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Event

Event

Das Wort Event (engl. für Ereignis v.lat eventus) wird im Deutschen in manchen Zusammenhängen an Stelle des Wortes Ereignis verwendet:
- Im gesellschaftlichen Leben meint es ein lokales Fest oder einen staatlichen Festakt
- Im Unterhaltungsgewerbe meint es eine Veranstaltung. Siehe auch Eventmarketing
- In der Softwaretechnik meint es ein Ereignis (Programmierung)
- Eine Thrash Metal Band: Event (Band)

Englische Sprache

Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an. In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache. Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt. Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache. Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.

Verbreitung

Amtssprache

Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt: Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern

Sprachwissenschaftliche Einordnung

Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen. Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf. Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen. Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat. Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen. Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft. Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach ISO 639); der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.

Sprachvarianten der englischen Sprache

Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt. Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind. Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache) Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt. Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.

Ähnliche/Verwandte Wörter

Deutsch und Niederländisch

Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.

Dänisch

Französisch

Textsammlungen

Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.

Siehe auch


- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien

Literatur


- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468

Weblinks


- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Englische Sprache Kategorie:Anglistik als:Englische Sprache ja:英語 ko:영어 ms:Bahasa Inggeris simple:English language th:ภาษาอังกฤษ zh-min-nan:Eng-gí

Deutsche Sprache

Die deutsche Sprache (Hochdeutsch und Niederdeutsch) zählt zur indoeuropäischen Sprachfamilie (in Deutschland abweichend auch indogermanische Sprachfamilie genannt), spezifisch zu den westgermanischen Sprachen.

Geschichte

Hauptartikel: Deutsche Sprachgeschichte Als hochdeutsche Sprache bezeichnet man zunächst alle germanischen Dialekte, die im frühen Mittelalter an der zweiten oder althochdeutschen Lautverschiebung beteiligt waren (alemannisch, bairisch, ost-, rhein-, mittelfränkisch, ostmitteldeutsch = ober- und mitteldeutsche Mundarten = hochdeutsche Mundarten). Die germanischen Dialekte, die diese zweite germanische Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht haben, bezeichnet man seit der frühen Neuzeit als niederdeutsche Sprachen (niedersächsisch und niederfränkisch). Das Wort „teutsch“ (deutsch) bildete sich dabei innerhalb des Lateinischen aus dem germanischen Wort für „Volk“ (thioda, thiodisk) heraus und bezeichnete die Sprache der nicht lateinisch (und nicht romanisch) sprechenden Bevölkerung. Die ältere Bezeichnung „fränkisch“ für die eigene Sprache traf etwa seit dem 9. Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu, nachdem einerseits die westfränkische Oberschicht im späteren Frankreich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevölkerung übernommen hatte und andererseits das Ostfrankenreich auch nicht-fränkische Stämme wie die Alemannen, die Bayern, die Thüringer und die (Nieder-)Sachsen umfasste. Da während des ganzen Mittelalters im Unterschied zu den Nachbarländern in dem Land der Teutschen stark territorial zersplitterte politische Strukturen existierten, entwickelten sich die zum Teil extrem unterschiedlichen deutschen Dialekte (deutsche Mundarten) lange parallel nebeneinander her. Einen ersten Ansatz zu einem überregionalen Ausgleich der Mundarten hat man teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der höfischen Dichtung um 1200 sehen wollen. In der Tat ist teilweise das Bemühen der Dichter zu erkennen, nur regional verständliches Vokabular und dialektale lautliche Besonderheiten zu vermeiden, um ein überregionales Verständnis ihrer Werke zu ermöglichen; andererseits muss aber die Breitenwirkung der an den Fürstenhöfen tätigen Dichter zu einer Zeit, als nur eine verschwindend geringe Minderheit der Bevölkerung alphabetisiert war und Zugang zu dieser elitären Kunst hatte, als äußerst gering eingeschätzt werden. Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift- und Standardsprache kann daher erst in überregionalen Ausgleichsprozessen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit gesehen werden. Während die Standardsprache in den meisten europäischen Ländern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt hervorgegangen ist, stellt die heutige deutsche Hochsprache (Standardsprache) eine Art „Kompromiss“ zwischen den mittel- und oberdeutschen Dialekten südlich der Benrather Linie dar. Benrather Linie In Norddeutschland hat sich das Hochdeutsche, vor allem im Gefolge der Reformation als Amts- und Schulsprache gegen das Niederdeutsche (Plattdeutsche/Niedersächsische und Niederfränkische) durchgesetzt. Zur Blütezeit der Hanse fungierte das Niederdeutsche als Verkehrssprache im gesamten Nord- und Ostseeraum. Auch die Niederländische Sprache ist eine niederfränkische und daher niederdeutsche Sprache. Martin Luther übersetzte 1521 das Neue Testament und 1534 das Alte Testament in die sich damals noch entwickelnde neuhochdeutsche Schriftsprache. Die dort verwendete Sprache in einer ostmitteldeutschen Färbung prägte durch die religiöse Bedeutung Luthers ganze Generationen. Es muss aber angemerkt werden, dass Luthers Bedeutung im Hinblick auf die Entstehung der Neuhochdeutschen Schriftsprache lange Zeit überschätzt wurde. Bereits seit dem 14. Jahrhundert bildete sich allmählich eine immer stärker überregional geprägte Schriftsprache heraus, die man auch als Frühneuhochdeutsch bezeichnet. Die Herausbildung der hochdeutschen Schriftsprache war im 17. Jahrhundert zum Großteil abgeschlossen. Durch die Beseitigung der so genannten Letternhäufelung im 18. Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzügen kaum veränderte deutsche Schriftbild abgerundet. Die Geschichte der deutschen Sprache wird häufig in vier Abschnitte (Sprachstufen) unterteilt:
- 7501050: Althochdeutsch
- 10501350: Mittelhochdeutsch
- 13501650: Frühneuhochdeutsch
- ab 1650: Neuhochdeutsch Johann Christoph Adelung veröffentlichte 1781 das erste große Wörterbuch. Jacob und Wilhelm Grimm begannen 1852 mit der Herausgabe des umfassendsten Deutschen Wörterbuchs, das 1961 vollendet wurde, aber seither einer Überarbeitung unterzogen wird. Die deutsche Rechtschreibung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend normiert. Ein Durchbruch zu einer deutschen „Einheitsschreibung“ gelang mit dem „Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Konrad Duden (1880), das in der Rechtschreibreform von 1901 in leicht veränderter Form zur Grundlage der amtlichen Rechtschreibung erklärt wurde. Erst 1996 kam es zu einer erneuten Rechtschreibreform. Siehe dazu auch Geschichte der deutschen Rechtschreibung. In der Bundesrepublik Deutschland ist Hochdeutsch:
- nach § 23 Verwaltungsverfahrensgesetz (BVwVfG) als Amtssprache,
- nach § 5 Beurkundungsgesetz als Sprache für notarielle Urkunden,
- nach § 184 Gerichtsverfassungsgesetz als Gerichtssprache festgelegt. Besondere Regelungen gelten für die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein sowie für die Sorben in Brandenburg und Sachsen; mittlerweile aber auch für die niederdeutsche Sprache. In Österreich ist laut Artikel 8. (1) Bundes-Verfassungsgesetz (BVG) die (hoch-)deutsche Sprache, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeräumten Rechte, die Staatssprache der Republik. In Liechtenstein ist Deutsch die alleingültige Amtssprache. Es kennt keine Minderheitensprachen.

