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Karlstad

Karlstad

Karlstad [] ist eine schwedische Stadt und Kommune in der Landschaft Värmland und die Hauptstadt der Verwaltungseinheit Värmlands län. Die Kommune hat eine Fläche von 1165 km² und 81.677 Einwohner (Stand 30. Juni 2005).

Geographie

Karlstad liegt im breiten Mündungsdelta des Klarälven an der Nordseite des Vänersees.

Geschichte

Karlstad wurde im Jahr 1584 von Herzog Karl (dem späteren König Karl IX.) gegründet, der auch der Namensgeber der Stadt ist. Ihrer günstigen Lage an Fluss, See und zwischen Oslo und Stockholm verdankt die Stadt eine überdauernde Bedeutung. Die Stadt wurde nach dem Brand im Jahr 1865 systematisch wieder aufgebaut. Im Jahr 1883 hatte Karlstad 7737 Einwohner.

Wirtschaft

Da Karlstad in der Holzregion Schwedens liegt, hat sich eine große holzverarbeitende Industrie entwickelt. So gibt es nicht nur Säge- und Papierwerke, sondern auch Maschinenbau-Firmen, die jene beliefern. Als Hauptstadt der Region und durch die Universität ist Karlstad aber auch eine Beamtenstadt (41 % der Angestellten arbeiten im öffentlichen Dienst). Die Lage der Stadt macht sie auch zu einer beliebten Kongressstadt mit entsprechend großer Bettenkapazität. Durch die Lage am Vänersee hat Karlstad einen der größten Binnenhäfen Schwedens. Ein großer Arbeitgeber ist auch Löfbergs Lila, eine Kaffeerösterei.

Sehenswürdigkeiten

Herausragende Gebäude sind das Geburtshaus des schwedischen Dichters Gustaf Fröding in Alster, die Domkirche (1730) an der Kungsgata, die vom letzten großen Feuer 1865 als fast einziges Gebäude verschont wurde, und die Steinbrücke, die mit ihren zwölf Bögen die längste Schwedens ist. Erwähnenswert ist noch das Friedensmonument (1955 von Ivor Johnsson errichtet) auf dem Marktplatz. Das Restaurant Freden (Frieden) befindet sich in jenem Haus, in welchem 1905 die Union zwischen Schweden und Norwegen friedlich aufgelöst wurde. Im sehenswerten Värmland-Museum kann man die Geschichte des Landstriches erkunden. Der familienfreundliche Mariebergsskogen bietet neben einem kleinen Vergnügungspark ein Freilichtmuseum mit vielen alten Gebäuden aus der Region. Värmland bietet einige Freizeitmöglichkeiten in der Natur: Paddeln auf dem Klarälven, Elchsafaris in den großen Wäldern des Landes und Segeln auf dem Vänersee. Lohnend sind auch gemütliche Bootsfahrten zwischen den Schären der Region.

Berühmte Persönlichkeiten

Gustaf Fröding, einer der größten Dichter Schwedens, wurde in der Nähe von Karlstad geboren.

Söhne und Töchter der Stadt


- Zarah Leander schwedische Schauspielerin

Sport

Vor allem im Wintersport behauptet sich Karlstad national und international. Die Eishockeymannschaft Färjestad und die Bandymannschaft BolticGöta haben für die Stadt in ihren jeweiligen Sportarten viele nationale Titel geholt. Die Fußballmannschaft Carlstad United (eine Union vieler Karlstader Fußballvereine) ist zur Saison 2004 in die zweite Liga aufgestiegen. Karlstad ist außerdem der Hauptort der schwedischen Rallye, die jährlich im Februar stattfindet – als einzige Winterrallye im World Cup. Der Hochsprungolympiasieger Stefan Holm lebt in Karlstad.

Siehe auch


- Liste der Städte in Schweden

Weblinks


- [http://www.karlstad.se/ Offizielle Webpräsenz] Kategorie:Ort in Schweden

Schweden

Das Königreich Schweden (schwedisch Konungariket Sverige ) ist eine parlamentarische Monarchie in Nordeuropa. Das Staatsgebiet schließt - neben dem östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel - die Inseln Gotland und Öland mit ein. Schweden ist Mitglied der EU und des Nordischen Rats.

Geografie

Nordischen Rats Schweden grenzt an das Kattegatt, die Staaten Norwegen und Finnland, sowie die Ostsee. Zu Schweden gehören zwei große Inseln in der Ostsee: Gotland (ca. 3.000 km²) und Öland (ca. 1.300 km²). Es gibt ca. 221.800 Inseln. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 1.572 km, von Osten nach Westen 499 km. Während weite Teile des Landes flach bis hügelig sind, steigen entlang der norwegischen Grenze die Gebirgsmassive der Skanden bis über 2.000 m Höhe an, sie gipfeln im Kebnekaise, 2.111 m. Über das Land verteilt gibt es 28 Nationalparks die flächenmäßig größten im Nordwesten des Landes.

Regionale Einteilung

Traditionell wird Schweden in die drei Regionen (schwed.: landsdelar) Götaland, Svealand und Norrland eingeteilt. Die vierte historische Region Schwedens war bis 1809 Österland, das heutige Finnland. Bis zur von Axel Oxenstierna 1634 durchgeführten Verwaltungsreform waren die Regionen weiterhin in folgende 25 Landschaften (landskap) gegliedert: Die größte Stadt ist die Hauptstadt Stockholm. Andere wichtige Städte sind Göteborg, Malmö, Uppsala, Linköping, Västerås, Örebro und Norrköping. Siehe auch die Liste der Städte in Schweden. Grob lässt sich Schweden in den stärker entwickelten und besiedelten Süden und den sehr schwach besiedelten Norden einteilen. Der Norden beginnt nördlich einer Linie Mora-Borlänge-Falun-Gävle-Söderhamn. Um 1900 wurde begonnen den Norden zu erschließen. Zwischen 1907 und 1937 wurde die Inlandsbahn zwischen Kristinehamn und Gällivare gebaut, um diese Erschließung voranzutreiben.

Topografie

Gällivare Süd- und Mittelschweden (Götaland und Svealand), das nur zwei Fünftel von Schweden umfasst, ist von Süden nach Norden in drei Großlandschaften geteilt, Nordschweden, das die restlichen drei Fünftel umfasst, ist von Westen nach Osten in drei Landschaften geteilt. Der südlichste Teil, die historische Provinz Schonen, ist eine Fortsetzung der Tiefebene Norddeutschlands und Dänemarks. In Schonen liegt auch der tiefste Punkt Schwedens (ausgenommen Seen u. ä.) mit 2,4 Metern unter Meereshöhe. Nördlich davon erstreckt sich das Südschwedische Hochland, eine Hochebene umgeben von einer Hügellandschaft, mit einer großen Anzahl von langgestreckten Seen, die durch eiszeitliche Erosion entstanden sind. Die dritte Großlandschaft ist die Mittelschwedische Senke, eine flache, jedoch zerklüftete Landschaft mit großen Ebenen, Horsten, Tafelbergen, Fjorden und einer Reihe von Seen (darunter die vier größten Seen Schwedens Vänern, Vättern, Mälaren und Hjälmaren). Hjälmaren ]] Der Westen Nordschwedens ist durch das Skandinavische Gebirge geprägt, das die Grenze zu Norwegen bildet. Die Gebirgskette weist Höhen zwischen 1.000 und 2.000 Metern über dem Meeresspiegel auf. Im Skandinavischen Gebirge liegt auch Schwedens höchster Berg, der Kebnekaise (2.111 m). Nach Osten hin schließt das Vorland an, Schwedens ausgedehnteste Großlandschaft. Entlang des Gebirges erstrecken sich große Hochlandsebenen auf einer Höhe von 600-700 Metern über dem Meeresspiegel, die in ein welliges Hügelland übergehen, das nach Osten abfällt. In dieser Landschaft befinden sich auch die großen Erzvorkommen (Eisen, Kupfer, Zink, Blei) Schwedens. Die großen Flüsse Schwedens, die ihren Ursprung im Skandinavischen Gebirge haben, fließen beinahe parallel in tiefen Talgängen in Richtung Ostsee. Entlang der Ostseeküste erstreckt sich die ebene Küstenlandschaft, die zwischen Härnösand und Örnsköldsvik von einem bis an die Ostseeküste reichenden Ausläufer des Vorlandes (Höga kusten, Nationalpark) unterbrochen wird. Die skandinavische Halbinsel war während der letzten Eiszeit von Eis bedeckt. Der Druck und die Bewegung der Eismassen hat die Landschaft in vielen Teilen wesentlich mitgestaltet. Ein auch heute noch wichtiger Faktor ist die Landhebung. Das Abschmelzen der Eismassen, die die Erdkruste niedergedrückt hatten, hat seit der letzten Eiszeit (ungefähr 10.000 v. Chr.) zu einer Landhebung von 800 m geführt. Heutzutage beträgt die Landhebung 10-11 mm jährlich. Die längsten Flüsse Schwedens sind Klarälven, Torneälv, Dalälven, Umeälv und Ångermanälven. Die größten Seen sind Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren.

Klima

Schwedens Klima ist für seine geografische Lage ziemlich mild. Es wird vor allem durch die Nähe zum Atlantik mit dem warmen Golfstrom bestimmt. Große Teile Schwedens haben daher ein temperiertes, feuchtes Klima mit reichlichem Niederschlag und relativ geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Kontinental beeinflusstes Klima mit geringeren Niederschlägen und höheren Temperaturunterschieden findet man im Inneren des Südschwedischen Hochlandes und in einigen Teilen des Vorlandes des Skandinavischen Gebirges. Polares Klima kommt nur im nördlichen Hochgebirge vor. Die Durchschnittstemperatur für den Januar beträgt 0 °C bis -2 °C im Süden und -12 °C bis -14 °C im Norden (ausgenommen das Hochgebirge), die Durchschnittstemperatur für den Juli beträgt 16 °C bis 18 °C im Süden und 12 °C bis 14 °C im Norden. Da sich Schweden zwischen dem 55. und 69. Breitengrad erstreckt und ein Teil nördlich des Polarkreises liegt, ist der Unterschied zwischen dem langen Tageslicht im Sommer und der langen Dunkelheit im Winter beträchtlich.

