt. Der vom Architekten Cass Gilbert entworfene elegante gotische Wolkenkratzer wird von einem Pyramidendach gekrönt und weist viele Tierornamente auf. Neben dem Hauptquartier der "F.W. Woolworth Company" befanden sich Geschäfte und ein Restaurant im Hochhaus. Brooklyn Bridge gotische Die "Brooklyn Bridge" wurde 1883 vollendet und war zur damaligen Zeit die längste Hängebrücke der Welt. Der Ingenieur John August Roebling (1806-1869) konstruierte dieses Wunder der Technik, überlebte jedoch die Fertigstellung nicht. Sein Sohn vollendete das Werk. Um zu prüfen, ob die Brücke große Gewichte tragen kann, wurde der Zirkus Barnum mit zahlreichen Elefanten hinüber geschickt. Vom höher gelegenen Gehweg ist die beeindruckende Skyline von Manhattan in der Ferne und die gotischen Bögen der Brückenpfeiler aus nächster Nähe zu sehen. Fast direkt unter der Brücke befindet sich das edle "River Café" im Stadtteil Brooklyn mit bezaubernder Aussicht. Der Anblick der Brücke ist zu jeder Tages- und Nachtzeit spektakulär. Gebäude in SoHo Brooklyn Im Stadtviertel SoHo (South of Houston Street) befinden sich zahlreiche Galerien, Antiquitätengeschäfte, Cafés und Museen, zu denen die Außenstelle des "Guggenheim Museum", das "New Museum Of Contemporary Art" und das "Museum Of African Art" gehören. Sehenswert sind die Lagerhäuser aus den Jahren 1860 bis 1890 mit ihren schön verzierten gußeisernen Fassaden. Das Viertel "Cast-Iron Historic District" wurde unter Denkmalschutz gestellt. Zahlreiche von diesen Gebäuden werden heute als Lofts oder Ateliers genutzt. SoHo hat sich in New York inzwischen zu einem angesagten Bezirk entwickelt. Es beherbergt die weltweit größte Ansammlung an Gusseisenarchitektur. Das Gusseisen entdeckte man auf der Suche nach Möglichkeiten, Gebäude schnell und ohne großen Kostenaufwand zu konstruieren. So benutzte man anstelle von schwerem Mauerwerk Eisenträger zum Abstützen der Stockwerke und gewann dadurch Raum für größere Fenster und vor allem für Fassaden. Fast jede Idee eines Architekten ließ sich mit Gusseisen verwirklichen. Die Baumeister gestalteten SoHos Fabriken mit barocken Ballustraden und Renaissance-Säulen. Kirchen Renaissance Auch die Religion spielt in der Architektur der Weltstadt New York eine große Rolle. In Uptown befinden sich der "Biblische Garten", verschiedene Skulpturen und vor allem die "Cathedral of St. John the Divine". Die unvollendete Kirche ist eine Mischung aus romanischen und gotischen Stilelementen. Die Bauarbeiten begannen 1892, wurden bei Kriegsausbruch 1939 unterbrochen und Anfang der 1990er Jahre trotz zahlreicher Kontroversen und Geldsorgen sporadisch wieder aufgenommen. Erst zwei Drittel der Kathedrale sind fertiggestellt. Bei ihrer Vollendung, voraussichtlich im Jahre 2050, wird die St. John die größte Kirche der Welt sein - groß genug, um Notre-Dame de Paris und die Kathedrale von Chartres in sich aufzunehmen. In Uptown steht auch die "Riverside Church" mit dem 120 Meter hohen Glockenturm. Die Konstruktionsarbeiten an der gotischen "St. Patrick's Cathedral" in Fifth Avenue and 50th Street wurden 1888 beendet. Ihr Erbauer James Renwick hat alle Details der gotischen Stilrichtung sorgfältig zusammengetragen. Am westlichen Ende der Wall Street, am Broadway zwischen Rector und Church Street, steht die "Trinity Church" im neugotischen Stil, deren Friedhof vielen Koryphäen vergangener Tage als letzte Ruhestätte dient. 