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1900 V. Chr.

1900 v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren noch keine Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten.
---- Das 19. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 1900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 1801 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- Die Phönizier benutzen ein Alphabet mit 22 Buchstaben.
- Ende des Neolithikums in einigen Regionen der Erde
- Babylonien besitzt ein Staatswesen.
- Das Moskauer Papyrus wird geschrieben (ca. 1850 v. Chr.)
- Hethiterreich in Anatolien.

Persönlichkeiten


- Nach biblischer Überlieferung Lebenszeit von Abraham und Isaak.
- Nach Überlieferung der tibetischen Bön-Tradition wird 1856 v.Chr. der Dzogchen-Meister Shenrab Miwoche geboren

Erfindungen und Entdeckungen

00-19 ja:紀元前19世紀

Wikipedia:WikiProjekt Zeit

Ziel ist es vorhandene wikipedia-Artikel im Themenkomplex Zeit – Zeitrechnung – Kalender – Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften) besser zu erschließen. Vorgehensweise # Die Artikelserien der Zeitskalen werden betrachtet und neu verlinkt. Begonnen wird dabei bei den Jahrtausenden, fortgefahren mit den immer kürzeren Zeitskalen. Parallel dazu wird der restlichen Artikelbestand untersucht und die relevanten Links hier gesammelt. # Der restliche Artikelbestand wird neu verlinkt, die genaue Vorgehensweise wird geklärt, wenn 1) abgeschlossen ist.

Die Zeitskalen

Die Artikelserien werden einzeln betrachtet und neu verlinkt

Jahrzehntausend

Diese Skala entfällt, diente auch früher nur der Navigation innerhalb der Jahrtausende der entsprechende Artikel wird gelöscht.

Jahrtausende

Aktuell 10. Jahrtausend v. Chr. bis 2. Jahrtausend = 12 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrtausend enthält. Jeder Artikel ist (jetzt) mit jedem Anderen verlinkt. Zusätzlich gibt es bei den Jahrtausenden, zu denen es auch Jahrhundert-Artikel gibt, eine Tabellenzeile mit Links auf diese Jahrhundert Artikel. Aktuelle Einstiegspunkte
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrtausend komplette Navigationstabelle ist eingebaut
- über die Jahrtausender-Links innerhalb der Jahrhundert-Navigationstabelle Geplante weitere Einstiegspunkte
- Jahreskalender Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrhunderte

Aktuell 40. Jahrhundert v. Chr. bis 20. Jahrhundert + 21. Jahrhundert = 61 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrhundert enthält. Aus Platzgründen werden in die einzelnen Artikel jedoch nur 4 Tabellenzeilen (4 Jahrtausende) eingebaut. Aktuelle Einstiegspunkte:
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrhundert komplette Navigationstabelle einbauen (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahreskalender („Überschriften“ Links zum jeweiligen Block mit den Jahren)
- über die Jahrhunderter-Links in einigen der Jahrtausender-Artikeln Geplante Einstiegspunkte:
- über die Jahrhunderter-Links in der Jahrzehnte-Navigationstabelle
- Jahreskalender komplette Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrzehnte

Aktuell von 490er v. Chr. bis 2010er = 252 Artikel, sind jedoch Teilweise zur Zeit nur ein redirect auf das entsprechende Jahrhundert, was jedoch jederzeit geändert werden könnte. Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahrzehnt
- Zeitskala (nur TEILE der relativ großen Tabelle) Geplante Einstiegspunkte
- Jahrzehntekalender mit Link aus Zeitskala

Jahre

Aktuell von 400 v. Chr. bis 2016 (verlinkt bis 2200) Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahreskalender [Jahresübersicht] IN DER TABELLE auch Link auf alle entsprechende Jahrhunderte [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Jahreskalender Links auf diese Seite] Geplante Einstiegspunkte
- Jahreskalender mit Link aus Zeitskala, Jahr, ...
- Einen Teil aus Jahreskalender (19. + 20. jahrh.) in Jahr?

Tage – Historische Jahrestage

Historische Jahrestage Linktabelle auf alle Tage des Jahres und die Monate [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Historische_Jahrestage Links auf diese Seite]

Übersicht über den restlichen Artikelbestand

Portale


- Zeitskala momentan Zeittabelle + Links auf Jahreskalender, Jahrzehnte und Historische Jahrestage [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Zeitskala Links auf diese Seite] – dieser Artikel ist auf allen historischen Jahrestagen verlinkt
- Portal:Geschichte Komplexes, strukturiertes Portal, lebt davon, das es regelmäßig aktualisiert wird?

Meta-Artikel

Oberbegriffe, die untereinander verlinkt werden sollten? Zeit – Zeitmessung
- Zeitrechnung (Chronologie) ist die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit. Brauchbarer Artikel, bereits mit vielen Links
- Uhr mit langer Liste aller Uhrentypen Kalender
- Kalender DER Metaartikel für alle Weiteren Kalendersysteme (Gregorianischer ...)
- Astronomie Beobachtung der Himmelskörper als Grundlage von Zeitmessung + Kalender Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften):
- Naturgeschichte erweitern?
  - Kosmologie eigentlich Teil der Naturgeschichte?
  - Erdgeschichte erweitern?
    - Geologische Zeitskala (große Tabelle plus Inhalt) wichtig!
    - Historische Geologie ist ein Teilgebiet der Geologie und erforscht die Geschichte des Planeten Erde
- Urgeschichte
- Frühgeschichte
- Geschichte

Artikel

Zeitrechnung/Zeit – Definition, Einheiten und Allgemeines


- Zeit Brauchbarer Artikel
- Zeitpunkt kurz
- Zeitraum [Zeitintervall] kurz
- Zeitpfeil eine Gesetzmäßigkeit, die zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheidet.
  - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
- Zeitzone
- Ortszeit (gleiche) Zeit in der Zeitzone
- GMT Greenwich Mean Time, Vorgänger der UTC
- UTC Abkürzung für Universal Time Coordinated
- Sommerzeit ausführlicher Artikel, Winterzeit = Normalzeit redirect zu Sommerzeit
- MEZ Standardzeit ist die Mitteleuropäische Zeit, UTC plus 1 Stunde
- MESZ Mitteleuropäische Sommerzeit, UTC plus 2 Stunden
- Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehnt, Jahr, Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute, Sekunde, Millisekunde

Uhren – Zeitmessung


- Zeitmessung
- Uhrzeit
- Atomuhr als EINEN Uhrentyp, alle Anderen über Links in Uhr
- Global Positioning System Positionsbestimmung durch Zeitmessung – Nebenthema

Kalender


- Gregorianischer Kalender als DEN Kalender, alle Anderen über Links in Kalender (wichtig!)
- Schaltjahr, Schaltmonat, Schalttag, Schaltsekunde
- Kalenderdatum Das Tagesdatum im Kalender (Umgangsspr. Datum) (wichtig!)
- Datumsformat legt die Form fest, in der Kalenderdatum und Uhrzeit dargestellt werden (wichtig!)
  - ISO 8601, EN 28 601, DIN 5008
- Jahreszeiten
  - Frühling, Sommer, Herbst, Winter
- Sonnenwende (Astronomie)
  - Tagundnachtgleiche
  - Sommersonnenwende, Wintersonnenwende
  - Mitternachtssonne
- Osterdatum
- Kalendarium (Nebenthema)
- V. u. Z. ist die Abkürzung für „vor unserer Zeitrechnung“ (Nebenthema)
- Das Jahr Null [Jahr 0] (Nebenthema)

Astronomie – (Kalender)


- Geschichte der Astronomie
- Deklination (Astronomie)
- Rektaszension
- Siderisches Jahr
- Sonnentag und Sternentag
- Julianisches Datum gibt die Zahl der Tage an, die seit dem 1. 1. 4713 v. Chr. vergangen sind. Es wird vor allem in der Astronomie verwendet, nicht zu verwechseln mit dem Julianischen Kalender.

Kosmologie – (Physik)


- Lichtgeschwindigkeit
- Michelson-Morley-Versuch
- Spezielle Relativitätstheorie
- Raumzeit
- Eigenzeit
- Zeitdilatation
- Zwillingsparadoxon
- Urknall
- Planck-Zeit

Erdgeschichte

Naturgeschichte


- Paläontologie die Lebewesen und deren Lebensumstände

Momentan verwendete Formatvorlagen für Navigationselemente

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrtausende

aktuelle Version

Hier als Beispiel das 3. Jahrtausend v. Chr.
Zu diesem Jahrtausend v. Chr. existieren auch Wikipedia-Artikel zu den Jahrhunderten:

Zweiter Entwurf

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrhunderte

Aktuelle Version In die einzelnen Artikel werden nur jeweils 4 Zeilen (4 Jahrtausende) eingebaut

Vorschlag NEUE Tabelle für Jahrzehnte

Als Ersatz für die bisherige Version: Jahrzehnt
Zu umfangreich zur Navigation in jedem Jahrzehnt-Artikel
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Format Jahrhundert

17. Jahrhundert18. Jahrhundert – 19. Jahrhundert – 20. Jahrhundert21. Jahrhundert (weitere Jahrhunderte) ----

Jahrzehnte und Jahre

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Format Jahrzehnt

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Format Einzelne Jahre

Zeit

Jahrhundert

Als Jahrhundert bezeichnet man die Zeitspanne von einhundert Jahren. Zehn Jahrhunderte bilden ein Jahrtausend. Aufgrund der Tatsache, dass es kein „Jahr Null“ gab, umfasst ein Jahrhundert immer die hundert Jahre, die mit dem entsprechenden vollen Jahr enden. Das letzte Jahr eines Jahrhunderts bezeichnet man als Säkularjahr. Beispiel: das 20. Jahrhundert umfasst die Jahre von 1901 bis 2000. :„Zwar streiten sich die Leut' herum, ob das neue Jahrhundert am gestrigen Neujahr begonnen hat oder am nächsten Neujahr beginnen wird; Gelehrte, Schriftsteller, Dichter und Denker setzen den Kampf um den Anfang des Jahrhunderts fort; aber von Staats wegen ist ebenso wie durch die Kirchenbehörden verfügt worden, dass der Beginn des neuen Jahrhunderts unserer Zeitrechnung am 1. Januar 1900 gefeiert werde, und deshalb ist die Jahrhundertwende allenthalben im Deutschen Reich festlich begangen worden mit Reden und Glückwünschen unter dem Geläut der Glocken und dem Donner der Geschütze.“ (Vossische Zeitung, 2. Januar 1900, S. 1) Auch bei der Versammlung der „Brandenburgia“, Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin, wurde auf korrekte Zählung geachtet: „Vor Beginn der Vorträge legte der Vorsitzende, Geh. Regierungsrat Friedel, verschiedene Jahrgänge der Vossischen und der Spenerschen Zeitung aus den Jahren 1800 und 1801 vor, um zu zeigen, dass der Anfang des 19. Jahrhunderts im Jahre 1801 gefeiert worden ist, dass also, da der Jahrhundertanfang diesmal offiziell auf das Jahr 1900 festgesetzt ist, vom 19. Jahrhundert erst 99 Jahre verstrichen sind.“ (Der Bär. Illustrierte Wochenschrift für Geschichte und modernes Leben, 26. Jgg., Nr. 6, S. 108) Vorsicht ist geboten bei italienischen Jahrhundertangaben des zweiten Jahrtausends: diese beziehen sich manchmal auf das Jahrhundert ohne Beachtung des Jahrtausendanteils. Das 15. Jahrhundert – die Jahre von 1401 bis 1500 (Frührenaissance) – wäre dann also in Italien das „quattrocento“ (wörtlich: vierhundert). Als Vorsilbe wird das Wort Jahrhundert verwendet, um ein besonderes Ereignis zu kennzeichnen, das wesentlich über das normale oder über den statistischen Mittelwert hinausragt, zum Beispiel ein Jahrhunderthochwasser oder einen Jahrhundertsommer.

Alle Jahrhunderte in der Wikipedia

Zu den Jahrhunderten existiert in der Wikipedia eine Artikelserie vom 40. Jahrhundert v. Chr. bis zum 21. Jahrhundert.

Wikipedia-Querverweise zum Themenkomplex Kalender und Zeit

! Kategorie:Zeitbegriff Kategorie:Kalender Kategorie:Maßeinheit ja:世紀 simple:Century th:ศตวรรษ zh-min-nan:Sè-kí

1900 v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren noch keine Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten.
---- Das 19. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 1900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 1801 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- Die Phönizier benutzen ein Alphabet mit 22 Buchstaben.
- Ende des Neolithikums in einigen Regionen der Erde
- Babylonien besitzt ein Staatswesen.
- Das Moskauer Papyrus wird geschrieben (ca. 1850 v. Chr.)
- Hethiterreich in Anatolien.

Persönlichkeiten


- Nach biblischer Überlieferung Lebenszeit von Abraham und Isaak.
- Nach Überlieferung der tibetischen Bön-Tradition wird 1856 v.Chr. der Dzogchen-Meister Shenrab Miwoche geboren

Erfindungen und Entdeckungen

00-19 ja:紀元前19世紀

1801 v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren noch keine Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten.
---- Das 19. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 1900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 1801 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- Die Phönizier benutzen ein Alphabet mit 22 Buchstaben.
- Ende des Neolithikums in einigen Regionen der Erde
- Babylonien besitzt ein Staatswesen.
- Das Moskauer Papyrus wird geschrieben (ca. 1850 v. Chr.)
- Hethiterreich in Anatolien.

Persönlichkeiten


- Nach biblischer Überlieferung Lebenszeit von Abraham und Isaak.
- Nach Überlieferung der tibetischen Bön-Tradition wird 1856 v.Chr. der Dzogchen-Meister Shenrab Miwoche geboren

Erfindungen und Entdeckungen

00-19 ja:紀元前19世紀

Alphabet

Ein Alphabet (das, altgriechisch ἀλφάβητος [alphábētos]) ist eine Menge von Zeichen zur Abbildung von Lauten einer Sprache. Der Name Alphabet geht auf die ersten beiden Buchstaben des griechischen Schriftsystems zurück (Alpha – α, Beta – β). Analog dazu sagt man im Deutschen A-B-C. Die festgelegte Reihenfolge erlaubt alphabetische Anordnungen, z.B. in Wörterbüchern. Im Unterschied zu piktografischen bzw. logografischen Systemen, bei denen die Zeichen für Dinge stehen (z.B. Rind, Haus, Kamel), ist ein Alphabet ein phonographisches System: Die Zeichen stehen für Laute, die in der Kombination Worte ergeben. Im Unterschied zur Silbenschrift stehen die Zeichen des Alphabetes in der Regel für jeweils nur ein Phonem.

So funktioniert ein Alphabet

Die Buchstaben eines Alphabetes sind Symbole für die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten der Sprache, die Phoneme (zum Beispiel unterscheiden t und s in Haut und Haus die Bedeutung der Worte). Lautliche Unterschiede, die zwar als solche wahrgenommen aber für eine Sprache nicht bedeutungsunterscheidend sind, bezeichnet man als Allophone (vgl. den Unterschied des ch in Ach! und ich). Alphabete geben also nicht die Laute (siehe Phon) einer Sprache als Buchstaben wieder, sondern Gruppen von Lauten. In einem idealen Alphabet korrespondierte jedem Phonem genau ein Buchstabe. In der Praxis finden sich aber fast immer Abweichungen: Es können
- die selben Zeichen für verschiedene Laute gelten (z.B. v in Vogel und Vase)
- die selben Laute mit verschiedenen Zeichen notiert werden (z.B. [f] in Vogel und Fisch).
- mehrere Zeichen für ein einziges Phonem stehen (deutsch sch, engl. sh) Darüber hinaus geht die Korrespondenz von Laut und Zeichen auch durch den natürlichen Sprachwandel verloren (vergleiche englisch sign, lateinisch signum). Fehlen in einem Schriftsystem Zeichen für Phoneme, können sprachliche (inhaltliche) Unterschiede eventuell nicht schriftlich wiedergegeben werden. So bestanden einige Alphabete ursprünglich nur aus Konsonanten (Konsonantenschrift). Später wurden sie mit Zeichen für Vokale ergänzt, die als kleine Zusätze (z.B. Punkte, Striche) zu den Konsonanten gesetzt wurden (hebräisches und arabisches Alphabet). Die Schriftsysteme für die meisten europäischen Sprachen sind Varianten des Lateinischen Alphabets. Dabei wurden den Zeichen für lateinische Laute ähnliche Laute der jeweiligen Sprache zugeordnet. Die selben Zeichen standen in den verschiedenen Sprachen für teilweise unterschiedliche Laute. Zudem ist es im Zuge der Sprachentwicklung zu weiteren Veränderungen der Aussprache gekommen (vgl. j im Deutschen und Englischen). Da die Zahl der Phoneme in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich ist, genügte der Zeichenvorrat des Lateinischen Alphabetes oft nicht. Deshalb wurden zur Darstellung der betreffenden Phoneme Buchstabenkombinationen (ou, ch, sz) und diakritische Zeichen eingeführt(ö, š). Daneben wurden Varianten der ursprünglichen lateinischen Zeichen (i/j, u/v]) und Ligaturen (ae > æ, uu/vv > w, sz/ss > ß) zu eigenständigen Zeichen weiterentwickelt und gelegentlich auch Buchstaben aus anderen Alphabeten übernommen (þ). Genaueres siehe unter "Lateinisches Alphabet"; siehe auch "Ligatur".

Phonetisches Alphabet

Ein absolut phonetisches Alphabet wäre in der Praxis unbrauchbar, weil es aufgrund der unzähligen Nuancen einer Sprache unzählig viele Zeichen hätte. Ein in Bezug auf die phonetische Wiedergabe optimiertes Alphabet ist das IPA, bei dem man versucht, möglichst vielen Lautnuancen ein Zeichen zuzuordnen. Man spricht auch von phonetischen Alphabeten, wenn sie phonetische Aspekte ausgeprägt berücksichtigen (z.b. georgisches Alphabet) Eine phonemische Schreibweise behandelt unterschiedliche Aussprachen desselben Phonems gleich. So wird z. B. in der deutschen Orthografie die unterschiedliche Aussprache des Phonems /d/ von "Hund" in Hund und Hunde nicht berücksichtigt.

Bedeutung der Erfindung

Die kulturhistorische Bedeutung der Erfindung des Alphabetes (im Sinne der Definition), die auf die Phönizier zurückgeht, ist die Erkenntnis, dass die Sprache ein Lautsystem aus nur wenigen Elementen darstellt und sich auch als solches grafisch abbilden lässt. „Die menschlichen Sprechwerkzeuge können zwar eine riesige Zahl von Lauten erzeugen, doch beruhen fast alle Sprachen auf dem formalen Wiedererkennen von nur ungefähr vierzig dieser Laute durch die Mitglieder einer Gesellschaft.“ (Jack Goody) Um die Aufzeichnungen der alten Ägypter verstehen zu können, musste man Hunderte, später sogar Tausende Hieroglyphen lernen. Nun genügten zwei Dutzend Zeichen, um sämtliche Gedanken, die überhaupt denkbar sind, zu notieren. Die Einfachheit dieses Systems begünstigte dessen Verbreitung über die halbe Welt.

