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Eugene Wigner
Eugene Paul Wigner (Ungarisch: Wigner Jenő Pál, - 17. November 1902 in Budapest, † 1. Januar 1995 in Princeton, New Jersey) war ein amerikanischer Physiker ungarisch Herkunft und Nobelpreisträger.
Leben und Werk
Er besuchte gemeinsam mit John von Neumann das humanistische Luthaner-Gymnasium in Budapest. Wigner studierte dann Chemie-Ingenieurwesen und promovierte 1925 an der Technischen Reichsanstalt Berlin. Hier lernte er unter anderem Albert Einstein und Leo Szilard kennen. In seiner freien Zeit beschäftigte er sich intensiv mit Physik. Als Besucher der Kolloquien der Deutschen Physikalischen Gesellschaft war er bald vertraut mit den aktuellen Fragen der Forschung und entwickelte eine Vorliebe für theoretische Physik. 1926 wurde er Assistent von Richard Becker an der Technischen Hochschule Berlin. Wegen seiner jüdischen Herkunft verlor er 1933 seine dortige Professur und ging in die Vereinigten Staaten. Abgesehen von zwei Jahren als Professor für Physik an der Universität Wisconsin verbrachte er sein akademisches Leben an der Princeton-Universität als Professor für Mathematik von 1938 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1971. Er nahm 1937 die amerikanische Staatsbürgerschaft an.
Wigner war ein wissenschaftlicher Pionier, der Ende der zwanziger Jahre das Fundament für die Anwendung der Gruppentheorie in der Physik legte.
Gemeinsam mit seinem ungarischen Landsmann Leo Szilard entwickelte er auch die Theorie der nuklearen Kettenreaktion und engagierte sich für das amerikanische Atombombenprojekt in Los Alamos, da er befürchtete, Hitler würde eine solche Bombe bauen lassen. Im Manhattan-Projekt plante Wigner den Bau des ersten Industrie-Reaktors, der Plutonium als bombentaugliches Material erbrütete. Mit ihm gemeinsam arbeiteten auch Edward Teller, John von Neumann und Leo Szilard. Da alle vier Wissenschaftler ungarischer Abstammung waren, wurden sie wegen ihrer überirdischen geistigen Fähigkeiten von ihren amerikanischen Kollegen als Martians bezeichnet.
1961 wurde Wigner die Max-Planck-Medaille verliehen. Im Jahr 1963 gewann er zusammen mit J. Hans D. Jensen und Maria Goeppert-Mayer den Nobelpreis für Physik. Er erhielt den Preis für seine zahlreichen Beiträge zur Kernphysik, unter anderem für seine Formulierung des Gesetzes der Erhaltung der Parität ("für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders durch die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien"). Der Nobelpreisträger Wigner war beliebt und verehrt wegen seiner bescheidenen und zurückhaltenden Art.
Seit dem 24.11.2005 ist ein Gebäude der Physikalischen Institute an der Technischen Universität Berlin nach ihm benannt.
Siehe auch
- Wigner-Seitz-Zelle
- Wigner-Energie
- Breit-Wigner-Formel
- Wigner-Eckart-Theorem
Weblinks
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- [http://www.pro-physik.de/Phy/External/PhyH/1,4417,2-9-169-0-1-display_in_frame-0-0-,00.html?recordId=1382&table=NEWS&newsPageId=18094 ausführliche Biografie]
Wigner, Eugene Paul
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ja:ユージン・ウィグナー
17. NovemberDer 17. November ist der 321. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 322. in Schaltjahren) - somit bleiben 44 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1534 - König Heinrich VIII. wird Oberhaupt der Anglikanischen Kirche.
- 1558 - Elisabeth I. besteigt den englischen Thron
- 1796 - Napoleonische Kriege: In der Schlacht von Arcole (Italien) siegen die Franzosen unter Napoléon Bonaparte über die Österreicher.
- 1869 - Eröffnung des Sueskanals in Ägypten
- 1933 - Die US-Regierung unter Franklin Delano Roosevelt erkennt die seit Ende 1922 existierende Sowjetunion völkerrechtlich an.
- 1951 - Der Bund der Vertriebenen wird gegründet.
- 1954 - Gamal Abdel Nasser wird ägyptischer Präsident
- 1959 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten
- 1973 - Frankreich und Großbritannien unterzeichnen ein Abkommen über Bau und Betrieb eines Tunnels unter dem Ärmelkanal.
- 1973 - In Griechenland wird der Aufstand der Studenten des Athener Polytechnikums gegen die herrschende Militärdiktatur blutig niedergeschlagen.
- 1981 - Luftverkehrsabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
- 1991 - Neue Verfassung in Mazedonien
- 1996 - ICQ, eines der meistgenutzten Instant Messaging Programme der Welt (160 Millionen Benutzer im November 2003) wird zum ersten mal zum Herunterladen angeboten.
- 1997 - Terroranschlag auf Touristen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor, Ägypten.
- 1999 - Tunesien. Mohamed Ghannouchi wird Ministerpräsident
- 2002 - Italiens Ex-Präsident Giulio Andreotti wegen Mordbeteiligung in Abwesenheit zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1955 - Ein neuer Geschwindigkeitsweltrekord für düsengetriebene Rennboote wird mit 347,94 km/h aufgestellt.
- 1963 - Die welthöchste Pfeilerbrücke (785 m lang/180 m hoch) wird südlich von Innsbruck in Tirol im Zuge der Freigabe der Brennerautobahn eröffnet und bekommt den Namen Europabrücke.
- 1970 - Mit dem Aussetzen von Lunochod 1 im Mare Imbrium beginnt der erste Einsatz eines Mondfahrzeugs.
Kultur
- 1840 - Uraufführung der Komödie "Das Glas Wasser" von Eugéne Scribe
- 1866 - Uraufführung der Oper "Mignon" von Ambroise Thomas
- 1903 - Uraufführung der Oper "Mademoiselle Fifi" von César Cui in Moskau.
- 1960 - Togo wird Mitglied in der UNESCO.
- 1994 - Der Film "König der Löwen" startet in den deutschen Kinos
- 2005 - Der Film "Harry Potter und der Feuerkelch" startet in den deutschen Kinos
Religion
Katastrophen
- 1874 - Bei dem durch ein Feuer an Bord ausgelösten Untergang des britischen Auswandererschiffs Cosapatrick im Südatlantik verlieren 472 Menschen ihr Leben, Fünf Überlebende, von denen zwei nach der Rettung sterben, werden nach zehn Tagen gerettet, nachdem sie sich durch Kannibalismus am Leben erhalten haben.
- 1905 - Das Hochseetorpedoboot "S 126" sinkt nach einer Kollision mit dem Kleinen Kreuzer "Undine" (beide Deutsches Reich) in der Kieler Förde. Von 56 Mann Besatzung sterben 33 Mann.
Sport
- 2001 - Lennox Lewis gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Hasim Rahman in Mandalay Bay, Las Vegas, durch KO.
