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Ludwig Erhard
Ludwig Wilhelm Erhard ( - 4. Februar 1897 in Fürth; † 5. Mai 1977 in Bonn) war ein liberaler deutscher Politiker (CDU).
Er war von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Ausbildung und Beruf
Ludwig Erhard wurde 1897 als Sohn des Kurzwarenhändlers Wilhelm Philipp Erhard und dessen Frau Augusta (geb. Hassold) in Fürth geboren.
Während seiner Schulzeit war Ludwig Erhard Mitglied einer Schülerverbindung (FAV Alemannia Fürth). Nach Abschluss der Mittleren Reife im Jahr 1913 absolvierte Erhard bis 1916 eine kaufmännische Lehre in Nürnberg. Danach nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und wurde 1918 bei Ypern schwer verwundet. Von 1919 bis 1922 studierte er dann an der Handelshochschule Nürnberg und erwarb den Abschluss als Diplom-Kaufmann. Anschließend absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Hier erfolgte auch 1925 seine Promotion bei Franz Oppenheimer über „Wesen und Inhalt der Werteinheit“ zum Dr. rer. pol..
1925 übernahm er die Geschäftsführung des elterlichen Betriebes, der 1928 in der Weltwirtschaftskrise – wie viele andere klein- und mittelständische Unternehmen – Pleite ging. Von 1928 bis 1942 war er als wissenschaftlicher Assistent, später als stellvertretender Leiter beim Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware in Nürnberg tätig. In den frühen 30er Jahren scheiterte ein Versuch der Habilitation, möglicherweise, weil er sich weigerte, einer nationalsozialistischen Organisation beizutreten.
Von 1942 bis 1945 leitete er dann das von ihm gegründete Institut für Industrieforschung, das von der Reichsgruppe Industrie (entspricht dem Bundesverband der Deutschen Industrie/BDI von heute) finanziert wurde. 1944 verfasste er in dessen Auftrag eine Denkschrift (Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung), in der er unverblümt von einer Niederlage Deutschlands ausging und Überlegungen zum Neuaufbau der Wirtschaft nach dem Krieg anstellte. Beeindruckt von dieser Schrift war u.a. der Widerstandskämpfer Carl Friedrich Goerdeler. Interesse für die Studie zeigte auch das Reichswirtschaftsministerium.
1947 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität München und 1950 auch an der Universität Bonn berufen.
Familie
Ludwig Erhard war seit 1923 mit Luise Schuster verheiratet. Aus ihrer Ehe ging eine Tochter hervor.
Partei
Erhard galt vor 1949 als Mann der Liberalen, trat dann aber für die CDU auf, weil er sich so eine breitere Basis für seine Politik versprach. Obwohl als Wirtschaftsminister für die CDU aktiv, trat er der Partei formell erst 1963 bei (möglicherweise sogar erst am 23. März 1966, als er CDU-Vorsitzender wurde; der Termin wurde jedoch um drei Jahre zurückdatiert (vergleiche [http://www.welt.de/data/2002/05/04/416669.html]).) Von 1966 bis 1967 war er Bundesvorsitzender, ab 1967 Ehrenvorsitzender der CDU.
Abgeordneter
1967
Von 1949 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1949 bis 1969 war er direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ulm. 1972 und 1976 war er über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag eingezogen. Sowohl 1972 als auch 1976 oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
Erhard gehörte neben Hermann Götz, Gerhard Schröder (beide CDU), Richard Jaeger, Franz-Josef Strauß, Richard Stücklen (alle CSU), Erich Mende (FDP, später CDU), Erwin Lange, R. Martin Schmidt und Herbert Wehner (alle SPD) zu den 10 Abgeordneten, die die ersten 25 Jahre seit der Bundestagswahl 1949 ununterbrochen dem Parlament angehörten.
Politische Tätigkeit ab 1945
Von 1945 bis 1946 war er in der von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner geführten Landesregierung Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe.
1947 leitete er die Expertenkommission Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung der Finanzen der britisch-amerikanischen Bizone und war als solcher mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut.
Am 2. März 1948 wurde er auf Vorschlag der FDP zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und war damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Erhard wurde erst fünf Tage vor dem geplanten Termin von den West-Alliierten über die bevorstehende Währungsreform (am 20. Juni 1948) informiert. Einen Tag vor der Währungsreform ließ Erhard über Rundfunk verkünden, Zwangsbewirtschaftung und Preisbindungen seien aufgehoben. Am nächsten Tag wurde er zu dem amerikanischen Militär-Gouverneur Lucius D. Clay zitiert, der ihm erbost vorwarf, er habe eigenmächtig Vorschriften des alliierten Besatzungsrechts verändert. Erhards Antwort: „Ich habe sie nicht verändert, ich habe sie abgeschafft!“. Erhards eigenmächtige Entscheidung, die dann mit dem Leitsätzegesetz verwirklicht wurde, gilt heute als wesentliche Voraussetzung für das danach einsetzende „Wirtschaftswunder“.
Wirtschaftswunder
Wirtschaftsminister
Nach der Bundestagswahl 1949 wurde er am 20. September 1949 als Bundesminister für Wirtschaft in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geführte Bundesregierung berufen. Nach der Bundestagswahl 1957 wurde er zusätzlich am 29. Oktober 1957 zum Stellvertreter des Bundeskanzlers ernannt.
Ludwig Erhard war Mitbegründer des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft und gilt als Vertreter des Ordoliberalismus. Aus dieser Schule hatten besonders Wilhelm Röpke und Alfred Müller-Armack, den er zum Staatsminister im Wirtschaftsministerium ernannte, direkten Einfluss auf die Wirtschaftspolitik im ersten Jahrzehnt der Bundesrepublik. Den Begriff „Wirtschaftswunder“ für den damaligen Aufschwung lehnte Erhard („Es gibt keine Wunder“) immer ab; er bestand darauf, dass das Wachstum Ergebnis einer erfolgreichen marktwirtschaftlichen Politik war.
Als überzeugter Marktwirtschaftler hatte Erhard harte Kämpfe mit dem Sozialpolitiker Adenauer auszufechten, die 1957 in der Auseinandersetzung um die von Adenauer letztlich durchgesetzte Rentenreform gipfelten. Das seitdem bestehende Umlage-System (sogenannter Generationenvertrag) wurde von Erhard und der FDP als nicht zukunftsfähig abgelehnt. Adenauer setzte sich jedoch über deren Bedenken hinweg. Angesichts der heutigen vom demographischen Umbruch geprägten Situation sehen viele Ökonomen und Politiker Erhards Skepsis bestätigt.
Von Beginn seiner Ministertätigkeit an sah sich Erhard harter Kritik seitens seines Kanzlers ausgesetzt. Die Hauptvorwürfe Adenauers waren häufige Abwesenheit, mangelnde Kontrolle seines Ministeriums und unbedachte Reden. Erhard wehrte sich, indem er eine wirkungsvolle Propaganda für sich machte. Seine Anhänger wurden rein wortspielerisch 'Brigade Erhard' genannt, nach einer Marineeinheit aus dem Kapp-Putsch von 1920. Um eine gefestigte Gruppe handelte es sich nicht, manche unterstützten Erhard nicht zuletzt deshalb, weil sie Adenauer ablösen und nach einem Übergangskanzler Erhard selbst Kanzler werden wollten.
Nach der Bundestagswahl 1957 konnte Adenauer nicht mehr an ihm vorbei und musste ihn zum Vizekanzler ernennen. Dreimal - 1959 bei der Präsidentschaftskrise, 1961 nach der Bundestagswahl und 1962 bei der Spiegel-Affäre - hatte Erhard die Chance, seinen Führungsanspruch geltend zu machen. Bei all diesen Gelegenheiten versagte er, sehr zur Enttäuschung seiner Anhänger.
Bundeskanzler
Nach Adenauers Rücktritt am 15. Oktober 1963 wurde Erhard am 16. Oktober 1963 als dessen Nachfolger zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Erhard war seit 1957 Vizekanzler und wegen seiner Wirksamkeit als Wahlkämpfer Favorit der CDU (er selbst war kein Mitglied dieser Partei). Viele, Bundeskanzler Adenauer an der Spitze, hielten ihn als Kanzler für unfähig. Bei vielen galt er von Beginn an als Übergangskanzler, dessen Hauptaufgabe es war, die Bundestagswahl 1965 zu gewinnen.
