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Skylab 4

Skylab 4

Skylab 4 (SL-4) war die dritte und letzte Besatzung der amerikanischen Weltraumstation Skylab. Sie setzte neue Rekorde in der Weltraumfahrt und markierte den Schlusspunkt für amerikanische Raumstationen.

Die Mannschaft

Zusammen mit den Mannschaften von Skylab 2 und Skylab 3 wurde am 19. Januar 1972 von der NASA auch die Mannschaft von Skylab 4 bekannt gegeben. Überraschend war, dass das Kommando einem Astronauten ohne Weltraumerfahrung gegeben wurde. Das war das letzte Mal 1966 mit Neil Armstrong geschehen. Das Kommando von Skylab 4 sollte also Gerald Carr übernehmen. Als Pilot wurde William Pogue eingeteilt und der Wissenschaftsastronaut Edward Gibson komplettierte das Trio. Wie bei Skylab 3 bestand die Ersatzmannschaft aus dem Kommandant Vance Brand, dem Piloten Don Lind und dem Wissenschaftler William Lenoir. Die Support Crew war für alle drei Skylabmissionen Robert Crippen, Richard Truly, Henry Hartsfield und William Thornton. Die Mission lief offiziell zwar unter der Bezeichnung Skylab 4, wurde aber oft auch als Skylab 3 bezeichnet, weil es sich um die dritte Besatzung der Raumstation handelte.

Die Vorbereitung

Die herausragende Arbeitsleistung der zweiten Mannschaft setzte neue Maßstäbe, so dass die Flugleitung das Arbeitsprogramm der Mission ziemlich dicht packte. Einige neue Experimente kamen dazu, und der neuentdeckte Komet Kohoutek bot sensationelle Beobachtungsmöglichkeiten. Der Start war zuerst für den 11. November 1973 vorgesehen, doch fünf Tage vor diesem Termin wurden Risse in allen acht Stabiliserungsflossen der Saturn-Rakete festgestellt. Die Flossen mussten ausgetauscht werden, so dass der Start verschoben werden musste.

Flugverlauf

Skylab 4 hob dann am 16. November 1973 von Cape Canaveral ab. Nach etwa acht Stunden gelang es, das Apollo-Raumschiff an Skylab anzudocken. Nach den Erfahrungen mit der Weltraumkrankheit der zweiten Mannschaft hatte die Flugleitung entschieden, dass die Astronauten die erste Nacht noch an Bord von Apollo verbringen sollte, weil offenbar die Schwerelosigkeit in großen, offenen Räumen die Raumkrankeit fördert. An diesem Abend musste Pogue sich übergeben, während sich Skylab noch außerhalb der Funkreichweite der Bodenstationen befand. Die Astronauten fürchteten, dass die Ärzte diesem Zwischenfall zuviel Wert beimessen würden, worauf die Mission verzögert oder vielleicht sogar abgebrochen würde. Deshalb berichtete Carr nur von Pogues Unwohlsein, erwähnte aber nicht, dass Pogue sich übergeben hatte. Die Astronauten hatten dabei aber vergessen, dass die Gespräche im Cockpit automatisch aufgezeichnet und zeitverzögert an die Bodenstationen überspielt wurden. Auf diesem Wege erfuhr die Flugleitung am nächsten Tag den wahren Sachverhalt, was Carr eine Rüge eintrug. Es herrschte kein gutes Verhältnis zwischen den Astronauten und der Flugleitung auf der Erde. Ein dichtgedrängter Tagesablauf ließ den Astronauten nur wenig Freizeit, wobei die Zeitvorgaben verschiedener Aufgaben auch nicht unbedingt realistisch waren. In einigen Fällen mussten die Astronauten Experimente aufbauen, die sie noch nie zuvor gesehen hatten. Die Mannschaft fühlte sich überfordet, zu einem klärenden Gespräch kam es allerdings erst sehr spät, nachdem die Mannschaft sich ohne Erlaubnis einen Tag frei genommen hatte. Dieser Punkt wird in der offiziellen NASA-Dokumentation nicht oder nur verhüllend erwähnt; es gibt dazu nur wenige verlässliche Informationen. Die Mannschaft führte vier Weltraumspaziergänge mit insgesamt 22 Stunden Dauer durch, bei der jeweils zwei Astronauten beteiligt waren. Die Arbeiten an der Raumstation am 25. Dezember setzten mit 7 Stunden und 1 Minute einen neuen Rekord. Ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Arbeit war die Beobachtung des Komets Kohoutek, der erst kurz zuvor entdeckt worden war. Unter anderem konnte erstmals spektroskopisch Wasser im Kometenkern nachgewiesen werden. Am 8. Februar 1974 stiegen Carr, Pogue und Gibson in das Apollo-Raumschiff um. Während sie noch angekoppelt waren, zündeten sie die Triebwerke drei Minuten lang, um Skylab in eine höhere Umlaufbahn zu bringen. Nach den Berechnungen der NASA sollte dies für neun weitere Jahre in der Umlaufbahn sorgen. Einige Lebensmittel, sowie Kleidung und Ausrüstungsgegenstände blieben an Bord. Sollte man vor dem Absturz noch einmal die Raumstation betreten (der Erststart des Space Shuttles war für fünf Jahre später geplant) könnte man die Auswirkungen der Langzeitlagerung untersuchen. Kurz nach Zünden der Bremsraketen für den Wiedereintritt bemerkte Carr, dass die Steuerungstriebwerke nicht reagierten, so dass er auf ein Ersatzsystem ausweichen musste. Später stellte sich heraus, dass zuvor einige Schalter falsch bedient worden waren. Dieser Vorfall zeigte, dass es nicht ganz ungefährlich war, zwölf Wochen an Bord einer Raumstation zu bleiben, ohne ab und zu die Steuerung des Raumschiffs zu trainieren.

