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Schweizer Fechtzettel

Schweizer Fechtzettel

Der Cgm 558 (Codex germanicus monacensis 558) ist eine deutschsprachige Sammelhandschrift der Münchner Staatsbibliothek, die aus zwei im 16. Jahrhundert (um 1530) zusammengebundenen Teilen besteht. Sie ist vor allem aufgrund des auch als Schweizer Fechtzettel bezeichneten Texts zur Fechtkunst (Fechtbuch) im zweiten Teil bedeutsam. Die Handschrift stammt aus der Nordostschweiz (Raum St. Gallen) und kam über das Jesuitenkolleg Augsburg nach München. Auf St. Gallen deutet die Anrufung des hl. Gallus durch den Schreiber Otmar Gossow (Blatt 100ra), der 1462 den ersten Teil, ein Rechtsbuch, schrieb. Der zweite Teil mit Fachprosatexten wurde von zwei Händen des 15. Jahrhunderts angelegt (A und B). Hand B gehört einem Hugo Wittenwiller (die beigegebene Jahreszahl ist wohl als 1493 zu deuten).

Inhalt der Handschrift


- erster Teil, geschrieben von Otmar Gossow 1462
  - 1r–94v: Schwabenspiegel
  - 94v–100r Landfrieden König Rudolfs, 1287
- zweiter Teil
  - Hand A, 101–124
    - 101r–109v Chronik von Zürich von Eberhard Müllner (1350-1386), Gamper A. 1.2
    - 109v–113r Chronistische Notizen zur Schweizergeschichte, 13851446,
    - 113r–124r Kleine Toggenburger Chronik, 1314
  - Hand B (Hugo Wittenwiler), 125–150
    - 125r–136v Fechtbuch
    - 136r–141r Lehre von den Zeichen des Hirsches
    - 141r–150r Beizbüchlein (unvollständig)
  - Hand A, 151–160
    - 151r-153r Planetenverse
    - 153r-160r Monatsregimen, mit verworfenen Tagen

Schweizer Fechtzettel

Das Fechtbuch behandelt auf 12 Blättern das lange Schwert, Stangenwaffen (Halmbarte, Spiess), berittenes Fechten, den Schweizerdegen, den Dolch, den unbewaffneten Kampf gegen einen bewaffneten Gegner, sowie das Ringen. Ausführlicher dazu die englische Wikipedia. Die im Internet besonders aktiven Interessenten an historischen Fechtlehren nehmen auf ihren Internetseiten wiederholt auf die Handschrift Bezug.

Literatur


- Ulrich-Dieter Oppitz, Deutsche Rechtsbücher des Mittelalters Bd. 2, 1990, S. 694 Nr. 1078
- Rudolf Gamper, Die Zürcher Stadtchroniken und ihre Ausbreitung in die Ostschweiz, Zürich 1984, S. 168f.

Weblinks


- [http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0045_a133_jpg.htm Handschriftenbeschreibung]
- [http://freywild.ch/cgm558/ Text des Fechtbuchs] (freywild.ch) mit [http://freywild.ch/cgm558/cgm558_anfang.jpg PD-Bild]
- [http://ardamhe.free.fr/biblio/cgm558-transcription-ARDAMHE.pdf Transkription PDF] Kategorie:Handschrift

Bayerische Staatsbibliothek

Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ist heute die zentrale Landesbibliothek Bayerns. Ihr Bestand beläuft sich auf zirka acht Millionen Bände. Darüber hinaus verfügt sie in ihrem Altbestand über eine der wichtigsten Handschriftensammlungen der Welt sowie die umfangreichste Sammlung von Inkunabeln in Deutschland. Seit 1663 existiert ein Pflichtexemplarrecht, was bedeutet, dass von jedem in Bayern erscheinenden Druckwerk zwei Exemplare an die Bayerische Staatsbibliothek abgeliefert werden mussten. Darüber hinaus ist die Bayerische Staatsbibliothek die zweitgrößte Zeitschriftenbibliothek Europas (nach der British Library). Die BSB gibt die Fachzeitschrift Bibliotheksforum Bayern heraus.

Aufgaben


- Archiv- und Forschungsbibliothek
- Sammlung regionaler Pflichtexemplare und Bavarica
- Nationalbibliothek - Zusammen mit der Deutschen Bibliothek und der Staatsbibliothek zu Berlin
- Mitarbeit bei der Führung der Gemeinsamen Körperschaftsdatei (GKD) und der Personennamendatei (PND)
- Betreuung von Sondersammelgebieten der DFG

Bestand

DFG
- ca. 8 Millionen Bände
- ca. 85.700 Handschriften. z.B.
  - eine Handschrift des Nibelungenlieds (Handschrift A)
  - die Carmina Burana
- über 44.000 gedruckte und elektronische Zeitschriften.
- 18.667 Inkunabeln (das sind ca. 1/3 der weltweit erhaltenen Wiegendrucke), z.B.
  - eine Gutenberg-Bibel

Die Sondersammelgebiete


- Geschichte, Allgemeines
- Vor- und Frühgeschichte
- Byzanz
- Klassische Altertumswissenschaft einschl. Alte Geschichte. Mittel- und Neulateinische Philologie
- Geschichte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz
- Geschichte Frankreichs und Italiens
- Rumänien
- GUS-Länder
- Polen, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Serbien, Montenegro, Makedonien, Albanien
- Musikwissenschaft

Geschichte

Sondersammelgebiete Gründung 1558 im Kanzleigewölbe am Alten Hof als Hofbibliothek von Herzog Albrecht V. durch den Ankauf zweier Sammlungen. Zum einen den Nachlass des österreichischen Juristen, Orientalisten und kaiserlichen Kanzlers Johann Albrecht Widmannstetter. Dieser bestand aus orientalischen Handschriften und Drucken, Ausgaben klassischer Autoren und Werken aus den Bereichen Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaft. Zum anderen die Sammlung des Augsburger Patriziers Johann Jakob Fugger, die 1571 erworben werden konnte. Fugger hatte Agenten beauftragt, in Italien, Spanien und den Niederlanden Bände mit Handschriften und Drucken zu sammeln. Dies wurden mehr als 10.000 Bände. Gleichzeitig hatte er in Venedig Handschriften kopieren lassen. Außerdem hatte Fugger 1552 die Handschriften- und Inkunabel-Sammlung des Arztes und Humanisten Hartmann Schedel erworben, die eine der reichsten humanistischen Privatbibliotheken nördlich der Alpen war. Betreut und organisiert hatte die Fugger-Sammlung zunächst der Antwerpener Arzt Samuel Quiccelberg. Er hatte die Aufstellungsordnung der Hofbibliothek Augsburg übernommen. Später wurde die Sammlung von dem Bibliothekar Wolfgang Prommer betreut, der diese sowohl alphabetisch als auch nach Stichworten katalogisiert hatte. Der Nürnberger Aegidius Oertel wurde 1561 der erste Bibliothekar. Die hauptsächlichen Nutzer der Bibliothek waren die 1559 nach München geholten Jesuiten. Wilhelm V. führte die Sammlung mit weiteren Ankäufen fort:
- Spanische Drucke aus dem Nachlass des Tiroler Ritters Anselm Stöckel (1583)
- Die Sammlung des Augsburger Ratsherren Johann Heinrich Herwarth von Hohenberg, die reich an Musikdrucken ist (1585)
- Humanistenbibliothek des Augsburger und Eichstätter Domherrn Johann Georg von Werdenstein (1592) Im Jahr 1600 umfasste der Bestand 17.000 Bände. Durch die Säkularisation in Bayern und die Überführung der Kurpfälzischen Hofbibliothek erhielt die Bibliothek um 1803 einen Zuwachs von ca. 550.000 Bänden und 18.600 Handschriften. 1832 bis 1843 wurde der Bibliotheksbau der damaligen Hof- und Staatsbibliothek in der Ludwigstraße nach Plänen von Friedrich von Gärtner erbaut. Seit 1919 trägt die Bibliothek den Namen Bayerische Staatsbibliothek. Während des Zweiten Weltkrieges kam es trotz Auslagerung von Beständen zum Verlust von über 500.000 Bänden. Das Gebäude selbst wurde zu 85% zerstört. Ab 1946 begann der Wiederaufbau des Bibliotheksgebäudes und die Rückführung ausgelagerter Bestände. 1988 wurde die Speicherbibliothek Garching in Betrieb genommen. Siehe auch: Martin Schrettinger

Literatur


- Rupert Hacker (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek. München : Saur, 2000. (=Bayerische Staatsbibliothek - Schriftenreihe, Bd. 1) ISBN 3-598-24060-0
- Cornelia Jahn (Hrsg.): Bayerische Staatsbibliothek : ein Selbstporträt. München, 1997. ISBN 3-9802700-2-5
- Klaus Haller: Die Bayerische Staatsbibliothek in historischen Beschreibungen. - München : Saur, 1992. ISBN 3-598-11149-5
- Karl Dachs: Thesaurus librorum : 425 Jahre Bayerische Staatsbibliothek Ausstellung, München, 18. August - 1. Oktober 1983. - Wiesbaden: Reichert, 1983 ISBN 3-88226-169-2
- Krebber, Carolyn: Der Bau der Bayerischen Staatsbibliothek in München von Friedrich von Gärtner. - München : tuduv-Verlag, 1987 (= Schriften aus dem Institut für Kunstgeschichte der Universität München, Bd 15) ISBN 3-88073-232-9
- Kaltwasser, Franz G.: Bayerische Staatsbibliothek : 1972-1992. - In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. - 40.1993. - S. 117-134
- Hof- und Staatsbibliothek in München. - In: Handbuch der Bibliothekswissenschaft. - 2., verm. und verbesserte Aufl. - 3. Band, 2. Hälfte. Geschichte der Bibliotheken. - Wiesbaden, 1957. - S. 370-379

