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| 16. Dezember |
16. DezemberDer 16. Dezember ist der 350. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 351. in Schaltjahren) - somit bleiben 15 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahr
- 1653 - Englands erste geschriebene Verfassung, das "Instrument of Government" wird vom englischen Armeerat in London verkündet.
- 1770 - Ludwig van Beethoven wird vermutlich an diesem Tag in Bonn geboren.
- 1773 - Als Indianer verkleidete Bürger von Boston entern Schiffe der englischen East India Company und zerstören drei Ladungen Tee. Diese "Boston Tea Party" stellt den Beginn des US-amerikanischen Unabhängigkeitskriegs dar.
- 1812 - Die geschlagenen Reste der Grande Armée überqueren die Memel und erreichen Ostpreußen. Nur 18.000 von ehemals 400.000 Soldaten haben die Flucht vor den nachrückenden russischen Verbänden überlebt.
- 1838 - Die Buren besiegen die Zulu in der Schlacht am Bloodriver
- 1941 - Vergeltungs-Luftangriff der Briten auf Mannheim
- 1944 - Beginn der deutschen Ardennenoffensive, die das weitere Vorrücken der Alliierten verhindern soll.
- 1957 - In Rossendorf bei Dresden wird der erste Atomreaktor der DDR für die Forschung in Betrieb genommen.
- 1961 - Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 1965 - König Taufa'ahau Tupou IV. wird Staatsoberhaupt von Tonga
- 1978 - Der US-Präsident Jimmy Carter gibt die Aufnahme diplomatischer Beziehung zu China bekannt.
- 1991 - Kasachstan wird unabhängig
- 1991 - Ungarn unterzeichnet den Assoziierungsvertrag mit der EU
- 1994 - Albanien beantragte die Aufnahme in die NATO.
- 1998 - Die Operation "Desert Fox" (Wüstenfuchs) beginnt. US-amerikanische und englische Truppen starten ein viertägiges Bombardement militärischer Ziele im Irak und der Hauptstadt Bagdad.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1965 - Die NASA startet die Raumsonde Pioneer 6 mit einer Delta-Rakete. Letzter Kontakt war am 8. Dezember 2000 - 35 Jahre nach dem Start.
- 1967 - An der Stanford-Universität gelingt es einer Gruppe von Wissenschaftlern, reduplizierfähige DNA zu isolieren.
Kultur
- 1835 - Uraufführung der komischen Oper "L'Éclair" (Der Blitz) von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1837 - Uraufführung der romantischen Oper "Der Gang zum Eisenhammer" von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1864 - Uraufführung der Operette "Le Serpent à plumes" von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1893 - Uraufführung der Symphonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" in E-Moll Opus 95 von Antonin Dvorak an der Carnegie Hall in New York unter Anton Seidel.
- 1902 - Uraufführung der Oper "Götz von Berlichingen" von Karl Goldmark an der Nationaloper in Budapest.
- 1941 - Uraufführung des Films "Quax, der Bruchpilot" mit Heinz Rühmann in der Titelrolle
- 2000 - Die letzte Sendung der ZDF Hitparade wird ausgestrahlt.
Religion
Katastrophen
- 1796 - Beim Untergang des französischen Linienschiffs Séduisant (74 Kanonen) vor Brest sterben 680 Besatzungsmitglieder und Soldaten.
- 1902 - Ein Erdbeben der Stärke 6,4 in Turkestan fordert ca. 4.500 Tote
- 1920 - Ein Erdbeben der Stärke 8,6 erschüttert die Provinz Gansu in der Republik China und fordert rund 200.000 Todesopfer.
- 1951 - New Jersey, USA. Eine C-46 der Miami Airlines stürzt kurz nach dem Start in Newark in den Elizabeth River, so dass 56 Personen sterben.
- 1960 - Brooklyn, New York City. Eine Douglas DC-8, auf dem Flug von Chicago nach Idlewild und eine Super Constellation der TWA, auf dem Flug von Dayton, im Anflug auf den Flughafen LaGuardia, kollidieren im Nebel. 134 Personen sterben, ein Kind wird gerettet.
- 1966 - Das südkoreanische Fährschiff "Namjung-Ho" kentert. 270 Todesopfer sind zu beklagen.
