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Mars SocietyDie Mars Society ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für die Erforschung und Besiedlung des Mars engagiert. Sie besteht aus Organisationen in vielen Ländern, sog. Chaptern. Gegründet wurde sie am 15. August 1998 auf der Mars Society Founding Convention in Boulder, Colorado (USA) mit einer Gründungsdeklaration aus der Mars Underground Bewegung der 90er Jahre von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Raumfahrtfans aus aller Welt. Präsident ist seitdem Dr.-Ing. Robert Zubrin. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten beispielsweise auch der Regisseur James Cameron und ehemalige Apollo-Astronauten.
Die deutsche Vertretung ist die Mars Society Deutschland e.V., ein Verein, der sich die Förderung der bemannten und unbemannten Erforschung des Planeten Mars zum Ziel gesetzt hat. Sie wurde am 21.Oktober 2000 auf einer Gründungsversammlung in den Räumlichkeiten der Albrecht-Leo-Merz Schule in Stuttgart gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt.
Zu diesem Zweck betreibt die Mars Society Informationsarbeit und führt eigene technisch-wissenschaftliche Projekte durch, darunter die für 2009 zusammen mit AMSAT-DL geplante ARCHIMEDES Marsballon Mission. Die US Organisation arbeitet beispielsweise an simulierten Mars Habitaten in Kanada und in Utah (USA).
Die Mars Society Deutschland e. V. hat etwa 200 Mitglieder, darunter ein ehemaliger Astronaut, Kinder, Fachleute und Laien. Sie ist vom Finanzamt Regensburg als gemeinnütziger Verein anerkannt und in das Vereinsregister der Stadt München eingetragen.
Weblinks
- http://www.marssociety.org Homepage der Mars Society
- http://www.marssociety.de Homepage der deutschen Mars Society
- http://archimedes.marssociety.de Informationen über die Marssonde ARCHIMEDES
Kategorie:Non-Profit-Vereinigung
Kategorie:Verein
Kategorie:Raumfahrtorganisation
Non-Profit-OrganisationAls Non-Profit-Organisation (kurz NPO) bezeichnet man Vereine, Stiftungen oder Verbände, die keine kommerziellen (Rendite-)Interessen verfolgen, sondern gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder dienen. Dies ist in einem Statut festgelegt und wird in Deutschland im Rahmen eines staatlichen Anerkennungsverfahrens bei Beantragung von Gemeinnützigkeits-Status auf Plausibilität überprüft.
Weitere synonyme Bezeichnungen:
- nichtgewinnorientierte(s) Organisation/Unternehmen
- Organisation ohne Erwerbszweck
- Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG)
- „Not-for-Profit Organization“ im angelsächsischen Sprachraum
Sozialer Bereich
In diesem Bereich gibt es eine Fülle von Organisationen, die aus verschiedenen Motiven unterschiedliche karitative Zwecke verfolgen: Unterstützung von Armen, Obdachlosen, Familien, Kindern und Jugendlichen, Frauen, Senioren, Süchtigen und Suchtgefährdeten, Gefangenen, Gewaltopfern, Behinderten, Kranken, Menschen aus Randregionen, Homosexuellen, Flüchtlingen und anderen.
- Organisationen in Deutschland: Arbeiterwohlfahrt, Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Deutscher Caritasverband e.V., Pro Familia, Weißer Ring, SOS-Kinderdorf, Schüler Helfen Leben
- Organisationen in Österreich: SOS-Kinderdorf, Rotes Kreuz, Caritas Österreich
- Organisationen in der Schweiz: Blaues Kreuz, Caritas Schweiz, Pestalozzi-Stiftung, Pro Infirmis, Pro Senectute, Schweizerisches ArbeiterInnenhilfswerk, Schweizer Berghilfe, Solidarité sans frontières
Schutz und Rettung
Hilfsorganisationen sind im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Rettungsdienst tätig und betreiben Erste Hilfe (-Ausbildung) und Kriseninterventionen.
- Organisationen in Deutschland: Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsche Rettungsflugwacht, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst
- Organisationen in Österreich: Arbeiter-Samariter-Bund, Österreichischer Bundesfeuerwehrverband, Österreichisches Rotes Kreuz
- Organisationen in der Schweiz: REGA, Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft, Schweizerischer Samariterbund
Umwelt-, Natur- und Tierschutz
Umwelt-, Natur- und Tierschutz-Organisationen setzen sich für Artenvielfalt, saubere Luft, Böden und Wasser, nachhaltigen Energiegebrauch, Lärmschutz, Strahlenschutz – kurz: für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt – ein.
- Internationale Organisationen: BirdLife International, Friends of the Earth, Greenpeace, IFAW, VIER PFOTEN, WWF
- Organisationen in Deutschland: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Bundesvereinigung gegen Fluglärm, Deutscher Tierschutzbund, Naturschutzbund Deutschland, Pro Regenwald, ROBIN WOOD, Verkehrsclub Deutschland
- Organisationen in Österreich: Global 2000
- Organisationen in der Schweiz: Bergwaldprojekt, Pro Natura, Schweizer Tierschutz, Schweizer Vogelschutz, Verkehrsclub der Schweiz
Denkmalschutz
Denkmalschutz-Organisationen setzen sich für einen Erhalt der Kultur- und Baudenkmale aus verschiedenen Epochen ein und fördern zeitgemässe, gute Architektur bei Neubauten.
- Organisationen in der Schweiz: Schweizer Heimatschutz
Entwicklungszusammenarbeit
In der Entwicklungszusammenarbeit tätige Organisationen möchten mit Projekten die Lebensumstände der Menschen in Entwicklungsländern verbessern.
- Internationale Organisationen: Ärzte ohne Grenzen, CARE International, Terre des hommes, World Vision
- Deutsche Organisationen: Welthungerhilfe, Schüler Helfen Leben
- Schweizer Organisationen: Brot für alle, Caritas Schweiz, Fastenopfer, Helvetas, HEKS, Swissaid
Politische NGOs
Politische NGOs befassen sich Themen wie Globalisierung, Welthandel und sozialen Benachteiligungen.
- Internationale Organisationen: Attac, Social Watch Deutschland, Weltsozialforum
- Deutsche Organisationen: Weed
- Schweizer Organisationen: Erklärung von Bern
Menschen- und Bürgerrechte
Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen setzen sich für die Einhaltung der Menschen- und Bürgerrechte ein und versuchen auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.
- Internationale Organisationen: amnesty international, FIAN, Gesellschaft für bedrohte Völker, Human Rights Watch, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Internationale Liga für Menschenrechte, Memorial
- Deutsche Organisationen: Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenrechte, Humanistische Union, infoe
- Organisationen in Österreich: SOS Mitmensch
Katastrophenhilfe, Überlebenshilfe, humanitäre Hilfe
In der humanitären Hilfe tätige Organisationen versuchen, Menschen in einer humanitären Notlage (z.B. bei Kriegen und Naturkatastrophen) zu schützen und ihnen zu helfen.
- Internationale Organisationen: Caritas, Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, Médecins Sans Frontières, World Vision
- Deutsche Organisationen: Welthungerhilfe
Kultureller Bereich
Wissenschaftlicher Bereich
Literatur
- Peter Schwarz, Robert Purtschert, Charles Giroud, Reinbert Schauer: Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen. 4. Auflage. Haupt, o. O. 2002, ISBN 3-258-06542-X
- Peter Schwarz: Organisation in Nonprofit-Organisationen. Haupt, o. O. 2005
- Robert Purtschert: Marketing für Verbände und weitere Nonprofit-Organisationen. Haupt, o. O. 2005
- Christoph Badelt: Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen und Management. 3., überarb. und erw. Aufl. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2002, 732 S., ISBN 3-7910-1941-4
- Ekkehart Frieling: Kompetenz- und Organisationsentwicklung in Non-Profit-Organisationen: Gewerkschaften, Bildungsträger und öffentliche Verwaltung im wirtschaftlichen Wandel. Waxmann, Münster u. a. 2002, ISBN 3-8309-1184-X
- Andreas Georg Scherer (Hrsg.): Balanced Scorecard in Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2002, ISBN 3-7910-2043-9
- Michael Urselmann: Fundraising: erfolgreiche Strategien führender Nonprofit-Organisationen. 3. vollst. überarb. und erw. Aufl. Haupt, Bern u. a. 2002, 232 S., ISBN 3-258-06408-3
- Reinbert Schauer (Hrsg.): Nonprofit-Organisationen und gesellschaftliche Entwicklung: Spannungsfeld zwischen Mission und Ökonomie: 5. Colloquium der NPO-Forscher im deutschsprachigen Raum, Johannes Kepler-Universität Linz, 17.–19. April 2002; eine Dokumentation. Trauner, Linz 2002, 535 S., ISBN 3-85487-435-9
- Karl-Klaus Pullig: Konfliktberatung in Non-Profit-Organisationen: mit Fallstudien. 2., verb. Aufl. Hampp, München u. a. 2001, 124 S., ISBN 3-87988-536-2
- Annette Zimmer (Hrsg.): Management in Nonprofit-Organisationen. Eine praxisorientierte Einführung. Leske + Budrich, Opladen o. J., ISBN 3-8100-2295-0
- Walter Fischer: Sozialmarketing für Non-Profit-Organisationen – Ein Handbuch. Orell füssli Verlag, Zürich 2000, ISBN 3-280-02659-8
- Dettmann, Joachim; Holewa, Michael: Trendstudie Marketing für Nonprofit-Organisationen. Hrsg.: transfer-project, Berlin, www.efb-consulting.de
Siehe auch
Gemeinnützigkeit – nichtstaatliche Organisation – Genossenschaftswesen – Liste von Organisationen in Deutschland – Zivilgesellschaft
Weblinks
- http://www.socialnet.de Umfassendes Portal zur Sozialen Arbeit, Gesundheitswesen und Nonprofit-Management
- http://www.pro-linux.de/news/2004/6464.html NetBSD-Projekt hat in den USA den Status einer NPO erhalten
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Mars (Planet)
Der Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet in unserem Sonnensystem. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen Planeten). Aufgrund seiner (blut)roten Farbe wurde er nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet.
Symbolisiert wird Mars durch einen Kreis mit einem schräg nach rechts oben zeigenden Pfeil: Mars
Das Zeichen, das einen Schild mit einem dahinter stehenden Speer darstellen soll, steht für den römischen Kriegsgott. In der Biologie symbolisiert es das männliche Geschlecht.
Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, Phobos und Deimos (griech. Furcht und Schrecken).
Wegen seiner mysteriösen roten Färbung hat der Mars schon immer die Menschen fasziniert. Die Färbung selbst verdankt der Planet Eisenoxid-Staub, der sich auf der Oberfläche und in der Atmosphäre verteilt hat. Somit ist der Mars ein „rostiger“ Planet.
Bahndaten
Der Mars bewegt sich in einem Abstand von 206,62 bis 249,23 Millionen Kilometer (1,524 AE bis 1,666 AE) in 1 Jahr 321 Tagen und 18 Stunden auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Die Bahnexzentrizität (Abweichung von der Kreisform) beträgt 0,0935, wobei die Bahn 1,85° gegen die Ekliptik geneigt ist. Mars besitzt nach Pluto und Merkur die exzentrischste Bahn aller großen Planeten im Sonnensystem.
Physikalische Eigenschaften
Der Mars besitzt mit einem Durchmesser von 6794 km etwa den halben Durchmesser der Erde, ein Viertel ihrer Oberfläche und ein Zehntel ihrer Masse. Die Fallbeschleunigung auf seiner Oberfläche beträgt 3,71 m/s², dies entspricht etwa 38 Prozent der irdischen. Der Mars besitzt eine dünne Atmosphäre.
Fallbeschleunigung
Er rotiert in rund 24 Stunden und 37 Minuten um die eigene Achse. Da die Rotationsachse des Planeten um 25° 12' gegen die Bahnebene geneigt ist, gibt es – wie auf der Erde – Jahreszeiten. Sie haben jedoch fast die doppelte Dauer der irdischen Jahreszeiten, da ihnen das Marsjahr (687 Tage) zugrunde liegt. Die Rotationsachse weist zudem eine Präzessionsbewegung mit einer Periode von 170.000 Jahren auf.
Das Magnetfeld des Mars ist nur sehr schwach ausgeprägt. Die Messung des Magnetfeldes wird erschwert durch die Magnetisierung der Kruste (siehe weiter unten) mit Feldstärken von bis zu 220 Nanotesla und durch externe Magnetfelder mit Stärken zwischen wenigen Nanotesla und bis zu 100 Nanotesla, die durch die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Marsatmosphäre entstehen und zeitlich sehr stark variieren. Nach den Analysen der Daten des Mars Global Surveyor konnte die Stärke des Magnetfeldes dennoch sehr genau bestimmt werden – sie liegt bei weniger als 0,5 Nanotesla, gegenüber 30 bis 60 Mikrotesla beim Erdmagnetfeld.
Atmosphäre und Klima
Der Mars besitzt eine sehr dünne Atmosphäre, die zu 95 Prozent aus Kohlendioxid besteht. Daneben kommen noch 2,7 Prozent Stickstoff, 1,6 Prozent Argon, geringe Anteile an Sauerstoff und Kohlenmonoxid sowie Spuren von Wasserdampf und anderen Verbindungen oder Elementen vor.
Wasser
Im Jahre 2003 konnten mittels erdgestützter Teleskope Spuren von Methan nachgewiesen werden. Das Vorhandensein des instabilen Gases Methan in der Atmosphäre weist darauf hin, dass auf dem Mars „Methanquellen“ vorhanden sein müssen oder zumindest vor hunderten von Jahren existierten. Als Quellen kommen aktiver Vulkanismus, Kometeneinschläge oder sogar methanproduzierende Mikroorganismen in Betracht. Das Methan ist nicht gleichmäßig verteilt, sondern weist ein Muster etwas erhöhter Konzentrationen auf. Offensichtlich wird oder wurde der Nachschub an Methan kurzfristig unterbrochen, bevor es sich gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen konnte. Derzeit werden Untersuchungsprogramme aufgestellt, um zu klären, welche Quellen in Frage kommen. Bei der biologischen Erzeugung von Methan auf der Erde entsteht fast immer Ethan als Begleitgas, während bei einer vulkanischen Entstehung Schwefeldioxid freigesetzt wird. Die Messung dieser Gase in der Marsatmosphäre könnte eine Klärung bringen.
Der atmosphärische Druck beträgt auf der Oberfläche des Mars nur 6,36 mbar (Millibar). Im Vergleich zu durchschnittlich 1013 mbar auf der Erde sind dies nur 0,75 Prozent, das entspricht dem Luftdruck der Erdatmosphäre in 35 Kilometer Höhe.
Die dünne Marsatmosphäre kann nur wenig Sonnenwärme speichern, daher sind die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche sehr groß. Die Temperaturen erreichen im Sommer (bezogen auf das Marsjahr) in Äquatornähe etwa 20 °C am Tag und bis zu –85 °C in der Nacht.
Äquatornähe
Abhängig von den Jahreszeiten und der Intensität der Sonneneinstrahlung finden in der Atmosphäre dynamische Vorgänge statt. Die vereisten Polkappen verdunsten im Sommer teilweise, und sublimierter Wasserdampf bildet ausgedehnte Zirruswolken. Die Polkappen selbst bestehen aus Kohlendioxideis und Wassereis. Während des Marsfrühjahrs können in den ausgedehnten flachen Ebenen heftige Staubstürme auftreten, die mitunter große Teile der Marsoberfläche verhüllen.
Die Aufnahmen von Marssonden zeigen mitunter Windhosen, die über die Marsebenen ziehen und auf dem Boden dunkle Spuren hinterlassen.
Mars erscheint uns heute als trockener Wüstenplanet. Die bislang vorliegenden Ergebnisse der Marsmissionen lassen jedoch den Schluss zu, dass die Marsatmosphäre in der Vergangenheit (vor Milliarden Jahren) wesentlich dichter war und auf der Oberfläche des Planeten reichlich flüssiges Wasser vorhanden war.
Die Atmosphäre wurde offensichtlich im Laufe der Zeit vom Sonnenwind regelrecht abgetragen und in den Weltraum mitgerissen. Dies wurde durch die geringe Schwerkraft des Planeten und sein schwaches Magnetfeld begünstigt, das kaum Schutz vor den hochenergetischen Partikeln der Sonne bietet.
Vermutlich befinden sich unter der Oberfläche noch größere Mengen an Wasser in Form von Eis.
Geologie
Über den inneren Aufbau des Mars ist nur wenig bekannt, da bislang nur begrenzt seismische Messungen vorgenommen werden konnten. Durch die Analyse der Bahndaten des Mars Global Surveyor konnte jedoch nachgewiesen werden, dass der Mars einen flüssigen Kern mit einem Radius zwischen 1520 und 1840 Kilometer besitzt und damit eine höhere Temperatur aufweist als zuvor angenommen. Es kann jedoch derzeit keine Aussage getroffen werden, ob der Kern wenigstens zum Teil fest ist. Die Dichte des Kerns liegt niedriger, als es bei einem reinen Eisenkern der Fall wäre,
so dass er auch Beimengungen von leichteren Elementen wie z.B. Schwefel enthalten muss.
seismische
Auffallend ist die Dichotomie, die „Zweiteilung“ des Mars. Die nördliche und die südliche Hemisphäre unterscheiden sich deutlich, wobei man von den Tiefebenen des Nordens und den Hochländern des Südens sprechen kann. Der mittlere Großkreis, der die topografischen Hemisphären voneinander trennt, ist rund 40 Grad gegen den Äquator geneigt. Der Massenmittelpunkt des Mars ist gegenüber dem geometrischen Mittelpunkt um etwa drei Kilometer in Richtung der nördlichen Tiefebenen versetzt.
Auf der nördlichen Halbkugel sind flache, sand- und staubbedeckte Ebenen vorherrschend, die Namen wie Utopia Planitia oder Amazonis Planitia erhielten. Dunkle Oberflächenmerkmale, die in Teleskopen sichtbar sind, wurden einst für Meere gehalten und erhielten Namen wie Mare Erythraeum, Mare Sirenum oder Aurorae Sinus (diese Namen werden heute nicht mehr verwendet). Die ausgedehnteste dunkle Struktur, die von der Erde aus gesehen werden kann, ist Syrtis Major, die „große Syrte“.
Die südliche Halbkugel ist durchschnittlich sechs Kilometer höher als die nördliche und besteht aus geologisch älteren Formationen. Die Südhalbkugel ist zudem stärker verkratert.
Syrtis Major
Die deutlichen Unterschiede der Topografie können durch innere Prozesse oder aber ein Impaktereignis verursacht worden sein. In letzterem Fall könnte in der Frühzeit der Marsentstehung ein größerer Himmelskörper, etwa ein Asteroid, auf der Nordhalbkugel eingeschlagen sein und die silikatische Kruste durchschlagen haben. Aus dem Innern könnte Lava ausgetreten sein und das Einschlagbecken ausgefüllt haben.
Die Kruste des Mars weist eine Dicke zwischen 40 Kilometer unter den nördlichen Tiefebenen auf und nimmt, im Gegensatz zum stufenartigen Übergang an der Oberfläche, nur langsam auf 70 Kilometer am Südpol zu. Dies könnte ein Indiz für innere Ursachen der Zweiteilung des Mars sein.
Asteroid
Mars besitzt zwei auffällige Polkappen, die zum größten Teil aus gefrorenem Kohlendioxid (Trockeneis) sowie einem geringen Anteil an Wassereis zusammengesetzt sind.
Die nördliche Polkappe hat während des nördlichen Marssommers einen Durchmesser von rund 1.000 Kilometern. Ihre Dicke wird auf 5 Kilometer geschätzt. Die südliche Polkappe ist mit 350 Kilometer Durchmesser und einer Dicke von 1,5 Kilometer weniger ausgedehnt. Die Polarkappen zeigen spiralförmige Einschnitte, deren Entstehung bislang nicht geklärt ist.
Wenn im Sommer die jeweiligen Polkappen teilweise abschmelzen, werden darunter geschichtete Ablagerungen sichtbar, die möglicherweise abwechselnd aus Staub und Eis zusammengesetzt sind. Im Marswinter nimmt der Durchmesser der jeweils sonnenabgewandten Polkappen durch ausfrierendes Kohlendioxid wieder zu.
