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11. Jahrhundert V. Chr.

11. Jahrhundert v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren noch keine Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten.
---- Das 11. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 1100 v. Chr. und endete am 31. Dezember 1001 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- ab ca. 1050/1025: Aufkommen der protogeometrischen Keramik in Griechenland, die die spät-mykenische ablöst. Damit Beginn der Geometrischen Zeit
- Beginn der "ionischen Kolonisation", dabei nach der Überlieferung 1053 Neugründung Milets.
- Träger der Urnenfelderkultur siedeln in Kitzbühel, um Kupfererz zu schürfen
- Phönizische Seefahrer besuchen Fuerteventura und Lanzarote
- Phönizier siedelten sich an der Südküste Spaniens (Cádiz) an.

Persönlichkeiten


- Der biblische Prophet Samuel lebte in dieser Zeit.

Erfindungen und Entdeckungen


- ca. 1100 - Frühester chinesischer Landkompass
- In der Shang-Dynastie in China (etwa 1600 bis 1045 v. Chr.) werden Schriftzeichen auf Knochen eingeritzt. 00-11 ja:紀元前11世紀

Wikipedia:WikiProjekt Zeit

Ziel ist es vorhandene wikipedia-Artikel im Themenkomplex Zeit – Zeitrechnung – Kalender – Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften) besser zu erschließen. Vorgehensweise # Die Artikelserien der Zeitskalen werden betrachtet und neu verlinkt. Begonnen wird dabei bei den Jahrtausenden, fortgefahren mit den immer kürzeren Zeitskalen. Parallel dazu wird der restlichen Artikelbestand untersucht und die relevanten Links hier gesammelt. # Der restliche Artikelbestand wird neu verlinkt, die genaue Vorgehensweise wird geklärt, wenn 1) abgeschlossen ist.

Die Zeitskalen

Die Artikelserien werden einzeln betrachtet und neu verlinkt

Jahrzehntausend

Diese Skala entfällt, diente auch früher nur der Navigation innerhalb der Jahrtausende der entsprechende Artikel wird gelöscht.

Jahrtausende

Aktuell 10. Jahrtausend v. Chr. bis 2. Jahrtausend = 12 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrtausend enthält. Jeder Artikel ist (jetzt) mit jedem Anderen verlinkt. Zusätzlich gibt es bei den Jahrtausenden, zu denen es auch Jahrhundert-Artikel gibt, eine Tabellenzeile mit Links auf diese Jahrhundert Artikel. Aktuelle Einstiegspunkte
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrtausend komplette Navigationstabelle ist eingebaut
- über die Jahrtausender-Links innerhalb der Jahrhundert-Navigationstabelle Geplante weitere Einstiegspunkte
- Jahreskalender Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrhunderte

Aktuell 40. Jahrhundert v. Chr. bis 20. Jahrhundert + 21. Jahrhundert = 61 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrhundert enthält. Aus Platzgründen werden in die einzelnen Artikel jedoch nur 4 Tabellenzeilen (4 Jahrtausende) eingebaut. Aktuelle Einstiegspunkte:
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrhundert komplette Navigationstabelle einbauen (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahreskalender („Überschriften“ Links zum jeweiligen Block mit den Jahren)
- über die Jahrhunderter-Links in einigen der Jahrtausender-Artikeln Geplante Einstiegspunkte:
- über die Jahrhunderter-Links in der Jahrzehnte-Navigationstabelle
- Jahreskalender komplette Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrzehnte

Aktuell von 490er v. Chr. bis 2010er = 252 Artikel, sind jedoch Teilweise zur Zeit nur ein redirect auf das entsprechende Jahrhundert, was jedoch jederzeit geändert werden könnte. Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahrzehnt
- Zeitskala (nur TEILE der relativ großen Tabelle) Geplante Einstiegspunkte
- Jahrzehntekalender mit Link aus Zeitskala

Jahre

Aktuell von 400 v. Chr. bis 2016 (verlinkt bis 2200) Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahreskalender [Jahresübersicht] IN DER TABELLE auch Link auf alle entsprechende Jahrhunderte [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Jahreskalender Links auf diese Seite] Geplante Einstiegspunkte
- Jahreskalender mit Link aus Zeitskala, Jahr, ...
- Einen Teil aus Jahreskalender (19. + 20. jahrh.) in Jahr?

Tage – Historische Jahrestage

Historische Jahrestage Linktabelle auf alle Tage des Jahres und die Monate [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Historische_Jahrestage Links auf diese Seite]

Übersicht über den restlichen Artikelbestand

Portale


- Zeitskala momentan Zeittabelle + Links auf Jahreskalender, Jahrzehnte und Historische Jahrestage [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Zeitskala Links auf diese Seite] – dieser Artikel ist auf allen historischen Jahrestagen verlinkt
- Portal:Geschichte Komplexes, strukturiertes Portal, lebt davon, das es regelmäßig aktualisiert wird?

Meta-Artikel

Oberbegriffe, die untereinander verlinkt werden sollten? Zeit – Zeitmessung
- Zeitrechnung (Chronologie) ist die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit. Brauchbarer Artikel, bereits mit vielen Links
- Uhr mit langer Liste aller Uhrentypen Kalender
- Kalender DER Metaartikel für alle Weiteren Kalendersysteme (Gregorianischer ...)
- Astronomie Beobachtung der Himmelskörper als Grundlage von Zeitmessung + Kalender Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften):
- Naturgeschichte erweitern?
  - Kosmologie eigentlich Teil der Naturgeschichte?
  - Erdgeschichte erweitern?
    - Geologische Zeitskala (große Tabelle plus Inhalt) wichtig!
    - Historische Geologie ist ein Teilgebiet der Geologie und erforscht die Geschichte des Planeten Erde
- Urgeschichte
- Frühgeschichte
- Geschichte

Artikel

Zeitrechnung/Zeit – Definition, Einheiten und Allgemeines


- Zeit Brauchbarer Artikel
- Zeitpunkt kurz
- Zeitraum [Zeitintervall] kurz
- Zeitpfeil eine Gesetzmäßigkeit, die zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheidet.
  - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
- Zeitzone
- Ortszeit (gleiche) Zeit in der Zeitzone
- GMT Greenwich Mean Time, Vorgänger der UTC
- UTC Abkürzung für Universal Time Coordinated
- Sommerzeit ausführlicher Artikel, Winterzeit = Normalzeit redirect zu Sommerzeit
- MEZ Standardzeit ist die Mitteleuropäische Zeit, UTC plus 1 Stunde
- MESZ Mitteleuropäische Sommerzeit, UTC plus 2 Stunden
- Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehnt, Jahr, Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute, Sekunde, Millisekunde

Uhren – Zeitmessung


- Zeitmessung
- Uhrzeit
- Atomuhr als EINEN Uhrentyp, alle Anderen über Links in Uhr
- Global Positioning System Positionsbestimmung durch Zeitmessung – Nebenthema

Kalender


- Gregorianischer Kalender als DEN Kalender, alle Anderen über Links in Kalender (wichtig!)
- Schaltjahr, Schaltmonat, Schalttag, Schaltsekunde
- Kalenderdatum Das Tagesdatum im Kalender (Umgangsspr. Datum) (wichtig!)
- Datumsformat legt die Form fest, in der Kalenderdatum und Uhrzeit dargestellt werden (wichtig!)
  - ISO 8601, EN 28 601, DIN 5008
- Jahreszeiten
  - Frühling, Sommer, Herbst, Winter
- Sonnenwende (Astronomie)
  - Tagundnachtgleiche
  - Sommersonnenwende, Wintersonnenwende
  - Mitternachtssonne
- Osterdatum
- Kalendarium (Nebenthema)
- V. u. Z. ist die Abkürzung für „vor unserer Zeitrechnung“ (Nebenthema)
- Das Jahr Null [Jahr 0] (Nebenthema)

Astronomie – (Kalender)


- Geschichte der Astronomie
- Deklination (Astronomie)
- Rektaszension
- Siderisches Jahr
- Sonnentag und Sternentag
- Julianisches Datum gibt die Zahl der Tage an, die seit dem 1. 1. 4713 v. Chr. vergangen sind. Es wird vor allem in der Astronomie verwendet, nicht zu verwechseln mit dem Julianischen Kalender.

Kosmologie – (Physik)


- Lichtgeschwindigkeit
- Michelson-Morley-Versuch
- Spezielle Relativitätstheorie
- Raumzeit
- Eigenzeit
- Zeitdilatation
- Zwillingsparadoxon
- Urknall
- Planck-Zeit

Erdgeschichte

Naturgeschichte


- Paläontologie die Lebewesen und deren Lebensumstände

Momentan verwendete Formatvorlagen für Navigationselemente

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrtausende

aktuelle Version

Hier als Beispiel das 3. Jahrtausend v. Chr.
Zu diesem Jahrtausend v. Chr. existieren auch Wikipedia-Artikel zu den Jahrhunderten:

Zweiter Entwurf

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrhunderte

Aktuelle Version In die einzelnen Artikel werden nur jeweils 4 Zeilen (4 Jahrtausende) eingebaut

Vorschlag NEUE Tabelle für Jahrzehnte

Als Ersatz für die bisherige Version: Jahrzehnt
Zu umfangreich zur Navigation in jedem Jahrzehnt-Artikel
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Format Jahrhundert

17. Jahrhundert18. Jahrhundert – 19. Jahrhundert – 20. Jahrhundert21. Jahrhundert (weitere Jahrhunderte) ----

Jahrzehnte und Jahre

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Format Jahrzehnt

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Format Einzelne Jahre

Zeit

Jahrzehnt

Das Jahrzehnt, auch Dekade oder Dezennium ist ein Zeitraum von 10 Jahren. In seine strikten, mit Ordinalzahlen versehenen Bedeutung, wird das Jahrzehnt zur geschichtlichen Zeiteinteilung verwendet, zum Beispiel „das erste Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts“. Dieses begann natürlich erst am 1. Januar 1901 und endete am 31. Dezember 1910. (Siehe das Jahr Null). Daneben gibt es die sogenannten „gebräuchlichen Dekaden“, zum Beispiel die „20er Jahre des 20. Jahrhunderts“. Diese sind aber nicht völlig identisch mit dem „dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts“, da die erstere, logischerweise, das Jahr 1920 ein- und das Jahr 1930 ausschließt, der letztere Begriff, genauso logisch, das Jahr 1920 aus- und hingegen das Jahr 1930 mit einschließt. Gewöhnlich werden die „usuellen Dekaden“ auch erst ab den zwanziger Jahren aufwärts verwendet, von „zehner“ Jahren zu sprechen ist eher ungewöhnlich, „Nuller“ Jahre klingt gänzlich künstlich. Die Geschichtswissenschaft verwendet deshalb vornehmlich die eigentlichen Jahrzehnte. In der Politik wird der Begriff „Dekade“ oder „Jahrzehnt“ auch benutzt, um sich eine Zeitspanne zur Erreichung von Zielen vorzugeben. Beispiele aus der Arbeit der UNO:
- Jahrzehnt zur Zurückdrängung der Malaria in den Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika, von 2001 bis 2010
- Zweite Internationale Dekade für die Beseitigung des Kolonialismus, von 2001 bis 2010
- Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der Welt, von 2001 bis 2010 In der Wikipedia werden für die Übersichtsartikel – wegen der intuitiveren Navigation – die „usuellen Dekaden“ anstelle der „historischen Jahrzehnte“ verwendet. Hingegen werden die Jahrhunderte korrekt dargestellt (z. B. das Jahr 2000 beim 20. Jahrhundert, das Jahr 1900 beim 19. Jahrhundert usw.). Siehe zu dieser Thematik auch die Artikel Jahrtausend und Jahr Null. Siehe auch: Jahreskalender für eine Aufstellung nach einzelnen Jahren, Historische Jahrestage für eine Übersicht über die einzelnen Tage des Jahres, Dekade für andere Bedeutungen des Begriffs.

Artikel zu einzelnen Dekaden

Zu den folgenden „gebräuchlichen Dekaden“ (nicht Jahrzehnten) existieren in der Wikipedia Artikel:

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

! Kategorie:Zeitbegriff Kategorie:Kalender Kategorie:Maßeinheit ja:10年紀 simple:Decade

1001 v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren noch keine Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten.
---- Das 11. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 1100 v. Chr. und endete am 31. Dezember 1001 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- ab ca. 1050/1025: Aufkommen der protogeometrischen Keramik in Griechenland, die die spät-mykenische ablöst. Damit Beginn der Geometrischen Zeit
- Beginn der "ionischen Kolonisation", dabei nach der Überlieferung 1053 Neugründung Milets.
- Träger der Urnenfelderkultur siedeln in Kitzbühel, um Kupfererz zu schürfen
- Phönizische Seefahrer besuchen Fuerteventura und Lanzarote
- Phönizier siedelten sich an der Südküste Spaniens (Cádiz) an.

Persönlichkeiten


- Der biblische Prophet Samuel lebte in dieser Zeit.

Erfindungen und Entdeckungen


- ca. 1100 - Frühester chinesischer Landkompass
- In der Shang-Dynastie in China (etwa 1600 bis 1045 v. Chr.) werden Schriftzeichen auf Knochen eingeritzt. 00-11 ja:紀元前11世紀

Griechenland

Griechenland (griechisch früher Ελλάς, Hellás, heute Ελλάδα, Elláda; amtliche Vollform: Hellenische Republik) liegt in Südost-Europa und grenzt an Albanien, Mazedonien (von Griechenland nicht unter diesem Namen anerkannt, sondern als FYROM bezeichnet), Bulgarien und die Türkei und ist ein Anrainerstaat des Mittelmeers. Griechenland ist eine parlamentarische Demokratie und hat ein Einkammerparlament mit 300 Abgeordneten, von denen 288 auf vier Jahre gewählt und 12 von den Parteien gestellt werden.

Geographie

parlament Ungefähr ein Viertel der Fläche Griechenlands entfällt auf etwa 9841 Inseln, von denen 167 bewohnt sind. Die größten davon sind:
- Kreta (ca. 8.260 km²)
- Euböa (ca. 3.657 km²)
- Lesbos (ca. 1.630 km²)
- Rhodos (ca. 1.400 km²)
- Chios (ca. 840 km²)
- Kephalonia (ca. 780 km²)
- Korfu (ca. 579 km²)
- Samos (ca. 480 km²)
- Náxos (ca. 432 km²) Siehe auch: Liste griechischer Inseln Regionen auf dem griechischen Festland:
- Attika
- Epirus
- Makedonien
- Mittelgriechenland
- Peloponnes
- Thessalien
- Thrakien Die Region Makedonien im Norden Griechenlands ist nicht mit dem selbständigen Staat ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien zu verwechseln. Siehe auch: Liste der Städte in Griechenland

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Griechenlands Griechenland ist in 13 Verwaltungsregionen (griech. περιφέρειες/periphéries, Sg. περιφέρεια/periphéria) gegliedert, die wiederum in 51 Präfekturen (griech. νομοί/nomí, Sg. νομός/nomós) untergliedert sind.

Bevölkerung

Neben den Neugriechen bzw. der griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren noch einige sprachliche Minderheiten. Die wichtigsten Minderheitssprachen sind:
- Albanisch
- Aromunisch (in Zentralgriechenland ca. 100.000 aktive Sprecher der Gruppe der Aromunen oder auch Vlachen, ca. 300.000 passive Sprecher)
- Bulgarisch, gesprochen von ca. 30.000 muslimischen Pomaken
- Slawomazedonisch, gesprochen von slawischsprachigen Bewohnern Nordwestgriechenlands
- Türkisch 150.000 in Thrakien Türken und Pomaken sind zusammen als muslimische Minderheit anerkannt und genießen einige besondere Rechte, wie Schulunterricht in türkischer Sprache, Verwendung von Schulbüchern aus der Türkei (gem. bilateraler Vereinbarungen), Koranschulen etc. Sie sind über je 3 Abgeordnete von Nea Dimokratia und PASOK im Parlament vertreten.

Religion

Nominell gehören 95% der Bevölkerung der Griechisch-orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festland dem Autokephalen Orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf den Inseln und dem Ostzipfel des Festlandes um Thessaloniki dem "Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel" mit Sitz in İstanbul. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus und ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt; andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, zum Beispiel müssen alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden. Daneben gibt es unter den Bürgern mindestens 150.000 Muslime (größtenteils türkischer Abstammung), etwa 121.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus,
- [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scgr1.html] dann etwa 50.000 Zeugen Jehovas, etwa 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und etwa 5.000 Juden. Die etwa 700.000 Albaner in Griechenland sind meist nominell Muslime, Katholiken oder Orthodoxe, aber die überwiegende Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht. Siehe auch: Katholische Kirche in Griechenland

Religionsgeschichte

Zur vorchristlichen Religionsgeschichte siehe Griechische Mythologie

Politik

Innenpolitik

Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004, stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004. Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam in dieser Hinsicht unter großem Zeit- und Handlungsdruck stand. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der Europäische Union beitrat. Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten. Die beiden größten Parteien Nea Dimokratia und Pasok beherrschen seit 1974 die griechische Politik, daneben spielt auch die kommunistische KKE eine wesentliche Rolle. Die Sitzverteilung im griechischen Parlament, der Vouli ton Ellinon, sieht derzeit wie folgt aus: Nea Dimokratia - 165 PASOK - 117 KKE - 12 SYN - 6 Siehe auch: Politische_Parteien_in_Griechenland Innenpolitisch steht Griechenland vor zahlreichen Herausforderungen. Diese liegen im wesentlichen in den Bereichen der Haushaltspolitik und der Konsolidierung des immer noch dramatisch defizitären Staatshaushalts und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die trotz des konstanten beachtenswerten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre immer noch auf hohem Niveau verharrt bei gleichzeitig massiver Teuerung. Ein weiteres ungelöstes Problem ist der massive Zuzug, vor allem illegaler als in der Landwirtschaft geschätzter billiger Arbeitskräfte, von Ausländern v.a. aus Albanien, Rumänien und Bulgarien. Mit einer gleichzeitig steigenden Kriminalitätsrate v.a. im Bereich der Eigentumsdelikte -in der Vergangenheit eine quantité negligeable- begünstigt dieses Umfeld vermehrt soziale Spannungen und latent fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.

Außenpolitik

Der außenpolitische Kurs Griechenlands steht oftmals im Gegensatz zu dem seiner Bündnispartner in EU und NATO. Der Ministerpräsident der 90er Jahre Andreas Papandreou galt mit seinen immer wiederkehrenden nationalistischen Eskapaden als Enfant terrible in der EU. Der in der Bevölkerung tief verwurzelte Anti-Amerikanismus und das schwierige Verhältnis Griechenlands zu seinen Nachbarn sowie tiefe Prägungen aus der Geschichte machen Griechenlands Außenpolitik zu einem komplexen Thema. Insofern sind die schrittweise Aussöhnung und die immer besser werdenden Beziehungen zum ehemaligen Erzfeind Türkei ein revolutionärer Schritt. Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras. Auch wenn Griechenlands Position zum Zypern-Konflikt eindeutig ist, so hat die Ablehnung des Annan-Plans das Verhältnis zur Türkei nicht wesentlich belastet. Das Verhältnis zu Albanien, mit dem der faktische Kriegszustand erst 1987 beendet wurde, kann mittlerweile als ausgeglichen betrachtet werden, die Kontakte zu Sofia und Bukarest sind sehr gut. Mit Bulgarien wurde die Eröffnung 3 neuer Grenzübergänge vereinbart. Die diplomatischen Beziehungen zum nördlichen Nachbarn Mazedonien befinden sich zwar im Ausbau und der Ausblick ist positiv. Das Verhältnis bleibt jedoch wegen des nach wie vor ungelösten Namensstreits belastet, verstärkt wieder nach Anerkennung der Republik Mazedonien durch die USA im November 2004. Die Beziehungen zu Serbien sind traditionell exzellent. Serbien gilt immer noch als jahrhundertealter einziger Verbündeter, den man auf dem Balkan hat. Die durchweg pro-serbische Haltung im Jugoslawienkrieg und die dezidiert geschlossen ablehnende Haltung gegen das NATO-Bombardement auf Serbien 1999 belasteten jedoch das gespannte Verhältnis zur NATO, auch wenn Griechenland offiziell seine Bündnistreue betont.

Gesundheitswesen

Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in Großbritannien, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden: Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden. Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen. Die staatliche Versorgung ist nicht ganz auf mitteleuropäischem Stand (v.a. spezielle OP-Verfahren betreffend), während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird. Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.

Kultur und Gesellschaft

Griechische Philosophie

Artikel: Philosophie der Antike

Griechische Kunst

Hauptartikel: Kunstgeschichte Griechenlands

Griechische Küche

Hauptartikel: Griechische Küche

Griechische Literatur

Hauptartikel: Griechische Literatur

Griechische Musik

Hauptartikel: Griechische Musik

Griechischer Wein

Hauptartikel: Weinbau in Griechenland

Sport


- Fußball ( Fußball in Griechenland )
- Basketball ( Griechischer Basketball )
- Volleyball
- Wasserball
- Gewichtheben
- Handball
- Marathonlauf (dieser geht der Legende nach auf den Läufer Pheidippides zurück, der die Nachricht vom Sieg der Griechen über die Perser nach Athen brachte)

Adel

Laut Artikel 4 Absatz 7 der griechischen Verfassung werden "griechischen Staatsbürgern (...) Adelstitel oder Rangbezeichnungen weder verliehen noch anerkannt."

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Griechenlands, siehe auch: Liste der Herrscher von Griechenland. Das antike Griechenland samt den kleinasiatischen Städten wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund der griechischen Philosophie (siehe: Platon, Aristoteles). Nachdem Rom Griechenland im Jahre 146 v. Chr. zur römischen Provinz machte, wurde es nach der Reichsteilung 395 Bestandteil des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches bis zu dessen Untergang. Zu Details siehe: Antikes Griechenland und Byzantinisches Reich Byzantinisches Reich Seit 1453 Teil des Osmanischen Reichs kam es ab 1821 zum großen Volksaufstand. Als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter dieses Volksaufstands gilt Rigas Velestinlis (1757-1798). Durch das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830, vom Osmanischen Reich am 24. April anerkannt, wurde Griechenland zum selbständigen Staat erklärt. Somit war Ioannis Kapodistrias bis zu seiner Ermordung das erste Staatsoberhaupt. Im Jahr 1832 wurde dann Prinz Otto von Bayern als Otto I. Griechenlands erster (neuzeitlicher) König. Allerdings umfasste dieser Staat nur den kleineren Teil des heutigen Staatsgebiets. Thessalien wurde 1881, Kreta 1908 erworben. Die meisten Inseln sowie der Norden Epirus und Nordosten Makedonien des heutigen Staates (mit Thessaloniki) kamen erst durch die beiden Balkankriege 1912-1913 an Griechenland, als das geschwächte Osmanische Reich sich dort nicht mehr gegenüber den mit Serbien und zeitweise Bulgarien verbündeten Griechen behaupten konnte. Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte das mit der Entente verbündete Griechenland mit Billigung der Siegermächte (Völkerbundsmandat) die türkische Niederlage zu nutzen, um außer dem von Bulgarien gewonnen Westthrakien auch Osthrakien und das damals mehrheitlich von Griechen bewohnte Gebiet von Smyrna (heute İzmir) unter seine Kontrolle zu bringen. Ziel war die Umsetzung der Megali Idea (Großen Idee), welche vom damaligen Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos mit dem Ausdruck "Griechenland der zwei Kontinente und fünf Meere" als außenpolitisches Ziel konkretisiert wurde. Doch 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg mit einer verheerenden griechischen Niederlage in der Kleinasiatischen Katastrophe. Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein radikaler Bevölkerungsaustausch vereinbart: Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen, mit Ausnahme der Muslime in Thrakien. Die Flüchtlingsquote in Griechenland nach diesem Krieg betrug ca. 25 %, wesentlich mehr als etwa in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940 wird heute als Nationalfeiertag, der sogenannte "Nein-Tag", begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der deutschen Wehrmacht im April-Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. Gegen die bald erstarkende Partisanenbewegung griffen die Besatzungsmächte mehrfach kriegsverbrecherisch auf brutale Weise durch: In verschiedenen Orten, unter anderem in Kalavrita und Distomo, wurde als "Vergeltung" für Partisanenüberfälle die jeweilige Dorfbevölkerung von der Wehrmacht oder "Sondereinheiten" ermordet. Die Frage nach einer Entschädigung von deutscher Seite für diese Aktionen ist bis heute immer wieder Gegenstand politischer Diskussion. Der bewaffnete Widerstand ging hauptsächlich von der kommunistisch beeinflussten Volksbefreiungsarmee ELAS aus. Gleichzeitig gab es aber auch rivalisierende royalistische Partisanen, die durch Großbritannien unterstützt wurden. Nach militärischer Intervention Großbritanniens am 5. Dezember 1944 wurde die ELAS entsprechend dem Abkommen von Varkiza vom 12. Februar 1945 entwaffnet und demobilisiert. Der Zweite Weltkrieg ging in Griechenland quasi direkt in den Griechischen Bürgerkrieg über, der sich bald als Stellvertreterkrieg der beiden politischen Pole entpuppte: Die griechischen Kommunisten, welche die Hauptlast des Partisanenkampfes gegen das Besatzungsregime der deutschen Wehrmacht getragen hatten, versuchten nun, nur halbherzig unterstützt von der Sowjetunion und anfangs auch Jugoslawien (siehe Landkarte mit Umfang jugoslawischer Ansprüche gegen Griechenland:[http://www.macedonian-heritage.gr/Images/Maps/Borders_Symbols_Stability/map4.gif 1]), die Herrschaft über das befreite Griechenland zu erlangen, stießen jedoch auf vornehmlich royalistische Gegenwehr, welche v.a. von Großbritannien und den USA großzügig unterstützt wurde. Im Gegensatz zu allen anderen osteuropäischen Staaten gelang den Kommunisten die Machtübernahme in Griechenland jedoch nicht: Im auf beiden Seiten mit äußerster Härte, auch gegenüber der Zivilbevölkerung, geführten Bürgerkrieg wurden die kommunistischen Verbände immer mehr nach Nordwesten zurückgedrängt. Das Ende der Unterstützung durch Jugoslawien besiegelte schließlich das Ende ihrer militärischen Macht. Grund für die spärliche Unterstützung durch die kommunistischen "Bruderstaaten" war ein Geheimabkommen am Rande der Konferenz von Jalta 1945: Churchill und Stalin hatten dort ein Einflussverhältnis von "90% West zu 10% Ost" für Griechenland vereinbart; dies wurde später von vielen griechischen Kommunisten als "sowjetischer Verrat" empfunden, da man lediglich ein Bauernopfer Stalins gewesen sei. Seit dieser Zeit gibt es in Griechenland zwei Kommunistische Parteien (griechisch "KKE" für Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας, lat.: Kommunistiko Komma Elladas, dt.: Kommunistische Partei Griechenlands): die damals Desillusionierten bildeten die "Inlands-KKE", die weiterhin linientreuen Stalinisten die "Auslands-KKE". Im Sinne eines strikten Antikommunismus blieben noch bis in die 1960er Jahre viele bürgerliche Freiheiten eingeschränkt, was die NATO jedoch nicht davon abhielt, Griechenland 1952 aufzunehmen und so strategisch im Westen zu verankern. 1967 ergriff in Reaktion auf Liberalisierungstendenzen ein Militärregime unter Georgios Papadopoulos die Macht, während dessen zahlreiche Oppositionelle eingesperrt, gefoltert, ermordet oder ins Exil getrieben wurden, darunter der Komponist Mikis Theodorakis (sog. Obristenputsch). Das Zypernabenteuer der Junta führte 1974 zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Rückkehr zur Demokratie unter Konstantin Karamanlis. Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EU. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung wurde durch die hohen EU-Hilfsgelder (unter anderem für die Landwirtschaft) gefördert, doch der Abstand zu den entwickelteren EU-Staaten blieb bestehen. Angesichts der Umwälzungen im ehemaligen Jugoslawien ab 1989 versuchte Griechenland eine eigenständige, proserbische außenpolitische Rolle zu spielen, oft in deutlicher Abgrenzung von EU und NATO. Dies zeigte sich in der Namensfrage mit Mazedonien oder im Bosnien- und Kosovokonflikt. Dies lag vor allem an den wirtschaftlichen Interessen Griechenlands in dieser Region (Transitwege), aber auch ideologische Parallelen spielten hierbei eine gewichtige Rolle. In jüngster Zeit wurden unter der Regierung Simitis Schritte zur Entkrampfung des griechisch-türkischen Verhältnisses, aber auch der Beziehungen zu den Nachbarstaaten auf dem Balkan unternommen, die wirtschaftlich zunehmend interessant werden für den griechischen Außenhandel und für Auslandsinvestitionen.

Literatur


- Bötig, Klaus: Griechenland: Festland und Peloponnes, DuMont : Köln 1996, 396 S., ISBN 3-7701-3456-7
- Müller, Michael (Hrsg.): Griechenland. Reisehandbuch, Michael Müller Verlag : Erlangen, 8. Aufl. 2002, 768 S., ISBN 3-9232-7860-8
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0

Siehe auch


- Portal: Griechenland

Weblinks


- 20px Wiki-Portal Griechenland
- [http://www.griechische-botschaft.de/ Griechische Botschaft in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=52 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.mythos-griechenland.de Der Mythos Griechenland über die Jahrhunderte]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Griechenland/ Open Directory Project: Griechenland]
- [http://home.nikocity.de/schmengler/texte/griech.htm Agrarsektor und Agrarstrukturen in Griechenland]
- [http://de.greece-museums.com/ Griechische Museen]
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechenland.html Bibliographie Griechenland]
Kategorie:Land in der EU Kategorie:Staat Kategorie:Mittelmeer fiu-vro:Kriika ja:ギリシャ ko:그리스 ms:Yunani roa-rup:Gârţii simple:Greece th:ประเทศกรีซ zh-min-nan:Hi-lia̍p

Mykenisch

Als "mykenisch" (mykenische Kultur, mykenische Zeit, mykenische Periode) wird die festlandsgriechische Kultur der Späten Bronzezeit (Späthelladikum) bezeichnet, die circa 1600 v. Chr. auftrat und bis ins 11. Jahrhundert v. Chr. hinein bestand. Einige Forscher nehmen an, dass das mykenische Griechenland mit dem in hethitischen Quellen genannten Land Ahhijawa (Herleitung von Achaier= Bezeichnung von Griechen bei Homer) gleichzusetzen ist. Die mykenische Periode wird auch in Frühmykenisch, Mittelmykenisch und Spätmykenisch unterteilt, was den späthelladischen Hauptphasen (SH I, II und III) entspricht. Sie wird als die erste Hochkultur des europäischen Festlandes angesehen. Im Gegensatz zu den Trägern der minoischen Kultur sprechen die Bewohner des griechischen Festlandes (eine alte Form von) Griechisch. Die mykenische Kultur tritt fast unvermittelt kurz um 1600 hervor in Form von sehr reich ausgestatteten Schachtgräbern in Mykene. Auch in anderen Gegenden Griechenlands werden Tote bald mit sehr reichen Grabbeigaben bestattet. Außerdem tritt zu Beginn des Späthelladikums erstmals mykenische Keramik auf. Sie ist hellgrundig mit dunklem Firniss. Sie löst die mittelhelladische graue minysche Ware ab, die allerdings in SH I noch vorkommt. Zunächst sehr starker "minoischer" Einfluss. Kontakte gibt es aber nicht nur mit Kreta, sondern auch mit Ägypten. In der mittelmykenischen Zeit (SH II, etwa 1400-1300) werden die Schachtgräber teilweise von Tholos-Gräbern abgelöst. In dieser Phase wird Kreta von Festlandsgriechen erobert, so dass die Träger der mykenischen Kultur die ganze Inselwelt und Milet an der kleinasiatischen Westküste kontrollieren. Es ist nicht klar, ob - und wenn ja, zu welcher Zeit - ein größeres mykenisches Reich existierte oder ob es mehrere voneinander unabhängige mykenische Kleinstaaten gab. Nach Ausweis von Tontafeln in Liniear-B-Schrift einer Silbenschrift, die aus der kretischen Schrift entwickelt wurde (siehe Linearschrift A), gab es um 1200 v. Chr. auf dem Festland mehrere unabhängige Staaten (beispielsweise Pylos, Theben, Mykene). Die Zeit der ersten beiden Phasen der spätmykenischen Zeit (SH IIIA und SH IIIB; circa 1400 - 1200) stellt den Höhepunkt der mykenischen Kultur dar. Mykenische Keramik und andere Waren des Späthelladikums werden in viele Gegenden des Mittelmeerraums exportiert. Kurz nach 1200 v. Chr. (Am Ende von Spätmykenisch B SH III B) werden viele der bisher bekannten Siedlungen, vor allem die Oberstädte der mykenischen Zentren, zerstört. Die Ursachen hierfür sind nach wie vor ungeklärt. Die früher vertretene Theorie, die eine massive gewaltsame Einwanderung der Dorer für die Zerstörungen verantwortlich machte, kann ziemlich sicher ausgeschlossen werden. Denn in der Phase SH III C setzt sich die mykenische Kultur - wenn auch auf niedrigerem Niveau - eindeutig fort. Vor allem in der mykenische Keramik wird die Tradion bruchlos fortgesetzt. Dagegen gibt es keine klaren Indizien für zugewanderte Bevölkerung. Im Laufe der Phase SH III C kommt es auf dem Festland immer wieder zu Zerstörungen. Teilweise werden Siedlungen an unwirtlichen, aber gut geschützten Orten angelegt. Daneben werden auch die meisten Palastzentren, wie Tiryns und Mykene weiterbesiedelt. Vermutlich lebten in den Palästen eine neue Aristokratenschicht. Schriftfunde aus dieser Zeit sind bislang nicht ans Licht gekommen, abgesehen von Linear B- Zeichen auf einem einzelnen Gefäß, gefunden bei Milet, das in diese Phase datiert wird. Daher meinen viele Althistoriker und Archäologen, dass die Schriftlichkeit mit der Zerstörung der Zentren um 1190 v. Chr. verlorengegangen sei. Die Bedeutung der Phase SH III C tritt erst seit wenigen Jahrzehnten zu Tage. Jüngst wurden Vasenmalereien aus dieser Periode gefunden, die große Schiffe wiedergeben. Seehandel oder Unternehmungen zu See hat es in jener Zeit demnach gegeben. Immer mehr Gelehrte vertreten die Auffassung, dass die Phase SH III C einen gewichtigen Einfluss auf die Ausbildung eines Teils der griechischen Sagen, so die Werke Homers hatte. Zwischen etwa 1075 und 1025 v. Chr. geht die Periode SH III C in die submykenische Periode und dann in die protogeometrische Periode über. Gleichzeitig geht man immer mehr zur Brandbestattung über. In einigen Regionen Griechenlands ist die submykenische Periode nicht fassbar, dort folgt der späten SH III C-Phase die protogeometrische Periode. Die mykenische Kultur und Geschichte wird von der wissenschaftlichen Teildisziplin Mykenologie erforscht. Dieses Fach steht zwischen der klassischen Archäologie und der Alten Geschichte.

Literatur


- Chadwick, John: Die mykenische Welt, Reclam, Stuttgart 1979. ISBN 3-15-010282-0
- Meletzis, Spyros und Papadakis, Helen: Korinth. Mykene. Tiryns. Nauplia., Schnell u. Steiner, München 1978. ISBN 3-7954-0589-0 Kategorie:Griechische Geschichte (Antike) Kategorie:Archäologische Kultur ja:ミケーネ文明

Urnenfelderkultur

Die Urnenfelderkultur folgte auf die Hügelgräberbronzezeit. Sie dauerte von etwa 1350 v. Chr. bis 800 v. Chr. und ist ein Teil der Bronzezeit. Der Begriff Urnenfelderkultur geht auf den süddeutschen Prähistoriker Ernst Wagner zurück. Er bezieht sich auf die Bestattungen der Knochenreste von auf Scheiterhaufen verbrannten Toten, die in Urnen und in Süddeutschland auf großen Gräberfeldern (Urnenfeldern) beigesetzt wurden. Die Urnenfelderzeit umfasst mehrere relativchronologische Stufen, die forschungsgeschichtlich bedingt als Bronzezeit D, Hallstatt A und Hallstatt B bezeichnet werden, da zunächst die Unterscheidung zur folgenden früheisenzeitlichen Hallstattzeit nicht deutlich war. Paul Reinecke führte eine weitere Untergliederung der Stufen durch.
Datierung
BzD1350-1200
Ha A11200-1100
Ha A21100-1000
HaB11000-800
HaB2900-800
Ha B3800-750
Die Urnenfelderkultur fasst eine Reihe lokaler Gruppen zusammen. Die Lausitzer Kultur in Polen, Sachsen und Brandenburg ähnelt den weiter westlich gelegenen Gruppen durch den Bestattungsbrauch und weitere Ähnlichkeiten der materiellen Kultur und wird von manchen Forschern ebenfalls zur Urnenfelderkultur gerechnet. Vermutlich ist es besser, diesen Komplex verschiedener Kulturen als Urnenfelderzeit zu bezeichnen. Im westlichen Verbreitungsgebiet der Urnenfelderkultur bildete sich ab ca. 800 v. Chr. die eisenzeitliche Hallstattkultur heraus.

Literatur


- Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit, München 1996

Weblinks


- http://www.kulturenderbronzezeit.de.vu Kulturen der Bronzezeit
- [http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Urnenfelderzeit.htm Zur Urnenfelderzeit in Oberfranken (Landschaftsmuseum Obermain)] Kategorie:Archäologische Kultur

Kitzbühel

Kitzbühel ist eine Stadt in Tirol, Österreich. Sie ist Bezirkshauptstadt des Bezirks Kitzbühel, und liegt an der Kitzbühler Ache, mitten in den Kitzbüheler Alpen.

Geografie

Stadtgliederung

Am Horn, Aschbachbichl, Badhaussiedlung, Bichlach, Ecking, Felseneck, Griesenau, Griesenauweg, Gundhabing, Hagstein, Hausstatt, Henntal, Jodlfeld, Kaps, Mühlau, Obernau, Schattberg, Seereith, Siedlung Frieden, Sonnenhoffeld, Staudach, Stockerdörfl, Zephirau

Nachbargemeinden

Aurach bei Kitzbühel, Fieberbrunn, Jochberg, Kirchberg in Tirol, Oberndorf in Tirol, Reith bei Kitzbühel, Sankt Johann in Tirol

Geschichte

Sankt Johann in Tirol In der späten Bronzezeit (1100 - 800 v. Chr.) wurde das Gebiet um Kitzbühel von Illyrern besiedelt, die nach Kupfererz schürften. Um das Jahr 15 v. Chr. breiteten sich die Römer unter Kaiser Augustus bis über den Alpenraum aus, und errichteten die Provinz Noricum. Nach Zerfall des weströmischen Reiches wurde das Gebiet um 800 von Bajuwaren besiedelt, die die Wälder rodeten. Im 12. Jahrhundert findet sich die erste Erwähnung des Namens Chizbuhel in einer Chiemseer Urkunde, wobei Chizzo eine bayrische Sippe bezeichnet, und Bühel die geographische Lage der Siedlung auf einer Anhöhe. Kitzbühel kam 1255 zu Oberbayern, Herzog Ludwig II. verlieh Kitzbühel am 6. Juni 1271 das Stadtrecht und die Stadt wurde mit einer wehrhaften Mauer befestigt. Da sich Kitzbühel aber in den nächsten Jahrhunderten durch seine Lage zwischen Pass Thurn und Chiemgau als Handels- und Marktplatz etablierte, stetig wuchs und von kriegerischen Auseinandersetzungen verschont blieb, wurden die Mauern auf Höhe des ersten Stockes abgetragen, und zum Anbau von Wohnfläche genutzt. Die Heirat von Margarete Maultasch mit dem Bayerischen Herzog Ludwig dem Brandenburger im Jahr 1342 vereinte Kitzbühel mit Tirol, bis die Stadt nach dem Schärdinger Frieden 1369 wieder an Bayern abgetreten wurde. Am 30. Juni 1504 kam Kitzbühel erneut zu Tirol, als Kaiser Maximilian Kitzbühel und Kufstein eroberte. Maximilian verpfändete Kitzbühel, und so gelangte es Ende des 16. Jahrhunderts unter die Herrschaft der Grafen von Lamberg, bis zum 1. Mai 1840, als Kitzbühel feierlich an den Staat übergeben wurde. 1840 Die Kriege des 18. und 19. Jahrhunderts gingen an der Stadt vorüber, wenngleich sich auch Kitzbühler an den Tiroler Befreiungskämpfen beteiligten. Kitzbühel gelangte erneut zu Bayern als Kaiser Franz II. im Frieden von Preßburg Tirol an Bayern abtrat, nach dem Sturz Napoleons wurde es auf dem Wiener Kongress wieder mit Österreich vereint. Als Kaiser Franz Joseph schließlich die verworrenen Verfassungsverhältnisse ordnete, brachte dies der Stadt einen Aufschwung in Wirtschaft und Industrie. Ebenso hatte Kitzbühel das Glück im Ersten und Zweiten Weltkrieg vom Kriegsgeschehen verschont zu bleiben.

Bauwerke

Das Tanzcafe Reisch wurde 1928 vom Architekten Lois Welzenbacher erbaut, auch das Arzthaus Plahl stammt von diesem Architekten der Tiroler Moderne. Weitere architektonisch wertvolle Bauten sind die Berghäuser von Alfons Walde und Clemens Holzmeister am Hahnenkamm. Von Max Weiler stammt ein Fresko in der Hauptschule Kitzbühel, aus dem Jahr 1951.

Söhne und Töchter der Stadt


- Peter Aufschnaiter (1899-1973), Bergsteiger und Kartograf
- Ernst Hinterseer (1932-), Schirennläufer
- Anton Sailer (1935-), Schilegende
- Christl Haas (1943-2001), Schirennläuferin
- Hansi Hinterseer (1954-), Schirennläufer und Sänger
- Klaus Sulzenbacher, Nordischer Kombinierer

Tourismus

Kitzbühel gilt als eines der bedeutendsten Wintersportzentren in Österreich am Fuß des Hahnenkammes (1712 m; jährliche Weltcuprennen: Abfahrtslauf auf der Streif, Slalom am Ganslernhang, Super G auf der Streif) und des Kitzbüheler Horns (1996 m). Gemeinsam mit den Skipisten und Liften im benachbarten Kirchberg in Tirol, Jochberg und am Pass Thurn weist Kitzbühel eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs auf.

Städtepartnerschaften

Kitzbühel unterhält Städtepartnerschaften mit den Städten
- Greenwich in den Vereinigten Staaten, seit 1961
- Yamagata in Japan, seit 1963
- Sun Valley in den Vereinigten Staaten, seit 1967
- Sterzing in Italien, seit 1971
- Rueil-Malmaison in Frankreich, seit 1979
- Bad Soden am Taunus in Deutschland, seit 1984 Ingolstadt und Landshut sind historische Schwesterstädte Kitzbühels, denen wie Kitzbühel das Stadtrecht von München verliehen wurde. Weitere historische Schwesternstädte aus dem Jahr 1393 sind Kufstein und Rattenberg.

Literatur


- Gertrud Heß-Haberlandt: Bauernleben. Eine Volkskunde des Kitzbüheler Raumes. Haymon, Innsbruck 1988
- Kitzbüheler Ski Club (Hrsg.): Hahnenkamm. Chronik eines Mythos. Wissen Media, Gütersloh–München 2003
- Emil Arnim Pfeifer: Kitzbühel. Sonne und Pulverschnee. Verein „Alte Kitze – Old Kids“, Kitzbühel 1992
- Wido Sieberer (Hrsg.): Kitzbühels Weg ins 20. Jahrhundert. Sparkasse Kitzbühel, Kitzbühel 1999
- Wido Sieberer: Kitzbühel. Tyrolia, Innsbruck 2005
- Wolfgang Straub: Kitzbühel. Mit Fotos von Franz Trumler. Brandstätter Verlag, Wien 2005
- Eduard Widmoser (Hrsg.): Stadtbuch Kitzbühel. Gemeinde Kitzbühel, Kitzbühel 1967–1971

Weblinks


- [http://www.kapuziner.at/nordtirol/kitz/geschichte.html Franziskanerkloster Kitzbühel] (ehemaliges Kapuzinerkloster)
- [http://www.fckitz.at Fussballclub Kitzbühel]
- [http://www.hahnenkamm.com Hahnenkammrennen]
- [http://www.anzeiger-news.com Kitzbüheler Anzeiger]
- [http://www.insidekitz.com INSIDE KITZ Kitzbüheler Lifestyle Magazin]
- [http://www.bhl.at/pfarre-kitzbuehel/ Pfarre St. Andreas, Kitzbühel]
- [http://www.kitzbuehel.at/ Tourismusverband Kitzbühel] Kategorie:Ort in Tirol

Fuerteventura

Fuerteventura ist eine der kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, ca. 100 km westlich der marokkanischen Küste. Die Insel hat eine Fläche von etwa 1700 km² und ca. 69.000 Einwohner (Stand 2002). Die Hauptstadt Fuerteventuras ist Puerto del Rosario (24.000 Einwohner), die Landessprache ist spanisch. Fuerteventura bildet mit der nördlich gelegenen Insel Lanzarote die östliche Grenze der Kanaren und ist, nach Teneriffa, die zweitgrößte Insel des Archipels. Fuerteventura gehört mit Lanzarote und Gran Canaria zur Provinz Las Palmas. Die Kanaren gehören zum Hoheitsgebiet Spaniens, genießen aber einen Sonderstatus als autonome Region mit eigenem Parlament und Präsidenten. Präsidenten

Gemeinden

Obwohl sich heute die Bevölkerung an den touristisch geprägten Orten an der Küste konzentriert, befinden sich die Sitze der Gemeindeverwaltungen mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto del Rosario in vergleichsweise kleinen historischen Orten im Inselinnern. Fuerteventura ist in sechs Gemeindebezirke eingeteilt:
- Antigua, mit dem Tourismuszentrum El Castillo/Caleta de Fuste
- Betancuria
- La Oliva, mit El Cotillo und dem Tourismuszentrum Corralejo
- Pájara, mit den Tourismuszentren Costa Calma und Morro Jable/Jandía
- Puerto del Rosario
- Tuineje, mit Gran Tarajal und Tarajalejo

Geographie

Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren; sie entstand vor etwa 20 Millionen Jahren und ist vulkanischen Ursprungs. Der Großteil der Inselmasse entstand vor ca. 5 Millionen Jahren und ist seitdem durch Wind und Wetter stark erodiert. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura erloschen vor 4000 bis 5000 Jahren. Der höchste Punkt auf Fuerteventura ist der Berg Pico de Jandía (807 m) auf der gleichnamigen Halbinsel. Halbinsel Im Norden der Insel findet man (bei Corralejo) große Sanddünenbereiche (Wanderdünen), die die Nähe der kanarischen Inseln zu Nordafrika sehr anschaulich werden lassen. (Parque Natural de las Dunas de Corralejo) Die Insel erreicht zwischen der Nord- und Südwestspitze eine Länge von knapp 100 km und ist misst an der breitesten Stelle 31 km. Der Istmo de la Pared ist mit 5 km Breite die schmalste Stelle Fuerteventuras und gliedert die Insel in zwei Teile: Den nördlichen Teil Maxorata, nach dem auch die ursprünglichen Inselbewohner Majoreros benannt sind, und die südliche Halbinsel Jandía. Die Inselfläche von 1700 km² ist, im Vergleich zu anderen kanarischen Inseln, mit 25 Einwohnern pro km² nur sehr dünn besiedelt. Fuerteventura liegt auf dem 28. Grad nördlicher Breite und zwischen dem 13. und 14. Grad westlicher Länge.

Klima

km² Das Klima ist das ganze Jahr über angenehm, was den Kanarischen Inseln den Beinamen "Inseln des ewigen Frühlings" eingebracht hat. Das Meer gleicht die Temperaturen aus und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara fern. Fuerteventura ist mit 147 mm pro Jahr im Kanarenvergleich sehr niederschlagsarm; durch die Sünden der Vergangenheit wirkt sich dies in jüngster Zeit besonders auf die Landwirtschaft aus. Die teilweise sehr starken Regenfälle in den Wintermonaten fließen, durch die zerstörte Vegetation zumeist ungenutzt, in das Meer ab. Ein besonderes Wetterphänomen ist der Scirocco, in Spanien auch Leveche genannt, ein heißer Südostwind aus der Sahara. Während des Scirocco steigt die Temperatur manchmal sprunghaft um 10 Grad und die Luft wird extrem trocken. Der Wind bringt neben feinem Sand, der den Himmel verdunkelt und die Sicht auf 100 bis 200 m senkt, auch afrikanische Wanderheuschrecken mit sich. Die Inselbewohner bezeichnen dieses Wetter als Calima.

Geschichte

Calima] Ab dem 30. Jahrhundert v. Chr. findet eine erste Besiedlung der Kanaren in mindestens zwei Wellen statt. Um das 11. Jahrhundert v. Chr. besuchen phönizische Seefahrer Fuerteventura und Lanzarote. Um 850 v. Chr. beschreibt der griechische Dichter Homer in der Odyssee die Kanaren als "Die Inseln der Glückseligen". 1312 landet Lancelot Maloisel auf Lanzarote, aufgrund seiner phantasievollen Berichte brechen 1340 Spanier und Portugiesen mit Expeditionen in Richtung Kanaren auf. Die Inseln, die bis dahin unter maurischem Einfluss standen, werden von europäischen Goldsuchern, Händlern und Sklavenjägern heimgesucht. Sklavenjägern] 1402 startet der Normanne Jean de Béthencourt seine Expedition von Lanzarote aus, das er vorher unterworfen hatte. Er besiegt die Ureinwohner und gründet 1404 Betancuria als Hauptstadt. 1412 kehrt er auf das Festland zurück und legt den Lehnseid vor dem spanischen König ab. 1424 wird Fuerteventura Bistum. 1430 wird die Ernennung zum Bistum für ungültig erklärt und Guillén de las Casas erwirbt den Besitzanspruch auf die Insel. 1456 geht der Besitz auf Guilléns Erben, Diego García de Herrera über. Herrera und seine Nachfolger herrschen als Señores über die Insel und erschließen sie systematisch. Wichtige Einnahmequelle des Herrera-Clans ist die Sklavenjagd an der nordafrikanischen Küste. 1708 Gründung einer Militärherrschaft (die Coroneles, die Obersten) mit Sitz in La Oliva. 1740 landen englische Korsaren bei Gran Tarajal und wollen die Insel unterwerfen, sie werden jedoch in zwei Schlachten bei Tuineje besiegt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts kommt es immer wieder zu Überfällen von Freibeutern. 1834 wird Antigua neue Hauptstadt, 1835 wird der Verwaltungssitz nach Puerto de Cabras (heute: Puerto del Rosario) verlegt. 1836 wird die Feudalherrschaft der Señores abgeschafft. 1852 werden die Kanarischen Inseln von Isabella II. zur Freihandelszone erklärt. Die Militärherrschaft über die Insel wird 1859 aufgelöst und Puerto de Cabras wird 1860 schließlich die neue und jetzige Hauptstadt der Insel. 1912 werden den Kanaren die Selbstverwaltungsrechte (Cabildo Insular) zugestanden. Fuerteventura und Lanzarote werden 1927 Teil der Provinz Las Palmas. 1966 kommen die ersten Urlauber auf die Insel. 1975 werden ca. 4500 spanische Fremdenlegionäre nach Puerto del Rosario verlegt. In den darauf folgenden Jahren führen die Legionäre ein Schreckensregime, bei dem ein Bürgermeister und der Inselpräsident ermordet werden. 1982 bekommen die Kanarischen Inseln einen eigenen Autonomiestatus. 1986 tritt Spanien der EG bei, die Kanaren behalten ihren Sonderstatus. Der Fremdenverkehr wird 1990 zur wichtigsten Einnahmequelle der Insel; die Bautätigkeiten erreichen ihren Höhepunkt. Die Fremdenlegion wird 1996 wieder von Fuerteventura abgezogen.

Wirtschaft

1996 Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus. Von sanftem naturnahem Tourismus im Inselinneren bis hin zu lauten und stark frequentierten Hotelketten für Massentourismus im Küstenbereich findet man alles. Viele Sportarten werden angeboten - vor allem Wassersport: Segeln, Surfen, Schwimmen, Wasserski, Jetski, Tauchen und auch Wandern und Reiten ist beliebt. Bauern bieten regionale Produkte an und partizipieren damit auch am Tourismus. Regionale Produkte sind vor allem Ziegenkäse und Meersalz, Kanarische Kartoffeln und Kanarische Tomaten.

Sehenswürdigkeiten

1996 1996 Die eigentliche Attraktion Fuerteventuras sind wohl die weiten Strände entlang der Ostküste. Im Norden, nahe Corralejo, gibt es seit 1987 den unter Naturschutz stehenden Dünenpark, zu dem auch die vorgelagerte Insel Los Lobos gehört. Die konstanten Winde machen die Strände der Insel zu einem Paradies für Wassersportler. Wellenreiter kommen besonders an der Westküste auf ihre Kosten, Windsurfer sind im Norden bei Corralejo oder an der Ostküste (besonders am langen Strandabschnitt zwischen der Costa Calma und Jandía) gut aufgehoben. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren auch das Kite-Surfen etabliert. Teilweise ist der Strand hier in Abschnitte eingeteilt, die entweder nur für Windsurfer oder nur für Kitesurfer reserviert sind. Der Westen der Insel besteht zu einem großen Teil aus sehenswerter Steilküste. Vom Baden sollte jedoch wegen der lebensgefährlichen, ablandigen Strömungen abgesehen werden. Jandía Wer mit einem Auto unterwegs ist, sollte nicht auslassen, die Berge zu durchfahren. Die raue und kahle Landschaft der Berge besitzt einen ganz eigenen Charme. Des öfteren trifft man am Straßenrand auf Streifenhörnchen, die sich flink durch die Steine bewegen und von Fall zu Fall an Menschen gewöhnt sind. Streifenhörnchen Am 18. Januar 1994 lief der Luxusliner American Star vor dem entlegenen Strand Playa de Garcey auf Grund, und brach kurz darauf auseinander. Beim Versuch, zu diesem Wrack zu schwimmen und dort Gegenstände zu bergen, sind bereits einige Menschen gestorben, da unberechenbare Strömungen, herumliegende Wrackteile und heftige Wellen dies zu einer lebensgefährlichen Unternehmung machen. Eine weitere Sehenswürdigkeit im nordwestlichen Inselinneren ist das Ecomuseo de Algocida in Tefia. Mit EU-Mitteln wurden hier in den letzten Jahren mehrere verfallene Bauernhöfe restauriert, und es wird die Handwerkskunst und Lebensweise der Bevölkerung Fuerteventuras vor der Zeit des Tourismus gezeigt. Zu sehen sind Steinmetze, Bäcker, Stellmacher, Stickerinnen uvm.

Persönlichkeiten

Miguel de Unamuno, ein baskischer Philosoph, lebte 1924 einige Monate auf der Insel als politisch Verbannter. Von ihm stammt die schöne Zeile "Fuerteventura ist eine Oase in der Wüste der Zivilisation". Seit einigen Jahren steht ihm zu Ehren ein Denkmal am Fuß der Montaña Quemada, nahe Tefía.

Literatur


- Joachim Pott, Joachim Hüppe, Wolfredo Wildpret de la Torre: Die Kanarischen Inseln. Natur- und Kulturlandschaften. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik)
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Kategorie:Kanarische Inseln

Phönizier

Die Phönizier waren ein semitisches Volk der Antike und lebten hauptsächlich im Bereich des jetzigen Libanon und Syrien an der Mittelmeerküste. Das Reich bestand aus Stadtstaaten, welche politische Selbständigkeit hatten. Die wichtigsten Städte waren: Arados, Byblos, Berytos, Sidon und Tyros, welches in der Zeit zwischen 1000 bis ca. 774 v. Chr. die führende Macht unter den Städten war.

Geschichte

Der Name "Phönizier" ist von der griechischen Bezeichnung "Phoinikes" abgeleitet. Sie selbst haben sich nie "Phönizier" oder ähnlich genannt, sondern nach den Städten, aus denen sie kamen, z.B. Sidonier = Leute aus Sidon. Die Phönizier zählen zu den ersten, bekannten Seefahrern. Phönikische Gewebe, insbesondere Purpurstoffe, waren in Griechenland sehr geschätzt. Nach Herodot stammten die Phönizier von den Kanaanitern ab und hatten ihren Ursprung im Gebiet des persischen Golfs. Ihre Sprache war nordwestsemitisch. Eine phönizische Kolonie war Karthago (im heutigen Tunesien). Die Karthager wurden von den Römern Poeni (Punier) genannt. Die Phönizier waren ausgezeichnete Seefahrer. Sie kolonisierten den Mittelmeerraum von Zypern über Sizilien bis Spanien, bereisten Gadir, Cerne und unter Hanno dem Seefahrer durchfuhren sie (von Karthago aus) Gibraltar und reisten bis zum Golf von Guinea. Sie handelten mit Britannien und kauften Zinn von den Gruben der Halbinsel Cornwall. Es gibt popularwissenschaftliche Theorien, nach denen die phönizischen Seefahrer bereits ca. zwei Jahrtausende vor Christoph Kolumbus den Weg über den Atlantik bis nach Amerika fanden - und regelmässig befuhren. Im 8. Jahrhundert v. Chr. verloren die Phönizier ihre Unabhängigkeit und standen unter dem Einfluss der Assyrer. Im Jahr 701 v. Chr. eroberte das Neuassyrische Reich unter Sanherib Phönikien (außer Tyros). Ab dem Jahr 586 v. Chr. Zugehörigkeit zum Neubabylonischen Reich, außer Tyros, welches einer 13jährigen Belagerung (von 585 bis 573 v. Chr.) standhalten konnte. Um 520 v. Chr. wiederum kam das Land schließlich unter persische Herrschaft, wobei die phönizischen Städte als persische Vasallenkönigtümer eingegliedert wurden. Unter persischer Herrschaft stellten sie mit ihren Schiffen einen großen Teil der persischen Kriegsflotte. Im Auftrag des Pharaos Necho II. sollen sie, um 600 v. Chr. eine große Expedition unternommen haben, von der Sinaihalbinsel ausgehend, mit Schiffen von ca. 40 m Länge, ausgestattet mit 40 Riemen (Ruderern) und einem Segel, über Somalia, den Äquator nach Südafrika, und dann entlang der Westküste Afrikas zurück ins Mittelmeer, so dass sie binnen 3 Jahren ganz Afrika umrundeten – eine Strecke von 30.000 km in unbekannten Gewässern. Die Fahrt wurde durch längere Landaufenthalte zum Säen und Ernten von Getreide unterbrochen. Diese Reise wurde von Herodot beschrieben, ist aber sonst nicht verifiziert. Für ihre Plausibilität spricht jedoch, dass nach seinem Bericht die Seefahrer verwundert waren, dass sie, westwärts fahrend, die Mittagssonne auf der rechten Seite (also im Norden) zu sehen bekamen - was Herodot selbst nicht glauben wollte. Die Zerstörung von Tyros durch Alexander den Großen 332 v. Chr. und Karthagos durch die Römer 146 v. Chr. bedeutete das Ende der Phönizier. Die heutigen Bewohner des Libanons sind zum großen Teil phönizischer Abstammung mit syro-mesopotamischer Mischung, die sich durch die syrische Christianisierung des Libanons bemerkbar macht. Die maronitische Kirche (zur der die meisten Christen im Libanon gehören) festigte die Verbindung des syrischen Ost-Christentums mit den historischen phönizischen Ursprüngen des Landes.

Wirtschaft (Holz)

Die Phönizier waren kulturbildend. Sie schufen die Urform des europäischen Alphabets und waren die ersten bekannten Benutzer der Farbe Purpur (ein Farbton zwischen Rot und Violett). Quelle dieser königlichen Farbe war die Purpurschnecke (Murex trunculus). Purpur und die hervorragend für den Schiffbau geeignete Libanonzeder waren als natürliche Ressourcen maßgeblich am Aufstieg des Reiches beteiligt. Nach Vernichtung der Zedernbestände ging das ehemals mächtige Reich unter - ein eindrucksvolles Beispiel für die Folgen nicht nachhaltiger Nutzung. Das ursprünglich im Libanon mit 500.000 Hektar anzusetzende natürliche Areal ist heute auf 2.000 Hektar zusammengeschrumpft, davon gerade 342 Hektar Reinbestände, davon 85 Hektar nahe Tanourinne und Hadem und jeweils 40 Hektar bei Ain Zahalsa und Jebel Baroun. Es gibt nur noch einen einzigen Altbestand von 16 Hektar bei Besharri. Die Zedern lieferten große dicke Stämme von sehr schönem, dauerhaftem und leicht zu bearbeitendem Holz. Dieses verwindet sich beim Trocknen nicht. Nicht nur der Holzhunger der Flotten von 2.700 vor Christus bis in das erste Jahrtausend nach Christus verschlang Hektar um Hektar. Begehrt war das Zedernholz auch für Paläste und Tempel im weiten Umfeld. Der erste Bericht stammt aus der Zeit des Pharao Senefru um 2750 vor Christus und erwähnt dessen Belieferung mit Zedernholz aus Byblos. Aber auch nach Mesepotamien wurde das Zedernholz geliefert, z.B. um 2.400 v. Chr. Lieferung für den Fürst Gudea in Lagasch viele 20-30 Meter lange Stämme. Als Phönizien zum Ägyptischen Reich gehörte, führten Zwangsarbeiter große Kahlschläge für die riesigen Tempelanlagen von Theben, Karnak und Memphis durch. Aber auch Gebrauchsgüter wie die Särge (auch die der Pharaonen) wurden aus dem aromatischen Holz hergestellt, das sogar als Räucherwerk verbrannt wurde. Auch Griechenland importierte z.B. für den Tempel der Diana in Ephesos Zedernholz aus Phönizien ebenso wie die Könige Israels, David und Salomon für den Tempelbau und ihre Palastbauten. Allein in der Bibel findet die Libanonzeder in 40 Kapiteln in 18 Büchern über hundertmal Erwähnung. Sie galt im Altertum als schönster Baum der Erde. Im salomonischen Tempel waren Säulen, Wände, Chor, Dachkonstruktion, das Allerheiligste und die Täfelung der Altäre aus Zedernholz. Zedernholzschindeln wurden als Dachabdeckung verwendet. Kein Wunder dass 333. v.Chr. Alexander der Große im Südlibanon bereits kein Zedernholz mehr für seinen Bedarf für Schiffbau fand und diesen nur noch in entlegenen Gebieten des Anti-Libanon decken konnte. In Phönizien diente das Holz auch zur Herstellung hochwertiger Möbel und für Gebrauchsgegenstände. Auch das Harz wurde geschätzt und vielfach bis zum Einbalsamieren der ägyptischen Mumien verwendet. Reich wurden die Phönizier aber letztlich durch ihren Handel basierend auf ihren Kolonien und Stützpunkten und ihrer mächtigen Handelsflotte aus Libanonzedern andererseits.

Phönizische Religion

In der griechischen Mythologie gilt der Phönix als Stammvater der Phönizier und ist Vater von Kadmos und Europa. Die Phönizier hatten einen höchsten Gott El sowie mehrere Stadtgötter, als bevorzugte weibliche Gottheit Astarte, und den Vegetationsgott Adonis.

Literatur


- Sommer, Michael: Die Phönizier - Handelsherren zwischen Orient und Okzident, Kröner: Stuttgart, 2005, ISBN 3520454017
- Markoe, Glenn E.: Die Phönizier, Theis: Darmstadt, 2003, ISBN 3806218161
- Sudhoff, Heinke: Sorry Kolumbus - Seefahrer der Antike entdecken Amerika, Gustav Lübbe Verlag: Bergisch Gladbach, ISBN 3404641167
- Herm, Gerhard: Die Phönizier - Das Purpurreich der Antike, Econ: Düsseldorf, 1980, ISBN 3-430-14452-3
- Müller, H.-P.: Religionen am Rande der griechisch-römischen Welt: Phönizier und Punier, in: H.-P. Müller - F. Siegert: Antike Randgesellschaften und Randgruppen im östlichen Mittelmeerraum (Münsteraner Judaistische Studien 5), Münster, 2000, S. 9-28
- Moscati, Sabatino: Die Phöniker. Von 1200 v.Chr. bis zum Untergang Karthagos, Zürich, 1966

Siehe auch


- Phönizisches Alphabet

Weblinks


- http://phoenicia.org - Exzellente umfangreiche Site in englischer Sprache
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/geschichte/alphabet/ Bei den Erfindern des Alphabets: Alltag im alten Phönizien] (Materialien des CollegeRadio) Kategorie:Phönizier Kategorie:Ethnie Kategorie:Karthago ja:フェニキア

Cádiz

Cádiz ist Hauptstadt der Provinz Cádiz in der Autonomen Region Andalusien in Süd-Spanien mit 133.242 Einwohnern (2004). Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in die Bucht von Cádiz, welche ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz ist, vorspringt. Cádiz ist von ausgesprochenem andalusischem Charakter. Die Altstadt ist geprägt durch die große Individualität der Viertel (span. Barrios) 'El Populo', 'La Viña' oder 'Santa Maria'. Diese wunderschönen Stadtteile stehen im starken Kontrast zur Neustadt. Außerdem wird das Stadtbild durch zahlreiche Parkanlagen, alte Riesenbäume (Gummibäume), die angeblich von Kolumbus hierher gebracht wurden, und viele kleine Plätze geprägt.

Geschichte

Cádiz (phön.: 'gdr ; griech.: Gadir) ist eine Stadtgründung der Phönizier. Diese erkannten die günstige Lage der Insel (erst im 17. Jahrhundert wurde es eine Halbinsel) an der Mündung des Guadalete, in der Nähe des an Silber reichen Tartessos sowie auf halben Weg zu den "Zinninseln" (Britannien). Der römische Historiker Velleius Paterculus gab als Zeitraum der Grundsteinlegung 1100 v. Chr. - "80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg" (Historia Romana 2,3) - an, archäologisch konnte eine Besiedlung des Gebiets jedoch nur bis in die Mitte des 8. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden. Unter den Phöniziern und später den Karthager wurde Gadir zu einem blühenden Handelszentrum. Nach den Punischen Kriegen übernahmen die Römer die Stadt und änderten sogleich den Namen; aus Gadir wurde Gades. Im Jahr 1262 eroberte Alfons X. Cádiz und vertrieb somit die Mauren, die seit Beginn des 8. Jahrhunderts dort die Herrschaft innehatten. Ausserdem wurde Cádiz von den Griechen und Westgoten besiedelt. In der späteren Kolonialzeit Spaniens blühte Cádiz erneut zu einer Handelsstadt auf, denn durch die günstige geografische Lage am Atlantischen Ozean galt sie gewissermaßen als das Tor nach Amerika. Schließlich war es auch ein kleiner Ort in dem Golf von Cádiz namens Puerto de Santa María, von dem aus Kolumbus im Jahr 1492 in die neue Welt segelte.

Feste (Fiestas)


- Fussball (Trofeo de Ramón de Carranza) mit anschließendem Massengrillen am Strand. Zu diesem Ereignis sind 300.000 Leute in der Stadt... August
- Carnaval de Cádiz (zur gleichen Zeit wie in Deutschland - Februar) Einzigartig in Spanien. Besondere Highlights: Chirigotas, Comparsas und der Tag, an dem die ganze Stadt verkleidet ist.

Sehenswürdigkeiten

Chirigotas
- Kathedrale (Catedral) aus dem 18. Jh.
- Kirche des Heiligen Kreuzes (Iglesia de Santa Cruz) - alte Kathedrale.
- Oratorium San Felipe Neri (Der Ort, an dem die erste Spanische Verfassung konstituiert wurde) aus dem 17. Jh.
- Die Heilige Höhle (La Santa Cuerva) aus dem 18. Jh. (Mit Gemälden von Goya)
- Altes Badehaus am Stadtstrand (Baluarte de La Candelaria) - Hier stieg Halle Berry in James Bond "Stirb an einem andern Tag" aus dem Wasser. Das war nicht Havanna.
- Kastelle San Sebastian und Santa Catalina
- Plaza España
- Plaza de Mina
- Theater (teatro Manuel de Falla)
- Diverse Museen

Tourismus

Cadiz ist bei einer Reise durch Andalusien in jedem Fall einen Besuch wert. Wie in jeder spanischen Stadt mit Neu- und Altstadt, ist die Neustadt weniger sehenswert, obwohl dort der wohl schönste Strand in Cádiz zu finden ist. Bei einem längeren Aufenthalt muss man sich mit diesem Teil der Stadt also anfreunden. Bekannt ist Cádiz viel mehr bei den einheimischen Sommerurlaubern. In den Sommermonaten treibt es tausende Familien aus Madrid, Barcelona und vielen anderen Orten in ganz Spanien hierher. Und das nicht ohne Grund: Wer gerne einen Urlaub in typischem Ambiente verbringen möchte wird hier selten auf jemand anderen als einen Spanier treffen. Es wird kaum Englisch oder andere Fremdsprachen gesprochen, man sollte also ein paar Kenntnisse im Spanischem mitbringen. Wer diese nicht hat, kann an guten Sprachschulen sein Spanisch aufbessern.

Klima

Im Gegensatz zu den Orten innerhalb der Provinz ist das Klima vom Meer geprägt. Im Sommer sind Temperaturen um 30 Grad geradezu angenehm. Der Atlantik bestimmt das Klima. Kommt der Wind aus Westen (Poniente) lässt es sich hier sehr gut aushalten. Im Gegensatz dazu steht der Levante. Dieser Wind kommt aus dem Osten und ist bei den Windsurfern um Tarifa sehr willkommen, führt in Cádiz aber zu ähnlichen Verhältnissen, wie der Föhn in Bayern. Die Leute klagen über Kopfschmerzen, es ist stickig und alles geht etwas langsamer voran. Selbst am Strand ist es manchmal unangenehm, denn der meist starke Wind wühlt den Sand auf und bläst ihn über den Strand. Im Winter liegen die Temperaturen um die 10-15 Grad. Hohe Luftfeuchtigkeit lässt es kälter erscheinen, als es in Wahrheit ist (Gefühlte Temperatur).

Strände


- Playa la Caleta (Altstadt - sehr romantisch am Abend, tagsüber aber überfüllt)
- Playa Santa Maria del Mar (Neustadt - Anfang eines 9 km langen Strandes)
- Playa de la Víctoria (Neustadt - Mittetteil des Strandes)
- Playa de Cortadura (Stadtgrenze - Ende des 9 km langen Strandes) Feiner Sandstrand, der mit dem blauen Band (Playa de la Víctoria), seit Jahren ausgezeichnet ist.

Verkehr

Cádiz ist die größte atlantische Hafenstadt Andalusiens. Von hier kommt man per Fähre z.B. zu den Kanarischen Inseln.

Bus, Bahn, Auto

Zu erreichen ist die Stadt mit Fernbussen und der Bahn über nur zwei Zufahrten, der Landzunge die Cadiz und San Fernando verbindet, sowie über die Brücke Jose Leon de Carranza. Daher staut es sich am Stadteingang zu den Verkehrsstoßzeiten gewaltig. Da der Fußballclub 2005 in die erste Liga aufgestiegen ist, und somit an den Wochenenden mit noch mehr Verkehr zu rechnen ist, ist ein schon lang bei der Bürgermeisterin Teófila Martínez vorliegen Plan zum Bau einer zweiten Brücke, nun in die Tat umgesetzt worden. Im Sommer 2005 sollen die Bauarbeiten beginnen und die Stadt wirbt mit einer Fertigstellung in nur 5 Monaten. Die Autobahn verbindet die Stadt über Jerez de la Frontera und Sevilla mit dem europäischen Autobahnnetz.

Flugzeug

Nächster internationaler Flughafen ist Jerez de la Frontera. Von dort aus nimmt man das Taxi (ca. 42 €) direkt bis nach Cadiz oder man fährt nach Jerez mit dem Taxi (12 € - 15 €) und von dort aus mit dem Bus (Gesellschaft 'Transportes Generales Comes' http://www.tgcomes.es - 2-3 € p. P.). Inzwischen (September 2005) existiert eine direkte Busverbindung im Stundentakt vom Flughafen Jerez nach Cadiz und zurück.

Hochspannungsleitung über die Bucht von Cádiz

Jerez de la FronteraIn den 50er Jahren wurde über die Bucht von Cádiz eine Hochspannungsleitung mit zwei Drehstromkreisen gespannt, die auf beiden Seiten der Bucht an zwei 158 Meter hohen Hochspannungsmasten aufgehängt sind. Diese von A. M. Toscano entworfenen Hochspannungsmasten sind von sehr ungewöhnlicher Konstruktion, die der des Schuchowsk-Radioturms in Moskau ähnelt. Es handelt sich bei Ihnen um kegelstumpfförmige Fachwerkkonstruktionen mit einem relativ engen Gitter, die auf ihrer Spitze eine Traverse zur Aufnahme der Leiterseile tragen. Man entschloss sich seinerzeit zu dieser ungewöhnlichen Bauweise, weil die spanischen Stahlwerke seinerzeit keine profilierten Stahlträger großer Abmessungen liefern konnten und wegen der Franco-Diktatur der Import solcher Träger nicht möglich war.

Söhne und Töchter der Stadt


- Emilio Castelar, spanischer Schriftsteller und Politiker
- Manuel de Falla, spanischer Komponist
- George Gordon Meade, General der Unionsarmee im amerikanischen Bürgerkrieg

Weblinks


- http://www.cadizayto.es/ (Stadt) (in spanischer Sprache)
- http://www.cadiz.org/ (Provinz) (in spanischer Sprache)
- http://www.costadelaluz-aktuell.com (Provinz) (in deutscher Sprache) Kategorie:Ort in Andalusien Kategorie:Elektrische Energie Kategorie:Ort mit Seehafen

Samuel (Pro