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Politik und Weltgeschehen
- Honorius II. wird zum Papst gewählt.
- Beginn der Christianisierung Pommerns durch Bischof Otto von Bamberg (erste Missionsreise).
-
- 2. Februar - Bořivoj II., Herzog von Böhmen ( - um 1064)
- 23. April - Alexander I., König von Schottland ( - 1078)
- 13. Dezember - Papst Kalixt II. ( - um 1060)
- Hassan i Sabbah, Anführer der Assassinen ( - um 1034)
- Wiprecht von Groitzsch ( - um 1050)
ko:1124년
Kategorie:1124
ChristianisierungChristianisierung (v. kirchenlat.: christianizare) bedeutet die Hinwendung ganzer Völker oder Kulturkreise zum oder ihre gewaltsame Unterwerfung unter das Christentum.
Zum Sprachgebrauch
Im Unterschied zur individuellen Bekehrung eines Einzelnen beschreibt Christianisierung den in historischer Dimension verlaufenden Prozess, bei dem ganze Völker oder Kulturkreise mehrheitlich den christlichen Glauben annehmen.
Mission und Christianisierung sind verwandte Begriffe, wobei Mission sich auf den theologischen Aspekt und Christianisierung sich auf den langfristigen kulturellen und historischen Aspekt bezieht. Christianisierung ist erfolgreiche Mission ganzer Völker im historischen Horizont betrachtet.
Christianisierung und Kultur
Viele der ersten Kirchen wurden auf ehemaligen heidnischen Kultstätten wie Hainen errichtet, da diese Örtlichkeiten bereits als heilig galten und die zu Missionierenden sich dort versammelten. Andere heidnische Orte, wie viele der Hünengräber in Norddeutschland, wurden zu Zwecken der Abschreckung mit unheimlichen Namen versehen (Teufelssteine, Teufelsbackofen etc), die sie teilweise bis heute tragen. Auch erhielten sich heidnische religiöse Bräuche nach der Christianisierung oft noch lange als Brauchtum.
Die Christianisierung war häufig auch eine Machtfrage, in Schlachten unterlegene Gruppen und Stämme des frühen Mittelalters etwa liessen sich als Zeichen der Unterwerfung taufen, oder wurden zwangsgetauft. Weltliche und göttliche Macht gingen, wie bei Karl dem Großen, Hand in Hand.
In vielen Fällen wurden bei der Christianisierung nicht nur die christliche Religion, sondern auch Elemente oder große Teile der Kultur der missionierenden christlichen Kultur übernommen - oft weil die Missionare aus ihrer Zeit heraus nicht in der Lage waren, zwischen ihrem kulturellen Kontext und dem Christentum zu unterscheiden.
In einigen Fällen entwickelten sich jedoch nicht nur neue Formen des Christentums im Kontext der lokalen Kultur, sondern die Völker wurden durch die Christianisierung überhaupt zu einer eigenständigen kulturellen Identität befähigt (z.B. die Slawische Christianisierung durch Kyrill und Method).
Mancherorts gingen christliche Mission und Kolonialisierung Hand in Hand, während anderenorts scharfe Gegensätze zwischen Missionaren und Kolonisatoren aufbrachen.
Missionierung geht auch oft Hand in Hand mit den Aufgaben der Entwicklungshilfe. Dabei werden neues Wissen, Verständnis und Fertigkeiten in eine Region hineingebracht. Dies können z.B. das Lesen, das Schreiben, biologische, handwerkliche und technische Kenntnisse sein. Weiterhin werden christliche Werte vermittelt und Infrastrukturen, wie etwa Schulen, Pflegeheime oder auch Krankenhäuser, errichtet. Zugleich werden auch Kirchen, Klöster und Gehöfte im Sinne der Missionare erbaut. Es erwachsen somit neue kulturelle Macht-Zentren, die in der Folge ganze Regionen dominieren können. Besonders in Süd- und Mittelamerika wurde den Eingeborenen immer wieder vermittelt, ihre eigene Religion stelle Aberglauben dar, und ihr gewohnter Lebensstil sei primitiv, sie wurden dazu gebracht, sich europäischen Normen (Sesshaftigkeit, Ackerbau, keine Nacktheit) anzugleichen, was Alexander von Humboldt in seinen Reiseberichten 1800 ff zu kritischen Bemerkungen veranlasste.
Erscheinungsweisen
Christianisierung ist auf viele Arten geschehen, und in den meisten Fällen spielten mehrere Faktoren zusammen.
Faktoren auf religiösem Gebiet:
- In vielen Fällen kam zuerst die Mission von einzelnen reisenden Missionaren (Paulus im Römischen Reich, Bonifatius in Deutschland, Patrick in Irland, Kyrill und Method unter den Slawen) oder Missionarinnen (Nino in Georgien), die in der Folge zu Gemeindegründungen führte (allerdings sind solche Versuche längst nicht immer gelungen)
- Einen großen Einfluss hatten auch freiwillige oder erzwungene Ortsveränderungen von Christen (Zerstörung von Jerusalem, Sklavenhandel und römische Armee in der Antike, Auswanderer und Siedler) die am neuen Ort ihren Glauben weiter pflegen und Einheimische dafür gewinnen.
- Dazu gibt es die klassische Mission, wo christliche Vorposten (Einsiedeleien, Klöster, Missionsstationen) durch Mission oder Diakonie für das Christentum werben.
Faktoren auf politischem Gebiet:
- Heiratspolitik (Burgunder)
- Kolonialisierung (Amerika)
- militärische Aktionen (Kreuzzüge) oder
- Eroberung (Baltikum, Reconquista, Buren in Südafrika)
Die Gewinnung des jeweiligen Herrschers für das Christentum war in manchen Fällen ein wesentlicher Faktor für die Christianisierung, in anderen kam sie erst nach ziemlich vollendeten Tatsachen (z.B. Eroberung durch das römische Reich) oder spielte überhaupt keine Rolle (z.B. Nordamerika). In Kulturen mit ausgeprägtem Gemeinschaftsbewusstsein konnte die Bekehrung des lokalen Oberhaupts auch fast selbstverständlich zur Bekehrung seiner Gefolgsleute führen, da die Gemeinschaft für alle wesentlicher war als die individuelle Entscheidung über die Religionszugehörigkeit.
In manchen Fällen führte die Christianisierung zur Eingliederung in die katholische Kirche, in anderen Fällen bildeten sich eigenständige lokale Kirchen (keltisches Christentum in Irland, Russland, Nordamerika, afrikanische Kirchen). An manchen Orten wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt, andere weitestgehend christianisierte Länder lehnen staatlichen Einfluss auf die Religion prinzipiell ab.
Geschichte
Die erste als Staat christianisierte Nation war Armenien: die ersten Missionare, die Apostel Thaddäus und Bartholomäus hatten dort schon in der Mitte des 1. Jahrhunderts gepredigt und es entstand eine Untergrundkirche. Um 301 kam es dann nach einigen dramatischen Ereignissen, an denen Christen aus der Untergrundkirche beteiligt waren, durch die Bekehrung des Königs Trdat III. zur Proklamation des Christentums als Staatsreligion.
Eine herausragende Rolle in der frühzeitlichen Missionierung von Mitteleuropa um das 6. Jahrhundert spielten iro-schottische Mönche, sowie die Einflüsse Roms. Sie wurde unter anderem vorangetrieben durch die Missionare Gallus, Columban, Bonifatius und Kilian, wobei diese Tätigkeit keinesfalls als ungefährlich zu gelten hatte. Karl der Große besiegte um 800 die Sachsen in Norddeutschland, und erließ in der Capitulatio de partibus Saxoniae Vorschriften wie z.B.:
- 21. Wer Gelübde nach heidnischem Brauch an Quellen, Bäumen oder Hainen darbringt oder nach heidnischem Brauch opfert und ein Gemeinschaftsmahl zu Ehren der Götzen veranstaltet, zahlt als Edeling 60, als Friling 30, als Late 15 sol. Und wenn er das Geld nicht hat, soll er es im Dienste der Kirche abarbeiten.
