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| John Gay |
John GayJohn Gay ( - 16. September 1685 in Barnstaple, Devonshire; † 4. Dezember 1732 in London) war ein englischer Schriftsteller, der vor allem Gedichte, Erzählungen, Romane und Fabeln verfasste. Zusammen mit Jonathan Swift, Alexander Pope und John Arbuthnot bildete Gay die als Scriblerus Club bekannte Gruppe von Tory-Satirikern.
Tory
Aus spaniolischer Familie stammend, verlor Gay seine Eltern bereits in jungen Jahren und wuchs bei seinem Onkel, Reverend John Hammer auf. Seine schulische Bildung erhielt er in der Barnstable Grammar School. Danach begann er eine Lehre bei einem Seidenhändler in London. Diese Arbeit war ihm verhasst, und schon bald fand er Eingang in literarische Zirkel der englischen Hauptstadt. 1712-14 arbeitete er als Sekretär im Haushalt der Duchess of Monmouth. Hier schrieb er im Jahr 1714 The Shepherd's Week, eine Sammlung von sechs Pastoralen (Schäfergedichte). Später wurde er Sekretär von Lord Clarendon, einem Abgeordneten der Torys. Nach dem Tode der Königin Anne wurde die Tory-Regierung gestürzt, so dass Gay arbeitslos wurde. Durch misslungene Finanzspekulationen verarmt, verbrachte er seine letzten Lebensjahre hauptsächlich bei seinen Gönnern, Duke und Duchess von Queensberry, in Wiltshire. 1732 kehrte er nach London zurück, wo er verstarb. Gay wurde in Westminster Abbey begraben. Auf seinem Grabstein steht sein Ausspruch:
:Life is a jest, and all things show it;
:I thought so once, and now I know it.
:Das Leben ist ein Spaß, und alles deutet darauf hin;
:so dachte ich einst, nun weiß ich es.
Gays bekanntestes Werk ist das Textbuch zu dem satirischen Singspiel The Beggar's Opera. Mit der Figur des Peachum, die sich an den bekanntesten englischen Verbrecher des 18. Jahrhunderts Jonathan Wild anlehnt, wurde damit gleichzeitig der britische Premier Robert Walpole karikiert. Die Musik schrieb Johann Christoph Pepusch. Pepusch entnahm die Themen der 69 Musik-Nummern populären Arien und Gesängen, komponierte selbst nur die Ouvertüre und ein Lied. The Beggar's Opera wurde 1728 im Londoner Lincoln's Inn Theatre uraufgeführt.
Weblinks
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16. SeptemberDer 16. September ist der 259. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 260. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 106 Tage.
Ereignisse
Politik
- 681 - Das 6. Ökumenische Konzil unter dem Vorsitz Kaiser Konstantins IV. endet im kaiserlichen Palast von Konstantinopel.
- 929 - Die Stadt Duderstadt wird erstmals urkundlich erwähnt.
- 1180 - Friedrich I. Barbarossa entzieht seinem Vetter Heinrich dem Löwen die Herrschaft über die Reichslehen Bayern und Sachsen. Mit dem – territorial beschnittenen – Herzogtum Bayern wird stattdessen der Wittelsbacher Otto belehnt.
- 1410 - Eroberung der andalusischen Stadt Antequera, damals von den Mauren Medina Antaquira genannt, durch das Heer Ferdinand I. v. Aragón (siehe auch: Reconquista).
- 1620 - „Pilgerväter“: Im englischen Plymouth legt die Mayflower ab zur Überfahrt in die „Neue Welt“, nach Amerika.
- 1621 - Schweden erobert Riga und annektiert Livland.
- 1639 - Die Zwei-Tage-Seeschlacht im Kanal beginnt, in deren Verlauf die Niederlande unter ihrem Admiral Maarten H. Tromp eine spanische Flotte unter Antonio de Oquendo besiegen.
- 1810 - Mit Miguel Hidalgos Aufruf beginnt der Kampf um die mexikanische Unabhängigkeit.
- 1813 - Eleonore Prochaska (Jäger August Renz), die sich als Mann in das Lützowsche Freikorps einschlich, wird in einem Gefecht an der Göhrde während der Befreiungskriege tödlich verletzt.
- 1824 - Karl X. wird König von Frankreich.
- 1837 - Der Deutsche Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld wird König von Portugal. Er gründet die Dynastie Sachsen-Coburg-Braganca.
- 1859 - Gründung des Deutschen Nationalvereins
- 1915 - Haiti wird unter militärischem Druck US-Protektorat.
- 1920 - Der französische Staatspräsident Paul Deschanel tritt aus Gesundheitsgründen zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Ministerpräsident Alexandre Millerand.
- 1938 - Adolf Hitler trifft in Berchtesgaden mit dem britischen Premierminister Arthur Neville Chamberlain zusammen, der sich bereit erklärt, Prag die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete nahezulegen.
- 1939 - Der japanisch-russische Grenzkonflikt wird beigelegt.
- 1940 - In den USA wird erstmals die Wehrpflicht in Friedenszeiten eingeführt.
- 1941 - Großbritannien und Russland zwingen den Schah von Persien Resa Khan Pahlawi wegen seiner Sympathien für das Deutsche Reich zum Rücktritt und in die Verbannung.
- 1947 - Großbritannien beendet formell den Krieg mit Österreich.
- 1949 - Israel wird Mitglied in der UNESCO.
- 1950 - In Vietnam greifen Viet Minh-Einheiten die französischen Stützpunkte Dong Khe und Lao Kay an.
- 1955 - Zweiter und schließlich erfolgreicher Militärputsch gegen den argentinischen Staatspräsidenten Juan Domingo Perón.
- 1963 - Malaya, Singapur, Britisch Nord Borneo und Sarawak schließen sich zur Föderation Malaysia zusammen.
- 1964 - Die deutsche Bundesregierung beschließt die Gründung der Stiftung Warentest.
- 1970 - „Schwarzer September“: Der Konflikt zwischen Palästinensern und der jordanischen Staatsführung eskaliert.
- 1971 - Beginn eines deutsch-sowjetischen Gipfeltreffens in der Sowjetunion zwischen Willy Brandt und Leonid I. Breschnew.
- 1974 - US-amerikanische General Alexander Haig wird Oberbefehlshaber der NATO in Europa.
- 1975 - São Tomé und Príncipe, Mosambik und Kap Verde werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 1975 - Papua-Neuguinea wird unabhängig.
- 1979 - Der afghanische Staatschef Nur Muhammad Taraki tritt zurück.
- 1979 - Den thüringischen Familien Strelzyk und Wetzel gelingt die Flucht aus der DDR mit Hilfe eines selbstgebauten Heißluftballons.
- 1982 - Christliche Milizen massakrieren im palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila in Beirut Alte, Frauen und Kinder. 800 Menschen kommen ums Leben. (Massaker von Sabra und Schatila)
- 1986 - Die EG-Außenminister einigen sich in Brüssel auf Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika.
- 1989 - Der Reformpolitiker und Staatsminister Imre Pozsgay wird in Ungarn zum Präsidenten gewählt.
- 1991 - Abschaffung der Todesstrafe in der Schweiz auch im Militärstrafrecht (im Zivilstrafrecht schon 1942).
