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| 15. Dezember |
15. DezemberDer 15. Dezember ist der 349. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 350. in Schaltjahren) - somit bleiben 16 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1791 - Die Bill of Rights werden als Verfassungszusätze eins bis zehn in die Verfassung der USA aufgenommen.
- 1890 - Sitting Bull wird in North Dakota von Mitgliedern der US-Miliz erschossen.
- 1944 - Das Flugzeug mit dem amerikanischen Bandleader Glenn Miller verschwindet spurlos über dem Ärmelkanal.
- 1949 - Die Bundesrepublik tritt dem Marshallplan bei.
- 1957 - Die Stadt München erreicht eine Million Einwohner.
- 1964 - Kanada erhält seine Ahornblatt-Flagge.
- 1975 - Günter Guillaume und seine Frau Christel Boom werden wegen Landesverrat zu 13 und 8 Jahren Gefängnis verurteilt.
- 1976 - Samoa wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1977 - Bundesverfassungsgericht stoppt Abschaffung der Gewissensprüfung für Kriegsdienstverweigerer
- 1988 - Die USA nehmen den Dialog mit der PLO auf.
- 1990 - Kirgisistan proklamiert seine Souveränität und damit seinen Austritt aus der Sowjetunion.
- 1994 - Palau wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 2002 - Äquatorialguinea Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo wurde für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt.
Wirtschaft
- 1996 - Der Chef von Boeing, Philip Condit und der Chef von McDonnell-Douglas, Harry Stonecipher, geben die Fusion ihrer Konzerne zu einem Industriegiganten mit 200.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 48 Milliarden Dollar im Jahr bekannt, um der Konkurrenz des europäischen Airbus entgegenzutreten.
Wissenschaft, Technik
- 1654 - In Florenz wird mit der regelmäßigen Messung und Aufzeichnung der Tagestemperatur begonnen.
- 1939 - Erste kommerzielle Herstellung von Nylonfäden bei Du-Pont in Seaford, USA.
- 1965 - Zum ersten Mal treffen im Weltraum mit Gemini 6 und Gemini 5 zwei bemannte Raumkapseln aufeinander.
- 1970 - Die sowjetische Raumsonde "Venera 7" erreicht die Venus und kann 23 Minuten lang Daten zur Erde senden.
Kultur
- 1807 - Die Oper „La Vestale“ von Gasparo Spontini wird an der Kaiserlichen Musikakademie von Paris uraufgeführt.
- 1858 - Uraufführung der komischen Oper Der Barbier von Bagdad von Peter Cornelius am Hoftheater Weimar.
- 1903 - Die erste Ausgabe der Wochenzeitschrift „Neue Rundschau“ erscheint im S. Fischer Verlag in Berlin.
- 1904 - Eröffnung der Barfuß-Tanzschule von Isodora Duncan in Berlin.
- 1913 - Uraufführung der Oper Parisina von Pietro Mascagni am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1939 - Die Uraufführung des Filmklassikers „Vom Winde verweht“ erfolgt in Atlanta
- 1944 - In Prag wird der Film „Große Freiheit Nr. 7“ von Helmut Käutner mit Hans Albers, Ilse Werner und Hans Söhnker uraufgeführt. Eine Aufführung für Deutschland wurde 3 Tage zuvor von der nationalsozialistischen Prüfstelle verboten.
- 1994 - Die Altstadt von Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) und die Eisenhütten von Völklingen (Saarland) kommen auf die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.
- 2000 - Uraufführung der Oper El Niño von John Adams in Paris
Religion
- 1124 - Coelestin II. wird in Rom als Gegenpapst zu Honorius II. gewählt, verzichtet aber schon tags darauf auf die päpstlichen Würden, woraufhin Honorius II. in einer erneuten kanonischen Wahl endgültig in seinem Amt bestätigt werden kann.
Katastrophen
- 1881 - Die Staumauer El Habra in Algerien bricht; dabei gibt es bis zu 250 Todesopfer.
- 1945 - Zusammenstoß zwischen einer S-Bahn und einem Güterzug zwischen den Berliner Bahnhöfen Spindlersfeld und Betriebsbahnhof Schöneweide. 4 Tote, 9 Schwerverletzte. Der zuständige Fahrdienstleiter wird im Januar 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt und hingerichtet.
- 1997 - Beim Absturz einer aus Tadschikistan kommenden Tupolew Tu-154 sterben in den Vereinigten Arabischen Emiraten alle an Bord befindlichen 85 Menschen.
- 1999 - Venezuela. Aufgrund wochenlanger, ungewöhnlich intensiver Regenfälle kommt es in der Küstenregion zu katastrophalen Erdrutschen. Vor allem in dem vor Caracas gelegenen Bundesstaat Vargas werden mehrere Ortschaften zum Teil völlig von Schlamm begraben
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1895 - BTSV Eintracht Braunschweig wird als Cricket- und Fußball-Club Eintracht Braunschweig gegründet.
- 1935 - Der Niederländer Max Euwe wird fünfter Weltmeister im Schach. Er schlägt seinen Vorgänger, den Exilrussen Alexander Aljechin, mit 15,5 zu 14,5.
- 1995 Das Bosman-Urteil wird verkündet.
Geboren
- 1447 - Albrecht IV., Herzog von Bayern (der Weise)
- 1567 - Christoph Demantius, deutscher Komponist
- 1657 - Michel Richard Delalande, französischer Komponist
- 1732 - Carl Gotthard Langhans, deutscher Architekt
- 1734 - George Romney, englischer Maler
- 1744 - Eberhard von Reck, preußischer Politiker und General
- 1775 - Sir Phineas Riall, britischer General
- 1784 - Ludwig Devrient, deutscher Schauspieler
- 1788 - Georg Ludwig Friedrich Laves, deutscher Architekt, Stadtplaner und Bauingenieur
- 1793 - Henry Charles Carey, US-amerikanischer Nationalökonom
- 1802 - János Bolyai, ungarischer Mathematiker
- 1804 - Ernst Friedrich August Rietschel, deutscher Bildhauer des Spätklassizismus
- 1804 - Ernst Rietschel, deutscher Bildhauer
- 1827 - Joseph Halèvy, französischer Orientalist und Afrikareisender
- 1832 - Alexandre Gustave Eiffel, französischer Ingenieur
- 1843 - Heinrich Schaumberger, deutscher Dichter und Erzähler
- 1851 - Felix von Hartmann, deutscher Theologe, Kardinal und Erzbischof von Köln
- 1852 - Henri Becquerel, französischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1859 - Ludwik Lejzer Zamenhof, Begründer der Plansprache Esperanto
- 1859 - Ludwik Zamenhof, jüdischer Arzt, Begründer des Esperanto
- 1860 - Niels Ryberg Finsen, dänischer Arzt und Nobelpreisträger
- 1861 - Pehr Eyvind Svinhufvud, finnischer Politiker und Staatspräsident
- 1870 - Alexander Lion, Arzt, Pfadfinder
- 1870 - Josef Hoffmann, österreichischer Architekt und Designer
- 1878 - Hans Carossa, deutscher Lyriker und Autor
- 1880 - Maria Ansorge, deutsche Politikerin
- 1881 - Eugen Bolz, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1884 - Paul Schmitthenner, deutscher Architekt
- 1885 - Hans Wehberg, deutscher Völkerrechtslehrer
- 1887 - Oswald Kroh, deutscher Psychologe
- 1887 - Pieter Geyl, niederländischer Historiker
- 1887 - Theodor Busse, deutscher General
- 1887 - Zenta Maurina, lettische Schriftstellerin
- 1888 - Maxwell Anderson, US-amerikanischer Dramatiker
- 1890 - Günther Müller, deutscher Literaturhistoriker
- 1891 - Alvin Pleasant Carter, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1891 - David Wijnveldt, niederländischer Fußballspieler
- 1891 - Karl Wilhelm Meissner, deutsch-amerikanischer Physiker
- 1892 - Jean Paul Getty, US-amerikanischer Unternehmer
- 1894 - Jost Trier, deutscher Germanist
- 1895 - William Katz, deutscher Lehrer und Theologe jüdischen Glaubens
- 1897 - Zenta Mauriņa, lettische Schriftstellerin
- 1898 - Ernst Goldenbaum, Vorsitzender der DBD und Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR
- 1899 - Harold Abrahams, britischer Leichtathlet
- 1900 - Otto Schmirgal, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1903 - Yasujiro Ozu, japanischer Filmregisseur
- 1904 - Herbert von Blankenhorn, NSDAP-Mitglied und Diplomat
- 1907 - Oscar Niemeyer, brasilianischer Architekt
- 1909 - Alfred Neumann, deutscher Politiker
- 1909 - Hans Ernst Schneider, deutscher Literaturwissenschaftler
- 1910 - John Hammond, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Stan Kenton, Klavierspieler und -Komponist
- 1912 - Ray Eames, US-amerikanische Designerin
- 1913 - Muriel Rukeyser, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1914 - Gheorghe Dumitrescu, rumänischer Komponist
- 1916 - Maurice Hugh Frederick Wilkins, neuseeländischer Physiker
- 1920 - Albert Memmi, tunesischer Schriftsteller und Soziologe
- 1921 - Alan Freed, US-amerikanischer Discjockey
- 1921 - Evelyn Künneke, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 1922 - Alan Fred, US-amerikanischer Rock'and' Roll-DJ
- 1922 - Kurt Weidemann, ist Grafikdesigner, Typograf, Autor und Lehrer
- 1923 - Inge Keller, deutsche Schauspielerin
- 1923 - Leon Niemczyk, polnischer Schauspieler
- 1923 - Uziel Gal, israelischer Techniker
- 1924 - Esther Bejarano, letzte Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz
- 1925 - Günther Ungeheuer, deutscher Schauspieler
- 1926 - Emmanuel Wamala, Erzbischof von Kampala und Kardinal
- 1926 - Karl Wienand, deutscherPolitiker und DDR Spion
- 1926 - Rose Maddox, US-amerikanische Sängerin
- 1928 - Friedensreich Hundertwasser alias Friedrich Stowasser, österreichischer Maler und Architekt
- 1930 - Erich Hauser, deutscher Bildhauer
- 1931 - Klaus Rifbjerg, dänischer Schriftsteller
- 1931 - Peter M. Schmidhuber, Landes-, Bundes- und Europapolitiker der CSU.
- 1932 - Edna O'Brien, irische Schriftstellerin
- 1933 - Jerry Wallace, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Jesse Belvin, US-amerikanischer Sängerin und Songschreiberin
- 1934 - Charles A. Young, US-amerikanischer Astrophysiker
- 1934 - Raina Kabaivanska, bulgarische Sängerin
- 1934 - Stanislau Schuschkewitsch, Weißrussischer Wissenschaftler und Politiker
- 1936 - Joe D'Amato, italienischer Filmregisseur
- 1938 - Juan Carlos Wasmosy, Politiker, Unternehmer und Staatspräsident von Paraguay
- 1938 - Michael Bogdanov, britischer Regisseur
- 1939 - Cindy Birdsong, US-amerikanische Sängerin
- 1939 - Nicolaus A. Huber, Komponist
- 1940 - Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin
- 1940 - Irmgard Karwatzki, deutsche Politikerin und MdB
- 1942 - Dave Clark, britischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG
- 1944 - Chico Mendes, brasilianischer Kautschukzapfer; Gründer der Kautschukzapfergewerkschaft
- 1946 - Harry Ray, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Erwin Ortner, österreichischer Chorleiter und Dirigent
- 1948 - Carmine Appice, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Don Johnson, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1950 - Klaus Lass, deutscher Musiker, Sänger, Songschreiber (De Plattfööt)
- 1952 - Allan Simonsen, ehemaliger dänischer Fußballspieler
- 1954 - Jürgen Reinholz, deutscher Politiker
- 1954 - Mark R. Warner, US-amerikanischer Politiker
- 1955 - Paul Simonon, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (The Clash)
- 1955 - Renate Künast, deutsche Politikerin
- 1956 - Georg Kranz, deutscher Musiker
- 1961 - Karin Resetarits, österreichische Journalistin und Politikerin
- 1961 - Nick Beggs, britischer Musiker und Songschreiber (Kajagoogoo)
- 1962 - Ingo Schulze, deutscher Schriftsteller
- 1963 - Helen Slater, US-amerikanische Schauspielerin
- 1963 - Lilia Nurutdinowa, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Garrett Wang, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Rick Law, US-amerikanischer Comiczeichner
- 1970 - Michael Shanks, kanadischer Schauspieler
- 1972 - Sete Gibernau, spanischer Motorradfahrer (MotoGP)
Gestorben
- 1025 - Basileios II., byzantinischer Kaiser ( - 958)
- 1072 - Alp Arslan, zweiter Sultan der Seljuk-Türken
- 1158 - Friedrich II. von Berg, Erzbischof von Köln
- 1583 - Iwan Fjodorow. russischer Geistlicher und Buchdrucker ( - 1525)
- 1598 - Philips van Marnix, in Leiden; niederländischer Schriftsteller, Übersetzer und Politiker ( - 1540)
- 1651 - Virginia Centurione Bracelli, italienische Heilige ( - 1587)
- 1653 - Paris Graf von Lodron, Erzbischof von Salzburg ( - 13. Februar 1586)
- 1796 - Anthony Wayne, US-amerikanischer General
- 1852 - Józef Damse, polnischer Komponist
- 1890 - Sitting Bull, indianischer Häuptling ( - 1831)
- 1899 - Numa Droz, schweizerischer Politiker ( - 27. Januar 1844)
- 1929 - Marie Hankel, deutsche Esperanto-Dichterin, die Erste weltweit ( - 2. Februar 1844)
- 1931 - Gustave Le Bon, französischer Arzt und Soziologe
- 1943 - Fats Waller, US-amerikanischer Musiker ( - 21. Mai 1904)
- 1944 - Glenn Miller, US-amerikanischer Bandleader ( - 1. März 1904)
- 1949 - Ludwig Ermold, in Offenbach am Main; deutscher Bass ( - 2.6. 1883)
- 1955 - Otto Braun, deutscher SPD-Politiker ( - 28. Januar 1872)
- 1958 - Wolfgang Pauli, österreichischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 25.4. 1900)
- 1962 - Charles Laughton, britischer Schauspieler ( - 1. Juli 1899)
- 1966 - Walt Disney, US-amerikanischer Trickfilmzeichner und -regisseur ( - 5.12. 1901)
- 1966 - Rolf Rolphs, in Berlin; deutscher Schauspieler und Sänger ( - 22.12. 1898)
- 1971 - Paul Pierre Lévy, französischer Mathematiker ( - 15.9. 1886)
- 1972 - Herbert Eimert, in Düsseldorf; deutscher Komponist und Musiktheoretiker ( - 8.4. 1897)
- 1972 - Wolfgang Jacobi, deutscher Komponist ( - 1894)
- 1974 - Anatole Litvak, russisch-französischer Regisseur
- 1974 - Heinz-Joachim Heydorn, deutscher Pädagoge ( - 1916)
- 1979 - Karl Ostertag, in München; deutscher Tenor ( - 1.10. 1903)
- 1987 - Elisabeth Zaisser, deutsche Politikerin, Ministerin für Volksbildung der DDR ( - 16.11. 1898)
- 1998 - Eugen Stadelmann, österreichischer Lehrer und Heimatschriftsteller ( - 1919)
- 2004 - Vassal Gadoengin, nauruischer Politiker ( - 1943)
- 2004 - Sidonie Goossens, britische Harfinistin ( - 19. Oktober 1899
Feier- und Gedenktage
- katholisch: Christiana, Glaubensbotin in Georgien
Siehe auch
- 14. Dezember - 16. Dezember
- 15. November - 15. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1215
ja:12月15日
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Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
SchaltjahrEin Kalender hatte historisch den Zweck, den Beginn der Jahreszeiten Jahr für Jahr auf das gleiche Datum fallen zu lassen, um den Zeitpunkt zum Beispiel von Festen oder wiederkehrenden Ereignissen bestimmen zu können. Ein tropisches Jahr, also der Zeitraum zwischen zwei Frühlings-Tagundnachtgleichen, dauert allerdings etwa 365 Tage und etwas weniger als 6 Stunden (365d 5:48:45.98, nicht konstant!), so dass eine einfache Zuordnung, die jedem Jahr die gleiche Anzahl Tage gibt, unmöglich ist, ohne dass sich gleichzeitig der Beginn der Jahreszeiten verschiebt. In den Kalendern der verschiedenen Kulturen gibt es deshalb Methoden, um die jeweilige Dauer des Jahres dem tropischen Jahr anzunähern.