Flora und Fauna

Polarkreis In Nordschweden prägen die ausgedehnten borealen Nadelwälder das Bild. Je südlicher man jedoch kommt, als markanter Grenzraum für Flora und Fauna gilt der sogenannte "limes norrlandicus", desto häufiger gibt es Mischwälder. In Südschweden mussten die Laubwälder dem Ackerbau Platz machen oder wurden durch Nadelbäume aufgrund der höheren Wachstumsrate ersetzt. Auf den Inseln Gotland und Öland findet man eine beeindruckende und vielfältige Flora vor. Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen Orchideenarten. Schwarz- und Rotwild gibt es reichlich, wobei das Wildschwein zum Ende des 19. Jahrhunderts in freier Wildbahn ausgerottet war, jedoch nach erfolgreicher Flucht aus Wildgehegen wieder eine lebensfähige Population entwickelte. Raubtiere wie Bären, Wölfe und Luchse sind in den letzten Jahren wieder auf dem Vormarsch dank strenger Umweltbestimmungen. Die vielen Seen und langen Küsten bieten viel Lebensraum für Wassertiere. Süß- und Salzwasserfische gibt es reichlich und auch Robben sind anzutreffen. Schweden richtete 1910 als erstes Land in Europa Naturschutzgebiete ein und ist auch heute noch stets darauf bedacht, die heimische Natur zu schützen. Die Menschen haben ein starkes Umweltbewusstsein.

Bevölkerung

Rotwild Schweden hat ca. 9,04 Millionen Einwohner. 90,8 Prozent sind ethnische Schweden, 2,5 Prozent sogenannte einheimische Finnen (Tornedalen). Es wird geschätzt, dass noch etwa 20.000 Sami (Lappen) in Schweden leben, wovon ein Großteil bereits in der übrigen Bevölkerung aufgegangen ist und nur noch wenige sich mit der Rentierzucht beschäftigen. 6,7 Prozent der Bevölkerung sind Ausländer, wovon die Finnen mit 100.000 die größte Gruppe sind. Die neu eingewanderten Finnen, werden zur Unterscheidung der alteingesessenen Tornedalen "Schweden-Finnen" genannt. Durch die Krise im Irak haben auch viele Iraker den Weg nach Schweden gefunden. Weiterhin gibt es noch Norweger, Dänen, Kroaten, Serben, Bosnier, Deutsche und Polen. Letztere sind im Gesundheitssektor als Gastarbeiter stark verbreitet (Stand 2001). Die Geburtenrate von 1,6 Kindern pro Frau (2002) ist eine der bisher niedrigsten in der Geschichte Schwedens, obwohl sie damit noch über dem europäischen Durchschnitt liegt.

Sprache

Polen Die Umgangssprache ist fast überall Schwedisch. Norwegisch wird meist im Norden und an der Grenze verstanden, da es dem Schwedischen sehr ähnlich ist. Dänisch wird im allgemeinen ab Mittelschweden nicht verstanden, da es sich in der Aussprache zu sehr vom Schwedischen unterscheidet. Südschweden war lange Zeit ein Teil des dänischen Königreiches, was sich auch im alltäglichen Idiom Südschwedens widerspiegelt. In einigen Gebieten werden Finnisch und Samisch gesprochen. In Schweden haben Finnisch, Meänkieli, Jiddisch, Romani und Samisch den Status anerkannter Minoritätensprachen. Fast 80 % der schwedischen Bevölkerung sprechen Englisch als Fremdsprache, da Englisch zum einen die erste Fremdsprache an den Schulen darstellt und zum anderen im Fernsehen sehr stark vertreten ist. Als zweite Fremdsprache wählt die Mehrheit der Schüler Deutsch und als dritte zu 24 % Französisch, wobei neuerdings Spanisch ebenfalls stark im Kommen ist und an manchen Schulen Deutsch schon überholt hat. Allerdings war Deutsch bis etwa 1950 die erste Fremdsprache in Schweden, wie auch im restlichen Skandinavien. Schwedisch wird ebenfalls auf der Inselgruppe Åland gesprochen. In Teilen Finnlands wird zudem noch Finnlandschwedisch gesprochen, eine mittlerweile fast eigene schwedische Sprache, die Einflüsse des Finnischen zeigt.

Religion

75 % der schwedischen Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche an, die von 1527 bis 1999 Staatskirche war. Die zweitgrößte Gruppe, die der Moslems, lässt sich zahlenmäßig nur schwer einschätzen. Ihre Mitgliederzahl liegt bei ungefähr 250.000. Die römisch-katholische Kirche hat 150.000 Mitglieder und christlich-orthodoxe Kirchen etwa 100.000. Daneben gibt es in Schweden etwa 23.000 Zeugen Jehovas. Etwa 10.000 Menschen gehören zu einer mosaischen Gemeinde.

Soziales Leben

mosaischen Gemeinde
- Hauptartikel: Wohlfahrtsstaat Schweden
- Hauptartikel: Schwedisches BildungssystemDas schwedische Modell”, ein Begriff vor allem der 1970er Jahre, bezieht sich auf den Wohlfahrtsstaat, ein umfassendes System sozialer Sicherheit und sozialer Fürsorge, das das Ergebnis einer einhundertjährigen Entwicklung ist. Zwischen 1890 und 1930 wurden teilweise die Grundlagen für ein Sozialsystem geschaffen, aber erst ab den 1930er Jahren – insbesondere nach der Regierungsübernahme der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1932 - wurde der Aufbau des Wohlfahrtsstaates als politisches Projekt vorangetrieben. Das schwedische Sozialsystem erfasste schließlich alle vom Kleinkind (über die kommunale Kinderfürsorge) bis zum Rentner (über die kommunale Altenfürsorge). Erst im letzten Jahrzehnt kam es zu einschneidenden Veränderungen. Eine schwere Wirtschaftskrise am Beginn der 1990er Jahre führte zu einer Kürzung von Sozialleistungen, und die erwartete demographische Entwicklung führte zu einem radikalen Umbau des Rentensystems, das nun an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt ist. Die letzten Wahlen zeigten aber, dass gerade die Kernbereiche des Wohlfahrtsstaates auch heute dem Staatsbürger am Herzen liegen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schwedens

Politik

Hauptartikel siehe Politisches System Schwedens. Schweden ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Staatsoberhaupt ist seit 1973 König Karl XVI. Gustav. Das Einkammern-Parlament, der Reichstag (schwed.: Riksdag) hat 349 Abgeordnete und wird alle vier Jahre neu gewählt. Die sieben im Reichstag vertretenen Parteien sind die konservative Moderate Sammlungspartei (Moderata samlingspartiet, m), die Liberale Partei (Folkpartiet liberalerna, fp), die Zentrumspartei (Centerpartiet, c), die Christdemokraten (Kristdemokraterna, kd), die Grünen (Miljöpartiet de gröna, mp), die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Schwedens(Sveriges socialdemokratiska arbetareparti, s) und die Linkspartei (Vänsterpartiet, v). Der Reichstag ernennt den Premierminister (statsminister), der seinerseits die weiteren Minister (schwed.: statsråd) seiner Regierung ernennt. Zur Zeit wird Schweden von einer sozialdemokratischen Minderheitenregierung mit Unterstützung der Grünen und der Linkspartei regiert. Das Königreich ist in 21 Provinzen (schwed.: län) gegliedert. Die staatlichen Verwaltungsaufgaben auf regionaler Ebene werden von einem Regierungspräsidenten (schwed.: landshövding) und einer Provinzialregierung (schwed.: länsstyrelse) wahrgenommen. Die kommunale Selbstverwaltung geschieht auf zwei Ebenen: den 289 Gemeinden (schwed. kommun), die kommunale Aufgaben wie u. a. das Schulwesen, soziale Dienstleistungen, Kinder- und Altenbetreuung sowie die kommunale Infrastruktur wahrnehmen und den Provinziallandtagen (schwed. landsting), die für die Bereiche der kommunalen Selbstverwaltung zuständig sind, die die Kraft einzelner Gemeinden übersteigen, wie das Gesundheitswesen und die Krankenpflege, den Regionalverkehr und die Verkehrsplanung u. a. Die Gemeinden und die Provinziallandtage finanzieren ihre Tätigkeit durch die Erhebung von Einkommenssteuern, mit Abgaben und staatlichen Zuschüssen. In Schweden gilt das Öffentlichkeitsprinzip, das heißt dass behördliche Schriftstücke mit geringen Ausnahmen der Presse und allen Privatpersonen zugänglich sind. Niemand muss angeben, warum er ein Schriftstsück einsehen möchte, noch muss man sich ausweisen. Eine weitere skandinavische Besonderheit ist das System der Ombudsmänner (schwed.: ombudsman). Sie sollen die Rechte des Einzelnen beim Kontakt mit den Behörden schützen und die Befolgung wichtiger Gesetze sicherstellen. Bürger, die meinen, ungerecht behandelt worden zu sein, können sich an die Ombudsmänner wenden, die den Fall untersuchen und eventuell als Sonderankläger vor Gericht bringen. Gleichzeitig sollen sie in Zusammenarbeit mit den Behörden die Lage in ihren jeweiligen Bereichen erfassen, Aufklärungsarbeit betreiben und Vorschläge für Gesetzesänderungen machen. Neben den Justizombudsmännern gibt es einen Verbraucherombudsmann, einen Kinderombudsmann, einen Gleichberechtigungsombudsmann sowie Ombudsmänner gegen ethnische Diskriminierung und gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Veranlagung. Schweden galt lange Zeit als sozialdemokratisches Musterland; es wurde von vielen europäischen Linken als gelungenes Beispiel für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft gesehen. Am 14. September 2003 wurde in Schweden über die Einführung des Euro als Landeswährung abgestimmt. Die Einführung war im Vorfeld kontrovers diskutiert worden, und letztlich setzten sich die Euro-Skeptiker durch (Wahlbeteiligung: 81,2 %, Wahlausgang: 56,1 % dagegen, 41,8 % dafür, 2,1 % Enthaltungen, 0,1 % ungültig). Die Skeptiker sahen in der Euro-Einführung eine Bevormundung der schwedischen Währungspolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Vor 2013 soll es nach der Ankündigung der schwedischen Regierung keinen weiteren Volksentscheid zur Einführung des Euro geben. Die Abstimmung wurde durch die Ermordung der schwedischen Außenministerin Anna Lindh schwer überschattet.

