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Leopold II

Leopold II

Leopold II. (
- 9. April 1835 in Brüssel; † 17. Dezember 1909 auf Schloss Laeken, Brüssel; eigentlich Louis Philippe Marie Victor) aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha folgte seinem Vater Leopold I. auf den Thron und war von 1865 bis 1909 König der Belgier. Er galt als hervorragender Diplomat und Geschäftsmann. Das bemerkenswerteste an seiner Regentschaft waren seine Aktivitäten im Kongo, wo er den Unabhängigen Kongostaat gründete, dessen Besitzer er ab 1885 eine Zeitlang war. In dieser Zeit wurden - unter Einsatz von Gewalt - vor allem Elfenbein und Gummi exportiert. Schätzungen zu Folge sind dabei rund zehn Millionen Einwohner des Kongo gestorben. (Diese Zahl stammt von dem amerikanischen Autor Adam Hochschild, s. Literatur, und ist in der Höhe umstritten.) 1908 wurde der Kongo Eigentum des belgischen Staates und im Zuge dessen in Belgisch-Kongo umbenannt. Belgisch-Kongo

Lebenslauf

Leopold trat bereits in jungen Jahren der belgischen Armee bei. Am 22. August 1853 heiratete er Marie Henriette Anne von Habsburg-Lothringen, Erzherzogin von Österreich, die Tochter von Erzherzog Joseph von Österreich (1776 - 1847), dem Sohn von Kaiser Leopold II. (1747 - 1792). Dieser Verbindung entstammen vier Kinder:
- Louise Marie Amélie (
- 18. Februar 1858 in Brüssel; † 1. März 1924 in Wiesbaden), verheiratet mit Prinz Philipp von Sachsen-Coburg und Gotha.
- Leopold Ferdinand Elie Victor Albert Marie, Graf des Hennegaus (als ältester Sohn und Thronfolger), Herzog von Brabant (als Thronfolger), (
- 12. Juni 1859 auf Schloss Laeken; † 22. Januar 1869 auf Schloss Laeken). Leopold ertrank im Gartenteich des Schlossparks. Sein Tod war für den Vater sehr schmerzhaft.
- Stéphanie Clotilde Louise Herminie Marie Charlotte (
- 21. Mai 1864 auf Schloss Laeken; † 23. August 1945 in der Abtei Pannonhalma bei Györszentmarton, Ungarn) heiratete Erzherzog Rudolf von Österreich (aus der Ehe stammt die Tochter Elisabeth) und nach dessen Selbstmord Elemér Edmund Graf Lónyay von Nagy-Lónya und Vásáros-Namény, diese Ehe blieb kinderlos.
- Clementine Albertine Marie Leopoldine (
- 30. Juli 1872 auf Schloss Laeken; † 8. März 1955 in Nizza, Frankreich) heiratete das Oberhaupt der Bonapartes, Prinz Napoléon Victor Jérôme Frédéric Bonaparte (1862 - 1926). Leopold zeugte außerdem zwei uneheliche Söhne - Lucien Philippe Marie Antoine (1906-1984) und Philippe Henri Marie François (1907-1914) - deren Mutter, seine Mätresse Blanche Zélia Joséphine Delacroix (1883-1948, aka Caroline Lacroix), er fünf Tage vor seinem Tod am 12. Dezember 1909 heiratete. Die Hochzeitszeremonie, die nach belgischem Recht nicht legitimiert war, fand im Palmenpavillon von Schloss Laeken statt. Als Leopold am 17. Dezember 1909 starb, war er ein Paria, mit dem weder die anderen europäischen Monarchen noch seine Untertanen oder seine eigene Familie etwas zu tun haben wollten. Er hatte seine Töchter verstoßen, seine Geschwister hielten die Beziehung zu seiner Geliebten für eine Mesalliance und was die internationale Gemeinschaft angeht - die las "The Times" und war über den Völkermord im Kongo informiert. Auf den Thron folgt ihm sein Neffe Albert I. nach. Leopold II. wurde in der königlichen Gruft auf dem Friedhof Laeken (Brüssel) beigesetzt. Albert I.

Afrika

Kolonien - die Geburt einer Idee

Belgien ist ein kleines Land, im europäischen Machtgefüge unbedeutend. Man sagt Leopold II. nach, er habe über seine Landsleute geurteilt: "Petit pays, petit esprit" - kleines Land, klein an Geist. In diesem kleinen Land hatte er zudem noch wenig Macht. In ihm entwickelte sich - vielleicht auch deshalb - ein starkes Interesse an Kolonien. Allerdings zu einem Zeitpunkt, wo die Welt schon weitgehend durch bestehende Kolonialmächte aufgeteilt war. Weder die belgische Regierung noch seine Untertanen schienen jedoch sehr an Kolonien interessiert und als konstitutioneller Monarch hatte er wenig Macht, seine Ideen durchzusetzen. Von seiner Krönung an versuchte er, das belgische Parlament von seiner Vision einer Kolonialmacht zu überzeugen. Er erlitt mehrere Niederlagen und suchte andere Wege.

Stanley

1871 begann Henry Morton Stanley (eigentlich John Rowlands, 1841 - 1904) eine Expeditionsreise nach Afrika. Die Expedition wurde vom New York Herald bezahlt, seine Aufgabe war es, den berühmten David Livingstone zu finden - was ihm in der Nähe des Tanganjikasees auch gelang. Stanley veröffentlichte seine Reisenotizen auch als Buch. Leopold II verfolgt seine Aktivitäten. 1874 brach Stanley zu einer zweiten Expedition auf, diesmal nach Zentralafrika . Er reiste 11.000 Kilometer weit, von Ostafrika bis zur Atlantikküste, u. a. auf dem Kongo-Fluss. Seine Reisenotizen wurden wieder im New York Herald und in Europa im Daily Telegraph veröffentlicht. Leopold II. las Stanleys Berichte, suchte seine Bekanntschaft und unterstützte und förderte ihn daraufhin. Dies kam Stanley zu Gute, der 1879 mit dem französischen Entdecker Pierre Savorgnan de Brazza um den Anspruch auf die Kongo-Region wetteiferte.

1876-1885: Der Kongo, Landnahme

1876 finanzierte Leopold II eine internationale geographische Konferenz in Brüssel. Er schlug die Gründung eines gemeinnützigen Komitees vor zur "Verbreitung der Zivilisation unter den Völkern der Kongoregion durch wissenschaftliche Untersuchung, legalen Handel und Kampf gegen arabische Sklavenhändler". Die "Association internationale africaine" wurde gegründet, mit Leopold als Präsident. Er engagierte sich gegen den Sklavenhandel. Dazu rief er später die "Brüsseler Konferenzen" ins Leben, die den Sklavenhandel bekämpfte. 1878 gründete Leopold II das "Comité d'Études du Haut Congo (CEHC)" - das Komitee zur Untersuchung des Oberlaufs des Kongos. Er beschäftigt Stanley damit, die Untersuchungen durchzuführen. Während die offizielle Mission wissenschaftlicher oder philanthropischer Natur war, beauftragte er Stanley insgeheim damit, Land zu erwerben und Elfenbein mitzubringen. 1879 wurde das Komitee umbenannt in die "Association Internationale du Congo - Internationale Vereinigung des Kongos". Stanley gründete einige Siedlungen, darunter Leopoldville (heute Kinshasa) und begann mit dem Bau einer Piste von der Mündung des Kongo entlang der Kongofälle, 200 km lang, bis Stanley Pool (heute Pool Malebo). Ab dort ist der Kongo schiffbar. Bei diesem Projekt kamen viele der zwangsweise rekrutierten Einheimischen um. Er schloss außerdem mit etwa 450 Stammesfürsten Verträge ab, in denen diese ihr Land Leopold II überschrieben. Stanleys rücksichtsloses Vorgehen wurde in England stark kritisiert und brachte ihm den afrikanischen Spitznamen Bula Matari ("der die Steine bricht") ein. 1884/85 fand in Berlin die Kongokonferenz statt, organisiert von Otto von Bismarck. Leopold II nahm nicht persönlich teil. Doch durch geschicktes Taktieren gelang es ihm, dass die 14 europäischen Staaten und die USA bestätigen, dass der "Etat indépendant du Congo" ins Privateigentum von Leopold überging. Der Staat war mit rund 2,34 Mio. Quadratkilometern über siebzig Mal so groß wie das Königreich Belgien. Am 5. Februar 1885 erklärte Leopold den Kongo zu seinem Privatbesitz.