1846 nach Plänen des Architekten Richard Upjohn errichtet, war sie 50 Jahre lang das höchste Bauwerk der Stadt. Grand Central Terminal In E. 42nd St. Park Ave., im Zentrum von Midtown, wurde der "Grand Central Terminal" zwischen 1903 und 1913 von dem Architektenteam Warren & Wetmore aus Minnesota errichtet. Er erstrahlt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen in Manhattan. Das Bauwerk verbindet einerseits die Romantik des Reisens und andererseits die Historie eines prächtigen Bahnhofsgebäudes aus der damaligen Zeit. Der "Grand Central Terminal" wurde lange nur zur Durchreise genutzt. Nach der umfangreichen Restaurierung reist man jedoch wieder extra zum Bahnhof. Das Gebäude präsentiert sich heute mit vielen exklusiven Geschäften und hervorragenden Restaurants. Dank des Einsatzes berühmter Persönlichkeiten New Yorks wie Jacqueline Kennedy Onassis wurde der Bahnhof vor dem Abriss gerettet und als Wahrzeichen der Stadt ernannt. In den 1990er Jahren ist das Gebäude für 200 Millionen Dollar komplett renoviert worden und glänzt nun in voller Pracht. Die beeindruckende zwölfstöckige Bahnhofshalle ist 142 Meter lang, 50 Meter breit und 46 Meter hoch. An der Gewölbedecke funkeln über 2.500 Sterne in Tierkreiskonstellationen und die riesigen Fenster sorgen für sonnendurchflutete Hallen. New York Public Library Tierkreis Die New York Public Library ist eine der führenden Bibliotheken der USA und eine der drei öffentlichen Bibliotheken in New York. Der Entwurf der New York Public Library in der Fifth Avenue, zwischen 40th und 42nd Sts., erfolgte 1897 von den Architekten Carrère & Hastings. Im Beaux-Arts-Stil im Jahre 1911 errichtet, bietet die Bibliothek Platz für mehr als sieben Millionen Bände, 10.000 Zeitschriften. Ihr Status als einer der weltweit führenden Bibliotheken wird belegt durch den Besitz von beispielsweise einer Gutenberg-Bibel, einer Ausgabe der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica und der handgeschriebenen Unabhängigkeitserklärung von Thomas Jefferson. Die ersten Bücher stammen von Johann Jakob Astor (1763-1848). Dakota-Apartmenthaus 1848 Das Luxus-Apartmenthaus The Dakota (auch Dakota-Building genannt) an der Ecke 72nd Street und Central Park West wurde von Henry J. Hardenberg zwischen 1880 und 1884 entworfen und in einer damals noch ärmlichen Gegend gebaut. Es ist eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele des neugotischen Baustiles in New York. Hardenbergh war auch der Architekt des berühmten New York Plaza Hotels. Bauherr des "Dakota" war Edward Severin Clark, der Inhaber des Singer Nähmaschinen-Konzerns, der jedoch die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Der Name soll angeblich während der Bauphase entstanden sein, weil das Grundstück damals so weit außerhalb des bebauten Stadtgebietes lag, dass man scherzhaft behauptete, es befände sich bereits im Stammesgebiet der Dakota, einem Indianervolk, dessen Siedlu