Hochdeutsch als Amtssprache (neben anderen Sprachen)


- Belgien (mit Französisch und Niederländisch)
- Luxemburg (mit Luxemburgisch und Französisch)
- Schweiz (63 % deutsch) (auf gesamtstaatlicher Ebene neben Französisch, Italienisch und Rätoromanisch; in 17 von 26 Kantonen alleinige Amtssprache, in 4 weiteren Amtssprache neben anderen Sprachen)
- Italien: nur regional in Südtirol (mit Italienisch und Ladinisch; in anderen Regionen: Aostatal: Französisch; Friaul: Slowenisch jeweils mit Italienisch)
- Dänemark: in Gebieten der deutschen Minderheit (Sønderjylland) (neben Dänisch)
- Namibia (seit Juni 1984 mit Afrikaans und Englisch, seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 nicht mehr Amtssprache)
- Russland: Anerkannte Verkehrssprache der deutschstämmigen Bevölkerung in den beiden westsibirischen Nationalkreisen Asowo (Gebiet Omsk) und Halbstadt (Altai-Region). Deutsch ist zudem eine Amtssprache der Europäischen Union und eine Arbeitssprache der Vereinten Nationen. Dass Deutsch beinahe Amtssprache der USA geworden wäre, ist ein Gerücht, das auf eine Fehlinterpretation zurückzuführen ist (Mühlenberg-Legende, siehe auch Deutsche Sprache in den USA).

Als Minderheitensprache


- Argentinien 300.000
- Australien 200.000 oder mehr ( 2 Millionen Deutschstämmige)
- Belgien 112.458
- Brasilien (1.900.000)
- Chile (100.000)
- Dänemark 20.000
- Estland 3.460
- Frankreich: von den 1.200.000 potenziell deutschsprachigen Elsässern und Lothringern spricht nur noch ein kleiner Teil den angestammten Dialekt
- Italien 330.000
- Kanada 500.000 oder mehr (2,8 Millionen Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt).
- Kasachstan 358.000
- Kroatien 11.000
- Lettland 3.780
- Litauen 2.060
- Moldawien 7.300
- Namibia 30.000
- Niederlande 47.775
- Paraguay 200.000
- Polen 170.000
- Rumänien (70.000.)
- Russland: europäischer Teil (75.000), Sibirien (767.300)
- Slowakei 12.000
- ((Südafrika)) 300.000-500.000 (100.000 Passdeutsche, 1 Million Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt).
- Togo
- Tschechien 50.000
- Ukraine 38.000
- Ungarn 145.000
- Vereinigte Staaten von Amerika 6.100.000 , insbes. Pennsylvaniadeitsch s. Kapitel Pennsylvania Dutch Siehe auch: Deutschsprachige Minderheiten

Als Fremdsprache

Deutsch (Hochdeutsch) wird in vielen Ländern als Fremdsprache gelehrt; in Europa ist es nach Englisch am weitesten verbreitet. Besonders häufig wird Hochdeutsch als Fremdsprache in den Niederlanden, Skandinavien, Baltikum, Slowenien, Kroatien, Polen, Japan, Bosnien und Herzegowina, der romanischen Schweiz, Serbien, Ungarn, Montenegro, Mazedonien und Bulgarien gewählt. Teilweise gilt Deutsch in diesen Ländern als erste Schulfremdsprache und steht damit noch vor dem Englischen. Auch in Weißrussland wird Deutsch oft an Schulen unterrichtet. In anderen Ländern, so zum Beispiel in Frankreich und den USA, verliert Deutsch zunehmend an Bedeutung gegenüber Spanisch. In Ostasien (Japan) wurde im 19. und 20. Jahrhundert Deutsch als Medizinsprache verwendet (an Stelle von Latein). Nach einer Erhebung der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache, der u. a. das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut angehören, gab es 2000 die meisten Deutschlerner in:
- Russische Föderation: 4.657.500
- Polen: 2.202.708
- Frankreich: 1.603.813
- Tschechien: 799.071
- Ukraine: 629.742
- Ungarn: 629.472
- Kasachstan: 629.874
- Niederlande: 591.190
- USA: 551.274 Deutsch ist heute die nach Englisch am meisten verwendete Sprache im Internet (gefolgt von Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch). Mehr als acht Prozent aller Seiten im Internet sind auf Deutsch. (Internetseiten auf Englisch:Cirka 50 %)

Als Kreolsprache

Im Zuge der Kolonialisierung entstand im heutigen East New Britain das so genannte Unserdeutsch, das weltweit einzige Kreoldeutsch. Diese Sprache ist jedoch mittlerweile fast ausgestorben, da die meisten Sprecher auswanderten. Außerdem haben sich in Papua-Neuguinea bis zu 150 Wörter deutschen Ursprungs in der Sprache Tok Pisin erhalten.

Aussprache

Siehe Aussprache der deutschen Sprache.

Grammatik

siehe dazu deutsche Grammatik

Rechtschreibung

Siehe dazu deutsche Rechtschreibung.

Textsammlungen

Beim Projekt Gutenberg-DE gibt es Texte von über 1000 Autoren. Wikisource enthält mehr als 2000 deutschsprachige Werke. Siehe auch: Deutsche Literatur, Sprichwörter, Deutschsprachige Schriftsteller: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dialekte der hochdeutschen Sprache

Die Einteilung der deutschen Dialekte beruht auf Untersuchungen des 19. Jahrhunderts. In gleicher Zeit begann die Herausbildung von Umgangssprachen als einer Art Mischform zwischen Standardsprache und Dialekt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängen die Umgangssprachen die alten Dialekte.
- Mitteldeutsch
  - Westmitteldeutsch (siehe auch: Fränkische Sprache)
    - Mittelfränkisch (Ripuarisch, Moselfränkisch, Luxemburgisch)
    - Rheinfränkisch (Pfälzisch, Hessisch)
  - Ostmitteldeutsche Sprache
    - Thüringisch-Obersächsisch, (Kolonialdialekte)
    - Berlin-Brandenburgisch (Mischform mit Ostniederdeutsch)
    - Ostmitteldeutsche Dialekte
      - Lausitzische Dialekte
    - Ermländisch
- Fränkisch im Übergangsbereich zwischen dem Oberdeutschen und Mitteldeutschen (Wird häufig dem Oberdeutschen zugeordnet.)
  - Ostfränkisch, umgangssprachlich "Fränkisch"
    - Mainfränkisch
  - Süd-Rheinfränkisch
- Oberdeutsch
  - Alemannisch
    - Schwäbisch
    - Elsässisch
    - Niederalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte)
    - Hochalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte)
    - Höchstalemannisch (schweizerdeutsche Dialekte)
  - Bairisch
    - Südbairisch
    - Mittelbairisch
    - Nordbairisch