1885-1908: Der Kongo-Freistaat

5. Februar Der Kongo gehörte nun Leopold II. Er heuerte Söldner an und beutete den Kongo aus. Zunächst wurde Elfenbein nach Europa geliefert. Bald kam Gummi hinzu, denn 1844 hatte Charles Goodyear ein Patent für die Vulkanisierung von Gummi erhalten und so konnten Reifen hergestellt werden - der Bedarf wuchs ständig. 1888 erließ Leopold drei Dekrete. Das erste verbot Waffenhandel, das zweite legte die Bedingungen für die Beschäftigung einheimischer Arbeiter fest und das dritte bildete die Basis für die Schaffung der Force Publique, einer Art Armee. Er überzeugte das Belgische Parlament, ihm 10 Millionen Franken vorzuschießen für seine Projekte im Kongo. Es wurde mit dem Bau einer Eisenbahn von der Flussmündung bis Stanley Pool begonnen. Sie wurde 1898 fertiggestellt. 1890 wurde auf der 33. Sitzung der Brüsseler Konferenz beschlossen, dass dem Sklavenhandel in Afrika ein Ende gemacht werden solle. Zunächst wurde nur Elfenbein nach Europa verschifft. Doch es gab - außer den später entdeckten Bodenschätzen - noch etwas im Kongo: Gummi. 44 Jahre nachdem Goodyear die Vulkanisierung des Kautschuks patentieren ließ, erfand John Boyd Dunlop den Gummireifen. Er war angesichts der damaligen gepflasterten Straßen und den Schlaglöchern auf den Landstraßen ein riesiger Erfolg. Diese Erfindungen führten zu einer riesigen Nachfrage nach Gummi. Die Truppen des Königs pressten Gummirohstoff aus den Bewohnern des Kongo. Dörfer wurden überfallen und die Bewohner erhielten den Auftrag, eine bestimmte Menge Gummi zu sammeln, sonst wurde das ganze Dorf niedergebrannt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Als Beweis für den Verbrauch von Gewehrkugeln mussten die Truppen für jede verbrauchte Kugel die Hand des Opfers vorlegen. Die Hände wurden deshalb auch Lebenden abgehackt, irgendwie musste man ja verbrauchte Kugeln erklären. Eine andere Deutung der Praxis, die Hände abzuhacken ist, laut der Fachzeitschrift 'Message', dass Druck auf die Zulieferer ausgeübt wurde: Wer nicht genug Kautschuk liefert, bekommt eine Hand abgehackt. Die Methoden, mit denen die Soldaten des Königs das Gummi erpressten, sind unter anderem nachzulesen in Joseph Conrads Buch Herz der Finsternis (veröffentlicht 1899) geschildert. Conrad (1857 -1924) hatte 1890 als Kapitän eines Flussschiffes angeheuert. Er wurde jedoch schon bald nach seiner Ankunft krank - und was er mit ansehen musste, ließ ihn sobald wie möglich nach England zurückkehren. Unter anderem sah er, wie die Soldaten Körbe voller verwesender Hände zu ihren Stützpunkten schafften, zum Zählen. Er sah auch, wie an einem Stützpunkt die Köpfe von Hingerichteten auf Pfählen ausgestellt waren. 1891 führte der kanadische Entdecker und britische Militärkommandant William Stairs im Auftrag Leopold II. eine Expedition an, die Belgien die Kontrolle über die Kupfergebiete von Katanga sicherte.

Verbrechen und Verlust des Kongo

Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie viele Menschenleben Leopolds Herrschaft geopfert wurden. Zwischen 1880 und 1920 wurde die Bevölkerung des Kongo etwa halbiert, Adam Hochschild spricht von 10 Millionen Menschen. Allerdings rechnet er dort auch ungeborene Kinder ein, die nicht zur Welt kamen, weil ihre Eltern vorher starben. Die Zahl ist in dieser Höhe daher umstritten. Viele Menschen wurden auch verstümmelt, konnten sich selbst und ihre Familie nicht mehr ernähren und starben an Unterernährung. Ab 1904 zeigten die Kampagnen einiger Missionare und Zeitungsmacher Erfolge, die die Missstände öffentlich anprangern. Große Zeitungen berichteten regelmäßig, die Kirchen verurteilten die Behandlung der Bevölkerung. Initiiert wurde die Kampagne von Edmund Dene Morel, er hatte für eine Reederei gearbeitet, die im Auftrag Leopolds Waren von und nach dem Kongo brachte. Er wurde aufmerksam, weil die Schiffe aus dem Kongo vollbeladen waren mit Elfenbein und Kautschuk, auf dem Rückweg aber nur Waffen und Munition transportiert wurden. Das schien ihm ein seltsamer Warenaustausch. Er gab einen regelmäßigen Rundbrief heraus mit Berichten aus dem Kongo, die er von Missionaren und Reisenden erhielt. 1908 verurteilten gar die Regierungen Großbritanniens und der USA das Herrschaftssystem Leopolds. Auf Druck des Parlaments stimmte er einem Gesetz zu, dass aus dem Kongo eine Kolonie machte, "Belgisch-Kongo", und diesen Unabhängigen Kongostaat an Belgien überschreibt. Selbst die Internetseite des belgischen Königshauses schreibt "Aufgrund der durch die Europäer in Afrika begangenen Exzesse wird der Ruf von Leopold sowie der seines überseeischen Werkes in Frage gestellt". Nachtrag: Das 1967 auf Befehl des damaligen Präsidenten Mobutu Sese Seko demontierte sechs Meter hohe Reiterstandbild Leopolds in Kinshasa wurde im Februar 2005 von der Regierung des Kongo wieder aufgestellt. Siehe auch: Geschichte der Demokratischen Republik Kongo

Weitere Außenpolitik

Während des deutsch-französischen Kriegs 1870/71 spricht er sich für die Neutralität seines Landes aus und es gelingt ihm, sein Land aus den kriegerischen Handlungen herauszuhalten.

Aktivitäten in Belgien

Der Beginn der Regierungszeit Leopold II. ist geprägt von parlamentarischen Auseinandersetzungen über Wahlrechts- und Bildungsfragen. Nach dem deutsch-französischen Krieg legte Leopold großen Wert auf die militärische Verteidigung als Voraussetzung für die Neutralität, doch die allgemeine Wehrpflicht konnte er erst auf seinem Totenbett am 14. Dezember 1909 durchsetzen. Leopold setzte das Geld aus dem Kongo für Bauten ein. Er baute seine Residenz, das Laekener Schloss, um und legte im Schlosspark große Gewächshäuser an. Er ließ die Avenue Louise bauen, den Jubelpark mit Triumphbogen (zum 50. Geburtstag Belgiens 1881), die Avenue de Tervuren, die zum ebenfalls von ihm gebauten Afrikamuseum im etwa 10 km gelegenen Tervuren führt, sowie Bauten in Spa in den Ardennen, die Gileppe Talsperre und andere mehr. 1900 wandelte er diesen Besitz in eine königliche Schenkung um und übergab ihn dem Staat, der nun für den Erhalt aufkommen musste. In den Schenkungsbedingungen ist unter anderem festgelegt, dass das Volk nur während zweier Wochen im Jahr Zugang zu den königlichen Gewächshäusern hat, die es finanziert.

Schriften über Leopold II.

Viele prominente Schriftsteller beteiligten sich an der internationalen Verurteilung der Ausbeutung des Unabhängigen Kongostaates durch Leopold II. Die bekanntesten sind Sir Arthur Conan Doyle, Booker T. Washington sowie
- Joseph Conrad: In Heart of Darkness wird König Leopolds Belgisch Kongo als Kolonialherrschaft beschrieben, in der Sklavenarbeit, Vergewaltigungen und Verstümmelungenen an der Tagesordnung sind.
- Mark Twains King Leopold's Soliloquy ist eine mit beißendem Sarkasmus geschriebene Politsatire. In neuerer Zeit hinzugekommen:
- Adam Hochschild: King Leopold's Ghost beschreibt die Geschichte und Brutalität der Regentschaft Leopold II. in Belgisch-Kongo. Der US-amerikanische Dichter Vachel Lindsay schrieb: :Listen to the yell of Leopold's ghost :Burning in Hell for his hand-maimed host :Hear how the demons chuckle and yell :Cutting his hands off, down in Hell. Grob übersetzt (wer kann die Übersetzung verbessern, vielleicht sogar gereimt?): :Lauscht dem Schrei von Leopolds Geist, :Der für seine hand-verstümmelten Massen in der Hölle schmort. :Höre wie die Dämonen glucksen und schreien, :Wenn sie seine Hände abhacken, unten in der Hölle.