Altsaxophon

Das Altsaxophon ist ein Saxophon der hohen Lage in Es. Als transponierendes Musikinstrument klingt es eine große Sexte tiefer als notiert, d. h. ein klingendes c' wird für das Altsax als a' notiert.Durch seinen prägnanten Klang eignete es sich in hervorragender Weise zur Führung des Saxophonsatzes in einer Big Band, auch solistisch wird es nur etwas seltener eingesetzt als das extrem im Klang wandelbare Tenorsaxophon.

Berühmte Altsaxophonisten

Charlie Parker, Sonny Stitt, Phil Woods, Art Pepper, Ornette Coleman, Julius Hemphill, Henry Threadgill, Tim Berne, Jackie MacLean, Paul Desmond, Julian Cannonball Adderley Kategorie:Holzblasinstrument

Blue Note

Blue Note nennt man im Blues und im Jazz die verminderten Töne der Dur- oder Moll-Tonleiter, die für den Bluessound stilbildend sind. Blue Notes werden meist durch Ziehen bei Blasinstrumenten, sowie durch so genannte Doppelterzen bei Tasten- und gelegentlich auch Zupfinstrumenten hörbar gemacht. Blue Notes werden im Jazz nicht speziell notiert. Man orientiert sich nach dem Gehör und damit nach der Naturtonreihe. Diese unterscheidet sich von der temperierten Stimmung. Die Blue Notes stammen aus dem westafrikanischen deklamatorischen Sprechgesang. Sie sind aber auch annähernd in der Naturtonreihe (Obertonreihe) enthalten, so dass sie vermutlich einst auch in der Europäischen Musik vorhanden waren. Bezeichnet man mit 1, 2, 3... die Prime, Sekunde, Terz, ... und mit b die Verminderung um einen Halbton, dann handelt es sich gemessen an der Dur-Tonleiter um die Alterationen 3->b3, 5->b5 und 7->b7. Die entsprechende Tonleiter nennt man die Moll-Bluestonleiter. Sie sieht folgendermaßen aus: 1 - b3 - 4 - b5 - 5 - b7 - 8. Mit der Dur-Skala als Bezugskala sieht die andere häufig benutzte Bluestonleiter, die Dur-Bluestonleiter, folgendermaßen aus: 1 - 2 - b3 - 3 - 5 - 6 - b7 - 8. Die eigentliche Blue Note, die das Bluesfeeling erzeugt, liegt irgendwo zwischen der Dur- bzw. Mollterz. Blasinstrumente sowie Saiteninstrumente (insbesondere die Gitarre) sind in der Lage, durch Ansatzveränderungen (Bläser) oder Saitenziehen (Gitarren) die ungefähre Schwebung der Dur-/Mollterz zu erzielen. Bei der Bluesversion der kleinen Septime liegt, je nach Theorie und je nach Interpret, diese Version unter (entsprechend der Naturtonreihen-Septime), auf oder auch über (also zwischen b7 und 7) der temperierten kleinen Septime. Eine exakte Definition der Tonhöhe ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sie der individuellen Empfindung unterliegt und für den speziellen Sound vieler Bluesmusiker (wie z. B. B. B. King, Albert King, Robert Johnson, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan) ausschlaggebend ist. Kategorie:Musiktheorie Kategorie:Jazz ja:ブルーノート

Hard Bop

Der Hard Bop (auch Hardbop) ist eine Weiterentwicklung des Bebop seit ca. 1950, die Einflüsse aus dem Cool Jazz, aber auch Elemente aus dem Soul und Blues vereinte, was eine insgesamt 'härtere' als die bisherige Spielweise mit sich brachte. Die traditionellen Elemente der genannten Richtungen wurden technisch an ihre Grenzen entwickelt. Eine Unterart des Hard Bop ist der Soul Jazz, der noch geradliniger aufgebaut ist.

Protagonisten


- Pepper Adams, bs
- Julian Cannonball Adderley, as
- Nat Adderley t, c
- Benny Bailey t, flhn
- Art Blakey, dr
- Clifford Brown t
- Kenny Burrell g
- Donald Byrd t, flhn
- Paul Chambers b
- John Coltrane ts, as, ss, fl
- Ted Curson t
- Walter Davis Jr.p
- Kenny Dorham t
- Kenny Drew p
- Tommy Flanagan p
- Curtis Fuller tb
- Red Garland p
- Benny Golsonts
- Dexter Gordon ts, ss
- Gigi Gryce as
- Slide Hampton tb
- Bill Hardman t
- Roy Haynes d
- Freddie Hubbard t, flhn
- Bobby Hutcherson vib
- Die Jazz Messengers
- Elvin Jones d
- "Philly" Joe Jones d
- Thad Jones t, c, flhn, vtb
- Wynton Kelly p
- Jimmy Knepper tb
- Yusef Lateef ts, ob, f, cor
- Booker Little t
- Jackie McLean as
- Charles McPherson as
- Jymie Merritt b
- Charles Mingus b, p
- Blue Mitchell t, c
- Mulgrew Miller p
- Hank Mobley ts
- Lee Morgan t
- Fats Navarro t
- Julian Priester tb, elec
- Dannie Richmond dr
- Max Roach dr, perc
- Sonny Rollins ts, ss
- Woody Shaw t
- Wayne Shorter ts, ss
- Horace Silver, p
- Art Taylor d
- Wilbur Ware b
- Doug Watkins b
- Reggie Workman b Kategorie:Jazz ja:ハード・バップ

