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Sun Studios

Sun Studios

Sun Records wurde 1952 von dem Hobbymusiker Sam Phillips in Memphis (Tennessee) gegründet. Die Liste der Künstler, die von diesem winzigen Label entdeckt und unter Vertrag genommen wurden, ist legendär: Elvis Presley, Carl Perkins, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, B.B. King, Roy Orbison, Howlin' Wolf, Rufus Thomas, Billy Lee Riley, Charlie Rich, Conway Twitty und andere. Sun Records entwickelte den "Sun-Sound", eine zunächst sehr sparsam instrumentierte Mischung aus Rhythm & Blues und Country, die um 1955 zahlreiche Nachahmer fand und Rockabilly genannt wurde. Dieser Stil ging als erste weiße Spielart des Rock'n'Roll in die Rockgeschichte ein. Philipps hatte bereits 1950 ein Plattenstudio an der Beale Street gegründet, bis 1952 die dort produzierten Blues-Aufnahmen aber an andere Firmen wie Chess Records oder RPM weiterverkauft. Philips orientierte sich in der folgenden Zeit stark am Rhythm and Blues, seine Künstler waren fast ausschließlich Schwarze, was ihm im sozialen Klima der damaligen Südstaaten, eine persönliche Probleme brachte. Den ersten Hit des Labels erreichte Rufus Thomas 1953 mit Bear Cat. 1969 wurde die Firma an Shelby Singleton verkauft.

Weblinks


- [http://www.sunrecords.com Aktuelle Veröffentlichungen]
- [http://www.sunstudio.com Historisches Studio] Kategorie:US-amerikanisches Musiklabel

1952

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Karl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die neue Verfassung Griechenlands tritt in Kraft und regelt die Verteilung von Grundbesitz neu
- 2. Januar: Die DDR verweigert einer UNO-Kommission die Einreise
- 2. Januar: Gustav Heinemann und Helene Wessel gründen die Notgemeinschaft für den Frieden Europas
- 6. Februar: Großbritannien. Amtsantritt von Königin Elizabeth II.
- 8. Februar: Laut Angabe des Statistischen Bundesamtes leben 9,6 Millionen Flüchtlinge in der Bundesrepublik
- 18. Februar: Griechenland und Türkei treten der NATO bei
- 20. Februar: Der Bundestagsabgeordnete „Dr. Franz Richter“ (SRP) wird unter dem Vorwurf, in Wahrheit der ehemalige NSDAP-Gauhauptstellenleiter von Sachsen Fritz Rößler zu sein, im Bundeshaus verhaftet
- 22. Februar: Nicaragua wird Mitglied in der UNESCO
- 10. März: Staatsstreich von Fulgencio Batista in Kuba
- 10. März: Die Sowjetunion unterbreitet den Westmächten die Stalin-Note
- 15. April: Staatsstreich von Victor Paz Estenssoro in Bolivien
- 25. April: Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg durch Vereinigung der Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern
- 27. April: Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen Japan und der Volksrepublik China
- 27. Mai: Unterzeichnung des Vertrags zur Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG)
- 21. Juni: Staatsstreich in Ägypten: Absetzung des Königs Faruq durch General Néguib
- 23. Juni: Bombardierung von Nordkorea durch die USA
- 14. August: Deutschland wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 24. August: Britische Truppen evakuieren den Sueskanal
- 10. September: Im Luxemburger Abkommen verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland zu Entschädigungszahlungen an jüdische NS-Opfer
- 3. Oktober: Zündung der ersten britischen Atombombe
- 23. Oktober: In Deutschland wird die SRP verboten
- 31. Oktober: Zündung der ersten amerikanischen thermonuklearen Bombe
- 4. Oktober: Dwight D. Eisenhower wird zum Präsidenten der USA gewählt
- 31. Oktober: Erste Zündung einer Wasserstoffbombe („Ivy Mike“) auf dem Eniwetok-Atoll
- 29. November: Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP) durch die Bundestagsabgeordneten Thea Arnold, Helene Wessel (beide Zentrumspartei), Hans Bodensteiner (CSU) und Hermann Etzel (Bayernpartei) sowie die späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann und Johannes Rau

Wissenschaft und Technik


- 2. Januar: Bei der Firma Ford in Köln werden die ersten Autos produziert
- 17. September: E. J. Smith flog mit seinem Hubschrauber Bell 47 D über 1.958,2 km: Weltrekord
- 1. November: Erste Zündung einer Wasserstoffbombe („Ivy Mike“) auf dem Eniwetok-Atoll
- 24. Dezember: Ab Weihnachten gibt es regelmäßige Fernsehsendungen in der Bundesrepublik Deutschland. Nur 1.000 Anschlüsse sind registriert

Kultur


- 17. Februar: Uraufführung des lyrischen Dramas Boulevard Solitude von Hans Werner Henze am Staatstheater in Hannover
- 26. März: Uraufführung der Oper Leonore 40/45 von Rolf Liebermann in Basel
- 12. Juni: Uraufführung der Oper Trouble in Tahiti von Leonard Bernstein an der Brandeis University in Waltham, Massachusetts
- 23. September: Uraufführung der Ballett-Oper Preußisches Märchen von Boris Blacher in der Deutschen Staatsoper
- 25. September: Uraufführung des rekordhalter Bühnenstücks „Die Mausefalle“ (org. „The Mousetrap“) von Agatha Christie im „Ambassadors Theatre“ in London

Katastrophen


- 22. Januar: Elizabeth, New Jersey, USA: Ein Verkehrsflugzeug stürzte auf die Stadt. 30 Menschen starben, inklusive 7 Einwohner
- 11. Februar: Elizabeth, New Jersey, USA: Ein Verkehrsflugzeug stürzte ab. 33 Menschen starben, inklusive 4 Einwohner
- 22. März: Frankfurt am Main, Deutschland: Eine DC-6 der KLM verunglückte während der Landung wegen starken Nebels und heftigem Regen. 42 der 47 Menschen starben
- 27. April: Der Schnelle Minensucher USS Hobson sinkt während eines Manövers im Atlantik nach der Kolliosion mit dem Flugzeugträger Wasp (beide USA). 176 Tote und viele Verletzte
- 5.-9. Dezember: London: Eine Smog-Katastrophe fordert mehrere Tausend Todesopfer
- 6. Dezember: Bermuda: Eine kubanische Douglas DC-4 stürzte direkt nach dem Start in Kindley Fields ins Meer. Alle 37 Menschen starben
- 20. Dezember: Moses Lake, Washington, USA: Eine C-125 der Air Force stürzte kurz nach dem Start von der Larson Air Force Base brennend ab. 87 Menschen starben, 28 überlebten

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die VI. Olympischen Winterspiele finden vom 14. bis 25. Februar in Oslo, Norwegen, statt
- Die XV. Olympischen Sommerspiele finden vom 19. Juli bis 3. August in Helsinki, Finnland, statt
- 2. Februar: In Dortmund wird die Westfalenhalle, mit 13.500 Plätzen die damals größte Sporthalle Europas, eingeweiht
- 8. Juni: In Köln schlägt Mittelgewichtler Peter Müller genannt de Aap während eines Boxkampfes den Schiedsrichter k.o.

