Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Luton

Luton

Luton ist eine Stadt in England, nördlich von London gelegen und Teil der Region East of England. Im Südosten der Stadt liegt der Flughafen London-Luton. Der Hauptcampus der University of Luton befindet sich im Stadtzentrum. In der Nähe liegt das 2002 geschlossene Werk des Automobilherstellers Vauxhall. Bis 1997 war die Stadt ein Teil der Grafschaft Bedfordshire; seitdem ist Luton ein selbständiger Stadtkreis (Unitary Authority) und hat 186.179 Einwohner (2001) und eine Fläche von 43,35 km².

Geschichte

Bereits in der Altsteinzeit bestanden hier Siedlungen. Die Gründung Lutons fand im 6. Jahrhundert statt, als ein sächsischen Außenposten am Fluß Lea errichtet wurde. Luton ist im Domesday Book als Loitone mit 700 Einwohnern verzeichnet. In der Stadt, die langsam aber beständig wuchs, gab es einen Markt für die umliegenden Dörfer. Im 14. Jahrhundert fand in Luton zweimal jährlich eine Jahrmarkt statt. Die frühere landwirschaftlich geprägte Wirtschaft wandelte sich im 16. Jahrhundert durch die Ziegelindustrie und im 17. Jahrhundert, als in Luton mit der Anfertigung von Hüten begonnen wurde. Im 18. Jahrhundert beherrschte die Herstellung von Strohhüten die Stadt; dies war zugleich die einzige nennenswerte Industrie. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt stark: Während 1801 3.000 Menschen in Luton lebten, waren es 1850 bereits 10.000 und 1901 fast 39.000. Das erste Rathaus wurde 1847 errichtet, die Anbindung an die Eisenbahn erfolgte 1858 und in den späten 60er Jahren des 19. Jahrhunderts verfügte Luton über ein vollständiges Frisch- und Abwassersystem. 1876 wurde Luton zum Borough erklärt. Im 20. Jahrhundert verschwand der Handel mit Hüten immer mehr, an seine Stelle traten neue Industriezweige. Vauxhall Motors errichtete 1905 eine Automobilfabrik; eine Reihe Maschinenbaubetriebe siedelten sich ebenfalls in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts an. Die Stadt hatte von 1908 bis 1932 ein Straßenbahnnetz; der erste Kino eröffnete 1909. 1915 hatte Luton 50.000 Einwohner. 1919 brannte das alte Rathaus nieder; es wurde erst 1936 ersetzt. 1938 wurde der Luton Airport eröffnet; er gehörte der Stadtverwaltung und wurde von dieser betrieben. Im Zweiten Weltkrieg litt Luton unter einigen Luftangriffen; obwohl nur 107 Menschen um Leben kamen, wurde Luton in weiten Teilen zerstört. Seit 1959 führt die Autobahn M1 im Westen der Stadt vorbei; 1978 wurde ein überdachtes Shopping-Center, das Arndale Centre eröffnet. Seit den 1960er Jahren stieg die Zahl der Starts und Landungen auf dem Flughafen erheblich an, weil die neuen Charter-Fluggesellschaften eher von dort als von den Londonder Flughäfen starteten. 1985 wurde ein weiteres Terminal hinzugefügt; 1990 wurde der Flughafen in London Luton Airport umbenannt. Kurze Zeit später gab Ryanair seinen Stützpunkt am Flughafen auf und zog zum Flughafen London-Stansted. Durch die vielen neuen Billigfluglinien ist die Zahl der Passagiere deutlich angestiegen; von 1992 bis 1998 verdoppelte sie sich. 1999 wurde ein weiteres Terminal eröffnet, außerdem erhielt der Flughafen einen neuen Bahnhof, Luton Airport Parkway. Im Jahr 2000 verkündete Vauxhall das Ende seiner Automobilproduktion in Luton, das Werk wurde im März 2002 geschlossen. Zu Spitzenzeiten waren dort 35.000 Menschen beschäftigt gewesen.

Sport

Der Fußballclub Luton Town spielt in der Football League One.

Berühmte Personen aus Luton


- David Arnold, englischer Filmmusik-Komponist
- John Badham, britischer Filmregisseur
- John Hegley, Dichter
- Arthur Hailey, Autor, Romancier
- Alec Jeffreys, Genetiker, Entwickler des genetischen Fingerabdrucks]]
- Stuart Lewis-Evans, Formel 1-Rennfahrer
- Paul Anthony Young, britischer Sänger und Songschreiber

Städtepartnerschaften


- Bergisch Gladbach, Deutschland
- Bourgoin Jallieu, Frankreich
- Spandau, Deutschland
- Wolfsburg, Deutschland
- Eskilstuna, Schweden

Weblink


- [http://www.luton.gov.uk/ Luton Borough Council] Kategorie:Ort in England Kategorie:Unitary Authority (England)

East of England

East of England ist eine der neun Regionen Englands. 2001 lebten dort 5.388.140 Menschen. Zu ihr gehören die folgenden Grafschaften (counties) und Unitary Authorities: Siehe auch: Verwaltungsgliederung Englands

Weblinks

[http://www.go-east.gov.uk Government Office for the East of England] Kategorie:England

Flughafen London-Luton

Der Flughafen London-Luton (IATA-Flughafencode LTN, früherer Name Luton International Airport) liegt ca. 50 km nordwestlich von London in der Stadt Luton.

Geschichte

Der Flughafen wurde am 16. Juli 1938 vom damaligen Luftverkehrsminister Kingsley Wood eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er als Basis für Kampfflugzeuge von der Royal Air Force genutzt. Nach dem Krieg wurde der Flughafen der Stadtverwaltung von Luton zurückgegeben. Diese führte den Betrieb fort; Fluggesellschaften wie Euravia (jetzt TUI) und Monarch Airlines hatten dort ihren Stützpunkt. 1972 war der Flughafen der profitabelste von ganz England. Er erlitt jedoch im August 1974 einen schweren Rückschlag, als das Reiseunternehmen Clarksons, das auch die Fluglinie Court Line betrieb, in Konkurs fiel. In den folgenden 15 Jahren wurde der Flughafen erneuert, 1985 wurde ein neues internationales Terminal in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit führte Ryanair Flüge von Luton nach Irland durch. 1990 wurde der Flughafen in London Luton Airport umbenannt. 1991 zog Ryanair zum Flughafen London-Stansted um; der Flughafen verlor erheblich an Bedeutung im britischen Transport-Netz. Dies änderte sich schlagartig Ende der 90er Jahre, als Charterfluglinien wie Airtours und die neuen Billigflieger Debonair und easyJet von London-Luton starteten. Außerdem wurde eine neue Eisenbahnstation, Luton Parkway, errichtet. Zur Zeit fliegen Aer Arann, British Airways Citiexpress und die Billigfluglinien Easyjet and Ryanair (unter anderen mit Flügen nach Mailand und Dublin) von Luton. Der Flughafen wird außerdem von den Charterfluggesellschaften Britannia Airways und Monarch Airlines sowie den Frachtfluggesellschaften DHL and Streamline genutzt. Außerdem findet ein reger Verkehr mit Geschäftsflugzeugen statt.

Passagieraufkommen

Anzahl der Passagiere in Millionen: Geschäftsjahr
- 1995/96: 1.9
- 1997/98: 3.4
- 1998/99: 4.4
- 2001 (Kalenderjahr): 6.5
- 2004: 7.5

Verkehrsanbindung

Es besteht eine schnelle Busverbindung zum Bahnhof Luton Airport Parkway, der an der Thameslink-Stecke nach London liegt und unter anderem die Bahnhöfe Kings Cross, City Thameslink, London Bridge und Gatwick Airport verbindet. Die Fahrzeit beträgt nach King's Cross etwa 40 Minuten, man muss aber zusätzliche Zeit für den Pendelbus und mögliche Verspätungen berücksichtigen. Überlandbusse vebinden den Flughafen mit der Londoner Innenstadt, so wie mit anderen Londoner Flughäfen. Außerdem gibt es ein gut ausgebautes Netz von Busverbindungen zu anderen Städten.

Weblinks


- [http://www.london-luton.co.uk/ London Luton Airport Homepage]
- [http://www.thameslink.co.uk Thameslink-Züge] Kategorie:Verkehr (London) London Luton

Vauxhall

Vauxhall hat folgende Bedeutungen:
- ein Stadtteil von London; siehe Vauxhall (London)
- ein Automobilhersteller; siehe Vauxhall (Automobilhersteller)

Bedfordshire

Bedfordshire ist eine Grafschaft in England. Der Verwaltungssitz (county town) ist Bedford. Bedfordshire grenzt an die Grafschaften Cambridgeshire, Northamptonshire, Buckinghamshire (mit Milton Keynes) und Hertfordshire. Luton war bis 1997 Teil der Grafschaft, dann wurde es zum eigenständigen Stadtkreis (Unitary Authority)

Städte und Ortschaften


- Ampthill
- Barton-le-Clay, Bedford, Biggleswade, Beeston
- Clophill, Cranfield
- Dunstable
- Eversholt
- Flitwick
- Hockliffe
- Kempston
- Leighton Buzzard
- Marston Moretaine, Millbrook
- Old Warden
- Sandy, Shefford, Stotfold, Studham
- Toddington
- Whipsnade, Woburn, Woburn Sands

Sehenswürdigkeiten


- Chicksands
- Dunstable Downs
- Elstow Moot Hall
- Luton Hoo
- Stevington Windmill
- Stewartby Lake
- Whipsnade Wildlife Park
- Abtei Woburn
- Woburn Wildlife Park
Kategorie:Englische Grafschaft simple:Bedfordshire

Altsteinzeit

Die Altsteinzeit, das Paläolithikum ist die älteste und längste Periode der Vorgeschichte. Sie entspricht dem Zeitraum, der im allgemeinen Sprachgebrauch mit Stein-Zeit assoziiert wird, in dem die Vor-Menschen und frühen Menschen als Jäger und Sammler lebten, Metalle noch nicht in Gebrauch waren und Werkzeuge aus Steinen, Holz und (in den späten Phasen) Knochen von Beutetieren hergestellt wurden. Die Altsteinzeit beginnt mit den ersten intentionell hergestellten Steinwerkzeugen des Homo habilis und Homo ergaster vor über 2,4 Millionen Jahren. Sie endet etwa 8.000 v.Chr. mit dem Ende der letzten Eiszeit; im Anschluss geht man in der Levante ("Fruchtbarer Halbmond") zum Anbau von Kulturpflanzen und Tierhaltung über, die dort den Übergang in die Jungsteinzeit markieren, in Europa folgt diese Entwicklung wesentlich später, so dass hier auf die Altsteinzeit zunächst die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) folgt.

