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George Vancouver

George Vancouver

George Vancouver (
- 22. Juni 1757 in King's Lynn, Norfolk; † 10. Mai 1798 in Richmond upon Thames, Surrey) war Offizier der Royal Navy und Entdecker. Bekannt wurde er für die Erforschung der Pazifikküste Nordamerikas von San Francisco bis Britisch-Kolumbien. Bereits im Alter von 13 Jahren trat er der Royal Navy bei und begleite James Cook auf seiner zweiten und dritten Reise. Später übernahm er das Kommando über eine Expedition zur Erforschung der Nordwestküste Nordamerikas. Am 1. April 1791 brach er von England aus auf, segelte vom Kap der guten Hoffnung nach Australien und über Tahiti und Hawaii weiter zur Westküste Nordamerikas. Am 17. April 1792 erreichte er Amerika und begann mit der Vermessung der Küste. Er folgte der Küste von Oregon und Washington nordwärts bis zur Juan-de-Fuca-Meerenge. Er wollte jede Bucht der Gegend erforschen, teilweise mußte er Boote einsetzen wegen des flachen Wassers. Gemeinsam mit einer spanischen Expedition erforschte er Puget Sound, im August lief er Nootka auf Vancouver Island an um mit den Spaniern über die Übername ihrer Ansprüche auf Nootka Sound zu verhandeln. Nachdem keine Übereinkunft mit dem spanischen Kommandanten Bodega y Quadra erreicht wurde fuhr er weiter nach Kalifornien und nutzte den Winter um die Sandwich-Inseln (heute Hawaii) zu erforschen. Das nächste Jahr segelte er wieder nach Britisch-Kolumbien, um die Erforschung weiter nach Norden fortzusetzen. Nachdem er die Region erreichte, die bereits James Cook erforscht hatte, kehrte er um und segelte wieder nach Kalifornien, um die Verhandlungen um Nootha Sound fortzusetzen. Als er den spanischen Kommandanten nicht antraf, verbrachte er den Winter wieder auf den Sandwich-Inseln. 1794 segelte er von Cooks Inlet am Golf von Alaska südwärts, vorbei an der heutigen Glacier Bay, bis nach Baranof Island, von wo er wieder nach England aufbrach. Er wählte den Weg um Kap Horn und schloß damit seine Weltumrundung ab. Er erreichte England am 20. Oktober 1794, seine Reise zeigte, dass die vermutete Passage von der Hudson Bay zum Pazifischen Ozean (Nordwestpassage) nicht existiert. 1798 erschien sein Reisebericht mit Karten in drei Bänden.

Orte, die nach ihm benannt sind


- Vancouver in Britisch-Kolumbien (Kanada)
- Vancouver in Washington (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Vancouver Island, die größte Insel Nordamerikas in Britisch-Kolumbien (Kanada)

Siehe auch:


- Pazifischer Nordwesten (Amerika) Vancouver,George Vancouver,George Vancouver,George Vancouver,George Vancouver,George Vancouver,George Vancouver,George

1757

Ereignisse


- 2. Januar: Britische Truppen nehmen Calcutta in Indien ein
- 5. Januar: Die Preußen verhaften in Leipzig 50 bis 60 Kaufleute und sperren sie ins Rathaus ein, um eine verlangte Geldsumme einzufordern
- 19. März: Der preußische General Hans Karl von Winterfeldt (1707–1757) schlägt vor gegen Königgrätz und Pardubitz vorzugehen
- 30. März: In Schwerin wird ein preußischer Kriegsrat durch General Hans Karl von Winterfeldt und Oberst Johann Wilhelm Graf von der Goltz (17371793) gehalten
- 6. Mai: Friedrich II. siegt in der Schlacht von Prag
- 18. Mai: Die Hauptstadt des Mon-Königreiches wird von den Burmesen zerstört
- 18. Juni: Friedrich II. unterliegt in der Schlacht von Kolín
- 26. Juli: In der Schlacht bei Hastenbeck wird der Duke of Cumberland geschlagen. Im Kloster Zeven stimmt dieser der Auflösung seines Heeres zu
- 30. August: In der Schlacht bei Groß-Jägersdorf besiegten die Russen ein kleines preußisches Heer von 30.000 Mann. Der Weg nach Berlin ist offen, doch der Vormarsch scheitert an der mangelhaften russischen Logistik
- 7. September: In der Schlacht bei Moys schlagen die Preußen am einen Angriff der Österreicher zurück
- 27. September: französische Truppen dringen unter Duc de Richlieu im preußischen Fürstentum Halberstadt ein
- 5. November: Friedrich II. schlägt bei Roßbach die Reichsarmee und die Franzosen in der Schlacht vernichtend
- 5. Dezember: Friedrich II. schägt in der Schlacht bei Leuthen die österreichische Hauptarmee
- Im Januar wird gegen Friedrich II. die Reichsexekution (eine Art Kriegserklärung) erklärt
- Das Pantheon in Paris wird gebaut
- Stiftung des Militär-Maria-Theresien-Ordens
- Im Oktober wird auf Befehl Friedrich II. Schloss Groschwitz geplündert
- Gründung der St. Petersburger Kunstakademie

Kultur


- 5. November: Uraufführung der Oper La clemenza di Tito von Ignaz Holzbauer in Mannheim
- 20. November: Uraufführung der Oper L'Isola disabitata von Domenico Scarlatti am Teatro San Samuele in Venedig
- Eröffnung der Petersburger Kunstakademie

Geboren


- 11. Januar: Alexander Hamilton, US-amerikanischer Politiker († 1804)
- 27. Januar: Gomes Freire de Andrade, portugiesischer General und das Haupt einer liberalen und nationalistischen Verschwörung gegen die absolutistische Monarchie († 1817)
- 3. Februar: Constantin François Volney, Reisender und Geschichtspilosoph († 1820)
- 21. März: James Sowerby, Naturforscher und Maler († 1822)
- 30. März: Jean François Pilâtre de Rozier, französischer Luftfahrtpionier († 1785)
- 22. April: Alessandro Rolla, italienischer Violinspieler und Komponist († 1841)
- 9. Juni: Johann Rudolf Czernin, österreichischer Verwaltungsbeamter († 1845)
- 18. Juni: Ignaz Pleyel, Komponist († 1831)
- 22. Juni: George Vancouver, Britischer Offizier der Royal Navy und Entdecker († 1798)
- 13. August: James Gillray, britischer Karikaturist († 1815)
- 3. September: Karl August (Sachsen), Herzog und Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach († 1828)
- 25. September: Johann Friedrich Lempe, Professor der Mathematik an der heutigen Bergakademie Freiberg
- 5. Oktober: Charles-Malo-François de Lameth, französischer General († 1832)
- 9. Oktober: Karl X. (Frankreich), der letzte König von Frankreich aus dem Haus Bourbon († 1836)
- 26. Oktober: Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein, preußischer Politiker († 1831)
- 26. Oktober: Carl Leonhard Reinhold, Wichtigster aus Österreich stammender Vertreter der deutschen Aufklärung. († 1823)
- 1. November: Antonio Canova, italienischer Bildhauer († 1822)
- 1. November: Johann Georg Rapp († 1847)
- 3. November: Robert Smith, US-amerikanischer Außenminister († 1842)
- 4. November (oder 8. November): Francis de Rottenburg, britischer General und Militärschriftsteller deutsch-polnischer Herkunft († 1832)
- 11. November: Pierre-François-Charles Augereau, französischer General, Marschall von Frankreich, († 1816)
- 15. November: Jacques-René Hébert, französischer Revolutionär († 1794)
- 28. November: William Blake, englischer Romantiker († 1827)
- 28. Dezember: Reinhard Woltmann, deutscher Wasserbauingenieur († 1837)
- James Wilkinson, US-amerikanischer General und erster Gouverneur von Louisiana († 1825)