Seine Zeit als Bundeskanzler gilt als glücklos. Die eigene Partei warf ihm unter anderem die Abkühlung der deutsch-französischen Beziehungen vor; neben Außenminister Gerhard Schröder galt er als überzeugter "Atlantiker", der die Beziehungen zu den USA für wichtiger hielt als die zu Frankreich. Zudem intrigierte Adenauer gegen ihn: er hielt Erhard als Kanzler für unfähig und hatte bereits erfolglos zu verhindern versucht, dass er überhaupt sein Nachfolger wurde. 1965 fuhr Erhard zwar den zweithöchsten Wahlsieg in der Geschichte der CDU ein. Doch schon bei der Regierungsbildung konnte er seine Ansichten in der CDU/CSU nicht durchsetzen. In den Folgemonaten verfiel seine Autorität zusehends. Um sich zu behaupten und seinen Konkurrenten Rainer Barzel zu bremsen, ließ er sich zum Vorsitzenden der CDU wählen. Wegen einer Finanzkrise, des Rücktritts der FDP-Minister und mangelnder Unterstützung aus den eigenen Reihen trat Erhard am 1. Dezember 1966 von seinem Amt zurück.
Er gehörte den folgenden Kabinetten an: Kabinett Adenauer I - Kabinett Adenauer II - Kabinett Adenauer III - Kabinett Adenauer IV - Kabinett Adenauer V - Kabinett Erhard I - Kabinett Erhard II.
Ludwig Erhard liegt in Gmund am Tegernsee auf dem Bergfriedhof begraben.
Ehrungen
Am 11. Mai 1977 fand aus Anlass des Todes von Ludwig Erhard ein Staatsakt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt.
Werke
- Wesen und Inhalt der Werteinheit, Dissertation, 1925
- Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung, Denkschrift, 1944; gedruckt bei Propyläen, 1977, ISBN 3-550-07356-9
- Deutschlands Rückkehr zum Weltmarkt, 1953
- Wohlstand für Alle, 1957
- Deutsche Wirtschaftspolitik, 1962
- Grenzen der Demokratie?, Düsseldorf, 1973
Zitate
- "Was sind das für Reformen, die uns Wände voll neuer Gesetze, Novellen und Durchführungsverordnungen bringen? Liberale Reformen sind es jedenfalls nicht. Es sind Reformen, die in immer ausgeklügelterer Form Bürger in neue Abhängigkeiten von staatlichen Organen bringen, wenn nicht sogar zwingen." Ludwig Erhard 1974
- "Da hört der Dichter auf, da fängt der ganz kleine Pinscher an!" Ludwig Erhard im Wahlkampf 1965 gegen intellektuelle Kritiker.
- "Ich hätte Adenauer nie gestürzt. Von mir aus hätte er Kanzler bleiben können bis in alle Ewigkeit." Ludwig Erhard in einem Interview 1972
- "Die Menschen haben es zwar zuwege gebracht, das Atom zu spalten, aber nimmermehr wird es ihnen gelingen, jenes eherne Gesetz aufzusprengen, das uns mit unseren Mitteln haushalten lässt, das uns verbietet, mehr zu verbrauchen, als wir erzeugen können - oder erzeugen wollen." 1964
Literatur
- Alfred C. Mierzejewski: Ludwig Erhard, Siedler 2005, ISBN 3886808238
- Andreas Metz: Die ungleichen Gründerväter, UVK, ISBN 3-87940-617-0
- Klaus Günther; Der Kanzlerwechsel in der Bundesrepublik. Adenauer - Erhard - Kiesinger. Eine Analyse zum Problem der intraparteilichen De-Nominierung des Kanzlers und der Nominierung eines Kanzlerkandidaten am Beispiel des Streits um Adenauers und Erhards Nachfolge, Hannover, 1970.
- Heinrich Oberreuter; Führungsschwäche in der Kanzlerdemokratie: Ludwig Erhard, in: Manfred Mols, Hans-Otto Mühleisen, Theo Stammen, Bernhard Vogel (Hrsg.): Normative und institutionelle Ordnungsprobleme des modernen Staates. Festschrift zum 65. Geburtstag von Manfred Hättich am 12. Oktober 1990, Paderborn, 1990, Seiten 214 - 234.
- Volker Hentschel: 'Ludwig Erhard. Ein Politikerleben' München 1996 (sehr unterhaltsam geschriebene Biographie, der man aber deutlich anmerkt, dass der Verfasser Ludwig Erhard nicht mag).
Weblinks
-
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ErhardLudwig Biographie bei Lemo]
- [http://www.ludwig-erhard-stiftung.de Ludwig-Erhard-Stiftung]
- [http://www.die-neue-ordnung.de/Nr12003/BG.html Der Mensch im Mittelpunkt] - Ludwig Erhards genuiner Humanismus
- [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/le64a.htm Franz Oppenheimer, dem Lehrer und Freund]
- [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/eh53a.htm Soziale Marktwirtschaft - Die Flucht noch vorn]
Erhard, Ludwig
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ja:ルートヴィヒ・エアハルト
4. FebruarDer 4. Februar ist der 35. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 330 Tage (in Schaltjahren 331 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 900 - Ludwig IV., das Kind wird in Forchheim zum König des Ostfrankenreichs gewählt.
- 1861 - Gründung der Konföderierten Staaten von Amerika (Loslösung der Südstaaten von der Union der USA).
- 1899 - Gründung des Sportvereins "Werder" von 1899 e.V. (Heute bekannt als SV Werder Bremen)
- 1899 - Beginn des Krieges zwischen den Philippinen und den USA.
- 1933 - Durch die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes durch Reichspräsident Paul von Hindenburg werden die Grundrechte der Weimarer Verfassung eingeschränkt.
- 1936 - Wilhelm Gustloff, designierter NS-Gauleiter der Schweiz von David Frankfurter erschossen.
- 1945 - Beginn der Konferenz von Jalta auf der sowjetischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim, an der Präsident Roosevelt, Premierminister Churchill und Partei- und Regierungschef Stalin teilnehmen.
- 1948 - Sri Lanka wird unabhängig
- 1972 - Deutschland. Lufthansa und Aeroflot nehmen den Linienverkehr zwischen Frankfurt am Main und Moskau auf.
- 1974 - Patricia Hearst, Erbin des Hearst-Presseimperiums, wird von der Symbionese Liberation Army entführt.
- 1992 - Putschversuch in Venezuela
- 1993 - In Österreich gründet sich das Liberale Forum durch Abspaltung von der FPÖ.
- 1995 - Österreich. Bei einem hinterhältigen Anschlag mit Rohrbomben und Sprengfallen kommen in Oberwart vier Roma ums Leben. Als Täter wird schließlich der rechtsradikalen Einzeltäter Franz Fuchs ausgeforscht.
- 1997 - Bulgarien. Das Parlament wird aufgelöst.
- 2000 - Österreich. Angelobung der ÖVP-FPÖ Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel
- 2003 - Durch Parlamentsbeschluss erfolgt die Umbenennung von Jugoslawien in Serbien und Montenegro
Wirtschaft
- 1963 - In Genf beginnt die erste internationale Konferenz über Entwicklungshilfe.
Wissenschaft und Technik
- 1985 - Klaus von Klitzing entdeckt den so genannten quantisierten Hall-Effekt.
Kultur
- 1697 - Uraufführung der Oper La clemenza d'Augusto von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom.
- 1749 - Uraufführung der Oper Artaserse von Niccolò Jommelli am Teatro Argentina in Rom.
- 1939 - Uraufführung der Operette Die ungarische Hochzeit von Nico Dostal in Stuttgart.
Religion
Katastrophen
- 1966- Tokio, Japan. Absturz einer Boeing 727 der Nippon Airways kurz vor der Küste. Alle 133 Menschen starben.
- 1975 - Erdbeben der Stärke 7,0 in der Volksrepublik China, rund 10.000 Tote
- 1976 - Erdbeben in Guatemala, Hunderte Erdstöße, mehr als 23.000 Tote
- 1997 - In Israel sterben bei der Kollision zweier Militärhubschrauber alle 73 Insassen.
