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Kurt Alder

Kurt Alder

Kurt Alder (
- 10. Juli 1902 in Königshütte (Oberschlesien); † 20. Juni 1958 in Köln) war ein deutscher Chemiker. Kurt Alder wuchs in seiner Geburtsstadt Königshütte auf, bis diese nach dem Ersten Weltkrieg an Polen geschlagen wurde und er mit seinen Eltern über Berlin nach Kiel fliehen musste, wo er Chemie studierte und 1926 bei Otto Diels "Über die Ursachen und den Verlauf der Azoesterreaktionen" promovierte. 1936 ging er als Abteilungsleiter zum IG Farben-Werk nach Leverkusen, wo er vor allem an der Weiterentwicklung des synthetischen Gummis "Buna" arbeitete. Seit 1940 war er Inhaber des Lehrstuhls für Chemie an der Universität Köln. Alder erhielt 1950 zusammen mit Otto Paul Hermann Diels den Nobelpreis für Chemie "für ihre Entdeckungen und die Entwicklung der Dien-Synthese". 1979 erhielt ein großer Krater auf dem Mond zu seiner Ehre den Namen Alder-Krater. Alder, Kurt Alder, Kurt Alder, Kurt Alder, Kurt Alder, Kurt Alder, Kurt Alder, Kurt

10. Juli

Der 10. Juli ist der 191. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 192. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 174 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 138 - Antoninus Pius wird römischer Kaiser
- 310 - Miltiades wird Papst
- 1499 - Das erste Schiff der Flotte Vasco da Gamas kehrt nach der erfolgreichen Indienfahrt in die Heimat zurück.
- 1584 - Wilhelm der Schweiger, Prinz von Oranien und Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, wird in Delft durch Balthasar Gérard ermordet.
- 1609 – Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen schließen sich katholische Fürstentümer zur Katholischen Liga zusammen.
- 1651 - Die Türken werden bei Paros zur See von den Venezianern unter Mocenigo geschlagen.
- 1790 - Die Zweite Seeschlacht bei Ruotsinsalmi endet mit einer Niederlage Russlands
- 1789 - Rund um Paris beginnt man, vier Tage vor dem Sturm auf die Bastille, Zollhäuser in Brand zu stecken.
- 1804 - Joseph Fouché wird erneut von Napoleon I. zum Polizeiminister ernannt.
- 1850 - Millard Fillmore wird 13. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
- 1890 - Wyoming wird 44. Bundesstaat der USA.
- 1904 - Eröffnung der Albulabahn
- 1920 - Kanada. Arthur Meighen wird neuer Premierminister.
- 1925 - Die offizielle Nachrichtenagentur der Sowjetunion, die Telegrafnoe Agentsvo Sovetskovo Soyuza (TASS) wird gegründet.
- 1927 - Dublin, Irland. Kevin O’Higgins, Vizepräsident und Justizminister, wird erschossen.
- 1941 - Massaker von Jedwabne - polnische Nachbarn verbrennen über 1600 jüdische Mitbürger
- 1943 - Italien. Benito Mussolini wird abgesetzt und gefangen genommen.
- 1943 - Britische, US-amerikanische und kanadische Truppen unter General Dwight D. Eisenhower landen auf Sizilien - Operation Husky.
- 1947 - Die "Exodus" läuft aus dem Hafen von Sète mit Ziel Palästina aus. Das Schicksal ihrer Passagiere wird die internationale Meinung zugunsten der Gründung des Staates Israel maßgeblich beeinflussen.
- 1951 - Auf Vorschlag der UdSSR beginnen in Kaesóng in Nordkorea offizielle Waffenstillstandsverhandlungen im Koreakrieg.
- 1955 - Israel. David Ben-Gurion wird zum neuen Ministerpräsident gewählt.
- 1962 - Telstar, der erste Kommunikationssatellit, wird ins All geschossen.
- 1964 – Bayerns Kultusminister Theodor Maunz gibt nach Enthüllungen zu seiner NS-Vergangenheit seinen Rücktritt bekannt.
- 1966 - Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, das erste mal gewinnt eine SPD-geführte Koalition.
- 1967 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago
- 1968 - Ein für Deutschland ungewöhnlich heftiger Tornado der Stärke F4 richtet in der Stadt Pforzheim und dem Umland erhebliche Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden an. 2 Menschen sterben, über 200 Menschen werden verletzt.
- 1973 - Die Bahamas werden unabhängig von Großbritannien.
- 1976 – Der Unfall in einer Chemiefabrik im norditalienischen Seveso entwickelt sich zu einer Umweltkatastrophe.
- 1978 - Staatspräsident Mokhtar Ould Daddah von Mauretanien wird während eines Militärputschs gestürzt.
- 1985 - Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior wird in Auckland, Neuseeland von französischen Geheimdienst-Agenten versenkt.
- 1986 - Sankt Pölten wird per Landtagsbeschluss die Hauptstadt Niederösterreichs.
- 1992 - Der panamaische General Manuel Noriega wird in den USA wegen Drogenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt.
- 1993 - Burundi. Melchior Ndadaye wird Staatspräsident.
- 1995 - Albanien wird 35. Mitglied im Europarat.
- 1999 - Deutschland. Die weltgrößte Techno-Party Love Parade findet in Berlin statt.
- 2000 - In Süd-Nigeria explodiert eine Pipeline. Etwa 250 Einwohner, die auslaufendes Benzin sammelten, werden getötet.
- 2000 - Baschar al-Assad wird nach dem Tod seines Vaters Hafiz al-Assad zum Präsidenten von Syrien gewählt.
- 2000 - Iran. Staatspräsident Mohammad Chātemī auf Staatsbesuch in Deutschland.
- 2000 - Israel. Staatspräsident Ezer Weizman tritt zurück.
- 2000 - 30 Millionen Menschen aus über 2000 Städten beteiligen sich an der Feier zum Gedenken an 2000 Jahre Christentum.
- 2001 - Der 37. und letzte Staatengipfel der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) wird in Lusaka eröffnet.
- 2003 - Übergabe des EU-Fragebogens an Kroatien
- 2004 - Paul Klebnikow, Chefredakteur der russischen Ausgabe des Forbes Magazine wird von zwei unbekannten Tätern in Moskau erschossen.