Geboren
Las Vegas
- 9 - Vespasian, röm. Kaiser
- 1503 - Agnolo Bronzino, italienischer Maler
- 1749 - Johann Erich Biester, deutscher Philosoph
- 1755 - Ludwig XVIII. (Frankreich), französischer König
- 1790 - August Ferdinand Möbius, deutscher Mathematiker
- 1790 - João Carlos de Saldanha Oliveira e Daun, portugiesischer Staatsmann und General
- 1876 - August Sander, deutscher Fotograf
- 1877 - Isabelle Eberhardt, Entdeckerin und Reiseschriftstellerin
- 1886 - Ferdinand Friedensburg, deutscher Politiker
- 1887 - Bernard Montgomery, britischer Feldmarschall des 2. Weltkrieges
- 1888 - Curt Goetz, deutscher Regisseur
- 1892 - Max Deutsch, französischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 1901 - Walter Hallstein, deutscher Politiker
- 1901 - Lee Strasberg, US-amerikanischer Schauspiellehrer
- 1902 - Eugene Paul Wigner, ungarisch-US-amerikanischer Physiker
- 1904 - Paul Chaudet, schweizerischer Politiker
- 1904 - Isamu Noguchi, japanischer Bildhauer
- 1905 - Franco Albini, italienischer Architekt
- 1906 - Soichiro Honda, japanischer Unternehmer
- 1906 - Karl Martell, deutscher Schauspieler
- 1913 - Aleksander Bardini, polnischer Schauspieler und Regisseur
- 1914 - Heli Finkenzeller, deutsche Schauspielerin (Mutter von Gaby Dohm)
- 1914 - Christa Johannsen, deutsche Schriftstellerin
- 1916 - George Silk, neuseeländischer Fotograf
- 1920 - Ellis Kaut, deutsche Kinderbuchautorin
- 1920 - Camillo Felgen, luxemburger Sänger und Schauspieler
- 1922 - Stanley Cohen, US-amerikanischer Biochemiker
- 1925 - Rock Hudson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1930 - Karl Merkatz, österreichischer Schauspieler
- 1935 - Anton (Tony) Sailer, österreichischer Skirennläufer
- 1938 - Gordon Lightfoot, kanadischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1939 - Hubert Laws, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Rudolf Dreßler, deutscher Politiker
- 1941 - Gene Clark, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1942 - Martin Scorsese, US-amerikanischer Regisseur
- 1942 - Bob Gaudio, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1942 - Anna Seniuk, polnische Schauspielerin
- 1943 - Lauren Hutton, US-amerikanische Schauspielerin
- 1943 - Axel Schultes, Architekt und Stadtplaner aus Berlin
- 1944 - Danny DeVito, US-amerikanischer Schauspieler
- 1945 - Roland Joffé, britischer Regisseur
- 1946 - Martin Barre, britischer Rock-Musiker, Leadgitarrist von Jethro Tull
- 1947 - Rob Clements, britischer Musiker und Sänger
- 1948 - Ian Sutherland, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1950 - Roland Matthes, deutscher Schwimmer
- 1952 - Hubert von Goisern, österreichischer Musiker und Sänger
- 1952 - Ties Kruize, niederländischer Hockeyspieler
- 1955 - Peter Cox, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1959 - Thomas Allofs, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Joachim Michael Ganter, Deutscher Kosmopolit
- 1966 - Sophie Marceau, französische Schauspielerin
- 1967 - Andreas Rieke, Produzent der Gruppe "Die Fantastischen Vier"
- 1970 - Silvana Koch-Mehrin, deutsche FDP-Politikerin und Unternehmensberaterin
- 1971 - Michael Adams, englischer Schachgroßmeister
- 1972 - Kimya Dawson, US-amerikanische Sängerin
- 1973 - Bernd Schneider, deutscher Fußballspieler
- 1978 - Tobias Schellenberg, deutscher Wasserspringer
- 1983 - Jodie Henry, australische Schwimmerin
Gestorben
Jodie Henry
- 594 - Gregor von Tours, Historiker, Bischof und katholischer Heiliger
- 641 - Jomei, 34. Kaiser von Japan ( - 593)
- 1231 - Elisabeth von Thüringen, Heilige der katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche (Gedenktag: 19. November)
- 1302 - Gertrud von Helfta, Nonne und Mystikerin
- 1528 - Jakob Wimpheling, deutscher Schriftsteller
- 1558 - Marie I., Königin von England (Maria Tudor, Bloody Mary)
- 1558 - Reginald Pole, letzter römisch-katholischer Erzbischof von Canterbury (1556-1558)
- 1624 - Jakob Böhme, in Görlitz; deutscher Mystiker und Theosoph ( - 1575)
- 1632 - Gottfried Heinrich Pappenheim, preuß. General
- 1757 - Maria Josepha von Österreich, in Wien; Erzherzogin von Österreich, Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen ( - 8. Dezember 1699)
- 1780 - Bernardo Bellotto, italienischer Maler (Canaletto)
- 1796 - Katharina II. die Große, in Zarskoje Selo; russische Zarin ( - 2. Mai 1729)
- 1838 - François Broussais, in Vitry-sur-Seine, Paris; französischer Arzt ( - 17. Dezember 1772)
- 1858 - Robert Owen, in Newton; britischer Unternehmer und Sozialreformer ( - 14. Mai 1771)
- 1875 - Hilario Ascasubi, in Buenos Aires; argentinischer Dichter ( - 14. Januar 1807)
- 1878 - Adolph Methfessel, deutscher Komponist
- 1893 - Alexander I., in Graz; Fürst von Bulgarien 1879-1886 ( - 5. April 1857)
- 1905 - Adolf I., in Schloß Hohenburg, Lenggries; Großherzog von Luxemburg ( - 24. Juli 1817)
- 1907 - Francis Leopold MacClintock, britischer Marineoffizier und Arktisforscher
- 1911 - Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist
- 1917 - Auguste Rodin, in Meudon; französischer Bildhauer und Graphiker ( - 12. November 1840)
- 1922 - Robert Comtesse, schweizerischer Politiker ( - 14. August 1847)
- 1929 - Herman Hollerith, US-amerikanischer Ingenieur und Unternehmer, u.a. Erfinder der Lochkarte
- 1934 - Joachim Ringelnatz, in Berlin; eigentlich Hans Bötticher, auch: Pinko Meyer, Fritz Dörry, Gustav Hester; deutscher Schriftsteller und Maler ( - 7. August 1883)
- 1941 - Ernst Udet, in Berlin; deutscher Jagdflieger und General ( - 26. April 1864)
- 1947 - Ricarda Huch, in Schönberg, heute: Kronberg, Taunus; deutsche Schriftstellerin ( - 18. Juli 1864)
- 1959 - Heitor Villa-Lobos, brasilianischer Komponist und Dirigent
- 1967 - Bo Hjalmar Bergman, in Stockholm; schwedischer Lyriker ( - 6. Oktober 1869)
- 1969 - Jasper-Sebastian Gregor, deutscher Autor
- 1974 - Ursula Herking, in München; deutsche Schauspielerin ( - 28. Januar 1912)
- 1977 - Karl Berbuer, deutscher Schlagersänger
- 1979 - Naum Slauszny, in Brüssel; schweizerischer Pianist ( - 30. März 1914)
- 1986 - Georges Besse, Chef von Renault (ermordet)
- 1986 - Dorothy Moses Alexander, in Atlanta, Georgia; US-amerikanische Choreographin und Tänzerin ( - 22. April 1904)
- 1991 - Maurice Banach, deutschen Fußballspieler
- 1992 - Kenneth MacMillan, britischer Tänzer und Choreograp
- 1996 - Marianne Bachmeier, Gastwirtin, erschoss Mörder ihrer Tochter in Lübecker Gerichtssaal ( - 1950)
- 2002 - Maria Bogner, deutsche Unternehmerin
- 2002 - Abba Eban, israelischer Politiker und Publizist
- 2002 - Marvin Mirisch, US-amerikanischer Filmproduzent
- 2003 - Hans Bolewski, deutscher Theologe
- 2003 - Zofia Rysiówna, polnische Schauspielerin
- 2004 - Andreas Sassen, deutscher Fußballspieler ( - 4. Januar 1968)
- 2004 - Mikael Ljungberg, schwedischer Sportler (Olympiasieger im Ringen 2000)
- 2004 - Alexander Ragulin, russischer Eishockeyspieler (dreifacher Olympiasieger)
- 2004 - Samuel Karokikki, nauruischer Leichtathlet
Feiertage und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Gregor von Tours, Historiker, Bischof, Heiliger (katholisch)
- Hl. Gertrud von Helfta, Nonne, Mystikerin (katholischer Gedenktag im deutschen Sprachgebiet, sonst am 16. November)
- Hl. Philippus, Apostel, Märtyrer (armenische Kirche)
- Gedenktag der samtenen Revolution: In der Slowakei wird der Studentendemonstrationen gedacht, die zum Sturz des kommunistischen Regimes führten.