Verwaltungsgliederung

Die 21 offiziellen Verwaltungseinheiten, Län genannt, die mit den Landschaften nicht deckungsgleich sind, heißen:

Wirtschaft

Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Schweden – trotz des Eisenbahnbaues - ein ausgeprägter Agrarstaat, in dem 90 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebten. Erst im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts setzte eine umfassende Industrialisierung ein, die bis zur Weltwirtschaftskrise von 1929 die Grundlagen für eine moderne Industriegesellschaft legte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schweden zu einer der führenden Industrienationen der Welt. Die Entwicklung erreichte in der Mitte der 1960er Jahre ihren Höhepunkt, seit den 1970er Jahren geht die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie zurück, während der Dienstleistungsbereich wächst. 2002 betrug der Anteil der Landwirtschaft am BIP nur mehr 2 % und der des sekundären Sektors 28 %, während 70 % des BIP durch den tertiären Sektor erwirtschaftet wurden.

Land- und Forstwirtschaft

Die schwedische Landwirtschaft ist durch die geologischen Voraussetzungen und das Klima geprägt. 10 % der Staatsfläche werden landwirtschaftlich genutzt. 90 % der Anbaufläche befinden sich in Süd- und Mittelschweden. Ein Großteil der Landwirtschaftsbetriebe sind in Familienbesitz. Angebaut werden vor allem Getreide, Kartoffeln und Ölpflanzen. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Einnahmen (58 %) wird aber durch die Tierhaltung erwirtschaftet, hier vor allem die Milchproduktion. Die Landwirtschaftssubventionen der EU belaufen sich auf 24 % der Einnahmen. Drei Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen auch über Wald und verbinden Landwirtschaft mit Forstwirtschaft. Die Forstwirtschaft ist von einiger Bedeutung, da Schweden eines der waldreichsten Länder der Erde ist. Von Wald bedeckt sind 52 % der Staatsfläche.

Bergbau und Industrie

Forstwirtschaft Schweden ist reich an Bodenschätzen, die schon ab dem Mittelalter abgebaut wurden. Eisenerz wird – nach der Eisen- und Stahlkrise der 1970er Jahre - nur noch in Norrland (Kiruna, Gällivare-Malmberget) abgebaut und exportiert. Kupfer, Blei und Zink übersteigen den Eigenbedarf um das Mehrfache und werden ebenfalls exportiert, während Silber zu 60 % und Gold zu 80 % den Eigenbedarf decken. Größere Erzreserven sind vorhanden, deren Abbau ist aber zur Zeit unwirtschaftlich. Was die schwedische Industrie auszeichnet, ist der verhältnismäßig hohe Anteil von Großunternehmen. Nach einer Krise am Beginn der 1990er Jahre (mit einem Produktionsrückgang von 10 % innerhalb von zwei Jahren) hat sich die Industrie wieder erholt. Die größten Industriezweige sind Fahrzeugbau (1996: 13 % der industriellen Wertschöpfung) mit Unternehmen wie Volvo, Scania, Saab-Automobile, Saab AB (Flugzeuge und Raumfahrttechnik) u. a., die Holz- und Papierindustrie (ebenfalls 13 % der industriellen Wertschöpfung) mit vier Großunternehmen, der Maschinenbau (12 % der industriellen Wertschöpfung) mit Unternehmen wie Electrolux, SKF, Tetra-Pak, Alfa-Laval und die Elektro- und Elektronikindustrie (10 % der industriellen Wertschöpfung) mit den dominierenden Unternehmen Ericsson und ABB.

Energie

Die in Schweden erzeugte elektrische Energie stammt zu einem Anteil von 50,8 % (2001) aus Wasserkraftwerken an den großen Flüssen (Luleälv, Indalsälv, Umeälv und Ångermanälv) im Norden des Landes und zu ca. 43 % aus Atomkraftwerken. Nur ca. 4 % der Stromproduktion stammt aus fossilen Energieträgern.

Atomausstieg

Nach der partiellen Kernschmelze in Three Mile Island in den USA (1979) wurde in Schweden eine Volksabstimmung gegen Kernenergie erfolgreich durchgeführt. Dies hatte zur Folge, dass das Parlament 1980 entschied, keine weiteren Atomkraftwerke mehr zu bauen und die vier vorhandenen bis 2000 abzuschalten. Dieser Ausstiegsplan wurde nur teilweise vollzogen. Zwischenzeitlich versuchte eine konservative Regierung den Atomausstieg ganz auszusetzen, dies wurde jedoch durch starke Proteste aus Teilen der Bevölkerung verhindert. 1997 nahm der Schwedische Reichstag die Vorlage über „Eine nachhaltige Energieversorgung“ an. Diese bestimmte u. a., einen der Reaktoren am Standort Barsebäck vor dem 1. Juli 1998 und den zweiten vor dem 1. Juli 2001 stillzulegen, allerdings unter der Voraussetzung, dass deren Stromproduktion kompensiert werden kann. Der frühere Beschluss, alle Reaktoren bis 2010 stillzulegen, wurde aufgehoben. Barsebäck Block 1 wurde schließlich am 30. November 1999 stillgelegt, Barsebäck Block 2 am 1. Juni 2005. Der Verzicht auf die Nutzung der Kernenergie wird in Schweden kontrovers diskutiert. Die Industrie befürchtet den Verlust einer preiswerten und auch umweltverträglichen Stromerzeugung und damit eine Beeinträchtigung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Ein Verzicht auf die Kernenergienutzung ohne über ausreichende andere und verlässliche Stromerzeugungstechniken zu verfügen, habe erhebliche negative Folgen für die schwedische Volkswirtschaft. Die Leistung der noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke ist in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden. Diese Steigerung ermöglichte die Kompensation des Ausfalls von Barsebäck. Eine Ausnutzung von vorhandenen weiteren großen Wasserkraftpotenzialen ist nicht möglich. Der Schwedische Reichstag beschloss 1998, aus Naturschutzgründen keine weiteren Ausbauten von Gewässern zuzulassen. Per Gesetz geschützt sind die Flüsse Kalixälv, Piteälv, Torneälv und Vindelälv. Trotz erheblicher Anstrengungen, wirtschaftlich tragfähige Alternativen zur Kernenergienutzung als auch zum Verbrauch fossiler Brennstoffe zu schaffen, ist davon auszugehen, dass Schweden noch weit über das Jahr 2010 hinaus auf die Nutzung der Kernenergie nicht verzichten kann. Die Betreiber von Kernkraftwerken gehen von einer Nutzungszeit der bestehenden Anlagen etwa bis zum Jahr 2050 aus.

Dienstleistungen

Der Dienstleistungsbereich erwirtschaftet heute 70 % des BIP, was sich vor allem darauf zurückführen lässt, dass der öffentliche Sektor in den letzten Jahrzehnten so stark gewachsen ist. Dennoch steht der private Dienstleistungsbereich für mehr als zwei Drittel der Produktion.

Außenhandel

Schwedens Wirtschaft ist stark vom internationalen Handel abhängig. Die wichtigsten Exportländer sind die USA (11,9 % des Exportes im ersten Quartal 2004), Deutschland (10,2 %), Norwegen (8,3 %) und Großbritannien (7,8 %). Die wichtigsten Exportprodukte sind Maschinen (15,5 % des Exportes im ersten Quartal 2004), Elektro- und Elektronikprodukte (14,9 %) und KFZ und KFZ-Bestandteile (14,4 %). Die wichtigsten Importländer sind Deutschland (19 % des Importes im ersten Quartal 2004), Dänemark (8,8 %) und Großbritannien (8 %). Die wichtigsten Importprodukte sind Elektro- und Elektronikprodukte (16,8 % des Importes im ersten Quartal 2004), Maschinen (11,4 %) und KFZ und KFZ-Bestandteile (11,3 %). Vergleichsmäßig hoch ist der Anteil ausländischer Direktinvestitionen in Schweden. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass die schwedische Wirtschaft von einer kleinen Anzahl international tätiger Konzerne dominiert wird. Etwa 50 Konzerne kommen für zwei Drittel des schwedischen Exportes auf.

Fremdenverkehr

Der Fremdenverkehr trägt mit etwa 3 % (3,3 Mrd. Euro, 2000) zu Schwedens BIP bei. Vier Fünftel der Touristen sind Inländer und nur ein Fünftel kommt aus dem Ausland. Von den Auslandstouristen kamen 1998 23 % aus Deutschland, 19 % aus Dänemark, 10 % aus Norwegen und je 9 % aus Großbritannien und den Niederlanden.