Der Beginn der Jahreszeiten kann beispielsweise auf dem gleichen Datum festgehalten werden, wenn in geeigneten Abständen ein Schaltjahr, ein Jahr mit einem zusätzlichen Tag, dem Schalttag, eingefügt wird. Eine einfache Methode ist, jedes Jahr mit einer glatt durch 4 teilbaren Jahreszahl zum Schaltjahr zu erheben. So wurde es im Julianischen Kalender eingeführt, in dem der Februar 29 statt 28 Tage hat. Genauere Kalender nähern das tropische Jahr besser an: Da etwas weniger als sechs Stunden pro Jahr auszugleichen sind, fällt der (Julianische) Schalttag manchmal aus (wie z. B. im Jahre 1900 im Gregorianischen Kalender).
Julianischer Kalender
46 v. Chr. benutzten die Römer einen Kalender mit zwölf Mondmonaten mit abwechselnd je 29 bzw. 30 Tagen, zusammen 354 Tage. Weil gerade Zahlen aber Unglück brachten, schlugen die Römer noch einen Tag drauf. Doch trotzdem waren es zum Sonnenjahr immer noch mehr als zehn Tage zu wenig. Zunächst verteilte Julius Caesar diese zehn Tage auf die verschiedenen Monate, die auf nun 30 bzw. 31 Tage anwuchsen. Nur der damals letzte Monat Februar ging als Unglücksmonat leer aus und blieb somit bei 29 beziehungsweise im Schaltjahr damals bei 30 Tagen. Dem Mythos, dass der Februar einen Tag verlor, weil Kaiser Augustus sich im August als Monatsbezeichnung verewigen wollte und dem Februar noch einen Tag wegnahm, da der August wie der Juli, der Monat seines Vorgängers Caesar, 31 Tage haben sollte, und weil eine gerade Zahl ja auch Unglück brachte, wird im Artikel zum Monat August widersprochen. Doch die Römer hatten eine winzige, aber auf die Jahrhunderte gesehen, wirkungsvolle Ungenauigkeit hinterlassen. 11 Minuten und 14 Sekunden pro Jahr schoss das damals julianische Jahr über das Ziel hinaus. Alle 128 Jahre wurde demnach ein Schaltjahr zu viel begonnen.
Gregorianischer Kalender
Von Papst Gregor XIII. wurde daher 1582 folgende Regelung eingeführt (Gregorianischer Kalender):
- Glatt durch 4 teilbare Jahre sind Schaltjahre.
- Glatt durch 100 teilbare Jahre sind jedoch keine Schaltjahre.
- Glatt durch 400 teilbare Jahre sind aber wieder Schaltjahre.
So sind zum Beispiel die Säkularjahre 1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000 und 2400 hingegen schon.
Damit dauert das Gregorianische Jahr 365,2425 Tage, und ist genauer als das Julianische Jahr.
Seit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325, bei dem der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt wurde, betrug die aufgelaufene Differenz bereits 10 Tage, und so ließ Gregor auf den 4. Oktober gleich den 15. Oktober 1582 folgen, um diese Zeit auszugleichen.
Nicht in allen Ländern erfolgte diese Umstellung am selben Tag. Besondere Schwierigkeiten gab es in Schweden, wo im Jahr 1712 zwei Schalttage eingefügt wurden und somit dieses Jahr einen 30. Februar hatte.
Recht ungewöhnlich und wenig bekannt ist die Tatsache,
dass nicht etwa der 29. Februar der Schalttag
des Gregorianischen Kalenders ist.
Vielmehr wird der 24. Februar verdoppelt:
der 24. und der 25. Februar fallen nach römischer Zählweise,
die auch bei der Einführung des Gregorianischen Kalenders noch üblich war,
auf dasselbe Datum.
Im Gemeinjahr heißt der 24. Februar
„a. d. VI Kal. Mart.“ (sechster Tag vor dem März-Beginn);
der doppelte Tag im Schaltjahr heißt ebenso.
Da dieser Sechste (lat. „sextus“) doppelt („bis“) gezählt wird,
heißen Schaltjahr bzw. -tag „bissextilis“ (lateinisch),
„bissextile“ (english), „bisestile“ (italienisch) usw.
Nach heutiger Zählung verschieben sich der 24. und die weiteren Tage im Februar um einen Tag;
Bedeutung hat dies heute noch in der katholischen Kirche bei der Zählung der Kirchentage:
kirchliche Feiertage und auch die Namenstage sind von dieser Regelung betroffen.
Orthodoxer Kirchenkalender
Das gregorianische Jahr ist rund 27 Sekunden zu lang. Als Ergebnis hinkt der gregorianische Kalender nach 1.600 Jahren um einen halben Tag hinterher. Deshalb schlug die griechisch-orthodoxe Kirche eine etwas kompliziertere Schaltregel vor: Abweichend vom gregorianischen Kalender sind die Jahrhunderte nur dann Schaltjahr, wenn sie durch 9 geteilt den Rest 2 oder 6 ergeben. Damit wäre das Jahr 2800 kein Schaltjahr, sondern erst das Jahr 2900. Die Abweichung zum Sonnenjahr beträgt beim orthodoxen Kirchenkalender nur noch knapp 3 Sekunden.
Französischer Revolutionskalender
In der Zeit, in der der Französische Revolutionskalender Gültigkeit hatte, waren die Jahre 3, 7 und 11 Schaltjahre.
Die ursprüngliche Regelung des Kalenders war, dass der erste Tag jeden Jahres auf die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche fallen und jedes vierte Jahr ein Schaltjahr sein solle. Diese Forderungen widersprechen sich jedoch, und so schlug Charles Rommes, der Autor des Kalendersystems, eine dem Gregorianischen Kalender ähnliche Regelung vor. Er stieß jedoch aus politischen Gründen damit auf Widerstand. Durch die kurze Gültigkeit des Revolutionskalenders wurden die Diskussionen jedoch obsolet.
Jüdischer Kalender
Im Jüdischen Kalender, einem nach dem Mond ausgerichteten Kalender, der durch komplizierte Regelungen dem Sonnenjahr angepasst wird, wird in allen Jahren, die bei einer Division durch 19 einen Rest von 0, 3, 6, 8, 11, 14, oder 17 haben, ein Schaltmonat eingefügt. Er wird als Adar II bezeichnet.
Islamischer Kalender
Im Islamischen Kalender ist die Bestimmung eines Schaltjahres äußerst schwierig. Nach einem gebräuchlichen System, das unter anderem im GNU Emacs verwendet wird, sind alle Jahre, die bei einer Division durch 30 einen Rest von 2, 5, 7, 10, 13, 16, 18, 21, 24, 26, oder 29 haben, Schaltjahre.
Nach diesem System haben im Islamischen Kalender alle geradzahligen Monate 30 Tage und alle ungeradzahligen Monate 29 Tage. In Schaltjahren wird dem letzten ungeradzahligen Monat ein Tag hinzugefügt, so dass er dann 30 Tage hat.
