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1930

1930

Ereignisse


- Die Gangster Al Capone und „Bugs“ Moran teilen Chicago unter sich auf
- Der bei Blohm & Voss gebaute neue SchnelldampferEuropa“ tritt seine Jungfernreise nach New York an und gewinnt dabei das Blaue Band

Politik


- 1. Januar: Jean-Marie Musy wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die kommunistische Zeitung Daily Worker erscheint erstmals in Großbritannien
- 1. Januar: Die Arbeitslosenversicherung wird im Deutschen Reich von 3 auf 3,5 % angehoben
- 2. Januar: Gewaltteilung in der Republik China. Präsident Chiang Kai-shek behält die zivile Gewalt, Yen Hsi-schan die militärische Gewalt
- 22. Januar bis 22. April Londoner Marineabrüstungskonferenz zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan und Italien
- 12. März: Mahatma Gandhi führt einen Protestmarsch, den so genannten Salzmarsch, gegen das britische Salzmonopol an
- 28. März: Konstantinopel erhält offiziell den Namen „İstanbul
- 29. März: Heinrich Brüning wird zum Reichskanzler ernannt
- 1. Mai: Die Einführung der Mineralölsteuer in Deutschland bewirkt höhere Benzinpreise
- 6. Juni: Carol II. wird König von Rumänien
- 27. Juni: In Island wird das 1.000jährige Bestehen des Althing, ihres Parlaments, gefeiert
- 30. Juni: Frankreich räumt auf Grund des Young-Planes die Zone 3 des besetzten Gebietes (Wiesbaden, Mainz, Bingen, Trier und die Pfalz)
- 18. Juli: Auflösung des Reichstages durch Reichspräsidenten Paul von Hindenburg
- 23. Oktober - Der Präsident der Chinesischen Republik, Chiang Kai-shek, tritt zum methodistischen Glauben über und wird getauft.
- Unterzeichnung der Haager Schlußakte, mit der die Reparationszahlungen Deutschlands abschließend geregelt werden

Wissenschaft und Technik


- 18. Februar: Entdeckung des Planeten Pluto durch Clyde Tombaugh
- 11. Juli: Das erste Bildtelegramm wird aus Berlin ins chinesische Nanking über Kurzwelle übertragen
- 13. Oktober: Major Nello Marinelli, Italien, flog mit einem von Corradino d'Ascanio konstruierten Koaxialhubschrauber 1078 m weit: Weltrekord
- 13. Oktober: Erstflug der Ju 52
- Wolfgang Pauli postuliert die Existenz des Neutrinos
- Kurt Gödel veröffentlicht seinen Unvollständigkeitssatz
- Walther Bothe und Herbert Becker entdecken die Neutronen (?, 1932, James Chadwick)
- Paul Dirac postuliert Antimaterie (Antiteilchen)
- George Gamow gibt sein Tröpfchenmodell des Atomkerns an
- Philo Taylor Farnsworth beschreibt und patentiert die Idee zum Bau eines Sekundärelektronen-Vervielfachers (Photomultiplier)

Kultur


- 6. Januar: Uraufführung der komischen Oper Le Roi d'Yvetot von Jacques Ibert an der Opéra-Comique in Paris
- 14. Januar: Uraufführung des Musicals Strike up the Band von George Gershwin am Times Square Theatre in New York
- 21. Februar: Uraufführung der Operette Viktoria und ihr Husar von Paul Abraham in Budapest
- 9. März: Uraufführung der Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill in Leipzig
- 2. Oktober: Das Pergamonmuseum in Berlin wird eröffnet
- 3. Oktober: Uraufführung der Oper Vom Fischer und syner Frau von Othmar Schoeck an der Staatsoper in Dresden
- 14. Oktober: Uraufführung des Musicals Girl Crazy von George Gershwin am Alvin Theatre in New York
- 8. November: Uraufführung des Singspiels Im weißen Rößl von Ralph Benatzky im Großen Schauspielhaus in Berlin
- 9. November: Uraufführung der Oper Soldaten von Manfred Gurlitt in Düsseldorf
- 29. November: Uraufführung der romantischen Oper Morana von Jakov Gotovac in Brünn, (Brno)
- 12. Dezember: Uraufführung der Operette Les Aventures du Roi Pausole von Arthur Honegger am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 26. Dezember: Uraufführung der Operette Der verlorene Walzer von Robert Stolz in Dresden
- Agatha Christie veröffentlicht die erste Miss-Marple-Geschichte
- Premiere des Antikriegsfilmes Im Westen nichts Neues nach Erich Maria Remarques gleichnamigem Roman
- Der Kummerbund zum Smoking beginnt sich in Kontinentaleuropa durchzusetzen
- Der US-amerikanische Fox-Konzern führt in Deutschland die „tönende“ Wochenschau ein
- Eröffnung des Karl Ernst Osthaus-Museum

Katastrophen


- 4. Januar: Strandung des Panzerkreuzers „Edgar Quinet“ (Frankreich) in der Nähe von Oran (Algerien). Die über 1000 Mann starke Besatzung kann gerettet werden. Totalverlust des Kreuzers
- 6. Mai: Erdbeben der Stärke 7,2 im Iran, etwa 2.500 Tote
- 23. Juli: Erdbeben der Stärke 6,5 in Italien 1.430 Tote
- 4. Oktober: Bei einer versuchten Notlandung geriet das britische Starrluftschiff R101 nahe Beauvais, 60 km nördlich von Paris, in Brand. Das Unglück forderte 48 Menschenleben und war damit das verlustreichste in der zivilen Luftschifffahrt

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Erste Fußballweltmeisterschaft, Gastgeber Uruguay gewinnt auch gleich gegen Argentinien im Finale
- Deutscher Meister: Hertha BSC
- 12. Juni: Max Schmeling wird Box-Weltmeister
- Ski 1930 wird zum ersten Mal das Lauberhorn-Rennen/Abfahrt in Wengen/Schweiz durchgeführt
- Das Todesrad wird in den USA erfunden

