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Kew Gardens

Kew Gardens

Die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens) sind eine ausgedehnte Parkanlage mit bedeutenden Gewächshäusern; sie sind zwischen Richmond upon Thames und Kew im Südwesten Londons gelegen. Sie zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Es sind dort Pflanzen und Gewächse zu sehen, die nirgends sonst in Europa oder gar auf der nördlichen Halbkugel zugänglich wären. Neben den weltbekannten viktorianischen Gewächshäusern finden sich in Kew Gardens auch großflächige Parkanlagen mit sehr alten Rhododendrongewächsen. Die Gärten sind gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr zugänglich. Wie bei vielen britischen Museen kann man auch eine Jahresmitgliedschaft erwerben, die sich bei einer Anlage wie Kew selbst bei einwöchiger Sichtung durchaus lohnt: Man erhält damit freien Eintritt für ein Jahr und weitere Vergünstigungen. Die Besucherzahlen liegen heute bei circa 1 Million pro Jahr. Ein großer Nachteil ist, dass die Gärten direkt in der Einflugschneise des wichtigsten Londoner Flughafens Heathrow liegen.

Geschichte

Heathrow Die Royal Botanic Gardens in Kew verdanken ihren Ursprung den exotischen Gärten, die Lord Capel von Tewkesbury bei Kew anlegte. Sie wurden von Prinzessin Augusta (Augusta von Sachsen-Coburg und Gotha), der Witwe Fredericks, des Prinzen von Wales, deutlich erweitert. Unter Augusta änderte sich auch der Sinn und Zweck der Gärten, die zuvor als Lustgärten gedient hatten, nun aber zum ersten Mal unter anderem auch als botanische Gärten dienten. Diese Arbeiten wurden von William Chambers durchgeführt; eine 1761 von ihm gebaute japanische Pagode steht noch heute. König George III. stellte William Aiton und Joseph Banks an, um die Gärten weiter auszubauen. 1840 wurden die Gärten in einen nationalen botanischen Garten umgewidmet und nochmals deutlich erweitert. In der Folge entstanden auch das Herbarium und eine Bibliothek. Am 3. Juli 2003 wurden die Royal Botanic Gardens von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Sehenswertes

Die Gewächshäuser

Das zwischen 1841 und 1849 errichtete Palm House (deutsch: Tropenhaus) ist das älteste noch existierende viktorianische Gewächshaus. Es ist durchgängig sehr intensiv besucht; empfindliche Menschen (Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten, Atembeschwerden) sollten sich angesichts der Luftfeuchtigkeit von nahezu hundert Prozent und der hohen Temperaturen nicht zu lange dort aufhalten. Sehr sehenswert im Palm House sind die Aquarien im Untergeschoss, wo allerlei exotische Fische und andere Wasserlebewesen beobachtet werden können. Das Temperate House (deutsch: "Haus der gemäßigten Klimazonen) ist etwa doppelt so groß wie das Palm House und damit das größte aller Gewächshäuser in Kew. Dort wachsen Pflanzen aus allen Kontinenten, unter anderem eine der größten, nicht im Freien wachsenden Palmen der Welt. Das dritte große Gewächshaus ist dasjenige der Prinzessin von Wales, das Princess of Wales Conservatory. Es wurde erst 1987 von Prinzessin Diana eröffnet und beherbergt Pflanzen aus zehn verschiedenen Klimazonen. Des weiteren existieren mehrere kleinere Gewächshäuser, darunter das Waterlily House (deutsch: Seerosenhaus) und das - sich noch im Bau befindliches - Alpine House.

Der See

Der kleine See in Kew Gardens ist, wie fast alle landschaftlichen Darbietungen in den Gärten, künstlich angelegt. Er bietet vielen verschiedenen, auch ungewöhnlichen, Wasservogelarten eine Wohn- und Brutstätte und ist besonders sehenswert während der Paarungs- und Nistzeit.

Queen Charlotte's Cottage

Das kleine Landhäuschen verdankt seinen Namen seiner ersten Besitzerin, Queen Charlotte, der Frau von König George III. Das Häuschen war ein Hochzeitsgeschenk an Charlotte und wurde von der Königlichen Familie als Picknickhäuschen genutzt, zu keiner Zeit aber als Wohnhaus. Der Innenraum ist Besuchern leider nur an wenigen Tagen im Jahr zugänglich, aber selbst ein Blick von außen ist den Weg wert.

Kew Palace

Kew Palace ist der einzige der ehemals drei königlichen Paläste, der heute noch steht. Der Palast ist von König George II. gekauft worden, um damit für die Unterbringung seiner Kinder zu sorgen. Der einzige König, der selbst in Kew Palace gelebt hat, war George III. Er zog 1802, als er erkrankte, in den Palast und verweilte dort bis zu seinem Tod. Aufgrund seines typisch flämischen Aussehens wird der Palast auch Dutch House (holländisches Haus) genannt. Er ist seit einiger Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber man kann den dahinter liegenden Queen's Garden (Garten der Königin) besichtigen. Dort wurde ein Kräutergarten angelegt, in dem Heilkräuter wachsen, die im 17. Jahrhundert verwendet wurden.

Das Chokushi-Mon

Das Chokushi-Mon ("Das Tor des kaiserlichen Gesandten") ist eine verkleinerte Nachbildung des Karamon, Haupteingang des Ninomaru Palastes in Kyoto. Es wurde 1910 für die Japanisch-britische Ausstellung in London erbaut, danach abmontiert und in Kew Gardens wieder errichtet. Das Tor wurde im sogenannten Momoyama-Stil erbaut, dem im Japan des späten 16. Jahrhunderts typischen Architekturstil. Das aus Holz gefertigte Tor enthält sehr viele handgeschnitzte Teile. Diese stellen vor allem Blumen und Tiere, aber auch eine alte chinesische Legende dar. Umgeben ist das Chokushi-Mon von einem japanischen Steingarten im Stil des 16. Jahrhunderts. Dieser besteht aus drei Teilen, dem "Garten des Friedens", dem "Garten der Aktivität" und dem "Garten der Harmonie", in denen verschiedene Aspekte japanischer Gärten dargestellt werden.

Die Bambusgärten

In Kews Bambusgärten wachsen etwa 120 verschiedene Arten. Im Zentrum dieser Anlage befindet sich ein kleines, traditionelles japanisches Haus. Außerdem gibt es rund um das Haus, zwischen den Pflanzungen, einige aus Bambus gefertigte Dinge zu sehen, wie zum Beispiel ein Windspiel und ein Xylophon.

Der Steingarten

Der Steingarten (englisch: Rock Garden) wurde bereits 1882 angelegt. Später wurde der verwendete Kalkstein durch Sandstein ersetzt, da letzterer mehr Wasser speichern kann. Damit wurde ermöglicht, dass auch feuchtigkeitsliebende Pflanzen im Steingarten angepflanzt werden können. Heute beherbergt der Steingarten feuchtigkeitsliebende Gewächse und Gebirgspflanzen aus allen Kontinenten.

Ausstellungen

In der Nähe des Tropenhauses gibt es ein kleines Museum, das Museum No.1, das die ständige Ausstellung Plants and People (deutsch: Pflanzen und Menschen) zeigt. In dieser wird dargestellt in wie vielen Bereichen und auf welche Art und Weise sich die Menschheit Pflanzen zu Nutze gemacht hat. Eine zweite ständige Ausstellung in der Marianne North Gallery zeigt Bilder dieser Künstlerin, die sehr viel gereist ist und fast ausschließlich Naturbilder gemalt hat. Das besondere an der Ausstellung ist, dass das Gebäude ausschließlich zu diesem Zweck errichtet wurde und die Bilder auf "viktorianische" Art ausgestellt sind, was heißt dass sie lückenlos, Rahmen an Rahmen die Wände zieren. Neben diesen beiden festen Ausstellungen gibt es immer wieder wechselnde Ausstellungen verschiedener Kunstwerke, meist Skulpturen, im Freien und in den Glashäusern.