Um die tatsächliche Missionsgeschichte herum bildeten sich auch viele Legenden.
Weblinks
- [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/personen/schmitz/vl9798/quellcap.htm Die Capitulatio de partibus Saxoniae (782?) mit Übersetzung]
Siehe auch
- Zwangstaufe
- Soziale Schichten im Mittelalter
Kategorie:Christentum
Kategorie:Christentumsgeschichte
Kategorie:Transkulturation
Otto von Bamberg
Otto von Bamberg, auch Otto von Mistelbach, ( - 1060 oder 1061 in Franken; † 30. Juni 1139) war ein heiliggesprochener Bischof von Bamberg.
Im Jahre 1082 heiratete Judith, die Schwester des Kaisers Heinrich IV., den Polenherzog Wladyslaw, und Otto ging mit ihr als Kaplan an den Hof des Herzog Wladislaw. Dann wurde er 1091 an den Hof des Kaisers Heinrich IV. gerufen. Otto wurde dessen Kanzler und leitete den Bau des Domes zu Speyer. 1102 wurde er vom Kaiser zum achten Bischof von Bamberg ernannt und gründete und reformierte zahlreiche Klöster. Den 1081 ausgebrannten Bamberger Dom aus der Zeit Kaiser Heinrichs II. ließ er erneuern. 1109 weihte er die Bamberger Sankt-Jakobs-Kirche. Da er im erneut ausgebrochenen Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst seinem Kaiser Heinrich IV. die Treue gehalten hatte, wurde er 1118 auf der Synode von Fritzlar von der päpstlichen Partei seines Amtes enthoben.
Boleslaw III. von Polen eroberte das unabhängige Pommern im Jahre 1121 und Otto wurde gerufen, um ab 1124 das Land zu christianisieren. Er taufte eine große Anzahl von Pommern. Er ging dabei nicht gewaltsam vor, wie es oft bei anderen erzwungenen Missionen geschah, sondern er ließ den heiligen Baum in Stettin stehen. Noch heute bestehen damals geknüpfte Verbindungen zwischen Bamberg und der polnischen Kirche, die Otto als Apostel der Pommern verehrt.
Otto war wegen seines ausgeglichenen Gemüts sehr beliebt und schlichtete auch im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser. Er wirkte maßgeblich an den Beschlüssen des Wormser Konkordats von 1122 mit.
Er gilt als der bedeutendste unter den Bamberger Bischöfen. Otto wurde 1189 heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 30. Juni, im Bistum Bamberg der 30. September.
Sein Grab ist in der Bamberger Benediktinerabtei Michaelsberg, die er in den Jahren 1117 bis 1121 nach einem Erdbeben erneuern ließ. Unter der Grabplatte von 1340 befindet sich ein Durchschlupf, der es den Pilgern ermöglichte, den Reliquien möglichst nahe zu kommen. Es heißt, wer unter dem Grab hindurch kriecht, wird von Rückenleiden befreit.
1340
Im Diözesanmuseum am Dom befindet sich noch sein Bischofsstab.
Eine vom Bildhauer Walter Schott geschaffene Büste von Otto befand sich in der ehemaligen Siegesallee in Berlin neben dem Denkmal des Gründers der Mark Brandenburg, Albrecht dem Bären.
(Abbildung siehe hier.)
Weblinks
- [http://www.apfelweibla.de/Ottolegende/index.htm Die Ottolegende (28 Tafeln in der Michelskirche Bamberg)]
- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienO/Otto_von_Bamberg.html Ökumenisches Heiligenlexikon]
- http://www.bautz.de/bbkl/o/otto_h.shtml Biographisches Bibliographisches Kirchenlexikon
Siehe auch: Privilegium Ottonianum
Kategorie:Heiliger
Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (11. Jh.)
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Geboren 1060
Kategorie:Gestorben 1139
Kategorie:Gestorben 1124
Bořivoj II.Bořivoj II. ( - um 1064; † 2. Februar 1124 in Ungarn) war ein Herzog von Böhmen.
Leben
1081 begab sich der Sohn von Vratislav II. und Swatawa von Polen als Führer des bewaffneten Heeres mit Kaiser Heinrich IV. nach Italien, wo er zwei Jahre später erfolgreich an der Eroberung Roms teilnahm. Er kehrte 1084 mit einer Handvoll Mitkämpfer zurück. Der Versuch Břetislav II. Bořivoj als seinen Nachfolger durchzusetzen, verhinderte das sogenannte „Altersgesetz“ des Břetislav I. Nach diesem Gesetz sollte Oldřich Thronfolger werden, der Sohn Konrads I..
Bořivoj wandte sich an den Kaiser und bat um Unterstützung. Durch die Aufnahme Böhmens in das kaiserliche Lehen im Jahr 1099 wurde dann 1101 Bořivoj zum Herzog bestimmt. Diese Vorgehensweise hatte Folgen im gesamten 12. Jahrhundert, in dem die Kaiser dann öfters in die Geschicke Böhmens und der Nachfolgeregelung eingriffen. Oldřich kehrte nach Brünn zurück und rüstete sich zum Kampf um den Thron. Auch er wandte sich an den Kaiser, der dann Brünn in sein Lehen aufnahm, die Kämpfe um Thron jedoch nicht unterstützen wollte.
Oldřich sammelte um sich einige österreichische Söldner und zog nach Malina bei Kuttenberg (Kutná Hora), in der Hoffnung, dass sich ihm böhmische Truppen anschließen. Dies geschah jedoch nicht und er kehrte 1101 wieder nach Brünn zurück.
1105 kam es zu Auseinandersetzungen auf dem kaiserlichen Thron. Die deutschen Herzöge wollten mit Hilfe des kaiserlichen Sohnes Heinrich V. stürzen. Bořivoj und auch Leopold III., Markgraf von Österreich, mit dessen Schwester Bořivoj verheiratet war, standen auf der Seite des Kaisers, der dann aber abgesetzt wurde und über Böhmen ins Rheinland flüchtete, wo er 1106 starb.
1105 versuchte auch Svatopluk, Herzog von Olmütz Bořivoj zu stürzen. Er zog nach Prag, hatte jedoch kein Erfolg. Durch Bestechung der Stände versuchte er nun gegen den Herzog zu intrigieren. Zwei Jahre später glückte der Umsturz und Bořivoj musste das Land verlassen. Er wandte sich an den Kaiser, der Svatopluk zu sich berief. Er übergab die Herrschaft an seinen Bruder Otto den Schwarzen und begab sich zum Kaiser. Dort wurde er gefangengenommen. Bořivoj will mit Hilfe seines Neffen Wiprecht II., Sohn Wiprechts von Groitzsch, 1110 den Thron zurückobern, wurde aber bereits an der Grenze abgefangen. Svatopluk versprach dem Kaiser Gehorsam, worauf er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Bořivoj begab sich nach Polen zum Herzog Boleslaw III. Schiefmund.
1117 wurde Bořivoj auf Geheiß von Vladislav I. unerwartet doch noch zum Herzog bestimmt. Seine ersten drei Jahre der Herrschaft waren gekennzeichnet von Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Stürmen). Hinzu kamen Schwierigkeiten bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Ungarn, die er bereits seit 1116 führte. 1120 wurde er dann entthront. Er war ein friedlicher, einfacher Mensch, der viel Vertrauen in Mitmenschen setzte und es war schließlich seine eigene Unfähigkeit, die ihm zum Fall brachte.
