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1834

1834

Ereignisse


- 1. Januar: 18 deutsche Fürstentümer treten, unter Ausschluss Österreichs, dem Deutschen Zollverein bei. Oberstes Ziel dieser Vereinigung ist die Vereinfachung des Handels zwischen den deutschen Staaten. Es kommt zu einer wirtschaftlichen Verbesserung aller beteiligter Staaten
- 23. April: Gründung der ersten deutschen Baptistengemeinde in Hamburg. Sie entwickelt sich in der Folgezeit zur Keimzelle vieler kontinentaleuropäischen Baptistenkirchen
- 26. Mai: Der portugiesische Usurpator Michael I. verzichtet zugunsten seiner ehemaligen Verlobten Maria II. da Gloria auf den Thron
- 28. Juli: Charles Texier entdeckt die Ruinen von Boghazköy (hethitisch Hattuša)
- Dänemark. In Kopenhagen wird der Vergnügungspark Tivoli eröffnet
- Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig verfassen den Hessischen Landboten.

Kultur


- 28. September: Uraufführung der Oper Die Bürgschaft von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart

Geboren


- 2. Januar: Friedrich Louis Dobermann, Justizangestellter im thüringischen Apolda († 1894)
- 7. Januar: Philipp Reis, deutscher Erfinder des Telefons († 1874)
- 17. Januar: August Weismann, deutscher Biologe († 1914)
- 17. Januar: Franz Josef Bucher, Schweizer Hotelier, Eisenbahnpionier und Unternehmer († 1906)
- 7. Februar: Estanislao del Campo, argentinischer Dichter und Journalist († 1880)
- 8. Februar: Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, russischer Chemiker († 1907)
- 9. Februar: Felix Dahn, deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker († 1912)
- 9. Februar: Gustav Ritter von Meyer, Justizrat und Ehrenbürger von Bayreuth († 1909)
- 9. Februar: Kamehameha IV., König von Hawaii (von 1855 bis 1863) († 1863)
- 16. Februar: Ernst Haeckel, deutscher Zoologe und Philosoph († 1919)
- 23. Februar: Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher († 1885)
- 17. März: Gottlieb Daimler, deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller († 1900)
- 23. März: Julius Reubke, Komponist († 1858)
- 24. März: William Morris, britischer Schriftsteller († 1896)
- 26. März: Hermann Wilhelm Vogel, Fotochemiker
- 2. April: Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer († 1904)
- 15. April: Herrmann Bachstein, deutscher Eisenbahnpionier († 1908)
- 28. April: Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker († 1893)
- 5. Mai: Viktor Alexandrowitsch Hartmann, russischer Architekt, Bildhauer und Maler († 1873)
- 23. Mai: Carl Bloch, dänischer Maler († 1890)
- 19. Juni: Charles Haddon Spurgeon, englischer Baptistenpastor und Prediger († 1892)
- 9. Juli: Jan Nepomuk Neruda, tschechischer Journalist, Dichter und Schriftsteller († 1891)
- 11. Juli: James McNeill Whistler, amerikanischer Maler († 1903)
- 16. Juli: Franz Adolf Eduard Lüderitz, Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika († 1886)
- 19. Juli: Edgar Degas, französischer Maler und Bildhauer († 1917)
- 23. Juli: James Gibbons, Erzbischof des Erzbistums Baltimore und Kardinal († 1921)
- 1. August: Jakob Audorf, Funktionär des Allgemeinen Deutschen Arbeiterbildungsvereins (ADAV) († 1898)
- 5. August: Alexander Brückner, deutscher Geschichtsschreiber († 1896)
- 14. August: Friedrich Leopold Goltz, deutscher Physiologe
- 22. August: Samuel Pierpont Langley, Astrophysiker und Flugpionier († 1906)
- 2. September: Joseph Zemp, Schweizer Politiker († 1908)
- 5. September: Robinson Ellis, Englischer klassischer Philologe
- 15. September: Heinrich von Treitschke, deutscher Historiker, politischer Publizist und MdR († 1896)
- 16. September: Julius Wolff, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1910)
- 3. Oktober: Vilém Blodek, tschechischer Komponist († 1874)
- 10. Oktober: Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller († 1872)
- 12. Oktober: Lotte Mende, deutsche Schauspielerin († 1891)
- 18. Oktober: Hermann Cremer, deutscher protestantischer Theologe († 1903)
- 22. Oktober: Ferdinand Bonaventura Fürst Kinsky, bedeutender böhmischer Adliger († 1904)
- 10. November: José Hernández, argentinischer Journalist und Poet († 1886)
- 10. November: José Hernández, argentinischer Journalund Poet
- 12. November: Alexander Porfirjewitsch Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Mediziner († 1887)
- 12. November: Franz Brandts, Industrieller aus Mönchengladbach († 1914)
- 13. Dezember: Leonhard Kohl von Kohlenegg, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler († 1875)
- 16. Dezember: Léon Walras, französischer Volkswirt († 1910)
- 21. Dezember: Adolf von Sonnenthal, Schauspieler († 1909)

Gestorben


- 26. Februar: Alois Senefelder, österreichischer Schauspieler und Theaterschriftsteller (
- 1771)
- 6. Oktober: Carl Friedrich Emil von Ibell, Regierungspräsident des Herzogtums Nassau (
- 1780)
- 27. September: Elisa Radziwill, erste Liebe des Kaisers Wilhelm I. (
- 1803)
- 15. September: Ernst Ludwig Heim, deutscher Arzt (
- 1747)
- 8. Oktober: François-Adrien Boïeldieu, französischer Opernkomponist (
- 1775)
- 13. November: Friedrich Adolf Ebert, bedeutender deutscher Bibliothekar und Bibliograph (
- 1791)
- 12. Februar: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, protestantischer Theologe und Philosoph (
- 1768)
- 8. Januar: Jacques Julien Houton de Labillardière, war französischer Naturforscher und Reisender (
- 1755)
- 9. September: James Weddell, Polarforscher, Seefahrer und Walfänger (
- 1787)
- 10. Februar: Johann Christian Hundeshagen, forstlicher Praktiker, Professor und Wissenschaftler (
- 1783)
- 28. August: Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter (
- 1770)
- 20. August: Johann Jakob Humann, Bischof von Mainz (
- 1771)
- 7. August: Joseph-Marie Jacquard, französischer Erfinder (
- 1752)
- 31. August: Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom (
- 1765)
- 23. Februar: Karl Ludwig von Knebel, deutscher Lyriker und Übersetzer (
- 1744)
- 12. März: Karl Wilhelm Feuerbach, Mathematiklehrer und Mathematiker (
- 1800)
- 6. Dezember: Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, preußischer General (
- 1782)
- 9. Juli: Michael Seymour, britischer Marineoffizier (
- 1768)
- 24. September - Jonas Galusha, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont (
- 1753)
- 24. September: Peter IV., König von Portugal, Kaiser von Brasilien (
- 1798)
- 25. Juli: Samuel Taylor Coleridge, britischer Schriftsteller (
- 1772)
- 23. Dezember: Thomas Robert Malthus, britischer Ökonom (
- 1766)
- Edward Smith Stanley, 12. Earl of Derby (
- 1752) ko:1834년 simple:1834 th:พ.ศ. 2377

