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18. Mai

18. Mai

Der 18. Mai ist der 138. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 139. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 227 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1291 - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1337 - Krönung der böhmischen Königin Beatrice von Bourbon in Prag.
- 1804 - Frankreich. Napoléon Bonaparte proklamiert das „Französische Kaiserreich“.
- 1848 - Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt am Main tritt erstmals zusammen, somit existiert zum ersten Mal ein demokratisch gewähltes Parlament für Deutschland.
- 1943 - Die erste internationale Konferenz zu Fragen der Welternährung findet statt.
- 1944 - Das italienische Kloster Monte Cassino wird nach langen, verlustreichen Kämpfen von polnischen Truppen eingenommen.
- 1947 - Durch eine Volksabstimmung wird die Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz angenommen.
- 1966 - Ein Weißwal verirrt sich 400 km stromaufwärts in den Rhein.
- 1973 - Deutschland. Staatsbesuch vom Staats- und Parteichef der UdSSR, Leonid Breschnew.
- 1974 - Indien führt unter dem Decknamen Smiling Buddha seinen ersten unterirdischen Atombombenversuch durch. Es wird sechste Atommacht.
- 1980 - In Gwangju (Südkorea) wird eine Demonstration für mehr Demokratie von der Regierung gewaltsam unterdrückt. Bei diesem Vorfall, der heute Gwangju-Massaker genannt wird, sterben nach offiziellen Angaben 207 Menschen, rund 1000 werden schwer verletzt.
- 1990 - Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen den Deutsch-Deutschen Staatsvertrag zur Bildung einer Wirtschaft-, Sozial- und Währungsunion.
- 1992 - Turkmenistan erhält eine neue Verfassung.
- 1995 - Bulgarien. Regierungschef Wiktor Tschernomyrdin, Russland, zu Besuch in Sofia.
- 1996 - Italien. Romano Prodi wird neuer Ministerpräsident.
- 1999 - Italien. Carlo Azeglio Ciampi wird neuer Staatspräsident.
- 2005 - Estland und Russland unterzeichnen in Moskau den seit 1999 ausverhandelten Grenzvertrag. Die Verzögerung geht auf Putins Weigerung zurück, die estnische Sichtweise einer Annexion 1940 (Estnische Sowjetrepublik) zu akzeptieren.

Wirtschaft


- 1999 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kuwait

Wissenschaft und Technik


- 1974 - Das bis heute höchste Bauwerk der Welt, der (am 10. August 1991 eingestürzte) 648 Meter hohe selbststrahlende Sendemast in Konstantynow, Polen wird fertig gestellt.

Kultur


- 1768 - Uraufführung der komischen Oper "Die Liebe auf dem Lande" von Johann Adam Hiller
- 1894 - Uraufführung der Oper "Raffael" (Orig.: Rafael') von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1940 - Uraufführung der Oper "Volo di notte" von Luigi Dallapiccola am Teatro comunale in Florenz.
- 1972 - Uraufführung des Theaterstücks "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf in Halle

Religion


- 2005 - Der Diözesanbischof von Linz, Maximilian Aichern tritt zurück, weil er über Jahre beim Papst in Rom denunziert worden sei.

Katastrophen


- 1935 - Moskau, Russland. Ein Kunstflieger kollidiert mit einem am Boden befindlichem Flugzeug. 49 Tote.
- 1958 - Casablanca, Marokko. Absturz einer DC-6B der Sabena Airlines.
- 1980 - Der Vulkan Mount Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, wobei 57 Menschen sterben.
- 2004 - Urumqi autonome Region Xinjiang Uygur, Volksrepublik China, eine aserbaidschanische Iljuschin Il-76 stürzt kurz nach dem Start ab. 7 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1988 - Bayer 04 Leverkusen gewinnt als dritte deutsche Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Español Barcelona mit 0:3 (0:1), nV 3:0 (0:0) Elfmeter: 2:3.
- 2005 - ZSKA Moskau gewinnt als erste russische Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Sporting Lissabon mit 3:1.

Geboren


- 1774 - Gaetano Rossi, italienischer Librettist
- 1777 - Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 1778 - Andrew Ure, war ein englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1782 - Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, preußischer General, Gründer des Lützowschen Freikorps
- 1783 - Jabbo Oltmanns, Mathematiker, Astronom und Professor der Angewandten Mathematik
- 1799 - Alexander I., russischer Zar
- 1809 - William Wilson, englisch-deutscher Maschineningenieur (1. deutscher Lokomotivführer)
- 1810 - Francesco Maria Piave, italienischer Librettist für Giuseppe Verdi
- 1824 - Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor
- 1850 - Oliver Heaviside, britischer Mathematiker und Physiker
- 1851 - Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller
- 1865 - Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin
- 1868 - Nikolaus II. (Russland), letzter russischer Zar
- 1872 - Bertrand Russell, englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreisträger
- 1874 - Jérôme Tharaud, französischer Schriftsteller
- 1876 - Hermann Müller, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1883 - Walter Gropius, deutscher Architekt, Gründer des Bauhaus
- 1884 - Martin Elsaesser, deutscher Architektur-Professor und Kirchenarchitekt
- 1887 - Ernst Wiechert, deutscher Schriftsteller
- 1889 - Jakob Levy Moreno, Begründer des Psychodramas
- 1889 - Thomas Midgley, amerikanischer Chemiker und Erfinder
- 1893 - Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1895 - Kurt Löwenstein, deutscher Politiker
- 1901 - Robert Ochsenfeld, deutscher Physiker
- 1901 - Vincent du Vigneaud, US-amerikanischer Biochemiker
- 1907 - Carl Mydans, US-amerikanischer Fotograf
- 1907 - Sir Clifford Curzon, britischer Pianist
- 1909 - Fred Perry, britischer Tischtennisspieler und Tennisspieler
- 1911 - Joe Turner, US-amerikanischer Blues Sänger
- 1912 - Hermann Langbein, Schriftsteller
- 1912 - Perry Como, US-amerikanischer Sänger
- 1912 - Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur
- 1912 - Walter Sisulu, Antiapartheid-Kämpfer und südafrikanischer Politiker
- 1913 - Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph
- 1913 - Charles Trenet, französischer Sänger
- 1913 - Neelam Sanjiva Reddy, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1914 - Emmanuel de Graffenried, schweizerischer Rennfahrer
- 1915 - Heinz Funk, deutscher Filmkomponist
- 1918 - Massimo Girotti, italienischer Schauspieler
- 1919 - Boris Christoff, russisch-italienischer Opernsänger
- 1919 - Margot Fonteyn de Arias, englische Tänzerin
- 1920 - Johannes Paul II., Papst der katholischen Kirche
- 1922 - Adrian Hoven, österreichischer Schauspieler
- 1922 - Kai Winding, Jazzposaunist
- 1925 - Justus Dahinden, Schweizer Architekt und Hochschullehrer
- 1927 - Egon Monk, deutscher Regisseur
- 1928 - Pernell Roberts, US-amerikanischer Schauspieler (Bonanza)
- 1931 - Don Martin, amerikanischer Karikaturist
- 1932 - Alma Cogan, britische Sängerin
- 1937 - Jacques Santer, Premierminister von Luxemburg
- 1938 - Erich Arndt, deutscher Tischtennisspieler
- 1939 - Hark Bohm, deutscher Regisseur
- 1940 - Anita Kupsch, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Miriam Margolyes, britische Schauspielrin
- 1942 - Albert Hammond, britischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - Rodney Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1943 - Helmut Haussmann, deutscher Politiker, MdB und Bunndesminister
- 1943 - Willy Wimmer, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Justus Frantz, deutscher Pianist und Dirigent
- 1944 - Winfried G. Sebald, deutscher Schriftsteller
- 1947 - John Bruton, irischer Politiker und Regierungschef
- 1948 - Feliciano Taveres, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - George Weyman, britischer Musiker
- 1949 - John Wetton, britischer Musiker
- 1949 - Rick Wakeman, britischer Musiker
- 1949 - Uschi Eid, deutsche Politikerin und MdB
- 1949 - William Wallace, kanadischer Musiker
- 1950 - Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- 1950 - Thomas Gottschalk, deutscher Fernsehmoderator
- 1952 - George Strait, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1952 - Jeana Yeager, US-amerikanische Testpilotin
- 1953 - Renée Schröder, österreichische Biochemikerin
- 1954 - Erik Gerets, belgischer Fußballtrainer
- 1954 - Reinhold Heil, deutscher Musiker
- 1954 - Rolf Bietmann, deutscher Politiker
- 1954 - Wreckless Eric, britischer Sänger und Songschreiber
- 1955 - Chow Yun-Fat, Schauspieler (Anna und der König)
- 1957 - Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1958 - Toyah Willcox, britische Sängerin und Schauspielerin
- 1959 - Ranga Yogeshwar, luxemburger Redakteur und Moderator
- 1957 - Michael Cretu, Komponist und Musik-Produzent (Enigma)
- 1960 - Yannick Noah, ehemaliger französischer Profi-Tennisspieler
- 1962 - Christiane Vera Felscherinow, deutsche Ex-Drogensüchtige (Christiane F. in Wir Kinder vom Bahnhof Zoo)
- 1962 - Sandra Cretu, deutsche Pop-Sängerin »Sandra«
- 1965 - Ingo Schwichtenberg, Ex-Schlagzeuger der deutschen Band Helloween
- 1967 - Heinz-Harald Frentzen, deutscher Rennfahrer
- 1969 - Dennis Bergkamp, niederländischer Fußballspieler
- 1972 - Nordin ben Salah, niederländischer Boxer
- 1975 - Jack Johnson (Surfer), US-amerikanischer Sänger