Er hatte zahlreiche Kinder gezeugt, keiner seiner Söhne wurde jedoch Herzog, im Gegenteil - meist nahmen sie untergeordnete Aufgaben an. Dieser Ast der Přemysliden starb auch bald aus. Die sterblichen Überreste Bořivojs wurde 1124 im St. Veitsdom begraben.
Er heiratete am 18. Oktober 1100 Gerberga von Babenberg, Tochter des Markgrafen Leopold II. von Österreich und zeugte mit ihr die Kinder Jaromír, Spytihněv, Lupold, Albrecht und Richeza.
Siehe auch: Portal:Tschechien
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren um 1064
Kategorie:Gestorben 1124
Kategorie:Herzog (Böhmen)
1064
Politik und Weltgeschehen
- Gründung der Abtei zu Siegburg durch Erzbischof Anno II.
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ko:1064년
23. AprilDer 23. April ist der 113. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 114. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 252 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1516 - Wilhelm IV., Herzog von Bayern, erlässt ein bayerisches Reinheitsgebot für Bier.
- 1916 - Dublin, Irland. Osteraufstand der Sinn Féin Bewegung und Ausrufung der irischen Republik.
- 1933 - Einführung der Gestapo.
- 1945 - Insassen des Zellengefängnisses Lehrter Straße, darunter Klaus Bonhoeffer und Rüdiger Schleicher, werden ermordet.
- 1948 - Berliner Studenten fordern eine Freie Universität Berlin.
- 1971 - Sirimawo Bandaranaike, die Ministerpräsidentin von Ceylon, gelingt es durch eine Amnestie für die linksextremen Aufständischen für den Fall deren Kapitulation die schweren Unruhen auf der Insel zu beenden, die mehr als 10.000 Menschenleben gekostet haben.
- 1982 - Conch Republic wird ausgerufen und wieder in die USA eingegliedert, alles an einem Tag.
- 1990 - Nach jahrelangen Spannungen zwischen den beiden Ländern trifft Li Peng als erster chinesischer Ministerpräsident seit 1964 zu einem offiziellen Besuch der Sowjetunion in Moskau ein.
- 1990 - Karl-Marx-Stadt erhält nach einer Bürgerbefragung seinen alten Namen Chemnitz zurück. 76 % sind dafür.
- 1990 - Namibia wird das 160. Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1991 - Der sowjetischen Präsidenten Gorbatschow verhandelt mit neun Sowjetrepubliken ein Abkommen, das deren Souveränität anerkennt ohne den Bestand der Sowjetunion zu gefährden.
- 1991 - Johnny Thunders stirbt in New Orleans wahrscheinlich an einer Überdosis.
- 1992 - General Than Shwe wird Staatsoberhaupt in Myanmar
- 1998 - In Belgien kann der Kindermörder Marc Dutroux aus einem Gerichtsgebäude fliehen, nach einem Großeinsatz der Polizei jedoch wieder in Gewahrsam genommen werden. Als Konsequenz dieser Vorfälle müssen der belgische Innen- und Justizminister sowie der Polizeichef von ihren Ämtern zurücktreten.
- 2005 - In Österreich übernimmt Heinz Christian Strache die FPÖ -Obmannschaft von Hilmar Kabas.
Wirtschaft
- 2001 - Intel bringt den Pentium 4 auf den Markt.
- 2002 - Argentinien. Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov tritt zurück.
Wissenschaft und Technik
- 1967 - Start der sowjetischen Raumkapsel Sojus 1, der Kosmonaut Wladimir Michailowitsch Komarow stirbt, als die Kapsel bei der Rückkehr zerschellt.
- 1994 - Physiker am Fermilab (USA) entdecken das Top-Quark.
Kultur
- 1597 - Uraufführung von William Shakespeares 'Die lustigen Weiber von Windsor' in Anwesenheit von Königin Elisabeth I.
- 1766 - Uraufführung der komischen Oper Les Pêcheurs von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1830 - Uraufführung der Oper Danilowa von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.
- 1962 - Uraufführung der Oper König Nicolo von Hans Chemin-Petit in Aachen.
Religion
- 1834 - Gründung der ersten deutschen Baptistengemeinde durch Johann Gerhard Onckenin Hamburg.
- 2005 - Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. im Vatikan
Katastrophen
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1954 - Einen Meilenstein in der Geschichte des Basketballs stellt die Einführung der Wurfuhr durch die NBA dar.
Geboren
- 1185 - Alfons II. (Portugal), König von Portugal
- 1508 - Georg Sabinus, Gründungsrektor der Universität zu Königsberg
- 1516 - Georg Fabricius, deutscher Dichter, Historiker und Archäologe
- 1564 - William Shakespeare, englischer Schriftsteller (vermuteter Geburtstag)
- 1598 - Maarten H. Tromp, niederländischer Admiral
- 1708 - Friedrich von Hagedorn, bürgerlicher Rokokodichter
- 1715 - Johann Friedrich Doles, deutscher Komponist und Thomaskantor
Thomaskantor
- 1775 - William Turner, englischer Maler
- 1778 - Sir John Harvey, britischer General und Kolonialadministrator
- 1791 - James Buchanan, 15. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1823 - Abdülmecid I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1825 - Emil Welti, schweizerischer Politiker
- 1827 - Johann Friedrich von Schulte, Professor für Zivil- und Kirchenrecht sowie Rechtsgeschichte
- 1828 - Albert I. (Sachsen), von 1873 bis 1902 König von Sachsen
- 1858 - Ethel Smyth, englische Komponistin
- 1858 - Max Planck, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1861 - Edmund Allenby, britischer Soldat und Hochkommisar von Ägypten
- 1867 - Johannes Fibiger, dänischer Pathologe, Medizin-Nobelpreisträger
- 1873 - Arnold van Gennep, französischer Ethnologe
- 1879 - Emil Barth, deutscher Politiker
- 1879 - Lucius D. Clay, US-amerikanischer General, Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland 1947-1949
- 1889 - Karel Willem Frederick Marie Doorman,niederländischer Konteradmiral
- 1891 - Sergej Prokofjew, ukrainischer Komponist
- 1892 - Richard Huelsenbeck, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Adolf Cillien, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1893 - Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA
- 1893 - Frank Borzage, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1896 - Charlie Rivel, spanischer Clown
- 1897 - Lester B. Pearson, kanadischer Politiker
- 1897 - Lucius D. Clay, Stellvertreter von Dwight D. Eisenhower
- 1898 - Edwin Erich Dwinger, deutscher Schriftsteller
- 1899 - Bertil Ohlin, schwedischer Ökonom
- 1899 - Vladimir Nabokov, US-amerikanischer Schriftsteller russischer Abstammung
- 1902 - Halldór Kiljan Laxness, isländischer Schriftsteller
- 1902 - Rudolf Stadelmann, deutscher Historiker
- 1903 - Karl Larenz, deutscher Zivilrechtler und Rechtsphilosoph
- 1907 - Fritz Wotruba, österreichischer Bildhauer
- 1909 - Margot Kalinke, deutsche DP- und CDU-Politikerin und MdB
- 1915 - Christine Busta, österreichische Lyrikerin
- 1919 - Yoshitaro Nomura, japanischer Filmregisseur
- 1920 - Friedrich Schadeberg, deutscher Unternehmer und Miteigentümer der Krombacher Brauerei
- 1924 - Ruth Leuwerik, deutsche Schauspielerin
- 1928 - Shirley Temple, US-amerikanische Schauspielerin und Politikerin
- 1929 - Max Bolliger, schweizerischer Schriftsteller
- 1932 - Hansl Krönauer, deutscher Komponist und Sänger
- 1936 - Roy Orbison, US-amerikanischer Country- und Rock-Sänger
- 1938 - Helmut Illert, deutscher Fernsehjournalist
- 1939 - Lee Majors, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1939 - Ray Peterson, US-amerikanischer Rock 'N' Roll Sänger
- 1940 - Dietrich Schwanitz, deutscher Literaturprofessor und Autor
- 1941 - Paavo Tapio Lipponen, finnischer Politiker und Regierungschef
- 1942 - Sandra Dee, US-amerikanische Schauspielerin
- 1949 - John Miles, britischer Musiker
- 1950 - Maria Böhmer, deutsche CDU-Politikerin und MdB
- 1954 - Michael Moore, US-amerikanischer Autor und Dokumentarfilmer
- 1955 - Sissy Höfferer, dt. Fernsehschauspielerin
- 1957 - Neville Brody, Grafikdesigner, Schriftentwerfer und Art Director
- 1960 - Steve Clark, Ex-Gitarrist der englischen Band Def Leppard
- 1961 - Andrej Kurkow, russischsprachiger Schriftsteller aus Kiew
- 1961 - Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 1961 - Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 1963 - Rolf Wouters, niederländischer Moderator
- 1964 - Torsten Fenslau, deutscher Disc Jockey und Musikproduzent
- 1978 - Gezahegne Abera, äthiopischer Marathonläufer und Olympiasieger
- 1979 - Lauri Johannes Ylönen, Sänger und Songwriter von The Rasmus
- 1980 - Nils Döring, deutscher Fußballspieler
- 1983 - Daniela Hantuchová, slowakische Tennisspielerin
Gestorben
Daniela Hantuchová
Daniela Hantuchová
- 997 - Adalbert von Prag, Glaubensbote in Ungarn und Preußen
- 1124 - Alexander I. (Schottland), König von Schottland
- 1616 - William Shakespeare, englischer Schriftsteller (nach dem seinerzeit in England noch geltenden julianischen Kalender!)