Unterteilung

Die Altsteinzeit wird gewöhnlich in drei Perioden unterteilt, das Altpaläolithikum, das Mittelpaläolithikum und das Jungpaläolithikum. Innerhalb dieser Perioden unterscheidet man weiterhin bestimmte archäologische Kulturen, die primär durch die für die jeweiligen Zeitstufen charakteristischen Werkzeuge abgegrenzt werden und gleichzeitig kulturelle Entwicklungsstufen der Menschheit darstellen. Diese Kulturen sind in geowissenschaftlicher Tradition meist nach den ersten Fundorten des jeweiligen Zeitabschnitts benannt, z. B. Oldowan (s. u.). Die chronologische Ordnung und Abfolge der im folgenden dargestellten Abfolge dieser Kulturen lässt sich nicht weltweit übertragen. Sie trifft aber auf Mitteleuropa zu, wo die längste Forschungstradition herrscht:
- Altpaläolithikum oder Early Stone Age
  - Oldowan, charakterisiert durch Gerölle mit Schneide, ab ca. 2,5 Millionen Jahren
  - Acheuléen, charakterisiert durch feiner gearbeitete Faustkeile, zunächst in Afrika, vor ca. 1,5 Mio Jahren, ab etwa 1 Million Jahre auch in Europa. Mit der Herstellung der ersten Steingeräte werden meist frühe Menschenformen wie Homo ergaster, Homo erectus und Homo heidelbergensis in Verbindung gebracht. Aus dieser Zeit stammen die ältestpopofick und soen erhaltenen Holzwaffen (Wurfspeere und Wurfhölzer), z. B. Schöningen.
- Mittelpaläolithikum oder Middle Stone Age
Zeit des Neandertalers. Levalloistechnik.
  - Moustérien, ca. 200.000 v. Chr. bis 40.000 v. Chr., das durch sehr fein gearbeitete Werkstücke in zahlreichen, auf die Funktion hin gestalteten Formen charakterisiert ist. Typisch sind fein ausgebildete Faustkeile. Um 40.000 erste Funde des anatomisch modernen Menschen Homo sapiens sapiens neben dem Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis).
  - Micoquien, ca. 130.000 v. Chr. bis 70.000 v. Chr., Technik mit asymmetrischen Faustkeilen
- Jungpaläolithikum (Europa), mit Klingenindustrien:
  - Aurignacien bis ca. 28.000 v. Chr.
  - Châtelperronien bis ca. 34.000 v. Chr. (regional eingeschränkt, Frankreich und Nordspanien)
  - Gravettien von ca. 28.000 v. Chr. bis ca. 21.000 v.Chr. Erstes Auftreten von Venus-Figuren, u.a. Venus von Willendorf.
  - Solutréen von ca. 22.000 v. Chr. bis ca. 18.000 v. Chr.
  - Magdalénien von ca. 18.000 v. Chr. bis ca. 12.000 v. Chr. Erste Höhlenmalereien; jungpaläolithische Kleinkunst; Knochenpfeife in Gudenushöhle. Siehe auch: Portal:Vor- und Frühgeschichte - Urgeschichte - Mensch - Löwenmensch - Venus von Willendorf

Weblinks


- [http://www.landschaftsmuseum.de/seiten/lexikon/altsteinzeit.htm Überblick über die Altsteinzeit (Landschaftsmuseum Obermain Kulmbach)]
- [http://www.kulturverein-nittendorf.de/altsteinzeit/altsteinzeit.htm Altsteinzeit in Nittendorf] Kategorie:Zeitalter Kategorie:Steinzeit ko:구석기 시대

Hut (Kopfbedeckung)

Der Hut ist eine Kopfbedeckung mit einer Krempe.

Funktion

Das Tragen einer Kopfbedeckung im Allgemeinen oder eines Hutes im Besonderen hängt stark von der Mode ab. Der Hut stellt in vielen Kulturen ein Symbol für einen sozialen Status oder die Gruppenzugehörigkeit dar. Hüte werden sowohl von Frauen als auch von Männern getragen, heute selten von Kindern. Früher waren sie grundsätzlich ein unentbehrlicher Bestandteil der Ausgehkleidung. Die eigentliche Funktion des Hutes war die Funktion als Kopfbedeckung zum Schutz gegen Kälte oder Hitze. Heute werden an Stelle des Hutes oft Mützen, Kopftücher oder Kappen (Baseballkappe) dafür verwendet. Allerdings werden heute insgesamt viel weniger Kopfbedeckungen getragen als in früheren Zeiten.

Kulturgeschichte

Griechen

Die Griechen gingen meist barhäuptig, nur der Handwerker setzte die runde Kappe, den Pilos, auf. Der vornehme Grieche trug auf Reisen oder bei der Jagd den breitrandigen Petasos oder die Kausia, die an einer Schnur hängend auch auf dem Rücken getragen werden konnte.

Römer

Runde und spitze Hüte waren bei den Römern vor allem bei Schauspielen, Festen und bei heiligen Riten gebräuchlich. Man erhob im Römischen Reich den Hut zum Symbol der Freiheit, weshalb freigelassene Sklaven bei ihrer Freilassung einen Hut erhielten. Brutus und Cassius ließen nach der Ermordung Caesars auf Münzen einen Hut zwischen zwei Dolchen anbringen, auch dies zum Zeichen der Freiheit nach der Alleinherrschaft. Dies ahmte man in den Niederlanden nach, als man die spanische Herrschaft abgeschüttelt hatte. Erst nach dem Tod Neros wurde die Sitte verbreiteter, Hüte auch im Alltag aufzusetzen.

Deutschland

In Deutschland kommen Hüte zuerst im 10. Jahrhundert vor. So ist der Strohhut ein Abzeichen des Stammes der Sachsen. Sehr verschiedene Formen gab es dann bereits im 12. und 13. Jahrhundert. Seit 1360 sind auch Hutmacher bekannt (Nürnberg). Im 16. Jahrhundert trug man in Deutschland - wie auch in Holland und der Schweiz hohe, spitz zulaufende Hüte mit breiter Krempe, wie man sie bei festlichen Gelegenheiten noch heute in Tirol und in der Schweiz sehen kann. Auch die Form des Zylinders findet sich bereits im 16. Jahrhundert. Hüte waren auch von jeher Symbol politischer Gesinnung gewesen. In Schweden gab es sogar eine Partei, die sich Hüte nannte. Bereits vor 1848 war das Tragen eines grauen Filzhutes mit breitem Rand Zeichen einer demokratischen Gesinnung. Nach 1849 wurden deshalb Träger dieser Heckerhüte genannten Kopfbedeckungen polizeilich verfolgt.

Europa

In Spanien mußten Juden gelbe spitze Hüte tragen. In Frankreich wurden Bankrotteure mit grünen Hüten zur Schau gestellt.

Geweihte Hüte

Der Papst verschenkte in früheren Zeiten Hüte, die er in der Christnacht geweiht hatte, an verdiente Fürsten und Feldherren oder an solche, die er zu gewinnen suchte. Den letzten derartigen Hut erhielt Feldmarschall Daun nach der Schlacht bei Hochkirch.

Kirchenhüte

Die Pronotarien der päpstlichen Kurie tragen einen schwarzen Hut mit Quasten. Die Kardinäle haben einen roten Hut mit 15 Quasten, der Erzbischof einen mit 10, der Bischof einen mit 6 und der Abt einen solchen mit 3 Quasten auf jeder Seite.

Fürstenhüte

Weltliche Fürsten trugen den so genannten Fürstenhut, der zwischen der Grafen- und der Königskrone stand. Der Kurhut der deutschen Kurfürsten wich vom Fürstenhut ab: er besaß keine Metallspangen. Kurfürst

Hüte heute

Der Hut hat seit den 1950er Jahren weitgehend die Verwendung als allgemeine Kopfbedeckung eingebüßt. Mit der Verringerung der Menge der Hüte ging auch die Bedeutung einiger damit verbundener Gegenstände wie Hutständer und Hutschachtel zurück. Ebenso verlor das Hutmacherhandwerk (Putzmacherei) an Bedeutung.

Besondere Hüte

Besonders prachtvolle Hüte sieht man oft in alten deutschen Filmen. Zum Beispiel trug Adele Sandrock ausgesprochen prächtige Hüte. International bekannte Hutträgerinnen im 20. Jahrhundert und weiterhin sind die britische Königin Elisabeth II. und die schwedische Königin Silvia. Bekanntes "Hutevent" ist das Pferderennen auf der königlichen Pferderennbahn in Ascot, bei dem das weibliche Publikum mit phantasievollen Hutkreationen wetteifert. Die Herren tragen meist einen grauen Zylinder zum Cut.

Klassifikation

Man unterscheidet u.a.:
- Filzhut oder Fedora (Filzhut)
- Klapphut (Chapeau Claque)
- Melonenhut auch Bowler (Hut) (nur in England) oder Homburg
- Panamahut besonders luftiger Sommerhut
- Sombrero besonders breite Krempe
- Trilby Jägerhut
- Borsalino eleganter Hut, zugleich italienischer Hersteller
- Strohhut auch "Kreissäge", Malelot, Boater
- Zylinderhut
- Dreimaster
- Dreispitz
- Tweedhut weich, leger Siehe auch: Hut (Heraldik), Toque, Eiserner Hut, Mütze, Liste der Kleidungsstücke Bekleidung

Strohhut

Ein Strohhut ist eine Kopfbedeckung, oft ein Sonnenhut aus geflochtenem Stroh. Stroh Eine in den 1920er - Jahren aufgekommene Männermode war der kleine runde florentiner Strohhut, der wegen seiner Kreisform auch Kreissäge genannt wurde. Wegen seiner Herkunft von den Seeleuten wurde er im englischen Raum auch Boater, im französischen Canotier oder Matelote genannt. Er gehörte sowohl zur kompletten Sonntagsausstattung des perfekten Gentleman, als auch zum Accessoire bei Bällen und Tanzveranstaltungen. Accessoire Bei Arbeiten im Freien ist in der warmen Jahreszeit ein leichter Strohhut ebenfalls anzuraten. Gärtner und Bauern, Winzer und kleine Kinder, die sich fortgesetzter praller Sonne ausgesetzt sehen, ist schon aus gesundheitlichen Gründen ein Sonnenschutz geboten. Besonders im Sommer, auf See oder in den Bergen soll er aber auch Wanderer vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Siehe auch: Mütze, Kleidung, Kopfbedeckung, Panamahut Kategorie:Kopfbedeckung

Rathaus

Ein Rathaus ist ein meist repräsentatives Gebäude und Verwaltungssitz (bzw. Hauptgebäude des Verwaltungssitzes) der Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Rathäuser entwickelten sich seit dem Mittelalter - vor allem seit der Verleihung von unabhängigen Stadtrechten - als bedeutsamster Profanbau der Städte. Hier tagte der städtische Rat, der sich aus einflussreichen Familien oder Patriziern zusammensetzte. Den Zünften und Gilden war das Rathaus - als Sitz des Rates - lange Zeit und vielerorts verschlossen. Der Rathausbau wurde in der Regel im Zentrum der Städte errichtet und nach und nach erweitert. Im Zuge der Gemeindereform in den 1970er Jahren wurden in Deutschland viele Rathäuser heutiger Ortsteile anderen Verwendungen zugeführt.

