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Murray Gell-Mann

Murray Gell-Mann

] Murray Gell-Mann (
- 15. September 1929 in New York City) ist ein US-amerikanischer Physiker. Gell-Mann und der israelische Physiker Yuval Ne'eman schlugen 1961 ein phänomenologisches Modell zur Klassifikation der Hadronen vor. Wegen der Symmetrieeigenschaften des Modells, bei denen die Zahl 8 (und auch die Zahlen 1, 10 und 27) eine zentrale Rolle spielt, wurde das Modell als Eightfold Way bekannt, entsprechend dem Edlen Achtfachen Pfad im Buddhismus. Gell-Mann erhielt 1969 den Physik-Nobelpreis "für seine Beiträge und Entdeckungen betreffend der Klassifizierung der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen". 1964 hatte er mit seinem Kollegen Georg Zweig die Existenz der Quarks postuliert, schon 1951 die Quantenzahl "Strangeness" eingeführt. Nach dem Schulabschluss 1944 studierte Gell-Mann bis 1948 an der Yale University Physik, 1951 erhielt er am MIT seine Promotion. 1956 bis 1993 war er Professor am California Institute of Technology (Caltech). Seit 1993 ist er unter anderem am Santa Fe Institute (Teil des Los Alamos National Laboratory). Murray Gell-Mann beschäftigt sich mit komplexen adaptiven Systemen und damit, das Einfache und Komplexe in der Natur zusammenzubringen.

Preise

Am 9. Juli 2005 erhielt Gell-Mann in Bern die Einstein-Medaille.

Werke

Fachbuch zum Eightfold Way: "The Eightfold Way", Hrsg. Gell-Mann und Ne'eman, 1964 Populärwissenschaftliches Buch: "Das Quark und der Jaguar" (ISBN 349222296X)

Siehe auch

Die dritte Kultur

Weblinks


- Gell-Mann, Murray Gell-Mann, Murray Gell-Mann, Murray Gell-Mann, Murray Gell-Mann, Murray ja:マレー・ゲルマン

1929

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua
- 1. Januar: Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe
- 6. Januar: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird ausgerufen
- 11. Februar: Der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) wird nach den Lateranverträgen ein unabhängiger Staat
- 7. März: Blutnacht von Wöhrden. Beim Zusammenstoss zwischen NSDAP und KPD werden drei Menschen erschlagen
- 14. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen
- 24. Juni: Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre)
- 1. August: Preußisches Gesetz zur kommunalen Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Die Städte Essen und Dortmund erhalten großzügige Gebietszuwächse. Aus den Städten Elberfeld und Barmen entsteht der neue Stadtkreis Barmen-Elberfeld, der 1930 in Wuppertal umbenannt wird. Duisburg und Hamborn vereinigen sich zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn. Bereits am 29. Juli 1929 wird aus den Stadtkreisen Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade die neue Stadt Oberhausen gebildet
- 3. Oktober: König Alexander I. lässt während einer Staatskrise das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen in Jugoslawien umbenennen

Wirtschaft


- 17. April: Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 24. Oktober: Schwarzer Donnerstag an der New Yorker Börse, Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 25. Oktober: Schwarzer Freitag
- 26. Oktober: Durch ein Abkommen zwischen dem Unternehmer Ivar Kreuger und der Weimarer Republik wird das 53 Jahre dauernde Zündwarenmonopol begründet
- 29. Oktober: Die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, die Rheinische Creditbank und der Schaafhausen'sche Bankverein schließen sich zur Deutschen und Disconto-Bank (DeDi-Bank) zusammen. Diese Fusion ist die bis dahin größte Bankenfusion in der deutschen Wirtschaftsgeschichte
- 29. Oktober: Schwarzer Dienstag
- Durch die Hilfskasse der NSDAP wurde der Deutsche Ring Versicherungspartner der NSDAP und hatte eine Sterbegeldversicherung für NSDAP-Mitglieder und deren Angehörige vereinbart

Wissenschaft und Technik


- Irving Langmuir erforscht die kollektiven Schwingungen in der Gasentladung und führt den Begriff des Plasmas ein
- Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli erweitern die Quantenmechanik zur Quantenelektrodynamik (Zur Quantendynamik der Wellenfelder. In: Zeitschrift für Physik 56(1929),1)
- 3. Juni: Dem Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ der US-Marine gelingt als erstem Luftschiff das Absetzen und die Aufnahme eines Flugzeuges in der Luft
- 16. Juni 1929: der Schnelldampfer „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd Bremerhaven sticht unter Kommodore Leopold Ziegenbein in See. Am 22. Juli 1929: nach 4 Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten läuft der Dampfer als neuer Inhaber der Blauen Bandes im New Yorker Hafen ein
- 5. November: Werner Forßmanns Arbeit über seine Selbstversuche zur Herzkathetisierung erscheint
- 23. Dezember: Uraufführung des ersten, in Deutschland gedrehten Tonfilms (Spielfilm) „Die Nacht gehört uns“ in Berlin (Regisseur: Carl Froelich,
- 1875 in Berlin; † 1953 ebendort)

Kultur


- 10. Januar: Die Comicfiguren Tim und Struppi des belgischen Zeichner Hergé werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. Februar: Uraufführung der komischen Oper Der Tenor von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 22. Februar: Uraufführung der Operette Rosen aus Florida von Leo Fall in Wien
- 27. April: Uraufführung der Oper Jürg Jenatsch von Heinrich Kaminski an der Staatsoper in Dresden
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Persée et Andromède ou Le Plus Heureux des trios von Jacques Ibert
- 8. Juni: Uraufführung der lustigen Oper Neues vom Tage von Paul Hindemith an der Kroll-Oper in Berlin
- 25. Juni: Uraufführung der Oper Judith von Eugène Goossens im Covent Garden in London
- 28. Juli: Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden
- 21. September: Uraufführung der Oper Engelbrekt von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 24. Oktober: Der feministische Essay Ein eigenes Zimmer von Virginia Woolf erscheint
- 7. November: Eröffnung des Museum of Modern Art
- Der Roman „Schall und Wahn“ von William Faulkner erscheint

Organisationen


- 1. November: Gründung der „Deutschen autonomen Jungenschaft vom 1. November 1929“ („dj.1.11“) durch Eberhard Koebel in Stuttgart
- Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im bergischen Altenberg (Dhünn)

Religion


- 14. Juni: Die freie Ausübung des katholischen Glaubens in Preußen wird zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl in einem Konkordat vereinbart

Katastrophen


- 4. April: Die Briseis-Talsperre auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen
- 1. Mai: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, ca. 3.300 Tote
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 6. November: Surrey, Großbritannien. Eine Junkers G24 der deutschen Lufthansa explodiert über Surrey. 6 Tote
- 24. Dezember: Im Westflügel des Weißen Hauses in Washington wütet ein Feuer