- Staatsfeiertag in Tschechien
- Bettina, Florian, Gerda, Gertrud, Gregor, Hilda, Hiltrud, Salome, Victoria
Siehe auch
- 16. November - 18. November
- 17. Oktober - 17. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
- Terrorgruppe 17. November (Terrorgruppe)
1117
ja:11月17日
ko:11월 17일
simple:November 17
th:17 พฤศจิกายน
Budapest
Budapest [] ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2005) ist Budapest die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.
Geografie
Óbuda
Geografische Lage
Budapest liegt an der Donau, die an dieser Stelle das ungarische Mittelgebirge verlässt und in das ungarische Tiefland fließt. Die höchste Erhebung in Budapest ist der 527 Meter hohe János-Berg. Geotektonisch gesehen liegt die Stadt auf einer Bruchstelle, deshalb ist besonders Buda so reich an Thermalquellen.
Thermalquelle
Klima
Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Budapest ein relativ trockenes Kontinentalklima mit mildem Winter und warmem Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei -1 °C sowie im Juli bei 21 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Jahr rund 600 Millimeter.
Geschichte
Budapests Geschichte beginnt um 89 mit der Gründung einer Siedlung mit Festung namens Aquincum durch die Römer und einer Bürgerstadt im nördlichen Bereich des heutigen Óbuda. Die damaligen Bewohner dieser Gegend waren Eravisken keltischen Ursprungs. Aquincum war zwischen 106 und dem Ende des 4. Jahrhunderts Hauptstadt der Provinz Pannonia, denn sie lag an der natürlichen Grenze (Limes) Pannoniens, der Donau. Hier bekam der Ort mit der Festung eine führende Rolle, und wurde zum Sitz des römischen Statthalters. 107 begann der Bau eines Statthalterpalastes durch Kaiser Hadrian.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann die Wanderung der Hirtenvölker (wie der Hunnen) aus dem Osten. Diese Welle erreichte gegen Ende des 4. Jahrhunderts Pannonien. Die Stürme dieser kriegerischen Stämme verwüsteten die Landschaft und zerstörten teilweise die römischen Städte. Relative Ruhe kehrte erst durch die Landnahme der Magyaren um 896 ein. Es kam zur Besiedlung des gesamten pannonischen Beckens und auch der Gegend um Óbuda. Durch die Christianisierung sesshaft gewordene Ungarn wohnten in von ihnen gebauten Dörfern mit Kirchen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Im Zentrum der Verkehrswege gewann Pest immer mehr an Bedeutung. Über die Donau (etwa bei der heutigen Elisabethbrücke) entstand ein reger Fährverkehr mit dem gegenüberliegenden Buda. Mit der Krönung Stephans I. 1000/1001 zum ersten König von Ungarn bauten die Ungarn ihre Vorherrschaft aus und 1361 wurde die Stadt, trotz der fast völligen Zerstörung durch den Einfall der Mongolen (Mongolensturm) 1241 und der Verlegung der königlichen Residenz nach Visegrád 1308, Hauptstadt des Königreiches. 1514 fand ein Bauernaufstand statt.
1514
Ab 1446 griffen die Osmanen immer wieder Ungarn an, was in der Besetzung des größten Teils des Landes gipfelte. So fielen Pest 1526 und Buda (lateinisch für „Ofen“ wegen der warmen Quelle), durch die Burg etwas geschützt, erst 15 Jahre später; die neue Hauptstadt des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus der heutigen Slowakei bestand, wurde von 1536 - 1784 Preßburg (das heutige Bratislava, ungarisch Pozsony). Während Buda zum Sitz des türkischen Gouverneurs wurde, fand Pest allerdings kaum eine Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner.
Schließlich gelang es den Habsburgern, seit 1526 Könige von Ungarn, die Osmanen zu vertreiben und Ungarn wieder herzustellen. Für die Bevölkerung von Buda und Pest änderte sich allerdings nur wenig, sie wurde weiterhin unterdrückt und musste sehr hohe Steuern zahlen. Die Einwohner wehrten sich in einem Aufstand gegen die Unterdrücker, der aber niedergeschlagen wurde. Pest, das seit 1723 der Sitz der administrativen Verwaltung des Königreiches war, wurde trotz der widrigen Verhältnisse und eines verheerenden Hochwassers 1838 mit 70.000 Opfern zu einer der am schnellsten wachsenden Städte des 18. und 19. Jahrhunderts. 1780 wurde Deutsch von den Habsburgern als Amtssprache eingeführt, auch um die immer wieder aufflammenden revolutionären Bewegungen besser kontrollieren zu können.
Während der ungarischen Revolution 1848 war Budapest einer der Hauptplätze der Unruhen, mit denen die Ungarn gegen die seit mehr als 150 Jahren andauernde Unterdrückung der Habsburger ankämpften. Zwar wurde der Aufstand mit Hilfe Russlands blutig niedergeschlagen, aber die Ereignisse von 1849 führten 1867 indirekt in den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, in dem Ungarn weitgehend unabhängig wurde. Symbol des Ausgleichs war der jährliche mehrwöchige Aufenthalt Kaiser Franz Josephs in Budapest. Als König von Ungarn residierte er auf der Budaer Burg und nahm in dieser Zeit - in ungarischer Sprache und in eine ungarische Uniform gekleidet - mit den Ministern k. Ungarns und dem k. ungarischen Reichstag seine ungarischen Ämter wahr.
Die Zusammenlegung von Buda, Óbuda und Pest 1873 war schon 1849 unter der revolutionären Regierung Ungarns verordnet worden, als aber die Habsburger ihre Macht wiederherstellten, widerriefen sie diesen Beschluss.
Habsburger
Zur Jahrtausendfeier der Landnahme der Ungarn (dem sogenannten Millennium) 1896 wurden zahlreiche Großprojekte, wie z. B. der Heldenplatz und die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland fertiggestellt. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich dadurch zwischen 1840 und 1900 und stieg auf ca. 730.000.
Der verlorene Erste Weltkrieg, die daraus resultierenden Todesopfer und der Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie 1918, aber auch die riesigen Gebietsabtretungen Ungarns (Ungarn verlor durch den Vertrag von Trianon fast ¾ seines Reichsgebiets) versetzten Budapest nur einen kurzzeitigen Schlag.
Nach der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm Miklós Horthy als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktionären Gegenregierung den Kampf gegen das Regime von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. November 1919 in Budapest ein. Miklós Horthy wurde Reichsverweser (Verwalter; ungarisch: kormányzó) Ungarns, das immer noch Königreich war.
Durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn starb rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung von 500.000 Ungarn, obwohl die deutsche Besatzung erst nach dem Versuch der Lösung von Deutschland 1944 zustande kam und somit nur ein Jahr andauerte. 1944 wurde die Stadt durch anglo-amerikanische Bombenangriffe teilweise beschädigt. Die stärksten Zerstörungen erfolgten jedoch durch die von Ende Dezember 1944 bis Anfang Februar 1945, 102 Tage andauernde Belagerung durch sowjetische Streitkräfte sowie durch die eingeschlossenen deutsche Truppen, die bei ihrem Rückzug auf die Budaer Seite des Kessels, auch sämtliche Brücken über die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben während der Belagerung.
Nach dem Ende des Krieges folgte 1946 die Ausrufung der Republik und 1949 die Ausrufung der Volksrepublik Ungarn. 1956 war Budapest der Ausgangspunkt des Ungarischen Volksaufstandes, nach dessen blutiger Niederschlagung es zu Säuberungswellen im ganzen Land kam.
Am 23. Oktober 1989 wurde in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen, was wegbereitend für den Zerfall des ganzen Ostblocks werden sollte. Im Jahre 2000 fanden ungarnweit Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der Staatsgründung statt. Aus diesem Anlass wurde auch die Hauptstadt verschönert: die Parkanlage und das Kulturzentrum Millenáris-Park und der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater wurden errichtet, die Budaer Donauseite mit dem Campus der Technischen Universität modernisiert. Schließlich folgte am 1. Mai 2004 die Mitgliedschaft Ungarns in der EU, was mit großen Feiern im ganzen Land, aber besonders in der Hauptstadt Budapest gefeiert wurde.
Einwohnerentwicklung
Budapest scheint als Hauptstadt für das ungarische 10-Millionen-Volk überdimensioniert, denn als die heutigen Konturen das Stadtbild schon prägten, war Ungarn wesentlich größer. Das Land hatte durch den Friedensvertrag von Trianon 1920 auch drei Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Von dem historischen Groß-Ungarn ist nur noch Groß-Budapest geblieben.
1920 ]]
- 1800: 54.200
- 1830: 102.700
- 1850: 178.000
- 1880: 370.800
- 1890: 491.900
- 1900: 733.400
- 1925: 957.800
- 1980: 2.004.900
- 1990: 2.016.700
- 2005: 1.695.000
Verwaltung
Stadtteile
Die Stadt besteht aus drei ehemals selbständigen Städten, die erst 1873 zur Gemeinde Budapest vereint wurden. Auf der östlichen, flachen Seite der Donau liegt Pest, das zwei Drittel der Stadtfläche einnimmt, auf der westlichen, bergigen Seite Buda (dt. Ofen) und Óbuda (dt. Alt-Ofen) das restliche Drittel der Stadt.
Bezirke
Óbuda
Budapest ist verwaltungsrechtlich in 23 Bezirke eingeteilt. Am 1. Januar 1950 wurde die Stadt in 22 Bezirke geteilt, der 23. (XXXIII.) wurde später aus dem 20. (XX.) abgeteilt. Ausgehend vom ersten Bezirk um das Burgviertel (Vár) werden die Bezirke im Uhrzeigersinn mit römischen Zahlen durchnummeriert und dabei mehrmals die Donau übersprungen.
Städtepartnerschaften
Budapest unterhält derzeit (2005) Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- New York (USA), seit 1991
- Fort Worth (USA), seit 1990
- Wien (Österreich), seit 1990
- Berlin (Deutschland), seit 1992
- Frankfurt am Main (Deutschland), seit 1990
- Tel Aviv (Israel), seit 1989
- Sarajewo (Bosnien-Herzegowina), seit 1995
- Lissabon (Portugal), seit 1992
- Der achte Bezirk unterhält eine Partnerschaft mit dem gleichnamigen Bezirk Josefstadt in Wien und mit Josephstadt in Timişoara im „Bund der Josefstädte“.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswürdigkeiten
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Ufer der Donau. Auf der westlichen, Budaer Seite erhebt sich der felsige Gellértberg mit der Freiheitsstatue und der Zitadelle. Am Fuße des Berges liegt das Gellért-Hotel mit Thermalbad sowie weiter flussabwärts der Hauptbau der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität. Nördlich des Gellértberges liegt der Burgberg mit der ehemaligen Königlichen Burg. Sie beherbergt heute die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie sowie das Stadtmuseum. Neben der Burg befindet sich im klassizistischen Sándor-Palais der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten.
Sándor-Palais
Sándor-Palais
Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und ihr zur Donau hin vorgelagert die Fischerbastei. Das Budaer Burgviertel und das Donaupanorama stehen seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein teils öffentlich zugängliches Labyrinthsystem.
Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer Hotels am sogenannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter südlich das Nationaltheater und der Palast der Künste.
Nationaltheater
Die Donau ist die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von neun stadtbildprägenden Brücken überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich Wahrzeichen der Stadt, ist die Kettenbrücke.
Von hier aus führt auf Pester Seite der kleine Ring zur Freiheitsbrücke, vorbei an der Großen Synagoge, dem Nationalmuseum und der Großen Markthalle. Die Große Synagoge in der Dohány-utca markiert den Zugang zum historischen jüdischen Viertel Budapests, gelegen zwischen kleinem und großem Ring. Der kleine Ring folgt in etwa dem Verlauf der früheren Pester Stadtmauer, deren letzten Stadttore Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurden. Reste der Stadtmauer stehen allerdings noch. Zwischen kleinem Ring und Donau liegt die eigentliche Innenstadt Budapests. Parallel zum Fluss verläuft mit der Váci utca die älteste Handelsstraße und heute bekannteste Flaniermeile der Stadt. Sie verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér. Nördlich der Innenstadt, aber noch im zentralen V. Bezirk gelegen, erhebt sich der höchste Kirchenbau Budapests, die Basilika.
Der große Ring wurde zwischen 1872 und 1906 errichtet. Er führt von der Petőfibrücke zur Margaretenbrücke und ist eines der bedeutendsten Architekturensembles seiner Zeit in Europa. Der hier gelegene Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof Zeugnis der großen Bahnhofsarchitektur der letzten Jahrhundertwende. Am großen Ring, dessen Abschnitte die Namen des Heiligen Stefan sowie der angrenzenden Bezirke Teréz, Erzsébet, József und Ferenc tragen, stehen mehrere Theaterbauten (bis zu seiner Sprengung 1965 stand hier, am Blaha-Lujza-Platz auch das Nationaltheater) und viele Filmtheater, von denen einige Ende der 1990er Jahre schließen mussten, da am Westbahnhof und anderen Stellen der Stadt die Multiplexkinos mehr Zuschauer anlocken konnten. Der Ring wird beim achteckigen Platz Oktogon von der Andrássy-Straße gekreuzt, die den Stadtkern mit dem Stadtwäldchen verbindet.
Die Andrássy-Straße ist bis heute das herausragendste städtebauliche Vorhaben der ungarischen Hauptstadt. In nur vierzehn Jahren, von 1871 bis 1885, wurde eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet, die gesäumt wird von sogenannten Wohnpalästen im Historismus, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum Haus des Terrors, mehreren Plätzen und auf den Heldenplatz hinführt, der seinerseits von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst wird. In der Mitte des Platzes gruppieren sich um das Millenniumsdenkmal die Standbilder von vierzehn ungarischen Königen. Seit 2002 gehört auch die Andrássy-Straße zum Weltkulturerbe. Unter ihr verkehrt die erste Budapester U-Bahn, sie ist nach der London Underground die zweite Europas.