Gestorben


- 9. Januar: Bernard le Bovier de Fontenelle, Französischer Schriftsteller (
- 1657)
- 10. März: Johann Joseph Graf von Trautson, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal (
- 1707)
- 14. März: John Byng, englischer Admiral (
- 1704)
- 27. März: Johann Stamitz, böhmischer Violinist, Kapellmeister und Komponist (
- 1717)
- 15. April: Franz Joseph Spiegler, deutscher Maler (
- 1691)
- 15. April: Rosalba Carriera, venezianische Malerin (
- 1675)
- 16. April: Daniel Gran, war einer der bedeutendsten österreichischen Barockmaler (
- 1694)
- 16. Mai: Kurt Christoph Graf von Schwerin, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1684)
- 26. Juni: Maximilian Ulysses Browne, österreichischer Feldmarschall irischer Abstammung (
- 1705)
- 5. Juli: Antoine Pesne, Hofmaler in Preußen (
- 1683)
- 23. Juli: Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock (
- 1685)
- 8. September: Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General (
- 1707)
- 2. Oktober: Luigi Centurioni, italienischer Ordensgeneral
- 17. Oktober: René Antoine Ferchault de Réaumur, französischer Wissenschaftler (
- 1683)
- 25. Oktober: Anton Sturm, deutscher Bildhauer des Barock und Rokoko (
- 1690)
- 30. Oktober: Osman III., Sultan des Osmanischen Reiches (
- 1699)
- 12. November: Colley Cibber, ein britischer Theaterleiter, Impressario, Dramatiker und Dichter (
- 1681)
- Zacharias Hildebrandt, deutscher Orgelbauer (
- 1688) ko:1757년

Norfolk (England)

Norfolk [] ist eine Grafschaft in Großbritannien in East Anglia im Osten von Südengland. Norfolk grenzt an die Grafschaften Lincolnshire und Cambridgeshire im Westen und Südwesten und Suffolk im Süden. Das Gebiet wird im Norden und Osten von der Nordsee begrenzt. Daneben besteht zwischen den Grafschaften Norfolk und Lincolnshire ein Gebiet von Salzmarschen, genannt The Wash. Die Angeln, nach denen East Anglia und England selbst benannt wurden, siedelten hier seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert und wurden später zum "north folk" (den nördlichen Leuten) und den "south folk" (den südlichen Leuten). Daraus entstanden "Norfolk" und "Suffolk." Die Hauptstadt und Verwaltungssitz ist Norwich. Andere größere Städte sind King's Lynn und Great Yarmouth.

Andere Städte und Orte


- Acle, Attleborough, Aylsham
- Bacton, Banham, Beeston, Belton, Blakeney, Bradenham, Brancaster, Bressingham, Briston, Brooke, Brundall, Burgh Castle, Burnham Thorpe, Burnham Market, Buxton Lamas
- Caister, Castle Acre, Castor, Chedgrave, Clenchwarton, Cley next the Sea, Cockley Cley, Coltishall, Cromer
- Denver, Dersingham, Dilham, Diss, Downham Market
- East Dereham, East Ruston
- Fakenham, Fincham
- Gorleston
- Halvergate, Hanworth, Happisburgh, Harleston, Heacham, Hemsby, Hilgay, Holkham, Holme-next-the-Sea, Holt, Hopton-on-Sea, Horning, Horsey, Hoveton, Hunstanton
- Langham, Loddon, Ludham, Ludham Bridge
- Merton, Middleton, Morston, Morton, Mundesley
- New Houghton, North Walsham
- Oulton, Ovington
- Paston, Potter Heigham
- Reedham, Reepham
- Sandringham, Sea Palling, Sheringham, Smallburgh, Snettisham, Stalham, Sutton, Swaffham, Swafield
- Terrington St. Clement, Thetford, Thorpe Market, Thorpe St. Andrew, Thurne
- Upton
- Waxham, Walsingham, Wells-next-the-Sea, Welney, Weybourne, Winterton-on-Sea, Woodbastwick, Worstead, Wroxham, Wymondham

Sehenswürdigkeiten


- Besonders bekannt sind die Norfolk Broads als eindrucksvolle Landschaft und Teil des Broads National Park. Besonders sehenswert sind auch zahlreiche Klöster wie z.B.:
- Die Abtei von Walsingham
- Die Abtei von Wymondham Daneben durchziehen mehrere Wanderwege die Gegend.

Persönlichkeiten


- Horatio Nelson, Admiral, geboren in Burnham Thorpe

Söhne und Töchter der Stadt


- Charles Cunningham Boycott, britischer Gutsverwalter in Irland
- Martin Brundle, britischer Autorennfahrer
- Rupert Everett, britischer Schauspieler
- Roy F. Harrod, englischer Ökonom
- John Lindley, englischer Botaniker
- Jonathan Raban, britischer Schriftsteller
- Roger Meddows-Taylor, Schlagzeuger der Rock-Band "Queen" Kategorie:Englische Grafschaft

1798

Ereignisse


- 4. Januar: Die Republik Mülhausen stimmt für ihren Beitritt zu Frankreich
- 15. Februar: Frankreich zerstört den Kirchenstaat und errichtet die „Römische Republik”
- 12. April: Ausrufung der Helvetischen Republik, nachdem seit der Jahreswende 1797/1798 Revolutionen in verschiedenen Kantonen der Alten Eidgenossenschaft ausgebrochen und französische Truppen eingefallen waren
- 1. Mai: Das von den Franzosen besetzte linksrheinische Gebiet führt das staatliche Personenstandswesen ein
- Mai: Napoléon startet mit einem französischen Heer von 40 000 Mann nach Ägypten
- 24. Juli: Napoléon besiegt das ägyptische Heer und zieht in Kairo ein
- 1. August: Der britische Admiral Horatio Nelson vernichtet die französische Flotte im Nildelta
- 8. November: Der britische Kapitän John Fearn entdeckt die Insel Nauru
- Georgia verbietet als letzter der US-Bundesstaaten den Sklavenhandel, nur der Handel, der Einsatz von Sklaven ist nicht verboten
- England schlägt einen Aufstand in Irland blutig nieder
- Napoléon besetzt die Insel Malta und vertreibt die dort ansässigen Ritter des Malteserordens
- Henry Cavendish entwickelt sein Verfahren zur Messung der Gravitationskonstante
- Goethe gibt die erste Nummer der periodische Schrift Propyläen heraus (Organ für die Anschauungen der Weimarer Klassik)

Kultur


- 6. Juli: Uraufführung der Oper Die Geisterinsel von Johann Friedrich Reichardt an der Hofoper Berlin
- 25. Juli: Uraufführung der Oper L'Hôtellerie portugaise von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris
- 5. August: Uraufführung der Oper Le Rendez-vous supposé ou Le Souper de famille von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 12. Juni: Uraufführung der Oper „Der zweite Teil der Zauberflöte“, von Emanuel Schikaneder/Peter von Winter, im Freihaustheater Wien

Geboren


- 26. Januar: Albert August Wilhelm Deetz, preußischer Soldat und Abgeordneter († 1859)
- 31. Januar: Carl Gottlieb Reißiger, Komponist und Hofkapellmeister in Dresden († 1859)
- 31. Januar: Henriette von Bissing, deutsche Erzählerin († 1879)
- 19. Februar: Auguste Comte, Begründer der Soziologie († 1857)
- 30. März: Luise Hensel, deutsche Dichterin († 1876)
- 2. April: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Germanist und Dichter († 1874)
- 3. April: Charles Wilkes, US-amerikanischer Marineoffizier und Polarforscher († 1877)
- 15. April: Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe († 1828)
- 24. April: Karl von Holtei, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Theaterleiter († 1880)
- 26. April: Eugène Delacroix, französischer Maler († 1863)
- 5. Mai: Christian Friedrich Scherenberg, deutscher Dichter († 1881)
- 19. Mai: Antonio Rolla, italienischer Violinvirtuose († 1837)
- 20. Mai: Heinrich August Wilhelm Stolze, deutscher Stenograph († 1867)
- 23. Mai: Ludwig Benjamin Henz, deutscher Eisenbahningenieur († 1860)
- 21. Juni: Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik († 1873)
- 29. Juni: Giacomo Graf Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Giacomo Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Willibald Alexis, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1871)
- 14. Juli: Alessandro Antonelli, Italienischer Architekt († 1888)
- 16. Juli: Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender († 1868)
- 25. Juli: Albert Knapp, deutscher Dichter († 1864)
- 29. Juli: Carl Blechen, deutscher Landschaftsmaler († 1840)
- 15. August: Henry de Labouchère, 1. Baron Taunton, britischer Staatsmann († 1869)
- 20. August: Paul Wilhelm Eduard Sprenger, österreichischer Architekt († 1854)
- 21. August: Jules Michelet, französischer Historiker († 1874)
- 25. August: Henrik Hertz, dänischer Schriftsteller († 1870)
- 28. August: Harro Paul Harring, Revolutionär, Dichter und Maler († 1870)
- 31. August: Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist († 1846)
- 1. September: Jean Augustin Franquelin, französischer Kunstmaler († 1839)
- 4. September: Hippolyte Dussard, französischer Wirtschaftswissenschafter (VWL) († 1876)
- 9. September: Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie († 1851)
- 11. September: Franz Ernst Neumann, deutscher Physiker († 1895)
- 25. September: Henry Scheffer, französischer Maler († 1862)
- 2. Oktober: Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen († 1849)
- 7. Oktober: Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer († 1875)
- 12. Oktober: Peter IV., König von Portugal, Kaiser von Brasilien († 1834)
- 22. Oktober: Jodocus Donatus Hubertus Temme, deutscher Politiker, Jurist und Schriftsteller († 1881)
- 5. November: Maria-Carolina von Bourbon-Sizilien, älteste Tochter König Franz' I. von Neapel († 1870)
- 23. November: Robert Oettel, Kaufmann, Stadtverordneter, Begründer der dt. Rassegeflügelzucht († 1884)
- 18. Dezember: Heinrich Smidt, deutscher Schriftsteller († 1867)
- 20. Dezember: Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe († 1850)
- 24. Dezember: Adam Mickiewicz, polnischer Dichter († 1855)
- Jigma Lingpa: Dzogchen-Meister der buddhistischen Nyingma-Tradition des Vajrayana
- Sojourner Truth, US-amerikanische Abolitionistin und Frauenrechtlerin († 1883)