Spezifische Alphabete und Schriftsysteme


- Deutsches Alphabet
- Liste der Schriftsysteme
- Hebräisches Alphabet
- Arabisches Alphabet
- Georgisches Alphabet
- Griechisches Alphabet
- Kyrillisches Alphabet
- Lateinisches Alphabet
- Fingeralphabet
- Telefonalphabet
- Chinesisches Schriftsystem
- Japanisches Schriftsystem
- ICAO Alphabet
- Beghilos ---- Siehe auch: Schrift, Literalität, Alphabetische Schrift, Funkalphabet, Schriftart, Letter, Buchstabe, Analphabeten, Legastheniker

Weblinks


- [http://www.alphabetpage.com/ Europäische Alphabete mit Aussprache (benötigt Quicktime)]
- [http://evertype.com/alphabets/index.html Vollständige Listen europäischer Alphabete]
- [http://www.reliefdruck.com/alphabet.htm Persiflage auf das Alphabet - eine Gemeinschaft von sechsundzwanzig Typen]
- [http://www.omniglot.com/ Sammlung von Alphabeten der Welt] ! als:Alphabet ja:アルファベット ko:자모 문자 ms:Aksara simple:Alphabet th:อักษร

Neolithikum

Die Jungsteinzeit oder das Neolithikum (vom griech. νεο „neu, jung“ und λιθος „Stein“) ist eine Epoche der Menschheitsgeschichte. Ihr Beginn wird heute allgemein mit dem Übergang einiger Jäger- und Sammlerkulturen zu Hirten oder Ackerbauern festgesetzt, ihr Ende mit der lokalen Verwendung von Kupfer oder Zinnbronze durch die neolithischen Kulturen. Voraus ging die Mittelsteinzeit bzw. Altsteinzeit, es folgt die Bronzezeit. Die Umstellung der Nahrungsbeschaffung vom Sammeln, Jagen und Fischen auf Viehhaltung und Pflanzenanbau markiert einen der fundamentalen Umbrüche in der Geschichte der Menschheit; ein Prozess, der von manchen Forschern „Neolithische Revolution“ genannt wird. Durch die Produktion von Nahrung schuf der Mensch die Voraussetzung für ein stetiges Bevölkerungswachstum. Statt umherzuziehen, schlossen sich die Menschen zu Dorfgemeinschaften zusammen. Statt kurzlebiger Behausungen konnte dazu übergegangen werden, solide Bauwerke aus Stein bis hin zu Monumentalbauten wie dem Tempel auf dem Göbekli Tepe zu errichten. Letztenendes ermöglichte der Ackerbau Anfänge einer arbeitsteiligen Gesellschaft, in der Spezialisten in der Lage waren, u. a. die Metallurgie zu entwickeln.

Definition

Der britische Anthropologe Sir John Lubbock definierte 1865 den Übergang in die Jungsteinzeit mit dem Auftreten von geschliffenen Steinartefakten (Axt, Beil). Später wurde das Auftreten von Keramik benannt. Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts erkannte man aber regional auch das keramiklose Neolithikum. Heutzutage wird der Beginn der Jungsteinzeit, Vere Gordon Childe folgend, mit dem Beginn von Viehhaltung und Ackerbau gleichgesetzt (dem Übergang von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise), auch wenn die Domestikationen nicht gleichzeitig erfolgten.

Wandel der Wirtschaftsweise

Vor der eigentlichen Revolution, dem Übergang zur produzierenden Wirtschaftsweise, war eine Reihe von Entwicklungen nötig, die als proto-neolithisch bezeichnet werden. So entstanden einige dauerhafte Siedlungen bereits vor Entwicklung der Landwirtschaft, etwa in Palästina und Japan. Die unmittelbare Umgebung dieser Siedlungen bot den Bewohnern aber zeitweise nur ungenügende Ressourcen (ob nun Fisch, Fleisch oder Pflanzen). Der Kultivierung und dem gezielten Anbau von Getreide ging eine jahrtausendelange Nutzung entsprechender Wildvorkommen voraus; in der Levante ist diese bis 21.000 v. Chr. nachweisbar. Ebenso ging der Züchtung von Nutztieren das Halten von deren wilden Vorfahren voraus; in der Levante die Herdenhaltung von Gazellen, später (nach deren Verschwinden) von Wildziegen und -schafen.

Entstehung der Landwirtschaft

Der Übergang zu einer bäuerlichen Lebensweise, also Wandlung vom Jagen und Sammeln wilder Tiere und Pflanzen hin zur Kultivierung dafür geeigneter Arten, vollzog sich in der Menschheitsgeschichte an mindestens drei, wahrscheinlich aber sogar fünf oder mehr Orten unabhängig voneinander.
- definitiv (und am frühesten): im Nahen Osten, in Südchina und in Mittelamerika
- wahrscheinlich: in Südamerika und in Westafrika
- möglicherweise: in Äthiopien, im Osten der heutigen USA und auf Neuguinea Die Entstehung der Landwirtschaft fällt für die drei erstgenannten Gebiete in den gleichen Zeitraum, etwa 8000 bis 11000 v. Chr., was nicht zufällig mit dem Ende der letzten Eiszeit (Übergang Pleistozän/Holozän, etwa 11000 bis 8300 v. Chr.) übereinstimmt. Während der Eiszeit war das Klima für eine Jahrhunderte in Anspruch nehmende Entwicklung von Landwirtschaft zu großen Schwankungen unterworfen. Erst vor 11000 Jahren stabilisierte sich in dem Areal des Wildgetreides das Klima so weit, dass der Anbau in Flusstälern möglich wurde. Dennoch war die Entstehung der Landwirtschaft zumindest in der Levante weniger eine „freiwillige“ Entwicklung als vielmehr eine aus der Veränderung der Umwelt resultierende Notwendigkeit zum Überleben. Die Großtierfauna (insbesondere die Gazelle) hatte diese Region schon sehr früh verlassen, weshalb in der Region zwischen Euphrat und Mittelmeer vermehrt wildes Getreide auf Reibsteinen (Handmühlen) verarbeitet wurde. Die bislang ältesten Spuren von möglicherweise domestiziertem Getreide (in diesem Fall Roggen) fand man in Abu Hureira am syrischen Euphrat; sie werden auf ein Alter von 13.000 Jahren geschätzt. In dieser Zeit, dem jüngeren Dryas-Stadial, ließ eine langanhaltende Dürre einen Großteil der wilden Getreidearten verschwinden, weshalb die Menschen gezielt die dürreresistentesten züchteten. In den trockeneren Gebieten südlich davon (Judäa, Sinai) ging man nach dem Verschwinden der Gazellen dazu über, Wildziegen und -Schafe in Herden zu halten. Die Domestikation dieser Tiere lässt sich in Beidha bereits 11.000 v. Chr. ableiten und ab 8300 v. Chr. belegen, da zu diesem Zeitpunkt Caproviden und Boviden nach Zypern gelangten. Sie muss aber weitaus früher erfolgt sein. Anfangs wurden Schafe und Ziegen ausschließlich als Fleisch- und Felllieferanten gehalten; erst um 3500 v. Chr. lässt sich die Nutzung von Sekundärprodukten, in erster Linie Milch und Wolle archäologisch belegen. Genetisch (Untersuchung Peltonen) weist der Beginn des Abbaus der Laktoseintoleranz, die bei allen Menschen zunächst bei 100 % lag, auf einen viel früheren Genuss von Tiermilch. Der Einsatz von Rindern als Zugtier vor dem Pflug ermöglichte den Übergang vom jungsteinzeitlichen Hackbau zu einer höheren Ackerbaukultur. Siehe dazu auch Geschichte des Transportwesens im Altertum. In China, im Seengebiet am Mittellauf des Jangtse, wurde in etwa zur gleichen Zeit wie in der Levante dazu übergegangen, den ursprünglich ausschließlich gesammelten wilden Reis nach und nach zu kultivieren. Weiter flussabwärts des Jangtse wird in einem Gebiet mit damals feuchtwarmem subtropischem Klima von der chinesischen Forschung das Zentrum der Nassreis-Kultivierung gesehen. Im deutlich kühleren und trockeneren Norden Chinas, nördlich und südlich des Huáng Hé, wurde einige Jahrtausende später (wahrscheinlich zwischen 5500 und 5300 v. Chr.) erstmals Hirse, vermutlich Kolbenhirse domestiziert. Zur Fleischgewinnung wurden in China Schweine, Hunde und Bankivahühner domestiziert. Wo der Wasserbüffel ursprünglich domestiziert wurde ist unklar. Vermutlich fand dies aber ebenfalls in Süd-China um 4000 v. Chr. statt. Ebenso wie der Auerochse im Nahen Osten sollte er besonders als Zugtier von Bedeutung sein. 4000 v. Chr. Der Beginn der Landwirtschaft in Mittelamerika hatte (anders als in der Levante und in China) praktische Gründe. So züchteten die Bewohner des Oaxacatals im Süden Mexikos bereits um 8000 v. Chr. Gartenkürbisse, um darin Wasser von den Flussläufen zu ihren bewohnten Höhlen in den Bergen zu transportieren. Ihre Nahrung dagegen beschafften sie sich weiterhin als Jäger und Sammler. Erst um 5100 v. Chr. begann im nahegelegenen Grijalvadelta die Kultivierung einer als Nahrungsmittel bestimmten Nutzpflanze: die Teosinte, die wilde Form des Mais. Knapp tausend Jahre später, 4200 v. Chr., wurde die kultivierte Teosinte auch im Oaxacatal angebaut. Im Laufe der Zeit kamen Paprika, Sonnenblumen und Gartenbohnen zu den Anbaupflanzen hinzu. Da es in der amerikanische Fauna an entsprechenden Wildtieren fehlte, die eine biologische Disposition zur Domestikation hatten, wurden außer dem Lama, dem Hund und dem Truthahn keinerlei Tiere als Fleischlieferanten oder Arbeitstiere domestiziert.