Bedeutung für das Skylab-Projekt

Aus wissenschaftlicher Sicht war auch die dritte Skylab-Mission ein voller Erfolg. Die Astronauten brachten viele wertvolle wissenschaftliche Daten zur Erde zurück, darunter auch Bilder eines Kometen, die in dieser Art nicht von der Erde aus fotografiert werden können. Außerdem konnte mit dem Sonnenobservatorium zum ersten Mal eine Protuberanz in ihrer Entstehungsphase fotografiert werden. Skylab 4 hatte den Langzeitrekord von Skylab 3 gebrochen. Mit 84 Tagen hielten Carr, Pogue und Gibson den Rekord für den längsten Raumflug, aber auch den Rekord für die gesamte Flugdauer eines Raumfahrers. Erst 1978 sollten Georgi Gretschko und Juri Romanenko an Bord von Saljut 6 länger im All bleiben. Die Langzeitmissionen von Skylab trugen aber auch dazu bei, dass in der Öffentlichkeit die Faszination der bemannten Raumfahrt nachließ. Zum ersten Mal wurde die Wasserung eines Apolloflugs nicht live im Fernsehen übertragen. Skylab sollte die einzige amerikanische Raumstation bleiben. Eine Wiederholung dieses Projekts war nicht vorgesehen, und die NASA konzentrierte sich nun auf die Entwicklung des wiederverwendbaren Space Shuttle, der die Verlustraketen gegen Ende der 70er Jahre ersetzen sollte. Vorher war noch das Apollo-Sojus-Projekt vorgesehen, bei dem ein amerikanisches Apollo-Raumschiff an ein sowjetisches Sojus-Raumschiff ankoppeln sollte. Damit würde die Apollo-Ära beendet werden.

Psychologische Probleme bei Langzeitmissionen

Als nach Abschluss des Projektes die Arbeitsleistungen der drei Teams jeweils in ihrer dritten und vierten Woche verglichen wurden, stellte sich kein signifikanter Unterschied heraus. Auch die dritte Mannschaft hatte mehr erreicht als geplant war. Gravierende Unterschiede gab es jedoch bei den Persönlichkeiten der drei Teams. Die notwendigen Reparaturen während der ersten Besatzung erzeugten ein gewisses Pionier-Gefühl, während sich die zweite Mannschaft voll auf die Arbeit konzentrierte und sich nur wenig Freizeit nahm. Mit der dritten Mannschaft gab es die meisten Spannungen, und unausgesprochene Probleme belasteten das Projekt. Keiner der Astronauten des dritten Teams wurde ein zweites Mal für einen Raumflug nominiert. Drei Gründe trugen zu diesem Konflikt bei. Erstens ist die große Arbeitsbelastung zu nennen. Die dritte Skylab-Mannschaft hatte zwar keinen längeren Arbeitstag als die beiden vorhergehenden Teams, musste aber diese Leistung nicht nur über einen oder zwei, sondern über drei Monate hinweg erbringen. Zweitens war vom zweiten Tag an das Vertrauen zwischen Flugleitung und Mannschaft belastet, als die Astronauten die Raumkrankheit von Pogue nicht meldeten. Drittens gab es an Bord immer wieder unvermeidliche technische Unzulänglichkeiten, über die sich die Mannschaft im Laufe der Zeit zunehmend ärgerte. Die entstehende Unzufriedenheit entlud sich dann in den Gesprächen mit der Flugleitung. Insgesamt lassen sich durchaus Parallelen zum Flug von Apollo 7 ziehen. Die Astronauten Schirra, Cunningham und Eisele waren beim Erstflug des Apollo-Raumschiffs im Oktober 1968 ebenfalls einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Zusätzlich waren die Astronauten durch eine Erkältung gereizt und befürchteten bleibende gesundheitliche Schäden beim Wiedereintritt. Im Gegensatz zur Skylab-Crew wurden die unterschiedlichen Standpunkte jedoch gleich über Funk zur Sprache gebracht. Skylab blieb die einzige amerikanische Raumstation, jedoch konnten die Erfahrungen auch für Mission an Bord der sowjetischen Mir und der internationalen Raumstation ISS angewandt werden. Es zeigte sich, dass für die Astronauten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit vorgesehen sein muss, das von Missionsprofil und -dauer abhängt. Weiterhin müssen die Astronauten, aber auch erfahrene Ex-Astronauten, stark in die Missionsplanung einbezogen werden. Auch ein gutes persönliches Verhältnis zu den Mitarbeitern in der Flugleitung ist wichtig. Natürlich muss die Missionsplanung auch genügend Alternativen vorsehen, um flexibel reagieren zu können, wenn bestimmte Arbeiten schneller oder langsamer als geplant durchgeführt werden. Bei zukünftigen Weltraumreisen, beispielsweise einem bemannten Marsflug kann nicht nur Arbeitsüberlastung zu einem Problem werden, sondern auch Langeweile während Flugphasen, in denen es für die Mannschaft wenig zu tun gibt. Letztendlich spielt auch die Zusammensetzung der Mannschaft eine große Rolle. Glücklicherweise verstanden sich bei allen drei Skylab-Teams die Astronauten untereinander sehr gut, so dass es zu keinen größeren Spannungen an Bord kam.

Siehe auch


- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der Raumfahrer
- Bemannte Raumfahrt

Weblinks


- [http://www-pao.ksc.nasa.gov/kscpao/history/skylab/skylab.htm NASA: Missionsübersicht] (engl.)
- [http://groups.msn.com/spacecowboysaloon/skylab4.msnw Space Cowboy Saloon: Skylab 4] (engl.)