Weiter östlich stadtauswärts, direkt hinter dem Heldenplatz, liegen im Stadtwäldchen die Vajdahunyad-Burg, die zur Budapester Millenniumsausstellung 1896 errichtet wurde, der Zoo, der Zirkus, die Eiskunstlaufbahn sowie das Széchenyi-Bad. Neben dem Gellért-Bad ist es das wohl bekannteste der Budapester Thermalbäder.
Außerhalb des Stadtzentrums befinden sich die römische Siedlung Aquincum sowie, aus jüngerer Zeit, der Skulpturenpark mit Statuen sozialistischer Zeit.
Kultur und Freizeit
Budapester Thermalbäder]
Budapest besitzt eine große Anzahl an Theatern, zwei Opernhäuser, Konzertsäle, Musikklubs und zahlreiche große und kleine Kinos. Neben den großen Museen verfügt das kulturelle Zentrum Ungarns über mehrere kleine Galerien. Das Budapester Ludwig-Museum ist seit 2005 im Palast der Künste beheimatet. Alljährlich im Frühjahr und Herbst finden große Kulturfestivals statt, im Frühling das Budapester Frühlingsfestival, im Herbst das Budapester Herbstfestival, im Februar die Ungarische Filmschau, im April das Internationale Filmfestival Titanic, jährlich ein internationales Theaterfestival und im August das Inselfestival. Ein neues Kulturzentrum auf der Budaer Seite ist der Millenáris Park, der im Jahre 2000, anlässlich der Milleniumsfeierlichkeiten zur Staatsgründung auf einem alten Fabrikgelände errichtet wurde. Hier finden im Sommer Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Ereignisse statt, der Kinderspielplatz mit handgeschnitzten, einem Volksmärchen entnommenen Figuren ist sicher ein Erlebnis für jüngere Besucher. Seit Oktober 2005 hat auch das ungarische Kindermuseum Csodák palotája (Palast der Wunder)hier ein neues Zuhause.
Die bergige Umgebung Budapests bietet viele Ausflugsmöglichkeiten. Die malerische Kleinstadt Szentendre nördlich von Budapest und das Schloss Gödöllő, der Lieblingsort von Königin und Kaiserin Elisabeth ist sicher je einen Tagesauflug wert. Das Donauknie erstreckt sich bis nach Esztergom. In den Budaer Bergen, dessen höchste Erhebung mit 527 m der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy. In der mit Parks unterversorgten Stadt nimmt die Margareteninsel aufgrund ihrer Lage mitten in der Donau als Erholungsgebiet eine zentrale Rolle ein.
Wirtschaft und Infrastruktur
Einkaufsmöglichkeiten
Die wichtigste Einkaufsstraßen von Budapest befinden sich im 5. Bezirk (Innere Stadt). Die bekannteste von ihnen ist die Váci utca, in der fast alle großen Modelabels der Welt vertreten sind. Am Vörösmarty tér wird jedes Jahr ein Weihnachtsmarkt veranstaltet, der dem am Wiener Rathausplatz ähnlich ist. Seit das Warenhaus Luxus am Vörösmarty tér 2005 Konkurs machte, gibt es kaum mehr traditionelle Warenhäuser. Bekannt war auch die Warenhauskette Skála, die in den 70-er Jahren als verhältnismäßig gut sortiert bezeichnet werden konnte. In und außerhalb der Stadt werden große Einkaufszentren nach amerikanischem Muster ("Plazas") errichtet, die den Konsumenten außer langen Öffnungszeiten und Auswahl Dienstleistungen aller Art und Gastronomie bieten. Weiters sind große Hypermärkte außerhalb sehr Stadt sehr beliebt, südlich von Budapest (in Budaörs) gibt es seit einigen Jahren nach dem Beispiel von Shopping City Süd bei Vösendorf (Österreich) eine Art "Shopping City". Die Öffnungszeiten sind in den Budapester Innenbezirken und in den Einkaufszentren liberal, viele Geschäfte haben an Wochen- und Samstagen bis 21 offen, und an Sonntagen bis 18 Uhr. Trotz starker Veramerikanisierung gibt es dennoch bürgerliche Bewegungen, die den Kauf ungarischer Produkte propagieren und die Verbreitung der übergroßen Einkaufszentren ablehnen.
Budapest - Eine Stadt der Bäder
Die Geschichte der Budapester Bäder kann auf eine Vergangenheit von 2000 Jahren zurückblicken. Bereits die Römer nutzten die Quellen der Stadt. Aus dem Jahr 1178 gibt es Hinweise auf eine Siedlung Felhéviz auf dem Gebiet vom heutigen Óbuda - der Name bedeutet "Heilquelle". Am Gellértberg wird die Elisabeth-Quelle erwähnt (Heilige Elisabeth war die Tochter von König Endre). Die Herrschaft der Osmanen brachte unter anderem eine andere andere Badekultur in die Stadt, die Baudenkmäler dieser Zeit sind bis heute in Gebrauch. Im 18. Jahrhundert, nach einem Erlass von Maria Theresia begann man sich mit der Analyse der Heilquellen der Stadt auseinanderzusetzen. 1812 begann man auf Vorschlag von Pál Kitaibel damit, die Quellen zu systematisieren, er schrieb auch eine Hydrografie der Stadt. 1930 wurde Budapest, als Stadt mit den meisten heilenden Quellen, der Titel "Badestadt" verliehen.
Die wichtigsten Heil- und Freibäder sind: Csepeli (Freibad) Csillaghegyi (Freibad), Dagály (Heil- und Freibad), Dandár (Heilbad), Gellért (Heil-, Frei- und Erlebnisbad), Király (Heilbad, türkisches Bad), Lukács (Heilbad, Schwimmbad, türkisches Bad), Palatinus (Heil- und Freibad, Jugendstilbau auf der Margaretheninsel), Paskál (Freibad), Pesterzsébeti (Freibad), Pünkösdfürdői (Freibad), Római (Frei- und Erlebnisbad), Rudas (Heilbad, türkisches Bad), Széchenyi (Heilbad, Schwimmbad), Újpesti (Freibad).
Einiege Bäder haben eine Subkultur. Ältere Männer spielen im Széchenyi-Bad im warmen Wasser stundenlang Schach (es gibt schwimmende Schachbretter). Das Király-Bad wird getrennt für Männer und Frauen geführt, es wird gern von Männern aufgesucht, die das eigene Geschlecht treffen möchten (diese Funktion hatte auch das inzwischen zugesperrte Rácz-Bad)... Das Lukács-Bad ist traditionell ein Treffpunkt von Schauspielern, Künstlern. Das Rudas-Bad ist nur für Männer zugänglich, allerdings hat es nicht den Ruf, wie das Király-Bad. Das Palatinus, "Pala" genannt, ist ein traditionelles Bad für Jugendliche.
Es gibt auch viele Schwimmbäder in Budapest, am bekanntesten sind das Császár in Buda und das Sportschwimmbad auf der Margaretheninsel, das nach Olympiasieger Alfréd Hajós benannt ist.