- 1992 - Schwere Krise im Europäischen Währungssystem (EWS) führt zum Austritt von Großbritannien und Italien aus dem Wechselkursmechanismus des EWS.
- 1993 - Verurteilung des ehemaligen DDR-Verteidigungsministers Heinz Keßler und seines Stellvertreters Fritz Streletz zu sieben bzw. viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags aufgrund politischer Verantwortung für den Schießbefehl.
- 1995 - Griechenland hebt das Embargo gegen Mazedonien auf.
- 1996 - Stephanie von Monaco reicht die Scheidung von ihrem Gatten Daniel Ducruet ein.
- 1999 - Algerien stimmt für den Friedensplan von Staatspräsident Abd al-Asis Bouteflika zur Aussöhnung mit islamistischen Extremisten.
- 2002 - Ibrahim Boubacar Keita wird Ministerpräsident von Mali.
- 2002 - Auf der Insel Jolo (Philippinen) startet die Armee einen Angriff auf Stellungen der moslemischen Rebellen, die seit 21 Wochen 19 Geiseln in ihrer Gewalt haben.
Wirtschaft
- 1980 - Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Portugal und Deutschland.
Wissenschaft & Technik
- 1861 - Der größte dampfgetriebene Schmiedehammer Deutschlands nimmt in Essen bei der Firma Krupp seine Arbeit auf. "Fritz" verfügt über ein Fallgewicht von 50 Tonnen.
- 1924 - Der dänische Polarforscher Knud Rasmussen beendet eine 37monatige Hundeschlitten-Expedition ins ewige Eis des Nordens (Arktis), die er im Alleingang durchführte.
Kultur
- 1894 - Uraufführung der Operette "Die Chansonette" von Rudolf Dellinger am Residenztheater in Dresden.
- 1938 - Uraufführung der Kino-Komödie "Dreizehn Stühle" in Dresden. Hauptdarsteller: Heinz Rühmann und Hans Moser.
- 1953 - Uraufführung des Monumentalfilms "Das Gewand" von Henry Koster. Erster Film der im Cinemascope-Verfahren gedreht wurde.
- 1966 - Eröffnung des Metropolitan Opera House im Lincoln Center von New York (USA). Vor 3.800 Besuchern fand die Welturaufführung von Samuel Barbers "Antonius und Cleopatra" statt.
- 1984 - Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung von Edgar Reitz' Heimat - Eine Chronik in elf Teilen.
- 1998 - Die US-amerikanische Schauspielerin Meryl Streep erhält ihren Stern auf Hollywoods Walk Of Fame.
- 1999 - Uraufführung der Oper What Next? von Elliott Carter in Berlin.
- 2002 - In München wird die neue Pinakothek der Moderne eröffnet, neben der Alten Pinakothek und der Neuen Pinakothek die dritte Pinakothek in München.
- 2003 - In Florenz beginnt die Restaurierung von Michelangelos David-Statue.
Katastrophen
- 1916 - Das Deutsche Luftschiff LZ31 (L 6) fängt bei der Befüllung mit Gas Feuer und verbrennt zusammen mit dem Luftschiff LZ36 (L 9).
- 1918 - Auf dem Monitor "Glatton" (Großbritannien) kommt es im Hafen von Dover zu Explosionen der Munitionskammern. 77 Tote und zahlreiche Verletzte, das Schiff wurde aus dem Hafen geschleppt und von einem eigenen Zerstörer versenkt.
- 1978 - Bei einem Erdbeben der Stärke 7,8 im Iran sterben ca. 15.000 Menschen.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.letik]].
- 1923 - Das Müngersdorfer Stadion in Köln wird eingeweiht.
- 2000 - Jana Klotschkowa, Ukraine, schwimmt neuen Weltrekord über 400 m Lagen
Geboren
Ukraine
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- 1098 - Hildegard von Bingen, Theologin und Naturheilkundlerin
- 1584 - Matthias Gallas, kaiserlicher General im Dreißigjährigen Krieg
- 1615 - Heinrich Bach, deutscher Organist
- 1685 - John Gay, englischer Dichter
- 1726 - Jakob Prandtauer, österreichischer Barockbaumeister
- 1745 - Michail Kutusow, russischer General in den Napoleonischen Kriegen
- 1782 - Daoguang, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1812 - Robert Fortune, schottischer Wirtschaftsspion
- 1825 - Simeon Bavier, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1979-1882
- 1834 - Julius Wolff, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1837 - Peter V., König von Portugal
- 1853 - Albrecht Kossel, deutscher Biochemiker (Medizinnobelpreis 1910)
- 1858 - Andrew Bonar Law, britischer Politiker und Premierminister
- 1859 - Yuan Shikai, chinesischer Armeeführer, Präsident und selbsternannter Kaiser 1915
- 1878 - Karl Albiker, Bildhauer und Schüler von Auguste Rodin
- 1878 - Henry St. John Viscount Bolingbroke, englischer Politiker
- 1878 - Herwarth Walden, deutscher Schriftsteller und Verleger
- 1882 - Alexander Pawlowitsch Kutepow, General im russischen Bürgerkrieg
- 1885 - Karen Horney, deutsch-US-amerikanische Psychoanalytikerin
- 1886 - Hans Arp, deutsch-französischer Maler, Bildhauer und Dichter
- 1887 - Nadia Boulanger, französische Musikpädagogin, Komponistin und Dirigentin
- 1888 - Walter Owen Bentley, englischer Automobilingenieur und Unternehmer
- 1888 - Frans Eemil Sillanpää, finnischer Schriftsteller (Literaturnobelpreis 1939)
- 1889 - Ludwig Tügel, deutscher Schriftsteller
- 1890 - Ernst Deutsch, deutscher Schauspieler
- 1891 - Karl Dönitz, Großadmiral der Deutschen Kriegsmarine (letzter Deutscher Reichspräsident)
- 1892 - Werner Bergengruen, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1893 - Alexander Korda, ungarisch-britischer Filmregisseur
- 1893 - Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker (Medizinnobelpreis 1937)
- 1894 - Charles Crodel, französischer Maler
- 1895 - Karol Rathaus, polnischer Komponist
- 1902 - Jean Bourgknecht, Schweizer Politiker (CVP), Bundesrat 1960-1962
- 1902 - Mildred Harnack, amerikanisch-deutsche Literaturwissenschafterin
- 1904 - Alfred Klahr, österreichischer Kommunist und Journalist
- 1904 - Germaine Richier, französische Bildhauerin
- 1908 - Friedrich Torberg, österreichischer Schriftsteller
- 1910 - Karl Kling, deutscher Automobilrennfahrer
- 1917 - Alexander Schmorell, Widerstandskämpfer (Mitbegründer der Weißen Rose)
- 1919 - Sven-Erik Bäck, schwedischer Komponist
- 1922 - Ursula Wölfel, deutsche Schriftstellerin
- 1924 - Lauren Bacall, US-amerikanische Schauspielerin
- 1924 - Joe Reisman, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Charlie Byrd, US-amerikanischer Jazzgitarrist
- 1925 - B.B. King, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1927 - Peter Falk, US-amerikanischer Schauspieler ("Inspektor Columbo")
- 1927 - Sadako Ogata, japanische Hochschullehrerin und UN-Diplomatin
- 1931 - Little Willie Littlefield, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1931 - Werner Lueg, deutscher Leichtathlet
- 1934 - Elgin Baylor, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1934 - Richard Blandon, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Hans A. Engelhard, deutscher FDP-Politiker, 1982-1991 Bundesjustizminister
- 1935 - Carl Andre, US-amerikanischer Objektkünstler
- 1935 - Esther Vilar, argentinisch-deutsche Schriftstellerin
