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| Schlachtschitz |
SchlachtschitzDas Wort Szlachta (ausgesprochen Schlachta) bezeichnete den gesamten Adel Polens. Welcher sich politisch nicht unterschied, da es galt, dass ein Edelmann einem anderen ebenbürtig war, doch spielte im Laufe der Zeit der finanzielle Hintergrund eines Szlachcicen sowie politische Aktivität eine große Rolle zur Bildung einer Mittel- und Oberschicht innerhalb der Szlachta, der sogenannte Gutsadel sowie die Magnaten. Diese Oberschicht hatte Vermögen und Ländereien genug, um dementsprechend die politischen Ämter der Monarchie und Adelsrepublik zu bekleiden und eine Klientel im politischen Maße aufzubauen.
Manch Angehörigen der Szlachta (poln. szlachcic) gehörte um 1700 oftmals nur noch ein kleines Stückchen Land, da die Höfe durch Erbteilungen immer kleiner wurden. Man witzelte ungeniert, die Grundstücke seien so klein, dass der Schwanz des Hundes schon auf dem Land des Nachbarn läge. Und viele Landadlige besaßen nicht einmal das, sondern lebten mit ihrem Pferd, Harnisch und Säbel am Hof eines Magnaten.
Trotzdem hatte die Szlachta eine große politische Bedeutung. Sie wurde bei Königswahlen von den Bewerbern mit Geld und Alkohol umworben, denn ihr Stimmrecht zählte viel. Und sie hatte ein gewichtiges Stimmrecht im polnischen Reichstag (Sejm). Ein einziger Widerspruch eines Szlachcicen in der Landbotenkammer konnte die gesamten Ergebnisse eines Reichstages zunichte machen (Liberum Veto). Auf diese Weise wurde der polnische Staat in seiner Handlungsfähigkeit gelähmt. Zudem stellten sie das "Allgemeine Adelsaufgebot", dessen militärischer Wert allerdings mit der Einführung stehender Heere auf ein innenpolitisches Druckmittel reduziert wurde. Wenn der Szlachta etwas missfiel, dann bildete sie eine zeitlich begrenzte Konföderation, was das Land in ein Pulverfass verwandelte.
Mehrfach war sich die Szlachta allerdings nicht einig und schwankte dann zwischen den Positionen der großen Magnatenfamilien und deren Parteibildungen hin und her. In den anderen Fällen war sie innenpolitisch in der Lage, den König oder eine Magnatenpartei in die Schranken zu verweisen. Ein Beispiel hierfür ist der Aufstand der Konföderation von Tarnogród 1715/1716 gegen August II., der erst durch energische russische Vermittlung im Stummen Sejm von 1717 beendet wurde. Ein anderes ist die Entmachtung der Magnatenfamilie Sapieha in Litauen im Jahre 1700.
Während der polnischen Teilungen forderten die Russen die Adelsnachweise neu ein. Da zahllose verarmte Landadlige ihre Herkunft nicht mehr nachweisen konnten, wurde ihnen der Adelsstand aberkannt. So wurde die Szlachta entmachtet.
Der komplette Adel umfasste mehr als 10 % der polnischen Bevölkerung.
Merkmale und Unterschiede zum deutschen und restlichen europäischen Adel
Rechtsgrundlage ist Jus militare, kein Ebenbürtigkeitsprinzip. Keine Bildung von Häusern mit eigener Rechtsstruktur.
Die Herkunft leitet sich ausschließlich aus der Kriegerschicht ab, welcher den Geburtsadel darstellte, im Vergleich zu den restlichen europäischen Ländern gab es in Polen nicht die Möglichkeit eines Briefadels, da die Erhebung in den Adelsstand durch Aufnahme in einen der vielfältigen Wappenclans durch Beschluss des Königs oder des Sejms erfolgte, eine andere Möglichkeit war, dass einem ausländischen Adeligen, die Möglichkeit geboten wurde, durch Inkolat in die poln. Szlachta aufgenommen zu werden.
Der Besitz und die Ämter sind nicht erblich, kein Lehnswesen. Allodial- anstatt Lehnsbesitz.
Rechtsbeteiligung durch den ganzen Adel, untereinander keine Rechtsabstufungen vorhanden.
Keine Adelsbezeichnungen. Graf, Fürst, Herzog, Edler, Ritter,
Freiherr, von), d.h. keine Adelstitel, nur Zusätze wie "Generosus".
Monistischer Adelsstaat ("Adelsrepublik"), kein Ständestaat.
Wappengenossenschaften mit bis zu mehreren hundert Familien, keine Familienwappen. Die Wappen (pl.: herb) haben eigene Bezeichnungen (Namen) und leiten sich oft von Hausmarken ab. Die Familien desselben „Herb“ müssen nicht miteinander verwandt sein, tragen verschiedene Familiennamen, teils mit dem Wappennamen in Form eines Doppelnamens.
Beispiel: Angehörige des Familiennamens Kotowski finden sich in den Wappengenossenschaften Pomian, Puchała und Trzaska.
Siehe auch
Geschichte von Galizien
Weblinks
- [http://www.szlachta.org www.szlachta.org] - Vereinigung des Polnischen Adels (poln., engl., frz.)
Kategorie:Begriff (Adel)
Kategorie:Polnische Geschichte
Polen
Die Republik Polen (poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa.
Polens Grenzen sind 3582 km lang, wobei 467 km auf die Grenze zu Deutschland im Westen, 790 km auf die zu Tschechien und 539 km auf die zu der Slowakei im Süden, 529 auf die zur Ukraine und 416 auf die zu Weißrussland im Osten, 103 km auf die zu Litauen und 210 auf die zur russische Exklave Kaliningrad im Nordosten sowie 528 auf die Ostsee-Küste im Norden entfallen. Flächenmäßig ist Polen der neuntgrößte Staat in Europa.
Der Name "Polen" kommt von dem westslawischen Stamm der Polanen, deren Siedlungsgebiet sich im zentralpolnischen Großpolen um Posen und Gnesen befand und die die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug im 10. Jahrhundert unterwarfen und einigten. Den Namen "Polanen" kan man mit "Feldbewohner" übersetzen (pole = Feld). Der latainische Name Terra Poloniae oder Regnum Poloniae wurde seit dem 11. Jahrhundert für das ganze polnische Staatsgebiet verwendet. Das Ursprungsgebiet der Polanen wurde ab dem 14. Jahrhundert als Altpolen und später Großpolen (von lat.: Polonia Maior) bezeichnet, während die südlicheren Landesteile um Krakau Kleinpolen (von lat.: Polonia Minor) genannt wurden.
Andere Namen für das Land Polen und die Polen gehen auf den Stamm der Lędzianen zurück, die im Südosten Polens an der mittleren Weichsel siedelten, z.B. Lechia, Lenkija (litauisch), Lechistan (persisch) sowie Lach (russisch), Lengyel (ungarisch).
Geographie
Weichsel
Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das das Stettiner- und Frische Haff sowie die Pucker Bucht gegliedert. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformtes Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, das durch seine vier großen Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) gekennzeichnet wird, deren Mermal neben den zahlreichen Gewässern vor allem die hügelige Moränenlandschaft ist, vgl. z.B. Kaschubische Schweiz. Südlich daran schließt sich die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägte Landschaft Schlesiens und Masowiens an. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch die Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge Krakauer-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzberge, Beskiden, Waldkarpaten und Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge.
Siehe auch: Großpolen, Masowien, Ermland-Masuren, Pommern, Schlesien, Kleinpolen, Podlasien.
Geologie
Podlasien]
Die geologische Struktur Polens ist im wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen und die Vergletscherung aus Skandinavien. Beide Ereignisse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden haben. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra betehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzten. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Welt.
Berge
Basalt
Polen hat 21 Zweitausender, von denen sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher- und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und den ganzen Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra.
Der mit 2 m unter N.N. am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elbląskie in der Nähe von Elbląg im Weichseldelta.
Die zweithöchste Gebirgkette in Polen sind die Saybuscher Beskiden mit der Babia Gora (1725 m) als höchsten Gipfel. Gefolgten werden sie von dem Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Polonina die Tarnica mit ca. 1300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden ca. 1000 m , die Gorce ca. 1300 m, und die Pieniny ca. 1000 m bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind.
:Kategorie:Gebirge in Polen
Seen
:Kategorie:Gebirge in Polen
Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen ha überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro qm als Polen auf. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Sniardwy und Mamry in Masuren sowie Łebsko und Drawsko in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hancza in der Seenplatte von Wigry östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen deren Ufer besiedelt wurden, gehört die Großpolnische Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1000 Einwohnern bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Menschen aus der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (pl. "Ostrów"). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Gopło-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf der Wartheinsel "Ostrów Tumski" in Posen.