Niederdeutsche Sprachen


- Niederdeutsch
  - Niedersächsisch
  - Niederfränkisch Niederdeutsch bzw. die niederdeutschen Sprachen zeigen bedeutende phonologische, morphologische und lexikal-semantische Unterschiede gegenüber den übrigen deutschen Mundarten. Diese Sprachgruppe hat die zweite hochdeutsche Lautverschiebung nicht mitvollzogen. Das Niedersächsische, das in Deutschland und in den Niederlanden gesprochen wird und gemeinhin in Norddeutschland als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Plattdüütsch) bezeichnet wird (in den Niederlanden als „nedersaksisch”) wird auch als Teil einer niederdeutschen Sprachgruppe aufgefasst. Mittlerweile hat das Niedersächsische infolge der Sprachencharta des Europarats einen offiziellen Status als Regionalsprache erhalten, weil die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen Niedersächsisch für einen Schutz gemäß Teil III der Sprachencharta angemeldet haben. Vermutlich kann dennoch sein allmähliches Aussterben nicht aufgehalten werden. Das Niederfränkische lebt weiter im Niederländischen. Auch die ursprünglichen Dialekte am Niederrhein (Kleve, Wesel, Duisburg, Mülheim an der Ruhr) sowie die alten Mundarten im Ostbergischen gehörten dem niederfränkischen Zweig an. Sie sind seit dem Zweiten Weltkrieg praktisch im Aussterben. Die Mundarten des Gebietes zwischen der Uerdinger Linie (Ik-/Ich-Linie) und der Benrather Linie (Maken-/Machen-Linie) (Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss) weisen sowohl niederfränkische als auch mittelfränkische Züge auf und sind ein mundartliches Übergangsgebiet zwischen den hochdeutschen und den niederfränkischen Mundarten.

Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache

Durch ihre zentrale Lage in Europa wurde die deutsche Sprache über die Jahrhunderte durch andere Sprachen beeinflusst. Im Mittelalter und der Zeit davor war es vor allem die lateinische Sprache, aus der sich die deutsche Sprache bediente. So sind viele alltägliche Wörter, vor allem aus Architektur, Religion und Kriegswesen (z. B. Fenster, Keller, Karren, dominieren, Kloster), aus dem Lateinischen entlehnt. Auch die griechische Sprache hat das Deutsche in Religion, Wissenschaft und Philosophie stark beeinflusst (z. B. Philosophie, Physik, Demokratie, Krypta). Später war es dann vor allem die französische Sprache, die großen Einfluss auf das Deutsche ausübte. Da nach dem Dreißigjährigen Krieg an vielen Höfen französisch gesprochen wurde und selbst preußische Könige diese Sprache besser beherrschten als Deutsch und letzteres, frei nach Voltaire, nur zur Kommunikation mit Soldaten und Pferden gebraucht wurde, kamen vor allem Wörter aus dem vornehmen Bereich in die deutsche Sprache (z. B. Boulevard, Trottoir, Konfitüre). Auch aus den slawischen Sprachen (z. B. Grenze, Pistole), dem Jiddischen und dem Rotwelsch (z. B. Zoff, meschugge, Mischpoke, Schockse) kamen einige Wörter ins Deutsche, jedoch war der Einfluss dieser Sprachen im Vergleich zu den vorgenannten wesentlich geringer. In Handel, Botanik und Medizin lassen sich auch einige Einflüsse aus dem Arabischen ausmachen, die verstärkt im Mittelalter beispielsweise durch die Kreuzzüge nach Europa und somit auch nach Deutschland kamen. Aber auch in alltäglichen Begriffen wie Koffer, Benzin oder Limonade lassen sich arabische Einflüsse bzw. Ursprünge nachweisen. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts nahm in Deutschland das Englische zunehmend Einfluss auf die deutsche Sprache (Anglizismen). Diese Entwicklung wird von einigen skeptisch betrachtet. Kritiker bringen vor, es handle sich oftmals (z. B. bei Handy) um Pseudo-Englisch, für das es genügend deutsche Synonyme gebe. Auch technische Zwänge bei der Synchronisation englischsprachiger Filme üben mittlerweile einen Einfluss auf das Deutsche aus. Um Lippensynchronizität zu gewährleisten, werden Worte und Redewendungen kreiert, die zuvor im Deutschen nicht üblich waren, sich dann aber später in der Umgangssprache durchsetzen (z.B. "Oh mein Gott" statt "Um Gottes Willen" als Übersetzung für "Oh my God"). "Verdeckte" Anglizismen gibt es mittlerweile auch aus anderen Gründen: So ist der heute sehr gebräuchliche Ausdruck "nicht wirklich" die wortwörtliche Übersetzung von "not really" und bedeutet demzufolge soviel wie "eigentlich nicht" – allerdings hat sich der Ausdruck inzwischen verselbständigt. Eine Sprachpolitik, wie sie unter anderem in Frankreich und Island betrieben wird, um eine Anreicherung der Sprache mit Anglizismen zu unterbinden, findet in Deutschland seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr statt. Gründe hierfür sind möglicherweise in der Sprachpolitik des Nationalsozialismus zu suchen. Andere verwerfen solche Bemühungen unter Verweis auf Joachim Heinrich Campe als Sprachpurismus.

Literatur zu Kontakten der deutschen Sprache


- Johannes Bechert/Wolfgang Wildgen: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt, Wiss. Buchgesellschaft, 1991
- Csaba Földes: Kontaktdeutsch. Zur Theorie eines Varietätentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit. Tübingen, Verlag Gunter Narr, 2005
- Claudia Maria Riehl: Sprachkontaktforschung. Tübingen, Narr, 2004

Wie das Deutsche in anderen Sprachen heißt

Aufgrund der sehr wechselhaften Geschichte Deutschlands gibt es in den Sprachen der Welt mehr unterschiedliche Formen für den Namen der deutschen Sprache als für die meisten anderen Sprachen der Welt. Allgemein kann man die Namen der deutschen Sprache aber aufgrund ihrer Herkunft in sechs Gruppen zusammenfassen. Anmerkung: In der Vergangenheit war im Rumänischen die dem Slawischen entlehnte Form nemţeşte üblich, aber heute wird im Rumänischen vorwiegend das Wort germană benutzt. Das ungarische német ist auch aus dem Slawischen entlehnt, ebenso der Name Österreichs im Arabischen, an-Nimsā (النمسا).

