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Jarovce

Jarovce

Jarovce (deutsch Kroatisch-Jahrndorf, vorher Kroatisch-Jarendorf/Kroatisch-Jándorf u.ä., ungarisch Horvátjárfalu, kroatisch Hrvatski Ja(h)ndrof) ist ein Ort im Westen der Slowakei und seit dem 1. Januar 1972 ein Stadtteil von Bratislava. Es befinden sich hier zwei Grenzübergänge zwischen Österreich (Kittsee) und der Slowakei (Bratislava-Jarovce).

Geographie

Der Stadtteil liegt südlich des Stadtkerns von Bratislava und hat auf einer Fläche von 21,3 km² 1199 Einwohner (2001). Die Bevölkerung besteht (2001) vor allem aus Slowaken und 20,4% Kroaten. Kleinere Bevölkerungsminderheiten sind die Ungarn und Deutsche, sowie einige Tschechen. Es ist die einzige Gemeinde der Slowakei, in der mehr als 20% der Bewohner Kroaten sind.

Geschichte

Der Ort wurde 1208 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals befand sich auf dem Gebiet des heutigen Ortes eine Ortschaft namens Ban. Dieser Ort verfiel wohl aber im 15. Jahrhundert, als in der westlichen Donautiefebene eine Pestepedemie wütetete und noch dazu auf dem Ortsgebiet Kämpfe im Verlaufe eines Krieges zwischen dem ungarischen König Matthias Corvinus und dem deutschen Kaiser Friedrich III. ausgetragen wurden. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert wanderten dann Kroaten ein und es entstand eine Siedlung, die Kroatisches Dorf/Horváth falu genannt wurde. Im 18. Jahrhundert kamen wieder Deutsche und Ungarn. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten hier zu 80% Kroaten, zu 17% Deutsche, der Rest waren Ungarn. Bis 1947 gehörte die Ortschaft zu Ungarn (die meiste Zeit im Komitat Wieselburg/Moson). Mit dem 15. Oktober 1947 wurde der Ort dann zusammen mit den Nachbarorten Čunovo und Rusovce durch die Pariser Friedenskonferenz der Tschechoslowakei zugesprochen, nach dem Wunsch der Tschechoslowakischen Delegation den Pressburger Brückenkopf aus strategischen Gründen zu vergrößern. Er kam in eine gemeinsame Verwaltung mit dem Nachbarort Rusovce und erst ab dem 9. August 1950 wurde der Ort als Teil des damals bestehenden Okres Bratislava-vidiek eigenständig. Erst nach 1947 kamen Slowaken in den Ort und die restliche Bevölkerung wurde besonders in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts größtenteils assimiliert. Aus dem Nachbarort Rusovce wurden um 1950 auch einige Deutsche in andere Teile der Slowakei sowie nach Österreich und Deutschland vertrieben. Die wenigen Tschechen kamen nach Jarovce seinerzeit im Zusammenhang mit dem Grenzschutz der Tschechoslowakei.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Ort ist die städtische Knochenkammer, der so genannte Karner und die Kirche des Heiligen Nikolaus (römisch-katholisch) aus dem Jahr 1765. Kategorie:Ort in der Slowakei

Slowakei

Die Slowakei (slowakisch: Slovensko) ist ein Staat in Mitteleuropa, der 1992/1993 aus der Teilung der Tschechoslowakei hervorging. Er grenzt an Österreich, Tschechien, Polen, die Ukraine und Ungarn. Seit dem 29. März 2004 ist die Slowakei Mitglied der NATO. Sie gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union.

Geographie

Europäischen Union Die Slowakei besteht im Norden und in der Mitte aus den zu den Karpaten gehörenden Gebirgen Tatry (deutsch Tatra) und Nízke Tatry (deutsch: Niedere Tatra), Malá Fatra und Veľká Fatra, Slovenské rudohorie (deutsch Slowakisches Erzgebirge) und viele andere. Hierbei bietet die Slowakei vor allem in der Tatra ein alpines Bild. Im Süden erstreckt sich das Land bis in die Ungarische Tiefebene. Die größten Flüsse der Slowakei sind Donau (an ihrem mittleren Abschnitt), Theiß (Tisa), Waag (Váh), March (Morava) und Gran (Hron). Die höchste Erhebung ist die Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít) in der Hohen Tatra mit 2.655 Meter. Siehe auch: Liste der Städte in der Slowakei, Liste der Flüsse in der Slowakei

Bevölkerung

Im Land leben etwa 5,43 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungszahl hatte seit der Unabhängigkeit einen eher stagnierenden Verlauf. Mit einem Durchschnittsalter von 35,5 Jahren gehört die Slowakei zu den jüngeren Staaten Europas. Neben 85,8 % Slowaken besteht die Bevölkerung der Slowakei aus 9,7 % Ungarn, 1,7 % Roma, 0,8 % Tschechen, 0,4 % Ruthenen und 0,2 % Ukrainern (FAZ vom 28. April 2004). Siehe auch: Ethnische Entwicklung der Slowakei

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Slowakei Die Kelten (seit dem 5. Jahrhundert v. Chr.) im Gebiet der heutigen Slowakei wurden im ersten nachchristlichen Jahrhundert von den germanischen Quaden abgelöst. Die Slowakei war dann ein germanisches Gebiet an der Grenze des Römischen Imperiums (1.–5. Jahrhundert), auf dem sich zahlreiche römisch-quadische Kriege abspielten. Um 500 kamen die slawischen Vorfahren der heutigen Slowaken. Im 7. Jahrhundert war die Slowakei Teil des Hauptgebietes des Reiches des Samo, im 8. Jahrhundert entstand hier das Neutraer Fürstentum, das 833 Bestandteil des Hauptgebietes Großmährens wurde. Im 11. Jahrhundert wurde die Slowakei Bestandteil des Königreichs Ungarn, das seinerseits seit 1526 Bestandteil der österreichischen Monarchie und 1867 Bestandteil von Österreich-Ungarn wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert bestand das Königreich Ungarn vorübergehend nur aus der heutigen Slowakei, weil die übrigen Gebiete von den Osmanen besetzt waren (dies betrifft vor allem das heutige Ungarn). 1918 bildeten die Slowaken zusammen mit den Tschechen die Tschechoslowakei, die auch ein Gebiet entlang der Grenze zu Ungarn umfasste, in dem noch heute eine ungarische Mehrheit lebt (gleichzeitig blieben slowakische Sprachinseln in Ungarn). Die Slowakei wurde erstmals 1938 bis 1945 vorübergehend selbstständig (faktisch ein Satellitenstaat Großdeutschlands). Danach wurde sie wieder Bestandteil (seit 1969 eine Teilrepublik) der Tschechoslowakei. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems hatte die föderative Tschechoslowakei aufgrund von abweichenden Interessen der beiden Teilrepubliken nur noch für kurze Zeit Bestand. In den ersten freien Wahlen setzte sich die Bewegung «Öffentlichkeit gegen Gewalt» (VPN) unter Vladimír Mečiar durch. Mečiar wurde anschließend zum ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der Slowakei. Am 23. April 1991 wurde er vom Parlament abgesetzt und durch Ján Čarnogurský (KDH) ersetzt. Mečiar verließ daraufhin die VPN und gründete die «Bewegung für eine demokratische Slowakei» (HZDS), die im Juni 1992 die Parlamentswahlen gewann. In Verhandlungen mit der tschechischen Teilrepublik einigten sich beide Seiten auf eine Teilung der Föderation in zwei unabhängige Staaten zum 1. Januar 1993. Die Teilung erfolgte einvernehmlich und friedlich. 1994 wurde Mečiar wegen Streitigkeiten innerhalb seiner eigenen Partei wieder vom Parlament abgesetzt und durch eine Regierung der Oppositionsparteien unter J. Moravčík ersetzt. Die vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1994 gewann jedoch wieder Mečiars HZDS. In den darauffolgenden Jahren drohte die Slowakei unter Mečiar in die politische Isolation abzurutschen. 1998 gewann zwar wieder Mečiars Partei die Neuwahlen, da sie jedoch nicht in der Lage war Koalitionspartner für die Regierung zu finden, stellte die «Slowakische Demokratische Koalition» (SDK) unter Mikuláš Dzurinda die neue Regierung. Diese Situation (Mečiar Wahlsieger, Dzurinda Regierungsschef) wiederholte sich bei den darauffolgenden Wahlen von 2002. Dzurindas Koalition bestand bei den Wahlen von 2002 allerdings bereits aus anderen Parteien und trug den Namen «Slowakische Demokratische und Christliche Union» (SDKÚ). Die erste Dzurinda-Regierung schaffte es, die Slowakei zurück in den Kreis der ersten EU- und der zweiten NATO-Beitrittsländer zu bringen. 2000 begannen die EU-Beitrittsverhandlungen, die am 1. Mai 2004 in der EU-Mitgliedschaft mündeten.