Gestorben


- 26. Januar: Christian Gottlob Neefe, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler (
- 1748)
- 11. Februar: Karl Wilhelm Ramler, deutscher Dichter und Denker/Philosoph (
- 1725)
- 12. Februar: Stanisław August Poniatowski, der letzte polnische König (
-  1732)
- 13. Februar: Wilhelm Heinrich Wackenroder, deutscher Jurist und Schriftsteller (
- 1773)
- 10. Mai: George Vancouver, Britischer Offizier der Royal Navy und Entdecker (
- 1757)
- 14. Mai: David Ruhnken, niederländischer Gelehrter (
- 1723)
- 4. Juni: Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer (
- 1725)
- 1. Juli: Johann Friedrich Mende, deutscher Maschinenbauer (
- 1743)
- 15. Juli: Gaetano Pugnani, Italienischer Violinist und Komponist (
- 1731)
- 21. Juli: Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall (
- 1733)
- 1. August: François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral (
- 1753)
- 1. August: Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral und Seefahrer (
- 1760)
- 10. November: Gabriel Lenkiewicz, Ordensgeneral
- 26. November: Friedrich Albrecht Carl Gren, deutscher Chemiker (
- 1760)
- 1. Dezember: Christian Garve, bekannter Philisoph (
- 1742)
- 4. DezemberLuigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher (
- 1737)
- 9. Dezember: Johann Reinhold Forster, deutscher Naturwissenschaftler (
- 1729)
- 19. Dezember: Charles Joseph Panckoucke, französischer Schriftsteller und Verleger (
- 1736) ko:1798년

Surrey

Surrey ist eine Grafschaft (County) im Süden Englands. Sie besteht aus den Distrikten Elmbridge, Epsom and Ewell, Guildford, Mole Valley, Reigate & Banstead, Runnymede, Spelthorne, Surrey Heath, Tandridge, Waverley und Woking. Die Grafschaft grenzt an Hampshire, Berkshire, Greater London, Kent, East Sussex und West Sussex. Surrey hat etwa eine Million Einwohner. Die traditionelle Hauptstadt der Grafschaft war Guildford, hier befindet sich auch die University of Surrey. Heutzutage befindet sich der Verwaltungssitz immer noch in Kingston upon Thames, das paradoxerweise seit 1965 gar nicht mehr in der Grafschaft liegt (gehört zu London). Es gibt Pläne, die Verwaltung nach Woking zu verlegen. Dank seiner Nähe zu London gibt es zahlreiche Pendlerorte in Surrey, die Bevölkerungsdichte ist sehr hoch und die Bewohner sind im Durchschnitt wohlhabender als andere Bürger des Vereinigten Königreichs. Ein Großteil von Surrey liegt im Grünen Gürtel, und da der Boden sehr sandig ist und landwirtschaftlich nur begrenzt genutzt werden kann, gibt es eine große Zahl von Fuß- und Reitwegen. Deshalb bietet Surrey viele Möglichkeiten für ländliche Freizeitaktivitäten.

Geschichte

Surrey war früher in 14 hundreds unterteilt. Bis 1889 gehörten zu Surrey auch die heute zu London gehörigen Boroughs Lambeth, Southwark und Wandsworth. 1965 wurden die Boroughs Croydon, Kingston upon Thames, Merton, Richmond upon Thames und Sutton Teile von Greater London; dafür erhielt Surrey Spelthorne von Middlesex. Bei der Kommunalreform 1974 wurden der Flughafen London-Gatwick und das umliegende Land West Sussex zugeschlagen. Auch Horley und Charlwood sollten zu Middlesex kommen; dies wurde aufgrund wütender Proteste der Bevölkerung jedoch rückgängig gemacht.

Städte und Orte


- Abinger Common, Abinger Hammer, Addlestone, Albury, Alfold, Ash, Ashford, Ashtead
- Bagshot, Banstead, Betchworth, Bisley, Bletchingley, Blindley Heath, Bramley, Brockham, Buckland, Burgh Heath, Byfleet
- Camberley, Capel, Caterham, Chaldon, Charlwood, Chertsey, Chiddingfold, Chipstead, Chobham, Christmaspie, Churt, Claygate, Cobham, Cranleigh
- Dorking, Dormans Land, Dunsfold
- Earlswood, East Clandon, East Horsley, Effingham, Egham, Elstead, Englefield Green, Epsom, Esher, Ewell, Ewhurst
- Farncombe, Farnham, Fetcham, Forest Green, Frensham, Frimley
- Godalming, Godstone Green, Gomshall, Great Bookham, Guildford
- Hambledon, Hascombe, Haslemere, Headley, Hersham, Hindhead, Holmbury St Mary, Holmwood, Hooley, Horley, Horsell, Hurst Green
- Kingswood
- Leatherhead, Limpsfield, Lingfield, Little Bookham
- Merrow, Merstham, Mickleham, Milford
- Normandy, Nutfield
- Ockham, Ockley, Onslow Village, Ottershaw, Outwood, Oxshott, Oxted
- Peaslake, Pirbright, Pyrford, Puttenham
- Redhill, Reigate, Ripley, Rowley,
- Salfords, Send, Shackleford, Shalford, Shepperton, Shere, Shottermill, South Godstone, Staines, Stoke D'Abernon
- Tadworth, Tandridge, Thames Ditton, Thorpe, Thursley, Tilford, Tongham
- Virginia Water
- Walton-on-Thames, Walton-on-the-Hill, Wanborough, Warlingham, West Clandon, West Horsley, Westcott, Weybridge, Whyteleafe, Windlesham, Wisley, Witley, Woking, Woldingham, Wonersh, Wormley, Worplesdon, Wotton
Kategorie:Englische Grafschaft simple:Surrey