Kultur


- 1813 - Uraufführung der Operette Der blinde Gärtner oder Die blühende Aloë von Peter Joseph von Lindpaintner in München.
- 1964 - Die Beatles veröffentlichen das Album A Hard Day's Night

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1980 - Gérard d'Aboville startet mit seinem Einmann-Ruderboot Captain Cook von Cape Cod aus seine Atlantiküberquerung.
- 1998 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Najee Shaheed in München, Deutschland, durch KO

Geboren


- 1419 - Go-Hanazono, 102. Tennō (Kaiser) von Japan
- 1451 - Jakob III. (Schottland), König von Schottland
- 1496Johann Forster, Theologe
- 1509 - Johannes Calvin, französisch-schweizer Kirchen-Reformator
- 1640 - Aphra Behn, englische Schriftstellerin
- 1682 - Bartholomäus Ziegenbalg, deutscher evangelischer Missionar
- 1766 - Matthieu-Jean-Félicité de Laval-Montmorency, französischer General und Staatsmann
- 1788 oder 1779 Felix Mießl, Bürgermeister von Wiener Neustadt
- 1792 - Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1810 - Agénor Étienne de Gasparin, französischer Publizist und Politiker
- 1811 - Jakob Eisendle, südtiroler Bauer, Mechaniker und Erfinder
- 1813 - Arthur Helps, englischer Schriftsteller
- 1821 - Karl Culmann, schweizer Bauingenieur und Autor
- 1824 - Rudolf von Bennigsen, deutscher Politiker, Präsident des Reichstages
- 1830 - Camille Pissarro, französischer Künstler
- 1835 - Henryk Wieniawski, polnischer Komponist und Violinvirtuose
- 1846 - Elisabeth Förster-Nietzsche, Gründerin des Nietzsche-Archivs
- 1851 - Friedrich von Wieser, österreichischer Ökonom
- 1856 - Nikola Tesla, serbischer Erfinder und Elektro-Ingenieur
- 1867 - Maximilian von Baden, preußischer General und Reichskanzler
- 1871 - Marcel Proust, französischer Schriftsteller, Kritiker und Intellektueller
- 1875 - Edmund Clerihew Bentley, britischer Schriftsteller
- 1877 - Hélène Dutrieu, belgische Pilotin
- 1883 - Friedrich Flick, deutscher Großindustrieller
- 1883 - Johannes Blaskowitz, deutscher Oberbefehlshaber der Wehrmacht
- 1883 - Sam Wood, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1887 - Gé Fortgens, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - Giorgio de Chirico, italienischer Maler
- 1889 - Nikolai N. Assejew, russisch-sowjetischer Dichter
- 1889 - Noble Sissle, afro-amerikanischer Sänger und Liedtext-Lyriker
- 1890 - Wera Inber, russische Schriftstellerin
- 1891 - Paul Eipper, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Paul Ortwin Rave, deutscher Kunsthistoriker
- 1895 - Carl Orff, deutscher Komponist, Pädagoge und Mann des Theaters
- 1895 - Nahum Goldmann, Gründer und Präsident des Jüdischen Weltkongresses
- 1896 - Georg Trump, deutscher Kalligraf, Typograf, Grafiker und Lehrer
- 1896 - Stefan Askenase, belgisch-polnischer Musiker
- 1899 - John Gilbert, US-amerikanischer Schauspieler
- 1902 - Günther Weisenborn, deutscher Schriftsteller
- 1902 - Kurt Alder, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger
- 1903 - John Wyndham, britischer Schriftsteller
- 1903 - Werner Best, deutscher Jurist, Polizeichef und Nationalsozialist
- 1912 - Hans Meyers, deutscher Künstler und Autor
- 1913 - Helmut Eschwege, deutscher Historiker und Dokumentarist
- 1914 - Emil Carlebach, hessischer Landtagsabgeordneter und Journalist
- 1915 - Saul Bellow, amerikanischer Erzähler
- 1920 - Owen Chamberlain, US-amerikanischer Physiker
- 1921 - Eunice Kennedy Shriver, Gründerin der Special Olympics
- 1922 - Jake La Motta, US-amerikanischer Boxer
- 1922 - Herb McKenley, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1926 - Dschaba Iosseliani, georgischer Warlord und Staatschef
- 1926 - Fred Gwynne, US-amerikanischer Schauspieler und Autor
- 1927 - Paul Wühr, deutscher Schriftsteller
- 1931 - Alice Munro, kanadische Gegenwartsautorin
- 1932 - Jürgen Becker, deutscher Schriftsteller
- 1932 - Rolf Jülich, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1933 - Peter Jankowitsch, österreichischer Politiker und Diplomat
- 1934 - Alfred Biolek, deutscher Jurist und Showmaster
- 1935 - Friedel Neuber, Bankier, Politiker
- 1936 - Lutz Meyer-Goßner, Richter am Bundesgerichtshof
- 1937 - Kurt Bartsch, deutscher Lyriker und Prosaautor
- 1937 - Sandy Stewart, US-amerikanische Sängerin
- 1938 - Hans Peter Hallwachs, deutscher Schauspieler
- 1940 - Erich Iltgen, Präsident des Sächsischen Landtages
- 1940 - Helen Donath, US-amerikanische Sopranistin
- 1941 - Ian Whitecomb, britischer Sänger
- 1942 - Hermann Burger, Schweizer Schriftsteller
- 1943 - Arthur Ashe, afro-amerikanischer Tennisspieler
- 1943 - Chris Lohner, österreichische Schauspielerin, Moderatorin und Autorin
- 1943 - Nasr Hamid Abu Zaid, ägyptischer Denker und islamischen Gelehrten
- 1944 - Beaky, britischer Musiker
- 1945 - Virginia Wade, britische Tennisspielerin
- 1946 - Regina Thoss, deutsche Sängerin
- 1946 - Sue Lyon, US-amerikanische Schauspielerin (Lolita)
- 1947 - Arlo Guthrie, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Michael Müller, deutscher Politiker und MdB
- 1949 - Dave Smalley, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Ronnie James Dio, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1952 - Michael Schottenberg, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1952 - Scott Adams, US-amerikanischer Spieleentwickler
- 1952 - Lee Hae-chan, südkoreanischer Premierminister
- 1954 - Neil Tennant, britischer Musiker
- 1957 - Derry Grehan, kanadischer Musiker und Songschreiber
- 1958 - Bela Fleck, US-amerikanischer Bluegrass-Musiker
- 1958 - Fiona Shaw, irische Schauspielerin
- 1959 - Hans-Otto Schmiedeberg, deutscher Politiker und MdB
- 1960 - Viktor Lazlo, belgische Sängerin
- 1961 - Ulla Kock am Brink, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1964 - Martina Krogmann, deutsche Politikerin und MdB
- 1965 - Ken Mellons, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1968 - Hassiba Boulmerka, algerische Leichtathletin
- 1968 - Serhane Ben Abdelmajid, mutmaßlicher Haupttäter der Madrider Zuganschläge vom 11. März
- 1969 - Juliane Banse, deutsche Violinistin und Sopranistin
- 1974 - Andrea Nuyt, niederländische Eisschnellläuferin
- 1976 - Lars Ricken, Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund
- 1976 - Elisabeth Sutterlüty, österreichische Schauspielerin
- 1977 - Lewan Kobiaschwili, georgischer Fußballspieler
- 1980 - Jessica Simpson, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 1983 - Isabell Bachor, deutsche Fußballspielerin