Bekannte Rathäuser

Bild:Aachen rathaus.JPG|Aachener Rathaus Bild:Rathaus Augsburg.jpg|Augsburger Rathaus Bild:Basler Rathaus.jpg|Basler Rathaus Bild:Rotes Rathaus.JPG|Berlin: Rotes Rathaus Bild:Rathaus Schöneberg 2.JPG|Berlin: Rathaus Schöneberg Bild:Bonner_Rathaus.jpg|Bonn Bild:Braunschweig_Altstadtrathaus_mit_Brunnen.jpg|Braunschweig Image:Bremen-rathaus.jpg|Bremer Rathaus Bild:Breslau-rathaus.png|Breslauer Rathaus (Niederschlesien) Bild:Eisenstadt-altes-Rathaus.jpg|Eisenstadt (Ö.-Burgenland) Bild:Esens2.JPG|Esens (Ostfriesland) Bild:Römer, Frankfurt.jpg|Frankfurt: Römer Bild:Bergerrathaus2.JPG|Frankfurt-Bergen-Enkheim Bild:Fuerth-rathaus-v-SO.jpg|Fürth Bild:Gross-Umstadt.jpg|Groß-Umstadt (Hessen) Bild:Hamburg Rathaus Panorama.jpg|Hamburg Bild:HU-Neustaedter-Rathaus.jpg|Hanau: Neustädter Rathaus Bild:H NeuesRathaus1.jpg|Hannover Bild:Hann muenden rathaus 001.jpg|Hann. Münden Bild:Hildesheim_um_1900.jpg|Hildesheim Bild:Rathaus_ilmenau_01.jpg|Ilmenau (Thüringen) Bild:Kalkar Rathaus.JPG|Kalkar (Niederrhein) Bild:RathausKirchheim.jpg|Kirchheim unter Teck (Württemberg) Bild:Rathaus_landsberg.jpg|Altes Rathaus in Landsberg am Lech Bild:Leuven rathaus nacht.jpg|Löwen (Belgien) (Flandern) Bild:Liberec Town Hall 2003.jpg|Reichenberg (Böhmen) Bild:Luebecker rathaus.jpg|Lübecker Rathaus Bild:RathausMarburg.jpg|Marburg Bild:Rathaus_meppen.jpg|Meppen Bild:Michelstadt_Rathaus.jpg|Michelstadt (Hessen) Bild:Mosbach rathaus.jpg|Mosbach (Baden) Bild:RathausMünster.jpg|Münster (Westfalen) Bild:Nuernberg-rathaus-westfassade-v-sw.jpg|Nürnberg Bild:Oberursel hist rathaus.jpg|Oberursel Bild:Ratusz Poznan od Wielkiej.jpg|Posen (Großpolen) Bild:Marktplatz_Quedlinburg.jpg|Quedlinburg Bild:Rothenburg3.JPG|Rothenburg ob der Tauber Bild:Rathaus-simbach-am-inn_1-1184x856.jpg|Simbach am Inn Bild:Rathaus Tauberbischofsheim.jpg|Tauberbischofsheim Bild:Wn rathaus.jpg|Waiblingen Bild:Weissensee-Rathaus.jpg|Weißensee in Thüringen Bild:Rathaus Wernigerode.JPG|Wernigerode Bild:Wittenberge Rathaus.jpg|Wittenberge Bild:Worms Rathaus.jpg|Worms Bild:Rathaus_Vienna_Eistraum_2005_Nightshot.JPG|Wien Bild:Ratshaus Zurich.jpeg|Zürich Bild:Zwickau Rathaus.jpg|Zwickau ! Kategorie:Stadtbaugeschichte

Eisenbahn

Die Eisenbahn ist ein schienengebundenes Verkehrsmittel zum Transport von Personen und Gütern. Die Fahrzeuge der Eisenbahnen fahren mit zumeist stählernen Rädern auf stählernen Schienen. Spurkränze an den Rädern gewährleisten im Regelbetrieb den Verbleib der Fahrzeuge auf den Schienen. Die Fortbewegung erfolgt heutzutage durch verschiedenartige maschinelle Antriebe in den Fahrzeugen selbst (Triebwagen) oder durch spezielle Zugfahrzeuge (Lokomotiven). Nach dem selben technischen Prinzip funktionieren auch andere Verkehrsmittel, die keine Eisenbahnen im engeren Sinne sind, beispielsweise Straßenbahnen, Stadtbahnen, U-Bahnen, Hochbahnen und Bergbahnen (siehe auch Bahn). Sie sind nach deutschem Recht keine Eisenbahnen. International gelten sie als spezialisierte Eisenbahnen. deutschem Recht

Bezeichnung

Die Eisenbahn entstand aus der Verknüpfung der Rad-und-Schiene-Technik mit maschinellen Antrieben. Das Gewicht der Maschinenantriebe und die Anforderungen an einen glatten Fahrweg führten zum Einsatz von eisernen Schienen anstelle der damals verwendeten Materialien Holz und Stein für Räder und Fahrwege. Daraus leitet sich auch der Name ab: „eiserne Bahn“. Die Bahn ist zunächst der Fahrweg; erst davon abgeleitet wird das Wort „Bahn“ für das ganze Verkehrsmittel (Fahrweg und Fahrzeuge) benutzt (Pars pro toto). Auch in anderen Sprachen bezeichnet das Grundwort ursprünglich den Fahrweg und jetzt das ganze Verkehrsmittel: französisch chemin de fer, niederländisch spoorweg, spanisch ferrocarril, russisch: dschelesnaya daroga (Die eiserne Straße) , englisch: railway. – Im Deutschen aber ist das Wort für den Fahrweg so unscharf geworden, dass es auch für das rollende Material allein benutzt wird: Umgangssprachlich sagt man „Da kommt die Bahn“. Die Deutsche Bahn AG wirkt daran mit: Sie nennt nicht nur eine Zuggattung Regionalbahn, sondern sogar den Zug selbst.

Geschichte und Bedeutung

Regionalbahn Siehe Hauptartikel: Geschichte der Eisenbahn Als historischer Anfang wird allgemein das Jahr 1804 angesehen, als Richard Trevithick die erste Dampflokomotive in Betrieb nahm. Die erste öffentliche Eisenbahn war die 1825 eröffnete Stockton and Darlington Railway in England, die neben Gütern erstmalig auch Personen beförderte. Das Aufkommen der ersten Eisenbahnverbindungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde von den damaligen Zeitgenossen unterschiedlich aufgenommen. Die einen fürchteten sich vor dem Qualm und dem Rauch der Lokomotiven, weitblickendere und unternehmerisch denkende Menschen sahen in der Eisenbahn ein willkommenes Mittel zur Überwindung kleinstaatlicher Bevormundung, speziell in Deutschland. Die eigentliche Bedeutung des Vorgangs hat jedoch zu jener Zeit niemand richtig erkannt, auch nicht das Militär mit seinen Vordenkern. Er lag in der Geschwindigkeit, in der sich die Eisenbahn zu einem vernetztem Verkehrsmittel entwickelte. Aus den bescheidensten Anfängen einer bloßen Transport- und Grubenbahn entstand die Eisenbahn als ein System, das für die damalige Vorstellungen Raum und Zeit überwand. Heinrich Heine schrieb im Pariser Exil: „[...] Ich rieche schon den Duft der deutschen Linden, vor meiner Haustür brandet die Nordsee.“ Siehe auch: Geschichte der Eisenbahn in Deutschland, Geschichte der Eisenbahn in Österreich, Geschichte der Schweizer Eisenbahn

Fahrzeuge

Schienenfahrzeuge der Eisenbahn werden als Züge geführt, die aus einem oder mehreren hintereinander gekuppelten Eisenbahnwagen (Waggons) bestehen. Ein solcher Zug wird meistens von einer Lokomotive gezogen oder geschoben. Ein Triebzug hat eine eigene Antriebsanlage, die sich entweder im Kopf- und/oder Endwagen (Triebkopf) befindet oder über die Wagen verteilt ist (Triebwagenzug). Lokomotiven, Triebköpfe und Triebwagen fasst man unter dem Begriff Triebfahrzeug zusammen. Entsprechend spricht man bei der Bahn von Triebfahrzeugführer (Lokführer ist umgangssprachlich) für den Mitarbeiter, der das Fahrzeug führt. Im Fachjargon gebraucht man auch den Oberbegriff rollendes Material oder Rollmaterial für alle Fahrzeuge der Eisenbahn.

Antrieb

Der Antrieb erfolgte in den Anfangszeiten der Eisenbahn durch Zugtiere (Pferdebahn), später mit Dampfmaschinen-Antrieb, ab 1879 mit Elektroantrieb (erfunden von Werner von Siemens), ab 1900 auch mit Otto- bzw. Dieselmotor-Antrieben und in modernerer Zeit auch mit Turbinen. Die Motoren- und Maschinen-Antriebe drehen meist die Räder, die auf den Schienen (oder mittels anderer Hilfsmittel, z.B. einer Zahnstange zwischen den Schienen, Reibradantrieb (Fell-Lokomotive) o.ä.) abrollen und dadurch das Fahrzeug bewegen. Experimentell wurden auch Propeller- und Strahlantriebe erprobt, die sich jedoch nicht bewährt haben. Die früher üblichen ortsfesten Seilwinden, um Züge auf Steilstreckenabschnitten zu befördern, sind durch die Entwicklung des Lokomotivantriebs mittlerweile unnötig geworden. Auf Hauptstrecken und in dichtbesiedelten Gebieten wird der Elektroantrieb bevorzugt, ansonsten Dieselantriebe. Siehe auch: Baureihenregister

Bahnanlage

Baureihenregister Als Bahnanlage bezeichnet man die Eisenbahn-Infrastruktur. Sie umfasst das Schienennetz, Gebäude und weitere technische Anlagen, die zum Betrieb einer Eisenbahn nötig sind.