Charlie Parker

Charlie “Bird” oder “Yardbird” Parker (
- 29. August 1920 als Charles Christopher Parker in Kansas City; † 12. März 1955 in New York) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Altsaxophonist und Komponist). Neben Dizzy Gillespie (Trompete) und Thelonious Monk (Klavier) ist Parker einer der Schöpfer und herausragendsten Interpreten des Bebop und gilt darum als die Lichtgestalt des Modern Jazz. Er hat die fast 100-jährige Jazzgeschichte so stark beeinflusst, dass sie meist in eine Ära vor und eine nach ihm eingeteilt wird. Seine innovative Führungsrolle bei der Entstehung des Modern Jazz ist mit der Bedeutung Louis Armstrongs für den Traditional Jazz vergleichbar.

Leben

Anfänge in Kansas City

Parker wurde in Kansas City geboren und hatte das Glück, in einem der damaligen Jazz-Zentren der gesamten USA aufzuwachsen. Denn unter dem Bürgermeister Thomas Pendergast blühten viele Cabarets und Nachtclubs auf, bis er 1939 wegen Steuerhinterziehung inhaftiert wurde. Schon als Junge fing Parker an, auf einem mit Klebestreifen und Gummibändern zusammengehaltenen Altsaxofon zu spielen, das ihm seine Mutter gekauft hatte. Dank seiner Begabung machte er rasch Fortschritte und spielte schon bald professionell mit diversen Bands, unter anderem den “Deans Of Swing”. Bassist Gene Ramey wurde einer seiner Freunde, mit dem er auch später in der Band von Pianist Jay McShann spielte. Parker konnte Nacht für Nacht einige der führenden Saxofonisten spielen hören, darunter Herschel Evans, Coleman Hawkins sowie sein Idol, den Tenorsaxofonisten Lester Young. Nach Russells Biografie hatte Parker auf einer Jam-Session mit Mitgliedern der Count Basie-Big Band eine Art Schlüsselerlebnis: Er spielte damals so schlecht, dass Schlagzeuger Jo Jones vor Wut sein Schlagzeug-Becken auf den Fußboden warf. Danach ließ sich Parker während eines Engagements am Lake Taneycomo vom Gitarristen seiner Combo in Harmonielehre unterrichten. Augenzeugen zufolge war er danach wie verwandelt: Von einem wenig kompetenten Saxofonisten mit miserablem Ton hatte er sich in einen fähigen und ausdrucksstarken Musiker verwandelt, der es nun sogar mit weit erfahreneren Saxofonisten aufnehmen konnte.