Gestorben


- 138 - Hadrian, römischer Kaiser
- 518 - Anastasios I., byzantinischer Kaiser
- 983 - Benedikt VII., Papst
- 1086 - Knut IV. der Heilige, König von Dänemark
- 1518 - Sibylle von Baden, Markgräfin von Baden
- 1559 - Heinrich II., König von Frankreich
- 1584 - Wilhelm von Oranien, Statthalter der Niederlande
- 1590 - Karl II., war Erzherzog von Innerösterreich
- 1621 - Charles Bonaventure de Longueval, habsburgischer Feldherr
- 1680 - Louis Moréri, französischer Enzyklopädist
- 1692 - Heinrich Bach, deutscher Organist
- 1804 - Marianne von der Leyen, von 1775 bis 1793 Regentin in Blieskastel
- 1805 - Thomas Wedgwood, britischer Pionier der Fototechnik
- 1806 - Georg Stubbs, britischer Maler
- 1812 - Carl Ludwig Willdenow, deutscher Botaniker
- 1819 - Henrich Becker, ostfriesischer Kunstmaler
- 1825 - Ludwig Fischer, deutscher Opernsänger (Bass)
- 1845 - Christian Frederik Hansen, dänischer Baumeister/Architekt
- 1851 - Louis Jacques Mandé Daguerre, französischer Pionier der Fotografie
- 1862 - José Lúcio Travassos Valdez, portugiesischer Staatsmann und Politiker
- 1884 - Karl Richard Lepsius, deutscher Ägyptologe und Sprachforscher
- 1884 - Paul Morphy, US-amerikanischer Schachspieler
- 1893 - Henry Nettleship, englischer klassischer Philologe
- 1910 - Johann Gottfried Galle, deutscher Astronom
- 1912 - Adolf Deucher, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1919 - Abraham Jacobi, US-amerikanischer Arzt, gilt als Vater der Kinderheilkunde
- 1919 - Hugo Riemann, deutscher Musiktheoretiker, Musikhistoriker und Musikpädagoge
- 1931 - Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin
- 1933 - Erwin Albert Barth, deutscher Gartengestalter
- 1934 - Erich Mühsam, deutscher Anarchist und Schriftsteller (im KZ ermordet)
- 1941 - Jelly Roll Morton, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist
- 1957 - Schalom Asch, jüdischer Schriftsteller und Dramatiker
- 1958 - Franz Bardon, tschechischer Esoteriker
- 1960 - Hans Jahn, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Jacques Audiberti, französischer Dramatiker
- 1979 - Arthur Fiedler, amerikanischer Dirigent
- 1981 - Elimar Freiherr von Fürstenberg, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Maria Jeritza, österreichische Kammersängerin (Sopran)
- 1983 - Werner Egk, deutscher Komponist
- 1992 - Albert Pierrepoint, Henker in Großbritannien
- 1999 - Theodor Eschenburg, deutscher Politikwissenschaftler, Publizist und Staatsrechtler
- 2002 - Frieda Grafe, deutsche Filmkritikerin, Filmessayistin und Übersetzerin
- 2002 - John Gotti, US-amerikanischer Mafioso
- 2003 - Celia Cruz, kubanische Sängerin.
- 2003 - Hartley William Shawcross, britischer Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen
- 2004 - Inge Meysel, deutsche Schauspielerin
- 2004 - Laurance Rockefeller, US-amerikanischer Milliardär
- 2005 - Klaus Grawe, deutscher Psychologe

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Knut IV. der Heilige, König von Dänemark (katholisch)
- Nationalfeiertag
  - Bahamas, Unabhängigkeitstag von 1973
- Namenstag: Amalia, Amalie, Amelie

Siehe auch

:9. Juli - 11. Juli :10. Juni - 10. August :Juli - Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0710 ja:7月10日 ko:7월 10일 simple:July 10 th:10 กรกฎาคม

Königshütte

Königshütte ist:
- der Name eines Ortsteils der Stadt Elbingerode (Harz), siehe Königshütte (Elbingerode),
- eine Talsperre bei diesem Ort: Talsperre Königshütte,
- der deutsche Name der Stadt Chorzów in Polen.

Oberschlesien

Oberschlesien (polnisch Górny Śląsk) ist eine historische Landschaft und ehemalige preußische Provinz im südöstlichen Schlesien, heute Teil von Polen und Tschechien. Der östliche Teil ist ein großes Industriegebiet. Die Provinz Oberschlesien wurde 1919 durch Teilung der bisherigen Provinz Schlesien gebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg sollten nach dem Versailler Vertrag Teile des Grenzverlaufs zwischen Polen und Deutschland über Volksabstimmungen geregelt werden. Am Abstimmungstag 20. März 1921 stimmte bei einer Wahlbeteiligung von 97,8 Prozent 707.554 (59,6 Prozent) Oberschlesier, also auch viele, die in Volkszählungen Oberschlesisch bzw. Polnisch als Muttersprache angegeben hatten, für Deutschland und 478.820 (40,4 Prozent) für Polen. Danach wurde der kleinere (29%) Teil Oberschlesiens (mit 90 % der Kohle- und Eisenerzvorkommen und den wirtschaftlich bedeutenden Bergbauregionen) auf Beschluss des Völkerbundes am 10. Oktober 1921 Polen zugeschlagen. Während des Zweiten Weltkrieges Krieg wurde Oberschlesien von der Roten Armee erobert und kam schließlich - endgültig und einschließlich des Teils, der nach der Volksabstimmung 1921 bei Deutschland verblieben war - zu Polen. Anders als in Niederschlesien gab es im oberschlesischen Industriegebiet aus ethnischen und ökonomischen Gründen keine Flächen-Zwangsaussiedlung. Während die Niederschlesier zu etwa 96 % (allein) deutschsprachig waren, gebrauchten etwa 58 % der Oberschlesier neben der deutschen Schriftsprache einen dem Polnischen nahe verwandten Dialekt. Darüber hinaus verfügten viele Oberschlesier über berufliche Qualifikationen, die in der Kohle- und Stahlindustrie nicht kurzfristig ersetzt werden konnten. Wer einen - mehr oder weniger streng gehandhabten - polnischen Sprachtest bestand und als "Autochthon" eingestuft wurde, erhielt ein Bleiberecht. Auch Oberschlesier, die als (allein) deutschsprachig eingestuft wurden, erhielten ein Bleiberecht, wenn sie in wichtigen Industrien arbeiteten. Im Ergebnis wurden von der oberschlesischen Bevölkerung "nur" etwa 40 % und nicht, wie in Niederschlesien, mehr als 90 %, zwangsausgesiedelt. Insbesondere um Oppeln und Kattowitz blieb daher bis heute eine deutsche und oberschlesische Minderheit zurück, die nicht vertrieben wurde bzw. spätaussiedelte. Heute gehört Oberschlesien zu Polen (und teilweise auch zu Tschechien: Hlučinsko(das Hultschiner Ländchen)) und umfasst die Woiwodschaft Oppeln und die Woiwodschaft Schlesien. Die Region ist auch die Heimat der nach den ethnischen Oberschlesiern (Volkszählung 2002) größten ethnischen Minderheit Polens, der Polendeutschen. Etwa 250.000 Bewohner Oberschlesiens sind Doppelstaatler und verfügen neben der polnischen zugleich über die deutsche Staatsbürgerschaft.