Geboren


- 1. Januar: Knut Folkerts, ehemaliges Mitglied der RAF
- 2. Januar: Indulis Emsis, Biologe, lettischer Politiker und ehemaliger Premierminister
- 2. Januar: Hartmut Büttner, deutscher Politiker
- 3. Januar: Adelheid Arndt, deutsche Schauspielerin
- 3. Januar: Gianfranco Fini, italienischer Außenminister und Vorsitzender der Partei Alleanza Nazionale
- 4. Januar: Josef Cap, österreichischer Politiker
- 4. Januar: Michael Hoenig, deutscher Musiker, Fachrichtung Elektronische Musik
- 5. Januar: Ulrich Hoeneß, deutscher Fußballer und Manager
- 7. Januar: Sammo Hung, chinesischer Martial-Arts-Künstler
- 7. Januar: Hans-Josef Fell, deutscher Politiker
- 8. Januar: Klaus-Peter Flosbach, deutscher Politiker
- 9. Januar: Marek Belka, Professor für Wirtschaftswissenschaften und polnischer Ministerpräsident
- 10. Januar: Gerhard Schöne, deutscher Liedermacher
- 11. Januar: Jens Goebel, deutscher Politiker
- 11. Januar: Diana Gabaldon, US-amerikanische Autorin der Gegenwart
- 11. Januar: Lee Ritenour, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 12. Januar: John Walker (Leichtathlet), deutscher Leichtathlet
- 12. Januar: Florian Havemann, deutscher Schriftsteller, Maler und Komponist
- 12. Januar: Ricky Van Shelton, US-amerikanischer Country-Sänger
- 12. Januar: Walter Mosley, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 13. Januar: Klaus Rapp, Politiker
- 14. Januar: Gaby Berger, deutsche Schlagersängerin
- 14. Januar: Călin Popescu Tăriceanu, rumänischer Politiker und Regierungschef
- 17. Januar: Michael Sommer, Bundesvorsizender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
- 18. Januar: Koose Muniswamy Veerappan, indischer Bandenchef († 2004)
- 18. Januar: Michael Jeter, US-amerikanischer Schauspieler († 2003)
- 20. Januar: Ute Hommola, deutsche Leichtathletin
- 20. Januar: Paul Stanley, US-amerikanischer Gitarrist und Sänger
- 21. Januar: Karl Timmermann, deutscher Sänger, Texter, Komponist und Produzent
- 21. Januar: Werner Grissmann, österreichischer Skirennläufer in der Abfahrt
- 23. Januar: Henrique da Costa Mecking, brasilianischer Schachmeister und Geistlicher
- 23. Januar: Reinhard Saftig, deutscher Fußballtrainer
- 24. Januar: Siegmund Ehrmann, deutscher Politiker
- 25. Januar: Jaroslav Pouzar, ehem. tschechoslowakischer NHL-Profi
- 25. Januar: Malan Marnersdóttir, erste feministische färöische Literaturwissenschaftlerin
- 26. Januar: Konrad Samwer, deutscher Physiker und Materialwissenschaftler
- 29. Januar: Peter Baumann, deutscher Rockmusiker
- 30. Januar: Christa Moog, deutsche Schriftstellerin
- 30. Januar: Lorenz-Günther Köstner, deutscher Fußballtrainer
- 31. Januar: Jan Hofer, deutscher Nachrichtensprecher
- 31. Januar: Ulrike Apel-Haefs, Politikerin
- 1. Februar: Norbert Barthle, deutscher Politiker, MdB
- 2. Februar: Reinhard Häfner, deutscher Fußballer und DDR-Nationalspieler
- 2. Februar: Ralph Merkle, Pionier für asymmetrische Kryptosysteme
- 5. Februar: Elke Martens, deutsche Schlagersängerin, Texterin, Schauspielerin und Moderatorin
- 5. Februar: Daniel Balavoine, französischer Sänger († 1986)
- 6. Februar: Ricardo Antonio La Volpe, mexikanischer Fußballspieler und -trainer
- 6. Februar: Viktor Giacobbo, Schweizer Autor, Kabarettist, Moderator und Schauspieler
- 10. Februar: Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di
- 12. Februar: Heinz-Josef Koitka, ehemaliger deutscher Fußballtorwart
- 13. Februar: Freddy Maertens, belgischer Radrennfahrer
- 13. Februar: Hans-Joachim Fuchtel, deutscher Politiker
- 13. Februar: Irene Dische, deutsch-US-amerikanische Schriftsteller
- 14. Februar: Peter-Michael Diestel, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren der DDR
- 15. Februar: Hans Kruppa, deutscher Schriftsteller
- 15. Februar: Tomislav Nikolić, serbischer Politiker
- 16. Februar: Wolfgang Lippert, Sänger, Moderator und Entertainer
- 16. Februar: Jan Kerouac, US-amerikanische Autorin († 1996)
- 17. Februar: Karin Büttner-Janz, deutsche Kunstturnerin und Direktorin einer Orthopädischen Klinik
- 17. Februar: Ludger Volmer, deutscher Politiker
- 17. Februar: Peter Freund, deutscher Schriftsteller
- 19. Februar: Amy Tan, chinesisch-Amerikanische Schriftstellerin
- 19. Februar: Herbert Euschen, deutscher Soziologe und Pädagoge
- 19. Februar: Murakami Ryū, japanischer Autor
- 19. Februar: Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur (Regulierungsbehörde)
- 20. Februar: Hans-Jürgen Irmer, Politiker
- 20. Februar: Abdalá Bucaram, Rechtsanwalt und Politiker
- 25. Februar: Kristin Heyne, deutsche Politikerin († 2002)
- 25. Februar: Joey Dunlop, Motorradrennfahrer († 2000)
- 25. Februar: Christian Kolonovits, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1. März: Matthäus Strebl, deutscher Politiker und MdB
- 3. März: Wolfgang Kubicki, deutscher Politiker
- 3. März: Günter Assenmacher, Offizial des Erzbistum Köln
- 5. März: Fernando de Piedade Dias dos Santos, Premierminister von Angola
- 5. März: Isatou Njie Saidy, Vizepräsidentin Gambias
- 6. März: Wojciech Fortuna, polnischer Skispringer und Olympiasieger
- 7. März: Wolf Rauch, österreichischer Informationswissenschaftler
- 10. März: Morgan Tsvangirai, simbabwischer Politiker
- 11. März: Douglas Adams, englischer Schriftsteller († 2001)
- 12. März: Jan Haderman, belgischer Komponist und Professor
- 12. März: Yasuhiko Okudera, ehemaliger japanischer Fußballspieler
- 13. März: Wolfgang Rihm, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Essayist
- 16. März: Alice Hoffman, US-amerikanische Autorinin
- 18. März: Michaela May, deutsche Schauspielerin
- 18. März: Salome Surabischwili, georgische Aussenministerin
- 19. März: Jörg Pfeifer, deutscher Leichtathlet
- 19. März: Joseph Borg, maltesischer Politiker und EU-Kommissar
- 19. März: Wolfgang Ambros, Musiker, Liedermacher
- 19. März: Joseph J. Urusemal, Präsident der Föderierten Staaten von Mikronesien
- 23. März: Pola Kinski, deutsche Schauspielerin
- 23. März: Bodo Dieckmann, deutscher Archäologe
- 23. März: Kim Stanley Robinson, Sciencefiction-Schriftsteller
- 24. März: Reinhard Genzel, deutscher Astrophysiker
- 25. März: Antanas Mockus Sivickas, kolumbianischer Philosoph, Mathematiker und Politiker
- 26. März: Jean-Remy von Matt, deutscher Werber
- 27. März: Felix Haug, Schweizer Popmusiker († 2004)
- 29. März: Rainer Bonhof, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 31. März: Paul-Heinz Wellmann, deutscher Leichtathlet
- 31. März: Vanessa del Rio, US-amerikanisches Model, Pornodarstellerin und Unternehmerin
- 1. April: Hans-Georg Bürger, Autorennfahrer († 1980)
- 4. April: Gary Moore, Bluesmusiker
- 4. April: Hun Sen, kambodschanischer Minitsterpräsident
- 5. April: Mitch Pileggi, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. April: Michael Vesper, deutscher Politiker
- 7. April: Hans-Ulrich Krüger, deutscher Politiker, MdB
- 10. April: Richard Wagner (Schriftsteller), deutschsprachiger Schriftsteller
- 10. April: Grigori Alexejewitsch Jawlinski, russischer Politiker und Vorsitzender der Partei Jabloko
- 16. April: Peter Arnold, deutscher Hornist
- 16. April: Ulrich Deuschle, deutscher Politiker
- 16. April: Alexander Tschäppät, Schweizer Politiker
- 16. April: Peter Westbrook, US-amerikanischer Fechter
- 18. April: Bo Katzman, Schweizer Musiker, Sänger
- 22. April: Marilyn Chambers, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 24. April: Jean-Paul Gaultier, französischer Modeschöpfer
- 25. April: Wladislaw Alexandrowitsch Tretjak, Eishockeyspieler
- 25. April: Jacques Santini, französischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 26. April: Renate Ackermann, Politikerin
- 28. April: Mary McDonnell, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. April: Barbara Hendricks (Politikerin), deutsche Politikerin
- 29. April: David Icke, britischer Fußballspieler, Sportberichterstatter und Pressesprecher
- 30. April: Martin Gutzeit, Gründer der Sozialdemokratischen Partei der DDR
- 2. Mai: Werner Schulze-Erdel, deutscher Moderator und Schauspieler
- 3. Mai: Allan Wells, britischer Leichtathlet
- 3. Mai: Ruth W. Lingenfelser, Dichterin
- 4. Mai: Anthony Hamilton (Schauspieler), britischer Filmschauspieler († 1995)
- 4. Mai: Vera Lengsfeld, deutsche Politikerin
- 4. Mai: Bärbel Höhn, deutsche Politikerin
- 6. Mai: Herbert Rusche, deutscher Politiker und Schwulenaktivist
- 6. Mai: Christian Clavier, französischer Schauspieler
- 8. Mai: Matti Geschonneck, deutscher Regisseur
- 8. Mai: Charles J. Camarda, US-amerikanischer Astronaut
- 10. Mai: Vanderlei Luxemburgo, brasilianischer Fußballtrainer
- 10. Mai: Mario Capezzuto, deutscher Politiker und MdL
- 10. Mai: Roland Kaiser, deutscher Schlagersänger
- 10. Mai: Sly Dunbar, jamaikanischer Schlagzeuger und Produzent
- 11. Mai: Hallur Ellingsgaard, färöischer Parteivorsitzender der Republikanischen Partei
- 11. Mai: Renaud, französischer Musiker
- 11. Mai: Shohreh Aghdashloo, iranische Schauspielerin
- 14. Mai: David Byrne (Musiker), britischer Musiker (Gesang und Gitarre)
- 14. Mai: Robert Zemeckis, US-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent
- 15. Mai: Peter Strieder, deutscher Politiker
- 17. Mai: Bernhard Brink, deutscher Schlagersänger und TV-Moderator
- 18. Mai: Jeana Yeager, US-amerikanische Testpilotin
- 18. Mai: George Strait, US-amerikanischer Country-Musiker
- 19. Mai: Lambertus van Marwijk, niederländischer Fußballspieler und Trainer
- 20. Mai: Christian Klar, deutscher Terrorist (RAF)
- 20. Mai: Roger Milla, Fußballspieler aus Kamerun
- 21. Mai: Mr. T, US-amerikanischer Schauspieler
- 22. Mai: Bernhard Brinkmann, deutscher Politiker
- 28. Mai: Heino Wiese, Politiker
- 29. Mai: Walter Landin, Schriftsteller
- 30. Mai: Zoltán Kocsis, ungarischer Pianist und Dirigent
- 2. Juni: Pete Farndon, britischer Rockmusiker († 1983)
- 2. Juni: Hildegard Krekel, deutsche Schauspielerin
- 5. Juni: Helmuth Markov, deutscher Europaabgeordneter
- 5. Juni: Bernd Busemann, deutscher Politiker
- 6. Juni: Bernd Wehmeyer, deutscher Fußballspieler und Klubmanager
- 6. Juni: Thomas Arndt, Ornithologe
- 7. Juni: Liam Neeson, Schauspieler
- 7. Juni: Orhan Pamuk, türkischer Journalist und Schriftsteller
- 11. Juni: Doris Maletzki, deutsche Leichtathletin
- 11. Juni: Wolfgang Bosbach, deutscher Politiker
- 11. Juni: Bronisław Wildstein, polnischer Journalist und Schriftsteller
- 12. Juni: Cornelia Hanisch, deutsche Fechterin
- 12. Juni: Wolfgang Bierstedt, deutscher Politiker und MdB
- 12. Juni: Spencer Abraham, US-amerikanischer Politiker
- 16. Juni: Alexander Gennadijewitsch Saizew, russischer Eiskunstläufer
- 17. Juni: Nikolaus Piper, deutscher Journalist
- 18. Juni: Marcella Bella, italienische Sängerin
- 18. Juni: Isabella Rossellini, italienische Schauspielerin
- 20. Juni: John Goodman, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 22. Juni: Graham Greene (Schauspieler), kanadischer Schauspieler
- 23. Juni: Jürgen Schmieder, deutscher Politiker
- 23. Juni: Rita Maiburg, erster weibliche Linienflugkapitän der Welt († 1977)
- 25. Juni: Marieluise Beck, deutsche Politikerin
- 25. Juni: Hans-Joachim Abel, deutscher Fußballspieler
- 25. Juni: Péter Erdő, Erzbischof von Budapest und Kardinal
- 26. Juni: Hansi Kraus, deutscher Schauspieler
- 28. Juni: Pietro Mennea, italienischer Leichtathlet
- 1. Juli: Dan Aykroyd, kanadischer Filmschauspieler
- 2. Juli: Ahmed Ouyahia, algerischer Politiker
- 2. Juli: Norbert Hansen, deutscher Gewerkschafter
- 4. Juli: Álvaro Uribe Vélez, kolumbianischer Politiker und Präsident
- 5. Juli: Albert Fortell, österreichischer Schauspieler und Autor
- 6. Juli: Dimitrios Reppas, griechischer Politiker
- 7. Juli: Ulrich Potofski, deutscher Sportmoderator
- 8. Juli: Ulrich Wehling, ehemaliger deutscher Skisportler
- 8. Juli: Alan Whitney Brown, ist als Comedian bekannt
- 10. Juli: Michael Schottenberg, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 10. Juli: Scott Adams (Spieleentwickler), Programmierer, Computerspiel-Entwickler
- 10. Juli: Lee Hae-chan, südkoreanischer Politiker und Premierminister
- 11. Juli: Otto Hauser (CDU), deutscher Politiker und MdB
- 11. Juli: Bill Barber, kanadischer Eishockeyspieler
- 12. Juli: Liz Mitchell, Sängerin
- 14. Juli: Joel Silver, US-amerikanischer Filmproduzent
- 15. Juli: Johnny Thunders, New Yorker Punk-Musiker († 1991)
- 15. Juli: Terry O'Quinn, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. Juli: Brigitte Fronzek, deutsche Politikerin und Bürgermeisterin von Elmshorn
- 16. Juli: Stewart Copeland, US-amerikanischer Popstar
- 17. Juli: David Hasselhoff, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 19. Juli: Hans-Georg Panczak, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 23. Juli: Peter Bleser, deutscher Politiker und MdB
- 23. Juli: Mark Weiser, US-amerikanischer Informatiker († 1999)
- 24. Juli: Mario Mettbach, deutscher Politiker
- 25. Juli: Hans-Robert Metelmann, Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern
- 26. Juli: Stellan Bengtsson, schwedischer Tischtennisspieler
- 27. Juli: Ellen Streidt, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 28. Juli: Eva Wilms, deutsche Leichtathletin
- 29. Juli: Christa Nickels, deutsche Politikerin
- 31. Juli: Reinhard Goebel, deutscher Barockgeiger
- 31. Juli: Helmut Balderis, lettischer Eishockeyspieler
- 1. August: Zoran Djindjić, serbischer Politiker und Schriftsteller († 2003)
- 2. August: Alain Giresse, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 3. August: Osvaldo Ardiles, argentinischer Fußballspieler
- 3. August: Axel Schäfer, deutscher Politiker
- 3. August: Thomas Munkelt, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 3. August: Wojtek Fibak, ehemaliger polnischer Tennisspieler
- 4. August: Máire Brennan, keltische Pop-Sängerin
- 4. August: Daniel Bautista, mexikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 4. August: Gábor Demszky, ungarischer Politiker
- 5. August: Vinnie Vincent, US-amerikanischer Gitarrist
- 6. August: Christoph Biemann, deutscher Autor, Regisseur und Fernsehmoderator
- 7. August: Helga Lopez, deutsche Politikerin und MdB
- 7. August: Karl Schweitzer, österreichischer Politiker
- 8. August: Carsten Peter Thiede, deutscher Historiker und Papyrologe († 2004)
- 8. August: Norbert Glante, MdEP für die SPD
- 8. August: Jostein Gaarder, norwegischer Schriftsteller
- 9. August: Jürgen Gehb, deutscher Politiker
- 9. August: Hubert Hänsel, deutscher Schriftsteller
- 10. August: Jerzy Pilch, polnischer Schriftsteller
- 10. August: Diane Venora, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. August: Tabea Blumenschein, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 11. August: Curt Cress, deutscher Schlagzeuger
- 12. August: Chen Kaige, chinesischer Regisseur und Autor
- 12. August: Hans-Ulrich Treichel, deutscher Schriftsteller
- 14. August: Alex van Warmerdam, niederländischer Regisseur
- 15. August: Rudi Kargus, ehem. deutscher Fußballspieler, Nationaltorhüter
- 15. August: Bernard Lacombe, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 15. August: Barbara Imhof, Politikerin
- 16. August: Reginald VelJohnson, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. August: Nelson Piquet, brasilianischer Formel-1-Rennfahrer
- 17. August: Heiner Goebbels, Komponist, Regisseur und Hörspielmacher
- 17. August: Guillermo Vilas, Tennisspieler
- 18. August: Markus Meckel, deutscher Politiker und DDR-Außenminister
- 18. August: Patrick Swayze, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. August: Bodo Hombach, deutscher Politiker
- 19. August: David Munyon, Singer-Songwriter und Gitarrist
- 19. August: Jonathan Frakes, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 20. August: John Hiatt, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 21. August: Glenn Hughes, britischer Rockmusiker
- 21. August: Jiří Paroubek, tschechischer Politiker
- 22. August: Michael Sziedat, deutscher Fußballspieler
- 23. August: Carlos Santillana, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 23. August: Vicky Leandros, griechische Schlagersängerin
- 23. August: Klaus-Dietrich Flade, Offizier der Bundeswehr und Astronaut
- 24. August: Linton Kwesi Johnson, Dichter und Reggae-Musiker
- 24. August: Joe Strummer, englischer Punk-Musiker († 2002)
- 25. August: Peter Wolf, austroamerikanischer Produzent und Komponist
- 25. August: Geoff Downes, britischer Rockmusiker
- 27. August: Karel De Wolf, belgischer Komponist und Dirigent
- 27. August: Undine Gruenter, deutsche Schriftstellerin († 2002)
- 28. August: Peter Peters, deutscher Journalist, Autor, Kabarettist und Liedermacher
- 28. August: Rita Dove, US-amerikanische Dichterin und Schriftstellerin
- 28. August: Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender des Automobilbauers Porsche
- 31. August: Herbert Reul, deutscher Europaabgeordneter
- 31. August: Kim Kashkashian, US-amerikanische Bratschistin
- 1. September: Olga Minejewa, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 2. September: Jimmy Connors, ehemaliger US-amerikanischer Tennis-Profi
- 3. September: Kurt Gartlehner, österreichischer Politiker
- 6. September: Dominik Graf, deutscher Film- und Fernsehregisseur
- 10. September: Margitta Pufe, deutsche Leichtathletin
- 10. September: Bruno Giacomelli, Formel-1-Rennfahrer
- 11. September: Klaus-Peter Hildenbrand, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 12. September: Neil Peart, Texter und Schlagzeuger der Rockband Rush
- 13. September: Johanna Schaller, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 14. September: Margit Schumann, deutsche Rennrodlerin
- 16. September: Fatos Nano, albanischer Premierminister
- 16. September: Gernot Grumbach, deutscher Politiker
- 18. September: Dee Dee Ramone, Bassist bei den Ramones. († 2001)
- 18. September: Heinz Seiffert, deutscher Politiker, MdB
- 19. September: Holger Biege, deutscher Komponist, Sänger, Pianist, Arrangeur und Texter
- 19. September: Nile Rodgers, US-amerikanischer Musiker und Musikproduzent
- 20. September: Grażyna Rabsztyn, polnische Leichtathletin und mehrfache Weltrekordinhaberin
- 21. September: Anneliese Michel, Dt. Katholikin, starb nach Exorzismus († 1976)
- 22. September: Lutz Rathenow, Lyriker und Prosaautor
- 24. September: Annegret Kroniger, deutsche Leichtathletin