Kultur

Literatur

Hauptartikel: Schwedische Literatur Überregionale Tageszeitungen sind die beiden in Stockholm erscheinenden Dagens Nyheter und Svenska Dagbladet, sowie Göteborgs Posten.

Film

Hauptartikel: Schwedischer Film Um 1910 begann man mit der regelmäßigen Produktion von Spielfilmen. Der schwedische Film erreichte bald eine Qualität, die ihn international bekannt machte. Aber mit der Einführung des Tonfilmes und der damit verbundenen Begrenzung auf den kleinen, schwedischsprachigen Markt sank der Film auf ein provinzielles Niveau ohne künstlerischen Anspruch ab. Erst nach dem zweiten Weltkrieg erlebte der schwedische Film einen neuerlichen künstlerischen Aufschwung, zuerst im Dokumentarfilm, z. B. Arne Sucksdorffs 1948 mit dem Oscar ausgezeichneten Film Menschen in der Stadt, und danach als Autorenfilm mit Ingmar Bergman als herausragender Persönlichkeit. Auch die Kinder- und Jugendfilme erlangten internationale Aufmerksamkeit. Die Schaffung des Schwedischen Filminstitutes in den 1960er Jahren trug zu einer Qualitätssicherung bei, die bis heute andauert.

Architektur

Hauptartikel: Schwedische Architektur

Sport

Schweden stand 1958 bei der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land im Finale gegen Brasilien.

Musik

Listen: Liste schwedischer Musiker

Varia

Ein einmaliges Kulturdenkmal ist die alte Sendeanlage SAQ in der Nähe von Varberg, denn sie verfügt über den einzigen funktionsfähigen Maschinensender der Erde. Schweden ist international für seine Popmusik bekannt. Bands wie ABBA, Roxette, Ace of Base und Army of Lovers sind weltbekannt. Zu den aktuellen bekannten Bands gehören zum Beispiel Looptroop, The Hives und The Cardigans. Ebenfalls gibt es eine große Anzahl an Metal Bands, wie zum Beispiel Dark Funeral, Hammerfall oder Amon Amarth. Siehe auch: Liste schwedischsprachiger Schriftsteller, Liste schwedischer Musiker, Schwedische Küche, Liste historischer Gebäude in Schweden

Typisch schwedische Feste und Bräuche

Liste historischer Gebäude in Schweden Liste historischer Gebäude in Schweden Liste historischer Gebäude in Schweden Am 6. Januar wird Trettondedag jul (dreizehnter Weihnachtstag, auch Trettondag jul) begangen. Dieser Tag entspricht dem deutschen Dreikönigstag und ist im hauptsächlich protestantischen Schweden ein staatlicher Feiertag. Am Tjugondedag jul (zwanzigster Weihnachtstag, auch Tjugondag jul) oder Knut (13. Januar) ist die Weihnachtszeit vorbei. Es finden gelegentlich Abschlussfeste mit Weihnachtsbaumplünderung statt. Die Kerzen und der Schmuck werden entfernt und der Baum hinausbefördert. Der Valborgsmässoafton wird am 30. April gefeiert und entspricht der deutschen Walpurgisnacht. Das Volk versammelt sich um große Lagerfeuer. Es werden Reden über den Frühling gehalten und Frühlingslieder gesungen. Vor allem in Lund und Uppsala ist Valborg am Abend vor dem 1. Mai ein wichtiges Studentenfest. Punkt 15 Uhr setzen alle versammelten ihre weißen Studentenmützen auf und singen Studentenlieder. Die darauffolgende Nacht verbringt man mit übermäßigem Alkoholgenuss und Katerfrühstück. Der 6. Juni, Svenska flaggans dag, ist der offizielle Nationalfeiertag Schwedens. Ursprünglich als "Flaggentag" 1916 ins Leben gerufen, ist der 6. Juni seit 1983 Nationaltag und seit 2005 auch gesetzlicher Feiertag. Das Midsommarfest wird an der ersten Nacht zum Samstag nach dem 21. Juni gefeiert. Die Heftigkeit des Feierns dieses Wochenendes ist nur mit Weihnachten vergleichbar. Wenn am Johannisabend Ende Juni das Sonnenlicht im Norden 24 Stunden lang zu sehen ist und im Süden nur wenige Stunden lang in blauen Dämmerschein übergeht, ist Schweden am schönsten. Der Feiertag ist eine uralte Tradition und wurzelt in den vorgeschichtlichen Sommersonnenwendefeiern. Um den mit Birkenreisig und Blumen geschmückte Maibaum, das vielleicht bekannteste schwedische Nationalsymbol, wird überall in Schweden getanzt und gesungen. Überall herrscht ausgelassene Feststimmung. Im August kamen früher die ersten frischen Krebse auf den Markt. Das dazugehörige Fest wird Kräftskiva genannt und kann zu beliebigem Zeitpunkt stattfinden. Man isst, so viel man schafft, von den in einem kräftigen Dillsud gekochten Krebsen und trinkt dazu Schnäpse. Als Schmuck dienen Girlanden und lustige Hüte. In Nordschweden gibt es zum Ende des Sommers noch das Surströmmingsfest. Der Verzehr der in einer Dose vorgegorenen Heringe mit Kartoffeln oder tunnbröd (Dünnbrot – eine Vorstufe des Knäckebrot aus Norrland) erfordert aber unempfindliche Geschmacksnerven (s. Sauerströmling). Das Luciafest beginnt am Morgen des 13. Dezembers und ist in Schweden der Tag der Lichterkönigin. Die älteste Tochter erscheint als Luziabraut in einem weißen Kleid und einem Kranz aus Preiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die „Lussebrud“ weckt die Familie und serviert das Frühstück am Bett. Im ganzen Land werden Schulen und Arbeitsstätten in den frühen Morgenstunden von magisch schimmernden Luciazügen besucht. Junge Mädchen in fußlangen weißen Gewändern mit Kerzen auf dem Kopf und in den Händen werden von weißgekleideten jungen Männern begleitet, den „Sternjungen“, die bei dieser Gelegenheit einen langen, spitzen, mit einem Stern gekrönten Hut tragen. Zusammen singen sie die traditionellen Gesänge, die zur Vorweihnachtszeit und zu Weihnachten gehören. Von diesem Tag an und über die gesamte Weihnachtszeit hinweg isst man ein besonderes, mit Safran gewürztes und gefärbtes, Hefegebäck.

Sonstiges

In der Nähe von Kiruna in Esrange wird ein Raketenstartplatz für den Start von Höhenforschungsraketen betrieben.

Weitere Themen

Portal:Schweden, Portal:Nordeuropa, Liste schwedischsprachiger Schriftsteller, Liste der schwedischen Könige, Schwedische Nationalenzyklopädie, Nationalparks in Schweden, Liste der Städte in Schweden, Liste der Gemeinden in Schweden, Liste schwedischer Sportler, Fußball in Schweden, Schweden (Volk) Schweden (Volk)

Literatur


- Anemone Schlich: Das Bild der Europäischen Union in der schwedischen Öffentlichkeit. Der Andere Verlag, Osnabrück 2004, ISBN 3-89959-243-3

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=147 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.swedengate.de Informationsportal rund um das Thema Schweden] (deutsch)
- [http://www.sweden.se Das offizielle Portal Schwedens] (deutsch, englisch, französisch, spanisch, ...)
- [http://www.schweden.org Schwedische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.riksdagen.se Der schwedische Reichstag] (schwedisch, englisch)
- [http://www.si.se Das Schwedische Institut] (deutsch, englisch, schwedisch, ...)
- [http://www.schwedentor.de Nachrichten und Infos über Schweden] (deutsch)
- [http://www.brunnvalla.ch/schweden Schweden - Land und Leute]
- [http://www.visit-sweden.com/de/frontpage.asp?show=fp Offizielle Seite für Touristeninformationen und Reisen in Schweden]
Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU als:Schweden fiu-vro:Roodsi [[got:

Kommune (Schweden)

Kommune beziehungsweise das schwedische kommun ist die Bezeichnung für eine Gemeinde in Schweden im Rahmen der Verwaltungsgliederung des Landes. Im Gegensatz zu Gemeinden in Deutschland umfassen sie oft ein sehr großes Gebiet. Dies zeigt sich schon darin, dass es in ganz Schweden nur 290 Kommunen gibt. Daher ist auch deren Zusammensetzung und Aufgabenbereich etwas anders als bei deutschen Gemeinden. Die größten Kommunen gemessen an der Einwohnerzahl waren am 30. Juni 2005 (siehe auch Liste der schwedischen Gemeinden):
- Stockholm - 766.747 Einwohner
- Göteborg - 481.968
- Malmö - 269.895
- Uppsala - 182.062
- Linköping - 136.658
- Västerås - 131.426
- Örebro - 127.021
- Norrköping - 124.525
- Helsingborg - 121.534
- Jönköping - 120.166
- Umeå - 109.210
- Lund - 101.367

Geschichte

Die lokale Selbstverwaltung hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Sie bildete den Ausgangspunkt für die erste schwedische Gemeindeordnung von 1862, in der das Land in ungefähr 2.500 Gemeinden (Städte, Märkte und Landgemeinden) eingeteilt wurde. Eine Modernisierung der kommunalen Verwaltungsstruktur erfolgte in mehreren Schritten zwischen 1952 und 1971, in der die 2.500 Gemeinden zu 278 Großgemeinden zusammengeführt wurden und gleichzeitig die Unterscheidung zwischen verschiedenen Gemeindetypen abgeschafft wurde. Dies geschah vor allem, um den Gemeinden eine ausreichende Bevölkerungsbasis zur Durchführung der kommunalen Aufgaben im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung, die im neuen Grundgesetz zur Regierungsform 1975 zum ersten Mal ausdrücklich erwähnt wurde, zu sichern. Nach der Gemeindereform von 1992 gibt es heute 290 Gemeinden, die in der Regel aus mehreren Ortschaften bestehen und flächenmässig die Größe deutscher Bundesländer (wie z.B. Sachsen, Hessen u.a.) erreichen können. Die administrative Paralleleinteilung in Kirchengemeinden (församling), die bis 1999 bestand, wurde mit der Trennung von Kirche und Staat im Jahr 2000 aufgegeben. Schon in der Gemeindeordnung von 1862 wurde eine zweite kommunale Ebene eingerichtet, die auch heute noch besteht: der Provinziallandtag (schwed. landsting). Der Provinziallandtag übernimmt kommunale Aufgaben, die die Kraft einzelner Gemeinden übersteigt, vor allem im Bereich der Krankenpflege.