- 1991 - Das ägyptische Fährschiff "Salem Express" läuft auf ein Riff und sinkt. Über 700 Personen kommen ums Leben, etwa 200 können gerettet werden.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 869 - Yōzei, 57. Kaiser von Japan
- 1485 - Katharina von Aragón, erste Frau Heinrichs VIII. Königin von England
- 1565 - Hermann Vultejus, deutscher Jurist
- 1714 - George Whitefield, englischer Geistlicher und einer der berühmtesten Prediger des 18. Jahrhunderts
- 1735 - Albrecht Konrad Graf Finck von Finckenstein, preußischer Feldmarschall
- 1742 - Gebhard Leberecht von Blücher, preußischer Generalfeldmarschall
- 1770 - Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist
- 1775 - François-Adrien Boïeldieu, französischer Opernkomponist
- 1775 - Jane Austen, englische Schriftstellerin
- 1776 - Johann W. Ritter, deutscher Physiker
- 1790 - Leopold I., erster König der Belgier
- 1803 - Robert Stephenson, Ingenieur
- 1804 - Wiktor Jakowlewitsch Bunjakowski, russischer Mathematiker
- 1807 - Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter
- 1826 - Giambattista Donati, italienischer Astronom
- 1832 - Wilhelm Julius Foerster, deutscher Astronom
- 1834 - Léon Walras, französischer Volkswirt
- 1836 - Ernst von Bergmann, Chirurg und Professor der Medizin
- 1842 - Melitta Otto-Alvsleben, deutsche Sängerin
- 1857 - Edward Barnard, US-amerikanischer Astronom
- 1863 - George Santayana, US-amerikanischer Philosoph
- 1867 - Arthur Schloßmann, Kinderarzt, Gründer der ersten Säuglingsklinik
- 1867 - Johann Radon, österreichischer Mathematiker
- 1873 - Robert Leinert, deutscher Politiker
- 1874 - Johann Michael Bossard, Schweizer Künstler
- 1876 - Rodolphe William Seeldrayers, Belgischer Fußballfunktioär, FIFA-Präsident
- 1882 - Zoltán Kodály, ungarischer Komponist
- 1888 - Wilhelm Murr, nationalsozialistischer Politiker, Reichsstatthalter von Württemberg
- 1898 - Johannes Semler, deutscher Politiker
- 1899 - Noël Pierce Coward, englischer Dramatiker
- 1901 - Margaret Mead, US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin
- 1902 - Rafael Alberti, spanischer Dichter
- 1905 - Paul Wandel, Minister für Volksbildung und Jugend der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)
- 1905 - Piet Hein, dänischer Wissenschaftler, Mathematiker, Erfinder und Literat
- 1907 - Angelos Tersakis, griechischer Schriftsteller
- 1908 - Hans Schaffner, Schweizer Politiker
- 1917 - Arthur C. Clarke, englischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 1920 - Fritz Balogh, deutscher Fußballspieler
- 1924 - Kurt Gscheidle, deutscher Politiker
- 1925 - Bert Hellinger, deutscher Familientherapeut, Mitglied im Orden der Mariannhiller Missionare
- 1928 - Philip K. Dick, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1929 - Kurt Böckmann, deutscher Politiker und MdL
- 1930 - Norbert Schlottmann, deutscher Politiker und MdB
- 1931 - Kenneth Gilbert, kanadischer Cembalist
- 1932 - Henry Taylor, englischer Formel-1-Rennfahrer und Geschäftsmann
- 1935 - Nikos Sampson, zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern
- 1936 - Elisabeth Kopp, Schweizer Politikerin
- 1938 - Liv Ullmann, norwegische Schauspielerin
- 1938 - Zbigniew Religa, Polnischer Politiker
- 1939 - Hansjoachim Walther, deutscher Politiker
- 1942 - Friedrich Denk, deutschlehrer und Buchautor
- 1942 - Harm Dallmeyer, deutscher Bundestagsabgeordneter
- 1944 - John Abercrombie, US-amerikanischer Gitarrist und Bassist
- 1944 - N!xau, namibischer Buschmann und Schauspieler
- 1945 - Tony Hicks, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Benny Andersson, Sänger, Musiker, ABBA Mitglied
- 1946 - Roland Sandberg, Schwedischer Fußballspieler
- 1947 - Vincent Matthews, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1949 - Billy Gibbons, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1959 - Ingo Wellenreuther, CDU-Politiker
- 1960 - Detlef Dähn, Buchautor, Historiker, Fotograf
- 1962 - Charlie Mottet, französischer Radrennfahrer
- 1963 - Bärbel Schäfer, deutsche Fernsehmoderatorin und Fernsehproduzentin
- 1963 - Benjamin Bratt, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 - Jeff Carson, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1964 - Heike Drechsler, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1967 - Donovan Bailey, kanadischer Leichtathlet
- 1967 - Miranda Otto, australische Schauspielerin
- 1969 - Henning Bürger, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Michelle Smith, Irische Schwimmerin
- 1971 - Paul van Dyk, DJ und Musiker
- 1972 - Julia Klöckner, deutsche Politikerin
- 1973 - Kristie Boogert, niederländische Tennisspielerin
- 1978 - Andreas Waidelich, deutscher Solosynchronschwimmer
- 1981 - Reanna Solomon, nauruische Gewichtheberin
Gestorben
- 999 - Adelheid von Burgund, Die Heilige, Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1515 - Alfonso de Albuquerque, portugiesischer Militär, Politiker und Seefahrer
- 1687 - William Petty, britischer Physiker und Ökonom ( - 1623)
- 1751 - Leopold II. Maximilian, Fürst von Anhalt-Dessau ( - 25. Dezember 1700)
- 1779 - Go-Momozono, 118. Kaiser von Japan
- 1847 - Alexej Wenezianow, russischer ( - 18. Februar 1780)
- 1859 - Wilhelm Grimm, deutscher Sprachwissenschaftler und Märchensammler ( - 24. Februar 1786)
- 1871 - Willibald Alexis, deutscher Schriftsteller ( - 29. Juni 1798)
- 1873 - Nino Bixio, italienischer Freiheitskämpfer
- 1878 - Karl Gutzkow, deutscher Schriftsteller und Herausgeber ( - 17. März 1811)
- 1878 - Richard Hartmann, deutscher Industrieller ( - 1809)