Politik

Oberpräsidenten


- 1919-1922: Joseph Bitta, Zentrum
- 1923-1929: Dr. Alfons Proschke, Zentrum
- 1929-1933: Dr. Hans Lukaschek, Zentrum
- 1933-1934: Helmuth Brückner, NSDAP

Provinziallandtag

1925: Zentrum 48,2% - 26 Sitze | DNVP 20,9% - 12 Sitze | SPD 8,5% - 5 Sitze | KPD 8,4% - 5 Sitze | Polen 7,2% - 4 Sitze | DDP 2,2% - 2 Sitze
1929: Zentrum 42,2% - 24 Sitze | DNVP 17,3% - 10 Sitze | SPD 12,2% - 7 Sitze | KPD 8,9% - 5 Sitze | Polen 5,7% - 3 Sitze | Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei 4,7% - 3 Sitze | OBB 4,4% - 3 Sitze
1933: NSDAP 43,1% - 24 Sitze | Zentrum 33,3% - 18 Sitze | DNVP 8,3% - 5 Sitze | SPD 6,6% - 4 Sitze | KPD 6,4% - 4 Sitze
An 100% fehlende Stimmen = Nicht im Provinziallandtag vertretene Wahlvorschläge. Siehe auch: Landsmannschaft der Oberschlesier, Bund der Oberschlesier und Unser Oberschlesien Kategorie:Polen Kategorie:Schlesien Kategorie:Preußische Provinz Kategorie:Historische Landschaft

20. Juni

Der 20. Juni ist der 171. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 172. in Schaltjahren) - somit bleiben 194 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1789 - Französische Revolution: Im Versailler Schloss kommt es zum Ballhausschwur des dritten Standes.
- 1866 - Italien und Preußen erklären Österreich den Krieg.
- 1870 - Mit Unterzeichnung eines Friedensvertrags endet der Tripel-Allianz-Krieg, der – insbesondere für Paraguay  – blutigste Konflikt in der Geschichte Lateinamerikas.
- 1932 - Die Benelux-Länder vereinbaren den Abbau der Zollschranken.
- 1948 - Die Währungsreform in den Westzonen des besetzten Deutschland vertieft den Ost-West-Konflikt.
- 1955 - Paraguay wird Mitglied in der UNESCO.
- 1960 - Mali und Senegal werden unabhängig.
- 1963 - Ein „Heißer Draht“ zwischen den Staatschefs der USA und der Sowjetunion für bessere Handhabung von politischen Krisensituationen wird – aufgrund der Erfahrungen der Kubakrise – eingerichtet.
- 1966 - Kanada verkauft 95 Millionen Tonnen Weizen an die Sowjetunion.
- 1974 - Die Ständigen Vertretungen der BRD und der DDR nehmen ihre Arbeit auf.
- 1977 - Israel. Menachem Begin wird neuer Ministerpräsident.
- 1991 - Der deutsche Bundestag beschließt nach langer kontroverser Debatte die Verlegung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin.
- 1992 - Paraguay gibt sich eine neue, jetzt demokratische, Verfassung
- 1994 - Mashhad, Iran. Bombenanschlag auf eine Moschee. 25 Tote und etwa 80 Verletzte.
- 1995 - Grenada. Keith Claudius Mitchell wird Premierminister.
- 1995 - Kenia. Die Partei Safina wird durch Regimekritiker und durch Richard Leakey gegründet.
- 1997 - Natsagiin Bagabandi wird Staatspräsident der Mongolei
- 2001 - Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan; das Parlament wird aufgelöst.
- 2002 - Die Türkei übernimmt den Oberbefehl über die internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF.

Kultur


- 1729 - Uraufführung der Oper The Contrivances von Henry Carey in London.
- 1767 - Uraufführung der komischen Oper Toinon et Toinette von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1894 - Uraufführung der Oper La Navarraise von Jules Massenet im Covent Garden in London.
- 1969 - Uraufführung der Oper Die Teufel von Loudun von Krzysztof Penderecki an der Hamburgischen Staatsoper.

Wirtschaft


- 1990 - Die EWG und die EFTA beginnen Verhandlungen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
- 1992 - In Estland wird die Landeswährung „Krone“ eingeführt.
- 1996 - Ein Handels- und Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU wird geschlossen.
- 1995 - Der Mineralölkonzern Shell verzichtet auf die Versenkung der Bohrinsel Brent Spar in der Nordsee.

Religion


- 1667 - Nach 18-tägigem Konklave wird Kardinal Giuglio Rospigliosi als Klemens IX. zum Nachfolger von Papst Alexander VII. gewählt.

Katastrophen


- 1944 - Der bayerische Raddampfer Ruthof läuft auf der Donau bei Érsekcsanád (Ungarn) auf eine Mine und sinkt (5 Tote)
- 1956 - Eine venezuelanische Verkehrsmaschine stürzte ca. 60 km südlich von New York City ab. Alle 74 Menschen sterben.
- 1990 - Ein Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran fordert 40.000 bis 50.000 Tote.
- 2002 - Volksrepublik China. Grubenunglück. Über 100 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1982 - Jacky Ickx gewinnt zum fünften Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Geboren