Entdecker

Entdecken lässt sich nur, was schon vor und unabhängig von der Entdeckung existiert, beispielsweise Inseln, Sterne, Tiere, im Gegensatz zu Erfindungen. Bei vielen Entdeckern und Entdeckungen sind Einschränkungen zu machen: Sie werden aus europäischer Sicht gesehen, sie stützen sich auf vorangegangene Erkenntnisse, die Geschichte der Entdeckung ist beschönigt. Beispiele für die weite Bedeutung des Wortes Entdecker:
- um 250 vor Chr. entdeckt Archimedes von Syrakus das nach ihm benannte Prinzip. An seiner heutigen, allgemeinen Fassung haben auch Galileo Galilei und Blaise Pascal teil.
- 1492 entdeckt Christoph Kolumbus Amerika. Dort lebten vorher schon Menschen, Kolumbus war nicht der erste Europäer auf amerikanischem Boden und hat bis zu seinem Tod geglaubt, den Westweg nach Indien entdeckt zu haben.
- 1569 entdeckt der Humanist Wiguläus Hundt eine Handschrift des Nibelungenliedes auf Burg Prunn im Altmühltal - heute der Prunner Codex genannt.
- 1770 entdeckt James Cook Australien. Genau genommen hat Cook die Entdeckung Australiens nur abgeschlossen, Abel Tasman und andere hatten vor ihm einzelne Kenntnisse über den Kontinent nach Europa gebracht.
- 1772 entdeckt Carl Wilhelm Scheele den Sauerstoff.Gleichzeitig und unabhängig von ihm entdeckt auch Joseph Priestley das Element.
- 1784 entdeckt Johann Wolfgang von Goethe den Zwischenkieferknochen (Intermaxillarknochen, Os incisivum) des Menschen.
- 1826 entdeckt Georg Simon Ohm das nach ihm benannte Gesetz in der Elektrotechnik.
- 1846 entdeckt Johann Gottfried Galle den Planeten Neptun. Die Existenz des Planeten war auf Grund anderer Beobachtugen vorhergesagt worden.
- 1870 entdeckt Heinrich Schliemann die Ruinen von Troja. Er gräbt sie an der von Homer bezeichneten Stelle aus.
- 1880 entdeckt Alphonse Laveran den Erreger der Malaria. Die Krankheit ist schon in der Antike (Hippokrates) genau beschrieben worden.
- 1911 entdeckt Roald Amundsen den Südpol. Er war der erste Mensch am Pol. Dessen Existenz und Lage waren bekannt.
- 1964 entdecken Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson die kosmische Hintergrundstrahlung
- 1985 entdeckt eine amerikanisch-französische Expedition das Wrack der Titanic.

Literatur

Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde von Dietmar Henze, 5 Bände, Akademische Verlagsanstalt, Graz, 1978-2004

Siehe auch:


- Liste der Entdecker, Entdeckung Kategorie:Entdeckungsgeschichte

Pazifik

Der bis 11.034 m tiefe Pazifische Ozean bzw. Pazifik (auch Stiller Ozean, zu lat. pacificus = Frieden schließend, oder auch Großer Ozean genannt) ist mit 179,7 Mio km² Fläche der größte Ozean der Erde.

Geografie

Der Pazifik, der sich auf der West- und Osthalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Nordamerika im Nordosten, Mittelamerika im Osten, Südamerika im Südosten, der Antarktis im Süden, Australien im Südwesten, Ozeanien im Westen und Asien im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.

Daten

Die Fläche des Pazifischen Ozeans beträgt 179,7 Mio. km², was rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche und die Hälfte der Meeresfläche der Erde ausmacht. Das Wasservolumen beträgt 723,7 Mio. km³. Während seine mittlere Tiefe 4.028 m (andere Angaben siehe hier) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 11.034 m unter NN (s.u.).

Tiefste Stelle des Weltmeeres

Im Pazifik liegt die tiefste Stelle des Weltmeeres, die sich im Marianengraben befindet; dies ist die 11.034 m unter NN liegende Witjastief 1.

Meeresboden

Innerhalb des Pazifiks bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich teils hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, viele niedrigere Schwellen, riesige Tiefseebecken, Tiefseerinnen, verschiedene Meerestiefs und der Pazifische Feuerring. Pazifische Feuerring] Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört insbesondere der Ostpazifische Rücken, der sich durch den Südosten des Stillen Ozeans zieht. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Marianengraben mit seiner 11.034 m unter NN liegenden Witjastief 1, welche die tiefste Stelle des Pazifiks darstellt. Zu den Tiefseebecken gehört das äußerst große Nordpazifische Becken, das den Großteil des nördlichen Pazifiks ausmacht, in Richtung Süden sogar über den Äquator hinaus reicht und nur wenig von Mittelozeanischer Rücken und Schwellen durchzogen ist. Am Pazifischer Feuerring (Ring of Fire), ein weitausgedehnter bzw. um den Ozean verlaufender Ring von aktiven Vulkanen verbunden mit Tiefseerinnen (Grabenbruchzonen - siehe Plattentektonik), fanden bezeichnenderweise einige der gewaltigsten Erdbeben des 20. Jahrhunderts statt (z. B. in Chile 1960 und 1923 in der japanischen Stadt Kobe). Eine weitere Gefahr sind die Seebeben, die meterhohe Flutwellen mit vernichtender Wirkung auslösen können, die Tsunamis.

Inseln

Die zahllosen Inseln der Südsee werden mehr nach kulturellen als nach geographischen Gesichtspunkten in die Archipele Melanesien, Polynesien und Mikronesien unterteilt.

Nebenmeere

Die meisten Randmeere des Pazifiks liegen vor der asiatisch-australischen Seite und werden zum Ozean hin durch eine Kette von Inseln und Tiefseegräben getrennt. Randmeere des Pazifik sind: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer/Ostmeer, Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer (ein Teil des Australasiatischen Mittelmeers), Tasmansee, Golf von Kalifornien, Golf von Alaska, Korallenmeer.

Küstenstaaten

Die am Pazifik und an seinen Randmeeren liegenden Küstenstaaten sind: Russland, Japan, Nordkorea, Südkorea, Volksrepublik China, Taiwan, Philippinen, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Brunei, Indonesien, Palau, Mikronesien, Marshallinseln, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu, Nauru, Tuvalu, Kiribati, Fidschi, Tonga, Samoa, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Mexiko, USA, Kanada.

Siehe auch


- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Pazifischer Feuerring
- Plattentektonik
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser Kategorie:Ozean ja:太平洋 ko:태평양 simple:Pacific Ocean th:มหาสมุทรแปซิฟิก zh-min-nan:Thài-pêng-iûⁿ

San Francisco

San Francisco (deutsch veraltet San Franzisko) ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt an der nördlichen Spitze der San-Francisco-Halbinsel, welche die Bucht von San Francisco bildet und wird im Westen vom Pazifik, im Norden vom Golden Gate und im Osten von der Bucht begrenzt. Im Süden liegen die 300 m hohen Twin-Peaks, die von den Spanischen Missionaren auf Grund ihres Aussehens „Los Pechos de la Chola“, zu deutsch „Die Brüste des Indianermädchens“, genannt wurden. San Francisco ist auch berühmt für seine Hügel, die bis 30m hoch sind. Es befinden sich 42 Stück im ganzen Stadtgebiet. Wegen der teils sehr steilen Straßen wurden die Cable Cars von Andrew Smith Hallidie entwickelt. Die "Bell of the Bay", wie sie auch liebevollgenannt wird, ist eine der bedeutendsten Hafenstädte an der Westküste Nordamerikas. In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz. Mit 744.230 Einwohnern ist es die viertgrößte Stadt Kaliforniens.

Geologie

Die Nähe der Stadt zur San-Andreas-Verwerfung ergibt ein erhöhtes Risiko für Erdbeben. Am 18. April 1906 fand das bislang schwerste Erdbeben statt. Es tobte von San Juan Bautista bis Eureka und hatte eine Stärke von 7,8 auf der Richterskala. Infolge von Bränden wurde damals ein Großteil von San Francisco zerstört. Richterskala Das Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 war bis heute das letzte große Beben in der Region. Es hatte erhebliche Auswirkungen auf Teile der Stadt. Viele Straßen und Freeways wurden beschädigt. Der Embarcadero Freeway, an der nördlichen Seite der Stadt, ist dem Beben vollständig zum Opfer gefallen und wurde abgerissen. Außerdem wurde ein Major League Baseball-Spiel der World Series zwischen den San Francisco Giants und den Oakland Athletics unterbrochen. Experten befürchten zudem ein noch größeres Erdbeben als das von 1906. Oakland Athletics

