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FrontDas Wort Front (von lateinisch frons, Genitiv frontis – „Stirn, Vorderseite“) bezeichnet:
- in der Meteorologie die Grenze zwischen verschiedenen Luftmassen, siehe Wetterfront
- im Militärwesen
- die Grenze zum Gegner, siehe Kriegsfront
- eine militärische Formation in der sowjetischen Armee, siehe Rote Armee
- im Festungsbau die dem Gegner zugewandte Seite, siehe Front (Festungsbau)
- die Vorderseite eines oder mehrerer Gebäude, siehe Häuserfront
- die Vorderseite eines Kraftfahrzeugs (im Gegensatz dazu spricht man bei Schiffen und Flugzeugen von einem Bug)
- eine Gemeinde im Piemont (Italien), siehe Front (Piemont)
Latein
Als Latein bzw. Lateinisch (lat. lingua Latina: „lateinische Sprache“) bezeichnet man die Sprache, die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde, der Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum.
Innerhalb der indogermanischen Sprachen gehört Latein zur Gruppe der italischen Sprachen. Es bildete die Grundlage für alle heutigen romanischen Sprachen.
Entwicklung
romanischen Sprachen
Ursprünglich in Rom und dem umliegenden Gebiet (Latium) gesprochen, wurde Latein später an humanistischen Gymnasien unterrichtet. Neben Griechisch war Latein die Amtssprache des römischen Reiches. Wegen der kulturellen Überlegenheit des Ostens verlor es dabei zeitweise in Nordafrika und selbst in Rom seine Vorrangstellung. So war die Liturgiesprache der römischen Christen bis um 300 das Griechische. In dieser Zeit drangen viele griechische Lehnwörter ins Lateinische ein.
Während der Spätantike begannen sich verschiedene Volkssprachen, aus denen im Mittelalter die romanischen Sprachen entstehen sollten, phonetisch und grammatikalisch von der lateinischen Hochsprache wegzuentwickeln. Doch noch im 6. Jahrhundert entstanden hochsprachliche lateinische Werke. Im Oströmischen Reich war Latein bis ins frühe 7. Jahrhundert neben Griechisch eine der beiden Amtssprachen.
Im Westen übernahmen die Germanen mit den Grundelementen der spätrömischen Verwaltung auch die lateinische Sprache, die in der Administration bis in die frühe Neuzeit vorherrschend blieb. Seit der Völkerwanderung und der Christianisierung der (zunächst zumeist arianischen) Germanenvölker wurde Latein im Westen des früheren Römischen Reiches und in den römisch-katholischen Folgestaaten die Sprache des Klerus (Kirchenlatein), der Rechtswissenschaft (Glossatoren) und der sich bildenden Hochschulen (studia generalia). Es bildete somit die Schriftsprache, vor allem für das kirchliche und weltliche Urkundenwesen (Diplomatik) im frühen Europa.
In völkerrechtlichen Verträgen (z. B. im Westfälischen Frieden von 1648) dominierte Latein bis in das 17. Jahrhundert hinein. Es bildet noch bis ins 20. Jahrhundert den Affixvorrat für die Fachterminologie in den Wissenschaften und verliert durch die fortschreitende Absorption in die englische und andere Sprachen lediglich an direkter, nicht jedoch an indirekter Bedeutung. Es wird noch an vielen Schulen unterrichtet.
Antike
Antike Schreibweise
Die lateinische Sprache wurde ursprünglich als scriptio continua, d. h. als zusammenhängender Fluss von Zeichen ohne Zwischenräume geschrieben. Auch Satzzeichen und Kleinbuchstaben wurden in der Antike nicht verwendet. Auf Wachstafeln war nämlich wenig Platz zum Schreiben, und Papyrus war teuer. Die antiken lateinischen Texte sind für uns heute daher schwer zu lesen.
Vergleiche folgendes Beispiel:
Alte Schreibweise:
AVREAPRIMASATAESTAETASQVAEVINDICENVLLO
SPONTESVASINELEGEFIDEMRECTVMQVECOLEBAT
POENAMETVSQVEABERANTNECVERBAMINANTIAFIXO
AERELEGEBANTVRNECSVPPLEXTVRBATIMEBAT
IVDICISORASVISEDERANTSINEVINDICETVTI
NONDVMCAESASVISPEREGRINVMVTVISERETORBEM
MONTIBVSINLIQVIDASPINVSDESCENDERATVNDAS
NVLLAQVEMORTALESPRAETERSVALITORANORANT
NONDVMPRAECIPITESCINGEBANTOPPIDAFOSSAE
NONTVBADIRECTINONAERISCORNVAFLEXI
NONGALEAENONENSISERANTSINEMILITISVSV
MOLLIASECVRAEPERAGEBANTOTIAGENTES
Heutige Schreibweise:
Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
poena metusque aberant nec verba minantia fixo
aere legebantur, nec supplex turba timebat
iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,
montibus in liquidas pinus descenderat undas,
nullaque mortales praeter sua litora norant.
nondum praecipites cingebant oppida fossae,
non tuba directi, non aeris cornua flexi,
non galeae, non ensis erant: sine militis usu
mollia securae peragebant otia gentes.
Auszug aus Ovids Metamorphosen: Die Schöpfung (Das goldene Zeitalter)
Details zu den verwendeten Buchstaben finden sich in dem Artikel Lateinisches Alphabet. Siehe zu diesem Thema auch: Paläografie (dort Lateinische Paläografie), Capitalis, Versalschrift und Majuskel.
