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Le Duc Tho

Le Duc Tho

Lê Đức Thọ (
- 14. Oktober 1911 in Pich-Le in der Nam Ha-Provinz; † 13. Oktober 1990 in Hanoi; eigentlich Phan Đình Khải) war ein vietnamesischer Politiker.

Leben und Werk

Frühe Jahre und politische Entwicklung

Lê Ðức Thọ wurde als Phan Đình Khải als Sohn eines Beamten der französischen Kolonialverwaltung Vietnams 1911 geboren. Schon in jungen Jahren war Le Duc Tho von radikalen Theorien fasziniert und 1930 war er Mitbegründer der indochinesischen kommunistischen Partei. Wegen seiner politischen Aktivitäten wurde er in demselben Jahr zu zehn Jahren Zwangsarbeit auf die Insel Poulu Condor verbannt. 1936 entließ man ihn vorzeitig, danach ging er nach Nam Dinh und leitete die Propagandaarbeit der kommunistischen Partei. 1939 wurde er erneut verhaftet, konnte jedoch 1940 nach China fliehen und engagierte sich bei der Gründung der Liga für den Kampf um die Unabhängigkeit Vietnams. Im gleichen Jahr wurde er erneut inhaftiert und blieb bis 1944 im Gefängnis in Son La. 1945 wurde er Mitglied im Zentralkomitee und Ständigen Ausschuss der Kommunistischen Partei Indochinas. Im gleichen Jahr war er, gemeinsam mit Ho Chi Minh und Vo Nguyen Giap, Gründer der Nationalen Front für die Befreiung Vietnams, (NFL), auch Viet Minh und später Vietcong genannt. Ab 1948 organisierte er gemeinsam mit Le Duan den Kampf gegen die französische Kolonialmacht.

Politische Karriere im Nordvietnam

Nachdem 1954 die französischen Truppen nach der Niederlage gegen die vietnamseischen Aufständigen bei Dien Bien Phu abzogen und die Teilung des Landes bei der Genfer Indochinakonferenz beschlossen wurde, ging Lê Ðức Thọ in die neue Hauptstadt Nordvietnams Hanoi und wurde Mitglied des Politbüros und Führer der kommunistischen Partei sowie Vorsitzender der südvietnamesischen Vietcong. Damit war er der führende Repräsentant der Region und nach 1954 auch Organisator von Widerständen und Anschlägen gegen die südvietnamesische Regierung. Die Widerstände gegen Südvietnam entstanden vor allem aufgrund der antikommunistischen Haltung des Landes sowie der der Regierung und der Truppen Südvietnams durch die USA während sich die Situation der Wirtschaft nicht verbesserte.

Intervention im Südvietnam und Vietnamkrieg

Im Jahr 1960 organisierte sich der Widerstand in Südvietnam mit Unterstützung des nordvietnamesischen Vietcong in einer Befreiungsfront, die eine Wiedervereinigung beider Länder unter kommunistischer Führung anstrebte. Die Situation eskaliert bis zur Ermordung des Staatschefs Ngo Dinh Diem im November 1963 und der nachfolgenden, von den USA gestützten Militärjunta unter Nguyen Van Thieu und Nguyen Cao Ky. 1964 kam es dann zum Tonkin-Zwischenfall, in dem der US-amerikanische Zerstörer USS Maddox von nordvietnamesischen Torpedobooten beschossen wurde. Dieser Zwischenfall führt zu einer offiziellen Einmischung der USA in die Vietnamkrise und damit zum Beginn des Vietnamkriegs. Lê Đức Thọ wurde Leiter der militärischen Aktionen während des Krieges. Der Vietnamkrieg dauerte bis 1975 an, erste Friedensverhandlungen zwischen Lê Đức Thọ und dem US-amerikanischen Sonderbotschafter und späteren Außenminister Henry Kissinger fanden allerdings bereits 1968 in Paris statt. Diese verlaufen über mehrere Jahre und 1973 kommt es nach mehreren Unterbrechungen und Zwischenfällen zu einem Waffenstillstandsabkommen. Im gleichen Jahr wurde ihm und Henry Kissinger der Friedensnobelpreis verliehen. Lê Đức Thọ lehnte die Annahme des Preises jedoch mit der Begründung ab, dass in seinem Land noch immer kein Frieden herrsche. Trotz des Rückzugs der US-amerikanischen Soldaten unterstützte die amerikanische Regierung die Südvietnamesen weiterhin mit Waffenlieferungen. Lê Đức Thọ leitete, gemeinsam mit Vo Nguyen Giap, die militärischen Aktionen gegen den südvietnamesischen Präsidenten Nguyen Van Thieu bis zum Ende des Truppenabzuges und des Krieges 1975. Im Juli 1976 kam es zur formellen Wiedervereinigung Vietnams als Sozialistische Republik Vietnam.

Intervention in Kambodscha

Im Jahr 1978 wurde unter dem Befehl von Lê Đức Thọ das Nachbarland Kambodscha besetzt, nachdem es bereits im Vorfeld mehrere militärische Auseinandersetzungen mit der Roten Khmer gab. Im Rahmen der Vereinigten Bewegung zur Befreiung Kambodschas, die in Hanoi gegründet wurde, sollten die Roten Khmer abgesetzt werden. Dies geschieht im Januar 1979 durch den Einmarsch der vietnamesischen Truppen in Phnom Penh. Kambodscha bleibt allerdings auch nach dem Rückzug der Roten Khmer bis 1989 und trotz internationaler Proteste von Vietnam besetzt. Lê Đức Thọ selbst blieb bis zu seinem politischen Rückzug 1986 Mitglied des Politbüros von Nordvietnam. Er starb einen Tag vor seinem 79. Geburtstag im Jahr 1990 in Hanoi.

Literatur


- Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger, Patmos Verlag Düsseldorf 2001

Weblinks


- Tho, Le Duc Tho, Le Duc Kategorie:Vietnamese Tho, Le Duc Tho, Le Duc

14. Oktober

Der 14. Oktober ist der 287. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 288. in Schaltjahren) - somit bleiben 78 Tage bis zum Jahresende. Er ist der Weltnormentag.

