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Jan Tinbergen

Jan Tinbergen

Jan Tinbergen (
- 12. April 1903 in Den Haag, Niederlande; † 9. Juni 1994, Niederlande) war ein niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler.

Leben

Niederlande Tinbergen studierte Mathematik und Physik an der Universität Leiden. Doch galt sein Interesse bald auch politischen Fragestellungen. In seiner Doktorarbeit verband er mathematische Methoden mit ökonomischen Fragestellungen. Er wurde zum Wegbereiter der mathematischen Modellbildung und der Ökonometrie. Von 1929 bis 1945 arbeitete er, neben seiner Professur in Rotterdam für das statistische Amt der Niederlande. Er arbeitete dort auf dem Gebiet der Konjunkturanalyse. In den späten dreißiger Jahren war er auch Berater des Völkerbundes. Von 1945 bis 1955 war er Leiter des Centraal Planbureau. Später baute er ökonometrische Modelle, unter anderem für die USA. Jan Tinbergen war Mitglied der Royal Netherlands Academy of Arts and Science und der International Academy of Science. Jan Tinbergen erhielt in Würdigung seiner Verdienste um ökonometrische Modelle 1969 gemeinsam mit Ragnar Anton Kittil Frisch den in diesem Jahr erstmals vergebenen Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel. Sein Bruder Nikolaas Tinbergen (1907–1988) erhielt 1973 den Nobelpreis für Medizin. Im Alter von 91 Jahren starb Prof. Dr. Jan Tinbergen am 9. Juni 1994 in Den Haag. Siehe auch: Tinbergen-Modell

Werk (Auswahl)


- Centralization and decentralization in economic policy. - Westport, CT : Greenwood, 1981. - ISBN 0-313-23077-3
- Der Dialog Nord-Süd : Informationen zur Entwicklungspolitik. - Frankfurt/M. : Europ. Verlagsanst., 1977
- The dynamics of business cycles : a study in economic fluctuations. - Chicago, Ill. : Univ. Pr., 1974. - ISBN 0-226-80418-6
- Economic policy : principles and design. - Amsterdam : North-Holland, 1978. - ISBN 0-7204-3129-8

Literatur


- Rompzy, Eric van: Jan Tinbergen. - Antwerpen : NBH, 1974

Weblinks


- Tinbergen, Jan Tinbergen, Jan Tinbergen, Jan Tinbergen, Jan Tinbergen, Jan Tinbergen, Jan ja:ヤン・ティンバーゲン

12. April

Der 12. April ist der 102. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 103. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 263 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 467 - Anthemius wird Kaiser des Weströmischen Reichs.
- 1204 - Die Kreuzfahrer plündern im 4. Kreuzzug Konstantinopel.
- 1606 - Der Union Jack wird zur Flagge Großbritanniens.
- 1817 - Wird durch den Zusammenschluss der Universität Halle und der Universität Wittenberg die Vereinigte Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg beschlossen
- 1848 - Friedrich Hecker und Gustav von Struve rufen in Konstanz/Baden die Republik aus. Beginn des Heckeraufstands
- 1861 - Mit der Beschießung von Fort Sumter beginnt der Amerikanische Bürgerkrieg.
- 1877 - Das Vereinigte Königreich annektiert den Transvaal.
- 1945 - Harry S. Truman wird als 33. US-Präsident vereidigt.
- 1946 - Syrien gewinnt seine Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1990 - Lothar de Maizière wird erster demokratisch legitimierter Ministerpräsident der DDR.
- 2002 - In der armenischen Hauptstadt Eriwan finden Großdemonstrationen gegen ein neues Mediengesetz statt, das eine kritische Berichterstattung erschweren soll.

Wirtschaft


- 2000 - Nairobi, Kenia. Beim 11. Internationalen Artenschutzabkommen wird entschieden, dass der Handel mit Elfenbein weiterhin verboten bleibt.

Wissenschaft und Technik


- 1961 - Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin fliegt an Bord von "Wostok 1" als erster Mensch ins All. Damit beginnt die Bemannte Raumfahrt.
- 1981 - erster Start eines Space Shuttle

Kultur


- 1930 - Die Oper "Aus einem Totenhaus" von Leoš Janáček wird in Brünn uraufgeführt.
- 1962 - In London wird der Einakter "Ein leichter Schmerz" von Harold Pinter erstmals aufgeführt.
- 1978 - Uraufführung der Oper Le Grand Macabre von György Ligeti an der Königlichen Oper in Stockholm.

Religion


- 1633 - Die Inquisition beginnt die förmliche Befragung Galileo Galileis.
- 1997 - Papst Johannes Paul II. besucht Sarajewo.

Katastrophen


- 1815 - Der Ausbruch des Vulkans Tambora auf Indonesien führt zu 100.000 Todesopfern; durch den vulkanischen Winter kommt es auch in Europa zu Hungersnöten.
- 1999 - 5 Tote und 47 Verletzte beim schwersten Unfall der Wuppertaler Schwebebahn
- 2002 - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der afghanischen Region Hindukusch fordert 50 Menschenleben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1896 - Hannover 96 wird gegründet.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Roddy in Aachen durch technischen KO.
- 1997 - Bei derselben Veranstaltung gewinnt dessen Bruder Wladimir Klitschko seinen Boxkampf gegen Mark Young ebenfalls durch technischen KO.