- 1998 - Erdbeben der Stärke 6,1 in Tadschikistan und Afghanistan, 2.323 Tote
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1932 - Eröffnung der Olympische Winterspiele 1932 in Lake Placid, USA
Geboren
- 1646 - Hans Aßmann Freiherr von Abschatz, deutscher Barocklyriker
- 1677 - Johann Ludwig Bach, deutscher Komponist
- 1682 - Johann Friedrich Böttger, deutscher Alchimist
- 1688 - Pierre Marivaux, französischer Dramatiker
- 1738 - Joachim Wilhelm von Brawe, deutscher Dramatiker
- 1740 - Adam-Philippe de Custine, französischer General
- 1740 - Carl Michael Bellman, schwedischer Dichter
- 1746 - Tadeusz Kościuszko, polnischer Freiheitskämpfer
- 1776 - Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher
- 1786 - Maria Pawlowna, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach
- 1808 - Josef Kajetán Tyl, tschechischer Theaterdramatiker
- 1811 - Aristide Cavaillé-Coll, wohl der bedeutendste französische Orgelbauer der Romantik
- 1841 - Samuel J. Tilden, US-amerikanischer Politiker
- 1842 - Georg Brandes, dänischer Schriftsteller
- 1862 - Pauline Strauss, deutsche Opernsängerin
- 1871 - Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident der Weimarer Republik
- 1875 - Ludwig Prandtl, deutscher Physiker
- 1881 - Fernand Léger, französischer Grafiker
- 1883 - George Kennedy Allen Bell, britischer Theologe
- 1888 - Paul Althaus, deutscher protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1889 - Richard Boleslawski, polnisch-amerikanischer Regisseur
- 1891 - Christian Kuhlemann, deutscher Politiker
- 1892 - Ugo Betti, italienischer Dramatiker
- 1894 - Friedrich Karl Florian, Gauleiter der NSDAP von Düsseldorf
- 1895 - Karl Diedrichsen, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Friedrich Glauser, Schweizer Schriftsteller
- 1896 - Friedrich Hund, deutscher Physiker
- 1897 - Ludwig Erhard, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1899 - Elfriede Jaeger, deutsche Politikerin
- 1900 - Jacques Prévert, französischer Autor, Dichter und Chansonnier
- 1902 - Charles Lindbergh, US-amerikanischer Pilot
- 1902 - Hartley Shawcross, britischer Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen
- 1906 - Clyde Tombaugh, US-amerikanischer Astronom und Entdecker des Planeten Pluto
- 1906 - Dietrich Bonhoeffer, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Widerstandskämpfer
- 1907 - Walter Seuffert, deutscher Jurist und Politiker
- 1909 - Karl Schönböck, österreichischer Schauspieler
- 1912 - Louis-Albert Vachon, emeritierter Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1913 - Richard Seaman, britischer Rennfahrer
- 1913 - Rosa Parks, farbige US-Amerikanerin, die sich weigerte ihren Sitzplatz im Bus zu räumen
- 1914 - Alfred Andersch, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur
- 1914 - Ida Lupino, britische Schauspielerin
- 1917 - Franz Josef Bach, deutscher Politiker und MdB
- 1921 - Betty Friedan, US-amerikanische Frauenrechtlerin
- 1925 - Jutta Hipp, deutsche Jazzpianistin und Malerin
- 1927 - Arthur Cohn, schweizerischer Filmproduzent
- 1927 - Horst Ehmke, deutscher Politiker
- 1929 - Eduard Zimmermann, deutscher TV-Moderator (Aktenzeichen XY)
- 1929 - Friedhelm Busse, gehört zu den Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 1929 - Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 1931 - Isabel Martínez de Perón, argentinische Präsidentin und Gemahlin von Juan Perón
- 1931 - Maria Estela Martínez Perón, argentinische Politikerin und Staatspräsidentin
- 1933 - Hans Hollmann, deutscher Regisseur
- 1940 - George A. Romero, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 1940 - Ulla Norden, deutsche Schlagersängerin
- 1941 - John Steel, britischer Musiker
- 1942 - Frank Zander, deutscher Sänger
- 1942 - Johnny Gambale, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Otto Lohmüller, deutscher Maler
- 1944 - Florence LaRue Gordon, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Dan Quayle, US-amerikanischer Politiker
- 1948 - Alice Cooper, US-amerikanischer Rockmusiker
- 1948 - Martin Hohmann, deutscher Politiker und MdB
- 1949 - Helmut Heiderich, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Freya Klier, deutsche Schriftstellerin und Regisseurin, Bürgerrechtlerin in der DDR
- 1950 - Leo Dautzenberg, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Phillip Ehart, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Jerry Shirley, britischer Musiker
- 1952 - Lisa Eichhorn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1953 - Kitaro, japanischer Musiker
- 1959 - Cornelia Pieper, deutsche Politikerin
- 1961 - Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1962 - Clint Black, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1963 - Pirmin Zurbriggen, Schweizer Skirennläufer
- 1966 - Wjatscheslaw Jekimow, russischer Radrennfahrer
- 1967 - Lotto King Karl, deutscher Musiker
- 1971 - Yvonne Brunen, niederländische Radsportlerin
- 1975 - Natalie Imbruglia, australische Sängerin und Schauspielerin
- 1977 - Gavin DeGraw, amerikanischer Musiker
- 1988 - Carly Patterson, US-amerikanische Turnerin
Gestorben
Carly Patterson
Carly Patterson
Carly Patterson
Carly Patterson
Carly Patterson
- 211 - Septimius Severus, römischer Kaiser (193-211)
- 708 - Sisinnius (Papst), Papst
- 856 - Rabanus Maurus, Bischof von Mainz
- 1189 - Gilbert von Sempringham, englischer Gründer des Ordens der Gilbertiner, katholischer und anglikanischer Heiliger
- 1505 - Johanna von Frankreich, Herzogin von Orleans und Königin von Frankreich
- 1508 - Conrad Celtis, deutscher Humanist und Schriftsteller
- 1553 - Caspar Othmayr, deutscher Priester, Theologe und Komponist
- 1687 - François de Créquy, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1752 - Ludwig, Herzog von Orléans, Herzog von Orléans
- 1781 - Josef Mysliveček, tschechischer Komponist
- 1787 - Pompeo Batoni, italienischer Maler
- 1816 - Joachim Perinet, österreichischer Schauspieler und Schriftsteller
- 1835 - Wade Hampton I., US-amerikanischer Großgrundbesitzer, General und Politiker
- 1844 - Willem de Clercq, niederländischer Schriftsteller
- 1862 - Gottlieb Heinrich Schmückert, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes
- 1867 - Maximilian zu Wied-Neuwied, deutscher Prinz, Ethnologe und Naturforscher
- 1871 - Fürst Pückler-Muskau, deutscher Schriftsteller und Landschaftsarchitekt
- 1881 - Thomas Carlyle, britischer Historiker und Philosoph
- 1886 - Hans Victor von Unruh, Politiker und Regierungsrat
- 1889 - Carl Leverkus, Chemieunternehmer
- 1890 - Antoine d'Orléans, duc de Montpensier, französischer Offizier und spanischer Thronprätendent
- 1890 - Fletcher Stockdale, 11. Gouverneur von Texas
- 1894 - Adolphe Sax, belgischer Instrumentenbauer (Erfinder des Saxophon)
- 1894 - Louis Lewandowski, deutscher Komponist
- 1907 - Anton Wilhelm Laurenz Karl Marie Bödiker, erster Präsident des Reichsversicherungsamtes
- 1908 - Herrmann Bachstein, deutscher Eisenbahnpionier
- 1913 - Franz Xaver Nagl, katholischer Erzbischof und Kardinal
- 1915 - Franz Adickes, Frankfurter Oberbürgermeister
- 1921 - Carl Hauptmann, deutscher Schriftsteller
- 1925 - Robert Johann Koldewey, deutscher Architekt und Archäologe
- 1928 - Hendrik Antoon Lorentz, niederländischer Mathematiker und Physiker, Nobelpreis für Physik 1902
- 1936 - Wilhelm Gustloff, Nationalsozialist und Landesgruppenleiter der NSDAP
- 1939 - Edward Sapir, US-amerikanischer Ethnologe und Linguist
- 1945 - Cecil Kimber, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer von MG
- 1950 - Charlot Strasser, schweizerischer Psychiater und Schriftsteller
- 1955 - Robert Hohlbaum, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Janko Binenbaum, türkischer Komponist
- 1956 - Peder Gram, dänischer Komponist
- 1956 - Savielly Tartakower, Schachspieler
- 1957 - Erich Ponto, deutscher Schauspieler
- 1958 - Monta Bell, US-amerikanischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor
- 1958 - Henry Kuttner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1966 - August-Martin Euler, deutscher Politiker
- 1966 - Robert Graf, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 1967 - Igo Etrich, österreichischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1968 - Neal Cassady, gehörte mit zu der Gruppe der Beats
- 1974 - Satyendra Nath Bose, indischer Physiker
- 1975 - Louis Jordan, US-amerikanischer Musiker
- 1977 - Achille Campanile, Italienischer Journalist und Theaterautor
- 1982 - Alex Harvey, britischer Musiker
- 1983 - Karen Carpenter, US-amerikanische Sängerin
- 1987 - Liberace, US-amerikanischer Entertainer
- 1987 - Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe, Begründer der Gesprächstherapie
- 1988 - Willi Kollo, deutscher Komponist
- 1992 - Udo Tischer, deutscher Politiker und Gewerkschafter
- 1995 - Patricia Highsmith, US-amerikanische Schriftstellerin
- 2000 - Henry Jaeger, deutscher Schriftsteller
- 2000 - Joachim-Ernst Berendt, deutscher Musikjournalist und -kritiker
- 2000 - Lothar Alisch, deutscher Politiker
- 2001 - Iannis Xenakis, griechischer Komponist und Architekt
- 2002 - George Nader, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 2002 - Inge Konradi, österreichische Schauspielerin
- 2003 - Hasso Schützendorf, deutscher Unternehmer
- 2003 - Yousouf Ben Khedda, algerischer Politiker
- 2005 - Ossie Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Komm. Rat. Alois Rohrmoser, Gründer der Skifabrik Atomic
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Rabanus Maurus (katholisch, evangelisch)
- Hl. Veronika
- Johanna von Frankreich (1464 - 4. Februar 1505)
- Nationalfeiertag von Sri Lanka
Siehe auch
- 3. Februar - 5. Februar
- 4. Januar - 4. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0204
ja:2月4日
ko:2월 4일
simple:February 4
th:4 กุมภาพันธ์
Fürth
Die Stadt Fürth (Bayern) ist eine kreisfreie Stadt in Mittelfranken, die im Osten mit Nürnberg zusammengewachsen ist; die Zentren der beiden Städte liegen ca. 7 km voneinander entfernt. Gegenwärtig hat Fürth ca. 113.000 Einwohner (Stand: Mai 2005).