- 1921 - Camille Saint-Saëns, französischer Pianist ( - 9. Oktober 1835)
- 1922 - Eliezer Ben Jehuda, jüdischer Sprachforscher ( - 7. Januar 1858)
- 1940 - Eugène Dubois, niederländischer Arzt und Anthropologe ( - 28. Januar 1858)
- 1942 - Selma Meerbaum-Eisinger, Dichterin ( - 15. August 1924)
- 1965 - William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller ( - 25. Januar 1874)
- 1966 - Herbert Zimmermann, deutscher Sportjournalist ( - 1917)
- 1973 - Franz Xaver Fuhr, deutscher Maler ( - 1898)
- 1982 - Colin Chapman, britischer Rennwagen-Konstrukteur
- 1989 - Lee van Cleef, US-amerikanischer Schauspieler ( - 9. Januar 1925)
- 1989 - Oscar Galvez, argentinischer Rennfahrer ( - 17. August 1913)
- 1989 - Silvana Mangano, italienische Schauspielerin ( - 21. April 1930)
- 1989 - Gianni Poggi, italienischer Tenor ( - 4. Oktober 1921)
- 1998 - Franz K. Opitz, schweizerischer Kunstmaler, Fotograf, Poet, Musiker und Autor ( - 5. November 1916)
- 2001 - Stefan Heym, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 10. April 1913)
- 2003 - Aglaja Schmid, österreichische Schauspielerin
- 2004 - Agnes Martin, US-amerikanische Künstlerin ( - 22. März 1912)
- 2004 - Yehudit Naot, israelische Politikerin ( - 4. April 1944)
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Josef von Nazareth (orthodox)
- Tag der Versöhnung in Südafrika (siehe Ereignisse 1838)
Siehe auch
- 15. Dezember - 17. Dezember
- 16. November - 16. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1216
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Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
SchaltjahrEin Kalender hatte historisch den Zweck, den Beginn der Jahreszeiten Jahr für Jahr auf das gleiche Datum fallen zu lassen, um den Zeitpunkt zum Beispiel von Festen oder wiederkehrenden Ereignissen bestimmen zu können. Ein tropisches Jahr, also der Zeitraum zwischen zwei Frühlings-Tagundnachtgleichen, dauert allerdings etwa 365 Tage und etwas weniger als 6 Stunden (365d 5:48:45.98, nicht konstant!), so dass eine einfache Zuordnung, die jedem Jahr die gleiche Anzahl Tage gibt, unmöglich ist, ohne dass sich gleichzeitig der Beginn der Jahreszeiten verschiebt. In den Kalendern der verschiedenen Kulturen gibt es deshalb Methoden, um die jeweilige Dauer des Jahres dem tropischen Jahr anzunähern.
Der Beginn der Jahreszeiten kann beispielsweise auf dem gleichen Datum festgehalten werden, wenn in geeigneten Abständen ein Schaltjahr, ein Jahr mit einem zusätzlichen Tag, dem Schalttag, eingefügt wird. Eine einfache Methode ist, jedes Jahr mit einer glatt durch 4 teilbaren Jahreszahl zum Schaltjahr zu erheben. So wurde es im Julianischen Kalender eingeführt, in dem der Februar 29 statt 28 Tage hat. Genauere Kalender nähern das tropische Jahr besser an: Da etwas weniger als sechs Stunden pro Jahr auszugleichen sind, fällt der (Julianische) Schalttag manchmal aus (wie z. B. im Jahre 1900 im Gregorianischen Kalender).
Julianischer Kalender
46 v. Chr. benutzten die Römer einen Kalender mit zwölf Mondmonaten mit abwechselnd je 29 bzw. 30 Tagen, zusammen 354 Tage. Weil gerade Zahlen aber Unglück brachten, schlugen die Römer noch einen Tag drauf. Doch trotzdem waren es zum Sonnenjahr immer noch mehr als zehn Tage zu wenig. Zunächst verteilte Julius Caesar diese zehn Tage auf die verschiedenen Monate, die auf nun 30 bzw. 31 Tage anwuchsen. Nur der damals letzte Monat Februar ging als Unglücksmonat leer aus und blieb somit bei 29 beziehungsweise im Schaltjahr damals bei 30 Tagen. Dem Mythos, dass der Februar einen Tag verlor, weil Kaiser Augustus sich im August als Monatsbezeichnung verewigen wollte und dem Februar noch einen Tag wegnahm, da der August wie der Juli, der Monat seines Vorgängers Caesar, 31 Tage haben sollte, und weil eine gerade Zahl ja auch Unglück brachte, wird im Artikel zum Monat August widersprochen. Doch die Römer hatten eine winzige, aber auf die Jahrhunderte gesehen, wirkungsvolle Ungenauigkeit hinterlassen. 11 Minuten und 14 Sekunden pro Jahr schoss das damals julianische Jahr über das Ziel hinaus. Alle 128 Jahre wurde demnach ein Schaltjahr zu viel begonnen.
Gregorianischer Kalender
Von Papst Gregor XIII. wurde daher 1582 folgende Regelung eingeführt (Gregorianischer Kalender):
- Glatt durch 4 teilbare Jahre sind Schaltjahre.
- Glatt durch 100 teilbare Jahre sind jedoch keine Schaltjahre.
- Glatt durch 400 teilbare Jahre sind aber wieder Schaltjahre.
So sind zum Beispiel die Säkularjahre 1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000 und 2400 hingegen schon.
Damit dauert das Gregorianische Jahr 365,2425 Tage, und ist genauer als das Julianische Jahr.
Seit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325, bei dem der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt wurde, betrug die aufgelaufene Differenz bereits 10 Tage, und so ließ Gregor auf den 4. Oktober gleich den 15. Oktober 1582 folgen, um diese Zeit auszugleichen.
Nicht in allen Ländern erfolgte diese Umstellung am selben Tag. Besondere Schwierigkeiten gab es in Schweden, wo im Jahr 1712 zwei Schalttage eingefügt wurden und somit dieses Jahr einen 30. Februar hatte.
Recht ungewöhnlich und wenig bekannt ist die Tatsache,
dass nicht etwa der 29. Februar der Schalttag
des Gregorianischen Kalenders ist.
Vielmehr wird der 24. Februar verdoppelt:
der 24. und der 25. Februar fallen nach römischer Zählweise,
die auch bei der Einführung des Gregorianischen Kalenders noch üblich war,
auf dasselbe Datum.
Im Gemeinjahr heißt der 24. Februar
„a. d. VI Kal. Mart.“ (sechster Tag vor dem März-Beginn);
der doppelte Tag im Schaltjahr heißt ebenso.
Da dieser Sechste (lat. „sextus“) doppelt („bis“) gezählt wird,
heißen Schaltjahr bzw. -tag „bissextilis“ (lateinisch),
„bissextile“ (english), „bisestile“ (italienisch) usw.
Nach heutiger Zählung verschieben sich der 24. und die weiteren Tage im Februar um einen Tag;
Bedeutung hat dies heute noch in der katholischen Kirche bei der Zählung der Kirchentage:
kirchliche Feiertage und auch die Namenstage sind von dieser Regelung betroffen.
Orthodoxer Kirchenkalender
Das gregorianische Jahr ist rund 27 Sekunden zu lang. Als Ergebnis hinkt der gregorianische Kalender nach 1.600 Jahren um einen halben Tag hinterher. Deshalb schlug die griechisch-orthodoxe Kirche eine etwas kompliziertere Schaltregel vor: Abweichend vom gregorianischen Kalender sind die Jahrhunderte nur dann Schaltjahr, wenn sie durch 9 geteilt den Rest 2 oder 6 ergeben. Damit wäre das Jahr 2800 kein Schaltjahr, sondern erst das Jahr 2900. Die Abweichung zum Sonnenjahr beträgt beim orthodoxen Kirchenkalender nur noch knapp 3 Sekunden.
Französischer Revolutionskalender
In der Zeit, in der der Französische Revolutionskalender Gültigkeit hatte, waren die Jahre 3, 7 und 11 Schaltjahre.
Die ursprüngliche Regelung des Kalenders war, dass der erste Tag jeden Jahres auf die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche fallen und jedes vierte Jahr ein Schaltjahr sein solle. Diese Forderungen widersprechen sich jedoch, und so schlug Charles Rommes, der Autor des Kalendersystems, eine dem Gregorianischen Kalender ähnliche Regelung vor. Er stieß jedoch aus politischen Gründen damit auf Widerstand. Durch die kurze Gültigkeit des Revolutionskalenders wurden die Diskussionen jedoch obsolet.
Jüdischer Kalender
Im Jüdischen Kalender, einem nach dem Mond ausgerichteten Kalender, der durch komplizierte Regelungen dem Sonnenjahr angepasst wird, wird in allen Jahren, die bei einer Division durch 19 einen Rest von 0, 3, 6, 8, 11, 14, oder 17 haben, ein Schaltmonat eingefügt. Er wird als Adar II bezeichnet.
Islamischer Kalender
Im Islamischen Kalender ist die Bestimmung eines Schaltjahres äußerst schwierig. Nach einem gebräuchlichen System, das unter anderem im GNU Emacs verwendet wird, sind alle Jahre, die bei einer Division durch 30 einen Rest von 2, 5, 7, 10, 13, 16, 18, 21, 24, 26, oder 29 haben, Schaltjahre.
Nach diesem System haben im Islamischen Kalender alle geradzahligen Monate 30 Tage und alle ungeradzahligen Monate 29 Tage. In Schaltjahren wird dem letzten ungeradzahligen Monat ein Tag hinzugefügt, so dass er dann 30 Tage hat.
Chinesischer Kalender
Schaltjahre im traditionellen, lunisolaren Chinesischen Kalender haben 13 Monate statt der üblichen zwölf; mit 383, 384 oder 385 Tagen statt 353, 354 oder 355 Tagen in normalen Jahren.
Zur Berechnung zählt man die Anzahl der Neumonde zwischen dem elften Monat eines Jahres (dem Monat der Wintersonnenwende) und dem elften Monat des folgenden Jahres. Fallen in diesen Zeitraum 13 Neumonde, so wird ein Schaltmonat eingefügt. Der erste Monat, der keinen zhong qì enthält, erhält dieselbe Nummer wie der Vormonat mit einem Zusatz als Schaltmonat.
Azteken-Kalender
Im Azteken-Kalender werden am Ende eines jeden 52-Jahres-Zyklus 13 Tage eingeschaltet. Daraus ergibt sich ein durchschnittliche Jahreslänge von 365 Tagen und 6 Stunden. Das weicht vom tropischen Jahr mehr als 11 Minuten ab. Die Genauigkeit dieser Schaltjahresmethode ist mit dem Julianischen Kalender vergleichbar.
Atomzeit
Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen.
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Siehe auch: Sommerzeit, Jahr, Gemeinjahr
Weblinks
- [http://www.nabkal.de/schalttag.html zur Historie des 24./25. Februar]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/kalender.html Die Kalenderreform Julius Cäsars]
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html FAQ about calendars (englisch, sehr umfangreich)]
- [http://www.schaltjahr.de Regel der Schaltjahre, Ausnahmen und Programmcode]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_jahre Schaltjahrberechnung]
- [http://www.nabkal.de/umrechnung.html Umrechnungen von Kalenderdaten]
- [http://www.ortelius.de/kalender/greg_de.php Der Gregorianische Kalender]
- [http://www.kalendersysteme.de/deutsch/index.html Verschiedene Kalendersysteme]
Kategorie:Kalender
als:Schaltjahr
ja:閏年
ko:윤년
simple:Leap year
th:ปีอธิกสุรทิน
1653
Politik und Weltgeschehen
- Pierre de Fermat stellt den Großen Fermatschen Satz auf, der die Mathematiker noch bis ins 20. Jahrhundert beschäftigen wird
- Andreas Tacquet hält den ersten Lichtbildervortrag
- Kardinal Richelieu gründet die „Académie française“
- 16. Dezember: Englands erste geschriebene Verfassung, das „Instrument of Government“ wird vom englischen Armeerat in London verkündet
- Angola wird Kolonie Portugals
- Barbados. Die heutige Hauptstadt Bridgetown wird gegründet
- Bei Tournai wird das Grab Childerichs entdeckt
- Die Kunst des Barock verdrängt die streng geometrischen Regeln der Ästhetik-Auffassung der Renaissance
- Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) schafft ein vereinheitlichtes Beamtentum in Brandenburg-Preußen
Kultur
- 24. Februar: Uraufführung des Dramas L'inganno d'amore von Antonio Bertali in Regensburg
- 7. Januar: Bernhard Friedrich Albinus, deutscher Arzt (†1721)
- 16. Januar: Johannes von Brunner, schweizerischer Arzt († 1727)
- 17. Februar: Arcangelo Corelli, italienischer Komponist († 1713)
- 2. April: Georg von Dänemark, Herzog von Cumberland, der Ehemann der britischen Königin Anne († 1708)
- 8. Mai: Claude-Louis-Hector de Villars, Marschall von Frankreich († 1734)
- 1. Juni: Georg Muffat, französischer Musiker und Komponist († 1704)
- 11. Juni: Matthias Klotz, gilt als Begründer des Geigenbaus in Mittenwald († 1743)
- 22. Juni: André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann († 1743)
- 1. September: Johann Pachelbel, deutscher Komponist, getauft († 1706)
- 13. Februar: Georg Rodolf Weckherlin, deutscher Dichter ( - 1584)
- 4. März: Rudolf von Tiefenbach, kaiserlich-habsburgischer Feldherr, der am Dreißigjährigen Krieg teilnahm ( - 1582)
- 7. Juni: Ludwig Jungermann, deutscher Botaniker und Arzt ( - 1572)
- 10. August: Maarten H. Tromp, niederländischer Admiral (gefallen) ( - 1598)
- 3. September: Claudius Salmasius, franzöischer Altphilologe und Universalgelehrter ( - 1588)
- 3. Oktober: Achatius von Quitzow, Mitglied der 'Fruchtbringenden Gesellschaft' ( - 1606)
- 13. Oktober: Christoph Martin von Degenfeld, Feldherr im Dreissigjährigen Krieg ( - 1599)
- 25. Oktober: Théophraste Renaudot, französischer Arzt und Philanthropist ( - 1586)
- 15. Dezember: Paris Graf von Lodron, Erzbischof von Salzburg ( - 1586)
- Artemisia Gentileschi, italienische Malerin ( - 1593)
ko:1653년
England
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.
Geografie
England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Politik
Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.
Heraldik
Liste der britischen Premierminister
Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund.
Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.
> Konstitutionelle Demokratie
Geschichte Sport Verwaltungsgliederung
Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands
Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung
Traditionelle Grafschaften Englands
Traditionelle Grafschaften Englands
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs)
1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung.
Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
Großstädte
Verwaltungsgrafschaften Englands
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende
Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Siehe auch: Greater London, Unitary Authority
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200)
Kultur
Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.
Weblinks
als:England
ja:イングランド
ko:잉글랜드
ms:England
simple:England
th:แคว้นอังกฤษ
zh-min-nan:England
England
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.
Geografie
England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Politik
Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.
Heraldik
Liste der britischen Premierminister
Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund.
Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.
> Konstitutionelle Demokratie
Geschichte Sport Verwaltungsgliederung
Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands
Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung
Traditionelle Grafschaften Englands
Traditionelle Grafschaften Englands
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs)
1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung.
Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
Großstädte
Verwaltungsgrafschaften Englands
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende
Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Siehe auch: Greater London, Unitary Authority
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200)
Kultur
Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.
Weblinks
als:England
ja:イングランド
ko:잉글랜드
ms:England
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th:แคว้นอังกฤษ
zh-min-nan:England
1770
- 5. März: Das so genannte Massaker von Boston fordert das Leben von 5 Zivilisten, die von englischen Truppen bei einer Straßenschlacht erschossen wurden
- 20. April: James Cook sichtet die Küste von New South Wales (Australien), die von ihm in den nächsten Monaten erforscht und kartografiert wird
- 23. August: Captain James Cook nimmt die Ostküste von Australien für die englische Krone in Besitz
- 1. November: Das Berg- und hüttenmännisches Lehrinstitut (Vorgänger der Technischen Universität) wird in Berlin gegründet
- Nicholas Cugnot erfindet den Dampfkraftwagen. Dieser gilt als erster Vorläufer des Automobiles
Kultur