Trockeneis
Längs des Marsäquators verläuft das größte bekannte Canyonsystem des Sonnensystems. Das Valles Marineris erstreckt sich über 4000 Kilometer und ist stellenweise bis zu 7 Kilometer tief. Es handelt sich um einen gewaltigen tektonischen Bruch, der nach Westen hin in einer chaotisch anmutenden Region mit zahlreichen Einbrüchen und Gräben mündet.
Nordwestlich des Valles Marineris liegt die Tharsis-Region, ein ausgedehntes Gebiet mit erloschenen Schildvulkanen. Der höchste Vulkan, Olympus Mons, stellt mit einer Höhe von 27 Kilometer die höchste Erhebung im Sonnensystem dar. Die Tharsis-Region bildet einen gewaltigen Wulst auf der Mars-Lithosphäre mit einer Ausdehnung von etwa 4.000 mal 3.000 Kilometer.
Offensichtlich stehen die Tharsis-Region und das Valles Marineris in ursächlichem Zusammenhang. Möglicherweise haben vulkanische Kräfte die Oberfläche des Planeten empor gedrückt, wobei die Kruste im Bereich des Valles Marineris regelrecht aufgerissen wurde. Eine Vermutung besagt, dass diese vulkanische Tätigkeit durch ein Impaktereignis ausgelöst wurde, dessen Einschlagstelle das Hellas-Becken auf der gegenüberliegenden Seite des Mars sei.
Ein weiteres, wenn auch weniger ausgedehntes vulkanisches Gebiet ist die Elysium-Region nördlich des Äquators, mit den Schildvulkanen Elysium Mons, Hecates Tholus und Albor-Tholus.
Auf der Südhalbkugel sind zahlreiche Impaktkrater sichtbar. Der größte, Hellas Planitia – das Hellas Einschlagbecken –, hat bis 2.100 Kilometer Durchmesser. Der zweitgrößte Einschlagkrater des Mars ist Chryse Planitia.
An den Landestellen der Marssonden sind Gesteinsbrocken, sandige Böden und Dünen sichtbar. Die Gesteine weisen an der Oberfläche eine blasenartige Struktur auf. Sie ähneln in ihrer Zusammensetzung irdischen Basalten. Die Böden sind offensichtlich durch die Verwitterung von eisenhaltigen vulkanischen Basalten entstanden.
Basalt
Auf der Marsoberfläche verlaufen Stromtäler, die mehrere hundert Kilometer lang und mehrere Kilometer breit sein können. Die Täler beginnen ziemlich abrupt und haben keine Zuflüsse. Die meisten verlaufen nördlich des Valles Marineris und laufen in einer ausgedehnten Ebene namens Chryse Planitia zusammen. In den Tälern erheben sich mitunter stromlinienförmige Inseln.
Die Täler weisen auf eine vergangene Flutperiode hin, bei der über einen geologisch relativ kurzen Zeitraum große Mengen Wasser geflossen sein müssen. Es könnte sich um Wassereis gehandelt haben, das sich unter der Marsoberfläche befand, durch vulkanische Prozesse geschmolzen wurde und dann abgeflossen ist.
Darüber hinaus finden sich an Abhängen und Kraterrändern Spuren von Erosionen, die möglicherweise ebenfalls durch flüssiges Wasser verursacht wurden.
Messungen der Magnetfeldlinien durch die Sonde Mars Global Surveyor ergaben, dass Teile der planetaren Kruste unterschiedlich magnetisiert sind, wobei gleichgerichtete Bänder von etwa 1000 Kilometern Länge und 150 Kilometern Breite auftreten. Ihre Größe und Verteilung entspricht einem magnetischen Muster, das in ähnlicher Form auch auf dem Meeresboden der Erde auftritt. Einer im Jahre 1991 entwickelten Theorie nach, die allerdings noch nicht bestätigt werden konnte, können derartige Muster das Ergebnis von Plattentektonik sein. Derartige Prozesse könnten die Entstehung einer dichteren Atmosphäre begünstigt haben, wobei kohlenstoffreiches Gestein aus dem Marsinnern an die Oberfläche gelangte.
kohlenstoff
Die Marssonde Opportunity fand im Gebiet des Meridiani Planum millimetergroße Kügelchen des Eisenminerals Hämatit. Diese könnten sich vor Milliarden Jahren unter Einwirkung von Wasser abgelagert haben. Darüber hinaus wurden Minerale vorgefunden, die aus Schwefel-, Eisen- oder Bromverbindungen aufgebaut sind, wie z.B. Jarosit. Auf der entgegen gesetzten Hemisphäre des Mars fand die Sonde Spirit in den „Columbia Hills“ das Mineral Goethit, das ausschließlich unter dem Einfluss von Wasser gebildet werden kann.
Entstehungsgeschichte
Anhand der geologischen Formationenvielfalt und der Verteilung von Einschlagskratern kann die Entstehungsgeschichte des Planeten abgeleitet werden. Der Mars entstand, wie die übrigen Planeten des Sonnensystems, vor etwa 4,5 Mrd. Jahren durch Zusammenballung kleinerer Körper, den Planetesimalen. Vor 4 Mrd. Jahren bildete der im Innern noch glutflüssige planetare Körper eine feste Gesteinskruste aus, die einem heftigen Bombardement von Asteroiden und Kometen ausgesetzt war. Die ältesten, heute noch vorhandenen Formationen, wie das Einschlagbecken Hellas Planitia und die verkraterten Hochländer, wie Noachis Terra, wurden vor 3,8 bis 3,5 Mrd. Jahren, in der so genannten Noachischen Periode gebildet. In dieser Periode setzte die Zweiteilung der Marsoberfläche ein, wobei die nördlichen Tiefländer gebildet wurden. Durch starke vulkanische Eruptionen wurden weite Teile des Planeten von Ablagerungen vulkanischer Laven und Aschen bedeckt. Diese wurden an vielen Stellen wieder durch Wind und Wasser abgetragen und ließen ein Netzwerk von Tälern zurück. Das geologische „Mittelalter“ des Mars wird als Hesperianische Periode bezeichnet. Sie umfasst einen Zeitraum vor 3,5 bis 1,8 Mrd. Jahren. In dieser Periode ergossen sich riesige Lavamengen aus ausgedehnten Spalten in der Marskruste und bildeten weite Ebenen, wie Hesperia Planum. Es entstanden auch die ältesten Vulkane der Tharsis- und der Elysium-Region, wobei die Gesteinskruste stark verformt wurde und sich das Valles Marineris ausbildete. Es bildeten sich die gewaltigen Stromtäler, in denen große Wassermengen flossen und sich stellenweise aufstauten. Das jüngste geologische Zeitalter des Mars wird als Amazonische Periode bezeichnet und begann vor 1,8 Mrd. Jahren. In dieser Phase bildeten sich die jüngeren Vulkane der Tharsis- und der Elysium-Region, aus denen große Lavamassen flossen und weite Ebenen, wie Amazonis Planitia, ausbildeten. Gegenwärtig wird die Oberfläche des Mars hauptsächlich durch Winderosion und Hangabrutsche geformt.
Monde
Amazonis Planitia
Zwei kleine Monde, Phobos und Deimos (griech. Furcht und Schrecken) umkreisen den Mars. Sie wurden 1877 von dem US-amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt und nach den in der Ilias überlieferten beiden Pferden, die den Wagen des Kriegsgottes Ares (lat. Mars) ziehen, benannt.
Phobos und Deimos sind zwei unregelmäßig geformte Felsbrocken. Möglicherweise handelt es sich um Asteroiden, die vom Mars eingefangen wurden.
Ihre Existenz war schon lange vorher mehrmals beschrieben worden, zuletzt von Voltaire, der in seiner 1750 erschienenen Geschichte Micromégas über zwei Marsmonde schreibt. Es ist wahrscheinlich, dass Voltaire diese Idee von Jonathan Swift übernommen hat, dessen Buch Gullivers Reisen 1726 erschienen war. Darin wird im dritten Teil beschrieben, die Astronomen des Landes Laputa hätten „ebenfalls zwei kleinere Sterne oder Satelliten entdeckt, die um den Mars kreisen, wovon der innere vom Zentrum des Hauptplaneten genau drei seiner Durchmesser entfernt ist und der äußere fünf.“
Damit hat er das Bahnverhalten der Monde für die damalige Zeit erstaunlich gut vorhergesagt. Es wird vermutet, dass Swift von einer Fehlinterpretation Johannes Keplers gehört hatte. Dieser hatte das Anagramm, das Galileo Galilei 1609 an ihn schickte, um ihm die Entdeckung der Phasen der Venus mitzuteilen, als die Entdeckung zweier Marsmonde aufgefasst.
Die Umlaufzeit von Phobos ist kürzer als die Rotationszeit von Mars. Der Mond kommt dem Planeten durch die Gezeitenwechselwirkung auf einer Spiralbahn langsam immer näher und wird schließlich auf diesen stürzen oder durch die Gezeitenkräfte auseinander gerissen werden, so dass er für kurze Zeit als Marsring enden wird. Für Phobos berechneten DLR-Forscher, basierend auf neueren Daten der europäischen Raumsonde Mars Express, dass der Mond in ca. 50 Millionen Jahren entweder auf den Roten Planeten stürzen oder auseinander gerissen werden wird. Deimos wird dagegen in einer noch ferneren Zukunft dem Mars entfliehen. Er driftet nämlich durch die Gezeitenwechselwirkung langsam nach außen, wie alle Monde, die langsamer (und nicht retrograd) um einen Planeten kreisen, als dieser rotiert.
Daten zu Phobos und Deimos
Erforschung
Vor dem Raumfahrtzeitalter
Tycho Brahe (1546-1601) maß die Planetenpositionen des Mars mittels Mauerquadrant recht genau und schuf damit die Voraussetzung für Johannes Kepler (1577-1630), der aufgrund Brahes Aufzeichnungen die elliptische Bahn des Planeten berechnete und die drei Keplerschen Gesetze ableitete.
Christiaan Huygens (1629-1695) entdeckte eine dunkle, dreieckige Zone (Syrtis Major) auf der Marsoberfläche. Aus deren Positionsveränderungen errechnete er die Eigenrotation des Mars von rund 24,5 Stunden (heutiger Wert: 24,623 h).
Giovanni Domenico Cassini beschrieb 1666 die weißen Polkappen des Mars.
Wilhelm Herschel (1738-1822) bestimmte 1784 die Neigung der Rotationsachse gegenüber der Umlaufbahn.
Wilhelm Beer fertigte 1830 die erste Marskarte an.