Ereignisse


- 1066 - Schlacht von Hastings, Wilhelm der Eroberer erobert England.
- 1279 - Der Friede von Pingsheim wird geschlossen.
- 1529 - Mit dem Abzug des osmanischen Heeres endet die Erste Belagerung Wiens.
- 1655 - Die Duisburger Universität wird feierlich eröffnet.
- 1805 - Koalitionskriege: In der Schlacht bei Elchingen besiegen Napoleons Truppen unter Michel Ney ein österreichisches Heer.
- 1806 - Die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt endet mit dem Sieg der französischen Truppen unter Napoleon
- 1809 - Der Friede von Schönbrunn wird geschlossen.
- 1872 - Die erste Eisenbahnstrecke Japans wird zwischen Tokio und Yokohama eröffnet.
- 1889 - Das von Arnold Janssen gegründete Missionshaus Sankt Gabriel südlich von Wien wird eröffnet.
- 1905 - Der internationale Luftfahrtverband FAI wird gegründet.
- 1933 - Joseph Goebbels erklärt den Austritt des Deutschen Reichs aus dem Völkerbund.
- 1939 - In der Nacht von 13. auf den 14. Oktober 1939 versenkt die U-47 unter Kapitänleutnant Günther Prien das Schlachtschiff HMS Royal Oak im Kriegshafen Scapa Flow.
- 1943 - geglückter Aufstand der Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor.
- 1944 - Der deutsche Generalfeldmarschall Erwin Rommel wird als Mitverschwörer des 20. Juli zum Suizid gezwungen.
- 1955 - Kermit der Frosch wird von Jim Henson erfunden
- 1964 - Nikita Chruschtschow wird als Staatschef der UdSSR und Generalsekretär der KPdSU gestürzt. Sein Nachfolger wird Leonid Breschnew.
- 1964 - Martin Luther King wird der Friedensnobelpreis zuerkannt.
- 1973 - Nach Unruhen tritt die thailändische Militärregierung zurück; neuer Premierminister wird S. Thammasak.
- 1974 - Die erste deutsche Filiale des schwedischen Möbelmarktes IKEA wird in Eching bei München eröffnet.
- 1990 - Im vereinten Deutschland tritt das von der Volkskammer der DDR am 22. Juli beschlossene Ländereinführungsgesetz in Kraft und es finden Wahlen zu den Landesparlamenten statt. Dabei wird im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die CDU stärkste Partei, in den Wahlen zum Brandenburger Landtag die SPD.
- 1991 - Estland und Lettland werden Mitglieder in der UNESCO.
- 1991 - der europaweite Volksmusiksender Radio Melodie nimmt in Straubing seinen Sendebetrieb auf
- 1992 - Neue Verfassung in Togo
- 1996 - Matthias Ettrich startet das KDE-Projekt
- 2000 - Der Quellcode von StarOffice wird freigegeben, nun beginnt die Entwicklung von OpenOffice.org.
- 2003 - Gyude Bryant wird Staats- und Regierungspräsident der Übergangsregierung in Liberia

Wirtschaft


- 1960 - Auf Kuba wird – infolge der Kubanischen Revolution – die Familie Bacardi entschädigungslos enteignet.

Wissenschaft, Technik


- 1947 - Chuck Yeager durchbricht offiziell als erster Mensch die Schallmauer in seiner Bell X-1 in etwa 15.000 m Höhe.

Kultur


- 1930 - Uraufführung des Musicals "Girl Crazy" von George Gershwin am New Yorker Alvin Theatre.
- 1955 - Das Wiener Burgtheater wird mit einem Staatsakt feierlich wiedereröffnet.
- 1984 - Der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis wird das erste Mal verliehen.

Katastrophen


- 1953 - Frankfurt am Main, Deutschland. Ein Flugzeug verliert Treibstoff während des Starts und verunglückt. Alle 44 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1932 - Der EHC Basel wird gegründet.
- 2000 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Chris Byrd in der Kölnarena durch einen Punktesieg.

Geboren


- 1243 - Hedwig von Andechs (Hedwig von Schlesien), katholische Heilige
- 1425 - Alesso Baldovinetti, italienischer Maler
- 1465 - Konrad Peutinger, deutscher Politiker
- 1499 - Claude de France, Prinzessin von Frankreich, Frau von König Franz I.
- 1585 - Heinrich Schütz, deutscher Komponist und Organist
- 1630 - Sophie von der Pfalz, Kurfürstin von Hannover
- 1633 - Jakob II., König von England und als Jakob VII. König von Schottland
- 1644 - William Penn, britischer Quäker und Begründer Pennsylvaniens
- 1712 - George Grenville, britischer Politiker und Staatsmann
- 1714 - Christoph Anton Graf Migazzi, katholischer Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal
- 1726 - Karl Aloys von Königsegg-Aulendorf, Weihbischof in Köln
- 1733 - Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall
- 1761 - Friedrich Münter, deutscher evangelischer Theologe und Bischof in dänischen Diensten
- 1767 - Nicolas Theodore de Saussure, Schweizer Naturforscher
- 1780 - Wilhelm Ernst Weber, deutscher Pädagoge und Philologe
- 1784 - Ferdinand VII., König von Spanien
- 1789 - Agustín Durán, spanischer Literaturwissenschaftler
- 1797 - Ida Pfeiffer, österreichische Reiseschriftstellerin
- 1801 - Joseph Antoine Ferdinand Plateau, Physiker
- 1829 - Eduard Lasker, Politiker und Jurist
- 1840 - Friedrich Wilhelm Georg Kohlrausch, deutscher Physiker
- 1840 - Paul Güßfeldt, deutscher Afrikareisender
- 1845 - Otto Michael Ludwig Leichtenstern, deutscher Internist
- 1859 - Ravachol, französischer Terrorist
- 1864 - Stefan Żeromski, polnischer Schriftsteller
- 1868 - Edith Gräfin Salburg, österreichische Schriftstellerin
- 1871 - Alexander von Zemlinsky, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1872 - Reginald Doherty, englischer Tennisspieler
- 1873 - Raymond Ewry, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1874 - Margarete Susman, deutsche Schriftstellerin
- 1882 - Eamon de Valera, irischer Politiker, Premierminister und Staatspräsident
- 1887 - Carlo Grano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1888 - Katherine Mansfield, englische Erzählerin
- 1889 - Max Hoelz, deutscher Politiker
- 1890 - Dwight D. Eisenhower, US-amerikanischer General und Politiker
- 1892 - Piet Bouman, niederländischer Fußballspieler
- 1893 - Lillian Gish, US-amerikanische Schauspielerin
- 1894 - E. E. Cummings, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1894 - Heinrich Lübke, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1906 - Hannah Arendt, deutsch-US-amerikanische Politologin
- 1906 - Hubertus Prinz zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, deutscher Politiker
- 1909 - Bernd Rosemeyer, deutscher Autorennfahrer
- 1910 - Erich Ehrlinger, SS-Brigadeführer
- 1910 - John Wooden, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer
- 1911 - Le Duc Tho, vietnamesischer Politiker, Friedensnobelpreisträger
- 1912 - Helmut Schelsky, bedeutender Soziologe
- 1914 - Raymond Davis Jr., US-amerikanischer Physiker
- 1916 - Jack Arnold, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1926 - Bill Justis, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Roger Moore, britischer Schauspieler
- 1927 - Thomas Luckmann, deutscher Soziologe
- 1928 - Edith Hancke, deutsche Schauspielerin
- 1929 - Karl Robatsch, österreichischer Schach-Großmeister und Botaniker
- 1930 - Mobutu Sese Seko, Präsident Zaires
- 1930 - Robert Parker, US-amerikanischer Musiker
- 1931 - Heinz Fütterer, ehemaliger Leichtathlet und Sportler von 'Phoenix Karlsruhe'
- 1932 - Wolf Vostell, deutscher Maler, Bildhauer und Happeningkünstler
- 1933 - Wilfried Dietrich, deutscher Ringer
- 1938 - Melba Montgomery, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1939 - Ralph Lauren, US-amerikanischer Modedesigner
- 1940 - Cliff Richard, britischer Popsänger
- 1941 - Anton Pelinka, österreichischer Professor für Politikwissenschaft
- 1941 - Peter Ducke, deutscher Fußballspieler
- 1942 - Péter Nádas, ungarischer Schriftsteller
- 1943 - Bernd Patzke, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Udo Kier, deutscher Schauspieler
- 1945 - Karin Brandauer, österreichische Filmemacherin
- 1945 - Marcia Barrett, jamaicanische Sängerin (Boney M.)
- 1946 - Dan McCafferty, britischer Sänger
- 1946 - Justin Hayward, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1947 - Hartmut König, deutscher Politiker, Liedermacher
- 1947 - Lukas Resetarits, österreichischer Kabarettist
- 1948 - Ivory Tilmon - US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Kurt Jara, österreichischer Fußballspieler und -trainer
- 1950 - Péter Esterházy, ungarischer Schriftsteller
- 1951 - Udo Nagel, deutscher Politiker, Polizeipräsident a.D.
- 1952 - Chris Amoo, britischer Sänger und Songschreiber
- 1956 - Peter Lüscher, Schweizer Skirennläufer
- 1958 - Chris Bangle, US-amerikanischer Automobildesigner
- 1958 - Klaas Huizing, deutscher Theologe
- 1958 - Peter Kloeppel, deutscher Fernsehmoderator
- 1958 - Thomas Dolby, britischer Musiker-Keyboarder
- 1962 - Michael Althen, deutscher Filmkritiker
- 1970 - Pär Zetterberg, schwedischer Fußballspieler
- 1971 - Jochen Hippel, deutscher Musiker, Musik für Computerspiele
- 1974 - Christina Benecke, deutsche Volleyballspielerin
- 1977 - Violetta Oblinger-Peters, österreichische Wildwasserpaddlerin
- 1978 - Paul Hunter, britischer Snookerspieler
- 1978 - Usher Raymond, US-amerikanischer Sänger
- 1981 - Tyoni Batsiua, nauruische Gewichtheberin