Gestorben

Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer)
- 1406 - Balthasar von Thüringen, Markgraf von Meißen, Landgraf von Thüringen
- 1410 - Ruprecht I., römisch-deutscher König und Kurfürst von der Pfalz
- 1450 - Sejong, König der koreanischen Joseon-Dynastie
- 1551 - Domenico Beccafumi, italienischer Maler und Bildhauer
- 1574 - Albert Ritzaeus Hardenberg, deutscher Theologe und Prediger der Reformationszeit
- 1635 - Levin Ludwig von Hahn, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1675 - Jacques Marquette, französischer Mönch und Entdecker des Mississippi
- 1708 - Arvid Axel Mardefelt, schwedischer Offizier
- 1733 - Georg Böhm, Komponist
- 1793 - Timur Shah Durrani, der zweite König Afghanistans der Dynastie der Durrani.
- 1795 - Christlieb Ehregott Gellert, deutscher Metallurge und Mineraloge
- 1795 - Robert Rogers, britisch-amerikanischer Offizier
- 1799 - Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Schriftsteller
- 1837 - Hans Christian Lyngbye, dänischer Pfarrer, Botaniker und Herausgeber des ersten Buchs in färöischer Sprache
- 1843 - Friedrich Christoph Perthes, deutscher Buchhändler und Verleger
- 1853 - Lionel Kieseritzky, französisch-polnischer Schachmeister
- 1871 - Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt
- 1884 - Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor
- 1909 - George Meredith, britischer Schriftsteller
- 1909 - Isaac Albéniz, spanischer Pianist und Komponist
- 1910 - Franz Skarbina, deutscher Maler
- 1910 - Pauline Viardot-Garcia, französische Opernsängerin und Pianistin
- 1911 - Gustav Mahler, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1912 - Eduard Strasburger, polnisch-deutscher Botaniker
- 1918 - Louis Leitz, deutscher Industrieller und Erfinder
- 1922 - Alphonse Laveran, französischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1931 - Remmer Janssen, evangelisch-lutherischer Pastor, ostfriesischer Erweckungsprediger
- 1941 - Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt
- 1945 - Oskar Picht, Erfinder der der Blindenschreibmaschine
- 1949 - James Truslow Adams, Historiker Schriftsteller
- 1951 - Gaspar Agüero y Barreras, kubanischer Komponist und Pianist
- 1952 - Rosetter Gleason Cole, US-amerikanischer Komponist
- 1953 - Rudolf Nadolny, deutscher Diplomat
- 1965 - Willy Westra van Holte, niederländischer Fußballspieler
- 1966 - Paul Althaus, protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1969 - Ludwig Berger, deutscher Filmregisseur
- 1975 - Leroy Anderson, US-amerikanischer Komponist
- 1980 - Ian Curtis, englischer Rockmusiker
- 1981 - William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1983 - Alfred Nau, deutscher Politiker
- 1986 - Peter Wehle, österreichischer Komponist, Autor und Kabarettist
- 1987 - Heðin Brú, Färöischer Schriftsteller
- 1989 - Hermann Höcherl, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1990 - Jill Ireland, britische Schauspielerin
- 1991 - Rudolf Nierlich, österreichischer Skirennläufer
- 1992 - Marshall Thompson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1993 - Heinrich Albertz, deutscher Politiker und Theologe
- 1995 - Alexander Godunov, russischer Ballett-Tänzer
- 1995 - Gustav Lübbe, Gründer des Bastei-Lübbe Verlags
- 1995 - Sabine Sinjen, deutsche Schauspielerin
- 1999 - Elizabeth Robinson, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2002 - Wolfgang Schneiderhan, österreichischer Geiger
- 2004 - Francesco Caroli, italienischer Artist und Clown
- 2004 - Heinz Maria Oeftering, Präsident der Deutschen Bundesbahn und des Bundesrechnungshofs

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 17. Mai - 19. Mai
- 18. April - 18. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0518 ja:5月18日 ko:5월 18일 simple:May 18 th:18 พฤษภาคม

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

1291

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 17. Juni - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1. August (in Wahrheit: "Anfang August") - Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, (Rütli-Schwur, Bundesbrief) durch die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee.
- Erste urkundliche Erwähnung von Altdorf bei Nürtingen und Illerrieden.
- Maunu wird Erzbischof von Tartu.

Geboren


- Philippe de Vitry, französischer Dichter, Komponist, Politiker, Bischof von Meaux († 1361)
- Guido Gonzaga, Graf von Mantua
- 8. Februar - Alfons IV. (Portugal), König von Portugal († 1357)
- 9. März - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona († 1329)

Gestorben


- 15. Juli - Rudolf I. von Habsburg, römisch-deutscher König (
- 1218)
- 16. August - Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen (
- 1269) als:1291 ko:1291년

Akkon

Akkon, im Altertum auch Ptolemais, heute amtlich Hebräisch עכו ‘Akkô, Arabisch عكّا ‘Akkā (auch: Akers, Acre, Accho, Acco, Hacco und St Jean d'Acre), ist eine alte Stadt in Galiläa im Norden Israels. (Geografische Lage: Die Altstadt liegt auf einer Landzunge am Nordrand der Bucht von Haifa und ist von einer, bis zu 150 m starken, Festungsanlage umgeben. Auf der Landseite ist die Altstadt heute von der Neustadt umschlossen. Während die Neustadt eine mehrheitlich jüdische Bevölkerung aufweist, wird die Altstadt fast ausschließlich von israelischen Arabern bewohnt und ist noch heute die orientalischste aller Städte Israels. Akkon hatte im September 2003 45.600 Einwohner. An Stelle der früheren Bedeutung als Hafen ist heute die Industrie getreten, vor allem die Eisenverarbeitung. Die Stadt besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nahariyya - Haifa.