Chinesischer Kalender
Schaltjahre im traditionellen, lunisolaren Chinesischen Kalender haben 13 Monate statt der üblichen zwölf; mit 383, 384 oder 385 Tagen statt 353, 354 oder 355 Tagen in normalen Jahren.
Zur Berechnung zählt man die Anzahl der Neumonde zwischen dem elften Monat eines Jahres (dem Monat der Wintersonnenwende) und dem elften Monat des folgenden Jahres. Fallen in diesen Zeitraum 13 Neumonde, so wird ein Schaltmonat eingefügt. Der erste Monat, der keinen zhong qì enthält, erhält dieselbe Nummer wie der Vormonat mit einem Zusatz als Schaltmonat.
Azteken-Kalender
Im Azteken-Kalender werden am Ende eines jeden 52-Jahres-Zyklus 13 Tage eingeschaltet. Daraus ergibt sich ein durchschnittliche Jahreslänge von 365 Tagen und 6 Stunden. Das weicht vom tropischen Jahr mehr als 11 Minuten ab. Die Genauigkeit dieser Schaltjahresmethode ist mit dem Julianischen Kalender vergleichbar.
Atomzeit
Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen.
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Siehe auch: Sommerzeit, Jahr, Gemeinjahr
Weblinks
- [http://www.nabkal.de/schalttag.html zur Historie des 24./25. Februar]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/kalender.html Die Kalenderreform Julius Cäsars]
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html FAQ about calendars (englisch, sehr umfangreich)]
- [http://www.schaltjahr.de Regel der Schaltjahre, Ausnahmen und Programmcode]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_jahre Schaltjahrberechnung]
- [http://www.nabkal.de/umrechnung.html Umrechnungen von Kalenderdaten]
- [http://www.ortelius.de/kalender/greg_de.php Der Gregorianische Kalender]
- [http://www.kalendersysteme.de/deutsch/index.html Verschiedene Kalendersysteme]
Kategorie:Kalender
als:Schaltjahr
ja:閏年
ko:윤년
simple:Leap year
th:ปีอธิกสุรทิน
Bill of Rights (USA)
Die Bill of Rights sind die ersten zehn Amendments (Zusätze) zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie gewähren den Einwohnern im Rahmen einer freien und demokratischen Gesellschaft bestimmte unveräußerliche Rechte.
Sie wurden vom amerikanischen Kongress am 25. September 1789
beschlossen und von 11 Bundesstaaten ratifiziert. Die Ratifizierung wurde am 15. Dezember 1791 abgeschlossen.
Die Besonderheit der Bill of Rights liegt vor allem im Grundsatz der Verfassungsgerichtsbarkeit, d.h., die Rechte sind für jeden Bürger am Supreme Court einklagbar, sogar gegenüber staatlichen Gesetzen, die nicht verfassungskonform sind.
Siehe auch: Verfassung der USA
Weblinks
- [http://www.house.gov/Constitution/Constitution.html Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika] (dokumentiert vom US-Kongress)
- [http://www.cs.indiana.edu/statecraft/cons.bill.html Die ursprünglichen zehn Verfassungszusätze (Amendments)]
Kategorie:Verfassung der USA
VerfassungszusatzDer Begriff Amendment bezeichnet in der englischsprachigen Rechtsterminologie eine ergänzende Gesetzesänderung.
Insbesondere werden die für das Staatsrecht der USA außerordentlich wichtigen ergänzenden und korrigierenden Zusatzartikel der US-Verfassung Amendments genannt.
Zu den Besonderheiten des US-amerikanischen Verfassungsrechts zählt der Umstand, dass der Wortlaut der im Jahre 1787 entstandenen Verfassungsurkunde weder durch einen parlamentarischen Gesetzgebungsakt noch auf plebiszitärem Wege geändert werden kann. Die nur aus sieben Artikeln bestehende Verfassung ist deshalb bis heute unverändert gültig. Um die verfassungsrechtliche Situation trotzdem im Laufe der Zeit neuen Situationen und politischen Zielen anpassen zu können, sieht Artikel V der US-Verfassung die Möglichkeit einer Ergänzung der Verfassung durch Amendments vor, die von beiden Häusern des US-Kongresses jeweils mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet und danach von drei Vierteln der Parlamente der Einzelstaaten jeweils mit einfacher Mehrheit bestätigt werden müssen. Alternativ kann der Kongress auch beschließen, dass in den Einzelstaaten jeweils Volksabstimmungen durchzuführen sind, wobei wieder in drei Vierteln der Staaten sich eine Mehrheit ergeben muss. Das Verfahren mit Volksabstimmungen ist bisher jedoch nur bei der Aufhebung der Prohibition durch den 21. Zusatzartikel genutzt worden, wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit.
Der Text von Amendments wird nach Annahme hinten an den Verfassungstext angehängt. Amendments fallen nach ihrer Verabschiedung selbst unter das Unantastbarkeitsprinzip der Verfassung, können also ebenfalls nicht mehr geändert oder aufgehoben werden; eine Korrektur ist nur durch weitere Amendments möglich. In Druckausgaben der Verfassung werden solche Teile, die wegen Amendments überholt sind, gewöhnlich in eckige Klammern gesetzt.
Bislang wurde die US-Verfassung lediglich um 27 Amendments erweitert, was auch durch die sehr hohe Anforderung der Zustimmung von drei Vierteln der Einzelstaaten bedingt ist. Die ersten zehn Amendments wurden bereits im Jahre 1791 gemeinsam verabschiedet und dienen der Aufnahme der berühmten Bill of Rights in das Verfassungsrecht. Es folgten in späteren Jahren noch 17 weitere Amendments. Bei den Amendments XIII bis XV ist anzumerken, dass die Südstaaten zu dieser Zeit direkt nach dem Sezessionskrieg noch nicht wieder als Staaten anerkannt wurden und somit nicht gefragt wurden. Einige von ihnen haben diese Amendments aber inzwischen nachratifiziert.
In Anlehnung an den US-amerikanischen Sprachgebrauch werden heute analog auch nachträgliche Ergänzungsvereinbarungen zu internationalen Abkommen als Amendments bezeichnet.
Kategorie:Politischer Begriff
Kategorie:Politik (USA)
Kategorie:Verfassung der USA
Verfassung der USA
Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ist das oberste Gesetz der Vereinigten Staaten.
Sie wurde von zwölf ehemaligen britischen Kolonien entworfen, die am Verfassungskonvent in Philadelphia teilnahmen. Rhode Island, die 13. Kolonie, hatte keine Delegation entsandt. Sie trat am 4. März 1789 in Kraft und hat als Modell für viele spätere Staatsverfassungen gedient. Die neue Verfassung löste die vorher bestehenden "Artikel der Konföderation" ab.
Der vollständige Text der Verfassung kann in WikiSource gefunden werden: (Deutsch) (Englisch)
Geschichte
Ursprünglich lautete der Auftrag des Konvents, bestehende Mängel der Konföderationsartikel zu beheben. Die 55 Delegierten kamen aber zu dem Schluss, dass die Mängel so gravierend seien, dass eine völlig neue Verfassung geschaffen werden müsse. Sie überschritten damit ihr Mandat, was ihnen viel Widerspruch brachte, zumal die neue Verfassung erheblich ausgeweitete Kompetenzen für die Bundesregierung bedeutete (der zuvor bestehende Konföderationskongress beruhte unter anderem auf dem Prinzip der Einstimmigkeit, so dass die Souveränität der Kolonien gewährleistet war).
Einige der Verfassungsväter sahen sich daraufhin veranlasst, den Entwurf in den so genannten Federalist Papers zu verteidigen, die den Ratifikationskonvent im Staat New York beeinflussen sollten, und heute als Standard-Kommentar zur Verfassung gelten.