- 1616 - Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller
- 1625 - Moritz von Oranien, Statthalter von Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern und Overijssel
- 1691 - Jean-Henri d'Anglebert, französischer Komponist, Cembalist und Organist
- 1728 - Tomás de Torrejón y Velasco, peruanischer Komponist
- 1780 - Maria Antonia Walpurgis, Kunstmäzenin und Komponistin, Malerin und Dichterin
- 1796 - Theodor Gottlieb von Hippel, preußischer Schriftsteller
- 1821 - Pierre Riel de Beurnonville, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1825 - Maler Müller, deutscher Maler, Kupferstecher und Dichter des Sturm und Drang
- 1845 - Johann Rudolf Czernin, österreichischer Verwaltungsbeamter
- 1847 - Erik Gustaf Geijer, zählt zu den wichtigsten schwedischen Schriftstellern der Romantik
- 1850 - William Wordsworth, britischer Dichter
- 1851 - Michail Petrowitsch Lasarew, russischer Marineoffizier und Admiral
- 1866 - Charles Grant, schottischer Politiker
- 1873 - Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik
- 1877 - Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker
- 1923 - Luise Marie Elisabeth von Preußen, Großherzogin von Baden
- 1924 - Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier
- 1925 - Armand Marseille, deutsch-russischer Puppenfabrikant
- 1938 - Elisabeth Tombrock, Ordensgründerin
- 1939 - Maria Gabriella Sagheddu, italienische Trappistin
- 1941 - Erich Basarke, deutscher Architekt
- 1945 - Albrecht Graf von Bernstorff, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer
- 1945 - Klaus Bonhoeffer, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Otto Hübener, deutscher Widerstandskämpfer
- 1945 - Rüdiger Schleicher, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1952 - Elisabeth Schumann, deutsch-US-amerikanische Sopranistin
- 1952 - Wilhelm Paschek, deutscher Politiker
- 1958 - Wolfgang Klausner, deutscher Politiker
- 1959 - Egon Reinert, deutscher Politiker
- 1966 - Otto Baer, Oberbürgermeister von Magdeburg
- 1969 - Krzysztof Komeda, polnischer Jazzmusiker und Komponist
- 1970 - Adeline Genée, dänische Ballett-Tänzerin
- 1972 - Walter Czollek, Leiter des Verlages Volk und Welt in der DDR
- 1978 - Ludwig Schneider, deutscher Politiker
- 1986 - Harold Arlen, US-amerikanischer Komponist, Oscar für "Somewhere Over the Rainbow"
- 1986 - Otto Preminger, österreichisch-US-amerikanischer Filmregisseur
- 1989 - Hamani Diori, nigerianischer Politiker und erster Präsident
- 1992 - Satyajit Ray, indischer Filmregisseur
- 1992 - Rosemary Sutcliff, englische Autorin
- 1993 - Johnny Thunders, Punk-Musiker aus England
- 1993 - Bertus Aafjes, niederländischer Schriftsteller
- 1993 - César Chávez, Gründer der US-amerikanischen Landarbeitergewerkschaft
- 1993 - Guido Carli, italienischer Ökonom
- 1993 - Günther Storck, katholischer Priester und Bischof
- 1993 - Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin
- 1996 - P. L. Travers, australische Schriftstellerin (Mary Poppins)
- 1998 - Gregor von Rezzori, österreichischer Schriftsteller und Filmschauspieler
- 1998 - James Earl Ray, US-amerikanischer Attentäter
- 1998 - Konstantinos Karamanlis, griechischer Politiker
- 2001 - Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken
- 2002 - Linda Lovelace, US-amerikanische Pornodarstellerinn
- 2002 - Manfred Bieler, deutscher Schriftsteller
- 2003 - Abram Bergson, US-amerikanischer Wirtschaftstheoretiker
- 2003 - Herbert Riehl-Heyse, deutscher Journalist und Autor
- 2003 - Kurt Klinger, österreichischer Schriftsteller
- 2005 - George Pan Cosmatos, italienischer Filmregisseur
- 2005 - John Mills, britischer Schauspieler
- 2005 - Romano Scarpa, italienischer Comic-Zeichner
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Adalbert von Prag, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer (katholisch, evangelisch)
- Hl. Georg, Märtyrer in Kappadozien (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox) - siehe auch Georgstag
- Welttag des Buches und des Urheberrechts (UNESCO)
- Tag des Deutschen Bieres
Siehe auch
- 22. April - 24. April
- 23. März - 23. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0423
ja:4月23日
ko:4월 23일
simple:April 23
th:23 เมษายน
1078
Politik und Weltgeschehen
- Sigewin von Are wird Erzbischof von Köln
- Tübingen wird erstmals urkundlich erwähnt.
- Wilhelm der Eroberer veranlasst den Bau des Londoner Towers
- Alexander I., König von Schottland († 1124)
- 5. April - Richard von Capua, normannischer Fürst in Unteritalien ( - ?)
- 6. November - Graf Berthold I. von Zähringen, Herzog von Kärnten und Markgraf von Verona ( - um 1000)
ko:1078년
simple:1078
13. DezemberDer 13. Dezember ist der 347. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 348. in Schaltjahren) - somit bleiben 18 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1889 - Der Deutsche Reichstag verabschiedet ein Gesetz, nach dem Handwerker zur Eröffnung eines Gewerbebetriebs eine einschlägige Ausbildung nachweisen müssen.
- 1919 - Die Arbeiterwohlfahrt wird gegründet.
- 1934 - Die deutsche Reichsregierung verschärft die Ahndung von verleumderischen Äußerungen gegen Regierung, NSDAP oder Reich per Änderung des so genannten "Heimtückegesetzes".
