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11. März

11. März

Der 11. März ist der 70. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 71. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 295 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1405 - Der Römer geht in den Besitz der Stadt Frankfurt am Main über und wird deren Rathaus.
- 1502 - Mit der Thronbesteigung von Ismail I. Safiadin beginnt in Persien die Herrschaft der Safawiden.
- 1649 - Die Frondeurs und der französische Staat unterzeichnen den Frieden von Rueil.
- 1824 - Das United States Department of War gründet das Büro für indianische Angelegenheiten.
- 1845 - Der 1. Maori-Krieg beginnt, nachdem der Vertrag von Waitangi aus dem Jahre 1840 von den Briten gebrochen wurde.
- 1861 - Amerikanischer Bürgerkrieg: Die Verfassung der Südstaaten wird verabschiedet.
- 1907 - Der bulgarische Ministerpräsident Dmitri Petkow wird in Sofia.
- 1917 - Februarrevolution in Russland.
- 1924 - Alexandros Papanastasiou wird Ministerpräsident Griechenlands.
- 1946 - Paul Henri Spaak wird Regierungschef in Belgien.
- 1966 - In Indonesien übernimmt General Hadji Mohamed Suharto durch einen Putsch die Macht.
- 1985 - Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion.
- 1985 - Barbados´: Bernard St. John wird Premierminister.
- 1990 - Said Mohamed Djohar wird zum Staatspräsident der Komoren gewählt
- 1990 - Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens
- 1990 - Patricio Aylwin Azocár wird Staatspräsident Chiles.
- 1994 - Eduardo Frei Ruiz-Tagle wird Staatspräsident Chiles.
- 1996 - John Howard wird Regierungschef in Australien
- 1998 - Dänemark. Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen wird in seinem Amt bestätigt.
- 1999 - Der SPD-Politiker Oskar Lafontaine tritt von allen politischen Ämtern zurück.
- 2000 - Neuer Ministerpräsident Chiles ist Ricardo Lagos
- 2003 - Der gemäßigte islamisch-konservative Recep Tayyip Erdogan wird Ministerpräsident in der Türkei
- 2003 - Der Internationale Gerichtshof in Den Haag wird gegründet.
- 2004 - Bombenanschläge in Madrid, 192 Tote und mehr als 1.800 Verwundete.

Wirtschaft


- 1973 - Die Bildung eines Wechselkursblocks mit der D-Mark als Leitwährung wird von sechs der neun EG-Staaten beschlossen.

Wissenschaft und Technik


- 1702 - Die erste englischsprachige Tageszeitung "The Daily Courant" erscheint in London.

Kultur


- 1793 - Uraufführung der Oper Eugène ou La Piété filial von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1818 - Mary Shelleys Roman Frankenstein erscheint.
- 1830 - Die Oper "Il Capuletti ed i Montecchi" von Vincenzo Bellini wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 1851 - Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto" wird in Venedig uraufgeführt.

Religion


- 1513 - Leo X. wird zum Papst gewählt.

