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| Floating Widget |
Floating widgetFloating Widget ist eine Abfüllmethode für Dosenbier, die für eine Schaumbildung wie bei frisch gezapften (englischen) Bieren sorgen soll.
Das Widget ist eine ca. 3 cm große hohle Plastikkugel, die mit sehr kleinen Löchern versehen ist. Die Kugel wird in die Bierdose gegeben; danach erfolgt die Abfüllung des Bieres. Vor dem Verschließen der Dose wird flüssiger Stickstoff hinzugefügt, der die Dose später unter Druck hält.
Das Widget enthält, während es in der verschlossenen Dose auf dem Bier schwimmt, eine Mischung aus dem (nun gasförmigen) Stickstoff und Bier.
Beim Öffnen fällt der Druck in der Dose und die Stickstoff-Bier-Mischung entweicht aus den kleinen Löchern des Widgets, welches sich nun durch die Dose bewegt. Dadurch wird viel cremiger Schaum produziert.
Der Umgang mit "Floating Widget-Dosen" erfordert ein wenig Übung und Vorsicht, damit das unter Druck stehende Bier ausschließlich in das dafür vorgesehene Glas gelangt. Floating Widgets sind u.a. in Dosen der Marken Guinness und Kilkenny vorhanden.
Als Floating Widget werden in der Computertechnik ebenso graphische Fenster auf einem Monitor bezeichnet, die sich bei Annäherung durch Drag & Drop in ein anderes Fenster einfügen.
Kategorie:Bier
Bier
Bier ist ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, welches durch Gärung aus den Zutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen wird. Für ein kontrolliertes Auslösen des Gärvorganges wird meistens Hefe zugesetzt.
Im weiteren Sinne versteht man unter Bier jedes alkoholhaltige Getränk, das auf Basis von verzuckerter Stärke hergestellt wurde, ohne dass dabei ein Destillationsverfahren angewandt wurde. Die Abgrenzung zu Wein besteht darin, dass für Weine Zucker aus pflanzlichen (Fruchtzucker) oder tierischen Quellen (zum Beispiel Honig) verwendet werden, während der Ausgangsstoff für Bier immer Stärke ist.
In der Regel wird der Zucker aus der Stärke von Getreide (Gerste, Roggen, Reis, Weizen, Mais) gewonnen, seltener wird Stärke aus Kartoffeln oder anderer Gemüse wie Erbsen herangezogen. Der japanische Sake (aus Reis hergestellt) fällt daher ebenfalls unter die Definition der bierartigen Getränke.
Der Ursprung des Wortes Bier ist unsicher. Vermutlich stammt es von biber (lat. Trank) ab. Ein nicht mehr gebräuchliches Wort für Bier ist das germanische Äl (vgl. engl. Ale), wobei es sich um das noch ungehopfte Gebräu handelte.
Geschichte
Ale
Hauptartikel: Geschichte des Bieres
Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum. Bei den Römern hieß das Bier Cervisia, nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres. Den Römern galt es als barbarisches Getränk.
Klosterbrauereien führten im Mittelalter den geregelten Braubetrieb ein. Im Mittelalter galt Bier auch als geeignetes Getränk für Kinder, da es damals einen geringeren Alkoholgehalt hatte als heute und das Bier durch das Kochen der Bierwürze weitgehend keimfrei war, was man vom Wasser damals nicht behaupten konnte. Es war ebenfalls wegen seines hohen Kaloriengehalts eine wichtige Ergänzung der oft knappen Nahrung, da man als Bier auch minderwertiges Getreide noch halbwegs genießen konnte.
Angesichts des hohen Bierkonsums im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Bier für den städtischen Fiskus und die seit etwa 1500 entstehenden Landessteuerbehörden von großem Interesse. Bereits im Spätmittelalter wurden fast überall im Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben.
In Deutschland wurde untergäriges Bier bis 1993 nach dem Biersteuergesetz, umgangssprachlich als Reinheitsgebot von 1516 bekannt, gebraut. Darin waren Teile des Reinheitsgebotes enthalten, nach dem nur Wasser, Hopfen, und Malz (und Hefe) als Zutaten erlaubt waren. Seit 1993 ist die Herstellung von Bier in Deutschland im vorläufigen Biergesetz (BGBl. I 1993 S. 1400-1401) geregelt.
Bier ist heutzutage das in Deutschland und vielen anderen Ländern meistgetrunkene alkoholische Getränk.
Brauprozess
Beim Bierbrauen werden die Zutaten biochemisch verändert, wobei mehrere Stufen durchlaufen werden.
Einteilung der Biere
Bierbrauen
Biere werden nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert.
Gesetzgeberische Einteilung nach Stammwürzegehalt
Aufgrund steuer- und lebensmittelrechtlicher Erwägungen gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.
Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in der Würze enthalten ist. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12 % Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält.
Als Faustregel kann man sagen, dass die Stammwürzeangabe durch 3 geteilt den Alkoholgehalt ergibt, da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu Kohlendioxid, Alkohol und unvergärbaren Stoffen abgebaut wird.
Deutschland: Biergattungen
siehe auch: Deutsches Bier
Biergattungen sind die in Deutschland verwendete gültige steuerrechtliche Untergliederung, die nur am Stammwürzegehalt festgemacht wird.