Aufgaben im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung

Die kommunale Selbstverwaltung wurde im Grundgesetz zur Regierungsform 1975 festgeschrieben, und deren Kompetenz im Kommunalgesetz von 1992 definiert. Darüber hinaus hat der Reichstag den Gemeinden durch Gesetzgebung obligatorische Verwaltungsaufgaben auferlegt, wie z.B.
- Kinderbetreuung
- Schulwesen (Grundschulen und Gymnasien)
- Sozialdienst
- Altenpflege
- Betreuung und Fürsorge physisch und psychisch behinderter Menschen
- Städteplanung und Bauwesen
- Rettungsdienst, Brandschutz und Zivilschutz
- Umwelt- und Gesundheitsschutz
- technische Infrastruktur (Energieversorgung, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Müllabfuhr, Straßenreinigung, kommunaler Straßenbau und ~instandhaltung u.a.) Zur besseren Bewältigung gewisser Aufgaben können Gemeinden einen Kommunalverband (schwed. kommunalförbund) bilden, in dem eine regional begrenzte, kommunale Zusammenarbeit (z.B. für das Schulwesen) besteht.

Gemeindeorganisation

Jede Gemeinde hat ein vom Volk gewähltes Beschlussorgan, den Gemeinderat (schwed. kommunfullmäktige). Der Gemeinderat wird alle vier Jahre bei allgemeinen Wahlen gleichzeitig mit dem Provinziallandtag und dem Reichstag nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Der Gemeinderat wählt den Gemeindevorstand (schwed. kommunstyrelse) und dessen Vorsitzenden (schwed. kommunalråd). Wie die Gemeinde ihre Arbeit organisiert, ist ihr gemäß dem neuen Kommunalgesetz selbst überlassen. Auf jeden Fall ist die Gemeindeverwaltung in Ausschüssen (schwed. nämnd) organisiert, die heutzutage – je nach Gemeinde - drei verschiedenen Modellen folgen:
- dem Sektorenmodell, bei dem die Ausschüsse die einzelnen Sektoren der Gemeindeverwaltung widerspiegeln (z.b. Schulausschuss, Sozialausschuss, Bauausschuss u.a.),
- dem territorialen Modell, bei dem die Gemeinde ihr Gebiet in Gemeindebezirke einteilt und für diese eigene Ausschüsse einsetzt,
- dem Besteller-Ausführer Modell, bei dem die Gemeindetätigkeit nach Bestellern und Ausführern nach einem marktwirtschaftlichen Prinzip organisiert wird. Vor allem das letztere Modell hat zur Ausgliederung von gewissen Dienstleistungen in gemeindeeigene Aktiengesellschaften geführt.

Gemeindehaushalt

Die Aufgaben der Gemeinde werden zu mehr als der Hälfte durch die Erhebung von kommunalen Einkommenssteuern finanziert. Im Jahr 2004 betrug der höchste Steuersatz für die kommunale Einkommenssteuer für Gemeinden und Provinziallandtage 34,4% (Gemeinde Dals-Ed) und der niedrigste 28,9% (Gemeinde Kävlinge). Darüber hinaus bekommen die Gemeinden staatliche Zuschüsse (z.B. Lastenausgleich) und erheben Abgaben für gewisse Dienstleistungen. Auf der Ausgabenseite sind die größten Bereiche das Schulwesen (28% der Bruttokosten), Altenpflege und Betreuung von Behinderten (27%) und die Kinderbetreuung (13%).

Kommunale Interessensvertretung

Seit 1968 sind die schwedischen Gemeinden im Schwedischen Gemeindeverband (schwed. kommunförbundet) organisiert, der ihre Interessen v.a. gegenüber dem Staat vertreten soll. Neben ihrer Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit und der Beteiligung am Gesetzgebungsprozess als Gutachter bieten sie ihren Mitgliedern auch ein umfassendes Service (z.B. Beratung in juridischen, wirtschaftlichen und administrativen Fragen ua.)

Siehe auch


- Provinziallandtag
- Politisches System Schwedens Kategorie: Politik (Schweden) ! Kategorie:Politische Geographie

Landschaft

Unter dem Begriff Landschaft versteht man im heutigen Sprachgebrauch ein geographisches oder natürliches Gebiet, ein Ausschnitt der Erdoberfläche, der sich durch gemeinsame Merkmale, sein Erscheinungsbild und sein besonderes Gepräge von anderen Landschaften mehr oder minder deutlich abgrenzt. (siehe auch Kulturlandschaft) Einige charakterisierende Beispiele von Landschaften (besser: Landschaftstypen oder Landschaftsformen) sind:
- Küstenlandschaft
- Seenlandschaft
- Hügellandschaft
- Mittelgebirgslandschaft
- Berglandschaft
- Wüstenlandschaft
- Salzsteppenlandschaft Die Naturlandschaft oder "natürliche Landschaft" ist ein von Menschenhand noch nicht, oder nur unwesentlich veränderter Naturraum. Die Kulturlandschaft hingegen ist eine vom Menschen für seine Zwecke durch Landwirtschaft, Viehzucht, Gartenbau, Anlegen von Parkanlagen, Verkehrswegen und Siedlungen gestaltete Landschaft. Der Begriff der Kulturlandschaft geht bis zur Stadtlandschaft und Industrielandschaft. Anzumerken ist, dass für Kulturlandschaften besser der Begriff Region Anwendung finden sollte. Am Beispiel Rhein-Main und Rhein-Neckar, wo gemeinsame geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte die naturräumliche Gliederung u. a. in Rheintal, in Maintal und Neckartal sich weitestgehend überdecken und dieses Gebiet sich zudem noch auf mehrere Bundesländer erstreckt, wird deutlich, dass der Begriff in "Region" diesem Zusammenhang geeigneter erscheint. Landschaften können Eigennamen, so genannte Toponyme tragen wie zum Beispiel Harz. Gleichzeitig ist aber der Harz ein Mittelgebirge oder wissenschaftlich typisierend - eine Mittelgebirgs- oder Berglandschaft. Genauso gut kann man den Harz unter Waldlandschaft einordnen. In den Beispielen Glogau-Baruther-Urstromtal, Nördlicher Landrücken oder Saarmunder Endmoränenbogen finden wir wissenschaftlich, vor allem durch die Geologie geprägte Begriffe, die im allgemeinen Sprachgebrauch kaum Verwendung finden. Gleichwohl gilt dies für allgemein-geografische Karten hinsichtlich der Beschriftung. Dennoch aber spielen diese, weil sie typische Naturräume mit gemeinsamen Merkmalen benennen, eine Rolle. Sowohl für das Glogau-Baruther-Urstromtal als auch den Nördlichen Landrücken gibt es quasi "Untermengen", die durchaus allgemeine Gültigkeit und Bekanntheit vorweisen können (Baruther Urstromtal, Spreewald für ersteres; Feldberger Seenlandschaft für das zweite Beispiel). Dazu kommt erschwerend, dass natürliche Landschaftsgrenzen in der Natur kaum zu finden sind. Den Landschaftsbegriff noch diffuser gestaltend wirkt sich die Tatsache aus, dass von Großlandschaften und Kleinlandschaften in der wissenschaftlichen Literatur die Rede ist. Die Wissenschaft versucht ebenfalls, Landschaften in einer Art Staffelung zu klassifizieren. In kleineren Landschaftsräumen wie z. B. Kaiserstuhl besteht hinsichtlich seiner Lage und seiner Begrenzung weitgehend Einigkeit. Problematischer wird es bei größeren Landschaftsräumen. Was alles umfasst Mitteldeutschland oder Mitteleuropa? Eine Art Taxonomie, wie in der Biologie üblich, ist unbefriedigend und bleibt unvollständig, gelingt nur teilweise, da Landschaften über zu viele natürliche und kulturelle Merkmale in der Gesamtheit verfügen. Damit wird ein Problem deutlich, dass in der deutschsprachigen Wissenschaft der Geographie ab den 1950er Jahren der Begriff der Landschaft einer weitreichenden Diskussion unterzogen wurde. Diese Diskussion zeigt bis in die heutige Zeit ihre Auswirkungen. Um den Raumbegriff insgesamt näher zu spezifizieren, konnte dem Begriff Landschaft schließlich keine befriedigende, eindeutige Definition zugeordnet werden. ---- Siehe auch:
- Landschaftspflege, Landschaftsschutzgebiet, Gelände, Natur, Naturschutz, Toponym
- Liste der Landschaften in Bayern
- Landschaften in Baden-Württemberg
- Liste der Landschaften in Brandenburg
- Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen
- Liste der Landschaften in Rheinland-Pfalz
- Liste der Landschaften in Sachsen

Literatur


- Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa. München 1999, ISBN 3-406-45357-0

Weblinks

Kategorie:Physische Geographie Kategorie:Humangeographie ! Kategorie:Topografie ja:景観

Värmland

Värmland ist eine schwedische Landschaft in der Region Svealand. Es grenzt im Süden an Västergötland und Dalsland, im Westen an Norwegen und im Osten an Dalarna, Västmanland und Närke.