Thematische Pflanzungen

Verstreut über die gesamte Parkanlage findet man immer wieder begrenzte Gebiete, in denen bestimmte Gewächse gezogen werden. Unter anderem kann hinter dem Tropenhaus ein Rosengarten besucht werden, der 1923 angelegt wurde und in dem über zehn verschiedene Rosenarten gezüchtet werden. In der Nähe der Bambusgärten besteht eine großflächige Anpflanzung von Rhododendron, das Rhododendron Dell, die über 700 verschiedene Exemplare enthält. Daneben gibt es die Möglichkeit durch eine Stechpalmenallee (englisch: Holly Walk) zu schlendern. Diese ist mehr als einen Kilometer lang und besteht aus ausgewachsenen Stechpalmen, von denen die meisten bereits über 135 Jahre alt sind. Weitere thematische Pflanzungen sind der Azaleengarten (englisch Azalea Garden), der Fliedergarten (Lilac Garden), in dem 105 Arten kultiviert werden und das Colour Spectrum (deutsch: Farbenspektrum), in dem jede Farbe des Regenbogens durch verschieden Pflanzen repräsentiert ist. Der Mediterrean Garden (deutsch: Mediterraner Garten) beherbergt vor allem Sträucher und Kräuter aus dem Mittelmeerraum. Der Waterlily Pond (deutsch: Wasserlilienteich), in dem im Frühling verschiedenen Teichpflanzen blühen, ist umgeben vom Woodland Glade, wo neben anderen Nadelbaumarten auch Mammutbäume wachsen.

Wissenschaftliche Bedeutung

Mammutbäume Kew, wie die Gärten heute unter Botanikern genannt werden, besitzt eine umfangreiche Samenbank. Zusammen mit dem Herbarium der Harvard Universität und dem Australischen National-Herbarium arbeitet Kew an der IPNI-Datenbank, mittels derer autoritative Pflanzennamen zur Verfügung gestellt werden.

Bildung und Ausbildung

Allgemeine Angebote

Wie in botanischen Gärten üblich, sind auch in Kew Gardens die Pflanzen mit Informationsschildchen versehen. Diese enthalten den allgemein gebräuchlichen englischen Namen der Pflanze, die botanische Bezeichnung und, falls die Pflanze importiert wurde, den Herkunftsort. Um mehr Hintergrundwissen über bestimmte Pflanzen, Projekte oder Bauwerke in den Royal Botanic Gardens zu gewinnen, können Besucher sich mit Informationsblättern versorgen. Die meisten davon sind auch online zugänglich. Des Weiteren bietet Kew Gardens eine Reihe von Kurzlehrgängen, Studientagen und Lesungen an. Themengebiete sind unter anderem Botanik, Gartenbau, Natur- und Pflanzenfotographie und -illustration. Climbers and Creepers, ein themenbezogener Spielplatz, bietet Kindern die Möglichkeit zu erfahren wie Pflanzen sich ernähren und vermehren. Sie können dort in und auf übergroßen Pflanzenmodellen die Pflanzenwelt aus der Perspektive von Insekten erleben. Die Modelle sind interaktiv und reagieren auf Bewegung und ähnliches.

Hilfreiche Informationen für einen Besuch der Gärten


- Für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren ist der Eintritt frei
- Für Behinderte Menschen stehen am Eingang Rollstühle bereit, die kostenlos entliehen werden können. Für Wochentage können diese auch im Voraus reserviert werden. Des Weiteren gibt es zweimal pro Tag eine einstündige Tour durch die Gärten mit dem Discovery Bus (deutsch: Entdeckerbus) mit einem rollstuhlgerechten Kleinbus. Die Teilnahme ist für Behinderte Menschen und ihre Betreuer kostenlos.
- Gruppen können Tickets und Führungen im Voraus buchen und bekommen Ermäßigung bei den Eintrittspreisen.
- Fahrzeuge jeglicher Art, auch Fahrräder, Tretroller und Ähnliches (auch Skateboards und Rollschuhe) dürfen in den Gärten nicht benutzt werden. Davon sind natürlich Rollstühle aller Art nicht betroffen.
- Auch das Mitbringen von Tieren, ausgenommen Blindenhunden, ist nicht erlaubt.
- Der Kew Explorer (deutsch: Kew-Erforscher), ein kleiner, mit Gas betriebener "Autozug" bietet stündlich die Möglichkeit die Gärten im wörtlichen Sinne zu "erfahren". Dafür müssen Tickets erworben werden, welche für den gesamten Tag gültig sind. Kleinkinder die keinen Sitzplatz benötigen fahren kostenlos mit, Kinder und Jugendliche unter 17 zum ermäßigten Preis.
- Es gibt die Möglichkeit sich in der Parkanlage zu verköstigen (Drei Cafés/Imbisse und ein Restauraunt sind vorhanden), aber es steht Besuchern jederzeit frei ein Picknick mitzubringen.
- Kew für Kinder - Viel Spaß bieten Kindern die Aquarien im Palm House und der Themenspielplatz Climbers and Creepers (deutsch: Kletter- und Schlingpflanzen). Ein weiteres Angebot ist ein Faltblatt extra für Kinder, das zum Beispiel die Standorte der ältesten Bäume und ähnliches zeigt.
- Eine Karte und ein Informationsblatt zu den Gärten ist neben Englisch auch auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Japanisch an allen Eingängen erhältlich.

Weblinks


- [http://www.rbgkew.org.uk Offizielle Webseite]
- [http://www.IPNI.org The International Plant Names Index]
- [http://www.rbgkew.org.uk/visitor/maps/kewmapgerm.pdf Plan der Gärten im pdf-Format] Kategorie:Parkanlage in London Kategorie:Botanischer Garten Kategorie:Weltkulturerbe ja:キューガーデン

Gewächshaus

Ein Gewächshaus oder Glashaus (vereinzelt auch Treibhaus genannt) ist eine lichtdurchlässige Konstruktion, die eine geschützte und kontrollierte Anzucht von Pflanzen ermöglicht. Die Abdeckung - traditionell aus Glas, heute oft Folien - erhöht einerseits durch den Treibhauseffekt die Temperatur, andrerseits schützt sie vor Niederschlag. Durch Regelung der Lufttemperatur und der Bewässerung ist ein optimales Wachstum der Pflanzen und eine gewisse Steuerung anderer Bedingungen (Fortpflanzung etc) möglich. Wachstum Wachstum

Aufbau und Komponenten eines Gewächshauses

Gewächs- bzw. Glashäuser gibt es in sehr verschiedenen Größen von wenigen Quadratmetern bis zu riesigen Palmenhäusern (siehe oberes Bild). In einem Kleingarten genügen schon 1-2 ausrangierte Fenster, um ein niedriges Gewächshaus zu bauen, das sich durch Öffnen der Glasflächen regeln lässt. Ein Gewächshaus verfügt mindestens über # eine für Licht durchlässige Abdeckung, meist aus Glas oder Glasfaser, bzw. Kunststoff-Folien (PMMA, Polycarbonat, PVC oder PE). Manchmal werden auch Insektennetze oder sog. Schattiergewebe verwendet. # eine Beetfläche - entweder am Boden, als Hochbeet, auf Tischen oder Hängevorrichtungen. # eine schützende Konstruktion, entweder aus Mauerwerk von geeigneter Höhe, aus Metallrahmen oder anderen Bauteilen. # eine Lüftung (auch zur Temperaturregelung). Viele Gewächs-/Glashäuser besitzen ferner:
- Anlagen zur Bewässerung bzw. zur Beregnung
- Heizungsanlage
- Schattierungsanlage
- elektrische oder elektronische Steuerung. Zur weiteren Ausstattung kann gehören:
- Ein sogenannter Energieschirm
- eine Verdunklungsanlage
- (künstliche) Belichtungsanlage
- CO2-Düngungsanlage
- Wärmepuffertank/ Wärmespeicher
- Kraftwärmeanlage/ Kraft-Wärme-Kopplung
- computergestützte Klima- und Bewässerungssteuerung.