Gestorben


- 530 - Dioskur (Gegenpapst)
- 1066 - Harald II. (England), war der letzte angelsächsische König vor der Eroberung Englands durch die Normannen
- 1568 - Jacob Arcadelt, flämischer Komponist
- 1576 - Konrad Heresbach, deutscher Humanist
- 1669 - Marc Antonio Cesti, italienischer Kapellmeister und Komponist
- 1688 - Joachim von Sandrart, war Maler, Kupferstecher und Kunsthistoriker
- 1749 - Franz Freiherr von der Trenck, preußischer Offizier und Freischärler
- 1758 - James Keith, schottischer Lord und einer der wichtigsten Generale und Vertrauten
- 1772 - Frantisek Xaver Brixi, tschechischer Komponist, Organist und Kapellmeister
- 1803 - Ercole III. d'Este, Sohn des Herzogs Francesco III. d'Este
- 1803 - Jacques Gamelin, französischer Maler
- 1817 - Fjodor Uschakow, russischer Admiral
- 1857 - Johan Christian Claussen Dahl, norwegischer Maler
- 1872 - Albrecht von Preußen, preußischer Prinz und General
- 1879 - Ferdinand Kürnberger, österreichischer Schriftsteller
- 1891 - Julius Jolly, war badischer Politiker
- 1913 - Norbert Hanrieder, österreichischer Mundartdichter
- 1925 - Eugene Sandow, Begründer des modernen Bodybuildings (
- 1867)
- 1934 - Leonid Sobinow, russischer Opernsänger (Tenor)
- 1939 - Friedrich Simon Archenhold, war Astronom und Mitbegründer der nach ihm benannten Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow
- 1939 - Polaire, französische Chansonnière und Schauspielerin
- 1944 - Erwin Rommel, deutscher Generalfeldmarschall und Befehlshaber des deutschen Afrikakorps
- 1955 - Manuel Avila Camacho, mexikanischer General und Politiker
- 1957 - Natanael Berg, schwedischer Komponist
- 1958 - Douglas Mawson, britisch-australischer Antarktisforscher
- 1959 - Errol Flynn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Heinz Meyer, deutscher Politiker der SPD
- 1960 - Abram Fjodorowitsch Joffe, sowjetischer Physiker
- 1967 - Marcel Aymé, französischer Schriftsteller
- 1969 - Hans Mühlenfeld, Politiker (DP, später FDP) und Botschafter
- 1975 - Gustav von Wangenheim, deutscher Schauspieler
- 1976 - Edith Evans, britische Schauspielerin
- 1977 - Bing Crosby, äußerst populärer US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1981 - Ralph Lothar, deutscher Schauspieler und Filmregisseur
- 1984 - Martin Ryle, britischer Physiker (Physiknobelpreis 1974)
- 1985 - Emil Gilels, ukrainischer Pianist
- 1986 - Fumiko Enchi, japanische Schriftstellerin
- 1987 - Emmy Loose, österreichische Opernsängerin (Sopran)
- 1989 - Günther Ungeheuer, deutscher Schauspieler
- 1989 - Martin Broszat, deutscher Historiker
- 1990 - Leonard Bernstein, US-amerikanischer Komponist und Dirigent russisch-jüdischer Abstammung
- 1995 - Edith Pargeter, britische Schriftstellerin (Ellis Peters)
- 1997 - Harold Robbins, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1998 - Adolf Althoff, deutscher Artist, Dompteur und Zirkusdirektor
- 1999 - Nyerere, tansanischer Politiker
- 2000 - Rudolf Schenda, deutsch-schweizerischer Volkskundler und Erzählforscher
- 2002 - Norbert Schultze, deutscher Komponist (Lili Marleen)
- 2003 - Ben Metcalfe, britischer Greenpeace Mitbegründer
- 2003 - Mokhtar Ould Daddah, mauretanischer Politiker
- 2004 - Juan Francisco Fresno Larraín, chilenischer Kardinal
- 2005 - Herbert Hufnagl, österreichischer Journalist und Kolumnist

Feier- und Gedenktage


- Gedenktag des Heiligen Papstes Kalixt I.
- Orthodoxer Feiertag: Maria Schutz und Fürbitte
- Deutscher Hospiztag

Siehe auch


- 13. Oktober - 15. Oktober
- 14. September - 14. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1014 ja:10月14日 ko:10월 14일 simple:October 14 th:14 ตุลาคม

