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Hale-Bopp
Der Komet Hale-Bopp (C/1995 O1) wurde am 23. Juli 1995 unabhängig von Alan Hale in New Mexico und Thomas Bopp in Arizona entdeckt. Er wurde auch als Der Große Komet von 1997 bezeichnet. Der Komet konnte über einen Zeitraum von 18 Monaten freiäugig gesehen werden - doppelt so lange als der bisherige Rekordhalter, der große Komet von 1811.
Entdeckung
Während der Astronom Hale gezielt nach Kometen suchte, fand der Amateurastronom Bopp den Kometen zufällig, während der Beobachtung des Kugelsternhaufens M70 mit einem geliehenen Teleskop. Bei der Entdeckung war Hale-Bopp noch 7,1 AE von der Sonne entfernt (also weiter entfernt als der Planet Jupiter). Nach Durchsicht älterer Aufnahmen konnte man ihn später auch auf einer Aufnahme des Siding Spring Observatoriums aus dem Jahr 1993 erkennen, bei einem Abstand von 13 AE von der Sonne. Der Komet war bereits in dieser Entfernung ungewöhnlich aktiv.
Umlaufbahn
Der Komet läuft auf einer extrem lang gestreckten Umlaufbahn um die Sonne (numerische Exzentrizität 0,995), seine Bahnebene steht fast genau senkrecht zur Ekliptik (Bahnneigung 89,4°). Der sonnennächsten Punkt seiner Bahn liegt knapp innerhalb der Erdbahn (0,914 AE), sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, liegt bei 371,5 AE. Zuletzt stand der Komet vor etwa 4200 Jahren im Perihel, die nächste Wiederkehr wird in rund 2500 Jahren erwartet.
Sichtbarkeit
Perihel]]
Viele Kometen haben in größeren Distanzen heftige Helligkeitsausbrüche, um danach wieder in eine Phase der Ruhe zu verfallen, Hale-Bopp jedoch konnte bei einem Abstand von 2 AE von der Sonne bereits mit bloßem Auge beobachtet werden, und wurde in der Folge noch heller. Wenn er der Erde vergleichbar nahe gekommen wäre wie der Komet Hyakutake (C/1996 B2), der sich am 25. März 1996 bis auf 0,1 AE näherte, hätte Hale-Bopps Schweif den kompletten Himmel überspannt und an Helligkeit den Vollmond übertroffen. Hale-Bopp näherte sich allerdings nicht näher als 1 AE an die Erde: Die meisten anderen Kometen wären in dieser Entfernung nicht mit bloßem Auge sichtbar, Hale-Bopp aber erreichte um den Zeitpunkt seiner größten Annäherung an die Sonne am 1. April 1997 eine scheinbare Helligkeit von etwa -1mag, und seine zwei Schweife erreichten eine Länge von 30-40 °.
Hale-Bopp war 569 Tage lang, vom 20. Mai 1996 bis zum 9. Dezember 1997, mit bloßem Auge sichtbar, also ungefähr 18,5 Monate, und damit mehr als doppelt so lange wie der vorherige Rekordhalter C/1811 F1 (Flaugergues), der Große Komet von 1811. Man kann davon ausgehen, dass kein anderer Komet jemals von so vielen Menschen gesehen wurde wie Hale-Bopp.
Die Größe des Kometenkerns wird auf 50 km geschätzt, er ist damit dreimal so groß wie der Halleysche Komet, und größer als jeder andere bekannte Komet.
Im Februar und März 2001 wurde der Komet in einer Entfernung von 13 AE mit dem 2,2m Teleskop auf dem La-Silla-Observatorium beobachtet. Trotz seiner großen Entfernung zur Sonne (jenseits der Bahn des Planeten Saturn) zeigte der Komet noch eine Koma mit einem Durchmesser von 2 Millionen Kilometern.
Die Sekte Heaven's Gate nahm das Erscheinen des Kometen als Anlass für ihre gemeinsame Massenselbsttötung.
Weblinks
- [http://cometography.com/lcomets/1995o1.html Gary W. Kronk's Cometography - C/1995 O1 (Hale-Bopp)] (Englisch)
Hale-Bopp
ja:ヘール・ボップ彗星
Komet
1997]]
1997 1986)]]
Ein Komet (von griechisch kométes Haarstern, abgeleitet von kómē Haupthaar) oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper, der sich auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne bewegt und zumindest in den sonnennahen Teilen seiner Bahn eine durch Ausgasen erzeugte Koma aufweist.
In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer große Kometenkern von einer diffusen, nebligen, Koma genannten Hülle umgeben, die eine Ausdehnung von bis zu 100.000 km erreichen kann. Kern und Koma zusammen nennt man auch den Kopf des Kometen. Das auffälligste Kennzeichen der von der Erde aus sichtbaren Kometen ist jedoch der Schweif, der eine sichtbare Länge von 10 bis 100 Millionen Kilometern erreichen kann.
Im Altertum und dem Mittelalter wurden Kometen häufig als Schicksalsboten oder Zeichen der Götter angesehen. Den Beginn der wissenschaftlichen Sichtweise bei der Kometenforschung kann man mit der Erkenntnis Tycho Brahes ansetzen, dass Kometen keine Erscheinungen der irdischen Atmosphäre sind. Ein latenter Aberglaube ist jedoch auch heute noch vorhanden, wie 1997 der Massenselbstmord der Sekte Heaven's Gate beim Erscheinen des Kometen Hale-Bopp zeigt.
Übersicht
Charakterisierung
Kometen werden aufgrund ihrer Umlaufzeiten in langperiodische und kurzperiodische Kometen eingeteilt.
- Langperiodische Kometen mit einer Umlaufzeit von mehr als 200 Jahren kommen vermutlich aus der Oortschen Wolke, ihre Bahnneigungen sind statistisch verteilt und sie umlaufen die Sonne sowohl im gleichen Umlaufsinn wie die Planeten (prograd) als auch in Gegenrichtung zu den Planetenbahnen (retrograd). Die Exzentrizitäten ihrer Bahnen liegen nahe bei 1 - die Kometen sind in der Regel aber noch durch die Schwerkraft an die Sonne gebunden, obwohl sie für ihren Umlauf bis zu 100 Millionen Jahre benötigen. Exzentrizitäten größer als 1 (Hyperbelbahnen) werden nur in seltenen Fällen durch Störungen der großen Planeten hervorgerufen. Diese Kometen kehren nicht mehr in Sonnennähe zurück, sondern verlassen das Sonnensystem.
- Kurzperiodische Kometen mit Umlaufzeiten kleiner als 200 Jahre stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel. Sie bewegen sich meist im üblichen Umlaufsinn und ihre Inklination liegt im Mittel bei etwa 20°, sie liegen also in der Nähe der Ekliptik. Bei mehr als der Hälfte der kurzperiodischen Kometen liegt der größte Sonnenabstand (Aphel) in der Nähe der Jupiterbahn bei 5 und 6 Astronomischen Einheiten (Jupiter-Familie). Es handelt sich dabei um ursprünglich längerperiodische Kometen, deren Bahnen durch den gravitativen Einfluss des Jupiter verändert wurden.
Benennung
Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen
Neu entdeckte Kometen erhalten von der Internationalen Astronomischen Union zuerst einen Namen, der sich aus dem Entdeckungsjahr und einem großen Buchstaben zusammensetzt, der beginnend mit A am 1. Januar und B am 16. Januar im Halbmonatsrhythmus nach dem Zeitpunkt der Entdeckung festgelegt ist. Zusätzlich kommt noch eine Ziffer, damit man mehrere Kometen im halben Monat unterscheiden kann. Sobald die Bahnelemente des Kometen genauer bestimmt sind, wird dem Namen nach der folgenden Systematik ein weiterer Buchstabe vorangestellt:
Einem periodischen Kometen wird zudem eine fortlaufende Nummer vorangestellt, sobald eine bestätigte Beobachtung eines zweiten Periheldurchgangs vorliegt – derzeit (Stand: 18. November 2005) sind 173 Kometen mit mindestens zwei bestätigten Periheldurchgängen bekannt, darunter sieben nicht mehr existierende (u.a. 3D Biela).