Gleis und Unterbau

Beim herkömmlichen Gleis werden die Schienen in kurzen Abständen auf quer liegenden Schwellen befestigt. Die Befestigung erfolgt mit verschiedenen Systemen, z. B. Nägel oder Klemmen. Die Befestigung stellt die Spurweite sicher und verhindert ein Wandern der Schiene in Längsrichtung. Die Schwellen bestehen aus imprägniertem Holz oder in neuerer Bauweise aus Spannbeton. In geringerem Umfang werden Schwellen aus Stahl verwendet. Der Gleisrost aus Schwellen und Schienen wird in einem Gleisbett (meist aus Schotter) gelagert, das die statischen und dynamischen Kräfte aufnimmt und in den Unterbau weiterleitet. Der Oberbau besteht aus dem Gleis und seiner Bettung. Ein moderner Oberbau (z. B. auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Frankfurt am Main nach Köln) hat ein Gleisbett aus Beton, auf dem die Schienen mit Dämpfungselementen montiert sind. Diese Feste Fahrbahn genannte Bauweise erlaubt sehr hohe Geschwindigkeiten bei größerer Laufruhe. Feste Fahrbahn Eisenbahnstrecken erlauben keine große Steigung und erfordern große Kurvenradien. Dafür ist besonders im Gebirge ein aufwändiger Unterbau mit Kunstbauten nötig. Viele Gebirgsstrecken sind wegen ihrer Brücken und Tunnels berühmt. Beispiele sind die Semmeringbahn in Österreich oder die Albulabahn und die Berninabahn in der Schweiz. Wichtige Eisenbahnstrecken (Hauptbahnen) und solche mit einer großen Verkehrsdichte werden meistens zweigleisig gebaut. Auf mehrgleisigen Strecken können Eisenbahnzüge unterwegs kreuzen und mit Einschränkungen überholen, was auf eingleisigen Strecken nur in Bahnhöfen möglich ist.

Elektrifizierung

Elektrische Triebfahrzeuge benötigen eine Fahrstromversorgung. Der Strom wird meistens über eine Oberleitung über dem Gleis zugeführt, seltener (hauptsächlich bei U-Bahnen) über eine Stromschiene seitlich neben dem Gleis. Zum System der Stromversorgung gehören auch die Unterwerke, über die der Strom eingespeist wird. Größere Eisenbahngesellschaften betreiben auch eigene Kraftwerke und Übertragungsleitungen für Bahnstrom.

Bahnhöfe

Die Bahnhöfe entlang der Eisenbahnstrecken sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, halten, überholen, wenden und kreuzen können. "Bahnhöfe" ohne Weichen sind Haltepunkte und gehören zu den Bahnanlagen der freien Strecke. Dort können Züge beginnen, enden und halten.

Bahnbetrieb

Bahngesellschaft

Für den Bahnbetrieb, d. h. die sichere und pünktliche Durchführung von Zugfahrten, sind die Eisenbahngesellschaften zuständig. Bei den Bahngesellschaften unterscheidet man Staatsbahnen -- wo die Eisenbahn in Staatsbesitz ist -- von Privatbahnen. Traditionell werden die Züge meistens von der selben Gesellschaft wie die Infrastruktur betrieben. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts fordert die Politik in Europa eine Trennung der Organisationen in Infrastruktur und Verkehr, um einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten.

Sicherheit

Netzzugang Die Technik der Schienenfahrzeuge hat viele Vorteile, birgt aber auch Gefahren. Eisenbahnzüge haben wegen der geringen Reibung einen langen Bremsweg. Wegen der Spurführung ist es unmöglich, einem anderen Zug oder einem Hindernis auf der Strecke auszuweichen. Neben frontalen und seitlichen Kollisionen (in der Fachsprache Gegenfahrt und Flankenfahrt) führen auch Entgleisungen zu Schaden. Dass die Bahn dennoch als sicheres Verkehrsmittel gilt und es nur selten zu Katastrophen im Schienenverkehr kommt, ist verschiedenen organisatorischen und technischen Massnahmen zu verdanken. Triebfahrzeuge und Bahnanlagen haben Sicherheits-Einrichtungen, die einen möglichst gefahrenfreien Betrieb gewährleisten sollen. Dazu gehören Eisenbahnsignale, Stellwerke und Zugsicherungssysteme, auf den Fahrzeugen die Bremsen und Sicherheitsfahrschaltungen. Diese Systeme sind jedoch noch nicht länderübergreifend standardisiert. Daher muss an den Grenzen häufig noch die Lok mit den zugehörigen Sicherungseinrichtungen gewechselt werden. Das neue System ETCS soll ein europaweiter Standard zur Zuglenkung und -beeinflussung werden. Bevor jedoch ETCS die Sicherheit im Bahnbetrieb gewährleisten wird, werden die bewährten Systeme mit Blockabschnitten bzw. der Linienzugbeeinflussung verwendet. Nachdem sich vom Fahren auf Sicht in den Anfangsjahren der Bahnen verabschiedet hatte, wurde eine Strecke in Abschnitte unterteilt, sog. Streckenblöcke. Ein Streckenblock wird vor einfahrenden Zügen mit einem Signal geschützt Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken bzw. für Züge mit Regelgeschwindigkeiten von über 160 km/h wurde in Deutschland die Linienzugbeeinflussung eingeführt. Hierbei werden dem Triebfahrzeugführer Informationen über vor ihm verkehrende Züge per zwischen den Gleisen verlegten Datenkabeln auf eine Anzeige im Führerstand übermittelt. Bahnübergänge, wo Straßen die Eisenbahn kreuzen, müssen ebenfalls gesichert werden, beispielsweise durch Schranken.

Fahrplan

Das wichtigste Werkzeug im Bahnbetrieb ist der Fahrplan. Er wird so gestaltet, dass ein optimaler Zugsverkehr möglich ist. Bei der Planung müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: Kreuzungsmöglichkeiten in Bahnhöfen und auf der Strecke, die mögliche Höchstgeschwindigkeit des Zuges, Mindestabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zügen (gegeben durch den Abstand der Blocksignale auf der Strecke) und Anschlüsse zu anderen Zügen sowie weitere Abhängigkeiten. Wesentlich für einen wirtschaftlichen Betrieb sind auch der optimale Einsatz von Fahrzeugen und Personal: sie können gleichzeitig nur an einem Ort sein, sollen aber nicht unnötig herumstehen. Ein guter Fahrplan enthält genügend, aber nicht zuviel Reserven, damit kleine Verspätungen nicht auf andere Züge übertragen werden. Fahrgäste schätzen den Taktfahrplan, weil er mit seinem regelmässigen Aufbau leicht zu merken ist. Für den Planer liegen die Vorteile im durchgängigen, symmetrischen System. Taktfahrpläne werden als Netzplan konstuiert. Im Fahrplan werden Züge in verschiedene Zuggattungen eingeteilt, z. B. InterCity für Züge im Fernverkehr oder S-Bahn im städtischen Nahverkehr. Im internen Fahrplan für das Betriebspersonal sind auch Güterzüge und Leerfahrten enthalten.

Betrieb und Automatisierung

Nahverkehr Der Disponent überwacht den Zugsverkehr, besonders, ob der Fahrplan eingehalten wird. Bei Störungen und Verspätungen kann er Massnahmen anordnen, beispielsweise Zugkreuzungen zu einem anderen Bahnhof verlegen oder Züge vorzeitig wenden. Er entscheidet auch darüber, ob Anschlüsse abgewartet oder gebrochen werden. Die betrieblichen Entscheide werden vom Fahrdienstleiter umgesetzt, der im Stellwerk die Verantwortung trägt. Das Einstellen des Fahrweges wurde in der Geschichte der Eisenbahn immer weiter zentralisiert und automatisiert. Stellwerke übernahmen die Bedienung der Weichen und Signale vor Ort. Mit dem Einsatz der Betriebsleittechnik können auch die Stellwerke ganzer Regionen fernbedient werden. Eine automatische Zuglenkung stellt Fahrstraßen anhand von elektronisch gespeicherten Fahrplandaten ein. Auch die Disposition wird durch Computersysteme unterstützt und weitgehend automatisiert.

Rechtliches

Deutschland

Eine Begriffsbestimmung für Eisenbahn findet sich heute in § 2 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG): :„(1) Eisenbahnen sind öffentliche Einrichtungen oder privatrechtlich organisierte Unternehmen, die Eisenbahnverkehrsleistungen erbringen oder eine Eisenbahninfrastruktur betreiben. :(2) Eisenbahnverkehrsleistungen sind die Beförderung von Personen oder Gütern auf einer Eisenbahninfrastruktur. Eisenbahnverkehrsunternehmen müssen in der Lage sein, die Zugförderung sicherzustellen. :(3) Das Betreiben einer Eisenbahninfrastruktur umfasst den Bau und die Unterhaltung von Schienenwegen sowie die Führung von Betriebsleit- und Sicherheitssystemen. [...]“ Keine Eisenbahnen im Sinne dieses Gesetzes sind dabei „andere Schienenbahnen wie Magnetschwebebahnen, Straßenbahnen und die nach ihrer Bau- oder Betriebsweise ähnlichen Bahnen, Bergbahnen und sonstige Bahnen besonderer Bauart“ (§ 1 Abs. 1 S. 2 AEG). Für den Betrieb regelspuriger öffentlicher Eisenbahnen wurde gemäß § 26 Abs. 1 AEG die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) erlassen. Darüberhinaus haben die Bundesländer für nichtöffentliche Eisenbahnen Verordnungen über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen (BOA bzw. EBOA) erlassen. Eine Vereinheitlichung von EBO und BOA/EBOA wird angestrebt. Dabei gibt es das Problem der Bund-Länder-Zuständigkeiten. Die Eisenbahn als Verkehrsmittel wird zum Umweltverbund gerechnet.

Schweiz

Das schweizerische Eisenbahngesetz [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c742_101.html] definiert: :„Eisenbahnen im Sinne dieses Gesetzes sind Unternehmungen, die nach ihrer Zweckbestimmung von jedermann zur Beförderung von Personen und Gütern benützt werden können und deren Fahrzeuge auf oder an Schienen laufen. Der Bundesrat entscheidet über die Unterstellung von Bahnanlagen unter dieses Gesetz.“ (Art. 1, Ziff. I) :„Das schweizerische Eisenbahnnetz besteht aus Haupt- und Nebenbahnen. Hauptbahnen sind die normalspurigen Bahnen, die dem inländischen und internationalen Durchgangsverkehr dienen; Nebenbahnen sind die normalspurigen Bahnen, die in der Hauptsache nur dem Verkehr einer bestimmten Landesgegend dienen, ferner alle Schmalspurbahnen, Zahnradbahnen, Strassenbahnen und Standseilbahnen.“ (Art. 1, Ziff. II)

Siehe auch


- Portal:Bahn
- Bahn (Verkehr)
- Register Bahn - mit über 3000 weiteren Artikeln
- Liste der Listen zu Bahnen
- Deutsche Bahn
- Schweizerische Bundesbahnen
- Österreichische Bundesbahn

Literatur


- Franz Czygan (Hrsg.): Die Eisenbahn in Wort und Bild: Grundzüge des praktischen Eisenbahnwesens nach neuestem Stand der eisenbahntechnischen Wissenschaft in leicht faßlicher Darstellung, Nordhausen, 1928 (2 Bände)Railion Deutschland AG (ehem. DB Cargo AG) (Hrsg.)