Stadtgliederung

Siehe dazu auch die Administrative Gliederung von San Francisco. Wie in vielen amerikanischen Städten gibt es ein Japantown und ein Chinatown. Die Chinatown von San Francisco bildet eines der größten Chinesenviertel außerhalb der Volksrepublik China. Auch gibt es eine vietnamesische Gemeinde im Stadtteil Tenderloin, Filipinos in Crocker Amazon, ein italienische Gemeinde in North Beach, ein French Quarter, eine irische und russische Gemeinde im Richmond District. Der ursprüngliche hispanische Mission District ist einer der ältesten Stadtteile, er war einer der 21 Missionen, die durch die spanischen Missionare gegründet wurden. Russian Hill bezieht seinen Namen von russischen Trappergräbern, welche man während des Goldrausches entdeckt hatte. Haight-Ashbury erlangte in den 1960er seine Berühmtheit als eine der prominentesten Ansammlungen von Hippies. Das Castro steht für die größte Konzentration von Homosexuellen in Amerika. Die größte afro-amerikanische Gemeinde befindet sich südöstlich der Bayview und Hunters Point. Richmond, an der Westseite der Stadt nördlich des Golden Gate Parks, ist im Wesentlichen von asiatischen Einwanderen geprägt. Südlich der Market Street, die als eine der wenigen Straßen quer verläuft, liegt der Stadtteil Soma (South of Market), bekannt für seine Galerien und Kunstaktivitäten. Golden Gate Park

Klima

Die Lage an der Küste des Pazifiks beeinflusst das fast mediterrane Klima maßgeblich. Es ist das ganze Jahr hindurch außergewöhnlich mild mit kühlen, fast regenfreien Sommern und warmen Wintern. Die Tagestemperatur im Sommer reicht von 15 bis 25 Grad Celsius, wo hingegen es im Winter niemals zu frieren scheint. Die meisten Niederschläge fallen zwischen November und März. San Francisco ist aber auch berüchtigt für die morgendlichen Nebelschwaden, die vom Meer über die Hügel ziehen. Dies entsteht wenn die warme vom Inland kommende Luft und die kalte Luft des Pazifiks sich mischen. Die Sommertemperaturen sind signifikat niedriger als in anderen Teilen Kaliforniens. Es empfiehlt sich immer eine Jacke oder einen Pullover mitzunehmen. Der wärmste Monat ist hier oft der September.

Geschichte

Indianische Besiedlung und erste Europäer

Pazifik Ursprünglich war die Bucht von San Francisco durch den Indianerstamm der Travianer Muwekma Ohlone besiedelt, die bis ins 19. Jahrhundert fast ausgerottet waren. Im 16. Jahrhundert schickten die spanischen Eroberer zwei Expeditionen nach Norden um die westliche Küste Amerikas zu erkunden. Hernan Cortés hatte eine „Halbinsel zwischen Golf und Ozean“ entdeckt und nannte sie California. Die offizielle Entdeckung begann mit Juan Rodriguez Cabrillo 10 Jahre später. Obwohl selbst viele Entdecker, wie etwa Sir Francis Drake, schon im 16. Jahrhundert die Gegend erkundeten, wurde die meist im Nebel liegende Einfahrt zur Bucht erst 1775 entdeckt. Ab 1776 siedelten die ersten Europäer in der Gegend der heutigen Stadt. Spanische Militärs und Missionare gründeten die heutige Kirche Mission Dolores am 9. Oktober an der Dolores Lagune so wie das Presidio am Golden Gate. Die Missionare benannten die Stadt in Anlehnung an den Heiligen Franz von Assisi mit San Francisco de Asís, das später zu Saint Francis führte. Einer nahe gelegene Siedlung wurde der Name Yerba Buena gegeben. Der aus Petra stammende Mallorquiner Junipero Serra leitete damals die Missionsgründungen, und wird noch heute sehr verehrt.

19. Jahrhundert und Neuzeit

Durch den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg kam die Stadt 1846 in den Besitz der USA. San Francisco erlebte seinen ersten Aufschwung durch den 1848 beginnenden Goldrausch in Kalifornien. Die Bevölkerung wuchs dabei von etwa 900 auf über 20.000 in einem einzigen Jahr an. Im Umfeld der Mission wurden bald mehr irische als spanische Grabsteine aufgestellt. Zu dieser Zeit wurden auch viele namhafte Unternehmen in San Francisco gegründet, wie etwa Levi Strauss & Co., Wells Fargo Bank und Ghirardelli Chocolate Company.
Am Morgen des 18. April 1906 wurde die Stadt von einem Erdbeben und von dem nachfolgenden Feuer verwüstet. Meist wird die Anzahl der Todesopfer auf 700 geschätzt, einige Quellen geben aber eine drei- bis viermal höhere Zahl an. Das Missionsgebäude überstand das Erdbeben ohne Schaden, so dass es heute das älteste Gebäude der Region ist. Der spätere Kaiser Joshua Abraham Norton wanderte 1849 mit einem Startkapital von 40.000 $ aus Südafrika nach San Francisco ein. Seinen Reichtum, den er durch Grundstücksgeschäfte machte, verspielte er wieder bis 1859. Durch Spekulationen gescheitert und bankrott, wollte Norton die Dinge nun selbst in die Hand nehmen und ernannte sich kurzerhand am 17. September 1859 in Briefen an die ortsansässigen Zeitungen und Politiker selbst zum Kaiser von Amerika und Schutzherr von Mexico. Er „regierte“ 21 Jahre lang und erließ kaiserliche Edikten. 1939 fand auf der Treasure Island die „Golden Gate International Exposition“ (die Weltausstellung) statt. Sie wurde eigens für die Ausstellung neben der Yerba Buena Island aufgeschüttet. Heute ist sie im Besitz der U.S.-Navy. 1945 fand die Nachkriegskonferenz statt, welche die Charta der Vereinten Nationen und die UN ins Leben rief. San Francisco gilt als Gründungsstätte der Vereinten Nationen. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der US-amerikanischen 68er-Bewegung und der Gegenöffentlichkeit. Die Hippie-Bewegung feierte 1967 im Summer of Love ihren Höhepunkt in der Stadt. Bands wie Grateful Dead, Jefferson Airplane und Janis Joplin beeinflussten nachhaltig die Rockmusik weltweit. Maßgeblich wurde dies durch die Nähe des Berkeley-Campus der University of California. Autoren wie Timothy Leary, Phil K. Dick oder Robert Anton Wilson lebten in dieser Zeit dort. Seit den 1970ern zogen zunehmend Homosexuelle in die Stadt, insbesondere in den Castro District. Die Stadt gilt bis heute als „die“ Stadt der Homosexuellen in den USA, und Queer Politics hat heute großen Einfluss auf die Stadtpolitik. Diese Zeit wird auch in den "Stadtgeschichten" von Armistead Maupin ausgiebig beschrieben. Ende des 20. Jahrhunderts war die Stadt und das Nahe gelegene Silicon Valley Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs der Informationstechnik. Während des Dotcom-Booms in den 1990ern zogen immer mehr Softwarefirmen, Unternehmer und Marketingexperten in die Stadt und beeinflussten die soziale Landschaft gravierend. Ehemals arme Arbeiter Viertel wandelten sich zu "IN"-Gegenden und trieben die Immobilenpreise in die Höhe.

Einwohnerentwicklung

Dotcom San Francisco besitzt nach der Schätzung von 2004 insgesamt 744.230 Einwohner. Mit 6958,45 Einwohnern pro Quadratkilometer ist sie eine der am dichtesten bevölkerten Städte der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder der Bevölkerung sind nach eigenen Angaben zu 50 % weiß, 31 % asiatischen Ursprungs, 14 % sind lateinamerikanischen und 8 % afrikanischen Ursprungs. Im Gegensatz zur üblichen Verteilung in den meisten Gegenden der Welt leben in San Francisco mehr Männer als Frauen. Das Verhältnis beträgt 103,1: 100.

Politik

Stadtflage

Das Wappentier stellt einen Phönix dar, der aus der Asche aufersteht. Dies wurde gewählt in Anlehnung an die verheerende Kathastrophe von 1906. Unter dem Phönix steht der Spruch: "Oro en Paz, Fierro en Guerra", was so viel bedeutet: "Golden im Frieden, Stahl im Krieg".

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

San Francisco gilt noch heute als Zentrum der US-amerikanischen Gegenkultur.