Geschichte

Akka wird schon in den Amarnatexten (Amarnatafeln) des 14. Jahrhunderts v. Chr. erwähnt. 332 v. Chr wurde die Stadt von Alexander dem Großen erobert. Der Apostel Paulus verbrachte einen Tag in Ptolemais (Apostelgeschichte 21:7) 638 kam die Stadt unter arabische Herrschaft, die bis zur Besetzung durch die Kreuzritter 1104 anhielt. In arabischer Zeit wurde der Hafen von dem arabisch-ägyptischen Architekten Abu Bekr al-Bana' aus Steinlagen auf Sykomoren-Bohlen ausgebaut. Er hatte eine große Bedeutung für den Handelsweg zum Roten Meer. Die Einfahrt wurde nachts durch Ketten verschlossen. 1104 eroberten die christlichen Kreuzfahrer unter Balduin, dem jüngeren Bruder Gottfrieds von Bouillon die Hafenstadt. 1187 wurde Akkon von Saladin zurückerobert, fiel 1191 unter Richard Löwenherz wieder an die Kreuzritter (Belagerung von Akkon) und wurde die Hauptstadt vom Rest des Königreichs Jerusalem. Dabei entstand der Sage nach durch Leopold V. das österreichische Wappenschild Rot-Weiß-Rot. Demnach soll Leopolds Gewand nach der Belagerung nicht mehr weiß (Kreuzfahrerkleidung), sondern blutüberströmt gewesen sein. Als er müde seinen Schwertgürtel abnahm, blieb an dieser Stelle ein weißer Balken übrig. So soll die Fahne entstanden sein. Vor Akkon starb der Sohn Barbarossas, Herzog Friedrich von Schwaben, der kurz zuvor den Kaiser in Tyrus beigesetzt hatte. 1198 wurde der Deutsche Orden (Deutschritterorden) hier gegründet. 1219 stiftete Franz von Assisi das noch heute existierende Franziskaner-Kloster. 1229 wurde Akkon nach dem Frieden von Jaffa zwischen Friedrich II. und dem Ayyubiden-Sultan Al-Kamil unter die Verwaltung des Johanniterordens gestellt (worauf der alternative Name St Jean D'Acre hinweist). Akkon wurde zur wichtigsten Verbindungsstadt nach Europa für arabische Kultur und Wissenschaft. Nach der Eroberung Jerusalems durch die Moslems 1244 war Akkon einer der letzten Stützpunkte der Kreuzfahrer. Mit dem Fall der Festung am 18. Mai 1291 waren die Kreuzzüge definitiv gescheitert. Akkon wurde durch den ägyptischen Mamelukken-Sultan al-Malik al-Asraf Chalil zurückerobert. 1517 wurde Akkon unter Sultan Selim I. Teil des osmanischen Reiches. Im 18. Jahrhundert ab 1749 wurde die z. T. noch immer verwüstete Stadt neu aufgebaut. Es entstand die heutige Festungsanlage, die von Jezzar Pasha, dem damaligen Gouverneur von Damaskus, auf der Grundlage der Kreuzritterfestung erbaut wurde. 1799 wurde Akkon 61 Tage lang vergeblich von Napoleon belagert. Einer Legende nach warf dieser beim Rückzug der Truppen mit den Worten "Wer Akkon erobert, erobert die Welt!" seinen Hut ins Meer. Von ihm zurückgelassene Kanonen stehen heute auf dem Festungswall. Am 17. Mai 1948, drei Tage nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung wurde Akkon von der Hagana besetzt. 2001 wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Kulturgeschichtliches


- Die mittelalterliche Zitadelle, überragt vom "Turm der Verdammnis", beherbergt :das älteste Hospital des Johanniterordens (Gegründet 1090), :ein ebenerdiges zweischiffiges Refektorium (gebaut um 1100), vermutlich Urbild aller gotischen Kreuzrippengewölbe, wurde vom Deutschen Zeev Goldmann ausgegraben.
- Der Orden von Akka (Johanniter, später auch Malteser) kam im frühen 17. Jh. nach Preussen und gründete dort zahlreiche evangelische Krankenhäuser und Hilfsvereine, die noch heute bestehen.
- Akkon-Sprüche. Der Vagant Freidank, der vermutlich am Kreuzzug Friedrichs II. teilnahm (5. Kreuzzug), kritisiert in einer Serie von mittelhochdeutschen Sinnsprüchen, die Teil seiner Bescheidenheit genannten Spruchsammlung sind, das zwielichtige Verhalten der Christen ([http://www.weinreichpeter.de/wissen/germanistik/kreuzzug/freidank.htm Wortlaut m. Übers.])
- In der bisher noch nicht wiedergefundenen ältesten Dominikanerkirche (Predigerkirche) Akkons wurde der kath. Heilige und Ordensgeneral der Dominikaner Jordanus Saxo beigesetzt. Sein Schiff zerschellte 1237 in der Nähe von Akkon vor der syrischen Küste. siehe auch Belagerung von Akkon, Königreich Jerusalem

Quellen und Weblinks


- [http://www.kircheliebenscheid.de/israel01.htm Private Homepage zur Geschichte der Stadt] Kategorie:Ort in Israel Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Ort in der Bibel

1337

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Frankreich drängt die Engländer vom Festland weg, dies ist der Beginn des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich (bis 1453)
- Nikomedia wird durch Sultan Orhan I. erobert.
- Johann von Luxemburg erblindet auf einem Auge. Drei Jahre später wird er sein Augenlicht ganz verlieren und fortan der Blinde genannt werden.
- England hetzt Flandern gegen Frankreich auf.
- In Oxford wird die Wetterbeobachtung eingeführt.
- Ludwig der Bayer schließt ein Bündnis mit Eduard III. von England gegen Philipp VI. von Frankreich und Papst Benedikt XII..
- Konrad von Ammenhausen vollendet sein Schachzabelbuch
- Die von Sultan Ahmed Shihabuddin in Auftrag gegebene Renovierung der Freitagsmoschee in Malé wird beendet.

Geboren


- Rigdzin Gödem, Lama der Nyingma-Tradition des tibetischen Buddhismus († 1409)

Gestorben


- Giotto di Bondone, italienischer Maler (
- 1267)
- Guillaume III. de Beaujeu, Bischof von Bayeux ko:1337년

Böhmen

Böhmen (lateinisch Bohemia, tschechisch Čechy) ist eine historische Region in Mitteleuropa. Sie umfasst die westlichen zwei Drittel Tschechiens. Dazu gehören heute die tschechische Hauptstadt Prag (Praha), die sie umgebende Mittelböhmische Region (Středočeský kraj) und die um diese Region im Uhrzeigersinn liegenden Regionen Liberecký kraj, Královéhradecký kraj, Pardubický kraj, die Westhälfte des Kraj Vysočina, die Südböhmischen Region (Jihočeský kraj), die Region Pilsen (Plzeňský kraj), der Karlovarský kraj, und der Ústecký kraj. Im historischen Zusammenhang wird die Bezeichnung Böhmen oft auch für die Gesamtheit der Länder der Böhmischen Krone verwendet. Böhmens Fläche beträgt etwa 52.060 km². Es grenzt im Nordosten an Polen, im Osten an die historische Region Mähren, im Süden an Österreich, im Südwesten und Westen an Bayern und im Nordwesten an Sachsen. Sachsenzum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen.]] Böhmen, dessen Namen sich von dem keltischen Stamm der Boier ableitet (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia), ist ein Landschaftskessel, begrenzt, bis auf kleine Ausnahmen, durch die Wasserscheiden der Zuflussgebiete der Moldau (Vltava) und der Elbe (Labe) (bis zur Grenze mit Deutschland). In letztere mündet auch die Eger (Ohře), deren Quellgebiet in Franken liegt (im Fichtelgebirge). Am Rand wird das Land von Mittelgebirgen begrenzt, im Nordwesten von dem Erzgebirge, im Nordosten von dem Riesengebirge und dem Adlergebirge und im Südwesten vom Böhmerwald. Die Grenze zu Mähren im Osten bildet der Höhenzug der Vysočina (Böhmisch-Mährische Höhe). Die Kämme der beiden letztgenannten gehören zu der Mitteleuropäischen Hauptwasserscheide. Berühmt sind beispielsweise die Böhmische Küche, das böhmische Bier und die böhmische Blasmusik. Typisch für die böhmische Küche sind Mehlspeisen, Knödel, fettes Fleisch, wenig Salat und Gemüse, dafür süße Nachspeisen. Die kulturellen Traditionen Böhmens sind eng mit denen in Bayern und Österreich verwandt - die Wiener Küche etwa ist ohne böhmische Einflüsse undenkbar.