- 1939 - Breyten Breytenbach, südafrikanischer Schriftsteller und Maler
- 1940 - Jutta Heine, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 1941 - Richard Perle, US-amerikanischer Politiker
- 1941 - Hans-Georg Stümke, Historiker und Publizist, Mitbegründer der deutschen Schwulenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 1943 - Joe Butler, US-amerikanischer Musiker (Lovin’ Spoonful)
- 1943 - Oskar Lafontaine, deutscher Politiker (früher SPD - heute WASG), Ministerpräsident des Saarlandes, Bundesfinanzminister
- 1944 - Bernie Calvert, US-amerikanischer Musiker (Hollies)
- 1944 - Betty Kelly, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Sonny Lemaire, US-amerikanischer Musiker (Exile)
- 1947 - Alexander Ruzkoi, russischer General und Politiker
- 1948 - Jürgen Dollase, deutscher Musiker
- 1948 - Kenny Jones, britischer Musiker (Small Faces, Faces und The Who)
- 1950 - Loyola de Palacio, spanische Politikerin, EU-Kommissarin
- 1950 - Paul Tröger, deutscher Lyriker
- 1952 - Fatos Nano, albanischer Politiker
- 1954 - Franz Thönnes, deutscher Politiker (SPD), MdB seit 1994
- 1956 - David Copperfield, US-amerikanischer Magier
- 1956 - Charles Fearing, US-amerikanischer Musiker
- 1956 - Mickey Rourke, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1965 - Karlheinz Riedle, deutscher Fußballspieler
- 1966 - Kevin Young, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1968 - Marc Anthony, puerto-ricanischer Sänger
- 1971 - Annelise Coberger, neuseeländische Skirennläuferin
- 1972 - Vebjørn Rodal, norwegischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1973 - Alexander Winokurow, kasachischer Radrennfahrer
- 1975 - Gal Fridman, israelischer Windsurfer und Olympiasieger
- 1976 - Elina Garanca, lettische Sängerin
- 1981 - Alexis Bledel, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Kirsty Coventry, simbabwische Schwimmerin
- 1984 - Katie Melua, georgische Jazz- und Blues-Sängerin
- 1985 - Eike-Christian Hinkel, deutscher Leichtathlet und Sprinter
Gestorben
- 655 - Martin I., Papst von 649 bis 653
- 1087 - Viktor III., Papst 1086-1087
- 1380 - Karl V., König von Frankreich von 1364 bis 1380
- 1394 - Clemens VII., Gegenpapst und Widersacher von Urban VI.
- 1498 - Tomás de Torquemada, spanischer Generalinquisitor
- 1652 - Johann von Werth, Reitergeneral im Dreißigjährigen Krieg
- 1672 - Anne Bradstreet, US-amerikanische Dichterin
- 1676 - Gaspar de Bracamonte y Guzmán, spanischer Staatsmann
- 1681 - Jahanara Begum, Tochter des Großmoguls von Indien Schah Jahan
- 1726 - Jakob Prandtauer, österreichischer Barockbaumeister
- 1736 - Daniel Gabriel Fahrenheit, deutscher Physiker und Instrumentenbauer
- 1753 - Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, deutscher Baumeister, Maler und Architekt in Preußen
- 1762 - Francesco Geminiani, italienischer Geiger und Komponist
- 1803 - Nicolas Baudin, französischer Forschungsreisender
- 1811 - Franz Freiherr von Fürstenberg, deutscher Schulreformer und Universitätsgründer
- 1824 - Georg Friedrich Rebmann, deutscher Publizist
- 1824 - Giacomo Tritto, italienischer Komponist und Musiklehrer
- 1824 - Ludwig XVIII., König von Frankreich
- 1862 - Boniface de Castellane, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1866 - Johan Fredrik Höckert, schwedischer Maler
- 1869 - Thomas Graham, schottischer Chemiker und Physiker
- 1871 - Heinrich Marr, Schauspieler
- 1886 - Carl Damm, katholischer Priester, Politiker und Teilnehmer an der Revolution 1848/1849
- 1890 - Carl Franz Wilhelm Edel, deutscher Jurist und Politiker
- 1896 - Carlos Gomes, brasilianischer Komponist
- 1911 - Edward Whymper, englischer Bergsteiger
- 1916 - José Echegaray y Eizaguirre, spanischer Dramatiker, Mathematiker und Politiker
- 1920 - Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter und Lyriker
- 1924 - Augusta Bender, Frauenrechtlerin, Schrifttellerin
- 1925 - Alexander Alexandrowitsch Friedmann, russischer Physiker und Mathematiker
- 1925 - Leo Fall, österreichischer Operetten-Komponist und Kapellmeister
- 1927 - Max Ritter von Gruber, österreichischer Bakteriologe
- 1928 - Marie Stritt, deutsche Frauenrechtlerin
- 1932 - Ronald Ross, englischer Mediziner, Nobelpreis 1902
- 1936 - Karl Buresch, österreichischer Politiker
- 1939 - Otto Wels, deutscher Politiker und MdR
- 1944 - Gustav Bauer, deutscher Politiker, Ministerpräsident und Reichskanzler
- 1946 - James Jeans, englischer Physiker, Astronom und Mathematiker
- 1947 - Friedrich Wilhelm Mader, deutscher Schriftsteller von Zukunfts- und Abenteuerromanen
- 1948 - Manuel Arce y Ochotorena, Erzbischof von Tarragona und Kardinal
- 1950 - Robert Gradmann, deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler
- 1955 - Gustav von Bergmann, Internist und Medizinprofessor
- 1964 - Leo Weismantel, deutscher Schriftsteller
- 1965 - Peter Paul Althaus, war ein Dichter
- 1973 - Hermann Finsterlin, Utopischer Architekt, Maler, Dichter und Komponist
- 1973 - Victor Jara, chilenischer Musiker
- 1973 - William Theodore Heard, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1974 - Phog Allen, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1977 - Marc Bolan, amerikanischer Musiker T. Rex, gilt als Erfinder des Glam-Rock
- 1977 - Maria Callas, US-amerikanische Sopranistin
- 1979 - Gio Ponti, italienischer Architekt
- 1979 - Heinrich Tenhumberg, deutscher Theologe und Bischof
- 1980 - Jean Piaget, Schweizer Entwicklungspsychologe
- 1981 - Fritz Lange, Minister für Volksbildung der DDR
- 1985 - Wolfgang Abendroth, deutscher Politologe und Staatsrechtler
- 1985 - Kurt Wegner, deutscher Künstler
- 1989 - Arno Behrisch, deutscher Politiker
- 1989 - Bruno Heck, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1993 - Rok Petrović, slowenischer Skirennläufer
- 2001 - Samuel Z. Arkoff, US-amerikanischer Filmproduzent und Regisseur
- 2004 - Dolly Rathebe, südafrikanische Jazz-Sängerin und Schauspielerin
- 2004 - Izora Rhodes Armstead, US-amerikanische Sängerin
- 2005 - Friedrich Karl Waechter, deutscher Zeichner, Schriftsteller und Satiriker
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag von Mexiko
- Nationalfeiertag von Papua-Neuguinea
- Internationaler Tag für die Erhaltung der Ozonschicht (UNO)
Siehe auch
:15. September - 17. September
:16. August - 16. Oktober
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0916
ja:9月16日
ko:9월 16일
simple:September 16
th:16 กันยายน
4. DezemberDer 4. Dezember ist der 338. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 339. in Schaltjahren) - somit bleiben 27 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 771 - Karl der Große wird nach dem Tod seines Bruders und Mitregenten Karlmann I. im Alter von 27 Jahren Alleinherrscher im Frankenreich.