Museen


- Alcatraz, ehemaliges Fort, Staatsgefängnis und heutiges Museeum zu erreichen mit Fähren von Pier 39
- Exploratorium (Science Center) im Palace of Fine Arts
- California Academy of Science (Naturhistorisches Museum) mit simulierten Erdbeben
- Telegraph Hill mit Coit Tower, mit grandiosem Blick vom 64 m hohen Turm auf die Stadt und die Bucht von San Francisco
- Asian Art Museum, Kunstschätze aus Asien, die aus einem Zeitraum von 6.000 Jahren stammen
- Cable Car Museum, zeigt die Entstehung und Funktion der Cable Cars
- Center for the Arts Yerba Buena Gardens, hier befinden sich drei Galerien zeitgenössischer Kunst, Restaurants und Theater
- The Californian Palace of the Legion of Honor, Kollektion europäischer Kunstwerke und Werke französischer Künstler
- San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA), moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen
- Wax Museum, Ausstellung von Wachsfiguren berühmter Persönlichkeiten
- de Young Museum im Golden Gate Park
- Palace of Fine Arts, ein Gebäude im neoklassischen Stil erbaut zur Panama-Pacific Expo von 1915
- Fort Mason, ein ehemaliges Militärgelände. Heute ist es das Hauptquartier der Golden Gate National Recreation Area, der lokalen Parkverwaltung.

Sehenswürdigkeiten


- Pier 39 ist ein ganzjähriger Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften und Restaurants
- Das Aquarium am Pier 39
- Die Seelöwenkolonie am Pier 39 gilt als Wahrzeichen von San Francisco. Die Tiere haben sich auf Anlegestellen niedergelassen und nutzen diese als Ruheplätze.
- Die Market Street mit ihren Geschäften und Kaufhäusern lädt zum Bummeln ein.
- [http://wikitravel.org/de/San_Francisco#Sehenswürdigkeiten weiter auf wikitravel]

Bauwerke

Weltberühmt ist die Golden Gate Bridge über das Golden Gate, die Öffnung der Bucht von San Francisco, sowie die blumengeschmückte Lombard Street. Sehenswert ist auch der Blick auf die Pazifik-Küste vom Highway 1. Außerdem:
- Transamerica Pyramid: Ein Wahrzeichen der Stadt mit Verkaufs- und Büroräumen, es wurde in den 1970er im Financial-District erichtet.
- Painted Ladies“: Ein Straßenzug mit historischen Häusern am Alamo Square, in denen ehemals Spielhöllen und Bordelle betrieben wurden und nunmehr mit ihren gepflegten Fassaden den Blick auf die Skyline untermalen.
- The Cannery: Eine alte Konservenfabrik der Firma Del Monte, neben Fishermen's Wharf ein weiterer touristischer Höhepunkt an der nördlichen Seite der Stadt. Sie beheimatet auch das Museeum für Stadtgeschichte. Im Sommer spielen im Hof Künstler und Bands unter freiem Himmel auf.
- The Port of San Francico ist das alte Hafengebäude am Ende der Marketstreet. Von hier gingen früher die Fähren zu Zielen an der Bay.
- Die City Hall, erbaut in den Jahren 19121916, ist das „Rathaus“ der Stadt. Es ist aus weißem Granit und wurde im Stil dem Petersdom nachempfunden.
- Der Fernmeldeturm Sutro Tower.

Parks


- Golden Gate Park: riesig, inkl. Botanischem Garten, Planetarium, Japanischem Teegarten und Aquarium
- Der Yerba Buena Garten wurde zu Beginn der 1990er Jahre auf dem Dach des Moscone North convention center errichtet. Es beherbergt ein Denkmal für Martin Luther King, jr..

Naturdenkmäler

Zwar kein Naturdenkmal im Sinne des deutschen Naturschutzgesetzes, aber markantes Wahrzeichen: die Zwillingshügel Twin Peaks. Die nähere Umgebung bietet viele kleine „Naturwunder“: die Pazifikküste, die Weinbaugebiete Napa Valley und Sonoma Valley, die Redwood-Bäume im Muir Woods National Monument, die Strände der Half Moon Bay und der Point Reyes National Seashore mit dem malerischen Leuchtturm. ([http://wikitravel.org/de/San_Francisco weiter mit WikiTravel])

Sport

San Francisco ist Heimat zweier Teams in den US-amerikanischen Profiligen
- San Francisco 49ers (American Football)
- San Francisco Giants (Baseball)

Kulinarische Spezialitäten

Dass alte, nicht mehr gebrauchte Lagerhallen im Hafengebiet nicht verkommen oder abgerissen werden müssen, zeigt das Viertel Fisherman's Wharf mit seinen tollen Cafes, Kneipen und Restaurants. Die Ghirardelli, eine alte Schokoladenmanufaktur, lädt mit ihren Shops und Restaurants zum Verweilen ein. Das in der Goldgräberzeit aus Europa eingeführte Sourdough Bread (Sauerteigbrot), hat sich in San Francisco zu einer wahren Spezialität entwickelt. Die Goldgräber der damaligen Zeit hatten auch den Spitznamen Sourdough. Und der Sourdough Sam ist das Maskotchen der San Francisco 49ers.

Literatur

Folgende Werke vermitteln einen guten Eindruck der Stadt zur jeweiligen Zeit:
- Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, 1930, ISBN 3257201311
- Armistead Maupin: Stadtgeschichen, 1981, ISBN 3499239698 Die monatlich erscheinende Zeitschrift Rolling Stone Magazin wurde 1967 von Ralph J. Gleason und Jann Wenner in San Francisco gegründet. Zeitungen die in San Francisco erscheinen:
- San Francisco Examiner, wurde von William R. Hearst 1887 gekauft. Damit legte er den Grundstein für sein Zeitungsimperium.
- San Francisco Bay Guardian
- San Francisco Chronicle, wurde 1865 von Charles und M.H. de Young als Theatermagazin gegründet. 1868 wandelten sie es in eine Tageszeitung um.
- Die Underground Press formierte sich 1965 als freies Presseorgan, und setzte die Tradition der freien, pluralistischen Presse fort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

San Francisco hat für amerikanische Verhältnisse ein ausgeprägtes öffentliches Verkehrsnetz, das durch die San Francisco Municipal Railway (MUNI) betrieben wird. Neben teilweise historischen Straßenbahnen aus aller Welt, Bussen und der U-Bahn verkehren in manchen Straßen der Stadt die Cable Cars, seilgezogene Straßenbahnen aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt heutzutage drei Cable-Car-Linien: Die California-Line, die Powell-Mason-Line und die Powell-Hyde-Line. Am ehesten dem verbreiteten Bild von San Francisco mit seinen steilen Hügeln kommt die Powell-Hyde-Line nahe. Vom Embarcadero werden Fährverbindungen zu den angrenzenden Orten an der Bucht angeboten. Die Region östlich der Bucht von San Francisco lässt sich mit dem Bay Area Rapid Transit (BART) erreichen, die San-Francisco-Halbinsel und das Silicon Valley sind durch CalTrain mit San Francisco verbunden. Der San Francisco International Airport [SFO] ist nach Los Angeles der bedeutendste internationale Flughafen an der US-amerikanischen Westküste. Er liegt 12,9 km südlich etwas außerhalb der Stadt direkt an der Bucht. Der Standort wurde eigens für den Flughafen in der Bucht aufgeschüttet. Der Hafen von San Francisco, Port of San Francisco, war lange Zeit der größte und geschäftigste an der ganzen amerikanischen Westküste. Die Piers wurden allerdings mit dem Aufkommen von Containern zu klein und damit überflüssig. Der gesamte Container-Umschlag wurde nach Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht ausgelagert. Lange Zeit verfielen die Piers. Teilweise wurden sie von der Stadt verkauft. Bis man sich besann und einige Piers, wie etwa Pier39, zu neuem Leben erweckte. Heute sind vom alten Hafen nur noch wenige Piers und das Hafengebäude am Ende der Market Street übrig. Da die Piers vollständig aus Holz sind, besteht eine ständige Brandgefahr. Ende der 1990er brannte tatsächlich auch eines dieser alten Bauwerke ab.

Medien

Im Presidio von San Francisco befindet sich das Internetarchiv mit 40 Milliarden Webseiten (2005). Einige bekannte Filme, die in San Francisco gedreht wurden, sind Is' was, Doc?, Basic Instinct, Edtv, Mrs. Doubtfire, Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, Vertigo, Dirty Harry, Presidio, Metro, Bullitt, The Rock und Hulk. Mehrere Filme, wie zum Beispiel Flucht von Alcatraz, spielen auf der nahe gelegenen Gefängnisinsel Alcatraz. Zu den bekanntesten Serien, die in San Francisco spielen, zählen Die Straßen von San Francisco, Nash Bridges, Full House, Monk und Charmed.