Antike Aussprache
Auf die antike Aussprache der lateinischen Sprache wird im Artikel Lateinische Aussprache eingegangen.
Literatur
Mit Antiker Literatur des Lateinischen beschäftigt sich u. a. der Artikel Lateinische Literatur.
Gegenwart
Auch heute ist Latein noch an vielen Gymnasien aller Fachrichtungen zu finden. Etwa ein Drittel aller Gymnasiasten im deutschen Sprachraum lernt Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An humanistischen Gymnasien wird dem Lateinischen, neben dem Griechischen, noch eine herausgehobene Bedeutung zugemessen, was früher auf eine aktive Beherrschung des Lateinischen zielte.
Tatsächlich werden auch heute noch für zahlreiche Studiengänge das Latinum oder Lateinkenntnisse gefordert, insbesondere in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Fächern. Das Latinum ist als Studienvoraussetzung für die Fächer Medizin und Jura weitestgehend abgeschafft, häufig aber nicht in Fächern wie Anglistik, Philosophie oder sogar Musikwissenschaften.
Unabhängig von den Studienanforderungen wird von Befürwortern des Lateins betont, dass das Erlernen der lateinischen Sprache weiterhin Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern sei, das Erlernen anderer romanischer Sprachen wesentlich erleichtere und erhebliche Transfer-Effekte für die Denkschulung aufträten. Das Übersetzen lateinischer Texte fördere auf Grund der erheblichen Komplexität vieler lateinischer Sätze auch das logische Denken. Von den Gegnern ist hingegen zu hören, dass die Auseinandersetzung mit jeder Art von Grammatik, egal welcher Sprache, das strukturierte Denken fördere, und dass das Erlernen moderner romanischer Sprachen, welche im Gegensatz zu Latein noch gebraucht werden, mindestens ebenso gut dazu geeignet sei, die zahlreichen lateinischen Lehnwörter im Deutschen korrekt zu verwenden und andere romanische Sprachen zu erlernen. In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im klassischen Latein vorhanden und müssen dann neu gelernt werden: guerra „Krieg“, testa „Kopf“, cavallo „Pferd“, mangiare/manger „essen“, andare - „gehen“ , boc(c)a/bouche „Mund“, blanco/blanc „weiß“, die Himmelsrichtungen etc. Viele dieser Wörter erklären sich nämlich aus dem umgangssprachlichen oder dem späten Latein oder stammen aus der Soldatensprache, also aus Varietäten, die nicht in der Schule gelehrt werden.
Aus deutschen und US-amerikanischen Untersuchungen geht hervor, dass zwischen absolviertem Lateinunterricht und der Beherrschung der englischen Sprache in Schrift und vor allem Wort eine signifikante Korrelation besteht. Ein kausaler Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen worden – möglicherweise macht eine hohe sprachliche Begabung eines Kindes die Wahl des als schwierig geltenden Latein wahrscheinlicher.
Da auch im modernen Lateinunterricht die Sprachproduktion eindeutig der Rezeption (Leseverstehen) untergeordnet ist, glauben viele, Latein falle Menschen mit ausgeprägter Begabung für Mathematik und formelle Denkvorgänge generell leichter als andere Fremdsprachen, wohingegen Menschen mit ausgeprägter Begabung für intuitives Erlernen von Sprachen andere Fremdsprachen leichter fänden. Dieser Zusammenhang lässt sich allerdings nicht häufig verifizieren: Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerleistungen in Latein überwiegend Hand in Hand mit denen in der Muttersprache und anderen Fremdsprachen gehen.
Modernes Latein
Auch heute werden deutsch-lateinische Lexika aufgrund neulateinischen Wortgutes herausgegeben, z. B. das „lexicon auxiliare“ oder das vom Vatikan herausgegebene „lexicon recentis latinitatis“, welches erst im Jahre 2004 eine Neubearbeitung erfuhr.
Der finnische Rundfunksender YLE (Yleisradio) verbreitet Wochennachrichten in neulateinischer Sprache. Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig die Nuntii Latini in schriftlicher und gesprochener Version. Seit April 2004 veröffentlicht auch die deutschsprachige Redaktion bei Radio Vatikan Nachrichten auf Lateinisch. Dabei handelt es sich um ursprünglich deutsche Meldungen. Gero P. Weishaupt übersetzt sie für die Redaktion ins Lateinische. Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat.
Der Autor Nikolaus Groß, beruflich seit zehn Jahren Deutsch-Lektor in der südkoreanischen Hauptstadt, hat 2004 eine komplett latinisierte Übertragung von Patrick Süskinds Das Parfum im Brüsseler Verlag der Fundatio Melissa, einem überregionalen Verein zur Pflege des gesprochenen Lateins, veröffentlicht. Dem Buch ist mit dem „Glossarium Fragrantiae“ eine größere Liste aktualisierter Neuschöpfungen beigegeben. Vom selben Wortartisten existiert des weiteren ein Buch über den Baron Mynchusanus (Münchhausen). 2003 erschien bereits der erste Teil der Harry Potter-Bücher von J. K. Rowling auf Latein (Harrius Potter et Philosophi Lapis). Daneben gibt es noch viele weitere Übersetzungen „klassischer“ Werke ins Lateinische, so zum Beispiel Karl Mays Winnetou III, oder Der kleine Prinz (Regulus) von St. Exupéry.