Landschaft

Die heutigen Grenzen Böhmens sind weit über 1000 Jahre alt, nur das Egerland kam erst im späten Mittelalter dazu. Böhmen wird von drei Seiten durch bergige Landschaften umfasst, ohne jedoch ein eigentliches Kesselland zu bilden. Es schließt sich durch das Fichtelgebirge an die mitteldeutschen Terrassenlandschaften an und ist ebenso wie diese vertikal ausgerichtet. Böhmen hängt mit Mähren so eng zusammen, dass man in dem Raum zwischen Eger, Elbe und Donau einerseits und March und Raab andererseits ein gemeinsamen böhmisch-mährisches Terrassenland verfolgen kann. Die Einzugsgebiete der Donau und der Oder betragen nur 6,4% des Landesgebietes (3.184 km²), während die Elbe mit 48.772 km² den Hauptanteil bringt. Neben der Elbe selbst sind dies die Moldau, die bei Mělník mündet. Das Terrassenland Böhmens wird durch die Elbe und die Eger, die Sasau und Beraun und durch die tiefe Meridianfurche der Moldau gegliedert. Die kleinen, rings umschlossenen Tiefebenen sind folgende:
- Teplitz-Komotauer Becken im Norden
- Laun-Saazer Ebene (an der Eger)
- Theresienstädter Ebene
- Melniker Ebene (Osten) Nimburger Ebene
- Pardubitzer Ebene
- Budweis-Wittingauer Tiefplatte Hier erheben sich auch zahlreiche Berge:
- Engelhäuser Berg (713 m)
- Burberg (591 m)
- Georgenberg (455 m)
- Tockberg (853 m)
- Trschemschinberg (822 m)
- Kubany (1.358 m) Die natürliche Grenze Böhmens nach Westen bildet der Böhmerwald, der durch das Plateau von Waldsassen mit dem Fichtelgebirge in Verbindung steht. Bild:EGER1.jpg|der Marktplatz von Cheb/Eger - Westböhmen Bild:THERES4.jpg|Die "Lange Strasse" in Terezín/Theresienstadt Bild:DECIN.jpg|Blick von der Schäferwand (Pastýřská stěna) über Děčín - Nordböhmen Bild:KAMENIC.jpg|im Tal der Kamenice - Ortsausgang Jetřichovice - Nordböhmen

Geschichte

Siehe Hauptartikel: Geschichte Böhmens Geschichte Böhmens]

Verwaltungsgliederungen in Böhmen

Alte böhmische Kreise

Der deutsche Kaiser Karl IV., zugleich König von Böhmen, begann in der Mitte des 14. Jahrhunderts, sein Königreich in große Verwaltungseinheiten einzuteilen. Eine solche Verwaltungseinheit hieß in den Urkunden auf deutsch Kreis, auf tschechisch kraj und auf lateinisch circulus). Es gab allein im Landesteil Böhmen je nach Zeitperiode 7 bis 16 Kreise. (Mähren und Österreichisch-Schlesien hatten zusammen etwa (2 bis 6)+2 Kreise.) [Achtung: Der preußischen Verwaltungstradition folgend ist der deutsche Begriff für einen heutigen tschechischen kraj meistens Bezirk oder Region!] Die Zahl (7 bis 16) der alten böhmischen Kreise, und somit auch deren Größe, änderte sich mehrmals. Diese Kreiseinteilung galt zwar bis 1862, spielte aber schon kurz nach der Revolution von 1848 praktisch keine Rolle mehr für die Verwaltung.
(Siehe auch Weblinks.)

Politische Bezirke und Gerichtsbezirke

Ab 1850 wurden in allen Gebieten der Monarchie außer Ungarn die alten großen Kreise durch politische Bezirke (der Exekutive) ersetzt, von denen jeder aus einem oder mehreren Gerichtsbezirken (der Judikative) bestand. In den österreichischen Bundesländern besteht diese Einteilung bis heute. Normalerweise war ein politischer Bezirk (tschechisch: politický okres) kleiner als ein ehemaliger alter Kreis, und ein Gerichtsbezirk (tschechisch: soudní okres) ist kleiner als ein Politischer Bezirk. Es gab allein im Landesteil Böhmen etwa 104 politische Bezirke und darin etwa 229 Gerichtsbezirke. (Mähren und Österreichisch-Schlesien hatten zusammen 32+9 politische Bezirke.) [Achtung: Der preußischen Verwaltungstradition folgend ist der deutsche Begriff für einen tschechischen okres meistens Kreis!] Diese Bezirkeinteilung galt für Böhmen (abgesehen von kleineren Änderungen) bis 1938, also auch noch nach dem Ende des Staates Böhmen, in der (Ersten) Tschechoslowakischen Republik (1918 bis 1938).
(Siehe auch Weblinks.)

Stadt- und Landkreise neben Politischen Bezirken und Gerichtsbezirken

Aufgrund des Münchner Abkommens vom 29. September 1938 wurde der vorwiegend deutschsprachige Teil Böhmens als Reichsgau Sudetenland dem Deutschen Reich zugeschlagen und (wie in Deutschland) in Stadt- und Landkreise eingeteilt; übergeordnet waren Regierungsbezirke. Der restliche Teil Böhmens (im neu geschaffenen Protektorat Böhmen und Mähren) blieb weiterhin in Politische Bezirke und Gerichtsbezirke eingeteilt, wobei allerdings je über einer Gruppe von Politischen Bezirken noch ein Oberlandratsbezirk eingeführt wurde.
Im gesamten Reichsgau Sudetenland gab es 5 Stadtkreise und 52 Landkreise. (Im gesamten Protektorat Böhmen und Mähren gab es 67+30 politische Bezirke.) Diese Verwaltungsgliederung galt bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (1945).
(Siehe auch Weblinks.)

Böhmische Kultur

Böhmen war stets eine europäische Region, in der religiöse und ethnische Gegensätze aufeinander trafen. Dies erzeugte Konflikte, aber auch reiche Wechselwirkungen, in denen die Teilkulturen einander befruchtet haben. Die böhmische Kultur ist in ihrer Vielfalt geprägt vom Zusammenwirken und Aufeinanderprallen von deutschen, tschechischen und jüdischen Einflüssen. So war beispielsweise Prag unter den Luxemburgern maßgeblich an der Ausprägung der internationalen Kunst der Parlerzeit beteiligt. Schriftsteller wie Adalbert Stifter, Franz Kafka, Franz Werfel, Friedrich Torberg, Jaroslav Hašek und Karel Čapek oder Komponisten wie Antonín Dvořák, Leoš Janáček und Bedřich Smetana schöpfen in ihren Werken aus diesem Reichtum. Das deutschsprachige Prager Tagblatt galt als eine der besten Zeitungen seiner Zeit. Der Einfluss der böhmischen Kultur insbesondere auf Österreich beschränkte sich nicht nur auf Kunst und Literatur. Auch im Alltagsleben bereicherten böhmische Schöpfungen die österreichische Kultur, etwa in der Küche (Powideltascherln), die bis heute von der Reichhaltigkeit böhmischer Kochkunst zehrt. Auch die sehr seltene Pferderasse der goldenen Kinsky-Pferde, die 1838 in Chlumec von Oktavian Graf Kinsky aus der Adelsfamilie Kinsky begründet wurde, haben in Böhmen ihren Ursprung.