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 2. Januar: Ulrich Dübber, Journalist und Politiker († 1985)
- 3. Januar: Sergio Leone, italienischer Filmregisseur († 1989)
- 3. Januar: Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- 4. Januar: Günter Schabowski, deutscher Politiker
- 4. Januar: Herbert Vorgrimler, katholischer Theologe und Schüler von Karl Rahner
- 4. Januar: Amitai Etzioni, US-amerikanischer Soziologe und bekannt für seine Arbeiten zum Kommunitarismus
- 4. Januar: Arik Brauer, österreichischer Maler, Sänger und Dichter
- 6. Januar: Babrak Karmal, afghanischer Politiker († 1996)
- 6. Januar: Dietrich Knothe, deutscher Dirigent († 2000)
- 6. Januar: Wilbert Harrison, US-amerikanischer Musiker († 1994)
- 8. Januar: Wolfgang Peters, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 9. Januar: Heiner Müller, deutscher Dramatiker, Schriftsteller, Regisseur und Intendant († 1995)
- 9. Januar: Brian Friel, irischer Dramatiker
- 10. Januar: Wilhelm Hankel, deutscher Ökonom und Währungsfachmann
- 10. Januar: Klaus Kammer, deutscher Schauspieler († 1964)
- 11. Januar: Rafael Eitan, israelischer General und Mitglied der Knesset († 2004)
- 13. Januar: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist († 1994)
- 16. Januar: Pilar Lorengar, spanische Sopranistin († 1996)
- 20. Januar: Jo Miard, deutscher Bildhauer († 1982)
- 21. Januar: Bibi Johns, schwedische Schlagersängerin und Schauspielerin
- 22. Januar: Max Peter Ammann, Schweizer Filmregisseur
- 22. Januar: Petr Eben, tschechischer Komponist
- 23. Januar: Harald Metzkes, deutscher Maler
- 23. Januar: Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin († 2004)
- 25. Januar: Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 25. Januar: Robert Faurisson, französischer Professor für Literatur, Revisionist (Holocaustleugner)
- 25. Januar: Benny Golson, US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist, Komponist und Arrangeur
- 27. Januar: Hans Berliner, Schachspieler
- 28. Januar: Claes Oldenburg, Künstler (Pop Art)
- 31. Januar: Jean Simmons, Filmschauspieler
- 31. Januar: Rudolf Mößbauer, Nobelpreisträger für Physik
- 31. Januar: Kurt Bretterbauer, österreichischer Geodät
- 2. Februar: Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist († 1995)
- 3. Februar: Camilo Torres, kolumbianischer Priester und Befreiungs-Theologe († 1966)
- 3. Februar: Kurt Eisenblätter, Schauspieler
- 4. Februar: Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 4. Februar: Eduard Zimmermann, Fernsehmoderator und Sicherheitsexperte
- 4. Februar: Friedhelm Busse, gehört zu den führenden Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 4. Februar: Neil Johnston, US-amerikanischer Basketballspieler († 1978)
- 5. Februar: Luc Ferrari, französischer Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher († 2005)
- 5. Februar: Fred Sinowatz, Politiker, österreichischer Bundeskanzler
- 5. Februar: Hal Blaine, US-amerikanischer Musiker
- 6. Februar: Pierre Brice, französischer Schauspieler
- 6. Februar: Manfred Roeder, Rechtsanwalt und Holocaust-Leugner
- 7. Februar: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor
- 7. Februar: Wilhelm Rawe, deutscher Politiker
- 9. Februar: Willem Kersters, belgischer Komponist und Professor († 1998)
- 9. Februar: Taiji Kase, japanischer Karate-Großmeister († 2004)
- 10. Februar: Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler in der DDR († 1971)
- 10. Februar: Jerry Goldsmith, Filmmusikkomponist († 2004)
- 14. Februar: Vic Morrow, US-amerikanischer Schauspieler († 1982)
- 16. Februar: Christian Meier, deutscher Historiker
- 16. Februar: Gerhard Hanappi, österreischischer Fußballspieler († 1980)
- 16. Februar: Bernhard Luginbühl, Schweizer Künstler
- 17. Februar: Chaim Potok, amerikanisch-jüdischer Schriftsteller und Rabbi († 2002)
- 18. Februar: Len Deighton, britischer Fotograf und Autor
- 18. Februar: Günther Schramm, deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator und Sänger
- 19. Februar: Jacques Deray, französischer Regisseur († 2003)
- 20. Februar: Uriella, geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 20. Februar: Toshiro Mayuzumi, japanischer Komponist und Professor († 1997)
- 20. Februar: Amanda Blake, US-amerikanische Schauspielerin († 1989)
- 21. Februar: Gert Günther Hoffmann, deutscher Synchronsprecher († 1997)
- 23. Februar: Herbert Mies, deutscher Politiker
- 23. Februar: Wolfgang Junker, Minister für Bauwesen der DDR († 1990)
- 23. Februar: Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- 24. Februar: André Gunder Frank, deutschstämmiger Ökonom († 2005)
- 24. Februar: Zdzisław Beksiński, polnischer Maler und Grafiker († 2005)
- 26. Februar: August Lang, deutscher Politiker († 2004)
- 28. Februar: Frank Gehry, kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer
- 1. März: Georgi Markow, Schriftsteller († 1978)
- 4. März: Heinz Kuhrig, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR († 2001)
- 4. März: Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 6. März: Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 6. März: Nicolas Bouvier, Schweizer Schriftsteller († 1998)
- 9. März: Arnulf Zitelmann, deutscher Autor von Kinder-, Jugend- und Sachbüchern
- 9. März: Hugh Desmond Hoyte, Premierminister von Guyana († 2002)
- 11. März: Theo Sorg, evangelischer Theologe
- 12. März: Hans Müllejans, Dompropst in der Domkirche zu Aachen
- 13. März: Zbigniew Messner, polnischer Politiker und Ökonom, Ministerpräsident
- 17. März: Peter L. Berger, österreichisch-amerikanischer Soziologe
- 18. März: Christa Wolf, eine deutsche Schriftstellerin
- 19. März: Johannes Poigenfürst, österreichischer Unfallchirurg
- 20. März: Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter († 1999)
- 20. März: Josef Reding, deutscher Schriftsteller
- 21. März: Robert Lebeck, deutscher Fotograf
- 23. März: Roger Bannister, britischer Leichtathlet und Neurologe
- 23. März: Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler († 2000)
- 24. März: Franz Krienbühl, Eisschnelläufer († 2002)
- 24. März: Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 26. März: Heinz Staab, 1984 bis 1990 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
- 26. März: Toshio Akiyama, japanischer Komponist und Professor
- 26. März: Thakar Singh, Vertreter der Sant Mat Lehre († 2005)
- 27. März: Žarko Petan, slowenischer Autor
- 29. März: Hans Elsässer, deutscher Astronom († 2003)
- 29. März: Lennart Meri, estnischer Politiker
- 31. März: Helmut Rothemund, deutscher Politiker († 2004)
- 1. April: Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller
- 2. April: Hans Koschnick, deutscher Politiker und MdB
- 3. April: Ralf Paulsen, deutscher Sänger
- 3. April: Miyoshi Umeki, japanische Schauspielerin
- 3. April: Ernest Callenbach, Journalist und Schriftsteller
- 3. April: Gerhard Behrendt, Regisseur
- 3. April: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen († 1994)
- 4. April: André Darrigade, französischer Radrennfahrer
- 5. April: Hugo Claus, flämischer Schriftsteller
- 5. April: Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat († 2001)
- 5. April: Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker
- 6. April: Nancy MacKay, kanadische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 6. April: André Previn, Pianist, Komponist und Dirigent
- 7. April: Bob Denard, Söldner
- 8. April: Jacques Brel, Chansonnier und Schauspieler († 1978)
- 8. April: Hans Korte, deutscher Schauspieler
- 8. April: Walter Berry, österreichischer Sänger († 2000)
- 9. April: Hans-Eberhard Urbaniak, Gewerkschaftssekretär, langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter
- 10. April: Hanns Lothar, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. April: Mike Hawthorn, Formel-1-Rennfahrer, Formel-1-Weltmeister († 1959)
- 10. April: Liz Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. April: Waldemar Regele, Mariannhiller Missionar und Seelsorger am Wallfahrtsort Maria Beinberg († 2001)
- 13. April: Norbert Burger (1929), österreichischer Politiker
- 14. April: Bendjedid Chadli, algerischer Präsident (1978–1992)
- 14. April: Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR († 1978)
- 14. April: Josef Ratzenböck, österreichischer Jurist und Politiker
- 15. April: Roland Cardon, belgischer Komponist und Professor († 2001)
- 17. April: James Last, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 17. April: Józef Pińkowski, polnischer Politiker und Ministerpräsident von Polen von 1980 bis 1981 († 2000)
- 18. April: Mario Francesco Pompedda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. April: Jean Jülich, Mitglied der Kölner Edelweißpiraten, Gerechter unter den Völkern
- 19. April: Arthur Maurer, deutscher Heimatforscher
- 19. April: Hans R. Beierlein, Medienmanager und Musikverleger
- 19. April: Edward Crook, US-amerikanischer Boxer († 2005)
- 22. April: Michael Francis Atiyah, Mathematiker
- 22. April: Guillermo Cabrera Infante, spanischsprachiger Schriftsteller und Filmkritiker († 2005)
- 23. April: George Steiner, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Kulturkritiker
- 23. April: Max Bolliger, Schweizer Schriftsteller
- 27. April: Willi Hoss, deutscher Politiker († 2003)
- 29. April: Kurt Böwe, deutscher Schauspieler († 2000)
- 30. April: Klausjürgen Wussow, deutscher Schauspieler
- 1. Mai: Ralf Dahrendorf, deutsch-englischer Soziologe, Politiker und Publizist
- 2. Mai: Édouard Balladur, französischer Politiker und Premierminister
- 2. Mai: Link Wray, US-amerikanischer Musiker
- 3. Mai: Hans Stadlmair, Dirigent und Komponist
- 4. Mai: Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft († 1993)
- 6. Mai: Paul Christian Lauterbur, US-amerikanischer Chemiker und Radiologe
- 8. Mai: Hanne Wieder, deutsche Kaberettistin, Diseuse und Schauspielerin († 1990)
- 8. Mai: Fernand Hoffmann, Luxemburger Pädagoge, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler († 2000)
- 8. Mai: Günther Wyschofsky, Minister für chemische Industrie der DDR
- 8. Mai: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 9. Mai: Dieter Medicus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 9. Mai: Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR († 2000)
- 10. Mai: Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1990)
- 10. Mai: Helga Schmedt, deutscher Politiker und MdB
- 11. Mai: Gerhard Klingenberg, österreichischer Theaterregisseur und Intendant
- 12. Mai: Heino Falcke, deutscher evangelischer Theologe
- 12. Mai: Heinrich Segur, Leiter des deutschen Dienst von Radio Vatikan († 2005)
- 12. Mai: Samuel Shafishuna Nujoma, Staatspräsident von Namibia
- 13. Mai: Johannes Gründel, katholischer Theologe und Priester
- 15. Mai: Harald Puchelt, deutscher Mineraloge († 2004)
- 16. Mai: Friedrich Nowottny, deutscher Journalist und ehemaliger Intendant des WDR
- 17. Mai: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler und -trainer († 1988)
- 21. Mai: Hans Traxler, deutscher Illustrator und Cartoonist. Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule
- 23. Mai: Marvin J. Chomsky, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 25. Mai: Werner Zeyer, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Mai: Péter Szondi, berühmter Literaturwissenschaftler ungarischer Herkunft. († 1971)
- 29. Mai: Peter Higgs, britischer Physiker
- 29. Mai: Harry Frankfurt, US-amerikanischer Philosoph
- 30. Mai: Oskar Brüsewitz, evangelischer Pfarrer († 1976)
- 1. Juni: Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR († 1978)
- 2. Juni: Frédéric Devreese, belgischer Komponist und Dirigent
- 2. Juni: Friedrich Vogel, deutscher Politiker
- 3. Juni: Werner Arber, Schweizer Mikrobiologe und Genetiker
- 4. Juni: Günter Strack, deutscher Schauspieler († 1999)
- 4. Juni: Karolos Papoulias, griechischer Staatspräsident
- 5. Juni: Hermann Josef Unland, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juni: Antonio Carbajal, ehemaliger mexikanischer Fußballspieler
- 8. Juni: Viktor Josef Dammertz, Bischof emeritus von Augsburg
- 9. Juni: Johnny Ace, US-amerikanischer Musiker. († 1954)
- 10. Juni: Harald Juhnke, deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler († 2005)
- 10. Juni: Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- 10. Juni: James McDivitt, US-amerikanischer Astronaut
- 12. Juni: Eva Pflug, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Anne Frank, jüdisches deutsches Mädchen, bekannt durch ihr Tagebuch († 1945)
- 12. Juni: Klaus Steilmann, Textilunternehmer in Bochum-Wattenscheid
- 14. Juni: Alexander Böhm, deutsche Rechtswissenschaftler
- 14. Juni: Rupert Lay, deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut
- 14. Juni: Cy Coleman, US-amerikanischer Komponist († 2004)
- 15. Juni: Fakir Baykurt, Pädagoge und Schriftsteller († 1999)
- 15. Juni: George Barlow, US-amerikanischer Professor, Zoologe, Ichthyologe
- 17. Juni: Tigran Petrosjan, armenisch-sowjetischer Schach-Schach-Großmeister († 1984)
- 18. Juni: Jürgen Habermas, deutscher Soziologe und Philosoph
- 18. Juni: Menachem Ariav, Oberbürgermeister von Nazerat Illit
- 18. Juni: Ernst Gottfried Mahrenholz, Richter und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 20. Juni: Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 21. Juni: Gottfried Gruben, Bauforscher und Professor an der Technischen Universität München († 2003)
- 21. Juni: Traugott Buhre, deutscher Schauspieler
- 23. Juni: Henri Pousseur, belgischer Komponist
- 23. Juni: Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 23. Juni: Claude Goretta, Schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 23. Juni: Bert Carlier, NiederländerFußballspieler
- 23. Juni: June Carter Cash, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin († 2003)
- 25. Juni: Francesco Marchisano, katholischer Kardinal, Erzpriester der Vatikanischen Basilika
- 25. Juni: Eric Carle, US-amerikanischer Kinderbuchautor
- 26. Juni: June Bronhill, australische Opernsängerin († 2005)
- 26. Juni: Milton Glaser, US-amerikanischer Grafikdesigner, Illustrator und Lehrer
- 28. Juni: Barthel Hrouda, deutscher Archäologe
- 29. Juni: Eberhard Jäckel, deutscher Zeithistoriker
- 29. Juni: Oriana Fallaci, italienische Widerstandskämpferin, Journalistin und Schriftstellerin
- 29. Juni: Michio Mamiya, japanischer Komponist