Katastrophen


- 1864 - Eine Flutwelle beim Bruch des Dale-Dyke-Staudamms bei Sheffield in England fordert etwa 270 Todesopfer.
- 1933 - Ein Erdbeben unbekannter Stärke in Long Beach, Kalifornien fordert 115 Todesopfer.
- 2004 - Bei einer Serie von Bombenanschlägen islamischer Fundamentalisten sterben in Madrid 191 Menschen. Annähernd 1.500 Menschen werden teils schwer verletzt.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1544 - Torquato Tasso, italienischer Dichter
- 1526 - Heinrich Rantzau, dänischer Statthalter (produx cimbricus) des königlichen Anteils von Schleswig-Holstein
- 1726 - Wassili Jakowlewitsch Tschitschagow, russischer Admiral und Polarforscher
- 1785 - Eleonore Prochaska, deutsche Freiheitskämpferin
- 1770 - Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist
- 1792 - Natale Abbadia, italienischer Komponist und Gesangslehrer
- 1810 - Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Politiker und preußischer Staatsbeamter
- 1811 - Urbain Leverrier, französischer Astronom und Mathematiker
- 1818 - Henri Etienne Sainte-Claire Deville, französischer Chemiker
- 1818 - Marius Petipa, französischer Tänzer
- 1827 - Franz Magnus Böhme, Musiklehrer, deutscher Volksliedforscher und -sammler
- 1830 - Eduard Dallmann, deutscher Entdecker und Polarforscher
- 1850 - Eduard Züblin, schweizerischer Ingenieur und Unternehmer
- 1855 - Josef Lang, österreichischer Henker
- 1876 - Carl Ruggles, US-amerikanischer Komponist
- 1883 - Paul Levi, deutscher Rechtsanwalt und Politiker
- 1887 - Raoul Walsh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1890 - Vannevar Bush, US-amerikanischer Informatik-Wissenschaftler
- 1891 - Max Kaus, deutscher Maler und Graphiker
- 1892 - Otto Laubinger, Schauspieler am Berliner Staatstheater und Funktionär in der Zeit des Nationalsozialismus
- 1893 - Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe
- 1894 - Otto Grotewohl, deutscher Politiker und Ministerpräsident der DDR
- 1897 - Henry Cowell, US-amerikanischer Komponist
- 1899 - Friedrich IX., König von Dänemark
- 1901 - Josef Martin Bauer, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Lawrence Welk, US-amerikanischer Bandleader
- 1903 - Sir Ronald Syme, neuseeländischer Historiker
- 1904 - Albrecht von Hagen, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1906 - Beppo Brem, deutscher (bayerischer) Volksschauspieler
- 1906 - Ferid Alnar, türkischer Komponist
- 1906 - Zino Davidoff, ukrainisch-schweizerischer Unternehmer
- 1907 - Georg Maurer, deutscher Lyriker, Essayist und Übersetzer
- 1907 - Helmuth James Graf von Moltke, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1910 - Jacinta Marto, portugiesische Selige, Zeugin einer Marienerscheinung
- 1910 - Konstantin Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot
- 1910 - Robert Havemann, deutscher Chemiker, Kommunist und Regimekritiker in der DDR
- 1911 - Alba de Céspedes, italienische Autorin
- 1915 - Karl Krolow, deutscher Schriftsteller
- 1915 - Vijay Samuel Hazare, indischer Cricket-Spieler
- 1915 - Werner Böhmer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1916 - Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler
- 1916 - Harold Wilson, britischer Politiker und Premierminister
- 1917 - Günter Goetzendorff, deutscher Politiker verschiedener Parteien
- 1920 - Art Todd, US-amerikanischer Sänger
- 1920 - Nicolaas Bloembergen, niederländisch-amerikanischer Physiker
- 1921 - Astor Piazzolla, argentinischer Tangomusiker, Bandoneon-Spieler und Komponist
- 1923 - Louise Brough, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1924 - Jozef Tomko, slowakischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1926 - Peer Schmidt, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1927 - Freda Meissner-Blau, österreichische Politikerin
- 1927 - Joachim Fuchsberger, deutscher Schauspieler und Entertainer
- 1928 - Käthe Recheis, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 1930 - Günter Sieber, DDR-Minister für Handel und Versorgung, Botschafter der DDR in Polen
- 1930 - Troy Ruttman, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1931 - Janosch, deutscher Kinderbuchautor und Schriftsteller
- 1931 - Rupert Murdoch, australischer Medienunternehmer
- 1933 - Jesús Gil y Gil, spanischer Politiker und Unternehmer
- 1938 - Christian Wolff (Schauspieler), deutscher Schauspieler
- 1942 - Bob Lander, schwedischer Musiker
- 1944 - Lutz Mackensy, deutscher Schauspieler
- 1944 - Wolfgang Reiniger, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Essen
- 1945 - Harvey Mandel, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Blue Weaver, britischer Musiker
- 1947 - Mark Stein, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - George Kooymans, niederländischer Musiker
- 1950 - Bobby McFerrin, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1951 - Katie Kissoon, britische Sängerin
- 1952 - Douglas Noël Adams, englischer Schriftsteller
- 1954 - Walter Döring, deutscher Politiker
- 1955 - James Kazuo Koda, japanischer katholischer Priester und Bischof
- 1955 - Nina Hagen, deutsche Punk-Sängerin
- 1956 - Willie Banks, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1957 - Rupert Ahrens, Präsident der GPRA, dem Verband der PR-Agenturen in Deutschland
- 1959 - Maria Epple, deutsche Skirennläuferin
- 1961 - Bruce Watson, britischer Musiker
- 1961 - Mike Percy, britischer Musiker
- 1963 - Alex Kingston, US- amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Karin Gastinger, österreichische Bundesministerin für Justiz
- 1964 - Leena Lehtolainen, finnische Schriftstellerin
- 1965 - Eric Jelen, deutscher Tennisspieler
- 1971 - Steffen Wesemann, deutscher Radrennfahrer
- 1972 - Kelly Slater, US-amerikanischer Profisurfer
- 1973 - Thomas Christiansen, dänischer Fußballspieler
- 1978 - Didier Drogba, ivorischer Fußballspieler
- 1980 - Federico Reddig, argentinischer Schauspieler
- 1981 - Matthias Schweighöfer, deutscher Schauspieler
- 1982 - Thora Birch, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 222 - Elagabalus, römischer Kaiser
- 821 - Benedikt von Aniane, katholischer Heiliger
- 1486 - Albrecht Achilles, war von 1471 bis 1486 Kurfürst von Brandenburg
- 1514 - Bramante, italienischer Baumeister
- 1539 - Johannes Baptist Righi, franziskanischer Einsiedler
- 1685 - Marx Augustin, Legendärer Wiener Dudelsackspieler
- 1722 - John Toland, englischer Freidenker
- 1818 - Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Großmutter der preußischen Königin Luise
- 1820 - Alexander Mackenzie, britischer Geograph und Entdecker
- 1820 - Benjamin West, englischer Maler
- 1888 - Friedrich Wilhelm Raiffeisen, deutscher Sozialreformer, Gründer der Genossenschaftsbewegung, Bürgermeister von Flammersfeld ab 1848
- 1889 - Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist
- 1902 - Friedrich Engelhorn, deutscher Unternehmer, Gründer von BASF
- 1911 - Ernst Brenner, Schweizer Politiker
- 1913 - Carl Diercke, deutscher Kartograf
- 1924 - Helene von Mülinen, Kämpferin um das schweizerische Frauenstimmrecht
- 1924 - Helge von Koch, schwedischer Mathematiker
- 1924 - Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II.
- 1930 - Silvio Gesell, Kaufmann, Finanztheoretiker und Begründer der Freiwirtschaftslehre
- 1931 - Friedrich Wilhelm Murnau, deutscher Regisseur
- 1932 - Hermann Gunkel, deutscher protestantischer Theologe
- 1944 - Edgar Zilsel, Philosoph
- 1955 - Alexander Fleming, britischer Bakteriologe und Nobelpreisträger
- 1956 - Sergei Nikiforowitsch Wassilenko, russischer Komponist und Dirigent
- 1957 - Richard Evelyn Byrd, US- amerikanischer Polarforscher und Admiral
- 1965 - Clemente Micara, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1967 - Hanns Lothar, deutscher Schauspieler
- 1968 - Bernhard Bleeker, deutscher Bildhauer
- 1968 - Josef Allgeier, deutscher Kameramann und Fotograf
- 1969 - John Wyndham, britischer SF-Autor
- 1970 - Erle Stanley Gardner, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1971 - Charlie Dunbar Broad, englischer Philosoph
- 1971 - Philo T. Farnsworth, Fernsehenpionier
- 1972 - Ferdinand Friedensburg, deutscher Politiker
- 1972 - Martin Blank, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Nikolai Petrowitsch Kamanin, sowjetischer Pilot
- 1986 - Sonny Terry, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1989 - John Jay McCloy, Jurist und Politiker
- 1992 - Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur
- 1999 - Hansjörg Martin, deutscher Schriftsteller
- 2002 - James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 2002 - Marion Gräfin Dönhoff, deutsche Publizistin
- 2002 - Rudolf Hell, deutscher Erfinder
- 2004 - Gerhard Bengsch, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 2005 - Herbert A. Strauss, deutschstämmiger US-amerikanischer Historiker