Durchbruch als Musiker

Nach Zwischenstationen in der Band von Jay McShann, der Big Band von Earl Hines, wo er den Trompeter und Arrangeur Dizzy Gillespie kennenlernte, und der innovativen Big Band von Billy Eckstine gründete Parker 1945 zusammen mit Gillespie die erste Bebop-Combo. Mit ihren energetischen Rhythmen und ihrer für den Jazz innovativen Harmonik stellte sie eine klare Absage an den etablierten Swing dar und wurde darum anfangs auch heftig kritisiert: Cab Calloway etwa nannte ihren Stil abfällig “chinese music”. Bis Ende der Vierzigerjahre hatte sich der Bebop jedoch als der definitive neue Jazz-Stil durchgesetzt und die Ära des modernen Jazz eingeleitet. Nachdem Dizzy Gillespie die Band 1946 während eines Aufenthalts in Hollywood auflöste, blieb Parker als einziges Bandmitglied ein Jahr in Kalifornien und stellte dort eine eigene Band zusammen, in der zuerst der junge Miles Davis, danach Howard McGhee – ein Schüler Gillespies – die Trompete übernahmen. Hier unterschrieb er auch einen ersten Plattenvertrag mit dem DIAL-Label von Ross Russell – dem späteren Biografen – und nahm eine Reihe seiner wichtigsten Stücke auf: darunter die “Yardbird Suite”, “Moose The Mooche” und “A Night In Tunisia” mit dem berühmten Altsaxofon-Break (famous alto break) im ersten Take. Nach einer Aufnahmesession, bei der er unter anderem “Lover Man” einspielte, erlitt Parker einen Nervenzusammenbruch und musste ins Camarillo State Hospital eingeliefert werden, wo er einige Monate blieb. Nach seiner Entlassung kehrte er wieder nach New York zurück und stellte dort ein neues Quintett unter anderem mit Miles Davis zusammen. Dieses erhielt ein festes Engagement im Three Deuces auf der damals berühmten 52nd Street. Aus dieser Zeit stammen einige wichtige Aufnahmen, beispielsweise von “Billie's Bounce”, “Donna Lee” – komponiert von Miles Davis – und “Koko”. Dort übernahm jedoch Gillespie, der hohe Töne und schnelle Passagen sicherer beherrschte als Davis, den Trompeten-Part. 1948 hatte das Charlie-Parker-Quintett unter anderem ein Engagement im Royal Roost, wo viele Auftritte live mitgeschnitten und später veröffentlicht wurden. 1949 folgten einige Aufnahmen mit Streichern, Oboe und Harfe, die unter dem Titel “Charlie Parker With Strings” auf VERVE veröffentlicht wurden. Davon zählt “Just Friends” zu den herausragenden Aufnahmen Parkers, wie er selbst hervorhob. Er zeigt sich hier in solistischer Höchstform und erhält zudem durch ein sehr schönes Klaviersolo von Stan Freeman kongeniale Begleitung, die die sonst sehr kommerziell-süßlichen Studio-Arrangements vergessen lässt. Im nächsten Parker-Quintett stand der junge weiße Trompeter Red Rodney in der front line, der zuvor mit so renommierten Bands wie dem Claude Thornhill Orchestra und bei Woody Herman gespielt hatte. Am Piano saß nun Al Haig, Bass spielte Tommy Potter, Schlagzeug einer der besten jungen Bebop-Drummer, Roy Haynes. Von dieser Band gibt es – abgesehen von einer Reihe von Studioaufnahmen – einen sehr aufschlussreichen Live-Mitschnitt, der als “Bird At St. Nick's” veröffentlicht wurde. Dort sind – wie später auch von Dean Benedetti, einem ergebenen Parker-Fan der ersten Stunde – von den Soli nur Parkers Saxofon-Passagen zu hören. Diese offenbaren teilweise eine damals schon sehr »freie« Spielweise, so dass diese Platte ein absolutes “must-have” für jeden Parker-Fan ist. Die Band tourte dann durch die Südstaaten der USA. Dort wurden damals noch keine gemischtrassigen Bands toleriert, so dass der weiße Pianist Al Haig durch den schwarzen Walter Bishop ersetzt und Red Rodney als “Albino Red” - also weißhäutiger Schwarzer - angekündigt wurde. Wegen der miserablen hygienischen Bedingungen für schwarze Bands war dies Parkers letzte Tournee durch die Südstaaten. Russell beschreibt diese Episode ausführlich in seiner Biografie. Aus dem Ende 1949 eröffneten und nach Parkers Spitznamen benannten “Birdland” stammen noch einige interessante Live-Mitschnitte der Fünfziger Jahre, wie auch weitere Live-Aufnahmen von “Charlie Parker With Strings”. Ihren Abschluss bildet ein Konzert, das Parker 1953 in der “Massey Hall” in Toronto gab und das Charles Mingus, sein damaliger Bassist, mitschnitt und später auf seinem eigenen Label DEBUT veröffentlichte. “Jazz At Massey Hall” gilt als eine Art »Schwanengesang« des Bebop, da der Trend inzwischen zum von Miles Davis eingeleiteten Cool Jazz gegangen war.