Zum Namen des Landes

Die Bezeichnung des Gebietes der Slowakei mit ihrem heutigen Namen ist seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen (Slováky) und seit dem 16. Jahrhundert häufig belegt (Slavonia, Sclavonic, Slowakei/Slowakey). Da das Gebiet der heutigen Slowakei schon seit dem Ende des 5. Jahrhunderts von Slawen besiedelt ist, für die ab dem 9. Jahrhundert die Selbstbezeichnung Slověne belegt ist (die in abgewandelter Form auch noch in der heutigen Selbstbezeichnung Slovák, der weiblichen Form Slovenka und dem Adjektiv slovenský steckt), ist der Name Slowakei wahrscheinlich älter. Die Ungarn bezeichneten den Teil des Königreichs Ungarns oberhalb der Theiß und der Donau seit dem 18. Jahrhundert inoffiziell als Oberungarn, den Rest des Landes inoffiziell als "Niederungarn". Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bezeichnete Oberungarn nur die Ostslowakei sowie kleine angrenzende Gebiete des heutigen Nordungarns, die nicht von den Osmanen besetzt waren. Niederungarn bezeichnete vor allem die restliche Slowakei (West- und Mittelslowakei), aber auch den Rest des Landes. Analog zur Namensbildung Tschechische Republik ist (nicht nur) in Deutschland zu beobachten, dass auch von einer Slowakischen Republik gesprochen wird. Dies ist aber eine sachlich oder politisch nicht gerechtfertigte Analogiebildung, da es (im Unterschied zu Tschechei / Tschechien / Tschechische Republik) mit "die Slowakei" einen herkömmlich anerkannten Landesnamen gibt.

Politik

Bei dem am 17. und 18. Mai 2003 stattgefundenen Referendum zum EU-Beitritt stimmten 92,46 % der Slowaken für ein Ja. Die Wahlbeteiligung, schon vor der Wahl als Knackpunkt gefürchtet, lag bei 52,15 % der 4,2 Millionen Wahlberechtigten und machte damit die Abstimmung gültig. Mit der NATO-Osterweiterung am 29. März 2004 wurde die Slowakei Mitglied der NATO. Am 1. Mai 2004 wurde sie auch Mitglied der EU. Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl wurde am 3. April 2004 erwartungsgemäß kein Kandidat gewählt. Auf dem ersten Platz landete mit 32,73 % der umstrittene frühere Ministerpräsident Vladimír Mečiar, auf dem zweiten überraschend sein früherer Mitstreiter Ivan Gašparovič, der 22,28 % der Stimmen erhielt. Laut Umfragen sollte der Außenminister Eduard Kukan auf dem zweiten Platz landen, er erhielt aber lediglich 22,09 % und kann so nicht an der Stichwahl teilnehmen. Der bisherige Präsident Rudolf Schuster kam nur auf 7,24 %. In der Stichwahl am 17. April 2004 setzte sich dann Gašparovič gegen Mečiar mit etwa 60 % der Stimmen durch. Bei der Europawahl 2004 lag die Wahlbeteiligung bei 16,66 %.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung der Slowakei Die Slowakei ist in acht Landschaftsverbände ("kraje") eingeteilt:
- Banskobystrický kraj
- Bratislavský kraj
- Košický kraj
- Nitriansky kraj
- Prešovský kraj
- Trenčiansky kraj
- Trnavský kraj
- Žilinský kraj. Größte Städte (Stand: 31. Dezember 2004)

- Bratislava - 425.155
- Košice - 235.006
- Prešov - 91.767
- Nitra - 85.742
- Žilina - 85.268
- Banská Bystrica - 81.704
- Trnava - 69.140
- Martin - 59.449
- Trenčín - 56.850
- Poprad - 55.404
- Prievidza - 51.596

- Zvolen - 43.272
- Považská Bystrica - 42.320
- Nové Zámky - 41.469
- Michalovce - 39.842
- Spišská Nová Ves - 38.727
- Komárno - 36.731
- Levice - 36.310
- Humenné - 35.008
- Bardejov - 33.400
- Liptovský Mikuláš - 32.930
- Ružomberok - 30.058
Siehe auch Liste der Städte in der Slowakei und Liste traditioneller Regionen der Slowakei Liste traditioneller Regionen der Slowakei

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Slowakei Die Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft kann 14 Jahre nach dem Fall des Kommunismus und fast ein Jahr nach dem EU-Beitritt als abgeschlossen angesehen werden. Makroökonomische Stabilität wurde erreicht, strukturelle Reformen sind weit fortgeschritten, der Bankensektor ist fast vollständig in ausländischen Händen und ausländische Investitionen nehmen zu. Das Wirtschaftswachstum ist derzeit das höchste in Mitteleuropa, das nominelle Lohnniveau hingegen das geringste in Mitteleuropa. Die Wirtschaft ist stark exportorientiert. Trotz all dieser positiven Tatsachen hat die Slowakei immer noch eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. Die aktuellen Wirtschaftsdaten der Slowakei sind:
- jährliches Wirtschaftswachstum Dez. 2004: 5,5 %
- Arbeitslosigkeit März 2005 : 17,5 % lt. Slowakischem Statistikamt (Stichprobe) bzw. 12,7 % lt. Arbeitsamt ("evidierte Arbeitslosigkeit")
- Durchschnittslohn (1. Quartal 2005): 16022 SKK = etwa 411 EUR (realer Zuwachs im Jahresvergleich: 7,2%)
- Wechselkurs: 1 SKK = etwa 1/39 EUR, Tendenz: Aufwertung der SKK
- Jahresinflation Dez. 2004: 5,9% Unter Finanzminister Ivan Mikloš wurde 2004 die Einfachsteuer (flat tax) eingeführt. Am 26. November 2005 ist das Land dem WKM II beigetreten. Siehe auch: Tourismus in der Slowakei

Feiertage

Weitere Themen


- Ethnische Entwicklung der Slowakei - Slowakische Sprache - Ostslowakei
- Tourismus in der Slowakei
- Liste traditioneller Regionen der Slowakei - Liste slowakischer Schriftsteller
- Liste der Flüsse in der Slowakei - Liste der Städte in der Slowakei
- Kfz-Kennzeichen (Slowakei) - Wiki-Projekt Ostmitteleuropa

Literatur


- Renata SakoHoess: DuMont Reisetaschenbuch Slowakei, 2002, ISBN 3-7701-4889-4
- Susanna Vykoupil: Slowakei - becksche Länderreihe, 1999, ISBN 3-4063-9876-6
- Gabriele Matzner-Holzer: Im Kreuz Europas: Die unbekannte Slowakei, Wien 2001, ISBN 3-8549-3047-X
- Ernst Hochberger: Das große Buch der Slowakei, Sinn 2003, ISBN 3-9218-8810-7