Der Komet Hyakutake zum Beispiel wird auch unter der Bezeichnung C/1996 B2 geführt. Hyakutake war also der zweite Komet, der in der zweiten Hälfte des Januars 1996 entdeckt wurde. Seine Umlaufzeit ist größer als 200 Jahre.
Üblicherweise wird ein Komet zusätzlich nach seinen Entdeckern benannt, so wird zum Beispiel D/1993 F2 auch unter der Bezeichnung Shoemaker-Levy 9 geführt – es handelt sich hierbei um den neunten Kometen, den Eugene und Carolyn Shoemaker zusammen mit David Levy entdeckt haben.
Kometenbahnen
Da bei neu entdeckten Kometen nur kurze Bahnelemente sichtbar sind, werden zuerst parabolische Bahnen berechnet. Mit steigendem Beobachtungszeitraum kann dann entschieden werden ob es sich um Ellipsen oder Hyperbeln handelt. Von zirka 660 untersuchten Kometen zeigt sich folgende Verteilung: 43% Parabeln, 25% langperiodische Ellipsen (Umlaufszeit über 200 Jahre), 17% kurzperiodische Ellipsen (Umlaufszeit bis zu 200 Jahre) und 15% Hyperbeln. Der hohe Anteil an Parabeln ist jedoch auf den zu kurzen Beobachtungszeitraum vieler Kometenerscheinungen zurückzuführen, bei denen langgestreckte Ellipsen nicht von einer Parabel unterschieden werden können Bei einer längeren Sichtbarkeit von 240-500 Tage beschreiben nur mehr 3% der Kometen eine Parabelbahn. Somit dürften die Ellipsen vorherrschend sein (siehe auch die Animation einer Kometenbahn).
Aufbau
Kern
Animation einer Kometenbahn)]]
In großer Entfernung von der Sonne bestehen Kometen nur aus dem Kern, der im Wesentlichen aus gefrorenem Wasser, Methan und Ammoniak mit Beimengungen aus meteoritenähnlichen kleinen Staub- und Mineralienteilchen (zum Beispiel Silikate, Nickeleisen) besteht, man bezeichnet Kometen deshalb häufig als schmutzige Schneebälle oder dirty snowballs. Aus Beobachtungen der Raumsonde Giotto am Kometen Halley weiß man, dass Kometen von einer schwarzen Kruste umgeben sind, die nur zirka 4 % des Lichts reflektiert (Albedo) - obwohl Kometen als spektakuläre Leuchterscheinungen beobachtet werden, sind ihre Kerne somit ironischerweise die schwärzesten Objekte des Sonnensystems, wesentlich dunkler als zum Beispiel Asphalt, der ca. 7 % des Lichts reflektiert.
Da nur kleine Regionen des Kerns ausgasen, wie im Abschnitt Koma näher erläutert wird, geht man nach neueren Vorstellungen davon aus, dass die Oberfläche von einer Art Gesteinsschutt gebildet wird, der aus Gesteinsbrocken besteht, die zu schwer sind, um die gravitative Anziehung des Kerns zu überwinden. Giotto entdeckte auch winzige Partikel, die reich an den Elementen Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) sind und deswegen auch CHON-Partikel genannt werden. Diese könnten aus einer dünnen Rußschicht stammen, die die Oberfläche des Kerns überzieht und damit die niedrige Albedo erklären würde. Nähere Informationen soll die aktuelle Rosettamission liefern.
Einen besonderen Anteil an der Entdeckung des Aufbaus der Kometen hatte Fred Whipple.
Koma
Sobald ein Komet bei der Annäherung an die Sonne in einem Abstand von etwa 5 AE die Jupiterbahn kreuzt, bildet sich die schalenförmige Koma, die in Kernnähe auch strahlenartige Strukturen zeigt. Sie entsteht durch Sublimation leicht flüchtiger Substanzen auf der sonnenzugewandten Seite, die ins Eis eingebettete Staubteilchen mitreißen. Nach den Beobachtungen der Sonde Giotto findet diese Sublimation nur an etwa 10 bis 15 % der Kometenoberfläche statt, die flüchtigen Substanzen entweichen offenbar nur an brüchigen Stellen der schwarzen Kruste.
Die an diesen Stellen entweichenden Muttermoleküle bilden die innere Koma. Durch weitere Aufheizung, Ionisation und Dissoziation vergrößert sich die Koma weiter und bildet die schließlich sichtbare Koma aus Ionen und Radikalen. Diese wird noch von einem im Ultravioletten strahlenden atomaren Wasserstoffhalo umgeben, der auch UV-Koma genannt wird und beim Kometen Hale-Bopp 1997 einen Durchmesser von 150 Millionen Kilometern erreichte. Da die atmosphärische Ozonschicht für die UV-Strahlung undurchlässig ist, kann die UV-Koma nur mit Satelliten untersucht werden.
Schweif
Die Bestandteile der Koma werden durch Strahlungsdruck und Sonnenwind „weggeblasen“, so dass sich etwa innerhalb der Marsbahn ein Schweif ausbildet, oder exakter zwei Schweife:
- Ein schmaler, lang gestreckter Schweif (Typ-I Schweif), der im Wesentlichen aus Molekülionen besteht und auch Plasmaschweif genannt wird. Für diese Teilchen reicht der Strahlungsdruck als Erklärung nicht aus, sodass Ludwig Biermann 1951 eine von der Sonne ausgehende Partikelstrahlung, die heute Sonnenwind genannt wird, als Erklärung hierfür postulierte. Heute geht man davon aus, dass die kometaren Ionen durch eine Wechselwirkung mit dem solaren Magnetfeld angetrieben werden, das von den geladenen Teilchen des Sonnenwinds mitgeführt wird.
- Ein diffuser, gekrümmter Schweif (Typ-II Schweif), der auch Staubschweif genannt wird. Die kleinen Staubteilchen, die diesen Schweif bilden, werden durch den Strahlungsdruck der Sonne beeinflusst, dessen Wirkung durch eine Aufspaltung in zwei Komponenten erklärt werden kann:
- Eine radiale Komponente, die der Gravitationskraft entgegengerichtet ist und wie diese quadratisch mit der Entfernung zur Sonne abnimmt. Dies wirkt wie eine effektive Abnahme der solaren Gravitationskraft, die Staubteilchen bewegen sich deshalb auf „Pseudo-Keplerbahnen“, die sich für Staubteilchen verschiedener Größe unterscheiden, da der Strahlungsdruck von der Teilchengröße abhängig ist. Dies führt zu einer relativ starken Auffächerung des Staubschweifs im Vergleich zum Plasmaschweif.
- Die andere wirksame Komponente des Strahlungsdruckes ist der Bewegungsrichtung der Staubteilchen entgegengerichtet und führt zu einer Abbremsung der Teilchen, die größer als die Wellenlänge des Lichtes sind, das heißt, größer als etwa 0,5 µm. Diese Teilchen bewegen sich langfristig genauso wie der sonstige interplanetare Staub auf Spiralbahnen Richtung Sonne (Poynting-Robertson-Effekt).
- Sehr selten, bei besonderen Bahnkonstellationen, ist ein Gegenschweif (Typ-III Schweif) sichtbar. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eigenständigen Schweif, sondern nur um einen geometrischen Projektionseffekt: Wenn sich die Erde zwischen Sonne und Komet hindurchbewegt, ragt ein Teil des Staubschweifs, bedingt durch seine Krümmung, scheinbar über den Kometenkopf hinaus.
