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National Air And Space Museum

National Air and Space Museum

Das National Air and Space Museum in den USA ist dem Smithsonian angegliedert. Es teilt sich seit Dezember 2003 in zwei Hauptgebäude auf. Das National Mall Museum an selbiger Mall in Washington, D.C. gelegene Gebäude beherbergt seit Jahren viele Austellungsstücke aus der Luft und Raumfahrt, z.B. die Spirit of St. Louis. Auch die Gelegenheit, einmal in seinem Leben einen 4 Milliarden Jahre alten Splitter echten Mondgestein zu berühren, wird hier geboten. Zudem ist das Museum sehr interaktiv gestaltet und ist mit den vielen Exponaten die zum Anfassen und Mitmachen einladen auch für Kinder oder wenig Technik begeisterte sehr interessant. Da die räumliche Expansion an dieser exponierten Stelle nicht gegeben war, wurde der Entschluss zur Gründung des zweiten Standortes gefasst. Dieser neue Standort mit dem Namen Steven F. Udvar-Hazy Center wurde erst im Dezember 2003 eröffnet. Benannt ist das Gebäude nach Steven F. Udvar-Hazy, einem Mäzen des Museums und über die Firma ILFC der Luftfahrt stark verbunden und bekannt. Der neue Komplex liegt südlich des Washington Dulles International Airport in Chantilly (Virginia) und bietet sehr viel größere Flächen und Gebäude. Darüber können Exponate wie die SR-71 oder das Space ShuttleEnterprise“, die berühmte B-29 Superfortress Enola Gay oder eine Concorde ausgestellt werden (Stand Sommer 2004). Es gibt noch einen weiteren Standort des Museums, den Paul E. Garber Komplex, hier werden Exponate aufgearbeitet und gelagert, er ist für die Öffentlichkeit nicht mehr geöffnet.

Weblinks


- [http://www.nasm.si.edu Homepage des Museums] Kategorie:Luftfahrtmuseum Kategorie:Museum (USA) Kategorie:Washington D.C.

Smithsonian Institution

Die Smithsonian Institution (kurz: Smithsonian) wurde im Jahre 1846 mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des englischen Wissenschaftlers James Smithson zugunsten der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Auftrag „der Vermehrung und Verbreitung von Wissen“ gegründet und ist in Washington, D.C. angesiedelt. Mit 16 Museen und Galerien und dem Nationalzoo ist das Smithsonian der größte Museumskomplex der Welt. Die Smithsonian Institution verwaltet über 142 Millionen Artefakte menschlichen oder natürlichen Ursprungs für das US-amerikanische Volk. Das Institut, das gleichzeitig ein bedeutendes Forschungszentrum ist, sieht seinen Auftrag in der Bildung der Allgemeinheit, dem Dienst an der Nation und der Vergabe von Stipendien in den Bereichen Kunst, Naturwissenschaften und Geschichte. Die Smithsonian Institution unterstützt Expeditionen und Ausgrabungen, fördert Forschung insbesondere auf den Gebieten der Astronomie, Astrophysik, Ethnologie und Umweltforschung. Sie verfügt über ein eigenes Observatorium, das Smithsonian Astrophysical Observatory (zusammen mit dem Harvard College Observatory bildet es das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics), den Smithsonian-Biopark und das „Archiv amerikanischer Kunst“. Sie betreibt die Nationalmuseen für amerikanische Geschichte, amerikanische Kunst und das Nationalmuseum für Luft- und Raumfahrt. Die Smithsonian Institution ist die Herausgeberin des Standardwerkes zu den Indianern Nordamerikas, dem Handbook of North American Indians. Neun Museen und Galerien des Smithsonian befinden sich zu beiden Seiten der National Mall - einem langgezogenen Grünstreifen - zwischen dem Washington Monument und dem Kapitol. Ein dreistöckiger, unterirdischer Komplex beherbergt zwei Museen und das S. Dillon Ripley Center, zu dem die International Gallery, Büroräume und Hörsäle bzw. Seminarräume gehören. Fünf weitere Museen und der Nationalzoo befinden sich andernorts in Washington, D.C.. Das Cooper-Hewitt National Design Museum und das National Museum of the American Indian sind in New York angesiedelt. Von 1846 bis 1878 war der Physiker Joseph Henry Vorsitzender des Instituts.

Museen im Einzelnen


- American Art Museum
- Anacostia Museum
- Arts and Industries Building
- The Cooper-Hewitt, National Design Museum
- Freer Gallery of Art
- Hirshhorn Museum
- National Air and Space Museum
- National Gallery of Art (angeschlossen)
- National Museum of African Art
- National Museum of American History
- National Museum of the American Indian
- National Museum of Natural History
- National Portrait Gallery
- National Postal Museum
- National Zoological Park
- Arthur M. Sackler Gallery
- Smithsonian Institution Building

Weblinks


- [http://www.smithsonian.org Smithsonian Institution]
- [http://www.si.edu/ Webseite des Smithsonian Institution] Kategorie:Museum (USA) Kategorie:Washington D.C. ja:スミソニアン博物館

Steven F. Udvar-Hazy

Steven Ferencz Udvar-Hazy ist Gründer und CEO der Firma International Lease Finance Corporation (ILFC). Steven F. Udvar-Hazy wurde in 1946 Budapest geboren und floh nach dem ungarischen Aufstand 1958 über Schweden in die USA. Er studierte an der University of California und schloss 1958 mit einem Bachelor of Arts / Science in Wirtschaftswissenschaften und internationalen Beziehungen ab. Bereits 1966 gründete Udvar-Hazy mit der Airlines Systems Research Consultants eine Beraterfirma für Fluglinien. 1973 gründete er zusammen mit Leslie und Lou Gonda die Interlease Group Inc., die 1983 an die Börse ging und 1990 an die American International Group verkauft wurde und heute als ILFC firmiert. Udvar-Hazy ist im Vorstand der Skywest Airlines und mehrerer Stiftungen und Institutionen. 1990 wurde er vom Dixie College mit einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. In der amerikanische Öffentlickeit ist er vor allem durch eine Spende in Höhe von USD 65 Millionen an das Smithsonian Institution zur Erweiterung des National Air and Space Museum bekannt geworden. Zu dem Zeitpunkt im Jahr 1999, war dies die größte Spende einer einzelnen Person an besagtes Institut. Udvar-Hazy ist verheiratet und hat vier Kinder. Udvar-Hazy, Steven F. Udvar-Hazy, Steven F.