Memphis (Tennessee)

Basisdaten

;Bundesstaat :Tennessee ;County :Shelby County ;Fläche: :763,4 km² ;Einwohner: :671.929 (1.7.2004) ;Bevölkerungsdichte :880 Einwohner/km² ;Höhe :etwa 70 - 110 m. Ü. NN ;Geografische Lage :35° 10' n. Br. ;Website :[http://www.cityofmemphis.org www.cityofmemphis.org]

Politik

;Bürgermeister :Dr. Willie W. Herrington
Memphis ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Tennessee. Die Stadt liegt im äußersten Südwesten Tennessees direkt am Mississippi und hat 672.000 Einwohner. Memphis ist eine der Metropolen der klassischen Südstaaten. Fragen der selbst beschriebenen „Rassenzugehörigkeit“ spielen sowohl im täglichen Leben der Stadt als auch in der Politik eine wichtige Rolle. Nachdem Memphis bis in 1870er hinein und auch im US-amerikanischen Sezessionskrieg florierte, suchten mehrere Katastrophen die Stadt heim. In jüngster Zeit verdankt sie ihren wirtschaftlichen Aufschwung vor allem der Transportfirma FedEx, die mit Abstand größter Arbeitgeber der Stadt ist. Die Stadt ist ein wichtiger Ort sowohl für die Entwicklung des Blues als auch des Rock'n'Roll. Elvis Presley lebte in Memphis, viele Größen der Rockmusik begannen ihre Karriere dort. Die Beale Street ist eines der urbanen Zentren des Blues in der Welt.