Geboren


- 1. Januar: Klaus Kindler, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2001)
- 1. Januar: Werner Heider, Komponist, Pianist und Dirigent
- 1. Januar: Ack van Rooyen, niederländischer Jazz-Trompeter
- 1. Januar: Dschafar Muhammad an-Numeiri, Präsident des Sudan von 1971–1985
- 4. Januar: Christoph Albrecht, deutscher Organist, Dirigent und Komponist
- 7. Januar: Gardy Granass, deutsche Filmschauspielerin
- 9. Januar: Carl-Ludwig Wagner, deutscher Politiker
- 9. Januar: Ernst Dieter Lueg, Journalist († 2000)
- 10. Januar: Roy Disney, Neffe des Gründers der Walt Disney Company, Walt Disney
- 11. Januar: Rod Taylor, australischer Schauspieler
- 12. Januar: Glenn Yarbrough, US-amerikanischer Sänger der Gruppe Limeliters
- 13. Januar: Bobby Lester, US-amerikanischer Sänger († 1980)
- 14. Januar: Eckart Friedrichson, deutscher Schauspieler († 1976)
- 15. Januar: John Unnerud, norwegischer Rallyefahrer
- 15. Januar: Earl Hooker, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1970)
- 20. Januar: Edwin Aldrin, Astronaut, Zweiter Mensch auf dem Mond
- 20. Januar: Edeltraud Eckert, deutsche Schriftstellerin († 1955)
- 20. Januar: Werner Schuster, deutscher Politiker († 2001)
- 20. Januar: Egon Bondy, tschechischer Dichter und Philosoph
- 21. Januar: Günter Lamprecht, deutscher Schauspieler
- 22. Januar: Hildegard Goss-Mayr, österreichische Friedensaktivistin und Schriftstellerin
- 23. Januar: Mervyn Rose, australischer Tennisspieler
- 24. Januar: John Romita Sr., US-amerikanischer Comiczeichner
- 25. Januar: Hans-Günther Toetemeyer, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 25. Januar: Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken († 2001)
- 27. Januar: Aloysius Matthew Ambrozic, Erzbischof von Toronto in Kanada und Kardinal
- 27. Januar: Bobby Bland, schwarzer Blues- und Soulsänger
- 28. Januar: Kurt Biedenkopf, deutscher Politiker und Ministerpräsident
- 29. Januar: Derek Bailey, englischer Gitarrist und Improvisationskünstler
- 30. Januar: Alfred Herrhausen, deutscher Bankier und Vorstandssprecher der deutschen Bank († 1989)
- 30. Januar: Egon Klepsch, deutscher Politiker
- 30. Januar: Usko Meriläinen, finnischer Komponist und Dirigent († 2004)
- 30. Januar: Nikolai Georgijewitsch Putschkow, russischer Nationaltorhüter im Eishockey († 2005)
- 30. Januar: Gene Hackman, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Januar: Joakim Bonnier, schwedischer Sportwagen- und Formel-1-Rennfahrer († 1972)
- 31. Januar: Sergius Golowin, Schweizer Publizist und Mythenforscher
- 1. Februar: Dieter Röttger, norddeutscher Maler und Graphiker († 2003)
- 1. Februar: Otto Anton Eder, österreichischer Schauspieler und Regisseur († 2004)
- 2. Februar: Reiner Süß, deutscher Kammersänger und Entertainer
- 5. Februar: Dorothea Kobs-Lehmann, deutsche Künstlerin
- 5. Februar: Alfred Söllner, deutscher Rechtswissenschaftler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 5. Februar: Ilon Wikland, schwedische Kinderbuch-Illustratorin
- 8. Februar: Eva Strittmatter, deutsche Dichterin und Schriftstellerin
- 8. Februar: Erich Böhme, Journalist
- 8. Februar: Catherine Hardy, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 10. Februar: Robert Wagner (Schauspieler), US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 12. Februar: Herbert Nachbar, deutscher Schriftsteller (DDR) († 1980)
- 12. Februar: Gerhard Rühm, österreichischer Schriftsteller, Komponist und bildender Künstler
- 13. Februar: Ernst Fuchs (Maler), österreichischer Maler
- 13. Februar: Karl Deres, Politiker
- 18. Februar: Rik Battaglia, italienischer Schauspieler
- 18. Februar: Bradley Smith, US-amerikanischer Revisionist
- 19. Februar: John Frankenheimer, US-amerikanischer Regisseur und Produzent († 2002)
- 21. Februar: Wilfried Minks, deutscher Bühnenbildner und Theaterregisseur
- 22. Februar: Giuliano Montaldo, italienischer Filmemacher und Regisseur
- 23. Februar: Ignaz Kiechle, deutscher Politiker († 2003)
- 23. Februar: Goro Shimura, Mathematiker
- 26. Februar: Erich Kiesl, deutscher Politiker
- 26. Februar: Lasar Naumowitsch Berman, russischer Pianist († 2005)
- 27. Februar: Berndt Heydemann, Umweltminister von Schleswig-Holstein
- 27. Februar: Joanne Woodward, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Leon Neil Cooper, US-amerikanischer Physiker
- 1. März: Eberhard Fiebig, deutscher Bildhauer
- 1. März: Gastone Nencini, italienischer Radrennfahrer († 1980)
- 2. März: Dieter-Julius Cronenberg, deutscher Politiker
- 2. März: Sergei Adamowitsch Kowaljow, russischer Dissident und Politiker
- 3. März: Heiner Geißler, deutscher Politiker
- 3. März: Ion Iliescu, rumänischer Politiker
- 5. März: Toni Hiebeler, Fotograf, Bergsteiger, Publizist († 1984)
- 5. März: John Ashley (Eishockey), NHL-Schiedsrichter
- 6. März: Lorin Maazel, US-amerikanischer Dirigent
- 7. März: Antony Armstrong-Jones, Designer, Photograph
- 8. März: Almuth Lütkenhaus, bildende Künstlerin
- 8. März: Lonny Kellner, deutsche Schauspielerin und Sängerin († 2003)
- 8. März: Pjotr Grigorjewitsch Bolotnikow, ehemaliger sowjetischer Leichtathlet
- 8. März: Carl Gustaf Ströhm, konservativer deutscher Journalist († 2004)
- 9. März: Stephen Fumio Hamao, ehemaliger Bischof von Yokohama und Kardinal
- 9. März: Kurt Sobotka, österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Autor
- 10. März: Ronny, deutscher Schlagersänger, Komponist und Produzent
- 10. März: Fritz Schenk, rechtskonservativer Publizist und ehemaliger Fernsehjournalist
- 11. März: Günter Sieber, Minister für Handel und Versorgung und Botschafter der DDR in Polen
- 11. März: Troy Ruttman, Rennfahrer († 1997)
- 14. März: Helga Feddersen, deutsche Schauspielerin († 1990)
- 14. März: Dieter Schnebel, deutscher Komponist
- 14. März: Henk Angenent, niederländischer Fußballspieler († 1977)
- 14. März: Jegor Wladimirowitsch Jakowlew, russischer Journalist und Schriftsteller († 2005)
- 15. März: Andreas Okopenko, österreichischer Schriftsteller