13. Oktober

Der 13. Oktober ist der 286. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 287. in Schaltjahren) - somit bleiben 79 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 54 - Nero Claudius Caesar Drusus Germanicus wird Kaiser von Rom
- 1307 - Die Mitglieder des Templerordens werden von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Philipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
- 1792 - Grundsteinlegung zum Weißen Haus.
- 1812 - Bei dem Versuch einer Invasion in Kanada erleiden die Amerikaner in der Schlacht von Queenston Heights eine schwere Niederlage gegen zahlenmäßig weit unterlegene britisch-indianische Truppen.
- 1913 - Schiffsunglück an der Strombrücke zu Magdeburg Magdeburg
- 1923 - Käthe Kollwitz stellt in Berlin auf einer Ausstellung der Preußischen Akademie der Künste ihren Holzschnittzyklus "Krieg" aus.
- 1923 - Kemal Atatürk verlegt die Hauptstadt der Türkei nach Ankara.
- 1943 - Italien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1945 - Gründung der CSU in Würzburg
- 1948 - Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387%. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung.
- 1970 - Fidschi wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1974 - Eröffnung des ersten IKEA-Markts in Deutschland
- 1977 - Entführung der Lufthansamaschine Landshut nach Mogadischu und Befreiung durch die GSG9 am 18. Oktober, siehe Operation Feuerzauber.
- 1980 – Die ersten deutschen Greenpeace-Aktivisten blockieren ein Verklappungsschiff, das Giftmüll im Meer entleeren soll
- 1982 - Helmut Kohl gibt in Bonn seine Regierungserklärung ab.
- 1991 - Bulgarien. Erste Parlamentswahlen nach der neuen Verfassung.
- 2003 - Die Außenminister Joschka Fischer, Deutschland, Dominique de Villepin, Frankreich, und Lydie Polfer, Luxemburg, eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg.

Wissenschaft, Technik


- 1884 - Die Internationale Meridiankonferenz in Washington D.C. legt den Nullmeridian auf die Sternwarte in Greenwich. Protagonist ist Sir Sandford Fleming.
- 1930 - Major Nello Marinelli, Italien, fliegt mit einem von Corradino d'Ascanio konstruierten Koaxialhubschrauber 1078 m weit, was einen Weltrekord darstellt.
- 1930 - Der Erstflug der Junkers Ju 52/1m erfolgt mit der Werknummer 4001 als Ju 52ba.
- 2000 - Freigabe des Quellcodes von OpenOffice.org durch Sun Microsystems [http://www.heise.de/newsticker/meldung/12462/]

Kultur


- 1830 - Uraufführung der Oper "Der Gott und die Bajadere" von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1836 - Uraufführung der Oper "Le Postillon de Lonjumeau" (Der Postillon von Lonjumeau) von Adolphe Adam in Paris
- 1847 - Uraufführung der Oper "Konradin von Ferdinand Hiller" in Dresden.
- 1927 - Uraufführung des Schauspiels "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer
- 1962 - Uraufführung des Dramas "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" von Edward Albee in New York
- 1982 - Uraufführung der Oper "Candide" von Leonard Bernstein an der New York City Opera an New York.

Katastrophen


- 1972 - Moskau, Russland. Absturz einer Ilyushin-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen sterben.
- 1972 - In den Anden - im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile - stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben! verfilmt.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1474Mariotto Albertinelli, italienischer Maler
- 1498Claude de France, französische Königin, Gemahlin von Franz I.
- 1563Franz von Carácciolo, Ordensstifter, Namenspatron am 4. Juni
- 1592Christian Gueintz, Pädagoge und Sprachgelehrter
- 1713Allan Ramsay, schottischer Maler
- 1734Maciej Kamieński, polnischer Komponist
- 1748Johann Dominicus Fiorillo, deutscher Maler und Kunsthistoriker
- 1776Peter Barlow, britischer Mathematiker und Physiker
- 1798Hermann Vilhelm Bissen, dänischer Bildhauer (Schleswig, Deutschland)
- 1806Otto Unverdorben, Kaufmann und Apotheker in Dahme (Mark) und entdeckte 1826 den Farbstoff Anilin
- 1812Franz Rieger, Orgelbaumeister und der Begründer der Orgelbaufirma Franz Rieger & Söhne, Jägerndorf
- 1818Louis Appia, Chirurg und Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
- 1821Oscar Byström, schwedischer Komponist
- 1821Rudolf Virchow, deutscher Arzt und ein Begründer der modernen Pathologie
- 1828Johanna Jachmann-Wagner, deutsche Opernsängerin
- 1830Georg Kruse, deutscher Schauspieler und Schriftsteller
- 1842Stanislas-Arthur-Xavier Touchet, Bischof von Orléans und Kardinal
- 1843Otto Lueger, Professor der Wasserbautechnik
- 1855Eduard Flegel, deutscher Afrikareisender
- 1856Ludwig Herterich, deutscher Maler
- 1858Dumitru Ionescu, rumänischer Politiker, Regierungschef 1921–1922
- 1862John Roger Commons, US-amerikanischer Ökonom und Soziologe
- 1862Mary Henrietta Kingsley, britische Forschungsreisende
- 1864Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist
- 1866Georg Walther Groddeck, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1867Pierre Bonnard, französischer Maler des Symbolismus
- 1867Ramón Maximiliano Valdés, Staatspräsident von Panama
- 1878Stepan Schaumjan, armenischer Arbeiterführer und Politiker (Georgien)
- 1886Ben Stom, niederländischer Fußballspieler
- 1887Jozef Tiso, slowakischer Theologe und Staatspräsident 1939-1945
- 1893René Guiette, französischer Maler des Kubismus
- 1893Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker
- 1895Kurt Schumacher, deutscher Politiker
- 1895Robert Wagner, nationalsozialistischer Politiker
- 1897Renee Stobrawa, deutsche Filmschauspielerin, „Die Degenhardts“ (Dresden)
- 1901Paolo Dezza, italienischer Ordensgeneral, Kardinal
- 1904Jutta Hecker, deutsche Schriftstellerin
- 1906Karl Holzamer, deutscher Philosoph
- 1907Yves Allegret, französischer Regisseur
- 1909Art Tatum, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1911Migjeni, albanischer Dichter
- 1914Robert Walker, amerik. Filmschauspieler, „Der Fremde im Zug“
- 1915Cornel Wilde, amerik. Filmschauspieler, „Die größte Schau der Welt“, „Der Todesmutige“
- 1915Terry Frost, britischer Künstler
- 1918Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie
- 1919Hans Hermann Groër, österreichischer Bischof und Kardinal
- 1919Tsahai, Prinzessin von Äthiopien
- 1921Yves Montand, Schauspieler und Chansonnier
- 1925Lenny Bruce, amerikanischer Rocksänger
- 1925Margaret Thatcher, britische Politikerin, erste Premierministerin
- 1926Ray Brown, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 1927Anita Kerr, US-amerikanische Sängerin
- 1927Lee Konitz, Musiker
- 1927Turgut Özal, türkischer Politiker
- 1929Wolfgang Klähn, deutscher Maler
- 1930Rudolf Schenda, deutsch-schweizerischer Volkskundler und Erzählforscher
- 1931Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1932Dusan Makavejev, Jugoslawischer Filmregisseur
- 1932Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1934Nana Mouskouri, griechische Sängerin
- 1936Christine Nöstlinger, österreichische Schriftstellerin
- 1936Hans-Joachim Meyer, Minister für Bildung und Wissenschaft der DDR
- 1937Rudolf Seiters, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1937Sami Frey, französischer Schauspieler
- 1938Christiane Hörbiger, österreichische Schauspielerin
- 1940Chris Farlowe, englischer Rhythm-and-Blues-Sänger
- 1940Klaus Lemke, deutscher Film- und Fernsehregisseur
- 1940Peter Eckardt, deutscher Politiker und MdB
- 1941Martin Mayer, deutscher Politiker
- 1941Paul Simon, US-amerikanischer Musiker
- 1943Peter Sauber, Teamchef und Gründer Sauber-Petronas
- 1944Jörg Berger, deutscher Fußballspieler
- 1944Robert Lamm, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1947Sammy Hagar, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber (Van Halen)
- 1948Nusrat Fateh Ali Khan, pakistanischer Musiker
- 1948Peter David Spencer, britischer Musiker (Smokie)
- 1949Craig McGregor, britischer Musiker
- 1949Rick Vito, Gitarrist
- 1950Annegret Richter, deutsche Leichtathletin
- 1950Rolf Rüssmann, deutscher Fußballspieler
- 1951John Edward Coley, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1954Mordechai Vanunu, israelischer Ingenieur und Nukleartechniker
- 1954Wolfgang Fellner, Journalist und Medienmacher
- 1956Chris Carter, Produzent und Drehbuchautor
- 1957Christian Köckert, deutscher Politiker
- 1959Marie Osmond, US-amerikanische Sängerin
- 1960Pe Werner, deutsche Sängerin
- 1963Anne Bennent, deutsche Schauspielerin
- 1965Johan Museeuw, belgischer Radrennfahrer
- 1966Baja Mali Knindža, serbischer Musiksänger
- 1967Javier Sotomayor, kubanischer Hochspringer
- 1968Sophie von Kessel, deutsche Schauspielerin
- 1969Nancy Kerrigan, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 1971Pyrros Dimas, griechischer Gewichtheber
- 1973Niki Marty, Schweizer Sportschütze
- 1977Judith Sylvester, deutsche Volleyballerin
- 1977Katrin Wagner, deutsche Kanutin
- 1978Jan Simak, tschechischer Fußballspieler
- 1980Ashanti Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 1982Ian Thorpe, australischer Schwimmer und Olympiasieger