Weblinks


- Kategorie:Schienenverkehr ja:鉄道 th:ทางรถไฟ zh-min-nan:Thih-lō· ūn-su

County Borough

County Borough (wörtlich "Grafschaftsbezirk") ist ein Begriff in der Kommunalverwaltung des englischsprachigen Raums, vor allem des Vereinigten Königreichs. Dabei handelt es sich um Verwaltungsbezirke im städtischen Raum, die nicht zu einer County "(Grafschaft") gehören, also auf einer Ebene mit der County stehen, d.h. alle Aufgaben, welche die County übernimmt, in eigener Zuständigkeit erledigen. Man nennt sie daher gelegentlich auch "Grafschaftsfreie Städte" und kann sie mit kreisfreien Städten in Deutschland vergleichen. County boroughs entstanden im Vereinigten Königreich 1889. Bis 1968 wurden noch neue County Boroughs errichtet (etwa 1968 Teesside). Sie alle bestanden bis zur Neuorganisation der Kommunalverwaltung 1974. Damals wurden sie wieder den Counties eingegliedert und zu Districts erklärt bzw. Teile von Districts ("zweistufige Verwaltung"). In England wurden bei der Reorganisation der Kommunalverwaltung in den 1990er Jahren aus vielen bevölkerungsstarken Districts so genannte Unitary Authorities geschaffen, die den früheren County Boroughs in ihrer Funktion ähneln, da auch die Unitary Authorities zu keiner County gehören, das heißt, sie erledigen die Aufgaben der County und des Districts ("einstufige Verwaltung"). Der Begriff County Borough wurde jedoch nicht mehr verwendet. Ebenso verhält es sich in Schottland. In Wales hingegen tragen einige der seit 1996 bestehenden Unitary Authorities (wieder) die Bezeichnung County Borough. In der Republik Irland gibt es heute noch County Boroughs. Es handelt sich um die städtischen Gebiete von Cork, Dublin, Galway (wurde erst 1986 zur County borough erklärt), Limerick und Waterford. Hinzu kommen die County Boroughs Dún Laoghaire-Rathdown, Fingal und South Dublin, die 1994 neben Dublin aus dem bisherigen Gebiet der "County Dublin" gebildet wurden, als die County-Verwaltung von Dublin aufgelöst wurde. Siehe auch: Borough, Städtefusion Kategorie:Irland Kategorie:Britische Geschichte Kategorie:Politische Geographie

Maschinenbau

Ingenieurwissenschaft. Der Maschinenbau (auch: das Maschinenwesen) befasst sich mit dem Entwurf und der Herstellung von Maschinen aller Art. Ausgehend von einzelnen simplen Maschinenelementen werden dabei Anlagen von größter Komplexität wie Fertigungsstraßen und ganze Fabriken entwickelt, gebaut und betrieben. In den heutigen Ingenieurwissenschaften oftmals Kernbereich der Produktionstechnik. Der Maschinenbau ist durch seine Kombination von Grundlagenforschung und Entwicklung von Fertigungsverfahren (auch Produktionsverfahren) ein typisches Fach der Technik. Er setzt physikalische Gesetzmäßigkeiten, insbesondere aus den Teilgebieten Mechanik und Thermodynamik, für die Konstruktion und die Simulation technischer Anlagen ein. Aufgrund der zunehmenden Automatisierung werden technische Anlagen heute mit einer komplexen Mess- und Steuerungs- bzw. Regelungstechnik ausgestattet. Die Konstruktionslehre beschäftigt sich mit den Zielen und Methoden, die ein Maschinenbau-Ingenieur bei der Konstruktion technischer Anlagen beachten muss. Mittlerweile werden die technischen Anlagen mit Hilfe von CAD-Programmen am Computer entworfen. Die dabei erzeugten CAD-Dateien können anschließend einer Simulation unterzogen und von einer CNC- Maschine gefertigt werden. Teilgebiete des Maschinenbaus sind:
- Automatisierungstechnik (siehe auch Robotertechnik)
- Bewegungstechnik und
- Antriebstechnik
- Energietechnik (siehe auch Energie)
- Fahrzeugbau
- Produktionstechnik
- Fertigungstechnik
- Flugzeugbau
- Fördertechnik
- Konstruktionslehre
- Kunststofftechnik
- Leichtbau
- Maschinendynamik
- Materialflusstechnik
  - Fördertechnik
  - Lagertechnik
- Mechatronik
- Medizintechnik
- Messtechnik
- Motorentechnik (siehe auch Motor und Verbrennungsmotor)
- Qualitätsmanagement
- Regelungs- und Steuerungstechnik
- Schienenfahrzeugtechnik
- Schiffbau
- Statistik
- Steuerungstechnik
- Thermodynamik und Strömungslehre
- Technische Mechanik
- Textiltechnik bzw. Textilmaschinenbau
- Verpackungstechnik
- Verkehrstechnik
- Verfahrenstechnik und Prozesstechnik
- Entwicklung und Bau von Wärme- und Wasserkraftmaschinen.
- Werkstofftechnik
- Werkzeugmaschinen

Maschinenbau in Deutschland

In vielen Staaten ist der Maschinenbau die wichtigste Industriesparte. In der Bundesrepublik Deutschland steht er an zweiter Stelle der Produktion und zählt allein in Nordrhein-Westfalen 200.000 Arbeitnehmer (Umsatz 30 Mrd. Euro). Auch in Baden-Württemberg macht er über 20% der Wirtschaft aus. Von 1995 bis 2002 wuchs der deutsche Export in 20 Industrieländer um 25 bis 100%. Mit 5700 Unternehmen und 875000 Beschäftigten ist der Maschinen- und Anlagenbau die größte Branche Deutschlands vor der Elektroindustrie und dem Straßenfahrzeugbau. Gemessen am Umsatz von rund 130 Milliarden Euro steht die Branche auf Rang drei. Maßgeschneiderte Kundenlösungen führen zu einem Pro-Kopf-Umsatz im Maschinenbau von rund 148 000 Euro. Rund 70 Prozent des deutschen Umsatzes gehen ins Ausland. Der deutsche Maschinenbau ist vor den USA der führende Anbieter im Welthandel mit einem Anteil von 19 Prozent. An Technischen Hochschulen und Technischen Universitäten ist Maschinenbau eine der drei klassischen Fakultäten neben Elektrotechnik und Bauwesen für angehende Diplomingenieure. Neu gegründete Fachhochschulen und (schon länger existierende) technische Mittelschulen besitzen fast immer große Abteilungen für Maschinenbau und -Entwicklung.

Siehe auch


- Mechatronik, Motor, Industrie, Themenliste Maschinenbau

Weblinks


- [http://www.vdma.org VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbaue e.V.)]
- [http://www.swissengineering.ch/ Schweizerischer Technischer Verband]
- [http://www.vdma.org/ilwwcm/connect/Home/de/Verband/VDMA_Presse/Pressemitteilungen/ Aktuelle Pressemeldungen im Maschinenbau]
- [http://www.mmm-nrw.de/upload/news/Vortrag%20At%20220503.pdf VDMA-Vortrag zur Bedeutung des Maschinenbaus in NRW]
- [http://www.vdi.de/ Verein Deutscher Ingenieure (VDI)]
- [http://www.aser.uni-wuppertal.de/prg/automatsys/index.htm Interaktives Online-Werkzeug zur Gefahrenanalyse von automatisierten Fertigungssystemen]
- [http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Wirtschaft/Branchenfokus/Industrie/maschinen-und-anlagenbau.html Branchenskizze des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit] Kategorie:Ingenieurwissenschaft ! ja:機械工学 ko:기계 공학 ms:Kejuruteraan mekanikal th:วิศวกรรมเครื่องกล

Straßenbahn

] ] ] Die Straßenbahn, auch (z. T. umgangssprachlich) Bim, Elektrische, die Tram, das Tram (v.a. gebräuchlich in der Schweiz), offizielle Abkürzung in Deutschland Strab, ist ein fast immer elektrisch betriebenes, schienengebundenes Transportmittel im Öffentlichen Personennahverkehr, welches sich den speziellen Bedingungen des Straßenverkehrs anpasst. Sie verkehrt in der Regel im Stadtbereich, wobei die Gleise in der Straße verlegt sind, jedoch gibt es in neuerer Zeit im Rahmen von Beschleunigungsmaßnahmen auch Strecken auf eigenem Bahnkörper und Tunnelstrecken. Als Regionalstadtbahn verbindet sie Vororte mit dem Zentrum wie in Karlsruhe oder zukünftig auch in Kassel. Zunehmend wird hier von einer Stadtbahn statt einer Straßenbahn gesprochen, die Unterscheidung ist jedoch fließend. Überlandstraßenbahnen fahren auch außerhalb geschlossener Ortschaften wie die Thüringerwaldbahn und die Kirnitzschtalbahn. Bei Überlandstraßenbahnen ist der Übergang zur Eisenbahn oft sehr fließend und ist häufig nur von der Art der Konzession abhängig. Häufig betreiben Überlandstraßenbahnen auch Güterverkehr auf den Überlandstrecken, wobei die Güterwagen mitunter von Lokomotiven gezogen werden, während der Personenverkehr mit Straßenbahntriebfahrzeugen stattfindet. Die Straßenbahn kombiniert die Vorteile großer Fahrgastkapazität mit dichter Haltestellenfolge. Um einen schnellen Fahrgastwechsel zu ermöglichen, haben die Fahrzeuge viele Türen, viel Stehfläche und daher weniger Sitze. Auf Überlandlinien mit längeren Haltestellenabständen gibt es dagegen weniger Türen und mehr Sitze. Im Bereich mancher Ballungszentren wie dem Rhein-Neckar-Gebiet und dem Ruhrgebiet sind die Streckennetze mehrerer Straßenbahnbetriebe untereinander verbunden. Solche Verbindungsstrecken werden als Überlandstraßenbahnen bezeichnet und sind für Eisenbahnfreunde von besonderem Interesse. Überlandstraßenbahn

Gesetzliche Bestimmungen

Deutschland

Straßenbahnen werden in Deutschland nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen, kurz BOStrab, betrieben, sie unterscheiden sich damit von den Eisenbahnen, die der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, kurz EBO, unterliegen. Diese Trennung orientiert sich an den unterschiedlichen Betriebsanforderungen an Straßenbahnen, die üblicherweise am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen und zum Beispiel auf Sicht fahren sowie Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) besitzen müssen, und an Eisenbahnen, die mit höheren Geschwindigkeiten vor allem auf besonderem Bahnkörper, durch Signale gesteuert und getrennt, verkehren. Mischbetrieb mit Straßenbahnfahrzeugen auf Eisenbahnstrecken und umgekehrt erfordert die Einhaltung beider Verordnungen, wenn nicht von den Aufsichtsbehörden Sondergenehmigungen erteilt werden. Derartige Bahnen werden meist als Stadtbahn bezeichnet.