- 1760 - Richard Colley-Wellesley, 1. Marquess Wellesley, britischer Staatsmann
- 1786 - Marceline Desbordes-Valmore, französische Lyrikerin
- 1797 - Karolina Gerhardinger, Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau
- 1819 - Jacques Offenbach, deutsch-französischer Komponist
- 1853 - Erich Schmidt, deutscher Literaturhistoriker
- 1858 - Medardo Rosso, italienisch-französischer Bildhauer
- 1861 - Frederick Gowland Hopkins, britischer Biochemiker, Physiologe und Nobelpreisträger
- 1867 - Emil Hartmann, Mitbegründer des Weinheimer Alte-Herren-Vereinigung
- 1868 - Walter Bloem, deutscher Schriftsteller
- 1868 - Richard Riemerschmid, deutscher Architekt
- 1875 - Othenio Abel, österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe
- 1876 - Otto Blumenthal, deutscher Mathematiker
- 1879 - Vladko Maček, kroatischer Politiker
- 1880 - Friedrich Gundolf, deutscher Literaturhistoriker
- 1884 - Johannes Heinrich Schultz, deutscher Neurologe
- 1887 - Adolf Jutz, deutscher Maler und Zeichner
- 1887 - Kurt Schwitters, deutscher Maler, Werbegrafiker und Universalkünstler des Dadaismus
- 1893 - Wilhelm Zaisser, Funktionär in der KPD und der KPdSU und Minister in der DDR
- 1897 - Elisabeth Hauptmann, deutsche Schriftstellerin
- 1904 - Heinrich von Brentano, deutscher Politiker und Außenminister
- 1905 - Lillian Hellman, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1909 - Errol Flynn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1911 - Paul Pietsch, deutscher Autorennfahrer und Verleger
- 1913 - Laure Wyss, Schweizer Journalistin und Schriftstellerin
- 1924 - Audie Murphy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1924 - Chet Atkins, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Fritz Koenig, deutscher Bildhauer
- 1924 - Rainer Barzel, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1927 - Jupp Posipal, deutscher Fußballspieler
- 1928 - Eric Dolphy, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Jean-Marie Le Pen, französischer Politiker
- 1929 - Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 1929 - Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 1930 - Magdalena Abakanowicz, polnische Textilkünstlerin
- 1931 - Olympia Dukakis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1932 - Robert Iwanowitsch Roschdestwenski, russischer Schriftsteller
- 1933 - Danny Aiello, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Lorenz Niegel, deutscher Politiker und MdB
- 1936 - Billy Guy, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Jerry Keller, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1939 - Winfried Opgenoorth, deutsch-österreichischer Künstler und Illustrator
- 1940 - Eugen Drewermann, deutscher katholischer Theologe, Psychotherapeut und Schriftsteller
- 1941 - Dieter Mann, deutscher Theater- und Film-Schauspieler
- 1941 - Stephen Frears, britischer Filmregisseur
- 1941 - Ulf Merbold, deutscher Physiker und Astronaut
- 1942 - Brian Wilson, US-amerikanischer Musiker (The Beach Boys)
- 1944 - Ilse Ritter, deutsche Schauspielerin
- 1945 - Jean-Claude Izzo, französischer Schriftsteller
- 1945 - Anne Murray, kanadische Country- und Pop-Sängerin
- 1946 - Xanana Gusmao, erster Präsident von Timor-Leste
- 1947 - Josef Clemens, Kurien-Bischof und Sekretär des Päpstlichen Laienrates
- 1948 - Anne-Marie Barat, französische Organistin
- 1948 - Johannes Friedrich, deutscher Landesbischof
- 1948 - Nigel Morris, britischer Musiker
- 1948 - Ludwig Scotty, nauruischer Politiker und Präsident der Republik Nauru
- 1949 - Alan Longmuir, britischer Musiker
- 1949 - Lionel Richie, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Gudrun Landgrebe, deutsche Schauspielerin
- 1952 - John Goodman, US-amerikanischer Komiker und Schauspieler
- 1953 - Ulrich Mühe, deutscher Film- und Theater-Schauspieler
- 1955 - Michael Anthony, US-amerikanischer Musiker (Van Halen)
- 1958 - Kelly Johnson, britische Musikerin
- 1959 - Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
- 1960 - Silke Möller, deutsche Leichtathletin
- 1960 - Nigel John Taylor, britischer Musiker
- 1963 - Kirk Baptiste, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1967 - Nicole Kidman, australische Schauspielerin
- 1970 - Andrea Nahles, deutsche Politikerin, MdB und Sprecherin der SPD-Linken
- 1973 - Silke Andrea Schuemmer, deutsche Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und freie Journalistin
- 1978 - Nils Schumann, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1980 - Fabian Wegmann, deutscher Radrennfahrer
- 1980 - Tony Lovato, US-amerikanischer Musiker

Gestorben


- 840 - Ludwig der Fromme, König des Fränkischen Reiches
- 981 - Adalbert von Magdeburg, Heiliger, deutscher Erzbischof und Geschichtsschreiber
- 1597 - Willem Barents, niederländischer Seefahrer und Entdecker
- 1730 - Gabriel de Grupello, belgischer Bildhauer
- 1759 - Moritz Adolf von Sachsen-Zeitz, Bischof von Leitmeritz und Domherr in Köln
- 1787 - Carl Friedrich Abel, deutscher Komponist des Barock
- 1800 - Abraham Gotthelf Kästner, deutscher Mathematiker
- 1820 - Manuel Belgrano, argentinischer Anwalt, Politiker und General
- 1827 - Karl Philipp Conz, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1836 - Emmanuel Joseph Sieyès, französischer Politiker
- 1837 - Giovanni Furno, italienischer Komponist
- 1837 - Wilhelm IV., König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und König von Hannover
- 1842 - Antal Deák, Politiker
- 1857 - Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker
- 1870 - Jules de Goncourt, französischer Schriftsteller
- 1872 - Élie-Frédéric Forey, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1874 - Karl Heinrich Edmund von Berg, deutscher Forstmann und Lehrer
- 1875 - Peter Karlowitsch von Uslar, russischer Ingenieur, Sprachforscher und Offizier
- 1888 - Johannes Zukertort, polnischer Schachspieler
- 1898 - Jakob Audorf, Funktionär des Allgemeinen Deutschen Arbeiterbildungsvereins (ADAV)
- 1902 - Joseph Brambach, deutscher Komponist
- 1906 - James Mason Crafts, US-amerikanischer Chemiker
- 1915 - Emil Rathenau, deutscher Unternehmer, Gründer der AEG
- 1920 - Robert Friedberg, deutscher Nationalökonom und Politiker
- 1922 - Wilhelm Hallwachs, deutscher Physiker
- 1925 - Josef Breuer, Wiener Arzt, Physiologe und Philosoph
- 1933 - Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin
- 1938 - Liselotte Herrmann, deutsche Widerstandskämpferin
- 1940 - Jehan Alain, französischer Organist und Komponist
- 1940 - Mathias Zdarsky, österreichischer Skipionier
- 1945 - Bruno Frank, deutscher Schriftsteller
- 1947 - Bugsy Siegel, US-amerikanischer Gangster
- 1948 - George Frederick Boyle, australischer Komponist
- 1952 - Luigi Fagioli, italienischer Rennfahrer
- 1956 - August Hinrichs, deutscher Schriftsteller
- 1958 - Kurt Alder, deutscher Chemiker
- 1966 - Georges Lemaitre, belgischer Priester und Physiker, gilt als der Begründer der Urknall-Theorie
- 1966 - Wilhelm Busch, deutscher Pfarrer, Evangelist und Schriftsteller
- 1969 - Rudolf Schwarzkogler, österreichischer Fotograf und Künstler
- 1975 - Karel Gleenewinkel-Kamperdijk, niederländischer Fußballnationalspieler
- 1980 - Allan Pettersson, schwedischer Komponist und Bratschist
- 1989 - Otto Kässbohrer, deutscher Unternehmer und Fahrzeugkonstrukteur
- 1991 - Michael Westphal, deutscher Tennisspieler
- 1993 - Hans Sachs, deutscher Jurist, Mitglied im TV-Quiz Was bin ich?
- 1994 - Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga
- 1995 - Émile Michel Cioran, rumänisch-französischer Philosoph
- 1997 - John Akii-Bua, Leichtathlet aus Uganda
- 1998 - Ernst Brugger, Schweizer Politiker
- 2000 - Karl Mickel, deutscher Lyriker, Dramatiker und Essayist
- 2002 - Erwin Chargaff, US-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller
- 2002 - Martinus Osendarp, niederländischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 2003 - Johannes Duft, von 1948 bis 1981 Stiftsbibliothekar in der Stiftsbibliothek St. Gallen
- 2004 - Hanns Cibulka, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 2005 - Jack Kilby, US-amerikanischer Forscher - Entwickler des ersten integrierten Schaltkreises
- 2005 - Larry Collins, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2005 - Charles Keeling, US-amerikanischer Klimaforscher