Siehe auch


- Jiddisch
- Rotwelsch
- »BRD-Sprache« und »DDR-Sprache«, Duden als Sprachwächter
- Schweizer Hochdeutsch, Schweizerdeutsch
- Sprachgebrauch in Österreich
- Belgranodeutsch
- Deutschsprachiger Raum
- Institut für Deutsche Sprache
- Gebärdensprache im deutschsprachigen Raum
- Moselromanisch
- Deutsche Sprache in Namibia
- :Kategorie:Deutsche Sprache
- Variantenwörterbuch des Deutschen
- Pennsylvania Dutch, Hutterisch, Texasdeutsch
- Riograndenser Hunsrückisch
- Deutsche Redewendungen
- Studentensprache
- Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen
- Liste der häufigsten Wörter der deutschen Sprache

Weblinks


- [http://www.ids-mannheim.de Institut für deutsche Sprache, Mannheim]
- [http://www.gfds.de/ Gesellschaft für deutsche Sprache, Wiesbaden]
- [http://wortschatz.uni-leipzig.de/index.html Wortschatz der deutschen Sprache]
- [http://www.dwb.uni-trier.de/ Grimm, Deutsches Wörterbuch]
- [news:de.etc.sprache.deutsch Newsgroup zur deutschen Sprache] ([http://groups.google.com/groups?q=de.etc.sprache.deutsch de.etc.sprache.deutsch bei Google], [http://faql.de FAQs zur Newsgroup])
- [http://www.canoo.net/index.html Rechtschreibung mit Online-Prüfung, Grammatik, Morphologie und anderes]
- [http://www.woerterbuch.info/ woerterbuch.info - Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen]
- [http://www.deutsche-sprachwelt.de Magazin
Deutsche Sprachwelt] Eine Übersicht über die Beiträge in Wikipedia zum Thema Sprache bietet das Portal:Sprache. Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Germanisch Kategorie:Einzelsprache !
-
als:Deutsche Sprache ja:ドイツ語 ko:독일어 ms:Bahasa Jerman simple:German language th:ภาษาเยอรมัน


Gesellschaft

Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen einem Alltagsverständnis von Gesellschaft (beispielsweise 'eine Menge von Personen', oder spezieller: "in guter Gesellschaft sein", "gesellschaftlichen Anschluss suchen", "das ist mir eine feine Gesellschaft") und der Verwendung des Begriffs in der Soziologie bzw. den Sozialwissenschaften überhaupt und im Privatrecht. Biosoziologisch gesehen ist der Mensch 'von Natur in Gesellschaft', mit (bereits) Aristoteles' Worten also ein ζώον πολιτικόν (zóon politikón), ein auf 'Staaten-(Gemeinden-, Poleis-)Bildung angelegtes Wesen'. Die Herkunft des Begriffes "Gesellschaft" ist aus altertümlich gewordenen Worten wie "Geselle" erkennbar (vgl. Gleich und gleich gesellt sich gern). Eine oft implizite Bedeutung des Begriffs "Gesellschaft" ist, dass seine Mitglieder ein gegenseitiges Interesse oder ein Interesse an einer allgemeinen Zielsetzung teilen.

Gesellschaft (Soziologie)

Zum Begriff

In der Soziologie wird unter Gesellschaft allgemein das Zusammenleben von Menschen verstanden. Der Begriff wird auch für Gruppen von Menschen verwandt, beispielsweise für ein Volk, oder für einen strukturierten, räumlich abgegrenzten Zusammenhang zwischen Menschen (z.B. ("die schwedische Gesellschaft") oder für ein durch die Dichte und Multiplexität sozialer "Interaktionen" abgegrenztes Knäuel im Netzwerk der Menschheit. Die Bezeichnung "Gesellschaft" ist als zentraler Grundbegriff der Soziologie nicht unumstritten. Analytisch eingeführt wurde der Terminus durch den Soziologen Ferdinand Tönnies 1887 in seinem Werk "Gemeinschaft und Gesellschaft". Tönnies stellt dem Begriff Gemeinschaft, welche sich durch gegenseitiges Vertrauen, emotionale Anbindung und Homogenität auszeichnet, den Begriff Gesellschaft gegenüber, derer sich die Akteure mit jeweils individuellen Zielen bedienen. Dies führt zu einer nur losen Verknüpfung der Individuen in der Gesellschaft. Beide, Gemeinschaft und Gesellschaft, sind für ihn Gegenstände der Soziologie. Max Weber knüpfte mit dem Begriff Vergesellschaftung daran an.

Konkrete Anwendung des Begriffs

Für konkrete Anwendungen des Begriffs wird die Grenze der Gesellschaft wegen allzu schlecht bestimmbarer Allgemeinbegriffe meist da angesetzt, wo (vermeintlich) die Gemeinsamkeit endet, die mit der Verwendung des Begriffs angedeutet werden soll. Diese Gemeinsamkeiten werden nach verschiedenen Kriterien abgegrenzt. So werden einzelne Länder (Abgrenzungskriterium: Landesgrenzen) als Gesellschaften bezeichnet, ebenso wie Kulturen (Abgrenzungskriterium: Kulturgrenzen) und soziale Systeme. Wer Soziologie betreibt, wird immer fragen, wer erfolgreich eine "Gesellschaft" definiere. Dies ist schwieriger als beim Staat (auch der Nation) zu ermitteln, der durch völkerrechtlichen Vertrag oder erfolgreiche Proklamation entsteht, oder selbst beim Volk, das sich im Selbstverständnis durch symbolische, miteinander eng vernetzte Medien (Sprache, Liedgut, Abstammungs- und andere Mythen usw. als solches versteht, oft mit dichterischer Nachhilfe - vgl. Homer, Dante, Luther; Nationaldichter). Wer aber definiert z.B. die "polnische Gesellschaft", d.h. grenzt das oben angesprochene "Knäuel" im sozialen Netzwerk Ostmitteleuropa als das "polnische" ab? Vermutlich Soziolog/inn/en. Den politischen Eliten kann das kaum Recht sein. Die neoliberale Politikerin Margaret Thatcher stellte die Existenz von "Gesellschaft" überhaupt in Abrede.