Feier- und Gedenktage


- Katholischer Gedenktag für Sophronius von Jerusalem
- Katholischer, evangelischer und orthodoxer Gedenktag für Pionius

Siehe auch


- 10. März - 12. März
- 11. Februar - 11. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0311 ja:3月11日 ko:3월 11일 simple:March 11 th:11 มีนาคม

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

1405

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Timur Lenk fällt auf einem Eroberungsfeldzug bei Tschimkent
- Zheng He bricht mit einer Flotte von 62 Schiffen von China nach Indien auf

Geboren


- 6. März: Johann II. (Kastilien), König von Kastilien und León (1406–1454) († 1454)
- 3. Mai: Cecily Neville, Herzogin von York († 1495)
- 18. Oktober: Pius II. (Papst), Papst von 1458 bis 1464 († 1464)

Gestorben


- Timur Lenk, mongolischer Eroberer (
- 1336) ko:1405년

Römer (Frankfurt)

Der Römer ist seit 600 Jahren das Rathaus der Stadt Frankfurt am Main und mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade eines ihrer Wahrzeichen. Das mittlere der ursprünglich drei eigenständigen Gebäude am Römerberg ist das eigentliche Haus Zum Römer. Die gleichnamige Kaufmannsfamilie hatte es am 11. März 1405 zusammen mit dem "Goldenen Schwan" an den Rat der Stadt verkauft, der die beiden Gebäude zum Rathaus umbauen ließ. Der Römer ist kein Museum, sondern wird von der der Stadt in vielfältiger Weise genutzt, beispielsweise als Standesamt. Die Trausäle befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss des Hauses Löwenstein.

Baugeschichte

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

Das ursprüngliche Rathaus der Stadt befand sich dort, wo heute der Turm des Domes steht. Es wurde im Laufe des 14. Jahrhunderts zu klein und baufällig, außerdem stand des dem Neubau des Domturmes im Wege. 1405 kaufte der Rat deshalb für 800 Gulden guter Frankfurter Währung baren Geldes und eine jährliche Leibrente die Häuser zum Römer und das westlich angrenzende Goldener Schwan, die er bereits seit 1329 gelegentlich als Ausweichquartiere genutzt hatte. Der Gebäudekomplex wurde im Laufe der Jahrhunderte stetig erweitert, so dass zuletzt elf Häuser baulich miteinander verbunden waren, was wenig zu einer durchschaubaren Innenarchitektur beitrug. Der Frankfurter Historiker Anton Kirchner bemerkte Anfang des 19. Jahrhunderts, dass sich im Frankfurter Rathaus „Treppen, Vorplätze, Säle und Zimmer in labyrinthischer Mischung“ fänden. 1435 erwarb die Stadt das westlich des Goldenen Schwan gelegene Frauenrode, 1510 das Haus Viole und 1542 das Schwarzenfels, die alle baulich integriert wurden. 1596 kaufte der Rat der Stadt dann das dem Goldenen Schwan benachbarte Wanebach sowie das nördlich an das Haus Römer grenzende Löwenstein und ließ beide mit dem Römer verbinden. Diese Bauarbeiten waren sehr aufwändig, da das Haus Löwenstein und der Römer völlig unterschiedliche Geschosshöhen hatten. 1596 1843 kamen die nördlich des Hauses Löwenstein gelegenen Frauenstein und Salzhaus hinzu. 1878 schließlich erwarb die Stadt das südlich an das Haus Römer grenzende Alt-Limpurg sowie das westlich davon gelegene Silberberg für 214.000 Mark. Damit gehörten alle fünf nebeneinanderliegenden Häuser, deren Giebel zum Römerberg gerichtet sind, sowie die sechs westlich davon gelegenen Häuser zum Rathauskomplex.