Durch das Internet ist die Verfügbarkeit alter lateinischer Texte sowie das Entstehen neuer lateinischer Texte erheblich begünstigt worden. Inzwischen gibt es sogar lateinische Fassungen von Popsongs. Daneben entstehen auch neue Popsongs in lateinischer Sprache, etwa Cursum Perficio, gesungen von Enya, Liberatio, eines von vielen lateinischen Musikstücken der Gruppe „Krypteria“, oder bei Gruppen der Dark Wave bzw. Gothic (Jugendkultur). Roma Ryan hat neben Cursum Perficio für Enya noch weitere Songs in lateinischer Sprache verfasst. In Internetforen wie Grex Latine Loquentium kommunizieren Teilnehmer aus vielen Ländern ausschließlich in Latein.
In der klassischen beziehungsweise neoklassischen Musik findet Latein ebenfalls Verwendung. So hat etwa der niederländische Komponist Nicholas Lens auf seinem Werk Flamma Flamma ein lateinisches Libretto vertont, für sein Werk Terra Terra hat Lens selbst ein Libretto in lateinischer Sprache verfasst. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Vertonungen lateinischer Gedichte wie z. B. von Jan Novák. Carl Orff unterlegte mehreren seiner Vokal-Kompositionen Texte in Latein oder Griechisch. Igor Strawinski ließ das nach Sophokles von Jean Cocteau in französischen Versen verfasste Libretto zu „Ödipus Rex“ von Jean Daniélou ins Lateinische übersetzen.
Das Lehrbuch Lingua Latina per se illustrata des dänischen Autors Hans H. Ørberg hat die bisher hauptsächlich für den Unterricht in modernen Sprachen eingesetzte einsprachige Lehrmethode auf den altsprachlichen Unterricht übertragen. Das Lehrbuch erfreut sich in verschiedenen Ländern einer steigenden Beliebtheit.
Latein in den Wissenschaften
In der Biologie erfolgt die Namensbildung der wissenschaftlichen Namen lateinisch und griechisch, wobei neuere Vorschläge vorsehen, die Regeln nur aus der lateinischen Sprache zu entnehmen. In der Medizin sind die anatomischen Fachbegriffe lateinisch, für die einzelnen Organe wird zusätzlich auch latinisiertes Griechisch verwendet. Die Krankheitsbezeichnungen leiten sich aus dem Griechischen ab. Zahlreiche Sprichwörter haben einen lateinischen Ursprung und sind teilweise auch in der deutschen Übersetzung zu geflügelten Worten geworden. In den Rechtswissenschaften existieren verschiedene lateinische Lehrsätze und Fachbegriffe (Latein im Recht). Auch in der Geschichtswissenschaft spielt vor allem Latein weiterhin eine große Rolle. In der Meteorologie werden lateinische Begriffe in der Wolkenklassifikation eingesetzt.
Latein in der katholischen Kirche
Latein ist neben Italienisch die Amtssprache des Vatikanstaats. Die katholische Kirche veröffentlicht alle amtlichen Texte von weltkirchlicher Bedeutung in Latein. Das gilt für die liturgischen Bücher, den Katechismus, den Codex des kanonischen Rechts sowie die päpstlichen Rechtsvorschriften (canones, decretales) und Rundschreiben (Enzykliken).
Bis zum zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war Latein die offizielle Gottesdienstsprache und ist dies (laut Sacrosanctum Concilium) offiziell noch heute, wobei andere Sprachen jedoch gleichfalls erlaubt sind. Tatsächlich werden nur noch sehr wenige Gottesdienste in Latein gehalten. Der gegenwärtig amtierende Papst Benedikt XVI. bevorzugt bei seinen Messen aber das Lateinische vor dem Italienischen.
Siehe auch: Lateinische Kirche
Referenzlisten
- Lateinische Präpositionen
- Liste lateinischer Ortsnamen
- Liste lateinischer Präfixe
- Liste lateinischer Redewendungen
- Liste lateinischer Suffixe
- Liste von lateinischen Palindromen
- Lateinische Zahlwörter
Siehe auch
- Grammatik des Lateinischen
- Lateinische Aussprache
- Lateinische Sprichwörter
- Küchenlatein
- Vulgärlatein
- Mittellatein
- Lateinische Literatur
- Sprachen im Römischen Reich
- Jägerlatein
- Panlatinismus
Weblinks
- [http://www.commtec.de/wb/ Wörterbuch Latein-Deutsch-Latein auxilium online (mit Download-Möglichkeit)]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/stil.htm Lateinische Stilblüten]
- [http://www.thelatinlibrary.com/ The Latin Library – klassische Texte im Original]
- [http://www.albertmartin.de/latein/ Latein-Deutsch-, Deutsch-Latein-Wörterbuch mit hilfreichen Extras]
- [http://www.radiobremen.de/online/latein/ Nuntii latini bei Radio Bremen]
- [http://www.latein-pagina.de/ Latein-Pagina]
- [http://www.antikeundeuropa.de/Alte_Sprachen_heute/alte_sprachen_heute.html Alte Sprachen heute]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/a_chron.html Sammlung lateinischer Texte/bibliotheca Augustana]
- [http://www.music.indiana.edu/tml/ Lateinische Musiktraktate im Original]
- [http://www.lateinservice.de/index.htm Die deutsche Latein-Seite]
- [http://www.alcuinus.net/GLL/ Grex Latine Loquentium (Internetforum in lateinischer Sprache)]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.latein24.de/ Übersetzungen vieler klassischer lateinischer Texte bei Latein24.de]
Kategorie:Einzelsprache
-
als:Latein
ja:ラテン語
ko:라틴어
simple:Latin language
th:ภาษาละติน
zh-min-nan:Latin-gí
GenitivDer Genitiv (von lat. casus genetivus — „die Herkunft bezeichnender Fall“), im Deutschen auch Genetiv oder Wesfall (bzw. Wessenfall), ist in der deutschen Grammatik der 2. Fall.