Funktionsweise

Man unterscheidet bei den Gewächshäusern je nach Innenraumtemperatur
- das Kalthaus für Temperaturen unter 12 Grad Celsius,
- das Temperierte Haus für Temperaturen von 12 - 18 Grad Celsius,
- das Warmhaus (Treibhaus, engl. Hothouse) für Temperaturen über 18 Grad Celsius. Bei Sonneneinstrahlung kommt es zu einer starken Erwärmung im Gewächshaus. Der Grund dafür ist eine Art Wärmestau: die Energie der Sonnenstrahlung erwärmt zunächst den Boden, die Pflanzen und Teile des Gewächshauses, doch die von ihnen wieder abgegebene Wärmestrahlung (Infrarot) wird vom Raum zurückgehalten. Dieser Glashauseffekt (Benennung von J.Fourier) wird oft bei Wohnhäusern (Wintergarten) und Dachflächen (z.B. Ateliers) genützt, doch auch im Großen bei Orangerien und Schlössern. Die vom aufgeheizten Innenraum erwärmte Luft wird bei geschlossenen Glasflächen von außen nur wenig abgekühlt, weil der Luftaustausch gering ist. Hingegen wird fast alle IR-Strahlung vom Glas und dem Bau selbst in den Raum zurück reflektiert ("selektive Transparenz"). Allerdings kann an einem normalen Sonnentag die Innentemperatur auf pflanzenschädliche 35°C und mehr erhöhen. Daher muss man Gewächshäuser auch lüften können, was meist mit Dach- oder Stehwandlüftung erfolgt.

Neuere Bauweisen

Neuere Typen, sogenannte Cabrio-Gewächshäuser, können ihre Dachfläche weitgehend zusammenschieben. Damit kann die Innentemperatur so gesteuert werden, dass sie fast der Außentemperatur entspricht. Dies führt zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei Kaltkulturen und während der Sommermonate. Für den gewerbsmäßigen Gemüseanbau werden heute vielfach Kunststofffolien verwendet, die teilweise große Flächen und ganze Talböden bedecken. In El Ejido stehen so viele mit Plastikplanen gedeckte Gewächshäuser wie nirgends sonst in Europa.

Sprichwörter und Parodien


- Wer selbst im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. (Deutsche Volksweisheit)
  - Engl.Version: people who live in glasshouses should not throw stones.
- Doch heute - mit den Kunststoffplanen - muß keine Steinwerfer man mahnen. (Geof)
- Wer hat denn schon Steine zur Hand, wenn er im Glashaus sitzt? (Günther Ungeheuer, [http://www.sprichwort.ch/ Schweiz]
- Wer nicht im Glashaus sitzt, sollte sich ehrlicherweise eingestehen, dass er nicht hineinfand. (Rolf Hochhuth)
- Wer im Glashaus sitzt, sollte die Rolläden herunterlassen. (Oliver Herford)
- Wenn man im Glashaus sitzt, dann kann man was erzählen ([http://www.linguist.de/ Linguist.de])

Literatur


- Christian von Zabeltitz, Gewächshäuser: Planung und Bau. 65 Tabellen, 2., neubearb. und erw. Aufl., Ulmer-Verlag, Stuttgart 1986
- Hans-Jürgen Tantau, Heizungsanlagen im Gartenbau. 63 Tabellen, Ulmer-Verlag, Stuttgart 1983
- Anm.: auch andere Verlage wären zu inkludieren.

Siehe auch


- Mini-Gewächshaus, Erntefaktor, Energiehaus
- Glasscheibe, Strahlungsbilanz, Treibhauseffekt
- Botanischer Garten Berlin, Das Glashaus (Gemeinde Holle),
- Das Glashaus (Film), The Glass House, Glashaus (Band) Kategorie:Gartenbau Kategorie:Baukonstruktion Kategorie:Meteorologie ja:ビニールハウス

Richmond upon Thames

London Borough of Richmond upon Thames ist ein Stadtbezirk von London und liegt im Südwesten der Stadt. Er ist der einzige Bezirk, der auf beiden Seiten der Themse liegt. Er wurde 1965 bei der Gründung von Greater London gebildet, als die Bezirke Twickenham (Middlesex) und Richmond upon Thames and Barnes (Surrey) zusammengefügt wurden. Richmond, das Zentrum dieses Bezirks, hieß ursprünglich Sheanes (oder Sheen) und wurde umbenannt, nachdem Heinrich VIII. seine in Richmond (North Yorkshire) abgebrannte Residenz im Jahr 1502 hier neu aufbaute. Der Ostteil des Stadtbezirks heißt heute noch Sheen. Konstanz und Fontainebleau sind seit 1983 Partnerstädte. Im London Borough of Richmond befinden sich auch die Deutsche Schule London und die Schwedische Schule London, was zur Folge hat dass der Großteil der in London lebenden Deutschen und Schweden in den umliegenden Gebieten wohnen. Der Bezirk ist 57.41 km² groß und hatte 174'449 Einwohner im Jahre 2002. Die Bevölkerung setzt sich aus 91.0 % Weißen sowie 3.9 % Indern und Pakistanern zusammen. Richmond zählt zu den wohlhabendsten Stadtbezirken Londons überhaupt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind der Hampton Court Palace, der Richmond Park und die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens). In Kew befindet sich auch das Public Record Office, das britische Staatsarchiv.

Stadtteile

Fotos

Bild:Richmond.jpg|Richmond in London
Bild:Richmond-.jpg|Richmond in London
Bild:Tramonto a Richmond-.jpg|Sonnenuntergang in Richmond (London)
Bild:Tramonto a Richmond.jpg|Sonnenuntergang in Richmond (London)

Persönlichkeiten


- Brian May - Gitarrist (Queen)
- Noel Coward - Schauspieler
- John Dee - Philosoph
- Claire Forlani - Schauspielerin
- Imogen Holst - Musikschriftstellerin
- Francis Japp - Chemiker
- Keira Knightley - Schauspielerin
- Marie Amelie von Orléans - Königin von Portugal
- William Schaw Cathcart, 1. Earl Cathcart - General

Weblinks


- [http://www.richmond.gov.uk Richmond Borough Council (Bezirksverwaltung)]
- [http://www.visitrichmond.co.uk Informationsseite für Besucher] Richmond upon Thames

Kew

London Borough of Richmond upon Thames ist ein Stadtbezirk von London und liegt im Südwesten der Stadt. Er ist der einzige Bezirk, der auf beiden Seiten der Themse liegt. Er wurde 1965 bei der Gründung von Greater London gebildet, als die Bezirke Twickenham (Middlesex) und Richmond upon Thames and Barnes (Surrey) zusammengefügt wurden. Richmond, das Zentrum dieses Bezirks, hieß ursprünglich Sheanes (oder Sheen) und wurde umbenannt, nachdem Heinrich VIII. seine in Richmond (North Yorkshire) abgebrannte Residenz im Jahr 1502 hier neu aufbaute. Der Ostteil des Stadtbezirks heißt heute noch Sheen. Konstanz und Fontainebleau sind seit 1983 Partnerstädte. Im London Borough of Richmond befinden sich auch die Deutsche Schule London und die Schwedische Schule London, was zur Folge hat dass der Großteil der in London lebenden Deutschen und Schweden in den umliegenden Gebieten wohnen. Der Bezirk ist 57.41 km² groß und hatte 174'449 Einwohner im Jahre 2002. Die Bevölkerung setzt sich aus 91.0 % Weißen sowie 3.9 % Indern und Pakistanern zusammen. Richmond zählt zu den wohlhabendsten Stadtbezirken Londons überhaupt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind der Hampton Court Palace, der Richmond Park und die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens). In Kew befindet sich auch das Public Record Office, das britische Staatsarchiv.