Literatur


- Joseph Conrad: Heart of Darkness. 1899.
- Mark Twain: King Leopold's Soliloquy. 1905.
- Arthur Conan Doyle: The Crime of Congo. 1909.
- Adam Hochschild: Schatten über dem Kongo. Klett-Cotta, 2000 (Originaltitel King Leopold's Ghost 1998), ISBN 3-608-91973-2.
- Ruth Weiss, Hans Mayer, Antony Martin: Afrika den Europäern. 1985, ISBN 3-872-94249-2.
- Italiaander, Rolf: König Leopolds Kongo, München 1964.

Weblinks


- [http://www.monarchie.be/de/monarchy/history/leopold_II.html Die Monarchie in Belgien - Leopold II.] (offizielle Website des Königreichs Belgien) Kategorie:Mann Kategorie:Belgier Kategorie:König (Belgien) Kategorie:Wettiner Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1909 ja:レオポルド2世 (ベルギー王)

9. April

Der 9. April ist der 99. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 100. in Schaltjahren) - somit bleiben 266 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1241 - In der Schlacht bei Wahlstatt schlägt die mongolische Goldene Horde ein deutsch-polnisches Ritterheer unter Herzog Heinrich dem Frommen von Niederschlesien, der im Kampf fällt.
- 1388 - Die Bewohner von Glarus verteidigen sich in der Schlacht bei Näfels gegen einen Angriff der Habsburger.
- 1682 - Der französische Entdecker René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle gründet die französische Kolonie Louisiana, heute ein Bundesstaat der USA.
- 1865 - Die Virgina-Armee der Südstaaten (Konföderation) unter Robert E. Lee kapituliert bei Appomatox Court House vor der Unionsarmee unter Ulysses S. Grant und beendet damit den Amerikanischen Bürgerkrieg.
- 1940 - Deutschland besetzt Dänemark und überfällt Norwegen um sich die Lieferung der schwedischen Erzvorräte über den norwegischen Hafen Narvik zu sichern. Es kommt dabei den Engländern, die gleiche Interessen haben, nur um Stunden zuvor.
- 1963 - Winston Churchill erhält als erster Ausländer seit Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette (1788) die US-amerikanische Ehrenstaatsbürgerschaft.
- 1989 - In der georgischen Hauptstadt Tiflis versammeln sich Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude und fordern den Austritt Georgiens aus der UdSSR. Die sowjetischen Streitkräfte lösen die Kundgebung mit äußerster Brutalität auf. 16 Menschen werden erschlagen oder durch das eingesetzte Giftgas getötet. Mehr als 100 Menschen werden teils lebensgefährlich verletzt.
- 1990 - Einführung des Mehrparteiensystems in Nepal
- 1991 - Georgien. Zweite Unabhängigkeitserklärung
- 1992 - John Major gewinnt die Parlamentswahlen in Großbritannien.
- 1995 - Kongress- und Präsidentschaftswahlen in Peru
- 1997 - Erstmals tagen die Abgeordneten in Angola
- 1999 - Republik Niger. Ermordung des Staatspräsidenten Baré
- 2000 - In Georgien wird Eduard Schewardnadse erneut zum Staatspräsidenten gewählt
- 2003 - Einmarsch der von den USA geführten Truppen in Bagdad, Irak
- 2005 - Hochzeit zwischen Prince Charles und Camilla Parker Bowles

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1967 - Die erste Boeing 737 startet zu ihrem Jungfernflug.

Kultur


- 1844 - Die Posse mit Gesang "Der Zerrissene" von Johann Nepomuk Nestroy wird im Theater an der Wien uraufgeführt.
- 1845 - Uraufführung der Oper Der Traum der Christnacht von Ferdinand Hiller in Dresden.
- 1857 - Uraufführung der Operette Le Docteur Miracle (Der Wunderdoktor) von Georges Bizet am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1862 - Uraufführung der Operette Estrella de Soria von Franz Berwald am Königlichen Theater in Stockholm.
- 2005 - Als erster afrikanischer Staat beendet Benin in einer öffentlichen Zeremonie offiziell das Zeitalter der weiblichen Genitalverstümmelung.

Religion


- 1966 - Der Vatikan gibt die Abschaffung des Index bekannt. Dieser listete Bücher, die Katholiken nicht lesen durften.

Katastrophen


- 37 - Antiochia wird durch ein Erdbeben zerstört
- 1947 - In Texas und Oklahoma fordert ein Tornado 167 Menschenleben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1754 - Antonín František Bečvařovský, tschechischer Komponist
- 1762 - Friedrich Emil Ferdinand Heinrich von Kleist, preußischer General
- 1770 - Johann Georg Kerner,deutscher Arzt und politischer Publizist
- 1770 - Thomas Johann Seebeck, estnisch-deutscher Physiker
- 1786 - Adolf Bäuerle, österreichischer Schriftsteller
- 1794 - Theobald Böhm, bekannter Flötist und Flötenbaumeister
- 1802 - Elias Lönnrot, finnischer Mediziner
- 1806 - Isambard Kingdom Brunel, englischer Ingenieur
- 1816 - Charles Eugène Delaunay, französischer Mathematiker und Astronom
- 1819 - Annibale de Gasparis, italienischer Astronom
- 1821 - Charles Baudelaire, französischer Dichter der Moderne
- 1835 - Leopold II. (Belgien), von 1865 bis 1909 König der Belgier
- 1840 - Wilhelm Exner, Präsident des österreichischen Gewerbevereins,
- 1848 - Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin
- 1862 - Teuvo Pakkala, finnischer Schriftsteller
- 1864 - Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur
- 1865 - Charles Steinmetz, US-amerikanischer Techniker
- 1865 - Erich Ludendorff, Chef der Obersten Heeresleitung (OHL)
- 1867 - Wilhelm Lütgert, deutscher protestantischer Theologe
- 1872 - Léon Blum, französischer Politiker
- 1874 - Julius Bittner, österreichischer Opernsänger und -komponist
- 1875 - Jacques Futrelle, amerikanischer Schriftsteller
- 1882 - Friedrich Franz IV. (Mecklenburg), letzter Großherzog zu Mecklenburg
- 1888 - Joseph Ferche, Weihbischof in Breslau und Köln
- 1892 - Anton Eberhard, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Adolf Koch, war ein Arzt und Sozialist
- 1898 - Paul Robeson, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Sportler, Autor und Bürgerrechtler
- 1903 - Gregory Pincus, Mit-Erfinder der Antibabypille
- 1904 - Ludwig Hohl, Schweizer Autor
- 1905 - James William Fulbright, US-amerikanischer Politiker
- 1906 - Antal Doráti, ungarisch-amerikanischer Dirigent und Komponist
- 1908 - Victor Vasarely, ungarisch-französischer Maler
- 1909 - Ernst Achenbach, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Robert Helpmann, australischer Choreograph und Schauspieler
- 1912 - Lew Kopelew, russischer Autor
- 1917 - Johannes Bobrowski, deutscher Schriftsteller
- 1917 - Rolf Kauka, deutscher Comic-Künstler und Verleger (Vater von Fix und Foxi)
- 1918 - Jørn Utzon, dänischer Architekt
- 1921 - Alfred Preißler, deutscher Fußballspieler
- 1922 - Carl Amery, deutscher Schriftsteller
- 1925 - Heinz Nixdorf, deutscher Firmengründer und Wirtschaftsmanager
- 1926 - Hugh Hefner, Herausgeber des Playboy-Magazins
- 1928 - Tom Lehrer, US-amerikanischer Sänger, Liedermacher, Satiriker und Mathematiker
- 1929 - Hans-Eberhard Urbaniak, deutscher Politiker und Gewerkschaftssekretär
- 1930 - Bertram Blank, deutscher Politiker und MdB
- 1931 - Myriam Marbe, rumänische Komponistin
- 1932 - Carl Perkins, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Jean-Paul Belmondo, französischer Film- und Theaterschauspieler
- 1933 - René Burri, Schweizer Fotograf
- 1940 - Günter Deckert, rechtsextremer Politiker, Geschichtsrevisionist, Holocaustleugner
- 1943 - Wolfgang Back, Moderator und Redakteur
- 1944 - Emil Stucchio, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Gene Parsons, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Lars Norén, schwedischer Dramatiker
- 1944 - Ludwig Stiegler, deutscher Politiker und MdB
- 1946 - Les Gray, britischer Sänger
- 1948 - Philip Wright, britischer Sänger
- 1951 - Manfred Thiers, deutscher Musiker
- 1951 - Andrzej Krzanowski, polnischer Komponist und Akkordeonist
- 1953 - Hal Ketchum, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1954 - Arnold Stadler, deutscher Schriftsteller
- 1954 - Dennis Quaid, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Serveriano Ballesteros, spanischer Golfspieler
- 1966 - Bernd Kordick, deutscher Fernsehschauspieler
- 1966 - Thomas Doll, ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1971 - Jacques Villeneuve, war Formel 1-Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister
- 1974 - Jenna Jameson, US-amerikanische Pornodarstellerin