Verbreitung der Landwirtschaft

Abgesehen von den wenigen Gebieten, die ebenfalls als deren Geburtsstätten in Frage kommen, wurde die Landwirtschaft nirgend sonst auf der Welt eigenständig entwickelt, sondern aus einer der Ursprungsregionen übernommen. In erster Linie liegt das am Fehlen geeigneter wilder Pflanzen- und Tierarten in den anderen Regionen. So kamen die Wildformen von heute weltweit verbreiteten Nutzpflanzen wie Weizen und Gerste ursprünglich nur in Anatolien und Syrien vor, weshalb sie nur dort domestiziert und erst anschließend verbreitet wurden. Die Ackerbauern der Levante hatten sich um 8000 v. Chr. etwa im Gebiet des südlichen Anatoliens (inklusive Zyperns) bis zur persischen Golfküste ausgebreitet. Es begann eine konzentrische Expansion der Landwirtschaft, und zwar in erster Linie durch eine Migration der Bauern mit den von ihnen domestizierten Pflanzen und Tieren aus der Levante sowie dem Wissen um deren Pflege, Aufzucht und Vermehrung im Gepäck. So bewiesen Vergleiche der mitochondrialen DNA, dass die ersten indischen Bauern näher mit den Bauern der Levante verwandt waren als mit den Jägern und Sammlern in ihrer Nachbarschaft. Ähnliches gilt für Europa, welches die Ackerbauern vor etwa 9.000 Jahren über die noch existierende Landbrücke am Bosporus kultivierten. Von Südosteuropa verbreiteten sie sich zunächst entlang der Mittelmeerküste sowie entlang der großen Flussläufe nach Ost- und Mitteleuropa. In Ägypten ergänzten dagegen die örtlichen Jäger und Sammler ihren Speiseplan mit importierten Kulturpflanzen aus der Levante. Über den Nil flussaufwärts erreichten die gleichen Pflanzen das Hochland von Äthiopien. Ebenso könnten die domestizierten Pflanzen und Tiere aus dem Nahen Osten die Initialzündung für die Landwirtschaft im tropischen Westafrika gegeben haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass in dieser Region etwa um 5000 v. Chr. eigenständig Sorghum, Perlhirse und Afrikanischer Reis sowie Perlhühner kultiviert wurden. Nichtsdestotrotz scheint eine Verbindung zwischen dieser und den anderen Ackerbau-Regionen in Eurasien bestanden zu haben, da bspw. Sorghum schon ab etwa 2000 v. Chr. auch in Indien angebaut wurde. Umgekehrt fanden Rinder und Ziegen den Weg nach Westafrika, von wo aus sie schließlich durch die Wanderung der Bantu ab 3000 v. Chr. den Weg ins südliche Afrika fanden. In Äthiopien wurden nach (möglicherweise sogar vor) dem Eintreffen der vorderasiatischen Kulturpflanzen Teff und Kaffee domestiziert. Auf Zypern machte man Katzen und in Sumer und Ägypten Esel zu Haustieren und fügte die Erdmandel und die Maulbeerfeige zu den Anbaupflanzen hinzu. Die Bewohner des Industals domestizierten Sesam, die Osteuropäer dagegen Hafer und die Westeuropäer Mohn. Auf der arabischen Halbinsel wurde das Dromedar und in der heutigen Ukraine oder in Kasachstan das Pferd domestiziert. Mit der um ebenfalls 3000 v. Chr. einsetzenden austronesischen Expansion verbreitete sich die Landwirtschaft mit den in Südchina kultivieren Pflanzen in Südostasien und dem Pazifischen Raum. Da ein weiteres Domestikationszentrum zwischen Indien und Südchina von der Forschung als unwahrscheinlich erachtet wird, ist China demnach auch Ursprungsort des indischen Reis. In Neuguinea dagegen waren unter Umständen bereits vor dem Eintreffen der südchinesischen Kulturpflanzen die einheimischen Jäger und Sammler dazu übergegangen, Bananen und Zuckerrohr zu nutzen. Von Nordchina aus, wo Reis ab 3000 v. Chr. angebaut wurde, verbreitete sich die Landwirtschaft binnen tausend Jahren nach Korea und schließlich sehr spät nach Japan. Der mesoamerikanische Ackerbau breitete sich nordwärts aus, wo er jedoch in den Wüstengebieten des heutigen Texas ein Hindernis fand. Womöglich fand die Domestizierung von Sonnenblumen, Gänsefuß, Maygrass und Erdbirne im Osten der heutigen USA daher unbeeinflusst statt. Der Kürbis, so bewiesen Gentests, wurde in insgesamt sechs verschiedenen Regionen domestiziert. Ebenso wurden zahlreiche andere Pflanzenarten mehrfach in unterschiedlichen Regionen kultiviert. In den peruanischen Anden und dem angrenzenden Amazonas-Tiefland wurden daher vermutlich eigenständig Maniok und Kartoffeln domestiziert und erst später durch Mais ergänzt. Ebenso wie in Mittelamerika mangelte es in Südamerika an geeigneten großen Säugetieren zur Domestikation. Einzig das Lama wurde für den Lastentransport genutzt. Zur Fleischversorgung diente Charque, getrocknetes, in Streifen geschnittenes Lamafleisch und es wurden Meerschweinchen gehalten. In einigen Regionen der Erde hielt die Landwirtschaft – und damit die Jungsteinzeit – nie (d. h. mindestens bis zur europäischen Kolonialzeit) Einzug. Zum einen sind dies Wüsten- und Polar-Regionen, die sich grundsätzlich nicht zur landwirtschaftlichen Nutzung eignen. Zum anderen sind es Regionen, die erstens keine zur Domestikation geeigneten Arten in ihrer Flora und Fauna boten sowie zweitens durch Wüsten oder ähnliche unwegsame Gebiete von den Entwicklungszentren der Landwirtschaft getrennt waren und daher nicht in Besitz geeigneter kultivierter Pflanzen und Tiere kamen (wie Australien). Heute sind nur noch wenige Naturvölker auf einer Entwicklungsstufe vor der Jungsteinzeit.

Archäologische Kulturen

Innerhalb der Jungsteinzeit lassen sich (deutlicher als in der Altsteinzeit) „typische“ Kulturen erkennen, die jeweils nach mehrhundertjähriger Dauer abgelöst wurden, bzw. in eine neue Phase eintraten. Die archäologischen Funde und Fundsituationen weisen innerhalb von zeitlich und regional bestimmbaren Regionen Ähnlichkeiten auf und deuten die Grenzen der einheitlichen Kulturräume an.

Mitteleuropa

Die früheste gut erforschte neolithische Kultur Mitteleuropas ist die bandkeramische Kultur (vor 7.500 Jahren. Am Ende verbreitet von Moldawien bis in das Pariser Becken, im Norden bis zum Nordrand der Mittelgebirge). Parallel zu dieser vorwiegend die Löss-Landschaften besetzenden Kultur dürften sich in Enklaven, besonders aber an der Peripherie mesolithische Jäger- und Sammler gehalten haben. Die Bandkeramik wurde im Gebiet des heutigen Deutschland im westlichen Verbreitungsgebiet von der Rössener Kultur abgelöst, im Osten von der Stichbandkeramik, der Oberlauterbacher Gruppe und der Münchshöfener Kultur. Weitere: La-Hoguette-Gruppe Trichterbecherkultur Michelsberger Kultur

Danubischer Raum, Südosteuropa

Im mittleren Donauraum setzte das Neolithikum mit dem Starcevo-Körös-Cris Komplex ein, in Griechenland mit der Sesklo-Kultur. Das Mittelneolithikum prägten auch die Alföld-Linearkeramik bzw. die Bükk-Kultur in Nordungarn und der Slowakei. Das Endneolithikum war in Serbien und im Banat durch die Vinča-Kultur, in Ungarn durch die Theiß-Kultur (Tisza-Kultur) bestimmt. Am Übergang zum Mittelneolithikum bricht auf dem Balkan und im danubischen Raum die Kontinuität der Tell-Siedlungen ab.

China


- Cishan-Peiligang-Kultur
- Hemudu-Kultur

Mittelamerika


- Olmeken
- Zapotec

Südamerika


- Valdivia-Kultur
- Aspero-Kultur
- Chinchoros-Kultur
- Chorrera-Kultur
- El Paraiso-Kultur

Varia

Der einzige bekannte Mensch aus der Endphase der Jungsteinzeit ist der Ötzi, der vor über 5.000 Jahren lebte. Seine Leiche blieb als gefriergetrocknete Mumie erhalten. Er hatte typische Gerätschaften der Jungsteinzeit wie Pfeil und Bogen bei sich und trug bereits ein Kupferbeil. Wichtige archäologische Stätten der Mittel- und Endphase der Jungsteinzeit (vor 6.500 bis 4.800 Jahren) und Nachfolger der Tempel auf dem Göbekli Tepe (Türkei) vor 11.000 Jahren sind die Megalithanlagen und Menhire in Carnac (Frankreich), in Skara Brae (Schottland), sowie Maltas Tempel und Newgrange und Knowth in Irland.

Technologie und Entwicklung

Die meisten Werkzeuge aus Holz, Tierknochen oder Feuerstein waren denen aus der Alt- und Mittelsteinzeit sehr ähnlich. Neu waren Beile und Äxte, die durch Sägen und Schleifen geschärft und zur Schäftung durchbohrt wurden. Ebenfalls neu war das Auftreten gebrannter Tongefäße. In den meisten Regionen traten diese meist zur Bevorratung gebrauchten Gefäße mit oder unmittelbar nach dem Entwicklung des Ackerbaus auf, in Japan dagegen aber schon weit vorher. Feuerstein Mit der beginnenden Sesshaftigkeit entwickelte sich auch der Hausbau weiter. Im Gebiet der Alpen baute man Hütten auf meterhohen Stützen („Pfahlbauten“) an den Ufergebieten der Seen; eine Bauweise, die den periodischen Überflutungen der Seeufer angepasst war. Um die Dörfer baute man riesengroße Zäune (Palisaden)zum Schutz vor Wölfen oder anderen Feinden.Auch im Seengebiet des Jangtse und am Jangtse-Delta wurde auf diese Weise gebaut. In Çatal Hüyük wurden meist rechteckige Häuser, aus Lehmziegeln und einem Holzgerippe, gebaut. Für eine sesshafte Kultur war Grundbesitz und dessen Verteidigung von großer Bedeutung; Oasenstädte wie Jericho wurden von meterhohen Mauern umgeben. Die Entwicklung der Landwirtschaft und die daraus resultierende bessere Versorgungslage führte zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl. Gleichzeitig spezialisierten sich Teile der Gruppe auf bestimmte Tätigkeiten. Es bildete sich eine geistige und politische Führungsschicht (Priester, Stammesoberhäupter, Fürsten).