Gastronomie
Ähnlich wie in Wien blühte im 19. Jahrhundert und um die Jahrhunderwende in Budapest eine rege Kaffeehauskultur -- eines der litararischen Zentren war das mehr als 100 Jahre alte kávéház Café New York, das 2004 wieder eröffnet wurde -- eine Zeit existierte es unter dem Namen Hungária Kávéház. Ein historischer Schauplatz der Revolution im Jahre 1848 war das legendäre Pilvax-Kaffeehaus, in dem sich die Anhänger von Sándor Petőfi versammelten. Die Kaffeehäuser dienten auch als Arbeitsplatz für Schriftsteller, Dichter, Journalisten -- Ferenc Molnár war z.B. ein häufiger Besucher dieser Kaffeehäuser. Die Kaffeehäuser wurden in den kommunistischen Zeiten verstaatlicht und umfunktioniert, viele verschwanden oder wurden vernachlässigt. Zu diesen Zeiten waren die verrauchten kleinen „Presszós“ (Espressos) die einzigen Lokale, in denen man zu zweit einen „Fekete“ (einen kleinen Schwarzen, einen stark gekochten ungarischen Kaffee) genießen konnte. Das Café Centrál am Ferenciek tere wurde Ende der 90-er Jahre wieder eröffnet und glänzt wieder in der alten Pracht. Das Café Museum am Múzeum körút ist eher ein Nobelrestaurant geworden. Als vornehmstes und schönstes Kaffeehaus gilt das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér. Die zwei ältesten Konditoreien in Buda sind die Konditorei Russwurm im Burgviertel und die Konditorei August neben dem Budaer Fény utca-Markt.
Öffentlicher Nahverkehr
Gerbeaud
3,8 Millionen Fahrgäste bewegen sich täglich auf den insgesamt über 2.000 km langen Netzstrecken des Öffentlichen Nahverkehrs in Budapest. Das Budapester Verkehrsunternehmen (BKV) unterhält Metro/U-Bahn-, Straßenbahn-, Bus-, O-Bus- und S-Bahn-Linien. Neben der 1896 fertiggestellten U-Bahn "Földalatti Vasút" verkehren zwei weitere Metrolinien. Eine vierte soll 2008 übergeben werden, eine fünfte ist geplant. Zur Zeit werden 22 % aller Wege mit der Metro zurückgelegt.
41 % aller Fahrtwege sind Busfahrten, weitere 26 % Straßenbahn- und fast 5 % O-Bus-Fahrten. Demnach werden fast drei Viertel aller Wege mit straßengebundenen Verkehrsmitteln bewältigt.
Auf die fünf Linien der HÉV, einer Art S-Bahn in die Budapester Vororte, entfallen 6 %.
Interessante Verkehrsmittel sind noch das "Libegő" (Seilbahn zum János-hegy), die Kindereisenbahn (ehemalige Pioniereisenbahn), die Zahnradbahn zum Svábhegy, und das "Sikló" (Standseilbahn) hinauf zum Burgberg.
Individualverkehr
Obwohl der Anteil des Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen der Stadt eher gering ist, kommt es täglich zu Staus in und um die ungarische Hauptstadt. Dies liegt teilweise am historischen Straßennetz der Stadt, vor allem aber an Versäumnissen der Stadt- und Landesregierung, Budapests Verkehrswege zu modernisieren. Mehr als 600.000 zugelassene PKW nutzen das Budapester Straßennetz mit einer Länge von über 4.000 km. Die Innenstadtbezirke und Teile von Buda sind Kurzparkzonen.
Das historische Straßennetz Budapests ist durch Ring- und Radialstraßen gekennzeichnet. Zwischen diesen breiten Straßen liegen eher schmale, heute nur noch für den Einbahnstraßenverkehr geeignete Verkehrswege.
Die meisten Autostraßen Ungarns führen über Budapest. Das Straßennetz muss somit neben dem Stadt- auch den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die wenigen Donaubrücken sind dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Zudem verfügt die Stadt über nur wenige und zu schmale Zubringerstraßen. Ein Autobahnring um die Stadt ist nur abschnittsweise fertiggestellt.
Eisenbahnverkehr
PKW
Die meisten Züge kommen auf den drei großen Kopfbahnhöfen an: dem Keleti pályaudvar (Ostbahnhof), dem Nyugati pályaudvar (Westbahnhof) und dem Déli pályaudvar (Südbahnhof). Vom auf Pester Seite gelegenen Ost- und Westbahnhof gibt es Direktverbindungen in 25 europäische Hauptstädte, vom auf Budaer Seite gelegenen Südbahnhof wird u.a. der Plattensee angefahren. Alle drei Bahnhöfe sind mit der Metro erreichbar.
Flugverkehr
Im Südosten der Stadt liegt der Flughafen Budapest-Ferihegy mit dem älteren Terminal I und einem neueren Terminal II. An beiden Terminals wurden 2004 6,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Mit dem Einstieg mehrerer Billigfluggesellschaften in den ungarischen Markt steigen die Passagierzahlen seit 2004 stark an. Der Flughafen ist mit einem Zubringerbus oder über eine Schnellstraße erreichbar. Eine Zug- oder Metroverbindung ins Zentrum ist geplant.
Schiffsverkehr
Der Schiffsverkehr hat wenig Bedeutung, neben Ausflugsfahrten gibt es Linienfahrten mit Tragflügelbooten nach Bratislava und Wien.
Söhne und Töchter der Stadt
siehe: Liste der Söhne und Töchter von Budapest
Siehe auch
- 20px Portal:Ungarn
- Portal:Ungarn/Review-Budapest
Weblinks
- [http://deutsch.budapest.hu/ Offizielle Seite der Stadt] in deutscher Sprache
- [http://www.budapestinfo.hu/de/index.html Budapester Tourismusamt]
- [http://www.hungary.com/images/mtrt/tartalom/budapest/pic/regio_terkep_de.jpg Regionalkarte]
- [http://www.hungary.com/images/mtrt/tartalom/budapest/pic/budapest_terkep_de.jpg Stadtplan]
- [http://www.festivalcity.hu/ Budapester Frühlings- und Herbstfestival]
Kategorie:Ort in Ungarn
Kategorie:Hauptstadt in Europa
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Kategorie:Kurort
Kategorie:Thermalbad
ja:ブダペスト
ko:부다페스트
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1995
Jahreswidmungen
- Der Spitzahorn (Acer platanoides) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
Politik
- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Bolivien. Die Reform des Erziehungswesens tritt in Kraft
- 1. Januar: Die Freihandelszone zwischen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay tritt in Kraft
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Costa Rica und Mexiko
- 1. Januar: Österreich, Schweden und Finnland treten der EU bei
- 1. Januar: Das Freihandelsabkommen zwischen Litauen und der EU tritt in Kraft
- 17. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Papua Neuguinea
- 25. Januar: Albanien unterzeichnet mit der NATO ein individuelles Partnerschaftsabkommen
- 25. Januar: Bulgarien. Shan Videnov wird Ministerpräsident
- 1. Februar: Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Rumänien
- 11. Februar: Eröffnung der Botschaft Kirgisistans in Bonn
- 10. März: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird Staatspräsident
- 19. März: Nachbarschaftsvertrag zwischen Ungarn und der Slowakei