- Einfachbiere - mit einer Stammwürze von 1,5 % bis 6,9 %
- Schankbiere - mit einer Stammwürze ab 7 % bis 10,9 %
- Vollbiere - mit einer Stammwürze ab 11 % bis 15,9 %
- Starkbiere - ab einer Stammwürze von mindestens 16 %
- Biermischgetränke - Bier mit Zusätzen von Erfrischungsgetränken oder Fruchtsäften, sowie exotischen Beigaben wie Tequila oder Energiegetränken
- Lückenbiere - alle Biere, die zwischen den alten Einteilungen liegen (0 - 2,5 %; 5 - 7 %; 8 - 11 %; 14 - 16 %) durften früher nicht gebraut werden. Erst durch die neue Biersteuerregelung, bei der direkt die Stammwürze maßgeblich ist, dürfen auch diese gebraut werden.
Tschechien: Biergattungen
In Tschechien hergestelltes Bier wird nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Lediglich das für den Export nach Deutschland bestimmte Bier entspricht dem Reinheitsgebot. Aus diesem Grund schmeckt tschechisches Bier im Ursprungsland anders. Tschechien hat mit rund 150 bis 160 Liter pro Jahr den größten Pro-Kopf-Verbrauch der Welt.
In Tschechien gelten folgende Klassifizierungen:
- alkoholarmes oder -freies Bier mit bis zu 2,6 % Stammwürze
- Leichtbier mit 5 bis 8 % Stammwürze
- normales Bier mit 10 bis 11 % Stammwürze
- Lagerbier (Lezak) mit 12 % Stammwürze
- Porter mit 13 bis 18 % Stammwürze
Tschechisches Bier mit einer Stammwürze von ungefähr 10 % ist sehr beliebt, da man es wegen des vergleichsweise geringen Alkoholgehalts von etwa 4 % in größeren Mengen trinken kann.
Bierarten
Porter]
Folgende Bierarten unterscheiden sich nach der Art der verwendeten Hefe:
Man unterscheidet:
- Obergärige Biere, bei denen die Hefe nach dem Brauvorgang oben auf dem Bier verbleibt. Dies sind relativ einfache, unkomplizierte Biere. Die Gärung verläuft sehr schnell, das Bier hält sich nicht lange und muss rasch verbraucht werden. Dies ist die ursprüngliche Herstellungsform.
- Untergärige Biere, bei denen die Hefe nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks absinkt. Dies sind gewissermaßen die „ausgebauten“ Biere, die eine gewisse Reifezeit benötigen, aber auch länger haltbar sind als die obergärigen. Diese Herstellung benötigt Kühlung mit Temperaturen von unter 10 °Celsius, ist also ganzjährig erst seit der Erfindung der Kältemaschine möglich. Deswegen konnte beispielsweise das Märzen früher nur bis März gebraut werden.
- Spontangärige Biere, bei denen keine Hefe zugesetzt wird, sondern frei in der Luft fliegende Hefesporen in den offenen Gärbottich gelangen und die Gärung anregen. Dies ist die älteste Art, die Würze zur Gärung zu bringen, und stammt noch aus der Zeit, als der Hefepilz den Menschen noch unbekannt war.
Biersorten
Spontangärige Biere
Innerhalb der Bierarten unterscheidet man nach der Art der Gärung folgende Biersorten:
Obergärige Biere
Ale, Altbier, Bamberger Rauchbier, Berliner Weiße, Gose, Haferbier, Kölsch (und Wieß), Porter, Roggenbier, Steinbier, Stout, Weizen oder Weißbier
Untergärige Biere
Bockbier, Doppelbock, Dunkelbier, Export, Helles, Lager, Märzen, Oktoberfest-Bier, Pils, Schwarzbier, Schwarzviertler, Urtyp, Wiener, Zoigl, Zwickelbier (Auch Kellerbier)
Spontangärige Biere
Jopenbier, Lambic, Gueuze
Eine Besonderheit stellt das Rauchbier dar, das sowohl unter- als auch obergärig gebraut werden kann.
Alkoholfreie Biere
Ein so genanntes alkoholfreies Bier enthält in jedem Fall eine geringe Menge Alkohol. Dieser liegt je nach Herstellungsverfahren zwischen 0,02 % und 0,5 % Alkohol. Allerdings enthalten auch z. B. die meisten Fruchtsäfte von Natur aus vergleichbare Alkoholmengen.
Ein veraltetes Herstellungsverfahren für alkoholfreies Bier ist das Abbrechen des Gärprozesses, bevor sich ein nennenswerter Anteil Alkohol bilden kann, wie man es auch beim Malzbier macht.
Das modernere Verfahren ist das Dialyseverfahren, wobei einem normalen Bier durch Osmose über eine Membran der Alkohol entzogen wird. Zur Zeit hat alkoholfreies Bier einen Marktanteil von etwa 3 %.
Biermischgetränke
Hauptartikel: Biermischgetränk
Bier wird auch mit anderen Getränken gemixt, meist mit Erfrischungsgetränken oder Fruchtsäften. In der Regel bestehen sie zu wenigstens 50 % aus Bier.
Bierverkostung
Auch bei Bierverkostungen findet gelegentlich eine der Weindegustation ähnlichen Degustation statt. Auch hier wird von Kennern eine Beurteilung von optisch und sensorisch wahrnehmbaren Kriterien vorgenommen. Die Sensorik zielt hier meist auf die sorten- und regionalspezifische Reintönigkeit ab, wobei häufig eine Einteilung in Antrunk, Mittelteil und Abgang verwendet wird.