Geographie

Beale Street Memphis liegt im US-amerikanischen Südosten im Dreistaaten-Eck zwischen Tennessee, Mississippi (südlich von Memphis) und Arkansas an der Mündung des Wolf River in den Mississippi-River. Sowohl die Geographie, als auch die geschichtliche Entwicklung und Kultur werden maßgeblich von der Lage am Mississippi und der geographischen Nähe des Mississippi-Deltas bestimmt. Die Stadt wurde in jüngerer Vergangenheit 1912 und 1937 von schweren Überflutungen des Flusses heimgesucht. Jenseits des Mississippi, durch zwei Brücken verbunden, findet sich die Kleinstadt West Memphis in Arkansas. Memphis liegt in der immerfeuchten subtropischen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 18,5 Grad Celsius, kältester Monat ist der Januar mit einer Temperatur von fünf Grad Celsius, wärmster der Juli mit einem Schnitt von 28 Grad, bei oft hoher Luftfeuchtigkeit. Diese liegt das ganze Jahr über zwischen 80% (vormittags) und 50% (nachmittags). Memphis liegt im Einzugsgebiet von Tornados.

Geschichte

Indianische Besiedlung und erste Europäer

Das Gebiet, in dem Memphis liegt, wurde ursprünglich von den Chickasaw besiedelt. Der spanische Entdecker Hernando de Soto bereiste wahrscheinlich um 1541 die Gegend. Erste dauerhafte europäische Besiedlungsversuche gingen von Frankreich aus.
Fort Proudhomme entstand 1682, Fort Assumption 1739. Nach dem englisch-französischen Krieg übernahm England die Kontrolle des Territoriums, de jure stand es zu dieser Zeit noch den Chickasaw zu. Chickasaw, Franzosen, Engländer und Spanier lebten weitgehend friedlich miteinander, bis Tennessee 1790 ein US-Territorium und schließlich 1796 US-Bundesstaat wurde. Obwohl offiziell immer noch Indianerland, zogen weiße Siedler in die Gegend, die Chickasaw gaben schließlich 1818 ihr nördliches Territorium auf, in dem das heutige Memphis liegt. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte 1819, als Gründungsväter gelten General und US-Präsident Andrew Jackson, General James Winchester und der Richter John Iverton. Zu diesem Zeitpunkt hatte Memphis ungefähr 50 Einwohner. Die Stadt wurde nach der Hauptstadt des antiken Ägyptens Memphis benannt. Der Sohn von Winchester wurde erster Bürgermeister. Der Aufschwung zur Großstadt begann mit der Immigration von Deutschen und Iren. Die katholische St. Mary's Church mit dem ältesten Altar der USA stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

19. Jahrhundert

Memphis war Zentrum der aufstrebenden Baumwoll-Industrie. Verkehrstechnisch günstig gelegen und umgeben von fruchtbarem Boden entwickelte sich hier ein Handelszentrum. Auch viele Pioniere und Händler, die sich weiter in den amerikanischen Westen orientierten, nutzten die Stadt am Mississippi als Basislager und Aufenthaltsort. Baumwoll Endgültig an das Verkehrsnetz der USA angebunden wurde Memphis 1845, als fast gleichzeitig ein Hafen der US-Marine in der Stadt eröffnete und die
Memphis and Charleston Railroad, die die Stadt mit der Atlantikküste verband, eröffnete. Memphis war zu dieser Zeit die sechstgrößte Stadt der USA. Beim Ausbruch des Sezessionskriegs entstand für die Stadt eine schwierige Situation. Einerseits hing der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt entscheidend von der Arbeit der Sklaven ab, zum anderen spielte der Handel mit den Nordstaaten eine zu gewichtige Rolle, um eine Sezession sinnvoll erscheinen zu lassen. Während des Krieges selber erlitt die Stadt auch nicht das Schicksal anderer großer Städte des Südens wie beispielsweise Atlanta. Die Wirtschaft florierte in dieser Zeit mit Händlern, die gleichzeitig Baumwolle an die Nordstaaten verkauften und Munition und Stahlwaren an die Südstaaten. Im Krieg selbst wurde Memphis aufgrund seiner Lage wichtiger Nachschubpunkt, zuerst als Nachschubdepot für die Südstaaten. Bei der als Battle of Memphis bekannt gewordenen Seeschlacht, bei dem die Marine der Nordstaaten die der Konföderierten besiegte, hatten die an den Ufern des Mississippis sitzenden Einwohner der Stadt eine gute Aussicht, ohne ernsthafte Gefahren befürchten zu müssen. Nach dem Sieg der Nordstaaten diente die Stadt als militärisches Hauptquartier des Nordstaaten-Generals Ulysses S. Grant. Viele Loyalitäten in der Stadt blieben aber bei den Südstaaten. Immerhin ist noch der Forrest-Park nach Nathan Bedford Forrest benannt, einem Südsstaaten-General und angeblichen Gründer des Ku Klux Klans. Eine große Jefferson Davis-Statue findet sich ebenfalls im Stadtgebiet. Als sich 1866 viele schwarze Soldaten der Nordstaaten in der Stadt aufhalten, kommt es am 1. Mai erst zu Ausschreitungen und in den folgenden Tagen zu regelrechten Verfolgungen. Bis zum 3. Mai werden 48 Menschen, alle schwarz, ermordet. Viele Wohnhäuser und Kirchen von schwarzen Einwohnern der Stadt werden abgebrannt. Nachdem Memphis endgültig Teil der Nordstaaten geworden war, zog die Stadt viele ehemalige Sklaven an. Die afroamerikanische Bevölkerung vervierfachte sich zwischen 1860 und 1870 von 4000 auf knapp 16.000 Einwohner. Die Emanzipation der Schwarzen wurde in der Stadt im Rahmen des Rechts vergleichsweise weitgehend umgesetzt, das Recht, lesen zu lernen, ebenso wie auch die Religionsfreiheit. Insbesondere schwarze Kirchen wurden eine wichtige Basis für den Einfluss der Afro-Amerikaner. Die Beale-Street-Baptist-Church von Prediger Morris Henderson galt als besonders einflussreich. Ed Shaw, der wichtigste politische Führer, saß im City-Council (Stadtrat), der County-Commission und stieg bis zum Hafenmeister auf. Auf den Aufschwung folgte 1870 die Katastrophe. Durch Moskitos ausgelöstes Gelbfieber suchte die Stadt heim. 25.000 Einwohner verließen die Stadt. Von den 19.000 Einwohnern, die nicht flohen, steckten sich im schlimmsten Jahr 80% mit dem Gelbfieber an, ein Viertel der Bevölkerung starb. 1879 erklärte die Stadt offiziell ihren Bankrott. Erst in den 1880er-Jahren konnte durch ein neues Abwassersystem (das erste seiner Art weltweit) und die Einrichtung artesischer Brunnen die Epidemie gestoppt werden. Memphis gilt bis heute als eine der Städte mit dem saubersten Trinkwasser der USA. Epidemie

Jahrhundertwende

Schwarze spielten auch weiterhin eine einflussreiche Rolle. Der afroamerikanische Großindustrielle Robert R. Church investierte entscheidend in den Neuaufbau der Stadt. Der ehemalige Sklave und einflussreiche Politiker der Republikaner baute auch die Bürgerrechtsorganisation NAACP auf und eröffnete, bei immer noch bestehender politischer Segregation, die ersten öffentlichen Parks für Afro-Amerikaner. Um die Jahrhundertwende herum war insbesondere die
Beale Street das wichtigste soziale und kulturelle Zentrum der afroamerikanischen Gemeinschaft in den mittleren Südstaaten. Sie war berüchtigt für Alkoholkonsum, (illegales) Glücksspiel und anderen eher als zweifelhaft betrachteten Zeitvertreib. Segregation Memphis wurde wieder der weltgrößte Markt für Baumwolle. Industrielle wie Napoleon Hill, James Lee und Noland Fountaine machten Millionen in der Stadt, ebenso allerdings die Mafia. In der „Regierungszeit“ von Edward Hull "Boss" Crump von 1909 bis 1954 konnte dieser verlässlich versprechen, demjenigen bis zu 60 000 Wähler zu beschaffen, der ihm die beste Gegenleistung dafür bot. Dabei wurden Stimmen doppelt gezählt, die Stimmen nicht-registrierter aber Crump-treuer Wähler ebenfalls mitgezählt und Wähler aus den benachbarten Staaten Mississippi und Arkansas kurzfristig in die Stadt verfrachtet. Crump selbst wurde 1909 zum ersten Mal zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Angetreten mit dem Versprechen, die Korruption in der Stadt zu beenden, setzte er dieses Versprechen um, indem er all seine Konkurrenten ausschaltete. In einer Zeit, in der die USA innenpolitisch mit der Prohibition beschäftigt war, nahm Crump Bestechungsgelder von Bordellen, Spielhallen und illegalen Saloons an. Nachdem er von der Regierung Tennessees als Bürgermeister zum Rücktritt gezwungen wurde, ließ er sich in den Kongress wählen. Crump selbst war offener Rassist und hielt die Schwarzen nicht für fähig, sich selbst zu regieren. Allerdings benötigte er die Stimmen der schwarzen Wähler. Er ernannte einige Schwarze in Regierungsposten und handelte ebenso mit den Führern der schwarzen Gemeinschaft im Austausch für Wählerstimmen. Die ersten schwarzen Polizisten gab es allerdings erst nach 1948 und auch sie hatten nicht das Recht, Weiße festzunehmen.