Bildung

Die 1855 gegründete University of San Francisco war eine der ersten Universitäten des amerikanischen Westens. Bis heute besitzt ihre Law School einen ausgezeichneten akademischen Ruf.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Ansel Adams, Fotograf
- Leonard Adleman, Professor für Computerwissenschaften und Molekularbiologie
- Luis Walter Alvarez, Physiker und Nobelpreisträger
- Dorothy Arzner, Regisseurin
- Matthew Barney, Medienkünstler
- Bill Bixby, Schauspieler
- Lisa Bonet, Schauspielerin
- Benjamin Bratt, Schauspieler
- Divine Brown, Prostituierte, die durch Hugh Grant bekannt wurde
- Owen Chamberlain, Physiker und Nobelpreisträger
- Jule Gregory Charney, Meteorologe
- Margaret Cho, Stand-Up-Comedian und Schauspielerin
- Hillman Curtis, Mediendesigner
- Delmer Daves, Drehbuchautor und Regisseur
- Philip DeGuere, Drehbuchautor
- Isadora Duncan, Tänzerin
- Clint Eastwood, Schauspieler
- Joseph Erlanger, Neurophysiologe
- Leon Fleisher, Pianist
- Dian Fossey, Zoologin
- Hugo Friedhofer, Filmkomponist
- Robert Frost, Dichter und Pulitzerpreisträger
- Jerry Garcia, Musiker
- Clifford Geertz, Vertreter der interpretativen Ethnologie und der Anthropologie
- Danny Glover, Schauspieler
- William Randolph Hearst, Verleger und Medienzar
- Patty Hearst, Millionenerbin und Schauspielerin
- Joseph Hunt, Tennisspieler
- Frederick Jacobi, Komponist
- Paul Kantner, Rockmusiker, Mitbegründer der Rockband Jefferson Airplane
- Jason Kidd, Basketballspieler in der NBA
- Pierre Koenig, Architekt
- Jack LaLanne, gilt als Begründer der US-Fitness-Bewegung
- Bruce Lee, Schauspieler und Kampfkünstler
- Mervyn LeRoy, Filmregisseur und -produzent
- Monica Lewinsky, ehemalige Praktikantin im Weißen Haus
- Jack London, Schriftsteller
- Courtney Love, Musikerin und Schauspielerin
- Hank Luisetti, Basketballspieler
- Greil Marcus, Autor, Musikjournalist und Universitätsdozent
- Brent McCall, Komponist
- Robert McNamara, Verteidigungsminister der USA
- Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- Lindley Murray, Tennisspieler
- Allen Newell, Informatiker und Kognitionspsychologe
- Julia Platt, Wirbeltierembryologin und Politikerin
- Dennis Ross, Diplomat
- Alma Rubens, Stummfilmschauspielerin
- Pierre Salinger Journalist und Pressesprecher der US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson
- Liev Schreiber, Schauspieler
- Frederick Seitz, Präsident der Rockefeller University
- Thomas E. Selfridge, Offizier und das erste Todesopfer der motorisierten Luftfahrt
- Richard Serra, Künstler und Bildhauer
- Alicia Silverstone, Schauspielerin
- Orenthal James Simpson, Footballstar und Schauspieler
- Taran Noah Smith, Schauspieler
- Lemony Snicket, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Lincoln Steffens, Journalist und Verleger
- David Talbot, Journalist
- Jack Vance, SF-Autor
- James Patrick Walsh, Schauspieler
- Caspar Weinberger, ehemaliger US-Verteidigungsminister
- Bob Weir, Gitarrist
- Frank Wolff, Schauspieler
- Natalie Wood, Schauspielerin
- John W. Young, Astronaut
- Friedel Klussmann, Cable Car Lady, Retterin der Cable Car
- Kirk Hammet, Musiker

Weblinks


- [http://www.ci.sf.ca.us/ Offizielle Webseite der Stadt San Francisco] (Englisch)
- [http://www.mistersf.com/ Insiderseite eines lokalen Journalisten] (Englisch)
- [http://www.sfmoma.com/ SF Museum of Modern Art] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/ Museum der Stadt San Franciso] (Englisch)
- [http://www.thinker.org/ Fine Arts Museums of San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist1/index0.html Geschichte, thematische] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist6/founding.html Gründungsgeschichte] (Englisch)
- [http://www.zpub.com/sf/history/ Index der Geschichte von San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sanfranciscochinatown.com/ Chinatown] (Englisch)
- [http://www.californiamissions.com/cahistory/dolores.html Mission Dolores] (Englisch)
- [http://www.igelfisch.com/sf/ Reiseführer mit klickbaren Stadtteilkarten] (Deutsch)
- [http://www.westkueste-usa.de/InhaltSF.htm Bericht über San Francisco mit vielen Fotos] (Deutsch)
- [http://www.sfjourney.com Reiseberichte über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.usa-sondershausen.de/san_francisco.php Reisebericht über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.karl-heinz-herrmann.de/Bilder/Wallpaper/HTML/San_Francisco.php Wallpaper von San Francisco]
- [http://www.sfgenealogy.com/sf/history/1907m/hm07.htm Klickbare Stadtkarte von 1907 von San Francisco] (Englisch) ! Kategorie:Ort in Kalifornien Kategorie:Ort mit Seehafen ja:サンフランシスコ ko:샌프란시스코

James Cook

James Cook (
- 27. Oktober 1728 in Marton bei Middlesbrough; † 14. Februar 1779 auf Hawaii) war ein britischer Seefahrer und Entdecker. Berühmt wurde er durch drei Fahrten in den Pazifischen Ozean, auf denen er zahlreiche Inseln entdeckte und weitere Inseln vermaß und kartografierte.

Leben

Seine Geburt ist im Pfarrregister von St. Cuthbert in Yorkshire, Yorkshire, verzeichnet mit dem Eintrag „27. Oktober 1728. James, Sohn des Tagelöhners James Cook und seiner Frau Grace“. Der Knabe, eines von neun Kindern, durfte auf Kosten des Dienstherrn seines Vaters die Dorfschule besuchen und hatte entsprechende Kenntnisse im Lesen, Rechnen, Schreiben und der Arithmetik. Als er siebzehn Jahre alt war, wurde er auf Wunsch seines Vaters Gehilfe in einer Gemischtwarenhandlung.

Der Seemann

Cooks seemännische Laufbahn begann im Alter von 18 Jahren auf Kohletransportschiffen zwischen Newcastle upon Tyne und London, die in Whitby beheimatet waren. Seine Fähigkeiten brachten ihn zwar gut voran, er wechselte aber Mitte 1755 unter finanziellen Einbußen zur Royal Navy, wo er zunächst als Matrose auf der HMS Eagle anheuern musste. Nur der Dienst für die Krone ermöglichte die Aussicht auf einen erheblichen sozialen Aufstieg

Der Seeoffizier

Cook bekam ein erstes kleines Kommando am 5. April 1756 und bestand 1757 die Prüfung zum Master (eigenverantwortlichen Schiffsführer). Sein überragendes Talent als Kartograf offenbarte sich ab 1758 bei der Erkundung und Vermessung vor allem des St. Lorenz-Stromes, Neufundländischer Gewässer und anderer Teile der Ostküste Kanadas während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763). Seine präzisen Karten verhalfen den britischen Truppen unter General James Wolfe im September 1759 zum entscheidenden Sieg über die Franzosen bei Quebec. Von 1764 bis zum Ende des Jahres 1767 hatte er für seine Vermessungsarbeit durch die Vermittlung von Sir Hugh Palliser, damals Gouverneur von Neufundland, das Kommando über den kleinen Schoner Grenville erhalten, den er auch mehrmals und schnell über den Atlantik segelte, was seine Qualitäten als Seemann bewies. Während der Winterzeit war er nämlich im Auftrag der Admiralität in England mit dem Erarbeiten von Seekarten und Segelhandbüchern anhand seiner Messdaten vom Sommer befasst. Sein Ruf als Schiffsführer und Kartograf brachte dem ehrgeizigen jungen Leutnant die Berufung zur berühmten Pazifikreise ein, die ihm von mancher Seite geneidet wurde, beispielsweise von Alexander Dalrymple, dem späteren ersten Hydrografen der Admiralität.