2. Halbjahr


- 1. Juli: Gerald M. Edelman, US-amerikanischer Mediziner
- 2. Juli: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1994)
- 4. Juli: Jean Desforges, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 4. Juli: Wolfgang Hundhammer, renommierter Szenenbildner und Filmarchitekt
- 4. Juli: Darío Castrillón Hoyos, Kardinal
- 4. Juli: Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur († 1975)
- 5. Juli: Jacqueline Harpman, belgische Autorin französischer Sprache
- 6. Juli: Jean-Pierre Mocky, französischer Regisseur
- 6. Juli: Gerd Zacher, Komponist und Organist
- 7. Juli: Reinhard Baumgart, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker († 2003)
- 9. Juli: Hassan II., König von Marokko (1961–1999) († 1999)
- 11. Juli: Hermann Prey, deutscher Bariton († 1998)
- 15. Juli: Francis Bebey, französischer Musiker und Schriftsteller († 2001)
- 17. Juli: Sergei Konstantinowitsch Godunow, russischer Mathematiker
- 18. Juli: Leonhard Pohl, deutscher Leichtathlet
- 18. Juli: Jalacy Hawkins, US-amerikanischer Sänger († 2000)
- 19. Juli: Martin Grüner, deutscher Politiker
- 20. Juli: Hansjörg Sinn, deutscher Chemiker und Politiker
- 20. Juli: Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 26. Juli: Alexis Weissenberg, französischer Pianist bulgarischer Herkunft
- 26. Juli: Joseph Jackson, Vater der berühmten Jackson-Familie
- 27. Juli: Jack Higgins, erfolgreicher britischer Autor
- 28. Juli: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy († 1994)
- 28. Juli: Fritz Vilmar, Politologe, Soziologe, Globalisierungskritiker
- 29. Juli: Avet Terterian, armenischer Komponist († 1994)
- 30. Juli: Günter Prinz, deutscher Journalist
- 30. Juli: Werner Tübke, deutscher Maler († 2004)
- 30. Juli: Karl-Heinrich Hansmeyer, Wirtschaftswissenschaftler, Finanzwissenschaftler, Umweltökonom
- 1. August: Josef Homeyer, deutscher Bischof
- 2. August: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten († 1987)
- 3. August: Zdzisław Krzyszkowiak, polnischer Leichtathlet († 2003)
- 5. August: Julinho, brasilianischer Fußballspieler. († 2003)
- 6. August: Kateb Yacine, algerischer Schriftsteller († 1989)
- 8. August: Ronald Biggs, englischer Posträuber
- 8. August: José Luis Borau, spanischer Filmregisseur
- 9. August: Albert Tocco, US-amerikanischer Mafia-Boss († 2005)
- 12. August: Buck Owens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 13. August: Hellmut Diwald, deutscher Historiker und Publizist († 1993)
- 15. August: Eugene Braunwald, US-amerikanischer Kardiologe
- 16. August: Ina-Maria Greverus, deutsche Volkskundlerin und Kulturanthropologin
- 16. August: Helmut Rahn, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 16. August: Bill Evans (Jazzpianist), Jazzpianist († 1980)
- 18. August: Wolfgang Ullmann, deutscher Theologe, Kirchenhistoriker und Politiker († 2004)
- 19. August: Ion N. Petrovici, deutscher Neurologe
- 22. August: Ulrich Wegener, deutscher Polizeioffizier
- 22. August: Pauli Toivonen, finnischer Rallyefahrer († 2005)
- 23. August: Fritz Breuer, deutscher Fußballspieler
- 24. August: Paul Lendvai, österreichischer Journalist ungarischer Abstammung
- 26. August: Eva Bakos, österreichische Kulturjournalistin und Schriftstellerin. († 2004)
- 26. August: Karl Alfred Wolken, deutscher Schriftsteller
- 26. August: Yogi Bhajan, Kundalini-Yoga-Lehrer († 2004

Physiker

Physiker ist eine Berufsbezeichnung für
Wissenschaftler, die in der Physik tätig sind.