Städte in Värmland


- Arvika
- Charlottenberg
- Degerfors
- Filipstad
- Glava
- Hagfors
- Karlskoga
- Karlstad
- Kristinehamn
- Munkfors
- Skoghall
- Sunne
- Säffle
- Torsby
- Årjäng

Landschaftssymbole


- Blume: Siebenstern
- Tier: Wolf
- Vogel: Sterntaucher
- Fisch: Stint

Links


- [http://www.vaermland.de www.vaermland.de] Kategorie:Landschaft (Schweden)

Värmlands län

Värmlands län ist ein Verwaltungsbezirk (Län) in Schweden.

Geografie

Das Territorium von Värmlands län macht 4,3 % der Fläche des schwedischen Staatsgebietes aus.

Bevölkerung

Der Anteil an der Gesamtbevölkerung Schwedens beträgt 3,1%.

Wichtige Städte und Orte

Kommunen (kommuner)


- Arvika (26.221)
- Eda (8.638)
- Filipstad (11.037)
- Forshaga (11.475)
- Grums (9.447)
- Hagfors (13.369)
- Hammarö (14.394)
- Karlstad (82.002)
- Kil (11.853)
- Kristinehamn (23.909)
- Munkfors (4.012)
- Storfors (4.561)
- Sunne (13.617)
- Säffle (16.034)
- Torsby (12.965)
- Årjäng (9.757) (Einwohner am 30. September 2005)

Größte Orte


- Karlstad (56.480) (Einwohner 2000)
- Kristinehamn (17.934)
- Arvika (13.822)
- Skoghall (12.742)
- Säffle (9.316)
- Kil (7.962)
- Forshaga (6.315)
- Filipstad (6.307)
- Hagfors (5.725)
- Skåre (5.224)
- Grums (5.213)

Weblinks


- [http://www.s.lst.se Offizielle Website]
- [http://www.vaermlaender.de Seite für Touristen] Kategorie:Verwaltungsprovinz (Schweden)

Mündungsdelta

Als Flussdelta bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta, weil dies auch die Bezeichnung Delta prägte, zumal das Nildelta die charakteristische aus dem Buchstaben Delta (Δ) abgeleitete Form aufweist. Delta

Entstehung

Die Entstehung des Flussdeltas ist gekennzeichnet durch die Aufschüttung von Material (Sediment), das vom Fluss transportiert wird. Die nachlassende Transportkraft des Wassers als Folge der verminderten Fließgeschwindigkeit im Bereich der Mündung lässt den Fluss das mitgeführte Material ablagern. Die abgelagerten Sedimente wiederum fungieren als Fließhindernis und zwingen den Fluss, seinen Lauf aufzuspalten. In größeren Deltas teilt der Fluss seine Läufe mehrfach und führt sie teilweise wie in einem Labyrinth (mit Flussinseln) fließender und nichtfließender Läufe zu- und auseinander. Flüsse, die in Gewässer mit starker Tide münden, haben kein Flussdelta, sondern eine Trichtermündung. Da die Regelfließrichtung meerwärts ist, werden viele Sedimente abgelagert, so wächst ein Delta in das Meer hinein. Dies ist am obigen Bild durchaus zu erkennen. In der Regel sind Deltas mit Pflanzen bewachsen, die sie von oben grün erscheinen lassen. Trichtermündung, Lappland, Blick vom Gipfel des Skierffe. Eiszeitiche Gletscher haben das Trogtal geformt. Der Fluss kommt aus dem Hochgebirge des Sarek und mündet unterhalb (links) des Bildausschnittes in den See Laitaure. Je nach Jahreszeit und Wasserzufuhr nehmen die Flussarme ganz unterschiedliche Farben an und ändern häufig ihren Lauf. Entlang der Flussarme erkennt man die Galeriewälder, dazwischen Moorbereiche und ehemalige Toteisbereiche, die nun mit Seen ausgefüllt sind.]] Siehe auch: Fluvialer Transport

Delta-Arten


- Mündungsdelta
- Binnendelta
- Gezeitengeprägtes Delta
- Wellendominiertes Delta
- Flussdominiertes Delta

Beispiele


- Donau (Donaudelta; 4000 km², Rumänien) - das zweitgrößte Flussdelta Europas
- Ebro (Ebrodelta; 400 km²)
- Ganges-/Brahmaputra (Gangesdelta) Bangladesch; 80.000 km²
- Indus (8000 km²)
- Mekong (70.000 km²)
- Mississippi (Mississippidelta; 36.000 km²)
- Niger (Nigerdelta) 24.000 km² - bildet in seinem Mittellauf auch ein Binnendelta (Nigeria)
- Nil 24.000 km² (Ägypten, Nildelta)
- Rhein
- Rhône (über 750 km²)
- Ural (Uraldelta)
- Irawadi (30.000 km²)
- Lena (45.000 km²)
- Ogone (4.800 km²)
- Orinoko (24.000 km²)
- Sonkoi (15.000 km²)
- Weichsel (1.500 km²)
- Wolga (Russland) - das größte Flussdelta Europas

Siehe auch


- Weitere Mündungsformen
- Flussterrasse Kategorie:Limnologie Kategorie:Ozeanologie ja:三角州 ko:삼각주

Klarälven

Der Klarälv ist ein Fluss in Skandinavien, der von Schweden nach Norwegen und zurück nach Schweden fließt. Auf norwegischer Seite heißt er Trysilelva und fließt durch den Feemundsee. Bei Flusskilometer 205 (von der Quelle) überquert er die Grenze zurück nach Schweden. Dort mündet er nach einer Strecke von 478 Kilometern in Karlstad in den Vänersee. Der Klarälv ist im Oberlauf ein Wildfluss, der durch einsame und teilweise sehr schöne Wald-, Berg- und Hügellandschaften fließt. Im Unterlauf ist er ein zahmer Fluss, der zum Flusswandern einlädt. Nur der letzte Abschnitt fließt durch dichter bebaute und landschaftlich weniger reizvolle Gegenden. Der Klarälv war der letzte schwedische Fluss, auf dem noch Flößerei betrieben wurde. Als Erinnerung an diese Zeit gibt es zwischen den Orten Branäs und Edebäck Floßfahrten für Touristen. Kategorie:Fluss in Schweden Kategorie:Geographie (Norwegen)

1584

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 18. März: Nach dem Tod von Zar Iwan IV. der Schreckliche kommt sein geisteskranker Sohn Fjodor an die Macht. Die Regierungsgeschäfte führt Boris Godunow
- Giordano Bruno veröffentlicht die Dialoge De l'infinito, universo e mondi (Zwiegespräche vom unendlichen All und den Welten)
- Sir Walter Raleigh gründet bei einer Expedition die erste englische Siedlung an der Ostküste der heutigen USA (Virginia)
- An der Nördlichen Dwina wird die Stadt Archangelsk gegründet

Geboren


- 17. Januar: Diederich von dem Werder, († 1657)
- 29. Januar: Friedrich Heinrich (Oranien), von 1625 bis zu seinem Tod Statthalter der Vereinigten Niederlande († 1647)
- 4. Februar: Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft, Graf, Domherr von Straßburg († 1632)
- 23. Mai: Maximilian von und zu Trauttmansdorff, adliger österreichischer Politiker in den bewegten Zeiten des Dreißigjährigen Krieges († 1650)
- 27. Mai: Michael Altenburg, Komponist († 1640)
- 15. September: Georg Rodolf Weckherlin, deutscher Dichter († 1653)
- 16. September: Matthias Gallas, Kaiserlicher General im Dreißigjährigen Krieg († 1647)
- 18. November: Caspar de Crayer, belgischer Maler († 1669)
- William Baffin, englischer Entdecker († 1622)
- Antonia Cifra, italienischer Komponist († 1629)
- Musashi Miyamoto, japanischer Samurai († 1645)

Gestorben


- 4. Januar: Tobias Stimmer, schweizerischer Maler (
- 1539)
- 18. März: Iwan der Schreckliche, russischer Zar (
- 1530)
- 20. April: John Finch, katholischer Märtyrer aus England (
- 1548)
- 10. Juli: Wilhelm I. (Oranien-Nassau) (
- 1533)
- 18. September: Petrus Medmann, Theologe und Diplomat der Reformationszeit (
- 1507)
- 3. November: Karl Borromäus, katholischer Heiliger (
- 1538) ko:1584년

Karl IX. (Schweden)

Karl IX. (
- 4. Oktober 1550 in Stockholm; † 30. Oktober 1611 in Nyköping) war schwedischer König von 1604 bis 1611. Karl IX. war der fünfte Sohn von Gustav I. von Schweden und dessen zweiter Gemahlin Margarethe Lejonhufaud.

Karl als Herzog

Laut dem Testament seines Vaters gingen in Karls Herzogtum Södermanland, Värmland sowie einige Gebiete in Närke, Västmanland und Västergötland ein. Solange sein Bruder Erik König war konnte er sein Erbe aber nicht antreten. Der geglückte Aufstand gegen Erik XIV. 1568 war zum großen Teil sein Verdienst. Das Königreich ging an seinen Bruder Johann, doch Karls Machtstellung hatte gewaltig an Bedeutung gewonnen, da er gleich 1569 sein Herzogtum in Besitz nahm. Als Johann begann die Gegenreformation zu unterstützen forderte Karl für sein Herzogtum Selbstständigkeit in religiösen Fragen. So konnte sich in diesen Landesteilen das Protestantentum weiter ausbreiten.