Gestorben


- 491 - Zenon, Byzantinischer Kaiser
- 715 - Konstantin I., Papst
- 806 - Kammu, 50. Kaiser von Japan
- 1024 - Benedikt VIII., Papst
- 1241 - Heinrich II., auch Heinrich der Fromme, Herzog von Breslau und Polen
- 1483 - Eduard IV., zweiter Sohn von Richard Plantagent, Herzog von York
- 1553 - François Rabelais, Schriftsteller der französischen Renaissance
- 1557 - Mikael Agricola, finnischer Theologe und Reformator
- 1626 - Francis Bacon, englischer Philosoph
- 1693 - Roger de Bussy-Rabutin, französischer General und Schriftsteller
- 1722 - Charles Spencer, englischer Politiker und Staatsmann
- 1747 - Leopold I. von Anhalt-Dessau, Fürst von Anhalt-Dessau, Heerführer und Militärreformer
- 1754 - Christian Wolff, deutscher Universalgelehrter und Philosoph
- 1790 - Nicolas-Sylvestre Bergier, französischer Theologe und Apologet
- 1804 - Jacques Necker, Schweizer Bankier und Finanzminister unter Ludwig XVI
- 1807 - John Opie, britischer Maler
- 1820 - Angelo Anelli, italienischer Librettist und Schriftsteller
- 1830 - Friedrich Münter, deutscher evangelischer Theologe und Bischof in dänischen Diensten
- 1837 - Domenico Quaglio, Architekturmaler der deutschen Romantik
- 1850 - William Prout, britischer Mediziner und Chemiker
- 1858 - Karl Joseph Stieler, deutscher Maler
- 1882 - Dante Gabriel Rossetti britischer Maler
- 1886 - Joseph Victor von Scheffel, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1889 - Michel Eugène Chevreul, französischer Chemiker
- 1897 - Friedrich Georg von Bunge, Rechtshistoriker
- 1912 - Gottfried Straßer, Pfarrer und Dichter
- 1916 - Wilhelm Sauer, deutscher Orgelbauer
- 1918 - Niko Pirosmani, georgischer Maler
- 1919 - Emiliano Zapata, mexikanischer Revolutionsführer
- 1929 - Wilhelm Busch, deutscher Instrumentenbauer
- 1931 - Paul Vidal, französischer Komponist
- 1933 - Sigfrid Karg-Elert, Komponist
- 1934 - Oskar von Miller, deutscher Ingenieur und Begründer des Deutschen Museums
- 1934 - Rudolf Koch, deutscher Kalligraf, Typograf und Lehrer
- 1936 - Ferdinand Tönnies, Soziologe, Nationalökonom und Philosoph
- 1940 - Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal
- 1945 - Dietrich Bonhoeffer, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe
- 1945 - Georg Elser, deutscher Freiheitskämpfer und Widerstandskämpfer
- 1945 - Hans Oster, deutscher Berufsoffizier und Widerstandskämpfer
- 1945 - Karl Sack, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Theodor Haecker, deutscher Kulturkritiker und Vertreter des geistigen Widerstandes
- 1945 - Wilhelm Canaris, deutscher Admiral
- 1953 - Hans Reichenbach, Physiker, Philosoph und Logiker
- 1959 - Henri-Pierre Roché, französischer Schriftsteller
- 1959 - Frank Lloyd Wright, US-amerikanischer Architekt
- 1960 - Arthur Benjamin, australischer Komponist
- 1961 - Ahmed Zogu, König der Albaner
- 1963 - Xul Solar, argentinischer Maler
- 1976 - Phil Ochs, US-amerikanischer Sänger
- 1978 - René Carol, deutscher Schlagersänger, Schauspieler und Entertainer
- 1982 - Robert Havemann, deutscher Chemiker und DDR-Regimekritiker
- 1986 - Heinz Conrads, österreichischer Schauspieler
- 1986 - Pamela Wedekind, Schauspielerin und Chansonsängerin
- 1989 - Albert Vigoleis Thelen, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1990 - Wolfgang Junker, Minister für Bauwesen der DDR
- 1991 - Maurice Binder, US-amerikanischer Filmschaffender
- 1995 - Oscar Heiler, Schauspieler und Komiker
- 1997 - Yank Rachell, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 2000 - Tony Cliff, britischer Sozialist
- 2001 - Emil Carlebach, Widerstandskämpfer in Buchenwald, hessisches MdL
- 2002 - Jürgen Hart, deutscher Kabarettist
- 2002 - Leopold Vietoris, österreichischer Mathematiker
- 2002 - Pat Flaherty, Autorennfahrer
- 2004 - Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin
- 2004 - Martin Rickelt, deutscher Schauspieler
- 2004 - Sein Lwin, Militär und Politiker in Myanmar
- 2005 - Andrea Dworkin, US-amerikanische Feministin und Soziologin
- 2005 - Jerzy Grzegorzewski, polnischer Theaterregisseur

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag im Irak

Siehe auch


- 8. April - 10. April
- 9. März - 9. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0409 ja:4月9日 ko:4월 9일 simple:April 9 th:9 เมษายน

1835

Ereignisse


- 30. Januar: Attentat auf US-Präsident Andrew Jackson
- 28. Juni: Die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank wird in München gegründet und ist damit älteste deutsche Hypothekenbank auf Aktien
- Am 1. Juli gründet Carl Bertelsmann in Gütersloh den C. Bertelsmann Verlag mit angeschlossener Druckerei, aus dem später die Bertelsmann AG entsteht
- 25. Juli: Der Schotte James Bowman Lindsay führt in Dundee erstmals öffentlich mittels einer Glühlampe elektrisches Licht vor
- 28. Juli: Attentat auf König Ludwig Philipp von Frankreich durch Josephe Marie Fieschi
- 14. August: Jacob Perkins erhält ein Patent auf die erste Äthereismaschine
- 7. Dezember: Die Bayerische Ludwigsbahn nimmt erstmals in Deutschland mit einer Lokomotive, dem „Adler“, den Verkehr zwischen Nürnberg und Fürth auf
- Clemens August II. Droste zu Fischering wird Erzbischof von Köln
- Gründung des Benediktinerklosters Abtei St. Bonifaz (München)

Kultur


- 24. Januar: Uraufführung der Oper I puritani (Die Puritaner) von Vincenzo Bellini am Théâtre-Italien in Paris
- 23. Februar: Uraufführung der Oper La Juive (Die Jüdin) von Fromental Halévy in Paris
- 29. Oktober: Uraufführung der Oper The Siege of Rochelle von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London
- 16. Dezember: Uraufführung der komischen Oper L'Éclair (Der Blitz) von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- Hegel, G. W. F.: Vorlesungen über Ästhetik