20. Jahrhundert

Die ursprüngliche schlichte Fassade mit gotischen Stufengiebeln entsprach Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr den ästhetischen Erwartungen und dem Repräsentationsbedürfnis der Bürgerschaft. Daher wurde die Fassade 1896 bis 1900 nach Entwürfen von Max Meckel im neugotischen Stil umgebaut. Sie sollte in ersten Plänen, die auf Kaiser Wilhelm II. persönlich zurückgehen, sogar noch deutlich pompöser ausfallen, doch Oberbürgermeister Franz Adickes entschied sich gegen den kaiserlichen Vorschlag. Franz Adickes Gleichzeitig wurden durch Straßendurchbrüche in der Altstadt die Häuser Frauenrode, Schwarzenstein und und Viole abgerissen und durch einen historisierenden Neubau im Osten ersetzt. Dieser ist durch die neue Braubachstraße in einen Nord- und einen Südflügel geteilt, die mit einer Brücke verbunden sind. Die Frankfurter Bürger, die im Nordbau ihre Steuern bezahlten, gaben der Brücke wegen der hohen Abgaben den Namen Seufzerbrücke in Anlehnung an das venezianische Original. Auch die zwei Türme des Südbaus bekamen Spitznamen: Der große wurde nach dem groß gewachsenen Oberbürgermeister Langer Franz genannt und der kleine nach einem zeitgenössischen Schlager Kleiner Cohn. Der große Rathausturm ist äußerlich eine Kopie des 1769 abgerissenen Sachsenhäuser Brückenturms. In der Nacht des 22. März 1944 wurde bei einem der schwersten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg der Römer, wie die gesamte Frankfurter Altstadt weitgehend zerstört. Von den Fachwerkhäusern Frauenstein und Salzhaus aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die mit ihren Wandmalereien und Holzreliefs zu den bedeutendsten Baudenkmälern Frankfurts gehörten, blieben nur die Untergeschosse aus Sandstein erhalten. Beim Wiederaufbau 1951 bis 1953 wurden die Häuser Alt-Limpurg, Römer und Löwenstein, deren Giebelwände teilweise erhalten waren, äußerlich unverändert restauriert. Die Häuser Frauenstein und Salzhaus wurden nach Entwürfen der Architekten O.Apel, R.Letocha, W. Rohrer und M.Herdt neu errichtet. Auch die Innenräume wurden neu eingerichtet. Die Werte Transparenz und Bescheidenheit wurden in den Vordergrund gestellt. Besonders gut lässt sich das an der Treppe im Haus Löwenstein erkennen. Der Römer wurde 1955 von Bundespräsident Theodor Heuss feierlich wiedereröffnet. Theodor Heuss In den folgenden Jahrzehnten wurde die Fassade noch zweimal erneuert: In den Jahren 1974 und 2005 erlangte die Häuserfront am Römerberg wieder ihr neugotisches Aussehen von 1900. Auch im Innern veränderte sich einiges. 1988 konnte der umgebaute Saal der Stadtverordnetenversammlung fertiggestellt werden.

Architektur

Der gesamte dreistöckige Gebäudekomplex umfasst eine Grundfläche von etwa 10.000 m² und besteht heute aus neun zusammenhängenden Häusern, die sechs Innenhöfe einschließen. Die Fassade mit dem heutigen Haupteingang liegt am Römerberg. Weitere umgebende Straßen sind die Limpurgergasse im Süden, die Buchgasse, sowie die Berliner Straße im Norden. Die Brauchbachstraße teilt den Südbau vom Nordbau.

Fassade

Die berühmte Dreigiebel-Front spiegelt die Geschichte der Stadt und des Reichs wider. So sieht man an der linken Hauskante von Alt-Limpurg die so genannte Frankfurtia, die weibliche Verkörperung der Stadt. Am mittleren Haus Römer sind vier Kaiser, zwei Stadtwappen, ein Ziffernblatt sowie eine Tafel mit den wichtigsten Informationen zum Haus dargestellt. Die vier Kaiser sind im einzelnen: Friedrich Barbarossa, der erste in Frankfurt gewählte König (1152), Ludwig der Bayer, der die Messerechte der Stadt ausweitete (1330) und ihr und eine Stadterweiterung erlaubte (1333), Karl IV., der in der Goldenen Bulle Frankfurt als Wahlort der Kaiser bestätigte (1356) und Maximilian II., dem ersten im Frankfurter Dom gekrönten Kaiser (1562). Frankfurter Dom Wie die neogotische Fassade wurde auch der Balkon erst nach dem Umbau von 1900 angebaut. Er ersetzte einige Holzvordächer, die so genannten Schoppen. Der Balkon wird heute wie damals als repräsentative Bühne für Staatsbesuche und Ähnliches benutzt. So traten beispielsweise 2003 die Weltmeisterinnen des Damenfußballs und 2002 die Vize-Weltmeister des Herrenfußballs auf. Einen anderen Weg ging man nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Fassadengestaltung der beiden nordöstlichen Häuser Frauenstein und Salzhaus. Die Architekten entwarfen unter Beibehaltung der historischen Maßstäbe und Bauvolumina eine moderne Fassade. Sie akzeptierten den unwiederbringlichen Untergang der historischen Altstadt und entschieden sich für einen bewussten Neuanfang. Als Zeichen dafür steht das Mosaik des Phoenix aus der Asche. Drei der geretteten Relieftafeln des Salzhauses wurden in die Fassade eingegliedert und führen dem Betrachter den Verlust vor Augen.

Räumlichkeiten

Römer- und Schwanenhalle

Diese beiden Hallen sind die ältesten noch erhaltenen Räume im Gebäudekomplex. Sie blieben in 600 Jahren nahezu unverändert. In der frühen Neuzeit fanden dort die ersten Frankfurter Messen statt. Insbesondere Gold- und Silberschmiede boten ihre Waren unter diesem Gewölbe an. Auch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie wieder in dieser Weise benutzt, da die massiv gebauten Hallen den Krieg fast unbeschädigt überstanden haben. Die beiden Hallen liegen im Erdgeschoss der Häuser Römer und Goldener Schwan und sind heutzutage direkt über den Haupteingang am Römerberg zu erreichen. Römerberg

Kaisersaal

Der wohl bekannteste Saal des Römers befindet sich oberhalb der Römerhalle im zweiten Obergeschoss. Hier fanden im Heiligen Römischen Reich seit 1612 die Krönungsbankette nach der Kaiserwahl statt. Heute ist der Kaisersaal vor allem berühmt durch die Bilder aller 52 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Es die einzige Sammlung dieser Art. Die Gemälde wurden zwischen 1838 und 1853 von verschiedenen Künstlern geschaffen, darunter Philipp Veit, Alfred Rethel und Eduard von Steinle.

Weblinks


- [http://www.frankfurt360.de/roemer.htm 360°-Panoramabilder vom Frankfurter Römer]
- [http://www.frankfurt.de/sis/sis/detail.php?id=105890 Der Römer von innen]
- [http://www.altfrankfurt.com/Roemer/ Der Römer bei altfrankfurt.com] Kategorie:Gebäude in Frankfurt am Main Kategorie:Wahrzeichen Frankfurt Römer Frankfurt Romer

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist mit 657.126 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Frankfurt ist heute eine Weltstadt, eine der reichsten Metropolen Europas und eine Literatur- und Kulturmetropole. Seit 1875 ist Frankfurt Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die städtische Bebauung reicht weit über die eng gezogenen Stadtgrenzen hinaus. Die engere Stadtregion hat etwa 1,8 Millionen Einwohner, die Gesamtregion Frankfurt Rhein-Main ist mit über 5 Millionen Einwohnern nach Rhein-Ruhr die zweitgrößte deutsche Metropolregion. Frankfurt ist Hauptsitz der Europäischen Zentralbank und der wichtigste Finanzplatz Kontinental-Europas. Als Messestadt hat Frankfurt weltweite Bedeutung. Zudem ist es einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Seit dem Mittelalter gehört die Stadt ohne Unterbrechung zu den wichtigsten urbanen Zentren in Deutschland. Die zentrale Lage von Frankfurt am Main in Europa trug maßgeblich zum Wachstum des Frankfurter Flughafens bei. Dieser ist einer der wichtigsten Passagier- und Frachtumschlagplätze Europas. Von hier aus bekommt man die größte Anzahl internationaler Anschlüsse weltweit.

Wappen

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler. Er ist in Gold und Grau bewehrt und bezungt. Bedeutung: Der Adler symbolisiert den ehemaligen Status der Stadt als freie Reichsstadt. In den 1920ern sollte das Wappen durch eine radikal vereinfachte Version ersetzt werden. Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung gefiel dieser Vorschlag allerdings nicht, und schnell wurde wieder das alte Wappen eingeführt.

Geographie

expressionistische expressionistische

Geographische Lage

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral zwischen den wichtigsten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 m ü. NN. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 m ü. NN. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht. Basel

Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Bad Soden am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg v.d. Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Kreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim und Kelsterbach).