Weblinks


- [http://www.government.gov.sk Offizielle Website der Slowakischen Regierung (Slowakisch/Englisch)]
- [http://www.slowakei-net.de/ Informationen über die Slowakei]
- [http://www.slovakia-maps.com/ Landkarten der Slowakei]
- [http://www.slovensko.com/ Nachrichten aus der Slowakei (Englisch)]
- [http://www.collegium-carolinum.de/index.html Collegium Carolinum (CC)/ Institut zur Geschichte, Kultur und Politik der Tschechischen und der Slowakischen Republik]
- [http://www.destatis.de/download/d/veroe/laenderprofile/lp_slowakei.pdf Länderprofil Slowakei des Statistischen Bundesamts]
Kategorie:Staat !Slowakei Kategorie:Land in der EU fiu-vro:Slovakkia als:Slowakei ja:スロバキア ko:슬로바키아 simple:Slovakia th:ประเทศสโลวาเกีย zh-min-nan:Slovensko

1972

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Steinkauz (Athene noctua) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Nello Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Indonesien, Präsident Hadji Mohamed Suharto erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965
- 1. Januar: Polen und DDR führen den pass- und visafreien Grenzverkehr ein
- 1. Januar: Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 14. Januar: Dänemark: Krönung von Margrethe II. zur Königin
- 18. Januar: Bahrain wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Januar: Katar wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Januar: Regierungschefs des Bundes und der Länder beschließen den sog. Radikalenerlass
- 29. Januar: das Kernkraftwerk in Stade geht ans Netz
- 30. Januar: nordirischer Blutsonntag
- 30. Januar: Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 4. Februar: die Raumsonde Mariner 9 sendet Bilder vom Mars
- 9. Februar: Wings spielen ihr erstes Konzert (Universität Nottingham)
- 10. Februar: Oman wird Mitglied in der UNESCO
- 19. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Singapur
- 22. Februar: Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 23. Februar: ein Lufthansa-Flugzeug wird nach Aden entführt; die Passagiere werden mit einem Lösegeld von 16 Millionen D-Mark freigekauft
- 3. März: Start der Raumsonde Pioneer 10
- 16. April: Start der Apollo 16-Mission
- 20. April: die Vereinigten Arabischen Emirate werden Mitglied in der UNESCO
- 27. April: Konstruktives Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt schlägt fehl
- 29. April: erste deutsche Schwulendemo in Münster
- 20. Mai: Volksabstimmung zur Vereinigten Republik Kamerun
- 22. Mai: Ceylon gibt sich eine neue Verfassung und wird eine Republik unter dem Namen Sri Lanka
- 26. Mai: Unterzeichnung der SALT I Verträge durch Richard Nixon und Leonid Breschnew
- 27. Mai: die erste Folge von Star Trek mit dem Raumschiff Enterprise wird im Deutschen Fernsehen gezeigt
- 1. Juni: Irak verstaatlicht die gesamte Erdölindustrie
- 2. Juni: Andreas Baader und andere Mitglieder der Rote Armee Fraktion werden in Frankfurt am Main nach einer Schießerei verhaftet
- 3. Juni: das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft
- 5. Juni: Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wird seitdem alljährlich als Weltumwelttag gefeiert
- 7. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Marokko
- 8. Juni: Ägypten. Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland
- 9. Juni: der Bundestag beschließt die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 18 Jahre
- 15. Juni: Ulrike Meinhof und Gerhard Müller von der Rote Armee Fraktion werden in der Wohnung eines Lehrers in Westdeutschland verhaftet
- 17. Juni: Einbruch ins Watergate-Gebäude in Washington D.C., Beginn der Watergate-Affäre
- 1. August: Das mit 100 m Durchmesser bis dahin größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen
- 7. August: Eröffnung der Gesamthochschule Duisburg
- 5. September: Anschlag auf die israelische Mannschaft bei den XX. Olympischen Sommerspielen in München durch die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September (siehe:Olympische Tragödie)
- 14. September: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 20. September: Willy Brandt stellt im Bundestag die Vertrauensfrage
- 10. Oktober: Watergate-Affäre: FBI-Agenten teilen mit, dass der Einbruch ins Hauptquartier der Demokraten Teil einer politischen Sabotageaktion des Weißen Hauses sei
- 27. Oktober: Bangladesch wird Mitglied in der UNESCO
- 7. November: Richard Nixon besiegt George McGovern in den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit großem Stimmenvorsprung
- 19. November: die SPD gewinnt die Bundestagswahlen
- 24. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien
- 7. Dezember: Start der Apollo 17-Mission, der letzten Mond-Mission
- 14. Dezember: Eugene Andrew Cernan verlässt als vorläufig letzter Mensch den Mond
- 18. Dezember: Abkommen über gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten zwischen Deutschland und Schweden
- 18. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 21. Dezember: Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen der DDR und der Bundesrepublik
- 28. Dezember: die sterblichen Überreste von Martin Bormann werden in Berlin identifiziert
- 31. Dezember: Portugal tritt aus der UNESCO aus
- Kim Il-sung wird Präsident Nord-Koreas
- In einer Volksabstimmung in Norwegen wird der Beitritt des Landes zur Europäischen Gemeinschaft (EG) abgelehnt
- Der Club of Rome veröffentlicht seinen Bericht Die Grenzen des Wachstums
- Die kubanische Insel Cayo Blanco del Sur wird von Fidel Castro der DDR bei einem Staatsbesuch zum Geschenk gemacht

Kultur


- 28. Januar: Uraufführung der Oper Treemonisha von Scott Joplin in Atlanta, Georgia
- 13. April: Mit der Nummer 17/72 erscheint die erste Ausgabe des Comicmagazins ZACK
- 16. April: Uraufführung der Oper Noch einen Löffel Gift, Liebling von Siegfried Matthus an der Komischen Oper Berlin
- 23. Oktober: Uraufführung der Oper Elisabeth Tudor von Wolfgang Fortner in Berlin
- Gründung der Universität Tromsø