- 1937 - Japanische Besatzer begehen das "Massaker von Nanjing" ([http://www-users.cs.umn.edu/~dyue/wiihist/njmassac/nmintro.htm Weblink])
- 1948 - In der DDR wird die Organisation der "Jungen Pioniere" gegründet, später dann in Pionierorganisation Ernst Thälmann umbenannt.
- 1951 - Paraguay wird Mitglied in der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten)
- 1957 - Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Dominikanische Republik und Deutschland
- 1960 - Die Europäische Organisation für Flugsicherung (Eurocontrol) mit Sitz in Brüssel wird von sechs europäischen Staaten gegründet.
- 1972 - Beginn der 7. Wahlperiode des deutschen Bundestages und Annemarie Renger wird als erste Frau Präsidentin des Deutschen Bundestages.
- 1981 - General Wojciech Jaruzelski verhängt das Kriegsrecht über Polen, das bis zum 22. Juli 1983 Bestand haben soll. Die Gewerkschaft "Solidarität" wird gleichzeitig verboten.
- 1990 - Nach mehr als 30 Jahren Exil kehrt Oliver Tambo, ANC-Präsident von 1967-1991, nach Südafrika zurück.
- 2002 - Die Europäische Union gibt zehn neue Mitglieder in Kopenhagen bekannt: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Die Mitgliedschaft dieser Länder wird am 1. Mai 2004 wirksam werden.
- 2003 - Der irakische Diktator Saddam Hussein wird durch das US-amerikanische Militär in der Nähe seines Geburtsortes Tikrit in einem Erdloch gefunden und von 600 Mann festgenommen.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1967 - Pioneer 8 startet in den Kosmos.
Kultur
- 1794 - Uraufführung der Oper "Eliza ou Le Voyage au glaciers du Mont Saint-Bernard" (Elisa oder Die Reise auf den Großen St. Bernhard) von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris.
- 1803 - Uraufführung der Oper "Les Sabots et le cerisier" von François-Joseph Gossec in Paris.
- 1867 - Uraufführung der Oper (Operette) "Malbrough s'en va-t-en guerre" von Léo Delibes am Théâtre de l'Athénée in Paris.
- 1918 - Karl Kraus veröffentlicht seine Tragödie "Die letzten Tage der Menschheit" in drei Sonderheften seiner Zeitschrift "Die Fackel".
- 1946 - Thomas Mann erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Bonn zurück, die ihm 1919 entzogen worden war.
- 1969 - Uraufführung der Oper "Die Geschichte von Aucassin und Nicolette" von Günter Bialas am Cuvilliés-Theater in München.
- 2004 - Der Dichter und Karikaturist Robert Gernhardt erhält den alle zwei Jahre verliehenen und mit 25.000 Euro dotierten Düsseldorfer Heine-Preis.
Religion
- 1294 - Papst Coelestin V. muss aufgrund politischer Unfähigkeit abdanken.
- 1545 - Papst Paul III. eröffnet das Konzil von Trient.
Katastrophen
- 115 - Antiochia wird durch ein Erdbeben zerstört
- 1907 - Der größte Schoner der Welt, die Thomas W. Lawson, sinkt mit 17 Seeleuten innerhalb der Scilly-Inseln.
- 1939 - Der Zerstörer "Duchess" sinkt westlich von Schottland nach einer Kollision mit dem Schlachtschiff "Barham". 129 Tote
- 1978 - Das deutsche Containerschiff München sinkt mit 28 Seeleuten an Bord im Atlantik.
- 1982 - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in Arabien, ca. 2.800 Tote
- 1992 - Eine Fokker F-27 der Scibe Airlift Cargo Zaire stürzt beim Anflug auf Goma/Zaire ab, wobei alle 37 Personen an Bord sterben.
- 1995 - Verona, Italien. Eine Antonow An-24 der rumänischen Romavia stürzt kurz nach dem Start Richtung Timişoara, Rumänien ab und geht in Flammen auf. Dabei sterben alle 49 Menschen an Bord.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
- 1484 - Paul Speratus, deutscher Theologe, Reformator und Liederdichter
- 1521 - Felice Peretti di Montalto, Papst von 1585 bis 1590
- 1533 - Erik XIV., König von Schweden von 1560 bis 1568
- 1553 - Heinrich IV., französischer König
- 1613 - Carl Gustav Wrangel, schwedischer Heerführer und Staatsmann
- 1678 - Yongzheng, chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1767 - August Eberhard Müller, deutscher Komponist und Thomaskantor
- 1779 - Sophie Barat, französische Gründerin des katholischen Frauenordens der Sacré Coeur-Schwestern
- 1780 - Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker
- 1797 - Heinrich Heine, deutscher Dichter
- 1815 - Johann Gottfried Steffan, schweizerischer Landschaftsmaler
- 1816 - Werner von Siemens, deutscher Unternehmer
- 1828 - Albert Suckow, württembergischer Kriegsminister
- 1834 - Leonhard Kohl von Kohlenegg, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler
- 1836 - Franz von Lenbach, deutscher Maler
- 1849 - Otto Lenel, deutscher Rechtshistoriker
- 1850 - Iver Holter, norwegischer Komponist
- 1852 - Emanuel Schreiber, burgenländer Rabbiner und Publizist
- 1856 - Svetozar Boroevic von Bojna, österreichischer Feldmarschall im 1. Weltkrieg
- 1863 - Eugen Gradmann, deutscher Pfarrer und Landeskundler
- 1871 - Albin Camillo Müller, deutscher Architekt, Pädagoge und Gestalter
- 1873 - Cesare Orsenigo, apostolischer Nuntius in Deutschland
- 1874 - Ludwig Michael Curtius, deutscher Archäologe und Kunsthistoriker
- 1887 - George Pólya, US-amerikanischer Mathematiker
- 1902 - Paul Kurzbach, deutscher Komponist
- 1902 - Talcott Parsons, US-amerikanischer Soziologe
- 1906 - Josef Maria Reuss, Weihbischof in Mainz und Titularbischof von Sinope
- 1907 - Ebba-Margareta von Freymann, erste Übersetzerin einiger Gedichte von J.R.R. Tolkien ins Deutsche
- 1910 - Van Heflin, US-amerikanischer Schauspieler
- 1911 - Trygve Haavelmo, norwegischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 1912 - Luiz Gonzaga, brasilianischer Sänger, Akkordeonspieler und Komponist
- 1914 - Alan Bullock, britischer Historiker
- 1915 - Balthazar Johannes Vorster, Politiker, südafrikanischer Staatspräsident
- 1915 - Curd Jürgens, deutscher Bühnen- und Filmschauspieler
- 1918 - Bill Vukovich, US-amerikanischer Autorennfahrer
- 1919 - Hans-Joachim Marseille, deutscher Jagdflieger, Hauptmann und Fliegerass im Zweiten Weltkrieg
- 1920 - George Shultz, US-amerikanischer Politiker
- 1923 - Edward Bede Clancy, emeritierter Erzbischof von Sydney und ein Kardinal
- 1923 - Philip Warren Anderson, US-amerikanischer Physiker
- 1924 - Maria Riva, US-amerikanische Schauspielerin (Tochter von Marlene Dietrich)
- 1926 - George Rhoden, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1927 - Christopher Plummer, kanadischer Schauspieler
- 1930 - Geneviève Page, französische Schauspielerin
- 1931 - Carl-Heinz Janson, Funktionär im Politbüro des Zentralkomitees der SED in der DDR
- 1936 - Karim Aga Khan IV., Oberhaupt der Ismailiten
- 1937 - Jutta Lampe, deutsche Schauspielerin