Anzumerken bleibt jedoch, dass die Degustation in diesem Teilbereich relativ wenig Beachtung findet, da der Biergenuß im Allgemeinen einen in der Gesellschaft niedrigeren Stellenwert besitzt.
Als bekanntester internationaler Bierverkoster gilt der Bierexperte Michael Jackson. Er hat allgemein akzeptierte Maßstäbe in der sensorischen Degustation von Bieren gesetzt.
Bierkonsum und die Wirtschaft Deutschlands
Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt, das waren 0,3 Millionen Hektoliter mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malzbier sowie das aus Nicht-EU-Ländern eingeführte Bier.
Biermischgetränke waren im ersten Halbjahr 2004 mit 1,3 Millionen hl am Bierabsatz beteiligt.
87 Prozent des Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2004 waren für den deutschen Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der steuerfreie Absatz betrug 6,7 Millionen Hektoliter Bier: 5,1 Millionen Hektoliter davon gingen in die EU-Länder, 1,5 Mio. Hektoliter in Drittländer und 103.627 Hektoliter unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.
Nach einer Untersuchung der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG im Mai 2005 erwarten die deutschen Brauereien bis 2009 ein weiteres Absatzminus von etwa fünf Prozent. Besonders betroffen ist das Bier nach Pilsener Brauart. Zuwächse werden nur bei Mixgetränken wie Bier-Cola oder Radler erwartet. Insbesondere sehr große Brauereien gingen daher in den letzten Jahren aufgrund des geänderten Verbraucherverhaltens dazu über, Weingüter, meist aus dem Bereich preiswerter Massenweine, aufzukaufen. Insbesondere in den brauereieigenen Kneipen und Restaurants kann somit dem Trend weg vom Bier und hin zum Wein begegnet werden. Aber auch der Handel setzt verstärkt auf Wein statt Bier.
2004 trank ein Bundesbürger im Durchschnitt noch 115,5 Liter Bier. 1999 waren es noch 127,5 Liter.
Besonders in Bayern und in Düsseldorf liegt der Durchschnitt weit höher: 155,4 Liter. In den Weingebieten der Pfalz und im Kölnischen wird hingegen ein sehr niedriger Durchschnittwert verzeichnet: 69,1 Liter pro Kopf.
Biermaße
Gläser
1999]
Je nach Gegend haben sich verschiedene Bezeichnungen für Glasgrößen zum Teil aus den alten Maßeinheiten erhalten:
- Badenser: 0,2 Liter; Heidelberg
- Becher: 0,2 Liter; Düsseldorf
- Becher, Stange, Tulpe: 0,3 Liter Lagerbier; Deutschsprachige Schweiz
- Canette: 0,5 Liter im Glas; Westschweiz, insbesondere Freiburg (CH)
- Chübel: 0,5 Liter; Deutschsprachige Schweiz
- Chübeli: 0,3 Liter; Deutschsprachige Schweiz
- Doppler: 2,0 Liter; Bayern und Österreich
- Durchgezapftes: Schnell eingeschenktes Bier; etwa 0,2 l in einem 0,4-l-Glas, Hannover
- Flöte: 0,2 Liter; Köln und Umgebung
- Großes: 0,5 Liter; Österreich und Deutschschweiz
- Halbe: 0,5 Liter im Bierkrug oder Glas; Bayern, Österreich und Schwaben; in einigen Gaststätten, insbesondere in der Münchner Region zunehmend auch 0,4 Liter im Bierkrug/Glas (= "Preiss'n-Hoibe")
- Halber: 0,4 bis 0,5 Liter im Bierseidel; Hamburg und Schleswig-Holstein
- Halber Liter: nie mehr als 0,4 (trotz des Namens!), Hannover
- Half Pint: 0,284 Liter; Großbritannien, Irland (in den USA 0,227 Liter)
- Henkel: 0,4 bis 0,5 Liter im Bierseidel; Berlin
- Herrgöttli: 0,2 Liter; Deutschsprachige Schweiz
- Hüesa: 0,5 Liter in der Flasche; Senseland (Schweiz)
- Humpen: 0,4 Liter (bis 2005: 0,33) (Luxemburg)
- Kanne: 1,85 Liter (studentische Maßeinheit)
- Karaffe: 2,0 Liter (studentische Maßeinheit)
- Kleines: 0,3 Liter; Österreich und Deutschschweiz
- Kölner Stange: 0,2 Liter; Köln und Umgebung
- Krügerl: 0,5 Liter im Glas; Österreich
- Löschzwerg: 0,2-0,25 Liter (ugs.)
- Lütten: 0,2 bis 0,33 Liter; Schleswig-Holstein
- Maß: früher 1,069 Liter, heute 1 Liter, im Bierkrug oder Glas; Bayern, Franken und Österreich
- Mini: 0,3 Liter; in Luxembueg
- Pfiff: 0,2 Liter (ist nicht genormt, ähnlich wie Schnitt); Bayern und Österreich
- Pint: 0,568 Liter; Großbritannien, Irland (in den USA 0,454 Liter)
- Pitcher: 1,89 Liter im Krug; Großbritannien, Malta, USA
- Quartel: 0,25 Liter im Bierkrug oder Glas; Bayern;
- Rugeli: 0,3 Liter im Glas mit Henkel; Basel u. Umgebung
- Schifferl: 15 Liter in einer Schale; Österreich
- Schimmel: 0,5 - 2 Liter zur Verkostung in der Brauerei
- Schimmala: 0,75 Liter; Franken
- Schnitt: Schnell eingeschenktes (und damit nur halb volles) 0,3- bis 0,5-Liter-Glas oder -Steinkrug; Bayern, Franken Wird in Franken, insbesondere "auf dem Keller", oft nur als letztes Bier vor dem Bezahlen ausgeschenkt, nachdem mindestens ein Seidla konsumiert wurde. Dann als "halbes Bier" (0,25 Liter) berechnet, oft aber als 0,3 - 0,4 Liter eingeschenkt.