Feier- und Gedenktage


- Weltflüchtlingstag (UNO)
- Tag der argentinischen Flagge (Argentinien)
- Gedenktag: Adalbert von Magdeburg

Siehe auch


- 19. Juni - 21. Juni
- 20. Mai - 20. Juli
- Juni - Historische Jahrestage - Zeitskala
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Köln

Köln (bis 1919 auch Cöln) ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Kölns Rheinhafen zählt zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas. Die Metropole zählt zu den großen Universitätsstädten mit einem Studenten-Anteil von ca. 8,5 % (85.183). Köln war in den 1970er Jahren kurzzeitig Millionenstadt: im Zuge der letzten Eingemeindungen zum 1. Januar 1975 wurde die Einwohnerzahl von einer Million erreicht. Nachdem die Stadt Wesseling jedoch zum 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert wurde, sank die Einwohnerzahl erneut unter die Millionengrenze. In letzter Zeit zählt man bei der Stadtverwaltung alle Einwohner, die mit einem Zweitwohnsitz gemeldet sind, mit. So kommt die Stadt auf 1.022.627 Einwohner (2004) und eine Bevölkerungsdichte von 2.524 Einwohner/km². Nach der offiziellen Berechnung (nur mit Erstwohnsitz) waren Mitte 2005 975.907 Personen in Köln gemeldet, dies ist somit die amtliche Einwohnerzahl. Die Stadt gilt als wirtschaftliche, kulturelle und historische Hauptstadt des Rheinlandes. Mit einem Ausländeranteil von 17,2 % (175.515 Menschen, Stand: Ende 2004) gilt Köln als multikulturelle Hochburg. Außerhalb der Türkei ist Köln die zweitgrößte türkische Gemeinde in Europa, nach Berlin und vor Hamburg. Grund für die wirtschaftliche Bedeutung Kölns ist die Lage der Stadt am Schnittpunkt des Rheins mit einem der Haupthandelswege zwischen Ost- und Westeuropa. Köln ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt (mit Köln Hauptbahnhof, dem Rangierbahnhof Gremberg und dem größten Container- und Umschlagbahnhof des Binnenlandes Köln-Eifeltor).

Geografie

Geografische Lage und Klima

Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Köln liegt 50° 56′33" nördlicher Breite und 06° 57′32" östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (im Königsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel. Landschaftlich betrachtet liegt Köln am Niederrhein. Der weite Talkessel zwischen den Steilstufen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge wird Kölner Bucht genannt. Diese günstige Lage verschafft Köln ein Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:
- Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil im Schutz und Regenschatten von Westwinden.
- Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Die Innenstadt von Köln, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort von ganz NRW.
- Damit verbunden ist aufgrund der Wasserführung des Rheins regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist. Klimatisch liegt Köln im gemäßigten Übergangsklima ozeanischer Prägung mit milden Wintern (Januarmittel: 2 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 676 mm und liegen damit relativ niedrig.
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Köln-Panorama von der Deutzer Brücke aus gesehen.

Geologie

Köln liegt zum größten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus wie breite Treppen leicht ansteigen. Der Untergrund ist größtenteils im Tertiär, teilweise erst im Quartär entstanden und besteht aus verschieden geschichteten Flusssedimenten. Eine Ausnahme bildet der äußerste Osten des Stadtgebietes, der bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges zählt. Die Bodenbeschaffenheit ist geprägt durch die fruchtbaren Böden der Schwemmlandebene am Rhein und der Lössgebiete im Westen sowie der eher minderwertigen Böden (Heide, Wald) im Osten des Stadtgebietes, das bereits in das Bergische Land übergeht. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind dadurch erklärbar, dass das Stadtgebiet von Köln zu den flächengrößten Städten Deutschlands zählt.

Köln und der Rhein

flächengrößten Städten Deutschlands flächengrößten Städten Deutschlands Der Rhein tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2 Promille. Somit liegt der Rheinspiegel in Godorf 8 Meter höher als in Worringen. So sehr der Rhein der Stadt Wohlstand und Lebensqualität gebracht hat, so gefürchtet ist sein Hochwasser. Der aktuelle Wasserstand lässt sich an der „Uhr“ des Kölner Pegels ablesen. Das schlimmste jemals verzeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach einem extrem langen und kalten Winter ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 m (zum Vergleich: der Normalpegel beträgt 3,48 m). Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter auch Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein. 65 Tote waren zu beklagen. Das rechtsrheinische Mülheim wurde vollständig zerstört. Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser 1926, 1993 und 1995 Pegelstände bis 10,69 Meter. Weite Teile der Altstadt wurden überflutet. In neuerer Zeit sieht ein Hochwasserschutzkonzept die Errichtung von Spundwänden vor, die die Altstadt bis zu einem Pegelstand von 10 Metern vor Überschwemmungen schützen. Bei einem Wasserstand von 6,20 Meter wird die Hochwassermarke I erreicht. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und nur auf dem mittleren Stromdrittel fahren. Beim Erreichen der Hochwassermarke II (8,30 m) wird der Schiffverkehr komplett eingestellt. Erreicht der Pegel die Marke von 10,70 Meter sieht der Hochwasserplan der Stadt Köln vor, Katastrophenalarm auszulösen. Bei einem Rheinpegel von 11 Metern werden mehr als die Hälfte der Stadtfläche überflutet. Jedoch zeigte der Rhein bereits mehrfach auch das genaue Gegenteil: das Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8.00 Uhr erreichte der Rheinpegel die Rekordmarke von 0,80 m. Damit wurde der Niedrigwert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 m breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch 1 Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen, wurde aber nicht wie auf der Elbe ganz eingestellt. Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 /sek; 3,48 m (Normalwasserstand): 2.000 /sek; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 /sek; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7.200 /sek; 10,00 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9,700 /sek; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 /sek.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Köln. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten genannt: Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) Monheim (Kreis Mettmann).