Österreich

In Österreich hingegen sind Straßenbahnen Eisenbahnen im Sinne des Eisenbahngesetzes 1957 . Die näheren Bestimmungen über Betrieb, Anlagen, Fahrzeuge, Signale und dergleichen sind in der vom Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr (jetzt: Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie) auf Grund von § 19 Abs. 4 des Eisenbahngesetzes erlassenen Straßenbahnverordnung 1999 geregelt.

Schweiz

In der Schweiz werden Straßenbahnen in Art. 2 des Eisenbahngesetzes (EBG) als Nebenbahnen definiert. Gesetzliche Regelungen, welche Straßenbahnen betreffen, finden sich auf Bundesebene unter anderem in der Verordnung über Bau und Betrieb der Eisenbahnen (Eisenbahnverordnung, EBV), in der Signalisationsverordnung (SSV) sowie in Art. 48 "Regeln für Strassenbahnen" des Strassenverkehrsgesetzes (SVG), in dem festgehalten ist: "Die Verkehrsregeln dieses Gesetzes gelten auch für Eisenbahnfahrzeuge auf Strassen, soweit dies mit Rücksicht auf die Besonderheiten dieser Fahrzeuge, ihres Betriebes und der Bahnanlagen möglich ist." Dazu kommen kantonale Regelungen, z.B. in Basel-Stadt der Grossratsbeschluss betreffend Vereinbarung mit dem Kanton Basel-Landschaft vom 26. Januar 1982 über die Basler Verkehrs-Betriebe und die BLT Baselland Transport AG.

Technik

Antrieb

Basel-Stadt] Die ersten Straßenbahnen wurden von Pferden gezogen, es gab bald auch dampfbetriebene und 1881 erstmals elektrisch angetriebene Straßenbahnen. Vereinzelt gab es auch Bahnen mit Akkumulatoren oder Gasmotorantrieb, weitgehend setzte sich jedoch der elektrische Antrieb für Straßenbahnen durch. Die Antriebsenergie einer elektrischen Straßenbahn wird mittels Stromabnehmer von Oberleitungen oder (in Tunneln) von Stromschienen abgenommen. Aus ästhetischen Gründen (Verzicht auf die Oberleitung) wurde manchmal auch eine Stromabnahme aus unterirdischen Stromschienen eingebaut, so z.B. auf der Wiener Ringstraße. Neuerdings werden (so in Bordeaux) wieder entsprechende Versuche mit unterirdischer Stromabnahme unterhalb des Fahrzeugbodens gemacht. Bei modernen Straßenbahnfahrzeugen werden zum Bremsen die Motoren als Generatoren geschaltet, so dass elektrische Energie zurück in die Fahrleitung gespeist wird. Als Stromsystem wird fast immer Gleichstrom mit einer Spannung zwischen 500 Volt und 750 Volt verwendet. Der Wert der gewählten Spannung variiert von Betrieb zu Betrieb. Es gab früher auch an manchen Orten Straßenbahnen die mit Drehstrom fuhren, was aber wegen der aufwändigen dreipoligen Oberleitung nur selten angewendet wurde. In jüngster Zeit (z.B. Wiener "ULF") kommen jedoch wieder Drehstrommotoren zum Einsatz.

Fahrzeugkonstruktion

Die frühen Straßenbahnen setzten zu den elektrischen, zunächst meist zweiachsigen Triebwagen ein bis zwei angehängte Beiwagen ein, auf Überlandstrecken auch mehr. Die Beiwagen waren häufig umgebaute Wagen der vormaligen Pferdebahn. Üblich waren zwei Varianten: offene Sommerwagen sowie geschlossene Wagen für den Winter. Die Entwicklung der Fahrzeuge war geprägt durch die Wünsche der jeweiligen Straßenbahnbetriebe, denen die Hersteller mit der Fertigung von individuellen Kleinserien folgten. Die oft kleinräumigen Raumverhältnisse in den Städten erzwangen zudem auch besondere Anpassungen, aus denen heraus beispielsweise die vorn und hinten verjüngten „Hechtwagen“ entstanden. Die frühen Straßenbahnwagen hatten häufig Längs- oder Querbänke mit einem Mittelgang, auf dem der Schaffner mit dem mancherorts in Deutschland typischen Galoppwechsler die Fahrgelder von den Fahrgästen eintrieb. Umstellungen des Betriebes auf einen festen Schaffnersitz führten zu den „Sambawagen“ mit großer Aufnahmefläche im Eingangsbereich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde erstmals bei der Hamburger Straßenbahn vierachsige Großraumwagen mit Fahrgastfluss eingeführt. Mit der Entwicklung der längeren Gelenkwagen wurden die Beiwagen zunehmend verdrängt. In den 1980ern begann die Entwicklung der Niederflurtechnik sowie die Modularisierung der Fahrzeuge. Moderne Fahrzeuge werden von Herstellern wie Bombardier Transportation in Modulbauweise hergestellt und sind an die örtlichen Gegebenheiten anpassbar (Normalspur/Meterspur, Fahrzeugbreite, Türen rechts/links/beidseitig, Fahrt in eine oder beide Richtungen, Achsanzahl, Niederfluranteil). Beispiele für derartige Fahrzeugserien sind der Combino und die Variobahn.

Geschichte

Der Beginn der Entwicklung im 19. Jahrhundert

Variobahnwagen Typ Metropol von 1885]] Die Entwicklung der Straßenbahnen begann mit der Einführung der Pferdebahnen oder den Rösslitrams. Die erste wurde am 26. November 1832 in New York eröffnet. Später sind sie auf einzelnen Linien durch Dampfstraßenbahnen ersetzt worden. Die erste deutsche Dampfstraßenbahn fuhr ab 1877 in Kassel. Es wurde auch mit weiteren Antriebsarten experimentiert, doch schon bald überzeugte der elektrische Antrieb durch seine Leistungsfähigkeit. Die erste elektrische Straßenbahn der Welt nahm am 16. Mai 1881 in Lichterfelde bei Berlin den Betrieb auf. Die von Werner von Siemens gebauten Wagen hatten eine Länge von 4,3 Metern und fuhren auf einer 2,5 Kilometer langen Strecke mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 km/h. Die Stromaufnahme des 3,7 kW (5 PS) starken Motors erfolgte über beide Schienen. In Österreich eröffnete die erste elektrische Straßenbahn am 22. Oktober 1883 zwischen Mödling und Hinterbrühl den Betrieb, in der Schweiz am 6. Juni 1888 das erste Teilstück der Tramway Vevey-Montreux-Chillon.

Zulassung in Deutschland

Tramway Vevey-Montreux-Chillon] Genehmigungen, Konzessionen und Betriebsvorschriften von Straßenbahnen wurden in Deutschland zunächst von lokalen und regionalen Behörden, Eisenbahnverwaltungen und Aufsichtsbehörden allein oder in gemeinsamer Abstimmung vorgegeben, wobei selbst innerhalb eines Landes lokal uneinheitlich vorgegangen wurde. Die ersten Pferdebahnen wurden offenbar durchgängig bereitwillig genehmigt und die Vorschriften meist von den Polizeidirektionen erlassen. Sie wurden dabei mehr den Pferdeomnibussen gleichgestellt, wobei zunächst offen war, ob sie als Eisenbahnen betrachtet werden sollten oder nicht. Richtungsweisend war schließlich das preußische Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. Juli 1892, in dem dreierlei unterschieden wurde: Bahnen ohne Maschinenbetrieb (Pferdebahnen) – die regionalen Polizeibehörden unterstanden, Kleinbahnen mit Maschinenbetrieb (zu denen auch die Straßenbahnen zählten) – die dem Kleinbahngesetz unterlagen, und Eisenbahnen – die der Eisenbahngesetzgebung unterstanden. In den Ausführungsbestimmungen von 1898 wurden die Kleinbahnen differenziert in Straßenbahnen und nebenbahnähnliche Kleinbahnen. In der Folge setzte in Preußen ein Boom im Kleinbahn- und Straßenbahnbau ein, da die Gesetzeslage jetzt einheitliche und gegenüber Eisenbahnen erheblich vereinfachte Betriebsvorschriften und Genehmigungen vorsah. Angeregt durch diesen Erfolg übernahmen andere deutsche Länder den Grundgedanken dieser Gesetzgebung. Auch in der Weimarer Republik bestanden diese Regelungen fort. Die Eisenbahngesetzgebung wurde bereits in den 1920er Jahren vereinheitlicht, aber erst 1937 die ab 1. April 1938 deutschlandweit geltende Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen, kurz BOStrab, erlassen und frühere Gesetze aufgehoben. Fortan wurde nur mehr zwischen Straßenbahnen einerseits und Eisenbahnen andererseits unterschieden. Die Verkehrsunternehmen, die bisher unter die Kleinbahngesetzgebung der Länder fielen, mussten entscheiden, ob sie ihren Betrieb zukünftig als Straßenbahnen oder als Eisenbahnen durchführen wollten. Bedingt durch die vorangegangene unterschiedliche gesetzliche Entwicklung in den deutschen Ländern wurden ab 1938 zum Beispiel die großen Straßenbahn- und Kleinbahnnetze an Rhein und Ruhr (Preußen) bis auf Ausnahmen als Straßenbahnen betrieben, im Land Baden wurden vergleichbare elektrische Überlandbahnen zu Eisenbahnen. Seit 1938 wurden die Bestimmungen immer wieder aktuellen Erfordernissen und Bedingungen angepasst; die Grundprinzipien – die Unterscheidung zwischen Straßenbahn und Eisenbahn mit vereinfachten Betriebsvorschriften für die Straßenbahn – blieben bis heute erhalten.