Stadtteile

Fotos

Bild:Richmond.jpg|Richmond in London
Bild:Richmond-.jpg|Richmond in London
Bild:Tramonto a Richmond-.jpg|Sonnenuntergang in Richmond (London)
Bild:Tramonto a Richmond.jpg|Sonnenuntergang in Richmond (London)

Persönlichkeiten


- Brian May - Gitarrist (Queen)
- Noel Coward - Schauspieler
- John Dee - Philosoph
- Claire Forlani - Schauspielerin
- Imogen Holst - Musikschriftstellerin
- Francis Japp - Chemiker
- Keira Knightley - Schauspielerin
- Marie Amelie von Orléans - Königin von Portugal
- William Schaw Cathcart, 1. Earl Cathcart - General

Weblinks


- [http://www.richmond.gov.uk Richmond Borough Council (Bezirksverwaltung)]
- [http://www.visitrichmond.co.uk Informationsseite für Besucher] Richmond upon Thames

Europa

Europa ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse und wird von Europäern üblicherweise als eigenständiger Kontinent betrachtet, obwohl es eigentlich ein Subkontinent ist. Insgesamt hat Europa eine Fläche von 8,327 Millionen Quadratkilometern, was Europa nach Australien zum zweitkleinsten Kontinent macht. Dennoch besitzt Europa mit rund 730 Millionen Einwohnern die drittgrößte Bevölkerung aller Kontinente. Die Ausdehnung erstreckt sich von der Nordsee und dem Atlantischen Ozean im Westen bis zum Ural im Osten. Ural

Geographie

Europa hat eine Fläche von 8,327.000 km² und eine Küstenlänge von 37.200 km. Der nördlichste Punkt des Kontinents liegt bei ca. 71,2° n. Br. in Knivskjelodden, Norwegen, der südlichste Punkt in Tarifa im Süden Spaniens. Damit beträgt die Nord-Süd Ausdehnung ca. 3.800 Kilometer. Von Ost nach West erstreckt sich die Landmasse Europas vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals, was ca. 6.000 Kilometer West-Ost Ausdehnung bedeutet. Insgesamt ist Europa stark zergliedert. Es beinhaltet einige größere Halbinseln, wie die Iberische Halbinsel, die Apenninhalbinsel, die Skandinavische Halbinsel und die Balkanhalbinsel, sowie viele weitere, kleinere Halbinseln wie Bretagne und Jütland. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl von Inseln, die größten sind die Britischen Inseln, Island, Sardinien und Sizilien. Sizilien Im Norden grenzt Europa an einzelne Randmeere des Nordpolarmeeres wie die Barentssee und das Europäische Nordmeer. Obwohl sich die Nebenmeere Nord- und Ostsee streng genommen innerhalb des Kontinents befinden, wird die Nordsee auch als seewärtige Grenze angesehen. Im Südosten grenzt Europa an das Kaspische Meer, im Süden an das Schwarze Meer und an das Mittelmeer, und im Westen an den Atlantischen Ozean. Der höchste Punkt des Kontinents liegt je nach Definition der "Grenzen" Europas entweder im nördlichen Kaukasus in Russland (Elbrus (5.642 Meter)) oder aber in den Alpen zwischen Frankreich und Italien (Montblanc (4.808 Meter)). Der niedrigste Punkt Europas liegt mit 28 Metern unter dem Meeresspiegel an der Nordküste des Kaspischen Meeres. Siehe auch: Mittelpunkt Europas

Innereurasische Grenze

Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, die Manytschniederung nördlich des Kaukasus, das Schwarze Meer sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden unter anderem die Grenze zwischen Europa und Asien. Siehe auch: Innereurasische Grenze

Untergliederung


- Nordeuropa
  - Nordwesteuropa
  - Nordosteuropa
- Mitteleuropa
  - Ostmitteleuropa
- Osteuropa
- Südeuropa
  - Südosteuropa
- Westeuropa

Flüsse

Westeuropa Die längsten Flüsse Europas (über 1.000 km) sind: #Wolga (3.531 km) #Donau (2.850 km) #Ural (2.428 km) (an der "innereurasischen" Grenze) #Dnjepr (2.200 km) #Don (1.870 km) #Petschora (1.809 km) #Kama (1.805 km) #Oka (1.500 km) #Belaja (1.430 km) #Dnjestr (1.352 km) #Rhein (1.320 km) #Wjatka (1.314 km) #Elbe (1.165 km) #Desna (1.130 km) #Weichsel (1.047 km) #Düna (1.020 km) #Loire (1.020 km) #Choper (1.010 km) #Tajo (1.007 km) Siehe auch: Liste europäischer Flüsse, Die längsten Flüsse der Erde

Berge

Die höchsten Berge in Europa sind: #Elbrus (5.642 m), Russland, Kaukasus (umstritten, weil innereurasische Grenze unterschiedlich festgelegt ist) #Dykh Tau (5.203 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Rustaveli (5.201 m), Georgien, Kaukasus (umstritten) #Koshtan Tau (5.150 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Pushkin (5.100 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Shkhara (5.068 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten) #Kazbek (5.047 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten) #Mizhirgi (5.025 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Katyn (4.974 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Shota Rustaveli (4.960 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Borovikovs topp (4.888 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Mont Blanc (4.808 m; mit Eiskappe), Grenze Frankreich-Italien, Alpen #Dufourspitze (4.634 m; Monte-Rosa-Massiv), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Dom (4.545 m), Schweiz, Alpen #Weisshorn (4.505 m), Schweiz, Alpen #Lyskamm (4.480 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Matterhorn (4.478 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Dent Blanche (4.357 m), Schweiz, Alpen #Finsteraarhorn (4.274 m), Schweiz, Alpen #Zinalrothorn (4.221 m), Schweiz, Alpen #Alphubel (4.206 m), Schweiz, Alpen #Rimpfischhorn (4.199 m), Schweiz, Alpen #Aletschhorn (4.192 m), Schweiz, Alpen #Dent d'Hérens (4.171 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Breithorn (4.164 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Jungfrau (4.158 m), Schweiz, Alpen #Mönch (4.107 m), Schweiz, Alpen #Ecrins (4.101 m), Frankreich, Alpen #Schreckhorn (4.078 m), Schweiz, Alpen #Gran Paradiso (4.061 m), Italien, Alpen #Großes Fiescherhorn (4.049 m), Schweiz, Alpen #Piz Bernina (4.049 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Weissmies (4.023 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Ortler (3.905), Italien, Alpen Die bekanntesten Vulkane in Europa sind:
- Ätna (italien. Etna) (veränderlich um 3.370-3.400 m), Sizilien, Italien
- Hvannadalshnjúkur (2.119 m, unter dem Vatnajökull), höchster Berg auf Island
- Grímsvötn (1.725 m; unter dem Vatnajökull), Island
- Herðubreið (1.682 m, unter dem Vatnajökull), Island
- Vesuv(io) (ca. 1.200 m), Italien
- Stromboli (ca. 926 m), vulkanische Insel, Italien
- Santorini (Σαντορίνη) (575 m), vulkanische Insel, Griechenland

Klima

Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Neapel beträgt beispielsweise 16 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende New York 12 °C erreicht. Schwankungen der Temperatur innerhalb eines Jahres sind in den größten Teilen des Erdteils relativ gering. Kühlen Winter stehen milde Sommer gegenüber. Nur in Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichenden Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend. Durch die Erdrotation und der damit verbundenen ablenkenden Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost-und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt. Hochgebirge können die Niederschlagsmenge ebenfalls stark beeinflussen. So ist der mittlere Jahresniederschlag nördlich der Alpen deutlich geringer als südlich. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere, durch den es nur wenige Regenfronten schaffen durchzudringen. In Gebieten nahe des Mittelmeers herrscht überwiegend mediterranes Klima, das heißt trockene und heiße Sommer, während es im Winter mild und feucht ist. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufigen Niederschlag mit. Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag.

Bevölkerung

Europa hat mit ca. 730 Millionen Einwohnern nach Asien und Afrika die drittgrößte Bevölkerungszahl aller Kontinente und gehört zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt 66/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.

Sprachen

Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen. Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend im Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland. Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine altaische Sprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen sind als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa verbreitet, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch eine Sprache des mongolischen Zweigs der Altaisprachen in Europa gesprochen. Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen Amtssprache. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind. Am gebräuchlichsten in Europa ist das lateinische Alphabet, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Teilen Montenegros) und dem griechischen Alphabet. Siehe auch: Liste von Sprachen in Europa, Minderheitensprachen in der Europäischen Union, Amtssprachen der Europäischen Union

Religionen

Ca. 75% der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox). 7 % sind Muslime (vor allem in Südosteuropa sowie Einwanderer aus islamischen Ländern in England, Frankreich, Deutschland, Italien), außerdem gibt es Juden sowie eine größere Zahl von in jüngerer Zeit aus anderen Teilen der Welt nach Europa gekommener oder neu entstandenener Religionen. Ca. 18 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in den Städten und den ehemals kommunistischen Ländern im Osten, zum Teil aber auch in Deutschland. Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel, wurde aber im Zuge der "Reconquista" vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.