Geboren


- 1526 - Muretus, französischer Humanist
- 1577 - Christian IV., König von Dänemark und Norwegen
- 1579 - François de Bassompierre, französischer Höfling, Diplomat und Marschall von Frankreich
- 1670 - Gustav Samuel Leopold, letzter Herzog von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg und Pfalz-Zweibrücken
- 1722 - Pietro Nardini, italienischer Komponist und Geiger
- 1723 - Franz Anton Bustelli, Bildhauer und Modellierer
- 1748 - Antoine Laurent de Jussieu, französischer Botaniker
- 1752 - Johann Alois Schneider, deutscher Bischof
- 1777 - Henry Clay, US-amerikanischer Außenminister
- 1794 - Germinal Pierre Dandelin, belgischer Mathematiker
- 1799 - Daniel-Henri Druey, schweizerischer Rechtsanwalt, Philosoph, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1801 - Joseph Lanner, österreichischer Komponist und Violinist
- 1803 - Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, deutscher Dichtermusiker
- 1812 - Alexander von Villers, österreichischer Schriftsteller und Diplomat
- 1812 - Hermann Hunaeus, deutscher Architekt
- 1823 - Alexander Ostrowski, russischer Dramatiker
- 1829 - Richard Lucae, deutscher Architekt; Direktor der Berliner Bauakademie
- 1831 - Constantin Meunier, belgischer Bildhauer und Maler
- 1839 - Nikolai Michailowitsch Prschewalski, russischer Forschungsreisender
- 1842 - Edmond Audran, französischer Komponist
- 1844 - Franz Kullak, deutscher Pianist und Komponist
- 1852 - Agnes Sapper, deutsche Schriftstellerin
- 1852 - Ferdinand von Lindemann, deutscher Mathematiker
- 1864 - Theodor Rehbock, deutscher Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe
- 1871 - Ioannis Metaxas, griechischer General, Politiker und Regierungschef
- 1876 - Carl Heinrich Becker, preußischer Politiker und Kultusminister
- 1878 - Richard Goldschmidt, deutscher Biologe und Genetiker
- 1881 - Rudolf Ramek, österreichischer Jurist und Politiker
- 1883 - Otto Bartning, deutscher Architekt und Architekturtheoretiker
- 1884 - Otto Fritz Meyerhof, deutsch-US-amerikanischer Biochemiker
- 1885 - Fritz Schuler, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1885 - Hermann Hoth, Offizier in der kaiserlichen-preußischen Armee, der Reichswehr und der Wehrmacht
- 1885 - Robert Delaunay, französischer Maler
- 1886 - Fritz Henßler, deutscher Buchdrucker, Politiker und MdR
- 1886 - Paul Buchner, deutscher Zoologe
- 1888 - Cecil Kimber, englischer Automobilkonstrukteur
- 1888 - Heinrich Neuhaus, ukrainischer Pianist
- 1891 - Hans Rothfels, deutscher Historiker
- 1892 - Johnny Dodds, US-amerikanischer Jazz-Klarinettist
- 1894 - Otto Arnholz, deutscher Politiker und MdB
- 1903 - Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler
- 1903 - Rudolf Hotzenköcherle, Schweizer Sprachwissenschaftler
- 1904 - Paul Dahlke, deutscher Schauspieler
- 1905 - Günther Sewald, deutscher Politiker und MdB
- 1907 - Eugène Chaboud, französischer Formel 1- und Sportwagenrennfahrer
- 1907 - Imogen Holst, englische Musikschriftstellerin, Komponistin und Dirigentin
- 1915 - Lujo Toncic-Sorinj, Politiker, österreichischer Außenminister, Diplomat
- 1917 - Robert Manzon, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1918 - Gustav Lübbe, deutscher Verleger
- 1920 - Armin Mohler, schweizerischer Philosoph, Publizist, Schriftsteller und Journalist
- 1920 - Raymond Mhlaba, südafrikanischer Politiker und Bürgerrechtler
- 1921 - Günter Gerhard Lange, deutscher Schriftentwerfer, Typograf und Lehrer
- 1923 - Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
- 1923 - Ernst Aust, deutscher Politiker
- 1924 - Raymond Barre, französischer Politiker
- 1925 - Ned Miller, US-amerikanischer Musiker
- 1926 - Said Ramadan, ägyptischer muslemischer Aktivist
- 1928 - Hardy Krüger, deutscher Filmschauspieler
- 1930 - Bruno Benthien, Wirtschaftswissenschaftler und Minister für Tourismus der DDR
- 1930 - Gustav Scholz, deutscher Boxer
- 1931 - Billy Vaughn, US-amerikanischer Bandleader
- 1932 - Lakshman Kadirgamar, sri-lankanischer Politiker
- 1933 - Montserrat Caballé, spanische Opernsängerin
- 1933 - Tiny Tim, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Michael Grzimek, deutscher Tierfilmer und Zoologe
- 1939 - Alan Ayckbourn, britischer Dramatiker
- 1939 - Hans Peter Giger, schweizerischer Perkussionist, Komponist und Bandleader
- 1940 - Herbie Hancock, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Bobby Moore, britischer Fußballspieler
- 1941 - Dieter Auch, deutscher Politiker
- 1942 - Carlos Reutemann, argentinischer Formel-1-Rennfahrer und Politiker
- 1943 - Lothar Kobluhn, deutscher Fußballspieler
- 1943 - Michael Otto, deutscher Manager, Vorstandsvorsitzender des Otto-Versands
- 1944 - John Kay, kanadischer Musiker (Steppenwolf)
- 1945 - Sigrid Skarpelis-Sperk, deutsche Politikerin und MdB
- 1946 - Ed O'Neill, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Tom Clancy, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1948 - Joschka Fischer, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1949 - Anke Eymer, deutsche Politikerin und MdB
- 1950 - David Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1950 - Joachim Knape, deutscher Professor für Allgemeine Rhetorik
- 1954 - Pat Travers, kanadischer Blues-Rock Gitarrist
- 1954 - Steve Stevaert, belgischer (flämischer) Politiker
- 1956 - Alexandr Briley, US-amerikanischer Sänger
- 1956 - Andy Garcia, US-amerikanischer Schauspieler
- 1956 - Herbert Grönemeyer, deutscher Musiker und Schauspieler
- 1956 - Walter Salles, brasilianischer Film-Regisseur
- 1957 - Vince Gill, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1957 - Wolfgang Baasch, deutscher Politiker
- 1958 - Will Sergeant, britischer Musiker
- 1960 - Stefan Moser, österreichischer Geschäftsmann
- 1961 - Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 1962 - Sepp Daxenberger, deutscher Politiker
- 1964 - Claudia Jung, deutsche Sängerin
- 1965 - Harry Behrens, deutscher Informationswissenschaftler
- 1971 - Nicholas Brendon, US-amerikanischer Schauspieler
- 1971 - Shannen Doherty, US-amerikanische Schauspielerin
- 1973 - Christian Panucci, italienischer Fußballspieler
- 1977 - Tobias Angerer, deutscher Skilangläufer
- 1979 - Claire Danes, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Brian McFadden, irischer Popsänger
- 1981 - Juri Michailowitsch Borsakowski, russischer Leichtathlet

Gestorben


- 238 - Gordian I. (Selbstmord) und Gordian II. (gefallen), römische Kaiser
- 352 - Julius I., Bischof von Rom und damit Papst seit 337
- 1107 - Burkhard von Fenis, Bischof von Basel
- 1111 - Berthold II., Herzog von Schwaben
- 1125 - Vladislav I., Herzog von Böhmen aus dem Geschlecht der Premysliden
- 1257 - Schadschar ad-Dur, Sultanin in Ägypten
- 1602 - Nikolaus von Reusner, Rechtswissenschaftler
- 1645 - Sigismund Heusner von Wandersleben, deutscher Offizier und Politiker
- 1666 - Johann Rudolf Wettstein, Schweizer Politiker und Bürgermeister von Basel
- 1751 - Sigismund Graf von Kollonitz, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal
- 1758 - Antoine de Jussieu, französischer Physiker und Botaniker
- 1765 - Edward Young (Dichter), englischer Dichter
- 1782 - Pietro Metastasio, italienischer Dichter und Liberettist
- 1797 - Johann Georg Bach, Sohn von Johann Ernst Bach
- 1814 - Charles Burney, britischer Komponist und Musikhistoriker
- 1817 - Charles Messier, französischer Astronom
- 1851 - Martin Schrettinger, deutscher Priester und Bibliothekar
- 1867 - Johann Christian Friedrich Tuch, deutscher Orientalist
- 1870 - Don Justo Jose de Urquiza, Präsident der Argentinischen Konföderation
- 1885 - Hermann Clausen, Politiker der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein
- 1894 - Ludwig Pfau, deutscher Dichter und Revolutionär
- 1896 - Carl Humann, deutscher Ingenieur, Architekt und Archäologe
- 1902 - Alfred Cornu, französischer Physiker
- 1912 - Clara Barton, US-amerikanische Philanthropin
- 1917 - Elisabeth Gnauck-Kühne, deutsche Frauenrechtlerin
- 1917 - Franziskus von Bettinger, Kardinal
- 1930 - Joseph König, deutscher Chemiker
- 1933 - Andreas Blunck, deutscher Jurist und Politiker
- 1933 - Carl Ulrich, deutscher Politiker und erster Ministerpräsident des Volkstaates Hessen
- 1933 - Emil Hartmann (Corpsstudent), Mitbegründer des Weinheimer Alte-Herren-Vereinigung
- 1938 - Fjodor Iwanowitsch Schaljapin, russischer Opernsänger
- 1938 - Johannes Thienemann, bedeutender deutscher Ornithologe
- 1944 - Adrian Warburton, britischer Pilot im 2. Weltkrieg
- 1945 - Franklin D. Roosevelt, US-amerikanischer Politiker (32. US-Präsident)
- 1945 - Vilém Mathesius, Linguist, Historiker und Anglist
- 1957 - Wilhelm Niklas, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1960 - Walter Peterhans, deutscher Fotograf
- 1961 - Nils-Eric Fougstedt, finnischer Komponist und Dirigent
- 1962 - Erwin Guido Kolbenheyer, österreichischer Romanautor, Dramatiker und Lyriker
- 1962 - Hermann Clausen, dänisch-deutscher Politiker
- 1964 - Barbi Henneberger, deutsche Skirennläuferin
- 1968 - Heinrich Nordhoff, deutscher Unternehmer
- 1971 - Igor Jewgenjewitsch Tamm, russischer Physiker
- 1972 - C. W. Ceram, deutscher Journalist und Wissenschaftsautor
- 1973 - Arthur Freed, US-amerikanischer Musicalproduzent und Liedertexter
- 1973 - Fritz Neumayer, deutscher Politiker
- 1975 - Josephine Baker, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin
- 1980 - Abel Ferreira, brasilianischer Komponist
- 1980 - Maria Dietz, deutsche Politikerin und MdB
- 1980 - William R. Tolbert Jr., Präsident von Liberia
- 1981 - Hans Chemin-Petit, deutscher Komponist
- 1981 - Joe Louis, US-amerikanischer Boxer
- 1981 - Matthias Domaschk, Bürgerrechtler in der DDR
- 1986 - Walentin Petrowitsch Katajew, sowjetischer Dramatiker und Romancier
- 1988 - Alan Paton, südafrikanischer Schriftsteller
- 1989 - Sugar Ray Robinson, US-amerikanischer Boxer
- 1990 - Luis Trenker, südtiroler Architekt, Bergsteiger, Schauspieler
- 1999 - Boxcar Willie, US-amerikanischer Country-Sänger
- 2004 - Juan Valderrama, spanischer Sänger
- 2004 - Rudolf Rolfs, deutscher Satiriker und Theaterleiter
- 2005 - Lucien Laurent, französischer Fußballspieler