Stadtgliederung

Stadtteile und Bezirke

Stadtteile Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg. Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einer/m Ortsvorsteher/in als Vorsitzende/n haben.

Eingemeindungen

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Nordend, Ostend und Sachsenhausen. Ab 1877 wurden zahlreiche selbständige Gemeinden in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Siehe auch:

Stadtbild

1877

Altstadt und Innenstadt

1877 Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden "modernen" Wiederaufbau, dem die Stadt ein "autogerechtes" Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unbeschadet, das Haus Wertheym am Fahrtor. Bereits kurz nach 1900 wurden Straßendurchbrüche (Braubachstraße) und der Abriss ganzer Quartiere (Judengasse) durchgeführt. Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. "Altstadt" ist offiziell das Viertel südlich der Zeil, westlich begrenzt durch die Neue Mainzer Straße, östlich durch das Fischerfeld. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian. Matthäus Merian Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocken Wallanlagen mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurden geschleift und stattdessen ein Anlagenring als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Die Neustadt (außerhalb der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der so genannten Staufermauer) wurde neu bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie sie aussehen sollte. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist zum Beispiel das ehemalige Gebäude der Stadtbibliothek, das als „Literaturhaus“ im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. Seit dem 8. Oktober ist es an der "Schönen Aussicht 2", direkt am Mainufer gelegen, für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu kam das "Wallservitut", in dem festgelegt wurde, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürften. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel). Alte Oper Alte Oper] Seit den 50er-Jahren etablierte sich Frankfurt als Hochhausstadt. Der Henninger-Turm in Sachsenhausen war 1960 das erste Frankfurter Gebäude, das an Höhe (120 Meter) den Westturm des Kaiserdoms überbot. Die höchsten Hochhäuser der 70er-Jahre (Plaza Büro Center/ Marriott-Hotel, DG-Bank, Dresdner Bank) waren mit rund 150 Metern Höhe die höchsten der Bundesrepublik, der Messeturm erreichte 1990 257 Meter Höhe und war das höchste Gebäude Europas, bis es sieben Jahre später vom 300 m hohen Turm (inkl. Mast) der Commerzbank-Zentrale übertroffen wurde. Neben den Hochhäusern sieht man aber immer noch die prächtigen Filialen der Bankhäuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die Kirchengebäude kann man noch zwischen den Bürohochhäusern erkennen. Durch einen Hochhausrahmenplan wurde versucht, urbanen "Wildwuchs" zu vermeiden. Allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend. Die radikalste Veränderung außerhalb des Rahmenplans vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit an der Hauptwache auf Europas teuerster Baustelle ein exklusives Einkaufszentrum mit einem Hochhaus-Ensemble auf dem ehemaligen Gelände der Telekom. "FrankfurtHochVier" wird vom niederländischen Projektentwickler MAB vorangetrieben. Dabei soll auch das alte Palais Thurn und Taxis in einem dem Original ähnlichen Zustand neu errichtet und in das moderne Einkaufszentrum mit First Class-Hotel und Büroräumen eingefügt werden.

Gründerzeitliche Bezirke

Das Stadtgebiet wurde außerhalb dieses Ringes kontinuierlich erweitert und so entstanden seit etwa 1830 die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe. Bahnhofsviertel Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal 1 % der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut - und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die um 1890 eingemeindeten Stadtteile wie zum Beispiel Bockenheim und Bornheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Um die neuen Grenzen der Stadt zu beschreiben, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ring gebaut. Der Alleenring ist heute zu einer stark befahrenen Ringstraße geworden. Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmann-Park mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der Günthersburgpark gelegen. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, im Ostend der Ostpark.

Höchst und die äußeren Stadtteile

Ostend.]] In den 20er-Jahren folgten große Wohnsiedlungen von Ernst May außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Die Römerstadt im Norden bei Heddernheim, die große Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Siedlung am Riedhof und die Heimatsiedlung im Süden sind einige Beispiele. Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1978 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben wohl am wenigsten mit dem Frankfurter Kerngebiet gemein (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim). Siehe auch: Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main

Geschichte

Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main] Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: "...actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd" - "gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt." Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt. Die Goldene Bulle erklärte Frankfurt ab 1356 zur ständigen Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon einige Königswahlen stattfanden. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, der Letzte war 1792 der Habsburger Franz II.. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs trat Frankfurt dem Rheinbund bei und wurde unter dem Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg die Hauptstadt eines kurzlebigen (1810 - 1813) Großherzogtums Frankfurt. Danach wurde Frankfurt wieder Freie Stadt, diesmal im Deutschen Bund. Dessen Bundestag richtete sich in der Stadt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche. Frankfurter Paulskirche Im Deutsch-Österreichischen Krieg nahm Frankfurt für Österreich Partei, wurde dem zu Folge 1866 von Preußen annektiert und verlor so endgültig seinen Status als Stadtstaat; es wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet. Unterdes erweiterte Frankfurt seine Grenzen und gemeindete zahlreiche umliegende Orte ein. Damit wurde es schließlich sogar für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 9.000 Juden aus Frankfurt deportiert. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte britische Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild - in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt - ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Altstadt werden heute von Betonbauten der 50er-Jahre geprägt, wo sich einstmals ein Gassengewirr zwischen eng beieinander stehendem Fachwerk erstreckte. Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden und beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1999 Sitz der Europäischen Zentralbank. Mehr zur Geschichte der Stadt unter Geschichte von Frankfurt am Main.