Kategorie:1834



Fürstentum

Der Begriff Fürstentum bezeichnet das Herrschaftsgebiet eines Fürsten. Unter Fürstentümern verstand man bis zur Auflösung des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation 1806 die Herrschaftsgebiete der reichsunmittelbaren Reichsstände mit einem Fürsten als Oberhaupt. In geistlichen Territorien war das geistliche Oberhaupt gleichzeitig auch das weltliche: man sprach vom Fürstbistum, Fürstbischof oder Fürstabt. Die geistlichen Fürstentümer wurden im Zuge der Säkularisation 1803 aufgehoben; die weltlichen Fürstentümer wurden entweder 1806 mediatisiert oder erlangten im Verband des Rheinbundes ihre Souveränität. Der von einem ranghöheren Monarchen (z.B. an Otto von Bismarck oder Hermann von Pückler-Muskau) verliehene Fürstentitel war nicht mit einem Fürstentum verbunden. Heutzutage versteht man unter einem Fürstentum das rechtlich selbstständige (souveräne) Herrschaftsgebiet eines adeligen Monarchen im Fürstenrang. Dazu zählen die Fürstentümer Andorra (dessen einer Fürst ein Präsident und dessen anderer Fürst ein Bischof ist - vgl. Doppelherrschaft), Liechtenstein und Monaco. Auch die von der Staatengemeinschaft nicht anerkannten Fürstentümer Sealand, Seborga und New Utopia beanspruchen diese Bezeichnung für sich. Siehe auch: Fahnenlehn Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Europäische Geschichte

Österreich

Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.

Geografie

Hauptartikel: Geografie Österreichs

Landschaft

Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten. Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den Ostalpen (52.600 km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des Pannonischen Tieflands (9.500 km², 12,3 %)
- Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der Böhmischen Masse (8.500 km², 10,1 %)
- Anteil am Wiener Becken (3.700 km², 4,4 %) Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.

Gebirge

km² km²] km² km²]] Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:

Ebenen

Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird. tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m

Seen

Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt. Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstättersee, der Ossiachersee und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind der Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich. siehe auch: Liste der Seen in Österreich

Flüsse

Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete über Rhein oder Elbe zur Nordsee. Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen nach Osten):
- Lech und Inn (entwässern Tirol) mit Salzach (entwässert Salzburg).
- die Ager, Traun, Enns, Ybbs, Erlauf, Traisen, Wien, und Fischa entwässern die südlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich sowie Wiens.
- die Große und Kleine Mühl, Rodl und Aist, der Kamp, Göllersbach und Rußbach, sowie die March an der Ostgrenze entwässern die nördlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich

Klima

Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (In Wien sind die Niederschläge nur noch halb so hoch wie in Salzburg) und erreicht in den östlichen und südöstlichen Landesteilen das pannonische Kontinentalklima, das teilweise im südlichen Seengebiet mediterran beeinflusst wird. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist etwa um 10 bis 20 Prozent länger als beispielsweise in Norddeutschland. Die niederschlagsreichsten Gegenden sind das gesamte Alpenvorland sowie das Tiroler Unterland, das Außerfern und der Bregenzer Wald. Dort fallen bis zu 3.000 mm Regen pro Jahr (Durchschnitt 900 mm). In diesen Regionen kann es auch sehr oft zu Überschwemmungen kommen.

Bundesländer

Bregenzer Wald Die österreichischen Bundesländer: B Burgenland, K Kärnten, NÖ Niederösterreich, OÖ Oberösterreich, S Salzburg, St Steiermark, T Tirol, V Vorarlberg, W Wien Die neun österreichischen Bundesländer sind in Bezirke aufgeteilt, diese wiederum in Gemeinden.

Städte

Siehe auch: Städte in Österreich Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.652 (Stand 1. Januar 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. In Österreich besitzen rund 200 Gemeinden das Stadtrecht. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.

Große Städte

Die größten Städte Österreichs (nach Einwohnerzahl) sind: Landflucht] Landflucht Landflucht Landflucht mit Bodensee (vom Pfänder gesehen)]] Stand: 2001

Ballungsräume in Österreich

Die nachstehenden Gemeinden, die in einem größeren bebauten Siedlungsgebiet liegen, sind nach ihrer Einwohnerzahl sortiert. Stand: 2001

Entfernungen (Luftlinie)


- Wien - Bregenz 505 km
- Wien - Innsbruck 390 km
- Wien - Salzburg 253 km
- Wien - Linz 155 km
- Wien - Graz 148 km
- Wien - Bratislava (SK) 55 km
- Salzburg - München (D) 116 km
- Wien - Berlin (D) 530 km
- Wien - Budapest (H) 255 km
- Bregenz - Paris (F) 568 km
- Villach - Triest (Mittelmeer) (I) 109 km
- Graz - Maribor (SLO) 70 km

Grenzlängen


- Staatsgrenzen insgesamt 2.562 km, davon zu:
  - Deutschland (Bayern): 784 km
  - Italien: 430 km
  - Ungarn: 366 km
  - Tschechische Republik: 362 km
  - Slowenien: 330 km
  - Schweiz: 164 km
  - Slowakei: 91 km
  - Liechtenstein: 35 km

Bevölkerung

siehe auch: Österreicher Österreicher

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich beträgt zur Zeit (2005) bei den Frauen 82,1 Jahre und bei den Männern 76,4 Jahre (im Vergleich 1971: 75,7 Frauen und 73,3 Männer). Die Kindersterblichkeit beträgt 0,45 %. siehe auch: Österreichisches Gesundheitssystem

Sprache

Deutsch ist Amts- und Muttersprache von etwa 98 % der österreichischen Bevölkerung. Die deutsche Sprache wird vielfach in Form eines der vielen oberdeutschen Dialekte gesprochen, die zu den Mundartfamilien des
- Alemannischen (gesprochen in Vorarlberg sowie dem Tiroler Außerfern) und
- Bairischen (gesprochen in allen anderen Bundesländern – siehe Sprachgebrauch in Österreich) gehören. Sieben Millionen Österreicher sprechen einen mittel- oder südbairischen Dialekt. Daneben werden slawische und andere Sprachen von autochthonen Minderheiten gesprochen. Die alteingesessenen burgenlandkroatischen, slowenischen und ungarischen Bevölkerungsanteile in Österreich haben einen Anspruch auf muttersprachlichen Schulunterricht und Behördenverkehr. Burgenlandkroatisch und Slowenisch sind zusätzliche Amtssprachen in jenen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken der Steiermark, des Burgenlandes und Kärntens mit kroatischer oder slowenischer, bzw. gemischter Bevölkerung. Auch die alteingesessene Roma-Bevölkerung hat ihre eigene Sprache. Außerdem leben 35.000 Jenische in Österreich, wovon gerade noch 3.500 ein fahrendes Leben führen. Sie wurden in den 1960er Jahren im Burgenland, im Mühlviertel, im Waldviertel, auf dem Hausruck, im Toten Gebirge, in den Seetaler Alpen und Fischbacher Alpen angesiedelt. Siehe auch: Minderheitssprachen in Österreich, Kärntner Slowenen