Civil Rights Movement und danach

In den späten 1940ern versuchten erstmals Afroamerikaner Einfluss auf die Regierung der Stadt zu gewinnen. Die NAACP stellte eigene Kandidaten auf, die allerdings gegen "Boss" Crump chancenlos waren. Durch den überraschenden Tod von Crump 1954 befand sich die schwarze Politik auch in einem Vakuum. Bisher hatte sie Ziele nur durch Kooperation mit ihm erreicht, durch seinen Tod zerfiel sein politisches System und damit war vorerst der einzige wichtige weiße Ansprechpartner für die Bewegung verloren.

Die Ermordung Martin Luther Kings

NAACP 1968, im Zentrum der Kämpfe um die Bürgerrechtsbewegung, kam der Baptistenpastor Martin Luther King in die Stadt. King hatte sich in dieser Zeit schon teilweise von den rechtlichen Fragen der Diskriminierung abgewandt und sich mehr den sozialen Problemen und der weitverbreiteten schwarzen Armut angenommen. Während eines schweren Unwetters am 1. Februar 1968 starben zwei schwarze Angestellte der Müllabfuhr, als sich der Pressmechanismus eines Müllwagens von alleine startete. Am gleichen Tag wurden, auch aufgrund des Unwetters, 22 schwarze Arbeiter ohne Bezahlung nach Hause geschickt, während ihre weißen Vorgesetzten ebenfalls arbeitsfrei erhielten, allerdings mit Lohn. Zwei Wochen später begannen 1.100 von insgesamt 1.300 schwarzen Angestellten der öffentlichen Reinigung einen Streik um bessere Arbeitsbedingungen. Am 18. März, während der Streik immer noch andauerte, kam King in die Stadt und sprach auf mehreren Veranstaltungen. Am 28. März fand eine große Demonstration statt. Diese endete allerdings in Gewalt, als vor allem College-Studenten ihre mitgebrachten Schilder nutzten, um damit die Schaufensterscheiben von Geschäften einzuschlagen. Die Stadt erwirkte ein gerichtliches Verbot für King, Memphis zu betreten. Die Southern Christian Leadership Conference verhandelte mit den Autoritäten, um eine Demonstration am 5. April möglich zu machen. King kam wieder in die Stadt. Am 4. April schließlich einigten sich die Betiligten, auf einen Protestmarsch am 8. April. Am 4. April 1968 abends wurde Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Hotel erschossen. In dem Gebäude befindet sich heute ein Museum für Bürgerrechte. Eine filmische Schilderung erfolgte in dem 1993 gedrehten Film
At the River We Stand. Die genauen Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt.

Die Folgen und die langsame Erholung der Stadt

Folgend auf die Ermordung Kings fanden in den nächsten Jahren Aufstände und Straßenkämpfe statt. Der größte Teil des Stadtzentrums brannte in dieser Zeit nieder. Immer mehr Bewohner verließen das eigentliche Stadtgebiet, um sich im Umland neu anzusiedeln. In den 1970ern war die Innenstadt, wie viele in den USA, in einem Zustand des Verfalls begriffen. Sogar Planungen, die Beale Street abzureißen, waren schon weit fortgeschritten. Erst der öffentliche Aufschrei von Denkmalschützern führte dazu, dass die Stadt 500 Millionen Dollar bereit stellte, um diesen Stadtteil zu sanieren. 1974 wurde Harold Ford Sr. als erster direkt gewählter Schwarzer aus den Südstaaten in den US-Kongress gewählt. Erst nachdem die Wahl schon knapp verloren schien, fanden seine Anhänger acht ungeöffnete Wahlboxen, die vom ausschließlich weißen Wahlkomitee „übersehen“ worden waren und Ford den Sieg sicherten. Mittlerweile wird die Stadt auch von einem afroamerikanischen Bürgermeister, Dr. Willie W. Herenton, regiert. Seit den 1990ern wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die Attraktivität der Stadt zu steigern. Freizeiteinrichtungen wie der Mud-Island-Vergnügungspark, die Memphis Pyramid oder ein neues Baseballstadion wurden gebaut. Die Innenstadt bekam eine historisch aussehende, in normalem Takt verkehrende Straßenbahn. Ende der 1990er waren auch die langanhaltenden Versuche erfolgreich, dauerhaft ein Sportteam der großen US-amerikanischen Profiligen zu etablieren.

Politik

Obwohl die Segregation in den USA seit mehreren Jahrzehnten offiziell abgeschafft ist, spielt die Kategorie Rasse immer noch eine wichtige Rolle in der Lokalpolitik. Memphis selbst hat eine leichte Mehrheit schwarzer Bewohner, das umliegende Shelby-County eine leichte Mehrheit weißer Bewohner. Nachdem die Schwarzen in den 1950ern das erste mal versuchten, faktische Macht in der Stadt zu erlangen, bildete sich eine breite weiße Gegenfront, die viele Jahrzehnte relativ erfolgreich versuchte, nur jeweils einen weißen Kandidaten zu nominieren, um ihre Stimmen nicht aufteilen zu müssen. Die Politik der Schwarzen wird maßgeblich von der Familie Ford bestimmt, die seit 1974 die Abgeordneten im lokalen Wahlkreis des Kongresses (größer als Memphis-Stadt aber kleiner als Memphis plus Shelby County) stellt. 1974 wurden an einem Tag Harold Ford Sr. in das US-Repräsentantenhaus, sein Bruder John in den Senat des Staates Tennessee und sein anderer Bruder Emmitt in das Repräsentantenhaus des selben Staates gewählt. Als Harold Ford Sr. sich schließlich 1996 aus dem US-Kongress verabschiedete, übernahm sein Sohn Harold Ford Jr. das Amt. John Ford, das Mitglied der Familie im Senat von Tennessee, gilt dabei als besonders schillerndes Exemplar der Familie. Er ist dafür berüchtigt, in Höchstgeschwindigkeit den Highway zwischen Memphis und Tennessees Hauptstadt Nashville zu benutzen und dabei auf seine parlamentarische Immunität zu vertrauen. Er wurde angeklagt, aber freigesprochen, weil er bei einer seiner Fahrten einen Truck-Fahrer erschossen haben soll, der mit seinem Fahrzeug die Fahrbahn versperrte. John Ford wird in vorhersagbarer Regelmäßigkeit in kompromittierenden Situationen mit fremden Frauen aufgefunden, ebenso arbeitet er als (gewählter) Sekretär des Gerichtes, während er gleichzeitig sein Parlamentsamt aufrecht erhält - trotz seiner eindeutigen vorherigen Zusage, dass er aus dem Senat zurücktreten sollte, sollte er an das Gericht gehen. Schwarze Politiker in der Stadt sind entweder Pro-Ford oder Anti-Ford. Sind sie Anti-Ford brauchen sie normalerweise weiße Unterstützung, um Wahlen zu gewinnen. Die Fords haben ein System des
Ford-Wahlschein entwickelt, der regelmäßig am Abend vor Abstimmungen und Wahlen in den schwarzen Wohngegenden der Stadt verteilt wird - auf ihm sind auf einem Muster des gültigen Zettels sämtliche Markierungen so angebracht wie sie von der Familie empfohlen werden. Die genauen Details stehen dabei erst in letzter Minute fest; obwohl die Fords nominell Mitglieder der Demokratischen Partei sind, betreiben sie in erster Linie Familienpolitik und so kann es auch durchaus vorkommen, dass sie republikanische Kandidaten oder Vorschläge unterstützen. Besonders für weiße Politiker kann die Hilfe der Fords unschätzbar sein; sie haben die Möglichkeiten dazu, die weißen Politiker auch in der afroamerikanischen Gemeinschaft bekannt zu machen und sie in den, ebenfalls sehr einflussreichen, schwarzen Kirchen vorzustellen. Weiße Politik wird ebenfalls bestimmt von verschiedenen Einflussgruppen: Demokraten, die dem Gewerkschaftsflügel der Partei nahe stehen; klassische Republikaner, die noch aus der Zeit stammen, als der Süden eine feste Bastion der Demokraten war; neue Republikaner, die sich der Partei zuwandten, nachdem diese zunehmend konservativer und die Demokraten zunehmend liberaler wurden, und fundamentalistische Christen. Bündnisse zwischen den Lagern sind weitestgehend unvorhersehbar und hängen vor allem von den tagespolitischen Begebenheiten ab. Memphis wird von einem "schwachen Bürgermeister" regiert, das heißt die Gemeindevertretung besitzt sowohl die hauptsächlichen legislativen als auch exekutiven Befugnisse. Die Gemeindevertretung setzt sich aus 13 Vertretern zusammen. Sieben davon werden in einem Stadtbezirk mit jeweils einem Vertreter gewählt, sechs stammen aus den zwei Stadtbezirken, die jeweils drei Vertreter bestimmen. Zur Zeit (2004) sind von den 13 Mitglieder des Councils sechs Afroamerikaner. Willie W. Herrington amtiert mittlerweile in seiner vierten Amtszeit. Der in Memphis geborene Bürgermeister der Stadt studierte ebenfalls dort, erhielt seinen Doktorgrad allerdings in Illinois und war danach zuständig für die öffentlichen Schulen der Stadt. Herrington gilt in der Stadt als Anti-Ford und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen zu vermindern. 1999 konnte er sich in einer seiner Wahlen direkt gegen den ehemaligen Senator Harold Ford Sr. durchsetzen. Seine Amtszeit gilt als allgemein erfolgreich. Unter anderem schaffte er es sowohl 400 neue Polizisten einzustellen und gleichzeitig das Schulbudget um 100 Millionen Dollar zu erhöhen. Memphis investierte 1,3 Milliarden Dollar in die Wiederbelebung der Innenstadt und schuf dabei tausende neuer Jobs; insbesondere entstand ein geschäftlicher Boom bei den ethnischen Minderheiten. Trotzdem gelang es in seiner Amtszeit, den finanziellen Haushalt der Stadt zu sanieren.