Verbreitung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

In rascher Folge sind weltweit viele Straßenbahnbetriebe – in Deutschland gab es diese um 1900 in circa 150 Städten – gegründet worden und verdrängten alle andere Traktionsarten. Die Straßenbahn entwickelte sich zum Massentransportmittel. Sie beeinflusste in maßgeblicher Weise Entwicklung und Planung der Städte, indem sie das Umland mit der Stadt verband und durch kostengünstige Reisemöglichkeiten und ihre große Beförderungskapazität die Bedingungen für die Ansiedlung großer Industrien an der Peripherie der Städte schuf. Am Anfang des 20. Jahrhundert entstanden überwiegend in Europa und den USA sehr viele Bahnen, die auch außerhalb der Städte aus Kostengründen nicht auf eigener Trasse, sondern auf bereits vorhandenen Straßen verkehrten, ohne als Straßenbahn konzipiert zu sein. Die Konflikte mit dem Straßenverkehr waren durchaus programmiert und auch gewünscht. So haben sich manche Konzessionsbetriebe lange Zeit geweigert, ihre Schienen so zu verlegen, dass diese von anderen Fahrzeugen passiert oder überquert werden konnten. Diese Epoche wird als die Zeit der Eisenbahnschlachten in der Verkehrsgeschichte gehandelt. Konflikt Um 1920 war der Höhepunkt der Straßenbahnentwicklung erreicht, als in Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien fast alle Groß- und Mittelstädte, aber auch viele Kleinstädte über Straßenbahnen verfügten. Zu jener Zeit waren ausgedehnte Überlandstraßenbahnnetze sehr verbreitet. Weltweit existierten damals über 3.000 Straßenbahnbetriebe, nur wenige davon in Afrika und Asien. Es bestanden neben sehr großen Netzen auch diverse Klein- und Kleinstbetriebe, und in den Großstädten existierten oft mehrere, bis zu zwei Dutzend, einzelne, private Betriebe nebeneinander. Zunächst in Nordamerika, später auch in Europa und den anderen Kontinenten, reduzierte sich mit dem Aufkommen des Individualverkehrs die Zahl der Straßenbahnen. Die Betriebe mussten häufig geschlossen werden, da vielerorts jahrzehntelang kaum noch in sie investiert wurde und sie fast vollständig veraltet waren. Für die stillgelegten Straßenbahnen sind häufig Oberleitungsbussysteme eingerichtet worden, in der Mehrzahl überwogen jedoch Omnibusse mit Verbrennungsmotoren.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Verbrennungsmotor Die Stilllegungswelle verlangsamte sich zunächst durch den 2. Weltkrieg, da viele Busse für den Kriegsdienst verwendet wurden. Obwohl in der Sowjetunion nach Beendigung des Krieges ab 1945 neue Betriebe eröffnet wurden, nahm insgesamt die Zahl der Straßenbahnen ab. In vielen Städten wurden die zerstörten Straßenbahnen nicht wieder aufgebaut und weiter durch Busse ersetzt. Zudem war damals die Meinung vorherrschend, die Straßenbahn zerschneide und behindere den automobilen Verkehrsfluss und deshalb wurden auch nicht zerstörte Linien stillgelegt. Um 1970 schien sicher zu sein, dass in wenigen Jahrzehnten der letzte Straßenbahnbetrieb geschlossen werden würde. So wurden in jener Zeit überwiegend der Einsatz von Omnibussen und der Bau von U-Bahnen gefördert. Doch die weltweite Entwicklung schlug eine andere Richtung ein. Der extrem angestiegene Individualverkehr in den Städten hatte die Lebensqualität und die Ölkrise das Bewusstsein der Menschen derart verändert, dass eine neue Verkehrspolitik notwendig war. Besonders Deutschland, aber auch zahlreiche andere Staaten, hatten sich inzwischen um eine Modernisierung ihrer Straßenbahnen bemüht, in dem sie sie durch eigene Gleiskörper und den Bau einzelner Tunnelabschnitte von den Behinderungen des Individualverkehrs unabhängiger machten. Aus der Straßenbahn entstand so mancherorts eine Stadtbahn. Die nun zunehmenden Fahrgastzahlen bewiesen die Akzeptanz der Veränderung durch die Bevölkerung. Die Einführung der Niederflurtechnik zeigte die Möglichkeiten und die Bequemlichkeit des bewährten Verkehrsmittels.

Verbreitung ab Ende des 20. Jahrhunderts

Niederflurtechnik] Niederflurtechnik]] Eine weltweite Trendwende begann ab 1980 zunächst in Nordamerika, etwas später dann auch in Europa, als neue Straßen- und Stadtbahnbetriebe eröffnet wurden. Obwohl seitdem auch einige kleine und unrentable Betriebe stillgelegt wurden, stieg durch Neueröffnungen die Anzahl der Straßenbahnbetriebe insgesamt an. Dort, wo neue Betriebe eröffnet und bestehende Netze erweitert wurden, überschritten die Fahrgastzahlen in der Regel sämtliche Prognosen. Die Wiedereinführung der Straßenbahn ging vielfach mit einem Umbau der durch sie genutzten Straßen und auch der Stadtzentren einher, indem man die Aufteilung des Straßenraumes veränderte. Die Flächen für den Individualverkehr wurden reduziert und Straßenbahn, Radfahrer sowie Fußgänger bekamen mehr Platz. Besonders in Frankreich, aber auch in den USA, findet man Beispiele derartiger Verkehrspolitik. Die teilweise Benutzung vorhandener oder brachliegender Eisenbahnstrecken – Karlsruhe war und ist hier beispielgebend – schaffte weitere Möglichkeiten der Erschließung neuer Verkehrsräume. Die Menschen waren nun in der Lage, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Umsteigen zügig die Stadtzentren zu erreichen. Sogar von Güterstraßenbahnen, die früher gang und gäbe waren, wird wieder gesprochen. In Dresden wird auf der Straßenbahn mittlerweile ein Güterverkehr zur Versorgung der VW-Manufaktur (Gläserne Manufaktur) betrieben. Der Transport der Fahrzeugteile geschieht mit einer eigens dafür gefertigten Güterstraßenbahn, der CarGoTram. Auch in Wien ist derzeit eine Studie mit dem Projekttitel Güterbim in Auftrag, die die Straßenbahn als Gütertransportmittel innerhalb der Stadt untersucht.

Perspektiven

Gab es um 1980 nur noch etwa 300 Straßenbahnbetriebe weltweit, so sind es heute schon wieder rund 360. Laut UITP, des internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen, sind gegenwärtig zudem etwa 100 Straßen- und Stadtbahnsysteme im Bau beziehungsweise in Planung. Dort, wo Buslinien nicht mehr leistungsfähig genug und U- oder S-Bahnen nicht rentabel sind, ist die Straßenbahn das ideale Verkehrsmittel. Sie verkehrt mit hoher Geschwindigkeit durch Tunnelabschnitte und auf eigenen Gleiskörpern, an manchen Orten benutzt sie heute auch Eisenbahnstrecken mit und erschließt das Umland. Sie ist umweltfreundlich, leistungsfähig und kann sicher, weil spurgeführt, durch autofreie Bereiche und enge Altstadtgassen fahren. Den Städten wird so ein schon verloren geglaubtes Stück Lebensqualität zurückgegeben. Nach Einschätzung der UITP wird sich die seit Anfang der 1980er Jahre veränderte Verkehrspolitik fortsetzen. Diese macht einerseits durch den stärkeren Umweltschutzgedanken das Verkehrsmittel Straßenbahn wieder populär und verhindert andererseits geplante U-Bahnvorhaben aufgrund nicht ausreichender finanzieller Mittel. Obwohl es in Zukunft sicher weiterhin zu einzelnen Stilllegungen kleiner oder unrentabler Betriebe kommen wird, ist also insgesamt mit einer weiteren Zunahme der Straßenbahnbetriebe zu rechnen.

U-Straßenbahn

Als U-Straßenbahn werden Straßenbahnen bezeichnet, die unterirdisch und dadurch unbehindert vom sonstigem Verkehr fahren. U-Straßenbahnen waren in manchen Städten die Vorgänger von U-Bahnen und wurden auch als Premetro oder Stadtbahnen bezeichnet.

Regionaltypisches

U-Straßenbahn in Dresden]] In Wien wird die letzte Straßenbahn in der Nacht als die Blaue bezeichnet. Diese Bezeichnung rührt daher, dass das Liniensignal der jeweils letzten Garnitur blau unterlegt war. Außerplanmäßige Einschubzüge werden durch ein Zebrasignal, eine schwarz-weiß quergestreifte Karte im Fahrerfenster, gekennzeichnet. In zahlreichen deutschen und Schweizer Städten wird die letzte Bahn der Nacht als Lumpensammler bezeichnet. In Gotha verkehrt die Linie 4 als Überlandstraßenbahn bis Tabarz, genannt die Thüringerwaldbahn. Thüringerwaldbahn] In Frankfurt am Main verkehrt als Touristenattraktion der Ebbelwei-Express nach festem Fahrplan. Im Fahrpreis ist ein Glas Apfelwein enthalten. Es ist die einzige Straßenbahnlinie, auf der Fahrkarten noch bei einem Schaffner erworben werden müssen. In Helsinki ist nach ähnlichem Konzept eine Straßenbahn als rollendes Pub unterwegs. In Zwickau verkehren RegioSprinter der Vogtlandbahn gemeinsam mit der Zwickauer Straßenbahn auf einem Dreischienengleis zwischen der Stadthalle und der Haltestelle Zentrum. In Gmunden findet sich der älteste, steilste (10 % Steigung) und kleinste Straßenbahnbetrieb Österreichs, bis heute im Linienbetrieb. In Dresden betreibt die Dresdner Verkehrsbetriebe AG die zeitweilig weltlängsten Straßenbahnen vom Typ Niederflurstadtbahnwagen NGT D12DD. Diese haben eine Länge von 45m. Längere Bahnen werden zum Beispiel in Budapest eingesetzt. Spezielle Straßenbahnen (CarGoTram) werden zum Gütertransport verwendet, insbesondere zur Gläsernen Manufaktur von Volkswagen am Großen Garten. Volkswagen In Chemnitz verbinden Niederflur-Straßenbahnen der City-Bahn Chemnitz GmbH die Stadt mit dem Umland und befahren dabei sowohl das Straßenbahnnetz der Chemnitzer Verkehrs AG (CVAG) als auch das Schienennetz der DB. Die Pilotstrecke des sogenannten "Chemnitzer Modells" führt über eine Länge von 23 Kilometer vom Chemnitzer Stadtzentrum in die Stadt Stollberg. In Stuttgart ist die Straßenbahn ein Auslaufmodell. Ihr Aussterben ist definitiv beschlossen. Von zahlreichen Linien ist heute nur noch die Linie 15 übrig, die allerdings ebenfalls schon auf Stadtbahnbetrieb umgestellt wird.

Bim

Stuttgart Bim ist ein in Österreich gebräuchlicher Kosename für die "Straßenbahn", es ist die Abkürzung des süddeutschen bzw. österreichischen Begriffs Bimmelbahn. Bimmeln meint das Betätigen der lauten Fußglocke durch den Fahrer der Straßenbahn. Der meist wohlwollend verwendete Begriff hat sich auch durch den Ausdruck "Bim und Bus" im Sprachgebrauch zunehmend festgesetzt, so wird bei dem Wiener Projekt einer neuartigen Güterstraßenbahn auch offiziell von einer Güterbim gesprochen. Güterbim]

Köln

Das Netz der Kölner Verkehrs-Betriebe umfasst in Köln und Umgebung 15 Straßenbahnlinien, die das gesamte Stadtgebiet erschließen und schrittweise auf Stadtbahn-Standard gebracht werden. Auf den meisten Linien der Stadtbahn Köln werden Wagen der Typen K4000 (Niederflur), Stadtbahnwagen B und K5000 (Hochflur) eingesetzt. Auf der Linie 6 werden noch alte Ein-Richtungs-Straßenbahnwagen (Acht Achsen und fünf Türen, daher als A5-Wagen bezeichnet) eingesetzt. Diese Fahrzeuge wurden in den 90er Jahren größtenteils in die Türkei verkauft und teilweise in den letzten Jahren verschrottet. Bis spätestens Frühjahr 2006 werden die neuen Niederflur-Stadtbahnwagen K4500 in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, dass auch die letzten verbliebenen Achtachser ausgemustert werden können.