Geschichte

Kreis Mettmann Hauptartikel siehe Geschichte Kölns. Dieser Artikel enthält auch zwei Tabellen zu den Eingemeindungen und zur Einwohnerentwicklung der Stadt. Köln ist die älteste der deutschen Großstädte: Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ "Oppidum Ubiorum" (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania Inferior. Um 80 n: Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Auch im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jhs. Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging es anschließend im Reich Chlodwigs auf, bewahrte aber starke Eigenständigkeit im Gebiet der "Ribuarier". Die "romanische" Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Lauf des 6.-8. Jhs. kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karlischer Zeit war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Byzantinischen Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die den romanischen Kirchenbau einläuteten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender, auch politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Die Überführung der Gebeine der heiligen drei Könige durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machten die Stadt zu einem Pilgerziel ersten Ranges. Köln wurde im Hochmittelalter größte Stadt Deutschlands, so dass auch die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten: Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27.7. und 18.8.1180) wurde die damals weiträumigste Stadtmauer Deutschlands gebaut und etwa 1225 fertig gestellt. Die 12 Tore (7 gewaltige Doppelturmtorburgen, 3 riesige Turmtorburgen und zwei kleinere Doppelturmpforten (s. Ulrepforte)) - in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert - sollten an das heilige Jerusalem erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert hat Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung "Sancta" im Stadtnamen: "Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia" — Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248. Rom] Im Jahre 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zu dem Wohlstand der Kölner Bürgerschaft beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht bei Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Seit 1500 gehört Köln zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der Dreißigjährige Krieg lässt die Stadt unversehrt. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig. Mit der Besetzung durch die französischen Truppen 1794 während der Französischen Revolution endet die Geschichte des "Heiligen Köln". Wie das ganze linksrheinische Gebiet wird sie von Frankreich annektiert und 1798 in das Roerdepartement eingegliedert, dessen Hauptstadt jedoch Aachen ist. Im Jahre 1815 wird die Stadt Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen einverleibt. Köln wird im Laufe der folgenden Jahrzehnte neben Berlin zur größten und wichtigsten Stadt in Preußen. Im Jahre 1880 wird nach 632 Jahren der Bau des Kölner Doms endlich abgeschlossen - zumindest vorübergehend, denn auch heute noch sind Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und wegen Umweltschäden am Gestein erforderlich.
Zweiten Weltkrieg Ende des 19. Jhdt. konnte sich die übervolle Stadt nach dem Bau des äußeren Festungsringes durch Kauf und Schleifen der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Rayon erweitern. Die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt_Nord, Köln-Neustadt_Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für die Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont. Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt durch Flächenbombardements zu über 90 % zerstört; die Einwohnerzahl sinkt von ehemals 800.000 auf 40.000. Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer in Kriegsendphasenverbrechen von den Faschisten ermordet. Erst 1959 erlangt Köln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit. Im Jahr 1975 erreicht Köln durch die Gebietsreform eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million und ist für einige Zeit neben Berlin, Hamburg und München die vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der Ausgliederung Wesselings 1976 sinkt die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze. Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg; sie waren daher überwiegend reformierter Konfession. Die Köln-Altstadt_Nord und Köln-Altstadt_Süd bildeten die freie Reichsstadt Köln, die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurfürstlichen Erzstifts Köln; beide blieben katholisch.

Das Kölner Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Köln zeigt den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält. Er erinnert daran, dass die Stadt im Mittelalter seit 1475 offiziell als Freie Reichsstadt zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte. Der Adler hat zwei Köpfe, weil der römische Kaiser zugleich der deutsche König war. Der Schild hat die Farben rot und weiß, die Farben der Hanse. Köln gehörte als bedeutende Handelsmetropole nicht nur diesem Bund der Kaufleute und Städte an, sondern war - zusammen mit Lübeck - Mitbegründerin der deutschen Hanse und damit eine der ältesten Hansestädte in Deutschland. Die drei Kronen sind seit dem 12. Jahrhundert das Hoheitszeichen der Stadt; sie erinnern an die „Heiligen Drei Könige“, deren Reliquien 1164 der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel aus Mailand mitbrachte und in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms aufbewahrt werden. An den sehr populären Kult der heiligen Ursula erinnern die elf schwarzen Flammen, die seit dem 16. Jahrhundert im Kölner Stadtwappen auftauchen. Ursula war der Legende nach eine bretonische Prinzessin, die auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihren Gefährtinnen von den Hunnen ermordet wurde, die damals gerade Köln belagerten. Die elf oder 11.000 legendären Jungfrauen werden im Stadtwappen durch die elf tropfenförmigen Hermelinschwänze symbolisiert, die wiederum an das Wappen der Bretagne — der Heimat Ursulas — erinnern könnten, das aus Hermelinfell besteht.

Religion

Christentum

Historisch ist Köln wie das gesamten Rheinland, abgesehen von Bergischen Land und vom Niederrhein, katholisch geprägt; so sind ca. 40 % der Einwohner katholisch, 20 % evangelisch, 10 % (vorwiegend Einwanderer) muslimisch, restliche 30 % anderer oder ohne Religion. Spätestens seit 313 ist Köln Bischofssitz (Erzbistum Köln). Die Bischofskirche dieser Zeit ist nicht bekannt. Der Kölner Dom gilt erst seit der Gotik als das Wahrzeichen der Stadt. Die romanische Kirche des Benediktinerklosters Groß St. Martin und der Rathausturm bestimmten bis zur Fertigstellung des Domes im deutschen Kaiserreich die Silhouette der Stadt maßgeblich mit. Köln hatte nach der Überführung der Gebeine der "Heiligen Drei Könige" (der Weisen aus dem Morgenland) am 23. Juli 1164 schnell den Rang als eine der wichtigsten Pilgerstädte im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation inne. Die erste Reise der frisch gekrönten Kaiser und Könige führte von Aachen an den Schrein der Heiligen Drei Könige. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was sich auch zu einer verstärkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung führte. (Im Mittelalter war Köln die größte Stadt Europas.) Der Erzbischof Philipp I. von Heinsberg ließ einen kostbaren vergoldeten Schrein anfertigen, seine Nachfolger ab 1248 einen neuen Dom bauen, der aufgrund von Streitigkeiten mit dem Stadtrat und der darauf folgenden Vertreibung des Fürstbischofs aus seiner Residenzstadt immer langsamer voran kam und schließlich völlig zum Erliegen kam (mehr Informationen zum Bau unter Kölner Dom). Nicht um den Handel verlegen, entwickelte sich Köln auch zum Zentrum des Reliquienhandels, da die mittelalterlichen Menschen hofften, durch den Besitz eines heiligen Gegenstandes oder Knochen einer/eines Heiligen der Erlösung näher zu kommen. Diese Bedeutung der Stadt brachte ihr den Namen "heiliges Köln" ein. Die Bedeutung der Religion zeigt sich auch im Stadtwappen, auf denen die 3 Kronen der Heiligen Drei Könige und die 11 Tränen der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen, die in Köln den Märtyrertod erlitten haben sollen. Als einen der zahlreichen Höhepunkte des "Heiligen Kölns" in der jahrtausendlangen christlichen bzw. katholischen Geschichte ist sicherlich der XX. Weltjugendtag vom 15. August bis 21. August 2005 zu erwähnen. Rund 26.000 Freiwillige aus 160 Staaten begrüßten Gäste aus 196 Staaten in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf. Zu diesem Großereignis der "jungen katholischen Kirche" waren bis zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld, einem stillgelegten Tagebau nahe dem Vorort Frechen, über 1.000.000 Menschen im Kölner Großraum. Papst Benedikt XVI. unternahm zu diesem Anlass seine erste Pontifikalreise nach seiner Inthronisation und besuchte die Stadt vom 18. August bis 21. August. Bei dieser Gelegenheit, bestätigte er noch einmal den Titel: Heiliges Köln.

Judentum

Die jüdische Gemeinde in Köln ist die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen und wurde schon 321 erwähnt. Die heutige Synagogengemeinde Köln verfügt über 4857 Mitglieder. Sie besitzt eine Mikwe, einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein koscheres Restaurant, ein Jugendzentrum und einen Seniorentreff. Die Gemeinde wird von zwei Rabbinern geleitet.