Literatur

Die folgenden NASA-Bücher (alle auf englisch) sind online zugänglich:
- [http://history.nasa.gov/SP-400/sp400.htm Skylab, Our First Space Station]
- [http://history.nasa.gov/SP-4208/sp4208.htm Living and Working in Space: A History of Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-404/sp404.htm Skylab's Astronomy and Space Sciences]
- [http://history.nasa.gov/SP-402/sp402.htm A New Sun: The Solar Results from Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-401/sp401.htm Skylab, Classroom in Space] (beschreibt die 25 wissenschaftlichen Experimente, die von Studenten entworfen wurden) Außerdem auf den Seiten des NASA History Office:
- [http://history.nasa.gov/SP-4011/cover.htm Skylab: A Chronology]
- [http://history.nasa.gov/EP-107/ep107.htm Skylab: A Guidebook]
- [http://history.nasa.gov/skylabrep/SRcover.htm NASA Investigation Board Report on the Initial Flight Anomalies of Skylab 1] Skylab 4

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können. Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt. Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.

Die Außenpolitik der Regierung Clintons

Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA. Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.

Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001

Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea. Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei. Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt. Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben. George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen. Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus. Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott:
Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]

Gliederung

US-Interventionen im Ausland Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA). Liste der Städte in den USA Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen. Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa


Skylab

Skylab ist der Name für die erste und bisher einzige US-amerikanische Weltraumstation sowie die Bezeichnung für die Raumfahrtmissionen in diesem Zusammenhang.

Die Planung

Noch während der Vorbereitung des Apollo-Projekts wurden bei der NASA bereits Überlegungen zur Zukunft der bemannten Raumfahrt angestellt. Hierzu wurde im August 1965 das Saturn/Apollo Applications Office gegründet. Schon im Vorfeld hatte die NASA neue Astronauten gesucht. Dieses Mal waren nicht Testpiloten gefragt, sondern Wissenschaftler. Am 28. Juni 1965 wurden Owen K. Garriott, Edward G. Gibson, Duane E. Graveline, Joseph P. Kerwin, Frank C. Michel und Harrison H. Schmitt der Öffentlichkeit als Wissenschaftsastronauten vorgestellt. Im Gegensatz zum Apolloprojekt, das klar die Mondlandung zum Ziel hatte, waren die Ziele des Apollo Application Programs eher vage. Es wurden viele Vorschläge erarbeitet, die Saturn-Raketen und Apollo-Raumschiffe als Grundlage hatten. Das einzige Projekt jedoch, das verwirklicht wurde, war eine erdumkreisende Raumstation mit drei Mann Besatzung. Ab Februar 1970 wurde hierfür der Name Skylab offiziell verwendet.

Der Aufbau von Skylab

1970 Das Weltraumlabor Skylab bestand hauptsächlich aus der zweiten Stufe einer Saturn 1-B (identisch mit der dritten Stufe einer Saturn V), die bereits auf der Erde mit Vorräten und Ausrüstung versehen wurde. Für den Start wurden also nur zwei Stufen einer Saturn V verwendet. Dies war der erste und zugleich der letzte Start einer Saturn V in dieser Konfiguration, denn bisher war dieser Raketentyp nur für Apollo-Raumschiffe verwendet worden. Außer dem zylinderförmigen Hauptmodul bestand Skylab noch aus einem Andockmodul mit Luftschleuse und einem Sonnenobservatorium (Apollo Telescope Mount, ATM). Die Energieversorgung bestand aus vier Solarmodulen am ATM und zwei weiteren am Hauptmodul. Die Masse betrug über 90 Tonnen. Insgesamt war Skylab wesentlich größer als die sowjetische Raumstation Saljut 1, die im April 1971 gestartet worden war.

Der Start

1971 Der Start dieser ersten amerikanischen Raumstation sollte am 14. Mai 1973 vom Startkomplex 39-A in Cape Canaveral erfolgen. Am Folgetag sollte die erste Besatzung mit einer Saturn-1B-Rakete von der Startrampe 39-B folgen. Die drei Besatzungen würden die Missionsbezeichnungen Skylab 2, Skylab 3 und Skylab 4 tragen. Die Saturn V, die für Skylab 1 verwendet werden sollte, war ein wenig kürzer als die Modelle, die für die Mondflüge verwendet wurden, denn sie hatte keinen Rettungsturm und keinen Adapter für die Mondlandefähre. Dieser Flug war der letzte einer Saturn V. Es war das erste Mal, dass der Countdown von zwei Saturn-Raketen gleichzeitig vorbereitet wurde. Ähnliches hatte es aber schon im Dezember 1965 gegeben, als Gemini 7 und Gemini 6 nacheinander gestartet wurden.

Schäden beim Start

Gemini 6. Der fehlende Solarzellenflügel und die Hitzeschutzfolie sind gut zu erkennen]] Skylab 1 hob wie geplant am 14. Mai 1973 ab. Doch schon 63 Sekunden nach dem Start empfing die Bodenstation alarmierende Telemetriesignale. Offenbar hatte sich eine Verkleidung gelöst, wodurch eines der Solarmodule und ein Meteoritenschutzschild zerstört wurden. Die Raumstation erreichte zwar die geplante Umlaufbahn, war aber nicht funktionsfähig. Zwar gelang es der Flugleitung, die vier Solarmodule des Solarobservatoriums auszufahren, doch schien es Probleme mit den beiden anderen Modulen zu geben. Der fehlende Meteoritenschutzschild hätte auch als Wärmeschutz dienen sollen, weshalb in der Station die Temperatur stark stieg, so dass befürchtet werden musste, dass Lebensmittel, Medikamente und Filme verdorben sein würden. Als erste Reaktion wurde der Start von Skylab 2 verschoben, bis man sich ein klares Bild von der Situation machen konnte. Außerdem versuchte die Flugleitung, eine günstige Ausrichtung von Skylab zu erreichen. Waren die funktionsfähigen Solarzellen der Sonne zugewandt, konnte zwar genügend Energie gewonnen werden, gleichzeitig heizte sich die Station aber stark auf. Drehte man die Station so, dass die Stelle mit dem fehlenden Schutzschild im Schatten lag, gaben auch die Solarzellen zu wenig Leistung ab und der Ladezustand der Batterien nahm stark ab. Die NASA-Ingenieure hatten nun das Problem, Energiereserven, Treibstoffreserven und Temperatur der Raumstation im Rahmen zu halten. Würde es nicht innerhalb von Tagen möglich sein, die Schäden zu reparieren, wäre die Station verloren. Glücklicherweise gelang es den Mannschaften während der Missionen Skylab 2 und Skylab 3, die Schäden zu reparieren. Die Station war anschließend voll funktionsfähig. Mehr über die Reparaturarbeiten in den entsprechenden Artikeln.