Berufsfeld

Physiker (Diplom-Physiker) besetzen ein sehr vielfältiges Berufsfeld: sie lösen Aufgaben in der Grundlagen- und Industrieforschung, Entwicklung, Produktion, Beratung, Organisation und Verwaltung, im Marketing, im Öffentlichen Dienst und in der Lehre an Schulen und Hochschulen. Dabei wenden sie Methoden der theoretischen, experimentellen und angewandten Physik an. In der Regel sind sie auf ein Spezialgebiet orientiert, wie zum Beispiel Kernphysik und Elementarteilchenphysik, Atom- und Molekularphysik, Festkörperphysik, Hydrodynamik, Aerodynamik, Strömungslehre, Thermodynamik, Optik, Akustik, Elektrodynamik, Hoch- und Tieftemperaturphysik, Astrophysik, Weltraumphysik. Diplom-Physiker arbeiten in der Forschung und Lehre an Hochschulen. Sie sind in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen fast aller Branchen tätig, zum Beispiel im Maschinen- oder Fahrzeugbau, der Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik, der Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, der Energieerzeugung und -verteilung oder der Chemischen Industrie. Nach Aussage der [http://www.arbeitsagentur.de/vam/vamController/CMSConversation/anzeigeContent?docId=63094 Bundesagentur für Arbeit] wurden 2004 nach einigen Jahren der erhöhten Arbeitslosigkeit unter Physikern wieder etwas mehr Physiker gesucht (457 Offerten für 2.620 arbeitslose Physiker Jan-Okt 2004).(Stand 12/2004)

Ausbildung

Der Beruf des Diplom-Physikers setzt ein Studium an einer Universität voraus, dessen Abschluss als erster berufsqualifizierender Abschluss dient. Im Moment werden an vielen deutschen Universitäten die Diplom-Studiengänge durch die neuen internationalen Bachelor/Master-Studiengänge ersetzt. Physik kann man auch im Rahmen von Ingenieurstudiengängen an Hochschulen oder Fachhochschulen und im Rahmen von Lehramtsstudiengängen und Magisterstudiengängen studieren. Dabei kann Physik mit Abschlussziel Magister an fast allen Hochschulen jedoch nur als Nebenfach gewählt werden. Die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester, jedoch ist die tatsächliche Studiendauer mit durchschnittlich 12,9 Fachsemestern höher.

Siehe auch

Portal:Physik - Nobelpreis für Physik - Liste von Physikern

Literatur


- Die großen Physiker, 2 Bde.: Von Aristoteles bis Kelvin; Von Maxwell bis Gell-Mann. Hrsg. v. Karl von Meyenn. 1997, ISBN 3-406-41151-7

Weblinks


- Berühmte Physiker: [http://www.bingo-ev.de/~kg666/verschie/physiker/physiker.htm], [http://www.minic.ac.at/ut/Physik/namen.html]
- [http://www.nobel.se/physics/index.html „The Nobel Prize in Physics“ von nobel.se]
- [http://www.th.physik.uni-frankfurt.de/~jr/portraits.html Bilder berühmter Physiker] ! Kategorie:Beruf Kategorie:Physik ja:物理学者 th:นักฟิสิกส์

Hadronen

: Hadron

Achtfacher Pfad

Kontext und Überblick

Der Edle Achtfache Pfad (Pali: ariya-aṭṭhaṅgika-magga, Sanskrit: ārya aṣṭāṅgika mārga (आर्याष्टाङ्गो मार्गो), Chinesisch: 八正道), stellt im Buddhismus den Weg zur Erkenntnis, zur Aufhebung allen Leids und damit zur Befreiung dar. Er ist die vierte der Vier Edlen Wahrheiten des Siddhartha Gautama (Buddha). Der achtfache Pfad gibt acht Orientierungspunkte für menschliches Denken, Sprechen und Handeln, die Kernbestand der buddhistischen Lehre sind Die drei Hauptabschnitte Weisheit (Panna; erster und zweiter Pfad), Sittlichkeit (Sila; dritter bis fünfter Pfad) und Vertiefung (Samadhi; sechster bis achter Pfad) gelten als die Stufen des Pfades. Alle Hinweise beginnen mit Samma, was soviel heißt wie "recht" oder "vollkommen". Darunter ist ganz allgemein zu verstehen: nicht einseitig, nicht ich-bezogen, sondern auf das Ganze bezogen, vollständig, was angemessen ist, was weder zwiespältig noch einseitig ist. Buddhas Weg ist ein Weg der Mitte, der alle Extreme meidet. Die ersten beiden Regeln beziehen sich auf das Denken und die Gesinnung. Für einen Buddhisten fängt das Tun nicht erst mit der Tat an, die Vorbereitungen für eine Tat finden immer im Denken statt, ob bewusst oder unbewusst. Die Regeln drei bis fünf beziehen sich auf das sittliche Verhalten, und bei den letzten drei Regeln geht es um das Geistestraining, den Zugang zur spirituellen Dimension. Der Begriff "Pfad" ist hier nicht im Sinne eines linearen Fortschreitens von Stufe zu Stufe gemeint: Alle Komponenten sind von gleicher Wichtigkeit und müssen von einem Buddhisten täglich "geübt" werden. Ferner gibt es viele Querverbindungen und gegenseitige Abhängigkeiten unter den einzelnen Pfadgliedern. So gehört die "rechte Rede" beispielsweise zum Bereich des "rechten Handelns" und "rechtes Handeln" ist wiederum nur in Verbindung mit "rechter Achtsamkeit" möglich.

Erläuterung der Pfade

Weisheits-Pfade (Panna)

(1) Rechte Anschauung ist die Einsicht und Anerkennung der vier edlen Wahrheiten. Hierzu gehört auch die Einsicht, dass unser Ich (Selbst) keine für sich stehende, unsterbliche Substanz ist und dass man sich an nichts Schönem und Gutem in diesem Leben festhält, weil es kein dauerhaftes Glück im Leben gibt. (2) Rechte Gesinnung bedeutet, gemäß der Einsicht zu handeln, indem man nicht hasst und allen Lebewesen gegenüber Wohlwollen praktiziert. Aus Mitgefühl mit den Lebewesen wird man seinen Fleischgenuss mindern oder einstellen, also mehr oder weniger vegetarisch leben. Aber einen strengen Vegetarismus gibt es im Buddhismus nicht.

Sittlichkeits-Pfade (Sila)

(3) Rechte Rede meidet Lüge, Verleumdung, Schimpfen, unnützes Gerede und Klatsch. Sie regt andere zu heilsamen Tun an. (4) Rechtes Handeln meint ein Leben gemäß den Fünf Silas, den Tugendregeln des Buddhismus. (5) Rechter Lebenserwerb bedeutet, einen Beruf auszuüben, der anderen Lebewesen nicht schadet. Mit rechter Lebensführung unvereinbare Berufe sind Metzger, Fischer, Soldat, Waffenhändler und Tierhändler.

Vertiefungs-Pfade (Samadhi)

(6) Rechtes Streben meint den Willen, Affekte wie Begierde, Hass, Zorn, Ablehnung usw. bei Wahrnehmungen und Widerfahrnissen zu kontrollieren und zu zügeln. (7) Rechte Achtsamkeit betrifft den Körper: Bewusstwerdung aller körperlichen Funktionen wie Atmen, Gehen, Stehen usw.; Bewusstwerdung gegenüber allen Sinnesreizen, Affekten und allen Denkinhalten. Sie sollen umfassend bewusst gemacht sein, um sie kontrollieren zu können. (8) Rechtes Sichversenken betrifft die zentrale buddhistische Spiritualität. Erst hier kommt es zur letzten Einsicht und Freiheit. Erst hier wird das Leiden überwunden. Um zur rechten Versenkung zu kommen, haben die buddhistischen Schulen viele Methoden und Techniken entwickelt. Kategorie:Buddhismus Kategorie:Verhaltenskodex ja:八正道 ko:팔정도

Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Religion, deren Gründung auf Siddhartha Gautama, den historischen Buddha, zurückgeht. Mit weltweit etwa 300 bis 450 Millionen Anhängern zählt er zu den fünf Weltreligionen (Jüdische Religion, Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Islam ).