Die US-Verfassung
New York
Die Verfassung versteht sich selbst als "höchstes Recht im Land". Die Gerichte haben diesen Satz so interpretiert, dass Gesetze, die von den jeweiligen Bundesstaaten oder dem Kongress verabschiedet wurden, als verfassungswidrig gelten und wirkungslos sind, falls sie sich im Widerspruch mit der Bundesverfassung finden. Dies gilt auch für die Verfassungen der Bundesstaaten. Entscheidungen des Supreme Court über die letzten zwei Jahrzehnte haben diese Lehre der Verfassungsvorherrschaft wiederholt gefestigt.
Endgültige politische und regierende Macht liegt nach der Verfassung beim amerikanischen Volk, das dieses Grundgesetz mittels Amendment jederzeit ändern oder im Extremfall durch eine neue ersetzen kann. Diese Macht wird natürlich nicht direkt ausgeübt. Stattdessen werden die alltäglichen Aufgaben des Regierens an gewählte oder ernannte Beamte delegiert. Einige dieser Posten, aber bei weitem nicht die Mehrheit, sind in der Verfassung direkt vorgesehen.
Die Macht dieser Beamten ist begrenzt. Ihre offiziellen Handlungen müssen mit der Verfassung übereinstimmen und dürfen auch nicht anderes geltendes Recht brechen. Gewählte Vertreter können nur so lange bestehen, wie sie in regelmäßigen Intervallen wiedergewählt werden. Ernannte Beamte dienen gewöhnlich solange, wie die Person oder das Organ es wünscht, das sie ernannt hat. Die einzigen Ausnahmen sind die Höchsten Richter des Supreme Court und die Bundesrichter, die vom Präsidenten auf Lebenszeit ernannt werden. Auf diese Weise sollen sie von politischen Erwartungen und Einfluss geschützt sein.
Prinzipien des Regierungssystems
Auch wenn sich die Verfassung in vielerlei Weise seit ihrer Annahme geändert hat, die fundamentalen Prinzipien sind heute die gleichen wie 1789.
Es gibt drei Säulen im Regierungssystem (Exekutive, Legislative, und Judikative), die getrennt und unterschiedlich agieren. Die Macht einer Säule wird dabei immer durch die Macht der beiden anderen ausgeglichen und kontrolliert. Damit dient jede Säule als ein Hindernis für etwaige Auswüchse der anderen - gemäß dem Prinzip der checks and balances.
Die Vereinigten Staaten haben eine föderale Natur. Bestimmte, aufgelistete Aufgabenbereiche gehören gemäß der Verfassung der Bundesebene und alle anderen, nicht gelisteten, gehören den Bundesstaaten und deren Bevölkerung (siehe dazu 10. Verfassungszusatz).
Die Verfassung, nach ihren Vorschriften erlassene Gesetzen und die Verträge, die vom Präsident vorgeschlagen und vom Senat ratifiziert wurden, stehen über allem anderen Recht und Gesetzen, Verordnungen oder Regulierungen. Beginnend mit dem Urteil in Marbury v. Madison hat die amerikanische Rechtsprechung mit der Verfassungskontrolle begonnen. Das bedeutet, dass Bundesgerichte korrekt erlassene Gesetze überprüfen und auf ihre Verfassungskonformität prüfen. Wenn die Gerichte diese als verfassungswidrig ansehen, gelten sie als aufgehoben. Sie überprüfen außerdem die öffentlichen Handlungen aller Staatsdiener inklusive des Präsidenten.
Jeder ist gleich vor dem Recht und hat ebenwertig Anspruch auf seinen Schutz. Alle Bundsstaaten sind gleich und keiner kann offiziell von der Bundesregierung besser behandelt werden als ein anderer. Innerhalb der verfassungsrechtlichen Beschränkungen müssen sie das Recht der anderen anerkennen und respektieren. Die Regierungssysteme der Bundesstaaten müssen, genauso wie die Bundesebene, eine republikanische Form haben, in der die ultimativen Macht dem Volk gehört.
Präambel
Text (Deutsch) (Englisch)
Die Präambel der Verfassung besteht aus einem einzigen Satz, der das Dokument und seinen Zweck vorstellt. Die Präambel verleiht selbst keine Macht und verbietet auch keine Handlungen. Sie erklärt nur den Hintergrund und Sinn der Verfassung. Ein Gottesbezug findet sich bewusst nicht, da die Verfassung ein rein säkulares Dokument ist. Die Präambel, insbesondere die ersten drei Wörter ("We the people" - "Wir das Volk"), ist einer der am häufigsten zitierten Abschnitte der Verfassung.
Artikel
Der Rest der Verfassung gliedert sich in sieben Artikel. Die Aufteilung spiegelt im Allgemeinen die Idee der Gewaltenteilung wieder.
Artikel I
Text (Deutsch) (Englisch)
Der erste Artikel beschreibt die Legislative, den Kongress, der aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat besteht. Der Artikel legt die Art und Weise der Wahlen und die Qualifikationen der Mitglieder beider Kammern fest. Zusätzlich beschreibt er das Gesetzgebungsverfahren und die Aufgabenbereiche des Kongresses. Schließlich etabliert er die Beschränkungen von Bundes- und bundesstaatlicher Gesetzgebungskraft.
Artikel I ist der längste der sieben Artikel. Verfassungszusätze, die den ersten Artikel verändern wollen, unterliegen einigen wenigen Beschränkungen. Insbesondere durften vor 1808 keine Veränderungen am ersten und vierten Satz des neunten Abschnitts vorgenommen werden, in denen die Sklaverei in Bundesstaaten, die diese wünschen, und der Import von Sklaven erlaubt werden. Außerdem kann der Kongress mittels Verfassungszusatz einem Bundesstaat das Recht der gleichwertigen Vertretung im Senat nur mit dessen Zustimmung entziehen. Dies steht im Kontrast zum Rest der Verfassung, der nach Belieben verändert werden darf. Damit gibt es in der amerikanischen Verfassung ähnlich dem deutschen Grundgesetz einen festen Verfassungskern, welcher jedoch in diesem Fall keine Menschenrechtsklauseln umfasst.
Artikel II
Text (Deutsch) (Englisch)
Der zweite Artikel beschreibt das Amt des Präsidenten (die Exekutive): die Macht des Amtes, Qualifikationen für das passive Wahlrecht und die Art und Weise der Präsidentenwahl. Es legt auch die Aufgabe des US-Vizepräsident fest, die hauptsächlich darin besteht, das Amt des Präsidenten zu übernehmen, wenn dieser unfähig wird, es selbst auszuüben oder er zurücktritt. Der Vizepräsident hat eine Doppelrolle als Präsident des Senats, kann aber nur im Falle eines Patts seine Stimme abgeben. Artikel II enthält auch die Bestimmungen zum Amtsenthebungsverfahren des Präsidenten und Vizepräsidenten (siehe auch Präsidialsystem).
Artikel III
Text (Deutsch) (Englisch)
Der dritte Artikel beschreibt die Rechtsprechung (die Judikative) und den Supreme Court. Der Artikel verlangt, dass es ein Gericht gibt namens Supreme Court. Der Kongress kann dabei weitere Gerichte aufstellen, deren Entscheidungen aber zum Supreme Court berufen werden können. Artikel 3 legt auch fest, dass alle Strafprozesse mithilfe von Geschworenen durchgeführt werden müssen, was als Verrat gilt und welche Einschränkungen bei dessen Bestrafung zu beachten sind.
Artikel IV
Text (Deutsch) (Englisch)
Dieser Artikel regelt die Beziehungen der Einzelstaaten untereinander; etwa die Pflicht zur Anerkennung von Rechtsakten, das Verbot selbstständig Verträge mit anderen Staaten abzuschließen, Auslieferung von Verbrechern, etc.
Artikel V
Text (Deutsch) (Englisch)
Artikel V beschreibt die Prozedur der Verfassungsänderung: Jeweils zwei Drittel beider Häuser des Kongresses müssen zustimmen, danach drei Viertel der Parlamente der Einzelstaaten.
Artikel VI
Text (Deutsch) (Englisch)
Artikel VII
Text (Deutsch) (Englisch)
Der siebte Artikel beinhaltet die Inkraftsetzung dieser Verfassung durch Vertreter von 12 der 13 Staaten. Nur Rhode Island entsandte keine Vertreter. Neun waren das Minimum zur Ratifizierung.
Möglichkeit der Verfassungsänderung
Änderungen im eigentlichen Verfassungstext finden bei der amerikanischen Verfassung nicht statt. Stattdessen wird sie bei Bedarf durch einen Verfassungszusatz (engl. Amendment) ergänzt, der an den Text angehängt wird. Die geschieht jedoch recht selten.
Einen Verfassungszusatz (engl. Amendment) durchzubringen ist nämlich nicht sonderlich einfach: Es gibt - nach Artikel V der US-Verfassung - insgesamt vier Wege zu einer Verfassungsänderung, da es zwei Methoden des Vorschlages und zwei Methoden der Ratifizierung gibt:
Die zwei Methoden, eine Verfassungsänderung vorzuschlagen, sind:
- Eine Zweidrittelmehrheit im US-Senat und im US-Repräsentantenhaus stimmt für die vorgeschlagene Änderung. Alle 27 Amendments sind auf diese Weise Zustande gekommen.
- Zwei Drittel der Parlamente der Bundesstaaten fordern den US-Kongress auf, eine National Amendment Convention zu berufen. Von vielen Politikern wird diese Möglichkeit beargwöhnt, da eine solche Convention sich anmaßen könnte, was sich auch die Philadelphia Convention angemaßt hat: Eine neue Verfassung auszuarbeiten, anstatt nur Änderungen vorzunehmen. (Diese Ansicht vertreten zumindest Sidlow und Hensch in 'America at Odds', 2001, S. 45)
Die zwei Ratifizierungsmethoden, zwischen denen sich der Kongress entscheiden muß, sind:
- Eine Dreiviertelmehrheit der Parlamente der Einzelstaaten stimmt dem Amendment zu. Diese Methode kann als traditionell angesehen werden und wurde in 26 Fällen verwandt.
- Die Einzelstaaten rufen jeweils eine spezielle Convention zur Ratifikation zusammen. Stimmen Dreiviertel dieser Conventions dem Amendment zu, ist es angenommen. Diese Methode wurde bislang ein Mal erfolgreich verwandt: beim 21. Amendment.
Infolge dieser Regelungen kann eine Verfassungänderung schon durch die 13 bevölkerungsärmsten Bundesstaaten verhindert werden, die etwa 2,5% der Gesamtbevölkerung repräsentieren. So wurden seit Ratifizierung der US-Verfassung zwar mehr als 11 000 Amendments beantragt, es existieren aber insgesamt nur 27; die ersten zehn wurden zusammen mit der US-Verfassung verabschiedet.
Oft beantragen Politiker in den USA Amendments obwohl sie wissen, dass praktisch keine Chance besteht es durchzubringen, um Beliebtheit bei bestimmten Wählergruppen zu erlangen.
Verfassungszusätze
- Verfassungszusatz 1 bis 10 1791 - bilden die Bill of Rights, den Grundrechtekatalog.
- Verfassungszusatz 11 1795 - schränkt das Klagerecht von Bürgern gegen andere Bundesstaaten als den ein, in dem sie leben.
- Verfassungszusatz 12 1804 - regelt die Wahl von Präsident und Vizepräsident in getrennten Wahlgängen.
- Verfassungszusatz 13 1865 - Abschaffung der Sklaverei (siehe Emanzipations-Proklamation)
- Verfassungszusatz 14 1868 - Volle Bürgerrechte für ehemalige Sklaven und alle in den USA geborenen Menschen. auch die Einzelstaaten müssen die Grundrechte beachten.
- Verfassungszusatz 15 1870 - Verbot, das Wahlrecht ehemaligen Sklaven vorzuenthalten (wurde in der Praxis von etwa 1880 bis etwa 1970 ständig unterlaufen).
- Verfassungszusatz 16 1913 - Bundesweit einheitliche Einkommenssteuer erlaubt
- Verfassungszusatz 17 1913 - Direktwahl der Senatoren statt Wahl durch die Einzelstaatsparlamente
- Verfassungszusatz 18 1919 - Prohibition: Produktion, Verkauf, Transport, Import und Export alkoholischer Getränke verboten
- Verfassungszusatz 19 1920 - Frauenwahlrecht (Text an Zusatz 15 angelehnt)
- Verfassungszusatz 20 1933 - Details zur Präsidentenwahl, unter anderem Regelung für den Fall, dass ein gewählter Präsident vor dem Amtsantritt stirbt, Verkürzung der Frist zwischen Wahl und Amtsantritt
- Verfassungszusatz 21 1933 - Aufhebung von Zusatz 18 und damit der Prohibition; Einzelstaaten dürfen Alkoholhandel weiterhin einschränken
- Verfassungszusatz 22 1951 - Begrenzung der Wiederwahl von Präsidenten auf zwei Amtszeiten
- Verfassungszusatz 23 1961 - Einwohner des District of Columbia dürfen Präsidenten mitwählen (aber nicht Kongress)
- Verfassungszusatz 24 1964 - Verbot der Wahlrechtseinschränkung wegen Steuerrückständen (war in den meisten Südstaaten eingeführt worden, um Schwarze trotz Zusatz 15 am Wählen zu hindern)
- Verfassungszusatz 25 1967 - Nachfolge des Vizepräsidenten, Nachfolge des Präsidenten wenn beide zugleich sterben, zeitweise Amtsübernahme durch den Vizepräsidenten wenn der Präsident amtsunfähig ist
- Verfassungszusatz 26 1971 - aktives Wahlrecht wird auf 18 Jahre gesenkt
- Verfassungszusatz 27 1992 - Einschränkung der Diätenerhöhung: sie wird erst nach der nächsten Wahl gültig. Dieser Artikel war ursprünglich als Teil der "Bill of Rights" von 1791 vorgesehen, wurde aber erst nach über 200 Jahren schließlich von genügend vielen Einzelstaaten ratifiziert.
Wertung
In der Tradition des Common Law ist die Verfassung relativ kurz gehalten und beschreibt oft auch nur sehr allgemeine Grundsätze. Als Ergebnis kann die grundrechtliche Wirklichkeit in den Vereinigten Staaten nicht direkt aus der Verfassung erlesen werden, sondern muss immer im Hintergrund der Rechtsprechung des Supreme Court verstanden werden. Dies wird von vielen, die kodifiziertes Recht erwarten, als unbefriedigend erachtet. Andererseits sehen Befürworter dieses Ansatzes, dass die Verfassung dadurch flexibel wird und sich leichter an verändernde Rahmenbedingungen anpassen lässt, ohne durch den formalen Änderungsprozess gehen zu müssen.
Siehe auch
- Politisches System der USA
- Geschichte der amerikanischen Verfassung
Kategorie:1789
ja:アメリカ合衆国憲法
Sitting Bull
Sitting Bull (engl. sitzender Bulle - eigentlicher Name Tatanka Yotanka, - um 1831 am Grand River, South Dakota; † 15. Dezember 1890 in seinem Lager am Grand River in der Standing-Rock-Reservation, North Dakota) war Stammeshäuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux. Er war einer der großen Führer während der letzten Freiheitsbewegung der Indianer (1866-1876).
Während der Freiheitsbewegung war Sitting Bull ein wichtiger Anführer gegen die amerikanischen Siedler und Truppen.
1876 besiegte er zusammen mit Crazy Horse und Big Foot am Little Bighorn River das 7. Kavallerieregiment des Generals George A. Custer, was als größte Niederlage der US-Armee gegen die Indianer in die Geschichte einging.