Geboren


- 5. Januar: Richard Faltin, finnischer Komponist, Musikprofessor und Sammler finnischer Volksmusik († 1918)
- 6. Januar: Martin Kähler, deutscher protestantischer Theologe († 1912)
- 14. Januar: Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist († 1895)
- 18. Januar: César Cui, russischer Komponist und Musikkritiker († 1918)
- 15. Februar: Demetrius Vikelas, erster Präsident des IOC († 1908)
- 25. Februar: Christoph Theodor Äby, Anthropologe († 1885)
- 26. Februar: Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph († 1912)
- 12. März: Gregorio María Aguirre García, Erzbischof von Toledo und Kardinal († 1913)
- 14. März: Giovanni Schiaparelli, italienischer Astronom († 1910)
- 15. März: Eduard Strauß, österreichischer Komponist und Kapellmeister († 1916)
- 24. März: Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker († 1893)
- 4. April: John Hughlings Jackson, englischer Neurologe († 1911)
- 8. April: Anna Schramm, deutsche Soubrette und Schauspielerin († 1916)
- 9. April: Leopold II. (Belgien), König der Belgier († 1909)
- 19. April: Hermann Landois, deutscher Zoologieprofessor († 1905)
- 30. April: Franz Defregger, Genre- und Historienmaler († 1921)
- 10. Mai: Wilhelm Hermann von Blume, preußischer General
- 15. Mai: Emile Leonard Mathieu, französischer Mathematiker († 1890)
- 26. Mai: Carl Bruno Troendlin, Politiker und Oberbürgermeister von Leipzig († 1908)
- 31. Mai: Johannes Karl Friedrich Hesekiel, evangelischer Theologe († 1918)
- 2. Juni: Giuseppe Sarto, Papst von 1903 bis 1914 († 1914)
- 2. Juni: Pius X., Papst († 1914)
- 9. Juni: Ramón Barros Luco, chilenischer Politiker († 1919)
- 10. Juni: Ferdinand IV. (Toskana), Großherzog von Toskana
- 14. Juni: Adolf Stern, deutscher Schriftsteller und Literaturhistoriker († 1907)
- 17. Juni: Eugène Borel, Schweizer Politiker († 1892)
- 24. Juni: Carl Faulmann, Schriftsetzer, Privatgelehrter und Stenograph († 1894)
- 1. Juli: Carl Friedrich Koepe, deutscher Pionier der Bergbautechnik
- 10. Juli: Henryk Wieniawski, polnischer Violinist und Komponist († 1880)
- 27. Juli: Giosuè Carducci, italienischer Dichter und Redner († 1907)
- 28. Juli: Karl Beurmann, Afrikareisender († 1863)
- 2. August: Elisha Gray, US-amerikanischer Lehrer, Erfinder und Unternehmer († 1901)
- 4. September: Leopold Grützmacher, deutscher Cellist und Komponist († 1900)
- 7. Oktober: Bernhard Draeseke, deutscher Komponist († 1913)
- 8. Oktober: Christian Otto Mohr, deutscher Ingenieur und Statiker († 1918)
- 9. Oktober: Camille Saint-Saëns, französischer Pianist, Organist und Komponist († 1921)
- 17. Oktober: Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin († 1869)
- 22. Oktober: Johann Grill, Bergsteiger, Bergführer († 1917)
- 25. Oktober: William Mactaggart, britischer Maler († 1910)
- 27. Oktober: Simon Jenko, slowenischer Dichter († 1869)
- 31. Oktober: Johann Friedrich Wilhelm Adolf von Baeyer, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger († 1917)
- 5. November: Moriz Szeps, österreichischer Journalist und Zeitungsverleger († 1902)
- 6. November: Albert Bitzius (Sohn), Schweizer protestantischer Theologe und Politiker († 1882)
- 9. November: Davorin Jenko, slowenischer Komponist und Dirigent († 1914)
- 11. November: Matthías Jochumsson, isländischer Dichter († 1920)
- 16. November: Eugenio Beltrami, italienischer Mathematiker († 1900)
- 21. November: Walter William Skeat, englischer Philologe
- 25. November: Andrew Carnegie, Industrieller, damals reichster Mensch und Philanthrop († 1919)
- 29. November: Cixi, Chinesische Kaiserwitwe der Qing-Dynastie († 1908)
- 30. November: Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller († 1910)
- 11. Dezember: Adolf Stoecker, deutscher Theologe († 1909)
- 14. Dezember: Hubert Theophil Simar, Erzbischof des Erzbistums Köln († 1902)
- 18. Dezember: Lyman Abbott, US-amerikanischer Religionsphilosoph († 1922)
- 20. Dezember: Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller († 1917)

Gestorben


- 2. Januar: August Friedrich Langbein, deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 1757)
- 4. Februar: Wade Hampton I., US-amerikanischer Großgrundbesitzer, General und Politiker (
- 1754)
- 2. März: Franz II. Joseph Karl (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Kaiser von Österreich (
- 1768)
- 25. März: Friederike Brun, dänische Schriftstellerin (
- 1765)
- 26. März: Karl Heinrich Ritter von Lang, Historiker und Publizist (
- 1764)
- 8. April: Wilhelm von Humboldt, deutscher Philosoph und Staatsmann (
- 1767)
- 18. April: William Cobbett, englischer Schriftsteller (
- 1763)
- 2. Juni: François-Etienne Kellermann, französischer Kavalleriegeneral (
- 1770)
- 6. Juli: John Marshall, US-amerikanischer Jurist und Politiker (
- 1755)
- 2. August: Ferdinand August von Spiegel, Erzbischof des Erzbistums Köln (
- 1764)
- 11. August: Olof Åhlström, schwedischer Komponist (
- 1756)
- 23. September: Georg Adlersparre, schwedischer General, Politiker und Schriftsteller (
- 1760)
- 23. September: Vincenzo Bellini, italienischer Komponist (
- 1801)
- 20. November: Joseph von Baader, Ingenieur (
- 1763)
- 5. Dezember: August von Platen, deutscher Dichter (
- 1796) ko:1835년 simple:1835 th:พ.ศ. 2378

Brüssel

Brüssel (frz. Bruxelles [] oder [], niederl. Brussel []) ist die Hauptstadt von Belgien. Als Sitz wichtiger Institutionen, wie Europäische Kommission oder Rat der Europäischen Union (Ministerrat) wird die Stadt inoffiziell häufig als Hauptstadt der Europäischen Union bezeichnet.

Stadtgliederung und Zahlen

Europäischen Union Brüssel umfasst eine Fläche von 32 km². Mit 142.853 Einwohnern (Stand:01.01.2005) stellt sie mit 16 % die größte Bevölkerungszahl aller Gemeinden der Hauptstadtregion Brüssel, in der insgesamt 1.007.000 Menschen wohnen. Die Stadt Brüssel gliedert sich in sechs Bezirke:
- Brüssel-Haren
- Brüssel-Laeken / Laken
- Brüssel-Neder-Over-Heembeek
- Brüssel-Pentagone / de Vijfhoek
- Brüssel-Quartier Louise / de Louizawijk
- Brüssel-Espace Nord / de Noordwijk
- Brüssel-Nord-Est / de Noord-Oostwijk Brüssel-Nord-Est Die Hauptstadtregion Brüssel, Region de Bruxelles Capitale/ Brussels Hoofdstedelijk Gewest, ist ein Zusammenschluss von Brüssel-Stadt und 18 umliegenden Kommunen, die zwar dicht zu einer Stadt verwachsen sind, jedoch bis heute ihre Selbstständigkeit völlig bewahrt haben. Die Region, also Brüssel, ist die Hauptstadt eines zweisprachigen Landes (im Norden niederländisch / im Süden französisch), um Eupen und St. Vith gibt es auch ein kleines deutschsprachiges Gebiet. Aufgrund der Umstände und Brüssels Hauptstadtfunktion ist die Stadt offiziell zweisprachig (niederländisch/französisch). Mit etwa 80 % überwiegt aber die französische Sprache in Brüssel.

Verkehr

KFZ: Brüssel ist das Zentrum des gut ausgebauten, nachts zum Teil beleuchteten belgischen Autobahnnetzes. Die Autobahnen laufen strahlenförmig nach Brüssel bis zur Ringautobahn zu. Bahn: In Brüssel gibt es mehrere große Bahnhöfe (Brüssel-Nord, Brüssel-Central und Brüssel-Süd), die miteinander durch eine Nord-Süd-Tunnelstrecke verbunden sind. Zugreisende aus dem Ausland kommen meist in Brüssel-Süd (frz. Bruxelles Midi) an, wo Verbindungen aus Paris, Amsterdam, Köln (mit dem Thalys oder aus Köln auch mit dem ICE) und London (Eurostar) bestehen. Ebenso hat man direkten RER-Anschluss zu einem der vielen kleineren Brüsseler Bahnhöfe. Die Station Brüssel Luxemburg, abseits der Haupttunnelstrecke Nord-Süd, ist eigentlich ein Bahnhof zur Anbindung der EU-Institutionen, der jetzt nach der Renovierung immer mehr von der allgemeinen Bevölkerung angenommen wird. EU U-Bahn: Sie besteht aus den drei Linien 1a, 1b, und 2. Die ersten beiden verbinden Vororte mit der Stadt, Linie 2 fährt in einem erst 2007 vollständig geschlossenen Kreis um das Zentrum herum. Hinzu kommen 16 Straßenbahnlinien und über 50 Buslinien (bis etwa 00.30 Uhr). Nachts: Ein Nachtverkehr existiert in Brüssel - abgesehen von einer Nachtbuslinie - nicht. Taxis haben ein relativ hohes Preisniveau. Flugverkehr: Bei der Nachbargemeinde Zaventem befindet sich ein internationaler Flughafen mit Zuganbindung zum Zentrum. Ebenfalls in Reichweite (60 min entfernt) ist der Flughafen Charleroi, der vor allem von Billigfliegern frequentiert wird.