Feier- und Gedenktage


- Internationaler Tag der Luft- und Raumfahrt (DDR)
- Tag der Kosmonauten (Russland)
- Herta - Herta von Rom, Märtyererin († um 303) (katholisch)
- Julius - Julius I., Papst 337-352 (katholisch)
- Zeno - Zeno von Verona, Bischof von Verona (katholisch und orthodox)

Siehe auch


- 11. April - 13. April
- 12. März - 12. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0412 ja:4月12日 ko:4월 12일 simple:April 12 th:12 เมษายน

Den Haag

Den Haag //, amtssprachlich ’s-Gravenhage, dt. auch der Haag ist der Regierungssitz der Niederlande und die Hauptstadt der Provinz Südholland. Seit 1831 ist sie Residenz des Königshauses. Den Haag ist mit 468.711 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Niederlande. Die engere Stadtregion heißt Haaglanden und zählt 977.000 Einwohner in neun Gemeinden. Die Stadt beherbergt den Internationalen Gerichtshof, den Internationalen Strafgerichtshof, als UN-Stadt das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien und zahlreiche weitere internationale Einrichtungen.

Lage und Wirtschaft

Den Haag liegt im Westen der Niederlande. Das Stadtzentrum liegt etwa 6 km von der Nordsee entfernt. Die Stadtteile Scheveningen und Kijkduin liegen direkt am Meer. Die Stadt ist Teil des Ballungsraums Randstad Holland. In unmittelbarer Nähe liegen weitere bedeutende Städte, etwa Rotterdam (20 km), Leiden (15 km) oder Delft (8 km). Die in den 1970er Jahren gegründete Trabantenstadt Zoetermeer liegt etwa 10 km östlich von Den Haag. Südlich der Stadt erstreckt sich bis zur Rheinmündung bei Hoek van Holland das etwa 20 x 20 km große Westland, eine riesige, zusammenhängende Gewächshauslandschaft, in der Gemüse und Blumen angebaut werden. Die Stadt ist reich an kleinen und mittelgroßen Handels- und Industrieunternehmen. Es liegt auf der Hand, dass der Dienstleistungssektor mit vielen Büros aller Art für einen Regierungssitz wirtschaftlicher Schwerpunkt ist; in Den Haag ist dies auch der Fall.

Geschichte

Bereits im 11. Jahrhundert gab es in der Umgebung des heutigen Binnenhofes ein Dorf, wo die Grafen von Holland ein Gebäude besaßen, wo sie wohnten oder nur auf der Durchreise übernachteten. Im Jahr 1248 ließ Graf Wilhelm II. von Holland ein Schloss bauen. Dieser Graf, der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches werden wollte, starb aber bevor das Schloss fertig war. Sein Sohn, Floris V., ließ diese Arbeiten machen. Unter anderem der Rittersaal, wo jetzt immer noch am Prinsjesdag, dem 3. Dienstag im September, die Königin mit der Verlesung der Thronrede das parlamentarische Sitzungsjahr offiziell eröffnet, kam damals zu Stande. Nach etwa 1300 war "Die Haghe" bereits die Residenz der Grafen von Holland. Es war bis zum 17. Jahrhundert nur mit Erdwällen und untiefen Gräben befestigt, und erhielt nie ein formales Stadtrecht. Trotzdem hatte die Bevölkerung einige Privilegien, unter anderem auf dem Gebiet der Steuern. Im Jahr 1560 bekam es ein kleines Rathaus, und eine steinerne Stadtbefestigung wurde genehmigt. Diese kam aber nicht rechtzeitig fertig, um die Bevölkerung vor den Katastrophen des Achtzigjährigen Krieges zu schützen. Den Haag wurde in dieser Epoche mehrere Male geplündert und niedergebrannt. Nach 1648 wurde Den Haag Residenz der Statthalter der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande. Eine Periode großen Wohlstands war angebrochen. Johann Moritz von Nassau ließ das Mauritshuis (jetzt Museum) bauen, für die Hofhaltung, die Regierungsmitglieder und ausländische Staatsvertreter wurden großartige, sehr vornehme Häuser errichtet. Von diesen Häusern sind viele zwischen 1750 und 1900 erbaute Exemplare noch überall in der Innenstadt zu finden. Ein Vorteil dabei war die Tatsache, dass Den Haag keine ummauerte Festungsstadt war, und dem Neubau dadurch keine Beschränkungen gestellt waren. König Ludwig Bonaparte erklärte Den Haag 1806 offiziell zur Stadt. Im 20. Jahrhundert kamen viele Wohnungen für Beamte und einfachere Leute hinzu, darunter das jetzt als "problematisch" geltende Malerquartier (Schilderswijk). Die Stadt war über 300 Jahre von Kriegsgewalt verschont geblieben, als am Anfang des 2. Weltkrieges, am 10. Mai 1940, deutsche Fallschirmjäger die Stadt angriffen. Ihre Aufgabe war es, das niederländische Regierungszentrum "blitzartig" einzunehmen. Dieses Vorhaben scheiterte an schlechter Planung und an der dort (ausnahmsweise) ausreichenden Militärverteidigung der Niederlande. Erst nach der Kapitulation am 15. Mai marschierte die deutsche Wehrmacht in Den Haag ein. Der von Adolf Hitler zum Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete ernannte Arthur Seyß-Inquart wurde bald darauf im Rittersaal installiert. Das Gefängnis im Stadtteil Scheveningen diente zur Inhaftierung von politischen Gegnern, u.a. Widerstandskämpfern. Es erhielt von jenen den Beinamen: Oranje-Hotel. Am 3. März 1945 wollten britische Bomber einen Luftangriff gegen deutsche Verwaltungsgebäude in Den Haag ausführen. Durch einen Navigationsfehler trafen die Bomben aber das Wohnviertel Bezuidenhout. Dabei kamen etwa 500 Menschen ums Leben, und 3000 Häuser wurden zerstört. Am 13. September 1974 stürmten Mitglieder der Japanischen Roten Armee die französische Botschaft in der Stadt und nahmen den Botschafter und zehn weitere gefangen. Bei dem Überfall wurde die Polizistin Hanke Remmerswaal in den Rücken geschossen. Nach Zahlung eines Lösegeldes in Höhe von 300.000 US-Dollar und freies Geleit zu einen Flugzeug werden die Geiseln freigelassen. In den 1970er und 1980er Jahren wurden Teile der Stadt tiefgreifend modernisiert. Auch nach 1990 wurden zum Teil sehr auffällige Neubauten errichtet, darunter einige Ministerienbüros in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Sehenswürdigkeiten