Islam

Wegen des hohen Anteils von Einwanderern aus der Türkei und ihren Nachkommen, sowie wegen der zentralen Lage in der alten Bundesrepublik, richteten die wichtigsten türkisch-islamischen Organisationen Deutschlands ihren Sitz in Köln und Umgebung (Kerpen) ein.

Wallfahrtsorte

Die Stadt Köln ist nicht nur Wallfahrtsort für die heiligen drei Könige, sondern auch für den heiligen Albertus Magnus, in St. Andreas. Zudem kommen noch die Seligen Adolph Kolping, der Vater der Gesellen, in der Minoritenkirche, der Selige Johannes Duns Scotus (ein wichtiger Philosoph) in der Minoritenkirche ebenfalls, die Selige Edith Stein (Theresia Benedicta a Cruce), eine Philosophin und Nonne im 3. Reich, die schwarze Mutter Gottes in der Kupfergasse, die Maria des hl. Hermann Josef im Kapitol und des hl. Pantaleon. Gleichzeitig ist der Dom die Erinnerung zahlreicher katholischer Christen, welche von den Gründungen (Missio, Miserior, Ostpriesterhilfe) lebenswichtige Beihilfen erfahren haben.

Politik

Edith Stein In römischer Zeit leitete der Admiral der Rheinflotte die städtische Verwaltung. Später wurde die römische Munizipalverfassung eingeführt. Als Sitz des Erzbistums erlangte der Erzbischof später die vollständige Machtausübung in Köln. Doch versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu lösen, was ihr schließlich im 13. Jahrhundert gelang (ab 1288 de facto Freie Reichsstadt). Bereits ab 1180 ist auch ein Rat der Stadt nachweisbar. Ab 1396 waren die 22 Gaffeln das politische Rückgrat der Stadtverwaltung. Sie wählten den 36köpfigen Rat, der wiederum 13 Personen hinzuwählen konnte. Die Zusammensetzung des Rates wechselte halbjährlich, in dem jeweils die Hälfte der Mitglieder ersetzt wurde. Der Rat wählte jährlich 2 Bürgermeister. Nach der französischen Besatzung 1794 wurde 1798 die Munizipalverfassung eingeführt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Köln 1816 eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Sitz eines Landkreises, der erst bei der Kreisreform 1975 aufgelöst wurde. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, ferner gab es weiterhin einen Rat. 1856 wurde die preußische Städteordnung der Rheinprovinz eingeführt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Dem Oberbürgermeister stehen drei weitere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Seite, die von den stärksten Fraktionen des Rates gestellt werden. Siehe auch Liste der Oberbürgermeister von Köln.

Rat der Stadt Köln

Liste der Oberbürgermeister von Köln Im Kölner Stadtrat sitzen 90 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gewählte Oberbürgermeister hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Derzeit sitzen im Kölner Rat die CDU (29 Mitglieder), SPD (28 Mitglieder), Bündnis 90/Die Grünen (15 Mitglieder), FDP (7 Mitglieder), die Bürgerbewegung pro Köln (4 Mitglieder), die PDS (3 Mitglieder), das Kölner Bürger Bündnis (2 Mitglieder), REP (1 Mitglied) sowie die Liste "gemeinsam gegen Sozialraub" (1 Mitglied). Der Rat besitzt 19 Ausschüsse, eine Seniorenvertretung und einen Ausländerbeirat. Dass der Kölner Klüngel im Dunstkreis des Kölner Rathauses erfunden wurde, lässt sich nur schwer belegen, obwohl es in der Kölner Politik zahlreiche Beispiele für seine Anwendung gegeben hat.

Bezirksvertretungen

Parallel zu den Wahlen des Stadtrates wird in jedem der neun Stadtbezirke nach den Vorgaben der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens je eine Bezirksvertretung gewählt. Diese vertreten die Interessen der Bezirke und der dazu gehörenden Stadtteile gegenüber dem Stadtrat. In Fragen geringerer Bedeutung, die nicht über die Bezirksgrenzen hinaus wirken, haben sie Entscheidungsbefugnis. Näheres regelt die Hauptsatzung der Stadt Köln.

Städtepartnerschaften

Durch die eingemeindeten Städte und Gemeinden übernahm Köln auch deren partnerschaftliche Beziehungen und zwar mit den Städten Benfleet/Castle Point (England), Igny (Frankreich), Diepenbeek (Belgien), Brive la Gaillarde (Frankreich), Dunstable (England), Eygelshoven (Niederlande) und Hazebrouck (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Frankreich] Im Mittelalter wurde Köln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigem künstlerischen und edukativen Zentrum. Der Kölner Dom ist die größte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt den Dreikönigsschrein, in dem die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der Kölner Dom - 1996 zum Weltkulturerbe erklärt - ist das Hauptwahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. Köln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Heute ist Köln auch eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien, Kunstmessen sowie lebendigen Kunst- und Musikszenen. Darüberhinaus gilt Köln, zusammen mit Hamburg und Berlin als Hochburg der Homosexuellen-Szene. In Köln findet der größte GayPride (ehemals: Christopher-Street-Day) Deutschlands statt.

Theater

In Köln sind zahlreiche Theater ansässig. Die Stadt ist Träger der "Bühnen der Stadt Köln" mit Schauspielhaus und Opernhaus (gegründet 1822). Weitere bekannte Bühnen sind: Arkadas-Theater, Artheater, Atelier-Theater, Casamax-Theater, Cassiopeia-Theater, Comedia, Freies Werkstatt-Theater, Gloria-Theater, Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln), Horizont-Theater, Kölner Künstler-Theater, Klüngelpütz Kabarett-Theater, Musical Dome, Piccolo-Theater, Puppentheater Lapislazuli, Senftöpfchen-Theater, Studiobühne Köln, Theater am Dom, Theater am Sachsenring, theater Der Keller, Theater im Bauturm, Theater im Hof, Theater Tiefrot, Theaterhaus Köln und das Volkstheater Millowitsch.

Musik

Volkstheater Millowitsch In Köln sind berühmte Sinfonie- und Kammerorchester zuhause. Das Gürzenich-Orchester wurde 1857 anlässlich der Einweihung des gleichnamigen Kölner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der „Musikalischen Gesellschaft“ gegründet. Seit 1888 ist die Stadt Träger des Orchesters. Es spielt in der Oper Köln und gibt auch zahlreiche Konzerte, zum Beispiel in der Kölner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und Günter Wand.
Das zweite berühmte Sinfonieorchester ist das „WDR-Sinfonie-Orchester“. Dieses Orchester wurde 1945 als Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegründeten Orchesters des Reichssenders Köln gegründet. An Kammerorchestern sind zu nennen: „Camerata Köln“ (gegründet 1976), Capella Clementina (gegründet 1964 als „Kölner Kammerorchester“), „Cappella Coloniensis“ (in Trägerschaft des WDR), „Collegium Aureum“ (gegründet 1964), „Concerto Köln“ (gegründet 1985) und „Musica Antiqua Köln“ (gegründet 1973).