Katastrophen


- 7. Januar: Ibiza, Spanien. Eine Caravelle der Iberia Airlines prallt gegen die umliegenden Berge, wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Ibiza
- 26. Februar: Der Buffalo-Creek-Dammbruch in West Virginia, USA verursacht bis zu 125 Todesopfer
- 3. März: New York, USA. Eine Fairchild FH-227 der Mohawk Airlines meldete einen Maschinenschaden und stürzte ca. 6 km vor der Landebahn in ein Gebäude. 16 der 48 Menschen an Bord starben, ebenfalls ein Anwohner
- 14. März: Al Fujayrah, Vereinigte Arabische Emirate. Eine Caravelle der Sterling Airways Aerospatiale stürzte ab. Alle 112 Menschen an Bord starben
- 18. März: Charkow, Ukraine. Absturz einer Tupolew Tu-104 der Aeroflot
- 19. März: Shamsam, Süd-Vietnam. Eine Douglas DC-9 der Egypt Air stürzte ca. 6 km vor der Landebahn ab. Alle 30 Menschen an Bord starben
- 10. April: Erdbeben der Stärke 7,1 im Iran, 5.054 Tote
- 5. Mai: Palermo, Italien. Eine Douglas DC-8 der Alitalia prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 115 Personen an Bord starben
- 9. Mai: Bei der Explosion von drei Bomben im Springer-Verlagshaus (Hamburg) werden 17 Menschen verletzt
- 28. Mai: Fort Lauderdale, Florida, USA. Eine Douglas DC-9 der Eastern Airlines machte eine Bruchland infolge eines Feuers an Bord
- 30. Mai: Fort Worth, Dallas, USA. Eine Douglas DC-9 der Delta Air Lines stürzte während der Landung auf die Start- und Landebahn und explodierte. Der Grund war eine kurz zuvor gestartete McDonnell Douglas DC-10, in deren Luftwirbel die Maschine geriet und der Pilot die Kontrolle verlor. Alle 4 Personen an Bord starben
- 9. Juni: Der Damm des Canyon Lake in Rapid City (South Dakota) bricht und verursachte eine Flutwelle
- 14. Juni: Neu Delhi, Indien. Absturz einer Douglas DC-8 der Japan Airlines nach einer Kollision während der Landung. 87 Menschen starben, 6 Menschen konnten gerettet werden
- 18. Juni: London, Großbritannien. Absturz einer Hawker Siddeley Trident der BEA 5 Minuten nach dem Start. Alle 121 Menschen starben
- 14. August: Königs-Wusterhausen, DDR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der Interflug, ausgelöst durch einen konstruktionsbedingten Brand der Heißluftleitung. Alle 148 Passagiere sowie 8 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 5. September: Terroranschlag auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen (11 israelische Sportler, 5 Terroristen und 1 Polizist wurden getötet.)
- 13. Oktober: Moskau, UdSSR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen starben
- 13. Oktober: In den Anden: im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile: stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 Überlebende werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben verfilmt
- 13. November: ein schwerer Orkan wütet über Deutschland. Er zerstört unter anderem den Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen
- 3. Dezember: Teneriffa, Spanien, ein Charterflugzeug vom Typ Convair Coronado der Spantax Airlines verunglückt beim Start. 165 Tote, davon 144 Deutsche
- 8. Dezember: Chicago, Illinois, USA. Eine Boeing 707 der United Airlines auf dem planmäßigen Flug von Washington D.C. ankommend, stürzte kurz vor der Landebahn ab. 45 Menschen starben aufgrund menschlicher Fehler, zwei davon vom Bodenpersonal. 18 Passagiere konnten gerettet werden
- 23. Dezember: Erdbeben der Stärke 6,2 in Nicaragua, etwa 5.000 Tote
- 29. Dezember: Miami, Florida, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Eastern Airlines mit 176 Menschen an Bord, stürzte ca. 20 km vor dem Miami International Airport in die Everglades. 77 Menschen überlebten, 60 davon mit schweren Verletzungen, 99 Personen starben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Januar: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Terry Daniels im Rivergate Auditorium, New Orleans, USA, durch technischen KO
- 3. bis 13. Februar: XI. Olympischen Winterspiele in Sapporo (Japan)
- 25. Mai: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ron Stander im Civic Auditorium, Omaha, Nebraska, USA, durch technischen KO
- 26. August bis 11. September: XX. Olympischen Sommerspiele in München
- Die Deutsche Nationalelf gewinnt die Fußball-Europameisterschaft in Belgien
- Ingolf Mork aus Norwegen gewinnt die Vierschanzentournee 1971/1972
- Emerson Fittipaldi wird Formel 1 Weltmeister
- Eddy Merckx gewinnt zum 4. Mal die Tour de France
- FC Schalke 04 gewinnt den DFB-Pokal
- FC Bayern München wird Deutscher Fußballmeister
- Robert James Fischer wird am 1. September im sog. Match des Jahrhunderts Schachweltmeister

Preisverleihungen


- Nobelpreise:
  - Physik: John Bardeen, Leon Neil Cooper und Robert Schrieffer
  - Chemie: Christian B. Anfinsen, Stanford Moore und William H. Stein
  - Medizin: Gerald M. Edelman und Rodney R. Porter
  - Literatur: Heinrich Böll
  - Friedensnobelpreis: (nicht verliehen)
  - Wirtschaftswissenschaft: John Hicks und Kenneth Arrow
- Edsger Wybe Dijkstra erhält den Turing-Preis
- Roy Jenkins erhält den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen
- Charlie Chaplin erhält den Ehrenoscar für seine „unschätzbaren Verdienste um die Filmkunst“
- John Berger erhält den Booker Prize

Musik


- In Schweden finden sich die vier Künstler Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad zusammen und nehmen als Björn und Benny, Agentha und Anni-Frid ihre erste Single auf, ab 1974 sollten sie unter dem Namen ABBA weltweit bekannt werden, heute sind die vier Schweden, nach den Beatles, die erfolgreichtse Gruppe überhaupt
- 17. November: keine Macht für Niemand von Ton Steine Scherben erscheint Siehe auch: Liste der Nummer-Eins-Hits in Deutschland (1972)