- 15. März: Schores Iwanowitsch Alfjorow, russischer Physiker
- 16. März: Lotte Ledl, in Wien, ist eine österreichische Schauspielerin
- 16. März: Tommy Flanagan, US-amerikanischer Jazzpianist († 2001)
- 17. März: Betty Allen, US-amerikanische Mezzo-Sopranistin und Dozentin
- 18. März: Günter Hartmann, deutscher Politiker
- 18. März: Adam Joseph Maida, Erzbischof von Detroit und Kardinal
- 19. März: Lina Kostenko, ukrainische Dichterin
- 19. März: Ornette Coleman, US-amerikainischer Jazz-Musiker
- 20. März: Thomas Stafford Williams, Erzbischof von Wellington und Kardinal
- 21. März: Otis Spann, US-amerikanischer Blues-Pianist († 1970)
- 22. März: Pat Robertson, Fernsehprediger in den USA und Gründer der Christian Coalition
- 22. März: Lynden O. Pindling, Premierminister der Bahamas von 1967 bis 1992 († 2000)
- 22. März: Stephen Sondheim, US-amerikanischer Musicalkomponist und -texter
- 24. März: David Dacko, erster Präsident der Zentralafrikanischen Republik († 2003)
- 24. März: Cristóbal Halffter, spanischer Komponist
- 25. März: Ben Wagin, deutscher Künstler
- 25. März: Erica Pedretti, Schweizer Schriftstellerin und bildende Künstlerin
- 26. März: Adel Theodor Khoury, Theologe
- 27. März: Daniel Spoerri, rumänisch-Schweizer Tänzer, Künstler und Regisseur
- 28. März: Jerome I. Friedman, US-amerikanischer Physiker
- 29. März: Niels Clausnitzer, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 29. März: Anerood Jugnauth, Präsident, Premier-, Verteidigungs- und Innenminister von Mauritius
- 31. März: Julián Herranz Casado, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1. April: Grace Lee Whitney, US-amerik. Schauspielerin
- 3. April: Helmut Kohl, deutscher Bundeskanzler
- 4. April: Karl Obermayr, bayerischer Volksschauspieler († 1985)
- 4. April: Chlodwig Poth, deutscher Satiriker, Zeichner und Karikaturist († 2004)
- 4. April: Toni Stricker, österreichischer Komponist und Geiger
- 9. April: Bertram Blank, deutscher Politiker und MdB († 1978)
- 9. April: Alphonse Amadou Alley, ehemaliger Präsident von Benin
- 11. April: Anton Szandor LaVey, Gründer der amerikanischen Church of Satan († 1997)
- 12. April: Gustav Scholz, deutscher Boxer († 2000)
- 12. April: Vladimir Skalický, tschechischer Botaniker († 1994)
- 12. April: Bruno Benthien, Wirtschaftswissenschaftler und Tourismusminister der DDR
- 14. April: Raymond Danon, französischer Filmproduzent
- 15. April: Vigdís Finnbogadóttir, Präsidentin von Island
- 16. April: Herbie Mann, US-amerikanischer Jazzflötist († 2003)
- 17. April: Reza Badiyi, iranischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 17. April: Chris Barber, Posaunist und Jazz-Bandleader
- 18. April: Jean Guillou, französischer Komponist, Organist und Pianist
- 20. April: Helmut Quaritsch, deutscher Rechtswissenschaftler
- 20. April: Stuart Lewis-Evans, Formel 1-Rennfahrer († 1958)
- 20. April: Kurt Singhuber, Minister für Erzbergbau, Metallurgie und Kali der DDR
- 21. April: Marianne Strauß, Frau von Franz Josef Strauß († 1984)
- 21. April: Dieter Roth, Schweizer Dichter, Grafiker und Aktions- und Objektkünstler († 1998)
- 23. April: Silvana Mangano, italienische Schauspielerin († 1989)
- 24. April: Anneliese Augustin, Politikerin, Honorarkonsulin in Marokko
- 24. April: José Sarney, Präsident der Republik Brasilien
- 24. April: Richard Donner, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 25. April: Peter Schulz, Bürgermeister von Hamburg
- 25. April: Violetta Ferrari, ungarische Schauspielerin
- 25. April: Paul Mazursky, Vertreter des US-amerikanischen Autorenfilms
- 28. April: James Baker, US-amerikanischer Politiker
- 30. April: Félix Guattari, französischer Psychiater († 1992)
- 1. Mai: Peter Murray Taylor, Lord Chief Justice of England and Wales († 1997)
- 1. Mai: Little Walter, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1968)
- 3. Mai: Horst Völz, Physiker und Informationswissenschaftler
- 5. Mai: Michael Adams (Pilot), Testpilot des Testflugzeugs X-15 († 1967)
- 7. Mai: Horst Bienek, deutscher Schriftsteller († 1990)
- 8. Mai: Helmut Palmer, Bürgerrechtler und Pomologe († 2004)
- 9. Mai: Joan Sims, britische Schauspielerin († 2001)
- 11. Mai: Hans Mohr, deutscher Biologe
- 11. Mai: Kurt Morawietz, deutscher Schriftsteller († 1994)
- 11. Mai: Edsger Wybe Dijkstra, niederländischer Informatiker († 2002)
- 11. Mai: Konrad Kruis, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 12. Mai: Manuel Marulanda, kolumbianischer Guerillaführer, Anführer der FARC
- 15. Mai: Jasper Johns, US-amerikanischer Künstler
- 16. Mai: Friedrich Gulda, österreichischer Pianist und Komponist († 2000)
- 18. Mai: Erwin Lanc, österreichischer Politiker
- 20. Mai: Theo Peer, österreichischer Pianist, ORF-Redakteur und Kabarettist
- 21. Mai: Malcolm Fraser, australischer Politiker und Premierminister
- 23. Mai: Aleksandar Matanović, jugoslawischer Schach-Großmeister im Schach
- 23. Mai: Friedrich Achleitner, österreichischer Schriftsteller
- 24. Mai: Matthew Meselson, Biologe
- 24. Mai: Hans-Martin Linde, Blockflötenspieler
- 26. Mai: Sivuca, brasilianischer Akkordeonspieler
- 28. Mai: Frank Drake, Astronom und Astrophysiker
- 29. Mai: Ekkehard Schall, deutscher Bühnen- und Filmschauspieler und Regisseur († 2005)
- 29. Mai: Burkhard Hirsch, deutscher Politiker
- 30. Mai: Robert Ryman, US-amerikanischer Maler
- 31. Mai: Clint Eastwood, US-amerikanischer Filmproduzent, Filmregisseur, Filmkomponist und Schauspieler
- 1. Juni: Hans-Heinz Emons, deutscher Chemiker
- 2. Juni: Carlos Menem, argentinischer Politiker
- 2. Juni: Charles Conrad, US-amerikanischer Astronaut († 1999)
- 3. Juni: Václav Vorlíček, tschechischer Filmregisseur
- 4. Juni: Viktor Wassiljewitsch Tichonow, russischer Eishockeytrainer
- 5. Juni: Ursula Lehr, deutsche Politikerin
- 5. Juni: Willibald Pahr, österreichischer Politiker und Jurist
- 9. Juni: Barbara (Musik), französische Chanson-Sängerin und -Komponistin († 1997)