- 29. Januar: Uraufführung der komischen Oper Die Jagd von Johann Adam Hiller in Weimar
- 30. Mai: Uraufführung der Oper Armida abbandonata („Die verlassene Armida“) von Niccolò Jommelli am Teatro San Carlo in Neapel
- 3. September: Uraufführung der Oper La contessina („Das gräfliche Fräulein“ oder „Die junge Gräfin“) von Florian Leopold Gassmann in Mährisch-Neustadt, Österreich
- 22. Januar: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes († 1846)
- 18. Februar: Christian Heinrich Rinck, deutscher Komponist und Organist († 1846)
- 20. Februar: Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist († 1841)
- 21. Februar: Georges Mouton, comte de Lobau, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1838)
- 26. Februar: Anton Reicha, Komponist
- 2. März: Louis Gabriel Suchet, französischer Marschall († 1826)
- 5. März: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall († 1848)
- 7. März: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich († 1849)
- 11. März: Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist († 1851)
- 20. März: Johann Gottfried Tulla, hat sich insbesondere durch die Rheinbegradigung einen Namen gemacht († 1828)
- 20. März: Friedrich Hölderlin, deutscher Dichter († 1843)
- 27. März: Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin († 1806)
- 7. April: William Wordsworth, britischer Dichter († 1850)
- 9. April: Thomas Johann Seebeck, estnisch-deutscher Physiker (Seebeck-Effekt) († 1831)
- 9. April: Johann Georg Kerner, Arzt und kritischer Chronist der Französischen Revolution († 1812)
- 11. April: George Canning, britischer Politiker und Regierungschef († 1827)
- 4. Mai: François Gérard, Maler († 1837)
- 10. Mai: Louis-Nicolas Davout, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1823)
- 24. Mai: Luise Friederike von Preußen, preußische Prinzessin († 1836)
- 3. Juni: Manuel Belgrano, argentinischer Anwalt, Politiker und General († 1820)
- 4. Juni: James Hewitt, US-amerikanischer Komponist († 1827)
- 7. Juni: Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann († 1828)
- 22. Juni: Wilhelm Traugott Krug, deutscher Philosoph († 1842)
- 24. Juni: Albrecht Ludwig Berblinger, Flugpionier († 1829)
- 11. Juli: Ludwig von Westphalen, deutscher Beamter
- 1. August: William Clark, US-amerikanischer Soldat und Entdecker († 1838)
- 3. August: Friedrich Wilhelm III., preußischer König († 1840)
- 4. August: François-Etienne Kellermann, französischer Kavalleriegeneral († 1835)
- 27. August: Georg Hegel, deutscher Philosoph († 1831)
- 3. September: Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter († 1834)
- 19. September: Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker († 1830)
- 1. Oktober: vom Stein zum Altenstein, Karl Freiherr von, preußischer Politiker († 1840)
- 5. November: Dominique Joseph René Van Damme, französischer General in den Napoleonischen Kriegen
- 19. November: Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer († 1844)
- 19. November: Adam Johann von Krusenstern, erster russischer Weltumsegler († 1846)
- 11. Dezember: Samuel Marot, Theologe († 1865)
- 16. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 17. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 19. Dezember: Nicolas-Joseph Maison, französischer General, Marschall von Frankreich. († 1840)
- 27. Dezember: Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller († 1828)
- Christian Zais, deutscher Architekt († 1820)
- 2. Januar: Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko ( - 1696)
- 6. Februar: Franz Kaspar von Franken-Siersdorf, Kölner Weihbischof ( - 1683)
- 26. Februar: Giuseppe Tartini, italienischer Komponist ( - 1692)
- 3. Mai: François Boucher, Maler, Zeichner, Kupferstecher ( - 1703)
- 25. August: Thomas Chatterton, britischer Dichter ( - 1752)
- 30. September: George Whitefield, englischer Prediger und Mitbegründer des Methodismus ( - 1714)
- 24. November: George Grenville, britischer Politiker und Staatsmann ( - 1712)
- 5. Dezember: James Stirling, schottischer Mathematiker ( - 1692)
- Johann Baptist Georg Neruda
ko:1770년
Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethoven ( - vermutlich 16. Dezember 1770 in Bonn; getauft 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein deutscher Komponist und gilt als einer der bedeutendsten Komponisten in der Geschichte der Musik.
Er gilt heute als Wegbereiter der Romantik, wenn nicht sogar als erster Komponist der neuen Epoche, der die von der Klassik erlaubten Freiheiten ausschöpfte und sprengte.
Romantik); Gemälde von Joseph Karl Stieler, 1820]]
Leben
1820]]
Familie
Ludwig van Beethoven war der Sohn einer Musikerfamilie, deren Vorfahren (Bauern und Handwerker) aus Mecheln im flämischen Brabant kamen. Das "van" im Namen zeugt nicht von adliger Herkunft, sondern zeigt die örtliche Herkunft an (also "von den Rübenhöfen"). Beethovens Großvater, der gleichfalls Ludwig van Beethoven hieß, war kurkölnischer Kapellmeister in Bonn. 1740 wurde sein Sohn Johann geboren, der als Tenor in der Bonner Hofkapelle sang. Johann heiratete Maria Magdalena Keverich. Ihr erster Sohn kam am 16. (oder 17.) Dezember 1770 in der Bonngasse 18 zur Welt. Er wurde am 17. Dezember getauft und nach seinem Großvater Ludwig benannt.
Beethovens Vater war von dem jungen Wolfgang Amadeus Mozart beeindruckt, der schon mit 6 Jahren als Komponist auftrat. Mit dem Ziel, aus Ludwig ebenfalls ein solches Wunderkind zu machen, begann der Vater, ihn im Klavierspiel zu unterrichten. Die sehr strenge Haltung des Vaters behinderte jedoch die Entwicklung des Jungen, der manchmal mitten in der Nacht aus dem Bett geholt wurde, um Klavier zu üben. Das hatte zur Folge, dass Beethoven in der Schule oft müde war und an Konzentrationsmangel litt. Mit elf Jahren musste er auf Drängen seines Vaters schon die Schule verlassen.
Auch sonst war Beethovens Leben nicht leicht. Sein Vater war Alkoholiker, seine Mutter war sehr oft krank, und von seinen sechs Geschwistern überlebten nur zwei. Während Beethoven zu seinem Vater ein gespanntes und distanziertes Verhältnis hatte, liebte er seine Mutter sehr. Als er mit vermutlich fünf Jahren an einer Mittelohrentzündung erkrankte, bemerkten die Eltern dies nicht. Die Erkrankung konnte nie richtig verheilen, u.a. weil sie nie behandelt wurde. Dies führte höchstwahrscheinlich zu seiner späteren Taubheit.