Im Genitiv stehen u.a. Wortgruppen, die ein Besitzverhältnis ausdrücken. In der Wortgruppe die Tür des Hauses steht des Hauses im Genitiv. Mit der Frage „Wessen Tür ist das?“ kann man das Genitivattribut ermitteln. Dieser Gebrauch des Genitivs wird in der lateinischen Grammatik als genetivus possessivus bezeichnet. In der Funktion als Bezeichner von Attributen in dieser possessiven Bedeutung (Possessivgenitiv) kommt der Genitiv im Deutschen am häufigsten vor. In der Universalienforschung wird er deshalb auch als Possessivmarkierung bezeichnet.
Der genetivus possessivus kann durch präpositionale Fügungen mit von ersetzt werden (z. B. die Werke von Goethe). Dies geschieht vor allem in der Umgangssprache. Außerdem kann man mit der Konstruktion mit von die Unbestimmtheit von Pluralausdrücken betonen (eine Mutter von drei Kindern). Stehen mehrere Attribute nebeneinander, werden die Genitiv- und die von-Konstruktionen zur stilistischen Variation benutzt (am Tag von Marias Geburtstag anstatt am Tag des Geburtstags Marias).
Eine weitere Form zur Anzeige des Besitzverhältnisses, die aber nur in der Umgangssprache und in Dialekten genutzt wird, ist eine Form mit nachgestelltem besitzanzeigenden Pronomen im Dativ: uns’rer Oma ihr klein’ Häuschen, dem Vater sein Auto. Sie wird heute als unfein empfunden und in der Standardsprache vermieden.
Die Abtrennung des s durch Apostroph beim Genitiv ist im Deutschen nicht erforderlich. Dennoch geschieht dies immer häufiger („Peter’s Pilsbar“ statt „Peters Pilsbar“) und ist nach neuer Rechtschreibung in Ausnahmefällen zulässig. Zur Begründung wird angeführt, damit könne die Grundform eines Namens verdeutlicht werden. Dennoch wird diese Schreibweise von vielen weiterhin als überflüssig und falsch empfunden. Sie überträgt sich mittlerweile auch auf andere s am Wortende, vor allem beim Plural („Apartment’s“, „mittwoch’s frische Austern“). Der zunehmende fehlerhafte Gebrauch des Apostrophs ist jedoch nicht nur auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, wie man in der englischen Wikipedia nachlesen kann. Dieses Phänomen wird als Apostrophitis bezeichnet.
Daneben werden in der lateinischen Grammatik folgende weitere Funktionen des Genitivs unterschieden, die auch in der deutschen Sprache vorkommen:
- genetivus qualitatis (Genitiv der Eigenschaft): Ticket zweiter Klasse, Tal der Tränen, des Lebens ungeteilte Freude
- genetivus partitivus (Genitiv des Teilens): die andere Seite der Medaille
- genetivus subiectivus (Genitiv des Subjekts): Rat des Freundes
- genetivus obiectivus (Genitiv des Objekts): Beachtung der Gesetze
- genetivus possesivus (Besitzverhältnisse): Vaters Hut / der Hut des Vaters liegt auf dem Tisch
- genetivus explicativus / definitivus ('Ist-wie-Beziehung'/'Ist-Beziehung'): Ein Strahl der Hoffnung kam über uns. Die Strafe der Verbannung wurde ausgesprochen.
- genetivus hebraicus: Marcel Reich-Ranicki spricht über das Buch der Bücher
- genetivus auctoris: Der Komponist dieser Symphonie ist L. v. Beethoven.
In verschiedenen Sprachen gibt es unterschiedliche Anwendungen des Genitivs. So erfordern beispielsweise in der russischen Sprache die Zahlwörter два, три und четыре = zwei, drei, vier den Genitiv. Мне два года. – Ich bin zwei Jahre alt. Zahlen bis zwanzig fordern den Genitiv Mehrzahl, einundzwanzig den Nominativ, weil die Zahl auf eins endet, zweiundzwanzig bis dreiundzwanzig wieder den Genitiv Einzahl (Мне двадцать два года. – Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt.) Dann folgt wieder Genitiv Mehrzahl und so weiter.
In der deutschen Sprache wird der Genitiv in seiner Funktion als Genitiv des Objekts von zahlreichen – manchen Sprachbenutzern heute eher altmodisch anmutenden – Verben verlangt. Beispiele für solche Verben sind: gedenken, bedürfen, ermangeln, harren, spotten.
Weitere Verben fordern neben dem Genitiv auch ein Reflexiv, das im Akkusativ steht: sich erinnern, sich erfreuen, sich bedienen, sich rühmen.