- 1897 - Durch einen Friedensvertrag endet der Türkisch-Griechische Krieg.
- 1944 - Luftangriff auf Heilbronn. Mit über 6.500 Toten einer der schwersten Luftangriffe des 2. Weltkrieges.
- 1958 - Dahomey, später Benin, wird autonome Republik
- 1967 - An der nordfranzösischen Atlantikküste geht erstmals ein Gezeitenkraftwerk ans Netz.
- 1974 - Jean-Paul Sartre erhält vom Oberlandesgericht Stuttgart die Erlaubnis, den in Stammheim inhaftierten Terroristen Andreas Baader zu besuchen
- 1975 - Suriname wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1977 - Jean-Bédel Bokassa ernennt sich zum Kaiser des "Zentralafrikanischen Kaiserreiches".
- 1989 - Der eiserne Vorhang der ehemaligen ČSSR fällt
- 1991 - Auf den Seychellen wird ein Mehrparteiensystem eingeführt.
- 1993 - In Österreich beginnt der Briefbomben-Terror von Franz Fuchs.
Wirtschaft
- 1871 - Im Deutschen Reich wird die Goldmark zu 100 Pfennig als einheitliche Währung eingeführt.
- 1924 - Erste deutsche Funkausstellung wird trotz schwieriger Zeiten in Berlin eröffnet.
- 1985 - In Düsseldorf wird bekannt, dass Friedrich Karl Flick beabsichtigt, sein Imperium an die Deutsche Bank zu verkaufen
Wissenschaft, Technik
- 1948 - In Berlin wird die Freie Universität gegründet.
Kultur
- 1773 - Uraufführung der lyrischen Tragödie Sabinus von François-Joseph Gossec in Versailles.
- 1920 - Uraufführung der Oper Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold am Stadttheater Hamburg sowie am Stadttheater Köln.
- 1926 - In Dessau wird das neue Bauhaus eingeweiht.
- 1948 - Die neu gegründete Freie Universität Berlin wird feierlich eingeweiht.
Religion
- 1154 - Nicholas Breakspear wird als erster und bisher einziger Engländer zum Papst gewählt und tritt mit der tags darauf stattfindenden Inthronisation sein Amt als Hadrian IV. an.
- 1963 - Das zweite vatikanische Konzil beschließt, dass katholische Messen in der jeweiligen Landessprache gehalten werden dürfen.
Katastrophen
- 1974 - Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Menschen starben.
- 1977 - Joho Bahrain, Malaysia. Explosion einer Boeing 737 der Malaysian Airline System während die Maschine entführt wurde. Alle 100 Menschen an Bord starben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Lajos Erös in der Stadion-Sporthalle in Hannover, Deutschland, durch KO.
Geboren
- 1595 - Jean Chapelain, französischer Kritiker
- 1607 - Evaristo Baschenis, italienischer Maler
- 1777 - Jeanne Francoise Récamier, französische Schriftstellerin
- 1787 - Johan Fredrik Berwald, schwedischer Komponist
- 1795 - Thomas Carlyle, schottischer Essayist
- 1800 - Emil Aarestrup, dänischer Dichter († 21. Juli 1856)
- 1835 - Samuel Butler, englischer Schriftsteller
- 1865 - Edith Cavell, britische Krankenpflegerin
- 1866 - Wassily Kandinsky, russischer Maler (Der Blaue Reiter)
- 1886 - Ludwig Bieberbach, deutscher Mathematiker und NSDAP-Mitglied
- 1875 - Rainer Maria Rilke, österreichischer Dichter
- 1881 - Erwin von Witzleben, deutscher Generalfeldmarschall und Widerstandskämpfer
- 1886 - Jan Thomée, niederländischer Fußballspieler
- 1887 - Will Grohmann, deutscher Kunsthistoriker
- 1892 - Francisco Franco Bahamonde, spanischer Diktator
- 1899 - Elfriede Lohse-Wächtler, eine der herausragendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhundert
- 1903 - Cornell Woolrich, US-amerikanischer Krimiautor
- 1908 - Alfred D. Hershey, US-amerikanischer Molekularbiologe
- 1910 - Thelma White, US-amerikanische Schauspielerin
- 1913 - Johann Cilenšek, deutscher Komponist
- 1914 - Rudolf Hausner, österreichischer Maler
- 1915 - Eddie Heywood, US-amerikanischer Bandleader, Musiker und Songschreiber
- 1922 - Gérard Philipe, französischer Schauspieler
- 1927 - William Labov, US-amerikanischer Sprachwissenschaftler
- 1930 - Paul-Heinz Dittrich, deutscher Komponist
- 1932 - Edgar Valcárcel Arze, peruanischer Komponist
- 1932 - Roh Tae-woo, General und 6. südkoreanischer Präsident
- 1933 - Horst Buchholz, deutscher Schauspieler
- 1940 - Freddy Cannon, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - Chris Hillman, US-amerikanischer Musiker Sänger und Songschreiber
- 1943 - Werner Becker, deutscher Musiker (Anthony Ventura)
- 1943 - Björn-Hergen Schimpf, deutscher TV-Moderator
- 1944 - Dennis Wilson, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1944 - Chris Hillman, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1948 - Southside Johnny, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1949 - Jeff Bridges, US-amerikanischer Schauspieler
- 1951 - Gary Rossington, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Jean-Marie Pfaff, belgischer Fußballspieler
- 1956 - Guy Morin, Schweizer Politiker
- 1956 - Lisa Politt, deutsche Kabarettistin
- 1959 - Nico Hofmann, deutscher Regisseur
- 1960 - Glynis Nunn, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1963 - Jozef Sabovcik, slowakischer Eiskunstläufer
- 1963 - Rochelle Swanson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Marisa Tomei, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Shawn Carter alias Jay-Z, US-amerikanischer Musiker
- 1973 - Tyra Banks, US-amerikanisches Model
- 1979 - Maite Kelly, US-irisch-deutsche Musikerin und Sängerin (Kelly Family)
- 1980 - Stefan Pfannmöller, deutscher Kanute.