Besatzungen

Skylab 3 Drei Besatzungen aus jeweils drei Astronauten verbrachten insgesamt 513 Manntage im All. Da der Start von Skylab als Mission 1 gezählt wurde, beginnen die bemannten Missionen mit der Nummer 2:
- Skylab 2:
  - 25. Mai 197322. Juni 1973
  - Besatzung: Charles Conrad, Paul J. Weitz, Dr. Joseph P. Kerwin
- Skylab 3:
  - 28. Juli 197325. September 1973
  - Besatzung: Alan L. Bean, Dr. Owen K. Garriott, Jack R. Lousma
- Skylab 4:
  - 16. November 19738. Februar 1974
  - Besatzung: Gerald P. Carr, Dr. Edward G. Gibson, William R. Pogue Zu den Aufgaben der Besatzungen zählten zunächst die Reparatur der beschädigten Raumstation. Ferner wurden Erkenntnisse über die Auswirkungen des Langzeitaufenthalts in der Schwerelosigkeit gewonnen. Außerdem gehörten neben einigen Tierversuchen mit Fischen und Spinnen umfangreiche Sonnen- und Erdbeobachtungen sowie Aufnahmen des Kometen Kohoutek zum Programm.

Absturz

Nachdem drei Besatzungen die Raumstation 28, 59 und 84 Tage bewohnt hatten, wurde sie 8. Februar 1974 durch die Apollo-Kapsel von Skylab 4 in eine höhere Umlaufbahn geschoben. Nach den Berechnungen der NASA sollte Skylab damit etwa neun weitere Jahre überleben. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde auf März 1983 geschätzt. Man plante zu diesem Zeitpunkt noch, dass etwa 1979 ein Space Shuttle ein Antriebsmodul an Skylab ankoppeln könnte, um das Weltraumlabor wieder in eine höhere Umlaufbahn zu bringen. Die meisten Systeme der Raumstation wurden abgeschaltet, und Skylab umkreiste die Erde mehrere Jahre, ohne beachtet zu werden. Im März 1978 wurde der Kontakt zu Skylab wieder aufgenommen. Offenbar rotierte die Station mit einer Periode von sechs Minuten pro Umdrehung, und die Funkgeräte arbeiteten nur, wenn die Solarmodule im Sonnenlicht waren. Nach einer Woche gelang es, mehrere Batterien ferngesteuert zu laden. Der Zentralcomputer arbeitete noch zufriedenstellend. Es stellte sich jedoch heraus, dass Skylab schneller als berechnet sank, und dass das Space Shuttle nicht rechtzeitig fertig werden würde. Am 19. Dezember 1978 gab die NASA bekannt, dass man Skylab nicht retten könne, dass man aber alles unternähme, um das Risiko von Absturzschäden zu minimieren. Hierzu arbeitete die NASA eng mit der Überwachungsbehörde North American Aerospace Defense Command (NORAD) zusammen. NASA und NORAD verwendeten unterschiedliche Berechnungsmethoden für den Wiedereintritt und kamen deshalb auf unterschiedliche Ergebnisse für Zeit und Ort des Niedergangs. Offiziell wurden aber immer die NORAD-Ergebnisse bekannt gegeben. Die NASA plante, durch die Ausrichtung der Raumstation die atmosphärische Reibung steuern zu können, um den Absturz zu verzögern oder zu beschleunigen. Durch Fernsteuerung sollte Skylab dann zu einem bestimmten Zeitpunkt in Rotation mit bekannter Aerodynamik versetzt werden. Damit konnte in engen Grenzen die Gefahrenzone verlagert werden. Der Absturz erfolgte dann am 11. Juli 1979. Der letzte Orbit von Skylab führte größtenteils über Wasserflächen, und die NASA gab das letzte Steuerungskommando, um zu die Gefahrenzone von Nordamerika weg auf den Atlantik und den Indischen Ozean zu verlagern. Tatsächlich zerbrach die Station erst später als berechnet in mehrere Teile, so dass das Absturzgebiet weiter östlich als geplant war. Betroffen war die Gegend südöstlich von Perth in West-Australien, wo Trümmer in den dunklen Morgenstunden niedergingen, ohne jemand zu verletzen. Die gesamte Mission kostete etwa 2,6 Milliarden US-Dollar.