1980er 1980er
- Paleis Noordeinde - Regierungssitz der Königlichen Familie
- Binnenhof - Mittelalterlicher Gebäudekomplex mit Sitz der niederländischen Regierung. Den Mittelpunkt bildet der Rittersaal.
- Mauritshuis - Ehemaliges Wohnhaus von Johan Maurits van Nassau Siegen, beherbergt heute eine bedeutende Sammlung flämischer und holländischer Malerei mit Werken von u.a. Rembrandt und Vermeer
- Friedenspalast (Vredespaleis) - sehenswertes Neorenaissance-Gebäude (1907-1913), Sitz des Internationalen Gerichtshofs
- Gemeindemuseum (Haags Gemeentemuseum) - mit vor allem Kunst aus dem 20. Jahrhundert
- Panorama Mesdag - das 1881 vom Haager Maler Hendrik Willem Mesdag vollendete Panorama. In den 1990er Jahren restauriert.
- Madurodam - eine Miniaturstadt, die wichtigste Freizeit-Anlage der Stadt
- Gevangenpoort - ehemaliges Schlosstor und Gefängnis, heute Foltermuseum.
- Oude Stadhuis - Altes Rathaus, erbaut 1561 bis 1565.
- Grote Kerk/St.Jakobskerk - Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert mit 100 m hohem, sechseckigem Turm.
- Spinozahuis - Wohnhaus des niederländischen Philosophen Baruch Spinoza (1632-1677).
- Kommunikationsmuseum, Museum voor Communicatie - interaktives Museum der Geschichte und Technik der Kommunikation.
- Rijksmuseum Den Haag - bedeutende Sammlung französischer und niederländischer Gemälde mit Werken von Barbizon, Corot, Rousseau, Delacroix, Maris und Israëls.
- Plein - zentraler Platz des Regierungsviertels.
- Kloosterkerk - älteste Kirche der Stadt, um 1400 errichtet, bis 1583 Teil des Dominikanerklosters.
- Nationales Literaturwissenschaftliches Museum, Letterkundig Museum
- Nieuwe Kerk - Kirche aus dem 17.Jh., Grabstätte Spinozas und der Gebrüder de Witt.
- Catshuis - Amtssitz des Premierministers.
- Congresgebouw/NCC - größtes Kongressgebäude der Niederlande.
- Haagse Bos - 2 km lange, prächtige Parkanlage westlich von Huis ten Bosch.
- mehrere schöne alte Häuser und Alleen, verbreitet über die Stadt
- Scheveningen - Geschichtsträchtiger Seekurort mit historischem Kurhaus

Verkehr

Den Haag liegt an zwei Autobahnen von europäischer Bedeutung. Die A12 ist die Fortsetzung der aus Richtung Frankfurt am Main, Köln und Ruhrgebiet kommenden deutschen Autobahn A 3. Die A4 verbindet Amsterdam mit Rotterdam und den belgischen Metropolen Antwerpen und Brüssel und führt von dort weiter nach Frankreich, Paris. Die Stadt besitzt zwei große Bahnhöfe: den modernen Kopfbahnhof Den Haag Centraal (Hauptbahnhof) und den Durchgangsbahnhof Hollands Spoor mit sehenswerter historischer Architektur, w.u. die Fuerstlicher wart-zimmern. In Den Haag eröffnete 1864 die erste Straßenbahn der Niederlande. Das Straßenbahnnetz der Stadt zählt heute zu den größten in Europa. Nach großen Schwierigkeiten beim Bau wurde 2004 ein neuer Tunnel unter dem Stadtzentrum für die Straßenbahn in Gebrauch genommen. Den Haag hat keinen eigenen Flughafen, der Großflughafen Schiphol bei Amsterdam ist jedoch nur 50 km entfernt und schnell zu erreichen. Allerdings gibt es bei Den Haag den Militärflugplatz Valkenburg, welcher wegen der Sicherheit auch für regierungs- und köngigliche Flüge benutzt wird. Der Stadtteil Scheveningen besitzt einen kleinen Seehafen. Über Kanäle ist die Stadt auch an das eng geknüpfte Netz niederländischer Binnenwasserstraßen angebunden. Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Söhne und Töchter der Stadt

viele Mitglieder der königlichen Familie der Niederlande finden sie unter: Oranien. Andere berühmte Persönlichkeiten sind ausgelagert unter Söhne und Töchter von Den Haag.

Statistiken

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils zum 1. Januar)

Weblinks


- [http://www.denhaag.com Tourismusportal der Stadt Den Haag] (de, nl, en, fr, es, it)
- [http://www.denhaag.nl Gemeindeverwaltung Den Haag] (nl, en)
- [http://www.haaglaanden.nl Stadtregion Haaglanden] (nl, en) Kategorie:Ort in den Niederlanden Kategorie:Hauptstadt in Europa ja:ハーグ ko:헤이그

Niederlande

Die Niederlande (niederländisch Nederland) sind Teil des Königreichs der Niederlande in Westeuropa. Sie sind einer der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Rund ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels und ist mit rund 3.000 km Deichen geschützt. Im deutsch- und englischsprachigen Raum wie auch in den Niederlanden selbst wird anstelle der offiziellen und korrekten Bezeichnung Niederlande umgangssprachlich häufig der Name Holland für das gesamte Staatsgebiet verwendet. Diese Bezeichnung stammt von der alten Grafschaft Holland her und bezieht sich eigentlich nur auf die heutigen Provinzen Nord- und Südholland. - Siehe dazu auch die Rubrik "Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch" am Seitenende.

Geografie

Räumliche Lage

Das ganze Landes liegt weniger als einen Meter über, einige Gebiete sogar unterhalb des Meeresspiegels.
Der höchste Punkt des Landes, der Vaalserberg im Südosten, befindet sich 322 m über dem Amsterdamer Pegel, dort liegt auch gleichzeitig das Dreiländereck zu Deutschland und Belgien. Die flachen Gebiete werden in der Regel durch Deiche vor Sturmfluten geschützt.
Teile der Niederlande, wie zum Beispiel fast die gesamte Provinz Flevoland, wurden durch Landgewinnung dem Meer abgewonnen. Sie werden als Polder bezeichnet.
Ungefähr ein Fünftel (18,41 %) der Landesfläche ist mit Wasser bedeckt, wovon den größten Teil das IJsselmeer ausmacht, eine ehemalige Nordsee-Bucht, die 1932 durch einen 29 km langen Abschlussdeich eingepoldert wurde. Die wichtigsten Flüsse in den Niederlanden sind der Rhein, die Waal und die Maas. Maas Die Hauptwindrichtung in den Niederlanden ist Südwest, daraus resultiert ein gemäßigtes maritimes Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern. Siehe auch: Niederländische Inseln, Westfriesische Inseln

Nachbarländer

Die Niederlande grenzen im Westen und Norden an die Nordsee, im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Siehe auch: Städte in den Niederlanden