Einleitung

Islam Islam Der Buddhismus entwickelte sich ursprünglich auf dem indischen Subkontinent, wo Siddhartha Gautama (Sanskrit; Pali: Siddhattha Gotama; ca. 563 v.Chr. bis 483 v.Chr) als Prinz im lokalen Königsgeschlecht der Shakya in Lumbini, im nordindischen Fürstentum Kapilavastu, zur Welt kam. Im Alter von 35 Jahren erlangte er nach der Lehre des Buddhismus Bodhi ("Erleuchtung", "Erwachen") und wurde in der Folge als "der Buddha" bezeichnet, der "Erleuchtete" oder "Erwachte". Seit seiner Entstehung entwickelte der Buddhismus hinsichtlich seines Dogmatismus unterschiedliche Varianten zwischen Philosophie und Glaubenslehre mit unterschiedlichen Graden an religiöser Toleranz gegenüber anderen Glaubenssystemen. Im Hinblick auf seine Ursprünge und auf das auch heute zu findende Zulassen anderer Glaubenssysteme einiger buddhistischer Schulen kann der Buddhismus nicht nur als Religion, sondern auch als Weltanschauung bzw. Philosophie oder Weisheitslehre verstanden werden (s. Karl Jaspers, Psychologie der Weltanschauungen, 1919). Das gilt insbesondere dort, wo grundlegende Lehren des Buddhismus sich nicht auf überirdischen Autoritäten berufen (z.B. die Mahasatipatthana Sutta in Dígha Nikaya (DN 22)). Denn erst Buddhas Nachfolger haben aus der ursprünglich philosophischen Lehre, die keinen Gott, keine Seele, keine Wiedergeburt, keine Kasten und keine sozialen Unterschiede kennt und somit als Gegenteil zum indischen Brahmanismus gesehen werden kann, eine Lehre unter religiösen Aspekten gemacht. Im Laufe der Zeit und durch Vermischung mit Religionen und Philosophien in den Regionen, in die sich der Buddhismus verbreitete, entwickelten sich viele religiöse Elemente des Buddhismus, wie er heute bekannt ist. Wie in anderen Religionen trug zur Entwicklung der volksreligiösen Elemente auch die Instrumentalisierung des Buddhismus in der Politik bei. Starke Wechselwirkungen findet man heute insbesondere noch in Bhutan, aber auch in Sri Lanka und Thailand. Eine sichtbare Rolle spielt der Buddhismus, als im Rahmen des Parlamentarismus wirkende Kraft, noch heute in Japan. In der Volksrepublik China wird versucht, den Buddhismus politisch nutzbar zu machen und ihn im Sinne der Politik der Partei zu führen, z.B. 1995 in Tibet durch den Austausch des Panchen Lama durch ein Kind, dessen Eltern Parteimitglieder sind. Ziel eines Buddhisten ist es, sich durch ethisches Verhalten und die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit vom ewigen Kreislauf des Leidens (Samsara) zu befreien und in den erleuchteten Zustand des Nirvanas einzutreten. Für Buddhisten, die von der Wiedergeburt ausgehen, ist dies auch die Befreiung von der selben. Im Buddhismus erlangt man die Befreiung vom Samsara aufgrund eigener Anstrengung. Die buddhistische Lehre (Pali: Dhamma, Sanskrit: Dharma) kann in ihrer Essenz wie folgt beschrieben werden:
- Der vom Leiden (Dukkha) befreiende Weg soll begangen werden. Leiden entsteht durch die Illusion des "ICH" und die Anhaftung an das "ICH", weil Wandel und Lebensdurst dem "ICH" Schmerzen zufügen.
- Ein Leben gemäß den sittlichen Prinzipien (Silas) soll geführt werden.
- Aufhebung des Leidens wird durch Meditation und Selbstbeobachtung (Achtsamkeit, Sati gegenüber den eigenen Gedanken, Gefühlen und Taten) angestrebt.

Siddhartha Gautama

Siehe Hauptartikel: Siddhattha Gotama Siddhattha Gotama (Pali) bzw. Siddhartha Gautama (Sanskrit) wurde, gemäß der Überlieferung, 563 v.Chr. in Lumbini, im heutigen Nepal, als Sohn des Herrscherhauses von Shakya geboren (daher der Beiname Shakyamuni, „Schweigender aus dem Hause Shakya“). Im Alter von 29 Jahren wurde ihm bewusst, dass Reichtum und Luxus kein Garant für Glück sind und er brach auf, verschiedene Religionslehren und Philosophien zu erkunden, um die wahre Natur menschlichen Glücks zu finden. Sechs Jahre der Askese, des Studiums und danach der Meditation führten ihn schließlich auf den Weg der Mitte und er erlangte in Bodh-Gaya im heutigen Nordindien, unter einer Pappelfeige „Erleuchtung“. Danach verbrachte der Buddha den Rest seines Lebens bis zu seinem Tod im Alter von 80 Jahren mit der Unterweisung und Weitergabe der buddhistischen Lehre, des Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit) an die von ihm begründete „Vierfache Gemeinschaft“, bestehend aus den Mönchen (bhikkhu) und Nonnen (bhikkhuni) des buddhistischen Mönchtums, dem Sangha, und von männlichen (Upasaka) und weiblichen (Upasika) Laien.

Grundlagen des Buddhismus

Laie Buddha war weder ein Gott noch der Überbringer einer göttlichen Wahrheit, sondern er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt hatte. Diese Erkenntnis ist jedem zugänglich, wenn er seiner Lehre und Methodik folge. Dabei ist die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren ein, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist. Zu den grundlegenden buddhistischen Überzeugungen gehört u. a. die Reinkarnation und das Gesetz des Karma (Sanskrit) bzw. Kamma (Pali). Buddha selbst hat keine metaphysischen Aussagen, z.B. über das, was nach dem Tode geschieht, wer die Welt erschuf, etc. gemacht.

Die Vier Edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad

Hauptartikel: Vier Edle Wahrheiten und Achtfacher Pfad Kern der Lehre des Buddha sind die von ihm benannten Vier Edlen Wahrheiten (Sacca), aus der vierten der Wahrheiten folgt als Weg aus dem Leiden der Achtfache Pfad.

Ursache und Wirkung - "Karma"

Hauptartikel: Karma Kamma (Pali) bzw. Karma (Sanskrit) bedeutet Tat, Wirken und bezeichnet das sinnliche Begehren, und das Anhaften an die Erscheinungen der Welt (Gier, Hass, Ich-Sucht), die Taten die dadurch entstehen und die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in moralischer Hinsicht, insbesondere die Rückwirkungen auf den Akteur selbst. Es entspricht dem Prinzip von Ursache und Wirkung, wie es die westliche Welt als Grundlage der klassischen Physik und der Naturwissenschaft allgemein kennt. Während das westliche Denken dieses Prinzip jedoch nur im materiellen Bereich kennt, bezieht Karma sich auf alles Tun und Handeln sowie die nicht-materiellen Ebenen des Denkens und Fühlens. All das erzeugt entweder gutes oder schlechtes Karma oder kann karmisch gesehen neutral sein. Gutes wie schlechtes Karma erzeugt die Folge der Wiedergeburten, das Samsara. Höchstes Ziel des Buddhismus ist es, diesem Kreislauf zu entkommen, indem kein Karma mehr erzeugt wird - Handlungen hinterlassen dann keine Spuren mehr in der Welt. Im Buddhismus wird dies als Eingang ins Nirvana bezeichnet.

Der Kreislauf des Leidens - "Samsara"

Hauptartikel: Samsara Samsara Samsara, "beständiges Wandern", bezeichnet den fortlaufenden Kreislauf aus Leben, Tod und Wiedergeburt; Werden und Vergehen. Das Ziel der buddhistischen Praxis ist, diesen Kreislauf zu verlassen. Samsara umfasst alle Ebenen der Existenz, sowohl jene die wir als Menschen kennen wie auch alle andere, von den Höllenwesen (Asuras) bis zu den Göttern (Devas). Alle Wesen sind im Kreislauf des Lebens gefangen, daran gebunden durch Karma: ihre Taten, Gedanken und Emotionen, durch Wünsche und Begierden. Erst das Erkennen und Überwinden dieser karmischen Kräfte ermöglicht ein Verlassen des Kreislaufs.