Gestorben


- 54 - Tiberius Claudius Drusus Germanicus, Kaiser von Rom
- 1494 - Andreas von Leuben, katholischer Heiliger
- 1498 - Heinrich von Rübenach OP, Weihbischof in Köln
- 1605 - Théodore de Bèze (latinisiert Theodor Beza), französischer Theologe und Schriftsteller
- 1653 - Christoph Martin von Degenfeld, bedeutender Feldherr im Dreissigjährigen Krieg
- 1673 - Christoffer von Gabel, dänischer Staatsmann, Statthalter der Färöer und Kopenhagens
- 1715 - Nicolas Malebranche, französischer Philosoph
- 1794 - Jean Pierre Claris Florian, französischer Schriftsteller
- 1812 - Sir Isaac Brock, britischer General und kanadischer Nationalheld
- 1815 - Joachim Murat, war König von Neapel, Marschall von Frankreich
- 1817 - Julius Caesar Ibbetson, englischer Maler
- 1822 - Antonio Canova, italienischer Bildhauer und einer der Hauptvertreter des italienischen Klassizismus
- 1825 - Maximilian I. (Bayern, König), König von Bayern von 1806-1825
- 1859 - Rudolf Oeser, war Pfarrer und Volksschriftsteller
- 1865 - Pjotr Gulak-Artemowskij, ukrainischer Schriftsteller
- 1869 - Charles Augustin Sainte-Beuve, französischer Literaturkritiker und Schriftsteller
- 1873 - Emil von Sydow, deutscher Geograph und Kartograph
- 1882 - Arthur de Gobineau, französischer Adeliger
- 1891 - Thomas Johann Heinrich Mann, Lübecker Kaufmann und Vater der beiden Schriftsteller Thomas und Heinrich Mann
- 1899 - Aristide Cavaillé-Coll, französischer Orgelbauer der Romantik
- 1910 - Julius Ferdinand Blüthner, deutscher Klavierbauer
- 1912 - Evaristo Carriego, argentinischer Dichter und Journalist
- 1924 - Anatole France, französischer Schriftsteller und Journalist
- 1928 - Dagmar von Dänemark, Frau Zar Alexanders III. von Russland
- 1930 - Hans Gamper, Gründer des Fußballklubs FC Barcelona
- 1931 - Ernst Didring, schwedischer Schriftsteller
- 1940 - Friedrich Wilhelm Nohe, war 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes (1904-1905)
- 1941 - Frantisek Bílek, tschechischer Bildhauer, Graphiker und Keramiker
- 1944 - Hans-Jürgen Graf von Blumenthal, deutscher Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1947 - Sidney James Webb, englischer Politiker
- 1949 - August Aichhorn, österreichischer Pädagoge
- 1950 - Henryk Adamus, polnischer Cellist und Komponist
- 1956 - Robert Lehr, deutscher Politiker (CDU)
- 1957 - Erich Auerbach, deutscher Literaturwissenschaftler
- 1961 - Dun Karm, maltesischer Geistlicher und Dichter
- 1961 - Zoltan Korda, ungarisch-amerikanischer Regisseur
- 1961 - Maya Deren, US-amerikanische Regisseurin
- 1965 - Paul Hermann Müller, schweizerischer Chemiker, Nobelpreis für Medizin 1948
- 1968 - Manuel Carneiro de Sousa Bandeira, brasilianischer Lyriker
- 1969 - Helene Wessel, deutsche Politikerin (Zentrumspartei, später GVP und SPD)
- 1981 - Philippe Étancelin, französischer Rennfahrer
- 1987 - Gisela Andersch, deutsche Malerin, Graphikerin und Collagekünstlerin
- 1987 - Walter Houser Brattain, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1956
- 1990 - Le Duc Tho, vietnamesischer Politiker, Nobelpreis für Frieden 1973
- 1991 - Donald Houston, britischer Schauspieler
- 1995 - Herbert Weißbach, deutscher Komödiant und Schauspieler
- 1996 - Henri Nannen, deutscher Verleger und Publizist
- 2003 - Bertram Brockhouse, kanadischer Physiker
- 2005 - István Eörsi, ungarischer Lyriker, Dramatiker, Prosaautor und politischer Essayist