Städte und Metropolen

Ozeanien Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt, da sie in Zeiten des Imperialismus Zentrum eines großen Kolonialreiches war. Noch 1950 befanden sich vier Städte der heutigen Europäischen Union unter den zwanzig größten der Welt, seitdem wachsen die europäischen Städte kaum noch, verlieren teilweise an Einwohnerzahlen. Diese vier größten EU-Städte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York, Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio, Mailand und Neapel belegten noch Platz 13 bzw. 19. Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts holten die Städte der restlichen Welt, besonders die der Entwicklungsländer, z. B. Mexiko-Stadt, Manila oder São Paulo, bei den Einwohnerzahlen auf und führen jetzt die Tabelle der Welt an. Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist die in Deutschland übliche Abgrenzung anhand der Gemeindegrenzen, da andere Staaten dies in ihren Statistiken nicht tun (z.B. USA, Frankreich, Australien, Großbritannien). Daher fehlen in der unteren Auflistung der Metropolen polyzentrische Stadtregionen wie Rhein-Ruhr und Rhein-Main in Deutschland oder das oberschlesische Industriegebiet in Polen. Die europäischen Hauptstädte finden sich in der Liste der Hauptstädte der Welt. Entfernungen verschiedener europäischer Städte (Alle Messungen sind in Luftlinie angegeben):
- Amsterdam (NL) – Warschau (PL), ca. 1.100 km
- Helsinki (FIN) – Rom (I), ca. 2.200 km
- Belgrad (SCG) – Dublin (IRL), ca. 2.150 km
- Edinburgh (GB) – Hamburg (D), ca. 900 km
- Istanbul (TR) – Lissabon (P), ca. 3.200 km
- Sagres (P) – Ust Kara (RUS), ca. 5.580 km
- Wien (A) – Bratislava (SK), ca. 60 km

Kultur und Bildung

In allen Staaten Europas gibt es eine Schulpflicht oder mindestens eine Bildungspflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt vier bis fünf Jahre in den meisten, sieben oder acht Jahre in den wenigsten Ländern. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem sehr renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten. Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Europas Für den Menschen war Europa erst die dritte Wahl. Vor etwa 800.000 Jahren soll die Besiedlung durch den Homo antecessor begonnen haben, etwa eine halbe Million Jahre, nachdem Ostasien von Afrika aus besiedelt worden war. Während die Entwicklung des Homo sapiens in Afrika ablief, war Europa die Domäne von Homo heidelbergensis und Homo neanderthalensis. Trotz - oder vielleicht auch wegen - der widrigen Bedingungen durch die Eiszeit sollen diese Menschen vor etwa 100.000 Jahren angefangen haben, die Kultur der Altsteinzeit zu verfeinern. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten. Besonders die griechische Kultur, das Römische Reich und das Christentum hinterließen ihre Spuren bis heute. In der späteren Antike vereinigte das Römische Reich erstmals das gesamte südliche Europa zusammen mit den anderen Küstenländern des Mittelmeeres in einem Großreich. Im Römischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten. Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum unter Kaiser Konstantin I. Staatsreligion und wirkt bis heute fort. Das Mittelalter war geprägt von der Konkurrenz zwischen dem neuen römischen Kaiser im Westen und dem alten römischen Kaiser in Byzanz, auf deren beiden Einflussspären die Spaltung in ein westliches und östliches Europa zurückgeht. Missionare verbreiteten das Christentum über Nord- und Osteuropa, so dass ganz Europa christlich wurde. Im westlichen Europa gab es Auseinandersetzungen zwischen von Kaiser und Papst um die Vorherrschaft. Die Reformation im 16. Jahrhundert spaltete die Kirche in einen katholischen und evangelischen Teil. Religionskriege waren die Folge. 1618 bis 1648 verwüstete der Dreißigjährige Krieg weite Teile Mitteleuropas. Seit dem 15. Jahrhundert bauten europäische Nationen (besonders Spanien, Portugal, Russland, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich) koloniale Imperien mit großen Besitztümern in Afrika, Amerika und Asien. Europa ist der Kontinent, der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat (zum Beispiel durch christliche Missionierung, Kolonien, Sklavenhandel, Warenaustausch und Kultur). Im 18. Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklärung neue Akzente und forderte Toleranz, die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. 1789 kam durch die Französische Revolution zum ersten Mal das Bürgertum an die Macht. Im frühen 19. Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des französischen Kaisers Napoleon richten, bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte. Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18. Jahrhundert und veränderte rasant den Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19. Jahrhundert die Kommunistische Bewegung. Daneben war das 19. Jahrhundert stark bestimmt vom Gedanken der Demokratie, vom Reaktionismus und vom Imperialismus. Sowohl der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939 bis 1945) brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstörungen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei große politisch-ökonomische Blöcke geteilt: pseudo-sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa. Man sprach auch vom Eisernen Vorhang, der die Staaten Europas voneinander trennte. Erst Perestroika und Glasnost führten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel. 1989 brach der Ostblock auf, die Berliner Mauer fiel, und die Sowjetunion und der Warschauer Pakt lösten sich auf. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen wie die EU, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt (siehe auch Blaue Banane). Siehe auch: Wiege Europas, Alteuropa

Politik

Europäische politische Organisationen

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfasst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbei in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören. Wer im politischen Sinne von "Europa" spricht, meint aber meist die Europäische Union (EU) oder ihre Vorläufer: 1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Der Sammelbegriff Europäische Gemeinschaften (für EGKS, Euratom und EWG) wurde im alltäglichen Sprachgebrauch mehr und mehr durch den Singular Europäische Gemeinschaft verdrängt. Mit dem Maastrichter Vertrag wurde schließlich die die alten Gemeinschaften und Kooperationsformen überwölbende Europäische Union gegründet. Ein Großteil der Mitgliedsländer der ebenfalls in den 50er Jahren gegründeten EFTA (European Free Trade Association) ist mittlerweile in die EG/EU übergetreten - die verbliebene EFTA ist ihr über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eng verbunden. Nach der Erweiterung der EU um Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Malta und Zypern im Jahre 2004 zählt diese 25 Mitglieder. Siehe auch: Europäisches Parlament, NATO, Europawahl, Politische Architektur Europas

Staaten in Europa

Politische Architektur Europas
- Albanien
- Andorra
- Belgien
- Bosnien und Herzegowina
- Bulgarien
- Dänemark (einschließlich der autonomen Färöer; das ebenfalls autonome Grönland ist geografisch Teil Nordamerikas)
- Deutschland
- Estland
- Finnland (mit den staatliche Besonderheiten aufweisenden Ålandinseln)
- Frankreich (mit Ausnahme der überseeischen Territorien in Nord- und Südamerika, Afrika, Ozeanien)
- Griechenland (einschließlich der souveränen Mönchsrepublik Athos)
- Großbritannien und Nordirland (einschließlich der direkt der Krone unterstehenden Insel Man und der Kanalinseln sowie des Überseegebietes Gibraltar)
- Irland
- Island (liegt geografisch auf dem mittelatlantischen Rücken)
- Italien
- Kroatien
- Lettland
- Liechtenstein
- Litauen
- Luxemburg
- Malta
- Mazedonien
- Moldawien
- Monaco
- Niederlande
- Norwegen
- Österreich
- Polen
- Portugal (mit Ausnahme des näher an Nordafrika liegenden Madeira und der auf dem mittelatlantischen Rücken liegenden Azoren)
- Rumänien
- Russland (ein Viertel der Landmasse in Europa, dies ist das historische Kernland Russlands mit 75 % seiner Bevölkerung)
- San Marino
- Schweden
- Schweiz
- Serbien und Montenegro (Staatenbund aus Serbien und Montenegro)
- Slowakei
- Slowenien
- Spanien (mit Ausnahme der spanischen Plazas de soberanía und der Kanarischen Inseln in Nordafrika)
- Tschechien
- Ukraine
- Ungarn
- Vatikanstadt
- Weißrussland Siehe auch: Liste europäischer Nachbarstaaten

Folgende Staaten liegen mit weniger als 5% ihrer Landfläche in Europa


- Kasachstan (nur ein sehr kleiner Teil der Landfläche liegt in Europa, der Rest in Asien; bei Sportveranstaltungen wird Kasachstan gelegentlich Europa zugerechnet)
- Türkei (nur 3% der Fläche liegt geographisch in Europa, der Rest in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird die Türkei Europa zugeordnet (in allen internationalen Sportveranstaltungen, Eurovision Song Contest u.a.); sie ist Mitglied des Europarats und hat eine Zollunion mit der EU, ist Beitrittskandidat der EU und in allen anderen europäischen Gremien vertreten)