Weblinks


- [http://www.bsb-muenchen.de/ Offizielle Homepage]
- [http://www.goethe.de/kug/mui/bib/thm/de40894.htm Text über die Bayerische Staatsbibliothek beim Goethe Institut]
- [http://www.ib.hu-berlin.de/~pz/zahnpage/muenchen.htm Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek] Vorlesung von Prof. Dr. Peter Zahn
- [http://www.ib.hu-berlin.de/~pz/zahnpage/bsblit.htm Literaturliste zur Bayerischen Staatsbibliothek] Kategorie:Eine Bibliothek Kategorie:München

St. Gallen (Stadt)

Sankt Gallen (fr. St-Gall, it. San Gallo, rät. Sogn Gagl) ist eine Stadt in der Schweiz und die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons Sankt Gallen. Die durch den irischen Mönch Gallus im 7. Jahrhundert gegründete Stadt Sankt Gallen zählt 70'533 Einwohner (Ende 2004). Mit rund 700 m ü.M. ist St. Gallen eine der höchstgelegenen Städte der Schweiz.

Geographie

St. Gallen besteht nebst der alten Stadtgemeinde (bis 1798 freie Reichsstadt und Republik St. Gallen) aus den ursprünglichen Dörfern und Weilern Bruggen, Hafnersberg, Heiligkreuz, Kräzern, Krontal, Lachen, Neudorf, Notkersegg, Riethüsli, Rotmonten, St. Fiden, St. Georgen, Sittertal, Tablat und Winkeln, welche 1918 alle in die Stadt eingegliedert wurden. Die Stadt liegt zwischen zwei parallel verlaufenden Hügeln, dem Rosenberg im Norden und dem Freudenberg im Süden. Das Tal, das auf einer Ost-, Westachse liegt, wird im Westen durch die tiefe Sitterschlucht begrenzt, im Osten fliest die Steinach aus der Stadt herraus richtung Bodensee. Vom Freundenberg, der mit den drei Weiern ein beliebtes Naherholungsgebiet ist, kann mann bei günstiger Sicht den kompletten Bodensee, das Thurgau sowie den Süden Deutschlands sehen. Wegen der speziellen Topografie der Stadt wird St.Gallen auch die Stadt der Tausend Treppen genannt. Da unzählige Treppen den Freuden- als auch Rosenberg hinauf führen.

Stadtgliederung

Die Stadt teilt sich heute in drei Stadtkreise, West, Centrum sowie Ost, welche wiederum in Quartiergruppen und Quartiere eingeteilt sind.

Kreis West

Der Stadtkreis West streckt sich von Lachen, Schoren bzw. Haggen bis nach Winkeln und Gründenmoos.

Kreis Centrum

Das Centrum streckt sich vom Rosenberg in die Innenstadt bis nach St. Georgen beziehungsweise Riethüsli.

Kreis Ost

Der Stadtkreis Ost beginnt bei St. Fiden und streckt sich in Richtung Rotmonten wie auch Notkersegg sowie Neudorf.

Übersicht aller Quartiere

Geschichte

Gründung der Stadt

Naherholungsgebiet Die Anfänge der Siedlung Sankt Gallen gehen auf den irischen Mönch St. Gallus (
- um 550; † 620 oder 640) zurück, der 612 am Fluss Steinach eine Einsiedlerklause errichtete. Nach seinem Tod entwickelte sich die Klause rasch zu einer Wallfahrtsstätte.







Gründung der Abtei Sankt Gallen

Steinach Um etwa 720, also hundert Jahre nach dem Tod Gallus', gründete der Alemannische Priester Othmar zu Ehren Gallus am Wallfahrtsort eine Abtei und gab ihr den Namen Sankt Gallen (siehe: Fürstabtei St. Gallen). Sankt Gallen wurde zu einer Zufluchtstätte für irische Gelehrte und Künstler, welche in ihrer Heimat von den Wikingern sowie den Dänen verfolgt wurden. Es wurden weitere Orte oder Kirchen nach Gallus benannt. Ein sehr bemerkenswerter Originalplan eines Klosters, der in der ehemaligen Stiftsbibliothek von St. Gallen aufbewahrt wird und um 820 entstand, vermittelt eine akkurate bildliche Darstellung des idealen Klosters mit allen dazugehörigen Details. Hier befindet sich auch der bedeutendste frühmittelalterliche Bestand von Originalurkunden im gesamten Bereich nördlich der Alpen. Allein aus dem 9. Jahrhundert sind fast 600 Urkunden erhalten. Sankt Gallen liegt am Jakobsweg von Rorschach nach Einsiedeln



Reformation

Ab 1526 führte der damalige Bürgermeister und Humanist Joachim von Watt (Vadian) die Reformation in St. Gallen ein.

Politik

Reformation Die Legislative der Stadt ist das Stadtparlament (früher Grosser Gemeinderat), dessen 63 Mitglieder alle vier Jahre vom Volk gewählt werden. Das Stadtparlament trifft sich monatlich zu öffentlichen Sitzungen. Der aus fünf Mitgliedern bestehende Stadtrat bildet die Exekutive und wird ebenfalls für jeweils vier Jahre gewählt.

Stadtrat

Die fünf Mitglieder des Stadtrates sind je für eine Direktion zuständig. Die Aufteilung für 2005 wurde am 2. November 2004 festgelegt und sieht wie folgt aus. [http://www.stadt.sg.ch/stadt_-_politik/stadtrat/stadtrat_miglieder_05.html Mitglieder des Stadtrats von 2005-2008]

Stadtpräsident

Der aktuelle Stadtpräsident ist Franz Hagmann (CVP).

Parteien

Die letzten Wahlen fanden am 26. September 2004 statt (zweiter Wahlgang 31. Oktober). Sie ergaben folgende Sitzverteilung:

Verkehr

Die Stadt St. Gallen wurde 1856 mit der Eröffnung der Strecke St. Gallen Winkeln-St. Gallen der Sankt Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn erstmals bahnmässig angeschlossen. Der Hauptbahnhof St. Gallen ist für die Ostschweiz zentral. Von St. Gallen aus sind das Rheintal, der Bodenseeraum, Appenzell, und die Zentralschweiz gut mit der Bahn erreichbar. St. Gallen ist auch das Zentrum der S-Bahn St. Gallen. Der Flughafen Zürich ist eine Stunde entfernt. Der nächste Flughafen ist der Flughafen St. Gallen-Altenrhein, von welchem vor allem Flüge nach Wien fliegen. Neben dem Hauptbahnhof verfügt St. Gallen über drei Bahnhöfe der Schweizerischen Bundesbahnen, St. Gallen St. Fiden, St. Gallen Bruggen und St. Gallen Winkeln sowie der Bahnhof St. Gallen Haggen der Südostbahn. Daneben verbindet die Trogenerbahn St. Gallen mit Speicher und Trogen und die Appenzeller Bahnen mit Gais und Appenzell. Die Stadt verfügt über ein dichtes Busnetz der Verkehrsbetrieben der Stadt St. Gallen (VBSG). In der Stadt fährt auch die Bergbahn Mühleggbahn ins Naherhohlungsgebiet Drei Weiern. Bis 1957 verfügte St. Gallen zudem über eine Trambahn, die Trambahn der Stadt St. Gallen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Im Konzert und Theater St.Gallen werden Opern, Operetten, Ballett, Musicals und Schauspiel aufgeführt.

Museen


- Historisches und Völkerkundemuseum (Sammlungen zur regionalen Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Volkskunst, Kulturgeschichte sowie völkerkundliche Sammlungen aus aller Welt)
- Kunstmuseum (Malerei und Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts)
- Kunsthalle St. Gallen (nationale und internationale moderne Kunst)
- Naturmuseum (naturkundliche Sammlung)
- Museum im Lagerhaus (schweizerische naive Kunst und art brut)
- Textilmuseum (historische Spitzen, Stickereien und Gewebe)
- Lapidarium der Stiftskirche (Bausteine des 8. bis 17. Jahrhunderts)

Musik


- Das Sinfonieorchester St. Gallen gibt neben dem Dienst im Stadttheater zahlreiche sinfonische Konzerte in der Tonhalle. Auch Gastkonzerte und Kammerkonzerte sind in der Tonhalle zu hören. Chefdirigent seit 1996 ist Jiri Kout.

Bauwerke

Lapidarium
- Altstadt
- Drei Weihern (künstliche Weiher aus der Hochblüte der Textilindustrie mit Jugendstil-Badehäusern; Anfahrt mit der Mühleggbahn von 1893)
- Stiftsbezirk mit Stiftsbibliothek und Stiftskirche (UNESCO-Weltkulturerbe)
- Universität St. Gallen (HSG; Wirtschafts- und Rechtsuniversität mit einem hervorragenden Ruf im deutschsprachigen Raum)
- Reformierte Kirche Linsebühl, ein imposanter Neurenaissancebau aus dem Jahr 1897
- Tröckneturm Schönenwegen; der Turm wurde 1828 erbaut und in seinem Inneren wurden frisch gefärbte Stoffbahnen zum Trocknen aufgehängt.
- Katholische Kirche St. Martin im Stadtteil Bruggen; die 1936 erbaute Betonkirche war für die damalige Zeit hochmodern.
- 1992 erhielt die Stadt St. Gallen den Wakkerpreis.