Fürth bildet mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ (Ballungsgebiet) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist.
Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte die Metropolregion Nürnberg, eine von 11 Metropolregionen in Deutschland.
Da Fürth Juden Zuflucht gab (vor allem den aus Nürnberg vertriebenen) Juden Zuflucht gab, galt Fürth lange Zeit als „Fränkisches Jerusalem“.
Geographie
Deutschland
Der historische Kern der Stadt befindet sich östlich und südlich der Flüsse Rednitz und Pegnitz, die nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammenfließen. Westlich der Stadt, jenseits von Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, steigt der Fürther Stadtwald an. Östlich der Stadt liegt in etwa gleicher Höhe die Stadt Nürnberg. Nördlich dehnt sich das fruchtbare, teilweise zum Stadtgebiet gehörige Knoblauchsland aus. Südlich der Stadt findet man ein Mischgebiet aus breiten Autostraßen, Kanal und Flussaue.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Fürth, sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Erlangen und Nürnberg (beide kreisfrei), Oberasbach, Zirndorf, Cadolzburg, Seukendorf, Veitsbronn und Obermichelbach (alle Landkreis Fürth)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Fürth ist in 16 Stadtteile gegliedert, die zum Teil in weitere Stadtteile mit eigenem Namen unterteilt sind.
Namensgebung
Der Name "Fürth" leitet sich von "Furth" ab, da erste Siedlungen wohl um eine Furth im Rednitzgrund entstanden.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Fürth
Die 1007 erstmals urkundlich genannte Ansiedlung Fürth bestand gewiß schon seit längerer Zeit, als Kaiser Heinrich II. in diesem Jahr den Ort dem neugegründeten Domkapitel Bamberg vermachte. Das in den folgenden Jahren zugesprochene Marktrecht ging bereits unter Heinrich III. an das benachbarte Nürnberg verloren. Auch wenn ab 1062 in Fürth wieder Markt abgehalten werden durfte, so war bereits in dieser Zeit Nürnberg von größerer Bedeutung.
In den folgenden Jahrhunderten lag die Herrschaft über die Stadt zu unterschiedlichen Teilen und in wechselnden Ausgestaltungen bei dem Bamberger Domstift, den Nürnberger Burggrafen (ansbachisch) und der Nürnberger Reichsstadt. Unter diesen Bedingungen blieb es lange Zeit bei einer stark bäuerlichen Prägung des Gemeinwesens, das um 1600 wohl erst zwischen 1000 und 2000 Einwohner aufweisen konnte.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Fürth bis auf wenige Häuser niedergebrannt (siehe auch Alte Veste).
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen wurden nach Fürth eingemeindet:
- 1. Januar 1899: der westliche Teil der Gemeinde Höfen mit dem Gemeindeteil Weikershof (liegt im Süden an der Schwabacher Straße)
- 1. Januar 1900: die Gemeinde Poppenreuth (liegt östlich des historischen Kerns, auf der anderen Seite der Pegnitz)
- 1. Januar 1901: die Gemeinde Dambach (liegt westlich der heutigen Südstadt) sowie Unterfürberg, Oberfürberg
- 1. Januar 1918: Atzenhof (liegt im Nordwesten, am rechten Ufer der Zenn zwischen Unterfarrnbach und Vach)
- 1. Januar 1918: die Gemeinde Unterfarrnbach (liegt im Nordwesten, am rechten Ufer der Zenn)
- 3. Dezember 1923: die Gemeinde Burgfarrnbach (nordwestlich, jenseits des Kanals, nicht mit Fürth zusammengewachsen)
- 1. Juli 1927: die Gemeinde Ronhof und Kronach
- 1. Juli 1972: die Gemeinde Sack mit Bislohe, das nördlich im Knoblauchsland liegt und in amtlichen Dokumenten nicht separat aufgeführt wird
- 1. Juli 1972: die Gemeinde Stadeln
- 1. Juli 1972: die Gemeinde Vach (liegt nördlich von Fürth, westlich des Flusses Regnitz und des Baches Zenn, am westlichen Ortsrand führt der Kanal entlang)
- 1. Juli 1972: aus der Gemeinde Boxdorf die Gemeindeteile Herboldshof und Steinach
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1830 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst (nur Hauptwohnsitze).
Steinach
¹ Volkszählungsergebnis
Der Ausländeranteil in Fürth beträgt rund 15 Prozent (Stand 2005).
Mit 113.000 Einwohner ist Fürth nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie die siebentgrößte Stadt Bayerns.
Religionen
Steinach
Die Bevölkerung Fürths gehörte anfangs zum Bistum Würzburg, ab 1007 zum Bistum Bamberg. 1524 wurde zusammen mit der Stadt Nürnberg die Reformation eingeführt, so dass Fürth über viele Jahre eine protestantische Stadt blieb.
Die lutherischen Geistlichen der Stadt wurden von St. Lorenz in Nürnberg präsentiert. Da neben der Reichsstadt Nürnberg u. a. auch die Dompropstei Bamberg die Stadtherrschaft ausübte, gab es jedoch stets auch Katholiken – wenn auch zahlenmäßig nur sehr wenige – in der Stadt. So wurden z. B. der dompropsteiliche Amtmann und seine Bediensteten vom Deutschordenshaus Nürnberg her betreut.
Nach 1792 wurden die protestantischen Gemeinden Fürths dem königlich-preußischen Konsistorium in Ansbach unterstellt und nach dem Übergang der Stadt an Bayern wurden sie Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Kirchengemeinden gehörten dann zum Dekanat Zirndorf. 1885 wurde Fürth Sitz eines eigenen Dekanats, das heute zum Kirchenkreis Nürnberg gehört.
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1829 konnte die erste katholische Kirche der Stadt seit der Reformation geweiht werden, die Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“. Später entstanden weitere Pfarrgemeinden, die zunächst zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg gehörten. 1961 wurde Fürth Sitz eines eigenen katholischen Dekanats innerhalb des Erzbistums.
Das Verhältnis der Protestanten zu den Katholiken betrug im 20. Jahrhundert etwa 2/3 zu 1/3.
Erste jüdische Einwohner gab es in Fürth ab 1440. Im 17. Jahrhundert gab es eine Gemeinde-Talmudschule, die ein hohes Ansehen genoss. 1617 wurde eine Synagoge errichtet und 1653 sogar ein eigenes Krankenhaus.