- Schoppe: 0,5 Liter im Glaskrug; Rheinland-Pfalz, Raum Kaiserslautern
- Seidl: 0,3 Liter im Glas; (Ost-)Österreich, in Westösterreich oft auch Seidel
- Seidla: 0,5 Liter im Steinkrug; Franken
- Seiterl: 0,3 Liter im Glas; Österreich
- Spruz: 0,3-0,4 Liter im Glas, vgl. auch Schnitt oder Pfiff
- Stange: 0,3 Liter Spezialbier; Deutschsprachige Schweiz
- Stein: 1 Liter; Rheinland-Pfalz
- Stubbi: 0,33 Liter Flasche; allgemein für ein kleines Bitburger oder Kirner in den Regionen um Bitburg und Kirn
- Stiefel/Doppelliter: 2,0 Liter; Österreich, Schweiz, Niederbayern
- Stößchen: 0,1 Liter; Köln und Umgebung
- Stößchen: circa 0,15 Liter; Dortmund
- Stüpper: 0,5 Liter in der Flasche; Senseland (Schweiz)
Flaschen
Senseland
- In Deutschland sind Flaschen mit 0,5 und 0,33 Liter gebräuchlich. Kleinere Kellerbrauereien füllen auch in bis zu 3 Liter große Flaschen ab.
- In der Schweiz waren bis in die 1990er Pfandflaschen von 0,58 Litern üblich (Eichhof LU zum Beispiel produziert immer noch in diesem Maß). Heute dominieren die europaweit genormten Pfandflaschen von 0,5 und 0,33 Litern. Regional (zum Beispiel im Kanton Wallis) sind auch Literflaschen gebräuchlich.
- In Österreich sind hauptsächlich Pfandflaschen von 0,5 Litern in Verwendung. Einige Sorten werden allerdings in Einwegflaschen von 0,25 - 0,33 Litern angeboten.
- In den Niederlanden gibt es hauptsächlich Flaschen von 0,35 Litern. Alle Flaschen sind Pfandflaschen.
- In Belgien sind Flaschengrößen zwischen 0,25 und 0,5 Liter üblich, es gibt aber auch Flaschen bis zu 3 Litern Größe.
- In Frankreich sind Flaschen mit einer Größe von 0,25 und 0,75 Liter üblich.
- In Brasilien sind Flaschengrößen von 0,35 und 0,6 Liter üblich.
- In Italien, Japan und Kamerun sind auch Flaschengrößen von 0,66 Liter gebräuchlich.
- In Spanien und Portugal sind 0,25- und 1-Liter-Flaschen und Dosen zu 0,33 oder 0,5 Litern üblich.
- In Dänemark beträgt die Flaschengröße einheitlich 0,33 Liter. Allerdings gibt es auch vereinzelt Bier in 0,38 l Flaschen.
- In Bulgarien beträgt die Flaschengröße für Glasflaschen 0,5 l und für Plastikflaschen 2,0 l.
- In Argentinien ist die Standardgröße im Supermarkt oder am Kiosk 1 Liter, die Standardgröße in der Kneipe ist etwa 0,66 oder 0,75 Liter, seltener auch 0,33 Liter.
- In Thailand beträgt die Flaschengröße für Glasflaschen 0,63 Liter.
- In Indien gibt es Bier überwiegend in Flaschen von 0,325 oder 0,65 l.
Dosen
- In Österreich werden vorwiegend Export-Sorten auch in Dosen angeboten. Dabei werden Aluminiumdosen mit 0,33 l und 0,5 l Inhalt verwendet.
Fässer
- Hirsch: 200 Liter Holzfass; München - Oberbayern (größtes übliches Holzfass)
- Pittermännchen: 10 Liter Kölsch; Deutschland
- Partyfass: 5 Liter, mit Zapfvorrichtung; Mehrweggebinde
- BeerTender: 4 Liter, mit Zapfanlage; Mehrweggebinde
- Keggy:12 Liter, mit Zapfvorrichtung und eingebauter CO2-Kapsel
Gesundheit und Risiken
Als alkoholhaltiges Getränk kann Bier eine starke psychische, sowie in noch größerem Ausmaß eine körperliche Abhängigkeit hervorrufen, also süchtig machen, bzw. zur Alkoholkrankheit führen. Da in bestimmten Regionen der Konsum von Bier und Wein auch in größeren Mengen gesellschaftlich anerkannt ist und so nicht als auffälliges Verhalten gilt, kann das Suchtverhalten von den Betroffenen und ihrem Umfeld eventuell später erkannt werden als bei anderen Substanzen.
Alkohol
Die Ergebnisse einiger internationaler wissenschaftlicher Studien zum Thema Bier, wonach maßvoller Biergenuss gesundheitsfördernd sei, werden häufig in den Medien erwähnt. Diese Ergebnisse sind allerdings umstritten. Regelmäßiger Alkoholkonsum steigert das Risiko, an Krebs zu erkranken; bereits geringe Mengen Alkohol, täglich zugeführt, verschlechtern die Gedächtnisleistung.