Einwohnerentwicklung

Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).

Religionen

Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfügt Frankfurt über zahlreiche religiöse Gruppierungen, von denen längst nicht alle offiziell registriert sind. Die autochtonen, traditionell vorherrschenden Religionen Frankfurts sind der lutherische Protestantismus und das Judentum. Obwohl sich die Freie Reichsstadt 1522 der Reformation anschloss, beließ man aufgrund des engen Verhältnisses zum (katholischen) Kaiserhaus der katholischen Gemeinde die volle Glaubensfreiheit. Sie nutzte den Kaiserdom als ihre Gemeindekirche. 1786 wurden auch reformierte Gemeinden zugelassen. Durch die starke Zuwanderung im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen. Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), und Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz). Die sehr alte Jüdische Gemeinde Frankfurt ist mit ungefähr 7200 Mitgliedern neben der in Berlin eine der vier großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Mehr Details siehe unter Religionen in Frankfurt am Main.

Politik

Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt. Frankfurt wird zur Zeit von einem Viererbündnis (CDU, SPD, Grüne und FDP) unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert. Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Rhein-Main-Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan. Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) in den Bundestag ein. Siehe auch: Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten: Ferner besteht zwischen dem Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich) seit 1967 eine Partnerschaft. Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut einer Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die reichste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten; es folgen Karlsruhe, Paris und dann München. Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern ergibt sich durch die große Zahl der Pendler, wodurch das BIP pro Kopf der ansässigen Wohnbevölkerung stark gesteigert wird. Deshalb kann man Frankfurt auch nur tagsüber (an Werktagen und Einkaufssamstagen) als Millionenstadt bezeichnen, andererseits schlägt sich der oben genannte statistische Reichtum tatsächlich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des "Speckgürtels" wie z.B. von Bad Homburg nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt hat sogar seit einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 80er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands. In einer Rangliste der Großstädte mit der höchsten Lebensqualität belegt Frankfurt weltweit den fünften Platz. Trotzdem hatte die Stadt 2003 die höchste Kriminalität der deutschen Städte. Diese Statistik wird jedoch dadurch verzerrt, dass Frankfurt tagsüber aufgrund der vielen Pendler eine Millionenstadt ist, die Kriminalitätsrate jedoch nur mit 650.000 Einwohnern errechnet wird. Zudem fließen sämtliche Vergehen am Flughafen (wie Schmuggel etc.) mit in die Statistik ein. Tatsächlich ist Frankfurt daher eine sehr sichere Stadt, was Umfragen zur subjektiven Sicherheit der Bevölkerung auch verdeutlichen. Der Frankfurter Flughafen ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands.

Verkehr

Fernverkehr

Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer einzigartigen zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Europa. Zum einen kreuzen sich am Frankfurter Kreuz, dem meistbefahrenen Autobahnkreuz Europas, die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Dreieck - Weil am Rhein) und A 3 (Arnheim - Passau), zum anderen verfügt die Stadt über den Flughafen Frankfurt, einen der größten Flughäfen der Welt mit 51,1 Millionen Fluggästen im Jahr 2004. Flughafen Frankfurt Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof den nach Fahrgästen (etwa 350.000 pro Tag) größten Bahnhof Europas. Seit dem Jahr 2000 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf 1 1/4 Stunden verkürzt. Nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Brüssel werden die Finanzzentren Frankfurt und London eine direkte Schnellzugverbindung (durch den Kanaltunnel) erhalten. Zudem wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris derzeit ausgebaut. Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurückgegangen: von den zwei Rangierbahnhöfen ist nur mehr der kleinere in Betrieb (Frankfurt am Main-Ost), während der größere (Frankfurt am Main-Hauptgüterbahnhof) stillgelegt ist und dessen Gelände teilweise von der Frankfurter Messe genutzt wird. Zudem soll auf dem Areal das neue "Europaviertel" entstehen. Jedoch ist Frankfurt weiterhin ein zentraler Logistikstandort und bei der Luftfracht europäischer Marktführer. In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden. Main-Donau-Kanal Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen.

Nahverkehr

Das Angebot des ÖPNV in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Omnibussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Den Hauptbahnhof bedienen alle S-Bahnen, fast alle Straßenbahnen und zwei der sieben U-Bahnen. Weitere wichtige Knotenpunkte sind die Hauptwache, wo sich U- und S-Bahn kreuzen (8 S-Bahnen und 5 U-Bahnen), sowie Konstablerwache (8 S-Bahnen, 4 U-Bahnen und eine Straßenbahnlinie). Dieses sind die zwei Stationen, welche unter der Einkaufsmeile Zeil liegen. Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist. Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als BAB, teilweise als autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als für den Individualverkehr überdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.

Elektronische Kommunikation

Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Hier befindet sich der größte deutsche Internetknoten DE-CIX und die DeNIC. Siehe auch: Wichtige Straßen und Plätze in Frankfurt am Main, Nahverkehr in Frankfurt am Main

Messe

Nahverkehr in Frankfurt am Main Handelsmessen haben in Frankfurt eine lange Tradition. Nach neuesten Erkenntnissen war Frankfurt mit der Frankfurter Messe die erste Messestadt der Welt. Schon im Mittelalter konnten Handelsreisende hier ihre Waren anbieten. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden. Wichtige Messen in Frankfurt sind neben der Frankfurter Buchmesse, der Internationalen Automobilausstellung und der Achema auch die Ambiente Frankfurt, die größte Konsumgütermesse der Welt.

Ansässige Unternehmen

Entgegen einer landläufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Hier findet man unter anderem Chemiekonzerne, Werbeagenturen, Softwareunternehmen und Call-Center. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als "Apotheke der Welt". Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE) und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der IG Metall und der IG BAU vertreten. IG BAU Frankfurt am Main ist aber vor allem als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. In der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen drei der größten deutschen Banken. Die Deutsche Bank AG liegt in der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Wenige Straßen weiter stadteinwärts kann man die Wolkenkratzer der Commerzbank AG erkennen, von denen der höchste fast 300 Meter in die Höhe ragt. Anders als der Name vermuten lässt, wird auch die Dresdner Bank AG von Frankfurt aus geleitet. Sie gehört jedoch der Allianz AG mit Sitz in München. Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, Bankhaus Delbrück-Bethmann-Maffei und die BHF Bank. Zu den großen Privatbanken kommen noch die DZ BANK, die Deka die Frankfurter Sparkasse von 1822 sowie die Landesbank Hessen-Thüringen (HELABA) hinzu. Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen. Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen „Frankfurter Wertpapierbörse“ und „XETRA“ ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.

Staatliche Einrichtungen und Organisationen

Frankfurt am Main ist eine Bankenmetropole, auch in Bezug auf staatliche Banken. Neben der Deutschen Bundesbank und der KfW Bankengruppe haben auch die Europäische Zentralbank und das deutsche IFC-Büro (die International Finance Corporation ist Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz in Frankfurt. Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Bibliothek, des Hessischen Oberlandesgerichts sowie des Hessischen Landesarbeitsgerichtes und hat ein eigenes Polizeipräsidium und eine Berufsfeuerwehr mit 7 Feuerwachen. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts. Frankfurt ist zudem Sitz von 88 Konsulaten. Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet.

Medien

Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält sowohl Redaktion als auch Verlagshaus in der Nähe der Mainzer Landstraße im Stadtteil Gallusviertel. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hingegen hat ihr Verlagshaus mitsamt Redaktion seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung, die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter Societät in direkter Nachbarschaft zum Verlagshaus der FAZ. In Frankfurt erscheint zudem die neue Tageszeitung NEWS Frankfurt aus dem Handelsblatt-Verlag, die vor allem durch ein neues kleines Format (tabloid rheinisch) und ein modernes Layout auffallen möchte. Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige interessante Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt für Veranstaltungen, Feste und so genannte Insidertipps. Wie auch die FAZ und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Gallusviertel. Auf "ökologische Zeitschriften" hat sich der Öko-Test Verlag in der "Grünen-Hochburg" Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic. Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem Funkhaus „Am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der größte private Radiosender der Region, FFH, hat seinen Sitz in der nahe gelegenen Stadt Bad Vilbel. Ebenfalls in Frankfurt beheimatet ist die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Sie hat ihre Büros im repräsentativen Messeturm. Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim.

Bildung und Forschung

In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Stadt ist die 1914 gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Daneben existiert noch die Privatuniversität Business School of Finance and Management, die ehemalige Hochschule für Bankwirtschaft. Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt zum einen über die Staatliche Hochschule für bildende Künste, gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Stiftung „Dr. Hoch's Konservatorium“ hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften. Eine weitere besondere Einrichtung ist die Philosophisch-theologische Hochschule Sankt Georgen. Die private wissenschaftliche Hochschule in Trägerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten sitzt seit 1950 im Stadtteil Sachsenhausen. Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main - Fachhochschule für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein. Des weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung.

Von der Stadt vergebene Auszeichnungen


- Otto-Hahn-Preis
- Frankfurter Gründerpreis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Frankfurter Gründerpreis] Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche. Der Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Historische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit. Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Zwischen Römerberg und Zeil befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche. Die Paulskirche ist ein klassizistischer Bau, eröffnet 1789, Ort der Nationalversammlung von 1848/49. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés. Die Großmarkthalle (im Dialekt: Gemieskerch) ist ein funktionales Gebäude von klassischer Schönheit von 1928. Die Kleinmarkthalle Frankfurt (1954) ist zugleich Spezialitätenlokal. Weitere Markthallen.

Mainufer und Mainbrücken

1954Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Der Eiserne Steg, eine Fußgängerbrücke von 1863, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird auch in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet (siehe auch das Bild am Anfang dieses Artikels). Zudem wurden in den letzten Jahren zwei gro