ILFC

Die International Lease Finance Corporation, besser bekannt unter dem Kürzel ILFC ist eine der größten Gesellschaften im Bereich Flugzeug-Leasing. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1973 von Steven F. Udvar-Hazy und Leslie und Lou Gonda als Interlease Group Inc, firmiert sie heute unter ILFC. Im Jahr 1983 ging das Unternehmen an die Börse und wurde dann im Jahr 1990 von der American International Group komplett übernommen. Seit dieser Übernahme hat ILFC ca. 3 Milliarden USD an Profit erwirtschaftet. Zu den Kunden von ILFC gehören fast ohne Ausnahme alle großen und kleinen Fluggesellschaften. Es werden beide großen Hersteller angeboten, ob Boeing oder Airbus, entscheidet letztlich der Leasingnehmer, genauso hat er die Freiheit, den Antriebshersteller, z. B. Pratt & Whitney, IAE oder andere zu wählen. In die Schlagzeilen kommt ILFC immer wieder über die teils enormen Stückzahlen welche bei den Herstellern bestellt werden. So bewirbt sich ILFC selber mit Attributen wie:
- größter Leasinggeber gemessen am Flottenwert
- größter Leasinggeber von neuen Flugzeugen
- größter Leasinggeber von Großraumflugzeugen
- jüngste und modernste Flotte aller Leasinggeber auf der Welt

Weblink


- [http://www.ilfc.com Website des Unternehmens ILFC (englisch)] Kategorie:Transport- oder Verkehrsunternehmen Kategorie:Luftfahrt Kategorie:Unternehmen (USA)

Washington Dulles International Airport

Der Dulles International Airport ist der größte Flughafen in Washington D.C. und einer der größten Verkehrsflughäfen in den USA. Der Flughafen liegt in der selben Zeitzone wie Washington, d.h. GMT -5 und wurde nach John Foster Dulles benannt.
Der Flughafen wurde 1962 gegründet.

Terminals

Washington Dulles hat 2 Terminals, den Hauptterminal und der Midfield Terminal.

Hauptterminal

Der Hauptterminal ist hauptsächlich für kleine regionale Fluggesellschaften. Die anfliegenden Fluggesellschaften des Hauptterminals sind:

"H" Gates


- Air Wisconsin
- Alitalia
- Chautauqua Airlines
- Ethiopian Airlines
- Frontier
- Grupo TACA
- Mesa Airlines
- Shuttle America
- Trans States Airlines

"M" Gates


- Saudi Arabian Airlines

Midfield Terminal

Der Midfield Terminal ist für größere Airlines gedacht.

Midfield Concourse A


- Independence Air

Midfield Concourse B


- Aeroflot
- AirTran
- Air France
- All Nippon Airways
- Atlantic Southeast Airlines
- Colgan Air
- Comair
- Continental Airlines
- Continental Express
- Delta Air Lines
- JetBlue
- KLM
- Korean Air
- Northwest Airlines
- Pinnacle Airlines
- Scandinavian Airlines System
- Song Airlines
- US Airways
- Virgin Atlantic

Midfield Concourse C


- Air Canada
- Air Canada Jazz
- British Midland
- Lufthansa
- Ted
- United Airlines

Midfield Concourse D


- Alaska Airlines
- America West
- American Airlines
- American Eagle
- Austrian
- British Airways
- BWIA West Indies
- Chautauqua Airlines
- United Airlines

Weblinks


- [http://www.metwashairports.com/Dulles/ Website des Flughafens] Kategorie:Flughafen (USA) ja:ダレス国際空港

SR-71

Die Lockheed SR-71 ist das bekannteste Modell einer Reihe ähnlicher Flugzeugtypen der Lockheed Corporation. Die Entwicklung erfolgte durch die Lockheed Advanced Development Projects Unit (besser bekannt als Skunk Works). Die Modelle dieser Reihe wurden in der amerikanischen Armee als Blackbird bezeichnet, waren insbesondere für Aufklärungszwecke bestimmt und hatten deshalb eine sehr hohe Geschwindigkeit. Insgesamt wurden 50 Flugzeuge gebaut. Bei dem gesamten Programm verunglückten 20 Maschinen, die restlichen 30 Flugzeuge sind teilweise in Museen ausgestellt. Einige wenige Maschinen sind zur Zeit (2004) noch einsatzbereit oder eingemottet. Die Lockheed SR-71 konnte so schnell und hoch fliegen, dass "Beschleunigen" das Standard-Vorgehen bei Erkennung einer abgefeuerten Boden-Luft-Rakete war. Keine einzige der Lockheed SR-71 Maschinen wurde abgeschossen, obwohl über die gesamte Einsatzzeit schätzungsweise bis zu 2000 Boden-Luft-Raketen während Aufklärungsflügen auf das Flugzeug abgefeuert wurden.

A-12 Oxcart

Die erste einsitzige Variante hatte ihren Erstflug am 26. April 1962 und war bis 1968 im Einsatz. Danach blieben die Flugzeuge über 20 Jahre eingemottet, um anschließend an Museen verteilt zu werden. Von den 13 gebauten Exemplaren gingen 5 verloren. Ursprünglich waren diese Maschinen unbemalt, erhielten aber später erst teilweise, dann vollständig eine schwarze Farbe. 1968

YF-12A Blackbird

Die YF-12 war ein Prototyp für ein Mach 3-Jagdflugzeug. Erstflug war am 7. August 1963. Nur 3 Flugzeuge dieses Typs wurden gebaut. Die YF-12 war mit einem Hughes AGS-18 Radar und einem IR-Suchgerät ausgestattet. Als Bewaffnung in der Abfangjägerversion waren 8 Hughes AIM-47A Falcon Raketen geplant. Nach Abbruch des Programms wurden die Flugzeuge der NASA zur Verfügung gestellt und 1979 außer Dienst gestellt. Von den 3 gebauten Exemplaren gingen 2 verloren (14. August 1966 und 24. Juni 1971).