Als die US-Armee als Antwort konzentrierte Strafexpeditionen gegen ihn und seine Leute durchführte, floh er mit etwa 2000 bis 3000 Gefolgsleuten nach Kanada und blieb dort im Exil bis er zurückkehrte und sich am 19. Juli 1881 in Fort Randall ergab, weil er seine Lebensgrundlage, die Bisonherden, von den Weißen vernichtet sah. Anschließend lebte er in der Standing-Rock-Reservation.
1885 wurde er in der Wild West Show von Buffalo Bill in den USA und in Kanada vorgeführt. Eine Teilnahme an Buffalo Bills Europa-Tournee lehnte er 1887 ab.
Den amerikanischen Behörden galt Sitting Bull weiter als Unruhestifter, weil er die weitere Verkleinerung der Reservation und das Ausbleiben vertraglich zugesicherter Lebensmittel und Materialien kritisierte. Außerdem hielt er zu sehr an indianischer Lebensweise fest.
Immer wieder wurde Sitting Bull als feindlicher Indianer und Anstifter zu allem, was den Weißen an den Indianer missfiel, in den Zeitungen beschrieben. Teile der Öffentlichkeit und des Militärs - vor allem die Überlebenden von Custers Regiment - hielten ihm Zeit seines Lebens die Schlacht am Little Bighorn als Untat vor. Sie beurteilten sein damaliges Vorgehen als arglistig und hinterhältig. Ähnliche Vorgehensweisen der US-Armee wurden hingegen als überlegene Taktik gepriesen.
Als er die Geistertanz-Bewegung unter seinen Anhängern zuließ, sollte er von der Reservations-Polizei, bestehend aus "freundlichen" Indianern, mit Unterstützung durch die von Fort Yates anrückende Armee festgenommen werden. Als seine Anhänger Widerstand leisteten, wurde Sitting Bull am 15. Dezember 1890 von den Polizisten erschossen und seine Leiche verstümmelt. Zwei Wochen darauf kam es zum Massaker von Wounded Knee.
Weblinks
-
- [http://www.ametas.homepage.t-online.de/okute.htm So endete das Leben Tatanka-Yotankas] (Liselotte Welskopf-Henrich)
Kategorie:Indianer
Kategorie:Mann
ja:シッティング・ブル
ko:시팅 불
ms:Sitting Bull
North Dakota
North Dakota (ND; dt. Norddakota) ist ein Bundesstaat der USA.
North Dakota liegt im Norden der USA, an der kanadischen Grenze.
North Dakota ist 183.119 km² groß und hat rund 640.000 Einwohner (95 % Weiße, 4 % Indianer und 1 % sonstige). Die Hauptstadt ist Bismarck. Das Klima ist kühl-gemäßigt.
North Dakota wurde nach der Teilung des Territoriums Dakota 1889 als 39. Staat in die Union aufgenommen.
Der Name Dakota leitet sich von der indianischen Ethnie der Dakota ab, die vor der Unterwerfung durch die US-Amerikaner in diesem Gebiet lebte.
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Fargo - 91.048
- Bismarck - 56.619
- Grand Forks - 48.984
- Minot - 35.149
- West Fargo - 17.581
- Mandan - 16.969
- Dickinson - 15.686
- Jamestown - 14.925
- Williston - 12.191
Liste der Gouverneure von North Dakota
Liste der Städte in North Dakota
Liste der Countys in North Dakota
Liste der Countys in North Dakota
Dakota, North
ja:ノースダコタ州
ko:노스다코타 주
simple:North Dakota
Glenn MillerAlton Glenn Miller ( - 1. März 1904 in Clarinda, Iowa; † 15. Dezember 1944 über dem Ärmelkanal(?)) war ein US-amerikanischer Jazz-Posaunist, Bandleader, Komponist und Arrangeur.
Arrangeur
Leben
Seine Kindheit verbrachte Miller in Nebraska, Oklahoma und Colorado. Im Hochschulorchester von Fort Morgan spielte er Zugposaune, das erlaubte ihm, zwei Jahre kostenfrei zu lernen. Nach einem Abstecher in die Universität von Colorado trat er 1926 der „Ben Pollack Band“ bei, die er zwei Jahre später wieder verließ. Von 1929 bis 1937 spielte er als unabhängiger Posaunist bei Red Nichols, Benny Goodman, Ray Nobles American Band und den Dorsey Brüdern. Mit seiner ersten eigenen Band machte Miller 1937 einige Aufnahmen bei Brunswick und Decca Records, aber noch im selben Jahr ging die Gruppe auseinander.
Im Frühjahr 1938 leitete Miller seinen Durchbruch ein. Miller gründete eine neue Band und bekam einen Dreimonatsvertrag im Glen Island Casino auf Long Island. Die dort gezahlten Gagen reichten zwar weiterhin nicht aus, um die Band dauerhaft zu sichern, aber aus dem Casino wurden regelmäßig Radioübertragungen gesendet, die seinen neuen „Sound“, in dem die Klarinette den Saxophonsatz führte, bekannt machten. Ende 1939 wurde er für das Jubiläumskonzert der ASCAP in der New Yorker Carnegie Hall eingeladen. Gespielt wurden dort Musikstücke wie „Moonlight Serenade“, „Little Brown Jug“ und „In the Mood“. Die Eigenkomposition „Moonlight Serenade“ wurde Millers erster Hit. Insbesondere mit „Moonlight Serenade“ und „In the Mood“ wird er bis heute definiert. Wenig bekannt ist, dass die Glenn Miller Band ein weites Spektrum an Instrumental- und Gesangsmelodien formte und auch klassische Akzente setzte. 1940 spielte die Glenn Miller Band im Cafe Rouge des Hotel Pennsylvania, dem heutigen Statler Hotel New York. Es folgten im Sommer Gigs im Wardham Park Hotel in Washington und anderen Städten. 1940 wurden Klassiker wie „Pennsylvania 6-5000“ und „Tuxedo Junction“, sowie 1941 mit „Chattanooga-Choo-Choo“ und „String of Pearls“ veröffentlicht.
1941 bekam Glenn Miller die erste goldene Schallplatte für das Lied „Chattanooga Choo Choo“. Im September 1942 verließ Miller trotz der bis dahin steilen Karriere sein Orchester und ging aus Patriotismus zur US-Luftwaffe, denn er war ein erklärter Gegner der Idee des Nationalsozialismus. Dort leitete er das "Army Air Force Orchestra", das deutlich jazz-orientierter war als Millers vorherige, doch sehr kommerziell ausgerichtete Big Band. Dies war nicht zuletzt das Verdienst so hervorragender Arrangeure wie Jerry Gray, der es unter anderem verstand, die im "Army Air Force Orchestra" enthaltene Streichergruppe nahtlos in den Big Band-Sound zu integrieren - für einen Jazz-Arrangeur bestimmt keine leichte Aufgabe. Wohl das spektakulärste Arrangement von Jerry Gray war „American Patrol“, durchaus angemessen angekündigt als "And now, here's the biggest tune of the books!".
In London erlebte Miller die Angriffe der V1-Raketen der Nazis. Unter anderem spielte "Army Air Force Band" zahlreiche Aufnahmen in den Abbey Road Studios ein, teilweise mit Life-Übertragungen der BBC London in deutscher Sprache. Dort entstanden Aufnahmen in hervorragender Mono-Qualität, die den hohen Standard des Orchesters widerspiegeln.
Nachdem Paris von den Nazis befreit war, sollte im Dezember 1944 das "Army Air Force Orchestra" dort im „Olympia“ auftreten. Glenn Miller starb aber vorher unter bis heute nicht genau geklärten Umständen. Es wird angenommen, dass das Flugzeug, mit dem er nach Frankreich unterwegs war, beim Flug über den Ärmelkanal wegen dichten Nebels von Bomben britischer Flugzeuge getroffen wurde, die dort ihre restliche Bombenlast abwarfen oder dass das Flugzeug aufgrund fehlender Enteisungsvorrichtungen für die Flügel abstürzte.