Satzbeispiele:
Sie gedenken der Freunde. Sie erinnert sich ihres letzten Urlaubs.
Er erfreut sich bester Gesundheit. Ich bediene mich des Genitivs.
Anstelle dieser veraltet wirkenden Formulierungen wählt man heute eher eine Wortgruppe mit einer Präposition. Sie erinnert sich an ihren letzten Urlaub.
Bei vielen Verben aus der Rechts- und Gerichtssprache handelt es sich um Verben, deren Satzbauplan neben dem Genitiv den Akkusativ fordert.
Beispiele: jmdn. einer Sache anklagen, beschuldigen, überführen; aber auch jmdn. einer Sache berauben, entheben, verweisen.
Einige deutsche Präpositionen, die heute vor allem mündlich als eher veraltet empfunden werden oder einem geschraubten Kanzleistil entstammen, fordern ebenfalls den Genitiv beispielsweise: abseits, abzüglich, anfangs, angesichts, anstatt, anstelle, aufgrund, ausgangs, ausschließlich, außerhalb, auswärts, ausweislich, bar, begierig, behufs, beiderseitig, beiderseits, beidseits, bergseits, betreffs, bezüglich, binnen, dank (auch mit Dativ), diesseits, eingangs, eingedenk, einschließlich, einwärts, ende, entlang, exklusive, fähig, im Falle, fernab, frei, froh, fündig, gedenk, gewahr, gewärtig, gewiss, gewohnt, habhaft, halber, hinsichtlich, hinsichts, infolge, inklusive, inmitten, innerhalb, innert, inwärts, jenseits, kraft, kundig, längs, längsseits, laut, ledig, linkerhand, linkerseits, links, linksseitig, mächtig, mangels, mithilfe, mittels, müde, nähe, namens, nördlich, nordöstlich, nordwestlich, ob (z.B.: ob des erlittenen Verlustes), oberhalb, östlich, qua (z.B.: qua Gesetz), im Rahmen, rechterhand, rechts, rechtsseitig, satt, seitab, seitwärts, schuldig, seitens, seitlich, sicher, statt, an … statt, südlich, südöstlich, südwestlich, teilhaft, teilhaftig, trotz (auch mit Dativ), überdrüssig, um … willen, unbenommen, unbeschadet, ungeachtet, ungedenk, unkund, unkundig, unteilhaft, unterhalb, unweit, unwert, unwürdig, aus Ursachen, verdächtig, verlustig, vermittels, vermöge, voll, voller, vonseiten, vorbehaltlich, während, wegen, weitab, wert, westlich, würdig, zeit, zufolge, zugunsten, zulasten, zuseiten, zuungunsten, zuzüglich, zwecks.
Bei gängigen Präpositionen wie z.B. wegen oder während wird der Genitiv in der Umgangssprache zunehmend durch den Dativ ersetzt, was humorvoll mit dem Satz »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod« umschrieben wird. Anderseits ist neuerdings auch die umgekehrte Entwicklung zu beobachten. Der Beamtensprache entwachsen aus einigen Nomen neu gebildete Präpositionen, etwa „seitens“. Im Bemühen um einen besonders gehobenen und offiziellen Sprachstil werden in Rundfunk und Presse gelegentlich Präpositionen, die in der Hochsprache unangefochten den Dativ verlangen (entsprechend, entgegen, gemäß), gelegentlich mit dem Genitiv verbunden, was zu dem anderen Wahlspruch »Rettet dem Dativ« geführt hat.
Ungeachtet solcher Tendenzen wird der Genitiv heutzutage bei Präpositionen immer dann durch den Dativ ersetzt, wenn ein Nomen im Plural weder durch einen Artikel noch ein Adjektiv mit Fallendungen begleitet wird, das heißt, wenn am Nomen allein nicht zu erkennen ist, dass es im Genitiv steht. So ist im Ausdruck „wegen Hagels“ der Genitiv möglich (das -s in Hagels lässt den Genitiv deutlich werden), im Ausdruck „wegen Hagelschauern“ muss heute der Dativ stehen, da der Genitiv im Plural am Nomen nicht markiert werden kann.
Ein Genitiv kann auch ein Attribut markieren. Es hängt dann syntaktisch vom Bezugswort ab.
:die Segel des Schiffes
:der Bauch des Architekten
Dativ und Akkusativ gibt es nicht in dieser Form als Attribute. Aber auch sie können allein stehen, etwa der Dativ auf Briefumschlägen (Herrn Meier) oder als Akkusativ der Zeit (Wie lange bleibst du? – Den ganzen Tag.).
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Beispiele
Frage: „Wessen Blätter liegen auf dem Boden?“
Antwort: „Die Blätter des Baums!“
Antwort: „Die Blätter des Baumes!“
Frage: „Wessen Geräusche sind zu hören?“
Antwort: „Die Geräusche des Autos!“
Frage: „Wessen Mobiltelefon klingelt denn da?“
Antwort: „Marias Handy!“
Frage: „Wessen Uhr ist defekt?“
Antwort: „Max' Uhr!“
Besonderheiten
- Zur Kennzeichnung des Genitivs wird entweder ein Apostroph verwendet, wenn kein Artikel bei einem Wort steht, das mit einem stimmlosen S-Laut endet. Endungen können z.B. Folgende sein: ce (in englischen Namen), s, ss, ß, tz, z und x. Oder man bedient sich bei deutschen oder deutsch klingenden Namen der Endung -ens. Dies kommt beispielsweise bei Eigennamen, wie Paris und Linux, vor.