Literatur

Die folgenden NASA-Bücher (alle auf englisch) sind online zugänglich:
- [http://history.nasa.gov/SP-400/sp400.htm Skylab, Our First Space Station]
- [http://history.nasa.gov/SP-4208/sp4208.htm Living and Working in Space: A History of Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-404/sp404.htm Skylab's Astronomy and Space Sciences]
- [http://history.nasa.gov/SP-402/sp402.htm A New Sun: The Solar Results from Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-401/sp401.htm Skylab, Classroom in Space] (beschreibt die 25 wissenschaftlichen Experimente, die von Studenten entworfen wurden) Außerdem auf den Seiten des NASA History Office:
- [http://history.nasa.gov/SP-4011/cover.htm Skylab: A Chronology]
- [http://history.nasa.gov/EP-107/ep107.htm Skylab: A Guidebook]
- [http://history.nasa.gov/skylabrep/SRcover.htm NASA Investigation Board Report on the Initial Flight Anomalies of Skylab 1] Siehe auch: Raumfahrt, Mir, Internationale Raumstation ISS

Weblinks


- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/skylab.php extrasolar-planets.com - Skylab] (dt.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumstationen/skylab.shtml Die amerikanische Raumstation Skylab] (dt.)
- [http://www.astronautix.com/project/skylab.htm Skylab in der Encyclopedia Astronautica] (engl.)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/database/MasterCatalog?sc=1973-027A Eintrag im National Space Science Data Center] (engl.)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/skylab/index.html Photos der NASA zum Skylab] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung) Kategorie:Raumstation ja:スカイラブ計画

Skylab 2

Skylab 2 (SL-2) war die erste Besatzung der amerikanischen Weltraumstation Skylab. Das Weltraumlabor war beim Start beschädigt worden, so dass die Mission vor allem aus Reparaturarbeiten bestand. Mit einer Verweildauer von vier Wochen im All wurde ein neuer Langzeitrekord aufgestellt.

Die Mannschaft

Gegen Ende des Apollo Mondlandeprogramms gab die NASA am 19. Januar 1972 die drei Besatzungen für die geplante Raumstation Skylab bekannt. Als Kommandant der ersten Crew wurde der Weltraumveteran Charles Conrad nominiert, der mit Gemini 5, Gemini 11 und Apollo 12 bereits drei Mal im All war. Mit diesem vierten Raumflug würde er John Young und James Lovell gleichziehen, die beide ebenfalls vier Weltraumflüge vorweisen konnten. Als Pilot wurde Paul Weitz eingesetzt. Er hatte noch keine Weltraumerfahrung, genau so wie Joseph Kerwin, der als Wissenschaftsastronaut die Mannschaft komplettierte. Kommandant der Ersatzmannschaft war Russell Schweickart, der mit Apollo 9 bereits im All war. Der Pilot Bruce McCandless und der Wissenschafler Story Musgrave waren Weltraumneulinge. Musgrave war der erste Astronaut der sechsten NASA-Auswahlgruppe, der für einen Flug nominiert wurde. Als Unterstützung (Support Crew) gehörten noch Robert Crippen, Richard Truly, Henry Hartsfield und William Thornton fest zum Team. Die Mission lief offiziell zwar unter der Bezeichnung Skylab 2, wurde aber oft auch als Skylab 1 bezeichnet, weil es sich um die erste Besatzung der Raumstation handelte.

Die Vorbereitung

Seit dem Flug von Apollo 7 im Oktober 1968 waren keine Starts der Rakete Saturn 1B mehr vorgenommen worden. Die damalige Abschussrampe war nicht mehr zu verwenden, so dass für die bemannten Skylab-Starts eine Rampe in Cape Canaveral umgebaut werden musste. Um die Versorgungseinrichtungen der Rampe LC-39B zu testen, wurde die montierte Rakete, allerdings mit einer Raumschiff-Attrappe, im Januar 1973 zur Startrampe transportiert. Nachdem überprüft wurde, dass alle Brücken richtig positioniert waren und eine Probebetankung erfolgreich verlief, wurde die Rakete in die Montagehalle zurückgebracht, wo das Apollo-Raumschiff am 21. Februar montiert wurde. Ursprünglich war der Start für den 15. Mai geplant, einen Tag nachdem mit Skylab 1 das Weltraumlabor in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Da das Labor aber beim Start beschädigt wurde, musste Skylab 2 so lange verschoben werden, bis man ein klares Bild von den Schäden und den Reparaturmöglichkeiten hatte. Es stellte sich heraus, dass offenbar ein Hitzeschild und ein Solarmodul weggerissen wurde. Außerdem konnte ein weiteres Solarmodul nicht ausgefahren werden. In Windeseile wurden Reparaturpläne entworfen. Um die Schwerelosigkeit zu simulieren, übte die Mannschaft in einem Wassertank die notwendigen Schritte. Gleichzeitig versuchte die Leitstelle, Temperatur und Energieversorgung in der Raumstation unter Kontrolle zu behalten.

Flugverlauf

Mit zehn Tagen Verspätung startete Skylab 2 am 25. Mai 1973. Die neue Startrampe, bei der die relativ kleine Rakete auf einem Podest stand, bewährte sich hervorragend. Nach zehn Minuten war das Apollo-Raumschiff, das übrigens kein eigenes Rufzeichen hatte, im Orbit und fünf Erdumkreisungen später wurde das Rendezvous mit der Raumstation durchgeführt. Die Astronauten flogen langsam um Skylab herum, um die Beschädigungen genau zu besichtigen und Fernsehbilder davon zur Erde zu übertragen. Wie erwartet fehlten große Teile des Hitzeschildes und ein Solarmodul. Ein weiteres Solarmodul war verklemmt. Weitz versuchte, in der geöffneten Apollo-Luke stehend, das blockierte Solarmodul zu lösen. Kerwin hielt ihn dabei an den Beinen fest, während Conrad vorsichtig die Apollo-Kapsel manövrierte. Dieser Versuch schlug jedoch fehl. Erst am Folgetag stiegen die Astronauten in die Raumstation um, das durch das Fehlen des Hitzeschildes stark aufgeheizt war. Der Mannschaft gelang es, ein Sonnensegel außerhalb der Station zu entfalten und aufzuspannen, so dass die Hitze auf erträgliche Temperaturen sank. Die Entwicklung und Herstellung dieses Segels wurde innerhalb von sieben Tagen durchgeführt. Am 7. Juni unternahmen Conrad und Kerwin einen Weltraumspaziergang, um das verklemmte Solarmodul zu befreien, was nach viel Mühe auch gelang. Ab diesem Tag war Skylab voll funktionsfähig. In den verbleibenden zwei Wochen führte die Besatzung verschiedene wissenschaftliche Experimente durch. Ein weiterer Weltraumspaziergang wurde von Conrad und Weitz am 13. Juni durchgeführt, um den Film am Sonnenobservatorium zu wechseln. Am 22. Juni stieg die Mannschaft in die Apollo-Kapsel um und kehrte zur Erde zurück. Skylab blieb etwa einen Monat ohne Besatzung. Nach der Wasserung vor der Pazifik-Küste der USA wurden die Skylab-Mannschaft samt der Kapsel an Bord des Bergungschiffs USS Ticonderoga gehievt. Nach den Mondflügen waren die Astronauten zuerst in ein Schlauchboot umgestiegen und wurden dann in einen Hubschrauber gehoben. Da man aber noch nicht wusste, wie die Astronauten auf die Schwerkraft reagieren würden, sah man von dieser Methode nach den Skylab-Flügen jedoch ab.