Wirtschaft

Brüssel ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Belgien. Volkswagen betreibt hier ein Werk, in dem u.A. das Modell VW Golf gefertigt wird. Die Europäischen Institutionen sowie der Sitz des Nato-Hauptquartiers sind der Grund, dass sich viele internationale Großunternehmen sowie Interessensverbände und Lobbyistenbüros in Brüssel niedergelassen haben. Auch Länderbüros, Kulturinstitute und Botschaften aus aller Welt bringen eine große Kaufkraft nach Brüssel. Natürlich ist auch die weltweite Presse ständig mit einem Großaufgebot vertreten. Dieses stößt nicht immer nur auf Gegenliebe der Brüsseler.

Geschichte

Die Anfänge

VW Golf Der Name Brüssel kommt von einer Wortzusammensetzung des keltischen Wortes bruoc, Sumpf, und des lateinisch-keltischen Wortes sella, Tempel oder Kapelle. Der Stadtname bedeutet also Kapelle im Sumpf. Der Legende nach wird Brüssel im 6. Jahrhundert durch den heiligen Goorik gegründet. Im Dokument nachweisbar ist die Siedlung jedoch erst 966, in einer Urkunde Otto des Großen, die Bruocsella erwähnt. 977 bis 979 errichtet Karl von Niederlothringen eine Burg und eine Kapelle auf einer Insel im Flüsschen Senne und damit die Grundlage für die weitere Stadtentwicklung. Im 11. Jahrhundert wird erste Stadtmauer angelegt. Die Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts spiegelt sich in den Boulevards des kleinen Rings wider.

Das mittelalterliche Brüssel und die Habsburger

14. Jahrhundert 1430 erbt Philipp der Gute, Herzog von Burgund, das Herzogtum Brabant. Er macht Brüssel zur Hauptstadt seines Burgunderreiches. In dieser Zeit entstehen das Rathaus und die ersten Zunfthäuser am Großen Markt. Die Stadt blüht in dieser Zeit wirtschaftlich auf. Bildhauer, Teppichwirker und Goldschmiede finden ihr Auskommen. Künstler wie Pieter Brueghel der Ältere und Rogier van der Weyden lassen sich der Stadt nieder. Die Enkelin Philipps des Guten, Maria von Burgund, heiratet 1477 Maximilian von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Dadurch kommt Brabant unter die Herrschaft des Habsburgerreiches. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Margarete von Österreich, welche die Hauptstadt nach Mecheln verlegt, wird Brüssel nach 1531 erneut Hauptstadt von Burgund. Nach dem Tode Karls V., unter seinem Sohn Philipp II. wird der größere Teil des heutigen Belgien, mit Brüssel, Bestandteil der spanischen Niederlande. Unter Philipp II. kommt es zu Erhebungen gegen die spanische Herrschaft, unter anderem zu den Aufständen der Grafen Hoorn und Egmont. Mit der Hinrichtung der beiden Adligen auf dem Großen Marktplatz werden diese Aufstände 1568 blutig niedergeschlagen. In Folge dieses gescheiterten Aufstandes kommt es 1578-1579 zur Gründung der Union von Utrecht, der Keimzelle der späteren unabhängigen nördlichen Niederlande. Unter dem Statthalter Spaniens, des Herzogs von Alba, wurden die Anhänger des Protestantismus gnadenlos verfolgt. Diese Repression hat den Exodus der wirtschaftlichen und geistigen Elite, vorwiegend nach Amsterdam, und den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt Brüssel zur Folge. Amsterdam

Brüssel nach dem Dreißigjährigen Krieg

Im Westfälischen Frieden von 1648 werden die nördlichen Niederlande unabhängig, während die südlichen Niederlande und damit Brüssel unter spanischer Herrschaft bleiben. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kämpft Frankreich unter Ludwig XIV um die Vormachtstellung in Europa. Die Truppen Ludwigs XIV. erobern Westflandern und den Hennegau. Brüssels Großer Markt wird 1695 drei Tage lang mit Kanonen bombardiert und fast völlig zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 muss Frankreich die belgischen Gebiete wieder abtreten. In Folge des spanischen Erbfolgekrieges, 1701 - 1714, erhalten die österreichischen Habsburger die Herrschaft über die südlichen Niederlande und damit über Brüssel.

Kampf um die Unabhängigkeit

1714 1789 wird im Brabanter Aufstand die Unabhängigkeit gegen die Habsburger unter Joseph II. errungen. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, weil 1794 die Truppen der revolutionären französischen Republik das Land erobern. Die französische Herrschaft endet 1815 mit der Niederlage Napoleons auf dem Schlachtfeld von Waterloo, das sich unmittelbar südlich der heutigen Hauptstadtregion Brüssel befindet. Im Wiener Kongress 1814 - 1815 werden die südlichen Niederlande mit den nördlichen Niederlanden unter Wilhelm I. von Oranien vereinigt. Doch in Folge der divergenten politischen und kulturellen historischen Entwicklung sind Konflikte zwischen den beiden Landesteilen im Keim angelegt. Der zum Teil französischsprachige und hauptsächlich katholische Süden fühlt sich gegenüber dem protestantischen, holländischen Norden in der politischen Mitsprache, im Unterrichtswesen und in wirtschaftlicher Hinsicht benachteiligt. Der Aufstand im Süden wird zunächst militärisch unterdrückt. Die ausländischen Großmächte England, Österreich und Russland haben jedoch ein Interesse daran, den Konflikt friedlich beizulegen, um einer möglichen Einflussnahme und damit einem Wiedererstarken Frankreichs entgegenzuwirken. Durch ihre Intervention kommt es 1831 zur Konferenz von London. Das Königreich Belgien wird als Staat anerkannt, Brüssel wird Hauptstadt dieses neuen Staates, Leopold I. von Sachsen-Coburg wird der erste König einer neuen konstitutionellen Monarchie.

Das moderne Brüssel

Durch die neue Rolle als Hauptstadt eines unabhängigen Staates und durch den industriellen Aufschwung Belgiens im 19. Jahrhundert erlebt Brüssel einen gewaltigen Aufschwung. Die Bevölkerung wächst dramatisch, auch in Folge einer lebhaften Zuwanderung aus Wallonien und Frankreich. Ehemals ländliche Gemeinden um den alten Brüsseler Stadtkern herum verschmelzen zu einem urbanen Konglomerat; riesige neue Stadtgebiete wachsen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert scheinbar aus dem Nichts. In dieser Zeit entstehen große Gebäude wie der Justizpalast (1863 - 1866), die Börse (1873), der Königspalast auf dem Mont des Arts (Fertigstellung 1903), der Triumphbogen (Fertigstellung 1905), und die berühmten Jugendstilbauten der Stadt, beispielsweise Victor Hortas Bauten. Victor Horta Obwohl Belgien in beiden Weltkriegen als Vormarschgebiet Opfer der deutschen Offensivstrategie war, blieb Brüssel von Kriegszerstörungen weitgehend verschont. Deshalb prägen die Architektur und die Straßenzüge der Gründerzeit immer noch das allgemeine Stadtbild. Ein Zankapfel, der Belgien seit seiner Gründung zu spalten drohte, macht sich auch in jüngster Vergangenheit in Brüssel noch bemerkbar: Der sprachliche und kulturelle Konflikt zwischen der wallonischen, französisch sprechenden Bevölkerung im Süden und der flämischen Bevölkerung im Norden. Das kleinstädtische Brüssel des frühen 19. Jahrhunderts ist flämisch geprägt, im heutigen urbanen Brüssel dominiert das französische Element. Diese Verschiebung der Gewichte in der Hauptstadt verschärft eine Zeit lang den Konflikt, auch begünstigt durch das nationalsozialistische Deutschland und rechtsextreme Gruppen in Belgien, die darin in den 1930er Jahren politischen Profit suchen. 1932 - 1938 wird Brüssel zweisprachig. Straßennamen, Namen von Stadtteilen und Stationen des öffentlichen Nahverkehrs sind seitdem konsequent zweisprachig beschildert, sofern die Namen nicht in beiden Landessprachen übereinstimmen. 1988 verabschiedet das belgische Parlament ein Gesetz, das Belgien zum Bundesstaat macht, mit den autonomen Regionen Flandern und Wallonien und der Region Brüssel mit besonderem Status. In den letzten Jahren, mit der zunehmenden Internationalisierung Brüssels, verliert dieser Konflikt mehr und mehr seine Schärfe. Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt Nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert sich Brüssel auch international als Zentrum: 1958 wird es zum Sitz der EWG, der Vorläuferin der heutigen Europäischen Union. 1958 findet auch die Weltausstellung in Brüssel statt, die uns eines seiner berühmtesten Bauten, das Atomium, hinterlässt. 1967 wird der Sitz der NATO von Paris nach Brüssel verlegt.