- Bei festen Wendungen mit Namen wird der Genitiv oft durch die Endung "-sche" in der entsprechenden Form ersetzt: statt Verners Gesetz heißt es: vernersches Gesetz oder Verner’sches Gesetz.
- Sollen stilistisch unglückliche Genitive auf Eigennamen mit einem abschließenden s-Laut wie „Klaus' Freund Thomas“ vermieden werden, kann man auf die veraltende Genitivbildung mit -ens zurückgreifen: „Klausens Freund Thomas“. Ferner ist in diesem Fall auch die Umschreibung mit „von“ möglich (analytische Formbildung), aber standardsprachlich weniger „vornehm“.
Beispiele
Frage: „Wessen Uhr ist defekt?“
Antwort: „Hansens Uhr!“
oder
Antwort: „Hans' Uhr!“
Frage: „Von wessen Wunderland wird erzählt?“
Antwort: „Von Alice' Wunderland!“
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Siehe auch: Nominativ, Dativ, Akkusativ, Ablativ, Transitivität
Kategorie:Grammatischer Kasus
als:Genitiv
ja:属格
KriegsfrontAls Front bezeichnet man im Krieg zwischen zwei oder mehr Kriegsparteien - wie Staaten oder Völkern - den Ort, an dem sich das Militär der Parteien gegenübersteht und Kampfhandlungen stattfinden.
Führt ein Land an mehreren Stellen Kampfhandlungen durch, spricht man von einem Mehrfronten-Krieg. Dies war z.B. im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite der Fall, als man unter anderem gleichzeitig an der Westfront (Westalliierte), und auch an der Ostfront (Sowjetunion) kämpfte.
Als Front bezeichnet man in der russischen und sowjetischen Militärwissenschaft auch die größte operative Vereinigung- dt.Heeresgruppe- bestehend aus mehreren Armeen, selbständigen Verbänden und Truppenteilen.
Beispiele: Im Ersten Weltkrieg die Südwestfront unter Brussilow und im Zweiten Weltkrieg die Donfront unter Rokossowski und die Stalingrader Front unter Jerjomenko.
Den Bereich hinter der Front bezeichnet man als Etappe.
Hauptkampflinie
- Linie mit direktem Feindkontakt
Front Line of Own Troops
Front Line of Own Troops (FLOT), auf Deutsch "Vorderste Linie eigener Truppen" ist eine Militärische Bezeichnung für die vorderste Linie an der sich eigene Truppen an der Front befinden.
Die genaue Lage der FLOT ist z.B. für Artillerie oder Kampfflugzeuge (vor allem Bomber) wichtig, um den Beschuss eigener Truppen zu vermeiden.
Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung
!Kriegsfront
Front (Festungsbau)
Fronte (französisch, von lateinisch frons, "Stirn"), die Vorderseite von Gebäuden.
In der Befestigungskunst ist Fronte der zwischen zwei ausspringenden Winkeln auf einer Polygonseite liegende Teil der Befestigungsanlagen.
Kategorie:Festung
Kategorie:Militärtechnik
KraftfahrzeugAls Kraftfahrzeug (Abk.: "Kfz", Schweizerisch: Motorfahrzeug) bezeichnet man jedes nicht an Gleise gebundene Landfahrzeug (Straßenfahrzeug), das sich mit Hilfe eines ein- oder angebauten Motors aus eigener Kraft fortbewegt. Kfz werden als Verkehrsmittel verwendet.
Verkehrsmittel
Liste der Kraftfahrzeuge
Zu den Kraftfahrzeugen zählen u.a.:
- Motorräder in den straßenverkehrsrechtlichen Kategorien
- Kraftrad
- Kleinkrafträder
- Leichtkräfträder/Motorroller
- Motorfahrräder (Mofas) (auch Fahrräder mit Hilfsmotor und Elektroroller)
- Personenkraftwagen (Automobile)
- Motorisierte Rikscha
- Tuk-Tuk
- ATV/Quad
- Lastkraftwagen
- Kraftomnibusse (KOM) (auch Oberleitungs- und Spurbusse)
- Zugmaschinen
- Sonder-Kfz
- Abschleppwagen
- Amphibienfahrzeuge an Land
- Elektrokarren
- Fahrzeuge der Feuerwehr (z.B. Leiterwagen)
- Fahrzeugkrane
- Flurförderzeuge (Hubwagen, Gabelstapler usw.)
- Golfplatzfahrzeug
- Kettenfahrzeuge aller Art (z.B. Panzer, Pistenraupen, Schneemobile)
- motorbetriebene Rollstühle
- Sanitätskraftwagen (Sanka), Rettungswagen, Notarztwagen
- Schleppfahrzeuge für Flugzeuge
- selbstfahrende Arbeitsmaschinen (sfAM), sofern nicht schienengebunden
- Solarmobil
- Traktoren
- Wohnmobile
- Zweiwegefahrzeug
Internationale Klassifizierung
Für eine genauere Spezifikation wurden Kraftfahrzeuge nach einem internationalen Schlüssel eingeteilt:
- L
- L1 Einspurige Kleinmotorräder
- L2 Mehrspurige Motorräder
- L3 Motorräder
- L4 Motorräder mit Beiwagen
- L5 Motordreiräder
- M Kraftfahrzeuge für Personenbeförderung mit mindestens vier Rädern
- M1 Fahrzeuge mit maximal 8 Sitzplätzen (außer dem Fahrersitz)
- M2 Fahrzeuge mit mehr als 8 Sitzplätzen unter 5 Tonnen
- M3 Fahrzeuge mit mehr als 8 Sitzplätzen über 5 Tonnen
- N Kraftfahrzeuge für Güterbeförderung mit mindestens vier Rädern
- N1 Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t.