Literatur

Geschichte


- Bosl, K. (Hg.): Handbuch der Geschichte der böhmischen Länder, 4 Bde. Stuttgart 1966-1974.
- Hoensch, J. K.: Geschichte Böhmens. Von der slavischen Landnahme bis zur Gegenwart. München 1997
- Collegium Carolinum (Hg.): Ortslexikon der böhmischen Länder. München/Wien 1983. ISBN 3-486-51761-9.

Kunstdenkmäler


- Poche, Emanuel : Böhmen und Mähren, München/Berlin 1986 (Kunstdenkmäler in der Tschechoslowakei, hg. v. Reinhardt Hootz)
- Zdenek Prochazka - Jan Oulik: HISTORICKE NAHROBNIKY TACHOVSKA - DIE HISTORISCHEN GRABMÄLER DER TACHAUER REGION, Herausgegeben im Verlag "Cesky les" Domazlice 1995: - ISBN 80-901122-69

Sprache


- Fehr, Götz: Fernkurs in Böhmisch. - ISBN 3-458-33033-X

Weblinks


- [http://www.bohemistik.de/index.html Bohemistik.de]
- [http://ekeil.gmxhome.de/vwe-bms.htm Verwaltungsgliederungen in Böhmen bis 1945]
- [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-karten/karten.cgi?action=detail&templ=01_01_karten_detail&id=24 Karte: Königreich Böhmen um 1619 : Historische Karten (Haus der Bayerischen Geschichte)]

Siehe auch


- Liste der Herzöge und Könige von Böhmen
- Přemysliden
- Karl IV. (HRR)
- Jan Hus
- Habsburg
- Österreich-Ungarn
- Austroslawismus
- Geschichte der Tschechoslowakei
- Tschechische Sprache
- Liste deutscher Bezeichnungen tschechischer Orte
- Mitteleuropa Kategorie:Staat (historisch) Kategorie:Europa Kategorie:Böhmen ja:ボヘミア

Beatrice von Bourbon

Beatrice von Bourbon (tschechisch Beatrice Bourbonská) (
- vor 1320; † 23. Dezember 1383) war die zweite Frau des Johann von Luxemburg (tschechisch Jan Lucemburský). Sie wurde kurz vor 1320 als Tochter des französischen Herzogs Ludwig I. von Bourbon geboren. Ihr Vater, Herrscher über das Herzogtum Bourbon und die Grafschaften Clermont und Marche, gehörte zu den reichsten französischen Adeligen, was ihm und seiner Familie den Aufenthalt auf dem Pariser Hof ermöglichte. Hier begegnete der seit vier Jahren verwitwete Johann im Herbst 1334 auch die junge Prinzessin. Auch wenn zwischen den Verlobten ein Unterschied von 25 Jahren bestand, wurden sie beide nach Zustimmung des Herzogs und des französischen Königs im Dezember auf dem Schloss Vincennes vermählt. Einen Monat später genehmigte auch der Papst Benedikt XII. diese Vermählung. Dies beseitigte auch den Dispens, eine nahe Verwandtschaft seitens der Mutter der Braut. In das Königreich Böhmen kam Beatrice erst nach einem Jahr, im Januar 1336. Bis dorthin lebte sie auf den Höfen des Ehemanns in Luxemburg und Hennegau. Nach der Ankunft in Prag betreute sie die Schwiegertochter Blanka, die etwa gleich alt war. Für Beatrice, die nur französisch sprach, wurde Blanka Begleiterin während des gesamten Aufenthalts in Böhmen. Allerdings verstand sie recht bald, dass sie in Böhmen nicht die erwartete Nachfolgerin war. Diese Funktion wurde allgemein der Frau des Thronnachfolgers Karl IV. zugesprochen. Sie versuchte daher nie das Land zu lieben oder deren Sprache zu lernen. Im Februar 1337 gebar sie in Prag einen Sohn, den sie auf den Namen des böhmischen Patronen Wenzel (Václav) tauften. Aber auch diese Geste wurde vom Adel nicht angenommen. Daher beschloss Beatrice nach der Krönung am 18. Mai 1337, das Land zu verlassen. Anfang Juni 1337 fuhr sie nach Luxemburg, wo sie sich der Erziehung des Sohnes und der Tochter Bona widmete und kehrte niemals nach Böhmen zurück. Sie starb mit fünfundsechzig Jahren und überlebte nicht nur beide Stiefkinder den Markgrafen Jan Jindřich und den Kaiser Karl IV., sondern auch um zwei Wochen ihren eigenen Sohn den Wenzel, Herzog von Luxemburg. siehe auch Portal:Tschechien Kategorie:Frau Kategorie:Haus Bourbon Kategorie:Geboren 1319 Kategorie:Gestorben 1383

Prag

Prag (tschechisch: Praha) ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und der Mittelböhmischen Region (Středočeský kraj). Gleichzeitig ist Prag (Hlavní město Praha) selbstständige Verwaltungseinheit (Hlavní město Praha).

Geographie

Mittelböhmischen Region Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau. Der Rest verteilt sich auf neun das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Opyš, Vìtrov, Skalka, Emauzy, Vyšehrad, Karlov und den höchsten von ihnen Petřín. Der Prager Abschnitt der Moldau ist 30 km lang mit einer durchschnittlichen Tiefe von 2,75 m ; die größte Tiefe beträgt 10,5 m. Sie macht in der Stadt eine große Schleife und umströmt neun Inseln. Die Moldau nimmt am linken Ufer fünf und am rechten Ufer vier Bäche auf.

Bevölkerung

In der Hauptstadt Prag wohnen 1.170.571 Menschen, das sind weit über ein Zehntel der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Mehrheit verteilt sich allerdings auf die zahlreichen Außenbezirke und auf die Neubaugebiete an den Stadträndern. Die historische Innenstadt hat lediglich etwa 40.000 Einwohner. In Prag gibt es etwa 20.000 Arbeitslose, das entspricht 3,4% der Prager Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote ist seit Jahren fast unverändert.

Stadtteile

Als eine der ältesten, größten und schönsten Städte in Mitteleuropa, die von den Zerstörungen im Zweiten Weltkriege weitgehend verschont geblieben ist, ist sie heute ein touristisches Ziel allerersten Ranges. Die Baustile in Prag sind sehr vielfältig. Man findet romanische, gotische, Renaissance-, barocke, Rokoko-, klassizistische, Empire-, Jugendstil- und kubistische Gebäude, Kirchen, Türme oder andere Bauwerke und Artefakte. Der Kaufmann Ibrahim ibn Jaqub bezeichnete Prag als "die Stadt gebaut aus Stein und Kalk" oder "Steinernes Prag". Weitere Bezeichnungen für Prag waren Praga tocius Bohemiae domina (Prag, die Dame von ganz Böhmen) und Praga mater urbium (Prag, die Mutter aller Städte). Im Mittelalter wurde Prag als Praga caput regni (Prag, das Haupt des Königreichs) bezeichnet. Von Karl IV. wurde Prag auch die "Goldene Stadt" genannt. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie auch die "Stadt der hundert Türme" genannt.