Konflikt mit Sigismund

Nach dem Tode Johann III. sah Karl neue Gefahren für das schwedische Protestantentum, da der neue König Sigismund III. Wasa schon König des katholischen Polen war. Karl verbündete sich deshalb mit einigen hohen Ratsmitgliedern, mit denen er vorher noch im Streit gelegen hatte gegen seinen Neffen. Zusammen konnten sie Sigismund 1594 bei dessen Krönung in Uppsala ein Gesetz abringen, das die Reformation sicherte. Als sich Sigismund im Sommer 1594 daran machte nach Polen zurückzukehren, erhielt er von Karl und von einer Gruppe von Ratsmitgliedern Vorschläge, wie Schweden während seiner Abwesenheit regiert werden sollte. Diese Vorschläge glichen sich sehr, nur dass Karl für sich den Posten eines Reichsverwesers beanspruchte und die Ratsmitglieder Karl als gleichwertiges Mitglied in eine Regierung integrieren wollten. Da Sigismund aus Gründen der unterschiedlichen religiösen Sichtweise weder dem Rat noch Herzog Karl die volle Regierungsmacht überlassen wollte, gab er der Regierung eine sehr unbestimmte Aufgabe. Dafür setzte er eine Reihe von Statthaltern ein, die ihre Befehle direkt von ihm aus Polen erhielten und die im Gegensatz zu früheren Vereinbarungen die katholische Kirche begünstigten. Auf Karls Veranlassung wurde 1595 ein Reichstag in Söderköping gehalten, bei dem er die volle Macht eines Reichsverwesers erhielt. Als er daraufhin begann einige der trotzigsten Stadtverwalter mit Waffengewalt anzugreifen, sah sich Sigismund gezwungen in das Geschehen einzugreifen. Im Juli 1598 kam er mit einem Heer nach Schweden, wurde aber am 25. September 1598 in der Schlacht bei Stångebro von seinem Onkel geschlagen. Sigismund reiste nach Polen zurück, nachdem er dem Frieden von Linköping zugestimmt hatte. 1599 wurde Sigismund vom Reichstag in Stockholm als König abgesetzt, da er gegen das Testament von Gustav I. Wasa gebrochen hatte.

Karl IX. als König

Nach Sigismunds Absetzung schlug man diesem vor, dass sein Sohn Wladyslaw König von Schweden werden könnte, falls dieser in Schweden nach protestantischer Tradition aufwuchs. Da Sigismund nicht reagierte wurde Karl 1600 vom Reichstag zum regierenden König ernannt. Laut Gustav Wasas Testament stand Johann von Östergötland, als Sohn von Johann III. höher in der Thronfolge als Karl. Deshalb ließ sich Karl anfänglich nur zeitweise König nennen. Erst als Johann 1604 seinen Anspruch öffentlich absagte galt Karl als unangefochtener König. Die feierliche Krönung fand 1607 in Uppsala statt. Karl hütete sich davor, dem Reichsrat einen gleichen Stellenwert wie im Mittelalter zu geben, doch respektierte er die gesetzlichen Einschränkungen der Königsmacht. Er bemühte sich um eine Erneuerung des schwedischen Rechtswesens, welche aber erst nach seiner Zeit durchgeführt wurde. Karl setzte sich für einen Ausbau des Bergbaus ein und half der Universität von Uppsala zu neuer Blüte. Außenpolitisch versuchte Karl mehrfach Livland zu erobern. Doch Sigismund konnte diese Gebiete immer wieder zurückgewinnen. Auch Karls Unterstützung für den russischen Zaren Wassili IV. blieb ergebnislos. 1611 kam es zu einem Krieg mit Dänemark. Die Gründe lagen zum einen im Ehrgeiz des dänischen Königs, Christian IV., und zum anderen in Schwedens Anspruch auf die norwegische Finnmark. Der Krieg wurde in der Nähe von Kalmar ausgetragen und führte zum Verlust dieser Stadt an Dänemark. Karl IX. starb am 30. Oktober 1611 in Nyköping und liegt in der Domkirche von Strängnäs begraben.

Familie

Am 11. Mai 1579 heiratete er in Heidelberg in erster Ehe Maria Christine von der Pfalz, die ihn zum Vater dieser Kinder machte:
- Margareta Elisabeth (
- 24. September 1580; † 26. August 1585), Prinzessin von Schweden,
- Elisabeth Sabina (
- 12. März 1582; † 6. Juli 1585), Prinzessin von Schweden,
- Ludwig (
- 17. März 1583; † 26. Mai 1583), Prinz von Schweden,
- Katharina (
- 19. November 1584; † 13. Dezember 1638) - verheiratet mit Graf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken,
- Gustav (
- 12. Juni 1587; † 4. Dezember 1587), Prinz von Schweden, und
- Marie (
- 18. Dezember 1588; † 24. April 1589), Prinzessin von Schweden. Am 27. August 1592 heiratete er in zweiter Ehe Christine von Holstein-Gottorp, mit der er die folgenden Kinder hatte:
- Christine (
- 26. November 1593; † 25. Mai 1594), Prinzessin von Schweden,
- Gustav II. Adolf (
- 9. Dezember 1594; † 6. November 1632), König von Schweden,
- Maria Elisabeth (
- 10. März 1596; † 7. August 1618), Herzogin von Östergötland, und
- Karl Philipp (
- 22. April 1601; † 25. Januar 1622), Herzog von Södermanland. Zudem war er Vater des unehelichen Sohnes Karl, Graf von Gyllenhielm.
Kategorie:Mann Kategorie:König (Schweden) Kategorie:Wasa Kategorie:Geboren 1550 Kategorie:Gestorben 1611 ko:카를 9세

Oslo

Oslo (dt. , norw. , lokal auch , vormals Christiania und Kristiania) ist die Hauptstadt Norwegens und hat durch zahlreiche Eingemeindungen und stetiges Bevölkerungswachstum mittlerweile über 530.000 Einwohner, wobei der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung bei 22,3% liegt (Stand Juli 2005). Im Großraum Oslo wohnen etwa 1 Millionen Einwohner. Die von den Wikingern gegründete Stadt ist mehr als 1.000 Jahre alt. Sie bildet heute eine eigenständige Fylke (Verwaltungsbezirk) Norwegens und ist zugleich Verwaltungssitz der benachbarten Fylke Akershus.

Geschichte

In der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige, behauptet der isländische Gelehrte Snorri Sturluson, dass Oslo im Jahr 1048 von König Harald III. gegründet wurde. Ausgrabungen der jüngeren Zeit haben indes christliche Gräber aus der Zeit um 1000 zum Vorschein gebracht. Aus diesem Grund beging die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum. König Håkon V. machte um 1300 Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ließ die Festung Akershus errichten. 1624 wurde die Stadt durch einen Brand stark verwüstet und durch den dänisch-norwegischen König Christian IV. unter dem Namen Christiania wieder aufgebaut. 1877 änderte sich die offizielle Schreibweise in Kristiania und erst 1925 wurde der Stadt der ursprüngliche Name Oslo wiedergegeben. Oslo bedeutet übersetzt entweder "Ebene der Götter" oder "Ebene unterhalb des Hügels" - letzte Klarheit darüber ist nicht mehr zu erlangen. Ein Kosename der Stadt ist Tigerstaden (Tigerstadt), nach einem Gedicht von Bjørnstjerne Bjørnson (“Sidste Sang”, 1870). In diesem Gedicht wird Oslo als gefährliche und unbarmherzige Stadt beschrieben. Vor dem Rathaus und vor dem Bahnhof erinnern heute Tigerskulpturen an diesen Namen, der seinen pejorativen Klang inzwischen verloren hat. Die Universität Oslo ist mit etwa 32.000 Studenten die größte des Königreiches und wurde 1811 nach Vorbild der Humboldt-Universität in Berlin gegründet. 1952 fanden die Olympischen Winterspiele in Oslo - u.a. am berühmten Holmenkollen - statt.

Stadtteile

Nach der Stadtteilreform ab 1. Januar 2004 sind die Stadtteile Oslos: Gamle Oslo, Grünerløkka, Sagene, St. Hanshaugen, Frogner, Ullern, Vestre Aker, Nordre Aker, Bjerke, Grorud, Stovner, Alna, Østensjø, Nordstrand, Søndre Nordstrand und der Nord-Mark (Marken oder Marka) ---- Holmenkollen ----



Bild:Akershus castle Oslo.jpg|Akershus Schloß und Burg Bild:Oslo1.JPG|Das berühmte Rathaus Oslos Bild:Oslo Hafen.jpg|Der Osloer Hafen 1975 Bild:Rathaus-Oslo.jpg|Osloer Rathaus Bild:Slottet_oslo_2.jpg|Das Königliche Schloß Bild:schloss_oslo.jpg|Das Königliche Schloss Bild:Karl_johan_statue_1.jpg|König Karl Johann zu Pferde Bild:Holmenkollen-Schanze.jpg|Holmenkollen-Schanze Image:Vigelandpark Oslo.jpg|Vigelandpark Bild:Vigeland stampvoetend jochie.jpg|Der zornige Junge im Vigeland-Park Image:Selbstbildnis Vigeland.JPG|Selbstbildnis Vigelands