Abstieg

Parker war wahrscheinlich schon seit seinem fünfzehnten Lebensjahr heroinabhängig (so Russell). Oft wurde er wegen seines unberechenbaren Verhaltens auf der Bühne aus laufenden Spielverträgen entlassen, so dass er immer seltener feste Engagements bekam. So sah er seinen Stern seit etwa 1950 langsam, aber sicher schwinden. Diese letzten Lebensjahre müssen für ihn sehr deprimierend gewesen sein. Charlie Parker starb am 12. März 1955 im New Yorker Hotel Stanhope in der Suite der Baroness Pannonica de Koenigswarter, einer Gönnerin schwarzer Jazzmusiker. Er war nur 35 Jahre alt geworden. Der Arzt, der ihn für tot erklärte, soll die Ziffern für vertauscht gehalten und sein Alter auf 53 Jahre geschätzt haben. So stark hatte Parkers exzessiver Lebensstil seine Spuren hinterlassen. Tief beeindruckt von Charlie Parkers Tod setzte Moondog ihm mit dem berühmten “Bird's Lament” ein musikalisches Denkmal.

Die Musik Charlie Parkers

Parkers Spielweise ist geprägt von einer äußerst lebhaften, beweglichen, ideenreichen und virtuosen Melodik, oft in Verbindung mit einer vibrierenden, unruhig wirkenden Rhythmik. Darum sind seine Melodielinien besonders auf alten Aufnahmen teilweise nur bruchstückhaft erkennbar. Anfang der 40er Jahre erschöpfte sich der damals nicht nur in den USA enorm populäre Swing immer mehr in klischeehaften Arrangements und stereotypen Harmonien. Die häufig schlagerartigen Themen produzierten Soli mit oft typischen, vorhersehbaren Wendungen im Rahmen weiter, gut nachvollziehbarer Spannungsbögen. Gelangweilt suchte Parker mit anderen jungen Musikern nach neuen musikalischen Wegen, die mehr kreative Entfaltung zuließen. So »zerlegte« er die großen, nachsingbaren Bögen der Swingmelodien in lauter kleinere, motivische Fragmente, eine Technik, die schon in der »Diminuation« des Hochbarock auftaucht. Die Tempi werden oft rasend schnell, die Soli bestehen daher oft aus geradezu halsbrecherisch schnellen Ton-Kaskaden. Diese sind jedoch harmonisch und rhythmisch immer schlüssig und verlieren nie den Bezug zu den zu Grunde liegenden Akkorden. Dies erreichte Parker durch spezielle Skalen, die er schon in Kansas – während seines Rückzugs aus den öffentlichen Sessions und heimlichen Übephase – entwickelte. Er erweiterte eine normale Tonleiter um »Leit«- oder »Gleittöne«, die im Swing als disharmonisch galten, aber seine Läufe und Phrasen auf rhythmischen Schwerpunkten enden ließen. Dazu gehörte auch das im Swing »unerlaubte« Intervall der erhöhten Quarte, deren Abwärtssprung lautmalerisch »Be-Bop« zu sagen scheint. Zugleich integriert er die Vitalität eines starken Bluesfeelings in seine Soli. Parkers Improvisationstil veränderte die übliche Formelsprache des Swing auch im Blick auf die Harmonien: Diese wurden mit mehr options (Zusatztönen im Akkord) angereichert und wechselten häufiger. Der hypnotische Sog seines Saxofonspiels erzeugte eine Wechselwirkung mit seinen Mitmusikern: So ließen sich etwa der Schlagzeuger Kenny Clarke zu großer rhythmischer, der Pianist Thelonious Monk zu großer harmonischer Komplexität inspirieren. Parker führte diese Elemente dann wiederum auf ganz eigene Weise zusammen und bewegte sich innerhalb dieses selbstgeschaffenen musikalischen Idioms mit einer einzigartigen Gewandtheit und Eleganz. Auch als Komponist ist Parker für die