Zuwanderung

Das Land beherbergt Menschen aus vielen anderen Ländern, die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Land gekommen sind. Diese Zuwanderer oder vorübergehend im Land lebenden Menschen stammen vornehmlich aus Russland, dem ehemaligen Jugoslawien (v.a. Serbien und Montenegro), Deutschland, Georgien, dem asiatischen Raum (Indien, Türkei, Afghanistan, Pakistan, China u.a.), aber auch aus anderen Weltregionen; Deren Anteil an der einheimischen Bevölkerung beträgt etwa 12,5 % (Anfang 2005). Bereits in den 1960er und 1970er Jahren wurden viele damals noch als Fremdarbeiter wegen des herrschenden Arbeitskräftemangels von den Firmen direkt in den Herkunftsländern angeworben um in Österreich zu arbeiten. Viele dieser Familien leben mittlerweile in der zweiten oder dritten Generation im Land. Ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Migrationshintergrund bzw. deren Nachkommen lebt im Großraum Wien, wo etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung Österreichs ansässig ist. Der Rest verteilt sich vorwiegend auf die übrigen Ballungszentren, in denen ihr Anteil zwischen 10 und 20 % ausmacht. In einigen ländlichen Regionen liegt der Anteil der Migranten und Migrantinnen zwischen 0 und 5 %. In den vergangenen Jahren wurde pro Jahr an etwa 30.000 - 40.000 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Prognose

Laut Prognosen der Statistik Austria, dem statistischen Amt der Republik Österreich, halten sich Geburten und Sterbefälle in Österreich noch für etwa 20 Jahre die Waage, danach werden die Geburten- voraussichtlich unter den Sterbezahlen liegen, was zu einem höheren Altersdurchschnitt führen wird. Durch Zuwanderung kann die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund 9 Millionen anwachsen und das Geburtendefizit teilweise ausgeglichen werden. Nur in Wien, als einzigem der neun Bundesländer, wird der Altersdurschnitt niedriger und das Bevölkerungswachstum höher als im Bundesdurchschnitt sein; bis 2050 kann Wien demnach wieder zur Zweimillionenstadt werden. Als Grund führt Statistik Austria an, dass die Geburtenraten höher liegen und rund 40% der Immigration nach Österreich auf die Bundeshauptstadt entfallen.

Religion

73,6 % der einheimischen Bevölkerung bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben und 4,7 % zum Protestantismus (überwiegend Augsburger Bekenntnis). Etwa 12 % der Bevölkerung gehören keiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft an, die israelitische Kultusgemeinde zählt etwa 7.300 Mitglieder. Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. Etwa 20.000 sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Von den zugewanderten Personen sind etwa 180.000 Mitglieder christlich-orthodoxer Kirchen, und rund 350.000 Menschen Mitglieder verschiedener muslimischer Religionsgemeinschaften (August 2005). Siehe auch: Geschichte des Christentums in Österreich, Anerkannte Religionen in Österreich, Baptisten in Österreich, Buddhismus in Österreich, Religionsfreiheit in Österreich

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Österreichs

Franken- und Ostfrankenreich

Weite Gebiete des heutigen Österreich gehörten im späten 8. Jahrhundert zum bayrischen Stammesherzogtum im fränkischen Reich Karls des Großen. Im folgenden Ostfrankenreich, in der Region des heutigen Niederösterreich, war seit 856 eine Marchia Orientalis den Karolingern unterstellt. Diese Grenzmark im Südosten des Reiches wurde zur Keimzelle des späteren Österreich. Dieses Gebiet ging 907 allerdings an die Ungarn verloren. Erst nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 konnte das ostfränkische Reich wieder nach Osten expandieren und es entstanden neue Herzogtümer und Markgrafschaften. Damit begann auch eine weitere Welle bajuwarischer (bayerischer) Siedlungstätigkeit.

Heiliges Römisches Reich (HRR) (962 - 1806)

955 Im Jahr 976 wurde die Marchia Orientalis von Kaiser Otto II. einem Babenberger-Grafen übereignet. In einer Urkunde von 996 wurde diese Marchia Orientalis erstmals Ostarrichi genannt; Aussprache und Schreibweise wandelten sich später zu Österreich. Das Gebiet wurde auch als Ostland (lat. Austria) oder Osterland bekannt und 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben. Den Babenbergern folgten ab 1278 die Habsburger, die bis 1526 ihr Herrschaftsgebiet weiter ausdehnten und ein Erzherzogtum schufen, das ein bedeutender Faktor im Heiligen Römischen Reich wurde. Schon die späten Babenberger hatten die Steiermark mit Österreich verbinden können, die Habsburger schufen davon ausgehend mit der Erwerbung Kärntens, Tirols, Krains und anderer Gebiete einen Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde. Ab 1438 besaß das Fürstenhaus fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde. Vom späten 15. Jahrhundert bis 1690 waren die habsburger Länder von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt. Die Reformation der Kirche konnte sich anfangs schnell durchsetzen, wurde aber im Laufe des 17. Jahrhunderts zurückgedrängt. 1713 wurde mit der Pragmatischen Sanktion erstmals ein für alle Länder gleichermaßen gültiges Grundgesetz in Kraft gesetzt. Im Österreichischen Erbfolgekrieg konnte das neue Haus Habsburg-Lothringen die Erbländer großteils für sich behaupten. Die Kriege gegen Napoleon und seine Kaiserkrönung führten 1804 dazu, dass Kaiser Franz II. den Titel als Kaiser Franz I. von Österreich für seine Erbländer annahm und 1806 unter dem Druck Napoleons auf die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verzichtete.

Kaisertum Österreich (1804 – 1867); Österreich-Ungarn (1867 - 1918)

Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Das neue Kaiserreich Österreich war ein Vielvölkerstaat und reichte von Böhmen und Mähren über die heutige Republik hinweg weiter über Ungarn bis tief in den Balkan hinein. 1815 erhielt Österreich den Vorsitz im Deutschen Bund. Mit der Niederschlagung der Märzrevolution 1848 sicherte sich das Kaiserreich sein Überleben. Auch der ungarische Aufstand gegen die österreichische Vorherrschaft wurde niedergerungen. Der Krieg des Deutschen Bundes unter dem Vorsitz Österreichs gegen Preußen (Deutscher Krieg) führte 1866 nach dem Sieg Moltkes bei Königgrätz zur Auflösung des Bundes der deutschen Staaten. 1867 wurde im Zuge des Ausgleiches eine österreich-ungarische Doppelmonarchie unter der Herrschaft vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. geformt, der zugleich als König von Ungarn galt und über 40 Jahre an der Macht bleiben sollte. Da hierbei die Forderungen der „K.u.k.”-Völker nach mehr Selbstständigkeit außer Acht gelassen wurden spitzten sich die Nationalitätenprobleme zu und trieben das Reich an den Rand der Unregierbarkeit. Ausgelöst vom Attentat von Sarajevo und weitergetrieben von den europäischen Beistandspakten begann 1914 der erste Weltkrieg, der 1918 zum Ende der „kaiserlich-königlichen Monarchie” führte.