Sehenswürdigkeiten

Holmenkollen Oslo hat viele Sehenswürdigkeiten und das besondere Flair der innersten Fjordlage. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen u.a.:
- mehrere Schiffsmuseen (Wikingerschiffe, Fram-Museum, Kon-Tiki) auf Bygdøy
- die Vigeland-Anlage im Frogner-Park mit hunderten Skulpturen Gustav Vigelands
- das Rathaus, indem die alljährliche Verleihung des Friedensnobelpreises erfolgt
- das Munch-Museum
- die Skisprunganlage Holmenkollen
- das Akershus Schloss und die Burg (Akershus slott og festning)
- das Königliche Schloss (Slottet)
- die Karl Johans gate, die zentrale Einkaufsmeile in Oslo
- die Nationalgalerie
- das Norsk Folkemuseum (mit Freilichtmuseum)
- das Oslo Bymuseum (Stadtmuseum) (Gut Frogner)
- der Fernsehturm Tryvannstårnet Tryvannstårnet

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Oslo hat zwei internationale Flughäfen, Oslo-Gardermoen und Oslo-Torp. Es gibt Fährverbindungen nach Kiel (Color Line), Hirtshals (Color Line), Frederikshavn (Stena Line), Kopenhagen (DFDS Seaways) und Helsingborg (DFDS Seaways).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter


- Kjetil André Aamodt, alpiner Skirennläufer aus Norwegen
- Alfred Andersen-Wingar, norwegischer Komponist
- Rebekka Bakken, Sängerin
- Hjalmar Borgstrøm,
- Finn Carling, norwegischer Schriftsteller
- Lars Saabye Christensen, norwegischer Schriftsteller
- Charlotte Engelhardt, deutsche Moderatorin und Schauspielerin
- Kaci Kullmann Five, norwegische konservative Politikerin
- Merete Fjeldavlie, ehemalige norwegische Skirennläuferin
- Torill Fjeldstad, Norwegische Skirennläuferin
- Ragnar Anton Kittil Frisch, norwegischer Ökonom
- Magne Furuholmen, Musiker der Popband a-ha und bildender Künstler
- Jostein Gaarder, norwegischer Schriftsteller
- Johan Galtung, norwegischer Politologe
- Trygve Gulbranssen, norwegischer Schriftsteller
- Olaf Gulbransson, Maler, Zeichner und Karikaturist
- Haakon von Norwegen, Kronprinz von Norwegen
- Edvard Hambro, norwegischer Politiker
- Julie Lunde Hansen, norwegische Skirennläuferin
- Sonja Haraldsen, Frau des norwegischen Königs Harald V.
- Sonja Henie, norwegische Eiskunstläuferin
- Bente Kahan, norwegisch-Judentum|jüdische Schauspielerin und Musikerin.
- Truls Ove Karlsen, norwegischer Skirennläufer
- Astrid Loedemel, ehemalige norwegische Skirennläuferin
- Molla Mallory, norwegische Tennisspielerin
- Ole Danbolt Mjøs, Mediziner und Professor an der Universität von Tromsø, Politiker
- Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker
- Rudolf Nilsen, norwegischer Dichter der Arbeiterbewegung
- Rikard Nordraak, Norwegischer Komponist
- Ingrid Alexandra von Norwegen, Thronfolgerin von Norwegen
- Lars Onsager, Chemiker und Physiker
- Jan Petersen (Politiker), norwegischer konservativer Politiker, Jurist und Diplomat
- Bjørn Einar Romøren, norwegischer Skispringer
- Pål Waaktaar-Savoy, Musiker der Popband a-ha und der norwegisch-amerikanischen Band Savoy
- Bente Skari, norwegische Ski-Langläuferin
- Jens Stoltenberg, norwegischer sozialdemokratischer Politiker und Staatsminister von Norwegen (2000-2001)
- Johan Svendsen, norwegischer Komponist
- Petter Tande, norwegischer Nordischer Kombinierer
- Grete Waitz, norwegische Leichtathletin und Sportlegende

Siehe auch


- Wikinger
- Hanse
- Oslo-Abkommen

Weblinks


- [http://www.oslo.kommune.no Oslo] - Offizielle Seite (norwegisch, englisch und deutsch)
- [http://www.oslo.kommune.no/dok/felles/publ/brosjyrer/oslotall/oslofacts.pdf Oslo, fact and figures]
- [http://www.trafikanten.no Trafikanten] Nahverkehrsinformationen
- [http://tramandmetro.info/ Tram and Metro network]
- [http://www.ssb.no/kommuner/faktaark3.cgi?region=0301 Statistik]
- [http://www.oslobymuseum.no Museum der Stadt Oslo (Gut Frogner)] Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort in Norwegen Kategorie:Ort mit Seehafen ja:オスロ ko:오슬로 simple:Oslo

1865

Ereignisse


- 29. Mai: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird gegründet
- 14. Juli: Erstbesteigung des Matterhorn durch Edward Whymper, Lord Douglas, Hudson, Hadow, Michel Croz und Peter Taugwalder Vater und Sohn
- am Hudson River entsteht der erste Eissegelclub der Welt

Politik


- in Leipzig wird der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) unter führender Mitwirkung von Louise Otto-Peters gegründet
- 9. April: Kapitulation der Virginia-Armee der Konföderierten Staaten von Amerika im Gerichtshaus zu Appomattox gegenüber der Nordstaaten-Armee (USA)
- 14. August: Gasteiner Konvention zwischen Preußen und Österreich zur Verwaltung von Schleswig und Holstein
- 24. Dezember: General Nathan Bedford Forrest und andere heimgekehrte Soldaten der Südstaaten gründen nach dem verlorenen Bürgerkrieg den originalen Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee
- Mihail Kogălniceanu (
- 6. September 1817 in Iaşi, † 1. Juli 1891 in Paris) erster rumänischer Ministerpräsident, Historiker und Publizist tritt zurück

Katastrophen


- 5. Mai: Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes
- 16. Juli: Eisenbahnunglück in Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte
- 25. Oktober: Das Dampfschiff „S. S. Republic“ (USA) sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 Tote (von 92 Menschen an Bord)

Wirtschaft


- BASF wird gegründet

Wissenschaft und Technik


- Johann Josef Loschmidt berechnet die Anzahl der Moleküle in einem gegebenen Volumen eines Gases unter Normalbedingungen, die so genannte Loschmidt-Zahl L, auch Avogadrozahl (in Berichte der Wiener Akademie 52 (1865), 345)

Kultur


- 17. Februar: Uraufführung der Oper Der Deserteur von Ferdinand Hiller in Köln
- 4. April: Max und Moritz von Wilhelm Busch erscheint erstmals
- 15. April: Uraufführung der Oper Le Bœuf Apis von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 28. April: Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris
- 21. Mai: Uraufführung des lyrischen Dramas Der Cid von Peter Cornelius am Hoftheater Weimar
- 10. Juni: Uraufführung der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner im Königlichen Hof- und Nationaltheater München
- 2. Juli: Gründung der Heilsarmee
- 28. September: Uraufführung der Oper Straszny Dwór (das Gespensterschloß) von Stanislaw Moniuszko in Warschau
- 18. Oktober: Allgemeiner Deutscher Frauenverein in Leipzig gegründet
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Le Voyage en Chine von François Bazin an der Opéra-Comique in Paris

Geboren


- 6. Januar: Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler († 1934)
- 8. Januar: Winnaretta Singer, Musikmäzenin († 1943)
- 13. Januar: Peter Bruckmann, Fabrikant († 1937)
- 22. Januar: Jean Paul Ertel, deutscher Komponist († 1933)
- 26. Januar: Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Dichter und Politiker († 1903)
- 31. Januar: Henri Desgrange, Begründer der Tour de France († 1940)
- 9. Februar: Erich Dagobert von Drygalski, deutscher Geograph, Geophysiker und Polarforscher († 1949)
- 15. Februar: Emil Kraepelin, deutscher Psychologe († 1926)
- 17. Februar: Ernst Troeltsch, deutscher Theologe und Politiker († 1923)
- 19. Februar: Sven Hedin, schwedischer Geograf und Forschungsreisender († 1952)
- 21. Februar: Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC) († 1924)
- 22. Februar: Otto Modersohn, deutscher Maler († 1943)
- 25. Februar: Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer († 1927)
- 27. Februar: Jacques Mieses, deutsch-britischer Schachspieler († 1954)
- 19. März: William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe († 1937)
- 25. März: Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker († 1940)
- 1. April: Richard Adolf Zsigmondy, Chemiker, Bergsteiger († 1929)
- 9. April: Charles Proteus Steinmetz, deutsch-amerikanischer Elektroingenieur († 1923)
- 9. April: Erich Ludendorff, deutscher Offizier und General († 1937)
- 29. April: Max Fabiani, Architekt, Schüler Otto Wagners († 1962)
- 18. Mai: Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin († 1941)
- 25. Mai: Friedrich August III. (Sachsen), König des Königreich Sachsen († 1932)
- 25. Mai: John Raleigh Mott, US-Amerikanischer evangelischer Theologe († 1955)
- 25. Mai: Pieter Zeeman, niederländischer Physiker († 1943)
- 1. Juni: Alfred Götze, deutscher Prähistoriker († 1948)
- 3. Juni: Georg V., englischer König von 1910 bis 1936 († 1936)
- 9. Juni: Carl Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 9. Juni: Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 13. Juni: Karl Blossfeldt, deutscher Fotograf († 1932)
- 13. Juni: William Butler Yeats, irischer Dichter († 1939)
- 19. Juni: Alfred Hugenberg, deutscher Unternehmer und Politiker († 1951)
- 28. Juni: Otto Julius Bierbaum, deutscher Autor und Schriftsteller († 1910)
- 2. Juli: Lily Braun, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 6. Juli: Emil Jaques-Dalcroze, Komponist und Musikpädagoge († 1950)
- 17. Juli: Bernhard Dernburg, deutscher Politiker und Bankier († 1937)
- 18. Juli: Robert Gradmann, deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler († 1950)
- 21. Juli: Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1951)
- 22. Juli: