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Max Delbrück

Max Delbrück

Max Delbrück (
- 4. September 1906 in Berlin; † 9. März 1981 in Pasadena, Kalifornien) war ein deutscher, ab 1945 US-amerikanischer Genetiker und Biophysiker.

Leben

Biophysik Delbrück studierte an der Universität Göttingen zunächst Astronomie, kam dann aber über die neu entdeckte Quantenmechanik zur theoretischen Physik. In diesem Fachgebiet promovierte er 1929. Nach einigen Auslandsaufenthalten arbeitete er ab 1932 am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem, unter anderem als Assistent von Lise Meitner und Otto Hahn. Das nicht staatliche Institut behielt auch unter der Herrschaft des Nationalsozialismus eine gewisse Unabhängigkeit und zog so internationale Forscher an. Auf Anregung von Niels Bohr wandte er sich hier der interdisziplinären Arbeit mit der Biologie zu. 1935 veröffentlichte er zusammen mit dem Genetiker Nikolai Timofejew-Ressowski ein Werk über Genmutationen, in dem sie als erste vorschlugen, Gene als komplexe Atomverbände aufzufassen. Damit begann die moderne Genetik. 1937 war der politische Einfluss auf die Forschung zu groß geworden; Delbrück emigrierte in die USA. Hier forschte er - zunächst am Caltech, dann in New York und Nashville, ab 1947 wieder am Caltech - über Bakteriophagen. In den 1940ern arbeitete er eng mit Salvador Luria zusammen, mit dem zusammen er den Vermehrungsprozeß der Bakteriophagen aufklärte. Auch mit Alfred Day Hershey tauschte er bald Informationen aus. Mit ihren Untersuchungen schufen die drei Wissenschaftler Grundlagen der modernen Molekularbiologie und Genetik. Dafür erhielt er 1969 zusammen mit Hershey und Luria den Nobelpreis für Physiologie / Medizin. Als Biologieprofessor am Caltech (bis 1977) forschte er weiter auf mehreren Gebieten. Schwerpunkte waren dabei neben der Sinnesphysiologie auch die Quantenchemie und Mutationen, etwa bei der Taufliege Drosophila. Bereits 1962 war mit seiner Unterstützung das Institut für Genetik an der Universität zu Köln geschaffen worden. Delbrücks Verdienst im weiteren Sinne ist vor allem die Einführung mathematischer Modelle und wissenschaftlicher Methoden in die Biologie. Auch sein Appell zur Interdisziplinarität und zur offenen Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Gemeinde, den er durch sein eigenes Beispiel unterstützte, machte Schule und brachte ihm Anerkennung.

Familie

Delbrück war der jüngste Sohn des Historikers Hans Delbrück und Urenkel von Justus Liebig. Zu weiteren Vorfahren und Verwandten aus der Familie Delbrück siehe Delbrück (Begriffsklärung). Seit 1941 war er mit Mary Bruce verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder.

Werke


- Über die Natur der Genmutation und der Genstruktur. (zusammen mit Nicolaj W. Timoféeff-Ressovsky und Karl Günter Zimmer) Weidmann, Berlin 1935
- Wahrheit und Wirklichkeit: Über die Evolution des Erkennens. Rasch und Röhring, Hamburg 1986, ISBN 3-89136-058-4

Weblinks


-
- [http://www.nobel.se/medicine/laureates/1969/delbruck-bio.html Biografie für das Nobel Komitee]
- [http://www.netzeitung.de/genundmensch/serie/pioniere/171259.html Artikel von netzeitung.de] Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max Delbruck, Max ko:막스 델브뤽

4. September

Der 4. September ist der 247. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 248. in Schaltjahren - somit bleiben noch 118 Tage bis zum Jahresende).

Ereignisse


- 1024 - Mit Konrad II. wird in Kamba bei Oppenheim der erste Salier zum deutschen König gewählt.
- 1609 - Henry Hudson entdeckt die Insel Manhattan.
- 1672 - Erwirbt Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Celle drei große Elbinseln, die darauf hin eingedeicht und durch Verbindungsdeiche vereint werden. Sie tragen fortan den Namen Wilhelmsburg, heute Hamburg-Wilhelmsburg.
- 1797 - Staatsstreich des 18. Fructidor in Frankreich
- 1802 - Der deutsche Philologe Georg Friedrich Grotefend präsentiert in Göttingen der Öffentlichkeit seine ersten Schritte zur Entzifferung der Keilschrift.
- 1837 - Samuel Morse führt erstmals seinen Schreibtelegrafen praktisch vor.
- 1843 - Der englische Entdecker James Clarke Ross kehrt von einer Expedition zum Südpol zurück.
- 1862 - Während des Amerikanischen Bürgerkrieges überschreitet General Lee mit seiner Army of Northern Virginia den Potomac um Maryland und Pennsylvania anzugreifen.
- 1865 - Joaquim António de Aguiar wird Premierminister der konstitutionellen Monarchie in Portugal.
- 1870 - In Paris rufen Léon Gambetta und Jules Favre die Dritte Republik aus.
- 1888 - Der Süden der Insel Papua-Neuguinea wird als Protektorat mit dem Namen British New Guinea von Großbritannien annektiert.
- 1915 - Bulgarien tritt an die Seite der Mittelmächte in den 1. Weltkrieg ein.
- 1929 - Die 35-tägige Weltfahrt des deutschen Luftschiffs LZ 127 „Graf Zeppelin“ endet in Friedrichshafen.
- 1936 - Beryl Markham startet in London zu ihrem Nonstop-Alleinflug über den Atlantik in Ost-West-Richtung.
- 1936 - José Giral Pereira (PSOE) wird Ministerpräsident von Spanien.
- 1938 - Das Internationale Olympische Komitee entscheidet sich nach der einseitigen Absage Tokios bei den Olympischen Spielen 1940 für St. Moritz (Schweiz) und Helsinki (Finnland).
- 1939 - In Deutschland wird für Frauen zwischen 18 und 25 die halbjährige Reichsarbeitsdienstpflicht eingeführt.
- 1946 - Bei den Präsidentschaftswahlen in Chile erringt Gabriel González Videla die relative Mehrheit von 40,1% der Stimmen.
- 1948 - Juliana Louise Emma Marie Wilhelmina Herzogin von Mecklenburg-Schwerin wird Königin der Niederlande.
- 1949 - Herta Heuwer erfindet in Berlin die Currywurst mit der Chillup-Sauce
- 1962 - Erster Staatsbesuch von Charles de Gaulle in der Bundesrepublik Deutschland
- 1965 - In Deutschland wird von der ARD erstmals die Fernsehziehung der Lottozahlen ausgestrahlt.
- 1970 - Bei den Präsidentschaftswahlen in Chile erhält der Kandidat der Unidad Popular, Salvador Allende, die meisten Stimmen, dicht gefolgt von Ex-Präsident Jorge Alessandri.
- 1974 - William Egan Colby wird Chef der amerikanischen CIA.
- 1974 - Die USA nehmen diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
- 1989 - Bei der ersten Montagsdemonstration in Leipzig fordern ca. 1.200 Teilnehmer Reise-, Presse- und Versammlungsfreiheit. Die Demonstrationen werden in den folgenden Wochen die wichtigste Protestveranstaltung, die zur Wende in der DDR führen.
- 1991 - Der Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, erkennt die Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen an.
- 1996 - Madagaskar. Per Gerichtsbeschluss wird Präsident Albert Zafy die Amtsausübung untersagt.
- 1998 - Unterzeichnung des Wye II-Abkommens in Sharm El-Sheikh, Ägypten
- 2002 - Die Bush-Doktrin wird der Öffentlichkeit vorgestellt, nach der sich die USA Präventivschläge gegen Staaten vorbehalten, von denen die Gefahr ausgeht, dass Terroristen in Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen könnten.
- 2002 - Die EU fordert die USA auf, einen Angriff gegen den Irak nur mit Zustimmung der UNO durchzuführen.
- 2004 - Die Hilfsorganisation Cap Anamur (Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V.) feiert in Troisdorf bei Köln, dem Heimatort ihres Gründers Rupert Neudeck, ihr 25-jähriges Bestehen.