1869 veröffentlichte Richard Proctor eine detaillierte Marskarte, die er aus Zeichnungen von William Rutter Dawes erstellte.
William Rutter Dawes
Giovanni Schiaparelli (1835-1910) nahm 1877 auf der Marsoberfläche linienartige Strukturen wahr, die er „Canali“ (italienisch: Graben) nannte und in einer detaillierten Karte einzeichnete. Schiaparelli machte zunächst keine Angaben über den Ursprung der Strukturen, doch wurden diese als Kanäle und somit als Werk intelligenter Marsbewohner interpretiert. Auf älteren Marskarten sind die Kanäle, die zudem Namen erhielten, eingezeichnet. Während weitere Astronomen seine Beobachtungen bestätigten, wurde die Existenz der Kanäle von anderen Astronomen angezweifelt. Erst der Vorbeiflug der amerikanischen Mariner-Sonden beendete die Spekulationen. Fotos der Marsoberfläche zeigten keine Anzeichen von Kanälen. Diese waren offensichtlich das Ergebnis von optischen Täuschungen.
Im Raumfahrtzeitalter
Vollständige Übersicht aller gestarteten und geplanten Marssonden: Chronologie der Mars-Missionen
Chronologie der Mars-Missionen
Viele unbemannte Raumsonden sind schon zum Mars geschickt worden, einige waren sehr erfolgreich, aber eine bemerkenswert hohe Anzahl von ihnen versagte. Bei einigen der Fehler handelte es sich schlicht um menschliches Versagen, aber bei vielen anderen ist der Grund für das Scheitern unbekannt.
Im Gegensatz zum Erdmond gibt es bis heute keine Gesteinsproben, die vom Mars zurückgebracht wurden, so dass Marsmeteorite die einzige Möglichkeit sind, Material vom Mars in irdischen Laboratorien zu erforschen.
Zwei sowjetische Sonden wurden im Oktober 1960 gestartet, um am Mars vorbeizufliegen, erreichten aber noch nicht einmal die Erdumlaufbahn. 1962 versagten drei weitere sowjetische Sonden, zwei von ihnen blieben im Erdorbit, die dritte verlor auf dem Weg zum Mars den Kontakt mit der Erde. Auch ein weiterer Versuch im Jahre 1964 schlug fehl.
Zwischen 1962 und 1973 wurden 10 Mariner-Raumsonden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und gebaut, um das innere Sonnensystem zu erforschen. Es waren relativ kleine Sonden, die meistens nicht einmal eine halbe Tonne wogen.
Mariner 3 und Mariner 4 waren identische Raumsonden, die am Mars vorbeifliegen sollten.
Mariner 3 wurde am 5. November 1964 gestartet, aber die Transport-Verkleidung löste sich nicht richtig und die Sonde erreichte den Mars nicht.
Drei Wochen später, am 28. November 1964, wurde Mariner 4 erfolgreich auf eine achtmonatige Reise zum roten Planeten geschickt. Am 14. Juli 1965 flog die Sonde am Mars vorbei und lieferte die ersten Nahaufnahmen – insgesamt 22 Fotos – des Planeten.
Die Bilder zeigten mondähnliche Krater, von denen einige von Frost bedeckt zu sein scheinen.
1969 folgten Mariner 6 und Mariner 7 und lieferten insgesamt 200 Fotos.
1969
1971 missglückte der Start von Mariner 8, dafür erhielt die NASA von Mariner 9 mehrere tausend Bilder.
Ebenfalls 1971 landete mit der sowjetischen Mars 3 die erste Sonde weich auf dem Mars, nachdem Mars 2 wenige Tage zuvor gescheitert war; der Funkkontakt brach jedoch 20 Sekunden nach der Landung ab, mögliche Ursache war ein gerade tobender heftiger globaler Staubsturm, der den Lander umgeworfen haben könnte.
1971
In den 1970er Jahren landeten die Viking-Sonden erfolgreich auf dem Mars und lieferten die ersten Farbbilder sowie Daten von Bodenproben: Viking 1 schaffte am 20. Juni 1976 als erste US-amerikanische Sonde eine weiche Landung. Die Sowjetunion versuchte noch weitere Landungen auf dem Mars, scheiterte jedoch.
Die einzigen Raumsonden, die in den 1980er Jahren zum Mars flogen, waren die beiden sowjetischen Fobos-Sonden. Sie wurden 1988 von Baikonur aus gestartet und sollten den Mars und seinen Mond Phobos untersuchen. Dafür waren sie im Rahmen einer internationalen Kooperation neben sowjetischen auch mit zahlreichen westlichen Instrumenten bestückt. Der Kontakt zu Fobos-1 brach jedoch schon auf dem Weg zum Mars ab, so dass nur Fobos-2 eine Marsumlaufbahn erreichte. Aber bereits nach einem Monat Operationszeit brach der Kontakt zu Fobos-2 wegen eines falschen Ingenieur-Kommandos ebenfalls ab.
1992 wurde die US-Sonde Mars Observer gestartet. Sie ging 1993 kurz vor dem Einschwenken in die Umlaufbahn verloren.
1996 sollte die erste seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion russische Raumsonde Mars 96 starten. Doch versagte am 16. November 1996 die Proton-Trägerrakete, so dass Mars 96 nach nur einem Tag in einer niedrigen Erdumlaufbahn wieder in die Erdatmospäre eintrat und verglühte.
Proton
Besonderes Aufsehen erregte 1997 der Mars Pathfinder, bei dem zum ersten Mal ein kleines Fahrzeug – das Marsmobil (Rover) Sojourner – 16.000 Bilder von der Umgebung der Landestelle machen konnte. Sie landete publikumswirksam am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, und lieferte viele Aufnahmen, die von der NASA zum ersten Mal sofort im Internet veröffentlicht wurden.
Eine weitere erfolgreiche Mission war 1997 der Mars Global Surveyor, bei der die Marsoberfläche in einer hohen Auflösung kartografiert wird; dieser Satellit umkreist noch heute (April 2005) den Mars.
Die Marssonden Mars Climate Orbiter (ging wegen einem groben Programmierfehler in der Navigation verloren) und Mars Polar Lander (wahrscheinlich wegen eines fehlerhaften Sensors bei der Landung aus größerer Höhe abgestürzt) stellten 1999 herbe Rückschläge für die Marsforschung dar.
Auch die 1998 gestartete japanische Raumsonde Nozomi konnte den Mars nicht erreichen. Seit dem 24. Oktober 2001 umkreist außer dem Global Surveyor noch 2001 Mars Odyssey den roten Planeten, der spezielle Instrumente zur Fernerkundung von Wasservorkommen an Bord hat.
Von den bis 2002 insgesamt 33 Missionen zum Mars waren nur 8 erfolgreich, allesamt US-amerikanisch.
Am 2. Juni 2003 startete im Rahmen der ersten europäischen Mars-Mission die ESA-Raumsonde Mars Express mit dem Landegerät Beagle 2 erfolgreich zum Mars. Beagle 2 landete am 25. Dezember 2003 auf der Marsoberfläche, allerdings konnte der Kontakt niemals aufgebaut werden, so dass angenommen wird, dass Beagle 2 bei der Landung auf der Oberfläche zerschellte. Mars Express arbeitet jedoch erfolgreich in der Marsumlaufbahn und konnte unter anderem viele Aufnahmen von Formationen machen, von denen man annimmt, dass sie ausgetrocknete oder ausgefrorene Flusstäler sind.
2003
2003 2005)]]
Am 10. Juni 2003 wurde die US-amerikanische Marssonde Spirit (MER-A) zum Mars gestartet. An Bord befand sich ein Geländefahrzeug (Rover), welches nach der Landung drei Monate lang Gesteinsproben entnehmen und nach Spuren von ehemals vorhandenem Wasser suchen sollte. Die Landung erfolgte am 4. Januar 2004 im Gusev Krater, seitdem arbeitet die Sonde länger als erwartet erfolgreich auf der Marsoberfläche (Stand: September 2005).
Am 8. Juli 2003 wurde die baugleiche Sonde Opportunity (MER-B) mit einer Delta II-Rakete gestartet. Opportunity ist die Schwestersonde von Spirit und gehört wie Spirit auch zur Mars Exploration Rovers Mission (MER). Die Landung erfolgte am 25. Januar 2004 um 6.05 Uhr (MEZ) in der Meridiani Planum Tiefebene. Beide Sonden befinden sich auf den jeweils zueinander komplementären Marshemisphären. Die vom Rover Opportunity gesammelten Beweise, dass der Mars einst warm und feucht war, werden im Jahresrückblick der Fachzeitschrift Science mit der Wahl zum „Durchbruch des Jahres 2004“ gewürdigt.
Am 12. August 2005 ist die US-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter mit einer Atlas-V Rakete auf die Reise geschickt worden. Die Sonde soll den Mars mit ihren hochauflösenden Kameras kartografieren, um unter anderem nach geeigneten Landestellen für spätere Rover-Missionen zu suchen. Außerdem soll die Sonde für die Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen zukünftigen Raumsonden auf der Marsoberfläche und der Erde dienen.
Als nächstes wird 2008 die Sonde Phoenix in der Nähe des Mars-Nordpols landen und dort mit ihren Instrumenten nach Wasser suchen. Dafür trägt sie einen Roboterarm mit sich, mit dem sie bis auf 1 m unter die Oberfläche kommen kann.
Im den Jahren 2009/2011 sollen gleich zwei große Rover-Missionen zum Mars fliegen: Mars Science Laboratory der amerikanischen NASA und ExoMars der europäischen ESA. Beide Rover können weite Strecken zurücklegen und werden daher umfassende Untersuchungen in großem Umkreis durchführen können. Dabei soll Mars Science Laboratory in erster Linie zu geologischen Untersuchungen ausgelegt sein und ExoMars speziell nach Spuren von Leben suchen. Nach gegenwärtigen Planungen soll 2009 auch die seit 1996 erste russische Raumsonde Fobos-Grunt zum Marsmond Phobos fliegen, dort Proben entnehmen und sie wieder zur Erde bringen. Weitere Pläne der NASA und ESA zur Erforschung des Mars nach 2010 enthalten unter anderem das Aussetzen von kleineren Flugzeugen in der Atmosphäre und Rückführung von Marsproben zur Erde.