Der Materialverlust eines Kometen wurde bei „neuen“ Kometen, die das erste Mal in Sonnennähe kommen, auf etwa 10 bis 50 Tonnen pro Sekunde geschätzt, nach mehrfacher Sonnenannäherung sinkt der Masseverlust auf weniger als 0,1 t/s. Diese geringen Materiemengen von maximal 0,03 bis 0,2 Prozent der Kometenmasse pro Sonnendurchgang bedeuten, dass die Schweife nur eine sehr geringe Dichte aufweisen. Die enorme Helligkeit der Schweife erklärt sich im Falle des Staubschweifs durch die große Oberfläche der mikroskopisch kleinen Staubteilchen, im Plasmaschweif trägt sogar jedes Atom bzw. Molekül zur Leuchtkraft bei. Dies führt im Vergleich zur Größe des Kometenkerns zu einer Erhöhung der Leuchtkraft um viele Größenordnungen.
Entstehung
Der hohe Anteil an leicht flüchtigen Substanzen wie zum Beispiel Wasser und Kohlenmonoxid bedeutet, dass die Kometenkerne im äußeren Bereich des Sonnensystems entstanden sein müssen. Die Planetesimale aus dem Bereich der äußeren Planeten, die nicht durch die Gasriesen aufgesammelt wurden, wurden dabei zu einem großen Teil so stark gestreut, dass sie das Sonnensystem verließen. Nur etwa 10 Prozent dieser gestreuten Körper bilden die Oortsche Wolke. Die Objekte jenseits der Neptunbahn unterlagen diesem Streuprozess nicht und bilden den Kuipergürtel.
Die Kometen verlieren mit jedem Umlauf um die Sonne einen kleinen Teil ihrer Masse. Bei diesen Masseverlusten handelt es sich vor allem die flüchtigen Bestandteile der äußeren Schicht, sodass sie nach einigen hundert Sonnenumläufen kaum noch als Kometen zu erkennen sind. Diese Zeitspanne ist deutlich kürzer als das Alter des Sonnensystems. Die langperiodischen Kometen werden zudem bei ihrer Durchquerung des inneren Bereichs des Sonnensystems von den großen Planeten, vor allem durch Jupiter, so stark gestreut, dass sie nur für wenige Durchgänge als ehemalige Mitglieder der Oortschen Wolke identifiziert werden können. Es ist also ein Mechanismus notwendig, der die heute noch sichtbaren Kometen aus ihren sonnenfernen Bahnen in Sonnennähe bringt. Für die kurzperiodischen Kometen aus dem Kuipergürtel vermutet man hierfür Kollisionen originärer Kuipergürtelobjekte, wodurch Bruchstücke ins Innere des Sonnensystems gelangen. Der Streuprozess langperiodischer Kometen ist noch nicht bekannt, es wird allerdings häufig der Einfluss vorbeiziehender Sterne oder noch nicht entdeckte Planeten (Planet X) beziehungsweise ein noch unbekannter Begleitstern der Sonne (Nemesis) als Ursache genannt.
Verschiedenes
Abgrenzung zu anderen Himmelskörpern
Die Unterscheidung zwischen Asteroiden und Kometen ist nicht immer ganz eindeutig. Man vermutet, dass einige der als Asteroiden klassifizierten Objekte mit stark elliptischen Bahnen, zum Beispiel die Centauren, „ausgebrannte“ Kometenkerne sind, die von einer dicken Schicht nichtflüchtiger Substanzen bedeckt sind. Andererseits wird das ursprünglich als Asteroid 2060 Chiron eingestufte Objekt seit der Entdeckung einer Koma als Komet klassifiziert und gemäß der Kometennomenklatur 95P/Chiron genannt.
Heute wird der Begriff Komet sowohl im populärwissenschaftlichen als auch im wissenschaftlichen Sprachgebrauch entgegen seiner ursprünglichen Definition oft für alle vermutlich eisigen Kleinplaneten verwendet. Beispiele hierfür sind die Objekte des Kuipergürtels und der Oortschen Wolke, die zwar leichtflüchtige Substanzen enthalten, aber aufgrund ihrer Entfernung von der Sonne niemals stark genug erwärmt werden, um eine Koma zu bilden. Von solchen Objekten wird aber angenommen, dass ihr Aufbau eher den Kometenkernen gleicht als den Asteroiden aus dem Asteroidengürtel, aber erst bei Periheldistanzen innerhalb der Jupiterbahn ist die Sonnenstrahlung stark genug, dass durch einen Sublimationsprozess eine Koma gebildet werden kann.
Meteorströme und Meteoriten
Die Teilchen des Staubschweifs verteilen sich entlang der Kometenbahn um die Sonne. Wie Giovanni Schiaparelli gezeigt hat, treten Meteorströme auf, wenn die Erde diese Bahn kreuzt. Bekannte Meteorströme sind die Leoniden oder die Perseiden.
Diese Ströme sind als Sternschnuppen leicht beobachtbar, das heißt, es fällt Kometenmaterial auf die Erde. Es wurden jedoch bisher noch keine Meteoriten entdeckt, die zweifelsfrei von Kometen stammen. Für einige sehr seltene Meteoritentypen wie zum Beispiel die CI-Chondriten wurde zwar eine Verbindung zu Kometen vorgeschlagen, ein Beweis konnte allerdings bisher noch nicht erbracht werden. Auch Mikrometeoriten stammen überwiegend aus dem Asteroidengürtel, obwohl auch hier eine kometare Komponente diskutiert wird. Bisher steht also kein Material für Forschungen zur Verfügung, das zweifelsfrei kometaren Ursrpungs ist. Die direkte Untersuchung von Kometenmaterial ist jedoch für das Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystem von großer Bedeutung, so dass man komplexe Raumfahrtmissionen mit Raumsonden wie Rosetta oder Stardust durchführt, die das Kometenmaterial vor Ort untersuchen oder sogar Proben zur Erde zurückbringen können.
Besonders erwähnenswerte Kometen
Stardust]
- Der Enckesche Komet hat mit 3,31 Jahren die kürzeste Umlaufzeit aller bekannten Kometen, kann aber nicht mehr mit bloßem Auge beobachtet werden.
- Der Komet Hale-Bopp war von 1996 bis 1997 mehr als 18 Monate mit bloßem Auge sichtbar und hält damit den Rekord unter allen bekannten Kometen.
- Der Komet Ikeya-Seki gilt als einer der hellsten Kometen des letzten Jahrtausends. Er erreichte im Oktober 1965 die rund 60fache Helligkeit des Vollmondes und war tagsüber deutlich neben der Sonne sichtbar
- Der Halleysche Komet war der erste Komet, der (von Edmond Halley) als periodisch erkannt wurde und dessen Kern von einer Raumsonde fotografiert werden konnte.
- Der Komet Wild 2 ist der erste Komet, aus dessen Koma von einer Sonde Teilchen eingesammelt wurden, die im Jahre 2006 zur Erde zurückgebracht werden sollen.
- Auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko soll 2014 während der Rosetta-Mission erstmals eine Sonde landen.
- Der Komet Shoemaker-Levy 9 zerbrach im Gravitationsbereich des Jupiter. Seine Bruchstücke schlugen zwischen dem 16 Juli und dem 22. Juli 1994 auf dem Planeten auf.
- Der Komet Tempel 1 wurde das Ziel der Deep Impact Mission der NASA, bei der am 4. Juli 2005 ein 372 kg schweres, hauptsächlich aus Kupfer bestehendes Projektil mit einer relativen Geschwindigkeit von 10 km/s auf dem Kometen einschlug. Mit der Sonde selbst und mit zahlreichen erdgestützten Teleskopen, aber auch mit dem Weltraumteleskop Hubble und der ESA-Raumsonde Rosetta wurde die entstandene Partikelstaubwolke beobachtet. Wissenschaftler erhoffen sich durch die Ergebnisse dieser Mission Aufschlüsse über den Zusammenbau und die Entstehung des Sonnensystems.