Metalle

Während der Jungsteinzeit wurde auch die Metallbearbeitung entwickelt. Sie beschränkte sich aber auf gediegene (elementar vorkommende) Metalle wie Gold, Silber und Kupfer. Die ältesten Kupferfunde stammen aus Anatolien und dem Iran und sind über 9.000 Jahre alt. Aufgrund der Metallverarbeitung wird der letzte Abschnitt der Jungsteinzeit regional begrenzt als Kupfersteinzeit bezeichnet.

Religion und Kunst

Kupfersteinzeit Durch die Entwicklung von Pflanzenbau und Tierzucht kam der Idee der Fruchtbarkeit in der Vorstellung des Menschen eine größere Bedeutung zu. Analog zum Vorgang Säen–Reifen–Ernten wurde die Abfolge Geburt–Leben–Tod in die Glaubenswelt übernommen. Die Bedeutung der Frau als „Lebensspenderin“ stieg, ebenso die Rolle weiblicher Fruchtbarkeitsgottheiten in der Religion. Das Matriarchat wurde vorherrschende Gesellschaftsordnung. Erst mit der Entstehung erster staatlich organisierter Gesellschaften (den ersten Stadtstaaten in Mesopotamien) wird es vom Patriarchat abgelöst, eine Entwicklung, die bspw. im Etana-Mythos ihre religiös-mythische Begründung erhält. Wie noch heute in einigen Naturreligionen wurden heilige Kräfte in der umgebenden Tier- und Pflanzenwelt vermutet. Menschen-, tier- oder mischgestaltige Fabelwesen wurden Objekt der Verehrung, ebenso die Sonne als höchstes Wesen oder Lichtgottheit. In Ägypten entstand die Idee der Sonnenbarke. Die Tradition (aus der Mittelsteinzeit) der Wandmalerei in Höhlen wurde in einigen Regionen fortgesetzt (Skandinavien, Ostspanien), während im Nahen Osten nun die Wände von Kultgebäuden verziert wurden. Die Beisetzungen der Toten erfolgte in der Regel außerhalb der Siedlungen in Flachgräbern. In Mitteleuropa wurden bedeutende Herrscher in Hügel- oder Großsteingräbern (Megalithgräbern) beerdigt, ebenso scheint ein Toten- und Ahnenkult betrieben worden zu sein. In Ägypten begann im 4. Jahrtausend v. Chr. die Tradition unterirdischer Grabanlagen, die im Alten Reich mit den monumentalen Pyramidenbauten ihren Höhepunkt fand. Die vielfältige und abwechslungsreiche Formung und Ornamentierung von Töpferware (Keramik) lässt Archäologen einzelne Gefäße (und damit Fundplätze) einer bestimmten Kulturgruppe zuordnen. Die Art und Weise der Keramikbearbeitung wird nun auch maßgebend für die Namensgebung (durch Archäologen) für die einzelnen Kulturen (bspw. Bandkeramiker) und löst damit die Steinwerkzeuge in dieser Hinsicht ab.

Literatur

Bücher


- John Lubbock: Die vorgeschichtliche Zeit erläutert durch die Überreste des Alterthums und die Sitten und Gebräuche der jetzigen Wilden, Costenoble, Jena 1874.
- Vere Gordon Childe: Der Mensch schafft sich selbst, Verlag der Kunst, Dresden 1959.
- Jared Diamond: Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften, Fischer TB, Frankfurt/Main 1998. ISBN 3-596-14967-3
- Ernst Probst: Deutschland in der Steinzeit. Jäger, Fischer und Bauern zwischen Nordseeküste und Alpenraum, Bertelsmann, München 1991. ISBN 3-570-02669-8
- J. Müller: Die Impresso-Kultur und die Neolithisierung des Adriaraumes, Spiess Wissenschaftsverlag, Berlin 1994.
- Jürgen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit (in: Beitraege zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas, Bd. 36), Beier und Beran, Langenweissbach 2003. ISBN 3-930036-70-3
- Jeanette Werning: Früheste Scherben, frühester Reis, früheste Hirse. Zur Neolithisierung in China, in: Jörg Eckert (Hg.): Archäologische Perspektiven. Analysen und Interpretationen im Wandel, Leidorf, Rahden/Westfalen 2003, S. 103–129. ISBN 3-89646-400-0
- Daniel Zohary und Maria Hopf: Domestication of plants in the old world. The origin and spread of cultivated plants in West Asia, Europe and the Nile Valley, Oxford University Press, Oxford 32000. ISBN 0-19-850357-1

Artikel in Fachzeitschriften


- Bruce F. Benz: Archaeological evidence of teosinte domestication from Guilá Naquitz, Oaxaca, in: PNAS 98 (Februar 2001), S. 2104–2106. [http://www.pnas.org/cgi/content/abstract/98/4/2104 online]
- Daniel G. Bradley: Genetic evidence for Near-Eastern origins of European cattle, in: Nature 410 (April 2001), S. 1088–1091.
- Lounès Chikhi: Y genetic data support the Neolithic demic diffusion model, in: PNAS 99 (August 2002), S. 11008-11013. [http://www.pnas.org/cgi/content/full/99/17/11008 online]
- Richard Cordaux: Genetic Evidence for the Demic Diffusion of Agriculture to India, in: Science 304 (Mai 2004) S. 1125.
- Gordon Hillmann: New evidence of Lateglacial cereal cultivation at Abu Hureyra on the Euphrates, in: The Holocene 11/4 (Juli 2001), S. 383–393.
- Simcha Lev-Yadun: The Cradle of Agriculture, in: Science 288 (Juni 2000), S. 1602–1603
- Dani Nadel: Processing of wild cereal grains in the Upper Palaeolithic revealed by starch grain analysis, in: Nature 430 (August 2004), S. 670–673.
- Katharina Neumann: New Guinea. A Cradle of Agriculture, in: Science 301 (Juli 2003), S. 180–181.
- Dolores R. Piperno: Phylogenetic relationships among domesticated and wild species of Cucurbita (Cucurbitaceae) inferred from a mitochondrial gene, in: PNAS 99 (Januar 2002), S. 535–540. [http://www.pnas.org/cgi/content/full/99/1/535 online]
- Kevin O. Pope: Origin and Environmental Setting of Ancient Agriculture in the Lowlands of Mesoamerica, in: Science 292 (Mai 2001), S. 1370–1373.
- Bruce D. Smith: The Initial Domestication of Cucurbita pepo in the Americas 10,000 Years Ago, in: Science 276 (Mai 1997), S. 932–934.
- Melinda A. Zeder und Brian Hesse: The Initial Domestication of Goats (Capra hircus) in the Zagros Mountains 10,000 Years Ago, in: Science 287 (März 2000), S. 2254–2257.

Weblinks


- [http://www.kulturendersteinzeit.de.vu/ Kulturen der Steinzeit]
- [http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Neolithikum.htm Zur Jungsteinzeit in Oberfranken (Landschaftsmuseum Obermain Kulmbach)]
- [http://www.rserv.de/ Bilder von Großsteingräbern und Menhiren in Deutschland]

Siehe auch


- Portal:Vor- und FrühgeschichteNeolithische Revolution, Baalberger Kultur, Stonehenge, Woodhenge, Silbury Hill Kategorie:Zeitalter Kategorie:Steinzeit ko:신석기 시대

Hethiter

Die Hethiter waren ein kleinasiatisches Volk des Altertums mit einer indogermanischen Sprache. Die Hethiter bildeten im 2. Jahrtausend v. Chr. ein Großreich. Ihre Hauptstadt war die meiste Zeit Hattusa, das heutige Boğazkale (Anfang des letzten Jahrhunderts Boğazköy genannt). Ihre Existenz war mit Ausnahme einiger verstreuter Bibelstellen bis zum 19. Jahrhundert unbekannt. Schon die klassische Antike hatte keine Erinnerung mehr an sie; die Überreste ihrer Kultur wurden für ägyptisch gehalten. Von den Hethitern werden die Hattier unterschieden, die die vorindogermanische Bevölkerung Anatoliens darstellen.