:Kategorie:See in Polen
Flüsse
:Kategorie:See in Polen ]]
Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warta mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleiner Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Wegorapa fließen über die Pregel und die Czarna Hancza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Izer in den Sudeten über die Elbe in die Nordsee. Die Orawa aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleiner Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnister ins Schwarze Meer. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffart genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder. Im Mittelalter und der Neuzeit als Polen-Litauen die Kornkammer Europas waren, gewann die Verschiffung von Agrarprodukten auf der Weichsel Richtung Danzig und weiter nach Westeuropa eine sehr große Bedeutung, wovon noch viele Renaissance- und Barockspeicher in den Städten entlang des Flusses zeugen.
:Kategorie:Fluss in Polen
Küste
:Kategorie:Fluss in Polen]
Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wollin im Westen bis zu Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichsel Nehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dühnen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wolin. Die größten Hafenstädte sind Gdingen, Danzig, Stettin und Swinemünde. Die bekanntesten Ostseebäder sind Zoppot, Misdroy,Kolberg, Łeba, Habichtsberg und Jurata.
Polnische Inseln
Bodennutzung
Polnische Inseln]
28% des Landes sind von Wald bedeckt. Über die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings die Gesamtfläche der Äcker zurückgeht und gleichzeitig die verbliebenen intensiver bewirtschaftet werden. Die Viehzucht ist insbesondere in den Bergen weit verbreitet. Große industrielle Ballungszentren sind das GOP in Oberschlesien, der Ballungsraum um Warschau und Lodsch sowie das Weichseldelta um die Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen. Über 1 % der Fläche Polens - 3.145 km² - werden in 23 Nationalparks geschützt. In dieser Hinsicht nimmt Polen den ersten Platz in Europa ein. Drei weitere sollen in Masuren, im Krakauer-Tschenstochauer Jura und in den Waldkarpaten neugeschaffen werden. Die meisten polnischen Nationalparks befinden sich in den Bergen im Süden. Zudem werden Sumpfgebiete um Flüsse und Seen in Zentralpolen geschützt, sowie Küstengebiete im Norden. Zudem kommen zahlreiche Reservate und Schutzgebiete.
Flora und Fauna
Schutzgebiete]
In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Bialowieza in Podlachien und der Braunbär in Bialowieza, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Bialowieza. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel die im Sommer nach Europa kommen brütet in Polen, insbesodere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, Narew und Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer in denen mehr Störche als Menschen wohnen.
Liste der Nationalparks in Polen
Klima
Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler.
bild:Klima_gdynia.png|Klimadiagramm Gdynia
bild:Klima_warschau.png|Klimadiagramm Warschau
bild:Klima_krakau.png|Klimadiagramm Krakau
bild:Klima_zakopane.png|Klimadiagramm Zakopane
Größte Städte
Zakopane]
Zakopane]
Zakopane]
Zakopane]
Zakopane]
Siehe auch: Liste der Städte in Polen, Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte :Kategorie:Ort in Polen
Bevölkerung
Polen hat mit 40 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union.
Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 99,3 % die Mehrheitsbevölkerung. Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach der Volkszählung von 2002 aus Deutschen (ca. 150.000), Weißrussen (ca. 49.000) und Ukrainern (ca. 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern.
Religion
Armenier
Armenier) ist die größte Kirche in Polen und die fünftgrößte auf der Welt]]
Armenier]
Die polnischen Stämme waren ursprünglich Heiden und hatten - ähnlich wie die anderen Westslawen - ein polotheistisches Religionssystem, dessen Hauptgott Świętowit war, dessen vierköpfige Statuten zwischen Pommern (z.B. bei Kap Arkona auf Rügen) und der Ukraine (z.B. der Antichrist aus dem Zburz) gefunden wurden. Diese Religion konnte sich teilweise bis ins 14. Jahrhundert behaupten. Insbesondere im Nordosten wurde auch ein Ahnenkult gepflegt, der teilweise bis ins 19. Jahrhundert überdauerte und in der Romantik u.a. von Adam Mickiewicz in seinem Drama Dziady wieder aufgegriffen wurde.
Die polnischen Stämme kamen wahrscheinlich im 9. Jahrhundert über das Großmährische Reich mit dem christlichen Glauben zum ersten mal in Kontakt. Die Wislanen in Kleinpolen wurde zur Zeit der byzantinischen Slawenapostel Kyrill und Method von den Herrschern des Großmährischen Reiches erobert und nach mährischen Chronisten soll bereits zu dieser Zeit das Christentum im slawischen Ritus in der Region um Krakau eingeführt worden sein. Im Jahre 965 heiratete der Herzog von Polen, Mieszko I., eine tschechische Prinzessin christlichen Glaubens und ließ sich im folgenden Jahr im lateinischen Ritus taufen. Damit hatten auch seine Untertanen den neuen Glauben anzunehmen. Polen war jedoch im Mittelalter nie einheitlich in der Religion. Noch bevor sich der christliche Glaube endgültig durchsetzten konnte, wanderten in den nächsten Jahrhunderten, begünstigt durch das Tolleranzedikt von Kalisch von 1265 Juden aus Westeuropa und Hussiten aus Böhmen nach Polen ein. Durch die Union mit Litauen 1386 und 1569 kamen viele weissrussisch- und ukrainischsprachige orthodoxe Christen unter die Herrschaft der polnischen Könige. Das Luthertum fand seit dem 16. Jahrhundert besonders bei der deutschen Bevölkerung in den nordpolnischen Städten viele Anhänger, während der Kalvinismus beim Kleinadel, der Szlachta, beliebt war. Es bildete sich auch eine polnische Sekte der arianischen Polnischen Brüder unter der Leitung von Fausto Sozzini, die in Rakow sogar eine eigene Universität gründete. Der Sejm von 1555 debattierte über die Einführung einer protestantischen Nationalkirche in Polen. Diese wurde zwar nicht eingeführt doch die Warschauer Konföderation und die Heinrichschen Artikel von 1573 sicherten die individuelle Glaubensfreiheit in der polnischen Verfassung, daher kam es in Polen nie zu Religionskriegen. 1596 wurde in der Kirchenunion von Brest die griechisch-katholische Kirche gegründet. Im 17. Jahrhundert vermochte die Gegenreformation jedoch die meisten "Andersgläubigen" auf die katholische Seite zu ziehen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelte der polnische König Jan Sobieski moslemische Tataren in Podlachien an. Eine relativ große moslemische Minderheit lebte auch um Kamieniec Podolski in Podolien, das zwischen 1672 und 1699 zum Osmanischen Reich gehörte. Im 18. Jahrhundert bildeten sich unter den polnischen Juden zwei dominierende Glaubensrichtungen, die aufgeklärte Haskala und die orthodoxen Chassiden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist Polen fast einheitlich katholisch - über 90 % römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend; 0,5 % Polnisch-Orthodoxe; 1,4 % Protestanten, 0,1 % Altkatholiken und religiöse Minderheiten von Zeugen Jehovas, Juden und Moslems (unter anderem die Tataren bei Białystok ). Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus, Westpreußen, Pommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Oberschlesien und Ermland waren demgegenüber bereits vor dem Zweiten Weltkrieg schon mehrheitlich katholisch.
Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt der verstorbene Papst Johannes Paul II., der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte.
Siehe auch: Konfessionen in Polen
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Polens
Vorhistorische Zeit und Gründung
Geschichte Polens im Frühmittelalter ]]
Während der Eiszeiten lebten bereits Jäger und Sammler auf dem Gebiet des heutigen polnischen Staates, soweit die Vergletscherung ihnen Lebensraum zurückließ. Zentren dieser frühen Kulturen waren z.B Höhlen und Felsen in den südlichen Bergen. So wurde z.B. der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur und Przeworsker Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde und um 400 v. Chr. von Skythen zerstört wurde. Während der Antike unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die Bernsteinstrassen Handelsbeziehungen mit Rom und Griechenland. Die Römer erwähnten bereits um Christi Geburt die Städte Kalisch und Turso. Germanische Stämme, die zeitweilig in Nord- und Westpolen siedelten (Goten, Vandalen und Burgunder) zogen während der Spätantike ins heutige Frankreich, Spanien und Tunesien und vermischten sich mit den dortigen Bevölkerungen. Gleichzeitig kamen während der Völkerwanderung andere Völker, darunter die Hunnen, Slawen und Awaren in das heutige Polen. Dauerhaft siedelten seit dem 5. Jahrhundert die Westslawen. Vor der Staatsgründung veranstalteten die Wikinger, Ungarn und Mährer Raubzüge nach Polen. Mit dieser Zeit verbindet man auch die Sagen um die ersten Urfürsten Polens Popiel, Piast, Lech und Siemowit.
Polen, dessen Name sich vom westslawischen Stamm der Polanen ableitet, ist als Herzogtum im frühen 10. Jahrhundert von Posen und Gnesen aus gegründet worden. Es wurde von 960 bis 992 vom Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten regiert, der nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug unterwarf.
966 ließ sich Mieszko I nach römisch-katholischem Ritus taufen. Das Territorium erreichte durch Eroberungen unter Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw dem Tapferen Grenzen, die den heutigen Staatsgrenzen sehr nahe kamen. Um 997 schloss Polen ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich, während des Staatsakts zu Gnesen im Jahr 1000 wurde die Übereinkunft vom polnischen Herrscher Boleslaw I. und Kaiser Otto III. bestätigt. Mit der Krönung Boleslaws
im Jahr 1025 wurde Polen in den Stand eines Königreiches erhoben.
Mittelalter und Neuzeit
Königreich - 1795 ]]
Während der Regentschaft des Piasten Kasimir I., wurde die Hauptstadt 1040 von Gnesen nach Krakau verlegt. Nach dem Tod von Boleslaw Schiefmund 1138 wurde die Senioratsverfassung eingeführt, nach welcher die Söhne Boleslaw III. als Juniorherzöge unter dem Seniorat des jeweils Ältesten der Dynastie unter ihnen die einzelnen Landesteile regierten. Bis 1295 dauerte die feudale Zersplitterung, der sogenannte Partikularismus, in Polen an, der zu einer starken politischen Schwächung Polens im 13. Jahrhundert führte. Polen zerfiel in mehrere de facto unabhängige Herzogtümer, Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Sandomir, Schlesien, Masowien und Leczyca. Hinzu kamen in den folgenden Jahrhunderten Eroberungen verschiedener Staaten (Kgr. Böhmen, Mgf. Brandenburg, Kreuzritter vom Deutscher Orden). Auch der Mongolensturm des Jahres 1241, und die nachfolgenden großen Plünderungszüge der Tartaren ließen die Bevölkerungszahl in den polnischen Teilfürstentümern schrumfen.
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Polen unter der Regentschaft von Wladyslaw Ellenlang wiedervereinigt. Sein Sohn, Kasimir der Große, setzte den väterlichen Kampf um die Einheit fort und leitete erfolgreich soziale und wirtschaftliche Reformen ein, die Polen zu einer machtvollen Position in Mitteleuropa verhalfen. 1386 heiratete der litauische Großfürst Jagiello die polnische Königin Jadwiga von Anjou. Er, Wladyslaw II. Jagiello, nunmehr zugleich litauischer Großfürst und polnischer König, schuf den mächtigen Doppelstaat Polen-Litauen, der für die nächsten 300 Jahre die Geschicke Mittel- und Osteuropas entscheidend beeinflußte. Im 15. Jahrhundert, nach der politischen Ausschaltung des Deutschen Ordens, stieg das aus Polen und Litauen hervorgegangene Großreich zu einer der führenden Kontinentalmächte und war lange Zeit der größte Staat Europas mit Einflußsphären vom Baltischen- zum Schwarzen Meer und von der Adria bis an die Tore Moskaus. Auf Betreiben des letzten polnischen Königs aus der Jagiellonen-Dynastie, Sigismund August, wurde die Personalunion zwischen Polen und Litauen in Lublin im Jahr 1569 in eine Realunion umgewandelt. Polen und Litauen bildeten seit 1569 die sogenannte Adelsrepublik und damit den ersten modernen Staat Europas mit einem adelsrepublikanischen System.
Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit
Geschichte Polens, 1793, 1795 ]]
Durch zahlreiche Kriege mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen, Siebenbürgen, fehlende politische Reformen, sowie innere Unruhen in der Adelsrepublik, die sich durch Bildung von Magnaten Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs, Kosakenaufstände und dauerhafte Konfrontation mit den Krim-Tataren in den südöstlichen Wojewodschaften kennzeichneten, stürzten Polen im 17. und 18. Jahrhundert in dauerhafte Krise. In den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde Polens innere Schwäche von seinen Nachbarn Preußen, Österreich und Russland ausgenutzt, welche Polen überfielen und am Ende rechtswidrig unter sich aufteilten. Polen wurde damit seiner Freiheit beraubt und in drei unterschiedliche Staaten zerrissen.
Auf Drängen des französischen Kaisers Napoleon entstand im Rahmen des Friedens von Tilsit 1807 aus den preußischen Besatzungszonen der Zweiten- und Dritten Teilung (1809 kam das mit der Dritten Teilung seit 1795 österreichisch besetzte Westgalizien hinzu), ein relativ kleines Herzogtum Warschau, als Vasallenstaat des revolutionären Frankreichs. Durch die Niederlage der polnisch-französischen Allianz in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, wurde das Herzogtum auf dem durch die Teilungsmächte dominierten Wiener Kongress größenteils 1815 dem zaristischen Russland zugesprochen, welches als Kongress-Polen in Personalunion mit Russland bis 1831 weitgehende Autonomie genoß. Im fehlgeschlagenen Novemberaufstand von 1830 versuchten die Polen die russische Fremdherrschaft und Dominanz abzuschütteln. Mit der Niederlage der Polen wurde die polnische Bevölkerung seit 1831 in den preußischen und russischen Besatzungszonen einer verstärkten Germanisierung - zufolge den preußischen Volkszählungen ohne größere Auswirkungen auf die Bevölkerungsverhältnisse - und Russifizierung unterzogen, die nach dem zweiten gescheiterten großen polnischen Aufstand, dem Januaraufstand von 1863, besonders forciert wurde. Die Bezeichnung Polen wurde verboten und das Land durch die russische Obrigkeit in "Weichselland" unbenannt. Ähnlich verfuhren auch die Hohenzollern mit ihrer Clique in Pommerellen und Großpolen (Provinz Posen), obgleich in preußischen Schulbüchern und Volkszählungen die Bezeichnung "Polen" weiterhin gebräuchlich blieb. Nur im von Österreich besetzten polnischen Galizien konnten die Polen mit den Liberalisierungsbestrebungen des Hauses Habsburg in der Donaumonarchie seit 1867 der geistig-nationalen Knechtschaft in den von Preußen und Russland dominierten Teilen Polens entkommen, das von da ab das Fundament der Wiedergeburt Polens nach dem Ersten Weltkrieg bildete.
Unabhängigkeit und die Zweite Republik 1918 - 1939
Ersten Weltkrieg am 18. März 1921, administrative Aufteilung in Wojewodschaften ]]
Aufgrund der Niederlage der Teilungsmächte nach dem Ersten Weltkrieg, erlangte Polen 1918 seine Souveränität zurück. Im Versailler Friedensvertrag wurden die Unabhängigkeit Polens 1919 auch im internationalen Rahmen bestätigt, während die Teilungsverträge der Jahre 1772, 1793 und 1795 für illegal erklärt und anschließend annulliert wurden.
Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, kam es zu Grenzkonflikten bei der Neuordnung Mittel- und Osteuropas. 1919 begannen kämpferische Auseinandersetzungen zwischen polnischen, ukrainischen und bolschewistisch-russischen Kräften. Im August 1920 eroberten die Bolschewiken während des Polnisch-Sowjetischen Krieges Ostpolen, darunter auch weite Teile Galiziens. Nach dem Sieg Marschall Piłsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel, wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze im Vergleich zur Curzon-Linie um etwa 250 km nach Osten verschoben. Die Curzon-Linie markierte die östliche Grenze des geschlossenen polnischen Siedlungsgebietes, während die östlichen Gebiete eine gemischte Bevölkerungsstrukur aus Polen, Ukrainern, Weißrussen, Litauern, Juden, Tataren, Deutschen u.a. aufwiesen, wobei Polen in vielen Städten und die anderen Bevölkerungsgruppen, meist Weißrussen bzw. Ukrainer, auf dem Land dominierten. Während die Bevölkerungsmehrheit der Städte meist katholisch bzw. jüdisch war, war die Landbevölkerung überwiegend russisch- bzw. ukrainisch-orthodox. Gleichwohl verfehlte Piłsudski sein Ziel, die Ukraine als unabhängigen „Pufferstaat“ zwischen Polen und Russland zu etablieren, was eines der zentralen Ziele der polnischen Politik war. In Riga erkannte Polen die Ukraine als Teil der Sowjetunion unter Mykoła Skrypnyk an. Im annektierten Gebiet östlich des Westlichen Bugs, bildeten die Polen 1919 25% der Bevölkerung, 1939, nach der Amtszeit Piłsudskis waren es bereits etwa 38%. Polnische Sprachinseln im je nach Region mehrheitlich ukrainisch, weißrussischen oder litauischen Umland waren die Regionen Vilnius und Lemberg.
Kurz bevor Polen selbst vom nationalsozialistischen Deutschland überfallen wurde, stellte es im Zuge des Münchener Abkommens territoriale Forderungen an die Tschechoslowakei. Im Oktober 1938 annektierte Polen gegen den Willen der tschechischen Regierung das Olsagebiet, welches 1919 von der Tschechoslowakei besetzt wurde und mehrheitlich von Polen bewohnt wurde. Im September 1939 wurde Polen gemeinsam vom Dritten Deutschen Reich, dem deutschen Vasallenstaat Slowakei unter Jozef Tiso und der Sowjetunion überfallen. Zuerst besetzten Truppen des Deutschen Reichs und der Slowakei das Land und am 17. September, unter dem Vorwand des „Schutzes“ der weißrussisch-ukrainischen Bevölkerung, die Truppen der Sowjetunion. Die Annexion und Aufteilung des polnischen Staatsgebietes war zuvor in einem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von den Diktatoren beschlossen worden. Damit nahm der Zweite Weltkrieg seinen Anfang, in dem sechs Millionen polnische Staatsbürger, darunter fast die Hälfte jüdischen Glaubens, ihr Leben verlieren sollten.
Zweiter Weltkrieg 1939 - 1945
Zweite Weltkrieg] Mit dem Überfall Deutschlands am 1. September und der Sowjetunion am 17. September 1939 auf Polen, begann der Zweite Weltkrieg. Noch vor dem Zusammenbruch der polnischen Front, floh die polnische Regierung über das neutrale Rumänien nach Paris, später nach London und organisierte von dort aus die Streitkräfte und den Widerstand neu.
Der Krieg gegen Polen sollte nach dem Willen der NS-Führung Züge eines rassistischen Verdrängungs- und Vernichtungsfeldzugs annehmen. Anders als im Westen machte Hitler schon vorher klar, dass er die "Liquidierung des führenden Polentums" (Reinhard Heydrich) ins Auge fasste. Allein in den ersten vier Monaten der deutschen Besatzungsherrschaft wurden mehrere 10.000 Personen erschossen. Dabei ist noch einmal zu betonen, dass es sich hier nicht um einzelne Exzesse handelte, die aus dem Klima des Hasses und den Zufälligkeiten des Krieges heraus entstanden, sondern um durchorganisierten Massenmord. Bereits Anfang der 1940er Jahre errichteten die Nationalsozialisten mehrere Konzentrationslager auf dem Gebiet Polens, u.a. Auschwitz, Majdanek, Treblinka. Die Besatzungszeit hatte für große Teile der polnischen Zivilbevölkerung katastrophale Folgen. Großpolen, Westpreußen, Danzig und Oberschlesien wurden direkt von Deutschland annektiert. Kleinpolen, Masowien und Galizien mit etwa 10 Millionen Menschen wurden als so genanntes "Generalgouvernement" dem Reichsminister Hans Frank unterstellt, der vom Königssitz der polnischen Könige, dem Wawel in Krakau, die Vernichtungspolitik leitete. Zu den übergreifenden Zielen der Besatzungspolitik im gesamten Gebiet gehörte 1.) die Ausschaltung und Vernichtung der polnischen Juden und polnischen Intelligenz, 2.) die Vorverlegung der deutschen Ostgrenze und die Erweiterung des "Lebensraums im Osten" und 3.) die Stärkung der deutschen Kriegswirtschaft durch rücksichtslose Ausbeutung des Arbeitskräftepotenzials der Zwangsarbeiter und der materiellen Ressourcen Polens. Auch die Polen, die unter sowjetische Herrschaft geraten waren, waren von Gewaltmaßnahmen betroffen. Man schätzt, daß ungefähr 1,5 Millionen ehemalige polnische Bürger deportiert wurden. 300.000 polnische Soldaten gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nur 82.000 von ihnen überlebten. Ein Großteil der Offiziere - ca. 40.000 Personen - wurde durch sowjetische Truppen 1940 bei Katyn und in den Lagern von Starobielsk, Kozielsk und Ostaszków ermordet.
Polnische Soldaten kämpften auf den Seiten der Alliierten an allen Fronten des Weltkiegs von der Luftschlacht um England, in Afrika, der Sowjetunion, bis zu den Invasionen in der Normandie und Italien. Die polnischen Soldaten stellten damit noch vor den Franzosen die viertgrößte Armee der Alliierten. Polnische Partisanengruppen, die die grösste Widerstandbewegung im besetzten Europa darstellten, leisteten auch in Polen selbst Widerstand. Nachdem die Rote Armee im Januar 1944 die polnische Grenze von 1939 überschritten hatte, wurden die Truppen der Heimatarmee vom NKWD entwaffnet, ihre Offiziere erschossen oder in den Gulag geschickt. Der Kampf einzelner Untergrundeinheiten gegen die sowjetische Besatzungsmacht dauerte jedoch bis Ende 1949 an.
Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand. Die Sowjetunion, deren Truppen bereits am Ostufer der Weichsel standen, ließ die Einheiten der Heimatarmee ausbluten und machte eine Hilfe der Westalliierten unmöglich. So konnten deutsche Truppen die größte europäische Erhebung gegen die Okkupanten brutal niederschlagen. Die Zahl der Toten wird auf 180.000 bis 250.000 geschätzt. Dabei wurde die Innenstadt Warschaus unter großem Einsatz an Sprengmaterial akribisch Haus für Haus dem Erdboden gleichgemacht.
Volksrepublik, Sozialismus und die Gewerkschaftsbewegung Solidarność 1945 - 1989
Weichsel in Polen]]
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden die Grenzen des ehemaligen polnischen Staatsgebietes gemäß dem Potsdamer Abkommen nach Westen verschoben: Polen verlor das gemischt, mehrheitlich von Ukrainern und Weißrussen bevölkerte Drittel seines bisherigen Staatsgebietes an die Sowjetunion und die dort ansässige polnische Bevölkerung, ca. 2 - 2,5 Millionen Menschen, wurde vertrieben. Aus dem heutigen Ostpolen wurden etwa 1 Millionen Ukrainer in die Sowjetunion vertrieben. Bereits in den Jahren 1943 - 1944 wurden Zehntausende Polen in den Massakern in Wolhynien ermordet und viele mussten flüchten. Im Westen und Norden wurden Polen die zuvor deutschen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie als "Wiedergewonnene Gebiete", die ein Drittel des deutschen Reichgebiets darstellten, zugesprochen. Etwa 5 Millionen waren gegen Kriegsende von dort geflohen und wurden durch Einreiseverbot an einer Rückkehr gehindert (Schließung der Oder-Neiße-Übergänge für Rückkehrende am 30. Juni 1945). Aus den Ostgebieten wurden nach dem Krieg weitere 5 Millionen Menschen vertrieben. Die Gebiete wurden später überwiegend mit Bürgern aus Zentralpolen 3 Millionen, darunter etwa 0,5 Millionen zwangsumgesiedelte Ukrainer, und mit Vertriebenen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten (etwa 2 Millionen) besiedelt. Einige Oberschlesier, Masuren und Deutsche blieben als Minderheit zurück. Die neuen Grenzen wurden mit dem Potsdamer Abkommen vom August 1945 geregelt. Im Widerspruch zu den Regelungen in diesem Abkommen, die bis zum Abschluss eines Friedensvertrages die Grenzziehung westlich von Swinemünde und dann entlang von Oder und Neiße festschrieben, besetzte Polen mit Unterstützung Stalins auch die westlich der Oder gelegene Stadt Stettin und westlich angrenzende Gebiete, um sich diesen wichtigen Ostseehafen zu sichern. Mit dem Görlitzer Abkommen zwischen der neu entstandenen DDR und Polen vom 6. Juli 1950 wurde diese Grenzziehung dann auch vertraglich zumindest von der DDR akzeptiert.