Sehenswürdigkeiten / Kultur

1967 1967 Hauptsehenswürdigkeiten sind der Grand Place/Großer Platz mit dem gotischen Rathaus im alten Zentrum, die Kathedrale Saint Michel/Sint-Michiels und das Atomium in Laeken/Laken, das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958. Die 9 Kugeln der 165-milliardenfachen Vergrößerung eines Eisenmoleküls sind zusammen 102 Meter hoch und 2400 Tonnen schwer. Der Architekt A. Waterkeyn widmete das Atomium dem wissenschaftlichen Fortschritt. Auch das "Männeken Pis", eine 60 Zentimeter hohe Bronzefigur in der Altstadt ist bei den Touristen sehr beliebt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Triumphbogen im Park Cinquantenaire, die Art-Deco-Basilika Sacre-Coeur, die Börse, das Brüsseler Königsschloss mit dem Park, der Kunstberg, der Justizpalast, das Königsschloss (Palais Royal), das Schloss mit den Gewächshäusern in Laeken, sowie die Gebäude der Europäischen Union im Europaviertel Leopold. Zum großen Kulturangebot Brüssels gehören viele Theater (darunter das international vielbeachtete Opernhaus Théâtre de la Monnaie/Muntschouwburg) und Museen aller Art – vom königlichen Kunstmuseum bis zum Comicmuseum. Zudem gibt es in den einzelnen Brüsseler Vierteln weitere Sehenswürdigkeiten und eigene kulturelle Angebote. Das Stadtbild im Zentrum wird von flämischen Bürgerhäusern geprägt. Besonders auffällig ist der Jugendstil, der durch den Brüsseler Architekten Victor Horta ins Leben gerufen wurde. In der Blütezeit des Jugendstils schossen in Brüssel neue Vorstädte aus dem Boden. Die Architektur der Viertel Schaerbeek/Schaarbeek, Etterbeek, Ixelles/Elsene und Saint-Gilles/Sint-Gillis ist daher besonders sehenswert. Ein absolutes Highlight des Jugendstil ist das in der Avenue de Tervueren 281 gelegene Palais Stoclet von dem Wiener Architekten Josef Hoffmann (leider nicht von innen zu besichtigen). Die modernen Gebäude im Quartier Leopold/Leopoldswijk oder Espace Nord runden das Bild ab. In der Stadt gibt es seit jeher eine große Künstlerszene. Der berühmte belgische Surrealist René Magritte beispielsweise hat in Brüssel gelernt. Die Stadt gilt auch als eine Hauptstadt des Comics: In Deutschland am bekanntesten sind Lucky Luke, Tim und Struppi, Cubitus, Gaston und Marsupilami. Graue Häuserwände werden mit riesigen Bildern belgischer Comichelden bemalt, Metrostationen werden von Künstlern gestaltet. Im Centre Nationale de la Bande Dessinnée verbinden sich zwei künstlerische Leitmotive Brüssels, denn dieses nationale Comicmuseum ist im ehemaligen, 1906 errichteten und von Victor Horta entworfenene Jugendstil-Kaufhaus Waucquez untergebracht. Kulinarische Spezialitäten Brüssels sind besonders Waffeln (Gaufres), Schokolade (vor allem dunkle), Pralinen und Muscheln (Moules). Die Pommes frites wurden von einem Belgier erfunden und werden wie auch die Waffeln überall in Brüssel auf der Straße verkauft. Zudem genießt das belgische Bier einen guten Ruf – Hoegaarden, Leffe,Duvel, Jupiler, Stella Artois und Kriek (Kirschbier) sind Beispiele dafür.

Söhne und Töchter der Stadt


- Lucas Achtschellinck, belgischer Landschaftsmaler
- Chantal Akerman, belgische Filmregisseurin und Professorin für Film an der European Graduate School in Saas-Fee, Schweiz
- Albert I. (Belgien), König der Belgier
- Albert II. (Belgien), regierender König der Belgier
- Maria Viktoria Pauline von Aremberg, Markgräfin von Baden-Baden
- Leopold Philipp von Arenberg, kaiserlicher Feldmarschall
- Ludwig-Engelbert von Arenberg,
- Jacques d'Arthois, Flämischer Landschaftsmaler
- Konstantin Aspre, ein österreichischer General
- Bernard van Orley, Maler
- Victor Boin, belgischer Sportjournalist, Sportler und Sportfunktionär
- Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker
- Thierry Boutsen, Autorennfahrer
- Jan Brueghel der Ältere, flämischer Maler
- Georg Franz August, Graf von Buquoy, Sohn von Leopold Albert de Longueval
- Maria von Burgund, Herzogin von Burgund
- René Carcan, belgischer Künstler
- Philippe de Champaigne, französischer Maler
- Clemens August I. von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- Johann Ludwig Graf Cobenzl, österreichischer Staatsmann
- Julio Cortázar, Argentinischer Schriftsteller
- Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin
- Peyo, belgischer Comiczeichner
- Ivo Van Damme, belgischer Leichtathlet
- François Duquesnoy, flämischer Bildhauer
- Marc Dutroux, belgischer Serienmörder
- Maria von Eicken, Ehefrau des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden
- Henri La Fontaine, belgischer Jurist und Politiker
- Lucien Emile Francqui, belgischer Afrikaforscher und Staatsmann
- André Franquin, belgischer Comiczeichner
- Olivier Gendebien, Rennfahrer
- Paul Gilson, belgischer Komponist und Professor
- Raymond Goethals, belgischer Fußballtrainer
- Jean Jérôme Hamer, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Johan Baptista van Helmont, Universalwissenschafter, Arzt, Naturforscher und Chemiker
- Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft
- Gustav René Hocke, Journalist, freier Schriftsteller und Kulturhistoriker
- Wilhelm Hyacinth, Prinz von Prinz von Oranien
- Jacky Ickx, belgischer Formel 1- und Sportwagen-Rennfahrer
- E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics.
- Joséphine Charlotte (Luxemburg), Mutter des Luxemburger Großherzogs Henri (Luxemburg) | Henri
- Karl Eugen (Württemberg), Herzog von Württemberg
- Karl Theodor (Pfalz), Kurfürst von der Kurpfalz|Pfalz und von Bayern
- Karl VII. (HRR), Kaiser des Heiliges Römisches Reich deutscher Nation|Heiligen Römischen Reiches
- Ferdinand Käs, österreichischer Berufssoldat und antifaschisticher Widerstandskämpfer
- Leopold II. (Belgien), König von Belgien (1865-1909)
- Leopold III. (Belgien), König der Belgien|Belgier
- Claude Lévi-Strauss, Ethnologe und Anthropologe
- Ursula von der Leyen, deutsche Politikerin
- Eugène de Ligne, belgischer Politiker
- Margarete von Österreich, österreichische Prinzessin, Regentin der Niederlande
- Philips van Marnix, niederländischer Schriftsteller
- Jean-Philippe-Eugène de Merode-Westerloo, kaiserlicher Feldmarschall
- Jos Moerenhout, belgischer Komponist und Dirigent
- Brian Molko, britisch-amerikanischer Musiker
- Jacques Neirynck, französischer Elektrotechniker, Verbraucherschützer und Autor
- Charles de Noyelle, Ordensgeneral
- Paul Otlet, Pionier der Informationsmanagements und Begründer der moderen Dokumentationswissenschaft
- Philipp von Belgien, belgischer Thronfolger, Herzog von Brabant
- Jacques Piccard, Schweizer Tiefseeforscher und Ozeanographie|Ozeanograph
- Pierre Alechinsky, belgischer Maler
- Plastic Bertrand, belgischer New Wave-Musiker
- Joseph Antoine Ferdinand Plateau, Physiker
- Jean Toots Thielemans, Jazz-Mundharmonikaspieler, -gitarrist, und -pfeifer
- Jean-Philippe Toussaint, Schriftsteller
- Philippe Vandevelde, belgischer Comiczeichner
- Agnès Varda, belgische Filmregisseurin
- Pierre-François Verhulst, belgischer Mathematiker
- Andreas Vesalius, belgischer Anatom und gilt als Begründer der neuzeitlichen Anatomie sowie des morphologischen Denkens in der Medizin
- Heinrich von Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederlande|Niederländer von der spanischen Herrschaft
- Jean-Remy von Matt, deutscher Werber
- Wilhelm III. (Niederlande), niederländischer König
- Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz, österreichischer Feldmarschall
- Marguerite Yourcenar, Schriftstellerin
- Yslaire, Ist ein belgischer Comiczeichner