I. Republik (1918 – 1938) und Drittes Reich (1938 – 1945)

Österreich-Ungarn wurde aufgelöst. Auf dem vorwiegend von Menschen mit deutscher Muttersprache bewohnten Gebiet der Doppelmonarchie entstand die Republik „Deutschösterreich”, wobei einige Gebiete, in welchen ebenfalls eine große Bevölkerungszahl vorwiegend Deutsch sprach (z.B.: Egerland, Südmähren, Südtirol) abgetrennt wurden. Im Vertrag von Saint-Germain wurde dieser Staatsname „Deutschösterreich” und der von vielen angestrebte Zusammenschluss mit der neuen Deutschen Republik untersagt. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert und 1920 die neue österreichische Verfassung beschlossen. In den folgenden Jahren führten die schlechte Wirtschaftslage und politische Auseinandersetzungen Österreich immer tiefer in eine Krise die schließlich im Bürgerkrieg (1934) gipfelte. Nachdem Bundeskanzler Engelbert Dollfuß 1933 den Nationalrat aufgelöst hatte, wurde in Österreich eine austrofaschistische Diktatur in Form eines autoritären Ständestaates etabliert. 1938 erfolgte der Anschluss an das Deutsche Reich. Der gebürtige Österreicher Adolf Hitler führte nach seinem beruflichen Scheitern in seinem Heimatland und seiner politischen Karriere in Deutschland Österreich in die nationalsozialistische Willkürherrschaft und ließ in der Folge alle Hinweise auf eine Eigenständigkeit des Landes tilgen. Österreich wurde in „Ostmark” und bald danach in „Donau- und Alpengaue” umbenannt. Der 1939 von ihm entfesselte Zweite Weltkrieg führte schließlich zum Untergang des „Dritten Reiches“.

II. Republik (ab 1945)

Dritten Reiches Mit dem Kriegsende 1945, der Niederlage des Großdeutschen Reiches und der Befreiung von der Herrschaft Hitlers und der Nationalsozialisten, wurde von den Siegermächten ein Staat Österreich wiederhergestellt. Bereits am 27. April trat eine provisorische Staatsregierung mit Karl Renner als Staatskanzler zusammen und proklamierte die Wiedererrichtung der Republik. Nach Renners Tod wurde Theodor Körner als Kandidat der SPÖ am 27. Mai 1951 zum Bundespräsidenten gewählt. Dies war die erste Volkswahl des Staatsoberhauptes in der Österreichischen Geschichte überhaupt. Bis 1955 war das neue Österreich, wie auch Deutschland, in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Erst mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags durch die Bundesregierung und Vertreter der Siegermächte am 15. Mai 1955, und damit dem Bekenntnis zur Neutralität und der Verpflichtung keinen neuen Anschluss anzustreben, erlangte die Republik ihre volle Souveränität. Bis zum 25. Oktober 1955 verließen die letzten alliierten Truppen das Land. Tags darauf wurde die „immerwährende Neutralität” im Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes festgeschrieben. Seit 1965 ist der 26. Oktober, in Erinnerung an den Beschluss der Neutralität, österreichischer Nationalfeiertag. 1960 war die Republik Mitbegründer der EFTA, die einen Wirtschaftszusammenhalt anstrebte. Bedingt durch die Neutralität konnten sowohl mit den westlichen Ländern als auch mit den damaligen Ostblockländern gute kulturelle und wirtschaftliche Bande geknüpft werden, was dem Land in der Zeit des Wiederaufbaues noch lange half. Nach dem Ende des Kalten Krieges 1991 wurde die strikte Neutralitätspolitik zwar gelockert, aber die angemessene Interpretation der Neutralität in der geänderten Weltordnung ist seitdem ein umstrittenes innenpolitisches Thema. 1995 trat Österreich der Europäischen Union (EU) bei. 1999 schaffte es seine bisherige Währung, den Schilling ab und führte zusammen mit anderen EU-Staaten den Euro ein.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Österreichs Siehe auch: Politische Parteien in Österreich, Endogene Regionalentwicklung, Bundesverfassung (Österreich)

System

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920, die 1945 wieder eingeführt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist ein Bundespräsident, der für 6 Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird. "Regierungschef" und Vorsitzender der Bundesregierung ist ein Bundeskanzler, der vom Bundespräsidenten de facto entsprechend den Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat ernannt wird. Die Bundesregierung kann durch ein Misstrauensvotum des Nationalrates abberufen werden.

Institutionen

Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern. Die Zusammensetzung des Nationalrates mit seinen 183 Mitgliedern wird alle 4 Jahre durch freie und allgemeine Bürgerwahlen bestimmt. Eine 4-Prozent-Hürde verhindert eine zu große Zersplitterung der Parteienlandschaft im Nationalrat. Der Bundesrat wird von den einzelnen Landtagen (Parlamente der Bundesländer) beschickt. Der Nationalrat ist die dominierende Kammer in der österreichischen Gesetzgebung. Der Bundesrat besitzt in den überwiegenden Fällen nur ein aufschiebendes Vetorecht, das durch einen Beharrungsbeschluss des Nationalrates außer Kraft gesetzt werden kann. Vom 1. Juli 2003 bis 31. Jänner 2005 tagte ein Verfassungskonvent ("Österreich-Konvent") unter Franz Fiedler, der Vorschläge für eine Reform der österreichischen Bundesverfassung erarbeitete. Dabei kam man aber nicht zu einer einheitlichen Meinung über die zukünftige Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern. Diese muss in Verhandlungen der verschiedenen politischen Ebenen ausgearbeitet werden.

Politische Parteien

Hauptartikel: Politische Parteien in Österreich. Seit der Gründung der Republik Österreich wird die Politik von zwei großen Parteien, der christlich-konservativen Volkspartei ÖVP (vor dem 2. Weltkrieg unter dem Namen Christlichsoziale Partei) sowie der sozialdemokratischen SPÖ (vorher Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs), geprägt. Beide entstanden schon während der Monarchie und erlebten jeweils nach dem 2. Weltkrieg eine Neugründung, der eine intensivierte Zusammenarbeit folgte. Die positiven Auswirkungen dieser Kooperation wurde unter dem Begriff der Sozialpartnerschaft, die negativen als Parteipolitischer Proporz bekannt. Drittes, allerdings wesentlich kleineres, parteipolitisches Kontinuum ist das deutschnationale Lager, welches sich in der ersten Republik vor allem in der Großdeutschen Volkspartei, danach in der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Österreichs, sammelte. In den ersten Jahren der zweiten Republik spielte auch die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein Rolle in der Politik des Landes, seit den 60er Jahren ist sie jedoch als Kleinstpartei auf Bundesebene relativ bedeutungslos. Bei regionalen Wahlen, wie zB. in Graz, erreicht sie aber auch heute noch nennenswerte Stimmanteile.
In den 80er-Jahren brach das starre, manchmal auch als
hyperstabil bezeichnete Parteiensystem (mit einer der höchsten Dichte an Pateimitgliedern weltweit) auf. Einerseits durch den Eintritt der Grünen Partei auf dem linken Parteienspektrum, andererseits durch die Forcierung der FPÖ als rechtspopulistische Partei. Von der bis zum Regierungseintritt im Jahr 2000 stark wachsenden Partei spaltete sich 1993 das Liberale Forum ab, das allerdings bald wieder von der politischen Bühne verschwinden sollte. Im Jahr 2005 erlebte die FPÖ mit der Gründung des BZÖ ihre zweite Spaltung. Derzeit besteht die Bundesregierung aus einer Koalition zwischen ÖVP und BZÖ unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Vizekanzler ist derzeit Hubert Gorbach.