- 9. Juni: Jordi Pujol, Regierungschef Kataloniens von 1982 bis 2003
- 10. Juni: Theo Sommer, deutscher Journalist
- 11. Juni: Ellen Schwiers, deutsche Schauspielerin; Mutter von Katerina Jacob
- 12. Juni: Otto Schenk, österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant
- 12. Juni: Jim Nabors, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Komiker
- 13. Juni: Gotthard Graubner, deutscher Maler
- 13. Juni: Armando Hart, kubanischer Revolutionär und Politiker
- 16. Juni: Vilmos Zsigmond, ungarischer-US-amerikanischer Kameramann
- 19. Juni: Gena Rowlands, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juni: Magdalena Abakanowicz, eine polnische Textilkünstlerin
- 20. Juni: Chuck Daly, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 22. Juni: Juri Petrowitsch Artjuchin, sowjetischer Luftwaffenoffizier und Kosmonaut († 1998)
- 23. Juni: Donn Eisele, US-amerikanischer Astronaut († 1972)
- 24. Juni: Claude Chabrol, französischer Filmregisseur
- 26. Juni: Friedrich Magirius, evangelisch-lutherischer Theologe
- 26. Juni: Sławomir Mrożek, polnischer Dramatiker
- 27. Juni: Evelyn Richter, deutsche Fotografin
- 27. Juni: Ross Perot, US-amerikanischer Unternehmer und Politiker
- 28. Juni: Ignace Pierre VIII. Abdel-Ahad, syrisch-katholischer Erzbischof von Beirut
- 29. Juni: Ernst Albrecht (Niedersachsen), deutscher Politiker
- 1. Juli: Gonzalo Sánchez de Lozada, Präsident von Bolivien
- 2. Juli: Ahmad Jamal, afro-amerikanischer Jazzpianist und Komponist
- 3. Juli: Carlos Kleiber, österreichischer Dirigent († 2004)
- 4. Juli: George Steinbrenner, US-amerikanischer Unternehmer
- 6. Juli: Herbert Erhardt, deutscher Fußballspieler
- 6. Juli: Chief Armstrong, kanadischer Eishockeyspieler
- 7. Juli: Theodore Edgar McCarrick, Erzbischof von Washington
- 7. Juli: Biljana Plavšić, Präsidentin der Republik Srpska in Bosnien und Herzegowina
- 9. Juli: Sim Iness, US-amerikanischer Leichtathlet
- 11. Juli: Klaus Wagenbach, deutscher Verleger
- 11. Juli: Max Reimann (REP), Rentner und Politiker
- 11. Juli: Harold Bloom, US-amerikanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker
- 12. Juli: Ruth Drexel, deutsche Schauspielerin, Regisseurin
- 12. Juli: Bernd Rüthers, deutscher Rechtswissenschaftler
- 13. Juli: Naomi Schemer, Israelische Sängerin und Autorin († 2004)
- 13. Juli: Fritz Aigner, österreichischer Maler († 2005)
- 14. Juli: Werner van Cleemput, belgischer Komponist und Musiker
- 14. Juli: Herbert Dörner, deutscher Fußballspieler († 1991)
- 15. Juli: Jacques Derrida, französischer Philosoph, Begründer des Dekonstruktivismus († 2004)
- 16. Juli: Horst Rittner, deutscher Schachmeister
- 20. Juli: Heinz Kubsch, deutscher Fußballspieler († 1993)
- 29. Juli: Gerhard Bondzin, deutscher Maler, Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR
- 29. Juli: Franz Froschmaier, deutscher Politiker
- 31. Juli: Oleg Konstantinowitsch Popow, russischer Clown und Pantomime
- 1. August: Lionel Bart, britischer Musical-Komponist († 1999)
- 1. August: Reinhart Wolf, deutscher Fotograf († 1988)
- 1. August: Pierre Bourdieu, französischer Soziologe († 2002)
- 1. August: Lawrence Eagleburger, US-Diplomat und US-Außenminister
- 4. August: Carlfriedrich Claus, Dt. Graphiker u. Schriftsteller († 1998)
- 5. August: Neil Armstrong, Astronaut, Erster Mensch auf dem Mond
- 5. August: Michal Kováč, erster Präsident der Slowakei
- 5. August: Paul Richard Ginther, US-amerikanscher Formel 1-Rennfahrer († 1989)
- 6. August: Abbey Lincoln, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 8. August: Jerry Tarkanian, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 8. August: Johannes Mischo, war Parapsychologe an der Universität Freiburg im Breisgau († 2001)
- 12. August: Ron Herron, britischer Architekt und Autor († 1994)
- 12. August: Peter Weck, österreichischer Regisseur, Theaterintendant und Schauspieler
- 12. August: George Soros, US-amerikanischer Investmentbanker und Philanthrop
- 13. August: Herbert Gauls, Fotograf, Gründer der Werbeagentur Foto Gauls
- 16. August: Wolfgang Völz, deutscher Fernseh- und Filmschauspieler
- 16. August: Tony Trabert, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler
- 17. August: Ted Hughes, englischer Schriftsteller († 1998)
- 19. August: Frank McCourt, irisch-US-amerikanischer Autor
- 20. August: Jan Olszewski, polnischer Politiker
- 21. August: Princess Margaret, jüngere Schwester der Königin Elisabeth II. († 2002)
- 23. August: Michel Rocard, französischer sozialistischer Politiker
- 25. August: Sean Connery, schottischer Schauspieler
- 28. August: Ben Gazzara, US-amerikanischer Schauspieler
- 29. August: Atef Muhammad Naguib Sedki, ägyptischer Politiker und Ministerpräsident († 2005)
- 30. August: Josef Metternich (Pfarrer), deutscher Pfarrer, Theologe, Textdichter († 2003)
- 30. August: Paul Poupard, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 30. August: Warren Buffett, Unternehmer, Investor
- 1. September: Charles Correa, Architekt und Stadtplaner
- 1. September: Michel Serres, französischer Philosoph
- 3. September: Wilhelm Holzbauer, österreichischer Architekt
- 6. September: Salvatore De Giorgi, Erzbischof von Palermo und Kardinal
- 7. September: Baudouin I. (Belgien), König von Belgien († 1993)
- 7. September: Sonny Rollins, US-amerikanischer Tenorsaxophonist
- 8. September: Mario Adorf, deutsch-italienischer Schauspieler
- 12. September: Klaus Siebold, Minister für Kohle und Energie der DDR
- 16. September: Anne Francis, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 17. September: Tom Stafford, US-amerikanischer Astronaut
- 18. September: Ignace Moussa I. Daoud, Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen, Kardinal
- 19. September: Muhal Richard Abrams, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist
- 19. September: Ernst-Wolfgang Böckenförde, deutscher Rechtsphilosoph und Richter am Bundesverfassungsgericht
- 20. September: Karl Eduard Claussen, deutscher Politiker
- 20. September: Eddie Bo