Gestorben
- 880 - Seiwa, 56. Kaiser von Japan
- 1245 - Christian von Preußen (auch: Chrsitian von Oliva), erster Bischof von Preußen
- 1408 - Valentina Visconti, Schwester der beiden letzten Herzöge, Giovanni Maria Visconti und Filippo Maria Visconti
- 1459 - Adolf VIII., Graf von Holstein und Herzog von Schleswig
- 1476 - Zdeněk Konopišťský ze Šternberka, böhmischer Adeliger, Diplomat und Politiker
- 1528 - Jakob Locher, humanistischer Schriftsteller und Übersetzer
- 1628 - Thomas Platter (der Jüngere), schweizer Arzt und Schriftsteller
- 1642 - Armand Jean du Plessis Richelieu, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1679 - Thomas Hobbes, britischer Philosoph
- 1696 - Meisho, 109. Kaiserin von Japan
- 1798 - Luigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher
- 1828 - Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann
- 1854 - José Joaquín Guarín, kolumbianischer Komponist
- 1861 - José María Bustamante, mexikanischer Komponist
- 1865 - Adolph Kolping, deutscher katholischer Priester
- 1893 - Heinrich Göbel, deutsch-amerikanischer Erfinder
- 1932 - Gustav Meyrink, österreichischer Dichter
- 1946 - Ernst Kornemann, deutscher Althistoriker
- 1948 - Karl Bonhoeffer, deutscher Psychiater
- 1953 - Daniel Gregory Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1962 - Walther Kühn, deutscher Politiker
- 1971 - Meinrad Inglin, schweizer Schriftsteller
- 1971 - Georg von Rauch, deutscher Terrorist
- 1975 - Hannah Arendt, deutsche Philosophin
- 1976 - Tommy Bolin, US-amerikanischer Musiker
- 1976 - Benjamin Britten, britischer Komponist
- 1983 - Perez Prado, kubanischer Musiker
- 1983 - John Tyndall, irischer Physiker
- 1987 - Rouben Mamoulian, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1987 - Luis Federico Leloir, argentinischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1993 - Frank Zappa, US-amerikanischer Musiker
- 2000 - Hans Carl Artmann, österreichischer Dichter
- 2004 - Wolfgang Hempel, deutscher Sportreporter
Feier- und Gedenktage
- Sankt Barbara
Am 4. Dezember, der auch als Barbaratag bezeichnet wird, ist es Brauch, Obstzweige (v.a. Kirschzweige) zu schneiden und in die Vase zu stellen. Diese blühen dann zu Weihnachten. Junge Mädchen geben jedem Zweig den Namen eines Verehrers. Der, dessen Zweig zuerst blüht, wird der spätere Ehemann.
Bärbeltreiben:
Wenn es an diesen Tagen in den Straßen und Dörfern dunkel wird, liegt eine geheimnisvolle Atmosphäre über dem gesamten Oberallgäu. Denn an diesen Tagen feiert ein heidnischer Brauch rauhe Urstände im Oberallgäu: Das Bärbele-Springen und das wilde Treiben der Rumpelklausen.
Beim alten Brauch des "Bärbele Treibens" im Oberallgäu haben ausschließlich die Frauen das Sagen. Die als alte "Weiber" verkleideten Frauen ziehen am 4. Dezember - am "Barbara's Tag" - mit ihren Weidenruten durch die vorweihnachtlichen Straßen, um den einen oder anderen Rutenhieb zu verteilen und Kinder mit Äpfeln und Nüssen zu beschenken.
Barbaraparade:
In vielen Bergbauorten, auch in solchen in denen der aktive Berbau längst erlosche ist, wird am Barbaratag oder am Sonntag nach dem Barbaratag ein Parade d.h. ein bergmännischer Umzug durchgeführt (s.a. externe Links)
Siehe auch
:3. Dezember - 5. Dezember
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1204
ja:12月4日
ko:12월 4일
simple:December 4
th:4 ธันวาคม
Weblinks
- [http://www.deinallgaeu.de/texte1/oberstdorf/baerbeltreiben.htm Bärbeletreiben im Oberallgäu]
- [http://wirtschaft.fh-trier.de/ri/fell/video/video.php?nr=9&unr=0&eTyp=h Ein Video von der Barbaraparade in Fell]
1732
- Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. läßt in Potsdam am Langen Stall einen Gebetssaal für zwanzig türkische Gardesoldaten errichten: die erste Moschee auf deutschem Boden
- Die Oper Ezio von Georg Friedrich Händel wird am 15. Januar im King's Theatre am Londoner Haymarket uraufgeführt
Kultur
- 9. November: Uraufführung der Oper Adriano in Siria von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien
- 2. Januar: Frantisek Xaver Brixi, tschechischer Komponist, Organist und Kapellmeister († 1772)
- 17. Januar Stanisław August Poniatowski, letzter polnischer König († 1798)
- 21. Januar: Friedrich Eugen, Herzog von Württemberg († 1797)
- 23. Januar: Friedrich Wilhelm Utsch, Erbförster des Mainzer Kurfürsten (der im Volkslied besungene „Jäger aus Kurpfalz“)
- 24. Januar: Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Dramatiker († 1799)
- 18. Februar: Johann Christian Kittel, deutscher Komponist und Organist († 1809)
- 22. Februar: George Washington, US-amerikanischer Präsident († 1799)
- 12. März: Joseph Gärtner, deutscher Botaniker († 1791)
- 31. März: Joseph Haydn, österreichischer Komponist († 1809)
- 13. April: Lord North, Premierminister von Großbritannien († 1792)
- 17. April: Jean-Honoré Fragonard, französischer Maker († 1806)
- 19. Mai: Johann Christoph von Wöllner, preussischer Staatsmann († 1800)
- 21. Juni: Johann Christoph Friedrich Bach, deutscher Komponist († 1795)
- 4. Juli: Clemens August von Merle, Weihbischof in Köln († 1810)
- 8. August: Johann Christoph Adelung, deutscher Bibliothekar († 1806)
- 30. September: Jacques Necker, schweizerischer Bankier und Finanzminister († 1804)
- 6. Dezember: Warren Hastings, britischer Politiker († 1818)
- 15. Dezember: Carl Gotthard Langhans, preußischer Baumeister und Architekt († 1808)
- 23. Dezember: Richard Arkwright, britischer Industrieller und Erfinder († 1792)
- 18. Februar: Balthasar Permoser, Bildhauer ( - 1651)
- 3. März: Franz Atterbury, war englischer Bischof von Rochester ( - 1663)
- 25. März: Lucia Filippini, Gründerin der Schwesternkongregation Maestre Pie Filippini ( - 1672)
- 4. April: Johann Jacob Schoy, österreichischer Bildhauer ( - 1686)
- 6. April: Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof des Bistums Trier und des Bistums Mainz ( - 1664)
- 24. April: Johann Michael Ludwig Rohrer, Baumeister ( - 1683)
- 16. Juli: Woodes Rogers, Freibeuter, Gouverneur der Bahamas und Vorlage für 'Robinson Crusoe' ( - 1679)
- 24. September: Reigen (Kaiser), 112. Kaiser von Japan ( - 1654)
- 6. Oktober: Christian Vater, Mediziner ( - 1651)
- 31. Oktober: Karl Emanuel II., König von Sardinien ( - 1666)
- 31. Oktober: Vittorio Amadeo II., König von Sizilien ( - 1666)
- 4. Dezember: John Gay, englischer Schriftsteller ( - 1685)
ko:1732년
London
London (engl.: []) ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. In der Stadt leben 7.385.575 Menschen, davon etwa 2,7 Millionen in den zwölf Stadtbezirken von Inner London, in der Agglomeration 10.645.800(Stand jeweils 10. Juni 2005). Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London.
London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Baudenkmäler. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke ("London boroughs"), darunter auch die City of Westminster. London ist auch UN-Stadt (IMO).
Geografie
Geografische Lage
IMO
London erstreckt sich etwa 40 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 62 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war während vieler Jahrhunderte die einzige Brücke über den Fluss.
Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde.
Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich (östlich von Greenwich gelegen), wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen.
Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums (in der Nähe des Trafalgar Square) sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium (Royal Observatory) in Greenwich wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.
Klima
Zeitzone
London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3° Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9° Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9° Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Mittel. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Londons
Geschichte Londons, im Vordergrund Parliament Square, im Hintergrund das Riesenrad "London Eye"]]
Auf dem heutigen Stadtgebiet stand einst eine unbedeutende keltische Siedlung. Etwa um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie von den Römern eingenommen und "Londinium" getauft. Die römischen Siedler bauten eine Brücke über die Themse und nutzten das Lager für die Verschiffung von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten. Unter Kaiser Septimius Severus (146-211) entwickelte sich Londinium schnell zum Handelszentrum der römischen Provinz "Britannia superior". Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Briten, angeführt von Königin Boudicca (30-61), die Siedlung.
Nach deren Wiederaufbau wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. schützende Wallanlagen um die Stadt errichtet. Dennoch büßte sie ihre bedeutende Rolle nach dem Abzug der Römer im Jahre 410 und während der Eroberung Britanniens durch die Angeln und Sachsen vorübergehend ein. Während der Herrschaft der Dänen verwaisten weite Teile Londons. Im Jahre 886 nahmen die Sachsen unter der Führung von König Alfred dem Großen (848-899) die Stadt ein, die seit dem 7. Jahrhundert unter dem Namen "Lundenevic" Hauptstadt der Könige von Essex war.
1066 nahmen die Normannen die Stadt ein. Wilhelm I. (1027-1087) ließ sich nach der siegreichen Schlacht von Hastings als erster König in der Westminster Abbey krönen und bestätigte die besonderen Rechte Londons. In der Folgezeit strebte die Stadt wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit an. Im Jahre 1192 wählten die Einwohner ihr erstes eigenes Stadtoberhaupt, ab 1351 auch einen eigenen Stadtrat. Bis Ende des 14. Jahrhunderts durfte der regierende Monarch das freie und selbstverwaltete London nur mit einer gesonderten Genehmigung betreten. Die Entwicklung der Stadt lag überwiegend in den Händen einer Oberschicht von Kaufleuten, die den englischen Außenhandel als Mitglieder der Hanse (Stalhof) ausbauten.
London musste in seiner wechselvollen Geschichte viele Rückschläge hinnehmen. Nachdem im 16. Jahrhundert die Gründung der ersten großen Handelskompanien und der ersten Warenbörse (1570) den wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben hatte, wurde die Stadt 1664 und 1665 von einer verheerenden Pestwelle ("Great Plague") heimgesucht, die über 70.000 Menschenleben forderte. Im September 1666 verwüstete eine Feuerkatastrophe große Teile der Altstadt. Etwa 13.000 Häuser und 89 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer. Nach dem "Großen Brand von London" wurde London in erster Linie nach Entwürfen des Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) wiederaufgebaut. Das Stadtgebiet entwickelte sich weiter nach Westen - in Richtung der Gemeinden Kensington und Chelsea. In den Bezirken am westlichen Stadtrand von London entstanden in der Folgezeit große Plätze, wie die in "Berkeley", "Grosvenor" und "Hanover". Zudem wurden Wasserversorgungsanlagen und Abwassersysteme installiert und die Straßen gepflastert.
1723]
Zwischen 1675 und 1711 schuf Christopher Wren sein Hauptwerk, die "St. Paul's Cathedral" mit ihrer 110 Meter hohen Kuppel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch Soho mit seinem rechtwinkligen Straßennetz und dem "Soho Square" angelegt. Ein weiteres städtisches Viertel entstand in Westminster. Während des 19. Jahrhunderts wuchs London rapide und errang während des viktorianischen Zeitalters große Bedeutung als Hauptstadt des British Empires. 1851 ist London laut Volkszählung mit 2.651.939 Einwohnern die größte Stadt Europas und das Zentrum der industrialisierten Welt. Hier findet die erste Weltausstellung statt.
Während des 2. Weltkrieges, vor allem 1940 und 1941 erlitt London, wie viele andere britische Städte auch, durch Angriffe der deutschen Luftwaffe schwere Verwüstungen. Diese Bombardements gingen mit dem Namen "the blitz" in die Geschichte der Stadt ein. London war gerade deshalb ein so "beliebtes" Ziel, weil die Stadt stark industrialisiert war und die Moral der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg durch moderne Bauten ersetzt.
Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 galt auch London, vor allem wegen des Einsatzes britischer Truppen an der Seite der US-Army im Irak, als Ziel möglicher Anschläge islamistischer Terroristen. Am 7. Juli 2005 kam es in der britischen Hauptstadt schließlich zu vier Bombenanschlägen in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus. Die Polizei und die englische Regierung gingen davon aus, dass die Täter aller Wahrscheinlichkeit nach dem Umkreis der islamistischen Terror-Organisation Al-Qaida zuzurechnen sind und britische Staatsbürger mit pakistanischen Wurzeln waren ("Homegrown terrorists"). Die Anschläge forderten 56 Todesopfer und mehr als 700 Verletzte.
Einwohnerentwicklung
London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert.
Heute stammen etwa zehn Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa fünf Prozent aus der Karibik, ein Prozent sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime. Insgesamt wurden 25,874 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrößte Ballungsraum Europas und einer der größten in der Welt.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Nordirland
Politik und Verwaltung
Nordirland
Im Jahre 1965 erfolgte die Gründung der Verwaltungsregion Greater London, ein Zusammenschluss der alten County of London mit Middlesex sowie Teilen der Grafschaften Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey. Greater London ist unterteilt in 32 London Boroughs und die City of London. Die Boroughs sind für die lokale Selbstverwaltung und den Betrieb der meisten öffentlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet zuständig. Die City of London wird historisch bedingt von der Corporation of London verwaltet.
Die Greater London Authority (GLA) koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Boroughs, ist für die strategische Planung zuständig und betreibt öffentliche Einrichtungen, die in der ganzen Stadt tätig sind; dazu gehören die Feuerwehr, die Polizei und der öffentliche Verkehr. Die GLA besteht aus dem Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament mit 25 Sitzen), die beide ihren Sitz in der City Hall haben. Der aktuelle Mayor of London ist Ken Livingstone. Nachdem er im Jahre 2000 gegen den offiziellen Labour-Kandidaten angetreten war, wurde er aus der Partei ausgeschlossen, dann allerdings 2004 wieder aufgenommen und im Amt bestätigt. Der Lord Mayor of London, der Bürgermeister der City of London, übt lediglich zeremonielle Funktionen aus.
Frühere Verwaltungsbehörden waren die Metropolitan Board of Works (MBW) von 1855 bis 1889, der London County Council (LCC von 1889 bis 1965 und der Greater London Council (GLC) von 1965 bis 1986. Der GLC wurde von Premierministerin Margaret Thatcher aufgelöst, nach politischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem GLC-Vorsitzenden Ken Livingstone. 14 Jahren besass London keine übergeordnete Verwaltung; die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, einzelne direkt an die Zentralregierung. Diese Maßnahme führte zu großen Koordinationsproblemen. Auch nach der Einsetzung der GLA im Jahr 2000 besitzen die Boroughs eine größere Autonomie als noch zu Zeiten der GLC.