- N2 Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 12 t.
- N3 Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 12 t.
- O Anhänger einschließlich Sattelanhänger
- O1 Anhänger bis 750 kg (leichte Anhänger)
- O2 Anhänger bis 3,5 t
- O3 Anhänger bis 10 t
- O4 Anhänger über 10 t
Technik
Das Kraftfahrzeug besteht aus einer Vielzahl von Teilen, die in Aggregaten und selbstständigen Baugruppen zusammengefasst sind. Das mittelbare und unmittelbare Zusammenspiel aller Teile gewährleistet die ordnungsgemäße Funktion des Automobils. Zu den Hauptbaugruppen zählen:
- Motor
- Kraftübertragung
- Fahrwerk
- Karosserie oder auch Aufbau genannt
- Fahrzeugelektrik/ -elektronik
Motoren sind Maschinen, die durch Energieumwandlung mechanische Antriebskraft erzeugen. Im Automobilbau werden momentan vorrangig Verbrennungsmotoren eingesetzt. Jedoch sind alternative Antriebskonzepte auf dem Vormarsch.
Die Unterteilung der Verbrennungsmotoren erfolgt nach mehreren Gesichtspunkten:
- nach der Bauform
- Hubkolbenmotor
- Kreiskolbenmotor, (auch Wankel- oder Drehkolbenmotor genannt
- Gasturbine
- nach dem verwendeten Energieträger (Kraftstoff)
- Ottomotor (Benzinmotor)
- Dieselmotor
- Vielstoffmotor
- nach dem Wirkprinzip
- Zweitakt
- Viertakt
Nachdem benzin- und dieselbetriebene Fahrzeuge lange Zeit die Automobiltechnik beherrschten, lassen gestiegenes Umwelbewusstsein und die Verteuerung, sowie absehbare Veringerung der Verfügbarkeit von mineralölbasierten Kraftstoffen auch alternative Antriebskonzepte wieder in das Blickfeld von Automobilentwicklern und -produzenten rücken.
Alternative Antriebstechnik sind:
- der Elektroantrieb
- der Hybridantrieb
- der Einsatz von Biokraftstoffen
Die Kraftübertragung beinhaltet alle Baugruppen die im Antriebsstrang zwischen dem Motor und den Antriebsrädern angeordnet sind. Hauptaufgaben der Kraftübertragung sind die Weiterleitung, Verteilung und Regelung des Drehmoments und der Drehzahl. Zur Kraftübertragung gehört:
- Kupplung
- Schaltgetriebe
- Verteilergetriebe
- Gelenkwelle oder Kette
- Ausgleichgetriebe
Als Fahrwerk versteht man alle Teile, die das Fahrverhalten eines Kraftfahrzeugs bestimmen bzw. beeinflussen. Dazu zählen:
- Bremsanlage
- Federung und Dämpfung
- Lenkung
- Radaufhängung
- Räder und Bereifung
Das Fahrwerk dient in seiner Gesamtheit dazu, das Kraftfahrzeug fahrbar zu machen. Neben der Möglichkeit die Fahrtrichtung zu ändern, muss das Fahrwerk auch auf unebenen Strecken den stetigem Kontakt zur Fahrbahn zu halten, um so Kräfte zu übertragen.
Zur Zeit wird im PKW meist eine Einzelradaufhängung verwendet. Bei Geländewagen und LKW kommt nach wie vor auch die Starrachse zur Anwendung. Dort kommt vereinzelt auch noch die Blattfeder als Federelement zum Einsatz, während sonst Drehstab- und Schraubenfedern dominieren. Insbesondere beim LKW wird jedoch vermehrt auch die Luftfederung angewendet, die eine einfache Anpassung an die Beladung ermöglicht. Beim PKW ist die Luftfederung aus Kostengründen bislang der Oberklasse vorbehalten.
Als Karosserie bezeichnet man den Aufbau und die Verkleidung des Kraftfahrzeugs. Man unterscheidet drei verschiedene Bauformen:
- Rahmenbauweise
- selbsttragende Bauweise
- mittragende Bauweise
Bei der Rahmenbauweise bilden Karosserie und Rahmen eine eigene Einheit und werden elastisch miteinander verbunden. Diese Bauweise wird vorrangig im LKW-Bau eingesetzt.
Bei der selbsttragenden Bauweise übernimmt eine versteifte Bodengruppe die Funktion des Rahmens. Der gesamte Aufbau bildet eine Einheit. Diese Bauweise wird vorrangig im PKW-Bau eingesetzt.
Bei der mittragenden Bauweise ist der Rahmen mit der Karosserie über Schweiß- oder Schraubverbindungen fest verbunden.