Weitere Kometen, siehe Liste der Kometen und Großer Komet.
Sungrazer (Sonnenstreifer)
Sonnenstreifer sind eine Gruppe von Kometen die der Sonne extrem nahe kommen beziehungsweise sich durch die Sonnenkorona bewegen. Durch die Sonnensonde SOHO konnten über 1000 Kometen fotografiert werden. Schätzungen belaufen sich auf über 200.000 Objekte. Die meisten Sungrazer sind kleiner als 10 m und man nimmt an, dass diese die Bruchstücke größerer Kometen sind. Der auffällige Komet Ikeya-Seki war jedoch sogar bei Tageslicht zu sehen, so dass sein Durchmesser auf mehrere Kilometer geschätzt wurde. Der Großteil der Sungrazer gehören der Kreutz-Gruppe an.
Kometen und der Stern von Betlehem
Als Folge einiger eindrucksvoller Kometenerscheinungen wurde im 16. und 17. Jahrhundert ein Komet als Erklärung für den in der Bibel erwähnten Stern von Betlehem vorgeschlagen. Von den heute bekannten Kometen war keiner zur fraglichen Zeit (7-4 v. Chr.) am Himmel sichtbar, obwohl Chinesische Astronomen von einem Kometen im Jahr 5 v. Chr. berichten. Dies war aber ein eher unspektakuläres kleines Objekt und deshalb wahrscheinlich nicht mit dem Stern von Betlehem identisch. In früheren Zeiten galt ein Komet zudem meist als Unheilsbote und wäre kaum als Ankündigung für die Geburt des Sohns Gottes gedeutet worden.
Offene Fragen
In den letzten 20 Jahren sind in der Erforschung der Kometen sowie des Kuipergürtels große Fortschritte erzielt worden, es gibt jedoch noch immer viele offene Fragen:
- Durch Spektralanalysen ist die Zusammensetzung der Koma mittlerweile sehr gut verstanden, über die molekulare Zusammensetzung des Kerns und der vom Kern entweichenden Muttermoleküle ist jedoch noch sehr wenig bekannt. Möglicherweise kommen in Kometen organische Moleküle die ähnlich oder sogar noch komplexer als diejenigen sind die in Meteoriten gefunden wurden. Viele Exobiologen setzen deswegen große Hoffnungen auf die weitere Erforschung der Kometen. Einige Theorien zur Entstehung des Lebens gehen davon aus, dass organische Moleküle aus Meteoriten oder Kometen die Entstehung des Lebens auf der Erde begünstigt oder gar erst ermöglicht haben. Die Anhänger der Panspermie vermuten sogar noch komplexere biologische Moleküle oder möglicherweise sogar einfache Lebensformen unter den CHON-Partikeln.
- Nach den derzeitigen Theorien sind die Kometen aus der Oortschen Wolke in geringerer Entfernung zur Sonne entstanden als diejenigen aus dem Kuipergürtel. Um dies zu bestätigen, sollten Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung nachgewiesen werden.
- Der Mechanismus, durch den die Objekte der Oortschen Wolke ins Innere des Sonnensystems gestreut werden, ist noch nicht bekannt.
- Es gibt Anzeichen für eine leichte Häufung von langperiodischen Kometen in Richtung des Sonnenapex. Sollte sich dies bei genaueren Untersuchungen bestätigen, hätte dies nicht nur Auswirkungen auf unser Verständnis der Oortschen Wolke, sondern auch des interstellaren Mediums in der Umgebung des Sonnensystems.
- Mindestens eines, vermutlich aber mehrere erdgeschichtliche Ereignisse wurde durch den Impakt großer außerirdischer Körper verursacht, für die neben Asteroiden auch Kometen in Betracht kommen. So etwa der erdgeschichtliche Übergang von der Kreide zum Tertiär durch den KT-Impakt.
- Die Erde hat verglichen mit anderen Körpern des inneren Sonnensystem einen deutlich größeren Wasseranteil, wofür von einigen Wissenschaftlern große Kometeneinschläge verantwortlich gemacht werden (siehe Herkunft des irdischen Wassers). Allerdings stimmen bisherige Messungen der Wasserstoffisotopenverhältnisse in einigen Kometen nicht gut mit dem Wasserstoffisotopenverhältnis von irdischem ozeanischem Wasser überein was aber auch daran liegen könnte, dass die gemessenen Kometen nicht repräsentativ waren.
Literatur
- Kammerer/Kretlow: Kometen beobachten, Praktische Anleitung für Amateurbeobachter, Sterne und Weltraum Verlag, 1999, ISBN 3-87973-924-2
- John C. Brandt, Robert D, Chapman: Introduction to Comets, Cambridge University Press, 2nd ed. 2004, ISBN 0-52100-466-7
- Gary W. Kronk: Cometography: Vol.1 Ancient - 1799: A Catalogue of Comets, Cambridge University Press, 1999, ISBN 0-52158-504-X
- Gary W. Kronk: Cometography: Vol.2 1800 - 1899, Cambridge University Press, 2003, ISBN 0-52158-505-8
- S.V.M. Clube, W.M. Napier, M.E. Bailey: The Origin of Comets, Pergamon Press, 1990, ISBN 0-08034-858-0
- Charnley S.B., Rodgers S.D., Kuan Y.-J., Huang H.-C.: Biomolecules In The Interstellar Medium And In Comets. Advances in Space Research ([http://xxx.arxiv.org/abs/astro-ph/0104416 PDF]) - (Diskussion über den Ursprung der nachgewiesenen organischen Moleküle)
- Horner J., Evans N.W., Bailey M.E., Asher D.J.: The Populations of Comet-Like Bodies in the Solar system. Mon. Not. Roy. Astron. Soc. 343 (2003) 1057 ([http://xxx.arxiv.org/abs/astro-ph/0304319 PDF]) - (Vorschlag einer neuen Taxonomie für kometenähnliche Körper)
Siehe auch
- Liste der Kometen
- Astronomische Objekte
- Meteoroid
- Perseiden
- Leoniden
- Chiron (Planetoid)
Weblinks
- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=050316.rm Wann schlug der letzte Komet ein?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
- [http://solarviews.com/germ/comet.htm Kometen Einführung]
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/comets.html Die Neun Planeten: Kometen]
- [http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=sij92-4 Die rätselhafte Oortsche Wolke]
- [http://www.esa.int/export/esaCP/Pr_5_2004_i_GE.html ESA-Pressemitteeilung zur Rosetta-Mission]
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/names.html IAU - „Offizielle“ Astronomische Namen]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/Ephemerides/Comets/index.html Beobachtbare Kometen], Liste der IAU (Englisch)
Komet
ja:彗星
ko:혜성
ms:Komet
simple:Comet
th:ดาวหาง
23. JuliDer 23. Juli ist der 204. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 205. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 161 Tage bis zum Jahresende.
Beginn der Hundstage
Ereignisse
- 1198 - Die norditalienische Stadt Cuneo wird erstmals urkundlich erwähnt und zur "freien Gemeinde" ernannt.
- 1532 - Der Nürnberger Religionsfrieden wird geschlossen. Kaiser Karl V. und die Protestanten vereinbaren in Nürnberg zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für die gegenwärtigen konfessionellen Besitzstände.
- 1588 - Die englische Flotte besiegt unter Führung von Sir Francis Drake und Lord Howard die spanische Armada.
- 1914 - Ultimatum Österreich-Ungarns an Serbien (Einleitung des Ersten Weltkriegs)
- 1944 - Das KZ Majdanek wird befreit.
- 1952 – König Faruq von Ägypten wird durch einen Militärputsch gestürzt; damit endet die Herrschaft der Dynastie des Muhammad Ali.
- 1954 – "Affäre John": Im DDR-Rundfunk gibt der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John sein Überlaufen bekannt.