Es war das erste jüdische Krankenhaus Deutschlands. 1670 wurden viele Juden aus Wien aufgenommen, so dass es 1716 etwa 400 jüdische Familien in der Stadt gab. 1807 betrug der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung 19 %. 1830 wurde die Talmudschule geschlossen. 1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule.
Die höchste Zahl jüdischer Mitbürger wurde 1880 mit ca. 3 300 erreicht. Im Jahre 1938 wurde die Synagoge in der sog. Reichskristallnacht zerstört und die jüdische Bevölkerung ab 1941 überwiegend deportiert.
Natur
1941
Der Stadtökologische Lehrpfad wurde 1999 eingerichtet (3 km, 10 Stationen) und 2003 um eine Route B (7 km, 10 Stationen) erweitert. Ausgangspunkt beider Touren ist die U-Bahnstation »Stadthalle«. Im Verlauf des Lehrpfads werden einzelne Lebensräume in ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt (z.B. Kirchhof St. Michael, Städtischer Friedhof, Scherbsgraben); es wird auch auf die Ausweisung bestimmter Flächen als Landschaftsschutzgebiet und auf die Problematik umweltverändernder Maßnahmen wie Flussbegradigungen hingewiesen.
Die Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 1766 Stunden pro Jahr.
Quellen
Die Gustav-Adolph-Quelle liegt bei Weikershof, gleich an der Rednitz und wurde erst 2000 wiederbelebt und mit einem Pavillon ausgestattet. Bis in die 1980er wurde die Quelle mit ihrem 19 Grad warmen Wasser für ein Schwimmbad genutzt, nach dessen Abriss floss das Wasser, immerhin 160 Liter pro Minute, ungenutzt in den Fluss.
Aufgrund des schwachen Schwefelgeruchs wird die Quelle auch Gaggerlasquelle (fränkischer Dialekt, etwa: „Eierquelle“) genannt.
Politik
Schwefel
Wappen
Das Wappen der Stadt Fürth zeigt in Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün.
Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist. Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die „Dreiherrschaft“ während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt umgeben von einem grünen Eichenzweig, zeigte.
Dieses Wappen wurde über 100 Jahre lang geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß und Grün vereinfacht.
Bürgermeister etc.
Die Stadt wurde bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem dompropsteilich-bambergischen Amtmann geleitet. Aus der Stadt wurden zwei Bürgermeister gewählt, bis 1697 vier, ab 1718 acht. Ihnen standen „Vorsteher“ zur Seite.
Nach dem Übergang an Bayern wurde Fürth 1808 eine Stadt II. Klasse und direkt der Kreisverwaltung unterstellt. Später bezeichnete man solche Städte als „kreisfrei“. Ab 1818 wurde Fürth eine Stadt I. Klasse und somit von einem 1. Bürgermeister geleitet, dem ein 2. Bürgermeister zur Seite stand. Seit 1. Januar 1908 trägt der 1. Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.
Seit 2002 ist Thomas Jung (SPD) Oberbürgermeister.
Siehe auch: Liste der (Ober-)Bürgermeister der Stadt Fürth
Städtepartnerschaften
Fürth unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Region Renfrew (ehemals Paisley) in Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1969
- Limoges (Frankreich), seit 1992
- Marmaris (Türkei), seit 1995
- Xylokastro (Griechenland), seit 2001 (nur Städtefreundschaft)
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Spielwarenindustrie ist in Fürth ein Wirtschaftsfaktor; vom kleinen Handwerkbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen ist auf diesem Sektor alles vertreten. Die Arbeitslosigkeit betrug in Fürth Ende 2002 12,2 Prozent.
Eine große Bedeutung hatte in Fürth früher auch das Brauwesen gehabt. Die fünf großen Brauereien waren Humbser, Brauerei Geismann, Brauerei Grüner, Evora & Meyer und Berg Bräu. Um die vorige Jahrhundertwende agierte Fürth als Bierstadt sogar noch vor München. „Quelle“, das größte Versandhaus Europas, hat in Fürth seinen Hauptsitz.
Bei der Energieversorgung setzt Fürth zunehmend auf Solarenergie. Seit Ende 2004 werden durch Photovoltaikanlagen tagsüber bei Sonnenschein durchschnittlich 2 Megawatt Leistung aufgebracht, die über „infra“, dem örtlichen Energieversorger, in das Netz eingespeist werden. Die Anlage in Atzenhof produziert mit fast 1 MW Leistung den Hauptanteil (zu den bestehenden 103 Anlagen wurden 2004 weitere 31 in Betrieb genommen).
An der Regnitz, kurz nach dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, wurde 2003 (?) ein neues Pumpwerk errichtet, das die künstliche Beregnung des nordöstlich gelegenen Knoblauchslands sicherstellen soll.
Verkehr
Knoblauchsland
Fürth hatte bis zum letzten Fahrplanwechsel im Winter 2003 einen IC-Bahnhof; Züge des Fernverkehrs in Richtung Würzburg und Frankfurt am Main hielten dort zuletzt. Regelmäßige umsteigefreie Regionalverbindungen gibt es nach Nürnberg bzw. über Nürnberg in Richtung Neumarkt i.d.OPf. - Landshut - München oder Treuchtlingen - München, Neustadt a.d.Aisch - Würzburg - Frankfurt am Main, Erlangen - Forchheim - Bamberg - Lichtenfels bzw. Schweinfurt und im halbstündigen Takt mit der Rangaubahn über Zirndorf nach Cadolzburg, sowie jede Stunde nach Markt Erlbach über Siegelsdorf (Teil der Verbindung nach Würzburg).
Die U-Bahn in Fürth ist Teil des U-Bahn-Systems Nürnberg/Fürth; zuletzt wurde als westlicher Endpunkt die Station „Klinikum“ im Dezember 2004 eröffnet. Ein weiterer Ausbau um eine Station bis zum Stadtteil „Hardhöhe“ wurde im Mai 2005 begonnen.
Alle Stadtteile, auch die ländlichen Eingemeindungen, werden mit Buslinien erschlossen. Die Linien verkehren alle innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) zu einheitlichen Preisen. Die Straßenbahn nach Nürnberg ist seit dem 20. Juni 1981 eingestellt. Von diesem Tag bis zur Fertigstellung der U-Bahn verbanden Busse die beiden Städte. Die letzten Gleisreste an der Billinganlage wurden Anfang 2004 im Zuge der Neugestaltung der Anlage und dem Neubau der Flutbrücke entfernt.
Für den ruhenden motorisierten Individualverkehr stehen Parkplätze und mehrere Parkhäuser zur Verfügung. Zuletzt wurde 2004 für 6,2 Mio. EUR das Parkhaus an der Mathildenstraße gebaut und Anfang 2005 in Betrieb genommen, obwohl der verfügbare Parkraum 2003 nicht ausgelastet war.
Durch forcierten Radwegebau (z. B. Flößaustraße) seit ca. 2002 wird das Verkehrsgeschehen für alle Teilnehmer komplizierter und für die Schwächeren unter diesen gefährlicher. Vielfach behindern sich nun alle Verkehrsteilnehmer gegenseitig und die Radfahrer müssen die Geschwindigkeit drosseln, um Fußgänger nicht zu gefährden und um sich selbst bei Straßenquerungen nicht in Gefahr zu bringen. Im Gegenzug wurde die Benutzungspflicht einiger Radwege (z. B. Südseite der Ludwigstraße) aufgehoben und wieder andere wie der neueingerichtete Radweg in der Hirschenstraße werden oft zu Liefer- oder Lagerzwecken gebraucht (2003/2004).
Medien
In Fürth erscheint als Tageszeitung die „Fürther Nachrichten“. Das Blatt ist zu großen Teilen inhaltsgleich mit den Nürnberger Nachrichten, bietet aber einen eigenen Lokalteil für Stadt und Landkreis Fürth sowie zusätzlich das Wochenprodukt "Fürther Landkreisnachrichten". Das Produkt wird verantwortet vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co..
Ebenfalls in Fürth ansässig ist die Computec Media AG welche deutschlandweit die Titel: SFT, PC Games, PC Games Hardware, PC Action, Playzone, N-Zone, Xbox Zone, Kids Zone, Widescreen und Das Offizielle Xbox Magazin (OXM) verlegt.