Soziologische Schulen und ihr Zugriff zur "Gesellschaft"

Im (z.B.) Strukturfunktionalismus bildet sich aus Akteuren dann eine "Gesellschaft", wenn sie in der Lage ist, mittels bestimmter sozialer Funktionen die menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen (vgl. Talcott Parsons, aber auch: den Funktionalismus). Funktional darauf ausgerichtet bilden sich "Institutionen"; und ohne die Herausbildung von entsprechenden "Strukturen" ist eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung nicht möglich.
Auch ein Robinson Crusoe überlebt nur, weil er die Methoden zur Bewältigung der Welt (Normen, Werte, Fähigkeiten) verinnerlicht hat, weil er die Gesellschaft in sich trägt - z.B., wenn er auf seiner einsamen Insel 'fromm' wird. Akteur (oder, strittig, Individuum) und Gesellschaft stehen in einem wechselseitigem Abhängigkeitsverhältnis. Langfristig stabilisieren sich Gesellschaften nur, wenn sie sich über Sozialisation Strukturen und Wertvorstellungen reproduzieren. Ursprüngliche Instanz ist hier durch biologische Determination die Kernfamilie (sogar dies ist umstritten). "Gesellschaft" in systemtheoretischen Begriffen ist, mit Luhmann ausgedrückt, das umfassendste soziale System, die Einheit, die keine soziale Umwelt mehr hat und alle (anderen) sozialen Systeme, Verhältnisse und Tatbestände umfasst. Anders ausgedrückt ist Gesellschaft alles, was durch Kommunikation füreinander erreichbar ist. Für den 2002 verstorbenen französischen Soziologen Pierre Bourdieu ist "Gesellschaft" nicht völlig erklärbar. Es gebe aber zwei zu unterscheidende Ebenen: die Ebene der sozialen Praxis, in der sich das Leben nach Regelmäßigkeiten abspiele, deren Ablauf die Akteure zum großen Teil unbewusst inkorporiert haben, und die Ebene der "Theorie der Praxis", wo untersucht werden müsse, die unbewussten, in ihrer Gesamtheit kaum wahrgenommenen Machtverhältnisse der sozialen Praxis aufzudecken, und zwar dort, wo sie weitest gehend mit den Gewohnheiten des Handelns, des Wahrnehmens und Beurteilens bricht. Bourdieus sehr einflussreiches Werk enthält damit eine gesellschaftskritische Komponente. Auch in der heutigen (2005) Soziologie ist die Verwendung des Begriffes "Gesellschaft" nicht unumstritten. So fordert z.B. der britische Soziologie John Urry für eine Soziologie des 21. Jahrhunderts die Abkehr von der Analyse von "Gesellschaften" (Sociology Beyond Societies, London 2000).

"Weltgesellschaft"

Tönnies' und Luhmanns Ansätze erlauben - wie die vieler anderer soziologischer Makrotheoretiker - auch die Konzeption einer "Weltgesellschaft" (bei Karl Marx durch den durchdringenden Ausbeutungsmechanismus im Kapitalismus; bei Ludwig Gumplovicz durch den Krieg zwischen Gruppen; bei Ferdinand Tönnies durch den Fernhandel; bei Niklas Luhmann durch Anschluss von Kommunikationmedien wie etwa durch "Zahlungen" von "Geld"; usw.).

Marxismus

Die Gesellschaft wird hier nach dem geschichtlichen Entwicklungsstand der Produktionsverhältnisse beschrieben:
- Urgesellschaft
- Sklavenhaltergesellschaft
- Feudalismus
- Asiatische Produktionsweise
- Kapitalismus
- Sozialismus
- Kommunismus

Rechtsform

Das Wort Gesellschaft wird im juristischen Sprachgebrauch für Zusammenschlüsse natürlicher oder juristischer Personen gebraucht, siehe Rechtsform.

Verwandte Themen


- Gesellschaftsordnung, Sozialstruktur, Gemeinwesen, Unterscheidung von Staat und Gesellschaft, Gesellschaftsmodell, Nivellierte Mittelstandsgesellschaft
- Industriegesellschaft, Konsumgesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft, Informationsgesellschaft, Erlebnisgesellschaft, Netzwerkgesellschaft, Risikogesellschaft ja:社会 ko:사회 nb:Samfunn simple:Society zh-min-nan:Siā-hōe Kategorie:Soziologie Kategorie:Gesellschaftsrecht Kategorie:Wortexport

Fest

Das Fest (v. lat. festum für das Feiern vorgesehener Zeitabschnitt) ist ursprünglich ein besonderer herausgehobener vom Alltag unterschiedener Zeitraum. Verwandt ist Feier (v. lat. feriae, urspr. fesiae). Beide Begriffe wurzeln in fanum: das Religiöse. Während des Festes ruhen profane Tätigkeiten. Feste und Feiern gliedern die Zeit in Zyklen, Perioden und Rhythmen, womit die Menschen sich Zeit und Leben handhabbar zu machen suchen (vgl. Feiertag und Feierabend). Feste wirken - soziologisch gewendet - gemeinschaftsstiftend und gemeinschaftserhaltend. Bestimmte Rituale (z.B. das Festmahl) festigen den Zusammenhalt. Feste heben sich durch besondere Bräuche, die auch hohe Emotionalität (Freude, Begeisterung, Anteilnahme) bis hin zur Ekstase erlauben können, aus dem Alltag heraus. Ihnen kann also ein wildes, anarchisches oder destruktives Moment zugrunde liegen, wie im Karneval. Es kann aber auch sehr gemessen und getragen zugehen. So folgten Feste in der Barockzeit strengen Regeln, die sich in Abwandlung z.T. bis in unsere Tage erhalten haben (Gastgeber, Gast, Festprogramm). Feste haben einen repräsentativen, bzw. demonstrativen Aspekt, der sie nach außen hin erkennbar macht. (etwa in: Prozession, Tanz, Schauspiel, Wettbewerbe). Oftmals beschließt ein Feuerwerk das Fest. Man kann sie ggf. als Pilger oder Tourist aufsuchen und sich beteiligen. Feste kehren wieder und lassen sich unterscheiden in
- wochenzyklisch
  - Sonntag, Sabbat, Freitag etc.
- jahreszyklisch
  - religiös: (nach Datierungsmethode)
    - Sonnenfeste und Mondfeste
    - Erntedankfeste
  - national/politisch: Nationalfeiertage
  - kulturell/politisch: internationale Feiertage (z.B. Tag der Erde), Olympische Spiele
  - personenbezogen (vgl. Passageritus)
    - Geburt (vgl. Geburtstag)
    - Namengebung, Taufe
    - Reife (z.B. Mannbarkeit, Konfirmation)
    - Hochzeit
    - Tod, Leichenbegängnis (z.B. Beerdigung, Einäscherung)
  - sachbezogen (z.B. Stapellauf von Schiffen, Richtfest)

Siehe auch:


- Religiöse Feste (christliche Feste, jüdische Feste, islamische Feste, Potlatch, Voodoo
- Party, Glamour, Fiesta
- Festschrift, Festspiele, Festtag

Weblinks


- [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/langenacht/000122.html Eine Lange Nacht der Feste und Rituale] im Deutschlandfunk (22. Januar 2000)
- [http://www.feste-der-religionen.de Feste der Religionen]
- [http://www.familien-feiern-kirchenjahr.at Feste im Jahreskreis - Impulse für Familien] Kategorie:Feste und Brauchtum !Fest !Fest !Fest Kategorie:Soziologie Kategorie:Volkskunde ja:祭

Veranstaltung

Eine Veranstaltung ist ein organisiertes Ereignis, mit einem begrenzten Zeitumfang, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt. Einige Beispiele (alphabetisch): Im Universitäts-Jargon werden alle Vorlesungen, Seminare, Praktika und ähnliche Lehrangebote Veranstaltungen genannt. Im Marketing-Slang wird eine Veranstaltung auch Event genannt.