- 1967 - In Detroit (Michigan) brechen Rassenunruhen aus. Die Folge sind 43 Tote, 342 Verletzte und ca. 1.400 abgebrannte Häuser.
- 1970 - Sultan Qabus bin Said bin Taimur Al Said wird Staatspräsident in Oman.
- 1985 - Commodore stellt den Amiga (später in Amiga 1000 umbenannt) im Lincoln Center in New York, USA, vor. Mit dabei sind u. a. der Künstler Andy Warhol und Debbie Harry (Blondie). Der Amiga überbietet an Grafikleistung alles bisher da gewesene.
- 1988 - Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau als das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde.
- 1992 - Unabhängigkeitserklärung Abchasiens
- 1997 - Laos wird Mitglied der ASEAN (Assoziation südostasiatischer Staaten]
- 2001 - Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident Indonesiens. Frau Megawati Sukarnoputri wird neue Präsidentin.
- 2002 - Taiwan bricht die diplomatischen Beziehungen zu Nauru ab.
- 2004 - Die 1993 von kroatischen Nationalisten zerstörte Brücke von Mostar wird mit einem Festakt wiedereröffnet.
Wirtschaft
- 1903 - Die Ford Motor Company bringt das Modell A auf den US-Amerikanischen Markt.
- 1992 - Luftverkehrsabkommen zwischen der Dominikanischen Republik und Deutschland
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1957 - Uraufführung des Melodrams A Tale of Two Cities von Arthur Benjamin an der Sadler's Wells Opera an London.
Religion
- 1146 - Unter großem Jubel der Bevölkerung kommen die Gebeine der Heiligen Drei Könige in Köln an.
Katastrophen
- 1930 - Erdbeben der Stärke 6,7 in Italien. 1.425 Tote
- 1993 - Yinchuan, Volksrepublik China. Weil die Startklappen nicht ausgefahren waren, schoss eine BAe-146 der China Northwest mit Ziel Peking über die Startbahn hinaus und verunglückte. Dabei kamen 55 der 113 Insassen um.
- 2005 - Terroranschläge von der Terroristenorganisation Al-Qaida in Scharm el Scheich/Ägypten. Mindestens 88 Menschen sterben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
- 1301 - Otto der Fröhliche, Herzog von Österreich
- 1401 - Francesco Sforza, italienischer Herzog, Gründer der Dynastie der Sforza in Mailand
- 1607 - Christian Hoburg, Theologe, mystischer Spiritualist
- 1721 - Anna Dorothea Therbusch, deutsche Malerin
- 1771 - Hermann von Boyen, preußischer Generalfeldmarschall
- 1775 - Etienne Louis Malus, französischer Physiker und Mathematiker
- 1777 - Philipp Otto Runge, deutscher Maler der Romantik und Schriftsteller
- 1796 - Franz Berwald, schwedischer Komponist und Violinist
- 1797 - Charles Jules Labarte, französischer Kunsthistoriker
- 1815 - André-Charles-Victor Reille, französischer General
- 1816 - Charlotte Cushman, US-amerikanische Schauspielerin
- 1819 - Alexis Dumont, Mainzer Bürgermeister
- 1824 - Kuno Fischer, deutscher Philosoph
- 1828 - Jonathan Hutchinson, englischer Chirurg, Dermatologe und Pathologe
- 1838 - Édouard Colonne, französischer Dirigent
- 1851 - Peter Severin Kroyer, dänischer Maler
- 1866 - Francesco Cilea, italienischer Komponist und Musiklehrer
- 1872 - Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe
- 1884 - Emil Jannings, deutscher Schauspieler
- 1886 - Salvador de Madariaga y Rojo, spanischer Diplomat und Autor
- 1886 - Walter Schottky, deutscher Physiker
- 1888 - Raymond Thornton Chandler, US-amerikanischer Krimiautor
- 1889 - Georges Bonnet, franz. Jurist und Politiker
- 1892 - Bruno Brehm, österreichischer Schriftsteller
- 1892 - Haile Selassie I. (Äthiopien), der letzte Kaiser von Äthiopien
- 1893 - Heinrich Imig, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Reinhold Frank, deutscher Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer
- 1896 - Adrienne Gessner, österreichische Schauspielerin
- 1899 - Gustav Heinemann, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1906 - Walter Blume, deutscher Jurist und SS-Standartenführer
- 1906 - Wolfgang Gentner, deutscher Physiker
- 1906 - Vladimir Prelog, bosnisch-schweizerischer Chemiker
- 1907 - Käte Strobel, deutsche Politikerin, Bundesministerin
- 1908 - Elio Vittorini, ital. Schriftsteller
- 1913 - Michael Foot, britischer Politiker
- 1920 - Amália Rodrigues, Fado-Sängerin
- 1922 - Damiano Damiani, italienischer Regisseur
- 1925 - Quett Masire, Präsident von Botswana
- 1928 - Vera Rubin, US-amerikanische Astronomin
- 1928 - Hubert Selby, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1931 - Jan Troell, schwedischer Filmregisseur
- 1933 - Richard Rogers, englischer Architekt
- 1934 - Steve Lacy, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Sopransaxophonist
- 1934 - Veronika Petrovici, ist plastische Chirurgin
- 1935 - Cleveland Doncan, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Don Drysdale, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1938 - Götz George, deutscher Schauspieler
- 1940 - Gunter Halm, war Minister für Leichtindustrie der DDR
- 1942 - Myra Hindley, englische Serienmörderin
- 1943 - Irina Liebmann, deutsche Schriftstellerin
- 1943 - Lee Marrow, deutscher Sänger
- 1943 - Tony Joe White, US-amerikanische Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Dino Danelli, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Roland Ertl, Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres
- 1945 - Herbert Frankenhauser, deutscher Politiker und MdB
- 1946 - Andy MacKay, britischer Musiker
- 1947 - David Essex, britischer Sänger
- 1947 - Hans-Jürgen Wittkamp, deutscher Fußballspieler
- 1948 - Wilhelm Dietzel, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Blair Thornton, kanadischer Musiker
- 1951 - Edie McClurg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1952 - Peter Bleser, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Mark Weiser, US-amerikanischer Wissenschaftler im Bereich der Informatik
- 1954 - Annie Sprinkle, US-amerikanische Prostituierte und Pornodarstellerin
- 1957 - Rufus Beck, vielseitiger deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 1957 - Theo van Gogh, niederländischer Filmemacher
- 1958 - Frank Mill, deutscher Fußballspieler
- 1961 - Martin Lee Gore, britischer Musiker
- 1961 - Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - Uwe Barth, deutscher Politiker und Landesvorsitzender der Thüringer FDP
- 1965 - Saul Hudson, US-amerikanischer Gitarrist
- 1965 - Jörg Stübner, deutscher Fußballer, ist 47-facher DDR-Nationalspieler
- 1967 - Philip Seymour Hoffman, amerikanischer Schauspieler
- 1968 - Gary Payton, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1969 - Kai Meyer, deutscher Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor
- 1969 - Marco Bode, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Tanja Gönner, deutsche Politikerin, Sozialministerin in Baden-Württemberg
- 1970 - Thea Dorn, deutsche Schriftstellerin und TV-Moderatorin
- 1971 - Alison Krauss, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - Nicola Ransom, deutsche Schauspielerin
- 1972 - Giovane Elber, brasilianischer Fußballspieler
- 1973 - Omar Epps, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1973 - Monica Lewinsky, US-amerikanische Praktikantin im Weißen Haus
- 1974 - Doktor Renz, deutscher Rapper (Martin Vandreier) (Fettes Brot)
- 1976 - Judit Polgar, ungarische Schachspielerin
- 1976 - Judith Arndt, deutsche Radsportlerin
- 1976 - Jörg Jaksche, deutscher Radsportler
- 1977 - Gail Emms, britische Badmintonspielerin