Weitere Staaten, die gelegentlich zu Europa gerechnet werden

Aus historischen, kulturellen oder politischen Gründen werden gelegentlich auch folgende Staaten zu Europa gerechnet:
- Armenien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung mit indogermanischer Sprache, Territorium liegt geographisch in Asien, Mitglied des Europarates)
- Aserbaidschan (liegt geographisch in Asien; bei Sportveranstaltungen wird es Europa zugerechnet; Mitglied des Europarates)
- Georgien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung, Territorium liegt geographisch in Asien; Mitglied des Europarates)
- Israel (liegt geographisch in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird Israel oft Europa zugeordnet (Fußball-Europameisterschaft, Eurovision Song Contest).)
- Zypern (Insel im östlichen Mittelmeer, die geographisch zu Asien gezählt wird; geschichtlich eng mit Europa verbunden, seit Mai 2004 Mitglied der EU)

Abhängige Gebiete in Europa


- Åland (autonome Inselgruppe und Provinz vor Finnland)
- Berg Athos (autonome Mönchsrepublik unter Oberhoheit Griechenlands)
- Färöer (autonome Region innerhalb Dänemarks)
- Gibraltar (Überseeterritorium des Vereinigten Königreiches)
- Isle of Man (untersteht direkt der britischen Krone)
- Oblast Kaliningrad (Teil Russlands, Exklave zwischen Polen und Litauen)
- Kanalinseln (unterstehen direkt der britischen Krone)

Von europäischen Staaten abhängige Gebiete auf anderen Kontinenten


- Alborán, vulkanische spanische Mittelmeerinsel, unbewohnt, unter Naturschutz, zwischen Andalusien und Nordafrika
- Anguilla, eine britische Insel in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Niederländischen Antillen (De Nederlandse Antillen: Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius (Statia), Sint Maarten) gehört zu den Niederlanden, jedoch nicht zur EU, in der Karibik (Mittelamerika)
- Aruba, intern autonomer Landesteil der Niederlande in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Azoren, portugiesische Inselgruppe zwischen Europa und Nordamerika im Atlantik
- Bermuda, britisches Überseegebiet, Inselgruppe östlich North Carolinas im Atlantik
- Britisches Antarktis-Territorium (British Antarctic Territory) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols wird von Großbritannien beansprucht: die Antarktische Halbinsel, die Südlichen Orkneyinseln, die Südlichen Shetlandinseln, einen Festlandsektor bis zum Pol (Antarktis)
- Britische Jungferninseln (the British Virgin Islands) in der Karibik (Mittelamerika)
- Das Britische Territorium im Indischen Ozean (British Indian Ocean Territory) britisches Überseegebiet, die Kronkolonie Tschagos-Archipel (Flottenstützpunkt), sechs weitgehend unbewohnte Atolle im Indischen Ozean
- Ceuta, autonom verwaltete Exklave Spaniens, Nordmarokko, 21 km vor Gibraltar (Nordafrika)
- La Islas Chafarinas, unbewohnter spanischer Archipel, 4 km vor der Küste Ostmarokkos (Nordafrika)
- Clipperton-Insel oder Passionsinsel (Île Clipperton, Île de la Passion) unbewohntes französisches Atoll südwestlich von Mexiko (Pazifik)
- Îles éparses (Les Îles éparses de l'océan Indien) unselbständige und weitgehend unbewohnte zu Frankreich gehörige Inseln und Atolle um Madagaskar und im Indischen Ozean
- Falklandinseln, britisches Überseegebiet, östlich Feuerland im südlichen Atlantik (Südamerika)
- Guadeloupe, Überseedépartement Frankreichs, Inselgruppe in der Karibik (Mittelamerika)
- Französisch-Guayana (Guyane française) Überseedépartement Frankreichs in Südamerika
- Grönland (Grønland) autonomes Gebiet Dänemarks (jedoch nicht Teil der EU) in Nordamerika
- Die Kaimaninseln (Cayman Islands) britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und liegen westlich von Nord-Afrika
- Madeira, autonome Provinz Portugals, Archipel aus mehreren bewohnten und unbewohnten kleinen und der Hauptinsel Madeira ca. 600 km westlich vor Marokkos im Atlantik
- Martinique, Überseedépartement Frankreichs in der Karibik (Mittelamerika)
- Mayotte, französisches Überseeterritorium am Rande der Komoren zwischen Madagaskar und Ostafrika
- Melilla, autonom verwaltete Exklave Spaniens in Ostmarokko (Nordafrika)
- Montserrat, britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Neukaledonien (Nouvelle-Calédonie) französische Überseegemeinschaft mit besonderem Status, Inselgruppe nahe Vanuatu vor der Nordküste Australiens
- Isla Perejil, winzige zwischen Spanien und Marokko umstrittene Felseninsel 200 m vor der Mittelmeerküste Marokkos (Nordafrika)
- Pitcairninseln (Pitcairn Islands Group) britische Kronkolonie, weit verteilt und isoliert gelegene Gruppe von vier Inseln, davon eine bewohnt, im südöstlichen Pazifik
- Französisch-Polynesien (Polynésie Française) französisches Überseedépartement (Südlicher Pazifik)
- Réunion (La Île de la Réunion) gehört zu Frankreich, liegt im Indischen Ozean östlich vor Madagaskar
- St. Helena (the Crown Colony of Saint Helena and Dependencies) britische Kronkolonie, relativ zentral zwischen Afrika (Angola) und Südamerika im Südatlantik gelegen
- Saint-Martin (Sint Maarten) karibische Insel mit einem französischen Teil (Saint-Martin) und einen niederländischen Teil (Sint Maarten) (Mittelamerika)
- St. Pierre und Miquelon, mehrere kleine unselbständige französische Inseln östlich vom kanadischen Neufundland (Nordamerika)
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, britisches Überseegebiet, meist unbewohnte Inselgruppe im Südatlantik
- Französische Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols und einige Inseln und Inselgruppen im Indischen Ozean südöstlich von Afrika
- Turks- und Caicosinseln, britisches Überseegebiet, Gruppe aus acht Inseln am westlichen Rande der Karibik zum Atlantik
- Peñón de Vélez de la Gomera, spanische Halbinsel an der marokkanischen Mittelmeerküste (Nordafrika)
- Wallis und Futuna (Territoire des Iles Wallis et Futuna) französisches Überseeterritorium nordöstlich von Fidschi (Südlicher Pazifik)

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Union einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 70er und teilweise in die 80er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Seit dem 1. Januar 1999, gilt in 12 Staaten der EU der Maastricht-Vertrag, mit dem alle 12 Länder eine Währungsunion bilden und somit ihre jeweiligen Landeswährungen abschafften und den Euro, zunächst noch als bargeldloses Zahlmittel einführten. Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, gewinnbringender Landwirtschaft und einem boomenden

Rhododendron

Der Rhododendron ist eine Gattung
immergrüner Sträucher aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Es gilt bei dem Rhododendron zu unterscheiden zwischen den großblumigen, zumeist auch kräftig und höher wachsenden Arten und Sorten und den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwüchsigen Arten und Sorten. Die ersten sind echte Waldpflanzen, die den Schirm hoher tiefwurzelnder Bäume zum Leben nötig haben und sich im tiefgründigen Waldhumus am üppigsten entwickeln. Die zwergartig wachsenden dagegen gehören zur Zwerggehölzformation der Hochgebirge, deren Lebensgrundlage eine Rohhumusschicht von mehr oder weniger großer Stärke ist, mit gutem Wasserabzug und hoher Luftfeuchtigkeit. In Europa kommen acht Arten vor. Weltweit gibt es über 1.000 Arten, die meisten davon in Asien, etliche in Nordamerika. In Europa sind sie teilweise in Alpenwäldern heimisch, teilweise im äußersten Südeuropa. In Mitteleuropa sind die Rhododendren wegen ihrer großen, trompetenförmigen weißen, lila oder roten Blüten als Ziersträucher beliebt. In Südwestirland finden sich ganze Wälder aus verwilderten Rhododendren (R. ponticum), die als invasive Neophyten eine Gefahr für die Artenvielfalt (z.B. im Killarney-Nationalpark) darstellen. Der Name Rhododendron = Rosenbaum wurde bis ins 17. Jh. für Oleander gebraucht und wurde von Carl von Linné auf die Alpenrose übertragen. Viele Rhododendren sind giftig; das Gift, Grayanotoxine aus der Klasse der Diterpene, sitzt nicht nur in den Blättern sondern auch im Nektar und im Pollen. Einheimische Rhododendren wurzeln relativ flach etwa spatentief), können aber weit über die durchschnittlichen 1,20 m hoch werden. Sie bevorzugen saure Böden, tolerieren aber auch begrenzt kalkhaltigen Grund. Zwischen beiden heimischen Alpenrosen-Arten kann es zu Bastarden kommen (R. x intermedium, mit Merkmalen beider Eltern), die kreuzen und mit den Eltern rückkreuzen können. Heimische Sträucher überdauern den Winter meist unter dem Schnee, der vor Erfrieren schützt.