Parks


- Wildpark Peter und Paul
- Stadtpark beim Theater
- Kantonsschulpark

Panorama

Wildpark Peter und Paul

Regelmässige Veranstaltungen


- OLMA, die traditionelle Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung im Herbst sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen der Olma Messen St. Gallen
- OpenAir St. Gallen im Sittertal
- Kinderfest, was ursprünglich ein Produkt der Textilindustrie war, ist heute ein Zusammenkommen vieler Sankt Galler mit einem Umzug und Darbietungen verschiedener Schulhäuser. Es findet alle 3 Jahre statt.
- New Orleans Jazz Fastival, St. Galler Fest, Gassenfest, sind alljährliche Veranstaltungen, die in den Gassen der Altstadt stattfinden.
- Römpel-Feuer, in der Nacht vor Sylvester gehen in der alten Gemeinde Straubenzell (heute St.Gallen W) die maskierten Römpler um. Mit Lärm und dem "Römpel" einer Puppe, die Schrecken einflössen soll, versuchen sie aufs neue Jahr alles Böse, personifiziert in der Sagenggestalt des schwarzen Rappensteiners, zu verscheuchen. Das Römperfeuer, der Höhepunkt des Brauches findet jeweils am Abend des 30. Dezember hinter der St.Martins-Kirche Bruggen statt.

In St. Gallen geborene Persönlichkeiten


- Kurt Derungs, Begründer der Landschaftsmythologie bzw. Landschaftsethnologie
- Paola Felix-Del Medico, Sängerin
- Kurt Früh, Filmregisseur
- Kurt Furgler, Politiker
- Trudi Gerster, Märchenfee der deutschsprachigen Schweiz
- Heinrich Greinacher, Physiker
- Georg Gsell, Barockmaler
- Paul Guldin, Astronom und Professor für Mathematik in Graz und Wien
- Bärbel Inhelder, Entwicklungspsychologin
- Christoph Keller, Schriftsteller
- Niklaus Meienberg, Schriftsteller und Journalist
- Walter Mittelholzer, Luftfahrtpionier
- Joachim Rittmeyer, bekannter Schweizer Kabarettist
- Ernst Ruedin, Arzt, Psychiater und Rassenhygieniker
- Paul Scherrer, Physiker
- Adolf Schlatter, evangelischer Theologe
- Renato Tosio, Ehemaliger Profi-Eishockey-Torwart
- Regina Ullmann, Dichterin
- Joachim von Watt, Humanist, Mediziner und Gelehrter
- Georg Joachim Zollikofer, Kirchenliederdichter
- Johannes Duft, Stiftsbibliothekar, berühmter Mediävist
- Walter Roderer, Kabarettist, Komiker
- Ernst Ehrenzeller, Historiker
- Paul Huber, Komponist

Siehe auch


- Bratwurst
- Fussball Club St. Gallen (FCSG)
- Journalistenschule St. Gallen
- St. Galler Stadt Miliz Gesellschaft
- Universität St. Gallen
- Vadian

St. Gallen im Spiegel der Literatur


- Thomas Hürlimann: Fräulein Stark ISBN 325060075X (Zentraler Bestandsteil dieses Romans ist die Stiftsbibliothek sowie die Klassengesellschaft St. Gallens in den 1950er-Jahren)

Weblinks


- [http://www.stadt.sg.ch Offizielle Website der Stadt St. Gallen]
- [http://www.statistik.stadt.sg.ch Offizielle Statistik der Stadt St. Gallen]
- [http://www.st.gallen-bodensee.ch/ Website von St. Gallen-Bodensee Tourismus]
- [http://www.kinderfest.ch/ Website des St.Galler Kinderfestes]
- [http://www.museumimlagerhaus.ch/ Website des Museum im Lagerhaus der Stiftung für schweizerische naive Kunst und art brut]
- [http://www.kinok.ch/ Website des Kinok, des einzigen Programmkinos der Stadt St. Gallen]
- [http://www.zdf.de/ZDFde/mediathek/ZDFde_video_start/0,1915,VI-2050770--MD-1000051-vi--6-2095423-1021581-ZD-modem-wm-,00.html?x=39&y=13&AccessType=modem&VideoType=wm&Vollbild=# Rekonstruktion des St. Galler Klosterplans] (Videodatei des ZDF) Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton St. Gallen Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz) Kategorie:Reichsstadt als:St. Gallen (Stadt)

Augsburg

Die Universitätsstadt Augsburg ist eine kreisfreie Stadt im Südwesten Bayerns. Augsburg ist nach Trier die zweitälteste Stadt Deutschlands. Sie ist Hauptstadt und Sitz der Regierung von Schwaben sowie des Bezirks Schwaben und des Landratsamtes Augsburg. Gegenwärtig hat die Stadt etwa 275.000 Einwohner (Ausländeranteil ca. 16,5%), davon 261.000 mit Hauptwohnsitz in Augsburg. Nach München und Nürnberg steht Augsburg an dritter Stelle unter den Großstädten des Freistaates. Ihr Name geht auf die römische Siedlung Augusta Vindelicorum zurück, die im Jahr 15 vor Christus während der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus als Militärlager gegründet wurde. Augsburg ist die einzige Stadt Deutschlands, die einen eigenen gesetzlichen Feiertag hat, das Hohe Augsburger Friedensfest am 8. August. Damit hat Augsburg mehr gesetzliche Feiertage als irgendeine andere Region oder Stadt in Deutschland. Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Augsburg und bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Größere Städte nahe Augsburg sind München (etwa 57 km östlich), Nürnberg (etwa 121 km nördlich) und Stuttgart (etwa 133 km nordwestlich). Augsburg wurde im Jahr 1906 mit Überschreiten der Einwohnerzahl von 100.000 zur Großstadt.

Geografie

Großstadt Augsburg liegt am Lech, der aus Tirol kommend 150 km südwestlich entspringt und 40 km nördlich in die Donau mündet. Der älteste Teil Augsburgs und sein Süden liegen auf dem nördlichen Ende einer Hochterrasse. Die Terrasse entstand zwischen dem steilen Hügelrand von Friedberg im Osten und den hohen Riedeln des westlichen Hügelrandes, zwischen den Talauen der Alpenflüsse Lech und Wertach, die sich im Norden der Stadt vereinigen. Im Süden erstreckt sich das Lechfeld, eine posteiszeitliche Schotterebene zwischen den beiden Flüssen. An Augsburg grenzt der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder, ein großes Waldgebiet. Das Stadtgebiet ist auch stark begrünt, wofür Augsburg 1997 den europaweiten Preis als „Grünste und Lebenswerteste Stadt“ erhielt. Augsburg hatte sich auch als Kulturhauptstadt Europas 2010 beworben, für den Wettbewerb wurde aber Regensburg als Vertreter Bayerns nominiert.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen mit ihrem Siedlungskern unmittelbar an den Siedlungskern der Stadt Augsburg und bilden daher mit ihr den Großen Verdichtungsraum Augsburg, im Osten beginnend und dann im Uhrzeigersinn: Friedberg (Bayern) (Landkreis Aichach-Friedberg), Königsbrunn, Stadtbergen, Neusäß und Gersthofen (alle Landkreis Augsburg). Weitere Gemeinden, die an das Stadtgebiet von Augsburg grenzen, sind, im Norden beginnend und im Uhrzeigersinn: Rehling, Affing, Kissing, Mering und Merching (alle Landkreis Aichach-Friedberg), Bobingen, Gessertshausen und Diedorf (alle Landkreis Augsburg)

Stadtgliederung

Landkreis Augsburg Das Stadtgebiet von Augsburg hat eine Gesamtfläche von 147 km2 und ist in 17 Planungsgebiete eingeteilt, welche insgesamt 42 Stadtbezirke bilden. Dabei handelt es sich teilweise um ehemals selbständige Gemeinden, die im Laufe diverser Gebietsreformen nach Augsburg eingegliedert wurden, teilweise aber auch um neue Stadtteile, die als Wohngebiete gegründet wurden. Einige Stadtteile haben darüber hinaus räumlich getrennte Siedlungen (Wohnplätze) mit eigenem Namen, die in Klammern hinter dem Stadtteil genannt werden: Das Textilviertel umfasst Teile der Innenstadt und Spickel-Herrenbach. Eine Besonderheit sind die ehemaligen Kasernen- und Wohngebiete der US-amerikanischen Armee, deren Bezeichnungen noch existieren: Sheridan, Reese, Centerville, Cramerton, Supply-Center, Sullivan Heights, Fryar Circle.

Geschichte

Stadtgöttin Cisa

Die Stadtgöttin von Augsburg ist Cisa (dea Ciza). In Randnotizen der aus dem Stift Ursberg stammenden Excerptum ex Gallica Historia (um 1135) wird ausführlich von der römischen Belagerung der von schwäbischen Stämmen zwischen Lech und Wertach errichteten Stadt Cisaris, dem späteren Augsburg berichtet. Die Stadt war demnach nach einem Heiligtum der Göttin Cisa benannt. In dieser Schlacht wurden die Römer vernichtend geschlagen. In der Herausgabe werden die Lokalnamen Kriegshaber von einem Griechen Avar, Hafnerberg von einem Militärpräfekt Habeno (auch: Hebeino) und Pfersee von einem Militärtribunen Verres (auch: Verus) abgeleitet (siehe auch: Ableitung des Namens Pfersee). Der Text des 12. Jahrhunderts erweist sich als diffuse Kompilation mit deutlichem Schwerpunkt auf der für die Sagenforschung nicht ungewöhnlichen phantasievollen Ausdeutung nicht mehr verstandener, wohl veralemannischer Lokalnamen. In der Diskussion blieb allein die Göttin Cisa, sicherlich deswegen, weil Jacob Grimm in seiner Deutschen Mythologie den „Werth der merkwürdigen Überlieferung“ ausdrücklich betonte. Ob man an der Stelle des heutigen Kitzenberges bei der St. Ulrich und Afra eine alemannische Ziuverehrung annehmen kann, ist wissenschaftlich nicht zu belegen. In Augsburg war zumindest seit dem späten Mittelalter ein provinzalrömisches Medusenhaupt bekannt, das in der heutigen Ulrichskirche eingemauert war. Das Medusenhaupt befindet sich heute im Römischen Museum. Eine Darstellung der Cisa ist auf der Wetterfahne des Perlachturms zu sehen.

Antike

Perlachturms Augsburg war die größte römische Siedlung nördlich der Alpen. Als Datum der Gründung von Augsburg wird 15 v. Chr. angegeben. In diesem Jahr wurde auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Oberhausen ein Legionslager errichtet, das später auch als ein Nachschubdepot diente. Augsburg ist diesem Gründungsdatum zufolge nach Trier die zweitälteste Stadt Deutschlands. In Anlehnung an die vor der Zeitenwende entstandenen Lager bildete sich im ersten Jahrhundert die Siedlung Augusta Vindelicorum, die im Jahr 121 n. Chr. das römische Stadtrecht erhielt. Augsburg war ab etwa 95/100 n. Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis nach Oberitalien erstreckte. Es ist unbekannt, wann genau Augsburg Provinzhauptstadt wurde, der archäologische Befund deutet darauf hin, dass Kempten im Allgäu (Cambodunum) noch bis ins späte ersten Jahrhundert n. Chr. diese Funktion hatte. Neuen Forschungen zufolge wurde der Neckar-Odenwald-Limes erst im Jahre 98 n. Chr. unter Kaiser Trajan angelegt, zeitgleich mit dem für dieses Jahr gesicherten (Aus-)Bau der römischen Fernstraße Mainz-Bad Cannstatt-Augsburg. Ein Zusammenhang dieser beiden strategischen Bauprojekte mit der Verlegung der Hauptstadt der Provinz Rätien von Kempten nach Augsburg liegt nahe, ist aber bisher nicht positiv belegt (vgl. Kinzigtalstraße). Nach der Teilung der römischen Provinz Raetia im Jahr 294 n. Chr. wurde Augsburg Hauptstadt der Provinz Raetia Secunda. Mit dem Ende der römischen Herrschaft um 450 n. Chr. verfiel Augusta Vindelicorum ab dem 5. Jahrhundert. Schon in der Spätantike war Augsburg Bischofssitz.

Mittelalter

Bischofssitz Etwas südlich der Bischofsstadt bildete sich im 12. Jahrhundert eine Kaufmannssiedlung. Südlich Augsburgs wurde auf dem Lechfeld 955 Geschichte geschrieben, als Kaiser Otto I. - mit Hilfe von Bischof Ulrich von Augsburg - die westwärts strebenden Ungarn besiegte. Im Jahr 1156 erhielt Augsburg das Stadtrecht durch Kaiser Friedrich Barbarossa. Ab 1251 ist das Recht der Stadt auf Führung eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger belegt. König Rudolf von Habsburg verlieh Bischofsstadt und Kaufmannsstadt 1276 die Reichsfreiheit (Freie Reichsstadt). In der Folge wird Augsburg von den Patriziern beherrscht. 1368 Aufstand der Handwerker und Einführung einer Zunftverfassung. Die Zünfte sind bis 1547 an der Stadtregierung beteiligt. 1379 Beitritt Augsburgs zum Schwäbischen Städtebund (dieser zerfällt 1388).

Neuzeit

Hauptartikel: Reichstag zu Augsburg 1469-1478 Zunftdiktatur des Ulrich Schwarz, der 1478 hingerichtet wird. 1478 Danach war Augsburg vom Beginn der Neuzeit bis zum Ende der Renaissance ein bedeutendes Zentrum der Wirtschaft und des Handels. Bekannte Namen aus dieser Zeit sind die Kaufmannsfamilien der Fugger und Welser.

Reformationszeit

Auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 formulierte Philipp Melanchthon mit dem Augsburger Bekenntnis die Bekenntnis- und Gründungsurkunde der Lutherischen Kirche. In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 eine bedeutende Täufergemeinde. Bekannt geworden ist vor allem die Augsburger Märtyrersynode 20. bis 24. August 1527, eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Täuferkreise. Die meisten der Synodalen starben später als Märtyrer für ihre Überzeugungen. Am 22. Juli 1534 wurde vom Großen Rat beschlossen, dass nur vom Rat installierte Prädikanten in der Stadt predigen durften. Der katholische Gottesdienst wurde auf die acht Kirchen der Stifte eingeschränkt. Kleinere Kirchen und Klosterkirchen wurden geschlossen. Mit diesem Religionsmandat nahm der Rat formal die Kirchenhoheit der Stadt in Anspruch. Prädikanten Im Jahr 1548 veranlasste Kaiser Karl V. eine neue patrizische Stadtverfassung und erließ das Augsburger Interim. Der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden 1555 beruhigte auch in der Stadt das Zusammenleben der Bürger. 1555 Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Augsburg am 20. April 1632 von der schwedischen Armee eingenommen. An diese Zeit erinnert der Schwedenturm mit dem Standbild des Stoinerner Mo und die Schwedenstiege, als Teile der Augsburger Befestigungsanlage. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 führte Augsburg ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem ein (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten). (Siehe Paritätische Reichsstadt) Augsburg wurde bis zur Besetzung durch bayerische Truppen 1805 durch sieben Patrizierfamilien regiert. 1784/1785 kam es zu Weberunruhen und am 29.01.1794 zum Weberaufstand. Den Hintergrund des Streites bildete die aufkommende Textilindustrie mit ihren Kattunmanufakturen, welche das Weberhandwerk bedrohten.

Moderne

Bereits 1771 entstand mit der Schüleschen Kattunfabrik, errichtet von Johann Heinrich Schüle, die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent. Durch den Friedensvertrag von Pressburg (26. Dezember 1805) verlor Augsburg, das bereits am 21. Dezember von bayerischen Truppen besetzt worden war, die Reichsfreiheit und fiel an Bayern. Ab 1809 erhielt die Stadt einen eigenen Polizeidirektor. Damit unterstand die Stadt direkt der Kreisverwaltung. Später bezeichnete man solche Städte als "kreisfrei". 1862 entstand das Bezirksamt Augsburg, aus dem später der Landkreis Augsburg hervorging, der bei der Kreisreform 1972 seine heutige Ausdehnung erhielt, als die ehemaligen Landkreise Schwabmünchen und Wertingen mit dem Landkreis Augsburg vereinigt wurden. Augsburg blieb Sitz des Landkreises, die Stadt selbst stets kreisfrei. Im 19. Jahrhundert erlangte Augsburg noch einmal Bedeutung als Zentrum der Textilindustrie und des Maschinenbaus (MAN = Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg). Mit der Allgemeinen Zeitung von Johann Friedrich Cotta erschien in Augsburg die bedeutendste deutsche Tageszeitung dieser Zeit. Ab 1927 hat die Messerschmitt AG hier ihren Hauptsitz. Augsburg erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Bei einem verheerenden Bombenangriff der Britischen Luftwaffe in der Nacht vom 25. Februar 1944 wurde große Teile der Augsburger Innenstadt zerstört. Bilanz des Bombardements mit 300.000 Brandbomben: 730 Tote und über 1.300 Verletzte. Danach verließ fast die Hälfte der Bevölkerung die Stadt.

Eingemeindungen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. 1944 ¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

1944 Augsburg war wohl schon seit dem 4./5. Jahrhundert Sitz eines Bischofs. Um 738 wurde das Bistum Augsburg erneuert. Ab 1518 fand die Lehre Martin Luthers Anhänger in Augsburg. Die Lehre verbreitete sich immer mehr und führte schließlich zur offiziellen Einführung der Reformation durch den Rat der Stadt im Jahre 1534/37. Es folgte anschließend die Teilnahme der Stadt am Schmalkaldischen Krieg, und 1548 wurde in Augsburg ein Reichstag abgehalten, der die Ausübung der Religion für eine Übergangszeit regelte (Augsburger Interim). Sieben Jahre später (1555) konnte im sog. Augsburger Religionsfrieden die Gleichstellung beider Konfessionen endgültig erreicht werden. Die katholische Bevölkerung gehörte danach weiterhin zum Bistum Augsburg, das seinerzeit noch dem Erzbistum Mainz zugeordnet war. Nach dem Übergang der Stadt an Bayern verblieb es zunächst noch bei der bisherigen Zuordnung, doch wurde das Bistum Augsburg und mit ihm seine Pfarrgemeinden 1821 dem neu errichteten Erzbistum München und Freising zugeteilt (siehe hierzu auch Liste der Bischöfe von Augsburg). Liste der Bischöfe von Augsburg Die protestantischen Gemeindeglieder erhielten spätestens nach dem Westfälischen Frieden die Kirchen St. Anna, St. Ulrich, Zu den Barfüßern und St. Jakob. Sie unterstanden dem Rat der Stadt. Nach dem Übergang Augsburgs an Bayern wurden die Gemeindeglieder Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Stadt wurde danach Sitz eines eigenen Dekanats, das 1827 dem Konsistorialbezirk Bayreuth, ab 1876 dem Konsistorialbezirk Ansbach und seit 1923 dem Kirchenkreis München angehört. Das Dekanat Augsburg umfasst neben den Kirchengemeinden der Stadt Augsburg auch Gemeinden außerhalb des Stadtgebiets. 1923 Der Westfälische Frieden von 1648 führte in Augsburg - und daneben in Ravensburg, Biberach und Dinkelsbühl - auch ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem ein (endgültige Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten), was bis zur Mediatisierung Bestand haben sollte. Freikirchliche Gemeinden haben sich nach dem Ende der Täuferbewegung erst wieder im 19. beziehungsweise 20. Jahrhundert in Augsburg konstituiert. Den Anfang machten die Mennoniten, die ab 1870 gottesdienstliche Versammlungen in Augsburg abhielten. 1863 erhielt die Evangelisch-methodistische Kirche die Rechte einer "Privatkirchengesellschaft". Um 1925 nahmen - ausgehend von der Muttergemeinde in München - die Baptisten (heute: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ihre Arbeit auf. Seit 1968 gibt es in Augsburg auch eine Freie evangelische Gemeinde. Die Verteilung der Konfessionen zu Anfang des 19. Jahrhunderts betrug etwa 60 % Katholiken und 40 % Protestanten. Dieses Verhältnis veränderte sich insbesondere auch durch Eingliederung von katholischen Vororten zugunsten der Katholiken, so dass der Anteil der protestantischen Bevölkerung um 1950 lediglich noch bei etwa 23 % lag.

Politik

An der Spitze der Stadt Augsburg stand als Vorsitzender des Rates nachweislich seit 1266 der Stadtpfleger, der gelegentlich auch als Bürgermeister bezeichnet war. Beide Bezeichnungen waren teilweise gleichzeitig im Gebrauch. Seit 1548 war die Bezeichnung nur noch Stadtpfleger. Die Stadtpfleger amtierten über mehrere Jahre und wurden ab dann auf Lebenszeit gewählt. Daher gab es auch mehrere Stadtpfleger gleichzeitig. Nach dem Übergang an Bayern wurde in Augsburg ein Magistrat mit 2 Bürgermeistern eingesetzt. Auch nach 1818 gab es einen Magistrat mit 2 Bürgermeistern und zusätzlich ein Kollegium der Gemeindebevollmächtigten. 1919 wurde das Zweikammersystem zugunsten der Einrichtung eines "Stadtrats" aufgegeben. Diesem steht seither der "Erste Bürgermeister" vor, der meist den Titel Oberbürgermeister führt (Siehe hierzu Liste der Oberbürgermeister Augsburgs).

Wappen

Beschreibung: In von Rot und Silber gespaltenem Schild eine grüne Zirbelnuss auf grünem Kapitell. Die Stadtfarben sind rot-grün-weiß. Bedeutung: Das älteste nachweisbare Stadtsiegel Augsburg aus dem Jahr 1237 zeigt ein zweitürmiges Stadttor mit Zinnenmauer, darüber einen Stern. Im Torbogen steht ein Lebensbaum, ab 1260 eine Traube auf Fuß. Diese deutet wohl auf den Namen der Stadt "Augster" hin, was eine Traubensorte darstellt. Im 15. Jahrhundert wird eine grüne Traube in rot-weißem Schild dargestellt. Der Fund eines Pinienzapfens (wohl die Spitze eines römischen Grabsteins) 1467 ließ aus der Traube eine Zirbelnuss werden. Das Köpfchen auf dem Kapitell ist seit 1521 nachweisbar, die Mauerkrone erst seit 1811. Die Bedeutung dieser Symbole ist nicht geklärt. Die Stadtfarben sind seit 1372 bekannt. Anlässlich der 2000-Jahrfeier wurde das Wappen dem Zeitgeschmack gemäß neu gestaltet. Der Name der Stadt Augsburg leitet sich von dem römischen Namen der Stadt, Augusta Vindelicorum, ab. Den ersten Teil des Namens, Augusta, trug die Stadt, weil sie auf Befehl von Kaiser Augustus von dessen beiden Söhnen Drusus und Tiberius 15 v. Chr. (zunächst als Römerlager) gegründet wurde. Der zweite Teil, Vindelicorum, war die lateinische Bezeichnung für den Volksstamm der Vindeliker, die damals in diesem Gebiet zwischen Wertach (lateinisch Vinda) und Lech (lateinisch Licus) siedelten. Die Zirbelnuss war als stilisierter Pinienzapfen auch das Feldzeichen der römischen Legion des hiesigen Römerlagers und wurde daher zum Symbol der späteren römischen Provinzhauptstadt. Noch heute findet sich die Zirbelnuss auf zahlreichen Gebäuden und in Mauern eingelassen im gesamten Stadtgebiet als Zeichen Augsburgischer Stadtwürde.

Städtepartnerschaften

Augsburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Inverness, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1956
- Amagasaki (Japan), seit 1959
- Nagahama (Japan), seit 1959
- Dayton, Bundesstaat Ohio (USA), seit 1964
- Bourges (Frankreich), seit 1967
- Liberec (Tschechien), seit 2001
- Jinan, (Volksrepublik China), seit 2004

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

2004 Durch das nördliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 8 Stuttgart-München. Ferner führen die Bundesstraßen B 2, B 10, B 17 und B 300 durch die Stadt. Die B 2 erreicht Augsburg vom Norden autobahnähnlich und geht im Bereich der nördlichen Stadtgrenze in die B 17 (Westtangente) über, die im Stadtgebiet mehrspurig ausgebaut, teilweise tiefergelegt und bis auf zwei Kreuzungen im Bereich Göggingen und Stadtbergen/Pfersee ausschließlich mit Ausfahrten versehen ist. Die B17 verlässt Augsburg Richtung Süden und ist bis auf wenige Kilometer an die A96 autobahnähnlich angebunden.

Bus und Straßenbahn

Den ÖPNV bedienen vier Straßenbahnlinien der Stadtwerke Augsburg und 31 Stadtbusselinien der Stadtwerke Augsburg, Stadtwerke Gersthofen. Daneben bietet die AVV Augsburg Regionalbusse für den
- Raum Mering - Kissing (Linie 100 - 108)
- Raum Aichach - Friedberg (Linie 200 - 250)
- Raum Pöttmes - Aindling (Linie 301 - 323)
- Raum Wertingen - Meitingen (Linie 400 - 420)
- Raum Zusmarshausen - Welden - Aystetten - Neusäß (Linie 500 - 520)
- Raum Dinkelscherben - Gessertshausen (Linie 600 - 641)
- Raum Schwabmünchen - Bobingen - Königsbrunn (Linie 700 - 744) an. In den vergangenen Jahren wurde das mittlerweile 35,5 km lange Augsburger Straßenbahnnetz durch Neubaustrecken zur Universität (1996), zur nördlichen Stadtgrenze (2001) und zum Klinikum (2002) erweitert. Die Nahverkehrszüge betreibt die Deutsche Bahn. Außerdem werden Taxisammeldienste im Rahmen des ÖPNV angeboten. Die angeschlossenen Unternehmen sind Partner des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV).

Schienenverkehr

Der Augsburger Hauptbahnhof ist ICE und IC-Station an den Strecken München-Stuttgart, München-Hamburg, München-Berlin, München-Frankfurt und München-Dortmund und darüber hinaus Deutschlands ältester Bahnhof, der noch im architektonischen Originalzustand in Betrieb ist. Augsburg ist daneben einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Süddeutschlands. Es liegt an der ICE und IC/EC-Strecke womit europäische Metropolen wie Amsterdam, Paris, Wien und Budapest umsteigefrei erreichbar sind. Züge des Regionalverkehrs fahren außerdem auf folgenden Linien:
- in Richtung München/Nannhofen, Schmiechen als R1
- in Richtung Aichach, Radersdorf als R2
- in Richtung Donauwörth als R4
- in Richtung Dinkelscherben als R6
- in Richtung Schwabmünchen als R7
- in Richtung Klosterlechfeld als R8 Ab 2008 soll der Regionalverkehr als S-Bahn ähnlicher Schienenverkehr betrieben werden. Im Eisenbahngüterverkehr ist Augsburg jedoch nach Stilllegung des Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr. Jedoch entsteht ab 2007 im Norden von Augsburg, auf den Fluren von Augsburg, Gersthofen und Neusäss ein Güterverkehrszentrum. Eine Besonderheit in Augsburg ist die Localbahn, eine quer durch die Stadt verlaufende Eisenbahn, die den großen Industrieunternehmen einen Anschluss an das Eisenbahnnetz verschafft.

Flugverkehr

Im Nordosten der Stadt befindet sich der Flughafen Augsburg. Bei diesem soll die Startabbruchstrecke erweitert und ein neues Terminal mit Vorfeld gebaut werden. Da die Startbahn jedoch nicht verlängert wird und somit nur Passagiermaschinen bis 100 Personen landen dürfen, wurde diskutiert, den Natofliegerhorst Lechfeld für zivile Passagiermaschinen zu öffnen. Aufgrund der hohen zusätzlichen Kosten, die die Bundeswehr für die Verlagerung der Munitionsdepots in Rechnung stellen wollte, ist dieses Vorhaben aufgegeben worden.

Medien

In Augsburg erscheinen als Tageszeitungen bei der Presse Druck- und Verlags GmbH Augsburg die Augsburger Allgemeine und Ihre Heimatzeitungen. Die Augsburger Allgemeine ist die auflagenstärkste Regionalzeitung Deutschlands. Außerdem gibt es den regionalen Fernsehsender TV Augsburg. In der Radiolandschaft gibt es zwei Augsburger Lokalsender, Hit Radio RT.1 und Radio Fantasy, die eine eigene Frequenz besitzen und noch diverse weitere mit Kabelfrequenzen. Klassik Radio hat außerdem seinen Hauptsitz in Augsburg. Der Sender Rockantenne ist terrestrisch auf der Frequenz des ehemaligen Senders Radio Kö zu empfangen. Bis vor einigen Jahren sendete auch das American Forces Network in Augsburg u.a. auch auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz. Die hierfür eingesetzte Anlage in unmittelbarer Nähe der B17 ist noch erhalten, aber zur Zeit ohne Funktion ([http://www.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0014902 Quelle]).

Ansässige Großunternehmen


- EADS = Luft- und Raumfahrt
- KUKA = Industrieroboter und Schweißanlagen
- MAN = Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg
- NCR = SB-Geräte für den Finanzbereich, Kassensysteme (Retail), Datenbanksysteme
- Siemens = Siemens Technopark
- Fujitsu Siemens Computers = Computerentwicklung und Fertigung
- Osram = Leuchtmittelhersteller
- Böwe Systec = Kuvertiersysteme und Komplettlösungen für Mailrooms
- Kleindienst Solutions = Software- und Hardwareentwicklung & Hardwarefertigung
- Verlagsgruppe Weltbild = größter katholischer Verlag mit Versandhandel
- UPM-Kymmene (ehem. Haindl) = Papierfabrik
- Walter Bau AG = Bau-Management- und Technologie-Konzern (in Insolvenz)
- ArvinMeritor (nach Fusion mit Zeuna-Stärker) = KFZ-Zulieferant (Abgassysteme für PKW, Motorräder und Nutzfahrzeuge)

Traditionsunternehmen


- Brauerei zur Goldenen Gans, seit 1397
- Fürst Fugger Privatbank, 1486 wurde das Handelshaus Fugger erstmals als "Bank" bezeichnet
- Schöppler, Stadtfischer, seit 1650
- Thorbräu, seit 1684
- Schlosser’sche J. A. Buch- und Kunsthandlung, seit 1719
- Rieger & Kranzfelder, Buchhandlung, seit 1731
- Böhm Anton & Sohn, Musikverlag, seit 1803
- Dierig, seit 1805
- Stadtsparkasse Augsburg, gegründet am 2. Februar 1822
- Naegele, Parfümerie, seit 1835
- Siller und Laar, Eisenhandlung, seit 1836
- Weißenhorn H. & Cie., Möbeltransport, seit 1839
- Kreissparkasse Augsburg, seit 1855
- Hutfabrik Lembert seit 1861
- Pfister Waagen seit 1894
- Möbelspeditions- und Reiseunternehmen Domberger seit 1897
- J.N. Eberle & Cie. GmbH, seit 1836

Öffentliche Einrichtungen

In Augsburg haben folgende Behörden und Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts ihren Sitz:

Bildung


- Universität Augsburg; gegründet 1970; die theologische Fakultät hat ihre Tradition in der zwischen 1551 und 1802 in Dillingen bestehenden Philosophisch-Theologischen Hochschule der Augsburger Bischöfe. Philologisch-Historische, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche, Wirtschaftswissenschaftliche, Juristische, Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Theologische Fakultäten, sowie die jüngst errichtete Fakultät für Angewandte Informatik.
- Fachhochschule Augsburg; gegründet 1971; diese Hochschule geht zurück auf die 1710 gegründete Reichsstädtische Kunstakademie, die im 19. Jahrhundert mit einer polytechnischen Lehranstalt zur Polytechnischen Schule zusammengeschlossen wurde.

Freizeit- und Sportanlagen


- Rosenaustadion (FC Augsburg)
- Curt-Frenzel-Stadion (Eisstadion: AEV/Augsburger Panther)
- Sporthalle (Schauplatz olympischer Wettbewerbe bei der Olympiade 1972)
- Olympia-Kanustrecke am Eiskanal
- Sportanlage Süd (TSV Schwaben Augsburg - Großes Sportfeld am westlichen Rand des Siebentischwaldes mit vielen Sportplätzen, Laufwegen)
- Die Städtischen Frei- und Hallenbäder (deren Bestand lange Zeit unsicher war, die nun aber wohl erhalten bleiben werden)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur und Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Siehe Liste der Ehrenbürger von Augsburg.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe Liste_Persönlichkeiten_(Augsburg).

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Augsburg

Siehe Liste_Persönlichkeiten_(Augsburg).

Literatur


- Wolfgang Zorn: Augsburg: Geschichte einer europäischen Stadt; von den Anfängen bis zur Gegenwart, Augsburg, 2001 ISBN 3-89639-319-7
- Bayerisches Städtebuch; Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben. Aus: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1974
- Augsburger Stadtlexikon / hrsg. von Günther Grünsteudel … - 2., völlig neu bearb. und erheblich erw. Aufl. - Augsburg: Perlach-Verlag, 1998. - 997 S. : Ill.; 28 cm. - ISBN 3-922769-28-4 ([http://www.bsz-bw.de/depot/media/3400000/3421000/3421308/00_0400.html Info im Web])
- [http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_III/Geschichte/s99vsm8.html Vorlesung Prof. Schmid, Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte, Universität Regensburg SS 1999 - Literaturliste: Das östliche Schwaben]
- Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Weblinks


- [http://www.augsburg.de/ Stadt Augsburg]
- [http://www.stadtplan.net/brd/bayern/augsburg/home.html Stadtplan]
- [http://www.hhog.de/showgallery.php?imageFolderID=10153&imageID=1000&cityID=10140&lang=de Historic Highlights of Germany - Augsburg] (mit Bildergalerie)
- [http://www.regio-augsburg.de/ Tourismusinformation der Region Augsburg und Umgebung]
-
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Bayern/St%c3%a4dte_und_Gemeinden/A/Augsburg/ Augsburg im Open Directory Project (Linksammlung)] Kategorie:Ort in Bayern Augsburg Kategorie:Reichsstadt als:Augsburg ja:アウクスブルク

Schwabenspiegel

Der Schwabenspiegel ist ein um 1275 entstandenes Rechtsbuch für das außersächsische Deutschland von einem unbekannten Augsburger Franziskaner. Es befasst sich vornehmlich mit dem Land- und Lehnsrecht (auch Kaiserrecht). Der Schwabenspiegel geht auf Quellen aus der Bibel, römischen und kanonischen Rechts, sowie Reichsgesetzen zurück und lehnt sich an Sachsenspiegel und Deutschenspiegel an. Kategorie:Rechtsgeschichte Kategorie:Deutsche Geschichte Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Mittelalter (Literatur) Kategorie:Literatur (13. Jh.) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Sachliteratur

1287

Ereignisse


- Burg Rauendahl wird zerstört

Politik und Weltgeschehen


- Rudolf von Habsburg verleiht Idstein das Stadtrecht.
- Judenpogrom am Mittelrhein

Geboren


- Lucchino Visconti, Sohn des Matteo I. Visconti († 24. Januar 1349, ermordet)

Gestorben


- 3. April - Honorius IV., Papst (
- um 1210)
- 31. August - Konrad von Würzburg, einer der zwölf Meister des Meistersanges (
- zwischen 1220 und 1230) ko:1287년

1385

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 14. August - Schlacht von Aljubarrota: Die Portugiesen unter König Johann I. besiegen die Kastilier und sichern so ihre Eigenständigkeit.

Geboren


- Friedrich IV. (Thüringen), Landgraf von Thüringen und Herzog von Sachsen († 4. Mai 1440).

Gestorben


- 28. Juni - Andronikos IV., byzantinischer Kaiser von 1376 bis 1379 (
- 1348)
- 19. Dezember - Bernabo Visconti, ältester Sohn des Stefano Visconti (
- 1319) ko:1385년

1446

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 9. Oktober: Hangeul, koreanische Schrift wird veröffentlicht
- Albrecht VI. wird Herzog von Österreich
- Entdeckung des Flusses Gambia durch die Portugiesen
- 12. Juni: Friedensschluss zwischen Österreich und der Schweizer Eidgenossenschaft
- Erste urkundliche Erwähnung von Altenriet
- Siegmund wird Regent von Tirol und Vorderösterreich

Geboren


- Alexander Agricola, Komponist, Sänger und Instrumentalist († 1506)

Gestorben


- 15. April: Filippo Brunelleschi, italienischer Baumeister (
- 1377) ko:1446년

1314

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 18. März - Jacques de Molay, der letzte Großmeister des Templerordens, wird zusammen mit Geoffroy de Charnay in Paris als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
- 24. Juni - Schlacht von Bannockburn (bei Stirling). Sieg des schottischen Königs Robert "The" Bruce gegen den englischen König Edward II.. Schottland ist unabhängig (siehe auch die Geschichte Schottlands).
- 19. Oktober - Friedrich der Schöne aus dem Hause Habsburg wird im Münster zu Bonn von der Minderheit der Kurfürsten zum König gewählt. Am 20. Oktober wird von der Mehrheit Ludwig der Bayer gewählt. Da das Mehrheitsprinzip noch nicht gilt, und vom Papst, der das letzte Wort gehabt hätte, jede Spur fehlt, werden beide gekrönt.
- In Frankreich stirbt Philipp der Schöne. Sein Nachfolger wird Ludwig X., auch der Zänker genannt.
- In Europa kommen Pulvergeschütze auf.
- Man entdeckt die kanarischen Inseln wieder. (sie wurden schon zweieinhalb Jahrtausende früher von den Griechen entdeckt)
- Die Mappa Mundi (Weltkarte) wird geschaffen. Sie zeigt Jerusalem im Zentrum der Welt, wie es in der Bibel steht.
- Das christliche Reich von Dongola im heutigen Sudan wird von den ägyptischen Mamluken erobert und islamisiert.
- Bargteheide wird erstmals urkundlich erwähnt.
- Die Clementinae, viertes Buch des "Codex Iuris Canonici", werden erstellt.
- Das Exeter College der Universität Oxford wird von Bischof Walter de Stapeldon gegründet.