Feier- und Gedenktage


- früher: Tag der Aktivisten in der DDR
- früher: Tag der Seeverkehrswirtschaft in der DDR

Namenstag


- Lubentius
- Eduard

Siehe auch


- 12. Oktober - 14. Oktober
- 13. September - 13. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1013 ja:10月13日 ko:10월 13일 simple:October 13 th:13 ตุลาคม

1990

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1990 ist „Internationales Jahr der Literatur“
- Der Pirol (Oriolus oriolus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Buche (Fagus sylvatica) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)

Januar


- 1. Januar: Arnold Koller wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Der Kunstpreis der Wolf-Stiftung geht dieses Jahr an den Maler Anselm Kiefer
- 7. Januar: Der Schiefe Turm von Pisa wird aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt
- 15. Januar: Wendezeit in der DDR. Demonstranten stürmen die Berliner Stasi-Zentrale. Die dabei sichergestellten Akten arbeitet bis heute die BStU auf
- 20. Januar: Militärintervention in Baku
- 26. Januar: Die Deutsche Terminbörse nimmt als erste neue Börse nach dem 2. Weltkrieg den Handel auf

Februar


- 2. Februar: UdSSR: Das Zentralkomitee der KPdSU gibt das Machtmonopol der Partei auf
- 3. Februar: Bulgarien. Andrej Lukanov wird Ministerpräsident
- 5. Februar: Wendezeit in der DDR: Das Wahlbündnis Allianz für Deutschland wird geschlossen. Acht Vertreter des Zentralen Runden Tisches (darunter Wolfgang Ullmann, Rainer Eppelmann, Matthias Platzeck, Tatjana Böhm) werden in die Regierung Modrow aufgenommen
- 11. Februar: Die bedingungslose Freilassung Nelson Mandelas markiert den Anfang vom Ende der Apartheid
- 15. Februar: Im Celler Prozess gegen die – neben Karl Koch – am KGB-Hack beteiligten DOB, Pedro und ein Hacker namens Urmel wird das Urteil gesprochen. Sie werden zu Freiheitsstrafen auf Bewährung zwischen 2 Jahren und 14 Monaten verurteilt
- 16. Februar: Der SWAPO-Politiker Sam Nujoma wird zum ersten Präsidenten des unabhängigen Namibia gewählt

März


- 11. März: Litauen erklärt sich für unabhängig
- 11. März: Komoren. Said Mohamed Djohar wird zum Staatspräsident gewählt
- 14. März: Michail Gorbatschow wird zum Präsidenten der UdSSR gewählt
- 18. März: Erste freie Wahl zur Volkskammer in der DDR
- 18. März: Zwölf Gemälde im Gesamtwert 100 Million US-Dollar, werden von zwei Dieben, die als Polizisten verkleidet waren, aus dem Isabella-Stewart-Gardner-Museum in Boston, Massachusetts, gestohlen. Das ist der größte Kunstraub in der Geschichte der USA
- 21. März: Mit Nujomas Vereidigung als Staatspräsident durch UN-Generalsekretär Pérez de Cuéllar wird Namibias Unabhängigkeit vollzogen
- 21. März: Lee Teng-huis wird Präsident der Nationalversammlung in Taiwan
- 24. März: Islam Karimow wird Staatspräsident in Usbekistan
- 25. März: Erste demokratische Wahlen seit mehr als 40 Jahren in Ungarn
- 27. März: Der nach Kuba sendende US-amerikanische Fernsehsender TV Martí nimmt seinen Betrieb auf
- 30. März: Estland erklärt sich zur Republik

April


- 1. April: Start der privaten Lokalsender in Nordrhein-Westfalen. Als Erster geht Radio Duisburg auf Sendung
- 3. April: Bulgarien. Petar Mladenov wird Präsident
- 5. April: 18 Tage nach den ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR konstituiert sich diese und wählt Sabine Bergmann-Pohl zu ihrer Präsidentin
- 9. April: Einführung des Mehrparteiensystems in Nepal
- 12. April: Lothar de Maizière wird erster (und letzter) demokratisch gewählter Ministerpräsident der DDR
- 12. April: In Hardegg (Niederösterreich) wird der Grenzübergang über die Thayabrücke Hardegg – Čížov in die ČSFR eröffnet
- 23. April: Namibia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. April: Bürgerbefragung in Karl-Marx-Stadt: 76 % entscheiden sich für die alte Stadtbezeichnung „Chemnitz
- 24. April: Nursultan Nasarbajew wird Staatspräsident von Kasachstan
- 25. April: Oskar Lafontaine wird bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt

Mai


- 4. Mai: Lettland erklärt seine Unabhängigkeit
- 5. Mai: Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten: In Bonn beginnt die erste Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche
- 10. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vietnam. In Kraft seit dem 6. März 1991
- 18. Mai: Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen den Deutsch-Deutschen Staatsvertrag zur Bildung einer Wirtschafts-, Sozial- und Währungsunion
- 22. Mai: Die Vereinigung der beiden jemenitischen Staaten, der Arabischen Republik Jemen und der Volksrepublik Jemen, wird vollzogen
- 23. Mai: Gabun. Der ungeklärte Tod des Oppositionspolitikers Joseph Rendjambe löst Unruhen und Tumulte in Libreville und Port Gentil aus
- 23. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ruanda. In Kraft seit dem 2. April 1991
- 25. Mai: Parlamentswahlen in Myanmar
- 29. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bangladesch
- 29. Mai: Ein Abkommen zur Errichtung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWD) wird unterzeichnet
- 30. Mai: Neue Verfassung in Schleswig-Holstein tritt in Kraft
- 30. Mai: Frankreich verhängt in Folge des Auftretens von BSE ein Importverbot für alle britischen Rindfleisch-Produkte
- 31. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Singapur. In Kraft seit dem 23. August 1991