Ansässige Unternehmen
Das Versandhaus Quelle, inzwischen fusioniert zu Karstadt-Quelle, wurde von Gustav Schickedanz am 26. Oktober 1927 gegründet. KarstadtQuelle Versicherungen ging 1984 aus dem damaligen Einzelhandelskonzern Quelle AG hervor. Grundig unterhielt von seiner Gründung bis Mitte 2000 seinen Hauptsitz sowie mehrere Fertigungsstandorte in Fürth. Die ehemalige Zentrale an der Kurgartenstraße wurde zum Technologiepark "Uferstadt" umgebaut, in der das Technikum Neue Materialien, ein Fraunhofer Institut, Sellbytell, die Computec Media AG sowie das Rundfunkmuseum eine Bleibe gefunden haben. Uvex unterhält seine Zentrale sowie die Fertigung in der Stadt.
Siemens, beheimatet in München, ist auch an mehreren Standorten in Fürth zu finden.
Die Spielzeugproduzenten Simba-Dickie-Group (Simba, Dickie, BIG) und Bruder sind in Fürth beheimatet.
Faurecia, der größte Automobilzulieferer Frankreichs, unterhält in Fürth-Stadeln ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Abgastechnik.
Bildung
Fürth ist seit der Gründung des Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) der Universität Erlangen-Nürnberg Ende 2004 Universitätsstadt. Universitätsvorlesungen oder eine Fachhochschule gibt es allerdings nicht, doch sind entsprechende Einrichtungen in Nürnberg bzw. Erlangen in naher Nachbarschaft vorhanden.
Die Stadt hat neben Grundschulen alle weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) sowie Berufliche Schulen und Sonderschulen.
Kommunale Einrichtungen
Hallen- und Freibad am Scherbsgarten: Im Freien gibt es ein 50-Meter-Becken (mit 8 Bahnen), ein Sprungbecken mit 10-Meter-Turm, das sich momentan im Umbau in ein Becken mit Rutschanlagen befindet, ein großes zweigeteiltes Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielen und einer kleinen Rutsche sowie ein achteckiges Becken, das wohl als Freibecken zur Sauna gehört.
Auch hat Fürth eine Städtische Volksbücherei (Vobü) mit Zweigstellen, deren Bestände seit Ende 2003 über das Internet abgefragt werden können. In Burgfarrnbach gibt es Stadtbücherei und Stadtarchiv.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sauna
Sauna
Theater und Komödie
Das Stadttheater Fürth wird als Gastspieltheater betrieben. Das Gebäude wurde 1902 von den begehrten Wiener Theaterarchitekten Fellner und Helmer erbaut, die sich an Formen der italienischen Renaissance und des Barock orientierten.
In der Comödie Fürth im Jugendstilbau Berolzheimerianum treten nicht nur die fränkischen Kult-Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau auf, sondern auch Stars renommierter deutscher Boulevardtheater.
Kneipen, Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten etc.
Fürth besitzt eine relativ große Kneipenmeile, gemeinhin als Gustavstraße bekannt, die sich im Altstadtviertel in der Nähe zum Rathaus befindet. Dort findet man viele kleine Kneipen, Cafes und Cocktail-Bars, wie die Kaffeebohne, die Insel, die Tribüne, den Keimling, aber auch sehr gute Restaurants mit fränkischer Küche wie den Grünen Baum und das Schwarze Kreuz.
Bis ins Jahr 1982 war der 1895 errichtete Geismannsaal (Zugang Alexanderstraße) der bedeutendste und größte Saalbau in Fürth. In ihm kam auch der berühmte Poculator zur Ausschank.
Einkaufen (»Shoppen«) kann man im City-Center Fürth, in all den vielen Einzelhandelsgeschäften in der Innenstadt, im Einkaufscenter in der Kalbssiedlung, aber auch in der Grünen Halle in der Südstadt und auf den Wochenmärkten.
Stadtbild
Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Deutschland erlitt Fürth im 2. Weltkrieg nahezu keine Zerstörungen durch Bombenangriffe. Dadurch ist das historische Stadtbild weitgehend erhalten geblieben, nur an wenigen Stellen wurde es durch moderne Zubauten gestört (z.B. die Hochhäuser am Bahnhof, Stadtsanierung südlich der Königstraße 1978/79, Stadthalle auf dem Gänsberg). Gemessen an der Einwohnerzahl besitzt Fürth die höchste Dichte an Baudenkmälern unter den deutschen Großstädten (17 auf 1000 Einwohner).
Mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 18. Jahrhunderts prägen das Bild der Innenstadt. An der Hornschuchpromenade stehen die vielfältig gestalteten Wohnmietshäuser der Gründerzeit und des Jugendstils. Das Stadtbild setzt sich bis in die Südstadt fort, allerdings finden sich hier eher ehemalige Mietshäuser für Arbeiter, was sich in einer weniger prächtigen Fassadengestaltung niederschlägt.
Das im italienischen Stil zwischen 1840 und 1850 erbaute Fürther Rathaus erinnert stark an den Palazzo Vecchio in Florenz und ist das Wahrzeichen der Stadt.
Museen
- Das Jüdische Museum Franken in Fürth (Königstraße 89), einer der beiden Standorte des Jüdischen Museums Franken wurde 1999 eröffnet. Im Kernbestand geht das Haus bis ins 17. Jahrhundert zurück; es wurde bis ins späte 19. Jahrhundert von jüdischen Familien bewohnt. Stuckdecken, eine historische Laubhütte und ein Ritualbad im Keller haben sich erhalten. Dem als Begegnungsstätte konzipierten Haus sind auch eine Buchhandlung und eine Cafeteria angeschlossen.
- Fürther Rundfunkmuseum (Kurgartenstraße 37)
- Stadtmuseum (im Schloss in Burgfarrnbach)
- Seit 2003 gibt es mit der kunst galerie fürth (Königsplatz 1) einen Ausstellungsort der Stadt für moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen.
- Historische Sammlung Dialysetechnik im Jakob-Henle-Haus
Kirchen
Die evangelische Kirche St. Michael stammt im wesentlichen aus gotischer Zeit, wurde jedoch später mehrfach umgebaut; an den Langhaussaal mit einem unsymmetrisch einbezogenen mächtigen Westturm schließt sich im Osten ein gestreckter polygonal gebrochenen Chor an. Der stimmungsvolle Innenraum geht auf das 19. Jahrhundert zurück; als Besonderheit ist ein Sakramentshaus (um 1500/10) anzuführen.
Die katholische Kirche Unsere Liebe Frau (1824-1828) ist ein Bauwerk des Klassizismus; ebenso die evangelische Auferstehungskirche (1825/26) im heutigen Stadtpark, die als ehemalige Friedhofskirche nord-südlich
ausrichtet ist. In der Südstadt befinden sich die neugotische Kirche St. Paul und die neubarocke Kirche St. Heinrich und Kunigunde. Außerdem gibt es auf der Hardhöhe die katholische Pfarrei Christkönig mit einem Kirchenbau aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Profane Baudenkmäler
Sakramentshaus
Der restaurierte Liershof wurde 1621 (dat.) als zweigeschossiger Quaderbau mit hohen Giebelwänden und zweistöckigem Zwerchhaus aus Fachwerk errichtet. Um 1700 entstand das Lochnersche Gartenhaus (Theaterstraße 33),
dem wohl 1750 (dat.) der polygonale Treppenturm angefügt wurde.
Das Fürther Rathaus, mit 55 m hohem Turm im italienischen Stil, wurde von Eduard Bürklein, einem Schüler Friedrich von Gärtners, 1840-50 errichtet. Der Turm ist eine angepaßte Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Bau des Rathauses war Folge der Erhebung zur Stadt II. Klasse, d.h. der Verleihung des Rechts auf eine eigene Verwaltung. In der Zeit des alten Reichs (vor 1806), hatte jeder der drei Herren Fürths (Domprobst von Bamberg, Rat von Nürnberg, Markgraf von Ansbach) seine Repräsentanz in Fürth (Amtshaus - heute Supermarkt am Grünen Markt, St. Michaels-Kirche, Geleitshaus - 1799 durch Neubau ersetzt, welcher der Flächensanierung zum Opfer fiel). Das vom Besitzer sog. ehemalige Rathaus 300 m südwestlich der Michaelskirche ist das alte Schießhaus (Haus der Schützengesellschaft) in dessen Obergeschoß sich die 'ganze Gemein' versammelte, falls sie sich ohne Aufsicht des domprobsteilichen Amtsmanns treffen wollte. Zur 'ganzen Gemein' gehörten alle Bürger, d.h. alle Grundbesitzer und Gewerbetreibende.