Innenstadt

Am bekanntesten sind sicher die Prager Burg mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke und der Altstädter Ring mit Teynkirche, Ungelt, Rathaus und astronomischer Uhr (Orloj). Aber auch die zweite mittelalterliche Burg, der Vyšehrad mit der St. Peter-und-Pauls-Kirche, lohnt einen Besuch. Die Prager Altstadt wird besonders durch ihre alten Häuser, die oft bis in die Romanik und Gotik zurückreichen, ihre zahlreichen Kirchen und romantischen Gassen geprägt. Auf der Kleinseite und in der Hradschin-Stadt dominieren dagegen prächtige Palais aus der Renaissance und dem Barock, darunter auch das Palais Lobkowicz mit der deutschen Botschaft, die 1989 als Zufluchtsort von Flüchtlingen aus der DDR gesamtdeutsche Geschichte schrieb. Unweit der beiden Stadtteile liegt das Kloster Strahov. Wären dagegen in der Neustadt nicht das Neustädter Rathaus am Karlsplatz und viele Kirchen und Klöster aus der Gotik und dem Barock erhalten, würde man kaum vermuten, dass auch sie bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Dies gilt besonders für den belebtesten Platz in Prag, den Wenzelsplatz, der als von mondänen Einkaufspassagen gesäumter Boulevard kaum noch an seinen mittelalterlichen Ursprung erinnert. Nur die Kirche St. Maria Schnee gibt noch ein Zeugnis seiner großen Bedeutung schon in früherer Zeit. Berühmt ist Prag ebenso für seine zahlreichen Jugendstilbauten. In Prag konnte sich der Kubismus auch in der Architektur entfalten. Auch die moderne Architektur ist mit einigen exzeptionellen Bauten wie Frank Gehrys "Ginger and Fred" oder dem Fernsehturm vertreten. Ein weiterer bemerkenswerter Aussichts- und Sendeturm ist der dem Eiffelturm nachempfundene Petřínská rozhledna. Der 60 m hohe Turm wurde 1891 errichtet. Die Stadt Prag wird besonders geprägt durch die Moldau, die von 13 großen Brücken aus verschiedenen Zeiten überspannt wird.

Außenbezirke

Auch außerhalb der Innenstadt gibt es zahlreiche weitere Touristisch besuchte Orte wie den durch die gleichnamige Schlacht 1620 berühmt gewordenen Weißen Berg (Bílá Hora) mit dem Renaissance-Jagdschloß Schloss Stern, das unweit gelegene Benediktinerkloster Břevnov, das barocke Schloss Troja mit seinen wunderschönen Deckengemälden und den Prager Zoo im selben Stadtteil sowie viele andere mehr.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Prags Geschichte Prags Die Besiedlung des Gebietes reicht bis ins Paläolithikum zurück. Das Prager Becken gehörte während der gesamten Ur- und Frühgeschichte zu den am dichtesten und nahezu durchgängig besiedelten Landschaften Böhmens. Erste slawische Gruppen stießen etwa ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts in das Gebiet vor. Im 9. Jahrhundert wurde die Prager Burg mit dem unterhalb im Bereich der heutigen Kleinseite liegenden Suburbium und im 10. Jahrhundert eine zweite Burg auf dem Vyšehrad als Sitz der Přemysliden angelegt. Im Schutz der beiden Burgen entwickelten sich auf beiden Seiten der Moldau Ansiedlungen deutscher und jüdischer Kaufleute und einheimischer Handwerker. Um 1230/34 ließ König Wenzel I. die größte dieser Siedlungen an der Moldaubiegung befestigen und erteilte ihr das Stadtrecht. Prag wurde damit zur königlichen Residenzstadt der böhmischen Herrscher. Sein Sohn Přemysl Ottokar II. vertrieb die auf dem anderen Moldauufer unterhalb der Burg ansässige tschechische Bevölkerung und gründete 1257 die erste Prager Neustadt, die heutige Kleinseite (Malá Strana). Als dritte Prager Stadt wurde vor 1320 von den Burggrafen die abhängige Hradschin-Stadt (auch Burgstadt, Hradčany) unmittelbar westlich der Burg angelegt. Unter Kaiser Karl IV. und seinem Sohn Wenzel IV. erblühte die Stadt als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wirtschaftlich, kulturell, politisch und auf vielen weiteren Gebieten. Hier wurde 1348 die Karls-Universität als erste Universität in Mitteleuropa gegründet. Durch den Bau der Prager Neustadt im selben Jahr wurde die Agglomeration mit weit über 40.000 Einwohnern viertgrößte Stadt nördlich der Alpen und hinsichtlich ihrer Fläche drittgrößte Stadt in Europa. Bald darauf wurde sie jedoch durch die Hussitenkriege schwer erschüttert und teilweise zerstört. Ende des 16. Jahrhunderts machte Kaiser Rudolf II. Prag wieder zur Residenzstadt. Von dieser Zeit zeugen prachtvolle barocke Palais und Kirchen. Durch den zweiten Prager Fenstersturz wurde dann der Dreißigjährige Krieg ausgelöst und auch der Siebenjährige Krieg hinterließ Spuren. Um 1900 glich das nach außen weltoffene Prag, Sitz der ersten im deutschen Reich gegründeten Universität, einem Treibhaus für Künstler und nachwachsende Literaten. Allein drei Dichterkreise wetteiferten miteinander: Den engeren Prager Kreis bildeten Max Brod und seine Freunde Franz Kafka, Felix Weltsch und Otto Baum. Der Verein "Wefa" umfasste viele Autoren, die heute kaum noch bekannt sind, wie z. B. Friederich Adler. Einem anderen Verein, der neuromantische Kreis Jung-Prag gehörten zum Beispiel Rilke, Gustav Meyrink, der beruflich in Prag zu tun hatte, und der junge Franz Werfel an. In dieser Zeit war Prag als Stadt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn durch einen regen Austausch zwischen den Nationalitäten geprägt. Erst um 1860 verlor Prag seine seit dem Mittelalter bestehende deutsche bzw. deutschsprachige Bevölkerungsmehrheit. Bei der tschechoslowakischen Volkszählung von 1930 gaben noch 42.000 Prager Deutsch als Muttersprache an, sie lebten vor allem im Stadtzentrum (Stadtteile Altstadt und Kleinseite). Unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 wurden die Prager Deutschen fast ausnahmslos vertrieben. Viele von ihnen wurden zunächst interniert, etwa 5.000 kamen ums Leben. Während des Zweiten Weltkrieges war auch Prag von deutschen Truppen besetzt. 1939 lebten etwa 120.000 Juden in Prag, von diesen wurden etwa 80.000 von den Nationalsozialisten umgebracht. Als am 5. Mai 1945 die Nachricht vom Selbstmord Hitlers bekannt wurde, kam es in der Stadt zu einem spontanen Aufstand, der auch von den Truppen der Russischen Befreiungsarmee des Generals Wlassow unterstützt wurde, und zu Barrikadenkämpfen. Am 9. Mai erreichten die Truppen der Roten Armee Prag und konnten es nach verlustreichen Kämpfen einnehmen. Dabei ließen über 800 Rotarmisten ihr Leben. Noch während der Flucht bombardierten deutsche Flugzeuge die Stadt. In der stationierten Wehrmacht befanden sich viele Österreicher. Diesen wurde angeboten, sich kampflos zu ergeben und zu fliehen, was die meisten auch annahmen. Im Gegensatz dazu versuchten Truppen der Waffen-SS noch viele Häuser zu sprengen. Dies konnte durch den Einsatz der Barrikadenkämpfer verhindert werden. Heute feiert Prag an jedem 9. Mai den Tag der Befreiung. Das ganze 20. Jahrhundert hindurch behielt Prag den Rang einer europäischen Metropole. Dem konnten weder die deutsche noch die sowjetische Besetzung oder der autoritäre Kommunismus sowjetischer Prägung etwas anhaben. Während des Prager Frühling 1968 wurde auf friedliche Weise versucht, den vorherrschenden autoritären Sozialismus durch einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz zu ersetzen. Dies wurde von Truppen des Warschauer Pakts mit Waffengewalt niedergeschlagen. 1989 war Prag Schauplatz der so genannten Samtenen Revolution, die das Ende des sozialistischen Regimes in der damaligen Tschechoslowakei bedeutete.