Rechtswesen

Die zentrale Privatrechtskodifikation Österreichs, das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch 1811 (ABGB), ist eine Naturrechtskodifikation, die 1914-1916 unter Einfluss der Historischen Rechtsschule tiefgreifend novelliert wurde. Weit reichende Änderungen erfolgten dann erst wieder ab 1970, insbesondere im Familienrecht. Große Bereiche des Privatrechts sind allerdings außerhalb des ABGB geregelt, wobei viele dieser Sondergesetze im Zuge des "Anschlusses" 1938 aus Deutschland in Österreich eingeführt wurden und nach 1945 in gegebenenfalls entnazifierter Fassung in Österreich beibehalten wurden; so etwa das Ehegesetz (EheG), das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Aktiengesetz (AktG). Auch das Verfassungsrecht ist zersplittert, da es - im Gegensatz etwa zum deutschen Grundgesetz - kein Inkorporationsgebot gibt, wonach Verfassungsbestimmungen nur in den Text der Verfassungsurkunde aufgenommen werden dürfen. Als solche kann das Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 angesehen werden, welches sozusagen den "Kern" des Bundesverfassungsrechts enthält; daneben bestehen jedoch mehr als 1.300 (!) Verfassungsgesetze und Verfassungsbestimmungen in einfachen Gesetzen sowie Staatsverträge im Verfassungsrang. Als die wichtigsten sind das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. Dezember 1867, das Finanz-Verfassungsgesetz vom 21. Jänner 1948, das Neutralitätsgesetz vom 26. Oktober 1955 sowie die Europäische Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 zu nennen. Das Strafrecht ist in einer modernen Kodifikation, dem Strafgesetzbuch vom 23. Jänner 1974, geregelt. Es kennt außer Strafen auch "vorbeugende Maßnahmen" (= Unterbringung von geistig abnormen, entwöhnungsbedürftigen oder potentiell rückfälligen Tätern in entsprechende Anstalten), beide dürfen nur wegen einer Tat verhängt werden, die schon zur Zeit ihrer Begehung mit Strafe bedroht war (
Nulla poena sine lege, § 1 StGB). Die Todesstrafe ist im ordentlichen Verfahren seit 1950, im außerordentlichen Verfahren seit 1968 abgeschafft. Die Gerichtsbarkeit wird in Zivilrechts- und Strafrechtssachen von Bezirksgerichten, Landesgerichten, Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshof als höchste Instanz wahrgenommen. Die Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts wird vom Verwaltungsgerichtshof und vom Verfassungsgerichtshof wahrgenommen. siehe auch: Gerichtsorganisation in Österreich

Militärische Landesverteidigung

Hauptartikel: Österreichisches Bundesheer. Die militärische Landesverteidung fußt auf einer allgemeinen Wehrpflicht aller männlichen Staatsbürger im Alter von 17 - 50 Jahren. Frauen können einen freiwilligen Wehrdienst ableisten. Das Bundesheer besteht aus ca. 35.000 Mann im Präsenzstand und ca. 75.000 Mann der Miliz. Der Präsenzdienst dauert bisher acht Monate und ab 1. Jänner 2006 sechs Monate. Bis zum Jahr 2009 wird voraussichtlich die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft und durch ein Berufsheer ersetzt. Die Hauptaufgaben des Bundesheeres sind:
- Militärische Landesverteidigung
- Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger
- Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren
- Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges
- Hilfeleistung im Ausland Wehrpflichtige, die einen Wehrdienst aus Gewissensgründen ablehnen, können einen Zivildienst ableisten. Dieser dauert zwölf Monate und ab 1. Jänner 2006 neun Monate.

Staatsverschuldung

Die Verschuldung des Gesamtstaates einschl. Parafisken wird 2005 ihren bisher höchsten Stand mit 154,86 Mrd. EUR erreichen, danach sollen die Schulden über 154,500 (2006) auf 154,200 Mrd. EUR (2007) zurückgeführt werden. Die Schuldenstandsquote wird für 2005 mit 63,3% veranschlagt (durch die Revision der VGR (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) fällt der Quotient niedriger aus als bisher). 1995 - im Jahre des EU-Beitritts - lag sie noch bei 69,2%. Das Maastricht-Ziel eines Schuldenstands von höchstens 60% des BIP hatte Österreich zuletzt - vor dem Beitritt zur EU - 1992 erreicht.

Bundeshaushalt

Der Bundeshaushalt 2005 sieht bei Ausgaben in Höhe von 64,001 Mrd. EUR Einnahmen von 58,866 Mrd. EUR vor, so dass sich ein Defizit in Höhe von 5,135 Mrd. EUR oder 2,1% des BIP ergibt.

Infrastruktur

Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur ist geprägt einerseits durch die Lage in den Alpen und andererseits durch die zentrale Lage in Mitteleuropa. Dies gilt für Straßen- und Bahnverbindungen gleichermaßen. Die logistische Erschließung der Alpen erfordert viele Tunnel- und Brückenbauten, die extremen Witterungsbedingungen standhalten müssen. Durch die zentrale Lage gilt Österreich als typisches Transitland, vor allem in Nord-Süd- und Nord-Südost-Richtung, durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs auch in Ost-Westrichtung. Das bedeutet aber oft eine wesentlich größere Dimensionierung der Verkehrswege, auch in ökologisch sensiblen Gebieten, was oft zu Widerständen der Bevölkerung führt. Um diese Gratwanderung zwischen Ökonomie und Ökologie zu bewältigen, sind oft Maßnahmen notwendig, welche dem Land eine Vorreiterrolle im Umweltschutz gebracht haben, vor allem am Kraftfahrzeugsektor. Es wurde in der Alpenrepublik beispielsweise vergleichsweise früh gesetzlich vorgeschrieben, in jedem Kraftfahrzeug einen Katalysator einzubauen. Ebenso wurden auf bestimmten Strecken nur Lärmarme LKW zugelassen. Durch verschiedene Deregulierungen fühlen sich die Bewohner jedoch in bestimmten Regionen, wie im Inntal, von den verkehrsregelnden Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene, vor allem von der EU, im Stich gelassen.

Straßenverkehr

Das österreichische Straßennetz umfasst derzeit:
- 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen
- 10.000 km Straßen mit Vorrang (früher Bundesstraßen)
- 24.000 km Landesstraßen
- 70.000 km Gemeindestraßen Das Straßennetz ist großteils in öffentlicher Hand, wobei auf Autobahnen und Schnellstraßen die PKWs mit so genannten Mautvignetten und die LKWs kilometerabhängig durch die ASFINAG bemautet werden. Siehe: Straßensystem in Österreich, Liste der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich, Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen

Schienenverkehr

Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen Der größte Teil der Eisenbahnstrecken wird durch die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) betrieben. Ein geringerer Teil wird durch Privatbahnen, die aber auch teilweise im Besitz der Bundesländer sind, befahren. S-Bahnen gibt es derzeit nur in der Hauptstadtregion Wien und in Salzburg. Weitere S-Bahn Systeme sind für die Städte Graz, Linz und Innsbruck geplant. Die einzige U-Bahn Österreichs befindet sich in Wien. Des weiteren besitzt die Linzer Straßenbahn einige unterirdische Stationen. Straßenbahnverkehr gibt es in den Städten Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Gmunden.