- 1980 - Michelle Williams, US-amerikanische Sängerin
- 1983 - Aaron Peirsol, US-amerikanischer Schwimmer und Olympiasieger
- 1983 - Rebecca Cartwright, australische Schauspielerin
- 1989 - Daniel Radcliffe, britischer Schauspieler
Gestorben
- 1373 - Birgitta von Schweden, Hofmeisterin und Gründerin des Erlöserordens
- 1399 - Hugo von Hervorst, Generalvikar in Köln
- 1562 - Götz von Berlichingen, deutscher Reichsritter
- 1645 - Michael I., russischer Zar
- 1667 - Justus Henricus Heidfeldt, reformierter Theologe und Philologe
- 1673 - Balthasar Rösler, deutscher Bergmann
- 1757 - Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- 1794 - Alexandre de Beauharnais, französischer Politiker während der Revolution
- 1811 - Wilhelm René de l'Homme de Courbière, preußischer General
- 1822 - Hieronymus Graf von Colloredo-Mannsfeld, österreichischer General
- 1840 - Carl Blechen, deutscher Landschaftsmaler
- 1853 - Andries Pretorius, Burischer Politiker und Voortrekker
- 1875 - Isaac Merrit Singer, US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder
- 1880 - Constantin Hering, gilt als Begründer der Homöopathie in Amerika
- 1885 - Ulysses Simpson Grant, US-amerikanischer Politiker, 18. Präsident der USA
- 1902 - Elsa Neumann, deutsche Physikerin
- 1908 - Grete Beier, deutsche Mörderin, öffentlich hingerichtet
- 1916 - Sir William Ramsay, englischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1927 - Arthur Hoffmann, Schweizer Politiker, Bundesrat
- 1929 - Paul Flechsig, deutscher Psychiater und Hirnforscher
- 1932 - Alberto Santos-Dumont, brasilianischer Luftschiffer und Flugpionier
- 1948 - David Griffith, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1951 - Henri Philippe Pétain, französischer General und Präsident des Vichy-Regimes
- 1952 - Carl Severing, deutscher Politiker und Minister
- 1952 - Heinrich Mitteis, deutscher Rechtshistoriker
- 1955 - Cordell Hull, Außenminister der USA und Nobelpreisträger
- 1957 - Giuseppe Tomasi di Lampedusa, italienischer Schriftsteller
- 1966 - Montgomery Clift, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler
- 1968 - Henry Hallett Dale, US-amerikanischer Biochemiker
- 1971 - Van Heflin, US-amerikanischer Schauspieler
- 1972 - Max Aub, spanischer Schriftsteller
- 1973 - Edward Vernon Rickenbacker, amerikanisches Fliegerass des 1. Weltkrieges
- 1980 - Clyfford Still, US-amerikanischer Maler
- 1980 - Keith Godchaux, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Vic Morrow, amerikanischer Schauspieler
- 1983 - George Auric, französischer Komponist
- 1986 - Kazimierz Sikorski, polnischer Komponist
- 1989 - Donald Barthelme, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1994 - Grete Schickedanz, Chefin des Versandhauses Quelle
- 1995 - Miklós Rózsa, ungarischer Komponist
- 1997 - Chuhei Nambu - japanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1999 - Hassan II., König von Marokko
- 1999 - Horst-Gregorio Canellas, Enthüller des ersten Bundesligaskandals
- 2000 - Johannes Dyba, Erzbischof, Bischof von Fulda
- 2001 - Eudora Welty, Schriftstellerin
- 2002 - Chaim Potok, Schriftsteller
- 2002 - Dieter Flimm, deutscher Theater-Bühnenbildner
- 2004 - Carlos Paredes, portugiesischer Komponist und Gitarrist
- 2004 - Friedrich Haug, 1957 bis 1974 Richter am Bundessozialgericht
- 2004 - Mehmood, indischer Schauspieler und Filmproduzent
- 2004 - Peter Hans Hofschneider, deutscher Molekularbiologe
- 2005 - Tamara Lund, finnische Opernsängerin und Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Ägypten (Tag der Revolution von 1952)
- Nationalfeiertag in Libyen
- Gedenktag der Hl. Birgitta von Schweden (Namenstag Birgit)
- Gedenktag des Hl. Liborius von Le Mans (Bischof) - Patron des Erzbistums Paderborn
Siehe auch
- 22. Juli - 24. Juli
- 23. Juni - 23. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0723
ja:7月23日
ko:7월 23일
simple:July 23
th:23 กรกฎาคม
1995
Jahreswidmungen
- Der Spitzahorn (Acer platanoides) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
Politik
- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Bolivien. Die Reform des Erziehungswesens tritt in Kraft
- 1. Januar: Die Freihandelszone zwischen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay tritt in Kraft
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Costa Rica und Mexiko
- 1. Januar: Österreich, Schweden und Finnland treten der EU bei
- 1. Januar: Das Freihandelsabkommen zwischen Litauen und der EU tritt in Kraft
- 17. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Papua Neuguinea
- 25. Januar: Albanien unterzeichnet mit der NATO ein individuelles Partnerschaftsabkommen
- 25. Januar: Bulgarien. Shan Videnov wird Ministerpräsident
- 1. Februar: Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Rumänien
- 11. Februar: Eröffnung der Botschaft Kirgisistans in Bonn
- 10. März: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird Staatspräsident
- 19. März: Nachbarschaftsvertrag zwischen Ungarn und der Slowakei
- 26. März: Islam Abduganijewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 26. März: Das Schengener Abkommen tritt in Kraft
- 28. März: Kasachstan. Nursultan Nasarbajew löst das Parlament auf wegen Ungültigkeit der letzten Wahlen
- 29. März: Tunesien wird Vollmitglied in der WTO (Welthandelsorganisation)
- 9. April: Kongress- und Präsidentschaftswahlen in Peru
- 9. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Arabische Emirate
- 29. April: Kasachstan. Verlängerung der Amtszeit des Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew
- 1. Mai: Beitritt Liechtensteins zum EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)
- 6. Mai: Äthiopien. Erste freie demokratische Bundes- und Regionalwahlen
- 7. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird zum französischen Staatspräsident gewählt
- 12. Mai: Unterzeichnung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Lettland
- 16. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Rumänien
- 13. Juni: Auflösung des Unterhauses in Nepal
- 20. Juni: Keith Claudius Mitchell wird Premierminister von Grenada
- 27. Juni: Katar. Emir Scheich Hamad bin Khalifa Al-Thani wird Staatsoberhaupt. Er setzt seinen Vater ab und übernimmt die Amts- und Staatsgewalt
- 3. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ukraine
- 4. Juli: Henning Scherf wird in der Bremischen Bürgerschaft zum Regierungschef einer Großen Koalition gewählt
- 10. Juli: Heinz Eggert, Innenminister von Sachsen tritt von seinem Amt nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung zurück
- 10. Juli: Das Militärregime in Myanmar, dem früheren Birma, hebt einen fast sechs Jahre währenden Hausarrest gegen die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica: in Bosnien und Herzegowina erobern die Serben die UN-Schutzzone Srebrenica
- 11. Juli: US-Präsident Bill Clinton beschließt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Hanoi (Vietnam)
- 12. Juli: die ethnische Säuberung der Stadt Srebrenica beginnt einen Tag nach der Eroberung durch serbische Truppen, 40.000 Einwohner werden zunächst nach Geschlechtern getrennt
- 13. Juli: Albanien tritt dem Euroatlantischen Partnerschaftsrat (EAPR) bei
- 24. Juli: in Tel Aviv zündet ein Selbstmordattentäter eine Bombe in einem Autobus und tötet fünf Israelis, 30 Menschen werden verletzt