Kategorie:1930

simple:Category:1930

George Moran

right George "Bugs" Moran (
- 1893 in Minnesota; † 25. Februar 1957 in Leavensworth, Ohio) war ein Gangster in Chicago zur Prohibitions-Ära. 1893 von irischen und polnischen Einwanderern geboren, zog Moran im Jugendalter in die North Side Chicagos. Er wuchs auf der Straße in Jugendbanden auf, bevor er 21 wurde, war er dreimal im Gefängnis. Seinen Spitznamen "Bugs" bekam er, nachdem er einen Schneider, der ihn aufgrund seiner Herkunft mehr zahlen lassen wollte, angriff und ihm beide Arme und Beine brach. Der Name "Bugs" kam von jenen, die dachten, er sei verrückt (engl.: buggy). Moran versuchte dann, sich mit Glücksspiel und Alkoholverkauf einen Namen in der Unterwelt Chicagos zu schaffen. Später schloss er sich der North Side Gang Dion O'Banions an und führte dort seine Unternehmungen fort.

Kampf gegen Johnny Torrio

1924 wurde O'Banion von Johnny Torrios Männern (unter anderem Frankie Yale) getötet und Moran wurde zusammen mit Vincent "The Schemer" Drucci hinter Hymie Weiss Vize-Boss der Gang. Am 25. Januar 1925 versuchten Weiss und Moran, Johnny Torrio zu töten, aber gerade bevor Moran den finalen Schuss abgeben konnte, gingen Moran die Kugeln aus und musste flüchten. Der nun eingeschüchterte Torrio entschied sich, auszusteigen und gab die Führung an Al Capone weiter.

Kampf gegen Al Capone

Die Schmuggelaktionen Weiss' und Morans verblieben die einzige ernstzunehmende Herausforderung gegenüber Al Capones Reich in Chicago, woraus sich jahrelange Bandenkriege zwischen beiden Rivalen ergaben. Moran hasste Capone und griff ihn auch in der Presse an. Er fühlte sich auch überlegen, da Capone in Prostitution verwickelt war, was der strenggläubige katholische Moran, sich zu versuchen weigerte. Am 20. September 1926 versuchten Moran und seine Männer, Al Capone in einem Restaurant Ciceros zu töten. Der Anschlag war allerdings ohne Erfolg und Capone kam unverletzt davon. Mehrere Partner Morans wurden von Capones Männern im berüchtigten Valentinstag-Massaker 1929 umgebracht. Moran – wahrscheinlich das eigentliche Ziel – überlebte, da er verspätet in der Garage eintraf.

Nach der Prohibition

Als die Prohibition 1933 aufgehoben wurde, verloren die verschiedenen Gangs Chicagos an Einfluss, ebenso Moran. 1936 übte Moran Rache an Jack "Machine Gun" McGurn, welcher bei der Planung des Valentinstag-Massakers half. Doch dieses war eine der letzten größeren Aktionen der Gang. Morans verbliebene Glücksspielhallen wurden von den wachsenden Syndikaten unter der Führung Meyer Lanskys und Charles "Lucky" Lucianos übernommen. Im Juli 1946 wurde Moran wegen Bankraubs in Ohio festgenommen. Seine Beute bestand aus 10.000 Dollar, eine dürftige Menge, verglichen mit seinem Lebensstil während der Prohibition. Er wurde verurteilt und nach der zehnjährigen Gefängnisstrafe musste er gleich für einen weiteren Raub ins Gefängnis. Am 25. Februar 1957 starb er dort an Lungenkrebs. Er bekam außerhalb des Gefängnisses ein Armenbegräbnis.

Weblinks


- http://www.bugsmoran.net/ Moran, George Moran, George Moran, George

Blohm & Voss

Blohm + Voss ist eine deutsche Schiffswerft mit Hauptsitz in Hamburg und gehört heute als Tochterunternehmen zu der ThyssenKrupp AG. Man hat sich heute auf Marineschiffe, schnelle Fähr- und Passagierschiffe sowie Mega-Yachten spezialisiert.

Geschichte

Am 5. April 1877 gründen Hermann Blohm und Ernst Voss die Schiffswerft und Maschinenfabrik Blohm + Voss als offene Handelsgesellschaft. Sie pachten vom eher argwohnenden Senat der Hansestadt Hamburg ein Areal von 15.000 m² auf der Elbinsel Kuhwerder. Die etablierten Reedereien setzen auf ihre angestammten Werften in England. Deshalb mangelt es der Werft an Aufträgen, sodass man auf eigene Verantwortung und Kosten eine eiserne Bark, die Flora getauft wird, baut und diese an die Hamburger Reederei M.G. Amsinck verkauft. Erst eineinhalb Jahre nach Gründung kommt es zum ersten Auftrag für einen kleinen Raddampfer namens Elbe. Mit dem Frachtdampfer Burg (Baunummer 3) läuft am 10. Mai 1879 das erste Schiff vom Stapel. Die Werft kann weitere Auftragseingänge verzeichnen, deren Volumen jedoch nur knapp ausreicht. Deshalb werden zwei weitere Schiffe, die Rosario (an Hamburg-Süd) und die Professor Woermann (an die Woermann-Linie), auf eigene Kosten gebaut. Mit dem Bau des Schwimmdocks Dock I setzt man nun neben dem Neubau auch auf Reparaturen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage stark verbessert. Bereits 1887 wird dem Senat ein Antrag auf Ausweitung des Werftengeländes vorgelegt. Blohm & Voss beschäftigt zu diesem Zeitpunkt schon 1.200 Mitarbeiter. Im Jahr 1891 folgt die Umwandlung zur Kommanditgesellschaft auf Aktien. Carl Laeisz und Adolph Woermann werden Vorsitzende des Aufsichtsrates. Mit der Kaiser Karl der Große wird 1899, nach dem Kleinen Kreuzer Condor 1892, in Folge des Flottengesetzes erstmals ein großes Kriegsschiff an die Kaiserliche Marine ausgeliefert. Daraufhin nimmt der Anteil an Marineschiffen, der zeitweise hohe Gewinne abwirft und als krisensicher gilt, deutlich zu, denn die Kaiserliche Marine rüstet in Voraussicht des baldigen Krieges, dem 1. Weltkrieg. 1905 wird das Areal über einen neuen Pachtvertrag mit dem Hamburger Senat auf 560.000 m² mit 3 km Wasserfront ausgedehnt. Damit hat Blohm + Voss das weltweit größte geschlossene Werftgelände und mit dem neuen Hammerwippkran auch den größten Kran dieser Art. Darauf folgt 1906 ein Lizenzvertrag mit Parsons über den Bau von Turbinen und mit der Dresden (Kleiner Kreuzer) entsteht das erste Turbinen- und das erste Vierschraubenschiff der Werft. Dock 5 mit 46.000 t Hebevermögen wird 1908 das weltweit größte Schwimmdock. 1913 wechselt Ernst Voss in den Aufsichtsrat und stirbt 1920.

Erster Weltkrieg

Während des ersten Weltkrieges wird die Produktion vornehmlich auf den U-Boot-Bau umgestellt, auch wenn man mit U-Booten keine Erfahrung hat und die Werftanlagen nicht für derart kleine Bauten ausgelegt sind. Insgesamt entstehen 98 U-Boote. Nur wenige Handelsschiffe, 6 Zerstörer, 1 Kleiner und 2 Schlachtkreuzer entstehen in den Kriegsjahren. Um den Schwund der Arbeiter durch Einberufungen zum Militärdienst entgegen zu wirken, wurden Frauen und Kriegsgefangene einsetzt. Der Versuch eines Arbeiter- und Soldatenrates vom 11. November die Kontrolle der Werft zu übernehmen scheitert. Aufgrund der Ansprüche auf Reparationen (1919/1920, siehe Vertrag von Versailles) und der günstigen Geld-Kurse für das Ausland gibt es bis 1922 genug Aufträge. In den Folgejahren werden nur wenige Schiffe hergestellt, die meisten für HAPAG und den Norddeutschen Lloyd. Im Jahr 1930 stirbt Hermann Blohm, nachdem seine Söhne Rudolf und Walther Blohm bereits seit Ende des Krieges die Firmenleitung übernommen hatten. Im Zeichen der Weltwirtschaftskrise begnügt sich die Werft mit kleinen Aufträgen und dem Abwracken von alten Schiffen. Die Werft hat 1932 nur noch knapp 3000 Beschäftigte. Mit dem Neubau der Gorch Fock I. verlässt 1933 ein großes Segelschulschiff die Werft. Walther Blohm versucht mit dem Tochterunternehmen Hamburger Flugzeugbau GmbH ein neues Standbein aufzubauen um der Krise zu trotzen.