Betriebe

Afrika

Amerika

Asien

Australien

Europa

Österreich

Wien

- [http://xover.mud.at/~tramway/stvkr-a-wiki/index.php/Stra%C3%9Fenbahn_%28Wien%29 Straßenbahn in Wien]

Kuriosa

Die (Fern-)Straßenbahnen zwischen Düsseldorf und Duisburg und Düsseldorf und Krefeld besaßen früher einen Speisewagen im 2- oder 3-Wagen-Zug. Noch heute gibt es in den Fahrzeugen dieser (jetzigen Stadtbahn-) Linien der "Rheinbahn" eine Snack-Bar (Bistro) – sie wird aber auf der Duisburger Strecke nicht mehr bewirtschaftet.

Nicht-elektrisch betriebene Straßenbahnen

Gottlieb Daimler betrieb zur Demonstration und Weiterentwicklung des von ihm entwickelten Viertakt-Benzinmotors von 1887 bis 1899 eine Motor-Straßenbahn auf 45 cm Spurweite, die von seiner Werkstatt unweit des Kursaals in Bad Cannstatt durch die Königstraße (heute König-Karl-Straße) zum Wilhelmsplatz (heutige Strecke der Stadtbahnlinie U2) führte. Gleise und Betriebsanlagen ließ Daimler auf eigene Kosten errichten. Zum Einsatz kamen kleine, zweiachsige, offene Verbrennungstriebwagen mit "Dos-à-dos"-Längssitzbänken. Für die ca. 700 m lange Strecke benötigten die Wagen etwa zwei Minuten. Die Bahn galt als Attraktion und erfreute sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit, auch die Antriebstechnik bewährte sich, so dass von den damaligen Pferdebahngesellschaften „Stuttgarter Pferde-Eisenbahnen“ (SPE) und „Neue Stuttgarter Straßenbahnen Lipken & Co.“ (NSS) bald Anfragen für einen Einsatz der Verbrennungsmotortechnik in ihren Fahrzeugen vorlagen. Es wurden drei Versuchsfahrzeuge gebaut und auf den Stuttgarter Pferdebahnnetzen zu teilweise öffentlichen Probefahrten eingesetzt, die aber aus verschiedenen Gründen nicht befriedigten. Ab 1895 setzte sich schließlich endgültig die elektrische Traktion in Stuttgart durch. Dennoch konnte Daimler aufgrund der guten Erfahrungen mit der Cannstatter Versuchsstrecke mehrere Aufträge zur Einrichtung von Touristenbahnen erhalten. Als 1899 die meterspurige elektrische Cannstatter Straßenbahn durch die Königstraße gebaut wurde, verlor die Daimler-Bahn an Bedeutung und wurde eingestellt. Erhalten blieben Teile der Fahrzeugremise als Unterstehhütte im unteren Kurpark und ein 1894 erbauter Motorwagen, der heute im Daimler-Benz-Museum in Bad Cannstatt ausgestellt ist. An einigen Orten wurden, wenn sich etwa der Bau einer „vollwertigen“ Eisenbahn nicht lohnte, gegen Ende des 19. Jahrhunderts Dampfstraßenbahnen errichtet, die meist mit speziellen Kleinlokomotiven und Leichtbau-Personenwagen betrieben wurden und überwiegend im Straßenplanum verlegt waren. Bekanntes Beispiel ist die Filderbahnstrecke von Degerloch nach Hohenheim, die von 1888 bis zu ihrer Elektrifizierung 1902 mit Dampf betrieben wurde. Heute vermittelt am ehesten noch die (allerdings als Eisenbahn konzessionierte) Chiemseebahn von Prien nach Stock einen Eindruck von den damaligen Dampfstraßenbahnen. Die 1970 stillgelegte Inselbahn auf Sylt war die letzte nicht elektrisch betriebene Straßenbahn in Deutschland. Allerdings fährt in Bad Doberan die dampfbetriebene Schmalspurbahn „Molli“ stellenweise wie eine Straßenbahn durch den Ort, was viele Touristen anzieht. Molli]

Kabel-Straßenbahn

Straßenbahnen mit Standseilbahn-Technik werden als Kabelbahnen bezeichnet. Weltweit sind nur noch einige wenige in Betrieb, wobei die bekannteste die Cablecar in San Francisco sein dürfte.

Handbetriebene Straßenbahnen

Handbetriebene Straßenbahnen stellten eine Sonderform der Straßenbahn aus dem 19. und 20. Jahrhundert dar. Am weitesten waren sie im japanischen Einflussgebiet dieser Zeit verbreitet.

Siehe auch


- Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab)
- Öffentlicher Personen-Nahverkehr
- Liste der Städte mit Straßenbahnen
- Liste der ehemaligen Straßenbahnen
- Stadtbahn, U-Bahn, U-Straßenbahn
- Museumsstraßenbahn
- Portal:Bahn
- Hechtwagen

Weblinks


- [http://www.bimmelkutscher.de/ www.bimmelkutscher.de – Die Straßenbahn im Internet]
- [http://www.trampicturebook.de/tram/ Trambilderbuch – Straßenbahnen in Europa und den USA]
- [http://public-transport.net/ Straßenbahnen in Europa] Kategorie:Schienenfahrzeug Kategorie:Elektrofahrzeug !Straßenbahn Kategorie:ÖPNV ja:路面電車 ko:노면전차

Zweiter Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg war der größte und blutigste Konflikt in der Menschheitsgeschichte. Er begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs am 7. Juli 1937 und in Europa am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen, der ohne vorherige Kriegserklärung des Deutschen Reiches erfolgte (wird heute in Teilen der Öffentlichkeit auch als militärischer Überfall bezeichnet). Beendet wurde der Zweite Weltkrieg in Europa am 8. Mai 1945 und in Asien mit der Unterzeichnung der Kapitulation Japans am 2. September 1945. Die so genannten Achsenmächte Deutsches Reich, Italien und Japan führten Eroberungsfeldzüge gegen viele Staaten; ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs Frankreich, Großbritannien und die Republik China sowie nach dem Bruch des Hitler-Stalin-Pakts die Sowjetunion und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor auch die USA. Die Haupt-Kriegsschauplätze befanden sich in Asien, dem Pazifik, in Europa und in Nordafrika. Kampfhandlungen gab es z. B. auch in Nordamerika bzw. der Arktis (z. B. Alaska und Grönland), dem Nahen Osten (z. B. Irak und Iran), in Ostafrika (z. B. Äthiopien und Somalia), sogar Militäraktionen in der Antarktis (Operation Tabarin), Südamerika (Besetzung Surinams) und Tibet (Tolstoy-Dolan-Mission). Hatte der Erste Weltkrieg fast 10 Millionen Todesopfer gefordert, forderte der Zweite Weltkrieg ca. 55 Millionen Menschenleben. Der Zweite Weltkrieg war durch eine starke Ideologisierung geprägt, die zu zahlreichen Kriegsverbrechen und zu gewaltsamen, oft systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte. Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen

Vorgeschichte und Kriegsziele

Hauptartikel: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges

Vorgeschichte

Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges In den 1920er und 1930er Jahren erlangte in weiten Teilen Europas der Faschismus als politische Richtung zunehmend Bedeutung. Benito Mussolini riss mit dem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien an sich. 1936 griff Italien, das immer engere Beziehungen zu Deutschland pflegte, Äthiopien an, im April 1939 wurde Albanien erobert. In Deutschland spielte der Nationalsozialismus eine immer größer werdende Rolle, die 1933 mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler einen Höhepunkt fand. Die außenpolitischen Ziele der daraufhin errichteten Diktatur waren die Revision des Versailler Vertrages, die Errichtung eines so genannten „Großdeutschen Reiches“ und die Eroberung von so genanntem „Lebensraum im Osten“. Mit dem Beitritt des Saargebiets zum Deutschen Reich 1935, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem Anschluss von Österreich und der Abtrennung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938 wurden die ersten beiden Ziele weitgehend erfüllt. Die englische und französische Appeasement-Politik, die auf eine friedliche Verständigung mit Deutschland abzielte, kam Hitler dabei sehr gelegen. Selbst nach dem Einmarsch in die „Resttschechei“ im März 1939 gab es lediglich Proteste auf englischer und französischer Seite. Kurz darauf trat Litauen das Memelland an Deutschland ab, die Slowakei wurde ein eigener Staat und durch einen Schutzvertrag eng an Deutschland gebunden. Es war offensichtlich, dass Polen das nächste Opfer sein würde, deshalb unterzeichneten die Regierungen Polens, Englands und Frankreichs Beistandsverträge. Im August 1939 schlossen Deutschland und die Sowjetunion überraschend einen Nichtangriffspakt, der als Hitler-Stalin-Pakt in die Geschichte eingehen sollte. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Europas in geographisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären" beschlossen. Dies lief letztlich auf die Aufteilung von Polen zwischen Deutschland und der UDSSR, sowie der einseitigen Eroberung bzw. Besetzung weiterer Gebiete (u. a. die baltischen Staaten und Finnland) hinaus. Die japanische Expansionspolitik begann in den 1930er Jahren, als der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer stärker wurde. Das Hauptinteresse der japanischen Expansion galt der Republik China, deren Region Mandschurei bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt wurde. Aufgrund internationaler Proteste trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloss es sich dem Antikominternpakt an. 1937 begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg. Den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa nutzte Japan zur Besetzung von Indochina. In der Folge verhängten die USA und Großbritannien ein Embargo und froren die finanziellen Mittel Japans ein. 1940 unterzeichnete Japan den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien. Aufgrund des durch Großbritannien und die USA verhängten Embargos und der daraus resultierend fehlenden Rohstofflieferungen der Europäischen Verbündeten sahen die japanischen Militärs im Krieg mit den USA und Großbritannien die einzige Möglichkeit, den Untergang des japanischen Reiches zu verhindern.

Kriegsziele

Der Zweite Weltkrieg war in Europa ein von Deutschlands Diktator Hitler ausgelöster, ideologisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von „Lebensraum“ im Osten. Komponenten seines außenpolitischen Denkschemas waren:
- ein Bündnis mit Japan und Italien
- der Kampf gegen das zerstörerische Wirken einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“
- ein anti-bolschewistischer Vernichtungskampf zur Gewinnung von Lebensraum im Osten und die Ansiedlung von Deutschen in den besetzen Ostgebieten Endziel war die Erringung einer deutschen Weltmachtstellung. „Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein“, schrieb Hitler in „