Juni


- 1. Juni: Karl-Marx-Stadt wird in Chemnitz rückbenannt, nachdem in einer Befragung 76 % der Bürger für den alten Namen gestimmt hatten
- 6. Juni: Susanne Albrecht wird – als erste der ausgestiegenen und mit neuer Identität in der DDR lebenden RAF-Terroristen – in Ost-Berlin festgenommen
- 11. Juni: DDR-Regierungschef Lothar de Maizière besucht offiziell die USA und hat eine Begegnung mit Präsident George H. W. Bush
- 13. Juni: Der endgültige Abriss der Berliner Mauer beginnt
- 17. Juni: In der Bundesrepublik Deutschland letztmalig arbeitsfreier Nationalfeiertag, seither nur noch nationaler Gedenktag
- 19. Juni: Das Schengener Abkommen wird von den Benelux-Staaten, Deutschland und Frankreich unterzeichnet
- 20. Juni: Die EWG und die EFTA beginnen Verhandlungen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
- 22. Juni: Während in Berlin die zweite Runde der Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag beginnt, wird der Checkpoint Charlie abgebaut
- 23. Juni: Souveränitätserklärung der Republik Moldau
- 28. Juni: Die KSZE-Menschenrechtskonferenz in Kopenhagen einigt sich darauf, demokratische Grundprinzipien wie freie Wahlen und Mehrparteiensystem festzuschreiben
- 29. Juni: Mit der Aktualisierung des Montreal-Protokolls während der Ozonschichtschutz-Konferenz in London wird beschlossen, die Herstellung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) bis zum Jahr 2000 weltweit zu beenden

Juli


- 1. Juli: In der DDR löst mit Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten die D-Mark die Mark der DDR als gesetzliches Zahlungsmittel ab
- 1. Juli: Aufhebung der Beschränkung des Warenverkehrs zwischen Australien und Neuseeland
- 14. Juli: Der bayerische Schauspieler Walter Sedlmayr (Theodor Hirneis oder Wie man ehem. Hofkoch wird, Polizeiinspektion 1) wird ermordet aufgefunden
- 19. Juli: Das Bundesverfassungsgericht beurteilt unterschiedliche Kündigungsfristen für Arbeiter und Angestellte als unvereinbar mit dem Grundgesetz
- 21. Juli: Roger Waters gibt auf dem Potsdamer Platz in Berlin das bislang größte Konzert in der Geschichte der Rockmusik (The Wall)
- 22. Juli: Die Volkskammer der DDR beschließt das Ländereinführungsgesetz

August


- 1. August: Bulgarien. Schelju Schelew wird Staatspräsident
- 2. August: Zweiter Golfkrieg: Irakische Truppen marschieren in Kuwait ein
- 3. August: Souveränitätserklärung Armeniens
- 6. August: Zweiter Golfkrieg: Die Vereinten Nationen veranlassen mit der Resolution 661 Wirtschaftssanktionen gegen den in Kuwait einmarschierten Irak
- 10. August: Sondergipfel der Arabischen Liga nach irakischem Einmarsch in Kuwait
- 10. August: Die Raumsonde Magellan tritt nach 15-monatiger Reise in die Umlaufbahn der Venus ein
- 22. August: São Tomé und Príncipe gibt sich eine neue Verfassung
- 23. August: Die Ost-Berliner Volkskammer stimmt für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland
- 24. August: Die Werchowna Rada (Oberster Rat), das Parlament der Ukraine, erklärt die Unabhängigkeit des Landes
- 29. August: Das Atom-Testgeländes bei Semipalatinsk, Kasachstan, wird geschlossen
- 31. August: Auf dem Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird in Berlin der Einigungsvertrag unterzeichnet
- August: Ein Friedensabkommen beendet nach 15 Jahren den libanesischen Bürgerkrieg

September


- 10. September: Bei einem Treffen in Jakarta einigen sich Vertreter der Parteien Kambodschas auf die Annahme des UN-Friedensplanes
- 10. September: Die Basilika Notre-Dame de la Paix in Yamoussoukro, Elfenbeinküste, die größte christliche Kirche der Welt, wird geweiht
- 12. September: Auf dem Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet
- 13. September - Deutschland und die Sowjetunion vereinbaren einen Kooperations- und Nichtangriffsvertrag mit 20 Jahren Laufzeit.
- 14. September: Das weltweite Human Genome Project zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms wird gegründet
- 18. September: Liechtenstein wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 19. September: Der Palast der Republik wird wegen Asbestbelastung geschlossen
- 24. September - Die DDR tritt aus dem Warschauer Pakt aus.
- 27. September - In Berlin vereinigen sich die west- und ostdeutschen Sozialdemokraten. Der Vorsitzende der Ost-SPD, Wolfgang Thierse, wird auf dem Parteitag Stellvertretender Vorsitzender der Gesamt-SPD.

Oktober


- Oktober: in Bordeaux wird eine hervorragende Wein-Ernte eingebracht
- 3. Oktober: Mit dem Beitritt der der Gebiete der DDR samt Ost-Berlins zum zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland wird die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen. Damit enden die Reste der Alliierten Vorbehaltsrechte bezüglich Gesamtdeutschland und Berlin als Folge des Zweiten Weltkriegs – Deutschland wird vollends souverän. Erstmalig ist der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit auch gesamtdeutscher Nationalfeiertag, wodurch die Bürger der alten Bundesrepublik Deutschland in diesem Jahr – neben dem 17. Juni – einmalig zwei Nationalfeiertage begehen
- 12. Oktober: Ägypten. Ermordung des Präsidenten der Volksversammlung Dr. Refaat Al-Mahgoub
- 12. Oktober: Wolfgang Schäuble, deutscher Bundesminister des Innern, wird bei einem Schussattentat schwer verletzt
- 14. Oktober: Im vereinten Deutschland tritt das von der Volkskammer der DDR am 22. Juli beschlossene Ländereinführungsgesetz in Kraft. In den Neuen Ländern finden Wahlen zu den Landesparlamenten statt. Dabei wird im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die CDU stärkste Partei, in den Wahlen zum Brandenburger Landtag die SPD
- 21. Oktober: In einem Treibnetz wird – als sechstes Exemplar überhaupt – ein Riesenmaulhai gefunden und – mit Sendern versehen – tags darauf wieder freigelassen
- 22. Oktober: Handelsabkommen zwischen der EU und Rumänien
- 22. Oktober: Souveränitätserklärung von Turkmenistan
- 25. Oktober: Kasachstan erklärt seine Souveränität innerhalb der UdSSR; im darauffolgenden Jahr wird es ein unabhängiger Staat
- 27. Oktober: Saparmurat Nijasow wird Staatspräsident von Turkmenistan

November


- 6. November: Das 9. Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention, das jedem Bürger ermöglicht, sich persönlich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden, wird vorgelegt
- 9. November: Demokratische Verfassung in Nepal
- 9. November: Die Sowjetunion und Deutschland unterzeichnen den „Vertrages über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit“
- 11. November: Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet die Resolution 678 (der Irak soll sich bis zum 15. Januar 1991 aus Kuwait zurückziehen)
- 14. November: Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Grenzvertrags zwischen Deutschland und Polen
- 19. November: OSZE-Gipfeltreffen in Paris
- 29. November: Ägypten. Neuwahlen zur Volksversammlung

Dezember


- 2. Dezember: Bei der Bundestagswahl 1990, der ersten gesamtdeutschen, wird die Regierung von Helmut Kohl im Amt bestätigt
- 5. Dezember: Bangladesch. Sturz des Präsidenten Hussain Mohammed Ershad
- 7. Dezember: Mit dem Inkrafttreten des Stromeinspeisegesetzes in Deutschland wird die Stromerzeugung durch erneuerbare Energiequellen politisch deutlich unterstützt
- 11. Dezember: Nach einem Referendum tritt die neue Verfassung in Benin in Kraft
- 15. Dezember: Souveränitätserklärung Kirgisistans
- 17. Dezember: In Albanien wird ein Mehrparteiensystem eingeführt
- 19. Dezember: Bulgarien. Bildung der Regierung unter Dimitar Popov
- 19. Dezember: Die Raketensondierungen in Zingst werden aus Sicherheitsgründen vorläufig eingestellt
- 20. Dezember: Der erste gesamtdeutsche Bundestag tritt zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen
- Ford kauft Jaguar

Kultur


- 5. Mai: Uraufführung des musikalischen Dramas Das verratene Meer von Hans Werner Henze in Berlin
- 24. August: Die Diddl-Maus wird von Thomas Goletz erstmals skizziert
- 1. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guatemala. In Kraft seit dem 23. April 1992
- 30. Oktober: Uraufführung der Oper Der Tulifant von Gottfried von Einem in Wien

Katastrophen


- 13. Januar: Nahe Perwouralsk, Russland. Bei einer Tupolew Tu-134 der Aeroflot auf dem Weg von Tjumen nach Ufa ließ ein Brand in einem Frachtabteil Triebwerke und Elektrik ausfallen. Beim folgenden Absturz verloren 27 der 71 Insassen ihr Leben
- 25. Januar: New York, USA. Einer Boeing 707 der kolumbianischen Luftfahrtgesellschaft Avianca ging beim Anflug auf den John F. Kennedy International Airport der Treibstoff aus und sie stürzte während der Landung ab. 73 Menschen starben, 74 wurden gerettet
- 14. Februar: Bangalore, Indien. Ein Airbus A320 der Indian Airlines sank beim Landeanflug zu schnell und stürzte ab. 92 Menschen starben, 54 wurden gerettet
- 26. Februar: Der Orkan Wiebke tobt in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar mit Böen der Windstärke 9 bis 10 über Süddeutschland und richtet dabei Millionenschäden an. Auf dem Jungfraujoch in der Schweiz werden Windgeschwindigkeiten von 285 km/h gemessen. Wiebke wird erst als „Jahrhundertereignis“ eingestuft, erweist sich jedoch später als eines von vielen schweren Unwettern über Deutschland. Die deutsche Küste erlebt in der Zeit vom 26. bis zum 28. Februar zwei Sturm-, zwei Orkanfluten und eine Windflut
- 5. Mai: Guatemala-Stadt, Guatemala. Eine Frachtmaschine Douglas DC-6 stürzte auf die Stadt. 24 Personen starben
- 11. Mai: Bei Lohr am Main, Deutschland verunglückte eine C-160 Transall der Deutschen Luftwaffe. 10 Menschen starben
- 20. Juni: Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran, 40.000 bis 50.000 Tote
- 1. Juli: Schwere Unwetter mit grossen Hagelschäden in der Oststeiermark (Raum Hartberg)
- 16. Juli: Erdbeben der Stärke 7,8 auf Luzon, Philippinen, 1.621 Tote
- 1. August: Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallte beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebte
- 10. August: Eine Antonow An-12 der Afghanischen Luftwaffe verunglückte kurz nach dem Start bei Shindand, im Westen Afghanistans. Alle 83 Insassen starben
- 29. August: Ramstein Air Base, Deutschland. Ein Militärtransporter vom Typ Lockheed C-5A Galaxy der US Air Force stürzte unmittelbar nach dem Start ab. Es starben 13 der 17 Besatzungsmitglieder
- 11. September: Nord-Atlantik. Bei einem Überführungsflug von Malta nach Peru via Island stürzte eine Boeing 727 der peruanischen Faucett vor Neufundland, Kanada ins Meer. Alle 18 Insassen kamen dabei um
- 2. Oktober: Baiyun, Volksrepublik China. Während der Notlandung einer Boeing 737 der Xiamen Airlines kommt es zwischen dem Pilot und dem Entführer zu einem Kampf und die Maschine gerät außer Kontrolle. Sie rammt eine Boeing 707 der China Southwest Airlines und kracht anschließend in eine Boeing 757 der gleichen Fluggesellschaft. 132 Menschen starben, 141 überlebten das Desaster
- 19. Oktober: Bei einer der schwersten Massenkarambolagen Deutschlands fahren auf der A9 bei Münchberg 170 Fahrzeuge ineinander, 10 Menschen sterben, 123 werden verletzt, 34 davon schwer
- 14. November: Zürich, Schweiz. Eine Douglas DC-9 der Alitalia stürzte während des Landeanflugs ab. 46 Menschen starben
- 21. November: Thailand. Auf dem Inlandsflug der Bangkok Airways von Bangkok nach Ko Samui verloren die Piloten der DHC-8 Dash 8 nach einem missglückten Landeanflug die Orientierung. In schlechtem Wetter sank die Maschine unbemerkt und stürzte in eine Kokosnuss-Plantage. Keiner der 38 Menschen an Bord überlebte
- 3. Dezember: Detroit, Michigan, USA. Zwei Verkehrsmaschinen der Northwest Airlines, eine Douglas DC-9 auf dem Weg nach Pittsburgh und eine Boeing 727 auf dem Weg nach Memphis, kollidierten im Nebel am Boden. Die Piloten der DC-9 waren versehentlich auf die Startbahn gerollt. Bei dem Zusammenprall mit über 150 km/h wurde bei jeder Maschine eine Tragfläche abgerissen und bei der DC-9 brach Feuer aus. 8 Menschen starben, 198 Menschen überlebten

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 11. Februar: James (Buster) Douglas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Tyson im Tokyo Dome, Tokyo, Japan, durch K.O
- 8. Juni: Im Eröffnungsspiel der 14. Fußball-WM gelingt Kamerun ein 1:0-Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien
- 8. Juli: Durch einen von Brehme verwandelten Foulelfmeter gewinnt die DFB-Auswahl das Finale der 14. Fußball-WM mit 1:0 und wird zum dritten Mal Weltmeister
- 12. September: Fußballländerspiel Färöer-Österreich in Landskrona. Das 1:0 für die Amateure von den Färöern begründet ein Fußballmärchen
- 25. Oktober: Evander Holyfield gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen James (Buster) Douglas im The Mirage, Las Vegas, durch KO
- 20. November: Der Deutsche Fußball-Verband (DFV) der DDR beschließt seine Auflösung

Geboren


- 7. Januar: Liam Aiken, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. Januar: Sergej Karjakin, ukrainischer Schach-Großmeister
- 4. März: Andrea Bowen, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. März: Ronja Prinz, deutsche Schauspielerin
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