Wirtschaft


- 1888 - George Eastman läßt die Handelsmarke "Kodak" registrieren und erhält ein Patent für eine Rollfilm-Kamera.

Wissenschaft und Technik


- 1882 - Thomas Alva Edison eröffnet das erste Zentralkraftwerk für Elektrizität der USA in der New Yorker Pearl Street.
- 1999 - Einweihung der neuen Langwellen-Sendeanlage des polnischen Rundfunks in Solec Kujawski. Diese Anlage ist der Nachfolger der Sendeanlage in Konstantynow, deren Sendemast, das bis heute höchste Bauwerk der Erde, bei Renovierungsarbeiten 1991 einstürzte.

Kultur


- 1708 - Uraufführung der Oper "Amor tra nemici" von Attilio Ariosti in Berlin.
- 1852 - Uraufführung der Oper "König für einen Tag" von Adolphe Adam am Théâtre-Lyrique in Paris.
- 1865 - Ernst Rietschels Goethe-Schiller-Denkmal wird in Weimar enthüllt.

Religion


- 1261 - Der am 29. August gewählte Urban IV. (Papst) wird in Viterbo als Papst inthronisiert.
- 1483 - Papst Sixtus IV. publizierte die päpstliche Bulle Grave nimis. Die Bulle erklärte unmissverständlich die Freiheit Mariens von der Erbsünde im Augenblick ihrer Empfängnis.
- 1842 - Dombaufest zu Köln. Grundsteinlegung für den Weiterbau des Kölner Doms.
- 1943 - Der Metropolit Sergej wird mit der Zustimmung Stalins zum Moskauer Patriarchen gewählt. Er soll die Gläubigen für den Krieg gegen die Deutschen mobilisieren.

Katastrophen


- 1963 - Während des Startvorgangs in Zürich bricht bei einer Caravelle III der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair eine Radaufhängung und verursacht ein Feuer im Fahrwerksschacht. Während des Steigflugs greift das Feuer um sich und veruracht die Zerstörung der Kontrollsysteme. Das Flugzeug stürzt in einen Bauernhof. Alle 80 Personen an Bord sterben.
- 1971 - Während eines Schneesturms auf dem Flughafen Juneau in Alaka prallt eine Boeing 727 der Alaska Airlines bei der Instrumentenlandung gegen einen Berg, Alle 109 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1972 - Olympische Spiele in München: Der US-Amerikaner Mark Spitz gewinnt bei den Schwimmwettbewerben seine siebte Goldmedaille und ist damit der erste Olympionike mit sieben Siegen.