Kollegen von Beethovens Vater am Bonner Hof erkannten Ludwigs Begabung und sorgten dafür, dass der Vater sich schließlich entschloss, die weitere musikalische Ausbildung seines Sohnes in die Hände von anderen Musikern zu legen. Zu Beethovens bekanntesten Förderern und Lehrern in Bonn zählten in den nächsten Jahren Christian Gottlob Neefe (Klavier, Orgel und Komposition) und Franz Anton Ries (Violine). 1782 war es Neefe, der als erster Werke Ludwigs veröffentlichte - so die "Variations pour le Clavecin sur une Marche de Mr. Dressler". Im selben Jahr wurde Beethoven Neefes Vertreter als Hoforganist. Eine feste Anstellung als - bezahlter - Hoforganist erhielt er im Alter von 14 Jahren. Mit dem Grafen Waldstein wie mit der Familie Breuning erwarb er sich einflussreiche Gönner und Freunde. In der vorzüglichen Bonner Hofkapelle spielte er Bratsche, während er sich gleichzeitig im Klavierspiel immer weiter ausbildete. Auch als Komponist war er tätig, doch ist das meiste damals Entstandene ungedruckt geblieben.
Studium
Bratsche
Um seine Ausbildung fortzusetzen, reiste Ludwig van Beethoven 1787 nach Wien. In der Tasche hatte er ein Empfehlungsschreiben des in Bonn residierenden Kölner Kurfürsten Max Franz, jüngster Bruder von Kaiser Joseph II. Beethovens Ziel war es, bei Wolfgang Amadeus Mozart zu studieren. Viele Komponisten wie Joseph Haydn machten damals die Hauptstadt Österreichs zum musikalischen Zentrum Europas.
Aus dem Studium bei Mozart wurde nichts. Mozart war durch die Arbeit am Don Giovanni und wegen anderer Sorgen so sehr in Anspruch genommen, dass er sich um Beethovens Ausbildung nicht kümmerte. Dazu kam, dass Beethoven bereits zwei Wochen nach seiner Ankunft in Wien wieder die Heimreise antrat, weil seine Mutter schwer krank geworden war.
Kurz nach Beethovens Rückkehr nach Bonn starb seine Mutter.
Im Jahr 1789 begann Beethoven ein Studium an der Universität Bonn; schnell geriet er dort, insbesondere durch Eulogius Schneider, in Kontakt mit den Ideen der Französischen Revolution. Seine Begeisterung für die revolutionären Ideale spiegelte sich auch in seinen späteren Werken wider, welche von Freiheit und Menschlichkeit handeln, besonders in seiner einzigen Oper Fidelio.
Mit 22 Jahren unternahm Ludwig van Beethoven eine zweite Studienreise nach Wien, von der er nicht wieder nach Bonn zurückkehrte. Sein Vater starb, und das Kurfürstentum fand 1794 durch die französische Invasion sein Ende, und somit auch Beethovens amtliche Stellung. Mozart war bereits gestorben, aber Joseph Haydn und Antonio Salieri nahmen Beethoven als Kompositionsschüler an, außerdem noch Schenk und Johann Georg Albrechtsberger. Empfehlungen und Talent verschafften ihm Zutritt zu den ersten Häusern Wiens; Baron van Swieten und die Fürstin Lichnowski wurden seine besonderen Gönner.
Karriere als Pianist
Als fertiger Künstler trat er zuerst 1795 vor die Öffentlichkeit: als Virtuose mit dem Vortrag seines ersten Klavierkonzerts, als Komponist mit der Herausgabe seiner drei ersten Trios (Op. 1) und der drei Haydn gewidmeten Klaviersonaten. Seine Kammermusik wurde als vollkommen neuartig bezeichnet. Er wurde darüber hinaus auch als Meister der Improvisation bekannt. Einer Anekdote zufolge stellte er vor einem Konzert fest, dass der Flügel einen Halbton zu tief gestimmt war und spielte - da die Zeit nicht mehr ausreichte, um das Instrument neu zu stimmen - sein C-Dur Konzert (Erstes Klavierkonzert op. 15) kurzerhand in Cis-Dur.
Das Aufsehen, welches seine Leistungen schon jetzt erregten, wurde noch erhöht durch eine 1796 unternommene Kunstreise nach Prag, Dresden und Berlin. Dort suchte man ihn zu halten; da er sich aber in Wien als Künstler eine geachtete und gesicherte Stellung erworben hatte und in dieser ein reichliches Auskommen fand, blieb er seiner neuen Heimat jetzt und sein ganzes späteres Leben hindurch treu. Spätere Reisen als Virtuose wurden durch sein Gehörleiden unmöglich. Dieses harte Schicksal wirkte bestimmend auf Beethovens ganzen folgenden Lebensgang, da die produktive Tätigkeit von nun an immer ausschließlicher sein Leben ausfüllte und die ausübende in den Hintergrund trat. Seit etwa 1800 nahm auch sein äußeres Leben eine regelmäßige Gestalt an. Den Winter hindurch widmete er sich in der Hauptstadt geselligen Unterhaltungen und der Sorge um die Aufführung seiner Werke; im Sommer lebte er meist mehrere Monate zurückgezogen in einem der Dörfer in Wiens Umgebung, nur mit der Ausarbeitung seiner Kompositionen beschäftigt. Ein zahlreicher Kreis von Freunden und Verehrern umgab ihn. Kleinere Reisen innerhalb des österreichischen Staats unterbrachen zeitweise die Gleichmäßigkeit seines Lebens. 1809 erhielt er einen Ruf als Kapellmeister nach Kassel. Da taten sich mehrere seiner hochgestellten Gönner zusammen, unter ihnen sein Schüler Erzherzog Rudolf, um ihn durch eine lebenslängliche Rente an Wien zu binden.