Im Januar 2004 kündigte der US-amerikanische Präsident George W. Bush Anstrengungen der USA für eine bemannte Mars-Mission an. Auch das langfristig angelegte europäische Mars-Programm Aurora strebt die Landung eines Menschen auf dem Mars im Jahr 2030 an. Doch aufgrund von sehr hohen finanziellen Mitteln, die zum Vorbereiten und Durchführen einer bemannten Marslandung aufzubringen sind, wird die Mission nur in Zusammenarbeit mehrerer Staaten bewältigt werden können.
Darüber hinaus existieren Vorstellungen, den Mars durch Terraforming zukünftig in einen für den Menschen lebensfreundlicheren Planeten umzuwandeln.
Terraforming
Vorhandensein von Leben
Terraforming
Der Gedanke an die Möglichkeit von Leben auf dem Mars hat oft die Fantasie der Menschen beflügelt. Im 18. Jahrhundert beobachtete man, dass die dunklen Flecken auf der Marsoberfläche ihre Farbe änderten und wuchsen oder schrumpften. Man hielt sie für ausgedehnte Vegetationszonen, deren Ausdehnung sich mit den Jahreszeiten änderten.
Durch Schiaparellis „Entdeckung“ der Marskanäle wurden die Spekulationen um intelligentes Leben auf dem Mars angefacht.
So entstanden zahlreiche Legenden um vermeintliche Zivilisationen auf dem Mars. Die Diskussionen um die „Marsmenschen“ hielten etwa ein Jahrhundert an. Der US-Amerikaner Percival Lowell, einer der heftigsten Verfechter der Marskanäle-Theorie, gründete sogar eine eigene Sternwarte, um die Marsbewohner zu erforschen.
Für ihn waren die Kanäle, (siehe auch Fossa), das Produkt außerirdischer Ingenieure, die geschaffen wurden, um die Marszivilisation vor einer großen Trockenheit zu retten. Lowell beschrieb seine Vorstellungen der Marswelt in zahlreichen Publikationen, die weite Verbreitung fanden.
Obwohl nicht alle Astronomen die Kanäle sehen konnten und keine Fotos existierten, hielt sich die Theorie, begleitet von einer heftigen Debatte. Die Vorstellung von außerirdischem Leben übt bis heute eine Faszination auf die Menschen aus, die mit wissenschaftlichem Interesse alleine oft nicht erklärt werden kann. Erst die Ergebnisse der unbemannten Marsmissionen beendeten den Streit um die Kanäle.
außerirdischem Leben
Als im Juli 1976 der Orbiter 1 der Viking-Mission Bilder der Cydonia-Region machte und diese zur Erde schickte, wurde der Mars in der Öffentlichkeit wieder zum Gesprächsthema. Eine der Aufnahmen zeigte eine Formation auf der Marsoberfläche, die einem menschlichen Gesicht ähnelte, das gen Himmel blickt. In der unmittelbaren Nähe wurden außerdem Strukturen entdeckt, die Pyramiden auf der Erde ähnelten sowie rechteckige Strukturen (von den Wissenschaftlern „Inka-Stadt“ getauft). Erst die Mission Mars Global Surveyor der NASA brachte im April 1998 für viele die Ernüchterung.
Alle entdeckten Strukturen waren das Ergebnis natürlicher Erosion. Durch neue Bilder mit wesentlich höherer Auflösung wurde deutlich, dass auf dem Mars keine künstlichen Strukturen außerirdischer Intelligenz vorhanden sind.
Viking 1 und 2 hatten unter anderem die Aufgabe, der Frage nach dem Leben auf dem Mars nachzugehen. Dabei wurden ein chemisches und drei biologische Experimente durchgeführt. In dem chemischen Experiment wurde versucht, organische Substanzen im Marsboden nachzuweisen. Dazu wurde ein am MIT entwickelter Gaschromatograf-Massenspektrometer benutzt. Es konnten allerdings keine auf Kohlenstoff aufbauenden organischen Substanzen nachgewiesen werden.
Das erste biologische Experiment beruhte auf Stoffwechselaktivitäten von Organismen. Eine Bodenprobe wurde mit einer Nährlösung benetzt und entstehende Gase registriert. Der Marsboden reagierte auf das Experiment mit Abgabe großer Mengen Sauerstoff. Im zweiten Experiment wurde eine Nährlösung mit radioaktiven Kohlenstoffatomen versehen und auf eine Probe gegeben. Als Ergebnis eines Stoffwechsels hätten sie unter den ausgeschiedenen Gasen nachgewiesen werden müssen. Tatsächlich wurden radioaktive Kohlenstoffatome nachgewiesen. Das dritte Experiment war ein Fotosynthese-Experiment. Radioaktiv markiertes Kohlendioxid wurde dem Marsboden zugesetzt. Dieses Kohlendioxid hätte assimiliert werden und später nachgewiesen werden müssen. Auch dieses Ergebnis war positiv. Obwohl die Ergebnisse der biologischen Experimente positiv waren, gaben sie aufgrund des negativen Ergebnisses des Gaschromatografen-Massenspektrometer-Versuchs keinen schlüssigen Beweis für Existenz oder Nichtexistenz von Leben auf dem Mars.
Im Jahr 1996 fanden David S. McKay und seine Mitarbeiter Strukturen im Marsmeteoriten ALH84001, die sie als Spuren von fossilen Bakterien deuteten. Allerdings wird die Beweiskraft der gefundenen Strukturen von vielen Wissenschaftlern angezweifelt, da diese auch auf rein chemischem Wege entstehen konnten.
Am 23. Januar 2004 entdeckte die europäische Marssonde Mars Express am Südpol des Mars große Mengen gefrorenen Wassers, Ende Juli 2005 auch in einem nahe dem Nordpol gelegenen Krater.
Ende März 2004 wurde bekannt, dass Forscher der NASA und der ESA unabhängig voneinander Methan in der Marsatmosphäre nachgewiesen haben. Ob das Methan geologischen Ursprungs ist oder etwa durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen gebildet wurde, sollen weitere Untersuchungen zeigen.
Ebenfalls Anfang 2004 entdeckte die Marssonde Opportunity Gesteine, die in offenstehendem Wasser abgelagert worden sein müssen und viele regelmäßig verteilte kugelige, bis 1 cm große Hämatit-Konkretionen enthalten. Solche Konkretionen kommen auch auf der Erde vor. Unter irdischen Bedingungen ist wahrscheinlich, dass bei ihrer Entstehung Bakterien beteiligt sind. Ob dies auch für den Mars gilt, könnten nur Laboruntersuchungen auf der Erde zeigen.
Weitere Mikrostrukturen, welche die Rover Spirit und Opportunity 2004 entdeckt hatten und in denen ein Teil der interessierten Öffentlichkeit Hinweise auf Leben hatte sehen wollen, erwiesen sich bei näherer Untersuchung als abiotisch oder künstlich, so zum Beispiel Schleifspuren auf durch die Instrumente bearbeiteten Gesteinsoberflächen oder Filamente, die sich als Textilfasern der Lande-Airbags herausstellten.
Höheres oder gar intelligentes Leben scheint es auf dem Mars also nicht zu geben, Wissenschaftler halten jedoch primitive Lebensformen (Mikroben) für denkbar.
Beobachtung
Mikrobe
Aufgrund der Bahneigenschaften der Planeten „überholt“ die Erde den Mars durchschnittlich alle 779 Tage auf ihrer inneren Bahn. Diesen Zeitraum, der zwischen 764 und 811 Tagen schwankt, nennt man synodische Periode. Befinden sich Sonne, Erde und Mars in einer Linie, so steht der Mars von der Erde aus gesehen in Opposition zur Sonne. Zu diesem Zeitpunkt ist Mars besonders gut zu beobachten, er steht dann als rötlicher „Stern“ auffallend hell am Nachthimmel. Beobachtet man Mars regelmäßig, kann man feststellen, dass er vor und nach einer Opposition am Himmel eine Schleifenbewegung vollführt. Diese Oppositionsschleife ergibt sich aus den Sichtwinkeln, die Mars bietet, während er von der Erde überholt wird.
Da die Planeten keine idealen Kreisbahnen aufweisen, sondern sich auf mehr oder weniger stark ausgeprägten elliptischen Bahnen bewegen, weisen Erde und Mars zum Zeitpunkt der Oppositionen unterschiedliche Entfernungen auf. Diese können zwischen 55,6 und 101 Millionen Kilometer betragen. Bei einer geringen Oppositionsentfernung spricht man von einer Perihelopposition, bei einer großen von einer Aphelopposition.
Periheloppositionen bieten die besten Gelegenheiten, den Mars von der Erde aus mittels Teleskop zu beobachten. Der Planet hat dann einen scheinbaren Durchmesser bis zu 25,8 Bogensekunden. Bei einer Aphelopposition ist er mit 14,1 Bogensekunden nur etwa halb so groß. Besonders erdnahe Oppositionen fanden zum Beispiel in den Jahren 1766, 1845, 1924 und 2003 statt. Am 28. August 2003 betrug die Distanz Erde – Mars 55,76 Millionen Kilometer. Dies war die geringste Distanz seit etwa 2.000 Jahren. Erst im Jahre 2287 wird der Mars der Erde noch näher kommen, der Abstand beträgt dann 55,69 Millionen Kilometer.
Im Teleskop erscheint Mars zunächst als rötliches Scheibchen. Bei höherer Vergrößerung können die Polkappen sowie dunkle Oberflächenmerkmale, wie die Große Syrte, ausgemacht werden. Treten auf dem Mars größere Staubstürme auf, verblassen die Merkmale, da die Oberfläche von einer rötlichen Dunstschicht eingehüllt wird, die sich mitunter über Wochen halten kann. Durch den Einsatz von CCD-Kameras sind mittlerweile auch Amateurastronomen in der Lage, detailreiche Aufnahmen der Marsoberfläche zu erzielen, wie sie vor etwa 10 Jahren nur von den leistungsfähigsten Großteleskopen erstellt werden konnten.
Stellungen
Hauptartikel: Marspositionen bis 2021
In der folgenden Tabelle sind spezielle Stellungen des Mars für die Jahre 2003 bis 2008 angegeben. Neben dem Datum der Opposition ist jeweils auch die scheinbare Helligkeit, der Abstand zur Erde und der Winkeldurchmesser des Mars bei der Erdnähe angegeben, die wegen der Exzentrizität der Marsbahn recht unterschiedlich ausfallen können.