Das Empfangsgebäude des historischen Bahnhofs entwarf Eduard Rüber
und es wurde 1863/1864 errichtet.
Den ehemaligen Schlachthof, jetzt Kulturforum, findet man unterhalb der Stadthalle, direkt an der Rednitz. An der Schwabacher Straße erstreckt sich eine Brauerei mit Gebäuden vom beginnenden 20. Jh.
1864
Der Gauklerbrunnen, (2004) von Harro Frey geschaffen, am Grünen Markt ist der jüngste Brunnen der Stadt; er setzt sich aus 3 eigenständigen Figurengruppen zusammen, von denen zwei durch Wasserelemente verbunden sind.
Parkanlagen
Entlang der Pegnitz erstreckt sich der in die Auen übergehende Stadtpark. Neben Spazierwegen und Bänken bietet der Park u. a. Ententeiche, einen Kinderspielplatz, einen Minigolfplatz, einen Rosengarten, eine ca. 2001 angelegte Streuobstwiese und einige wenige Denkmäler sowie einen botanischen Schulgarten.
Harro Frey
Harro Frey
Im Herbst 2004 wurde der Südstadtpark auf einem ehemaligen Kasernengelände dem Publikum übergeben.
Siehe auch: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Fürth
Regelmäßige Veranstaltungen
- Mai: Hafenfest am Main-Donau-Kanal
- Frühjahr: Grafflmarkt
- Sommer: Beach-Volleyball-Turnier auf der Freiheit
- Sommer: Fürth Festival in der ganzen Innenstadt
- Sommer: Sommerfest auf der Hardhöhe
- Herbst: Grafflmarkt
- Oktober: Michaeliskirchweih, größtes und bedeutendstes Volksfest der Stadt, seit mehr als 800 Jahren (Beginn: 29.9. wenn es ein Samstag ist oder am ersten Samstag nach dem 29.9.)
- Dezember: Weihnachtsmarkt
Sport und Freizeit
Sport
Bekannt geworden ist Fürth in der Sportwelt durch den Traditionsverein und dreifachen deutschen Fußballmeister SpVgg Fürth (nach dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth lautet der Vereinsname heute SpVgg Greuther Fürth). Der Verein spielt derzeit in der 2. Bundesliga (2005/2006); das Stadion befindet sich im Stadtteil Ronhof.
Die Rollhockey-Mannschaft von RHC Monteith Fürth erkämpfte in den 80er Jahren dreimal die deutsche Vizemeisterschaft.
Berühmte Leichtathleten brachte der LAC Fürth hervor.
RHC Monteith Fürth
Die Baseball-Mannschaft Fürth Pirates stieg im Jahr 2002 in die erste Baseball-Bundesliga auf und wurde bereits in der Saison 2004 Deutscher Vizemeister.
Die SSG Dynamit Fürth ist der ansässige Schützenverein.
Freizeit
Der größte innerstädtische Grillplatz liegt an der Rednitz, unterhalb der Bahnlinie nach Würzburg und neben dem Freibad; die Stelle ist von schattenspendenden Bäumen bestanden und mit einer Herdanlage sowie einigen massiven Sitzgruppen ausgestattet.
Minigolfplätze gibt es im Stadtpark und an der Pegnitz, kurz vor dem Zusammenfluss mit der Rednitz (unterhalb vom Stadtfriedhof) und beim Frei- und Hallenbad.
Persönlichkeiten
- Der berühmteste Sohn der Stadt ist Henry Kissinger, der z. B. 1959, 1988, 1994 und zuletzt 2004 Fürth besuchte; seit 1998 ist er auch Ehrenbürger. Auch der ehemalige deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard stammt aus Fürth.
- Karl Mai, deutscher Fußballspieler
- Jakob Wassermann, Schriftsteller
Siehe auch: Liste der Ehrenbürger von Fürth und Liste der
Söhne und Töchter der Stadt Fürth
Literatur
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/6/seite/0797/meyers_b6_s0797.html#F%FCrth Fürth, 1) Stadt im bayr. Regierungsbezirk Mittelfranken], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 6, S. 797 f.
- Dehio: Bayern I: Franken, 2. Aufl., München 1999, S.363ff.
- Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichts-Lexikon, Fürth 1968.
- Gerd Walther (Hg.): Fürth - Die Kleeblattstadt, Fürth 1991.
- Gerd Walther: Die Fürther Altstadt, Fürth 1990.
- Andrea Sommer, Die Fürther Südstadt [(I)], in: Fürther Heimatblätter, NF 39, 1989, S. 1; (II), NF 40, 1990, S. 1; (III), NF 40, 1990, S. 81; (IV), NF 41, 1991, S. 10.
- Ralf Nestmeyer: "Nürnberg, Fürth, Erlangen", Reisehandbuch, Michael Müller Verlag, Erlangen 2005. ISBN 3-89953-191-4.
- Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
Weblinks
- http://www.fuerth.de/ – Homepage der Stadt Fürth
- http://www.geschichte-fuer-alle.de/sg/furth/00.htm – Touristischer Rundgang zur Geschichte der Stadt
- http://www.1000-jahre-fuerth.de/ – Seite anlässlich des Stadtjubiläums 2007
- http://www.archaeologie-fuerth.de/ – Archäologie
-
Furth
!Furth
Furth
ja:フュルト
1977
Jahreswidmungen
- Die Schleiereule (lat. Tyto alba) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Kurt Furgler wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Bürgerrechtsgruppe Charta 77 wird in Prag gegründet
- 4. Januar: Sprengstoffanschlag auf ein militärisches Tanklager und Angriff auf ein amerikanisches Atomwaffenlager in Gießen durch Revolutionäre Zellen (RZ)
- 6. Januar: Die Europäische Kommission nimmt als Organ der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) die Arbeit auf
- 20. Januar: Die Republik Niger wird Mitglied in der BAD (Afrikanische Entwicklungsbank)
- 20. Januar: Vereinbarung über Regierungsausschuss für Wirtschaftsfragen zwischen Deutschland und Schweden
- 1. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Mexiko. In Kraft seit dem 3. März 1978
- 11. März: Angola wird Mitglied in der UNESCO
- 18. März: In Windhuk wird ein Verfassungsplan ausgearbeitet („Turnhallen-Konferenz“)
- 22. März: Komoren wird Mitglied in der UNESCO
- 8. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Malaysia
- 1. Mai: Bei der größten 1. Mai-Demo in der Geschichte der Türkei werden 37 Menschen durch Angriffe türkischer Counterguerillakräfte getötet. In der Türkei und in Nordkurdistan sterben Ende der 70er Jahre bei politischen Auseinandersetzungen zwischen revolutionären und faschistischen Kräften täglich bis zu 20–25 Menschen
- 17. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kenia
- 23. Mai: Entführung des Zuges Assen-Groningen/Niederlande durch südmolukkische Jugendliche. Militärische Beendigung 19 Tage später. 2 tote Geiseln. 6 tote Geiselnehmer
- 1. Juni: Der Vertrag über die Gründung des Europäischen Rechnungshofes tritt in Kraft
- 5. Juni: Staatsstreich auf den Seychellen, France-Albert René wird Staatspräsident
- 15. Juni: In Spanien finden erstmals seit 41 Jahren wieder freie Wahlen statt
- 18. Juni: Die Republik Niger schließt mit Deutschland ein Abkommen über technische Zusammenarbeit
- 27. Juni: Dschibuti wird unabhängig
- 28. Juni: Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Mali
- 5. Juli: Sturz der Regierung Bhutto und Beendigung der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Pakistan durch die Armee. Machtergreifung durch General Mohammed Zia ul-Haq
- 13. Juli: Stromausfall in New York und in Gebieten des Landkreises Westchester, nördlich von New York, in der Nacht durch Blitzeinschläge
- 18. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ungarn
- 20. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Israel
- 28. Juli: Spanien. Antrag auf Beitritt zu EG
- 30. Juli: Bei einem Entführungsversuch der RAF wird Jürgen Ponto, Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG, in seinem Haus in Oberursel (Taunus) erschossen
- 20. August: Start der amerikanischen Raumsonde Voyager 2, welche am 9. Juli 1979 Jupiter, am 25. August 1981 Saturn, am 24. Januar 1986 Uranus und am 25. August 1989 Neptun besuchte
- 5. September: Start der amerikanischen Raumsonde Voyager 1, welche am 5. März 1979 an Jupiter und am 12. November 1980 am Saturn vorbeiflog
- 10. September: Letzte Hinrichtung mit der Guillotine in Frankreich
- September/Oktober: Höhepunkt des Terrorismus in Deutschland (siehe auch Deutscher Herbst):
- 5. September-19. Oktober: Ein RAF-Kommando entführt und ermordet den deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer
- 20. September: Vietnam und Dschibuti werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 11. Oktober: Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruanda
- 13.-17. Oktober: Entführung der Lufthansamaschine Landshut nach Mogadischu und Befreiung durch die GSG9
- 19. Oktober: Deutscher Herbst: Hanns-Martin Schleyer, am 5. September entführt, wird in Mülhausen (Elsass) tot aufgefunden
- 26. Oktober: die Deutsche Bundesbahn mustert ihre letzte Dampflokomotive aus. Damit gehen 143 Jahre deutscher Industriegeschichte zu Ende. Es folgt das heftig umstrittene „Dampflokverbot“
- 10. November: Spanien wird Mitglied im Europarat
- 19. November: Besuch des ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat in Jerusalem, Israel
- 20. November: In einer Rede vor der Knesset erkennt der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels an.