Wirtschaft und Verkehr

Die Stadt liegt an den beiden Interstate-Highways I40 und I55. Der Hauptbahnhof wurde 1914 fertig gestellt. Aufgrund der Anwesenheit von FedEx ist der 1975 fertig gestellte Flughafen Memphis International Airport - gemessen am Frachtvolumen - mit etwa 2,5 Millionen Tonnen Frachtgut jährlich der größte Frachtflughafen der Welt. Memphis ist Hauptsitz der Firma FedEx und ein Zentrum der Textilindustrie, des Klavierbaus und der Herstellung von Automobilteilen. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der landwirtschaftlich prosperierenden Delta-Region und ein wichtiges Handelszentrum für Baumwolle und Soja. Größter Arbeitsgeber der Stadt ist FedEx mit 49.000 Angestellten, gefolgt von der US-Regierung und dem Memphis School Board mit jeweils etwa 14.000 Mitarbeitern. 54 % der Einwohner sind in Handel und Service beschäftigt, sogar 85 % im Dienstleistungssektor insgesamt gegenüber 16 % Beschäftigten in der Industrie und im Baugewerbe. Die Arbeitslosenquote lag 1998 ebenso unter dem US-Durchschnitt (3,7 % gegenüber 4,5 %) wie das durchschnittliche Einkommen/Einwohner (22.700 US-Dollar gegenüber 24.400 US-Dollar).

Bildung

Soja Die Stadt beherbergt acht Universitäten und Colleges.
- Die University of Memphis (gegründet 1912; ehemals:
Memphis State University) ist eine staatliche Universität und mit etwa 20.000 Studenten die größte der Stadt.
- Die medizinischen Einrichtungen der University of Tennessee (gegründet 1911). Die staatliche Universität hat insgesamt ca. 42.000 Studenten, wovon der allergrößte Teil aber auf dem Campus in Knoxville studiert.
- Das Rhodes College (gegründet 1848), ein privates liberal-arts College mit 1.500 Studenten. Es versucht im Ruf mit den großen Universitäten der USA zu konkurrieren.
- Die Christian Brothers University (gegründet 1871), eine kleine private römisch-katholische Universität mit derzeit 1.900 Studenten.
- Das Le Moyne-Owen College (gegründet 1871). Historisch "schwarzes" College.
- Das Southern College of Optometry (gegründet 1932).
- Das Southwest Tennessee Community College.
- Die Memphis College of Art (gegründet 1871). Das St. Jude Children's Research Hospital ist eine der ersten Adressen weltweit für die Forschung von tödlichen Krankheiten an Kindern. Insbesondere macht es sich in diesem Zusammenhang um die Krebsforschung verdient.

Medien


- Die wichtigste Tageszeitung ist der
Commercial Appeal. Seine politische Richtung ist scheinbar wechselhaft, langfristig aber gilt er als dem liberalen Flügel der Demokraten zugewandt.
- Der
Memphis Flyer erscheint wöchentlich und bietet neben News aus Kultur und Musik auch kritische Berichterstattung über die Stadtpolitik.

Kultur

Musik

Memphis ist, vor allem aufgrund seiner Nähe zum Mississippi-Delta ein Zentrum vor allem schwarzer Musik. Die Stadt übte eine fast magische Anziehungskraft auf Blues-Musiker vom Lande aus, vergleichbar mit der von New Orleans. Es bildete sich schon früh eine Club-Kultur aus, die bis heute anhält. 1909 schrieb W.C. Handy den
Memphis Blues nieder, der als eines der ersten notierten Blues-Stücke der Welt gilt. (Publikationsdatum: 28. September 1912). Blues war zu dieser Zeit in der Stadt schon derart populär, dass Handy vom Bürgermeisterkandidaten E. C. Crump als Bandleader für dessen Wahlkampagne angestellt wurde. Eine der Ikonen des klassischen Blues, B. B. King besitzt einen Club in der Beale Street, in dem er regelmäßig auftritt. Im Memphis-Blues wurde das erste Mal die Bandaufteilung von zwei Gitarristen, eine Rhythmus-Gitarre und eine Lead-Gitarre gespielt, die auch heute noch die weitestverbreitete in Rock- und gitarrenlastiger Popmusik ist. Der klassische Memphis Blues beruht dabei auf den starken christlichen Traditionen, die bei den meisten der ehemaligen Sklaven vorherrschten. Rhetorisch ausdrucksvoll bringt er sowohl das Leiden des Blues als auch spirituelle Momente zum Ausdruck. Der Dichter Sterling Brown bringt diese Form beispielsweise in seinem Gedicht Memphis Blues zum Ausdruck: :Watcha gonna do when Memphis on fire, :Memphis on fire, Mistah Preachin' Man? :Gonna pray to Jesus and nebber tire, :Gonna pray to Jesus, loud as I can, :Gonna pray to my Jesus, oh, my Lawd! :(...) :Memphis go :By Flood or Flame; :Nigger won't worry :All de same-- :Memphis go :Memphis come back :Ain' no skin :Off de nigger's back. :All dese cities :Ashes, rust.... :De win' sing sperrichals :Through deir dus'. Die enge Verbindung von Blues, Gospel und christlichem Glauben zeigt sich auch an Al Greens Full Gospel Tabernacle - ein sonntäglicher Gottesdienst, bei dem Al Green singt und predigt und dabei von einem eindrucksvollen Gospel-Chor begleitet wird. Neben dem typischen Memphis Blues gilt die Stadt als Ursprungsort des Rock 'n' Roll. Sun Studios, das wichtigste Zentrum des frühen Rock 'n' Roll, liegt dort. Elvis Presley gab 1954 sein allererstes Konzert in der Stadt. Die Stadt wurde bekannt für ihre spezielle Variante des Memphis-Soul, der vor allem von Stax Music und den Interpreten Al Green, Isaac Hayes und Dusty Springfield wurde. Neben New Orleans und Louisville, Kentucky war Memphis eine der ersten Städte in denen sich der Skiffle zu einer eigenständigen Musikform entwickelte. Die Iren U2 gehören nicht zur klassischen Generation, die in der Stadt ihr erstes Album aufnahm. Sie nahmen allerdings Teile ihres Albums Rattle and Hum ebenfalls in den Sun Studios als Tribut an die amerikanischen Ursprünge ihrer Musik auf. Außerdem kommt in dem Song Pride (In The Name Of Love) (welches von Martin Luther King handelt) unter anderem die Textzeile Early morning, April four / Shot rings out in the Memphis sky vor. Die Box Tops erreichten 1967 mit ihrem Song The Letter den ersten Nummer-Eins-Hit in den USA von Musikern aus Memphis, die in der Stadt selbst aufnahmen. Zwischen der Band und dem Produzenten Dan Penn allerdings gab es harte Kontroversen. Der Produzent behielt den größten Teil der Gagen für sich und ließ es kaum zu, dass die Band eigene Stücke spielte. Schließlich warf 1969 der damals achtzehnjährige Sänger Alex Chilton das Handtuch und zog frustriert nach New York. In Memphis lebten und arbeiteten: Zwei bekannte Musiker benannten sich gleich nach der Stadt:
- Memphis Minnie
- Memphis Slim Die Musik ist in der Stadt allgegenwärtig. Neben zahlreichen Straßenmusikern und den Verweisen auf Elvis Presley steht beispielsweise auch Ascent of the Blues eine 12 Meter hohe Doppelspirale aus Klavieren, Gitarren und Banjos des französischen Künstlers Arman im Stadtzentrum. Die Stadt wurde unter anderem von Bob Dylan in seinem Song Stuck inside Mobile with the Memphis Blues again oder von Marc Cohn in Walking in Memphis besungen. In Das Schweigen der Lämmer gelingt Hannibal Lecter die spektakuläre Flucht aus dem Shelby County Courthouse" in Memphis.