Schiffsverkehr

Der Personenschiffsverkehr dient hauptsächlich dem Tourismus und findet sowohl auf der Donau, als auch auf den größeren Seen statt. Meist werden die Gewässer nur im Sommerhalbjahr befahren. Im Güterverkehr wird nur die Donau genutzt, die durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wesentlich aufgewertet wurde und so viel Transitverkehr von der Nordsee bis ans Schwarze Meer aufnehmen kann. Hauptsächlich werden Schüttgüter befördert. Die wichtigsten Häfen sind Linz, Krems und Wien.

Flugverkehr

Die größte nationale Fluggesellschaft ist die Austrian-Gruppe (Austrian Airlines, Lauda Air, Austrian Arrows). Mit FlyNiki besitzt Österreich seit 2003 auch eine Billigflugairline. Wichtigster Flughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat, daneben sind Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck internationale Anbindungen.

Energieversorgung

Hauptartikel: Energieversorgung in Österreich Energieversorgung in Österreich

Elektrische Energie

Die Elektrische Energie wird zum größten Teil aus Wasserkraft, sowohl aus Laufkraftwerken an der Donau, der Enns, Drau und vielen kleineren, als auch aus Pumpspeicherkraftwerken, wie Kraftwerk Kaprun oder Maltakraftwerke hergestellt. Zur Deckung von Spitzenstrom werden auch Gaskraftwerke betrieben. Strom aus Atomkraftwerken wird auf Grund des Atomsperrgesetzes nicht hergestellt. Das einzige Kernkraftwerk wurde zwar in Zwentendorf errichtet, ging aber nach einer Volksabstimmung 1978 nie in Betrieb. Die Verteilung erfolgt hauptsächlich durch neun Landesgesellschaften, die auch die letzte Meile zum Endverbraucher haben. Daneben gibt es einige kleinere Versorger, die meist auch im Besitz der öffentlichen Hand sind.

Gasversorgung

letzte Meile Bei der Erdgasversorgung ist Österreich weitgehend vom Ausland abhängig. Traditionellerweise ist die Hauptversorgung aus Russland. Verhältnismäßig kleine Erdgaslager befinden sich im Marchfeld und Weinviertel, wo sich auch unterirdische Pufferspeicher als Sicherheitslager befinden. Die Verteilung erfolgt ebenfalls über neun Landesgesellschaften.

Ölversorgung

Dasselbe gilt für das Erdöl. Hauptimportland ist dabei Libyen. Die größte Raffinerie befindet sich in Schwechat und wird von der OMV AG betrieben.

Rechtliche und soziale Infrastruktur

Schule und Ausbildung

Siehe: Schulsystem in Österreich, Liste bedeutender Österreicher, Österreichische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, Schülerzeitung

Notrufdienste

Polizei
Österreichweit wurde 2005 die für ländliche Gebiete zuständige Bundesgendarmerie mit den in den Städten vorhandenen Bundessicherheitswachekorps und Kriminalbeamtenkorps zum neuen Wachkörper Bundespolizei zusammengelegt. Dadurch wurde versucht, Zweigleisigkeiten in der Organisation zu beseitigen und die Effizienz zu erhöhen. Der Beweis dieses Anspruchs konnte bis dato nicht erbracht werden.
Feuerwehr
Das österreichische Feuerwehrensystem basiert fast vollständig auf Freiwilligen Feuerwehren. Nur in den sechs größten Städten wird der Brandschutz von Berufsfeuerwehren wahrgenommen. Hauptartikel:Feuerwehr in Österreich
Rettungsdienst
Bei Unfällen mit Verletzten wird in Österreich die Rettung informiert. Vor allem in den ländlichen Gebieten übernimmt das Österreichische Rote Kreuz den Rettungsdient. Daneben unterhalten andere Hilfsorganisationen wie des ASBÖ oder die Johanniter Rettungswachen. In Wien teilen sich die städtische Wiener Rettung und die Hilfsorganisationen die Aufgabe. Rettungshubschrauber spielen eine sehr wichtige Rolle im österreichischen Rettungsdienst. Das Land dürfte über die größte Dichte an Rettungshubschraubern weltweit verfügen. Flächendeckend stellt der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC 16 Hubschrauber. Daneben sind vor allem in den Tourismus-Regionen mehrere private Anbieter tätig. Siehe auch Luftrettung.

Wetterdienst

Wetterstationen befinden sich übers ganze Land verteilt, in größeren Städten und in allen Landeshauptstädten. Die nationale Einrichtung für meteorologische und geophysikalische Dienste ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit mehreren Zweigstellen in den Bundesländern. Die aktuellen Wetterdaten und Wetterentwicklungen lassen sich, auf Internetseiten gesammelt, für viele Orte abrufen und außerdem über Radio und Fernsehen verfolgen. In Zukunft soll außerdem ein zuverlässiger Unwetterwarndienst im Internet angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die Flugwetterdienste oder spezielle Systeme, wie das Blitzortungssystem ALDIS, die auch mit der ZAMG zusammenarbeiten und Daten austauschen.

Medien

Hauptartikel: Medien in Österreich

Wirtschaft

Hauptartikel: Österreichische Wirtschaft
In Österreich waren 2001 3.420.788 Personen in 396.288 Arbeitsstätten beschäftigt. Die größte Börse in Österreich ist die Wiener Börse, dessen größter Index der ATX ist.

Land- und Forstwirtschaft

Österreich hat eine sehr kleinstrukturierte Landwirtsch

23. April

Der 23. April ist der 113. Tag des
Gregorianischen Kalenders (der 114. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 252 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1516 - Wilhelm IV., Herzog von Bayern, erlässt ein bayerisches Reinheitsgebot für Bier.
- 1916 - Dublin, Irland. Osteraufstand der Sinn Féin Bewegung und Ausrufung der irischen Republik.
- 1933 - Einführung der Gestapo.
- 1945 - Insassen des Zellengefängnisses Lehrter Straße, darunter Klaus Bonhoeffer und Rüdiger Schleicher, werden ermordet.
- 1948 - Berliner Studenten fordern eine Freie Universität Berlin.
- 1971 - Sirimawo Bandaranaike, die Ministerpräsidentin von Ceylon, gelingt es durch eine Amnestie für die linksextremen Aufständischen für den Fall deren Kapitulation die schweren Unruhen auf der Insel zu beenden, die mehr als 10.000 Menschenleben gekostet haben.
- 1982 - Conch Republic wird ausgerufen und wieder in die USA eingegliedert, alles an einem Tag.
- 1990 - Nach jahrelangen Spannungen zwischen den beiden Ländern trifft Li Peng als erster chinesischer Ministerpräsident seit 1964 zu einem offiziellen Besuch der Sowjetunion in Moskau ein.
- 1990 - Karl-Marx-Stadt erhält nach einer Bürgerbefragung seinen alten Namen Chemnitz zurück. 76 % sind dafür.
- 1990 - Namibia wird das 160. Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1991 - Der sowjetischen Präsidenten Gorbatschow verhandelt mit neun Sowjetrepubliken ein Abkommen, das deren Souveränität anerkennt ohne den Bestand der Sowjetunion zu gefährden.
- 1991 - Johnny Thunders stirbt in New Orleans wahrscheinlich an einer Überdosis.
- 1992 - General Than Shwe wird Staatsoberhaupt in Myanmar
- 1998 - In Belgien kann der Kindermörder Marc Dutroux aus einem Gerichtsgebäude fliehen, nach einem Großeinsatz der Polizei jedoch wieder in Gewahrsam genommen werden. Als Konsequenz dieser Vorfälle müssen der belgische Innen- und Justizminister sowie der Polizeichef von ihren Ämtern zurücktreten.
- 2005 - In Österreich übernimmt Heinz Christian Strache die FPÖ -Obmannschaft von Hilmar Kabas.