- 1937 - Paul Maar, deutscher Kinderbuchautor
- 1937 - Robert Gernhardt, deutscher Schriftsteller und Künstler
- 1937 - Yvan Pestalozzi, schweizerischer Eisenplastiker
- 1938 - Heino, deutscher Sänger volkstümlicher Musik
- 1940 - Edith Clever, deutsche Schauspielerin
- 1940 - Jutta Wachowiak, deutsche Schauspielerin
- 1942 - Johann Hahlen, Präsident des Statistischen Bundesamtes
- 1942 - Ludwig-Holger Pfahls, deutscher Politiker
- 1943 - Johan Reinhard, US-amerikanischer Archäologe
- 1944 - Marti Webb, britischer Sänger
- 1944 - Ron Caines, britischer Muisker und Sänger
- 1947 - Luis Ángel González Macchi, Staatspräsident von Paraguay
- 1948 - Davis O'List, britischer Musiker und Songschreiber
- 1948 - Jeff Baxter, US-amerikanischer Musiker (Doobie Brothers)
- 1948 - Ted Nugent, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Van Halen)
- 1948 - Tony Gomez, ceylonesischer Musiker
- 1952 - Alan Love, britischer Sänger
- 1952 - Jean Rouaud, französischer Schriftsteller
- 1954 - Berton Averre, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Tamora Pierce, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1957 - Steve Buscemi, US-amerikanischer Film- und Bühnenschauspieler
- 1961 - Austin Sorensen, norwegischer Sänger und Songschreiber
- 1962 - Andreas Müller, deutscher Fußballspieler
- 1964 - Dieter Eilts, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1964 - Hideto Matsumoto, japanischer Musiker
- 1966 - Kristiane Backer, deutsche Fernsehjournalistin
- 1967 - Jamie Foxx, US-amerikanischer Schauspieler, Musiker und Comedian
- 1970 - Tonja Buford-Bailey, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1974 - Manfred Rothbauer, österreichischer Fußballspieler
- 1975 - Tom Delonge, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1976 - Lambert Schill, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1976 - Viola Bauer, deutsche Skilangläuferin
- 1983 - Otylia Jędrzejczak, polnische Schwimmerin
Gestorben
- 1124 - Kalixt II., als Nachfolger von Gelasius II. Papst ab 1119
- 1204 - Moses Maimonides, in Fustat (heute Kairo); jüdischer Religionsphilosoph, Arzt und Rechtsgelehrter ( - 30.3. 1135)
- 1250 - Friedrich II., römisch-deutscher Kaiser
- 1516 - Johannes Trithemius, deutscher Abt und Mystiker
- 1626 - Adriaen de Vries, in Prag; niederländischer Bildhauer und Maler ( - 1560)
- 1641 - Johanna Franziska von Chantal, in Moulins, Allier; französische Ordensgründerin und Helige ( - 28.1. 1572)
- 1692 - Aegidius Strauch, Theologe
- 1696 - Georg Matthäus Vischer, Topograph und Geistlicher
- 1769 - Christian Fürchtegott Gellert, deutscher Dichter
- 1784 - Samuel Johnson, britischer Autor, dessen "Dictionary of the English Language" starken Einfluss auf das moderne Englisch ausübt.
- 1812 - Marianna Martines, österreichische Komponistin
- 1817 - Pal Kitaibel, (in Pest; ungarischer Botaniker und Naturforscher ( - 3.2. 1757)
- 1823 - Antonio Narino, in Villa de Leiva; kolumb. General, Publizist und Politiker
- 1863 - Friedrich Hebbel, in Wien; deutscher Dramatiker ( - 18.3. 1813)
- 1867 - Artur Grottger, in Amelie-les-Bains-Palalda; polnischer Maler und Zeichner ( - 11.11. 1837)
- 1881 - August Senoa, in Zagreb; kroatischer Schriftsteller ( - 14.11. 1838)
- 1890 - François-Louis-David Bocion, in Lausanne; schweizerischer Maler ( - 30.3. 1828)
- 1898 - George Frederick Bristow, US-amerikanischer Komponist
- 1909 - Innokentij Annenskij, in Petersburg; russischer Lyriker und Altphilologe ( - 1.9. 1856)
- 1922 - Hannes Hafstein, in Reykjavík; isländischer Schriftsteller und Politiker ( - 4.2. 1861)
- 1924 - Samuel Gompers, in San Antonio, Texas; US-amerikanischer Gewerkschaftsführer, 1. Präsident der American Federation of Labor (AFL), ( - 27.1. 1850)
- 1925 - Benno Koglbauer, in Bregenz; österreichischer Kapuziner ( - 29.6. 1862)
- 1930 - Fritz Pregl, in Graz; österreichischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1923 ( - 3.9. 1869)
- 1935 - Victor Grignard, in Lyon; französischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1912 ( - 6.5. 1871)
- 1941 - Edward Rydz-Śmigły, in Warschau; polnischer Marschall und Politiker ( - 111.3. 1886)
- 1944 - Wassily Kandinsky, russischer Maler und Graphiker
- 1945 - Leopold Jessner, deutscher Theaterregisseur
- 1945 - Johanna Bormann, Wärterin in verschiedenen Konzentrationslagern
- 1947 - Nicholas Roerich, in Nagar,Punjab, Indien; russischer Maler, Schriftsteller und Philosoph( - 9.10. 1874)
- 1955 - António Caetano de Abreu Freire Egas Moniz, portugiesischer Neurologe und Politiker
- 1961 - Grandma Moses, US-amerikanische Malerin
- 1966 - Stanisław Mikołajczyk, polnischer Exilpremier
- 1976 - Eduard Claudius, deutscher Schriftsteller
- 1979 - Alfred Bengsch, deutscher Kardinal
- 1980 - Hans Richter-Haser, in Braunschweig; deutscher Komponist, Dirigent und Pianist ( - 6.1. 1912)
- 1983 - Ida Russka, in Baden bei Wien; ungarische Opernsängerin ( - 5.12. 1890)
- 1983 - Nichita Stanescu, in Bukarest; rumänischer Lyriker ( - 31.3. 1933)
- 1991 - Stuart David Challender, in Sydney, New South Wales; australischer Dirigent ( - 19.2. 1947)
- 1991 - Jan Hendriks, deutscher Schauspieler
- 1991 - Emil Zbinden, in Bern; schweizerischer Graphiker und Holzschneider ( - 26.6. 1908)
- 1994 - Olga Nikolajewna Rubzowa, russische Schachspielerin
- 2001 - Chuck Schuldiner, Gitarrist und Sänger der US-amerikanischen Bands Death und Control Denied
- 2002 - Jurgis Kuncinas, litauischer Schriftsteller
- 2002 - Leonardo Mondadori, italienischer Verleger
- 2003 - Heydär Äliyev, aserbeidschanischer Politiker
- 2004 - Eduard Ohlinger, deutscher Gewichtheber
- 2004 - David Wheeler, britischer Computerpionier
- 2004 - August Graf Kageneck, deutscher Journalist
Feier- und Gedenktage
- Kichliche Gedenktge:
- Hl. Odilia, Klostergründerin und Äbtissin (katholisch, evangelisch, orthodox)
- Hl. Lucia von Syrakus, Märtyrerin (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox)
- In Schweden: Luciafest (Fest der Lichterkönigin Lucia)
- Historisch: Tag der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" in der DDR.
Siehe auch
- 12. Dezember - 14. Dezember
- 13. November - 13. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1213
ja:12月13日
ko:12월 13일
simple:December 13
th:13 ธันวาคม
Kalixt II.
Kalixt II. (eigentlich Guido von Vienne oder Guido Graf von Burgund, Sohn des Grafen Wilhelm von Burgund) ( - um 1060, † 13. Dezember 1124) wurde am 2. Februar 1119, nach dem Tod von Gelasius II., zum Papst gewählt. Sein Name bedeutet: der Schönste (griech./latein.)