Museen


- Das National Civil Rights Museum - das einzige Museum, dass allein der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gewidmet ist.
- Das Memphis Brooks Museum of Art - das größte Kunstmuseum im amerikanischen Südosten.
- Das Dixon Gallery and Gardens - ein kleines Kunstmuseum, das Werke von Monet, Degas und Renoir besitzt.
- Das Rock 'n' Soul Museum - überraschenderweise erst in den letzten Jahren eröffnet.
- Das Centre for Study of Southern Folklore - neben Kunst- und Musikausstellungen gibt es hier auch regelmäßig Live-Auftritte.
- Chucalissa Archaeological Site and Museum - rekonstruiertes indianisches Dorf aus dem 15. Jahrhundert mit Darstellung der entwickelten Kultur am Mississippi

Sehenswürdigkeiten

Mississippi
- Der im Mississippi gelegene und über eine Schwebebahn zu erreichende Mud Island Vergnügungspark. Er beherbergt unter anderem eine Ausstellung über den Mississippi-River samt eines mehrere Dutzend Meter langen Miniaturmodell des Flusses. Ebenso hat er eine Open-Air Bühne, auf der regelmäßig Konzerte stattfinden.
- Die
Memphis Pyramid ist ein Veranstaltungszentrum, das an die Namensgleichheit mit der ägyptischen Stadt erinnern soll. In ihr spielen die Memphis Grizzlies und das College-Basketball-Team der University of Memphis. Es ist das höchste Pyramidenbauwerk der Welt.
- Die
Memphis Queen ist ein klassischer Schaufelraddampfer, der noch auf dem Mississippi-River fährt.
- Das
Peabody-Hotel in der Innenstadt symbolisiert, obwohl erst 1925 gebaut, im Stil noch den alten Glanz der Südstaaten.
- Graceland, die Villa von Elvis Presley, befindet sich ebenfalls in Memphis und ist ein "Wallfahrtsort" für Fans des Musikers.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Memphis in May - Volksfest mit allem, das Memphis auszeichnet. Baumwolle und ihre Kultur, Blues, Rock 'n' Rock und die Weltmeisterschaften im Barbecue-Grillen.

Sport

In Memphis spielt seit 2001 ein Team der großen US-amerikanischen Profiligen, die Memphis Grizzlies in der National Basketball Association. Daneben spielt in der Stadt mit den Memphis Blues eines der erfolgreichsten amerikanischen Rugby-Teams. Außerdem findet jährlich ein zur ATP-Serie gehörendes Tennis-Turnier statt.

Bevölkerung

Memphis hatte im Jahr 2000 650.100 Einwohner, die Metropolitan Area ungefähr eine Million. Memphis steht damit in der Liste der größten Städte der USA auf dem achtzehnten Platz und nimmt in der Reihe der größten Metropolitan Area des Landes den vierzigsten Rang ein. Von den Einwohnern der Stadt waren nach ihrer Selbsteinstufung etwa 34% Weiß, etwa 61% Schwarz, und knapp 5% gehörten anderen Rassen an. Der Anteil der Weißen ging dabei stark zurück (1980: 52%; 1990: 44%) während er in den umliegenden Landkreisen anwuchs. Die Entwicklung bei den Schwarzen lautete dementsprechend 1980: 47% und 1990: 54%. Memphis hat mit die niedrigsten Lebenshaltungskosten einer US-Stadt. Trotzdem oder gerade deswegen stuften bei einer repräsentativen Umfrage 1997 ein Drittel der Einwohner ihrer Wohngegend in bezug auf die Lebensqualität als perfekt ein.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind gerundet aus den zehnjährlich stattfinden US-amerikanischen Volkszählungen.

Literatur


- Ernest C. Withers, Dabiel Wolff:
The Memphis Blues again. Six Decades of Memphis Music Photographs; Viking Press 2001. ISBN 0670030317
- James L. Dickerson.
Goin' Back to Memphis. Cooper Square Press 2000. ISBN 0815410492
- William S. Worley:
Beale Street - Crossroads of American Music Addax Publishing Group 1998. ISBN 1886110182
- Peter Hillsman Taylor:
A Summon to Memphis (Mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Roman, der die Geschichte einer neu zugezogenen Familie nach Memphis betrachtet).
- Robert Gordon:
It came from Memphis; Farrar Straus & Giroux 1996 - Konzentriert sich vor allem auf die unbekannten, exzentrischen Seiten der Stadt und ihrer Musikszene. ISBN 0316332739
- Peter Guralnick:
Sweet Soul Music. Rhythm and Blues and the Southern Dream of Freedom; Back Bay Books, 1999. Klassiker, der sich vor allem mit dem Aufstieg von STAX-Records und ihrem späteren Niedergang vor allem aufgrund von Rassenspannungen beschäftigt. ISBN 0316332739
- Michael K. Honey:
Southern Labor and Black Civil Rights. Organizing Memphis Workers. University of Illinois Press, Urbana und Chicago, 1993. ISBN 0-252-02000-6

Weblinks


- [http://www.cityofmemphis.org Offizielle Webseite der Stadt]
- [http://www.memphisrocknsoul.org Rock 'n' Soul Museum]
- [http://www.brooksmuseum.org Brooks Museum]
- [http://www.civilrightsmuseum.org Bürgerrechtsmuseum]
- [http://www.sunstudio.com Sun Studio]
- [http://www.americaslibrary.gov/cgi-bin/page.cgi/jb/progress/blues_2 Aufnahme von 1939 des Original
Memphis-Blues]
- [http://www.archives.gov/digital_classroom/lessons/memphis_v_mlk/memphis_v_mlk.html Ausführliche Schilderung mit Originaldokumenten zu Martin Luther Kings Ermordung] ! ja:メンフィス (テネシー州)


Elvis Presley

Elvis Aaron Presley (
- 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, USA; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee, USA) war ein US-amerikanischer Rock ’n’ Roll-Sänger und Schauspieler, der aufgrund seines immensen und dauerhaften Erfolges den Beinamen King of Rock ’n’ Roll erhielt.

Kindheit

Elvis Aaron Presley war das einzige überlebende Kind von Vernon Elvis (
- 19. April 1916; † 26. Juni 1979) und Gladys Love Presley (
- 25. April 1912; † 14. August 1958). Sein Zwillingsbruder (Jesse Garon, der etwa eine halbe Stunde vor Elvis geboren wurde), starb bei der Geburt. Gladys konnte nach der schweren Geburt keine weiteren Kinder mehr bekommen. Seine Eltern, deren Armut er für die Totgeburt seines Bruders verantwortlich machte (er konnte sich auch in späteren Jahren nur schwer mit dem Tod seines Bruders abfinden), arbeiteten in verschiedenen Gelegenheitsjobs an der Armutsgrenze, sein Vater Vernon hatte wegen Scheckbetrugs bereits im Gefängnis gesessen. Elvis Presley selbst arbeitete nach seinem Abschluss an der Humes Highschool in Memphis zunächst als Elektriker bei der "Precision Tool Company" und danach u. a. als Lastwagenfahrer für "Crown Electric". Musikalisch geprägt vom Gospel, den er als Mitglied des Kirchenchors in einer schwarzen Methodistengemeinde seit frühester Kindheit sang, und dem im Mississippi-Delta beheimateten Blues, sowie auch der Country-Musik, träumte er jedoch von einer ganz anderen Zukunft. Nach dem Umzug der Familie Presley 1948 in die seit Anfang der fünfziger Jahre aufstrebende Metropole Memphis, in der Blues-Interpreten wie B. B. King, Howlin' Wolf oder Rufus Thomas die Musikszene prägten, war dies für ihn die richtige Umgebung, seine Träume wahr werden zu lassen. Sehr maßgeblich für seine musikalische Karriere - und damit auch für die weitere Entwicklung der gesamten Popmusik, sowie des Rock im 20. Jahrhundert - war schließlich auch der Umstand, dass seine Eltern ihm aus Geldmangel 1946 zu seinem 11. Geburtstag nicht das gewünschte Fahrrad schenken konnten, sondern nur eine Gitarre, die er ohne Unterricht und Notenkenntnisse schon nach kurzer Zeit zu spielen verstand.