Die Polizeibehörde der 32 London Boroughs ist der Metropolitan Police Service, besser bekannt unter dem Namen Metropolitan Police oder kurz als "the Met". Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police.
Stadtbezirke
Nachfolgend sind die Stadtbezirke von London (London Boroughs) aufgeführt. In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: UK Census, 2001).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
City of London Police
Das National Theatre der National Theatre Company in South Bank und das Barbican Arts Centre der Royal Shakespeare Company gehören zu den vielen Zentren des professionellen Theaterschauspiels . Das Royal Court Theatre, eine der traditionsreichsten Bühnen in London, ist im Februar 2000 nach vier Jahren Umbauzeit wieder eröffnet worden.
Das Royal Opera House in Covent Garden und das Coliseum, in dem die English National Opera Company untergebracht ist, sind die beiden berühmtesten Opernhäuser. Konzerthäuser sind die Barbican, die Royal Festival Hall und die Saint John’s Church in Westminster. Der beliebteste Konzertsaal liegt in der Wigmore Hall hinter der Oxford Street. Im Juni 2002 sind nach umfangreichen Renovierungsarbeiten Teile des 1988 im heutigen Finanzviertel entdeckten römischen Amphitheaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
London bietet eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen. Im Londoner Westend sind mehr als ein Dutzend Theater zu Hause. Gespielt wird alles von der Klassik bis zur Moderne.
Dort wurde unter anderem Andrew LLoyd Webbers weltberühmtes Musical Cats uraufgeführt. Das Globe Theatre ist eine Rekonstruktion des Freiluftschauspielhauses, das 1599 entworfen wurde. Für dieses Theater schrieb Shakespeare viele seiner größten Stücke. Die Spielzeit läuft von einem Mai bis September mit Produktionen von Shakespeare, seinen Zeitgenossen und von modernen Autoren.
The London Palladium ist das wohl berühmteste Londoner Theater. In den 1950er Jahren wurde die, in England, populäre Varieté Show „Sunday Night at the London Palladium“ live im Fernsehen ausgestrahlt. Das Royal Opera House, („Königliches Opern Haus“) in Covent Garden ist eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Es ist außerdem die Heimat des Royal Ballet. Weitere bekannte Theater sind das Theatre Royal Haymarket und das Theatre Royal Drury Lane.
Am Trafalgar Square befindet sich die Kirche St. Martin-in-the-Fields. Sie wurde in den Jahren 1721 bis 1726 nach den Plänen des Architekten James Gibbs gebaut. In der Kirche finden häufig Konzerte statt; zu den dort auftretenden Orchestern zählen unter anderem die Academy of St. Martin in the Fields und New Trinity Baroque aus den USA. In der Krypta wurde ein Café eingerichtet, in dem manchmal Jazz-Gruppen auftreten. Die Pfarrei beherbergt auch einen der berühmtesten Kirchenchöre der Welt.
London beheimatet fünf professionelle Symphonieorchester. Diese sind das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die Philharmonia und das BBC Symphony Orchestra. Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist die von der BBC weltweit übertragene “Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall.
Museen
Royal Albert Hall
Royal Albert Hall
Zu den größten und bekanntesten Museen weltweit zählt das British Museum in Bloomsbury. In ihm befinden sich über sechs Millionen Ausstellungsstücke. Dort kann man sich Sammlungen mit ägyptischen und klassischen Antiquitäten, Schätze aus dem Reich der Sachsen, aber auch zeitgenössischen Artefakte ansehen. Berühmt ist auch der Reading Room, ein kreisrunder Lesesaal, in dem schon Mahatma Gandhi und Karl Marx studierten. Rechtzeitig zum Millennium ist der Queen Elizabeth II Great Court festiggestellt worden. Es ist der größte überdachte Innenhof Europas.
Das Victoria and Albert Museum im Stadtteil South Kensington verfügt über eine Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, darunter Skulpturen, Kleidung und Kostüme, kostbare Porzellan- und Glasgefäße, Möbelstücke und Musikinstrumente. Nahe befinden sich das Science Museum London und die Museen für Geologie und Naturgeschichte auch Naturhistorisches Museum (Natural History Museum). Auf der anderen Seite der Stadt, direkt in der City, liegt das Museum of London, dessen Ausstellungen die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zeigt.
Die National Gallery am Trafalgar Square besitzt eine vielfältige Gemäldesammlung, die von den frühen Anfängen in Italien bis hin zu Werken von Cézanne und Seurat reicht. Nebenan ist die National-Portrait-Galerie, in der über 9.000 Porträts ausgestellt sind. Im Jahre 1897 ist die Tate Gallery auf der Uferstraße zwischen Chelsea und Westminster eröffnet worden. Sie umfasst die größte Sammlung britischer Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gegenüber der Saint Paul’s Cathedral ist im Juni 2000 die Tate Modern, ein Ableger der Tate Gallery, eröffnet worden.
Weitere bekannte Mussen und Ausstellungen sind Madame Tussaud's Waxworks, das National History Museum, die Cabinet War Rooms, das Medievel Archery Museum, das Imperial War Museum, Somerset House und in der Baker Street 221B das Sherlock Holmes Museum.
Bauwerke
Somerset House
Somerset House
Am westlichen Ende von London steht die Saint Paul's Cathedral und am nördlichen Ufer der Themse befindet sich der Tower von London, eine Festung der Normannen, die von Wilhelm dem Eroberer zur Verteidigung seiner neuen Ländereien Ende des 11. Jahrhunderts angelegt wurde. Die in der Nähe gelegene Tower Bridge zählt zu den Wahrzeichen von London.
Westlich davon verläuft die London Bridge; sie ist an Stelle der einzigen Brücke errichtet worden, die bis Ende des 18. Jahrhunderts die Themse in der Stadt überquerte. Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter hohe Glockenturm, in dem sich Big Ben befindet, die 13. Glocke, die die Stunde schlägt. Er ist ein Teil des Palace of Westminster, dem Sitz des Parlaments. Am nördlichen Ufer der Themse findet man die Docklands, zu denen auch Canary Wharf mit dem Wolkenkratzer 1 Canada Square gehört.
Die altertümlichen Inns of Court, der Gerichtsbezirk, in dem sich viele Anwälte und Rechtsberatungsfirmen niedergelassen haben liegen im Westen und Nordwesten der City. Die Fleet Street, früher einmal Sitz der britischen Landespresseagentur, die heute in andere Teile der Stadt umgezogen ist, befindet sich im Westen der City. Den Stadtteil Bloomsbury, den eine berühmte Gruppe literarischer Intellektueller aus den 1920er Jahren dank seiner Nähe zur Universität in London und dem British Museum zu ihren Lieblingsplatz auserkoren hatte, kann man im Nordwesten besuchen.
Im Süden von West End liegt der Verwaltungsbezirk Londons, der Regierungsbezirk mit der Whitehall, dem Parlamentssitz (offizieller Name: Palace of Westminster), der St James's Palace (Wohnsitz des Prince of Wales) sowie der Buckingham Palace mit dem Ritual der Wachablösung, die Residenz der Königin in London. Die Stadtbezirke Knightsbridge und Kensington, beides äußerst elegante Wohnviertel besitzen vielen Sehenswürdigkeiten, darunter das Warenhaus von Harrods und die Royal Albert Hall.