SR-71 Blackbird

Diese wohl bekannteste Version des Blackbird wurde aus dem Modell A-12 entwickelt. Der Erstflug fand am 22. Dezember 1964 statt. Aufgabe der SR-71 im Truppendienst war die strategische Aufklärung. Im Januar 1966 ging die erste Maschine beim 4200th Strategic Reconnaissance Wing auf der Beale AFB, Kalifornien in den aktiven Truppendienst. Der Pilot trug einen Anzug, der den in der Raumfahrt verwendeten sehr ähnlich war (Modell David Clarc S-1030) und mit reinem Sauerstoff belüftet wurde. Die Aufklärungssensoren konnten pro Stunde eine Fläche von 259.000 km² aufklären. Es sind nur noch zwei Exemplare dieses Aufklärers im Dienst. Sie werden an einem unbekannten Stützpunkt vorgehalten und bei Ausfall von Spionagesatelliten eingesetzt. (möglicherweise handelt es sich bei diesen Stützpunkt um eine Lokalität in Edwards AFB, California - die beiden SR-71 wurden per Google-Earth für den "Black Helicopters Competition" augenscheinlich aufgespürt) Die Bezeichnung "SR-71" geht dabei auf einen Fehler des US-Präsidenten Lyndon B. Johnson zurück. Er bezeichnete sie mit "SR-71", richtig müsste es aber "RS-71" heißen. Diese irrtümliche Bezeichnung hat die Zeit bis heute überdauert. Die Bezeichnung gibt Aufschluss über die Entwicklung dieses Flugzeugs, denn die Buchstaben RS weisen auf eine Bomberfunktion (RS - Reconnaissance/Strike) hin. Diese Kategorie tauchte schon bei der North American RS-70 Valkyrie auf. In der Tat entstand die SR-71 als Hochleistungs-Aufklärungsbomber in Konkurrenz zur RS-70. Gerüchte über eine etwaige Bomberrolle der SR-71 halten sich bis heute, eine Bestätigung gibt es dafür aber nicht. Von den insgesamt 32 Stück (29 SR-71A, 2 SR-71B und 1 SR-71C) gingen 12 Stück durch Unfälle verloren. Eine Besonderheit dieses Flugzeugs ist, dass das Flugzeug am Boden bauartbedingt undicht ist. Im Hangar ist das Flugzeug verzogen und durch kleine Spalten laufen Flüssigkeiten aus. Erst im Flug dehnt sich das Flugzeug durch die entstehende Reibungshitze leicht aus und wird somit dicht. Das Standardvorgehen beim Start der SR-71 war mit wenig Treibstoff zu starten, das Flugzeug warm zu fliegen und das dann dichte Flugzeug in der Luft nachzutanken. Das Abführen der bei Geschwindigkeiten von bis zu Mach 3,5 auftretenden Reibungshitze ist die größte Herausforderung für die Konstruktion (heißeste Stelle mit ca. 570 °C). Bei der SR-71 (und wohl auch bei den Vorgängern) wurde dies gelöst, indem eine Kühlflüssigkeit die Wärme von der gesamten Außenhaut abführte. Selbst die Fahrwerksklappen sollen auf diese Art gekühlt worden sein. Die in der Flüssigkeit abgeführte Wärme wurde, da sie nicht, wie z.B. im Auto oder im Kühlschrank, über einen "Kühler" an die Umgebung abgeführt werden konnte, über die Abgasstrahlen "entsorgt". Demnach gab es in der SR-71 nur eine Flüssigkeit, die nacheinander als Hydrauliköl, als Kühlflüssigkeit und als Treibstoff diente. Die SR-71 A hält einige Rekorde: Der Höhenrekord von Düsenflugzeugen von 26.213 m und der Geschwindigkeitsrekord von 3529,6 km/h wurde mit einer SR-71 A aufgestellt. Die schnellste USA-Überquerung (ca. 4000 km) wurde von einer Maschine der NASA 1990 aufgestellt: Sie dauerte 68 min 17 s, was einer Reisegeschwindigkeit von 3500,7 km/h entspricht. Die schnellste Atlantiküberquerung gehört ebenfalls der Blackbird. Durch die hier notwendige Luftbetankung war die Durchschnittsgeschwindigkeit etwas geringer: 2925 km/h für New York - London in 1 h 55 min. 1990

M-21 Blackbird

Die M-21 stellt eine besondere Version zum Transport und Start der unbemannten Aufklärungsdrohne D-21 dar. Von der M-21 wurden lediglich 2 Stück gebaut, und sie ist eigentlich eine umgebaute, zweisitzige A-12. Das Programm wurde nach einem tödlichen Unfall (30. Juli 1966) eingestellt.

Technische Daten

1966
- Länge: 32,74 m
- Spannweite: 16,94 m
- Höhe: 5,64 m
- Flügelfläche: 149,10 m²
- Antrieb: zwei Pratt & Whitney J-58 Strahltriebwerke
mit Nachbrenner und je 14.742 kp Schub
- Max. Geschwindigkeit: 3.530 km/h in 24.000 m
- Dienstgeschwindigkeit: 3.200 km/h
- Reichweite ohne Nachbetankung: 4.830 km
- Dienstgipfelhöhe: zwischen 24.000 m und 25.000 m
- Maximale Flughöhe: 26.200 m
- Leergewicht: 27.214 kg
- Kraftstoffmenge: 36.287 kg
- Startgewicht: 77.112 kg
- Besatzung: 2

Siehe auch


- MiG-25
- Liste von Flugzeugtypen

Weblinks


- http://www.fas.org/irp/program/collect/sr-71.htm - Weitere Informationen und Bilder
- [http://beqiraj.com/wallpaper/sr71/index.asp SR-71 Blackbird Wallpaper]
- [http://www.sr-71.org SR-71 Online]
- [http://www.theregister.com/2005/10/14/google_earth_competition_results/page2.html Black Helicopter Contest] Kategorie:Militärischer Flugzeugtyp ja:SR-71 (偵察機)

Space Shuttle

Der Space Shuttle ist ein von der NASA in den USA entwickelter Raumfährentyp. Er ging aus dem Versuch hervor, ein wiederverwendbares Raumfahrzeug zu entwickeln. Damit sollten vor allem Kosten gegenüber den bis dahin üblichen Raketen eingespart werden, bei denen alle Raketenstufen nur einmal verwendet werden konnten. Weil ein einstufiger Raumgleiter in den 1960er Jahren außerhalb der technischen Möglichkeiten lag, kam nur ein mehrstufiges System in Frage. Aus dieser Zeit stammt auch die Abkürzung STS für Space Transportation System, mit denen bis heute die NASA-Missionsnummern beginnen. Die STS-Nummern ergeben aber keine chronologische Reihenfolge, wie untenstehende Tabelle zeigt, sondern werden oft Jahre vor dem Start vergeben. Als Space Shuttle wird das gesamte System aus Raumfähre (engl.: Orbiter Vehicle, 'OV'), externem Tank (ET) und Feststoffraketen (Solid Rocket Booster, 'SRB') bezeichnet. Die einzelnen Raumfähren sind nach historischen Forschungsschiffen benannt. __TOC__

Prinzip

Der Space Shuttle startet im Kennedy Space Center (KSC) bei Cape Canaveral (Florida) senkrecht mit Hilfe seiner drei SSME-Haupttriebwerke, die aus einem großen, abwerfbaren Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gespeist werden und zweier großer Feststoffraketen (engl. solid-fuel rocket boosters, SRB). Diese Booster haben eine Brennzeit von ca. 2 Minuten. Anschließend werden sie in einer Höhe von rund 50 km abgeworfen und steigen noch durch ihre hohe Geschwindigkeit auf ca. 66 km Höhe, bevor sie zurückfallen. Sie gehen an Fallschirmen im Atlantischen Ozean nieder und können nach einer Bergung wiederverwendet werden. Da die Bergung und anschließende Überholung der Booster jedoch teurer als eine Neuherstellung ist, wird das nicht (mehr) praktiziert. Die Booster werden trotzdem in regelmäßigen Abständen geborgen und auf eventuelle Schäden und Fehlerquellen untersucht. Nach der Abtrennung der Booster fliegt der Space Shuttle mit Hilfe seiner SSME-Triebwerke weiter. Nach ungefähr achteinhalb Minuten Brenndauer wird kurz vor Erreichen der Orbitalgeschwindigkeit der Außentank in ca. 109 km Höhe abgeworfen. Er verglüht, nachdem er die Erde fast vollständig umrundet hat, größtenteils in der Atmosphäre, die Reste fallen in den Pazifischen Ozean. Nach einer Minute hat das Shuttle eine Geschwindigkeit von 1.609 km/h und 680 Tonnen Treibstoff verbraucht. Nach zwei Minuten hat das Shuttle eine Höhe von 45 Kilometern erreicht und eine Geschwindigkeit von 4.828 km/h. Anschließend wird die Raumfähre von ihren kleinen Manövriertriebwerken in eine elliptische Umlaufbahn mit einem tiefsten Punkt von etwa 109 Kilometer und einem höchsten Punkt von 185 km über Normalnull beschleunigt. Wenn der Orbiter nach einem halben Erdumlauf den bahnhöchsten Punkt erreicht, zünden die Manöviertriebwerke erneut um die Umlaufbahn in eine Elipse mit einem bahntiefsten Punkt in 185 km und einem bahnhöchsten Punkt auf der Zielhöhe (zum Erreichen der ISS etwa 400 km über NN) zu Verwandeln. Wenn der Orbiter wieder den bahnhöchsten Punkt erreicht zündet er die Manövriertriebwerke erneut und zirkularisiert die Bahn in dieser Höhe. Dabei wird eine Orbitalgeschwindigkeit von bis zu 28.067 km/h erreicht. Nach erfolgtem Raumflug von bis zu 17 Tagen Dauer kehrt die Raumfähre auf die Erde zurück. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wird sie durch spezielle Hitzeschutzkacheln an der Front- und Unterseite vor den extremen Wärmeeinwirkungen der Reibungshitze geschützt. Bereits kurz nach dem Wiedereintritt, noch mehrere hundert Kilometer entfernt, erhält sie von der vorgesehenen Landebahn Leitsignale. Die Besonderheit bei der Rückkehr ist, dass der Space Shuttle im Gleitflug antriebslos zur Landung fliegt und somit nur einen Landeversuch hat. Schlechte Wetterbedingungen an den Hauptlandeplätzen machen mitunter die Auswahl eines anderen Zielgebietes notwendig. Space Shuttles landen hauptsächlich im Kennedy Space Center (Florida). Die Alternativen erster Wahl sind die Luftwaffenbasen Edwards (Kalifornien) sowie White Sands (New Mexico), wo übrigens auch die Erprobung der damals neu entwickelten Raumfähre stattgefunden hat. Es gibt aber rund um die Welt Notlandeplätze, wie etwa der Flughafen in Manching bei Ingolstadt, der eine der längsten Landebahnen in Europa hat, der Köln/Bonner Flughafen und jener von Riad (Saudi-Arabien). Sollte es erforderlich sein, dass der Shuttle an einem anderen Ort landet als in Florida, wird es huckepack auf einer modifizierten Boeing 747 (dem sogenannten Shuttle Carrier Aircraft, SCA) zurück dorthin transportiert. Um die Aerodynamik bei diesem Manöver zu verbessern, wird am Heck des zu transportierenden Shuttles eine nach hinten spitz zulaufende Abdeckung angebracht, die die Triebwerke des Shuttles verdeckt. Im Gegensatz zu früheren Raumschiffkonzepten (Apollo-Projekt, Sojus) sind sowohl die Fähre selber, als auch Teile der Raketen für etwa 100 weitere Starts wiederverwendbar.

Entwicklung

Sojus Sojus Die ersten Schritte zur Entwicklung des Space Shuttle begannen Ende der 1960er Jahre. Die NASA war zu der Zeit voll mit den Vorbereitungen des Apollo-Projekts beschäftigt. Die Firmen North American Rockwell und McDonell Douglas wurden beauftragt, Definitionsstudien für ein zweistufiges, in beiden Stufen bemanntes und wiederverwertbares System auszuarbeiten. Beide Stufen sollten gemeinsam von der Startrampe starten und sich in ca. 40 km Höhe trennen. Die erste Stufe sollte wie ein Flugzeug wieder auf der Landebahn landen und die zweite Stufe in den Orbit gelangen. Nach Abschluss der Mission würde auch der Orbiter wieder im Gleitflug zur Erde schweben. Nach eingehenden Studien hätten die Entwicklungskosten für ein komplett wiederverwertbares System ca. 10-12 Milliarden Dollar betragen. Deswegen entschied sich die NASA für ein nur teilweise wiederverwertbares System, das mit Entwicklungskosten von ca. 6 Milliarden Dollar, zu dem heutigen Space Shuttle führte. Da die Kosten auch von der Air Force und dem CIA mitgetragen wurden, musste auch deren Forderungen Rechnung getragen werden. Das war hauptsächlich eine möglichst hohe Nutzlast, um auch große Spionagesatelliten in den Orbit transportieren zu können. So entwickelte sich aus dem vorher geplanten relativ kleinen Shuttle mit kleinen Tragflächen die heutige Version mit großer Ladebucht und den charakteristischen dreieckigen Deltaflügeln am Heck. Das erste Space Shuttle mit dem Namen „Enterprise“, Kennzeichnung „OV-101“, kam zum ersten Mal am 17. September 1976 für Testzwecke zum Einsatz. Es war nur für System- und Landetests und nicht für Flüge in den Orbit ausgestattet. Zuerst sollte das Space Shuttle „Constitution“ heißen, nach einer Briefkampagne von Fans der Serie „Star Trek“ (dt. Raumschiff Enterprise) wurde die Raumfähre jedoch umbenannt. Die „Enterprise“ steht heute im „National Air and Space Museum“. Der zweite Orbiter „Columbia“, Kennzeichnung „OV-102“, hatte sein Roll-Out am 8. März 1979. Am 12. April 1981 startete Columbia zum ersten Flug (STS-01) eines Space Shuttles in den Orbit und landete zwei Tage später erfolgreich auf der Edwards Airforce Base. Am 1. Februar 2003 verglühte der Orbiter beim Landeanflug. Alle 7 Astronauten fanden dabei den Tod.

Liste der Space Shuttles

Siehe Liste der Space-Shuttle-Missionen für eine chronologische Auflistung aller Space Shuttle-Missionen.

Statistiken

Stand 25. August 2005
- STS-80 STS-80

Weitere Entwicklung

Nach dem Verlust der Columbia wurde den verbleibenden Shuttles ein 2,5-jähriges Startverbot erteilt. Die Raumfähren haben mit dem Start der Discovery am 26. Juli 2005 ihren Dienst in verbesserter Version wieder aufgenommen. Da jedoch bei dem Start mehrere, mitunter auch größere, Stücke der Isolierschaumabdeckung des externen Tanks sich gelöst haben und somit den Hitzeschild der Discovery beschädigen könnten, setzte die NASA alle weiteren Shuttle-Start bis zur Behebung der Problematik aus. Wie der NASA-Administrator Michael Griffin am 29. Juli erklärte, sollte das Startverbot nicht lange dauern, so dass ab dem Frühjahr 2006 mit dem Start des nächsten Shuttles zu rechnen ist. Auch wurden bei den Untersuchungen im Orbit bisher nur geringfügige Beschädigungen am Hitzeschild der Discovery gefunden, die keine Gefahr bei dem Atmosphärenwiedereintritt darstellen. Nach der Bekanntgabe des neuen Weltraumprogramms von US-Präsident George W. Bush am 14. Januar 2004 wird das Space Shuttle-Programm jedoch nur noch bis zum Jahr 2010 weiterbetrieben. Ob die USA somit ihre Transportaufgaben zur Fertigstellung der ISS überhaupt leisten werden, ist unklar. Der Nachfolger der Space Shuttles sollte der Venture Star werden. Da die Kosten jedoch bereits beim Bau des Prototypen X-33 weit über dem Plan lagen, wurde das Projekt im Jahre 2001 gestoppt. 2001 Im oben erwähnten Weltraumprogramm Vision for Space Exploration wird ein Crew Exploration Vehicle (CEV) angekündigt, dessen Entwicklung derzeit angegangen wird. Bis zum 2. Mai 2005 lief die Bewerbungsphase, seitdem liegen vermutlich zwei Konzepte vor: ein Kapsel-basiertes von Northrop Grumman/Boeing und ein Lifting Body-basiertes von Lockheed Martin, wobei NASA ein Kapsel-basiertes Design bevorzugt. Zudem gibt es Pläne für das Shuttle Derived Launch Vehicle (SDLV) - eine Trägerfamilie, die Elemente des heutigen Shuttles, wie den Außentank, die Feststoffbooster und die Haupttriebwerke SSME verwendet. Ein „leichter“ Träger (etwa in der Größenordnung einer Delta IV Heavy) soll für den Transport des CEV verwendet werden, ein schwerer soll Schwerlasttransporte für das bemannte Mond- und Marsprogramm übernehmen.

Kritik

Die Untersuchung des Columbia-Unglücks hat innerhalb der NASA schwere technische und organisatorische Mängel aufgezeigt, ähnlich wie früher bei der Challenger-Katastrophe. Allgemein ist das gesamte Space Shuttle-Programm durch den niederschmetternden Untersuchungsbericht bei der Öffentlichkeit als veraltet und anfällig in Misskredit geraten. In einer BBC-Dokumentation über die Entwicklung des Space Shuttles (dt.: „Der Traum, der vom Himmel fiel“) wurde dieses System mit einem „Ritt auf einer Dynamitstange, begleitet von zwei Feuerwerkskörpern“, verglichen, um Mängel bei der Konzeption darzustellen. Mit zwei Totalverlusten (14 Tote) bei 114 Flügen ist der Shuttle im Vergleich zu anderen Trägersystemen dennoch sehr zuverlässig, allerdings verfügt es nicht, wie z.B. die Apollo- oder Sojusmissionen, über ein nennenswertes Rettungssystem für die Mannschaft. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die erhofften Transportpreise für „Weltraumgüter“ nie die angestrebten 200 US-$ pro Kilogramm erreicht haben - der Preis liegt bei rund 16.000 US-$. Die heutige Raumfähre sei technisch überzüchtet, anstelle sich in erster Linie auf den Materialtransport in den Weltraum zu konzentrieren. Als immer größeres Manko stellte sich der Hitzeschild heraus, welcher aus vielen kleinen Keramikkacheln besteht. Immer wieder fanden NASA-Ingenieure nach der Landung beschädigte Kacheln, jedoch betrafen die Schäden bis zum Verlust der Columbia 2003 nie einen lebenswichtigen Teil des Raumschiffes. Hitzeschild Einige Kritiker bemängeln auch, der Space Shuttle sei im Vergleich zur russischen Buran von minderem Wert. Der auffälligste Unterschied: Die Buran wird von einer separaten Rakete (Energija) hochgetragen, während das Space Shuttle mit seinen SSME-Haupttriebwerken selbst die Rakete darstellt, aber dafür den externen Treibstofftank mitschleppt. Das Space Shuttle besitzt also aufwändige bordinterne Treibstoffpumpen und zusätzliche Technik, auf die die Buran verzichtet. Zudem muss das Space Shuttle das Gewicht der drei Haupttriebwerke, die nur beim Aufstieg verwendet werden, mit in den Orbit und zurück zur Erde tragen. Da die Triebwerke des Shuttles mehrfach einsetzbar sind, sind sie sehr aufwändig und teuer, damit aber auch sehr leistungsfähig und effizient. Auch die „RD-0120“ Haupttriebwerke der Energija-Rakete sollten wiederverwendbar sein (Rückkehr des Triebwerkblocks zur Erde), doch wurde dies niemals umgesetzt. Die Buran hat eine etwa um fünf Tonnen höhere Nutzlastkapazität als der Space Shuttle und sie besitzt eine optimierte Anordnung der Hitzeschutzkacheln - die Fugen zwischen den Kacheln verlaufen fast immer rechtwinklig zur Strömungsrichtung der Luft. Insgesamt kann man sagen, dass das Energija-Buran-System flexibler als der Shuttle im Einsatz ist, so kann Buran z. B. auch unbemannt fliegen oder die Energija ohne Buran als ein Schwerlasttransporter verwendet werden. Ein weiteres kleines Übel ist, dass die Wartungsarbeiten und die Herstellung von Ersatzteilen fast völlig von einer Firma bzw. deren Tochterfirmen übernommen wird - nämlich Boeing. Da deshalb Zehntausende von Menschen vom Space Shuttle-Programm abhängen, so die Kritiker, erscheine es in politischer Hinsicht als nicht opportun, das Programm zugunsten einer besseren Technologie ganz einzustellen. Des Weiteren kann das Space Shuttle teilweise als Fehlplanung erachtet werden: Der Kongress beschloss, sowohl für die Air Force als auch für die NASA ein gemeinsames Trägersystem zu entwickeln, welches alle bisherigen Trägerraketen ersetzen sollte. Weil das Space Shuttle jedem Partner genügen sollte, stelle die Raumfähre für den heute einzigen Betreiber, die NASA, ein suboptimales Produkt dar.

Siehe auch


- X-38
- Raumfahrt, Geschichte der Raumfahrt
- Crew Exploration Vehicle
- Liste der Space-Shuttle-Missionen, Shuttle-Mir-Programm, PNEO
- Space Shuttle Pathfinder

Weblinks


- [http://spaceflight.nasa.gov/shuttle/index.html NASA Space Shuttle Homepage] (englisch)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik: Informationen über alle bemannten NASA-Missionen] (dt.)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/space_shuttle.php Informationen zum Space Shuttle (extrasolar-planets.com)]
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/spaceshuttle/home.shtml Informationen zum Space Shuttle (raumfahrer.net)]
- [http://www.geocities.com/CapeCanaveral/4411/faq-e.htm Infos zu den Shuttles einschließlich Prototypen] (englisch)
- [http://bernd-leitenberger.de/space-shuttle.html Space Shuttle bei Bernd Leitenberger] (dt.)
- Photos der NASA zum Space Shuttle [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/shuttle/index.html] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung)
! ja:スペースシャトル th:กระสวยอวกาศ

Enterprise (Raumfähre)

] Die Enterprise (dt. Unternehmung) ist eine Raumfähre (Space Shuttle) der NASA. Die Enterprise wurde nur als Prototyp für die eigentlichen Raumfähren gebaut. Sie bekam die Dienstnummer OV-101. Mit ihr sollte das Flugverhalten getestet werden. Sie kann nicht in den Weltraum vordringen, da sie ursprünglich über keinen Hitzeschild verfügte und somit beim Wiedereintritt verglüht wäre. Außerdem war sie für intensive strukturelle Tests verwendet worden, bei denen sie starken Vibrationen ausgesetzt wurde, durch die Schwächen in der Konstruktion gefunden werden sollten. Anschließend hätten überanspruchte Teile ersetzt werden müssen, aber eine Reparatur wurde als zu kostspielig angesehen. Die ersten werkseitigen Testflüge erfolgten 1977 während des Approach and Landing Test Programms ALT, 1979 wurde sie an die NASA ausgeliefert. Die Enterprise wurde später vorrangig für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt, nahm aber dennoch an diversen Upgrade-Programmen der Raumfähren teil und wurde für verschiedene Tests zur Verbesserung der übrigen Fähren eingesetzt. Sie wurde im Jahr 2003 zum Herzstück des neugebauten Smithsonian Steven F. Udvar-Hazy Center. Der Name der Enterprise stammt vom gleichnamigen Raumschiff Enterprise aus einer Science-Fiction-Serie, die sich im Gegenzug im 1979 erschienen Kinofilm und in einer späteren Serienfolge wieder auf das Shuttle als einen frühen Vorgänger mit gleichem Namen berief. Ursprünglich sollte das Shuttle Constitution genannt werden, diese Bezeichnung findet sich bei Star Trek wiederum in der Schiffsklasse wieder, der die ersten beiden imaginären Enterprises angehören. Eine Unterschriftenaktion von Star Trek-Fans bewirkte jedoch eine Namensänderung. Darüberhinaus steht der Name „Enterprise“ in einer Reihe von mehreren verschiedenen Segel- und Kriegschiffen der amerikanischen Navy. Das erste Space Shuttle, das in den Weltraum vordrang, war die Columbia. Es gab auch Pläne, die Enterprise bis zur vollständigen Einsatztauglichkeit aufzurüsten, diese wurden jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten und immensen Kosten verworfen, stattdessen wurde die Challenger ausgewählt. Weitere Raumfähren sind: Atlantis, Columbia, Discovery und Endeavour.

Technische Daten

Orbiter Vehicle:
- Länge: 37,2 m
- Spannweite: 23,8 m
- Höhe: 17,3 m
- Leergewicht: 68 t
- Max. Abfluggewicht: 111 t Nutzlastbucht:
- Länge: 18,3 m
- Breite: 5,2 m
- Höhe: 4,0 m
- Nutzlastkapazität : 29,5 t

Testflüge


- Besatzung des Shuttle-Trägerflugzeug (Boeing 747) (en: Shuttle Carrier Aircraft kur: SCA) für die Tests:
  - Fitzhugh L. Fulton, Jr., Pilot
  - Thomas C. McMurtry, Pilot
  - Louis E. Guidry, Jr., Flugingenieur
  - Victor W. Horton, Flugingenieur

Siehe auch


- Liste der Space-Shuttle-Missionen
- Space Shuttle
- Experimentalflugzeug

Weblinks


- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/spaceshuttle/orb_enterprise.shtml Enterprise (OV-101)] (dt.)
- [http://www.nasm.si.edu/museum/udvarhazy The Smithsonian Institution's National Air and Space Museum] (engl.)
- [http://science.ksc.nasa.gov/shuttle/resources/orbiters/enterprise.html NASA: Beschreibung und Flüge] (engl.) Kategorie:Space Shuttle ja:エンタープライズ (オービタ)

Concorde

Die Concorde (von lat. concordia, Eintracht, Einigkeit) war ein von der französischen und britischen Luftfahrtindustrie auf Basis eines Regierungsabkommens vom 29. November 1962 gemeinsam entwickeltes Überschall-Verkehrsflugzeug, das maximal Mach 2,04 (2179 km/h) erreichte. Sie wurde nach 15-jähriger Entwicklungszeit 1976 in den Liniendienst gestellt. Eine Parallelentwicklung ist die sowjetische Tupolew Tu-144. Die Zelle wurde von Aérospatiale (heute EADS) und der British Aircraft Corporation (heute BAE SYSTEMS) entwickelt und gebaut, das Triebwerk "Olympus 593" von Rolls-Royce (Bristol-Siddley) und SNECMA. Die Flugzeit über den Atlantik betrug etwa 3 bis 3,5 Stunden, die Flughöhe lag bei 15 Kilometern nach dem Start und stieg danach sukzessive auf 18 km.