Parks


- Park Woislowitz (Wojsławice) bei Niemcza (Nimptsch) in Niederschlesien (Polen), angelegt von Fritz von Oheimb, 150 ha.
- Park auf dem Hutberg zu Kamenz.
- Seleger Moor in Rifferswil im Kanton Zürich Schweiz.
- Wörlitzer Park, (Weltkulturerbe)
- Botanica, Rhododendron-Park Bremen
- Maxwaldpark und Rhododendronpark Hobbie bei Westerstede, Ammerland.
- Rhododendronpark Bruns in Gristede, Ammerland (zwischen Bad Zwischenahn und Wiefelstede)
- Park der Gärten, ehemaliges Gelände der Landesgartenschau 2002
- Park San Grato oberhalb Lugano im Südtessin, Schweiz
- Rhododendrongarten im Panorama Park Sauerland, Kirchhundem bei Olpe Ein Zentrum der Rhododendronzucht in Deutschland ist das Ammerland im nordwestlichen Niedersachsen. In der Kreisstadt Westerstede finden alle paar Jahre Rhododendronfesttage statt ("Rhodo"). Es gibt in dem Landkreis mehrere Rhodendronparks.

Krankheiten

Falsche Standortbedingungen können bei Rhododendren zu Erkrankungen führen. Unterschiedliche Arten der Erkrankung sind: Pilzbefall, Braunwerden der Blätter, vertrocknen der Knospen. Schädlingsbefall beispielsweise durch Rüsselkäfer führt ebenfalls zur Beeinträchtigung der Pflanze. Auffallend an den beiden Alpenrosen-Arten sind oft rote, gallertartige Wucherungen, sogenannte Alpenrosen-Äpfel. Eine weitere Krankheit ist die Knospenfäule. Sie wird durch die Rhododendron-Zikade übertragen. Die Zikade schlitzt die jungen Knospen auf, um dort ihre Eier abzulegen. Durch diese Schlitze kann dann der Pilz Pycnostysanus azaleae in die Pflanze eindringen und sich vermehren.

Systematik

Zur Gattung der Rhododendren (Rhododendron) zählen ebenfalls die erheblich kleineren:
- Alpenrosen:
  - Rostblättrige Alpenrose (R. ferrugineum)
  - Bewimperte Alpenrose (R. hirsutum) und die
- Azaleen:
  - Topfazalee (R. simsii)
  - Japanische Azalee (R. japonicum)

Bildergalerie

Bild:Rhododendronhecke.jpg|Rhododendronhecke, etwa 3 m hoch, mit Blütenknospen Bild:Rhododendron_Strauch.jpg|Rhododendron Gesamtansicht, in voller Blust Bild:Rhododendronblueten-3D.jpg|Rhododendronblüten in 3D Bild:Rhododendron hedge in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Rhododendronhecke im Tierpark Berlin. Bild:Rhododendron bloom in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Rhododendronblüte im Tierpark Berlin. Bild:Rhododendron bloom closed in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Geschlossene Rhododendronblüte im Tierpark Berlin. Bild:Rhodo01.jpg|rote Rhododendronblüten Bild:Rhodo02.jpg|rosa Rhododendronblüten

Weblinks


- [http://www.hausgarten.net/pflanzen/gehoelze/rhododendron-pflege.html Pflege des Rhododendron]
- [http://www.botanika.net/ Botanika Bremen - Rhododendronpark und Erlebniswelt der Stadt Bremen]
- [http://www.bruns.de/html/de/rhododendron1.html Rhododendronpark der Baumschule Bruns in Gristede]
- [http://www.giftpflanzen.com/rhododendron_catawbiense.html Zur Giftigkeit des Rhododendrons]
- [http://www.hachmann.de/index.htm Webseite der Baumschule Hachmann, einer der größten Rhododendronzüchter in Europa]
- [http://www.helmers.de/pflanzen/rhododendron/rhododendron.htm Rhododendronsorten mit Beschreibungen und Fotos]
- [http://www.hobbie-rhodo.de/ Rhododendronpark Hobbie in Linswege]
- [http://www.kazik.com.pl/arboretum/index.html Arboretum Wojsławice]
- [http://www.maxwaldpark.de/ Maxwald-Park, einer der ältesten Rhododendrongärten in Deutschland]
- [http://www.park-der-gaerten.de/ Park der Gärten in Rostrup, eine der größten Rhododendron-Sammlungen in Europa]
- [http://www.rhodo.org/ Deutsche Rhododendron-Gesellschaft e.V.]
- [http://www.rhodo.org/park.php Rhododendron-Park Bremen mit Botanischem Garten] Kategorie:Heidekrautgewächse Kategorie:Neobiota ja:シャクナゲ

Flughafen London-Heathrow

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Botanischer Garten

Ein Botanischer Garten ist eine oft nach Herkunft der Pflanzen geordnete Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern, Stauden und anderen Pflanzen. Der Garten steht meist unter der Verwaltung einer Universität oder Hochschule, da die Sammlung von Pflanzen eine gute Basis für wissenschaftliche Arbeit darstellt. Ein auf Bäume beschränkter Botanischer Garten wird Arboretum genannt. Der erste Botanische Garten wurde 1545 im italienischen Padua gegründet von Johannes Baptista Montanus. Schon kurz danach entstanden auch in Deutschland Botanische Gärten, z.B. in Leipzig (1580), Jena (1586), Heidelberg (1597), Gießen (1609) oder Freiburg (1620), meist integriert in der medizinischen Fakultät als Hortus Medicus. Johannes Baptista Montanus

Aufgabe Botanischer Gärten


- Die Vielfältigkeit der Pflanzen zu erfassen, zu beschreiben und zu ordnen Systematik des Pflanzenreichs
- Liefern Material für Untersuchungen z. B. im Bereich der Biologie, Anatomie und Morphologie
- Anschauungsmaterial für Schul- und Weiterbildungsveranstaltungen, so wie für Vorlesungen an Universitäten und Fachhochschulen, wichtig zum Erwerben von Artenkenntnissen
- Erhaltung der Artenvielfalt, fungieren als Genreservoir in Form von Samenbanken

Bedeutende Botanische Gärten

Morphologie

In Deutschland


- Augsburg
- Berggarten in Hannover
- Botanischer Garten Berlin
- Bonn (Titanenwurz)
- Botanischer Garten der Ruhr-Universität Bochum
- Dresden
- Botanischer Garten Düsseldorf Botanischer Garten Düsseldorf] Botanischer Garten Düsseldorf
- Forstbotanischer Garten Eberswalde
- Frankfurt am Main Palmengarten und Botanischer Garten
- Freiburg im Breisgau
- Göttingen [http://www.altgart.uni-goettingen.de/ Alter Botanischer Garten]
- Halle (Saale)
- Heidelberg am Neckar/Rheintiefebene
- Botanischer Garten Jena
- Kiel
- Krefeld
- Botanischer Garten München mit bot. Alpengarten am Schachen
- Münster
- Neuss
- Osnabrück
- Rombergpark in Dortmund
- Tharandt (Forstbotanischer Garten)
- Würzburg
- Stuttgart (Uni Hohenheim)
- Ulm