- 26. März: Islam Abduganijewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 26. März: Das Schengener Abkommen tritt in Kraft
- 28. März: Kasachstan. Nursultan Nasarbajew löst das Parlament auf wegen Ungültigkeit der letzten Wahlen
- 29. März: Tunesien wird Vollmitglied in der WTO (Welthandelsorganisation)
- 9. April: Kongress- und Präsidentschaftswahlen in Peru
- 9. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Arabische Emirate
- 29. April: Kasachstan. Verlängerung der Amtszeit des Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew
- 1. Mai: Beitritt Liechtensteins zum EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)
- 6. Mai: Äthiopien. Erste freie demokratische Bundes- und Regionalwahlen
- 7. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird zum französischen Staatspräsident gewählt
- 12. Mai: Unterzeichnung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Lettland
- 16. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Rumänien
- 13. Juni: Auflösung des Unterhauses in Nepal
- 20. Juni: Keith Claudius Mitchell wird Premierminister von Grenada
- 27. Juni: Katar. Emir Scheich Hamad bin Khalifa Al-Thani wird Staatsoberhaupt. Er setzt seinen Vater ab und übernimmt die Amts- und Staatsgewalt
- 3. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ukraine
- 4. Juli: Henning Scherf wird in der Bremischen Bürgerschaft zum Regierungschef einer Großen Koalition gewählt
- 10. Juli: Heinz Eggert, Innenminister von Sachsen tritt von seinem Amt nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung zurück
- 10. Juli: Das Militärregime in Myanmar, dem früheren Birma, hebt einen fast sechs Jahre währenden Hausarrest gegen die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica: in Bosnien und Herzegowina erobern die Serben die UN-Schutzzone Srebrenica
- 11. Juli: US-Präsident Bill Clinton beschließt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Hanoi (Vietnam)
- 12. Juli: die ethnische Säuberung der Stadt Srebrenica beginnt einen Tag nach der Eroberung durch serbische Truppen, 40.000 Einwohner werden zunächst nach Geschlechtern getrennt
- 13. Juli: Albanien tritt dem Euroatlantischen Partnerschaftsrat (EAPR) bei
- 24. Juli: in Tel Aviv zündet ein Selbstmordattentäter eine Bombe in einem Autobus und tötet fünf Israelis, 30 Menschen werden verletzt
- 25. Juli in einer Station der Pariser Metro wird eine Bombe gezündet, das anschließende Feuer tötet sieben Menschen, 62 werden verletzt
- 27. Juli: Tadeusz Mazowiecki, der UN-Menschenrechtsbeauftragte, kündigt seinen Rücktritt an und geißelt die Untätigkeit des Westens in Bosnien
- 26. Juli: Die Mitgliedstaaten der EU unterzeichnen das Europol-Übereinkommen
- 28. Juli: Vietnam wird als siebter Mitgliedssaat in die ASEAN aufgenommen
- 3. August: in Hannover beginnen die Chaostage, bei denen bis zum 6. August mehr als 2.000 Teilnehmer randalieren, Geschäfte plündern und Straßenschlachten mit der Polizei unternehmen
- 8. August: zwei Töchter von Saddam Hussein fliehen mit ihren Familien und 15 Offizieren nach Amman, wo sie von König Hussein Asyl erhalten
- 22. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan. In Kraft seit dem 18. Juni 2003
- 24. August: Georgien gibt sich eine neue (demokratische) Verfassung
- 29. August: Georgien. Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 1. September: Liechtenstein tritt der WTO (Welthandelsorganisation) bei
- 12. September: Erste Koalitionsregierung in Nepal
- 16. September: Griechenland hebt das Embargo gegen Mazedonien auf
- 21. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mongolei
- 28. September: Komoren. Putsch von Bob Denard
- 1. Oktober: Deutschland und San Marino nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 5. Oktober: Komoren. Niederschlagung des Putsches von Bob Denard durch französisches Militär. Eine Übergangsregierung wird gebildet
- 8. Oktober: Neue Verfassung in Uganda
- 11. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Moldawien
- 19. Oktober: Mazedonien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Oktober: Lettland stellt Antrag auf Aufnahme in die EU
- 1. November: Kamerun wird in das Commonwealth aufgenommen
- 5. November: Georgien. Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsident gewählt
- 8. November: Die Ukraine wird Mitglied des Europarats
- 12. November: Erste freie Parlamentswahlen in Aserbaidschan
- 16. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vietnam
- 18. November: Parlamentswahlen in Nauru
- 19. November: Aleksander Kwaśniewski wird Staatspräsident in Polen
- 22. November: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Lagumot Harris
- 24. November: Estland stellt den Antrag auf Beitritt in die EU
- 25. November: Georgien. Die neue Verfassung tritt un Kraft
- 8. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Venezuela
- 11. Dezember: Antrag Litauens auf Aufnahme in die EU
- 14. Dezember: Kroatien unterzeichnet ebenfalls das „Daytoner Abkommen“
- 15./16. Dezember: Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf den Euro als gemeinsame Währung. Man vereinbart den 1. Januar 1999 als Einführungsdatum
- 14. Dezember: Dayton Friedensabkommen für Bosnien und Herzegowina, welches die polizeiliche Zusammenarbeit unter den Staaten regelt
Wissenschaft
- 29. April: Ringförmige Sonnenfinsternis im nördlichen Südamerika
- 5. Oktober: Michel Mayor und sein Assistent Didier Queloz verkünden auf dem „9th Cambridge Workshop on Cool Stars, Stellar Systems and the Sun“ die Entdeckung des ersten extrasolaren Planeten im Sternensystem Pegasus 51
- 24. Oktober: Totale Sonnenfinsternis in Südostasien
- 2. Dezember: Start der Raumsonde SOHO (Solar and Heliospheric Observatory)
- 30. Dezember: Start des Satelliten Rossi X-ray Timing Explorer
Kultur
- 3. Mai: Uraufführung der Oper I was looking at the ceiling and then I saw the sky von John Adams an der University of California, Berkeley
- 24. Juni bis 7. Juli: Christo und Jeanne-Claude: Verhüllter Reichstag, Berlin, 1971–1995
- 28. November: Eröffnung des Museu d´Art Contemporani de Barcelona
- 19. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Albanien
- 21. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Armenien
- 22. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Aserbaidschan
Gesellschaft
- 18. März: Hochzeit der spanischen Königstochter Elena
- 23. September - In München gehen 20.000 Menschen gegen das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts auf die Straße.