Geboren


- Waldemar III. von Schleswig, Herzog von Schleswig, König von Dänemark.

Gestorben


- 19. März - Jacques de Molay, war der letzte Großmeister des Templerordens (
- 1243)
- 20. April - Clemens V. (Papst), war unter dem Namen Clemens V. Papst seit dem 5. Juni 1305 (
- 1264)
- 13. November - Albrecht der Entartete, war Landgraf von Thüringen (
- 1240)
- 29. November - Philipp IV. (Frankreich), König von Frankreich von 1285 bis 1314 (
- 1268)
- ... - Heinrich von Frauenberg, war Freiherr auf Burg Gutenberg und Minnesänger ko:1314년

Schweizerdegen

Der Schweizerdegen war eine Waffe mit charakteristischer Griffform, die im 15. Jh. auf dem Gebiet der Alten Eidgenossenschaft verbreitet war. Ursprünglich ein eigentlicher Dolch, verlängerte sich die Klinge im Verlauf des 15. Jh. von ca. 40 cm auf bis zu 70 cm, sodass die Waffe eine Mittelstellung zwischen Dolch und Schwert hatte. Vergleichbar ist das große Messer des deutschen Spätmittelalters sowie die späteren Faschinenmesser. Interessant ist, dass der Ruf der sprichwörtlichen Multifunktionalität des Schweizer Messers bereits auf diesem vergleichsweise simplen Vorgänger zurückgeht. Schweizerdegen bezeichnet außerdem einen gelernten Buchdrucker, der auch Schriftsetzer ist. Eine alte Schrift schreibt darüber: »Schweizerdegen, sprüchwortsweise nennt man diejenigen also, welche mehr als eins erlernet, da man sie zu mehreren gebrauchen kann. Wie man von der Schweizer ihren Degen auch sagt: daß sie beyderley Art können gebraucht werden.« (gemeint ist wohl als Hieb- ebenso wie als Stichwaffe bzw. als Dolch ebenso wie als Schwert).

Weblinks


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8617.html Schweizerdegen] (dhs.ch)

Literatur


- Hugo Schneider, Der Schweizerdolch : waffen- und kulturgeschichtliche Entwicklung mit vollständiger Dokumentation der bekannten Originale und Kopien, Zürich : Orell Füssli (1977), 184 S., ISBN 3-280-00921-9 Kategorie:Hieb- und Stichwaffe Kategorie:Typografie

Dolch

Der Dolch (Lat. dolo) ist ein kurzes, meist zweischneidiges Messer, bzw. eine Stichwaffe mit symmetrischem Griff. Er ist, anders als Degen, Säbel und Florett, nicht zum Fechten geeignet. Ob Chopping Tools und Faustkeil im Altpaläolithikum bereits als Waffe eingesetzt wurden, kann nicht belegt werden. Im Mittelpaläolithikum haben die Mousterienspitzen retuschierte Kanten. Im Jungpaläolithikum tauchen geschäftete steinerne Spitzen auf, die man als Dolche bezeichnen könnte; auch zuspitzte Knochen waren für diesen Zweck geeignet. Aus dieser Zeit stammt ein geschnitzter Dolch, der in Predmost in Mähren gefunden wurde. Die Mammutjäger von Pavlov (Pavlovien) schufen Dolche aus Geweih und Elfenbein. Es wurde ein dolchartiger Gegenstand aus Stoßzahn von 56 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser gefunden. Auch zugespitzte oder mit Schneide versehenene Geweihenden eignen sich als Dolche. Aus Kongemose (Dänemark) stammen verzierte Knochendolche mit zwei Reihen eingekitteter Feuersteinsplitter. In der Dolchzeit von 2300 - 1600 v. Chr. erfuhr der Feuersteindolch als so genannter Fischschwanzdolch seine höchste Vollendung. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Dolch vom spitzen Stoßinstrument zum zweischneidigen Gerät mit der zusätzlichen Funktion als Messer und wurde damit vielseitiger verwendbar. Nach dem Ende der Steinzeit ging man auf einfache Kupfer- zu Bronzedolche über, bei denen die Griffschalen aus organischem Material wie Holz, Knochen und Horn befestigt waren. In der Aunjetitzer Kultur erhält der Dolch einen Metallgriff. Der Dolch wurde seit 1901 von deutschen Seeoffizieren, seit 1935 auch von Offizieren des Heeres, bis 1945 zur Ausgehuniform getragen. Da ein Dolch, anders als etwa Schwert oder Speer, verdeckt getragen werden kann, galt er zeitweise als wenig ritterliche (Mord-)Waffe, wie es z.B. in der Wortschöpfung von der Dolchstoßlegende zum Ausdruck kommt.

Beispiele


- Parierdolch
- Ringknaufdolch
- Scheibenknaufdolch
- Stilett

Siehe auch


- Katar Kategorie:Hieb- und Stichwaffe Kategorie:Wurfwaffen ja:ダガー

Internet

Das Internet (Abkürzung für engl. Interconnected Networks, oder lat. inter, zwischen – also das (Über-)Netzwerk) ist ein weltweites Netzwerk voneinander unabhängiger Netzwerke. Es dient der Kommunikation und dem Austausch von Informationen. Jeder Rechner eines Netzwerkes kann dabei prinzipiell mit jedem anderen Rechner kommunizieren. Die Kommunikation der einzelnen Rechner erfolgt über definierte Protokolle zum Datenaustausch. Umgangssprachlich wird „Internet“ häufig als Synonym für das World Wide Web verwendet, das jedoch nur einer von vielen Diensten des Internets ist.

Geschichte

Dieser Abschnitt ist eine kurze Zusammenfassung. Siehe auch Geschichte des Internets. Das Internet ging aus dem Ende der 1960er Jahre entstandenen ARPANET hervor, einem Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums. Es wurde benutzt, um Universitäten und Forschungseinrichtungen zu vernetzen um die knappen Rechenkapazitäten sinnvoll zu nutzen, erst in den USA, später dann auch weltweit. Die anfängliche Verbreitung des Internets ist eng mit der Entwicklung des Betriebssystems Unix verbunden. Nachdem das ARPANET 1982 TCP/IP adaptierte, begann sich auch der Name Internet durchzusetzen. Nach einer weit verbreiteten Legende bestand das ursprüngliche Ziel des Projektes vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in der Schaffung eines verteilten Kommunikationssystems, um im Falle eines Atomkrieges eine störungsfreie Kommunikation zu ermöglichen [http://www.zeit.de/2001/28/200128_stimmts_internet_xml [Drösser]]. In Wirklichkeit wurden aber vorwiegend zivile Projekte gefördert, auch wenn die ersten Knoten von der Advanced Research Projects Agency finanziert wurden. Rasanten Auftrieb erhielt das Internet seit Anfang der 1990er durch das World Wide Web, kurz WWW, als der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic veröffentlicht und zum kostenlosen Download angeboten wurde. Das WWW wurde im CERN (bei Genf) von Tim Berners-Lee entwickelt. Schließlich konnten auch Laien auf das Netz zugreifen, was mit der wachsenden Zahl von Nutzern zu vielen kommerziellen Angeboten im Netz führte. Der Webbrowser wird deswegen auch als die Killerapplikation des Internet bezeichnet. Das Internet ist ein wesentlicher Katalysator der Digitalen Revolution. Neue Techniken verändern das Internet und ziehen neue Benutzerkreise an: IP-Telefonie, Groupware wie Wikis, Blogs, Breitbandzugänge (zum Beispiel für Vlogs und Video on Demand), Peer-to-Peer-Vernetzung (vor allem für File Sharing) und Online-Spiele (z.B. Rollenspiele, Egoshooter, ...). Eine ausführliche Fassung der Geschichte (in Textform) gibt es im Artikel Geschichte des Internets. Eine chronologische Auflistung der Ereignisse findet man im Artikel Chronologie des Internets.