Siehe auch:


- Liste regelmäßiger Veranstaltungen in Deutschland;
- Veranstaltungen in der Wikipedia
- Abendveranstaltung
- Abschlußveranstaltung
- Auftaktveranstaltung
- Benefizveranstaltung
- Diskussionsveranstaltung
- Eröffnungsveranstaltung
- Festveranstaltung
- Fortbildungsveranstaltung
- Informationsveranstaltung
- Großveranstaltung
- Gedenkveranstaltung
- Lehrveranstaltung
- Massenveranstaltung
- Protestveranstaltung
- Sportveranstaltung
- Wahlkampfveranstaltung
- Werbeveranstaltung Kategorie:Feste & Brauchtum ! Kategorie:Kultur

Softwaretechnik

Die Softwaretechnik (software engineering) als Teilgebiet der Informatik beschäftigt sich mit der standardisierten ingenieursmäßigen Herstellung von Software und den damit verbundenen Prozessen. Es gibt eine weit verbreitete Ansicht, nach der die Softwareentwicklung ein eigenständiges Teilgebiet der Informatik sei, das sich mit der Entwicklung von Software beschäftigt. Es scheint sich aber zunehmend die Haltung durchzusetzen, dass Softwareentwicklung das Teilgebiet der Softwaretechnik ist, das sich mit der Implementierungsphase eines Softwareprojektes beschäftigt. Die Definition von Softwaretechnik ist nicht einheitlich. Eine Definition von Helmut Balzert beschreibt das Gebiet als :"zielorientierte Bereitstellung und systematische Verwendung von Prinzipien, Methoden und Werkzeugen für die arbeitsteilige, ingenieurmäßige Entwicklung und Anwendung von umfangreichen Softwaresystemen." : Softwaretechnik umfasst eine Vielzahl von Teilgebieten, die in ihrer Gesamtheit den gesamten Softwareentwicklungsprozess, von der Planung bis zum Testen und dem "Rollout", begleiten. Moderne Perspektiven umfassen jedoch den gesamten Software-Lebenszyklus und schließen neben dem Entwickeln auch das Betreiben der Software ein, d.h. auch das Incident Management, Problem Management, Change Management, Release Management und Configuration Management einer Applikation. Siehe hierzu auch Application Management im Rahmen von ITIL.

Teilgebiete der Softwaretechnik

Der Entwicklungsprozess von systematisch entwickelter Software ist komplex und umfasst eine Vielzahl von Teildisziplinen der Informatik und des Projektmanagements. Die Disziplinen sind während des ganzen Entwicklungsprozesses eng miteinander verzahnt. Die wesentlichen Gebiete dabei sind Projektmanagement, Analyse, Entwurf, Implementierung, Qualitätsmangement, Konfigurationsmanagement und Dokumentation. Die Teilgebiete im Einzelnen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Ein relativ neues, aus der Softwaretechnik hervorgegangenes Gebiet ist das Web-Engineering, das Erkenntnisse und Themen für die Entwicklung von Internet-Anwendungen nutzt.

Vorgehensmodelle des Softwareentwicklungsprozesses

Analyse, Entwurf, Implementierung und Tests werden meist als Kernprozesse der Softwareentwicklung angesehen, während hingegen Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Konfigurationsmanagement als Unterstützungsprozesse verstanden werden. Die einzelnen Teilprozesse der Softwareentwicklung sind niemals getrennt voneinander zu betrachten und stellen idealisierte Einzelmodule dar. In der Realität finden sich dynamische Abfolgen, Vorgehensmodelle (engl. Software development process), die die einzelnen Aktivitäten auf verschiedene Phasen im Entwicklungsprozess aufteilen und diese dann – u. U. mit geringen Modifikationen – einmal (z. B. Wasserfallmodell) oder mehrmals durchlaufen (z. B. Spiralmodell). Bei mehrmaligen Durchläufen erfolgt eine iterative (d. h. wiederholte) Verfeinerung der einzelnen Softwarekomponenten. Um die optimalen Vorgehensmodelle herrscht Uneinigkeit. In der Regel verhält es sich aber so, dass je statischer und eindimensionaler die Betrachtungsweise ist, desto weniger hat sie mit der Praxis der Programmierung zu tun. Vorgehensmodelle unterscheiden sich wesentlich in ihrem Detaillierungsgrad. So stellen z.B. die oben genannten Modelle grundsätzliche Prinzipien des Vorgehens dar. Hingegen sind OOTC-Approach, Rational Unified Process, Rapid Application Development etc. detailliert ausgearbeitete Vorgehensweisen, die den an der Entwicklung Beteiligten konkrete Arbeitsanweisungen an die Hand geben. Das V-Modell nimmt diesbezüglich übrigens eine Zwitterstellung ein: Es ist sowohl ein Prinzip (dass jeder Stufe der Entwicklung eine Testphase entspricht) als auch (wie zumeist gebräuchlich) ein detailliertes Modell. Weitere Modelle neben den schon genannten zwei sind:
- V-Modell
- PRINCE
- Rational Unified Process
- OOTC-Approach (IBM)
- actiF (Ansatz der Firma microTool)
- Extreme Programming bzw. Agile Softwareentwicklung im allgemeinen
- Top-Down- und Bottom-Up-Design
- Chaosmodell
- Rapid Application Development (RAD)
- (Rapid) Prototyping
- Evolutionäres Prototyping
- Iterative und Inkrementelle Entwicklung / Spiralmodell Nicht alle diese Modelle umfassen den vollständigen Entwicklungsprozess. Es gibt verschiedene Bewertungsverfahren für den Softwareprozess, u. a. das Capability Maturity Model(Integration) oder "Spice".