Wegen der scheinbaren Rückläufigkeit des Mars entsteht für den Beobachter die sogenannte Marsschleife.
Kulturgeschichte
Im alten Ägypten wurde Mars als „Horus der Rote“ bezeichnet. Da der Planet sich während seiner Oppositionsschleife zeitweise rückläufig bewegt, sprachen die Ägypter davon, dass Mars rückwärts wandere. Der Name der ägyptischen Hauptstadt Kairo leitet sich von „Al Qahira“ ab, dem altarabischen Namen für den Planeten Mars.
Im indischen Sanskrit wird der Mars als Mangal (verheißungsvoll), Angaraka (Glühende Kohle) und Kuja (der Blonde) bezeichnet. Er repräsentiert kraftvolle Aktion, Vertrauen und Zuversicht.
Aufgrund seiner (blut)roten Färbung wurde Mars in verschiedenen Kulturen mit den Gottheiten des Krieges in Verbindung gebracht. Die Babylonier sahen in ihm Nergal den Gott der Unterwelt, des Todes und des Krieges. Für die Griechen und Römer der Antike repräsentierte er deren Kriegsgötter Ares bzw. Mars. In der nordischen Mythologie steht er für Tyr, den Gott des Rechts und des Krieges.
In der Astrologie ist Mars unter anderem das Symbol der Triebkraft. Es wird dem Element Feuer, dem Metall Eisen, den Tierkreiszeichen Widder und Skorpion und dem 1. Haus zugeordnet. Er hat eine männliche Konnotation.
Mars in Literatur, Film und Musik
Der Mars und seine fiktiven Bewohner sind Thema zahlreicher Romane und Verfilmungen.
Die klassische Figur des kleinen grünen Männchens mit Antennen auf dem Kopf erschien erstmals 1913 in einem Comic und ist seitdem als Klischee nicht mehr wegzudenken.
Vor allem durch Percival Lowells Veröffentlichungen wurde Mars weithin als eine sterbende Welt angesehen, in deren kalten Wüstenregionen alte und weit entwickelte Zivilisationen ums Überleben kämpften.
In H. G. Wells bekanntem Roman Krieg der Welten, der 1898 erschien, verlassen die Marsianer ihre Heimatwelt, um die lebensfreundlichere Erde zu erobern. Die Menschheit, die den hochtechnisierten kriegerischen Marsianern hoffnungslos unterlegen ist, entgeht ihrer Auslöschung nur dadurch, dass die Invasoren von harmlosen irdischen Mikroben dahin gerafft werden.
Orson Welles verwendete den Stoff im Jahre 1938 in einem Hörspiel, wobei er die Marsianer in New Jersey landen ließ. Das Hörspiel wurde im Stil einer realistischen Reportage ausgestrahlt. Hörer, die sich später einschalteten, hielten die Invasion der Marsianer für Realität.
Wells' Romanvorlage wurde 1952 verfilmt, wobei die Handlung wiederum in die USA der Gegenwart verlegt wurde. Der Film erhielt für die damals Bahn brechenden Spezialeffekte einen Oscar.
Im Jahr 1978 entstand der Film Unternehmen Capricorn. Er griff das Thema der sogenannten Mondlandungslüge auf, indem er es in sehr zugespitzter Form auf eine im Filmstudio vorgetäuschte Marsexpedition übertrug.
Der 1996 entstandene Film Mars Attacks setzt sich ironisch mit dem Thema Marsinvasion auseinander, wobei den Marsianern amerikanische Schnulzenmusik aus den 50er Jahren zum Verhängnis wird.
Unter der Regie von Brian de Palma wurden im Jahr 2000 mit dem Film Mission to Mars die Spekulationen um das Marsgesichts der Cydonia-Region als hinterlassenes Bauwerk dramatisch weitgehend thematisiert.
Steven Spielbergs 2005 entstandenes Remake von Krieg der Welten nahm noch einmal das Thema auf und zeigte die Invasion von Außerirdischen auf der Erde aus der Sicht eines Familienvaters aus den USA.
Weitere bekannte Sciencefiction-Filme, die auf dem Mars handeln, sind Red Planet und Total Recall.
Edgar Rice Burroughs, der Autor von Tarzan, schrieb von 1917 bis 1943 die elfbändige Saga John Carter vom Mars, in der sich der irdische Held in marsianische Prinzessinnen verliebt, gegen Luftpiraten, grünhäutige Unholde, weiße Riesenaffen und andere Untiere kämpft.
Die Marschroniken, eine stimmungsvolle Sammlung von Erzählungen des Schriftstellers Ray Bradbury, sind ebenfalls auf dem Mars angesiedelt.
Der wohl prominenteste Auftritt des Mars in der Musik dürfte der erste Satz von Gustav Holsts Orchestersuite Die Planeten (1914-1916) sein, deren erster Satz Mars, the Bringer of War mit seinem drohend-martialischen Charakter die mythologische Gestalt Mars eindrucksvoll porträtiert.
Siehe auch
- Terraforming
- Marskolonisation
- Bemannter Marsflug
- Ma'adim Vallis
Wissenschaftliche Literatur
- Robert Henseling: Mars. Seine Rätsel und seine Geschichte., Kosmos Gesellschaft der Naturfreunde, Franckh´sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart 1925 (das Buch ist von historischem Interesse)
- Paul Raeburn: Mars : Die Geheimnisse des roten Planeten. Steiger Augsburg 2000.
- William Sheehan: The Planet Mars : A History of Observation and Discovery. Tucson 1996.
- Lexikon der Astronomie in 2 Bänden, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, Berlin, Oxford, ISBN 3-86-150-145-7
- Der NASA-Atlas des Sonnensystems, Knaur, ISBN 3-426-66-454-2
- Hans R. Jenemann, Arno M. Basedow und Erich Robens: „Die Entwicklung der Makro-Vakuumwaage“, Wirtschaftsverl. NW Bremerhaven, ISBN 3-89429-214-8
- David McNab, James Younger: Die Planeten, C. Bertelsmann, ISBN 3-570-00350-7
- David Morrison: Planetenwelten, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, Berlin, Oxford, ISBN 3-86025-127-9
- Planeten und ihre Monde, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, Berlin, Oxford, ISBN 3-922508-46-4
- Das Kosmos Himmelsjahr 2003, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, ISBN 3-440-09094-9
- Heuseler, Jaumann, Neukum: Die Mars Mission, BLV Verlagsgesellschaft München, ISBN 3-405-15461-8
- Gottfried Gerstbach: Mars Channel Observations 1877-90 Compared with modern Orbiter Data: TU Wien, Institut für Geodäsie und Geophysik: Publikation im PDF-Format auf der Homepage des Autors erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/MarsChannel-AstroYu73.pdf
Weblinks
Artikel und Bilder
- [http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/home.shtml Planet Mars bei Raumfahrer.net]
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/mars/index.xml Mars - viele Infos zum Planeten und allen Missionen, mit aktuellen Bildern, Flashs etc.]
- [http://www.seds.org/~spider/mars/mars-l.html Chronologie aller Marsmissionen] (Englisch)
- [http://www.spiegel.de/flash/0,5532,4150,00.html Panoramabilder aller Mars-Missionen]
- [http://photojournal.jpl.nasa.gov/targetFamily/Mars Bilderserie zum Planeten Mars und seiner Trabanten]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/mgs_cydonia.html Mars Global Surveyor images of the Cydonia Region]
Forschungseinrichtungen
- [http://www.geoinf.fu-berlin.de/mex/ FU-Berlin Projektseiten der HRSC Kamera auf der Mars Express Sonde] (spektakuläre und hochaufgelöste Bilder der Marsoberfläche)
- [http://berlinadmin.dlr.de/Missions/pathfinder/making_science.shtml DLR - Mission Pathfinder: Fotometrie, Analysen von Marsgestein]
- [http://www.marssociety.de Mars Society Deutschland e. V., Homepage mit täglich aktualisierten Nachrichten]
Videos
- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981011.rm Warum fasziniert uns der Mars?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981025.rm Was ist dran am Marsgesicht?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=020818.rm Was soll
Colorado
Colorado ist ein Bundesstaat im westlichen Teil der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name Colorado kommt aus dem Spanischen und bedeutet "rötlich". Im Jahr 2000 hatte Colorado 4.301.261 Einwohner. Die postalische Abkürzung für den Staat lautet CO.
Geographie
Im Osten von Colorado beginnen die Great Plains und im SW befindet sich das Colorado Plateau. Durch den Rest des Staates erstrecken sich die Rocky Mountains, weshalb Colorado auch zu den Gebirgsstaaten gezählt wird. Der höchste Berg, der Mt. Elbert, ist zugleich der höchste Berg der Rocky Mountains.
Die Nachbarstaaten sind Utah (im Westen), Wyoming (im Norden), Kansas (im Osten), New Mexico (im Süden), Nebraska (im NO) und Oklahoma (im SO). Der wichtigste Fluss, nach dem auch der Staat benannt wurde, ist der Colorado River, der den SW des Staates durchfließt.
- Liste der Countys in Colorado
- Liste der Städte in Colorado
Bevölkerung
In Colorado leben 4.601.000 Einwohner (Stand: 2004), von denen 74,5% Weiße, 17,1 % Hispanics (davon ca. 424 000, d.i. 9,3 % Mexikaner), 3,8 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 2,2 % Asiaten, 1,0 % Indianer (ca. 27.000) sind.
82% der Bevölkerung wohnt in Städten; es gibt 1.658.238 Haushalte.
Das Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahr 2002 29.959 US-Dollar.
Größte Städte
¹ Bildung der Stadt am 7. Februar 2001
Wirtschaft
Zucht und Anbau
Im Gebirge wird vorwiegend Schaf- und Mastviehzucht betrieben. Angebaut werden Mais, Weizen, Kartoffeln, Zuckerrüben und Obst.
.
Industrie und Dienstleistung
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben sich vor allem die Industrie- und Dienstleistungsbereiche entwickelt. Die Wirtschaft in Colorado ist auf ein breites Spektrum aufgefächert. Bemerkenswert ist vor allem die Firmendichte im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und der High-Tech-Branche.