Geboren

Olympionike Olympionike Olympionike Olympionike
- 973 - Al-Biruni, persischer Gelehrter und Astronom
- 1563 - Wanli, Chinesischer Kaiser (Ming-Dynastie)
- 1768 - François-René de Chateaubriand, französischer Autor
- 1809 - Juliusz Slowacki, polnischer Dichter
- 1811 - Ludwig Müller-Uri, deutscher Glaskünstler
- 1816 - François Bazin, französischer Komponist
- 1819 - Adolf Pichler, österreichischer Dichter
- 1824 - Anton Bruckner, österreichischer Komponist
- 1835 - Leopold Grützmacher, deutscher Cellist und Komponist
- 1843 - Ján Levoslav Bella, slowakischer Komponist
- 1869 - Karl Seitz, von 1918 bis 1920 österreichischer Staatspräsident und später Bürgermeister von Wien
- 1882 - Leonhard Frank, deutscher Schriftsteller
- 1885 - Antonio Bacci, italienischer Geistlicher
- 1888 - Oskar Schlemmer, deutscher Maler u. Bildhauer
- 1891 - Fritz Todt, deutscher Nazi-Minister
- 1892 - Darius Milhaud, französischer Komponist
- 1892 - Helmuth Plessner, deutscher Philosoph
- 1896 - Antonin Artaud, französischer Schriftsteller
- 1896 - Rodolphe Rubattel, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1948-1954
- 1901 - Ahmet Kutsi Tecer, türkischer Schriftsteller und Dichter
- 1905 - Meade Lux Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1905 - Mary Renault, britische Schriftstellerin
- 1905 - Walter Zapp, deutscher Erfinder der Kleinstbildkamera (Minox)
- 1906 - Max Delbrück, deutsch-amerikanischer Chemiker, Nobelpreis für Physiologie und Medizin 1969
- 1906 - Wayne D. Overholser, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1908 - Edward Dmytryk, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1908 - Richard Wright, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1909 - Johannes Willebrands, emeritierter Erzbischof von Utrecht und Kardinal
- 1913 - Stanford Moore, US-amerikanischer Biochemiker. Chemienobelpreis 1972
- 1913 - Kenzo Tange, japanischer Architekt
- 1915 - Rudolf Schock, deutscher Sänger (Tenor)
- 1917 - Henry Ford II, US-amerikanischer Automobilhersteller
- 1918 - Taufa'ahau Tupou IV., König von Tonga
- 1919 - Howard Morris, US-amerikanischer Komiker
- 1922 - Rosalio José Castillo Lara, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1924 - Joan Aiken, britische Schriftstellerin
- 1926 - Ivan Illich, österreichischer Sozialreformer
- 1927 - John McCarthy, amerikanischer Informatiker
- 1931 - Anthony de Mello, Jesuitenpriester
- 1934 - Clive W. J. Granger, britischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1937 - Dawn Fraser, australische Schwimmerin, (mehrfache Olympiasiegerin)
- 1939 - Erwin Teufel, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg 1991-2005
- 1942 - Merald Knight, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1946 - Gray Duncan, US-ameikanischer Sänger
- 1946 - Greg Elmor, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Ronald LaPread, US-amerikanischer Musiker (Commodores)
- 1947 - Peter Behrens (Schlagzeuger), deutscher Musiker (Trio)
- 1951 - Martin Chambers, britischer Musiker (Pretenders)
- 1953 - Fatih Terim, türkischer Fußballspieler und -trainer
- 1954 - Bruno Kassel, deutscher Musiker
- 1964 - Robson da Silva, brasilianischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1970 - Daisy Dee, Sängerin und TV-Moderatorin von den Niederländischen Antillen
- 1973 - Lidia Simon, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1974 - Sören Bartol, deutscher SPD-Politiker, MdB seit 2002
- 1978 - Wes Bentley, US-amerikanischer Schauspieler
- 1980 - Cem Islamoglu, türkischer Fußballspieler
- 1981 - Beyoncé Knowles, US-amerikanische Sängerin