Einwohnerentwicklung

Politik

Die Stadt ist in 58 Stadtteile und 22 Verwaltungsbezirke eingeteilt. Jeder Stadtteil hat einen Bürgermeister, einen Rat und eine Vertretung. Das höchste Amt bekleidet der Oberbürgermeister. Dieser heißt in Prag "Primator" und regiert die Stadt mit Hilfe des Stadtrates. Zusammen bilden sie die Stadtregierung. Jede Verordnung und der Etat der Stadt müssen durch die Vertretung der Hauptstadt Prag, auch Stadtparlament genannt, verabschiedet werden. Die Stadtverwaltung heißt "Magistrat". Ihre Aufgabenbereiche sind die Selbstverwaltung der Kommunen und teilweise die Staatsverwaltung. Die Verwaltung der einzelnen Stadtteile wird Stadtteilbehörde genannt. Die Selbstverwaltung der Kommunen wird von der entsprechenden Stadtteilbehörde ausgeübt. Die 22 Verwaltungsbehörden üben zusammen mit dem Magistrat der Stadt auch die Aufgaben der Staatsverwaltung aus. Man nennt diese Behörden auch Zuständige Behörden.

Regierende Parteien

Die letzte Wahl war 2002.
- ODS
- ED
- ČSSD
- KSČM
- SNK
- KDU-ČSL
- US

Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus (70 Sitze)


- 30 ODS
- 15 ED
- 12 ČSSD
- 8 KSČM
- 2 SNK
- 1 US
- 1 KDU-ČSL
- 1 Unabhängiger

Sitzverteilung im Stadtrat


- (1 Bürgermeister Primator, 4 Stellvertreter, 6 Ratsherren)
- 7 ODS
- 4 ČSSD

Städtepartnerschaften


- Hamburg 1990
- Frankfurt am Main 1990
- Chicago 1990
- Nürnberg 1990
- Barcelona 1991
- Sankt Petersburg 1991
- Phoenix (Arizona) 1992
- Moskau 1995
- Berlin 1995
- Kyoto 1996
- Paris 1997
- Taipei 2001

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Hauptstadt der Tschechischen Republik gehört traditionell zu den wichtigsten wirtschaftlichen Zentren des Landes. Neben einer bedeutenden Filmindustrie und dem wohl wichtigsten Zweig, dem Tourismus, verfügt die Stadt auch über eine ansehnliche verarbeitende Industrie. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2002 620 Mrd. Kronen (d.h. 25,7 % des gesamten BIP, in Marktpreisen) mit einem sehr hohen Ergebnis je Kopf der Bevölkerung (226 % des Landesdurchschnitts). ;Schulden :970 € pro Einwohner (2003) ;Schulden gesamt :35 Mrd. Kronen
1.08 Mrd. € (2003) ;Arbeitslose :21.678 entspricht 3,4% (Juni 2002)

Verarbeitende Industrie

Die verarbeitende Industrie Prags macht 7,6 Prozent der Gesamtproduktion des Landes aus, die Stadt nimmt damit in der regionalen Struktur die 5. Stelle ein von insgesamt 14 Regionen (kraje). Die Industriegebiete liegen besonders im Nordosten und im Südwesten der Stadt. Auf dem Stadtgebiet gab es 2003 733 Industriebetriebe (ab 20 beschäftigte Personen) mit insgesamt 111 Tausend Beschäftigten. Bild:Prag_wirt1_2002.png|Wirtschaft Prags 2002 (in Mio. Kronen) Bild:Prag_wirt2_2002.png|Wirtschaft Prags 2002 (in Prozent) Dem Umfang nach nehmen hier zwei Branchen eine herausragende Stellung ein: die Herstellung von Nahrungsmitteln und von elektrischen und optischen Geräten, beide Branchen mit einem Volumen von etwa 33.000 Mio. Kronen im Jahre 2002 (oder etwa 12 Prozent Anteil an der Produktion der Tschechischen Republik); besonders stark ist die Herstellung von Rundfunk- und Fernsehgeräten vertreten (20 Prozent der Gesamtproduktion). Gefolgt werden diese zwei Branchen durch die polygrafische Industrie mit knapp 24.500 Mio. Kronen Produktion; die Stellung dieses Zweiges wird dadurch unterstrichen, dass Prag in diesem Zweig infolge einer großen Konzentration (mit 44 Prozent der Gesamtproduktion) prozentuell die erste Stelle in der Tschechischen Republik einnimmt. Im Stadtgebiet sind jedoch auch weitere traditionelle Industriezweige angesiedelt:
- Metallverarbeitung
- Maschinenbau
- Chemie einschl. der pharmazeutischen Industrie
- Baustoffe einschl. Produkte aus Mineralien (Glas, Porzellan, Keramik)
- Transportmittelherstellung, hier dann insbesondere Schienenfahrzeuge (wie Straßenbahnen), ferner Krafträder (hier die Traditionsmarke JAWA), aber auch kleine und leichte Flugzeuge (und deren Wartung und Reparatur); vom Produktionsvolumen nicht beeindruckend, jedoch mit einem Anteil von 23 Prozent an der Produktion des Landes Andere Branchen spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Verkehr

2001 Prag ist ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Fast alle Verkehrswege in Böhmen bündeln sich in der Stadt. Im Westen befindet sich eine Autobahnanbindung, die über Pilsen (Plzeň) in Richtung Nürnberg führt, und im Osten über Brünn (Brno) bis Bratislava. In nördlicher Richtung existiert eine Autobahn bis nach Lobositz. Sie wird derzeit in Richtung Dresden weitergebaut. Wichtigste Bahnhöfe sind der Hauptbahnhof (Praha Hlavní nádraží, hl.n.), Holešovice, Smíchov und Masarykovo nádraží (Masaryk-Bahnhof, vormals Franz-Josefsbahnhof). Der Flughafen befindet sich in Ruzyně im Nordwesten der Stadt. Außerdem besitzt Prag einen Moldauhafen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentliche Verkehrsmittel in Prag sind Bus, Straßenbahn (Tram) und die Prager U-Bahn mit den Linien A, B und C. Ferner existiert ein Netz von regelmäßig verkehrenden, mit S-Bahnen vergleichbaren, Vorortzügen. Siehe auch: Verkehrsgesellschaft der Hauptstadt Prag AG

Bildung

Neben der ältesten Universität in Mitteleuropa, der 1348 gegründeten Karls-Universität Prag wurde 1707 in der Stadt die erste Technische Hochschule des Landes gegründet. Heute existieren hier noch sechs weitere Hochschulen, insbesondere für Kunst oder Musik, sowie eine Vielzahl von Schulen sowie weiteren öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen. Auch die Tschechische Akademie der Wissenschaften, deren Ursprünge bis in das Jahr 1784 zurückreichen, hat ihren Sitz in Prag. Die zahlreichen Forschungsinstitute sind über das ganze Stadtgebiet verteilt.