Frühe Karriere

1953 nahm er in den Sun Records-Studios in Memphis seine erste Platte "My Happiness" auf. Angeblich habe er die Platte als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter aufgenommen, diese hatte jedoch schon einige Zeit vorher Geburtstag gehabt. Die beiden Titel, sowie zahlreiche Balladen in den über zwei Jahrzehnten danach, sang er sehr rührselig, ja fast kitschig, was teilweise noch heute für Kritikerspott sorgt. Dieser Vortragsstil war aber - neben seiner "rockigen" Phrasierungstechnik - von Anfang an ein wichtiger Teil von Elvis' Erfolgsrezept. Sam Phillips, ein Liebhaber und Produzent schwarzer Musik, wurde durch die spezielle Klangfärbung von Elvis' Stimme auf diesen aufmerksam. Phillips war damals bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Sänger mit "dem besonderen Sound" und vor allem mit einem ausgeprägten Rhythmusgefühl, denn er sagte einmal voraus: Wenn ich einen weißen Mann finden könnte, der die Stimme und das Einfühlungsvermögen eines Schwarzen hat, dann könnte ich eine Million Dollar machen. Obwohl von seiner Meinung überzeugt, war er aufgrund der damaligen Marktmechanismen zunächst noch sehr skeptisch, denn v.a. im rassistischen Süden der USA spielten weiße Radiostationen bis in die 60er Jahre keine schwarze Musik und umgekehrt. Doch Philipps behielt Recht, sein Gefühl bezüglich des jungen Gesangstalentes hatte ihn nicht getäuscht, denn seit 1954 verkauften sich weltweit insgesamt weit über eine Milliarde Schallplatten von Elvis Presley. Ab Anfang 1956 setzte in den USA und kurze Zeit später auch in Westeuropa um Elvis eine "Massenhysterie" und ein "Personenkult" ein. Kein anderes Teenager-Idol der früheren Jahre wie z. B. Bing Crosby, Frank Sinatra, Perry Como oder Dean Martin wurde so hysterische verehrt wie Elvis Presley. Am 5. Juli 1954 war die erste von mehreren Aufnahmesession in den Sun-Studios, wobei Elvis, gemeinsam mit den Studiomusikern Scotty Moore (Gitarre) und Bill Black (Bass) - D.J. Fontana am Schlagzeug kam erst ein Jahr später hinzu - anfangs noch etwas uninspiriert verschiedene Countryballaden und gerade aktuelle Popsongs ausprobierte. Mehr durch Zufall entstand in der Pause während einer Probe durch musikalisches Herumalbern der typische "Elvis-Sound", als Scotty Moore das Gitarrenriff eines Rhythm & Blues-Stückes rhythmisch stark akzentuiert spielte, Elvis diesen Offbeat aufgriff, den klassischen Bluesgesang des Originals mit vokalistischen Elementen des Gospel und Country & Western anreicherte und dabei mit kreisenden Bewegungen durch das Studio wirbelte. Sam Phillips, der dies sah und hörte, hatte nun endlich, was er immer wollte und forderte die Band auf, in diesem Stil weiter zu machen. Ein neuartiger Sound war geboren und eine neue Musikrichtung kreiert, die der legendäre amerik. Discjockey Alan Freed kurz darauf erstmals Rock ’n’ Roll (engl. etwa für "schunkeln & wirbeln") nannte. That's All Right Mama - eigentlich ein Blues-Stück des schwarzen Sängers Arthur "Big Boy" Crudup, das Elvis aber vor allem rhythmisch vollkommen neu interpretierte - war der erste, im neuen Stil aufgenommene Song, und wurde zwei Tage später auf Memphis' Radiosender WHBQ vorgestellt - aufgrund der zahlreichen Hörerwünsche musste er an dem Abend insgesamt 15 mal gespielt werden, und am nächsten Tag trafen 5.000 Bestellungen der Single bei Sun Records ein. Im Januar 1956 gelang Elvis mit einem fulminanten Fernsehauftritt in der "Tommy and Jimmy Dorsey Stage Show" sowie durch die Veröffentlichung des Songs "Heartbreak Hotel" (seiner ersten Nr.1 in den Billboard-Single-Charts) der Durchbruch in den USA und er wurde in den folgenden Jahren für die Jugend der Welt zum gefeierten Idol und ersten internationalen Superstar in der Geschichte der Popmusik. Die rhythmisch bis ekstatische Art, wie er seinen Körper zur Musik bewegte - gelegentlich auch mit einer Portion Selbstironie - kannte man höchstens von Schwarzen, dem weißen Mainstream-Publikum war so etwas bis dato völlig unbekannt. Besonders sein Hüftschwung ("Elvis the pelvis" = Elvis, das Becken) wurde legendär, war aber auch ständiger Stein des Anstoßes für die öffentliche Meinung im konservativen Klima in den USA der 50er Jahre. Elternverbände und allen voran die Kirche fürchteten einen generellen Verfall von Sittlichkeit, Moral und ethischen Werten bei der fanatisierten Jugend; ein großer Teil der amerikanischen Presse verteufelte ihn aufgrunddessen u. a. als "Botschafter des schlechten Geschmacks", "sexuellen Freibeuter", oder gar "musikalischen Abschaum" und heizte die Stimmung dadurch zusätzlich an. Das führte soweit, dass ihm in manchen Bundesstaaten die Polizei wegen des starken öffentlichen Druckes bei Konzerten den Hüftschwung unter Androhung von Strafen verbot. Dabei wollte Elvis mit seinen Bewegungen nie einen öffentlichen Skandal provozieren - im Gegensatz zu manchen Rockstars nach ihm, die noch wesentlich spektakulärer auftraten, um so ihren allgemeinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen oder ihr Image als "böse Buben" zu pflegen - sondern sie waren vor allem Ausdruck seiner musikalischen Emotionen. Die Beschreibung des Gitarristen Scotty Moore, der bei seinem ersten Konzert im Juli 1954 dabei war, bestätigt dies: Das war der Moment, in der er mit dieser Schüttelei anfing. Elvis stellte sich beim Gitarrespielen auf die Fußballen, um im Takt zu bleiben. Als er nun diese Show machte, fingen sie alle an zu schreien, und wir wussten gar nicht, was vor sich ging. Als wir wieder von der Bühne gingen meinte jemand, das liege nur daran, dass Elvis andauernd sein Bein geschüttelt hat. Von da an machte er das immer mehr und entwickelte daraus eine richtige Kunst. Aber es war ihm auch ein natürliches Bedürfnis. Seiner enormen Popularität tat die Gegenwehr breiter Gesellschaftskreise letztlich keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. In der Ed Sullivan-Show, der bekanntesten Musiksendung im damaligen US-Fernsehen erreichte Elvis eine landesweite Rekord-Einschaltquote von 80%, obwohl Sullivan vorher öffentlich bekannt gab, dass Elvis wegen seiner anstößigen Bewegungen nur von der Hüfte an aufwärts gezeigt werde. Vorher hatte sich der Moderator monatelang geweigert, Elvis ins Programm zu nehmen, musste sich aber letztlich doch dem Ansturm der amerikanischen Jugend beugen, die ihn mit Briefen "bombardierte" und androhte, fortan seine Sendung zu boykottieren, was natürlich enorme Auswirkungen auf die Werbeeinnahmen gehabt hätte. 1959 lernte er, während seiner Wehrdienstzeit in Deutschland, Priscilla Beaulieu kennen, die er 1967 heiratete. Am 1. Februar 1968 wurde die gemeinsame Tochter Lisa Marie Presley geboren, die 1994 durch ihre Hochzeit mit dem "King of Pop" Michael Jackson Aufsehen erregte. Die Ehe zwischen Elvis und Beaulieu wurde 1973 geschieden. 1973 Musikalisch stand er mit Stücken wie Heartbreak Hotel (das erste Stück auf RCA), Hound Dog, uvw. (1956) anfänglich für den Rock ’n’ Roll, jedoch erweiterte er recht bald sein Repertoire um Balladen wie Love Me Tender (1956). Es war wohl die Kombination von hervorragender, schwarz klingender Stimme, gutem Aussehen, weißer Hautfarbe und einem vielfältigen, aber stets sicher den Massenmarkt treffenden Repertoire, die den einzigartigen Erfolg Presleys erklären. Die Sun Studios der 1950er hatten mit zahlreichen Interpreten etwas Neues hervorgebracht, doch erst Elvis war in der Lage, es von einer Minderheiten- zur Massenkultur werden zu lassen.

Späte Karriere

Nachdem Elvis während der sechziger Jahre kaum originelles Material produzierte und sich auf seine nicht besonders bemerkenswerten Filme konzentrierte, nahm er anfang 1969 in den American Sound Studios beim legendären Produzenten Chips Moman, das erste mal seit vielen Jahren wieder in seiner Heimatstadt Memphis auf. Diese Sessions brachten die beiden Hit-Alben From Elvis in Memphis und Back In Memphis hervor, außerdem entstanden hier auch die Welthits Suspicious Minds und In The Ghetto, die Elvis nach vier Jahren Nummer-1-Hit-Flaute wieder zurück an die Spitzen der Charts brachten. Ein Höhepunkt seiner Arbeiten war sicher auch die Fernseh-Show Elvis - Aloha From Hawaii, die via Satellit ausgestrahlt wurde und als erstes Konzert weltweit live gesehen werden konnte und über eine Milliarde Menschen vor den Fernseher lockte. Die USA erzielte an diesem Abend eine Einschaltquote von 99,7 Prozent der Fernsehrzuschauer. Das ist bis heute der höchste Quotenwert weltweit. Elvis begann ab 1974 stark übergewichtig zu werden, sang die Lieder in den folgenden Jahren oft nur noch an. Er verfiel immer mehr seiner Ess- und Tablettensucht. Dennoch sind sich die meisten Beobachter einig, dass er eine Ausstrahlung auf der Bühne hatte, die seitdem kaum mehr von jemandem erreicht wurde. Bereits zu Lebzeiten erschienen 89 Alben von Elvis Presley. Bis zu seinem Tod am 16. August 1977 hatte er bereits über 500 Millionen Tonträger verkauft, bis heute ca. 1,85 Milliarden (Stand 2000). Somit ist er mit Abstand der erfolgreichste Sänger aller Zeiten überhaupt. Obwohl er gerne in der Rolle des rebellischen Rockers gesehen wurde, war er doch letztlich unpolitisch. Er wurde für 14 Grammys nominiert und gewann 3 - alle für seine Gospelmusik. Sein letzter Song nahm er im Jungle Room in seinem Anwesen Graceland auf (Oktober 1976) mit dem Titel "Way Down", ein Gemisch aus recht moderner Musik und natürlich seinem besonderem Rock 'n' Roll-Stil. Mit Geld konnte er dabei nie umgehen. Für weit unterbezahlte 5,5 Millionen US-Dollar verkaufte er alle seine musikalischen Rechte 1974 an die RCA. Nach Abzug vom Anteil seines Managers und der Steuern blieben Elvis gerade einmal 900.000 Dollar. Bereits 1967, auf dem Tiefpunkt der Karriere, hatte er mit seinem Manager einen Vertrag unterschrieben, der diesem die Hälfte aller Einnahmen zuwilligte. Ein Grund für die zahlreichen Konzerte seiner späten Jahre ist gewesen, dass er die Einnahmen benötigte, um seinen Lebensstil aufrecht zu erhalten. Bei seinem Tod besaß er an Vermögen trotz Plattenverkäufen im dreistelligen Millionenbereich nur sein Haus Graceland und 1,2 Millionen Dollar auf seinem Girokonto um die laufenden Kosten zu decken. Elvis Presley absolvierte in seinen letzten acht Lebensjahren einen Konzertmarathon von mehr als 100 Shows pro Jahr. Die freie Zeit verbrachte er auf seinem Anwesen Graceland in Memphis in relativer Abgeschiedenheit. Er kämpfte in dieser Zeit nach Aussage von Freunden mit erheblichen pers