- 25. Juli in einer Station der Pariser Metro wird eine Bombe gezündet, das anschließende Feuer tötet sieben Menschen, 62 werden verletzt
- 27. Juli: Tadeusz Mazowiecki, der UN-Menschenrechtsbeauftragte, kündigt seinen Rücktritt an und geißelt die Untätigkeit des Westens in Bosnien
- 26. Juli: Die Mitgliedstaaten der EU unterzeichnen das Europol-Übereinkommen
- 28. Juli: Vietnam wird als siebter Mitgliedssaat in die ASEAN aufgenommen
- 3. August: in Hannover beginnen die Chaostage, bei denen bis zum 6. August mehr als 2.000 Teilnehmer randalieren, Geschäfte plündern und Straßenschlachten mit der Polizei unternehmen
- 8. August: zwei Töchter von Saddam Hussein fliehen mit ihren Familien und 15 Offizieren nach Amman, wo sie von König Hussein Asyl erhalten
- 22. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan. In Kraft seit dem 18. Juni 2003
- 24. August: Georgien gibt sich eine neue (demokratische) Verfassung
- 29. August: Georgien. Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 1. September: Liechtenstein tritt der WTO (Welthandelsorganisation) bei
- 12. September: Erste Koalitionsregierung in Nepal
- 16. September: Griechenland hebt das Embargo gegen Mazedonien auf
- 21. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mongolei
- 28. September: Komoren. Putsch von Bob Denard
- 1. Oktober: Deutschland und San Marino nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 5. Oktober: Komoren. Niederschlagung des Putsches von Bob Denard durch französisches Militär. Eine Übergangsregierung wird gebildet
- 8. Oktober: Neue Verfassung in Uganda
- 11. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Moldawien
- 19. Oktober: Mazedonien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Oktober: Lettland stellt Antrag auf Aufnahme in die EU
- 1. November: Kamerun wird in das Commonwealth aufgenommen
- 5. November: Georgien. Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsident gewählt
- 8. November: Die Ukraine wird Mitglied des Europarats
- 12. November: Erste freie Parlamentswahlen in Aserbaidschan
- 16. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vietnam
- 18. November: Parlamentswahlen in Nauru
- 19. November: Aleksander Kwaśniewski wird Staatspräsident in Polen
- 22. November: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Lagumot Harris
- 24. November: Estland stellt den Antrag auf Beitritt in die EU
- 25. November: Georgien. Die neue Verfassung tritt un Kraft
- 8. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Venezuela
- 11. Dezember: Antrag Litauens auf Aufnahme in die EU
- 14. Dezember: Kroatien unterzeichnet ebenfalls das „Daytoner Abkommen“
- 15./16. Dezember: Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf den Euro als gemeinsame Währung. Man vereinbart den 1. Januar 1999 als Einführungsdatum
- 14. Dezember: Dayton Friedensabkommen für Bosnien und Herzegowina, welches die polizeiliche Zusammenarbeit unter den Staaten regelt
Wissenschaft
- 29. April: Ringförmige Sonnenfinsternis im nördlichen Südamerika
- 5. Oktober: Michel Mayor und sein Assistent Didier Queloz verkünden auf dem „9th Cambridge Workshop on Cool Stars, Stellar Systems and the Sun“ die Entdeckung des ersten extrasolaren Planeten im Sternensystem Pegasus 51
- 24. Oktober: Totale Sonnenfinsternis in Südostasien
- 2. Dezember: Start der Raumsonde SOHO (Solar and Heliospheric Observatory)
- 30. Dezember: Start des Satelliten Rossi X-ray Timing Explorer
Kultur
- 3. Mai: Uraufführung der Oper I was looking at the ceiling and then I saw the sky von John Adams an der University of California, Berkeley
- 24. Juni bis 7. Juli: Christo und Jeanne-Claude: Verhüllter Reichstag, Berlin, 1971–1995
- 28. November: Eröffnung des Museu d´Art Contemporani de Barcelona
- 19. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Albanien
- 21. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Armenien
- 22. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Aserbaidschan
Gesellschaft
- 18. März: Hochzeit der spanischen Königstochter Elena
- 23. September - In München gehen 20.000 Menschen gegen das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts auf die Straße.
- 6. November: In Israel kommt es zur größten Trauerfeier des Landes für den ermordeten Regierungschef Jitzhak Rabin. Staatsoberhäupter und Politiker aus 40 Nationen erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre
Katastrophen
- 11. Januar: Cartagena, Kolumbien. Absturz einer aus Bogotá kommenden Douglas DC-9 der Intercontinental de Aviacion kurz vor der Landung. 51 Menschen sterben, nur eine Person überlebt
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 tritt nahe Kōbe, Japan auf, tötet über 5.500 Menschen und verletzt über 400.000. Verursacht große Sachschäden
- 8. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 in Kolumbien. 42 Tote
- 31. März: Bukarest, Rumänien. Ein Richtung Brüssel, Belgien gestarteter Airbus A310 der Tarom stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 60 Insassen sterben
- 28. Mai: Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert die Stadt Neftegorsk auf Sachalin, Russland, ca. 2.000 Tote
- 15. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Griechenland. 26 Tote
- 9. August: San Salvador, El Salvador. Beim Anflug in schlechtem Wetter prallt eine Boeing 737 der Aviateca aus Guatemala-Stadt gegen einen Berg. Alle 65 Personen an Bord kommen dabei um
- 15. September: Tawau, Malaysia. Die missglückte Landung einer Fokker 50 der Malaysia Airlines kostet 34 der 53 Menschen an Bord das Leben
- 22. September: Anchorage, Alaska, USA. Beim Start einer Boeing E-3A Sentry der US Air Force geraten Vögel in zwei der vier Triebwerke, woraufhin die Maschine mit allen 24 Menschen an Bord abstürzt
- 1. Oktober: Erdbeben bei Dinar, Türkei, ca. 100 Tote
- 6. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 auf Sumatra, Indonesien, 84 Tote
- 9. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 8,0 in Mexiko. 49 Tote
- 23. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 in der Provinz Sichuan, Volksrepublik China. 81 Tote
- 8. November: Argentinien. Eine Fokker F-27 der Lineas Aéreas del Estado prallt in schlechtem Wetter bei Villa Dolores (Córdoba) gegen einen Berg. Keiner der 53 Insassen überlebt das Unglück
- 3. Dezember: Douala, Kamerun. Eine aus Cotonou, Benin kommende Boeing 737 der Cameroon Airlines stürzt beim zweiten Landeversuch ab. Von 76 Insassen kommen 71 ums Leben
- 13. Dezember: Verona, Italien. Eine Antonow An-24 der rumänischen Romavia stürzt kurz nach dem Start Richtung Timişoara, Rumänien ab und geht in Flammen auf. Dabei sterben alle 49 Menschen an Bord
- 18. Dezember: Angola. Nach dem Start in Jamba stürzt eine überladene Lockheed L-188 Electra der kongolesischen Trans Service Airlift mit 144 Menschen an Bord ab, wovon nur drei überleben
- 20. Dezember: Cali, Kolumbien. Eine aus Miami, USA kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs wegen eines Navigationsfehlers ab. 160 Menschen starben, 4 konnten gerettet werden
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- In England wird Jürgen Klinsmann „Fußballer des Jahres“
- 15. März: Alba Berlin gewinnt als erstes deutsches Team den Korac-Cup (europäischer Basketball-Pokal)
- 8. April: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes im Caesars Palace, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten
- 2. September: Frank Bruno gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Oliver McCall im Wembley Stadium, London, durch Sieg nach Punkten
- 15. Dezember Das Bosman-Urteil wird verkündet
Sonstiges
- 20. März: Anschlag der japanischen Aum-Sekte mit Sarin in der U-Bahn von Tokio
- 19. April: Bei einem Bombenanschlag in Oklahoma City kamen 168 Menschen ums Leben
- 25. April: Der erste Castor-Behälter erreicht Gorleben
- Mai: Das Zweite Europäische Jugendchor Festival findet in Basel statt
- Mai: Die erste Electronic Entertainment Expo findet in Los Angeles statt
- 30. Juni: Marshall-Inseln werden Mitglied in der UNESCO
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica
- 24. August: Veröffentlichung von Windows 95
- 18. Oktober: Die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei werden mit den westeuropäischen UCPTE-Verbundnetz synchronisiert. Die HGÜ-Kurzkupplungen in Etzenricht, Dürnrohr und Wien-Südost werden hiermit überflüssig
- 25. Oktober: Macau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 24. Mai: Erbprinz Joseph-Wenzel, Sohn von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern
- 11. Oktober: Prinzessin Luisa-Maria von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 6. Dezember: Joy Gruttmann, deutsche Sängerin
- 1. Januar: H. E. Erwin Walther, deutscher Komponist und Musikpädagoge ( - 1920)
- 1. Januar: Eugene Paul Wigner, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1902)
- 2. Januar: Siad Barré, ehemaliger somalischer Präsident ( - 1919)
- 7. Januar: Harry Golombek, britischer Schach-Großmeister ( - 1911)
- 9. Januar: Gisela Mauermayer, deutsche Leichtathletin ( - 1913)
- 11. Januar: Heiner Pudelko, deutscher Rocksänger ( - 1948)
- 13. Januar: Karl Junker (Schach), deutscher Schachproblemkomponist ( - 1905)
- 18. Januar: Adolf Butenandt, deutscher Chemiker auf dem Gebiet der Steroidhormone, Nobelpreisträger ( - 1903)
- 18. Januar: Georg K. Glaser, deutschsprachiger französischer Schriftsteller ( - 1910)
- 19. Januar: Hermann Henselmann, deutscher Architekt ( - 1905)
- 20. Januar: Mehdī Bāzargān, Iranischer Politiker und Ministerpräsident 1979 ( - 1907)
- 22. Januar: Rose Kennedy, Mutter von John Fitzgerald Kennedy ( - 1890)
- 25. Januar: Fritz Dorls, deutscher Politiker ( - 1910)
- 27. Januar: Jean Tardieu, französischer Dichter und Dramatiker ( - 1903)
- 30. Januar: Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie ( - 1907)
- 31. Januar: George Abbott, US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ( - 1887)
- 1. Februar: Karl Gruber, österreichischer Politiker und Diplomat ( - 1909)
- 2. Februar: Fred Perry, britischer Tischtennis- und Tennisspieler ( - 1909)
- 3. Februar: Nicolás Lindley López, Chef einer peruanischen Militärjunta im Jahre 1963 ( - 1908)
- 4. Februar: Godfrey Brown, britischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1915)
- 5. Februar: Doug McClure, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1935)
- 6. Februar: Mira Lobe, Kinderbuchautorin ( - 1913)
- 7. Februar: Alfred Heuß, deutscher Althistoriker ( - 1909)
- 7. Februar: Massimo Pallottino, italienischer Archäologe ( - 1909)
- 8. Februar: Joseph Maria Bochenski, polnischer Philosoph und Logiker ( - 1902)
- 9. Februar: Eugen Loderer, deutscher Gewerkschaftsfunktionär ( - 1920)
- 9. Februar: James William Fulbright, US-amerikanischer Politiker ( - 1905)
- 10. Februar: Heinrich Drerup, deutscher Archäologe ( - 1908)
- 12. Februar: Nat Holman, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer ( - 1896)
- 14. Februar: Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster ( - 1943)
- 14. Februar: U Nu, myanmarischer Politiker ( - 1907)
- 15. Februar: Rachid Baba Ali Ahmed, algerischer Musiker und Musikproduzent
- 17. Februar: Werner Bruschke, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ( - 1898)
- 23. Februar: James Herriot, Engl. Tierarzt und Schriftsteller ( - 1916)
- 24. Februar: Hans Hessling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1903)
- 25. Februar: Rudolf Hausner, österreichischer Maler und Graphiker ( - 1914)
- 26. Februar: Willie Johnson, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1913)
- 1. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger ( - 1946)
- 1. März: Eugenio Corecco, römisch-katholischer Bischof im Bistum Lugano ( - 1931)
- 4. März: Kurt Ludwig, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1924)
- 6. März: Barbara Lass, Filmschauspielerin ( - 1940)
- 8. März: Stephan László, österreichischer Bischof ( - 1913)
- 9. März: Edward Bernays, prägte für seinen Beruf die Bezeichnung PR-Berater ( - 1891)
- 14. März: William Alfred Fowler, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 16. März: Heinrich Sutermeister, Schweizer Komponist ( - 1910)
- 16. März: Simon Fraser, 17. Lord Lovat, schottischer General und Kommandoführer im 2. Weltkrieg ( - 1911)
- 17. März: Sunnyland Slim, US-amerikanischer Blues-Pianist ( - 1907)
- 20. März: Werner Liebrich, deutscher Fußballspieler und Trainer ( - 1927)
- 21. März: Wolfgang Harich, Philosoph und Journalist in der DDR ( - 1923)
- 22. März: Henri Xhonneux, belgischer Filmemacher ( - 1945)
- 24. März: Joseph Needham, britischer Sinologe und Biochemiker ( - 1900)
- 25. März: James Samuel Coleman, US-amerikanischer Soziologe ( - 1926)
- 25. März: Philip Stuart Milner-Barry, britischer Schachmeister. ( - 1906)
- 26. März: Eazy-E, Musiker ( - 1963)
- 27. März: Albert Drach, österreichischer Jurist und Schriftsteller ( - 1902)
- 28. März: Hanns Joachim Friedrichs, deutscher TV-Moderator ( - 1927)
- 29. März: Anthony Hamilton (Schauspieler), britischer Filmschauspieler ( - 1952)
- 31. März: Roberto Juarroz, argentinischer Schriftsteller ( - 1925)
- 2. April: Hannes Alfvén, schwedischer Physiker ( - 1908)
- 5. April: Nicolaas Cortlever, niederländischer Schachspieler ( - 1915)
- 9. April: Oscar Heiler, Schauspieler und Komiker ( - 1906)
- 10. April: Günter Guillaume, DDR-Spion im Bundeskanzleramt 1970–1974 ( - 1927)
- 10. April: Morarji Desai, indischer Premierminister ( - 1896)
- 20. April: Milovan Djilas, jugoslawischer Politiker, Schriftsteller und Dissident ( - 1911)
- 22. April: Don Pullen, US-amerikanischer Jazzpianist ( - 1941)
- 24. April: Wolfgang Trillhaas, Ordinarius für Praktische Theologie und Systematik ( - 1903)
- 25. April: Ginger Rogers, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1911)
- 26. April: Egon Franke, deutscher Politiker ( - 1913)
- 27. April: Willem Frederik Hermans, niederländischer Schriftsteller ( - 1921)
- 30. April: Maung Maung Kha, Ministerpräsident von Myanmar ( - 1925)
- 2. Mai: Agnes Kraus, deutsche Schauspielerin ( - 1911)
- 2. Mai: Werner Veigel, Chefsprecher der Tagesschau der ARD ( - 1928)
- 5. Mai: Michail Moissejewitsch Botwinnik, russischer Schach-Schach-Großmeister ( - 1911)
- 11. Mai: David Avidan, israelischer Schriftsteller ( - 1934)
- 11. Mai: Hans-Joachim Böhme (Minister), Minister für Hoch- und Fachschulwesen der DDR ( - 1931)
- 12. Mai: Mia Martini, italienische Sängerin ( - 1947)
- 18. Mai: Gustav Lübbe, einer der erfolgreichsten deutschen Verleger ( - 1918)
- 18. Mai: Elizabeth Montgomery, US-amerikanische Filmschauspielerin ( - 1933)
- 18. Mai: Alexander Boris Godunow, Tänzer und Schauspieler ( - | | |