Wirtschaft


- 2001 - Intel bringt den Pentium 4 auf den Markt.
- 2002 - Argentinien. Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov tritt zurück.

Wissenschaft und Technik


- 1967 - Start der sowjetischen Raumkapsel Sojus 1, der Kosmonaut Wladimir Michailowitsch Komarow stirbt, als die Kapsel bei der Rückkehr zerschellt.
- 1994 - Physiker am Fermilab (USA) entdecken das Top-Quark.

Kultur


- 1597 - Uraufführung von William Shakespeares 'Die lustigen Weiber von Windsor' in Anwesenheit von Königin Elisabeth I.
- 1766 - Uraufführung der komischen Oper Les Pêcheurs von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1830 - Uraufführung der Oper Danilowa von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.
- 1962 - Uraufführung der Oper König Nicolo von Hans Chemin-Petit in Aachen.

Religion


- 1834 - Gründung der ersten deutschen Baptistengemeinde durch Johann Gerhard Onckenin Hamburg.
- 2005 - Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. im Vatikan

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1954 - Einen Meilenstein in der Geschichte des Basketballs stellt die Einführung der Wurfuhr durch die NBA dar.

Geboren


- 1185 - Alfons II. (Portugal), König von Portugal
- 1508 - Georg Sabinus, Gründungsrektor der Universität zu Königsberg
- 1516 - Georg Fabricius, deutscher Dichter, Historiker und Archäologe
- 1564 - William Shakespeare, englischer Schriftsteller (vermuteter Geburtstag)
- 1598 - Maarten H. Tromp, niederländischer Admiral
- 1708 - Friedrich von Hagedorn, bürgerlicher Rokokodichter
- 1715 - Johann Friedrich Doles, deutscher Komponist und Thomaskantor Thomaskantor
- 1775 - William Turner, englischer Maler
- 1778 - Sir John Harvey, britischer General und Kolonialadministrator
- 1791 - James Buchanan, 15. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1823 - Abdülmecid I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1825 - Emil Welti, schweizerischer Politiker
- 1827 - Johann Friedrich von Schulte, Professor für Zivil- und Kirchenrecht sowie Rechtsgeschichte
- 1828 - Albert I. (Sachsen), von 1873 bis 1902 König von Sachsen
- 1858 - Ethel Smyth, englische Komponistin
- 1858 - Max Planck, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1861 - Edmund Allenby, britischer Soldat und Hochkommisar von Ägypten
- 1867 - Johannes Fibiger, dänischer Pathologe, Medizin-Nobelpreisträger
- 1873 - Arnold van Gennep, französischer Ethnologe
- 1879 - Emil Barth, deutscher Politiker
- 1879 - Lucius D. Clay, US-amerikanischer General, Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland 1947-1949
- 1889 - Karel Willem Frederick Marie Doorman,niederländischer Konteradmiral
- 1891 - Sergej Prokofjew, ukrainischer Komponist
- 1892 - Richard Huelsenbeck, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Adolf Cillien, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1893 - Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA
- 1893 - Frank Borzage, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1896 - Charlie Rivel, spanischer Clown
- 1897 - Lester B. Pearson, kanadischer Politiker
- 1897 - Lucius D. Clay, Stellvertreter von Dwight D. Eisenhower
- 1898 - Edwin Erich Dwinger, deutscher Schriftsteller
- 1899 - Bertil Ohlin, schwedischer Ökonom
- 1899 - Vladimir Nabokov, US-amerikanischer Schriftsteller russischer Abstammung
- 1902 - Halldór Kiljan Laxness, isländischer Schriftsteller
- 1902 - Rudolf Stadelmann, deutscher Historiker
- 1903 - Karl Larenz, deutscher Zivilrechtler und Rechtsphilosoph
- 1907 - Fritz Wotruba, österreichischer Bildhauer
- 1909 - Margot Kalinke, deutsche DP- und CDU-Politikerin und MdB
- 1915 - Christine Busta, österreichische Lyrikerin
- 1919 - Yoshitaro Nomura, japanischer Filmregisseur
- 1920 - Friedrich Schadeberg, deutscher Unternehmer und Miteigentümer der Krombacher Brauerei
- 1924 - Ruth Leuwerik, deutsche Schauspielerin
- 1928 - Shirley Temple, US-amerikanische Schauspielerin und Politikerin
- 1929 - Max Bolliger, schweizerischer Schriftsteller
- 1932 - Hansl Krönauer, deutscher Komponist und Sänger
- 1936 - Roy Orbison, US-amerikanischer Country- und Rock-Sänger
- 1938 - Helmut Illert, deutscher Fernsehjournalist
- 1939 - Lee Majors, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1939 - Ray Peterson, US-amerikanischer Rock 'N' Roll Sänger
- 1940 - Dietrich Schwanitz, deutscher Literaturprofessor und Autor
- 1941 - Paavo Tapio Lipponen, finnischer Politiker und Regierungschef
- 1942 - Sandra Dee, US-amerikanische Schauspielerin
- 1949 - John Miles, britischer Musiker
- 1950 - Maria Böhmer, deutsche CDU-Politikerin und MdB
- 1954 - Michael Moore, US-amerikanischer Autor und Dokumentarfilmer
- 1955 - Sissy Höfferer, dt. Fernsehschauspielerin
- 1957 - Neville Brody, Grafikdesigner, Schriftentwerfer und Art Director
- 1960 - Steve Clark, Ex-Gitarrist der englischen Band Def Leppard
- 1961 - Andrej Kurkow, russischsprachiger Schriftsteller aus Kiew
- 1961 - Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 1961 - Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 1963 - Rolf Wouters, niederländischer Moderator
- 1964 - Torsten Fenslau, deutscher Disc Jockey und Musikproduzent
- 1978 - Gezahegne Abera, äthiopischer Marathonläufer und Olympiasieger
- 1979 - Lauri Johannes Ylönen, Sänger und Songwriter von The Rasmus
- 1980 - Nils Döring, deutscher Fußballspieler
- 1983 - Daniela Hantuchová, slowakische Tennisspielerin