- 4. Dezember: Jean Bedel Bokassa lässt sich zum Kaiser der Zentralafrikanischen Republik krönen
- 23. Dezember: Der Vorstandsvorsitzende der Westdeutschen Landesbank Girozentrale, Ludwig Poullain, tritt von seinem Amt zurück, nachdem das Bekanntwerden seines Beratervertrages erheblichen Wirbel verursacht hatte
Kultur
- 28. März: Rocky mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle erhält in Los Angeles den Oskar
- 13. Mai: Uraufführung der Oper Neither von Morton Feldman in Rom
- 16. August: Im Landesmuseum in Hannover ausgestellte Bilder von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora, gemalt von Lucas Cranach, fallen einem Säureattentat zum Opfer
- Gründung der Kunststiftung Baden-Württemberg
Katastrophen
- 13. Januar: Alma-Ata, Kasachstan. Absturz einer Tupolew_Tu-104 der Aeroflot ca. 3 km vor Erreichen des Flughafens, nach einem Triebwerksbrand. Alle 90 Menschen starben
- 4. März: Erdbeben der Stärke 7,2 in der Gegend von Ploiesti, Rumänien, über 1.500 Tote
- 27. März: Zusammenstoß zweier Jumbo-Jets auf Teneriffa. Wegen einer Bombendrohung auf Gran Canaria wird eine Maschine der PanAm nach Los Rodeos auf Teneriffa umgeleitet. Dort stößt sie bei dichtem Nebel mit einer Boeing 747 der holländischen Gesellschaft KLM zusammen, die ohne Erlaubnis startet. Bei diesem (bis zum Attentat auf das World Trade Center) schwersten Unglück in der Luftfahrtgeschichte kommen 575 Menschen ums Leben
- 4. April: Hope, Georgia, USA. Eine Douglas DC-9 der Southern Airways hatte einen Ausfall der beiden Turbinen. Daraufhin versuchte der Pilot eine Notlandung auf einer doppelspurigen Autobahn. 62 der 85 Menschen an Bord starben. Ebenfalls 8 Menschen, die sich auf der Autobahn befanden
- 5. August: Unkontrollierter Wassereinbruch bringt das stillgelegte Steinsalzbergwerk Wapno (Polen) zum Einsturz. In den bis 1978 andauernden Tagebrüchen versinkt das gesamte Ortszentrum mit 53 Häusern und einer Eisenbahnstation. 1402 Menschen werden obdachlos
- 6. November: Der Kelly-Barnes-Staudamm bei Toccoa in Georgia (USA) bricht; durch eine Flutwelle kommen 39 Menschen zu Tode
- 4. Dezember: Joho Bahrain, Malaysia. Explosion einer Boeing 737 der Malaysian Airline System während die Maschine entführt wurde. Alle 100 Menschen an Bord starben
- 18. Dezember: Flughafen Fantail, Insel Madeira, Portugal. Eine Caravelle der Sata-Airlines stürzte während des Landeanflugs ins Meer. 36 Menschen starben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 16. Mai: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Alfredo Evangelista im Capital Centre, Landover, USA, durch Sieg nach Punkten
- 25. Mai: Der FC Liverpool besiegt Borussia Mönchengladbach im Olympiastadion in Rom mit 3:1 und gewinnt den Europapokal der Landesmeister
- 29. September: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Earnie Shavers im Madison Square Garden, New York, USA, durch Sieg nach Punkten
- 1. Januar: Hasan Salihamidžić, bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler
- 1. Januar: Oliver Thomas, deutscher Sänger
- 4. Januar: Louisa Baileche, französische Sängerin, Tänzerin und Darstellerin
- 4. Januar: David Millar, schottischer Radrennfahrer
- 7. Januar: Guy Gross, deutscher Popsänger
- 8. Januar: Anne Marie Lefrançois, kanadische Skirennläuferin
- 8. Januar: Amber Benson, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Januar: Anna Christina Friesinger, deutsche Eisschnellläuferin
- 13. Januar: Orlando Bloom, ein britischer Schauspieler
- 13. Januar: Alex Hofer, Gleitschirmpilot
- 14. Januar: Narain Karthikeyan, indischer Autorennfahrer
- 16. Januar: Athirson, brasilianischer Fußballspieler
- 16. Januar: Darius Kampa, deutscher Profifußballspieler
- 17. Januar: Luca Paolini, italienischer Radrennfahrer
- 17. Januar: Hicham Zerouali, marokkanischer Fußballspieler († 2004)
- 18. Januar: Jean-Patrick Nazon, französischer Radrennfahrer
- 21. Januar: Phil Neville, englischer Fußballspieler
- 21. Januar: Scott King, kanadischer Eishockey-Profi
- 21. Januar: Bradley Carnell, südafrikanischer Fußballspieler
- 22. Januar: Kirsten Münchow, deutsche Leichtathletin
- 24. Januar: Michelle Hunziker, Schweizer Moderatorin und Model
- 25. Januar: Lidia Chojecka, polnische Leichtathletin
- 26. Januar: Vince Carter, US-amerikanischer Basketballspieler
- 28. Januar: Daunte Culpepper, US-amerikanischer American Football-Spieler
- 31. Januar: Olessya Kulakova, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 31. Januar: Kerry Washington, Schauspielerin
- 31. Januar: Torri Edwards, US-amerikanische Leichtathletin
- 1. Februar: Libor Sionko, tschechischer Fußballspieler
- 2. Februar: Jessica Wahls, deutsche Popsängerin
- 2. Februar: Shakira, kolumbianische Sängerin
- 3. Februar: Tammy Crow, US-amerikanische Synchronschwimmerin
- 5. Februar: Francisco José Lara Ruiz, spanischer Radrennfahrer
- 9. Februar: Björn Weikl, deutscher Fußballspieler
- 10. Februar: Endre Lund Eriksen, norwegischer Schriftsteller
- 12. Februar: Raylene, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 14. Februar: Cadel Evans, australischer Radrennfahrer
- 14. Februar: Donna Cruz, philippinische Sängerin und Schauspielerin
- 15. Februar: Brooks Wackerman, US-amerikanischer Punk-Schlagzeuger
- 16. Februar: Ian Clarke, Informatiker
- 18. Februar: Beatrice Kaps-Zurmahr, deutsche Bühnen- und Filmschauspielerin
- 18. Februar: Hugo Cunha, portugiesischer Fußballprofi († 2005)
- 19. Februar: Gianluca Zambrotta, italienischer Fußballspieler
- 22. Februar: Hakan Yakin, Schweizer Fußballspieler mit türkischer Herkunft
- 23. Februar: Kristina Šmigun, estnische Skilangläuferin
- 24. Februar: Jean-Pierre Vidal, franzöischer Skirennläufer
- 1. März: Rens Blom, niederländischer Leichtathlet
- 1. März: Nikky Andersson, ungarische Pornodarstellerin
- 2. März: Chris Martin, englischer Musiker in der Band Coldplay
- 3. März: Ronan Keating, irischer Sänger
- 4. März: Daniel Klewer, deutscher Profifußballspieler
- 4. März: Ana Guevara, mexikanische Leichtathletin
- 6. März: Giorgos Karagounis, griechischer Fußballspieler
- 8. März: Johann Vogel (Fußballspiel | | |