Auf die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges folgte nun die kommunistische Diktatur. Das Land kam in den Einflussbereich der Sowjetunion und wurde als Volksrepublik dessen Satellitenstaat. Durch mehrere Aufstände äußerte die polnische Bevölkerung immer wieder ihren Unmut gegenüber der kommunistischen Führung (z. B. im Posener Aufstand). Die Gründung der Gewerkschaft Solidarność führte schließlich zu einem gesellschaftlich-politischen Umschwung im Land und zu den revolutionären Ereignissen von 1980 bis 1989, an deren Ende mit der Auflösung des sogenannten Ostblocks und der Sowjetunion das kommunistische Regime durch eine demokratische Regierungsform ersetzt wurde.
Das freie Polen und die Dritte Republik seit 1989
Ostblock
Seit 1989 wurde die polnische Wirtschaft nach dem Balcerowicz-Plan mit schnellen Schritten in eine funktionierende Marktwirtschaft umgewandelt. Nach nur einer Amtszeit wurde der ehemalige Solidarność-Vorsitzende Lech Wałęsa von dem postkommunistischen Aleksander Kwaśniewski als Präsident abgelöst, dessen doppelte Amtszeit am 23. Dezember 2005 zu Ende geht. Unter ihm trat Polen am 12. März 1999 der Nato bei.
Unter Leszek Miller entwickelte sich Polen während des Dritten Golfkrieges und in der Nachkriegszeit neben Großbritannien, Italien und Spanien zum wichtigsten Verbündeten der USA in Europa. Aufgrund der unterschiedlichen Haltungen der polnischen sowie der deutschen Regierung während des Irak-Konflikts kam es zu schweren Misstönen zwischen den beiden Staaten. Zu weiteren Verstimmungen führten Äußerungen der Verbände Heimatvertriebener, die ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin errichten bzw. Eigen
1700
- 1. Januar: Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi
- 23. November: Klemens XI. wird Papst
- Gründung von „Le Bourset“ (heute: Neuhengstett) durch nach Württemberg vertriebene Waldenser
- In Mitteleuropa beginnt der Große Nordische Krieg
- In Schweden wird der gregorianische Kalender eingeführt
Kultur
- 6. Juni: Uraufführung der Oper L'inganno vinto dalla Costanza von Attilio Ariosti in Berlin
- 14. Januar: Christian Friedrich Henrici, wichtigster Textdichter Johann Sebastian Bachs († 1764)
- 2. Februar: Johann Christoph Gottsched, Gelehrter und Schriftsteller († 1766)
- 9. Februar: Daniel Bernoulli, Schweizer Mathematiker († 17. März 1782)
- 3. März: Charles Joseph Natoire, französischer Maler († 1777)
- 4. März Salomon Kleiner, Architekturzeichner und -stecher aus Augsburg († 1761)
- 13. März: Michel Blavet, französischer Flötist und Komponist († 1768)
- 1. April: Ulrich von Löwendal, Feldherr und Marschall von Frankreich
- 2. Mai: Charlotte Christine Magdalene Johanna von Hanau-Lichtenberg, († 1726)
- 7. Mai: Gerard van Swieten, österreichischer Mediziner niederländischer Herkunft
- 26. Mai: Nikolaus Graf von Zinzendorf, deutscher Theologe (Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine) († 1760)
- 10. Juni: Ewald Jürgen Georg von Kleist, Physiker
- 6. Juli: Joseph Gabler, deutscher Orgelbaumeister († 1771)
- 13. August: Heinrich Graf von Brühl, sächsischer Ministerpräsident und eine der umstrittensten Figuren der sächsischen Geschichte († 1763)
- 17. August: Clemens August I. von Bayern, Erzbischof von Köln († 1761)
- 11. September: James Thomson, schottischer Dichter († 1748)
- 14. September: Johann Michael Franz, Geograph († 1761)
- 24. November: Johann Bernhard Bach, deutscher Komponist († 1743)
- 25. Dezember: Leopold II. (Anhalt-Dessau), Fürst von Anhalt-Dessau und preußischer General († 1751)
- Anton Wilhelm Amo, ghanaischer Philosoph († 1754)
- 26. März: Heinrich Meibom, deutscher Mediziner ( - 1638)
- 4. April: Heinrich von Mering, Priester und Domherr in Köln ( - 1620)
- 12. Mai: John Dryden, englischer Schriftsteller ( - 1631)
- 17. Mai: Adam Adamandy Kochański, polnischer Mathematiker ( - 1631)
- 6. August: Johann Beer, österreichischer Schriftsteller und Komponist ( - 1655)
- 15. September: André Le Nôtre, französischer Landschaftsarchitekt ( - 1613)
- 27. September: Innozenz XII., Papst seit 1691 ( - 1615)
- 27. Oktober: Armand Jean Le Bouthillier de Rancé, Begründer des Trappistenordens ( - 1626)
- 1. November: Karl II. (Spanien), war König von Spanien ( - 1661)
ko:1700년
WahlmonarchieWahlmonarchie bezeichnet eine Monarchie, deren Herrscher nicht durch Erbfolge, sondern durch eine Wahl bestimmt werden.
Historische Wahlmonarchien
Der Tod des letzten Karolingers führte im Jahr 911 zum ersten Mal zu einer Königswahl im Ostfränkischen Reich . Nach dem Tod Konrads I. setzte sich allerdings zunächst die Erbfolge innerhalb einer Dynastie durch, wobei die Designation des erwünschten Nachfolgers üblich war. Erst beim Aussterben einer Dynastie war eine neue Königswahl erforderlich. Nach dem Aussterben der Staufer entwickelte sich das Reich endgültig zu einer Wahlmonarchie. Stand ursprünglich das Recht zur Königswahl allen Reichsfürsten zu, setzte sich seit Anfang des 14. Jahrhunderts allmählich das Wahlrecht nur der Kurfürsten durch. Formal wurde es endgültig mit der Goldenen Bulle Karls IV. auf die sieben Kurfürsten eingeschränkt. Mit der Zurückdrängung des päpstlichen Anspruchs auf die Kaiserkrönung und die Annahme des Titels eines erwählten römischen Kaisers durch Kaiser Maximilian I. wurde die Königswahl zugleich zur Kaiserwahl. Dies blieb so bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. Die letzte Kaiserwahl fand mit der Wahl von Franz II. im Jahr 1792 statt.
Obwohl die Kaiserwürde seit 1438 mit einer Ausnahme ( Karl VII. aus dem Hause Wittelsbach ) bis zum Ende des Reiches immer von einem Mitglied des Hauses Habsburg getragen wurde, blieb das Reich formell eine Wahlmonarchie, die Kurfürsten wahrten eifersüchtig ihr Recht zur Kaiserwahl.
Polen-Litauen
Im Polnisch-Litauischen Reich (1573 bis 1795) wurde der König vom Adel gewählt, der auch gewichtige Mitspracherechte im Sejm besaß. Daher rührt gelegentlich die Bezeichnung Adelsrepublik für das Polnische Reich, da der Adel über 10 % der Bevölkerung ausmachte, was deutlich höher ist, als der Durchschnitt in anderen Ländern. Meist wurde der Thron mit ausländischen Fürsten besetzt, die wenig Zeit oder Interesse hatten, sich in die inneren Angelegenheiten Polens zu mischen, was mit dem Liberum Veto zum Niedergang des Polnischen Staates im 18. Jahrhundert führte.
Siehe auch Geschichte Polens.
Heute noch existierende Wahlmonarchien
Vatikanstadt
Der Papst ist Staatsoberhaupt der Vatikanstadt und wird vom Konklave der Kardinäle auf Lebenszeit gewählt. Die Staatsform der Vatikanstadt ist die einer absoluten Monarchie.
Die neun Sultane von Malaya bestimmen alle fünf Jahre einen aus ihrer Mitte zum Yang di-Pertuan Agong (dieser Titel wird im Westen als Oberster Führer häufiger jedoch als König wieder gegeben) . Traditionell rotiert der Titel unter den Sultanaten. Da Malaysia eine konstitutionelle Monarchie ist, hat der König hauptsächlich repräsentative Aufgaben.
Vereinigte Arabische Emirate
Die sieben Emire der Vereinigten Arabischen Emirate wählen aus ihren Reihen einen als Präsident bezeichnetes Staatsoberhaupt. Traditionell wird der jeweilige Emir von Abu Dhabi in diese Position gewählt, ebenso ist der Emir von Dubai traditionell Regierungschef.
Da das Parlament der VAE nur beratende Funktion hat, ist die Stellung des Emirs recht stark.