Erste Südseereise (1768-1771)

Alexander Dalrymple Diese Expedition wurde auf Empfehlung der Royal Society unternommen, um im Rahmen eines international angelegten Großprojekts den Durchgang des Planeten Venus vor der Sonnenscheibe (Venustransit vom 3. Juni 1769) auf Tahiti zu beobachten. Diese astronomischen Vermessungen hatten die Bestimmung der Entfernung Erde-Sonne zum Ziel. Cooks Aufgabe war vor allem, eine Anzahl von Wissenschaftlern (darunter den Astronomen Charles Green) samt ihren Instrumenten sicher nach Tahiti und zurück zu bringen. Er brauchte dafür ein geräumiges Schiff mit geringem Tiefgang. Die Admiralität erwarb den Kohletransporter Earl of Pembroke, der umgebaut wurde und den Namen Endeavour erhielt. Darüber hinaus hatte Cook den geheimen Auftrag, den Ozean um den 40. südlichen Breitengrad zu erforschen und einen von Kartografen postulierten „Südkontinent“, die Terra Australis incognita, zu finden. Zudem war die von Spanien geheim gehaltene Existenz der Torresstraße zwar der Admiralität bekannt, jedoch noch von keinem ihrer Schiffe bestätigt worden. Auf eigene Kosten (in ähnlicher Höhe, wie die Krone in die Expedition investierte) nahm auch der 25-jährige Joseph Banks an dieser Expedition teil, vor allem um Botanische Sammlungen anzulegen. Er hatte dafür einen Stab von sieben Personen organisiert, darunter den schwedischen Botaniker Daniel Solander, wie Banks Mitglied der Royal Society. Die Reise begann am 26. August 1768 in Plymouth. Nach dreiwöchigem Zwischenaufenthalt in Rio de Janeiro, wo das Schiff gründlich überholt wurde, fuhr Cook Anfang Dezember wieder aus und war Anfang Januar 1769 in der Bay of Good Success, Le-Maire-Straße, Feuerland. Ende Januar hatte er mit Glück Kap Hoorn gerundet und stand am 60. Breitengrad, dem südlichsten Punkt dieser Reise. Mitte April war Tahiti erreicht, die HMS Endeavour lag in der Matavai-Bucht, und man begann Fort Venus aufzubauen. Anfang Mai war auch das Observatorium einsatzbereit, und man widmete sich der Erkundung Tahitis. Nach den erfolgreichen Beobachtungen (im letzten Moment musste Cook ein gestohlenes Instrument wieder finden) verließ er Tahiti Mitte Juli zusammen mit Tupaia, seinem einheimischen Führer. Er kreuzte zwischen Tetiaroa, Moorea, Huahine, Borabora, Raiatea und verließ Mitte August die Gesellschaftsinseln mit Südkurs. Anfang Oktober sichtete Cook Neuseeland, das er ausgiebig kartografierte, entdeckte dabei die Cookstraße und wies Neuseeland als Doppelinsel aus. Nachdem die Besatzung der Endeavour am 28. April 1770 in der Botany Bay als erster Europäer die Ostküste Australiens betreten hatte, segelte er nordwärts, weiterhin kartografische Informationen sammelnd. In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni lief die HMS Endeavour auf das Great Barrier Reef auf und wäre beinahe verloren gegangen. Nach Reparaturarbeiten, die insgesamt gut einen Monat beanspruchten, konnte er die Fahrt fortsetzen, fand Mitte August die Cook-Passage durch das Great Barrier Reef und konnte endlich frei nach Norden segeln. Eine Woche später landete er wieder und benannte das Land New South Wales, bevor er durch die Endeavour-Straße (den südlichsten Teil der Torres-Straße) westwärts segeln konnte. Am 10. Oktober erreichte er Batavia, damals Niederländisch-Indien, wo er das Schiff drei Wochen lang gründlich überholen ließ. Während dieser Zeit fielen sieben seiner Männer Durchfallerkrankungen zum Opfer, und viele mehr, darunter der Astronom Green, starben auf der Weiterfahrt, bevor die HMS Endeavour ab Mitte März 1771 einen einmonatigen Aufenthalt bei Kapstadt einlegen konnte, wo sie wiederum ausgebessert wurde. Am 13. Juli 1771 setzte Cook erstmals wieder den Fuß auf Englands Boden, und am 16. machte die HMS Endeavour in Woolwich fest. Am 14. August stellte der Erste Lord der Admiralität Earl of Sandwich ihn König Georg III. vor, der ihn persönlich zum Commander ernannte. Georg III.

Zweite Südseereise (1772-1775)

Mangels „literarischer Qualität“ wurden nach Cooks Rückkehr seine Aufzeichnungen nicht veröffentlicht. Dies geschah erst 1863. Stattdessen wurde die Version des Romanautors und Librettisten Dr. John Hawkesworth publiziert, der zwar Cooks und Banks’ Tagebücher nutzte, aber grobe Ungenauigkeiten und einfältige Anschauungen einbrachte. Dalrymple, der soeben in einem zweibändigen Werk die Terra Australis logisch bewiesen zu haben glaubte, kritisierte Cook auf Grund von Hawkesworths Veröffentlichung und verlegte den von ihm postulierten Südkontinent in Gebiete, „die Cook ungenügend erforscht“ habe. Der Admiralität kam angesichts des von Cook gelieferten hochwertigen Kartenmaterials die „wissenschaftliche“ Forderung nach einer weiteren Expedition nicht ungelegen, und während Dalrymple weiter an seiner Kritik an Cook festhielt, wurden zwei neuwertige Schiffe gefunden, ausgebaut und umbenannt in Resolution und Adventure. Dabei handelte es sich erneut um Frachter aus Whitby. Das Schiff seiner ersten Reise, die HMS Endeavour, war hingegen nicht mehr zu gebrauchen. Joseph Banks wollte wieder teilnehmen, verlangte aber für sein Team und die beabsichtigten Sammlungen so umfangreiche Umbauten, dass er letztlich abgewiesen wurde, nachdem die durch die erhöhten Aufbauten verminderte Seetüchtigkeit der Resolution auf einer Probefahrt zutage kam. An seiner Stelle begleiteten die Preußen Johann Reinhold Forster und sein Sohn Georg die Expedition. Weiterhin war der klassizistische Maler William Hodges dabei und zwei Astronomen (auf jedem Schiff einer), die sich um die Kontrolle der neuen time keeper zu kümmern hatten. Da Cooks Maßnahmen gegen Skorbut erfolgreich gewesen waren, wurde auf diesem Weg weiter experimentiert: Neben Malz und Sauerkraut führte man jetzt auch eingesalzenen Kohl, Karottengelee und Bierkondensat mit. Die Reise begann am 13. Juli 1772 in Plymouth. Cook nahm über Kapstadt, wo er ab Ende Oktober einen dreiwöchigen Aufenthalt einlegte, Kurs auf Kap Circumcision auf ca. 54° Süd. Dieses war dreißig Jahre zuvor von Charles Bouvet entdeckt worden, der es irrtümlicherweise für ein Vorgebirge der Terra Australis gehalten hatte. Am 51. Breitengrad traf man zum ersten Mal auf Eisberge. Am dritten Januar 1773 stand man etwa fünf Grad südlicher als das von Bouvet entdeckte Festland. Cook hatte Grund, die Bouvetinsel, die er nie zu Gesicht bekam, für Bouvets Sichtung eines Eisbergs zu halten. Am 17. Januar überquerte die Expedition als erste den südlichen Polarkreis (66° 30' S) und steuerte dann wieder in Richtung Nordost. Am 9. Februar, in der Nähe der Kerguelen, ging in dickem Nebel der Kontakt zur HMS Adventure verloren. Da für einen solchen Fall ein Treffpunkt in Neuseeland vereinbart war, setzte Cook seine Fahrt fort, nachdem die HMS Resolution einen Nachmittag lang erfolglos Kanonenschüsse abgegeben hatte, und steuerte sogar noch weiter südwärts. Er erreichte am 24. Februar 61° 52' S, musste dann weiter nordwärts halten und traf am 27. März nach 117 (nach Cooks Aufzeichnungen; von J. C. Beaglehole[http://www.vuw.ac.nz/library/special/beaglehole/archives.shtml
- ] nachgerechnet 122) Tagen