Der Palast des Erzbischofs von Canterbury (Lambeth Palace) befindet sich im Süden von West End, am anderen Flussufer und in dessen Nähe der South Bank Arts Complex, zu dem auch die Royal Festival Hall gehört. Ganz in der Nähe liegen weitere Wohngebiete, die eng mit der Geschichte verknüpft sind, wie unter anderem Clapham, Dulwich, Greenwich und Wimbledon. Letzteres ist eine der ältesten Siedlungen der Stadt und Greenwich ist Namensgeber für die Greenwich Mean Time. Sie war früher die Hauptuhrzeit, von der die Uhrzeiten in der gesamten Welt berechnet wurden.
In Wandsworth befindet sich eines der markantesten und zugleich umstrittensten Wahrzeichen Londons, die Battersea Power Station. Das 1939 in Betrieb genommene Kraftwerk wurde durch das Pink Floyd-Album Animals weltberühmt und soll nun umfangreich restauriert werden.
Im Januar 2000 erregte die Eröffnung des London Eye-Riesenrades großes Aufsehen. Die Anlage, die mit einer Höhe von 137 Metern das höchste Riesenrad der Welt ist, sollte bereits zum Jahreswechsel fertig gestellt werden. Aufgrund von Sicherheitsmängeln ist das 35 Millionen Pfund Sterling teure Riesenrad aber erst einige Wochen später in Betrieb genommen worden.
Kurz nach dem Bau des Eiffelturms wollte man auch in London einen ähnlichen Turm bauen, den sogenannten Watkins Tower. Allerdings blieb er ein Turmstumpf, der 1907 abgerissen wurde. Der 1950 errichtete Crystal Palace Tower, ein 222 Meter hoher Sendeturm ohne Aussichtsplattform trägt wegen seiner Bauweise den Spitznamen "Londoner Eiffelturm".
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Abbey Road Studios, der Kensington Palace, der Stadtbezirk Covent Garden, der Sitz des Premierministers in Downing Street No. 10, Hampton Court Palace, das Riesenrad London Eye, der Platz Piccadilly Circus, der Stadtteil Soho mit seiner Chinatown, die Temple Church, Westminster Abbey sowie Carnaby Street und Whitehall.
Parks
Whitehall
London besitzt eine große Anzahl von luxuriösen Grünanlagen. Über 200 Parkanlagen breiten sich auf rund 220 Quadratkilometern aus. Die Royal Parks waren einst den englischen bzw. britischen Monarchen vorbehalten und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in öffentlich zugängliche Parkanlagen umgewandelt.
Der bekannteste der "Royal Parks" ist der Hyde Park mit der Marble Arch und dem Speakers' Corner, der an die Kensington Gardens angrenzt, ist früher als die „Lunge Londons” bezeichnet worden. Von eleganten Wohngebäuden umgeben, die für den Prinzregenten entworfen wurden, ist der Regent's Park im Norden des West End. Dieser Park umfasst gleichzeitig auch den zoologischen Garten (London Zoo). Mitten im Stadtzentrum befinden sich der Green Park und der St. James's Park.
Im Januar 2001 ist der Thames Barrier Park fertig gestellt worden; die Anlage entstand bei den Stauwerken der Themse (Thames Barrier) auf alten Dockanlagen. In den äußeren Stadtbezirken von London befinden sich noch einige weitere ausgedehnte Grünflächen, wie der Greenwich Park, Richmond Park, Bushy Park, Hampstead Heath und die Kew Gardens.
Weltkulturerbestätten
Kew Gardens
Die UNESCO hat insgesamt vier Bauwerke bzw. bauliche Ensembles in London zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Diese sind:
- Das Ensemble bestehend aus Palace of Westminster, Westminster Abbey und St. Margaret's Church (1987)
- Tower of London (1988)
- Greenwich Park mit Queens's House, Royal Greenwich Observatory und Royal Naval College (1997)
- Royal Botanic Gardens (2003)
Sport
In London gibt es 13 professionelle Fußballklubs; die meisten sind nach dem Stadtteil benannt, in dem sie ihre Heimspiele austragen. In der Premier League sind folgende Mannschaften vertreten: Arsenal, Charlton Athletic, Chelsea, Fulham, Tottenham Hotspur und West Ham United. In der Football League Championship, der zweithöchsten Spielklasse, spielen Crystal Palace, Millwall und Queens Park Rangers. Im legendären Wembley-Stadion fanden die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 und der Fußball-Europameisterschaft 1996 statt.
Sehr beliebt in London ist Cricket. Die Mannschaft des Middlesex County Cricket Club spielt in Lord's, dem berühmtesten Cricketstadion der Welt, welches dem Marylebone Cricket Club gehört, die Mannschaft des Surrey County Cricket Club im Stadion The Oval.
In Wimbledon findet jeweils im Juni das wichtigste der Grand Slam-Tennisturniere statt. Im Twickenham-Stadion finden nationale und internationale Rugby-Spiele statt. Im April wird jeweils der London Marathon durchgeführt, einer der beliebtesten Marathonläufe der Welt überhaupt.
Mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 an die britische Hauptstadt ist London die erste Stadt, welche zum dritten Mal - nach 1908 und 1948 - Austragungsort der Spiele sein wird.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
1948
1948]
In London haben die produzierenden Industriezweige seit vielen Jahren an Bedeutung verloren. Gegenwärtig sind lediglich noch 10 Prozent der Arbeitnehmer in diesem Sektor beschäftigt. Die Druck- und Verlagsindustrie schreibt noch die besten Umsatzzahlen. Sie stellt ein Viertel der oben genannten Arbeitsplätze und hat einen Anteil von einem Drittel an der gesamten Produktion in London.
Die High-Tech-Industrie, die auf elektronische und pharmazeutische Erzeugnisse spezialisiert ist, arbeitet erfolgreich mit hohen Umsätzen. Viele der Industriebetriebe, die sich überwiegend in den äußeren Stadtbezirken befinden, tendieren dazu, sich völlig aus London zurückzuziehen. Im Sektor der Leichtindustrie sind Bekleidungswerke und Brauereien vertreten.
Über den Hafen von London werden im Gegensatz zu früher nur noch zehn Prozent des Binnen- und Außenhandels Großbritanniens abgewickelt. Seit 1971 ist die wirtschaftliche Wachstumsrate der Stadt mit 1,4 Prozent geringer als die des gesamten Landes in einer Höhe von 1,9 Prozent. Trotzdem weist London eine positive Handelsbilanz auf, was überwiegend auf den Dienstleistungssektor – insbesondere die Bereiche Finanzdienstleistungen und Tourismus – zurückzuführen ist. Jährlich besuchen etwa 20 Millionen Touristen die Stadt.
Die Internationale Börse Großbritanniens und der Republik Irland befindet sich in der City of London. Die Aufhebung der Regulierungen, bekannt unter dem Begriff Big Bang, ermöglichte 1986 den Einstieg in die moderne Welt des elektronischen Finanzwesens. Die Warenbörse London Metal Exchange ist die größte der Welt, die Wertpapierböse London Stock Exchange belegt weltweit den dritten Platz hinter New York und Tokio. London ist einer der drei globalen Finanzplätze.
Ein anderer Dienstleistungsbereich sind die Versicherungen, denen die Stadt seit über 300 Jahren ihren Wohlstan | | |