Fürstentum Andorra
Das Fürstentum Andorra hat zwei Co-Fürsten, die gemeinsam die Funktion des Staatsoberhaupts ausüben. Der Präsident von Frankreich, den das französische (nicht das andorranische) Volk wählt, ist kraft seines Amtes gleichzeitig einer der beiden Co-Fürsten, der zweite ist der Bischof von Urgell, der wie jeder Bischof vom Papst ernannt wird.
Siehe auch
Erbmonarchie
Kategorie:Begriff (Adel)
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Politologie
Sejm
Der Sejm [] bildet in Polen zusammen mit dem Senat das Parlament. Dabei kann der Sejm mit dem britischen Unterhaus, der Senat mit dem britischen Oberhaus verglichen werden. Der Name geht zurück auf den Reichstag im alten polnischen Königreich, siehe Stummer Sejm und Polnische Geschichte.
Der Präsident des Sejm trägt den Titel Marschall (marszałek Sejmu).
Seit 1993 gilt bei Wahlen zum Sejm für Parteien eine 5-Prozent-Klausel. Wahlbündnisse (z.B. AWS, SLD) mussten 8 Prozent der Stimmen erreichen, um in den Sejm einziehen zu können.
Wahlergebnisse zum Sejm seit 1991
1991
1993
1997
2001
2005
Siehe auch: Parteien in Polen
Kategorie:Politik (Polen)
Kategorie:Polnische Geschichte
Kategorie:legislative
Stehendes Heer
Im Gegensatz zu den erst bei Bedarf aufgestellten Truppen, bezeichnet ein Stehendes Heer eine dauernd unter Waffen stehende und damit jederzeit einsatzbereite Armee.
Stehende Heere sind seit der Antike bekannt. Die ägyptischen Pharaonen hatten stehende Heere ebenso wie die Griechen und die Römer(Legion). Im Mittelalter waren stehende Heere eher die Ausnahme. Man bediente sich Söldnerheere, die für den der bezahlte, kämpften oder der König fordete seine Vasallen auf ihrer Dienstpflicht nachzukommen.
Von dem französischen König Karl VII. wurde ein stehendes Heer aufgestellt. Karl wollte verhindern, dass Söldner, die nach dem Ende des Hundertjährigen Kriegs keine Aufgabe mehr hatten, weiterhin plündernd durch das Land zogen und gab ihnen eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In Italien war das Söldnerwesen im Spätmittelalter besonders schlimm, trotzdem kämpften bis zum Dreißigjährigen Krieg primär Söldnerheere. Die Landsknechte verdienten ihren Lebensunterhalt mit Tod und durch plündern. Nach dem Dreißigjährigen Krieg stellten die Herrschenden aller Länder stehende Heere auf, da diese nicht von der Laune der Anführer der Söldner und dem passenden Geldbeutel abhängig waren. Schon Machiavelli hatte erkannt, dass Macht, die auf Söldneheeren basierte, dauerhaft nichts wert war.
Im 18. Jahrhundert lösten stehende Heere völlig die bis dahin übliche Praxis ab, Armeen bei Bedarf auszuheben, sei es durch Zwangsverpflichtung der Zivilbevölkerung oder den Ruf an Vasallen und Lehensnehmer, sei es durch die Anwerbung von Söldnern. Im Absolutismus war das stehende Heer eine der wichtigen Stützen der herrscherlichen Macht, denn die Soldaten konnten nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch zur Unterdrückung von Aufständen und Unruhen im Inneren eingesetzt werden.
Gegen Ende des 18. Jahrhundert wurde in der französischen Revolution die Wehrpflicht eingeführt, um das in Friedenszeiten vergleichsweise kleine Heer schnell um grosse Soldatenzahlen erweitern zu können.
Eine Armee, die nur bei Bedarf einberufen wird, ist wesentlich billiger als ein Stehendes Heer.
Kategorie:Allgemeine Truppenkunde
Kategorie:Absolutismus
KonföderationEin Staatenbund oder Konföderation ist eine lose Verbindung souveräner Staaten, die in bestimmten Bereichen zusammenarbeiten (vgl. auch Föderalismus).
Der Unterschied zwischen Staatenbund und Bundesstaat ist, dass im Bundesstaat der Bund Inhaber der Souveränität ist, während es im Staatenbund die einzelnen Staaten sind. Die Souveränität bedeutet in diesem Zusammenhang in erster Linie das Recht, die Kompetenzen zwischen Einzelstaat und Bund zu verteilen (die sogenannte Kompetenzkompetenz). In einem Staatenbund können Gesetze der gesetzgebenden Körperschaft des Bundes keine direkten Auswirkungen auf die Bürger haben, sie werden nur zur Verabschiedung an die Parlamente der Gliedstaaten delegiert, außerdem besteht ein Austrittsrecht für die Gliedstaaten.
Eine Zwischenform zwischen Staatenbund und Bundesstaat ist der Staatenverbund bzw. die supranationale Gemeinschaft.
Beispiele für Staatenbünde sind:
- Konföderierte Staaten von Amerika, kurz oft als die "Konföderierten" bezeichnet
- Der Deutsche Bund (1815 - 1866)
- Afrikanische Union
- Benelux
- Serbien und Montenegro
- Arabische Liga
- SCO
- GUUAM
- Russisch-Weißrussische Union
- ASEAN
- Mercosur
- OTCA
- Die schweizerische Eidgenossenschaft vor 1848
Siehe auch: UNO - Vereinte Nationen
- In der polnisch-litauischen Adelsrepublik (1569 - 1795) war eine Konföderation (lateinische: confederatio) ein Privileg (Recht) des polnisches Adels (Szlachta), eine militärische Organisation zu bilden, um ein allgemeines politisches Ziel zu erzielen. Faktisch aber handelte es sich dabei fast immer um eine Rebellion gegen den König. Die berühmtesten Konföderationen waren die Konföderation von Targowica (Konfederacja Targowicka) und die Konföderation von Bar (Konfederacja Barska).
Kategorie:Politische GeographieKategorie:Politischer Begriff
MagnatEin Magnat (neulateinisch) ist ein Angehöriger des Hochadels oder Hofadels, insbesondere des polnischen und des ungarischen Hochadels. In einem allgemeineren Sinn bezeichnet der Begriff Magnat einen Großgrundbesitzer oder den Inhaber wirtschaftlicher Macht.
Ungarn
Die Magnaten nahmen in Ungarn von Geburt an an der Vertretung des Landes teil und versammelten sich hierzu in einer besonderen Kammer, der Magnatentafel. Hierzu gehörten Anfang des 20. Jahrhunderts:
- die Prinzen
- der Palatin
- der Reichs- und Hofrichter
- der Ban von Kroatien
- der Ban von Slawonien
- der Ban von Dalmatien
- der Schatzmeister
- die Kronhüter
- die obersten Gespane der ungarischen Komitate
- alle ungarischen Fürsten, Grafen und Freiherrn
- die katholischen und griechisch-orthodoxen Erzbischöfe und Bischöfe
- ein katholischer Erzabt
- zwei Prioren von Ungarn
Polen
In Polen hießen Magnaten geistliche und weltliche Senatoren oder Reichsräte sowie der Hochadel. Das politische Gegenstück zu ihnen bildeten im polnischen Reichstag, dem Sejm, die Angehörigen der Szlachta, des poln. Kleinadels bzw. Landadels.
Kategorie:Adel
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Magnat stellt im Consumer wie im Highend Bereich,Boxen her.
Kategorie:Gesellschaft (Ungarn)
Kategorie:Ungarische Geschichte
Kategorie:Polen
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König
Der Titel König ist vom Wort kon oder konr abgeleitet, welches generosus und vornehm bedeutet. Der Begriff hat also nichts mit der Funktion zu tun, sondern mit dem Status der Familie. Der König ist also zunächst ein Mann aus vornehmer Familie.
Damit korrespondiert lat. genus, ahd. kuni und mhd küne, was soviel wie 'Geschlecht, Dynstie, Familie, Stamm' bedeutet. Der König ist wortwörtlich jemand, der von einer bestimmten (zur Herrschaft vorrangig qualifizierten) Familie abstammt.
Später bezeichnet der Königstitel den nach dem des Kaisers höchsten monarchischen Würdenträger eines souveränen Staates. Im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit war der König in der Regel höchster Souverän seines Landes: Oberhaupt der Regierung, oberster Richter und Gesetzgeber in einer Person. Darüber hinaus nahm er in manchen Staaten – beispielsweise in England – die Funktion eines geistlichen Oberhaupts wahr. In modernen Monarchien ist der König meist Staatsoberhaupt mit repräsentativen und zeremoniellen Aufgaben.