Bedeutung für das Skylab-Projekt

Hubschrauber Dieser Weltraumflug war ein wichtiger Schritt für die bemannte Raumfahrt. Wieder einmal war gezeigt worden, dass der Mensch unvorhergesehene Ereignisse in den Griff bekommen kann. Ohne menschlichen Eingriff wäre die Raumstation nach einigen Tagen verloren gewesen. So aber hatten die Astronauten vier Wochen in der ersten amerikanischen Raumstation gelebt und gearbeitet. Die Einrichtung und die Ausrüstung hatte sich dabei größtenteils als praktisch und nützlich erwiesen. Ein anderer, aber nicht weniger wichtiger Gesichtspunkt war, dass die Astronauten von ihrem vierwöchigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit keinen Schaden davon getragen hatten. Nichts deutete darauf hin, dass noch längere Missionen Probleme bereiten könnten. Auch aus wissenschaftlicher Sicht war die Mission ein Erfolg. Zwar konnten nicht alle Experimente wie gewünscht durchgeführt werden, aber wenn man berücksichtigte, dass durch die Reparaturen wertvolle Zeit verloren gegangen war, konnte man mit der Menge der erhaltenen Daten vollauf zufrieden sein. Die medizinischen Experimente wurden fast vollständig durchgeführt, die Sonnenbeobachtungen zu etwa 80% und die Erdbeobachtungen zu etwa 60%. Das Apollo-Raumschiff hatte sich ebenfalls bewährt. Die Ruhepause von knapp vier Wochen zwischen Hin- und Rückflug hatte keinerlei Probleme bereitet. Für die Amerikaner bedeuteten die 28 Tage von Skylab 2 auch, dass der Langzeitrekord von Sojus 11, der im Juni 1971 mit 23 Tagen aufgestellt wurde, wieder in die USA geholt wurde. Außerdem hielt Charles Conrad mit 49 Tagen nun auch den Rekord für den längsten Gesamtaufenthalt eines Raumfahrers im Weltraum. All diese Rekorde sollten natürlich von der zweiten Mannschaft mit Skylab 3 gebrochen werden.

Siehe auch


- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der Raumfahrer
- Bemannte Raumfahrt

Weblinks


- [http://www-pao.ksc.nasa.gov/kscpao/history/skylab/skylab-2.htm NASA Missionsübersicht] (engl.)
- [http://groups.msn.com/SpaceCowboySaloon/skylab2underconstruction.msnw Space Cowboy Saloon: Skylab 2] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov/gallery/video/skylab/skylab2/mpg/skylab2_launch1.mpg NASA: Video Start von Skylab 2 und Inspektion der Raumstation] (48 Sekunden; 2,2 MB; MPEG-Format, stumm)

Literatur

Die folgenden NASA-Bücher (alle auf englisch) sind online zugänglich:
- [http://history.nasa.gov/SP-400/sp400.htm Skylab, Our First Space Station]
- [http://history.nasa.gov/SP-4208/sp4208.htm Living and Working in Space: A History of Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-404/sp404.htm Skylab's Astronomy and Space Sciences]
- [http://history.nasa.gov/SP-402/sp402.htm A New Sun: The Solar Results from Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-401/sp401.htm Skylab, Classroom in Space] (beschreibt die 25 wissenschaftlichen Experimente, die von Studenten entworfen wurden) Außerdem auf den Seiten des NASA History Office:
- [http://history.nasa.gov/SP-4011/cover.htm Skylab: A Chronology]
- [http://history.nasa.gov/EP-107/ep107.htm Skylab: A Guidebook]
- [http://history.nasa.gov/skylabrep/SRcover.htm NASA Investigation Board Report on the Initial Flight Anomalies of Skylab 1] Skylab 2

Skylab 3

Skylab 3 (SL-3) war die zweite Besatzung der amerikanischen Weltraumstation Skylab.

Die Mannschaft

Zusammen mit den Mannschaften von Skylab 2 und Skylab 4 wurde von der NASA am 19. Januar 1972 auch die Mannschaft von Skylab 3 der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Kommandant wurde Alan Bean ausgewählt, der 1969 mit Apollo 12 als vierter Mensch den Mond betreten hatte. Pilot wurde Jack Lousma und als Wissenschaftsastronaut wurde der Elektro-Ingenieur Owen K. Garriott nominiert. Lousma und Garriott hatten noch keine Weltraumerfahrung. Die Ersatzmannschaft bestand aus dem Kommandant Vance Brand, dem Piloten Don Lind und dem Wissenschaftler William Lenoir. Wie bei Skylab 2 bestand die Support Crew aus Robert Crippen, Richard Truly, Henry Hartsfield und William Thornton. Noch während der Vorbereitung für Skylab 3 wurde der Kommandant Alan Bean zum Ersatzkommandanten des Apollo-Sojus-Test-Projekts nominiert, das für Juli 1975 geplant war. Die Mission lief offiziell zwar unter der Bezeichnung Skylab 3, wurde aber oft auch als Skylab 2 bezeichnet, weil es sich um die zweite Besatzung der Raumstation handelte.