Vor seinem Pontifikat war er ab 1088 Erzbischof von Vienne in Frankreich. In seine Amtszeit fällt das Wormser Konkordat, das am 23. September 1122 in Worms mit Kaiser Heinrich V. geschlossen und mit dem der Investiturstreit beigelegt wurde.
Kaiser Heinrich V. akzeptierte den Anspruch der Kirche auf das Recht der Investitur. Im Gegenzug räumte Papst Kalixt II. ein, dass die Wahl der deutschen Bischöfe und Äbte in Gegenwart kaiserlicher Abgeordneten verhandelt, der Gewählte aber mit den mit seinem geistlichen Amt verbundenen Regalien vom Kaiser durch das Zepter belehnt werden solle.
1120 sprach er Sankt David heilig.
Weblinks
-
Kategorie:Papst
Kategorie:Franzose
Kategorie:Geboren 1060
Kategorie:Gestorben 1124
ko:교황 갈리스토 2세
Hassan-i SabbahDer Perser Hassan-i Sabbah (persisch: حسن صباح Hasan-e Sabbāh []), arabisch al-Hassan ibn as-Sabbah ( - ca. 1034 in Qumm Persien, † 1124, bekannt als Der Alte vom Berg) war der Anführer einer ismailitischen Sekte, die heute unter dem Namen Assassinen bekannt ist.
Hassan-i Sabbah wird in der persischen Stadt Qumm geboren und zieht später mit seiner Familie nach Rajj. Einem Fragment seiner nicht erhaltenen Autobiographie zufolge beschäftigt er sich schon als Kind viel mit religiösen Studien. Mit 17 legt er den Glauben seiner Eltern, die der Zwölfer-Schia angehörten, ab und gerät ins Umfeld der fatimidischen Mission. Auf deren Imam legt er den Treueid ab und wird vom Führer der fatimidischen Mission in Persien als neuer Gefolgsmann an den Kalifenhof in Kairo gesandt. Hasans erstes Reiseziel ist jedoch nicht Ägypten, sondern Isfahan. Über Aserbaidschan, Mesopotamien, Syrien und Palästina erreicht er am 30. August 1078 schließlich Kairo. In Ägypten gerät Hassan anscheinend in politische Schwierigkeiten, wird inhaftiert und soll deportiert werden. Sein Schiff erleidet jedoch Schiffbruch und Hassan kann sich nach Syrien retten.
Die folgenden Jahre reist Hassan als Missionar durch Persien. Mit einer List bringt er sich 1090 in den Besitz der Festung Alamut in der Provinz Rudbar, einer Bergregion südlich des Kaspischen Meeres, die er nun bis zu seinem Tod nicht mehr verlassen sollte. Seine Anhängerschaft erobert das Umland von Alamut sowie weitere Festungen, Hassan schickt Missionare nach Quhistan, wo die Assassinen mehrere Städte unter ihre Kontrolle bringen.
Die Ausweitung der assassinischen Macht ruft Gegner auf den Plan, allen voran die sunnitischen Seldschuken in Baghdad. Deren Sultan Malikschah sendet zwei Expeditionen gegen Hassan-i Sabbah aus, eine gegen Alamut, die andere gegen die Machtzentren der Ismailiten in Quhistan. Mit Unterstützung von Anhängern aus den umliegenden Dörfern gelingt es Hassan, die Belagerer von Alamut zurückzuschlagen. Als Malikschah stirbt, werden auch die Truppen in Quhistan abgezogen.
Die Bergfestung Alamut wird später von den Mongolen eingenommen und zerstört.
Zitat
Ein häufig ihm zugeschriebenes Zitat lautet: Nichts ist wahr, alles ist erlaubt
Literatur
- Bernhard Lewis: Die Assassinen. Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2001. ISBN 3-8218-4727-1
Sabbah, Hassan i
Sabbah, Hassan i
Sabbah, Hassan i
Sabbah, Hassan i
Sabbah, Hassan i
Sabbah, Hassan i
Assassinen
Die Assassinen (über den umgangssprachlichen Plural haschīschiyyīn von arabisch haschīsch حشيش Kräuter, Gräser, Hanf (Cannabis sativa)) sind eine legendenumwobene, militante ismailitische Sekte des Mittelalters im Orient, die durch Berichte von Kreuzfahrern und später durch Reisende wie Marco Polo in Europa bekannt wurde. Er schildert sie als Sekte, die einerseits Haschisch konsumiert und orgiastische Feste feiert, andererseits mit Dolch und Gift Morde an hochgestellten Persönlichkeiten verübt.
Der Name Assassinen geht angeblich auf den Gebrauch von Haschisch durch die Sekte zurück, was mit großer Sicherheit eine Unterstellung ist. Es ist eher anzunehmen, dass er ein in der damaligen Zeit in Syrien gebräuchlicher herabwürdigender Begriff war. Er wurde ursprünglich nur auf die in Syrien ansässigen Angehörigen der Sekte verwendet. Erst in späterer Zeit bezeichnete man alle Angehörigen der Religionsgemeinschaft mit diesem Namen.
Eine Quelle berichtet über Hassan-i Sabbah, dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, ging es ihnen wie im vom Propheten versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zu Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida'i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie wieder zurück ins Paradies kommen.
Die Assassinen setzten als hauptsächliches Kampfmittel den politischen Mord an Herrschern ein. Tatwaffe war dabei der Dolch. Die Attentäter sahen sich als Märtyrer und nahmen den eigenen Tod in Kauf. Für ihre Zeitgenossen war es unverständlich, dass sie nach dem Mord keinen Fluchtversuch unternahmen und sich der Rache von Anhängern des Ermordeten aussetzten.
Die Assassinen waren dabei keine rohen Gewaltmenschen, sondern Sie handelten vielmehr gemäß einer starken ideologischen Überzeugung. Sie wollten den Gottesstaat wiederherstellen, also die islamische Grundordnung, wie sie der Prophet Mohammed hinterlassen hatte. Diese Ordnung war ihrer Ansicht nach von Tyrannen usurpiert worden. Ihre Hauptgegner waren die autokratischen seldschukischen Herrscher im 12. und 13. Jahrhundert.
Die meisten Opfer der Assassinen waren sunnitische Muslime, darunter prominente Persönlichkeiten wie Nizam al-Mulk. Auch Saladin war das Ziel mehrerer erfolgloser Anschläge. Christen blieben bis die Mitte des 12. Jahrhunderts weitgehend verschont, bis auf Konrad von Montferrat, König von Jerusalem, der möglicherweise auf Veranlassung von Richard Löwenherz ermordet wurde.
Religiöse Hintergründe
Nach dem Tod des Propheten Mohammed im Jahr 632 wurde sein Nachfolger bestimmt, welcher den Titel Kalif (Chalifa = Stellvertreter) erhielt. Der erste Kalif wurde Abu Bakr. Ein Teil der Gläubigen hielt allerdings den Schwiegersohn Mohammeds, Ali, für seinen rechtmäßigen Nachfolger. Aus dieser Gruppe, der Partei Alis (Schi atu Ali), entstanden die Schiiten, die bis heute existieren.
Die Schiiten, die wieder selbst in viele verschiedene Sekten zersplittert waren, kämpften für einen idealen Staat, in dem Staat und Religion eine Einheit bilden sollten. In den Kämpfen um die Herrschaft in den folgenden Jahrhunderten bestimmten zwei zentrale Figuren die schiitische Sekte:
- Der Imam, der Führer und Lehrer, zudem direkter Vermittler zwischen Allah und der Gemeinde, durch göttliche Einwirkung vor Sündhaftigkeit und Irrtümern bewahrt. Nach schiitischer Auffassung ist es seine Bestimmung, die Tyrannen zu stürzen und einen gerechten Gottesstaat einzurichten. Einige Abspaltungen innerhalb der Schia setzten das verklärte Imamat der Wiederkehr des sogenannten Mahdi eines apokalyptischen Messias, gleich, der die Endzeit verkünden und die Armen und Unterdrückten erlösen werde.