König bei den Wikingern
Allgemeines
In den Quellen werden eine ganze Reihe verschiedener Arten von Königen aufgeführt: Könige, Kleinkönige, Heerkönige und Seekönige. Letztere besaßen kein Herrschaftsgebiet.
Die Quellen der frühen Zeit schweigen sich über Stellung und Funktion des Königs aus. Auch weiß man nicht, wie man ursprünglich König wurde. Allerdings spricht viel dafür, dass am Anfang ein Wahlkönigtum bestanden hat. Es spricht viel dafür, dass immer Personen aus den vornehmsten Familien und schließlich der Familie des Vorgängers zur Wahl standen, so dass sich allmählich ein Erbkönigtum entwickelte. Bei diesem Vorgang spielte neben der Schaffung eines Zentralkönigtums durch Harald Hårfagre die Kirche eine besondere Rolle, indem sie König Olav Haraldsson zum Heiligen erklärte, der sein göttlich legitimiertes Königsheil auf seine Nachkommen überträgt.
Harald Hårfagre stammte von einem Kleinkönig ab, konnte aber ein Oberkönig werden. Es ist unbekannt, ob diese Könige ihr Königtum auf den Familienstamm oder auf ihre militärische Stärke gründeten. Harald jedenfalls baute vor allem auf seine Militärmacht. Die war aufwendig zu unterhalten, weshalb er in großem Umfang Bauern enteignete.
Torbjørn Hornklove dichtet über Harald:
:Ich glaube, Du kennst den König / der auf den Schiffen wohnt / der Herr der Nordmänner / Gebieter über tiefe Schiffe / mit blutbespritzten Spanten / und roten Schilden, / geteerte Ruder / und ein Zelt aus Gischt.
Das ist die Beschreibung eines typischen Wikingerkönigs. Offenbar hatten fremde Vorbilder ihn dazu gebracht, dass er eine andere Art von König sein wollte. So könnte auch an ein Gerichtskönigtum gedacht gewesen sein. Torbjørn Hornklove bezeichnet in der Glymdrápa Haralds Gegner als hlennar = Diebe, was ein Hinweis auf den Versuch, Recht und Ordnung durchzusetzen, gedeutet werden könnte. Der Ausdruck wird aber eher nur eine Herabsetzung der Feinde bedeuten.
Der König hatte eine große Zahl an Schiffen und Mannschaften zu unterhalten. Dazu benötigte er verschiedene Arten von Einkünften. Eine davon waren die Königshöfe, die an der Küste aufgereiht waren und aus Enteignungen stammten. Diese Stellen zahlten ihre "Steuer" dadurch, dass sie den König mit Mannschaft für eine gewisse Zeit mit Kost und Logis beherbergten. Es handelte sich also um ein Reisekönigtum. Das entspricht ganz der Art, wie die übrigen Wikingkönige z.B. in Irland vorgingen. Der Vorteil der Bauern war, dass der König andere Räuber fernhielt, so dass die Belastung auf viele Bauern verteilt überschaubar war.
Die Funktion des Königs beschränkte sich auf die Vertretung des Gesamtstaates nach außen, auf das Heerwesen und die Verwaltung, soweit sie für die Gesamtheit erforderlich war.
Andere Königsdefinitionen
Der Kleinkönig war eher ein Häuptling in einem eng begrenzten Raum, der daher nicht umherzog, sondern seine Einnahmen an seinen Sitz angeliefert bekam.
Der Unterkönig, auch Skattkönig (Steuerkönig) genannt, war ein mediatisierter König, der zwar in seinem Machtbereich weitgehende Souveränität besaß, aber einen Oberkönig anerkennen musste, dem er abgabepflichtig war und der die Reichseinheit wahrte und für die Gesamtverteidigung zuständig war.
Der Heerkönig und der Seekönig waren eigentlich Feldherren in unserem Sinne. Sie sammelten Schiffe und Mannschaft um sich und zogen zu Plünderungszügen aus. Sie waren aber an bestimmte Regeln in ihrer Befehlsgewalt gebunden. Insbesondere gab es ungeschriebene Gesetze über die Verteilung der Beute, an die sie sich zu halten hatten. Das galt übrigens auch für die fränkischen Könige in der frühen Zeit.
Der Heerkönig war während der Völkerwanderungszeit gleichzeitig Identifikationsfigur. Die germanischen gentes sind nach heutiger Ansicht durchaus multiethnisch gewesen. Sie erhielten ihre Identität durch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Heerkönig und dessen Familie, an deren Seite sie kämpften und deren Traditionen sie übernahmen. Die frühmittelalterliche ethnische Terminologie ist nicht kulturell, linguistisch oder geographisch, sondern militärisch und politisch. Die Ethnie war also nicht eine objektive Kategorie mit einer präzisen Definition, sondern ein subjektiver Prozess, durch den sich die Individuen selbst und auch die anderen definierten, und zwar in bestimmten Situationen, besonders im Zusammenhang mit Konflikt und Krieg. Die ethnischen Gruppen veränderten sich daher schnell und definierten sich auch um und zwar mit verblüffender Schnelligkeit.
Alle diese Königsbezeichnungen dürften sekundär und erst in der Wikingerzeit entstanden sein, also im 8. Jh. Der Begriff "König" für einen Herrscher in einem Gebiet ist aber offenbar älter. Wahrscheinlich haben Söhne von Königen, die zum Wikingern auszogen, den Königstitel für ihre Heerfahrt angenommen.
Thronfolgeregelungen
Sobald der Königstitel erblich geworden war, waren offenbar seine männlichen Nachkommen gleichberechtigt zur Nachfolge berufen, entweder, indem sie gemeinsam regierten oder das Reich teilten oder indem einer die Regierung allein übernahm, der andere mit Vermögen abgefunden wurde. Die Mündigkeit zur Herrschaft wird allgemein auf das 12. Lebensjahr angesetzt. Das Königtum war Eigentum und Erbgut des regierenden Hauses. Im Norwegen des christlichen Mittelalters war es das 15. Lebensjahr. Erik Magnusson stand 1280 mit 12 Jahren noch unter der Vormundschaft des Reichsrates.
Für Frauen gab es eine "latente" Thronfolgeberechtigung. Sie konnten zwar selbst nicht Herrscherinnen werden, aber den ihnen an sich zukommenden Herrschaftsanspruch auf ihren Ehemann oder Sohn weitergeben. Die Ynglinga-Saga (keine Geschichtsschreibung, aber ein Spiegel der Kenntnisse der Verfasser über bestimmte Gesellschaftsstrukturen) berichtet, dass König Eysteinn Halfdánarson Vestfold geerbt habe, als sein Schwiegervater, König Eiríkur Agnarsson kinderlos gestorben war. König Halvdan Svarte, der Vater Harald Hårfagres soll erst einen Teil von Agdir von König Haraldur granrauði, seinem Großvater mütterlicherseits und dann auch noch Sogn über seinen Sohn Harald von dessen mütterlichen Großvater Harald gullskegg geerbt haben. Das war auch mit dem normalen Erbrecht vereinbar. Danach konnten Frauen eine Grundherrschaft erben, allerdings die Herrschaft nicht persönlich ausüben.
Bei der Thronfolge wurde das normale Erbrecht nachgebildet. So schloss der nähere Verwandtschaftsgrad den ferneren vollständig aus. Dabei wurde allerdings nicht vom verstorbenen König aus gerechnet, sondern vom Stammvater, von dem das Königtum abgeleitet wurde. So schloss der Sohn zwar den Enkel aus. Aber wenn der verstorbene König einen Sohn und eine Tochter hatte, so waren die Söhne des Sohnes und ihre Söhne gleichberechtigt. Bei der Erbfolge in einen Gutshof galt: Die männlichen Nachkommen schlossen die weiblichen zwar aus, nahmen ihnen aber nicht das latente Nachfolgerecht. Bei zwei Schwestern verdrängte diejenige, die einen Sohn hatte, die Schwester, die nur eine Tochter hatte, vom Hof. Hatte in der nächsten Generation der Sohn nur eine Tochter und die Schwester-Tochter einen Sohn, so verdrängte dieser umgekehrt die Tochter. Dies ist alles so im Gulaþingslov geregelt. Wie weit diese Regeln auch auf die Thronfolge angewendet wurden, lässt sich nicht feststellen. Jedenfalls gab es einen Unterschied: Während nach der zivilen Erbfolgeregelung uneheliche Söhne erst nach den Geschwisterkindern erben konnten, waren außereheliche Kinder ohne weiteres thronfolgeberechtigt. Håkon der Gute war unehelicher Sohn von Harald Hårfagri, Magnus der Gute war unehelicher Sohn von Olav dem Heiligen. Die meisten Könige damals waren unehelich.