Als oberste Grenze eines noch maßvollen Alkoholgenusses galt lange Zeit der Wert von 80 g pro Tag. In den letzten Jahren legte man das Körpergewicht zugrunde und sah einen Verzehr von 1 g Alkohol pro kg Körpergewicht pro Tag als oberste Grenze für einen gesunden und erwachsenen Menschen an. Allerdings schwanken diese Werte beträchtlich, sie sind zum Beispiel abhängig von Geschlecht und Masse, aber auch von der persönlichen Konstitution. Neuerdings wird ein täglicher Verzehr von 30 ml entsprechend 25 g Alkohol als sichere obere Grenze angesehen. Diese Alkoholmenge ist in etwa 0,7 Liter Vollbier beziehungsweise in einem Liter Leichtbier enthalten.
Gewichtszunahme
Zwischenzeitlich wurde in Studien belegt, dass das Körpergewicht durch mäßigen Biergenuss theoretisch vermindert werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht mehr als gewöhnlich isst. Darüber hinaus wurden auch günstige Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Blutgerinnung und die Blutdruckregulation festgestellt. So nehmen zum Beispiel die arteriosklerosefördernden Cholesterinanteile (LDL) im Blut ab, während die schützend wirkenden Cholesterinanteile (HDL) zunehmen.
In der Praxis führt der regelmäßige Konsum von Bier dennoch häufig zur Gewichtszunahme, dem Bierbauch, einfach weil Bier im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken das Hungergefühl besonders intensiv verstärkt. Nicht umsonst wird in vielen Ländern Bier traditionell zusammen mit stärkehaltigen, kalorienreichen Snacks (in Japan mit Eda-Bohnen) konsumiert. Außerdem enthält Bier in Spuren Einfachzucker (Monosaccharide), der zur Entstehung von Übergewicht beitragen kann. Ca. 93 % der leicht verdaulichen Kohlenhydrate sind Dextrine > 10 G, Oligosaccharide und Pentosen; der Rest Maltose und Maltotriose. Darüber hinaus ist bei starkem Bierkonsum eine hormonelle Wirkung der in den weiblichen Hopfenblütenständen enthaltenen Phytoöstrogene nachgewiesen, die neben verschiedenen Symptomen einer Verweiblichung auch für vermehrte Fetteinlagerung an Bauch und Brust sorgen (siehe Gynäkomastie).
Nicht nur im Deutschen wird ein dicker Bauch auch sprachlich in Beziehung zum Bier gesetzt: Auf Japanisch heißt ein dicker Bauch Biiruppara, also "Bier-Bauch", und auf Französisch ventre Kro, "Kronenbourg-Bauch", in Anspielung an den Kosenamen der größten französischen Bierbrauerei. In der österreichischen Mundart existiert der Begriff "Gössermuskel", nach der steirischen Gösser-Brauerei.
An Nährwerten verschiedener Bier-Sorten pro 100ml ergeben sich:
Bier: 48 kcal, Bier (alkoholfrei): 24 kcal, Kölsch: 41 kcal, Diät-Vollbier: 35 kcal, Altbier: 45 kcal, Exportbier: 48 kcal, Bockbier: 65 kcal, Doppelbockbier: 70 kcal
B-Vitamine und Mineralstoffe
Alkohol verbraucht beim Abbau im Körper viele Vitamine und Mineralstoffe, daher ist es stark umstritten, ob Bier zur Vitaminzufuhr und zum Ausgleich des Mineralstoffhaushalts beitragen kann.
"Alkoholfreies" Bier ist als isotonisches Getränk zahlreichen Spezial-Mischungen für Sportler mindestens ebenbürtig, weshalb der Konsum von alkoholfreiem Bier auch Sportlern empfohlen werden kann.
In einer Arbeit der TU München wurde festgestellt, dass sich die Ansammlung von Mineralien und Spurenelementen im Bier günstig auf Nerven und Muskelkraft, auf den Elektrolythaushalt, auf die Aktivierung von Enzymen und die Hormonsteuerung auswirkt. Ferner helfen Eisen und Kupfer bei der Blutbildung. Phosphor fördert den Stoffwechsel und Magnesium stärkt den Herzmuskel. Zink wird zur Insulinbildung benötigt, Fluor schützt die Zähne vor Karies und Mangan macht das Vitamin B für den menschlichen Organismus erst verwertbar.
Ein Liter Vollbier enthält durchschnittlich
| Substanzen |
Art |
Gewicht |
Benötigter Tagesbedarf |
| Grundsubstanzen |
Kohlenhydrate |
38-40 g |
|
|
Eiweiß |
3-5 g |
|
|
Alkohol |
35-43 g |
|
|
Kohlensäure |
4-5 g |
|
|
Wasser |
840-880 g |
|
| Vitamine |
B1 (Thiamin) |
0,04 mg |
0,6-1 mg |
|
B2 (Riboflavin) |
0,3-0,4 mg |
1,5-2 mg |
|
B6 (Rpyridoxin) |
0,47-0,82 mg |
3-5 mg |
|
H (Biotin) |
0,005 mg |
|
|
Nikotinsäure (Niacin) |
6,3-8,8 mg |
12-18 mg |
|
Folsäure |
0,8 mg |
1-2 mg |
|
Pantothensäure |
0,9-1,1 mg |
2-4 mg |
| Elemente |
Schwefel |
0,5-0,6 mg |
|
|
Kalium |
0,42-0,57 mg |
|
|
Phosphor |
0,12-0,16 mg |
|
|
Chlor |
0,11 mg |
|
|
Kalzium |
0,06-0,09 mg |
|
|
Magnesium |
0,05 mg |
|
Kuriosa
Mangans von Alfons Maria Mucha]]
- In Russland zählt Bier seit einigen Jahren offiziell zu den nichtalkoholischen Getränken. Durch diese Änderung wollte man den Wodka-Konsum zurückdrängen, der Plan ist bisher jedoch nicht aufgegangen.