Kritik

Es ist umstritten, ob der Entstehungsprozess von Software so gut verstanden wird, dass eine "ingenieurmäßige Herstellung" möglich ist: Kritiker argumentieren, dass Software nichts anderes sei als "ausführbares Wissen". Wissen jedoch lässt sich nicht ingenieursmäßig herstellen (wie sich etwa eine Brücke oder ein Hochhaus herstellen lässt), sondern wird in einem kreativen Prozess gefunden. Eine Richtung der Softwaretechnik (Agile Software-Entwicklung) beschäftigt sich daher mit sehr flexiblen Methoden, die die Kreativität des einzelnen Entwicklers betonen und Verwaltungsaspekte in den Hintergrund treten lassen. Alternative Softwaretechnologien (Universal Application, Software Fabric u.ä.) verfolgen Ansätze, welche die konventionelle Vorgehensweise von Softwareentwurf und anschließender Programmierung grundsätzlich in Frage stellen, indem vorgefertigte universalisierte Software per Konfiguration an die jeweiligen Anforderungen angepasst wird. Kritiker argumentieren, dass besonders die heftig diskutierten Vorgehensmodelle (Wasserfallmodell, V-Modell etc.) und Modellierungssprachen (UML) in der Softwaretechnik-Wissenschaft den behelfsmäßigen, unterstützenden ad-hoc-Charakter verdecken und den Entwicklungsprozess unnötig bürokratisieren. Diese Methoden hemmen, so die Kritiker, dadurch Kreativität und Problemlösungskapazität des Entwicklers. Struktogramme und ähnliche Werkzeuge werden in der Praxis nur selten verwendet. Wenn, dann für Ausschnitte aus dem Problem, aber nicht für eine Modellierung des gesamten Projektes. In dem Bereich hat sich jedoch UML als praxistauglicher erwiesen und wird von Entwicklern häufig verwendet. Es ist umstritten, ob die Softwarekrise durch Softwaretechnik oder vielmehr durch robustere, strukturiertere Programmiersprachen und Entwicklungswerkzeuge gelöst werden kann. Die aktuellen Entwicklungen des Softwareengineering werden in der Dokumentation des "Software Engineering Body of Knowledge" (SWEBOK) beschrieben. Letzteres ist ein durch die IEEE gefördertes Projekt.

Siehe auch


- Entwurfsmuster
- Refactoring
- Softwarearchitektur

Literatur


- H. Balzert: Software-Entwicklung. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2001 (Lehrbuch der Software-Technik, Band 1) ISBN 3-8274-0480-0
- M. Born, E. Holz, O. Kath: Softwareentwicklung mit UML 2, Addison-Wesley, 2004, ISBN 3-8273-2086-0
- B. Brügge, A. H. Dutoit: Objekt-orientierte Softwaretechnik mit UML, Entwurfsmustern und Java, Pearson Studium, 2004, ISBN 3827370825
- B. Oestereich: Objektorientierte Softwareentwicklung mit der UML 2.0, Oldenbourg Verlag, 2004, ISBN 3486272667
- G. Pomberger, W. Pree: Software Engineering, Hanser Fachbuchverlag, 2004, ISBN 3446224297
- I. Sommerville: Software Engineering, Addison-Wesley, 7.Auflage, 2004, ISBN 0321210263
- W. Zuser, T. Grechenig, M. Köhle: Software Engineering mit UML und dem Unified Process, Pearson Studium, 2004, ISBN 3827370906

Weblinks


- [http://www.kreissl.info/diggs/st_inhalt.php Einführung in die Softwaretechnologie - Online Tutorial]
- [http://www.software-kompetenz.de/ Software-Engineering-Komptenzzentrum]: Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Portal.
- [http://pi.informatik.uni-siegen.de/gi/fg211/ Fachgruppe Softwaretechnik] der Gesellschaft für Informatik
- [http://www.informatik.uni-stuttgart.de/fakultaet/lehre/softwaretechnik/index.html Softwaretechnik an der UNI Stuttgart] (Stadt: Stuttgart), hier wurde der Studiengang Softwaretechnik als erstes angeboten.
- [http://www.RalfBuerger.de/ Sehr guter und äußerst umfangreicher Artikel über systematische Softwareentwicklung] Kategorie:Wirtschaftsinformatik ja:ソフトウェア工学 th:วิศวกรรมซอฟต์แวร์

Ereignis (Programmierung)

Ereignisse (engl. events) dienen in der Softwaretechnik zur Steuerung des Programmflusses. Das Programm wird nicht linear durchlaufen, sondern es werden spezielle Ereignisbehandlungsroutinen (engl. listener, observer, event handler) immer dann ausgeführt, wenn ein bestimmtes Ereignis auftritt. Verwandte Konzepte sind Interrupts. Ereignisse eignen sich besonders gut zur Implementierung von grafischen Benutzeroberflächen, wobei hier die Ereignisse meist Aktionen des Benutzers sind, wie zum Beispiel das Drücken einer Taste oder das Anklicken einer Schaltfläche. Ein anderes wichtiges Andwendungsfeld sind Computersimulationen, die so aufgebaut werden, dass Zustandsänderungen nur von Ereignissen ausgelöst werden, und ihrerseits Ereignisse auslösen: Siehe ereignisorientierte Simulation. Ereignissorientierte Programmierung lässt sich gut mit den Konzepten der objektorientierten Programmierung kombinieren: Objekte definieren dann nicht mehr nur Eigenschaften und Methoden, sondern sind auch Ereignisquellen und bieten die Möglichkeit, die Ereignisbehandlung zu beeinflussen. Auch die Ereignisbehandlungsroutinen und die Ereignisse selbst werden dann als Objekte modelliert.