Geboren


- 1. Januar: Lilian Thuram, französischer Fußballspieler
- 1. Januar: Lady Saw, Dancehall- und Reggae Deejay/Singjay
- 2. Januar: Britt Reinecke, deutsche Fernsehmoderatorin
- 2. Januar: Hanno Girke, deutscher Spielerfinder
- 3. Januar: Alisha Klass, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 5. Januar: Sasha, deutscher Popsänger
- 5. Januar: Sakis Rouvas, griechischer Sänger
- 5. Januar: Nikki Nova, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 11. Januar: Craig Jones, ehemaliger Gitarrist bei Slipknot
- 11. Januar: Amanda Peet, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Januar: Stefan Beinlich, deutscher Fußballspieler
- 13. Januar: Nicole Eggert, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. Januar: Shelia Burrell, US-amerikanische Leichtathletin
- 17. Januar: Benno Fürmann, deutscher Schauspieler
- 18. Januar: Conny Mayer, deutsche Politikerin
- 18. Januar: Kjersti Plätzer, norwegische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Januar: Sabina Valbusa, italienische Skilangläuferin
- 21. Januar: Javier Yubero, spanischer Fußballspieler († 2005)
- 24. Januar: Muriel Baumeister, österreichische Schauspielerin
- 24. Januar: Beth Hart, Sängerin, Rockmusikerin
- 25. Januar: Silke Rottenberg, deutsche Fußballspielerin
- 25. Januar: Pauli Jaks, Schweizer Eishockeyspieler
- 27. Januar: Tobias Steinhauser, deutscher Radrennfahrer
- 27. Januar: Mark Owen, englischer Sänger
- 1. Februar: Christian Ziege, deutscher Fußballspieler
- 2. Februar: Dana International, israelische Popsängerin
- 3. Februar: Georg Koch, deutscher Fußballspieler
- 5. Februar: Kronprinzessin Mary, Kronprinzessin von Dänemark
- 8. Februar: Piotr Gładki, polnischer Marathonläufer († 2005)
- 8. Februar: Paul Wight,
- 12. Februar: Sophie Zelmani, schwedische Musikerin
- 13. Februar: Ronald Maul, deutscher Fußballspieler
- 13. Februar: Virgilijus Alekna, litauischer Leichtathlet
- 14. Februar: Rob Thomas (Musiker), Rockmusiker
- 15. Februar: Michelle (Sängerin), deutsche Schlagersängerin
- 15. Februar: Jaromír Jágr, NHL-Eishockeyspieler
- 16. Februar: Wiebke Lorenz, deutsche Journalistin und Romanautorin
- 16. Februar: Grit Breuer, deutsche Leichtathletin
- 17. Februar: Billie Joe Armstrong, Frontsänger und Gitarrist der Punkrockband Green Day
- 20. Februar: Laith Al-Deen, deutscher Musiker
- 22. Februar: Markus Rühl, Bodybuilder
- 22. Februar: Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Februar: Kari Eisenhut, Gleitschirmpilot
- 22. Februar: Michael Chang, US-amerikanischer Tennis-Profi
- 24. Februar: Manon Rheaume, kanadische Eishockeytorfrau
- 25. Februar: Anneke Kim Sarnau, deutsche Schauspielerin
- 2. März: Tim Bergmann, deutscher Schauspieler
- 5. März: Luca Turilli, Musiker
- 6. März: Peter Sendel, deutscher Biathlet
- 6. März: Shaquille O'Neal, US-amerikanischer Basketballspieler
- 8. März: Fergal O'Brien, ein irischer Snookerspieler
- 11. März: Kelly Slater, US-amerikanischer Profisurfer
- 12. März: Christian Möllmann, deutscher Schauspieler und Sänger
- 15. März: Mark Hoppus, Bassist und Sänger der amerikanischen Punk-Pop-Band Blink 182
- 17. März: Melissa Auf der Maur, kanadische Rockmusikerin und Fotomodell
- 17. März: Oksana Grischtschuk, russische Eiskunstläuferin
- 17. März: Mia Hamm, US-amerikanische Fußballspielerin
- 19. März: Julie Lunde Hansen, norwegische Skirennläuferin
- 21. März: Derartu Tulu, äthiopische Leichtathletin
- 21. März: Chris Candito, Profi-Wrestler († 2005)
- 25. März: Ralf Witzel, deutscher Politiker
- 28. März: Olga Nikolajewna Jegorowa, russische Langstreckenläuferin
- 29. März: Manuel Rui Costa, portugiesischer Fußballer
- 30. März: Keirut Wenzel, Comedian, Schauspieler, Moderator
- 31. März: Alejandro Amenábar, chilenisch-spanischer Filmregisseur
- 3. April: Jennie Garth, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. April: Bastian Pastewka, Comedian, Schauspieler
- 4. April: Xenia Seeberg, deutsche Schauspielerin
- 6. April: Ralf Bucher, Fußballspieler
- 12. April: Şebnem Ferah, Künstlerin der türkischen Pop- und Rockmusik
- 15. April: Giuseppe Reina, deutscher Fußballspieler
- 16. April: Andreas Dittmer, deutscher Kanute
- 16. April: Conchita Martínez, ehemalige spanische Tennisspielerin
- 16. April: Christof Spörk, österreichischer Klarinettist und Kabarettist
- 17. April: Minna Suoniemi, finnische Videokünstlerin
- 17. April: Jennifer Garner, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. April: Rivaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 19. April: Sonja Nef, Schweizer Skirennläuferin
- 19. April: Django Asül, türkischstämmiger deutscher Kabarettist
- 20. April: Giga Bokeria, georgischer Politiker
- 20. April: Stephen Marley, jamaikanische Roots Reggae-Musiker
- 20. April: Swetlana Irekowna Ischmuratowa, russische Biathletin
- 20. April: Carmen Electra, US-amerikanisches Modell, Schauspielerin, Sängerin
- 21. April: Horst Meierhofer, deutscher Politiker und MdB
- 27. April: Mehmet Kurtuluş, türkischstämmiger Schauspieler aus Deutschland
- 29. April: Marko Rehmer, deutscher Fußballspieler
- 30. April: Karsten Dusse, Autor und Redakteur bei Brainpool
- 2. Mai: Steffen Ziesche, Eishockeyspieler (Stürmer)
- 2. Mai: Alec Empire, Musiker
- 2. Mai: Dwayne Douglas Johnson, US-amerikanischer Schauspieler und Wrestler
- 4. Mai: Mike Dirnt, US-amerikanischer Musiker, Bassist der Punk-Rock-Band Green Day
- 5. Mai: Devin Townsend, kanadischer Sänger und Gitarrist
- 5. Mai: Žigmund Pálffy, slowakischer Eishockeyspieler
- 6. Mai: Peter Friedrich, deutscher Politiker
- 6. Mai: Naoko Takahashi, japanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Mai: Ivan Sergei, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Mai: Darren Hayes, australischer Popsänger
- 8. Mai: Max Rauffer, ehemaliger deutscher Skirennfahrer
- 9. Mai: Tommy Krappweis, deutscher Autor und Regisseur
- 10. Mai: Katja Seizinger, deutsche Skirennläuferin
- 10. Mai: Christian Wörns, deutscher Fußballspieler
- 11. Mai: Tomáš Dvořák (Leichtathlet), tschechischer Leichtathlet
- 16. Mai: Martin Brodeur, kanadischer Eishockeytormann der NHL
- 18. Mai: Nordin ben Salah, niederländischer Box-Weltmeister († 2004)
- 19. Mai: Alois Vogl, deutscher Skifahrer
- 20. Mai: Busta Rhymes, US-amerikanischer Rapper
- 21. Mai: Christoph Hartmann, deutscher Politiker
- 21. Mai: The Notorious B.I.G., US-amerikanischer Rapper († 1997)
- 22. Mai: Annabel Chong, chinesische Webdesignerin und ehemalige Pornodarstellerin
- 23. Mai: Rubens Barrichello, brasilianischer Automobilsportler und Formel 1-Rennfahrer
- 24. Mai: Laure Sainclair, französische Pornodarstellerin
- 27. Mai: Ivete Sangalo, brasilianische Sängerin
- 28. Mai: Boris Palmer, deutscher Politiker
- 28. Mai: Chiara Mastroianni, französische Schauspielerin
- 28. Mai: Michael Boogerd, niederländischer Radrennfahrer
- 31. Mai: Frode Estil, norwegischer Skilangläufer
- 31. Mai: Sébastien Barberis, Schweizer Fußballspieler
- 31. Mai: John Godina, US-amerikanischer Kugelstosser
- 4. Juni: Nikka Costa, Sängerin
- 7. Juni: Karl Urban, neuseeländischer Schauspieler
- 8. Juni: Tron (Hacker), deutscher Hacker († 1998)
- 8. Juni: Roosevelt Skerrit, dominicanischer Politiker und Ministerpräsident
- 8. Juni: Jaroslav Rudiš, tschechischer Schriftsteller und Journalist
- 10. Juni: Faith Evans, US-amerikanische R'n'B-Sängerin und Schauspielerin
- 12. Juni: Bounty Killer, Dancehall-Deejay
- 12. Juni: Inger Miller, US-amerikanische Leichtathletin
- 14. Juni: Elisabeth Rauchenberger, Gleitschirmpilotin
- 14. Juni: Matthias Ettrich, Initiator des KDE Projekts
- 15. Juni: Jean-Francois Labbé, kanadischer Eishockeyspieler
- 18. Juni: Johann König, Kabarettist
- 19. Juni: Ilja Markow, russischer Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner
- 22. Juni: Dariusz Baranowski, polnischer Radrennfahrer
- 23. Juni: Zinedine Zidane, muslimischer, französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Selma Blair, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Juni: Robbie McEwen, australischer Radrennfahrer
- 25. Juni: Thorsten Schoen, Beach-Volleyball-Spieler
- 25. Juni: Saif al-Islam al-Gaddafi, Sohn von Muammar al-Gaddafi
- 28. Juni: Maria Wiktorowna Butyrskaja, russische Eiskunstläuferin
- 28. Juni: Jon Heidenreich, Wrestler
- 1. Juli: Steffi Nerius, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Claire Forlani, englische Schauspielerin
- 1. Juli: Bruno Kernen, Schweizer Skirennläufer
- 2. Juli: Darren O'Shaughnessy, irischer Kinderbuchautor
- 4. Juli: Alexei Schirow, lettischer Schachspieler
- 4. Juli: Karin Thürig, Radsportlerin und Duathletin aus der Schweiz
- 4. Juli: Rogue (Sänger), US-amerikanischer Musiker
- 6. Juli: D-Styles, Hip Hop-DJ
- 6. Juli: Schanna Pintussewytsch-Blok, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Juli: Leonard Diepenbrock, deutscher Fernsehmoderator
- 7. Juli: Manfred Stohl, österreichischer Miniaturenmaler und Bildhauer
- 8. Juli: Geri Halliwell, britische Popsängerin
- 12. Juli: Andrea Ballschuh, deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin
- 14. Juli: Manfred Weber, deutscher Europaabgeordneter
- 17. Juli: Mandy Smith, Modell und Sängerin
- 17. Juli: Jaap Stam, niederländischer Fußballspieler
- 19. Juli: Ebbe Sand, dänischer Fußballspieler
- 21. Juli: Paul Brandt, kanadischer Country-Sänger
- 21. Juli: Catherine Ndereba, kenianische Marathonläuferin und Olympionikin
- 23. Juli: Giovane Elber, brasilianischer Fußballspieler
- 23. Juli: Anja Harteros, deutsche Sopranistin
- 24. Juli: Kaio Hiroyuki, japanischer Sumo-ringer
- 26. Juli: Tanja Szewczenko, deutsche Eiskunstläuferin
- 28. Juli: Walter Bénéteau, französischer Radrennfahrer
- 29. Juli: Wil Wheaton, US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller
- 30. Juli: Edith Hunkeler, Schweizer Sportlerin
- 2. August: Justyna Steczkowska, ist eine polnische Popmusikerin
- 2. August: Corinne Rey-Bellet, Schweizer Skirennläuferin
- 3. August: Erika Marozsán, ungarische Schauspielerin
- 6. August: Christoph Simon, Schweizer Schriftsteller
- 8. August: Axel Merckx, belgischer Profi-Radrennfahrer
- 9. August: Juanes, kolumbianischer Sänger, Songschreiber und Gitarrist
- 9. August: Yetunde Price, Schwester der Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams († 2003)
- 9. August: Marcos Serrano, spanischer Radrennfahrer
- 10. August: Angie Harmon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. August: Takanohana Koji, japanischer Sumo-ringer und 65. Yokozuna
- 12. August: Demir Demirkan, türkischer Musiker und Schauspieler
- 12. August: Rebecca Gayheart, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. August: Cristian Zorzi, italienischer Skilangläufer
- 15. August: Mikey Graham, irischer Sänger
- 15. August: Ben Affleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. August: Andreas Schlütter, deutscher Skilangläufer
- 24. August: Fritz Strobl, österreichischer Skirennläufer
- 24. August: Olga Sawjalowa, russische Skilangläuferin
- 27. August: Denise Lewis, britische Leichtathletin
- 27. August: Roland Garber, österreichischer Radrennfahrer
- 30. August: Pavel Nedvěd, Fußballspieler
- 30. August: Cameron Diaz, US-amerikanische Schauspielerin und Fotomodell
- 31. August: Kostas Konstantinidis, griechischer Fußballspieler
- 31. August: Chris Tucker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Komiker
- 1. September: Peter Adolphsen, dänischer Schriftsteller
- 3. September: Tim Lobinger, deutscher Leichtathlet
- 8. September: Markus Babbel, deutscher Fußballspieler der Nationalmannschaft
- 9. September: Miriam Oremans, niederländische Tennisspielerin
- 10. September: Ghada Schouaa, ehemalige syrische Leichtathletin und Siebenkämpferin
- 10. September: Bente Skari, norwegische Ski-Langläuf