Aufbau und Struktur

Chronologie des Internets, LAN)]] Das Internet besteht unter anderem aus:
- Firmennetzwerken, über welche die Computer einer Firma verbunden sind,
- Providernetzwerken, an die die Rechner der Kunden eines Internet-Providers angeschlossen sind und
- Universitätsnetzwerken. An Internet-Knoten werden die verschiedenen Netzwerke über leistungsstarke Verbindungen (Backbones) miteinander vernetzt. Ein solcher Internet-Knoten kann prinzipiell beliebig viele Netzwerke miteinander verbinden. Am DE-CIX in Frankfurt am Main, dem größten Internet-Knoten Deutschlands, sind es beispielsweise mehr als hundert Netzwerke. Da das ARPANET als dezentrales Netzwerk möglichst ausfallsicher sein sollte, wurde schon bei der Planung beachtet, dass es keinen Zentralrechner, keinen zentralen Internet-Knoten sowie keinen Ort geben sollte, an dem alle Verbindungen zusammenlaufen. Diese geplante Dezentralität wurde jedoch auf der administrativen Ebene des Internet nicht durchgängig eingehalten. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die zuständige Organisation für die Pflege der Zuordnung von IP-Adressen auf Domain-Namen, untersteht wenigstens indirekt dem Einfluss des US-Wirtschaftsministeriums und unterhält Root-Server in zahlreichen Ländern. Um den Einfluss der Vereinigten Staaten auf das Domain Name System einzugrenzen, wurde das freie Open Root Server Network aufgebaut. Die netzartige Struktur sowie die Heterogenität des Internets sorgen für eine sehr hohe Ausfallsicherheit. Für die Kommunikation zwischen zwei Nutzern des Internets existieren meistens mehrere mögliche Kommunikationswege. Erst bei der tatsächlichen Datenübertragung wird entschieden, welcher Weg benutzt wird. Dabei können zwei hintereinander versandte Datenpakete beziehungsweise eine Anfrage und die Antwort je nach Auslastung auch verschiedene Kommunikationswege durchlaufen. Deshalb hat der Ausfall einer physikalischen Verbindung im Internet meistens keine schwerwiegenden Auswirkungen, sondern kann durch die Verwendung alternativer Kommunikationswege ausgeglichen werden. Privatpersonen greifen auf das Internet entweder über einen Schmalband- (zum Beispiel per Modem oder ISDN) oder Breitband-Zugang (zum Beispiel DSL oder Kabelmodem) eines Internet-Providers zu, siehe auch Internet by Call. Firmen oder staatliche Einrichtungen sind häufig per Standleitung mit dem Internet verbunden. Die einzelnen Arbeitsplatzrechner erhalten dabei meistens eine private IP-Adresse, die per NAT maskiert wird. Auf diese Rechner kann aus dem Internet nicht direkt zugegriffen werden, was meistens zwar aus Sicherheitsgründen erwünscht ist (siehe auch: Firewall), aber auch einige Nachteile hat.

Technik

Das Internet fußt auf der einheitlichen TCP/IP-Protokollfamilie, welche die Adressierung und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Computern und Netzwerken standardisiert. Ein großer Vorteil ist, dass die Kommunikation völlig unabhängig von den verwendeten Betriebssystemen und Netzwerktechnologien geschehen kann. Das Domain Name System (DNS) ist ein wichtiger Teil der Internet-Infrastruktur. Um einen bestimmten Computer ansprechen zu können, identifiziert ihn das IP-Protokoll mit einer eindeutigen IP-Adresse. Dabei handelt es sich bei der heute üblichen Version IPv4 um 4 Byte (Zahlen im Bereich von 0 bis 255), die durch einen Punkt getrennt angegeben werden, beispielsweise 214.235.81.190. Man kann sich diese Zahl als eine Art Telefonnummer mit dem DNS als Telefonbuch vorstellen. Das DNS ist eine verteilte Datenbank, die einen Übersetzungsmechanismus zur Verfügung stellt: Ein für Menschen gut merkbarer Domänenname (zum Beispiel „wikipedia.de“) kann in eine IP-Adresse übersetzt werden und umgekehrt. Dies geschieht – vom Nutzer unbemerkt – immer dann, wenn er etwa im Webbrowser auf einen neuen Link klickt oder direkt eine Webadresse eingibt. Der Browser fragt zuerst einen ihm bekannten DNS-Server nach der IP-Adresse und verbindet sich dann mit dieser Adresse, um die Inhalte abzurufen. Die Internetstandards und Protokolle des Internets werden in RFCs beschrieben und festgelegt.

Dienste

Das Internet selbst stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung. Ein Nutzen für die Anwender entsteht erst dadurch, dass basierend auf der Struktur des Internets dem Anwender verschiedene Dienste zur Verfügung stehen. So hat der Dienst des World Wide Webs dem Internet Anfang der 1990er-Jahre erst zum Durchbruch verholfen. Auch heute noch kommen immer neue Dienste hinzu. Die wichtigsten und bekanntesten Dienste sind in der folgenden Tabelle kurz beschrieben. Für ausführlichere Erläuterungen siehe die jeweiligen Artikel.
- Die Anteile der wichtigsten Dienste am globalen Datenverkehr im Jahr 2004, laut einer Studie, die auf Stichproben von 27 international tätigen Carriern beruhte.

Chat-Dienste

Chatdienste dienen der Echtzeitkommunikation in Schriftform über das Internet.

Internetkompetenz

In den 1990er Jahren reagierten die Erziehungsinstanzen angesichts der Verbreitung des Internets als Informationsquelle und Kommunikationsmittel defensiv. Als deutlich wurde, dass es sich nicht um eine Modeerscheinung handelt, wurden in Schulen und Universitäten Programme angeboten, um Jugendliche auf einen kompetenten Umgang mit dem Medium Internet vorzubereiten. Die Förderung umfasst folgende Ziele:
- Die Jugendlichen sollen aus der Fülle an Informationen (Datenbanken, Homepages) diejenigen heraussuchen können, die sie brauchen und deren Zuverlässigkeit prüfen.
- Die Jugendlichen sollen kompetent interagieren und mit einer hohen Menge unstrukturierter Impulse (z.B. Mails) produktiv umgehen können.
- Die Jugendlichen sollen selbst qualitativ hochwertige Inhalte erstellen und ins Netz setzen können (z.B. Homepages).

Internetzusammenbrüche

Im Bereich der Katastrophenforschung werden flächendeckende Missbräuche oder Ausfälle des Internets sehr ernst genommen (D-Gefahren). Ein Zusammenbruch des Internets oder einzelner Teile hätte weitreichende Folgen.

Internetsucht und Computersucht

Mit der steigenden Verbreitung des Internets mehren sich (besonders in den USA) die Fälle von angeblicher "Internetsucht". Das heißt, dass die Betroffenen ihren Internetkonsum nicht mehr steuern können und trotz Problemen (beispielsweise Schlafmangel, Eheprobleme, finanzielle Probleme) weiter online sind. Dies kann weitreichende Folgen haben, wie zum Beispiel Verschuldung und berufliche Probleme. Aber auch gesundheitliche Schäden wie etwa Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind möglich. Die Existenz einer "Computersucht" im Sinne einer "Abhängigkeit" von Computerspielen (ob online oder nicht) ist umstritten.

Literatur


- Holger Bleich: [http://www.heise.de/ct/05/07/088/ Bosse der Fasern. Die Infrastruktur des Internet]. In: c't 7/2005, S. 88-93 (21. März 2005)
- Ch. Meinel, H. Sack: [http://www.minet.uni-jena.de/~sack/WWWBuch/ WWW- Kommunikation, Internetworking, Web-Technologien]. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 2004.

Siehe auch


- Medienwissenschaft & Medientheorie
- Netzkultur
- Internetrecht
- Internet Archive
- Internetworking
- Anonymität im Internet
- Internetsucht
- Zensur im Internet
- Weblog
- Internet2
- Internet Society
- Internetstandard

Weblinks


- [http://www.br-online.de/br-intern/medienforschung/onlinenutzung/pdf/Eimeren2004.pdf Internetverbreitung in Deutschland: Potenzial vorerst ausgeschöpft?] - Online-Studie von ARD und ZDF (PDF, 514KB)
- [http://www.netplanet.org/ netplanet - Verstehen Sie mal das Internet] Deutschsprachige Wissensquelle rund um das Internet
- [http://www.iglossar.de Internet Glossar]
- [http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/internet/ Die Sendung mit der Maus: Der Datenweg durchs Internet]
- [http://www.nonliner-atlas.de/ (N)ONLINER Atlas, Deutschlands größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internets]
-
- [http://www.internettrafficreport.com/ Internet Traffic Report - Globale Statistik des Internets] ! fiu-vro:Internet ja:インターネット ko:인터넷 ms:Internet simple:Internet th:อินเทอร์เน็ต

Gjende

Gjende er ein innsjø i Jotunheimen. Gjende ligg 984 moh. og har eit areal på 14 km². Sjøen er lang og smal – i luftlinje 18 km lang og 1,5 km brei på det breiaste. Største djup er 149 m. Gjende har ei karakteristisk smaragdgrøn farge på grunn av dei store mengdene morenemasse som føres med elva Muru ut i Gjende. Gjende ligg midt i Jotunheimen og både nord og sør for sjøen ligg toppar på godt over 2000 m. Ved vestenden ligg Gjendebu, på nordsida ligg Memurubu og ved austenden ligg Gjendesheim. Om sommaren går det båtrute mellom desse tre stadene. Elva Sjoa renn ut frå Gjende, ved Gjendesheim, og ender i Gudbrandsdalslågen.

Sjå òg


- Gjendine

På verdsveven


- [http://www.gjende.no/ Gjendebåtane] Kategori:Norske innsjøar nb:Gjende

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