Gestorben

Beyoncé Knowles Beyoncé Knowles
- 1063 - Tughrul Beg, Sultan der Seldschuken
- 1588 - Robert Leicester (Earl of Dudley), englischer Heerführer
- 1780 - Sir John Fielding, britischer Richter und Sozialreformer
- 1784 - César François Cassini de Thury, französischer Geodät
- 1794 - Daniel Freiherr Peharnik-Hotkovich, österreichischer Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens
- 1821 - José Miguel Carrera, lateinamerikanischer Nationalheld und chilenischer Politiker
- 1843 - Hermann Diedrich Piepenstock, deutscher Kaufmann und Fabrikant
- 1859 - Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, deutscher Forstwissenschaftler
- 1868 - Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender
- 1874 - Alfred de Bougy, französischer Schriftsteller
- 1903 - Hermann Zumpe, deutscher Dirigent
- 1907 - Edvard Grieg, norwegischer Komponist
- 1909 - Ernst von Stubenrauch, Landrat des südlich Berlins gelegenen Kreis Teltow
- 1914 - Theodor Weber (Arzt), evangelischer Mediziner
- 1930 - Wladimir Arsenjew. russischer Forschungsreisender und Schriftsteller
- 1943 - Heinrich Suso Waldeck, österreichischer Schriftsteller
- 1944 - Erich Fellgiebel, während des Ersten Weltkrieges im Generalstab tätig
- 1949 - Herbert Eulenberg, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1951 - Louis Adamic, US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller
- 1952 - Carlo Graf Sforza, italienischer Politiker, Antifaschist
- 1957 - Joseph Canteloube, Komponist, Pianist, Musikwissenschaftler
- 1963 - Robert Schuman, französischer Politiker
- 1964 - Werner Bergengrün, deutscher Schriftsteller
- 1965 - Albert Schweitzer, deutscher Arzt, Missionar und Friedensnobelpreisträger
- 1965 - Thomas Hampson, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1969 - Marcel Riesz, ungarischer Mathematiker
- 1979 - Sefton Delmer, britischer Journalist
- 1980 - Sir Ronald Syme, neuseeländischer Historiker
- 1980 - Wolfgang Gentner, deutscher Physiker
- 1988 - Oda Schaefer, deutsche Lyrikerin, Autorin von Kritiken, Hörspielen und Erzählungen
- 1989 - Georges Simenon, belgischer Krimi-Schriftsteller
- 1990 - Irene Dunne, US-amerikanische Theater- und Filmschauspielerin
- 1991 - Charlie Barnet, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1991 - Dottie West, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1997 - Aldo Rossi, Architekt und Designer im 20. Jahrhundert
- 1997 - Hans Jürgen Eysenck, deutsch-britischer Psychologe
- 1998 - Hans Brenner, deutscher Schauspieler
- 1998 - Inge Aicher-Scholl, deutsche Kulturschaffende und Schriftstellerin
- 1999 - Emil Schumacher, deutscher Maler
- 1999 - Gertrud Heinzelmann, Schweizer Juristin und katholische Theologin
- 2002 - Vlado Perlemutter, französischer Pianist
- 2003 - Mario Monteforte Toledo, guatemaltekischer Soziologe, Schriftsteller und Politiker
- 2003 - Tibor Varga, britischer Violinist
- 2004 - Richard Hey, deutscher Schriftsteller
- 2005 - Lloyd Avery II, US-amerikanischer Schauspieler

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Antonius, Ehrentraud, Iris, Ida, Jean/Jeanne, Moses, Remoklus, Rosa, Rosalia, Sven/Svenja (Suitbert)

Siehe auch


- 3. September - 5. September
- 4. August - 4. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0904 ja:9月4日 ko:9월 4일 simple:September 4 th:4 กันยายน

Berlin

Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.

Geografie

Geografische Lage

Portal:Berlin Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik. Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee. Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist. Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist. Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick. Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin

Stadtgliederung

Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Berlins Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt. Preußen Preußen Preußen] 1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben. Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt. 1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg. 1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt. Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete. Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten. Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961. Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin. 1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.

Bevölkerung

Parlament Parlament In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer. Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer. 811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden. Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005. Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

2005] Hauptartikel: Politik in Berlin Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.

Das Land Berlin

Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition. Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt. 1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins

Die Verwaltung

Hoheitszeichen Berlins Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät. Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden. Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin

Theater

Sehenswürdigkeiten in Berlin] Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt. Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.

Museen

Berliner Sängerbund ] Hauptartikel: Museen in Berlin Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus. Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.

Bauwerke

Checkpoint Charlie] Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften. 1990 In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor. Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm. Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten. Tiergarten In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten. Bundespräsident] Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern. 1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt. In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.

Parkanlagen

Alexander von Humboldt ]] Alexander von Humboldt] Alexander von Humboldt] Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht. Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus. Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte. Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt. Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.

Freizeit und Erholung

englischen Garten] Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet. In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet. Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst. Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.

Sport

Müggelturm] In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten. Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Wirtschaft

Leichtathletik-Weltmeisterschaften] Hauptartikel: Wirtschaft Berlins Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001). In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001). Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.

Medien

Bruttowertschöpfung Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung. In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier. Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty. In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.

Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

Springer-Verlag Springer-Verlag] Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG. Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof. Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt. Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien. Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe

Autobahnen

Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring). Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird. Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.