Die Entdeckung der Hethiter

Der erste archäologische Hinweis auf die Hethiter tauchte in den assyrischen Handelskolonien in Kanesch (dem heutigen Kültepe) auf, wo Aufzeichnungen einen Handel zwischen den Assyrern und einem gewissen "Land Hatti" belegten. Einige Namen in den Aufzeichnungen waren weder Hattisch (Altanatolisch) noch Assyrisch sondern eindeutig indogermanisch. Die Inschrift auf einem 1884 von William Wright bei Boğazköy gefundenem Denkmal schien zu eigenartigen hieroglyphischen Inschriften in Aleppo und Hamath (Nordsyrien) zu passen. 1887 wurden die Archive von Tell-el- Amarna gefunden, die die diplomatischen Korrespondenzen von Amenophis III. und seinem Sohn Echnaton enthielten. Zwei der Briefe aus einem "Königreich Cheta" - in derselben Gegend wie das Hatti-Land in den mesopotamischen Texten gelegen - waren in gängiger akkadischer Keilschrift aber in einer unbekannten Sprache geschrieben. Sie konnten von den Wissenschaftlern gelesen, aber nicht verstanden werden. Kurz danach schlug Archibald Sayce eine Identifizierung des Hatti-Landes, des "Königreiches Cheta" und dem aus der Bibel bekannten Volksstamm der "Hethiter" vor. Dies konnte sich im frühen 20. Jahrhundert durchsetzen, sodass (zu Recht oder nicht) der biblische Name "Hethiter" auf die in Boğazköy gefundene Zivilisation überging. Bei 1905 begonnenen sporadischen Ausgrabungen in Boğazköy fand der Archäologe Hugo Winckler ein königliches Archiv mit 10000 Tafeln, die in Keilschrift und derselben unbekannten Sprache abgefasst waren wie die ägyptischen Briefe aus "Cheta", so dass die Identität dieses Namens mit den Hethitern bestätigt werden konnte. Er bewies, dass die Ruinen bei Boğazköy die Überreste der Hauptstadt eines mächtigen Reiches sind, das zeitweilig auch das nördliche Syrien kontrollierte. Schließlich wurde die Sprache dieser Tafeln vom tschechischen Linguisten Bedřich Hrozný (1879-1952) entziffert, der seine Resultate bei einem Vortrag am 24. November 1915 vorstellte. Sein Buch "Die Sprache der Hethiter; Ihre Struktur und ihre Zugehörigkeit zur Indogermanischen Sprachfamilie" erschien 1917 in Leipzig. In diesem Buch konnte er zeigen, dass die bislang geheimnisvolle Sprache der Hethiter zu den indogermanischen Sprachen zählt und somit deren älteste schriftlich festgehaltene Vertreterin ist. Das Deutsche Archäologische Institut gräbt Hattuscha seit 1932 (mit kriegsbedingten Unterbrechungen) systematisch aus.

Geschichtliche Übersicht

Hauptartikel: Geschichte der Hethiter

Vorgeschichte

Im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelte das Volk der Hattier Anatolien. Mit ihm vermischten sich die Hethiter als anatolische Sprachträger, die in der zweite Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. wahrscheinlich aus dem Kaukasus in dieses Gebiet einwanderten. Eine Präzisierung des Zeitpunkts ist schwierig, da weder eine gewaltsame Invasion noch eine Völkerverschiebung im großen Umfang stattfand. Anscheinend kamen hethitische Gruppen nach und nach nach Anatolien und vermischten sich teilweise mit der einheimischen hattischen Bevölkerung. Etwa gleichzeitig kamen auch andere indoeuropäische Einwanderer: Die Luwier ließen sich im Süden und Westen und die Palaier im Norden und Nordwesten Anatoliens nieder. Die Hethiter bildeten die neue Führungsschicht. Unter weiteren nomadischen Einflüssen kristallisierte sich Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. das Großreich der Hethiter heraus. Die Hethiter übernahmen von den Hattiern die Bezeichnung Hatti für das Land. Ihre Sprache nannten sie dagegen Nesisch, nach der Stadt Kanesch/Nescha. Der erste hethitische Großkönig, der in Hattuscha/Boğazköy seine Residenz nahm, stammte wie Anitta ursprünglich aus Kuschar, einer Stadt, die noch nicht wiederentdeckt worden ist.

Das hethitische Großreich

Kuschar Zu diesem Reich zählten weite Teile Anatoliens und zeitweise auch die nördliche Hälfte des heutigen Syrien. Hauptstadt des Reiches war Hattuscha (heute türk. Bogazköy/Bogazkale) im Norden von Zentralanatolien, etwa 150 km östlich von Ankara. Hattuscha wurde berühmt, vor allem durch ca. 30 000 Texttafeln, die hier Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurden. Bis dahin hatte man von den Hethitern nur über die altorientalischen Keilschrifttexte und die ägyptischen Hieroglyphen erfahren, die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts entziffert worden waren. Dank dem tschechische Orientalisten Friedrich Hrozny konnten ab 1915 auch die hethitischen Texte entziffern werden. Dadurch hatte man über einzigartige Quellen zu Geschichte, Religion und Kultur dieses einzigartigen Volkes. Die Herrscher Ägyptens und Babyloniens betrachteten den hethitischen Großkönig als gleichrangigen Partner, mit dem sie sowohl diplomatische Kontakte und Handelsbeziehungen unterhielten als auch Vormachtkämpfe führten. Ein einzigartiges Beispiel für dieses Spiel der Mächte ist die Schlacht bei Kadesch (1274 v. Chr.) und der nachfolgende Friedensvertrag zwischen Ramses II. und Hattusili III. Hierbei handelt es sich um den ältesten bekannten Friedensvertrag der Welt, von dem unter anderem eine Kopie - als ein Symbol für den Frieden - im UNO-Gebäude in New York City zu sehen ist. Nach dem Untergang des hethitischen Großreichs im frühen 12. Jahrhundert v. Chr., evident durch die Zerstörung der meisten bisher bekannten städtischen Zentren Zentralanatoliens durch Brände und den Verlust unzähliger Schätze, überleben im Osten und sehr wahrscheinlich auch im Süden (Tarhuntassa) noch mehrere Jahrhunderte einige späthethitische (Klein-)Fürstentümer wie Karatepe, Meliddu und Zincirli, die z. T. offenbar zunehmend aramäisiert werden und schließlich unter assyrische Herrschaft fallen.

Schrift und Sprache

Hauptartikel: Hethitische Sprache Die Sprache der Hethiter zählt zur anatolischen Untergruppe der indogermanischen Sprachfamilie. Von den Hattiern, die eine vermutlich vor-indoeuropäische Alt-anatolische Sprache sprachen, übernahmen sie die Bezeichnung Hatti für das Land. Ihre Sprache nannten die Hethiter dagegen Nesili (Nesisch), nach der Stadt Kanisch/Nescha. Das Hethitische (auch Hittitisch), ist die älteste bekannte indogermanische Sprache. Im Hethiterreich scheinen auch noch verschiedene andere Sprachen wie Luwisch oder Palaisch gebräuchlich gewesen zu sein, die allerdings mit dem Hethitischen mehr oder weniger eng verwandt waren. Das Luwische spielte für den Kult eine besondere Rolle. Mit diesen Sprachen bildet das Hethitische den anatolischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie, der sich von den übrigen Zweigen vor allem im Wortschatz teilweise stark unterscheidet. Man schrieb auch mit unterschiedlichen Schriftsystemen. Während die offizielle diplomatische Korrespondenz und die Palastarchive in der assyrischen (akkadischen) Keilschrift verfasst wurden, benutzte man für die zahlreichen Felsreliefs und offiziellen Inschriften die sogenannte Hieroglyphenschrift, die, wie man heute weiß, einen luwischen Dialekt darstellt. Auch das Hurritische war eine wichtige Diplomatensprache, die besonders im Kontakt mit dem Mittanireich Verwendung fand.

Die Struktur des Hethiterreiches

Das Reich der Hethiter war ein relativ kompliziertes Gebilde mit deutlichen Anklängen an ein feudales System. An der Spitze stand der Großkönig (Labarna, später auch Tabarna), der oberster Priester, Richter und Feldherr war und über eine Anzahl nachgeordneter Könige herrschte, die größtenteils aus den angestammten Herrscherhäusern der Gebiete kamen. Diese Vasallenkönige mussten dem Großkönig einen persönlichen Eid ableisten, der bei jedem Wechsel auf dem hethitischen Thron erneuert werden musste, was auch regelmäßig zu Unruhen führte. Neben diesen Vasallenkönigen gab es in der Großreichszeit (also ab etwa 1350 v. Chr.) die Vizekönigreiche von Kadesch und Aleppo in Nordsyrien, die von Mitgliedern der königlichen Sippe verwaltet wurden und vor allem im militärischen Bereich große Selbständigkeit gegenüber der Zentralgewalt genossen. Eine ähnliche Position hatte auch der König von Mira, der ebenfalls in der Spätzeit für die westlichen Gebiete Anatoliens zuständig war. Neben dem Großkönig stand die Großkönigin, die Tawananna, die erstaunlich selbständig war und im eigenen Namen Staatsverträge abschließen konnte. Sie war oberste Priesterin und verlor diese Position auch beim Tod ihres Gemahls nicht. Neben dem König stand der hethitische Senat (Panku), der an Gesetzen und Verträgen mitwirkte und sogar das Recht hatte, über den König zu richten. Dies war in der "Verfassung des Telipinu" (um 1460 v. Chr.) festgelegt. "Verfassung" ist hier eine nicht so weit hergeholte Analogie - das Dokument sieht einer modernen Verfassung wirklich relativ ähnlich. Im Kern ist es eine Nachfolgeregelung für den Thron des Großkönigs, worin genau festgelegt wird, in welcher Reihenfolge die Prinzen thronfolgeberechtigt sind. Zum Wächter dieser Bestimmungen wird der Panku eingesetzt, der somit die oberste Legalitätsinstanz bildet. Der eigentliche Zweck dieser "Verfassung", den ständigen Thronwirren ein Ende zu setzen, wurde allerdings verfehlt: auch in der späteren hethitischen Geschichte sind Thronstreitigkeiten und Usurpationen ein ständig wiederkehrendes Vorkommnis. Insgesamt zeigt sich hier aber eine Interpretation des Königtums als Primus inter pares, wie sie im Alten Orient eher selten ist.