Bratislava

Bratislava [] (slowakisch bis 1919 Prešporok/Prešporek, tschechisch bis 1919 Prešpurk, deutsch Pressburg (nach der alten Rechtschreibung: Preßburg), ungarisch Pozsony, griechisch im Mittelalter Istropolis, slowakisch umgangssprachlich – u. U. leicht abwertend – abgekürzt Blava) ist die Hauptstadt der Slowakei und des Bratislavský kraj mit ca. 430.000 Einwohnern. Bratislava liegt in einem Länderdreieck an der Donau, direkt an den Staatsgrenzen zu Österreich und Ungarn, sowie unweit der Staatsgrenze zu Tschechien (zirka 60 km), und ist nur zirka 60 km von Wien entfernt.
Sie ist die einzige Hauptstadt der Welt, deren Gebiet an zwei Nachbarstaaten grenzt. In Bratislava befinden sich mehrere Universitäten und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen wie zum Beispiel die Philharmonie. Der heutige slowakische Name der Stadt wurde erst 1919 offiziell eingeführt. Bis dahin galt die vom deutschen Namen Pressburg abgeleitete slowakische Form Prešporok. Heute setzt sich auch in den deutschsprachigen Staaten immer mehr die offizielle Bezeichnung durch, obwohl manchmal weiterhin von Pressburg gesprochen wird. Heute ist die Stadt Metropole eines selbstbewussten Landes und bekennt sich stolz zur alten Tradition der Dreisprachigkeit. Früher sprach jeder Pressburger deutsch, ungarisch und slowakisch. Es gibt klare Bestrebungen, diese Tradition fortzusetzen, allerdings wurde Ungarisch durch Englisch ersetzt. Unweit vom Stadtzentrum steht die viertürmige Burg Bratislava.

Geschichte

Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Burg Bratislava Für eine detailliertere Ausführung einschließlich der Entwicklung der ethnischen Zusammensetzung siehe Geschichte Bratislavas.
- 25 bis 15 Mio. v. Chr.: 7 Skelette des Pliopithecus
- 14 bis 10 Mio. v. Chr.: Zähne des Griphopithecus suessi
- Altsteinzeit: Faustkeile und andere Steinwerkzeuge des Homo heidelbergensis (um 450.000 sowie um 300.000 v. Chr.) und der Neandertaler
- Jungsteinzeit: dauerhafte Besiedlung des Stadtgebietes beginnt (mit der Kultur der Linearbandkeramiker)
- 400 v. Chr. bis 50 v. Chr.: Kelten; seit 125 v. Chr. ein bedeutendes keltisches Oppidum (befestigte Stadt) mit Münzprägstätte
- 1. Jahrhundert bis 5. Jahrhundert: die Grenze des Römischen Reiches (Limes Romanus) läuft mitten durch die heutige Stadt; zahlreiche römische (zum Beispiel „Gerulata“) sowie germanische Siedlungen
- 6. Jahrhundert bis 8. Jahrhundert: die ersten Slawen (von 500 bis heute) und Awaren (Ende der 560er bis 8. Jh.):
- 623658: Bestandteil des Reiches von Samo
- Ende des 8. Jahrhunderts bis 833: Bestandteil des Fürstentums von Nitra (dt. Neutra)
- 833907: Bestandteil des Großmährischen Reiches
- 9071918: Bestandteil von Ungarn:
  - 15361784: Hauptstadt Ungarns (das damals vom Staatsgebiet her weitgehend aus der heutigen Slowakei und Teilen des heutigen Westungarns bestand); Ungarn wurde von der Dynastie der Habsburger von 1526 bis 1918 regiert
  - 15421848: Tagungsort des ungarischen Reichstages
  - 15631830: Krönungsstadt der ungarischen Könige (im St. Martinsdom)
  - seit dem 18. Jahrhundert: ein Zentrum der slowakischen nationalen Bewegung
  - 1805: Pressburger Frieden (zwischen Österreich und Frankreich nach der Schlacht von Austerlitz)
- 19191939: Bestandteil der Tschechoslowakei; 1919 offizielle Umbenennung von Prešporok/Pozsony/Preßburg in Bratislava
  - 19391945: Hauptstadt der Slowakei
  - 19451992: wieder Bestandteil der Tschechoslowakei:
  - 19691992: Hauptstadt der slowakischen Teilrepublik der Tschechoslowakei
  - seit 1993: Hauptstadt der Slowakei Wegen ihrer Lage an der Grenze zum deutschen Sprachraum war die Stadt vom 13. Jahrhundert bis etwa 1870 (Anfänge intensiver Magyarisierung) eine weitgehend deutschsprachige und sich Richtung Wien orientierende Stadt. So lebten hier nach der (nur bedingt verlässlichen) offiziellen Volkszählung von 1850–1851 42238 Einwohner, davon 31509 (74,59 %) Deutsche, 7586 (17,9 %) Slowaken und 3154 (7,4 %) Ungarn. Die vielen Juden haben sich als Deutsche oder als Ungarn ausgegeben. Die bereits von der staatlichen Magyarisierung beeinflusste Volkszählung von 1890 ergab 31404 Deutsch-, 10.433 Ungarisch-, und 8709 Slowakischsprachige bei 52441 Einwohnern insgesamt. 1945 wurden fast alle Deutschen aus der Stadt von den deutschen Behörden evakuiert (Details siehe Karpatendeutsche), viele Ungarn sind geflüchtet, in Jahren 1946 - 1949 wurden viele Ungarn in Rahmen des ungarisch-slowakischen „Bevölkerungsaustausches“ nach Ungarn umgesiedelt, umgekehrt sind Slowaken aus Ungarn in die Stadt gekommen.