Zweiter Weltkrieg

Im Zuge der Aufrüstung für den zweiten Weltkrieg nimmt die Zahl der Aufträge wieder zu – auch im Export. So werden z.B. die Admiral Hipper (1936) sowie das Fahrgastschiff Wilhelm Gustloff (1937) gebaut. Zu diesem Zeitpunkt hat die Werft wieder ca. 14.000 Beschäftigte. 1939 läuft die Bismarck vom Stapel. Während des Zweiten Weltkrieges konzentriert man sich komplett auf den U-Boot-Bau – hauptsächlich der Typen VII C und XXI. Insgesamt entstehen 238 U-Boote. Während im Februar 1945 die noch 20.000 Beschäftigte, die größenteils aus dem z.B. KZ-Außenlager des KZ Neuengamme zwangsrekrutiert sind, auf der Werft arbeiten, wird sie zum 31. Dezember 1945 von den Britischen Besatzungstruppen geschlossen. 1948 folgt dann die komplette Demontage. Am 1. April 1951 wird Steinwerder Industrie AG gegründet, die schrittweise die Erlaubnis zur Reparatur von Schiffen (1953), zum Bau von Küsten- (1954) und in Folge von Seeschiffen (Ende 1954) erhält. Darauf folgt die Umbenennung in Besinnung auf den Traditionsnamen in Blohm & Voss AG 1955. Dabei werden 50% des Aktienkapitals für 20 Mio. DM an die Phoenix-Rheinrohr AG veräußert. Diese ist mehrheitlich im Besitz von Amélie Thyssen. Der Thyssenkonzern bekommt somit immer mehr Einfluss und die Familie Blohm wird mit der Zeit aus dem Unternehmen verdrängt. In den folgenden Jahren konzentriert sich die Firma vornehmlich auf den Bau von Massengutfrachtern. Seit 1962 werden auch wieder im größeren Maße Aufträge von der Marine angenommen. 1968 entstehen die ersten Vollcontainerschiffe (1. Generation) der Werft Elbe Express und Alster Express für HAPAG. Es sind zu dem Zeitpunkt ca. 7.800 Personen beschäftigt. HAPAG

Heute

Mitte der 70er erweiterte Blohm+Voss seinen Produktbereich um „Offshore“ (Ölbohrinseln, Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen) und nahm den Marineschiffbau mit dem neu entwickelten MEKO-Typ wieder auf. Dieser Typ ist seitdem im Export erfolgreich. Ca. 40 Einheiten (Fregatten, Korvetten) wurden bisher gebaut. 1986 wurde die HDW-Werft in Hamburg (Werk Ross) übernommen und auf dem Blohm+Voss-Gelände zusammengeführt. 1995 wurde die Blohm+Voss AG geteilt in die eigenständigen Firmen „Blohm+Voss GmbH“ (Werft, ca. 1000 Mitarbeiter), „Blohm+Voss Repair GmbH“ (Reparatur und Dockbetrieb, ca. 350 Mitarbeiter) und „BV Industrietechnik GmbH“ (Maschinenbau). Heute arbeiten noch gut 850 Mitarbeiter bei der Blohm+Voss GmbH. Seit dem 5. Januar 2005 ist Blohm + Voss die Zentrale der Thyssenkrupp Marine Systems AG. Dieser gehören an:
- Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel
- Nobiskrug GmbH, Rendsburg
- Blohm + Voss GmbH und Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg
- Nordseewerke GmbH, Emden
- sowie Kockums AB, Schweden, und Hellenic Shipyards S.A., Griechenland.

Bekannte Schiffe (chronologisch)


- S.M.S. Condor (Kondor), Kleiner Kreuzer (23. Februar 1892)
- S.M.S. Kaiser Karl der Große, Linienschiff (18. Oktober 1899)
- S.M.S. Friedrich Carl, Großer Kreuzer (21. Juni 1902)
- S.M.S. Yorck, Panzerkreuzer (14. Mai1904)
- Pamir, Viermast-Stahlbark (29. Juli 1905)
- S.M.S. Scharnhorst, Großer Kreuzer (22. März 1906)
- S.M.S. Dresden I., Kleiner Kreuzer (5. Oktober 1907)
- S.M.S. Von der Tann, Großer Kreuzer (30. März 1909)
- S.M.S. Moltke, Großer Kreuzer (7. April1910)
- Peking, Viermast-Stahlbark (25. Februar1911
- S.M.S. Goeben, Großer Kreuzer (28. März 1911)
- Passat, Viermast-Stahlbark (20. September 1911)
- S.M.S. Seydlitz, Großer Kreuzer (30. März 1912)
- S.M.S. Derfflinger, Großer Kreuzer (14. März 1913)
- Vaterland, Riesendampfer (3. April 1913)
- Bismarck, Riesendampfer (Stapellauf 20. Juni 1914, nicht fertig)
- S.M.S. Cöln (Köln), Kleiner Kreuzer (5. Oktober 1916)
- Pola, Viermast-Stahlbark (21. Oktober 1916)
- S.M.S. Mackensen, Großer Kreuzer (21. April 1917, nicht fertig)
- Priwall, Viermast-Stahlbark (23. Juni 1917)
- Albert Ballin, Dampfer 1923
- Cap Arcona II., Luxusdampfer (14. Mai 1927)
- Europa, Turbinenschnelldampfer (Stapellauf 15. August 1928)
- Gorch Fock I., Segelschulschiff (3. Mai 1933)
- Horst Wessel, Segelschulschiff (13. Juni 1936)
- Pretoria, Fracht- und Fahrgastschiff (16. Juli 1936)
- Windhuk, Fracht- und Fahrgastschiff (27. August 1936)
- Admrial Hipper, Schweren Kreuzer (6. Februar 1937)
- Wilhelm Gustloff, Fahrgastschiff (5. Mai 1937)
- Albert Leo Schlageter, Segelschulschiff (30. Oktober 1937)
- Mircea, Segelschulschiff (22. September 1938)
- Bismarck, Schlachtschiff (Stapellauf 14. Februar 1939)
- Herbert Norkus, Segelschulschiff (7. November 1939)
- Vaterland, turboelektrischer Nordatlantik-Schnelldampfer ( Stapellauf 24. August 1940)
- Wappen von Hamburg III., (1. Februar 1955)
- Gorch Fock II., Segelschulschiff (23. August 1958)
- „Hamburg Express“, Containerschiff (2er Serie) für Hapag-Lloyd (Abl. 10. Juli 1972)
- „Adrian Maersk“, Containerschiff (Sechser-Serie) für A.P. Möller (22. August 1975)
- „Scarabeo 3“, Bohrinsel (Serie) für Saipem S.p.A. (27. Juni 1975)
- „Sea Troll“, Rohrlege- und Kranschiff (3. Dezember 1976)
- „Aradu“, MEKO-Fregatte für Nigeria (4. September 1981)
- „Almirante Brown“, 1. MEKO-Fregatte für Argentinien (26. Januar 1983)
- „Yavuz“, 1. MEKO-Fregatte für die Türkei (17. Juli 1987)
- „Vasco da Gama“, 1. MEKO-Fregatte für Portugal (18. Januar 1991)
- „Hydra“, 1. MEKO-Fregatte für Griechenland (15. Oktober 1992)
- Brandenburg (F 215), 1. Fregatte der Klasse F 123 (28. August 1992)
- Sachsen (F219), 1. Fregatte der Klasse F 124 (31. Oktober 2002)