Die Vorbereitung

Die Raumstation startete mit der Missionsbezeichnung Skylab 1 am 14. Mai 1973. Während des Starts wurden allerdings ein Hitzeschild und ein Solarmodul zerstört. Aus diesem Grunde begann die erste Besatzung erst mit zehntägiger Verspätung, wogegen der Start von Skylab 3 um drei Wochen vorverlegt wurde, um die Station nicht zu lange unbemannt zu lassen. Teile der Saturn-1B-Rakete waren schon im Sommer 1971 angeliefert worden, das Raumschiff wurde jedoch erst am 8. Juni 1973 auf die Rakete montiert. Am 17. Juni wurde die Rakete auf der Startrampe mehrfach vom Blitz getroffen. Nach Tests mussten einige Geräte daraufhin ausgetauscht werden. Ähnlich wie die vorangegangene Mission hatten auch die Astronauten von Skylab 3 Reparaturaufgaben an der Station durchzuführen. Der beim Start von Skylab zerstörte Hitzeschild wurde zwar von den Skylab-2-Astronauten durch ein Sonnensegel ersetzt, das die direkte Sonneneinstrahlung verhindern sollte, jedoch war dies nur als kurzzeitiges Provisorium gedacht. Die Raumfahrer von Skylab 3 sollten nun einen besseren Sonnenschutz installieren. Um die Arbeit in der Schwerelosigkeit zu üben, wurden die Vorgänge unter Wasser immer wieder geprobt. Schwerelosigkeit

Flugverlauf

Skylab 3 hob am 28. Juli 1973 ab und erreichte wenige Minuten später die Erdumlaufbahn. Etwa acht Stunden später erreichten sie die Raumstation, die etwa einen Monat unbemannt geblieben war. In den ersten Tagen litten alle drei Astronauten unter der Raumkrankheit. Dies war verwunderlich, denn keiner der drei hatte sich bei Untersuchungen als anfällig herausgestellt. Zwar waren bei früheren Apollo-Flügen immer wieder einzelne Astronauten von der Raumkrankheit befallen worden, niemals aber eine komplette Mannschaft. Zeitweise lag Skylab 3 einen ganzen Tag hinter dem Plan, doch sowie sich ihr Gesundheitszustand besserte, holten die Astronauten den Rückstand rasch wieder auf. Am 2. August zeichnete sich ein Problem mit den Steuerdüsen des Apollo-Raumschiffs ab. Schon am Starttag war eine der vier Düsen ausgefallen, und nun leckte eine zweite. Zwar war es möglich auch nur mit zwei funktionierenden Düsen zur Erde zurückzukehren, doch war nicht sicher, ob die beiden Ausfälle zusammen hingen, und auch die zwei verbleibenden Düsen betroffen würden. Sicherheitshalber began man in Cape Canaveral mit den Vorbereitungen für einen Rettungsflug. Hierzu waren schon vor mehreren Jahren Pläne ausgearbeitet worden. Beim Rettungsflug Skylab Rescue würde eine Apollo-Kapsel so umgebaut, dass statt der üblichen drei sogar fünf Astronauten Platz hätten. Eine Apollo-Kapsel und eine Saturn-1B-Rakete waren ja für Skylab 4 und danach auch für das Apollo-Sojus-Test-Projekt vorhanden. Es war geplant, dass die Ersatzleute Vance Brand und Don Lind mit dieser umgerüsteten Apollokapsel zur Skylab fliegen und am zweiten Kopplungsadapter andocken würden, wo die drei Skylab-Astronauten zusteigen konnten. Je nach dem Zeitpunkt des Notfalls betrug die Vorlaufzeit solch eines Rettungsfluges 10 bis 45 Tage. In diesem Fall hätte eine Apollokapsel frühestens Anfang September starten können. Hätte man diese Möglichkeit nicht vorgesehen, wäre die Mission aus Sicherheitsgründen sofort abgebrochen worden. Doch auf diese Weise stand man nicht unter Zeitdruck und konnte das Problem in Ruhe analysieren. Es stellte sich heraus, dass die Ausfälle der Apollo-Steuerdüsen nicht miteinander zusammenhingen, so dass der Verlauf von Skylab 3 nicht gefährdet war. Am 6. August unternahmen Owen K. Garriott und Jack Lousma einen Weltraumspaziergang. Ihre Aufgabe war es, das Sonnensegel zu installieren, Filme der Solarkamera zu wechseln und drei Experimente zu betreuen. Sie befanden sich 6 Stunden und 31 Minuten außerhalb der Station. Weitere Weltraumspaziergänge fanden am 24. August (Garriott und Lousma) und am 22. September (Garriott und Bean) statt. Die Mannschaft hinkte zwar anfangs dem Zeitplan hinterher, holte dann aber rasch auf und arbeitete ein unerwartet hohes Pensum. Am Ende der Mission sollte sich herausstellen, dass die erbrachte Arbeitsleistung 150% der Erwartung entsprach. Damit legten sie allerdings auch eine hohe Messlatte für die dritte Mannschaft. Anfang September bat Bean sogar darum, den Aufenthalt um eine Woche zu verlängern, doch die Leitstelle stimmte nicht zu. Einerseits wollten die Mediziner genauere Untersuchungen, bevor man einer Verlängerung zustimmte, andererseits gingen auch die Lebensmittel- und Filmvorräte zur Neige. Am 25. September bestiegen Bean, Lousma und Garriott wieder die Apollo-Kapsel und kehrten zur Erde zurück. Wie ihre Vorgänger blieben sie nach der Wasserung in der Kapsel, bis diese an Bord des Bergungschiffs USS New Orleans gehievt wurde.