Bevölkerung

Die Niederlande sind mit etwa 480 Einwohnern pro Quadratkilometer Landfläche eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt (zum Vergleich: Deutschland 236, Monaco 16.435, Namibia 2). Niederländisch ist die Amtssprache im gesamten Staat; daneben werden niederdeutsche Mundarten gesprochen. Das Friesische ist Amtssprache in der Provinsje Fryslân und dort auch Rundfunk- und Verwaltungssprache. Im Nordosten werden niedersächsische Dialekte gesprochen, im Südosten hochdeutsche Mundarten. In den Niederlanden wohnen Einwanderer aus der ganzen Welt: Indonesien, Karibik, Südamerika, Afrika, Türkei, Polen etc. Die wichtigsten Religionen (Stand: 2002) sind der Katholizismus (31 %), der Protestantismus (21 %) und der Islam (5,5 %). Die meisten Protestanten gehören einer calvinistischen Kirche an. 40 % der Niederländer fühlen sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Die katholische Bevölkerung lebt vor allem im Süden, die protestantische vor allem im Norden des Landes.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Niederlande Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfränkischen Königreich (Regnum Teutonicae) und danach zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Unter Kaiser Karl V., der zugleich spanischer König war, war das Land in siebzehn Provinzen aufgeteilt und umfasste auch den Großteil des heutigen Belgiens. Nach der Unabhängigkeitserklärung der sieben nördlichen Provinzen (Allianz von Utrecht) vom 23. Januar 1579 und dem folgenden Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Westfälischen Frieden am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande. In der Folge wuchsen die Niederlande (de nederen duitsche landen) als Republik der Vereinigten Niederlande, zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte des 17. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurden Kolonien und Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet. Bekannt ist die Gründung von Nieuw Amsterdam, welches später in New York umbenannt wurde. In Asien schufen die Niederländer ihr Kolonialreich 'Nederlands-Indie', das heutige Indonesien, welches erst 1946 unabhängig wurde. Auch im nordöstlichen Südamerika (Surinam) und der Karibik entstanden Niederländische Kolonien (Aruba, Curaçao), (Bonaire), (Saba), (St. Eustatius) und (St. Maarten); diese Inseln sind heute stiller Teil der niederländischen Monarchie (Königreich). 1796 wurde mit französischer Unterstützung die Batavische Republik gegründet (benannt nach dem germanischen Stamm, der das Gebiet zwischen Rhein und Maas zuerst besiedelt hatte, den Batavern); 1806 machte Napoleon daraus das Königreich Holland. Nach der Einverleibung durch Frankreich unter Napoleon I. wurde 1815 das Königreich der Niederlande gegründet, das auch das heutige Belgien umfasste. Erster König wurde Wilhelm I. aus dem Haus Oranien-Nassau. Belgien und damit das die niederfränkischen Flandern erlangte nach der belgischen Revolution von 1830 seine Unabhängigkeit, die allerdings erst 1839 von Wilhelm I. anerkannt wurde. Der niederländische König war gleichzeitig Großherzog von Luxemburg, wo das Salische Gesetz kein weibliches Staatsoberhaupt zuließ. Als Wilhelm III. bei seinem Tod 1890 nur eine Tochter (Königin Wilhelmina) hinterließ, ging der Luxemburger Thron auf eine andere Erbfolgelinie im Haus Nassau über und Wilhelms Vetter Adolf von Nassau übernahm dort die Regierung. Die Niederlande blieben im Ersten Weltkrieg offiziell neutral und konnten sich auch erfolgreich aus dem Krieg halten. Sie hielten ihre Truppen aber dennoch bis zum Kriegsende mobilisiert und hatten überdies mit einer großen Flüchtlingswelle zu tun. Auch im Zweiten Weltkrieg versuchte die niederländische Regierung zunächst, sich aus dem Krieg herauszuhalten. Anderslautenden Warnungen glaubte sie nicht. Hitler jedoch befahl die Okkupation der Niederlande um so Frankreich unter Umgehung der "Maginot Linie" von Norden her einnehmen zu können. Nach dreitägigem Kampf zwangen die deutschen Truppen am Abend des 14.Mai 1940 die Niederlande mit dem Bombardement von Rotterdam zur Aufgabe. Die Innenstadt wurde durch Bomben und durch die anschließenden Brände weitgehend zerstört. Es war das erste Flächenbombardement im zweiten Weltkrieg. Die Niederlande waren von Mai 1940 bis Mai 1945 besetzt. Viele Niederländer arrangierten sich mit dem Regime und viele Mitläufer verinnerlichten auch die Ideologie eines großdeutschen bzw. großgermanischen Reiches. Die Judenverfolgung schlug in den Niederlanden besonders heftig zu: aus keinem anderen europäischen Land wurde ein so großer Bevölkerungsanteil abtransportiert. Noch immer ist die Rolle niederländischer Verwaltungsstellen und etwa der Niederländischen Eisenbahn beim Abstransport der Juden nicht restlos geklärt. Die Bevölkerung hatte aber mehrheitlich unter der Besatzung zu leiden und auch unter der Judenverfolgung (Anne Frank). Der südliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 von den Alliierten befreit, der Norden des Landes erst durch das Kriegsende. 1949 kam die westdeutsche Stadt Elten (bei Kleve) mit Umgebung bis 1963 unter niederländische Verwaltung. Deren Bewohner blieben formal bundesdeutsche Staatsbürger, erhielten allerdings niederländische Pässe und wurden auch niederländischen Staatsbürgern rechtlich gleichgestellt. Forderungen nach Angliederung von Teilen des Münsterlandes und des grenznahen Rheinlandes an die Niederlande, deren Bürger niedersächsische und niederfränkische Dialekte - ebenso wie in den Niederlanden - sprachen, konnte sich in den Niederlanden letztlich jedoch nicht durchsetzen. Im Februar 1953 verheerte eine Sturmflut den Südwesten der Niederlande und forderte 1800 Tote. Die Niederlande sind Gründungsmitglied der Benelux-Wirtschaftsunion (seit 1944 geplant, am 3. Februar 1958 festgelegt und am 1. November 1960 in Kraft getreten). Sie waren ebenfalls Mitbegründer der NATO und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (und damit der Europäischen Union). In der jüngsten Vergangenheit stand das multikulturelle politische Toleranzmodell der Niederlande auf dem Prüfstand. Ihre liberale Politik machte den Weg auch für eingewanderte radikale Islamisten und so genannte Hassprediger frei: Am 2. November 2004 kam es zum Mord an dem Regisseur Theo van Gogh. Die Folge des Mordes waren Anschläge auf Moscheen und Hassbekundungen gegen muslimische Bürger. Große Bevölkerungsteile fordern seither eine rigorose Politik gegen gewalttätige Einwanderer und eine Änderung der zu liberalen Einwanderungspolitik. Zahlreiche Politiker können seither nur noch unter Polizeischutz arbeiten und werden weiterhin von Islamisten bedroht.

Politik

Seit dem Ende der französischen Revolution im Jahre 1815 sind die Niederlande eine konstitutionelle Monarchie mit dem Königshaus Oranien-Nassau an der Spitze. Es herrscht allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt seit 1980 ist Königin Beatrix von Oranien-Nassau. Gemäß der Verfassung ist sie Mitglied der Regierung und ernennt die Minister. In der Praxis lässt sie nach Wahlen einen informateur (meist ein hoher Beamter) die Parlamentsfraktionen befragen. Nach dessen Berichterstattung bestellt die Königin einen formateur, der das Kabinett zusammenstellt. Dabei kann es sich bereits um den künftigen Ministerpräsidenten handeln.

Parlament

Das Parlament (Staten-Generaal, Generalstände) besteht aus zwei Kammern. Die Wahl der 150 Mitglieder der Zweiten Kammer (Tweede Kamer) findet im Normalfall alle vier Jahre statt. Diese Kammer ist das Parlament im eigentlichen Sinne, als Volksvertretung und Kontrolle der Regierung. Die Erste Kammer (Eerste Kamer), inoffiziell auch Senat genannt, setzt sich aus 75 Vertretern der Provinzparlamente zusammen, die ebenfalls alle vier Jahre gewählt werden. Die Arbeit der Ersten Kammer besteht vor allem in der Begutachtung von Gesetzen, die die Zweite Kammer erarbeitet hat; unter Umständen kann die Erste Kammer ein Gesetz durch ein Veto blockieren. Der heutige Ministerpräsident Jan Peter Balkenende von den Christdemokraten ist seit 2002 im Amt.