U-Boote


- U-Boot Typ B (1915-1917)
- U-Boot Typ C (1916-1918)
- U-Boot Typ VII C (1939-1942) : U 551 - U 650; U 951 - U 994
- U-Boot Typ VII C 41 (1941-1942) : U 995 - U 1030
- U-Boot Typ XVII A (Wa 201) : U 792 (16. November 1943) & U 793 (1944)
- U-Boot Typ XXI (1943-1945) : U 2501 - U 2546; U 2548; U 2551 - U 2552
- U-Boot Typ XXVI B (1944-1945) : 3 Stück

Yachten

1945
- Savarona 28. Februar 1931
- Katalina 1987
- Lady Moura 31. Mai 1990
- Golden Odyssey 25. Mai 1990
- ECO 20. August 1991 Die Lady Moura wurde 1990 gebaut und 2003 überarbeitet. Sie ist mit 105 Metern Länge die siebtgrößte Yacht der Welt. Ihre Maximalgeschwindigkeit beträgt etwa 20 Knoten; sie verfügt u.A. über einen Helikopterlandeplatz. Das Schiff gehört Nasser el Raschid, dem Berater des Saudischen Königs, und liegt meist auf Palma de Mallorca im Hafen an. Die ECO ist mit drei Waterjets und Gasturbinenantrieb auf hohe Geschwindigkeit (37 Knoten) ausgelegt. Sie ist 2004 noch als Katana in Fahrt (im Besitz von Larry Ellison).

Siehe auch


- Hamburger Flugzeugbau GmbH, ein Tochterunternehmen von Blohm + Voss, welches sich mit dem Bau von Flugzeugen beschäftigt
- Liste deutscher Marinewerften
- Trockendock Elbe 17

Weblinks


- [http://www.thyssenkrupp-marinesystems.com/ Die Thyssenkrupp Marine System]
- [http://www.blohmvoss.de/ Web-Seite von Blohm & Voss] Kategorie:Rüstungshersteller Kategorie:Werft Kategorie:Unternehmen (Hamburg)

Europa (Schiff)

Europa ist der Name verschiedener Schiffe.

Erstes Deutsches Passagierschiff Europa

Die erste deutsche Europa war ein bei der Hamburger Werft Blohm & Voss gebautes Turbinenschiff. Der Stapellauf erfolgte am 15. August 1928. Das Schiff war für den Norddeutschen Lloyd (NDL) bestimmt, der den Ozeanriesen für das Frühjahr 1929 erwartete. Zusammen mit dem Schwesterschiff Bremen wollte man die Rückkehr in die Spitzenklasse im Atlantikverkehr feiern. Ein weiteres Ziel war die Rückgewinnung des Blauen Bandes von dem britischen Cunard-Liner Mauretania auf ein deutsches Schiff. In der Nacht vom 25. auf den 26. März 1929 kam es jedoch zu einem Brand auf dem in der Werft liegenden Schiff, der es fast zum Sinken brachte und so das ganze Vorhaben kippte. Nur das eindringende Seewasser löschte schließlich den Brand, der ein halb gesunkenes Wrack hinterließ. Binnen elf Monaten jedoch wurde das Schiff wieder repariert und absolvierte am 22. Februar 1930 schließlich seine erste Probefahrt. Die Europa überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet in Bremerhaven und wurde als Reparationsleistung der Siegermacht Frankreich zugesprochen. Nach einem Umbau kam es 1950 als Liberté der CGT-French-Line auf der Nordatlantikroute zum Einsatz. 1961 wurde das Schiff außer Dienst gestellt.

Weblinks


- [http://www.passagierdampfer.de/Schiffe/Liner/Europa__1930_/body_europa__1930_.html Ausführliche Geschichte der Europa]
- [http://www.passagierdampfer.de/Schiffe/Liner/Europa__1930_/europa2_1.jpg Ansichtskarte mit Bild der Europa]

Zweites deutsches Passagierschiff Europa

die 2. Europa - sie leitete in den 1960ern den Übergang von der Linienschiffahrt zur Kreuzschiffahrt ein. 1966 legte der letzte Nachkriegsliner des Norddeutschen Lloyd (NDL) = (Die) Europa (2), zur Jungfernfahrt ab. Der Begriff 'Jungfernfahrt' ist hier eigentliche fehl am Platze, denn die 'Europa' (2) wurde 1966 für (umgerechnet) 41 Mio. DM als Flaggschiff der Schweden-Amerika-Linie in Schweden gebraucht gekauft. Sie war zuvor 1953 in Schweden als 'Kungsholm' auf Kiel gelegt worden. Die erste Linienfahrt führte 1966 (noch) nach New York, aber 1968 erfolgte die erste Kreuzfahrt zum Nordkap. Hiernach wurden nur noch wenige Linienreisen nach New York durchgeführt - es überwiegten die Fahrten ins Mittelmeer, in die Karibik und nach Skandinavien. 1973 erfolgte der Rückzug aus dem Geschäft der Kreuzreisen. Zusammenfassung: 1.045.000 Seemeilen (34 Atlantiküberquerungen, 315 Kreuzfahrten, 184 000 Passagiere). 1981 erfolgte die Außerdienststellung der Europa '2'. Anschließend fuhr sie noch drei Jahre unter panamesischer Flagge - späterer Schiffsname nicht bekannt.

Drittes deutsches Passagierschiff (Kreuzfahrtschiff) Europa

Heute trägt auch ein Kreuzfahrtschiff der Hapag-Lloyd AG wieder den Namen Europa. Der 1999 in Dienst gestellte Luxusliner gilt heute als „das beste Kreuzfahrtschiff der Welt“ und wurde mit „fünf Sternen plus“ benotet. Dementsprechend hoch sind auch die Preise: eine zehntägige Kreuzfahrt kostet zwischen ca. 4.000 (27-m²-Suite) und 15.000 Euro (85-m²-Penthouse) pro Person. Für diesen Preis ist allerdings mit maximal 408 Passagieren an Bord auch eine gewisse Exklusivität garantiert.