- Derzeit stärkstes Bier der Welt mit einem Alkoholgehalt von 28 Prozent ist das in New Brighton (USA) gebraute Barley Johns Rosies Ale. Der hohe Alkoholgehalt wird unter anderem durch drei aufeinander folgende Zugaben von Kandierzucker und Champagner-Hefe erzielt.
- Stärkstes Bier Europas ist das Samichlaus-Bier (Santa-Claus-Bier). Es wird in der Brauerei "Schloss Eggenberg" in Österreich gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 14 Prozent und eine Stammwürze von 32 Prozent. Die Brauerei "Schloss Eggenberg" übernahm Name und Rezept von der (von der Feldschlösschen Getränke AG aufgekauften und geschlossenen) Brauerei Hürlimann in Zürich.
- Das stärkste Bier Deutschlands ist der "Donnerbock", es hat einen Alkoholgehalt von 13 Prozent (Stammwürze: 25 Prozent) und löste damit das aus Kulmbach stammende EKU 28 ab. Letzteres galt für viele Jahre als das stärkste Bier der Welt.
- Das laut Guinnessbuch der Rekorde stärkste Bier der Welt (nach Stammwürze) ist das »Vetter 33« aus dem Alt-Heidelberger Brauhaus Vetter. Silvester 1987 kredenzte Braumeister Rudolf J. Kasper zum ersten Mal den sehr gehaltvollen Trunk, als er eine Wette mit Herrn Vetter und dem Vetter-Team abschloss, indem er beweisen wollte, dass er das stärkste Bier der Welt brauen kann. Mit seinem »Vetter 33« bot er ein Starkbier als Hausmarke mit einer Stammwürze, die zwischen 33,19 Gewichts- und 37,91 Volumenprozent lag. Dieses Bier ist seit 1994 im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnet.
- Das stärkste tschechische Bier ist das Primátor 24° Double der Brauerei Pivovar Náchod mit einer Stammwürze von 24 Prozent und einem Alkoholgehalt von 10 Prozent.
- In den USA wird Bier mit einem Alkoholgehalt, der über dem normalerweise einzuhaltenden Maximum von 4,5 Prozent liegt, aufgrund der vielfältigen Gesetzgebung zu alkoholischen Getränken oft nicht als beer, sondern als malt liquor verkauft.
- Die Nation mit den meisten Biersorten (über 500) ist Belgien
- In Schweden ist Bier mit über 3,5 Prozent nicht frei erhältlich, sondern wird nur in speziellen Spirituosenläden verkauft.
- Die höchste Brauereiendichte Deutschlands gibt es zwar in Bayern, jedoch nicht wie häufig vermutet in Altbayern, sondern in Franken.
Siehe auch
Liste der Brauereien, Bierpalast, Biergarten, Deutsches Bier, Freibier, Oktoberfest, Kistenlauf, Alkoholmissbrauch
Weblinks
[http://www.bierundwir.de Bierundwir.de] "Ausführliche Informationen zum Vorgang des Brauens, wie Sud, Gährung und Rohstoffe sowie zur Bier- und Braugeschichte und den Biersorten.
"
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als:Bier
ja:ビール
ko:맥주
simple:Beer
th:เบียร์
Stickstoff
Der Name Stickstoff bezeichnet das chemische Element aus dem Periodensystem der Elemente mit dem Symbol N und der Ordnungszahl 7. Man spricht auch von atomarem Stickstoff. Elementar tritt Stickstoff jedoch nur in Form eines kovalenten Homodimers, einer chemischen Verbindung aus zwei Stickstoff-Atomen, auf (→ molekularer Stickstoff, auch Distickstoff (vgl. Disauerstoff), Summenformel N2).
Molekularer Stickstoff ist ein Hauptbestandteil der Luft. Er ist in der Umwelt ein wichtiger Dünger, der durch Stickstofffixierung auf natürlichem Wege im Humus angereichert wird. In atomarer Form ist er als Baustein der Proteine ein wichtiges Hauptnährelement aller Organismen. Stickstoff ist ein zentrales Element im Stickstoffkreislauf der Ökosysteme und wurde, da es in Mineralien relativ selten auftritt, auf der Erdoberfläche und im Wasser fast ausschließlich biotisch angereichert.
Das Elementsymbol N leitet sich von der lateinischen Bezeichnung nitrogenium (von altgriech. νιτρον „Laugensalz“ und altgriech. γενος „Herkunft“) ab. Die deutsche Bezeichnung Stickstoff erinnert daran, dass molekularer Stickstoff Flammen löscht („erstickt“).