Reinkarnation

Hauptartikel: Reinkarnation Reinkarnation (Pali: Punabbhava) und Karma waren Begriffe, die in der indischen Philosophie bereits vor Erscheinen des Buddha bekannt waren. Wie der westlichen Rezeption meist entgeht, widersprach der Buddha diesen vedischen Konzepten grundlegend und ersetzte sie entsprechend seiner Erfahrung: Die indische Philosophie kannte Atman (Sanskrit) bzw. Atta (Pali), das „Selbst“, vergleichbar mit der persönlichen Seele der westlichen Gedankenwelt. Buddha verneinte deren Existenz als individuelle und konstante Einheit die auch wiedergeboren werden könnte. Im Gegensatz dazu sprach er von Anatman (Sanskrit) bzw. Anatta (Pali), dem „Nicht-Selbst“. Die Vorstellung von Atman ist demnach Teil der Täuschung über die Beschaffenheit der Welt. Gemäß der Lehre Buddhas entsteht die Persönlichkeit, mit all ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Welt, erst aus den Fünf Aneignungsgruppen, den Skandhas (Sanskrit) bzw. Khanda (Pali): Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewusstsein. Was in der vedischen Tradition Atman genannt wurde, ist demnach aus buddhistischer Sicht keine konstante Einheit, sondern in beständigem Werden, Wandel und Vergehen begriffen. Es kann somit auch nicht als solches wiedergeboren werden. Reinkarnation wird im Buddhismus also nicht als „Seelenwanderung“ (Transmigration) verstanden, sondern als eine Kontinuität der Geistesprozesse. Sie ist Folge der beim Ableben eines Individuums noch nicht erloschenen mentalen Kräfte, die sich in einer oder mehreren neu in Erscheinung tretenden Existenzen erneut manifestieren. Eine bekannte Allegorie vergleicht diesen Prozess mit der Flamme einer Kerze, die weitere Kerzen anzündet. Weder die Kerze selbst, noch die Flamme, sind die selben, aber ohne die ursprüngliche Kerzenflamme gäbe es auch die ihr folgenden nicht. Die Ursache der Wiedergeburt liegt im Begehren nach Sinnesbefriedigung, im Trieb nach Sein und Verwirklichung, dem Karma. :Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. :Wenn du wissen willst, wer du sein wirst, dann schau, was du tust. :(Padmasambhava, 8.-9. Jahrhundert)

Das bedingte Entstehen

Wiedergeburten vollziehen sich, solange verursachende, nach Realisierung drängende Triebkräfte vorhanden sind. Diese "bedingte Entstehung", auch "Entstehen in Abhängigkeit", (Pali: Paticcasamuppada, Sanskrit: Pratityasamutpada) ist eines der zentralen Konzepte des Buddhismus. Es beschreibt die Seinsweise aller Phänomene in ihrer dynamischen Entwicklung und gegenseitigen Bedingtheit.

Die Lehre - „Dharma“

Hauptartikel: Dharma Dharma, Tibet)]] Dharma (Sanskrit) bzw. Dhamma (Pali) bezeichnet im Buddhismus zweierlei:
- Die Lehre Buddhas (im Theravada auf Buddha beschränkt, im Mahayana und Vajrayana schließt das auch die Lehren der Bodhisattvas und großer verwirklichter Meister mit ein). Basis des Dharma sind die Vier edlen Wahrheiten. Es bildet eines der 3 Juwelen, der so genannten "Zufluchtsobjekte", bestehend aus dem Lehrer, der Lehre und der Gemeinschaft der Mönche - Buddha, Dharma und Sangha. Es ist auch Teil der 10 Betrachtungen (Anussati).
- Die Gesamtheit aller weltlichen Phänomene, der Natur, an sich und der ihr zu Grunde liegenden Gesetzmäßigkeiten (siehe oben Das bedingte Entstehen).

Erleuchtung - „Bodhi“

Hauptartikel: Bodhi und Erleuchtung Bodhi ist der Vorgang des "Erwachens", der "Erleuchtung". Voraussetzungen sind das vollständige Begreifen der "Vier edlen Wahrheiten", die Überwindung aller an das Dasein bindenden Bedürfnisse und Täuschungen und somit das Vergehen aller karmischen Kräfte. Durch Bodhi wird der Kreislauf des Lebens, Samsara, verlassen und Nirvana erlangt. Die buddhistische Tradition nennt drei Arten von Bodhi:
- Pacceka-Bodhi wird durch eigene Bemühungen, ohne die Hilfe von Lehrern, erreicht. Ein derart Erleuchteter wird als Pratyeka-Buddha bezeichnet.
- Savaka-Bodhi bezeichnet die "Erleuchtung" jener, die mit Hilfe von Lehrern Bodhi erlangen. Ein so Erwachter wird als Arhat bezeichnet.
- Samma-Sambodhi wird von einem Samma-Sambuddha ("Vollkommen Erwachter") erlangt. Ein solcher "Vollkommen Erwachter" gilt als die perfekte, mitfühlendste und allwissende Form eines Buddha.Der historische Buddha Shakyamuni (aus dem Geschlecht von Shakya) war ein solcher Samma-Sambuddha. Siehe auch: Bodhipakkhiyadhamma - Die 37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung

Nirvana - „Verwehen“

Hauptartikel: Nirvana Nirvana (Sanskrit) bzw. Nibbana (Pali) bezeichnet das Verlassen von Samsara, dem Kreislauf aus Leben, Tod und Wiedergeburt. Nirvana kann letztlich mit Worten nicht beschrieben werden, es kann nur erlebt und erfahren werden als Folge intensiver meditativer Übung und Erkenntnis. Es ist auch kein Ort, nicht vergleichbar mit Paradies-Vorstellungen anderer Religionen. Es ist kein Himmel und keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Nirvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre. Somit ist es ein Zustand der Zustandslosigkeit, in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde - alle karmischen Kräfte - überwunden und gestillt sind. Auch ist Nirvana nicht gleichbedeutend mit Tod. Buddha selbst lebte und unterrichtete noch 45 Jahre nachdem er Nirvana erreicht hatte. Das endgültige Aufgehen oder "Verwehen" im Nirvana nach dem Tod wird als Parinirvana bezeichnet.

Religion und/oder Philosophie bzw. Weltanschauung

Während der Buddhismus zu den Weltreligionen gezählt wird, gibt es Buddhisten, die sich nicht als Anhänger einer Religion ansehen, sondern den Buddhismus als Weisheitslehre oder Philosophie bzw. Weltanschauung betrachten, die den Glauben an eine Religion nicht ausschließt. Dabei spielt die neuere Entdeckung des Buddhismus im Westen eine große Rolle, da der Kontakt des Westens mit dem Buddhismus zu einer Zeit geschah, als Aufklärung, Säkularisation und Atheismus eine Gegenposition zur christlich-monotheistischen bildeten. Oft wird angeführt, dass der Buddhismus keine Götter kenne, was der in Asien gelebten Volksreligion, die die Götter der asiatischen Mythologie mit Glauben an Geister und Formen des Animismus verbindet, zu widersprechen scheint. Dies zeigt aber eher, dass der Buddhismus, der Verhaltens- und Lebensregeln aufstellt, mit anderen Religionen nicht konkurriert. Wer die buddhistischen Regeln einhält, ist nicht gehindert, eine andere Religion zu praktizieren und sich trotzdem als Buddhist zu bezeichnen. Viele Buddhisten in Asien sind gleichzeitig Mitglieder anderer, auch christlicher Religionsgemeinschaften. Da der Buddhismus menschliche Verhaltensregeln und nicht den Glauben an einen bestimmten Gott nahe legt, missioniert er auch nicht, sondern überlässt es dem einzelnen Menschen seinen Weg zur Wahrheit zu finden. Neben der Gottesfrage besitzt der Buddhismus sehr viele Eigenschaften einer Religion, deren Formen sich allerdings je nach Tradition stark unterscheiden: Ritual, Gemeinschaft, Liturgie, Askese und Mönchtum, Mystik und Dogmatismus - und eine jahrhundertealte Tradition in Asien, die der Kirchengeschichte der christlichen Konfessionen in vielem ähnelt, vor allem in ihrer Position zwischen Macht, Ethik und Glauben. Allerdings bleibt es eine Glaubensfrage, ob die asiatische Weisheitslehre nun letztendlich mit dem europäischem Wort "Religion" übersetzt wird, oder nicht, da sie gewisse kulturelle Eigenheiten besitzt.