In der Schweiz


- Arboretum von Aubonne [http://www.arboretum.ch/]
- Botanischer Garten Basel [http://www.unibas.ch/botgarten/]
- Botanischer Garten Brüglingen, Münchenstein [http://www.bogabrueglingen.ch/]
- Botanischer Garten Bern [http://www.botanischergarten.ch/start.htm]
- Botanischer Garten Fribourg
- Botanischer Garten Genf
- Botanischer Garten Grüningen [http://www.zueriwandern.ch/botan-de.html]
- Botanischer Garten Lausanne [http://www.botanique.vd.ch/jardin_lausanne/FS_jardin_lausanne.htm]
- Botanischer Garten Neuenburg [http://www.unine.ch/jardin/welcome.html]
- Botanischer Garten Porrentruy [http://www.hausinfo.ch/home/de/garten/beruehmte_gaerten/botanischer_garten_pruntrut.html]
- Alpiner Botanischer Garten Schynige Platte [http://www.alpengarten.ch/Seiten/210beschreibung.html]
- Botanischer Garten St. Gallen [http://www.stadt.sg.ch/mobilitaet_-_umwelt/umwelt__natur/botanischer_garten.html] - [http://www.schulnetz.ch/unterrichten/fachbereiche/botanik/botanischer_garten/bot_garten.html]
- Botanischer Garten St. Triphon [http://www.aduco.ch/Jardin-St-Triphon/frame.html]
- Botanischer Garten Zürich [http://www.bguz.unizh.ch/index.html]
- Städtische Sukkulentensammlung Zürich
- Botanischer Garten Insel Brissago [http://www.brissago.com/deutsch/garten_de.htm]
- Papiliorama, Kerzers [http://www.papiliorama.ch/]
- Alpiner Botanischer Garten Meyrin
- Alpiner Botanischer Garten Rochers-de-Naye
- Alpiner Botanischer Garten «Flore-Alpe» [http://www.matterhornstate.com/d/misc/excursions/champex.html]
- Alpiner Botanischer Garten Schatzalp [http://www.schatzalp.ch/p.cfm?s=13&lan=1&pf=1]

Weltweit


- London, England (Kew Gardens)
- Botanischer Garten Meran, Südtirol
- Palermo, Italien: hier suchte bereits Johann Wolfgang von Goethe nach der Urpflanze
- Puerto de la Cruz, Teneriffa
- Sydney, Australien
- Leiden, Niederlande
- Tela, Honduras (Lancetilla Botanical Garden)
- Königlicher Botanischer Garten, Madrid, gegründet in 1755
- Botanischer Garten Tiflis, Georgien.

Literatur


- Friedrich Ebel: Bibliographie der Botanischen Gärten Europas. - Halle : Univ., 1995. - ISBN 3-86010-137-4
- Herbert Reisigl: Blumenparadiese und Botanische Gärten der Erde. - Innsbruck : Pinguin-Verl., 1980
- Loki Schmidt: Die Botanischen Gärten in Deutschland. - Hamburg : Hoffmann & Campe, 1997. - ISBN 3-455-11120-3 (alle 70 Botanischen Gärten werden beschrieben, inklusive ihrer Entstehungsgeschichte und Hinweisen zu Beständen und den örtlichen Besonderheiten)

Weblinks


- [http://www.biologie.uni-ulm.de/systax/infgard/gardens/germany.html Botanical Garden Information System] - Informationssystem Botanischer Garten
- [http://www.uni-bayreuth.de/obg/ Ökologisch-Botanischer Garten Universität Bayreuth]
- [http://www.botanischer-garten-berlin.de/ Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin]
- [http://www.botanik.uni-bonn.de/botgart/ Botanischer Garten Bonn]
- [http://www.bogos.uni-osnabrueck.de/ Botanischer Garten Osnabrück]
- [http://www.forst.tu-dresden.de/Fgarten Forstbotanischer Garten Tharandt] ! !Botanischer Garten ja:植物園

William Chambers (Architekt)

Sir William Chambers (
- um 1726 in Stockholm; † 8. März 1796 in London) war ein schottischer Architekt. Chambers kam in jungen Jahren 1728 nach Ripon in Schweden und trat 1742 in die Dienste der Schwedischen Ostindien-Kompanie. Dadurch gelangte er nach China, wo er die einheimische Baukunst und die Gartenkunst studierte. Später wurde Chambers Zeichenlehrer des englischen Kronprinzen, des späteren Königs Georg III. Er starb als Generalkontrolleur der öffentlichen Bauten. Sein berühmtestes Bauwerk ist die Erweiterung des von J. Jones begonnenen Somersethhouse in London. In seinen Schriften trat er der französischen wie auch der bis dahin üblichen englischen gartenanlage entgegen und wurde damit zu einem der bedeutendsten Wegweiser zu einem neuen Geschmack im Sinne einer sentimentalen Naturauffassung. Seine Werke gelten als wegbereitend für die Chinoiserie-Welle innerhalb des Rokoko.

Werke


- Designs of Chinese buildings. (London 1757)
- Treatise on civil architecture. (London 1759)
- Plans, elevations, section and perspectives of the garden and building at Kew in Surrey. (London 1763)

Weblinks


- Chambers, William Chambers, William Chambers, William Chambers, William Chambers, William ja:ウィリアム・チェンバーズ

Japan

Japan (jap. 日本 Nihon/Nippon; ) ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea der viertgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik vor den Küsten Russlands und Koreas. Der Landesname setzt sich aus den Zeichen 日 (Aussprache ni, in der Bedeutung „Tag“ oder „Sonne“) und 本 (Aussprache hon, in der Bedeutung „Ursprung“ oder „Wurzel“) zusammen. Japan ist deshalb auch bekannt als „Land der aufgehenden Sonne“. Sowohl der frühere mythologische Name Cipangu als auch Japan leiten sich vermutlich von der chinesischen Aussprache der Schriftzeichen (chin. 日本國 rìbĕnguó) ab. Mit Japan befasst sich ein eigener Bereich der Kulturwissenschaft und Landeskunde, die Japanologie.

Geographie

Japanologie Hauptartikel: Geographie Japans Japan ist eine Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaidō im Norden, die zentrale und größte Insel Honshū, sowie Shikoku und Kyūshū im Süden. Dazu kommen ca. 3.000 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee und als Ryūkyū-Inseln konzentrieren. Über den gesamten Archipel verläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73% der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Berg Japans ist der Fujisan auf der Hauptinsel Honshū mit 3.776 m über dem Meeresspiegel. Nur in den Regionen Kantō (Großraum Tōkyō) und Kansai (Kyōto - Ōsaka - Kōbe) finden sich größere Ebenen. Beide sind dicht besiedelt und der Standort gleich mehrerer Millionenstädte. Auf Grund des Mangels an Flachland werden Berghänge durch Terassenfeldbau kultiviert.

Regionale Einteilung

Hauptartikel: Regionen Japans Japan ist in acht Regionen eingeteilt: Hokkaidō, Tōhoku, Kantō, Chūbu, Kansai, Chūgoku, Shikoku und Kyūshū. Diese Einteilung ist historisch begründet und spielt heutzutage nur eine untergeordnete Rolle. Politisch ist Japan in Präfekturen gegliedert (siehe Politik).

Klima

Aufgrund der Nord-Süd-Ausdehnung des Landes ist das Klima in Japan sehr unterschiedlich ausgeprägt, die Inselkette erstreckt sich von der kalt-gemäßigten Klimazone in Hokkaidō, mit kalten und schneereichen Wintern, bis in die Subtropen in Okinawa. Dazu kommt der Einfluss von Winden - im Winter vom asiatischen Kontinent zum Meer, und im Sommer vom Meer zum Kontinent. Im späten Juni und frühen Juli fällt im Süden ein Großteil des Jahresniederschlages als monsunartige Regenfront (jap. 梅雨前線 baiu zensen), außerdem ist diese Zeit Taifun-Saison mit bis zu zwanzig Wirbelstürmen jährlich. Japan kann wegen seiner breit gefächerten geographischen Verhältnisse in sechs Hauptklimaregionen eingeteilt werden:
- Hokkaidō: nicht sonderlich starke Niederschläge, aber während der langen kalten Winter größere Schneeverwehungen
- Japanisches Meer: Der Nordwestwind im Winter bringt starken Schneefall. Im Sommer ist diese Region kühler als die pazifische Region, jedoch gibt es hier öfter Föhn.
- Zentrales Hochland (Chūo-