Die Hethiter in der Bibel

Vor den archäologischen Funden in Hattusa waren die Hethiter nur aus der Bibel bekannt, so dass lange Zeit geglaubt wurde, sie seien ein einheimischer Stamm in Kanaan gewesen. Die Identifizierung mit den Hethitern Kleinasiens war auch längere Zeit umstritten, es wurde an eine zufällige Namensgleichheit geglaubt. Allerdings waren die aus den syrischen Vizekönigreichen hervorgegangenen späthethitischen Kleinstaaten dem Staat Israel benachbart und erscheinen wohl daher in der Bibel. Eine andere Möglichkeit (die die erste nicht ausschließt) wäre, dass im Zug des Seevölkersturmes auch hethitische Elemente in den Vorderen Orient gekommen sein dürften. Jedenfalls werden die Namen von einigen Stadtfürsten nach dieser Zeit als hethitisch oder luwisch identifiziert; sogar der Name des Berges Zion könnte möglicherweise hethitisch sein. Im Alten Testament werden sowohl das Volk der Hethiter als auch einzelne Mitglieder dieses Volks des Öfteren erwähnt, unter anderem in vier der fünf Bücher des Mose, im Buch Josua und im Buch der Richter. Urija (Uria), der Ehemann von Bathseba, mit der König David die Ehe brach, und den der König später bei einer Schlacht in den Tod schickte, war ebenfalls Hethiter. [http://www.michaelmaxwolf.de/bilder/antike/alter_orient/friedensvertrag_keilschrift.jpg Der Friedensvertrag zwischen dem Hethitischen Reich und Ägypten in Keilschrift]

Siehe auch


- Liste der hethitischen Großkönige

Literatur


- Akurgal, Ekrem: Die Kunst der Hethiter, Hirmer, München 1961.
- Bittel, Kurt: Die Hethiter, Beck, München 1976. ISBN 3-406-03024-6
- Bryce, Trevor: The Kingdom of the Hittites, Clarendon Press, Oxford 1998. ISBN 0-19-814095-9
- Brandau, Birgit und Schickert, Hartmut: Hethiter. Die unbekannte Weltmacht, Piper, München 2001. ISBN 3-492-04338-0
- Lehmann, Johannes: Die Hethiter. Volk der 1000 Götter, Pawlak, Herrsching 1986. ISBN 3-88199-269-3
- Neve, Peter: Hattusa - Stadt der Götter und Tempel, von Zabern, Mainz 1993. ISBN 3-8053-1478-7
- Die Hethiter und ihr Reich, Theiss, Stuttgart 2002. ISBN 3-8062-1676-2

Weblinks


- [http://www.michaelmaxwolf.de/antike/alter_orient/hethiter.htm Ausführliche Informationen zu den Reichen der Hethiter mit 3 großen historischen Karten]
- [http://www.dainst.org/index_643_de.html Berichte zu den aktuellen Ausgrabungen und Forschungen des DAI in Hattuscha]
- [http://www.hattuscha.de Onlinebericht über Hattuscha mit historischem Abriss über die Hethiter]
- [http://www.hethitologie.de Zur Fachgeschichte und Kurzbiographien bekannter Hethitologen] ! Kategorie:Historische asiatische Ethnie Kategorie:Alter Orient ja:ヒッタイト

Abraham

Abraham (hebr. אברהם, arab. ابرَاهِيم - Ibrahim) ist eine zentrale Figur des Alten Testamentes bzw. der Hebräischen Bibel, die ihn als Stammvater Israels sieht. Seine Geschichte wird in der Genesis erzählt. Danach lebte er um 1900 v. Chr. und gehört zusammen mit Isaak und Jakob zu den Erzvätern, aus denen der Zwölfstämmebund des Volkes Israel hervorgegangen sein soll. Sieht man einmal von seiner Vereinnahmung als Stammvater durch das Judentum einerseits und von der Erklärung Abrahams als eine Personifizierung herrschender Verhältnisse andererseits ab, so liegt seine religionshistorische Bedeutung in der Tatsache, dass er das Menschopfer durch ein "pars pro toto" (ein Teil für das Ganze) Opfer, die Beschneidung zu ersetzen sucht. Von Abraham leiten sich aber nicht nur das Judentum, sondern auch der Islam und das Christentum ab. Darum bezeichnet man alle drei auch als abrahamitische Religionen. In ihrem Trialog spielt die Figur des Stammvaters eine große Rolle. Die Abrahamserzählung ist im ersten Buch Mose (Genesis) 12 - 25 zu finden.

Abraham des AT

Abraham hieß ursprünglich Abram und wird als Vater der monotheistischen Religionen betrachtet. Zusammen mit seinem Vater Terach war er aus Ur in Chaldäa (dem Süden des heutigen Irak) nach Harran (bei Şanlıurfa, Türkei) gewandert. Dort wurde er von Gott berufen und mit seiner kinderlosen Frau Sarai und seinem Neffen Lot in das Land Kanaan geschickt. Hier will Gott aus ihm ein großes Volk machen. Trotz der verheißenen Nachkommenschaft glaubte seine 70-jährige Frau nicht, dass sie ihrem Mann ein Kind gebären könne und gab ihm ihre Magd Hagar, mit der Abram Ismael zeugte. Gott schloss mit Abraham einen "neuen" Bund, der ein Schisma der Religion darstellt und fordert die Beschneidung. Er gibt Abram und Sarai neue Namen: Abraham und Sara. Als er Abraham ein weiteres Mal erscheint, kündigt er ihm die Geburt eines Sohnes mit Sara an (sowie den Untergang Sodoms). Tatsächlich wird Sara schwanger und gebärt Isaak, als Abraham hundert Jahre alt ist, woraufhin sie Hagar und Ismael verstößt. Die Metapher, nach der Gott Abrahams Glauben auf die Probe stellt, indem er ihm befiehlt, seinen Sohn Isaak zu opfern (Opferung Isaaks), stellt in Wahrheit die Abkehr vom Menschenopfer dar. Der Widder, der anstatt Isaak geopfert wird, wird in der Folge bei Hirtennomaden geopfert. Die Episode gab dem Abraham-Test in der Psychologie, bei der die menschliche Bereitschaft, im Auftrag einer Autorität Unmenschliches zu tun, getestet wird, seinen Namen. Nach dem Tod Saras nimmt sich Abraham Ketura zur Frau, die ihm bis zu seinem Tod sechs weitere Söhne gebar. Das Opfer Isaaks fand angeblich auf dem Berg Gerizim bei Samaria statt, wo in hellenistischer Zeit ein Tempel errichtet wurde.

Abraham im Islam

Im Islam gilt Ibrahim (Abraham) als Prophet, der erkannte, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) geht nach islamischer Auffassung auf Ibrahim zurück. Ebenso gepriesen wird seine Bereitschaft, seinen Sohn (nach muslimischer Auffassung Isma'il) für den einzigen Gott zu opfern. Mit seinem Sohn Isma'il (Ismael), dem ihm Hadschar (Hagar) gebar, gilt er dem Islam als Stammvater der Araber. Die Muslime ehren sein Grab in Hebron (al-Chalîl).Abrahm war ein Nomade.Nomaden wohnen in Zelten.Die Nomaden bevölkern die Wüstenrandgebiete.

Zitate


- Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein. Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. (1. Mose 15,3-6 wiedergegeben nach der Lutherbibel Ausgabe 1912)
- Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, daß dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen müssen. Darnach sollen sie ausziehen mit großem Gut. Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. ... An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat. (1. Mose 15,13-16,18 wiedergegeben nach der Elberfelder Bibel Ausgabe 1905)
- Sprecht: "Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben." Sure 2, Ayat 136 [http://www.islam.de/1422.php Ungefähre Bedeutung des Quran in deutscher Sprache], Mohammed Rassoul, IB Verlag Islamische Bibliothek

Siehe auch


- Abrahamstag
- Portal:Bibel
- Bibelstudium
- Stammbaum Jesu
- Die Bibel - Abraham (Verfilmung mit Richard Harris als Abraham und Barbara Hershey als Sara)

Weblinks


- [http://www.weltethos.org/pdf_dat/i_abraha.pdf. "Streit um Abraham"] von Karl-Josef Kuschel
- [http://www.c-b-f.org/start.php?CONTID=09_05_03_01_00&LANG.de/ Adel Theodor Khoury, "Abraham - ein Segen für die Völker nach der jüdischen, christlichen und islamischen Tradition"]
- [http://www.sedos.org/english/khoury.htm derselbe, englische Originalversion]
- [http://www.horstkannemann.de/klappert.html "Abraham eint und unterscheidet" - Begründung eines Trialogs zwischen Juden, Christen und Muslimen] von Bertold Klappert
- http://www.br-online.de/alpha/forum/vor9812/19981222_i.shtml - BR-alpha-Forum: Ruth Lapide, Historikerin und Religionswissenschaftlerin im Gespräch mit Dr. Walter Flemmer über Abraham Kategorie:Biblische Person altes Testament Kategorie:Koran ja:アブラハム ko:아브라함 nb:Abraham

Bön

Bön (tibetisch transliteriert: Bon) war die vorherrschende Religion in Tibet, als im 8. Jahrhundert der Buddhismus ins Land gelangte. Sie war von schamanistischen und animistischen Glaubensvorstellungen geprägt. Für die Anhänger bedeutet das Wort "Bön" soviel wie "Wahrheit", "Wirklichkeit" und "Wahre Lehre", also dasselbe wie für tibetische Buddhisten (Vajrayana) der Ausdruck "Chö". Vajrayana