Flughäfen

Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand. Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.

Energieversorgung

Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn

9. März

Der 9. März ist der 68. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 69. in Schaltjahren) - somit bleiben 297 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1152 - Friedrich I. Barbarossa wird zum deutschen König gekrönt.
- 1847 - Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg dringen US-amerikanische Truppen unter General Winfield Scott nahe Vera Cruz in Mexiko ein.
- 1924 - Italien annektiert Fiume.
- 1933 - Franz Ritter von Epp wird Reichskommisar für Bayern, damit haben die Nationalsozialisten auch hier die Macht übernommen.
- 1945 - Zweiter Weltkrieg: Die USA greifen Tokyo mit B-29 Bombern (Napalm) an; 80.000 Zivilisten sterben.
- 1946 - Finnland. Juho Paasikivi wird neuer Staatspräsident.
- 1963 - Afghanistan. Rücktritt von Premierminister Mohammad Daud
- 1967 - Josef Stalins Tochter Svetlana Alliluyeva setzt sich in die USA ab.
- 1982 - Irland. Sturz der Regierung von Garret Fitzgerald.
- 1991 - Bei Demonstrationen gegen Slobodan Milošević werden zwei Menschen in Belgrad getötet.
- 1994 - Erster Kriseninterventionsdienst im Rettungsdienst nimmt im deutschsprachigen Raum seinen Dienst auf.
- 1994 - Das Bundesverfassungsgericht verkündet das sog. "Cannabis" Urteil, nachdem geringe Mengen Cannabis grundsätzlich straffrei sind
- 1996 - Dr. Jorge Fernando Branco de Sampaio wird Staatspräsident in Portugal
- 1997 - Albanien. Staatspräsident Sali Berisha bildet mit den wichtigsten Parteien eine Übergangsregierung.
- 1998 - Roman Herzog bereist als erster deutscher Bundespräsident Südafrika.
- 2000 - Griechenland. Offizieller Antrag auf Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion der EU.
- 2004 - Lettland. Indulis Emsis wird neuer Ministerpräsident
- 2004 - Der Präsident des Bundesliga-Vereins 1860 München, Karl-Heinz Wildmoser wird festgenommen. Ihm wird die Annahme von 2,8 Mio Euro Bestechungsgeld im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Stadions in München vorgeworfen.

Kultur


- 1801 - Uraufführung des Liederspiels Frohsinn und Schwärmerey von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin.
- 1839 - Uraufführung der Oper Il Bravo von Saverio Mercadante am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1849 - Uraufführung der komischen Oper Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai am Königlichen Opernhaus in Berlin.
- 1861 - Uraufführung der Oper Bánk-Bán von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1930 - Uraufführung der Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill in Leipzig
- 1984 - Die Neue Staatsgalerie Stuttgart wird nach viereinhalb Jahren Bauzeit unter dem Schotten James Stirling eröffnet.

Katastrophen


- 1976 - Ein Seilbahnunglück in Cavalese, Italien, fordert 42 Todesopfer.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1984 - Tim Witherspoon gewinnt seinen Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Greg Page im Convention Center, Las Vegas, durch einen Punktsieg