Bodenschätze und Vorkommen
- Kupfer
- Uran (seit 1945)
- Kohle
- Gold
- Silber
- Ton
- Vanadium
- Blei
- Zink
- Eisen
- Molybdän
- Erdöl (seit 1949)
- Edelsteine
Geschichte
Vom Süden her kam der spanische Entdecker Coronado und betrat 1541 als erster Europäer Colorados Boden, doch erst Juan de Uribarri beanspruchte das Gebiet 1701 für das spanische Königreich. 1848 musste Mexiko den Westteil von Colorado den US-Amerikanern abtreten, nachdem schon 1819 der Ostteil an die USA fiel.
Der Goldrausch von 1859 brachte eine große Zahl von Siedlern in die Gegend von Denver. Größere Goldvorkommen wurden bald in der Nähe von Central City gefunden. Um 1860 hatte Central City eine Einwohnerzahl von 60.000. Wie immer bei Bodenschätzen ist der Vorrat an Gold irgendwann erschöpft und so entstanden über die Jahre viele kleine Städte, die wieder verlassen wurden, wenn der Goldmarkt kollabierte oder das Gold abgebaut war. Einige Städte wie Aspen, Telluride oder Cripple Creek haben als Skiort, Kulturzentrum oder Spielerstädte wieder Bedeutung erlangt. Andere hatten nicht so viel Glück und wurden Geisterstädte. Denver ist inzwischen zum wirtschaftlichen und finanziellen Zentrum der Rocky Mountain Region geworden.
1876 wurde Colorado 38. Bundesstaat der USA.
Liste der Gouverneure von Colorado
Sehenswürdigkeiten
Nationalparks
Liste der Gouverneure von Colorado
- Black Canyon of the Gunnison National Park
- Great Sand Dunes National Park
- Mesa Verde National Park
- Rocky Mountain National Park
National Monuments
- Canyon of the Ancients National Monument
- Colorado National Monument
- Dinosaur National Monument
- Hovenweap National Monument
- Yucca House National Monument
National Forests
- Arapaho National Forest
- Grand Mesa National Forest
- Gunnison National Forest
- Pike National Forest
- Rio Grande National Forest
- Roosevelt National Forest
- Routt National Forest
- San Isabel National Forest
- San Juan National Forest
- Uncompahgre National Forest
- White River National Forest
National Scenic Byways
Colorado ist neben Oregon der Bundesstaat mit den meisten National Scenic Byways. Dabei handelt es sich um Straßen, die aufgrund bestimmter Merkmale von der Federal Highway Administration als touristisch besonders interessant eingestuft wurden. Zu diesen Straßen gehören in Colorado der Colorado River Headwaters Byway, der Dinosaur Diamond Prehistoric Highway, der Frontier Pathways Scenic and Historic Byway, der Gold Belt Tour Scenic and Historic Byway, der Grand Mesa Scenic and Historic Byway, der San Juan Skyway, der Santa Fe Trail, der Top of the Rockies, der Trail of the Ancients und die Trail Ridge Road/Beaver Meadow Road.
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:コロラド州
ko:콜로라도 주
James CameronJames Francis Cameron ( - 16. August 1954 in Kapuskasing, Ontario, Kanada) ist ein kanadischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor.
Biografie/Karriere
Er wuchs im kanadischen Niagara Falls auf. Sein Vater war Elektroingenieur und seine Mutter war Malerin. James interessierte sich schon im Kindesalter dafür, wie Sachen funktionieren und war neugierig auf alles Neue. Zusammen mit seinem Bruder Mike, der im Laufe seiner Karriere eine nicht unbedeutende Rolle spielen sollte, war er praktisch der Wissenschaftler in ihrem kleinen Heimatort.
Im Alter von 15 Jahren war James klar, was er später einmal werden wollte. Er sah im Kino den Film "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick. Dieser Film und dessen Machart hat ihn so beeindruckt, dass er beschloss, zum Film zu gehen.
Cameron eignete sich in Büchern alles über Filmgeschichte und Special Effects an, was es Ende der 60-er/Anfang der 70-er Jahre zu wissen gab. Auf der anderen Seite war er frustriert über die Tatsache, dass er tausende von Meilen entfernt von Hollywood lebte.
Dieser Zustand sollte sich 1971 ändern, als sein Vater ein Jobangebot in Orange County, Kalifornien bekam. James war wegen der Aussicht, in die Nähe von Hollywood zu ziehen, begeistert von der neuen Situation. Allerdings stellte er nach dem Umzug schnell fest, dass es nicht so einfach ist, eine Karriere in Hollywood zu starten und seine Familie konnte sich eine Ausbildung an einer Filmschule nicht leisten. Deshalb begann er ein Physik-Studium am Fullterton College und wechselte dann zu englischer Literatur, als seine Mathematik-Fähigkeiten nicht mehr ausreichten.
Nachdem er das College verlassen hatte, heiratete er seine erste Ehefrau - Susan Williams - und arbeitete als Lastwagenfahrer. 1977 sah er dann einen Film, der seine Leidenschaft für das Filmemachen wieder neu entfachte - Star Wars. Enttäuscht und motiviert, dass das der Film war, den er immer machen wollte, eignete er sich fanatisch Wissen über das Drehbuchschreiben, Filmemachen usw. an und lernte mit Film-Ausrüstung umzugehen. Dabei ging allerdings auch seine Ehe in die Brüche.
Bei seinem ersten Film "Xenogenesis", ein 35mm-Kurzfilm, den er 1979 zusammen mit seinem Freund William Wisher drehte und der von einem Konsortium von Zahnärzten finanziert bekam, fungierte Cameron gleichzeitig als Regisseur, Produzent, Autor, Kameramann, Cutter, Modellbauer und Special Effects-Verantwortlicher. Während der Produktion des Films gab Cameron seinen Job als LKW-Fahrer auf. Der Film kam jedoch nie auf eine Leinwand.
Cameron entschied, seine komplette Zeit ins Filmemachen zu investieren und bewarb sich deshalb bei "New World Pictures", der Produktionsfirma von Roger Corman. Nachdem er bei einigen Filmen hinter den Kulissen gearbeitet und sich aufgrund seines Ehrgeizes bei der Belegschaft unbeliebt gemacht hat, bekam er 1981 seinen ersten Auftrag, als Regisseur einen Kinofilm zu drehen.
Als er als Ausstatter damit experimentierte, Maden zu steuern, fiel er italienischen Filmproduzenten auf. Sein erster Film "Piranhas 2" war eine riesige Enttäuschung, für Cameron aber auch eine wichtige Erfahrung für ihn als Regisseur. Der italienische Produzent mischte sich laufend in die Dreharbeiten ein und dies führte dazu, dass Cameron in das Schneidewerk des Produzenten in Rom nachts einbrach, um den Film so zu vollenden, wie er es gerne hätte. Trotzdem wurde der Film kein Erfolg.
1982 und zurück in Amerika schrieb er ein Drehbuch für einen Film, der ihn schließlich zum Star machte - Terminator. Das Drehbuch basierte auf einen Alptraum von Cameron. Er verkaufte es an die Produzentin Gale Anne Hurd für 1 Dollar gegen die Zusage, dass er Regie bei dem Film führen darf.
Da sich die Finanzierung des Films hinzog, kam er erst 1984 in die Kinos. Cameron hatte seinen ersten Hit und wurde neben Arnold Schwarzenegger zum neuen Star am Film-Himmel. In der Zeit bis zu den Terminator-Dreharbeiten schrieb Cameron zwei weitere Drehbücher - für "Aliens 2 - Die Rückkehr" und "Rambo 2 - Der Auftrag".
Über die Umsetzung des Rambo-Drehbuchs war Cameron völlig verärgert, das Anti-Militaristische wäre komplett weggelassen worden. In einem Interview mit dem deutschen Filmkritiker Milan Pavlovic antwortete Cameron allerdings auf die Frage, ob er in dem Drehbuch eigene Vietnam-Erfahrungen verarbeitet hätte, dass er als Kanadier mit dem Vietnam-Krieg nichts zu gehabt hätte.
Nachdem die Produzenten von Aliens das Drehbuch von Cameron lasen und den Erfolg von Terminator erlebten, boten sie ihm die Regie für Aliens 2 an. Cameron nahm das Angebot unter der Bedingung, dass Hurd produzierte, an. Gale Anne Hurd wurde 1984 die zweite Frau von Cameron. Cameron hatte nach Aliens 2 die Freiheit, zu tun was er wollte.
Als nächstes drehte er einen Film, dessen Story auf einer Geschichte basierte, die er im Alter von 17 Jahren in einer Biologie-Stunde schrieb. Später an der Universität wurde bei einer Vorlesung ein Mann vorgeführt, der in einem Taucheranzug statt Luft eine mit Sauerstoff gesättigte Flüssigkeit atmete, um so in große Tiefen tauchen zu können. The Abyss kam 1989 in die Kinos. Bei 48 Millionen Dollar Produktionskosten kam der Film nur knapp in die Gewinnzone. "The Abyss" gehört zu den größten Meilensteinen der Filmgeschichte, da er die Tricktechnik revolutionierte. Völlig neue Techniken wie Morphing, photorealistische Computeranimationen und Unterwasser-BlueScreen wurden teilweise eigens für diesen Film entwickelt. Allerdings gilt der Film bis heute auch als Musterbeispiel für schlechtes Marketing, da man in der Werbung über die bahnbrechenden Effekte kein Wort verlor. Um diesen Fehler nicht zu wiederholen, wurden die Spezialeffekte beim nächsten Film (Terminator 2) in der Werbung überbetont. Die Qualitäten des Films begründeten eine größere Fangemeinde für Cameron, The Abyss lief noch jahrelang in Programmkinos.
Der nächste Film war die Fortsetzung seines ersten Hits aus dem Jahre 1984. "Terminator 2 - Die Rückkehr" war 1991 der teuerste Film aller Zeiten. Das Drehbuch des 94 Millionen Dollar teueren Streifens schrieb Cameron zusammen mit William Wisher. Bei den Dreharbeiten verliebte sich Cameron in seine Hauptdarstellerin Linda Hamilton, die er 1997 heiratete. Aus diesem Grund lies er sich von der Regisseurin Kathryn Bigelow scheiden, die er 1989 bei einem Besuch von Dreharbeiten getroffen hatte.
Die Idee für den nächsten Film lieferte Arnold Schwarzenegger persönlich. Bei einer der gemeinsamen Motorradtouren mit Cameron erzählte er ihm von einer französischen Komödie mit dem Titel "La Totale". Dies war die Grundlage für die erste Action-Komödie von Cameron - True Lies. Der Film kam 1994 ins Kino.