Zur elektrischen Anlage des Kraftfahrzeugs gehören alle spannungführenden Bauteile. Das sind:
- Zündanlage
- Generator
- Fahrzeugbatterie
- Starter
- Bordnetz
- Beleuchtungseinrichtung
- sonstige elektrische Einrichtungen
- Fahrtrichtungsanzeiger
- Signalhörner
- Vorglühanlagen
- Anzeigeinstrumente und Kontrollleuchten
- Airbagsysteme
- Zentralverriegelung
- Wegfahrsperren
- Diebstahl-Warnanlagen
- Klimaanlage
- Komfortsysteme
Umweltschutz, Landschaftsschutz
Die Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr sind der Hauptgrund für Straßen mit allen ihren Folgen (Landversiegelung, Abholzung etc.). Da es sich in der überwiegenden Mehrzahl um Fahrzeuge handelt, die mit Verbrennungsmotoren (genauer: mit der durch Verbrennungsmotoren erzeugten Kraft) angetrieben werden, ist das KFZ auch einer der Verursacher von Luftverschmutzung. Unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes lassen sich Energiesparautos von den üblichen Kraftfahrzeugen unterscheiden, siehe 3-Liter-Auto.
Fahrerlaubnis
Die Nutzung eines Kraftfahrzeugs auf öffentlichem Grund setzt in fast allen Ländern der Welt den Besitz einer Fahrerlaubnis voraus, die mit Auflagen und Beschränkungen versehen werden kann. Ein Führerschein dokumentiert diese Erlaubnis.
Besteuerung
Im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen werden einige Steuern erhoben. Neben dem Zweck der Geldbeschaffung setzen Staaten dieses Instrument auch zur Verminderung der durch Kraftfahrzeuge verursachten Umweltschäden ein. Neben der verbrauchsabhängigen Mineralölsteuer gibt es die zeitbezogene Kraftfahrzeugsteuer und (seltener, z. B. in Dänemark) eine Zulassungssteuer.
Sonstiges
Kraftfahrzeuge haben zumeist eine individuelle Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) und tragen ein amtliches Kfz-Kennzeichen oder ein Versicherungskennzeichen.
Die Abkürzung Kfz taucht unter anderem in folgenden Wörtern auf:
Kfz-Kennzeichen, Kfz-Teile, Kfz-Zubehör, Kfz-Werkstatt, Kfz-Schlüssel, Kfz-Schein, Kfz-Brief, Kfz-Zulassungsstelle
Siehe auch
Themenliste Fahrzeugtechnik, Automobil, Straßenverkehr, Kraftfahrzeugtechnik, Kraftverkehr, Verkehrsmittel
Weblinks
Kategorie:Fahrzeug
Kategorie:Kraftfahrzeug
Front (Piemont)Front ist eine Gemeinde mit 1.626 Einwohnern (Stand: 2001) in der italienischen Provinz Turin (TO), Region Piemont.
Nachbargemeinden sind Busano, Favria, Vauda Canavese, Oglianico, San Carlo Canavese, Rivarossa und San Francesco al Campo.
Die Postleitzahl lautet 10070.
Die Telefonvorwahl lautet +39-011.
Geographie
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 10 km², die Einwohnerdichte beträgt circa 163 Einwohner/km².
Weblinks
- [http://www.comuni-italiani.it/001/109/ Informationen bei communi-italiani.it] (italienisch)
Kategorie:Ort im Piemont
YuhkiYuki or Yūki may refer to:
Ethnic group
- Yuki, a Native American tribe
Japan
Yuki or Yūki may refer to multiple places in Japan:
- Yūki, Ibaraki
- Yuki, Saeki District, Hiroshima
- Yuki, Jinseki District, Hiroshima
- Yuki, Tokushima
YUKI (spelled in all-uppercase Latin letters) is a stage name for members of several bands in Japan:
- Pronounced yuki:
- YUKI, former vocalist of JUDY AND MARY.
- YUKI, member of BENNIE K.
- Pronounced yūki:
- YU-KI, vocalist of TRF (formerly: YUKI).
- YUKI, member of EE JUMP.
Yuki may refer to the given names of several people, usually female:
- Yuki Masuda, voice actress
- Yuki Kajiura, musician
Yūki may refer to the given names of several people, usually female:
- Yuki Amami, actress
- Youki Kudoh, actress
Yuki or Yūki may refer to the given names of several fictional characters, usually female:
- Yuki (Suzie), character of the Pokémon anime
- Yuki Mitani, character of Hikaru no Go
- Yukino Miyazawa (which had been planned to get the nickname "Yuki" in a dub version) of Kare Kano/His and Her Circumstances/Tales at North Hills High
- Yukito Tsukishiro (Julian Star), character of Cardcaptor Sakura (Cardcaptors) - In the first edition of the English CCS manga, he is nicknamed "Yuki".
- Yuki Sohma, character of Fruits Basket
Yuki or Yūki may refer to the surnames of several people, including:
- Kaori Yuki, cartoonist
Yuki or Yūki may refer to the surnames of several fictional characters, including:
- Dylan Yuki (Setsu Yuki), character of Mirmo Zibang! (Mirumo de Pon)
- Eiri Yuki, character of Gravitation
- Jaden Yuki (Judai Yuki), character of Yu-Gi-Oh! GX, known as Yu-Gi-Oh! Duel Monsters GX in Japan
- Miaka Yūki, character of Fushigi Yūgi
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