Siehe auch


- Ereignisgesteuertes Modell Kategorie:Programmiertechnik ja:イベント駆動型プログラミング

Thrash Metal

Thrash Metal (englisch to thrash - dreschen/prügeln) entstand Anfang der 1980er Jahre als schnellere und extreme Spielart des Metal. Oftmals wird der Thrash Metal als eine Verschmelzung der Energie und Geschwindigkeit des Hardcore Punk und den Techniken des New Wave of British Heavy Metal bezeichnet. Beim Thrash Metal sollen die Gitarren brutal klingen und werden daher speziell darauf abgemischt. Der ursprüngliche Thrash Metal zeichnet sich vor allem durch schnelles und präzises Riffing aus. Oftmals wurde nur die offene E-Saite in Verbindung mit Powerchords verwendet. Ein weiteres Kennzeichen ist konsequentes Double-Bass-Drumming. Thrash Metal wird allgemein als Ausgangspunkt für die extremen Metalstile, besonders Death Metal, angesehen. Die Vorgeschichte des Thrash reicht in die späten 70er Jahre zurück. Besonders zwei Bands werden allgemein als größte Einflüsse betrachtet, nämlich Kreator und Exodus. Allgemein gilt "Kill 'em All" von Metallica aus dem Jahr 1983 als erstes richtiges Thrash Metal Album. Neben Metallica stammen auch viele andere wichtige Thrash-Bands aus der San Francisco Bay Area, darunter Exodus, Testament und Death Angel. Grob lässt sich sagen, dass Bands wie Exodus, Slayer, Dark Angel einen eher brachialeren und weniger melodiösen Stil verfolgten, während Bands wie Metallica, Megadeth oder Death Angel vielfältiger, melodiöser und etwas experimentierfreudiger waren. Wegen der hohen Geschwindigkeit und des technischen Anspruchs wurden verschiedene Thrash-Richtungen bald sehr technisch. Manchmal spricht man nach der 2nd Wave Of Thrash auch von Technical-Thrash oder Progressive-Thrash. Der Höhepunkt der Thrash Metal Bewegung war zweifellos zwischen 1986 und 1988 erreicht. Manchmal wird von 1988 oder 1989 zumindest bezüglich Bay Area Thrash als Thrash Metal Depression gesprochen, da der Enthusiasmus in der Szene damals etwas abflaute. Die Bands Anthrax, Megadeth, Metallica und Slayer werden als "Big Four" des Thrash bezeichnet. Eine weitere blühende Underground-Szene bildete sich in Deutschland mit Gruppen wie Destruction, Kreator, Tankard und Sodom. In neuerer Zeit auch mehrere jüngere Bands, bspw. Desaster, Blizzard, Witchburner, Runamok, Epidemic Disease, Delirium Tremens, Humand Paranoid,Repent, Trap Jaw, Sacriles und Genetic Disorder (s. hier auch Power Metal).

Bands und Alben

Als Kernpunkte der Thrash-Geschichte gelten die beiden 1986er Alben
- Reign in Blood von Slayer und
- Master of Puppets von Metallica Wichtige Bands (bekannteste Alben):
- Slayer (Show No Mercy, Hell Awaits, Reign In Blood, South Of Heaven)
- Metallica (Kill 'em All, Ride The Lightning, Master of Puppets, ...And Justice for All)
- Exodus (Bonded By Blood)
- Megadeth (Peace Sells...But Who's Buying, Rust In Peace)
- Flotsam And Jetsam (Doomsday For The Deceiver, No Place For Disgrace)
- Anthrax (Spreading The Disease, Among The Living)
- Testament (The Legacy, The New Order)
- Sepultura (Shizophrenia, Beneath The Remains, Arise, Chaos A.D., Roots)
- Overkill (Feel The Fire, Taking Over)
- Death Angel (The Ultra-Violence, Act III)
- Dark Angel (Darkness Descends, Time Does Not Heal)
- Destruction (Infernal Overkill, Release From Agony)
- Kreator (Pleasure To Kill, Terrible Certainity)
- Sodom (Persecution Mania, Agent Orange)
- Pantera (Cowboys From Hell)
- Annihilator (Alice in Hell, Never, Neverland)
- Holy Moses (Too drunk to fuck)
- Venom (Black Metal)
- Machine Head (Burn My Eyes, The More Things Change..., Through The Ashes Of Empires) Metallica spielten anfangs zwar noch Thrash Metal, allerdings änderte sich dieser stilistische Kurs mit dem Erscheinen des 1991er Albums "Metallica" (auch bekannt als "The Black Album").

Revival

Anfang 2000 startete ein Thrash-Revival, sprich eine Art Wiederauferstehung, welche sich bis heute fortsetzt. Bands wie Destruction oder auch Exodus haben sich wieder zusammen gefunden und knüpfen an ehemalige Erfolge an.
Bedingt dadurch ist natürlich auch wieder vermehrt das Augenmerk auf den Underground gerichtet, welcher zwar auch vor dem Revival sehr aktiv war, aber erst seitdem wieder die Beachtung erfährt, die er verdient. So wären z.B. Bands wie Reflection (http://www.reflection-metal.de), Contradiction (http://www.contradiction.de), Mortal Remains (http://www.mortalremains.de) oder Soul devoured (http://www.souldevoured.com) zu nennen. Auch die ehemals deutschen Thrash-Metaller Accuser haben, ebenso wie die "legendären" Iron Angel, wieder einen Neuanfang gestartet.

Schreibweise

Durch die fortlaufende Verbreitung des Thrash Metals unter Leuten, die dem musikalischen Obergenre "Metal" weitestgehend fremd sind, wird das erste H in dem Wort "Thrash" (eng. to thrash: ver- ,prügeln) gelegentlich ausgelassen, was grundsätzlich falsch ist. Das durch diesen Fehler hervorgerufene Wort "Trash" (eng. Müll) wird in der Metalszene als Beleidigung verstanden und auch als solche verwendet. Siehe auch: Thrashcore Kategorie:Metal Kategorie:Subkultur Kategorie:Musikgenre als:Thrash Metal ja:スラッシュメタル

Sons of Thunder

Sons of Thunder was a television show that ran from March to April of 1999 on CBS. It was an spin-off of Walker, Texas Ranger. This show has a pretty convoluted story. The two-hour pilot, Sons of Thunder, was shown as episode 5.24 of Walker. This episode introduced the characters of childhood friends Carlos Sandoval, a Dallas PD Detective, and Trent Malloy, an Army officer and a protégé of Walker. When Rev. Thunder Malloy, a close friend of Walker, dies from a heart attack, his son Trent returns home and, eventually, quits the Army to stay. Walker and his partner Trivette go after a serial cop killer who has Carlos on his list, which Trent ends up getting involved in by accident when he saved Carlos' life and later helped Walker and Carlos take down the criminal. During seasons 6 and 7 of Walker, Carlos and Trent appeared on 16 episodes (one of these episodes included a Hayes Cooper story to which both actors appeared in a dual role). During these episodes, Trent opens his own martial arts dojo as well as a protection agency to either help people who are too scared to go to the police or who the police can't help. Sometimes he has Carlos assist him in some of his cases and at other times they help Walker on several of his cases, which often involve personal issues, or Trent turns over his current case to Walker. Finally, on 1999, they got their own spin-off series, which only lasted 6 episodes. Carlos resigns from the PD after his partner is murdered by a serial killer. He teams up Trent to find the assassin and they later decide to form their own private investigation firm. One curious note takes place in the pilot episode. Trent refuses to carry firearms in his role as a private investigator, and Walker is concerned. Walker offers Trent a small pouch, containing several shuriken, popularly known as "throwing stars", and asks him to carry them on his person for protection. These items are illegal for carry in virtually all cities in the United States, making it highly unlikely that a law enforcement officer would encourage anyone to carry them. In total, Trent and Carlos starred in 22 episodes.

Cast


- Trent Malloy - James Wlcek
- Carlos Sandoval - Marco Sanchez
- Kim Sutter - Dawn Maxey
- Butch McMann - Alan Autry Category:American television series Category:CBS network shows Category:1990s TV shows in the United States

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Science


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