Geschichte

Bis zum 7. Jahrhundert war der Bön-Glaube vor allem in Zhang-Zhung, einem Land, das den Berg Kailash umgibt, bis hin zum Manasarova-See im Westen Tibets verbreitet. Manasarova-See Die Königsdynastie von Zhang-Zhung ging im 8.Jahrhundert mit der Eroberung durch den zentraltibetischen König Trisong-Detsen und dem Tod des Königs Ligmincha (Ligmirya) zu Ende. Durch die Einführung des Buddhismus im 9. Jahrhundert erhielt dieser alte Glaube Konkurrenz und wurde stark verdrängt, waren doch bisher Bön-Lamas zum Beispiel für die Bestattungsrituale des Königs zuständig. König Langdarma (Regierungszeit 836-842) verfolgte nur wenig später, den seit König Trisong Detsen immer einflussreicher werdenden Buddhismus, und förderte den Bön. Doch seine Ermordung führte zur Verdrängung des Bön in die Ost- und Westgebiete des tibetischen Kulturraumes. Möglicherweise hat in dieser Zeit religiöser Wirren und Verfolgung ein erster Austausch tantrischer Lehren zwischen der Nyingma- und der Bön-Tradition stattgefunden. Nyingma Ab dem 11. Jahrhundert reformierten sich Teile der Bön-Religion. Anhänger des Bön schufen nun ein systematisches Lehrgebäude, gaben sich Ordensregeln ähnlich denen der buddhistischen Klöster und bildeten ihre Gottheiten ab. Die Schule des "Yungdrung Bön" bezeichnet den Meister Shenrab Miwoche (geb. 1856 v.Chr) als Ausgangspunkt ihrer Überlieferung. Durch ihn sollen auch die früher in Tibet verbreiteten blutigen Tieropfer durch symbolische Opferungen abgelöst worden sein. Im Jahre 1405 wurde das Kloster Menri von dem Bön-Lama Nyamed Sherab Gyaltsen gegründet. Dieses Kloster wurde zusammen mit dem Kloster Yungdrung Ling zu den bedeutendsten Klöstern der Bön. Die Bön-Tradition, wie auch die buddhistischen Traditionen Tibets, litt im 20. Jahrhundert stark unter der chinesischen Kulturrevolution (1966-76). Kein einziges Kloster hat die Wirren dieser Zeit unbeschadet überstanden. Das bedeutendste Kloster Menri, musste nach Dolanji ins indische Exil verlegt werden. 1977 erkannte der Dalai Lama den Bön als fünfte spirituelle Schule Tibets an, und ein Vertreter wurde in die Exiltibetische Regierung berufen.

Schulen und Lehren

Alter Bön

Alter Bön überliefert die Gebräuche und den ursprünglichen Volksglauben Tibets bevor der Buddhismus in Tibet eingeführt wurde. Er beinhaltet Schamanistische Elemente und teilweise animistische Praktiken. In ihm spielen beseelte Naturphänomene und deren Beherrschung bzw. Besänftigung durch magische Rituale eine wichtige Rolle. Die Ursprünge des Alten Bön gehen weit in die vorgeschichtliche Zeit zurück. Exiltibetische Regierung

Yungdrung-Bön

Exiltibetische Regierung Yungdrung Bön, auch "Ewiger Bön" genannt, wurde von Tonpa Shenrab Miwoche nach Tibet gebracht. Dieser wird von den Bön als Buddha betrachtet. Im Yungdrung Bön sind im weiteren die Meister Tapihritsa und Drenpa Namkha bedeutend. Die Lehren dieser Schule umfassen mehr als 200 Werke. Darunter finden sich Schriften zu Philosophie, Heilkunde, Metaphysik und Kosmologie. Insbesondere die philosophischen Grundlagen stehen denen der Buddhisten nahe. Lehren über Karma (Das Gesetz von Ursache und Wirkung) und über Mitgefühl lösten die Glaubenselemente des Alten Bön ab. Die Gottheiten des Alten Bön wurden im Sinne von Meditations-Gottheiten (Yidam-Gottheiten) integriert oder als Schützer der Lehre eingebunden. Die Lehren des Yungdrung-Bön teilen sich auf in die sog."Neun Wege", "Vier Pforten und eine Schatzkammer" und in die "Äusseren, Inneren und Geheimen Unterweisungen". Der letzte Teil der Lehren teilt sich auf in Sutra, Tantra und Dzogchen, ganz ähnlich derer, die auch in der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus zu finden sind. Es gibt aber Hinweise, dass Dzogchen, die Lehren über die "Grosse Vollkommenheit", bereits vor Einführung der buddhistischen Lehren in Tibet, in Zhang Zhung existierten. Die Dzogchen-Lehren der Nyingma wurden im Gegensatz dazu aus dem indischen übertragen. Unter den Lehren der Bön finden sich auch die Belehrungen des "Zhang Zhung Nyan Gyud", den ältesten schriftlichen Überlieferungen eines Meditationssystems der Bön. Aber auch andere Praktiken der höheren Tantras, so z.B. die Yidam-Praxis auf Chakrasamvara oder Vajrakilaya sind mit jeweils eigener Bön-Bezeichnung in den Lehren der Bön zu finden. Berühmte Lehrer der Tradition des Yungdrung-Bön sind der ehrwürdige Lopön Tenzin Namdak Rinpoche und Tenzin Wangyal Rinpoche. Beide Meister lehren auch im Westen. Ein grosser Meister der Bön, der aber auch bei den Nyingma in hohem Ansehen steht, war der in den dreißiger Jahren verstorbene Mahasiddha Shardza Tashi Gyaltsen.

Neuer Bön

Neuer Bön, auch "reformierter Bön" genannt, steht systematisch zwischen Yungdrung Bön und der buddhistischen Nyingma-Tradition. Er entwickelte sich ab dem 14. Jahrhundert aus einer Synthese von Lehrelementen des Yungdrung-Bön und Elementen der Nyingma. Zur Zeit der Einführung des Buddhismus in Tibet im 8.Jahrhundert wurden nicht nur buddhistische Schriften aus Indien ins Tibetische übersetzt, auch Schriften der Bön-Tradition wurden zusammengetragen. Sie haben aber nicht Eingang in den buddhistischen Kanon gefunden, sondern wurden später von Guru Rinpoche, dem legendären Gründer der Nyingma-Schule und seinen engsten Schülern verborgen, um sie für zukünftige Zeiten zu bewahren. Diese "Terma" genannten verborgenen Texte mit Bön-Hintergrund, wurden seit dem 14.Jahrhundert wiederentdeckt. Sie sind ihrem Inhalt nach nicht buddhistisch im eigentlichen Sinn, unterscheiden sich aber von den Lehren des Yungdrung Bön. Zur Schule des Neuen Bön zählt unter anderem die Dorje Lingpa-Tradition.

Literatur


- Bru-sgom rGyal-ba g.yung-drung, The Stages of A-Khrid Meditation - Dzogchen Practice of the Bon-Tradition, Library of Tibetan Works and Archives, Dharamsala 1996, ISBN 81-86470-03-4
- Christoph Baumer, Bön - Die lebendige Ur-Religion Tibets, Akademische Druck- und Verlagsanstalt 1999, ISBN 320101723-X
- Andreas Gruschke: [http://www.gruzim.de/Kham1.htm The Cultural Monuments of Tibet’s Outer Provinces: Kham - Volume 1. The TAR Part of Kham (Tibet Autonomous Region)], White Lotus Press, Bangkok 2004, S. 80-84, ISBN 3891553137
- Michael A. Nicolazzi, Geheimes Tibet - Die Ur-Religion des Bön, Patmos-Verlag 2003, ISBN 3491694000
- Namkhai Norbu, Dzogchen-Der Weg des Lichts, Diederichs Verlag, München 1989, ISBN 3-424-01462-1
- Tenzin Wangyal, Der kurze Weg zur Erleuchtung - Dzogchen-Meditationen nach den Bön-Lehren Tibets, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-13233-9
- Tenzin Wangyal Rinpoche, Übung der Nacht - Meditationen in Schlaf und Traum, Diederichs Verlag 2001, ISBN 3720521893
- Tenzin Wangyal Rinpoche, The Tibetan Yogas of Dream and Sleep,(Englische Ausgabe von Übung der Nacht) Snow Lion Publications, ISBN 1-55939-101-4
- Shardza Tashi Gyaltsen/Lopon Tenzin Namdak, Heartdrops of Dharmakaya, Snow Lion Publications

Weblinks


- Bön-Geschichte [http://www.shedrupling.at/KC/eng/eng_spir/bon1.html]
- Bön-Garuda [http://www.bongaruda.de]
- Dorje Lingpa Tradition [http://www.dorjelingpa.net]
- Ligmincha Institute [http://www.ligmincha.org]
- Yungdrung-Bön [http://www.yungdrung-bon.net]
- Lopön Tenzin Namdak [http://www.shedrupling.at/KC/eng/eng_spir/bon.html] Kategorie:Buddhismus Kategorie:Buddhismus in Tibet Kategorie:Vajrayana Kategorie:Dzogchen Kategorie:Naturreligion ja:ボン教

Kategorie:Jahrhundert

Kategorie:Chronik ja:Category:世紀

Granulomatose de Wegener

La maladie de Wegener (ou granulomatose de Wegener) est une maladie auto-immune qui doit son nom à l'anatomo-pathologiste allemand Friedrich Wegener (19071990) qui a décrit la maladie en 1939. Cette maladie est une forme de vasculite systémique qui se caractérise par des inflammations des parois des petites artères. Ces inflammations peuvent se manifester dans plusieurs organes. Les inflammations des vaisseaux entraînent une nécrose des tissus des organes. De plus, on observe des accumulations caractéristiques de cellules inflammatoires (granulomes), en l'occurrence dans le nez et les poumons. Mais les reins sont également souvent touchés, de même que la peau, les yeux, les articulations, le système nerveux central et périphérique et le tube digestif. Vus les dommages subis par l'organe atteint, cette maladie peut être grave et rendre une immunosuppression de longue durée nécessaire. Cette maladie fait partie d'un groupe de nombreux syndromes liés à des vasculites et qui tous réagissent positivement au test des ANCAs (antineutrophil cytoplasmic antibodies = anticorps antineutrophiles cytoplasmatiques) et atteint les petits et les moyens vaisseaux sanguins . Dans ce groupe, on trouve également le syndrome de Churg-Strauss et la polyangéite microscopique. La maladie peut débuter dans chacun de ces organes, sans que les autres organes n'y participent. Ce qui fait que son début passe souvent inaperçu.

Lien externe


- [http://www.vasculitis.nl Friedrich Wegener Stichting] Wegener

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