Beethoven war von mittlerer, kräftiger Statur; sein Gesicht war voll, gesund, etwas pockennarbig, von dichtem, meist ungeordnetem Haar umgeben, mit unruhigen, leuchtenden Augen. Seine Gesichtszüge nahmen bei geistiger Erregung, zumal wenn er von Musik sprach, amgeblich einen ungemein fesselnden Ausdruck an. Sein Charakter war edel, wohlwollend, wahrheitsliebend und sehr unabhängig im Denken. Andererseits war er sehr stimmungsabhängig, auch reizbar und unbeherrscht, was jedoch auch mit seiner Krankheit zu tun haben mochte. In allen Angelegenheiten des äußern Lebens wirkte er unerfahren und zeigte sich darin sehr ungeschickt. Das hatte sicherlich seinen Grund in der mangelnden Erziehung als Kind. In der Unterhaltung war er meist wortkarg: jetzt hastig ein freies Wort hinwerfend und im nächsten Moment wieder in düsteres Schweigen versinkend; doch konnte er sich bei rechter Laune auch in possenhaften Einfällen und Witzworten lustig ergehen. Seine liebste Erholung waren einsame, oft weit ausgedehnte Spaziergänge, auf denen ihm, frei von allen störenden Einwirkungen der gewohnten Umgebung, die musikalischen Gedanken nur so zuströmten; viele seiner Hauptwerke sind im Freien konzipiert, zum Teil sogar ausgearbeitet worden.Eine Besonderheit sei noch erwähnt.
Es heisst, L.v.B. habe ausschließlich seinen BÖNNSCHEN DIALEKT, das Bönnsche Platt gesprochen und sich, als Neefe ihn einmal besuchte geäußert. "Disch verstonn isch,Du sprichs Bönnsch!"
Otosklerose und bipolare Störung
Ludwig van Beethoven litt an einer bipolaren Störung, die vermutlich auch bei Angehörigen seiner Herkunfts-Familie eine Rolle spielte. Mit etwa 30 Jahren machten sich bei ihm erste Anzeichen einer Otosklerose bemerkbar, die sich unaufhaltsam verschlimmerte. Um sein dadurch schlechter werdendes Hörvermögen auszugleichen, ließ er sein Klavier mit bis zu 4 Saiten bespannen. Bis zum Jahre 1819 war Beethoven völlig ertaubt, so dass er selbst keine Konzerte mehr geben und auch nicht mehr dirigieren konnte. Gespräche führte er mit so genannten „Konversationsheften“, was ziemlich mühselig war.
Während eines Kuraufenthalts 1802, der ihn wieder optimistischer gemacht hatte, schrieb er an einen Freund die Zeilen:
: „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht“
und komponierte die geradezu von Lebensfreude und Heiterkeit überströmende 2. Sinfonie in D-Dur, deren Erfolg aber nur mäßig war. Als seine Schwerhörigkeit, verbunden mit quälenden Ohrgeräuschen, doch wieder schlimmer wurde, schrieb er verzweifelt sein „Heiligenstädter Testament“.
Liebe
Beethovens Erfolg in Wien brachte es mit sich, dass er von Frauen umschwärmt wurde. Er gab ja auch Unterricht, und viele seiner Schülerinnen waren sehr begabte Pianistinnen. Besonders freundschaftlich wurde er in der Familie Brunswick aufgenommen. Drei Schwestern (Therese, Josephine, Charlotte) und ein Bruder (Franz) waren ohne geregelte Erziehung aufgewachsen auf den ungarischen Gütern der Familie, hatten jedoch viel gelesen, Musikunterricht gehabt und sich auf ihre eigene phantasievolle Weise herangeholt, was sie interessierte. Als sie Beethoven Ende der 1790er Jahre kennenlernten, waren sie gegenseitig voneinander begeistert. Beethoven blieb zum Unterricht in ihrem Haus in der ersten Zeit nicht nur die vereinbarte Stunde, sondern täglich vier bis fünf Stunden. Therese und Josephine spielten ausgezeichnet Klavier und verliebten sich beide in den interessanten, ungestümen, leidenschaftlichen Mann, und Franz verehrte ihn ungemein. Aus gegenseitigen Briefen der Geschwister und Beethovens an einen Freund ist vieles über diese Zeit in seinem Leben bekannt.
Als die Familie nach 18 Tagen wieder nach Ungarn abreiste, schenkte und widmete er den beiden Schwestern die vierhändigen Variationen über „Ich denke dein“. Beethoven besuchte die Familie in Ungarn, und die Freundschaft aller miteinander wuchs.
So lernte er auch ihre Cousine, die sehr junge Giulietta Guiccardi, kennen, ein begabtes, reizvolles, erotisch überaus anziehendes Geschöpf, und verliebte sich mit all seiner Leidenschaft in sie. Giulietta war umgeben von Männern, die von ihr begeistert waren, dass dieser berühmte Künstler ebenfalls dazu gehörte, fand sie interessant und angenehm. Mit seinen Gefühlen spielte sie jedoch nur oder konnte und wollte gar nicht darauf eingehen. Sie verliebte sich in einen viel jüngeren Mann, leugnete später, überhaupt etwas von Beethovens Gefühlen und Leiden gewusst zu haben und schob diese Zeit aus ihrem Gedächtnis. Für Beethoven war es die Hölle, und auch aus diesem Grund schrieb er voller Verzweiflung „Das Heiligenstädter Testament“.
Sicher taten ihm die unverbrüchliche Freundschaft und liebevolle Wärme der Brunswick-Geschwister dennoch gut. Josephine wurde von der Mutter an einen ungeliebten Mann (Joseph Graf Deym) verheiratet und bekam von ihm vier Kinder. Die Freundschaft mit Beethoven und der Unterricht bei ihm wurden trotzdem fortgeführt. Als 1803 Graf Deym unerwartet starb, brauchten sie | | |