Geschichte
Nitrate und Ammoniumsalze wurden schon von Alchemisten verwendet. Carl Wilhelm Scheele wies 1771 Stickstoff als Bestandteil der Luft nach. Erstmals im Jahr 1774 wurde Ammoniak von Joseph Priestley dargestellt. Durch die Einführung des Frank-Caro-Verfahrens (Kalkstickstofferzeugung nach Adolf Frank und Heinrich Caro) wurde der Luftstickstoff erstmals Anfang des 20. Jh. nutzbar gemacht. Ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts wurden weitere wichtige Verfahren großtechnisch verfügbar. Zu diesen Verfahren zählen unter anderem die Gewinnung von Salpetersäure (Birkeland-Eyde-Verfahren, nach Kristian Birkeland und Sam Eyde), die katalytische Ammoniakverbrennung nach Wilhelm Ostwald sowie die Ammoniaksynthese nach Fritz Haber und Carl Bosch. 1906 gelang es dem niederländischen Physiker Heike Kamerlingh Onnes erstmals flüssigen Stickstoff mit -195,80 °C herzustellen.
Vorkommen
In der Erdatmosphäre sind 75,5 Massen-Prozent oder 78,7 Volumen-Prozent Stickstoff enthalten. In der Erdkruste kommt Stickstoff nur zu 0,03 % vor. Stickstoffhaltige Mineralien sind relativ selten.
In der Natur gibt es zahlreiche wichtige organische Stickstoffverbindungen, wie beispielsweise Eiweiße und Nukleinsäuren. In Form der anorganischen Nitrate und Ammoniumverbindungen erfolgt die Aufnahme bei Pflanzen über die Wurzeln. Umgekehrt werden beim Abbau organischen Materials (beispielsweise durch Verwesung) diese Verbindungen wieder frei gesetzt und stehen dem Stoffkreislauf wieder zur Verfügung (Stickstoffkreislauf).
Gewinnung/Darstellung
Primär wird Stickstoff heute durch die fraktionierte Destillation verflüssigter Luft gewonnen. Dieser ist aber meistens noch durch Sauerstoff und Edelgase verunreinigt. Für das Entfernen des verbliebenen Sauerstoffs gibt es eine biologische Methode unter Verwendung von Reis-Keimlingen.
Großtechnisch erfolgt die Herstellung von Stickstoff im Rahmen des Haber-Bosch-Verfahrens zur Ammoniak-Synthese.
Eine andere Möglichkeit ist das Binden des Luftsauerstoffs unter Erhitzen an Kohle und das anschließende Auswaschen des entstandenen Kohlendioxids. Der Luftsauerstoff kann auch durch das Überleiten der Luft über glühendes Kupfer oder durch eine alkalische Pyrogallol- bzw. Natriumdithionit-Lösung entfernt werden.
Im Labor kann reiner Stickstoff durch Erhitzen auf einer wässrigen Ammoniumnitrit-Lösung oder einer Lösung des Gemisches Ammoniumchlorid/Natriumnitrit etwa 70 °C dargestellt werden:
Alternativ ist eine Thermolyse von Natriumazid möglich, die zur Darstellung von spektroskopisch reinem Stickstoff verwendet wird.
Eigenschaften
Molekularer Stickstoff ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, welches bei tiefen Temperaturen zu einer farblosen Flüssigkeit kondensiert. Stickstoff ist in Wasser wenig löslich (2,33 ml Stickstoff in 100 ml Wasser bei 0 °C).
Stickstoff geht in seinen Verbindungen vorzugsweise kovalente Bindungen ein. In der 2s2p3 Elektronenkonfiguration führt die Bildung von drei Kovalenzen zur Oktettkomplettierung. Verbindungen, in denen dieser Bindungstypus vorkommt, sind beispielsweise:
- Ammoniak
- Amine
- Hydrazin
- Hydroxylamin
Diesen Verbindungen ist allen eine trigonale pyramidale Struktur und ein freies Elektronenpaar zu eigen. Über dieses freie Elektronenpaar können diese Verbindungen als Nukleophile und als Basen agieren.
Der in der Natur vorkommende molekulare Distickstoff N2 ist durch die im Stickstoffmolekül vorhandene stabile Dreifachbindung und die damit verbundene hohe Bindungsdissoziationsenergie von 942 kJ/mol sehr reaktionsträge. Entsprechend hoch ist die erforderlichen Aktivierungsenergie, die gegebenenfalls durch geeignete Katalysatoren verringert werden kann.
In einer Veröffentlichung im August 2004 gaben Forscher vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz bekannt, dass sie unter Drücken von über 110 GPa bei einer Temperatur von über 2000 K eine neue kristalline Form, sogenannten polymeren Stickstoff mit Einfachbindungen erzeugt haben [http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2004/pressemitteilung200408022/index.html].
Isotope
Neben den beiden natürlichen Isotopen 14N und 15N gibt es künstliche Isotope mit Massenzahlen von 12 bis 19. Deren Halbwertszeit beträgt zwischen 9,97 Minuten und 11 Millisekunden.
Verbindungen
Verbindungen, in denen Stickstoff vorkommt:
- Stickstoffmonoxid
- Stickstoffdioxid
- Stickstofftetroxid
- Distickstoffoxid
- Aminosäuren
- Peptide
- Proteine
- Spermin
- Jodstickstoff
- Farbstoffe
- Nitrate, Nitrite, Nitride
Verwendung
Technisch wird Stickstoff zur Synthese von Ammoniak und Kalkstickstoff sowie als Schutzgas beim Schweißen, als Lampenfüllung und bei chemischen Reaktionen verwendet. Darüber hinaus finden Stickstoffverbindungen mannigfaltige Anwendungen im Bereich der organischen Chemie und dienen als Düngemittel.