Geboren


- 1285 - Go-Nijo, 94. Kaiser von Japan
- 1451 - Amerigo Vespucci, italienischer Seefahrer und Entdecker
- 1697 - Friederike Caroline Neuber, deutsche Schauspielerin
- 1734 - Francisco Bayeu y Subías, spanischer Maler
- 1749 - Gabriel de Riqueti, comte de Mirabeau, französischer Abgeordneter
- 1750 - Johann Friedrich August Tischbein, deutscher Maler
- 1753 - Jean-Baptiste Kléber, französischer General
- 1758 - Franz Josef Gall, deutscher Arzt und Anatom
- 1777 - Aleksander Orlowski, polnischer Maler
- 1844 - Taras Schewtschenko, ukrainischer Dichter und Maler
- 1845 - Wilhelm Pfeffer, deutscher Botaniker und Pflanzenphysiologe
- 1847 - Martin Marsick, belgischer Violinvirtuose und -lehrer
- 1856 - Edward Goodrich Acheson, US-amerikanischer Chemiker und Techniker
- 1856 - Hermann Iseke, deutscher Dichter im Eichsfeld
- 1859 - Peter Altenberg, österreichischer Schriftsteller
- 1871 - Arthur Fickenscher, US-amerikanischer Komponist
- 1871 - Emil Rosenow, deutscher Schriftsteller
- 1874 - Karl Foerster, Staudenzüchter
- 1877 - Emil Abderhalden, schweizerischer Physiologe
- 1879 - Agnes Miegel, deutsche Dichterin, Schriftstellerin und Journalistin
- 1881 - Enver Pascha, türkischer Militär und Politiker
- 1881 - Ernest Bevin, britischer Politiker
- 1885 - Tamara Platonowa Karsawina, russische Tänzerin
- 1888 - Willy Westra van Holte, niederländischer Fußballspieler
- 1890 - Wjatscheslaw Molotow, sowjetischer Politiker
- 1891 - Hermann Eris Busse, deutscher Schriftsteller
- 1892 - Josef Weinheber, österreichischer Lyriker, Erzähler und Essayist
- 1892 - Victoria Sackville-West, englische Schriftstellerin
- 1893 - Roland Jacobi, ungarischer Tischtennisspieler
- 1894 - Franz Wilhelm Seiwert, Maler und Bildhauer
- 1895 - Isobel Baillie, schottische Sopranistin
- 1895 - Adolf Scheibe, Entwickler der Quarzuhr in Deutschland
- 1900 - Howard Hathaway Aiken, US-amerikanischer Computerpionier
- 1903 - Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne
- 1907 - Mircea Eliade, US-amerikanischer Religionshistoriker rumänischer Abstammung
- 1910 - Samuel Barber, US-amerikanischer Komponist
- 1914 - Abraham S. Luchins, Professor für Psychologie
- 1917 - Ian Watt, Literaturkritiker und Literaturhistoriker
- 1919 - Lola Müthel, deutsche Schauspielerin
- 1921 - Astor Piazzolla, argentinischer Tango-Musiker
- 1923 - Walter Kohn, US-amerikanischer Physiker österreichischer Abstammung
- 1924 - Peter Scholl-Latour, deutscher Journalist
- 1925 - Billy Ford, US-amerikanischer Sänger
- 1927 - Klaus Dieter Arndt, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1928 - Keely Smith, US-amerikanische Sängerin
- 1928 - Wilhelm Salber, Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität Köln
- 1929 - Arnulf Zitelmann, deutscher Autor
- 1930 - Ota Filip, tschechoslowakischer Schriftsteller
- 1930 - Stephen Fumio Hamao, Bischof von Yokohama und Kardinal
- 1932 - Rodolfo Quezada Toruño, Erzbischof Guatemalas und ein Kardinal
- 1933 - Lloyd Price, US-amerikanischer Musiker
- 1934 - Juri Gagarin, russischer Astronaut, erster Mensch im Weltall
- 1936 - Mickey Gilley, US-Amerikanischer Country-Musiker
- 1937 - Olusegan Obasanjo, nigerianischer Militär und Staatschef
- 1942 - John Cale, britischer Artrock-Musiker mit klassischer Ausbildung
- 1943 - Jaap Schilder, niederländischer Musiker
- 1943 - Jeff Warner, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Robert James Fischer, US-amerikanischer Schachspieler und -weltmeister
- 1943 - Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Institutes für Hirnforschung
- 1944 - John Lee, australischer Sänger
- 1944 - Mark Lindsay, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - Katja Ebstein, deutsche Sängerin
- 1945 - Robin Trower, britischer Musiker
- 1946 - Bernard Dowiyogo, Präsident von Nauru
- 1946 - Bernd Hölzenbein, deutscher Fußballspieler
- 1946 - Jim Cregan, britischer Musiker
- 1947 - Keri Hulme, neuseeländische Schriftstellerin
- 1948 -