Parteien


- Christlich-Demokratischer Apell/CDA (christlich-konservativ)
- Partei der Arbeit/PvdA (sozialdemokratisch)
- Volkspartei für Freiheit und Demokratie/VVD (liberal-konservativ)
- Sozialistische Partei/SP (links)
- Liste Pim Fortuyn/LPF (rechtspopulistisch)
- Grüne Linke/GL (ökologisch und sozialistisch)
- Democraten 66/D66 (sozial-liberal)
- Christen Union/CU (extrem christlich-konservativ)
- Staatskundig Reformierte Partei/SGP (extrem christlich-konservativ)
- Neue Kommunistische Partei der Niederlanden/NCPN (kommunistisch) Siehe auch: Liste der niederländischen Ministerpräsidenten

Gesellschaftspolitik

In den letzten Jahrzehnten wurden die Niederlande unter anderem für ihre liberale gesetzliche Reglementierung weicher Drogen (siehe Coffee Shop), der Prostitution (sie ist ein gesetzlich anerkanntes Gewerbe und Prostituierte sind daher sozialversichert), von Abtreibung und Sterbehilfe bekannt. Die Niederlande gehörten auch zu den ersten Staaten, die die Ehe für Homosexuelle ermöglichten. Mit Ausnahme der so genannten Randstad (Amsterdam, Rotterdam und Den Haag) hinken Offenheit und Toleranz in der Bevölkerung der eigenen liberalen Gesetzgebung jedoch noch Jahrzehnte hinterher und die Intoleranz wird hinter der vor allem in den Medien und der Politik demonstrativ vorgetragenen Political Correctness versteckt. So ist es in einigen Teilen des Landes um die Akzeptanz offen gelebter Homosexualität weit schlechter bestellt als in den meisten Teilen Deutschlands und oftmals finden verbale oder gar gewalttätige Übergriffe gegenüber Homosexuellen statt. Am 2. November 2004 wurde der islamkritische Filmregisseur Theo van Gogh in Amsterdam ermordet. In Folge kam es zu Brandanschlägen auf Moscheen und zu moslemischen Übergriffen auf Kirchen. Die Vorfälle lösten heftige Diskussionen über die Integration von Ausländern und über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen aus.

Militär

Es besteht keine allgemeine Wehrpflicht. Die Streitkräfte umfassen insgesamt 53.130 Personen, davon entfallen auf das Heer 23.150, auf die Luftwaffe 11.050 und auf die Marine 12.130 Soldaten. Die Militärausgaben betragen 1,6 % des BIP (zum Vergleich, Deutschland: 1,5 %, USA: 3,4 %). Die Führung des niederländischen Heeres ("Koninklijke Landmacht") ist durch das 1. D/NL-Korps eng mit der Deutschen Bundeswehr verzahnt.

Provinzen

1579 mit sieben Provinzen begonnen, kamen später die sogenannten Generalitätslande (NL: generaliteitslanden) als Provinzen Nord-Brabant und Limburg hinzu. Drenthe wurde ebenfalls eine eigene Provinz, und die dominierende Provinz Holland wurde 1840 aufgespalten in Nord-Holland und Süd-Holland. Die jüngste Provinz ist Flevoland, das erst 1986 als Provinz gegründet wurde. Seit dem 1. Januar 1986 gliedern sich die Niederlande in 12 Provinzen (NL: provincies). Die Provinzen wiederum gliedern sich in 483 Gemeinden (gemeenten).

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Niederlande Die Niederlande haben ein gut funktionierendes, offenes Wirtschaftssystem. Seit den 1980er Jahren hat die Regierung ihre ökonomischen Eingriffe weitgehend zurückgenommen. Beim produzierenden Gewerbe dominieren Nahrungsmittel- und chemische Industrie, Erdölraffinerien und die Herstellung von Elektrogeräten. Lange vor seinen europäischen Nachbarn sorgte das Land für einen ausgewogenen Staatshaushalt und bekämpfte erfolgreich die Stagnation im Arbeitsmarkt. Die moderne und hoch technologisierte Landwirtschaft ist außerordentlich produktiv: neben Getreide-, Gemüse-, Früchte- und Schnittblumenanbau - die Tulpenzüchtung beeinflusste sogar die Geschichte des Landes - gibt es noch Milchviehhaltung in großem Maßstab. Letztere liefert die Grundlage für den Holländer Käse als wichtiges Exportprodukt. Die niederländische Landwirtschaft beschäftigt knapp unter 4 % der Arbeitnehmer, trägt jedoch erheblich zum Export bei. Die Niederlande sind nach den USA und Frankreich der weltweit drittgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Als Mitbegründer der Euro-Zone wurde in den Niederlanden für Bankgeschäfte am 1. Januar 1999 die vorherige Währung, der Gulden, durch den Euro ergänzt. Drei Jahre später, am 1. Januar 2002, ersetzen die Euromünzen und -banknoten für die Konsumenten den Gulden als Zahlungsmittel.

Naturressourcen

Die Niederlande verfügen über Erdgaslager, aus denen nahe Groningen sowie in der südlichen Nordsee in großem Maßstab gefördert wird. 1996 wurden 75,8 Mrd. m³ (nach BP) gefördert. Damit stehen die Niederlande im Ländervergleich bei der Erdgasförderung auf Platz fünf, nach Russland (561,1 Mrd. m³), USA (546,9 Mrd. m³), Kanada (153,0 Mrd. m³) und Großbritannien (84,6 Mrd. m³). Weiterhin gibt es an der emsländischen Grenze kleinere Erdölreserven und größere Salzlagerstätten bei Delfzijl und Hengelo. Abgesehen von Torf (u. a. im Bourtanger Moor) verfügen die Niederlande über keine weiteren nennenswerten Bodenschätze.

Kultur

Feiertage

Malerei

Viele weltberühmte Maler waren Niederländer. Die Blütezeit der Republik im 17. Jahrhundert, das sogenannte Goldene Zeitalter brachte große Künstler wie Rembrandt van Rijn, Johannes Vermeer, Frans Hals, Carel Fabritius, Gerard Dou, Paulus Potter oder Jan Steen hervor. Berühmte Maler späterer Epochen waren Vincent van Gogh und Piet Mondriaan. M. C. Escher ist ein bekannter Grafiker.

Architektur

Niederländische Architekten gaben wichtige Impulse für die Architektur des 20. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind vor allem Hendrik Petrus Berlage und die Architekten der De Stijl-Gruppe (Robert van't Hoff, J.J.P. Oud, Gerrit Rietveld). Johannes Duiker war ein Vertreter des Neuen Bauens. Die sogenannte Amsterdamer Schule (Michel de Klerk) leistete einen bemerkenswerten Beitrag zur expressionistischen Architektur. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg traten innovative niederländische Architekten hervor. Aldo van Eyck und Herman Hertzberger prägten die Architekturströmung Strukturalismus. Piet Blom wurde durch seine eigenwilligen Baumhäuser bekannt.

Wissenschaft

Aus den Niederlanden stammten Erasmus von Rotterdam, Baruch Spinoza und Christiaan Huygens. René Descartes verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in den Niederlanden. Überhaupt fanden seit der frühen Neuzeit zahlreiche verfolgte Wissenschaftler in den Niederlanden Asyl und Wirkungsmöglichkeiten. Die moderne Soziologie verdankt ihrem niederländischen Begründer S. Rudolf Steinmetz bedeutende Anregungen.

Literatur

Im "Goldenen Zeitalter" (De Gouden Eeuw) der Niederlande blühte neben der Malerei auch die Literatur, als bekannteste Vertreter wären Joost van den Vondel und P. C. Hooft zu nennen. Wichtige Autoren im 20. Jahrhundert waren Harry Mulisch, Jan Wolkers und Simon Vestdijk. Und während der deutschen Besatzung verfasste Anne Frank in Amsterdam ihr weltbekanntes Tagebuch.