Verbreitung des Buddhismus

Glauben Drei Monate nach dem Tod des Buddha traten seine Schüler in Rajagarha (heute Rajgir) zum ersten Konzil zusammen um den Dhamma (die Lehre) und die Vinaya (die Mönchsregeln) zu besprechen und gemäß den Unterweisungen des Buddha festzuhalten. Die weitere Überlieferung erfolgte mündlich. Etwa 100 Jahre später fand in Vesali das zweite Konzil statt. Diskutiert wurden nun vor allem die Regeln der Mönchsgemeinschaft da es bis dahin bereits zur Bildung verschiedener Gruppierungen mit unterschiedlichen Auslegungen der ursprünglichen Regeln gekommen war. Während des zweiten Konzils und den folgenden Zusammenkünften kam es zur Bildung von bis zu 18 verschiedenen Schulen (Nikaya-Schulen) die sich auf unterschiedliche Weise auf die ursprünglichen Lehren des Buddha beriefen. Daneben entstand auch die Mahasanghika, die für Anpassungen der Regeln an die veränderten Umstände eintrat und als früher Vorläufer des Mahayana betrachtet werden kann. Im 3. Jahrhundert v. Chr. trat in Pataliputra (heute Patna), unter der Schirmherrschaft des Königs Ashoka und dem Vorsitz des Mönchs Moggaliputta Tissa, das 3. Konzil zusammen. Ziel der Versammlung war es, sich wieder auf eine einheitliche buddhistische Lehre zu einigen. Insbesondere Häretiker sollten aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und falsche Lehren widerlegt werden. Im Verlauf des Konzils wurde zu diesem Zweck das Buch Kathavatthu verfasst, das die philosophischen und scholastischen Abhandlungen zusammenfasste. Dieser Text wurde zum Kernstück des Abhidhammapitaka, einer philosophischen Textsammlung. Zusammen mit dem Suttapitaka, den niedergeschriebenen Lehrreden des Buddha, und dem Vinayapitaka, der Sammlung der Ordensregeln, bildet es das in Pali verfasste Tipitaka (Sanskrit: Tripitaka, deutsch: "Dreikorb", auch "Pali-Kanon"), die älteste große Zusammenfassung buddhistischen Schriftgutes. Pali-Kanon Nur diese Schriften wurden vom Konzil als authentische Grundlagen der buddhistischen Lehre anerkannt, was die Spaltung der Mönchsgemeinschaft besiegelte. Während der Theravada, die Lehre der Älteren, sich auf die unveränderte Übernahme der ursprünglichen Lehren und Regeln einigte, legte die Mahasanghika keinen festgelegten Kanon von Schriften fest und nahm auch Schriften auf, deren Herkunft von Buddha nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Lehre in Süd- und Ostasien. Während der Regierungszeit des Königs Ashoka (3. Jahrhundert v. Chr.) verbreitete sich der Buddhismus über ganz Indien und weit darüber hinaus. Auch Teile von Afghanistan gehörten zu seinem Reich. Im Grenzgebiet zu Pakistan entstand dort, beeinflusst von griechischen Bildhauern, die mit Alexander dem Großen ins Land gekommen waren, in Gandhara die graeco-buddhistische Kultur, eine Mischung von indischen und hellenistischen Einflüssen. In deren Tradition entstanden unter anderem die Buddha-Statuen von Bamiyan. Buddha-Statuen von Bamiyan Ashoka schickte Gesandte in viele Reiche jener Zeit. So verbreitete sich die Lehre allmählich über die Grenzen jener Region, in der Buddha gelebt und gelehrt hatte, hinaus. Im Westen reisten Ashokas Gesandte bis in den Nahen Osten, Ägypten, zu den griechischen Inseln und nach Makedonien. Über Sri Lanka gelangte Buddhas Lehre zum malayische Archipel (Indonesien, Borobudur) und nach Südostasien, also Kambodscha (Funan, Angkor), Thailand, Myanmar (Pegu) und Laos. Im Norden und Nordosten wurde der Buddhismus im Hochland des Himalaya (Tibet), sowie in China und Japan bekannt. Während der Buddhismus so weitere Verbreitung fand wurde er in Indien ab dem 10. Jahrhundert allmählich zurückgedrängt. Zum einen wandten sich viele Menschen dem Hinduismus zu, und zum anderen war es relativ leicht, die Dharma-Anhänger durch Tötung der Mönche entscheidend zu schwächen und dann zwangsweise zu islamisieren. Deshalb gehören die letzen Hochburgen des Buddhismus auf den indischen Subkontinent (Sind, Bengalen) auch schnell zu den islamisierten Gebieten. Auch auf dem malayischen Archipel (Malaysia, Indonesien) sind heute - mit Ausnahme Balis - nur noch Ruinen zu sehen, die zeigen, dass hier einstmals buddhistische Kulturen geblüht hatten. Eine vielfältige Weiterentwicklung der Lehre war durch die Worte Buddhas vorbestimmt: Als Lehre, die ausdrücklich in Zweifel gezogen werden darf hat der Buddhismus sich natürlicherweise mit anderen Religionen vermischt, die auch Vorstellungen von Gottheiten kennen oder die die Gebote der Enthaltsamkeit weniger streng oder gar nicht handhabten. Das "kleine Fahrzeug" (Hinayana) hält sich an die Lehre Buddhas wie sie auf dem Konzil von Patna festgelegt wurde, es wird in Sri Lanka und in Thailand, Kambodscha, Burma und Laos befolgt. Das "grosse Fahrzeug" (Mahayana) durchmischte sich mehr mit den ursprünglichen Religionen und Philosophien der Kulturen, in denen der Buddhismus einzog. So kamen z.B. in China Elemente des Daoismus hinzu, wodurch schließlich die Ausprägung des Chan-Buddhismus und später in Japan Zen entstand. Heute leben weltweit circa 450 Millionen Buddhisten. Diese Zahl ist jedoch nicht verbindlich, da es starke Schwankungen zwischen einzelnen Statistiken gibt. Die Länder mit der stärksten Verbreitung des Buddhismus sind China, Bhutan, Japan, Kambodscha, Laos, Myanmar, Sri Lanka, Südkorea, Thailand, Tibet und Vietnam. In Indien beträgt sein Anteil an der Bevölkerung heute weniger als ein Prozent. Neuerdings erwacht jedoch wieder ein intellektuelles Interesse an der buddhistischen Lehre in der gebildeten Schicht. Auch unter den Dalit ("Unberührbaren") gibt es initiiert durch Bhimrao Ramji Ambedkar, den "Vater der indischen Verfassung" seit 1956 eine Bewegung, die in der Konversion zum Buddhismus einen Weg, der Unterdrückung durch das Kastensystem zu entkommen, sieht. Konversion Insbesondere der Kolonialismus des 19. Jahrhunderts hat paradoxerweise in vielen Ländern Asiens zu einer Renaissance des Buddhismus geführt. Die Schaffung einer Internationalen Buddhistischen Flagge 1885 ist dafür ein symbolischer Ausdruck. Besonders den Initiativen von Thailand und Sri Lanka ist die 1950 stattgefundene Gründung der World Fellowship of Buddhists (WFB) zu verdanken. Seit dem 19. und insbesondere seit dem 20. Jahrhundert wächst auch in den industrialisierten Staaten USA, Europa, Australien die Tendenz, sich dem Buddhismus zuzuwenden. Im Unterschied zu den asiatischen Ländern, gibt es im Westen die Situation, dass die zahlreichen und oft sehr unterschiedlichen Ausprägungen aller drei Fahrzeuge nebeneinander in Erscheinung treten. Organisationen, wie die 1975 gegründete EBU (Europäische Buddhistische Union) haben sich zum Ziel gesetzt, diese Gruppen miteinander zu vernetzen und sie in einen Diskurs mit einzubeziehen, der einen längerfristigen Prozess zur Inkulturation und somit Herausbildung eines "Europäischen Buddhismus" begünstigen soll. Ein weiteres Ziel ist die Integration in die europäische Gesellschaft, damit die buddhistischen Vereinigungen ihr spirituelles, humanitäres, kulturelles und soziales Engagement ohne Hindernisse ausüben können. In vielen Ländern Europas ist es gegen Ende des 20. Jahrhunderts zu einer öffentlichen und staatlichen Anerkennung des Buddhismus gekommen. Während der Buddhismus in Österreich schon 1983 die volle staatliche Anerkennung erhalten hat, steht sie für Deutschland und die Schweiz noch aus. Siehe auch: Zeittafel des Buddhismus

Buddhistische Schulen

Hauptartikel: Buddhismus - Schulen und Systeme Es existieren drei Hauptrichtungen des Buddhismus: Hinayana ("Kleines Fahrzeug"), aus dessen Tradition heute nur noch die Form des Theravada ("Lehre der Älteren") existiert, Mahayana ("Großes Fahrzeug") und Vajrayana (im Westen meist als Tibetischer Buddhismus bekannt oder irreführender Weise als Lamaismus bezeichnet). In allen drei 'Fahrzeugen' sind die monastischen Orden Hauptträger der Lehre und für ihre Weiterreichung an die nächsten Generationen verantwortlich.