Bei der gemeinsamen Regierung mehrerer Brüder folgte der Sohn eines versterbenden Königs seinem Vater nicht nach, sondern dessen Königsherrschaft wuchs den verbleibenden Königen zu.
Harald Hårfagre versuchte, durch Hausgesetz die Erbfolge erstmalig abweichend zu regeln, indem er bestimmte, dass seine Söhne das Reich teilen sollten, aber einer das Oberkönigtum innehaben sollte. Jeder sollte sein Königtum im Mannesstamme vererben. Die Söhne von Töchtern sollten - ebenfalls erblich - die Jarlswürde erhalten, womit eine kleinere Herrschaft, dem König untergeordnet, bezeichnet war. Mit Hilfe des Oberkönigtums sollte trotz der Teilung der Herrschaft eine Einheit des Reiches nach außen gewahrt bleiben.
Königtum in Skandinavien im christlichen Mittelalter
Die Funktion des Königtums änderte sich im christlichen Mittelalter, insbesondere um 1300, allmählich. Unter Erik II. und besonders unter seinem Nachfolger Håkon Magnusson bekam der König eine im frühen Skandinavien unbekannte Rolle als oberster Gesetzgeber und oberster Richter. Um diese Zeit wurde der Königsspiegel in altnorwegischer Sprache verfasst, der die Stellung des Königs ausschließlich biblisch begründet. Hier kommen die kontinentalen Strömungen der Rechts- und Staatswissenschaften zum Tragen.
König in der Neuzeit
Der Königstitel wird in den meisten Ländern Europas durch Erbgang nach dem Tod des Vorgängers übertragen. In den Erbmonarchien galt früher fast immer das männliche Erstgeburtsrecht. Nachfolger wurde also stets der älteste männliche Erbe des verstorbenen Königs. Die meisten europäischen Monarchien haben in den letzten Jahren die Erbfolge zugunsten des ältesten leiblichen Erben – gleichgültig ob Mann oder Frau – geändert.
Einige Königreiche, wie etwa Polen und heute noch Malaysia, waren dagegen Wahlmonarchien. In ihnen bestimmte ein festgelegter Kreis von Wählern – in Deutschland waren dies die Kurfürsten – den Nachfolger eines verstorbenen oder abgesetzten Königs.
Der formelle Amtsantritt eines Königs erfolgt im Rahmen einer feierlichen Krönung, wie in England oder in einer Huldigungszeremonie, wie in den Niederlanden.
Siehe auch: Monarchie
Königslisten von Monarchien
- Bayern
- Böhmen
- Bosnien
- Burundi
- Dahomey (Königreich)
- Dänemark
- England
- Frankenreich
- Frankreich
- Griechenland
- Könige im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation
- Kongo (Reich)
- Kroatien
- Lesotho
- Makedonien
- Marokko
- Neapel
- Nepal
- Niederlande
- Ostgotenreich
- Polen
- Portugal
- Preußen
- Sachsen
- Sizilien
- Ungarn
- Westgotenreich
Siehe auch
- Liste der Referenztabellen/Herrscher und Regierungschefs, Herrscher, Monarchie, Großkönig, Irische Hochkönige, Kaiser, Adelstitel
Literatur
- Aschehougs Norges Historie. Oslo 1995, Bd. 2, ISBN 82-03-22013-4
- Lotte Hedeager: "Scandza", Folkevandingstidens nordiske oprindelsesmyte. In Nordsjøen - Handel, Religion og politikk. Karmøyseminaret 94/95 Hrg. Karmøy Kommune, S. 9, ISBN 82-7859-000-1.
- Konrad Maurer: Vorlesungen über Altnordische Rechtsgeschichte Bd. I: Altnorwegisches Staatsrecht und Gerichtswesen. Deichert'sche Verlagsbuchandlung, Leipzig 1907.
Kategorie:Rechtsgeschichte
Kategorie:Adelstitel
Kategorie:Wikingerzeit
als:König
ja:国王
simple:King
1715
- 17. Juni: Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach (1679–1738) gründet die Stadt Karlsruhe mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses
- Der fünfjährige Ludwig XV. wird König von Frankreich (mit Vormund)
- Frankreich erobert die Insel Mauritius
Kultur
- 16. Februar: Uraufführung der Oper Il Tigrane ossia L'egual impegno d'amore e di fede von Alessandro Scarlatti am Teatro San Bartolomeo in Neapel
- 1. Oktober: Uraufführung der Oper Orfeo ed Euridice von Johann Joseph Fux in Wien
- 29. Januar: Georg Christoph Wagenseil, österreichischer Komponist und Sohn aus einem Augsburger Kaufmanngeschlecht († 1777)
- 26. Februar: Claude Adrien Helvétius, französischer Philosoph († 1771)
- 7. März: Ewald Christian von Kleist, preußischer Dichter und Offizier († 1759)
- 11. April: Jacob Rodrigues Péreire, Gehörlosenlehrer († 1780)
- 23. April: Johann Friedrich Doles, deutscher Komponist und Thomaskantor († 1797)
- 11. Mai: Johann Gottfried Bernhard Bach, Organist († 1739)
- 4. Juli: Christian Fürchtegott Gellert, deutscher Schriftsteller († 1769)
- 16. Juli: Charles de Rohan, Prince de Soubise, französischer General und Staatsmann, Pair und Marschall von Frankreich († 1787)
- August: Charlotte Sophie von Bentinck
- 6. August: Luc de Clapiers, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller († 1747)
- 23. Oktober (12. Oktober a.St.): Peter II., russischer Zar von 1727 bis 1730 († 1730)
- 5. November: Johann Georg Wille, Kupferstecher († 1808)
- 8. November: Elisabeth Christine, die Tochter des Herzogs Ferdinand Albert von Braunschweig-Wolfenbüttel († 1797)
- 13. November: Dorothea Christiane Erxleben, deutsche Ärztin († 1762)
- 16. November: Girolamo Abos, maltesischer Komponist († 1760)
- 24. November: Johann Gottlob Leidenfrost, deutscher Mediziner und Theologe († 1794)
- 30. November: Johann Philipp Bethmann, deutscher Kaufmann und Bankier († 1793)
- Sir William Johnson, irisch-britischer Politiker und General in den Nordamerikanischen Kolonien († 1774)
- 7. Januar: François de Salignac de la Mothe-Fénelon, französischer Geistlicher und Schriftsteller ( - 1651)
- 8. März: Lips Tullian, Anführer der Schwarzen Garde, einer Räuberbande in Sachsen
- 27. April: Valerian Brenner, Baumeister des Vorarlberger Barocks ( - 1652)
- 3. August: Conrad von Rosen, General, Marschall von Frankreich ( - 1628)
- 1. September: Sonnenkönig Louis XIV., König von Frankreich
- 13. Oktober: Nicolas Malebranche, französischer Philosoph und Mönch ohne Ordensgelübde ( - 1638)
- 4. Dezember: Karl Joseph von Lothringen, Bischof in Olmütz, Osnabrück und Trier ( - 1680)
- Domenico Egidio Rossi, italienischer Architekt und Baumeister ( - 1659)
ko:1715년
simple:1715
August II. (Polen)Friedrich August I., genannt August der Starke, Kurfürst von Sachsen und als August II. König von Polen ( - 12. Mai 1670 in Dresden; † 1. Februar 1733 in Warschau). Er stammt aus dem Hause der Albertiner (Wettiner).
Wettiner
Leben
Er war der Sohn des Kurfürsten von Sachsen Johann Georg III. Im Jahr 1693 heiratete er Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth. Sie hatten nur ein Kind, Friedrich August, der seinem Vater auf dem Thron von Sachsen und Polen nachfolgte. Christiane zog sich auf das Schloss Pretzsch an der Elbe zurück, wo sie 1727 starb.
1694 wurde August nach dem Tod seines Bruders der neue Kurfürst von Sachsen. Durch Übertritt zum katholischen Glauben und die üblichen Bestechungsgelder konnte er am 27. Juni 1697 auch die Königskrone von Polen als August II. Mocny gewinnen, die er nach der Niederlage gegen die Schweden im Großen Nordischen Krieg niederlegen musste, 1709 aber wiedergewann.
1709
August II. stützte sich als Wahlkönig Polens hauptsächlich auf Sachsen; denn seine Beamten, die Kronarmee u | | |