Musik

Das niederländische Musikleben war im Bereich der klassischen Musik lange Zeit nicht auf dem Niveau anderer europäischer Staaten organisiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Professionalisierung statt und es bildeten sich zahlreiche Orchester und Kammerensembles. Wichtige Komponisten im 20. Jahrhundert sind Julius Röntgen, Willem Pijper, Mathijs Vermeulen, Louis Andriessen, Otto Ketting, Ton de Leeuw, Theo Loevendie, Misha Mengelberg, Tristan Keuris und Klaas de Vries (Liste niederländischer und flämischer Komponisten). Die wohl bekannteste niederländische Rockband Golden Earring hatte in den 1970er Jahren ihren größten Hit mit "Radar Love". Die Niederlande haben eine sehr lebendige Musik-Szene auf hohem Niveau. Es gibt zahlreiche Veranstaltungslokale und in den Medien wird den Künstlern viel Raum gegeben. Seit einigen Jahren ist "nederlandstalige muziek", Musik in der Landessprache sehr erfolgreich. Die berühmtesten Pop/Rockbands sind Blof, die meistgespielte Band im niederländischen Radio der vergangenen Jahre, und [http://www.acdaendemunnik.nl/ Acda en de Munnik], ein Duo, das mit Kleinkunstprogrammen bekannt geworden ist. Noch höhere Plattenverkaufszahlen erzielen Schlagerkünstler, wie Marco Borsato und [http://www.fransbauer.nl/ Frans Bauer]. Bekannte niederländische Rapper sind Ali B und Lange Frans & Baas B.

Natursehenswürdigkeiten


- De Hollandse Biesbosch, eine Fluss- und Sumpflandschaft
- Keukenhof
- die Nationalparks De Hoge Veluwe und Veluwezoon in der Veluwe
- die Naturschutzgebiete auf Texel
- Reeuwijkse Plassen bei Gouda
- Schiermonnikoog
- Die Deltawerke Schutzwehre gegen Sturmfluten. Gebaut nach der Sturmflut von 1953

Landesübliche Küche

Das inoffizielle Nationalgericht Stamppot ist zumeist eine passierte Mischung aus Kartoffeln und Gemüse. Häufig wird dabei Grünkohl (niederl. Boerenkool) verwendet. Teilweise werden auch angebratene Zwiebeln mit Schinkenspeck untergemengt. Eine regelrechte Snackbarkultur ist in den letzten Jahrzehnten entstanden. In diesen Fastfoodrestaurants erhält man Pommes Frites (niederl. Patat) mit Mayonnaise, Ketchup (auch gemischt mit Zwiebeln = special) oder Erdnusssoße (niederl. Pindasaus). Letztere hat sich durch die Einflüsse der Kolonialzeit etabliert. Überhaupt sind indonesische Einflüsse in der niederländischen Küche kaum zu übersehen, auch wenn die meisten Gerichte dem holländischen Geschmacksempfinden angepasst wurden. Neben den Pommes Frites werden in den Snackbars auch fritierte Fleisch- und Käsegerichte angeboten. Eine wirkliche Einzigartigkeit stellt der "Hollandse Nieuwe" dar. Dabei handelt es sich um rohe Heringsfilets, die am Schwanz gehalten über Kopf verzehrt werden, und über viele wertgebende Inhaltsstoffe verfügen sollen. International bekannt ist der niederländische Käse (niederl. Kaas), der sowohl als Brotbelag als auch in Stücke geschnitten verzehrt wird. Am weitesten verbreitet ist der Gouda, der seinen Ursprung in der gleichnamigen Stadt hat. Er ist in unterschiedliche Reifegrade eingeteilt. Jonger Kaas ist am kürzesten gelagert und schmeckt sahnig mild. Belegen ist die nächste Stufe mit einem würzigem Geschmack und einer festen Konsistenz. Oude Kaas ist die teuerste und aromatischste Lagerstufe. Besonders bekannt ist der "Oud Amsterdam". Das niederländische Frühstück ist eher spärlich und besteht meist aus einem Brot und einer Tasse Kaffee. Mittags gibt es ebenfalls belegte Brote dazu Milch oder Buttermilch. Die Hauptmahlzeit stellt das Abendbrot dar, welches aus warmen Speisen besteht und gegen fünf Uhr nachmittags eingenommen wird.

Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch

Der grammatikalisch richtige Gebrauch des Namens Niederlande ist vielen Sprechern nicht geläufig, was zu der fälschlichen Verwendung des Namens Holland beiträgt. Niederlande stellt eine Pluralform dar; vergleichbar mit den USA (die USA). Den Ländernamen gibt es im Singular nicht. Die Deklinationstabelle lautet wie folgt:
- Nominativ Plural: die Niederlande
- Genitiv Plural: der Niederlande
- Dativ Plural: den Niederlanden
- Akkusativ Plural: die Niederlande Beispielsätze
- Nominativ: Die Niederlande sind Mitglied der EU.
- Genitiv: Das Bruttosozialprodukt der Niederlande beträgt x Euro.
- Dativ: Deutschland hat den Niederlanden Hilfe versprochen.
- Akkusativ: Viele deutsche Touristen besuchen die Niederlande. Bei Satzkonstruktionen mit in ist zu beachten, dass in sowohl mit richtungsanzeigendem Akkusativ als auch mit ortsanzeigendem Dativ gebraucht werden kann:
- Ich fahre in die Niederlande. (richtungsanzeigender Akkusativ)
- Ich bin in den Niederlanden. (ortsanzeigender Dativ)

Weitere Themen


- Tourismus in den Niederlanden
- Nationalparks in den Niederlanden
- Liste der Bahnhöfe in den Niederlanden
- Niederländische Kolonien
- Niederländisch-Indien
- Liste der Königinnen und Könige der Niederlande
- Liste bekannter Niederländer
- Portal:Niederlande
- Portal:Benelux
- Niederlandistik Über Niederländische Sprache und Kultur

Weblinks


- [http://www.government.nl Offizielle Netzpräsenz der Regierung der Niederlande (englisch)]
- [http://www.koninklijkhuis.nl/ Offizielle Netzpräsenz des niederländischen Königshauses]
- [http://www.niederlandenet.de NiederlandeNet.de: Größtes Informationsportal über die Niederlande und die deutsch-niederländischen Beziehungen in deutscher Sprache]
- [http://www.niederlandeweb.de Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft und Generalkonsulate in Deutschland]
- [http://www.netherlands-embassy.at Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft in Wien]
- [http://www.niederlande-im-unterricht.de Deutsches Unterrichtsmaterial über die Niederlande für diverse Fächer, ausgerichtet auf die Lehrpläne Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=123 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-karten/karten.cgi?action=detail&templ=01_01_karten_detail&id=29 Karte: Die Niederlande um 1620 : Historische Karten (Haus der Bayerischen Geschichte)]
Kategorie:Staat ! Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU als:Niederlande [[got:

1994

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1994 ist „Internationales Jahr der Familie“ von den Vereinten Nationen
- 1994 ist „Internationales Jahr des Sports und des Olympischen Ideals“
- Die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eibe (Taxus baccata) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Deutsche Bahn AG wird gegründet
- 1. Januar: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet und das Abkommen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tritt in Kraft
- 1. Januar: Aserbaidschan. Die eigene Währung, der Manat, wird einzige Landeswährung (früher war auch der Rubel gesetzliches Zahlungsmittel)
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kanada
- 1. Januar: Mexiko. Aufstand in Chiapas
- 2. Januar: Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko
- 20. Januar: Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank)
- 31. Januar: Das historische Opernhaus „Gran Teatro del Liceo“ in Barcelona wird durch einen Brand zerstört
- 5. Februar: Burundi. Cyprien Ntaryamiras wird Staatspräsident
- 10. Februar: Vanuatu wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Februar Deutschland In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum in Deutschland eingerichtet
- 17. Februar: Belgien wird zum Bundesstaat. Verfassungsänderung
- 1. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ungarn
- 1. März: Südafrika tritt seine Exklave Walfischbai an Namibia ab
- 3. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Weißrussland
- 7. März: Georgien unterzeichnet den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen
- 7. März: Erste freie Parlamentswahlen in Kasachstan
- 12. März: Erstmals weiht die Church of England 2 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde
- 18. März: In Washington unterzeichnen Vertreter von Bosnien und Kroatien einen Föderationsvertrag
- 20. März: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt
- 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Oscars ausgezeichnet
- 1. April: Ungarn stellt Antrag auf Beitritt zur EU, die Stiftung der Leucorea wird in der Lutherstadt Wittenberg gegründet
- 5. April: Kurt D. Cobain, Sänger der Grungeband Nirvana stirbt durch einen Kopfschuss in seinem Haus in Seattle
- 6. April: Das Flugzeug mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsident Cyprien Ntaryamira an Bord wird beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen
- 11. April: Andorra. Aufnahme in den Europarat
- 11. April: Litauen wird assoziierter Partner der WEU
- 15. April: Gründung der WTO
- 27. April: Erste freie Wahlen in Südafrika
- 29. April: Freundschafts- und Kooperationsvertrag zwischen der Mongolei und der Volksrepublik China
- 4. Mai: Ägypten. Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens unter Schirmherrschaft Mohamed Hosni Mubaraks
- 9. Mai: Finnland tritt dem PfP (Partnership for Peace Programm) bei
- 10. Mai: Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas
- 12. Mai: Armenien. Waffenstillstand um Berg-Karabach
- 14. Mai: Waffenstillstand zwischen Georgien und Abchasien
- 17. Mai: Erste freie Wahlen in Malawi
- 27. Mai: Kasachstan unterzeichnet das Rahmendokument „Partnerschaft für den Frieden“ der NATO
- 1. Juni: Unterzeichnung Kirgisistans des PfP (Partnership for Peace) der NATO in Brüssel
- 6. Juni: Äthiopien. Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung
- 6. Juni: US-Präsident Bill Clinton besucht Riga, Lettland
- 11. Juni: § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe stellte, wurde in Deutschland gestrichen
- 12. Juni: Österreich entscheidet sich in einem Referendum für den EU-Beitritt
- 24. Juni: Russland und die Europäische Union unterzeichnen ein umfangreiches Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
- 8. Juli: Gründung der Wirtschaftsunion zwischen Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan
- 26. Juli: Lennart Meri, Estland, und Boris Jelzin, Russland, unterzeichnen in Moskau das Abkommen über den Abzug der russischen Truppen in Estland
- August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszinierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen
- 1. August: Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft)
- 10. August: Abkommen zwischen der Republik Moldau und Russland über den Abzug der restlichen Truppen, hauptsächlich der 14. Russischen Armee innerhalb von 3 Jahren
- 26. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kroatien. In Kraft seit dem 23. Januar 1998
- 27. August: Republik Moldau. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 31. August: Die letzten russischen Truppen verlassen Estland
- 31. August: Abschluss des Abzugs der Truppen der Sowjetunion aus Lettland
- 31. August: Die letzten russischen Truppen ziehen aus Deutschland ab
- 2. September: Bulgarien. Rücktritt von Ministerpräsident Ljuben Berov
- 11. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD verliert, die PDS gewinnt hinzu. FDP und Neues Forum sind nicht mehr im Landtag vertreten
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Größte zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 1. Oktober: Burundi. Sylvestre Ntibantunganya wird neuer Staatspräsident
- 1. Oktober: Te Beretitenti wird als Staatspräsident von Kiribati gewählt
- 3. Oktober: Fernando Henrique Cardoso wird Präsident von Brasilien
- 11. Oktober: Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts erklärt den Kohlepfennig für verfassungswidrig
- 12. Oktober: Die Bohrung des Kontinentalen Tiefbohrprojekts wird nach 9.101 Metern offiziell eingestellt
- 16. Oktober: Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 17. Oktober: Bulgarien. Auflösung des Parlaments
- 26. Oktober: Jordanien schließt Friedenvertrag mit Israel in Wadi Araba
- 28. Oktober: Andorra. Aufnahme in die Weltorganisation für geistiges Eigentum
- 10. November: Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
- 12. November: Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird Staatsoberhaupt in Sri Lanka
- 13. November: Die Schweden entscheiden sich in einem landesweiten Referendum für den Beitritt zur EU
- 16. November: Emomali Rachmonow wird Staatspräsident in Tadschikistan
- 20. November: Angola. Unterzeichnung des Protokolls von Lusaka
- 22. November: Waffenstillstand in Angola
- 28. November: Norwegen. Volksentscheid gegen einen Beitritt zur EU
- 2. Dezember: In Frankfurt am Main wird erstmals im Bundesgebiet ein Fixerraum für Heroinsüchtige eingerichtet
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 8. Dezember: Äthiopien. Neue demokratische Verfassung
- 11. Dezember: Parlamentswahlen in Turkmenistan
- 12. Dezember: Südafrika wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 15. Dezember: Palau wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Albanien beantragte die Aufnahme in die NATO
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan. In Kraft seit dem 5. Juni 2003
- Genozid in Ruanda: Hutus morden fast eine Million Tutsis
- Die FIFA führt die Golden-Goal-Regelung ein

Kultur


- 11. Februar: Der Techno-Club Aufschwung Ost wird in Kassel eröffnet
- Erstmaliges stattfinden der Shanghai Biennale

Katastrophen


- 3. Januar: Irkutsk, Russland. Absturz einer Tupolew Tu-154 der Baikal Air kurz nach dem Start Richtung Moskau wegen Triebwerksproblemen. Alle 125 Menschen an Bord und einer am Boden starben
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 6,7 in Kalifornien, USA. 60 Tote
- 15. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf Sumatera, Indonesien. 207 Tote
- 23. März: Nahe Meschduretschensk, Sibirien, Russland. Absturz eines Airbus A310 der Aeroflot auf dem Weg von Moskau nach Hong Kong nachdem die Piloten ihre Kinder ans Steuer gelassen hatten. Keiner der 75 Insassen überlebte
- 23. März: Pope Air Force Base, North Carolina, USA. Kollision einer General Dynamics F-16 mit einer Lockheed C-130 Hercules beim Landeanflug. Während die Hercules sicher landen und sich der Pilot der F-16 mit dem Schleudersitz retten konnte, stürzte seine Maschine auf das Flugfeld, fing Feuer und schleuderte in eine Gruppe Fallschirmspringer und ihre vollgetankte Lockheed C-141 Starlifter, die ebenfalls in Brand geriet. 24 Soldaten starben, über 100 wurden verletzt
- 26. April: Nagoya, Japan. Ein aus Taipeh, Taiwan kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzte beim Landeanflug ab. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass der Autopilot versehentlich auf Durchstarten eingestellt war und steuerten vergeblich dagegen. 264 Menschen starben, 7 überlebten das Unglück
- 2. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Java_(Indonesien). 277 Tote
- 6. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 in Kolumbien. 795 Tote
- 6. Juni: Xi'an, Volksrepublik China. Eine Tupolew Tu-154 der China Northwest Airlines stürzte 10 Minuten nach dem Start ab. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 27. Juni: Im japanischen Matsumoto werden sieben Menschen getötet und mehr als 200 verletzt, als Mitglieder der Aum-Sekte Saringas freisetzen
- 1. Juli: Tidjikja, Mauretanien. Eine in Nouakchott gestartete Fokker F-28 der Air Mauretanie machte im Sandsturm eine Bruchlandung. Dabei ging die Maschine in Flammen auf. 80 Menschen starben, 13 konnten mit schweren Verletzungen gerettet werden
- 2. Juli: Charlotte, North Carolina, USA. Absturz einer aus Columbia, South Carolina kommenden Douglas DC-9 der