Am 19. Dezember 1997 kam schließlich Titanic in die amerikanischen Kinos (Erstaufführung in Deutschland: 8. Januar 1998). Der nach Aussagen Camerons knapp über 200 Millionen Dollar teure Film erhielt 11 Oscars und gilt als bisheriger Höhepunkt seiner Karriere.
Die Zeit nach Titanic
Nach Titanic zog sich Cameron aus dem Regiegeschäft weitestgehend zurück und arbeitete an der Entwicklung neuer Filmtechniken, Effekte usw. Sein Bruder Mike war und ist ihm dabei heute noch eine wichtige Unterstützung.
Im Jahr 2000 beschritt Cameron neue Wege und brachte seine erste TV-Serie an den Start. "Dark Angel" () lief auch in Deutschland auf VOX. Die Serie war aber kein großer Erfolg und wurde nach 2 Staffeln wieder eingestellt.
Zusammen mit Bill Paxton und seinem Bruder Mike realisierte Cameron 2001 einen 3D-Film im IMAX-Format über die Titanic, der 2003 in die Kinos kam - "Ghosts of the Abyss" ().
2002 produzierte Cameron eine TV-Dokumentation über das deutsche Schlachtschiff "Bismarck" (), die auf Discovery Channel gesendet wurde.
2005 kam eine 3D-Dokumentation mit dem Titel "Aliens of the Deep" ins Kino, in der Cameron zusammen mit NASA-Wissenschaftlern Gebirgsketten auf dem Meeresgrund untersucht.
Aktuell ist Cameron seit dem 4. Juni 2000 mit Suzy Amis verheiratet. Cameron begann eine Affäre mit der Schauspielerin während der Dreharbeiten zu Titanic. Amis wirkt in dem Film auch mit.
Das neue Projekt
Für 2007 hat Cameron die Verfilmung des japanischen Mangas "Battle Angel" () angekündigt. Nach eigenen Aussagen soll dies wieder ein Hollywood-Blockbuster werden.
Anekdoten
Cameron ist berüchtigt dafür, am Set immer lautstark zu schimpfen und jeden ständig zu beleidigen. Bei den Dreharbeiten zu Terminator 2 trugen viele Crewmitglieder eine Kappe mit der Aufschrift "T3 - without me" (T3 - ohne mich).
Nach "The Abyss" betonten sowohl Cameron wie Produzentin Hurd, das nächste Projekt solle auf jeden Fall eine Nummer kleiner werden, nicht mehr etwas so großes und teures. Das nächste Projekt war "Terminator 2", doppelt so teuer wie "The Abyss".
Anfang der 1990er Jahre unterschrieb Cameron einen Rahmen-Vertrag über 20 Filme, der ihm eine Gage von insgesamt 500 Millionen Dollar garantiert.
Filmographie als Regisseur
- 1978: Xenogenesis
- 1981: Piranha 2 - Fliegende Killer
- 1984: Terminator
- 1986: Aliens - Die Rückkehr
- 1989: Abyss
- 1991: Terminator 2 – Tag der Abrechnung
- 1994: True Lies
- 1996: Terminator 2 3D - Battles Across Time
- 1997: Titanic
- 2000: Dark Angel (Pilotfolge)
- 2002: Expedition: Bismarck
- 2003: Ghosts of the Abyss
- 2005: Aliens of the Deep
Wichtige Auszeichnungen/Nominierungen
Oscar
- 1997: Beste Regie für Titanic, Bester Schnitt für Titanic, Bester Film für Titanic
Golden Globe
- 1997: Nominierung - Bestes Drehbuch für Titanic
- 1997: Beste Regie in der Kategorie "Motion Picture" für Titanic
- 1997: Bester Film in der Kategorie "Drama" für Titanic
Literatur
- Eckhard Pabst (Hrsg.), Mythen - Mütter - Maschinen. Das Universum des James Cameron, Verlag Ludwig 2005. ISBN 3-933598-71-0
Weblinks
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- [http://www.amazingcameron.com/ Fan-Seite über James Cameron (engl.)]
- [http://www.djfl.de/entertainment/stars/j/james_cameron.html Deutsche Kurzbiografie]
Cameron, James
Cameron, James
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ja:ジェームズ・キャメロン
Archimedes, Alte Meister Museum, Dresden/Deutschland]]
Archimedes (griechisch Aρχιμήδης) von Syrakus ( - um 287 v. Chr. vermutl. Syrakus auf Sizilien; † 212 v. Chr. vermutl. ebd.) war ein antiker griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur.
Überblick
Archimedes von Syrakus gilt als einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike. Er wurde bekannt durch seine Beteiligung an der Verteidigung von Syrakus gegen die römische Belagerung im zweiten Punischen Krieg. Ihm wird nachgesagt, die Römer bei ihrer langwierigen Belagerung mit seinen Kriegsmaschinen praktisch eigenhändig aufgehalten zu haben. So entwickelte er beispielsweise Wurfmaschinen und Katapulte oder auch Seilwinden, welche ein komplettes Schiff, voll beladen und mit gesamter Besatzung, durch Ziehen an einem einzigen Seil bewegte. Auch mächtige Greifarme, die feindliche Boote packten und angeblich in Stücke rissen, gehörten dazu. Eine Kampfmaschine soll dem Mythos nach die Römer besonders in Angst und Schrecken versetzt haben. Eine sogenannte Solarkanone, welche durch Parabolspiegel mit gebündeltem Sonnenlicht die Segel der angreifenden Schiffe in Brand steckte, soll so ganze Flotten vernichtet haben.
Im Jahre 2005 sind Forscher des Massachusetts Institute of Technology und der University of Arizona diesem Mythos der archimedischen Solarkanone auf den Grund gegangen. Sie konstruierten zwei verschiedene Spiegel und versuchten, damit ein hölzernes Fischerboot in Brand zu setzen. Das Experiment misslang, jedoch zeigte sich, dass die Solarkanone im Prinzip funktioniert (Quelle: SPIEGEL ONLINE, 24.10.2005). In einem weiteren Expirement des MIT mit 127 kleinen Spiegeln gelang es jedoch ein 30 Meter entferntes Modell einer Schiffswand anzuzünden (Quelle: [http://mit.edu/2.009/www/lectures/10_ArchimedesResult.html MIT-Webseite]).
Archimedes wurde bei der letztendlich erfolgreichen römischen Eroberung von Syrakus nach dreijähriger, vergeblicher Belagerung (!) durch einen römischen Soldaten getötet. Der Legende nach soll er dem Soldaten, der ihn festnehmen sollte und ihn gerade beim Zeichnen geometrischer Figuren im Sand störte, zugerufen haben: Noli turbare circulos meos (lateinisch für: Störe meine Kreise nicht!), worauf dieser dermaßen in Rage geriet, das er Archimedes erschlug.
Archimedes soll auch, als er den Goldgehalt einer Krone des Herrschers prüfen sollte, ohne sie jedoch zu beschädigen, durch einen Geistesblitz beim Baden die Bestimmung des spezifischen Gewichtes entdeckt haben, als aus dem randvollen Wasserbehälter plötzlich jene Wassermenge auslief, die er beim Hineinsteigen ins Bad mit seinem Körpervolumen verdrängte. Vor Freude glücklich über seine Entdeckung, lief er mit dem Ausruf: "Heureka!" (griechisch: εύρηκα, "Ich hab's gefunden!") nackt auf die Straße. Heureka
Er war der Erfinder der archimedischen Schraube und Entdecker des Archimedischen Prinzips, nämlich des Auftriebsprinzipes, das bei jedem schwimmenden Körper Anwendung finden kann, beim professionellen Schiffsbau jedoch ein absolutes Muss darstellt.
Außerdem erfand er ein stellenwertbasiertes Zahlensystem und benutzte es, um Zahlen bis zur Größe von 1064 auszurechnen und diese zu notieren und zu studieren. Dies in einer Zeit, in der seine Mitwelt eine Myriade (lit. 10.000) bereits mit "unendlich" gleichsetzte.
Archimedes bewies, dass sich der Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser genauso verhält wie die Fläche des Kreises zum Quadrat des Radius. Er nannte dieses (heute als Kreiszahl bezeichnete) Verhältnis noch nicht π, gab aber eine Anleitung, wie man sich dem Verhältnis bis zu einer beliebig hohen Genauigkeit nähern kann, vermutlich das älteste numerische Verfahren der Geschichte. Mit seinen Überlegungen zur Flächen- und Volumensberechnung (u. a. mit einer exakten Quadratur der Parabel) nahm Archimedes Ideen der Integralrechnung seinen viel später folgenden Denkern vorweg. Er ging dabei über die Eudoxos von Knidos zugeschriebene Exhaustionsmethode (Ausschöpfungsmethode) hinaus, beispielsweise wandte er bereits eine Form des Prinzips von Cavalieri an.
Archimedes war auch zugleich im Bereiche der heutigen Physik schöpferisch tätig, so erfand er die Wissenschaft der Statik, entdeckte die Hebelgesetze und das Prinzip der kommunizierenden Gefäße. Durch die, ihm nachgesagte, Fähigkeit zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Gegenständen, musste ihm auch die unterschiedliche Dichte von Flüssigkeiten bekannt gewesen sein, sonst hätte er zwischen Meeresschiffen und solchen im Süßwasser nicht unterschieden.
Zur "trans-Archimedischen Maschine" (d.i. zum 'Bewusstsein der Roboter') vgl. Gotthard Günther.
Auf dem Mare Imbrium wurd ein Mondkrater nach ihm benannt; siehe Archimedes (Mondkrater).
Literatur
- Strathern, Paul: Archimedes und der Hebel, Frankfurt am Main 2002. ISBN 3596141176
Weblinks
- [http://www.ancient-cultures.com/archimedes.php ancient-cultures.com - Archimedes - Das Genie der Antike]
- [http://www.anderegg-web.ch/phil/Archimedes.htm Archimedes Leben und Werk]
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Archimedes
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Andrew SeowAndrew Seow (Chinese: 萧乙铭) is a Singaporean actor best known for his role as the fiery tempered eldest son in the family drama series, Growing Up on MediaCorp TV Channel 5. Although weak in his Chinese, he brushed up on the language and was stared in several Chinese dramas on Channel 8, an effort which has won him several nominations in the annual Star Awards.
Seow, Andrew
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