Geschichte

Die Concorde wurde in den sechziger Jahren entwickelt und weckte großes Interesse bei den Airlines dieser Zeit. Nicht zuletzt wegen einer erheblichen Anzahl von Bestellungen aller namhafter Airlines wurde die Entwicklung der Concorde von den beiden beteiligten Staaten Großbritannien und Frankreich freigegeben. Wichtige Termine:
- 2. März 1969: Erstflug des Prototyps 001 (in Toulouse)
- 1. Oktober 1969: Mach 1 wird erstmals überschritten.
- 4. November 1970: Mach 2 wird erreicht und 53 Minuten lang gehalten. Entgegen allen Erwartungen und maßgeblich durch die Ölkrise der frühen 70er Jahre verursacht erwiesen sich Überschallflugzeuge für die kommerzielle Luftfahrt aufgrund der exorbitant hohen Betriebskosten als uninteressant. Alle Bestellungen wurden storniert, lediglich Air France und British Airways mussten die Concorde abnehmen. Dort erzielte man auf den zuletzt ausschließlich geflogenen Routen Paris/London - New York vor der Katastrophe im Juli 2000 sogar deutliche Gewinne in diesem Luxussegment. Ende der 70er Jahre flog die Concorde in Zusammenarbeit mit British Airways auch auf den Strecken von zwei weiteren Fluggesellschaften, nämlich Singapore Airlines und Braniff International. Eine Maschine trug sogar auf ihrer Backbordseite die Bemalung von Singapore Airlines. 1979 wurde der Bau der Concorde nach 2 Prototypen, 2 Vorserienmodellen und 16 Serienflugzeugen eingestellt. Zu Beginn ihrer Einsatzzeit flog die Concorde auch nach Rio de Janeiro oder Singapur, letztendlich blieb aber nur der Linienbetrieb zwischen Paris bzw. London und New York übrig: Zum einen ist die Reichweite der Concorde mit rund 6000 Kilometern für längere Non-Stop-Flüge zu klein, zum anderen bekam die Maschine auf vielen Flughäfen keine Landegenehmigung, weil sie zu laut war. Im Charterbetrieb flog die Concorde (meist aus Prestigegründen) auch andere Flughäfen an.

Die Concorde in Deutschland

Am 22. April 1972 landete erstmals eine Concorde auf deutschen Boden. Anlässlich der Internationalen Luft- und Raumfahrtaustellung auf dem Flughafen Hannover präsentierte die British Aircraft Corporation dem Publikum den britischen Prototypen. Am 22. und 23. April war die Concorde dort sowohl am Boden wie auch bei mehreren Präsentationsflügen in der Luft zu sehen. In den frühen 1980ern begann British Airways, gefolgt von Air France, regelmäßig Charterflüge von Deutschland aus anzubieten. Ausgangspunkt waren anfangs die Flughäfen Hannover und Köln/Bonn, später auch Berlin-Tegel, Hamburg, Frankfurt, München und Münster/Osnabrück. Zusätzlich gab es bis in die späten 1990er regelmäßige Sonderflüge zu Großveranstaltungen wie der Hannover-Messe. Die erste Landung einer Concorde in der DDR fand 1986 auf dem Flughafen Leipzig/Halle anlässlich der Leipziger Messe statt. Am 18. März landete erstmals eine Concorde der Air France, zwei Tage später auch eine der British Airways. Wie bei innereuropäischen Präsentationsflügen der Concorde üblich, flogen die Maschinen einen Umweg über Nord- und Ostsee, um den Passagieren einen Überschallflug zu ermöglichen, da das Durchbrechen der Schallmauer über dem Festland nicht gestattet war. Der Besuch der Concorde hatte vorrangig diplomatische Gründe, wobei sowohl das Prestige der DDR wie auch der Concorde eine Rolle spielten. Die Concorde wurde in den folgenden Jahren ein regelmäßiger Gast der Leipziger Messe. Am 1. Mai 1998 war die Concorde anläßlich des 35. Jahrestages der Unterzeichnung der Elyseé-Verträge auf dem Stuttgarter Flughafen zu bewundern.

Das Ende der Concorde

Stuttgarter Flughafen Stuttgarter Flughafen] Stuttgarter Flughafen Das Ende der Concorde nahte mit dem Absturz vom 25. Juli 2000: Beim Start in Paris - Charles de Gaulle wurde ein Reifen einer Air-France-Concorde vermutlich von einem auf der Startbahn liegenden Metallteil zerfetzt, das vom Triebwerk einer kurz vorher gestarteten DC-10 der Continental Airlines abgefallen war. Hochgeschleuderte Gummiteile der explodierenden Fahrwerksreifen durchtrennten ein stromführendes Kabel des linken Hauptfahrwerkes, bevor sie mit unvorstellbarer Wucht auf die Unterseite der linken Tragfläche aufschlugen, die daraufhin leck schlug. Der dadurch auslaufende Treibstoff entzündete sich in der Folge an dem erwähnten Kabel und setzte die linke Tragfläche in Vollbrand. Rund eine Minute nach dem Start stürzte die Maschine auf ein Hotel bei Paris. Alle 109 Menschen an Bord und vier Bewohner des Hotels kamen ums Leben (siehe auch Katastrophen der Luftfahrt). Möglicherweise soll der Reifenschaden auch von einer Überhitzung herrühren, die durch eine Spurabweichung der Räder im linken Fahrwerk entstand. Bei einer vorherigen Wartung des Fahrwerks war ein Bauteil (spacer), das die Räder im gleichen Abstand halten sollte, vergessen worden. Damit könnte der Flugkapitän zu einem zu frühen Abheben gezwungen gewesen sein, da er sonst von der Startbahn abgekommen wäre. Air France stellte daraufhin den Flugbetrieb der Concorde ein, die britische Flugaufsicht entzog der Concorde die Flugtauglichkeitsbescheinigung, die sie erst nach zahlreichen Konstruktionsänderungen wieder erlangte. Insbesondere entwickelten die Briten eine Verstärkung der Tanks aus eingelegten Matten, bestehend aus Kevlar, während der französische Hersteller Michelin einen stabileren Reifen entwarf, der nun auch beim Airbus A380 zum Einsatz kommen soll. Durch die Veränderungen, die rund 100 Millionen Euro gekostet haben sollen, wurde die Concorde schwerer, was ihren ohnehin unwirtschaftlichen Einsatz noch teurer werden ließ. Am 7. November 2001 wurde der Linienbetrieb zwischen Paris bzw. London und New York wieder aufgenommen. Aufgrund ausbleibender Passagiere und neuer Sicherheitsmängel erklärten Air France und British Airways jedoch am 10. April 2003, dass der Linienflugbetrieb mit der Concorde im Laufe des Jahres 2003 eingestellt wird, wobei auch nicht zu vernachlässigen ist, dass der Ersatzteilehersteller EADS die Preise für die Ersatzteile den tatsächlichen Kosten anpassen wollte. Der letzte Flug einer Air-France-Concorde fand am 24. Juni 2003 statt, British Airways beendete die Concorde-Flüge am 24. Oktober 2003. Der allerletzte Concorde-Flug, mit der Maschine der Kennung G-BOAF, fand am 26. November 2003 unter Leitung von Chefpilot Mike Bannister statt: von London-Heathrow ins Museum nach Filton.