Namen


- 805/7(vielleicht): Uratislaburgium / Wratisslaburgium, Pisonium (Latein) (laut Aventinus baute 805/807 ein Fürst der Mährer namens Uratislaus (d. h. Vratislav) an der Stelle der zerstörten römischen Grenzfestung Pisonium die nach ihm benannte Stadt Uratislaburgium)
- um 850: Istropolis (Griechisch, stammt aus der Christianisierungszeit, wurde später vom König Matthias Corvinus verwendet)
- 9. Jahrhundert:
- Braslavь
(rekonstruierte mittelalterliche slawische Form nach dem slawischen Fürsten Braslav; siehe 907)
- 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts (?):
- Božänjь
(rekonstruierte mittelalterliche slawische Form nach dem slawischen Fürsten Božan; siehe 1001, 1107 usw.)
- 907: Brezalauspurc(h) (der erste sicher nachgewiesene Name; in den Salzburger Annalen (Annales Juvavenses maximi); nach älteren Quellen ist er von Braslav abgeleitet (siehe oben), nach neueren Quellen jedoch von Predslav, dem dritten Sohn von Sventopluk (siehe nach 1001); es ist zu beachten, dass „B“ und „P“ in österreichischen und bayerischen Orts- und Familiennamen sehr oft verwechselt wurden, da die beiden Buchstaben im Bairischen denselben Laut bezeichneten), Braslavespurch (laut Aventinus nach den Annales Juvavenses), Pressalauspruch
- nach 1001: Preslav(v)a Civitas (Latein) (dieser Name, vorher fälschlicherweise als „Breslava Civitas“ angenommen, wurde erst vor kurzem auf neu gefundenen Münzen gefunden)
- 1001, 1052, 1142, 1172, 1194: Poson (wahrscheinlich vom slawischen Fürsten Božan (siehe oben) abgeleitet; auch im 13. und 14. Jahrhundert verwendet)
- 1042: Brezesburg (oder Prezesburg), Brecisburg
- 1045: Bosenburg
- 1048: Brecesburg
- 1052: Brezisburg, Brezzizburch, Breisburg, Bresburc, Preslawaspurch
- 1098: Prespurch, Brespurg
- 1107, 1109, 1146: Bosan
- 1108: Preburch, Bosania, Prespurch, Bresburch, Bresburg, Prespuerch, Brespurg, Posonia, Possen (in einem tschechischen Text), Bossen (in einer Handschrift aus Stockholm)
- 1109: Presburch
- 1143: Bosonium
- 1147: Prespurch
- 1151 und 1163/4: Posonium (lateinisch, Ursprung wie oben Poson)
- 1189: Bosonium, Brezburc, Bosonium quod Prespurc teutonice nuncupatur, Brisburc, Posonium
- 1197: Posony (ungarische Form)
- 12.Jh: Bassan (oder Massan) (arabischer Text)
- 1217: Posonia
- später:
  - Deutsch: Preßburg/Presburg (16. Jh.), Presburh (1773), Pressburg (1786), im 20. Jahrhundert Preßburg, nach der neuen Rechtschreibung von 1998 Pressburg
  - Griechisch: Istropolis (1465, bedeutet „Donau-Stadt“)
  - Latein: Posonium (siehe 1151)
  - Ungarisch: Posony (1773 noch verwendet), Pozsony (1808)
  - Slowakisch: Pressporek (1773) / Prešporek, Presspurek/Prešpurek, Prešporok (später verwendet; all diese Formen sind von der deutschen Form abgeleitet), Požúň (von der ungarischen Form abgeleitet)
  - Tschechisch: Presspurk/Prešpurk, Presspurek/Prešpurek
  - Französisch: Pressbourg, später Presbourg, siehe z. B. die Rue de Presbourg im Zentrum von Paris
  - Englisch: Pressburg(h), Pressborough; siehe z. B. die Pressburg Street im südwestlichen Groß-London
- 1830er und 1840er vorübergehend und nur von Ľudovít Štúr-Anhängern verwendet: Břetislav, später: Břetislava, nach der Einführung der neuen Sprachnorm im Jahre 1843 Braťislava (nad Dunajom); alternativ haben sie Tatranská Vratislava verwendet (siehe 805). Die Form Břetislav(a) wurde von Pavel Jozef Šafárik (in: Slovanské starožitnosti 1837) geschaffen, der in der Form Brecisburg (1042) die slowakische Form Bracislaw / Brecislaw sah und irrtümlich annahm, dass die Stadt vom tschechischen König Břetislav gegründet wurde; diese Namensversionen werden manchmal noch angezweifelt, sind aber in der Slowakei und Tschechien schon seit Jahrzehnten die offizielle Erklärung in sämtlicher Fachliteratur, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Bratislava nicht mehr verwendet
- 1918: vorübergehend Wilsonovo mesto (d. h. „Wilson-Stadt“, nach dem US-Präsident Wilson), nach manchen Quellen wurde jedoch dieser Name ausschließlich von tschechoslowakischen Legionen in Italien Anfang 1919 auf militärischen Karten verwendet
- 22. Februar bis 6. März 1919: Bratislav (offizieller Name, im März sprachlich korrigiert, da die Endung -av tschechisch ist, vgl. z. B. die Stadt Břeclav)
- seit 6. März 1919: Bratislava (offizieller Name, nach älteren Ansichten von der slawischen Form
- Braslavь
abgeleitet, nach anderen (seltenen) Ansichten wurde der Name vom US-Präsidenten Wilson kreiert, nach der derzeit herrschenden Meinung stammt der Name von Břetislav – siehe oben 1830er…)

Politik

Bratislava ist Sitz des slowakischen Staatspräsidenten, des Parlamentes und der Regierung. Hier haben auch die Botschaften ihren Sitz.

Geographie

Bratislava liegt im Dreiländereck mit Ungarn und Österreich an der Donau. Auf dem Stadtgebiet Bratislavas fangen bereits die Karpaten an (Malé Karpaty).

Persönlichkeiten


- Alexander Dubček
- Herta Däubler-Gmelin
- Johann Nepomuk Hummel
- Wolfgang von Kempelen
- Ignaz von Kolisch, österreichisch-ungarischer Bankier
- Rudolph von Laban
- Marek Mastic
- Adam Friedrich Oeser
- Hugo Portisch
- Franz Xaver von Zach, deutsch-österreichischer Astronom (1754-1832)
- Franz Schmidt (
- 22. Dezember 1874 in Bratislava; † 11. Februar 1939 in Perchtoldsdorf)

Sehenswürdigkeiten

Perchtoldsdorf Bratislava besitzt eine malerische Altstadt mit vielen bedeutenden kulturellen Einrichtungen. Traditionell ist es eine von mehreren Völkern geprägte Stadt (Slowaken, Österreicher, Ungarn und andere).
- Burg
- Burg Devín
- Martinsdom
- Das Michaelertor ist der letzte Rest der alten Stadtbefestigung. Der gotische Turm aus dem 14.Jahrhundert wurde im 18. Jahrhundert mit einem barocken Aufbau gekrönt.
- Franziskanerkirche und Klarissinnenkirche
- Palais Grassalkovich - Sitz des slowakischen Staatspräsidenten
- Primatialpalais
- Slowakisches Nationaltheater
- Slowakische Philharmonie
- Slowakische Nationalgalerie
- Gebäude des Slowakischen Rundfunks - in Form einer umgekehrten Pyramide
- Neue Donaubrücke (mit Turmrestaurant in UFO-Form auf dem Pylon)
- Fernsehturm Bratislava auf dem Kamzik Sonstige Brücken:
- Lafranconi-Brücke (Most Lafranconi), 1992
- Alte Brücke (Starý most), 1945
- Hafenbrücke (Prístavný most), 1985
- Apollo-Brücke (Most Apollo), Juli 2005 ([http://www.bratislava.sk/vismo5/dokumenty2.asp?u=700000&id_org=700000&id=74789& Artikel über den historischen Hintergrund zum Namen der neuen Brücke])

Wirtschaft und Verkehr

Apollo-Brücke]

Wirtschaftsstruktur

Die Stadt hat interessanterweise fast dieselbe Struktur der Wirtschaftszweige wie Wien. Bratislava hat unter anderem Maschinenbau und elektrotechnische Industrie. Die Automobilindustrie ist vor allem durch die Volkswagen Slovakia AG mit Produktion von 225 442 Fahrzeugen im Jahre 2002 und zusätzlich von Zubehör vertreten. Die Region von Bratislava ist mit 119 % der derzeitigen 25 EU-Mitglieder, die zweitreichste Region (nach Prag) von sämtlichen Regionen der ehemaligen oder künftigen EU-Beitrittsländer (Stand 2002, siehe auch [http://www.eu-datashop.de/download/EN/sta_kurz/thema1/dn_03_02.pdf Stand: 2000, Eurostat])

Verkehr

Daneben ist Bratislava ein internationaler Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt (Hauptbahnhof Bratislava - hlavná stanica, Internationaler Bahnhof Bahnhof Bratislava-Petržalka) mit fünf Donaubrücken, hat den internationalen Flughafen (M. R. Štefánik) und einen Flusshafen. Dem ÖPNV dienen Omnibusse, Obusse und ein Netz von Straßenbahnen.