Theravada

Hauptartikel: Theravada Theravada Theravada bedeutet wörtlich Lehre der Älteren. Der Theravada-Buddhismus ist die einzige überlebende Schule der verschiedenen Richtungen des ursprünglichen Buddhismus (Hinayana). Die Theravada-Tradition bezieht sich in Ihrer Praxis und Lehre ausschließlich auf die ursprünglichen Aussagen des Buddha. Grundlage dafür sind die ältesten erhaltenen Schriften der buddhistischen Überlieferung, die im Tipitaka (Pali), auch Tripitaka (Sanskrit) oder Pali-Kanon, zusammengefasst sind. Dieser "Dreikorb" (Pitaka: Korb) besteht aus folgenden Teilen:
- Die Regeln für die Gemeinschaft (Sangha) der buddhistischen Mönche und Nonnen - Vinaya, siehe auch: Vinayapitaka
- Die Lehrreden des Buddha - Sutta, siehe auch: Suttapitaka
- Eine philosophische Systematisierung der Lehren Buddhas - Abhidhamma, siehe auch: Abhidhammapitaka Die Betonung liegt im Theravada auf dem Befreiungsweg des einzelnen aus eigener Kraft nach dem Arhat-Ideal. Theravada ist vor allem in den Ländern Süd- und Südostasiens verbreitet: Sri Lanka, ­Myanmar, Thailand, Laos, und Kambodscha.

Mahayana

Hauptartikel: Mahayana-Buddhismus Mahayana-Buddhismus Der Mahayana-Buddhismus ("großes Fahrzeug") geht zentral auf die Mahasanghika ("große Gemeinde") zurück, eine Tradition, die sich in der Folge des zweiten buddhistischen Konzils (etwa 100 Jahre nach dem Tod Buddhas) entwickelt hatte. Der Mahayana verwendet, neben dem Tripitaka, auch eine Reihe ursprünglich in Sanskrit abgefasster Schriften ("Sutren"), die zusammen den "Sanskrit-Kanon" bilden. Zu den bedeutendsten Texten gehören das Diamant-Sutra, das Herz-Sutra und das Lotos-Sutra. Ein Teil dieser Schriften ist heute nur noch in chinesischen oder tibetischen Übersetzungen erhalten. Im Unterschied zur Theravada-Tradition, in der das Erreichen der "Erleuchtung" durch eigenes Bemühen im Vordergrund steht, nimmt im Mahayana das Bodhisattva-Ideal eine zentrale Rolle ein. Bodhisattvas sind Wesen, die als Menschen bereits Bodhi erfuhren, jedoch auf das Eingehen in das Parinirvana verzichteten, um statt dessen allen anderen Menschen, letztlich allen Wesen, zu helfen, ebenfalls dieses Ziel zu erreichen. Bedeutende Schulen des Mahayana sind beispielsweise der Zen-Buddhismus und der Amitabha-Buddhismus.

Vajrayana

Hauptartikel: Vajrayana Vajrayana Vajrayana, im Westen meist als Tibetischer Buddhismus oder auch Lamaismus bekannt, ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Schulen. Er beruht auf den Philosophischen Grundlagen des Mahayana, ergänzt diese aber um tantrische Techniken, die den Pfad zur Erleuchtung deutlich beschleunigen sollen. Zu diesen Techniken gehören neben der Meditation unter anderem Visualisierung (geistige Projektion), das Rezitieren von Mantras und weitere tantrische Übungen, zu denen Rituale, Einweihungen und Guru Yoga (Einswerden mit dem Geist des Lehrers) gehören. Der tibetische Buddhismus legt besonderen Wert auf direkte Übertragung von Unterweisungen von Lehrer zu Schüler. Eine wichtige Autorität des tibetischen Buddhismus ist der Dalai Lama, selbst Oberhaupt der Gelug-Schule und politisches Oberhaupt der Exiltibeter. Die vier Hauptschulen des Tibetischen Buddhismus sind:
- Nyingma ("Rotmützen-Schule"): Die älteste tibetische Schule, zurückgehend auf Padmasambhava (8. Jahrhundert).
- Kagyü: Gegründet von Marpa und dessen Schüler Milarepa (11. Jahrhundert).
- Sakyapa ("Graue Erde"): Nach dem, von Khön Könchog Gyalpo gegründeten, Kloster benannt (11. Jahrhundert).
- Gelugpa ("Schule der Tugendhaften"): Gegründet von Tsongkhapa (14. Jahrhundert). Tibetischer Buddhismus ist heute in Tibet, Bhutan, Nepal, Indien, Ladakh, Sikkim, der Mongolei, Burjatien und Kalmükien verbreitet. Nach der Einführung des Vajrayana in Tibet hat sich im 9. Jahrhundert diese Art des Buddhismus in China als
- Mi-tsung oder auch Chen-yen (esoterischer Buddhismus) genannt, etabliert. Er wurde noch im gleichen Jahrhundert nach Japan übertragen. Dort wird Vajrayana in der
- Shingon-Schule gelehrt.

Siehe auch


- Portal Buddhismus

Literatur

Portal Buddhismus, die Verkörperung der Worte des Buddha]]
- W. Rahula (1963) Was der Buddha lehrt ISBN 3282000383
- Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3170153331
- Heinz Bechert, R. Gombrich: Der Buddhismus: Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Beck, München 2002, ISBN 3406421385
- Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung. 10. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1995, ISBN 3170135058
- Francesco Ficicchia: Buddhismus: Handlexikon der Namen und Begriffe in Tradition und Glaubenspraxis. IKS GmbH, Jena 2004, ISBN 3934601898
- David Fontana: Discover Zen - A Practical Guide to Personal Serenity. 2001, ISBN 0811831965
- Klaus K. Klostermaier: Buddhism - A Short Introduction. 1999, ISBN 1851681868
- Klaus Mylius (Hg.): Die Vier Edlen Wahrheiten. Texte des ursprünglichen Buddhismus. Bechtermünz Verlag Augsburg, 2000. ISBN 382894843x
- Hansjörg Pfister: Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus. Verlag Reith & Pfister, Bötzingen 2004, ISBN 3980562999
- Verena Reichle: Die Grundgedanken des Buddhismus. 11. Auflage. Fischer, Frankfurt 2003, ISBN 3596121469
- Hans W. Schumann: Handbuch Buddhismus: Die zentralen Lehren - Ursprung und Gegenwart. Diederichs, München 2000, ISBN 3720521532
- Gerhard Szczesny: Die eine Botschaft und die vielen Irrwege. 2004, ISBN 3826027078 (kritische Auseinandersetzung mit dem Buddhismus)
- P. Williams, A. Tribe: Buddhist thought: A complete introduction to the Indian tradition. Routledge, London 2000, ISBN 0415207010
- Stephen Batchelor: Buddhismus für Ungläubige, Spirit Fischer, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3596140269 (eine Einführung in den Buddhimus ohne östliche Konzepte)
- Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996, ISBN 3-499-55537-9
- Jean-François Revel / Matthieu Ricard: Der Mönch und der Philosoph (Buddhismus und Abendland; ein Dialog zwischen Vater und Sohn). Kiepenheuer & Witsch ISBN 3-462-02783-2

Weblinks