Jazzgeschichte maßgebend geworden. Seine Stücke entstanden oft aus Improvisationen über längst bekannte Themen. Er benutzte einfach das Harmoniegerüst eines Standards, um darüber – meist spontan und oft erst im Studio – ein völlig neues, wiederum in sich stimmiges Thema zu erfinden. Er hielt sich in der Regel nicht damit auf, dieses zu notieren, so dass er zahllose begeisterte Musikerfans und Editoren mit dem »Heraushören« beschäftigte. Einer seiner Wahlsprüche war: “Learn the damned changes to forget them!” (Lern die verdammten Akkorde, um sie zu vergessen!) Ornithology etwa ist quasi ein elegantes Solo über How High The Moon, das dessen Harmoniewechsel "beschleunigt".(Bild:Audiobutton.png Hörbeispiel) HörbeispielBird of Paradise ist eine Variation über All The Things You Are. Auch die Titel Au Privave, Anthropology oder Confirmation sind harmonisch erweiterte Bluesformen mit rhythmisch raffiniert "versetzter" Themenphrasierung. Häufig liegen Parkers Themen auch die so genannten rhythm changes von George Gershwins Hit I got Rhythm zu Grunde: so beispielsweise bei Celerity, Chasing the Bird, Kim, Moose the Mooch, Passport, Steeplechase und anderen.George Gershwin Blues for Alice zum Beispiel ist eine harmonisch erweiterte Bluesform, der sogenannte “Parker Blues”: Während der erste Dur-Akkord im herkömmlichen Blues die kleine Septime enthielt, ist sie hier durch eine große Septime ersetzt (blau markiert im Notenbeispiel, erster Teil im Hörbeispiel. Die übrigen Akkorde dienen als kadenzartige Überleitung von einem Hauptakkord in den nächsten, die die Tonarten durch einen harmonischen Fluss verbinden. So gelang es Parker, Blues und funktionale Harmonik miteinander zu verschmelzen. (Bild:Audiobutton.png Hörbeispiel) Zu Beginn wirkte sein Spiel brandneu, revolutionär und galt den Heroen der Swingära geradezu als Frevel. Er setzte ihrem eingängigen und tanzbaren Stil eine Musik entgegen, die der Erwartungshaltung des Publikums widersprach. Der Bebop war mit seinen wirbelnden Melodiekürzeln und rasanten Rhythmen als Tanzmusik ungeeignet und wurde als disharmonisch und chaotisch empfunden. Parker verstand sich anders als viele damalige schwarze und weiße Musiker nicht als Entertainer, der nur die Wünsche der Hörermasse zu bedienen hatte. Er spielte durchaus extravertiert und reagierte oft unmittelbar auf Zurufe auf der Bühne, sah sich dabei aber als Künstler, der fortwährend seinen eigenen, individuellen musikalischen Ausdruck suchte. Dies brachte ihm anfangs nur wenige Fans und Musikerfreunde ein, während das breite Publikum ihn zunächst schroff ablehnte. So war der Bebop in seiner Blütezeit zwischen 1945-1950 noch keineswegs populär und setzte sich erst allmählich auch kommerziell durch. Erst Charlie Parker gab dem Altsaxofon die dominante solistische Rolle im Kombo-Jazz, die es in diesem Maße in den Bigbands der 30er Jahre noch nicht haben konnte. Damit gab er auch anderen Jazz-Instrumenten – vor allem Schlagzeug, Klavier, Gitarre und später der Hammond-Orgel – neue Impulse für größere solistische Freiheiten: Viele Trommler spielten fortan »melodischer«, die Harmonie-Geber rhythmischer. So definierte Parker den Jazz neu als gruppendynamisches Ereignis, das zu ungeahnten Abenteuern und Entdeckungen einlädt und dabei seine ursprüngliche Vitalität und Ausdruckskraft wieder