Rekorde

Vom 15. bis 17. August 1995 gelang einer Concorde mit 31 Stunden, 27 Minuten und 49 Sekunden der schnellste Flug um die Welt. Gemessen wurde hierbei die gesamte Zeit, die vom Start in Paris bis zur Landung auf dem Ausgangsflughafen vergangen war, inklusive sämtlicher Zwischenstopps. Am 7. Februar 1996 legte eine Concorde der British Airways die Strecke New York - London in 2 Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden zurück. Dies ist bis heute Rekord für die schnellste Atlantiküberquerung in der zivilen Luftfahrtgeschichte. Am 11. August 1999 flogen zwei British-Airways- und eine Air-France-Concorde während der totalen Sonnenfinsternis mit zweifacher Schallgeschwindigkeit mit dem Mondschatten über den Nordatlantik. So konnten die rund 300 Passagiere eine 3 bis 4 Mal längere totale Sonnenfinsternis sehen als die Betrachter am Boden. Ein ähnliches Unternehmen gab es zuvor bereits während einer Sonnenfinsternis 1973.

Bedeutung für die Luftfahrt

Die Entwicklung der Concorde wurde ausschliesslich durch hohe Subventionen ermöglicht. Im laufenden Betrieb flog die Concorde nur teilweise Gewinne ein. Neben den Rekordleistungen die durch Überschallflüge erzielt wurden ist vor allen der Fortschritt, der in der Luftfahrttechnologie durch die Entwicklung der Concorde und auch der TU-144 erzielt wurde, so bedeutend, dass bis heute alle Flugzeughersteller hiervon profitieren.

Technische Daten


- Reisegeschwindigkeit: 2160 km/h
- Flughöhe: bis zu 18.000 m
- Reichweite bei maximaler Beladung: 6667 km
- Maximales Startgewicht: 185.000 kg
- Spannweite: 25,50 m
- Länge: 62,10 m
- Sitzplätze (British Airways): 100
- Tankvolumen: 119.500 Liter
- Kraftstoffverbrauch: 25.600 Liter/h

Erhaltene Concordes

Air France
- F-WTSS (Prototyp) - Musée de l'Air et de l'Espace Le Bourget (Frankreich)
- F-BVFA - Smithsonian Air and Space Museum Dulles Airport Washington DC (USA)
- F-BVFB - Auto- und Technikmuseum Sinsheim (Deutschland)
- F-BVFC - Airbus Headquarters Toulouse (Frankreich)
- F-BTSD - Musée de l'Air et de l'Espace Le Bourget (Frankreich)
- F-BVFF - Flughafen Charles de Gaulle Paris (Frankreich)
- F-WTSA - Flughafen Paris-Orly (Frankreich)
- F-WTSB - Aerospatiale Headquarters Toulouse (Frankreich) British Airways
- G-BSST (Prototyp) - Royal Naval Air Station Yeovilton (England)
- G-AXDN - Imperial War Museum Duxford (England)
- G-BBDG - Brookland Museum (England)
- G-BOAA - Museum of Flight Edinburgh (Schottland)
- G-BOAB - Flughafen London-Heathrow (England)
- G-BOAC - Manchester Airport (England)
- G-BOAD - USS Intrepid Air and Space Museum, New York (USA)
- G-BOAE - Flughafen Grantley Adams (Barbados)
- G-BOAF - British Aerospace Headquarters Filton (England)
- G-BOAG - Museum of Flight Seattle (USA)

Siehe auch


- Liste von Flugzeugtypen
- Überschallflug

Weblinks


- [http://www.concorde-jet.com/ Concorde Supersonic Jet] (engl.)
- [http://www.concordesst.com/ Concorde SST] (engl., frz.)
- [http://www.zeit.de/archiv/1968/11/Zt19680308_033_0076_Wt Die Zeit, 1968 "Acht-Milliarden-Pleite"]
- [http://www.britishairways.com/concorde/index.html BA Celebrating Concorde] (engl.)
- [http://www.technik-museum.de/ Auto & Technikmuseum Sinsheim]
- [http://www.airmail-concorde.de/ Briefmarkensammlung zum Thema Concorde] (deutsch/engl.) Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp ja:コンコルド

Kategorie:Luftfahrtmuseum

Kategorie:Verkehrsmuseum Museum Museum

Kategorie:Museum (USA)

USA Kategorie:Kultur (USA) ja:Category:アメリカ合衆国の美術館

Eregion

Eregion, “Paatsamien maa”, on J. R. R. Tolkienin Taru sormusten herrasta -kirjan maailmaan pohjautuvissa teoksissa paikka, jota ihmiset kutsuivat nimellä Paatsamala. Kyseessä oli noldorin valtakunta Glanduinin ja Bruinenin jokien välissä. Galadriel ja Celeborn perustivat sen Toisella Ajalla. Valtakunta kukoisti kiinteässä kanssakäymisessä Sauronin tuhoaman Khazad-dûmin kanssa. Luokka:Taru sormusten herrasta

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