Nach Millers Tod wurde das "Army Air Force Orchestra" bis zu seiner Auflösung von Arrangeur Jerry Gray weitergeleitet.
Glenn Miller war ein eher mittelmäßiger Musiker, mit Schwierigkeiten zur Improvisation. Dafür war er ein Perfektionist in Bezug auf Arrangements, die er selbst schrieb bzw. mitschrieb sowie ein begnadeter Geschäftsmann. Seine Band war nicht nur eine Musikkapelle, sondern sie war wie eine Firma organisiert. Die Musiker waren versichert, es gab eine eigene PR-Abteilung sowie Arbeiter, die den Aufbau der Bühne erledigten. Dieses alles erfolgte in einer sozialverträglichen Art und Weise; ein Vorbild, dem später viele Bands folgten.
Glenn war ein sehr eigensinniger Mensch und folgte oft nur seinen Sympathien. So geschah es öfter, dass begnadete Musiker sein Orchester verließen, da sie mit seinem Charakter nicht zurecht kamen.
Sehr glücklich verheiratet war Glenn Miller seit 1928 mit seiner Frau Hellen. Glaubt man dem Miller-Biografen George T. Simon, so bestand der einzige Streitpunkt der beiden darin, wie herum man Toilettenpapierrollen aufhängt.
Literatur
- George T. Simon: Glenn Miller and His Orchestra. Da Capo Press (1980). ISBN 0306801299
- George T. Simon: Glenn Miller: Sein Leben-Seine Musik. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur (1991). ISBN 3426024128
Filme mit Glenn Miller
- Sun Valley Serenade' Regie: H. Bruce Humberstone
- Orchestra WivesRegie: Archie Mayo
Film über Glenn Miller
- The Glenn Miller Story (1952) Regie: Anthony Mann, mit James Stewart in der Titelrolle
Weblinks
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Miller, Glenn
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Miller, Glenn
Miller, Glenn
Miller, Glenn
Miller, Glenn
ja:グレン・ミラー
Ärmelkanal
Der Ärmelkanal (englisch The English Channel, französisch La Manche) verbindet die Nordsee über die Straße von Dover mit dem Atlantik. Er liegt zwischen Frankreich im Süden und Großbritannien im Norden. Im Kanal liegen die britischen Kanalinseln und die Insel Wight. Der größte Fluss, der in den Kanal mündet, ist die Seine. Bekannte Städte am Kanal sind Le Havre (Frankreich), Southampton und Plymouth (beide Großbritannien).
Deutung des Namens
Der Kanal hat die Form eines sich verengenden Ärmels. Seine Form verringert sich von West nach Ost. Im Westen hat er eine Breite von 180 km - bei Dover eine Breite von nur noch 34 km.
Geschichte
Etwa 6000 Jahre vor Christus ist der Ärmelkanal entstanden. Bis dahin war England zu Fuß vom europäischen Kontinent aus erreichbar.
Tunnelprojekt der Kanalgesellschaft
Im Jahr 1875 begann die Kanalgesellschaft bei Sangatte mit einem Tunnelbau.
In England wurde zeitgleich bei Abbotscliff mit Kanalarbeiten begonnen.
Bis 1882 wurden auf beiden Seiten jeweils ca. 1.800 m Tunnel gebaut.
Da England eine spätere Invasion durch die Franzosen fürchtete, wurden die Arbeiten um 1882 eingestellt.
Eurotunnel
Durch den Eurotunnel besteht seit 1994 Anschluss Großbritanniens an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Wichtige Fährverbindungen sind von Dover nach Calais, von Cherbourg nach Portsmouth und von Vlissingen nach Sheerness.
Schiffsverkehr
Aufgrund des mit täglich 400 - 500 Schiffen hohen Verkehrsaufkommens kommt es immer wieder zu Kollisionen:
- Der elf Jahre alte Flüssiggastanker „Ievoli Sun“ sinkt am 31. Oktober 2000 mit 6000 Tonnen giftigen Chemikalien und liegt seitdem in 70 Meter Tiefe. Teile der biologisch abbaubaren Chemikalien sind in den folgenden Tagen ausgelaufen.
- Der 15 Jahre alte Autotransporter „Tricolor“ sinkt nach einer Kollision am 14. Dezember 2002 mit 2871 Luxuswagen an Bord. In der Folge kollidieren weitere Schiffe mit dem Wrack, das bei Niedrigwasser nur knapp aus dem Wasser ragte. Es dauerte fast zwei Jahre, das Wrack in neun Teile zu zersägen und abzutransportieren.
Glücklicherweise sind bisher gravierende Umweltschäden durch einen großen Tankerunfall nicht eingetreten.
Trivia
- In der Seefahrt ist der Name „Ärmelkanal“ ungebräuchlich; stattdessen spricht man vom „Englischen Kanal“.
- Erstmals durchschwommen wurde der Ärmelkanal am 24. und 25. August 1875 von dem Engländer Matthew Webb. Er benötigte für die Strecke von Dover nach Calais 21:45 Stunden und legte dabei 73 Kilometer zurück.
- Die erste Frau, die dies vollbrachte, war 1926 die US-Amerikanerin Gertrude Ederle.
- Die erste Engländerin, die den Kanal durchschwamm, war im Jahr darauf die Sekretärin Mercedes Gleitze. Nach einem umstrittenen ersten Versuch gelang ihr beim zweiten Mal die Überquerung in 15 Stunden und 15 Minuten. Sie trug die erste wasserdichte Armbanduhr am Handgelenk: Ein PR-Trick von Hans Wilsdorf, dem Gründer der Firma Rolex.
- Die erste Überquerung des Kanals mit einem Gasballon gelang Jean-Pierre Blanchard (F) und John Jeffries (USA) am 7. Januar 1785, bereits zwei Jahre nach den ersten Ballonflügen durch die Gebrüder Montgolfier.
- Louis Blériot überflog im Jahr 1909 als erster Mensch mit Hilfe seines Eindeckers den Ärmelkanal.
- Das erste Telefongespräch zwischen Paris und London fand am 18. März 1891 mit Hilfe eines durch den Ärmelkanal verlegten Nachrichtenkabels statt.
Siehe auch: HGÜ Cross-Channel, Alabasterküste, Kanalschwimmen
Aermelkanal
Aermelkanal
Aermelkanal
ja:イギリス海峡
ko:영국 해협
1949
- In Afghanistan erklären die Afghanen die Durand-Linie für ungültig, als der Staat Pakistan entstand und fordern ihre besetzten Gebiete zurück
- In Berlin wird von Herta Heuwer am 4. September die Currywurst erfunden
Politik
- 1. Januar: Ernst Nobs wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind
- 1. Januar: Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück
- 1. Januar: Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an
- 1. Januar: Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikt über Kaschmir
- 1. Januar: Thailand wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Januar: Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt
- 3. Januar: Dreimächtenote an die Sowjetunion wegen Rückführung deutscher Kriegsgefangener
- 25. Januar: Wahlen zur ersten Knesset
- 28. Januar: Schweiz wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: David Ben Gurion wird erster Ministerpräsident Israels
- 24. Februar: Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (23. März mit dem Libanon, 3. April mit Transjordanien, 20. Juli mit Syrien)
- 4. April: Gründung der NATO
- 8. April: Durch den Beitritt der französischen Besatzungszone wird die Bizone zur Trizone
- 16. April: Chaim Weizmann wird zum Staatspräsidenten Israels gewählt
- 23. April: Die deutsche Kommune Selfkant wird als Ausgleich für die im 2. Weltkrieg erlittenen Schäden unter niederländische Verwaltung gestellt
- 5. Mai: Gründung des Europarates
- 8. Mai: Costa Rica. Neue Verfassung, Abschaffung des Militärs
- 9. Mai: Rainer III. wird Fürst von Monaco
- 11. Mai: Israel wird Mitglied bei den | | |