- Zum anderen der Dai, ein Propagandist, der die Botschaft des Imam verkündet, das unterdrückte Volk um diesen sammelt und die Bewegung organisiert.
Eine Vielzahl scharfer Wendungen führte dazu, dass die Rolle des Imams und dessen direkte Abstammung von Mohammed für die Schiiten immer größere Bedeutung erlangte. Als Ismail nach dem Tod seines Vaters, des 6. Imams, enterbt wurde, spalteten sich um 770 die Anhänger Ismails, die Ismailiten von den Schiiten ab, deren radikalster Teil eben die Assassinen waren.
Allmählich entstand eine Sekte, die sich durch eine strenge Organisation und starken inneren Zusammenhalt auszeichnete. Geistiger Führer dieser Gemeinschaft war der Imam. Die Ismailiten wirkten im Verborgenen, und sahen neben der wörtlichen Botschaft des Koran eine tiefere, verborgene, die durch gelehrte den einfachen Menschen offenbart werden sollte. So entstand gerade in den Anfängen der Glaubensgemeinschaft eine scholastische Verbindung von griechischer Philosophie und Islamischer Mystik. Zudem verbreiteten sich in ihr mit der Zeit einige charidschitische
Elemente, denn ein Großteil der Bewegung hielt jeden moralisch und religiös tadellosen Gläubigen gleich welchen Standes, selbst einen Sklaven, für berechtigt, das Amt des Imams auszuüben und glaubten, dass dieser demokratisch von allen Gläubigen bestimmt werden sollte. So rekrutierte sich die Sekte zum einen aus den gebildeten Schichten zum anderen aus den städtischen Handwerkern und Arbeitern.
Je schwächer das Kalifat wurde, desto mehr erstarkten die Ismailiten. Das gipfelte in der Entstehung eines ismailitischen Reiches in Nordafrika im 10. Jahrhundert, dem Fatimidenreich. Es hielt sich knapp 200 Jahre; um 1100 war der Kalif jedoch nur noch eine Marionette der jeweiligen despotischen Herrscher.
Die Ismailiten in Persien
Im ausgehenden 11. Jh. begann Hassan-i Sabbah (? – 1124), ein herausragender Propagandist (da'i) in Nordpersien zu missionieren. Er reiste 1081 nach Isfahan und in die Hochgebirgsregion Dailam. Dort fielen seine religiösen Ansichten auf fruchtbaren Boden. Er konnte eine Vielzahl von Anhängern gewinnen und ein eigenes Territorium mit mehreren Burgen unter seine Herrschaft bringen. Die Burg Alamut wurde zu seinem Hauptsitz. Er geriet in Konflikt mit den seldschukischen Herrschern, 1092 wurde eine erste Militärexpedition gegen die Ismailiten in Bewegung gesetzt. Aus diesem Jahr ist der erste politische Mord durch die Ismailiten überliefert. Ein Fida'i (Geweihter) erdolchte am 17. Oktober den seldschukischen Wesir Nizam al-Mulk.
Die Assassinen in Syrien
Um 1100 begann von Persien aus die Missionierung Nordsyriens, wo ismailitische Sekten bereits gut etabliert waren. Die staatliche Zersplitterung und der Schock der Eroberung durch die Kreuzritter machten die Menschen empfänglich für eine messianische Ideologie. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es den Ismailiten, einige Burgen zu kaufen oder sich anzueignen, so dass sie im Gebirgszug des Dschebel Ansarieh ein eigenes Herrschaftsgebiet aufbauen konnten. Erst 1140 konnte der Hauptsitz der Assassinen, die Burg Masyaf, erobert werden.
Um 1150 wurde der berühmteste Assassine Machthaber in Masyaf, der so Genannte „Alte vom Berge“ Raschid al-Din (1163-1193) . Er konnte durch eine erfolgreiche Schaukelpolitik zwischen Saladin und Kreuzfahrern die Stellung der Assassinen in Syrien weiter konsolidieren.
Um 1230 hatten die Assassinen als territoriale Herrscher allgemeine gesellschaftliche Anerkennung. Das zeigt sich unter anderem daran, dass sie offiziell Tribut an den Johanniterorden zahlten.
Die Übernahme der Macht durch den Mameluckensultan Baibars in der 2. Hälfte des 13. Jh. änderte die Verhältnisse. Baibars wollte keine unabhängige Sekte, die sich eventuell gegen ihn wenden könnte, in seinem Reich dulden. Schon 1260 setzte er einen seiner Generäle als Lehnsherrn des Assassinengebietes ein. 1271 war seine Herrschaft so gefestigt, dass die Assassinenführer ihre Burgen übergeben mussten und gezwungen werden konnten, in Zukunft an seinem Hof zu leben. Damit war die Assassinenherrschaft de facto beendet.
Die Herrschaft der Ismailiten in Persien war bereits 1256 durch die Mongolen beendet worden, als sie ihre Hauptburg Alamut erobert und zerstört hatten. Dabei verbrannte die umfangreiche Bibliothek mit naturwissenschaftlichen Schriften.
Bis heute bilden die Assassinen die Grundlage zahlreicher Verschwörungstheorien.
Literatur
- Bernard Lewis: Die Assassinen. Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2001. ISBN 3-8218-4727-1
- Daftary, Farhad: The Assassin Legends: Myths of the Ismailis. London 1995.
- Withof, Johann Philipp Lorenz: "Das meuchelmörderische Reich der Assassinen" BOD, Norderstedt 2004 ISBN 3-8334-1182-1
Kategorie:historische islamische Bewegung
ja:暗殺教団
1034
Politik und Weltgeschehen
- Die Stadt Amberg wird erstmals erwähnt.
- In Worms wird mit dem Bau der ersten urkundlich erwähnten Synagoge in Deutschland begonnen.
- 3. September - Go-Sanjō, 71. Kaiser von Japan († 1073)
- 11. April - Romanos III., byzantinischer Kaiser ( - 968)
- 10. Mai - Mieszko II. Lambert, König, später Herzog von Polen ( - 990)
- 25. Juli - Konstanze von Provence, Königin von Frankreich ( - 986)
- 19. November - Dietrich von der Ostmark, Markgraf der Ostmark ( - um 990)
ko:1034년
1050
Politik und Weltgeschehen
- Die Stadt Nürnberg wird als norenberc (felsiger Berg) erstmals am 16. Juli urkundlich erwähnt [http://www.kulturprofile.nuernberg.de/ARCHIV_950/f_3_geschichte_1.html]
- 11. November - Heinrich IV. (HRR), deutscher König und Kaiser († 1106)
- Guido von Arezzo, italienischer Mönch, Musiktheoretiker und Lehrer ( - 990)
ko:1050년
Silvino Lobos, Northern SamarAng Silvino Lobos 5th class na munisipalidad o lungsod sa lalawigan sa Northern Samar sa Sidlakang Kabisay-an sa Pilipinas. Sumala sa 2000 census, ang Silvino Lobos may 12,645 ka tawo sa 2,009 na bubong.
Mga Barangay
Ang Silvino Lobos may 26 ka barangay.
Impormasyon sa Gawas
- [http://www.nscb.gov.ph/activestats/psgc/default.asp Philippine Standard Geographic Code]
- [http://www.t-macs.com/kiso/local/ 2000 Philippine Census Information]
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