- 6. November: In Israel kommt es zur größten Trauerfeier des Landes für den ermordeten Regierungschef Jitzhak Rabin. Staatsoberhäupter und Politiker aus 40 Nationen erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre
Katastrophen
- 11. Januar: Cartagena, Kolumbien. Absturz einer aus Bogotá kommenden Douglas DC-9 der Intercontinental de Aviacion kurz vor der Landung. 51 Menschen sterben, nur eine Person überlebt
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 tritt nahe Kōbe, Japan auf, tötet über 5.500 Menschen und verletzt über 400.000. Verursacht große Sachschäden
- 8. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 in Kolumbien. 42 Tote
- 31. März: Bukarest, Rumänien. Ein Richtung Brüssel, Belgien gestarteter Airbus A310 der Tarom stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 60 Insassen sterben
- 28. Mai: Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert die Stadt Neftegorsk auf Sachalin, Russland, ca. 2.000 Tote
- 15. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Griechenland. 26 Tote
- 9. August: San Salvador, El Salvador. Beim Anflug in schlechtem Wetter prallt eine Boeing 737 der Aviateca aus Guatemala-Stadt gegen einen Berg. Alle 65 Personen an Bord kommen dabei um
- 15. September: Tawau, Malaysia. Die missglückte Landung einer Fokker 50 der Malaysia Airlines kostet 34 der 53 Menschen an Bord das Leben
- 22. September: Anchorage, Alaska, USA. Beim Start einer Boeing E-3A Sentry der US Air Force geraten Vögel in zwei der vier Triebwerke, woraufhin die Maschine mit allen 24 Menschen an Bord abstürzt
- 1. Oktober: Erdbeben bei Dinar, Türkei, ca. 100 Tote
- 6. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 auf Sumatra, Indonesien, 84 Tote
- 9. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 8,0 in Mexiko. 49 Tote
- 23. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 in der Provinz Sichuan, Volksrepublik China. 81 Tote
- 8. November: Argentinien. Eine Fokker F-27 der Lineas Aéreas del Estado prallt in schlechtem Wetter bei Villa Dolores (Córdoba) gegen einen Berg. Keiner der 53 Insassen überlebt das Unglück
- 3. Dezember: Douala, Kamerun. Eine aus Cotonou, Benin kommende Boeing 737 der Cameroon Airlines stürzt beim zweiten Landeversuch ab. Von 76 Insassen kommen 71 ums Leben
- 13. Dezember: Verona, Italien. Eine Antonow An-24 der rumänischen Romavia stürzt kurz nach dem Start Richtung Timişoara, Rumänien ab und geht in Flammen auf. Dabei sterben alle 49 Menschen an Bord
- 18. Dezember: Angola. Nach dem Start in Jamba stürzt eine überladene Lockheed L-188 Electra der kongolesischen Trans Service Airlift mit 144 Menschen an Bord ab, wovon nur drei überleben
- 20. Dezember: Cali, Kolumbien. Eine aus Miami, USA kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs wegen eines Navigationsfehlers ab. 160 Menschen starben, 4 konnten gerettet werden
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- In England wird Jürgen Klinsmann „Fußballer des Jahres“
- 15. März: Alba Berlin gewinnt als erstes deutsches Team den Korac-Cup (europäischer Basketball-Pokal)
- 8. April: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes im Caesars Palace, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten
- 2. September: Frank Bruno gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Oliver McCall im Wembley Stadium, London, durch Sieg nach Punkten
- 15. Dezember Das Bosman-Urteil wird verkündet
Sonstiges
- 20. März: Anschlag der japanischen Aum-Sekte mit Sarin in der U-Bahn von Tokio
- 19. April: Bei einem Bombenanschlag in Oklahoma City kamen 168 Menschen ums Leben
- 25. April: Der erste Castor-Behälter erreicht Gorleben
- Mai: Das Zweite Europäische Jugendchor Festival findet in Basel statt
- Mai: Die erste Electronic Entertainment Expo findet in Los Angeles statt
- 30. Juni: Marshall-Inseln werden Mitglied in der UNESCO
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica
- 24. August: Veröffentlichung von Windows 95
- 18. Oktober: Die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei werden mit den westeuropäischen UCPTE-Verbundnetz synchronisiert. Die HGÜ-Kurzkupplungen in Etzenricht, Dürnrohr und Wien-Südost werden hiermit überflüssig
- 25. Oktober: Macau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 24. Mai: Erbprinz Joseph-Wenzel, Sohn von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern
- 11. Oktober: Prinzessin Luisa-Maria von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 6. Dezember: Joy Gruttmann, deutsche Sängerin
- 1. Januar: H. E. Erwin Walther, deutscher Komponist und Musikpädagoge ( - 1920)
- 1. Januar: Eugene Paul Wigner, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1902)
- 2. Januar: Siad Barré, ehemaliger somalischer Präsident ( - 1919)
- 7. Januar: Harry Golombek, britischer Schach-Großmeister ( - 1911)
- 9. Januar: Gisela Mauermayer, deutsche Leichtathletin ( - 1913)
- 11. Januar: Heiner Pudelko, deutscher Rocksänger ( - 1948)
- 13. Januar: Karl Junker (Schach), deutscher Schachproblemkomponist ( - 1905)
- 18. Januar: Adolf Butenandt, deutscher Chemiker auf dem Gebiet der Steroidhormone, Nobelpreisträger ( - 1903)
- 18. Januar: Georg K. Glaser, deutschsprachiger französischer Schriftsteller ( - 1910)
- 19. Januar: Hermann Henselmann, deutscher Architekt ( - 1905)
- 20. Januar: Mehdī Bāzargān, Iranischer Politiker und Ministerpräsident 1979 ( - 1907)
- 22. Januar: Rose Kennedy, Mutter von John Fitzgerald Kennedy ( - 1890)
- 25. Januar: Fritz Dorls, deutscher Politiker ( - 1910)
- 27. Januar: Jean Tardieu, französischer Dichter und Dramatiker ( - 1903)
- 30. Januar: Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie ( - 1907)
- 31. Januar: George Abbott, US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ( - 1887)
- 1. Februar: Karl Gruber, österreichischer Politiker und Diplomat ( - 1909)
- 2. Februar: Fred Perry, britischer Tischtennis- und Tennisspieler ( - 1909)
- 3. Februar: Nicolás Lindley López, Chef einer peruanischen Militärjunta im Jahre 1963 ( - 1908)
- 4. Februar: Godfrey Brown, britischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1915)
- 5. Februar: Doug McClure, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1935)
- 6. Februar: Mira Lobe, Kinderbuchautorin ( - 1913)
- 7. Februar: Alfred Heuß, deutscher Althistoriker ( - 1909)
- 7. Februar: Massimo Pallottino, italienischer Archäologe ( - 1909)
- 8. Februar: Joseph Maria Bochenski, polnischer Philosoph und Logiker ( - 1902)
- 9. Februar: Eugen Loderer, deutscher Gewerkschaftsfunktionär ( - 1920)
- 9. Februar: James William Fulbright, US-amerikanischer Politiker ( - 1905)
- 10. Februar: Heinrich Drerup, deutscher Archäologe ( - 1908)
- 12. Februar: Nat Holman, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer ( - 1896)
- 14. Februar: Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster ( - 1943)
- 14. Februar: U Nu, myanmarischer Politiker ( - 1907)
- 15. Februar: Rachid Baba Ali Ahmed, algerischer Musiker und Musikproduzent
- 17. Februar: Werner Bruschke, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ( - 1898)
- 23. Februar: James Herriot, Engl. Tierarzt und Schriftsteller ( - 1916)
- 24. Februar: Hans Hessling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1903)
- 25. Februar: Rudolf Hausner, österreichischer Maler und Graphiker ( - 1914)
- 26. Februar: Willie Johnson, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1913)
- 1. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger ( - 1946)
- 1. März: Eugenio Corecco, römisch-katholischer Bischof im Bistum Lugano ( - 1931)
- 4. März: Kurt Ludwig, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1924)
- 6. März: Barbara Lass, Filmschauspielerin ( - 1940)
- 8. März: Stephan László, österreichischer Bischof ( - 1913)
- 9. März: Edward Bernays, prägte für seinen Beruf die Bezeichnung PR-Berater ( - 1891)
- 14. März: William Alfred Fowler, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 16. März: Heinrich Sutermeister, Schweizer Komponist ( - 1910)
- 16. März: Simon Fraser, 17. Lord Lovat, schottischer General und Kommandoführer im 2. Weltkrieg ( - 1911)
- 17. März: Sunnyland Slim, US-amerikanischer Blues-Pianist ( - 1907)
- 20. März: Werner Liebrich, deutscher Fußballspieler und Trainer ( - 1927)
- 21. März: Wolfgang Harich, Philosoph und Journalist in der DDR ( - 1923)
- 22. März: Henri Xhonneux, belgischer Filmemacher ( - 1945)
- 24. März: Joseph Needham, britischer Sinologe und Biochemiker ( - 1900)
- 25. März: James Samuel Coleman, US-amerikanischer Soziologe ( - 1926)
- 25. März: Philip Stuart Milner-Barry, britischer Schachmeister. ( - 1906)
- 26. März: Eazy-E, Musiker ( - 1963)
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