Gestorben

Daniela Hantuchová Daniela Hantuchová
- 997 - Adalbert von Prag, Glaubensbote in Ungarn und Preußen
- 1124 - Alexander I. (Schottland), König von Schottland
- 1616 - William Shakespeare, englischer Schriftsteller (nach dem seinerzeit in England noch geltenden julianischen Kalender!)
- 1616 - Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller
- 1625 - Moritz von Oranien, Statthalter von Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern und Overijssel
- 1691 - Jean-Henri d'Anglebert, französischer Komponist, Cembalist und Organist
- 1728 - Tomás de Torrejón y Velasco, peruanischer Komponist
- 1780 - Maria Antonia Walpurgis, Kunstmäzenin und Komponistin, Malerin und Dichterin
- 1796 - Theodor Gottlieb von Hippel, preußischer Schriftsteller
- 1821 - Pierre Riel de Beurnonville, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1825 - Maler Müller, deutscher Maler, Kupferstecher und Dichter des Sturm und Drang
- 1845 - Johann Rudolf Czernin, österreichischer Verwaltungsbeamter
- 1847 - Erik Gustaf Geijer, zählt zu den wichtigsten schwedischen Schriftstellern der Romantik
- 1850 - William Wordsworth, britischer Dichter
- 1851 - Michail Petrowitsch Lasarew, russischer Marineoffizier und Admiral
- 1866 - Charles Grant, schottischer Politiker
- 1873 - Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik
- 1877 - Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker
- 1923 - Luise Marie Elisabeth von Preußen, Großherzogin von Baden
- 1924 - Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier
- 1925 - Armand Marseille, deutsch-russischer Puppenfabrikant
- 1938 - Elisabeth Tombrock, Ordensgründerin
- 1939 - Maria Gabriella Sagheddu, italienische Trappistin
- 1941 - Erich Basarke, deutscher Architekt
- 1945 - Albrecht Graf von Bernstorff, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer
- 1945 - Klaus Bonhoeffer, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Otto Hübener, deutscher Widerstandskämpfer
- 1945 - Rüdiger Schleicher, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1952 - Elisabeth Schumann, deutsch-US-amerikanische Sopranistin
- 1952 - Wilhelm Paschek, deutscher Politiker
- 1958 - Wolfgang Klausner, deutscher Politiker
- 1959 - Egon Reinert, deutscher Politiker
- 1966 - Otto Baer, Oberbürgermeister von Magdeburg
- 1969 - Krzysztof Komeda, polnischer Jazzmusiker und Komponist
- 1970 - Adeline Genée, dänische Ballett-Tänzerin
- 1972 - Walter Czollek, Leiter des Verlages Volk und Welt in der DDR
- 1978 - Ludwig Schneider, deutscher Politiker
- 1986 - Harold Arlen, US-amerikanischer Komponist, Oscar für "Somewhere Over the Rainbow"
- 1986 - Otto Preminger, österreichisch-US-amerikanischer Filmregisseur
- 1989 - Hamani Diori, nigerianischer Politiker und erster Präsident
- 1992 - Satyajit Ray, indischer Filmregisseur
- 1992 - Rosemary Sutcliff, englische Autorin
- 1993 - Johnny Thunders, Punk-Musiker aus England
- 1993 - Bertus Aafjes, niederländischer Schriftsteller
- 1993 - César Chávez, Gründer der US-amerikanischen Landarbeitergewerkschaft
- 1993 - Guido Carli, italienischer Ökonom
- 1993 - Günther Storck, katholischer Priester und Bischof
- 1993 - Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin
- 1996 - P. L. Travers, australische Schriftstellerin (Mary Poppins)
- 1998 - Gregor von Rezzori, österreichischer Schriftsteller und Filmschauspieler
- 1998 - James Earl Ray, US-amerikanischer Attentäter
- 1998 - Konstantinos Karamanlis, griechischer Politiker
- 2001 - Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken
- 2002 - Linda Lovelace, US-amerikanische Pornodarstellerinn
- 2002 - Manfred Bieler, deutscher Schriftsteller
- 2003 - Abram Bergson, US-amerikanischer Wirtschaftstheoretiker
- 2003 - Herbert Riehl-Heyse, deutscher Journalist und Autor
- 2003 - Kurt Klinger, österreichischer Schriftsteller
- 2005 - George Pan Cosmatos, italienischer Filmregisseur
- 2005 - John Mills, britischer Schauspieler
- 2005 - Romano Scarpa, italienischer Comic-Zeichner

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Adalbert von Prag, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer (katholisch, evangelisch)
  - Hl. Georg, Märtyrer in Kappadozien (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox) - siehe auch Georgstag
- Welttag des Buches und des Urheberrechts (UNESCO)
- Tag des Deutschen Bieres

Siehe auch


- 22. April - 24. April
- 23. März - 23. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0423 ja:4月23日 ko:4월 23일 simple:April 23 th:23 เมษายน

26. Mai

Der 26. Mai ist der 146. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 147. in Schaltjahren) - somit bleiben 219 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1818 - Mit dem neuen Zollgesetz werden die unterschiedlichen Akzisen in Preußen durch einen einheitlichen Außenzoll ersetzt.
- 1828 - Kaspar Hauser taucht in Nürnberg auf.
- 1906 - Buffalo Bill gastiert mit seiner Truppe am Wiener Prater.
- 1918 - Georgien. Erste Unabhängigkeitserklärung
- 1924 - Das Einwanderungsgesetz (Immigration Act) der USA tritt in Kraft.
- 1952 - Abstimmung über den Deutschlandvertrag
- 1960 - Der erste Laser wird fertig gebaut
- 1964 - Deutschland. Bundespräsident Heinrich Lübke, Frankreichs Staatschef Charles de Gaulle und Großherzogin Charlotte von Luxemburg weihen die Großschiffahrtsstraße Mosel ein.
- 1966 - Guyana erlangt die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich.
- 1972 - Mit dem SALT-I-Vertrag wird das erste Abkommen zur Rüstungskontrolle zwischen den Supermächten getroffen.
- 1983 - Island. Steingrimur Hermansson wird neuer Regierungschef.
- 1986 - Die Europäische Gemeinschaft nimmt die Europaflagge an.
- 1991 - Swiad Gamsachurdia wird in Georgien Staatspräsident.
- 1993 - Der Deutsche Bundestag schränkt mit der Änderung von Artikel 16 des Grundgesetzes das Grundrecht auf Asyl stark ein.
- 2003 - Ruanda. 93 % Zustimmung zur neuen Verfassung.

Wirtschaft


- 1896 - An der New Yorker Börse wird zum ersten Mal der Dow-Jones-Index veröffentlicht.
- 1938 - Fallersleben, Deutschland. Der Grundstein für das Volkswagenwerk wird gelegt.

Wissenschaft, Technik


- 1906 - Der deutsche Ingenieur August von Parseval unternimmt in Berlin-Tegel die erste erfolgreiche Fahrt mit seinem Luftschiff.

Kultur


- 1828 - Uraufführung der Oper Les Francs-Juges von Hector Berlioz am Salle du Conservatoire in Paris.
- 1836 - Uraufführung der Oper The Maid of Artois von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1927 - Uraufführung der Operette Märchen im Schnee von Robert Stolz am Johann Strauß Theater in Wien.
- 1936 - Uraufführung der Oper Doktor Johannes Faust von Hermann Reutter in Frankfurt am Main.

Religion

Katastrophen


- 1991 - Bei einer Boeing 767 der La