Kultur

1784 Hauptartikel: Kunst und Kultur in Prag

Museen

Die Stadt beherbergt eine Vielzahl von Museen. Das älteste, größte und wohl auch bekannteste ist das Nationalmuseum (Národní muzeum) am Wenzelsplatz mit dem zugehörigen Historischen Museum Wenzelsplatz im Lobkowitz Palast, dem Lapidarium (Lapidárium), dem Antonín Dvořák Museum (Muzeum Antonína Dvořáka) und dem Bedřich Smetana Museum (Muzeum Bedřicha Smetany). Die Geschichte der Stadt zeigt das Museum der Hauptstadt Prag (Muzeum hlavního města Prahy). Weithin bekannt sind auch das Mucha Museum (Muchovo muzeum) und das Jüdische Museum. Die Villa Bertramka (Vila Bertramka) informiert über das Leben und Werk Wolfgang Amadeus Mozarts in Prag und das der Musikerfamilie Dušek. Zu den ausgefalleneren Museen gehört sicher das Biermuseum der Brauerei Staropramen.

Theater

Staropramen] In Prag gibt es unzählige große und kleine Bühnen. Neben dem Nationaltheater (Národní divadlo mit Schauspiel, Oper, Ballett) und der Staatsoper (Státní opera) ist international vor allem die Laterna Magica bekannt, ein avantgardistisches Theater in der dem Nationaltheater angeschlossenen "Neuen Szene", das eine originelle Verflechtung von Film, Licht, Musik, Ballett und Pantomime darbietet. Auch das Schwarze Theater, bestehend aus Pantomime und Lichteffekten auf schwarzem Hintergrund, ist sehenswert. Im Theater am Geländer (Divadlo na zabradli) begann Vaclav Havel als Bühnenarbeiter. Kultstatus unter Tschechen hat das Jara-da-Cimrman-Theater. Im klassizistischen Ständetheater (Stavovské divadlo) im Herzen der Altstadt wurden zwei Opern von Wolfgang Amadeus Mozart uraufgeführt (La Clemenza di Tito und Don Giovanni).

Musik

Der Klang der Tschechischen Philharmonie (Česká Filharmonie) aus Prag ist durch sein musikalisches Feuer und seine klangschöne Weichheit leicht erkennbar und weltweit geschätzt.

Nachtleben

Prag hat eine Vielzahl von Kneipen, Bars, Clubs, Jazz-Clubs und Discos.

Kneipen

U fleků ist eine der typischen Prager Kneipen gewesen. Heute ist es aufgrund seiner Bekanntheit eine typische Kneipe für Touristen (mit Restaurant), vor das die Touristen in Bussen gefahren werden. U fleků braut das nur dort ausgeschenkte dunkle Bier mit einer Stammwürze von 13% in der hauseigenen Brauerei. Es gibt keinen Außerhausverkauf. Das Marquis de Sade (benannt nach Donatien Alphonse François de Sade) und das U Malého Glena (= beim kleinen Glen) sind Kneipen, in denen unter anderem Live-Jazz und Blues gespielt wird. Ein großer Anteil der Musiker kommt aus dem Ausland und lebt nur temporär in Prag. Jo's Bar und U glaubiců sind benachbarte Kneipen mit Restaurant auf der Prager Kleinseite mit sehr tiefen, historischen Kellergewölben. Der Keller von U Glaubiců ist über 700 Jahre alt.

Clubs

Karlovy lázně (Karls Bäder) sind 5 Musikclubs mit 5 verschiedenen Musikrichtungen auf 6 Stockwerken (Keller eingeschlossen). Einige der Stockwerke haben Discocharakter, andere haben Kneipen- oder Clubcharakter. Da diese Einrichtung in ihrer Form einzigartig ist, schreibt sie über sich "größte Einrichtung ihrer Art in Mitteleuropa". Auf Grund der Vielseitigkeit der einzelnen Clubs und des hohen Standes der technischen Ausrüstung sind in Karlovy lázně verschiedene Altersgruppen sowie viele verschiedene Nationalitäten anzutreffen. Im Roxy Dance Club wird Musik aus verschiedenen Richtungen live und aus der Kiste gespielt. Das Chateau, ehemals das Chapeau Rouge ist ein Club mit Cocktailbar, Biertheke und Tanzfläche. Das Radost FX ist auch ein beliebter Club ähnlich wie das Palác Acropolis.

Jazz

Der 1958 gegründete Reduta Jazz Club ist wahrscheinlich der bekannteste Jazz Clubs der Stadt. So bekannt, dass hier 1994 sogar der damalige US-Präsident Bill Clinton einen Saxophon-Auftritt aufs Parkett legte. Geboten wird ein sehr vielseitiges Programm an verschieden Jazz-Richtungen. Bei den einheimischen Jazz-Fans ist das AghaRTA Jazz Centrum, benannt nach einem Album des Jazz-Trompeters Miles Davis, sehr beliebt.

Persönlichkeiten

siehe: Liste Prager Persönlichkeiten

Literatur

Deutsch


- Detlev Arens: Prag. Kultur und Geschichte der "Goldenen Stadt". DuMont-Kunst-Reiseführer. Köln 2003. ISBN 3770143035.
- Sabine Herre: Prag. Polyglott-ReiseBuch. München 2004. ISBN 3493603819.
- Harald Salfellner: Prag – Ein Reiseführer. Vitalis Verlag, Prag 2005. ISBN 3-89919-022-X.

Tschechisch


- Marek Lašťovka: Pražský uličník. Encyklopedie názvů pražskych veřejných prostranství. Praha 1997 (ISBN 80-85983-24-9, ISBN 80-85983-23-0 und ISBN 80-85983-25-7 (Zwei Bände) (vorläufig beide vergriffen)

Weblinks


- [http://www.praguecard.info Praguecard & Prague Passport]- Offizielle Citycard und Sightseeingpass der Stadt Prag
- [http://www.tschechien-online.org tschechien-online.org]- Deutschsprachiges Informationsportal mit täglich aktualisierten Informationen und mehr als 4500 Links zu Tschechien und Prag
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/13/seite/0305/meyers_b13_s0305.html#Prag Prag], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 13, S. 305.
- [http://www.eda.admin.ch/repadd/e/home/emb/land170.html#town220 eda.admin.ch] Seite der Schweizer Botschaft
- [http://www.austria.cz/deutsch/Bot_d/Botsch_d.htm austria.cz] Seite der Österreichischen Botschaft in Prag
- [http://www.dsp-praha.cz/ Deutsche Schule Prag (DSP) dsp-praha.cz] (německá škola v praze) und [http://www.deutsche-botschaft.cz/DE/KULTUR/DEUTSCH_LERNEN/dsp.htm deutsche-botschaft.cz] DSP von der Deutschen Botschaft in Prag
- [http://www.klimadiagramme.de/Europa/prag.html klimadiagramme.de] Das Klima von Prag
- [http://www.digitalprague.com digital Prague]
- [http://www.praha-mesto.cz/zastupitel/zhmp.asp praha-mesto.cz] Liste der Vertreter im Abgeordnetenhaus
- [http://artax.karlin.mff.cuni.cz/~peters/praha.html artax.karlin.mff.cuni.cz] Kinos, Theater, Radiosender und alle öffentlichen Verkehrsmittel in Prag
- [http://www.pragerzeitung.cz pragerzeitung.cz] Die Prager Zeitung online - eine deutschsprachige Wochenzeitung.
- [http://www.stud.uni-hannover.de/~paddy/praha/praha.html stud.uni-hannover.de] vorläufige Photos von Prag die nach Bearbeitung und Anfrage auf die Wikipedia Seiten hochgeladen werden sollen.
- [http://www.gpaed.de/bildergalerie/categories.php?cat_id=25 Digitaler Spaziergang durch Prag]
- [http://www.literaturreisen.com/literaturreisen/prag