Stadtteile

Die Stadt gliedert sich in insgesamt 17 Stadtteile (deutsche Bezeichnung in Klammern, soweit vorhanden), welche wiederum auf 5 Kreise/Bezirke (okresy) verteilt sind.
Flusshafen

Weblinks


- [http://www.bratislava.sk offizielle Web-Seite der Stadt Bratislava auf Slowakisch, Englisch, Französisch und Deutsch]
- [http://slowakei-online.info/presporok.htm Bratislava - Pressburg - Prešporok - Pozsony] (Anmerkung: Die auf dieser Web-Page angegebene Herleitung von Bratislava entspricht nicht dem neuesten und offiziellen Stand der Wissenschaft und die Angaben über die heutige Verwendung der alten Form von den Stadtbewohnern sind einfach falsch)
- [http://www.bratislava-info.sk Bratislava Tourist Service Web-Seite - Touristen-Informationen über Bratislava auf Slowakisch, Deutsch, Englisch und Ungarisch]
- [http://public-transport.net/bim/Bratisla.htm Straßenbahn in Bratislava] Kategorie:Ort in der Slowakei Kategorie:Stadt in der Slowakei Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Sprachinsel ja:ブラチスラヴァ ko:브라티슬라바 simple:Bratislava th:บราติสลาวา

Grenzübergang

Ein Grenzübergang (GÜG) auch Grenzübertrittstelle, ist eine Stelle an einer Staatsgrenze, über die hinweg Verkehr möglich ist. An diesen Stellen finden sich Kontrollgebäude für den Grenzschutz und den Zoll. Es gibt Straßen-, Eisenbahn-, Schifffahrts-, Fußgänger- und Flughafen-Grenzübergänge. Gelegentlich werden auch illegale Grenzübergänge genutzt. An Grenzübergängen finden meistens eine Grenzkontrolle sowie eine Zollkontrolle statt.

Grenzübergang für den Straßenverkehr

Schmuggel Je nach Abkommen der beiden angrenzenden Staaten, können die Anlagen der Grenzübergänge verschieden ausgeführt werden. Speziell in der Zeit des Eisernen Vorhanges waren die beiden Grenzübergänge streng getrennt und oft kilometerweit von einander entfernt. In den letzten Jahren hat sich das Bild der Grenzübergänge in Europa stark geändert. Während in sogenannten Schengenländern die Grenzkontrolle im Normalfall ganz entfällt und der Grenzübergang kein Hindernis für den Personen- und Warenverkehr mehr darstellt, arbeiten in den anderen Ländern die Grenzbehörden eng zusammen und sind dadurch meist auch räumlich zueinander gerückt.

Grenzübergänge für den Schienenverkehr

Um einen möglichst kurzen Grenzaufenthalt des Zuges zu ermöglichen, sind in beiden Staaten je ein Bahnhof als Grenzbahnhof ausgestattet. Die Grenzbeamten pendeln jeweils zwischen den beiden Bahnhöfen und führen die Kontrollen im fahrenden Zug durch. Bei anderen Übergängen wird der Zug nur bis zur Grenze geführt, so dass die Passagiere zu Fuß einen Grenzübergang - der oft im Bahnhof integriert ist - passieren müssen.

Grenzübergänge an Flughäfen

Diese bilden einen Sonderfall und sind eigentlich keine Grenzübergänge im herkömmlichen Sinn, denn es gibt in diesem Bereich keine Staatsgrenze. Hier wird meist bei den jeweiligen Abflughafen und am Ankunftsflughafen die Grenzkontrolle des entsprechenden Landes durchgeführt. Es gibt auch Fälle wo bereits am Abflughafen auch die Kontrolle des Ankunftslandes durchgeführt wird. Damit wird verhindert, dass Passagiere, die nicht einreisen dürfen auch nicht in das Flugzeug kommen können. Außerdem muss der Zielflughafen kein internationaler Flughafen sein, der die notwendigen Einrichtungen zur Kontrolle besitzt. Gerade im Flugverkehr sind die Grenzkontrollen nicht zu verwechseln mit den Sicherheitskontrollen, die nur sicherstellen sollen, dass der Flug reibungslos ablaufen kann.

Grenzübergang im Schiffsverkehr

Dabei muss unterschieden werden, ob es sich um Schiffe handelt, die über internationales Gewässer fahren (meist in der Hochseeschifffahrt) oder um direkte Grenzübertritte, wie in der Binnenschifffahrt. Meist wird es ähnlich gehandhabt wie im Flugverkehr. Bei Kreuzfahrten ist es in einigen Ländern üblich, dass Kontrollbeamte bereits am vorherigen Hafen zusteigen und während der Passage die vorgeschriebenen Formalitäten erledigen. Die Passgiere können dann im Zielhafen ohne größere Formalitäten ihre Rundfahrten antreten.

Siehe auch:


- Berliner Grenzübergänge
- Schengen-Abkommen Kategorie:Verkehrsbauwerk Kategorie:Grenze Kategorie:Zoll

Kittsee

Kittsee ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich mit 1.877 Einwohnern. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Köpcsény.

Geografie

Kittsee ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Köpcsény verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Politik

Bürgermeister ist Senftner Klaus von der SPÖ, Vizebürgermeister Buchta Franz von der ÖVP. Amtsleiter ist Zierhut Johann. Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 11, ÖVP 8, FPÖ 2, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Wirtschaft und Infrastruktur

Kittsee spielt eine wichtige Rolle als medizinisches Zentrum. Das einzige Krankenhaus des Bezirkes befindet sich hier. Es wurde vom (inzwischen seelig gesprochenen) Augenarzt Ladislaus Fürst Batthyany-Strattmann gegründet und 2004 auch nach ihm benannt. Weiters existiert eine Rettungsstelle des Roten Kreuzes. Kategorie:Ort_im_Burgenland

Kroaten

Die Kroaten (Kroatisch Hrvati,ungarisch Horvát) sind das Staatsvolk in Kroatien, Europa, das mehrheitlich der katholischen Konfession angehört und die zu den südslawischen Sprachen gehörende kroatische Sprache spricht. Die meisten Kroaten leben in Kroatien und in Bosnien-Herzegowina.

Ethnogenese

Die Ethnogenese der Kroaten ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Unstrittig ist nur, dass eine Ansiedlung von slawischen Gruppen in Südosteuropa im 6./7. Jahrhundert stattfand. In seinen schriftlichen Aufzeichnungen (von Humanisten „De administrando imperio“ genannt) berichtet Konstantin VII. Porphyrogennetos dass das Volk der Kroaten im 7. Jahrhundert von dem byzantinischen Kaiser Herakleios aus seiner Heimat an der Weichsel (dem sogenannten Weißkroatien) als Schutz gegen die Awaren ins Land gerufen wurden. In einer weiteren Version wird über ein Abkommen zwischen Herakleios und dem Fränkischen Reich berichtet. Demzufolge wurden die Kroaten von den Franken militärisch ausgerüstet und verließen auf Geheiß des Kaisers Karls des Großen Ihre alte Heimat in Galizien um im alten Illyricum (in Liburnien, Pannonien, Dalmatien und einem T