Bedeutung für das Skylab-Projekt

Mit den 59 Tagen im All hatten die drei Astronauten von Skylab 3 wieder einen neuen Dauerrekord aufgestellt. Bean hatte zusammen mit seinem Flug von Apollo 12 den Rekord für die längsten Aufenthalt bei mehreren Raumflügen. Wissenschaftlich war die Mission ein voller Erfolg. Bean, Lousma und Garriott hatten mehr erreicht, als erhofft worden war. Die Möglichkeit eines Rettungsfluges hatte sich als sehr nützlich erwiesen, auch wenn sie dann doch nicht gebraucht wurde. Zuguterletzt war die Raumkrankheit ein Punkt, der näher untersucht werden musste, denn genau verstand man diese Krankheit immer noch nicht.

Siehe auch


- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der Raumfahrer
- Bemannte Raumfahrt

Weblinks


- [http://www-pao.ksc.nasa.gov/kscpao/history/skylab/skylab.htm NASA: Missionsübersicht] (engl.)
- [http://groups.msn.com/spacecowboysaloon/skylab3underconstruction.msnw Space Cowboy Saloon: Skylab 3] (engl.)

Literatur

Die folgenden NASA-Bücher (alle auf englisch) sind online zugänglich:
- [http://history.nasa.gov/SP-400/sp400.htm Skylab, Our First Space Station]
- [http://history.nasa.gov/SP-4208/sp4208.htm Living and Working in Space: A History of Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-404/sp404.htm Skylab's Astronomy and Space Sciences]
- [http://history.nasa.gov/SP-402/sp402.htm A New Sun: The Solar Results from Skylab]
- [http://history.nasa.gov/SP-401/sp401.htm Skylab, Classroom in Space] (beschreibt die 25 wissenschaftlichen Experimente, die von Studenten entworfen wurden) Außerdem auf den Seiten des NASA History Office:
- [http://history.nasa.gov/SP-4011/cover.htm Skylab: A Chronology]
- [http://history.nasa.gov/EP-107/ep107.htm Skylab: A Guidebook]
- [http://history.nasa.gov/skylabrep/SRcover.htm NASA Investigation Board Report on the Initial Flight Anomalies of Skylab 1] Skylab 3

19. Januar

Der 19. Januar (in Österreich: 19. Jänner) ist der 19. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1838 - Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) wird gegründet.
- 1853 - Uraufführung der Oper "Il trovatore" (Der Troubadour) von Giuseppe Verdi.
- 1883 - Der deutsche Passagierdampfer Cimbria sinkt nach einer Kollision bei Borkum, 437 Menschen sterben.
- 1909 - Gründung der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek in Namibia
- 1905 - das erste alpine Skirennen wird von Mathias Zdarsky bei Lilienfeld in Niederösterreich organisiert.
- 1915 - Deutschland. Deutsche Zeppeline bombardieren London, Großbritannien.
- 1919 - Deutschland. Erstmals aktives und passives Wahlrecht für Frauen bei den Wahlen zur deutschen Nationalversammlung.
- 1947 - Griechenland. Das Passagierschiff Himara läuft auf eine Mine und sinkt. 392 Tote.
- 1955 - Das Brettspiel Scrabble wird nach seinem Erfolg in den USA erstmals auch in Australien und Großbritannien verkauft.
- 1961 - Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy.
- 1962 - Burundi. Ausbruch des ethnischen Konflikts zwischen Tutsi und Hutu.
- 1978 - Emden, Deutschland. Der letzte VW-Käfer läuft vom Band.
- 1992 - Deutschland nimmt zu Kroatien diplomatische Beziehungen auf.
- 1993 - Slowakei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1997 - Bulgarien. Petar Stojanov wird Staatspräsident
- 1997 - Masako Chiba, Japan, läuft den Halbmarathon der Damen in 66:43,00 Minuten und stellt damit einen neuen Weltrekord auf
- 2000 - Italien. Der ehemalige Regierungschef Bettino Craxi stirbt in Tunesien im Exil.
- 2003 - Kuba. Dritte Direktwahlen zur Nationalversammlung

Kultur


- 1786 - Uraufführung der tragischen Oper Gustav Wasa von Johann Gottlieb Naumann an der Königlichen Oper in Stockholm.
- 1953 - Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven.

Geboren


- 399 - Pulcheria, Byzantinische Prinzessin
- 1200 - Dogen, japanischer Zen-Meister
- 1544 - Franz II., französischer König
- 1736 - James Watt, britischer Erfinder (Dampfmaschine)
- 1737 - Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller
- 1747 - Johann Elert Bode, deutscher Astronom
- 1757 - Auguste, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1807 - Robert Edward Lee, General der US-Armee und Oberbefehlshaber im Sezessionskrieg
- 1808 - Franz Kugler, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller
- 1809 - Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1813 - Henry Bessemer, britischer Ingenieur und Erfinder
- 1821 - Ferdinand Gregorovius, deutscher Schriftsteller und Historiker
- 1821 - Robert Spiske, Gründer der Hedwigschwestern
- 1822 - Joseph Gottsleben, Buchdruckereibesitzer und Zeitungsverleger in Mainz
- 1836 - Gottlieb Graf von Haeseler, preußischer Generalfeldmarschall
- 1838 - Carl Alexander von Martius, deutscher Chemiker
- 1839 - Paul Cézanne, französischer Maler
- 1843 - Arnold Bovet, Pionier des Blauen Kreuzes
- 1845 - Richard Buchta, Afrikaforscher
- 1848 - Matthew Webb, erster Mensch, der ohne technische Hilfen durch den Ärmelkanal schwamm
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