Stickstoff wird auch zur Füllung von Autoreifen angeboten. Es ist bisher nicht nachgewiesen, dass dies für Fahrzeugreifen im Straßenverkehr irgendeinen Vorteil bewirkt. Kritiker vermuten, dass es sich lediglich um eine PR-Masche der Anbieter handelt.
Aufgrund der geringen Siedetemperatur wird flüssiger Stickstoff als Kältemedium in der Kryotechnik eingesetzt. Der Stickstoff entzieht dabei dem Kühlgut die nötige Verdampfungswärme. Vorteilhaft gegenüber der Verwendung von flüssigem Sauerstoff bei ähnlichem Siedepunkt sind die inerten Eigenschaften des Stickstoffs. Flüssiger Stickstoff wird zur Kühlung von Hochtemperatursupraleitern sowie zur Lagerung biologischer und medizinischer Proben verwendet. Im Tiefbau wird er zur Bodenvereisung eingesetzt.
Nachweis
Stickstoff, der in organisch gebundener Form vorliegt, kann qualitativ mittels Lassaignesche Probe und quantitativ mittels der Kjeldahlsche Stickstoffbestimmung oder Elementaranalyse erfasst werden.
Weblinks
Kategorie:Gruppe-15-Element
Kategorie:Periode-2-Element
Kategorie:Nichtmetall
Kategorie:Löschmittel
Kategorie:Gas
ja:窒素
ko:질소
simple:Nitrogen
th:ไนโตรเจน
Guinness (Bier)
Guinness ist eine dunkle Biersorte (Stout) aus Irland. Es wird von der Brauerei Guinness hergestellt, die von Arthur Guinness im Jahr 1756 in Dublin gegründet wurde. Die Brauerei ist dort ein wichtiger Arbeitgeber. Seit 1759 wird Guinness am St. James's Gate in Dublin gebraut. Im Guinness Store House kann man mehr über die Geschichte und den Herstellungsprozess erfahren. Inzwischen wird es unter Lizenz in über 50 Ländern hergestellt, wobei sich der Geschmack teilweise vom irischen Original unterscheidet. In Europa stammt das Bier allerdings aus dem irischen Mutterkonzern.
Biersorten
- Guinness Draught
- Guinness "Extra Stout", welches stärker als das "draught" Stout ist, damit es sich in Flaschen länger hält
- Guinness "Foreign Extra", welches den höchsten Alkoholgehalt aller Guinness-Biere hat, um es ursprünglich für lange Schiffstransporte und warme Gegenden haltbar zu machen. Heute macht das Foreign Extra ca. 40 % am weltweiten Verkauf von Guinness aus. Es wurde ehemals Guinness Tropical Stout genannt.
"Draught" Guinness und das Dosenbier ("Canned") enthalten als "Sprudel-Gas" neben 30 % Kohlensäure 70 % Stickstoff, was diesen einen sehr eigenen Geschmack verleiht. Eine Besonderheit ist das in den Dosen enthaltene Floating widget.
Das Guinness-Buch der Rekorde stammt ebenfalls aus dieser Firma, der Legende nach, um Streitigkeiten in einem Pub schlichten zu können.
Bekannte Firmenwerbeslogans: „Guinness for Strength“, „It's a Lovely Day for a Guinness“ und am bekanntesten „Guinness is Good For You.“
Weblinks
- [http://www.guinness.de/ Homepage] (Deutsch)
- [http://www.guinness.com/ Homepage] (Englisch)
- [http://www.ivo.se/guinness/ Guinness Beer FAQs and Folklore] (Englisch)
Kategorie:Brauerei
Kategorie:Biermarke
Kategorie:Unternehmen (Irland)
ja:ギネス
Drag & DropDrag & Drop (englisch drag & drop = Ziehen und Fallenlassen) ist eine Methode zum Bewegen von Daten in einem Computerprogramm mittels einer Maus.
Der Vorgang beginnt in der Regel durch das Klicken und Gedrückthalten einer Maustaste auf die grafische Abbildung einer D&D-Quelle, worauf meist der Mauszeiger seine Erscheinungsform ändert. Wird der Mauszeiger über ein D&D-fähiges grafisches Element bewegt und die Maustaste dort wieder losgelassen, dann werden, je nach Quell- und Zielprogramm, die mit der Quelle verbundenen Daten an das Ziel kopiert, verschoben oder dort eine Verknüpfung erstellt.
Auch komplexere Aktionen wie z. B. das Öffnen einer Datei durch Ziehen der zu öffnenden Datei in ein Programm oder das Anhängen einer Datei an eine E-Mail durch Ziehen der Datei in das E-Mail-Programm sind möglich.
Kategorie:Benutzerschnittstelle
Kategorie:BierKategorie:Alkoholhaltiges Getränk
ja:Category:ビール
th:Category:เบียร์
נוף אילון
נוף איילון הוא ישוב קהילתי תורני, הנמצא בתחומי המועצה האזורית גזר ליד קיבוץ שעלבים.
נוף איילון, מחולק לשתי שכונות, המכונות: "שלב א'" ו-"שלב ב'".
:הרחובות בשלב א': ברקת, החושן, שוהם, לשם, יהלום וספיר.
:הרחובות בשלב ב': דביר, אריאל ומוריה.
קישורים חיצוניים
- [http://www.bubbles.co.il אתר המרשתת של נוף איילון]
קטגוריה:ישובים בישראל
קטגוריה:ישראל: ישובים קהילתיים
קטגוריה:מועצה אזורית גזר
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