Weblinks


- [http://www.bruessel-gui.de Die deutsche Website rund um Brüssel]
- [http://www.bruxelles.be Offizielle Website der Stadt]
- [http://www.ilotsacre.be/site/de/stadtplan_brussel.htm Interaktiver Stadtplan von Brüssel]
- [http://www.europa-digital.de/laender/bel/bruessel/ Das kleine abc von Brüssel] Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort der Hauptstadtregion Brüssel ! Kategorie:Belgien Kategorie:Sprachinsel ja:ブリュッセル ko:브뤼셀 ms:Brussels simple:Brussels

17. Dezember

Der 17. Dezember ist der 351. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 352. in Schaltjahren) - somit bleiben 14 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Politik


- 954 - Wilhelm wird Erzbischof von Mainz
- 1282 - König Rudolf I. belehnt auf dem Reichstag zu Augsburg seine Söhne Albrecht und Rudolf „zur gemeinsamen Hand“ mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark. Der österreichische Besitz der Habsburger beginnt damit.
- 1538 - Papst Paul III. stellt die Exkommunikation Heinrich VIII. von England fest.
- 1777 - Frankreich erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten an.
- 1833 - Ermordung von Kaspar Hauser in Ansbach.
- 1907 - In Bhutan wird Ugyen Wangchuk zum ersten König gekrönt. Er ist Urgroßvater des heutigen Königs.
- 1914 - Die osmanische Regierung vertreibt die jüdische Bevölkerung aus Tel Aviv.
- 1919 - Die österreichische Nationalversammlung verabschiedet ein Gesetz zur Einführung des 8-Stunden-Tages.
- 1922 - Die letzten britischen Truppen verlassen den freien Teil Irlands.
- 1939 - Die Mannschaft des Schlachtschiffs Admiral Graf Spee versenkt im Rio de la Plata ihr Schiff aufgrund britischer Übermacht.
- 1944 - Bei einem Luftangriff auf Ulm werden 81% der Innenstadt auf einen Schlag zerstört.
- 1944 - Malmedy-Massaker: Deutsche SS-Soldaten töten etwa 80 amerikanische Kriegsgefangene.
- 1945 - Honduras wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1959 - Bundesratswahlen in der Schweiz. Die Zauberformel entsteht.
- 1961 - Einweihung der wiederaufgebauten Gedächtniskirche in Berlin.
- 1962 - Monaco bekommt eine neue Verfassung.
- 1963 - Zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird ein Vertrag über Grenzreisen abgeschlossen.
- 1971 - Bangladesch wird endgültig unabhängig von Pakistan.
- 1982 - Durch eine umstrittene Vertrauensfrage erreicht der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl nur zwei Monate nach seinem Amtsantritt Neuwahlen.
- 1990 - In Albanien wird ein Mehrparteiensystem eingeführt.
- 1997 - Chile wird assoziiertes Mitglied des Mercosur.
- 2001 - Es werden die ersten Euromünzen im Wert von 20 DM in Deutschland ausgegeben.
- 2004 - Als erstes Land der Welt verbietet Bhutan den Verkauf von Tabakwaren – aus religiösen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen, wie Premierminister Lyonpo Jigme Yaeser Thinley erläutert.

Wirtschaft


- 1953 - Die Kokerei Hassel, Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, wird in Betrieb genommen.

Wissenschaft, Technik


- 1903 - Die Gebrüder Wright heben zum ersten gesteuerten Motorflug ab.

Kultur


- 1864 - Uraufführung der Oper „La belle Hélène“ („Die schöne Helena“) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris.
- 1865 - Uraufführung der „Unvollendeten“ Symphonie Franz Schuberts, 37 Jahre nach dessen Tod.
- 1918 - Der Stummfilm „Carmen“ von Ernst Lubitsch wird im Ufa-Kino in Berlin uraufgeführt.
- 1961 - Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim.

Katastrophen


- 1927 - Untergang des U-Bootes S 4 vor Provincetown (Massachusetts) nach einer Kollision mit dem Coast Guard-Zerstörer „Paulding“ (beide USA). Eine Bergung von 7 Eingeschlossenen scheitert, alle 39 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen ums Leben.
- 1960 - München, Deutschland. Eine zweimotorige Convair 346 hatte kurz nach dem Start von Münchens Flughafen Riem ein Motorenproblem. Sie streifte einen Kirchturm und stürzte auf eine belebte Straße. Der austretende Treibstoff setzte eine Straßenbahn in Brand. Alle 20 Personen an Bord starben, ebenso 32 Passagiere der Straßenbahn.
- 1973 - Palästinensische Terroristen bringen auf dem Flugplatz Fiumicino in Rom 31 Menschen um und entführen anschließend eine Maschine der Lufthansa.
- 1997 - In Griechenland stürzt eine Jakowlew Jak-42 ab. Alle 70 Menschen an Bord starben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1937 - Der Exilrusse Alexander Aljechin erkämpft sich durch einen 15,5-9,5-Sieg gegen den Max Euwe den Weltmeistertitel im Schach zurück, welchen er 1935 an den Niederländer verloren hatte.

Geboren


- 1267 - Go-Uda, 91. Kaiser von Japan
- 1554 - Ernst von Bayern, Erzbischof von Köln, Bischof von Freising, Hildesheim, Lüttich und Münster
- 1770 - Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist
- 1773 - Silvain Charles Graf Valee, war ein französischer Generalgouverneur und Marschall von Frankreich
- 1778 - Humphry Davy, britischer Chemiker
- 1797 - Joseph Henry, US-amerikanischer Physiker
- 1821 - Josef Krejčí, tschechischer Komponist
- 1824 - John Kerr, britischer Physiker und Theologe
- 1851 - Otto Schott, deutscher Chemiker (Hersteller optischer Gläser)
- 1888 - Alexander I., König der Serben, Kroaten und Slowenen
- 1893 - Erwin Piscator, deutscher Regisseur
- 1894 - Arthur Fiedler, US-amerikanischer Dirigent
- 1894 - Hans Henny Jahnn, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Erskine Caldwell, US-amerikanischer Autor
- 1907 - Géza von Radványi, ungarischer Regisseur
- 1908 - Willard Frank Libby, US-amerikanischer Physiker
- 1915 - André Claveau, französischer Sänger
- 1926 - José Lutzenberger, brasilianischer Agrarwisschenschaftler und Nobelpreisträger
- 1930 - Armin Mueller-Stahl, deutscher Schauspieler
- 1934 - Karl Denver, britischer Sänger
- 1936 - Klaus Kinkel, deutscher Politiker
- 1936 - Tommy Steele, britischer Sänger
- 1936 - Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires und Kardinal
- 1937 - Art Neville, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1939 - Ed Kendricks, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Paul Butterfield, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Dave Dee, britischer Sänger
- 1948 - Jim Bonfanti, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Darryl Way, britischer Musiker
- 1949 - Paul Rodgers, britischer Sänger und Songschreiber
- 1951 - Tatjana Kasankina, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1952 - Mickey Jones, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1952 - Ed Starink, niederländischer Komponist, Musiker und Produzent
- 1953 - Bill Pullman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1958 - Mike Mills, US-amerikanischer Musiker, Bassist der Alternative-Rock-Band R.E.M.
- 1960 - Jürgen Tarrach, deutscher Schauspieler
- 1961 - Sarah Dallin, britische Sängerin (Bananarama)
- 1962 - Galina Maltschugina, russische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1966 - Yuko Arimori, japanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1973 - Paula Radcliffe, britische Marathonläuferin.
- 1975 - Milla Jovovich, ukrainisches Model, Sängerin und Schauspielerin
- 1975 - Susanthika Jayasinghe, Leichtathletin und Olympionikin aus Sri Lanka

Gestorben


- 535 - Ankan, 27. Kaiser von Japan (
- 466)
- 1273 - Jalal ad-Din Rumi, islamischer Mystiker, Begründer des Mevlevi-Ordens
- 1815 - Anna Pestalozzi, Ehefrau von Johann Heinrich Pestalozzi
- 1830 - Simón Bolivar, bolivianischer Widerstandskämpfer und Politiker
- 1833 - Kaspar Hauser, Findelkind
- 1860 - Désirée Clary, Königin von Schweden
- 1907 - William Thomson (Lord Kelvin), britischer Physiker
- 1909 - Leopold II., König von Belgien
- 1921 - Gabriela Zapolska, polnische Schriftstellerin
- 1954 - Zof