Britischer Geschützter Kreuzer Europa

Bei dem Geschützten Kreuzer Europa handelte es sich um einen von acht Kreuzern der Diadem-Klasse der britischen Royal Navy aus der Zeit um 1900.

Taktisch-technische Daten


- Länge: 141 m
- Breite: 21 m
- Tiefgang: 7,60 m
- Antrieb: 2 Dreifachexpansionsdampfmaschinen mit 18.000 PS
- Geschwindigkeit: 20 Knoten (37 km/h) Amphitrite
- Andromeda
- Argonaut
- Ariadne
- Diadem
- Niobe
- Spartiate Kategorie:Passagierschiff Kategorie:Dampfschiff Kategorie:Militärschiff (Großbritannien)

New York City

New York [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat New York in den USA. Sie ist mit 8.108.040 Einwohnern auf 800,31 Quadratkilometern die größte Stadt des Landes. In der Agglomeration leben 22.313.756 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Um sie vom Staat New York zu unterscheiden, wird sie New York City genannt. Der Spitzname der Stadt ist Big Apple (Großer Apfel). New York besteht aus den Stadtteilen (boroughs) Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island. Die Metropolregion New York ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume der Erde. Die Stadt besitzt viele architektonische Sehenswürdigkeiten, 500 Galerien, etwa 150 Museen, mehr als 100 Theater, sowie über 17.000 Restaurants.

Geografie

Geografische Lage

New York liegt an der Ostküste der USA in der New York Bay an der Mündung des Hudson River und East River durchschnittlich sechs Meter über dem Meeresspiegel, in direkter Nachbarschaft zu Jersey City. Die geografischen Koordinaten sind 40,46 Grad nördlicher Breite und 73,54 Grad westlicher Länge. Das Stadtzentrum befindet sich auf der Insel Manhattan, die als spitze Felszunge zwischen Hudson und East River liegt. Von den Flussufern greift die Bebauung der Stadt mit einer Fülle von Vorstädten auf andere Großstädte über und reicht weit ins Land hinein. Sie schließt die Gemeinden Bronx, Brooklyn, Queens, Staten Island (ursprünglich: Richmond) und Manhattan zur Stadt New York zusammen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 800,31 Quadratkilometer, die New York Metropolitan Area eine Ausdehnung von 27.084 Quadratkilometer.

Geologie

Das Gebiet um die Stadt New York ist Teil der Kontinentalplatte. Weiter ins Land hinein verwandelt sich die Landschaft allmählich in sanfte Hügel. Auf Long Island und entlang der Küste von New Jersey nach Süden befinden sich Sandstrände. Die Küstenebene, in der New York liegt, reicht als Vorland der südlichen Appalachen bis Jacksonville. Sie besteht aus Sanden und Tonen, die hauptsächlich von Moränen und fluviatilen Ablagerungen stammen. Langgezogene Nehrungen und Haken sind den seichten, reichgegliederten Ästuaren (Delaware Bay) und den Flussmündungen vorgelagert; im Hinterland folgt ein breiter Gezeitenmarschgürtel. Etwa in der geografischen Breite von New York, in Long Island, taucht die Küstenebene unter den Meeresspiegel.

Stadtgliederung

Siehe auch: Administrative Gliederung von New York City Das Stadtgebiet ist in fünf Gemeinden (boroughs) geteilt, von denen jede einem Kreis (County) des Staates New York entspricht. Jedes Borough untersteht einem Borough President. Manhattan (New York County) hat 1.564.798 Einwohner (Stand 1. Juli 2003) und eine Landfläche von 59,5 Quadratkilometern. Die Gemeinde besteht hauptsächlich aus der Insel Manhattan Island, die vom Hudson River im Westen, vom East River im Osten und vom Harlem River im Nordosten umflossen wird sowie aus weiteren kleineren Inseln, darunter Roosevelt Island, Belmont Island, Governors Island und einem kleinen Stück vom Festland, Marble Hill. Marble Hill war bis zum Bau des Harlem River Ship Canal im 19. Jahrhundert noch Teil von Manhattan Island. Brooklyn (Kings County) hat 2.472.523 Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Gemeinde New Yorks. Sie liegt im Südosten der Stadt, am westlichen Ende Long Islands und hat eine Ausdehnung von 182,9 Quadratkilometern. Die Stadt Brooklyn wurde nach der niederländischen Stadt Breukelen benannt und 1898 nach New York City eingemeindet. 1898 Queens (Queens County) hat 2.225.486 Einwohner und ist mit einer Fläche von 282,9 Quadratkilometern der Größte der fünf Stadtteile von New York. Er liegt im Westen der Insel Long Island. Queens wurde am 1. November 1683 gegründet, als die Kolonie New York in Counties eingeteilt wurde. 1898 wurde der Stadtteil nach New York eingemeindet. Dort liegen auch zwei der größten Flughäfen New Yorks, der John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport. Die Bronx (Bronx County) hat 1.363.198 Einwohner und eine Ausdehnung von 108,9 Quadratkilometern. Die früher eigenständige Stadt ist seit dem 1. Januar 1874 die nördlichste der fünf Gemeinden von New York. Sie wurde nach Jonas Broncks, einem Auswanderer aus Schweden und erstem Siedler in diesem Gebiet, benannt. Darauf geht auch die Tatsache zurück, dass bei diesem Stadtteil von New York City immer der Artikel voransteht, also "The Bronx". Zur damaligen Zeit wurde nämlich, um einen Besuch auf der Farm von Jonas Broncks anzukündigen, gesagt: "We are going to the Broncks". Heute wird der Name zwar anders geschrieben, aber das Voranstellen des Artikels wurde beibehalten. Außerdem ist die Bronx der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt. Staten Island (Richmond County) hat 459.737 Einwohner und eine Landfläche von 151,5 Quadratkilometern. Sie liegt südwestlich der Insel Manhattan und westlich des auf Long Island gelegenen Stadtteils Brooklyn. Mit Brooklyn ist die Insel über die mautpflichtige Verrazano-Narrows-Brücke verbunden. Im Westen und Norden wird die Insel durch den schmalen Arthur Kill und den Kill van Kull vom Bundesstaat New Jersey getrennt. Nach New Jersey führen die Goethals Bridge, die Bayonne Bridge und die Outerbridge Crossing. Der höchste Punkt der Insel, der Todt Hill, ist auch zugleich der höchste Punkt der Stadt New York.

Klima

New Jersey Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Das Wetter von New York wird überwiegend von den kontinentalen Landmassen im Westen beeinflusst. Die Sommer sind im allgemeinen sehr heiß und die Winter sehr kalt. Die Temperatur steigt im Juli und August oft über 30 Grad Celsius und kann im Januar unter -20 Grad Celsius fallen. Gelegentlich bringt Meeresluft (the Northeasters - der Nordostwind) Feuchtigkeit vom Atlantischen Ozean sowie starke Winde und heftige Regen- oder Schneefälle. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,5 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 1.071 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 24,7 Grad Celsius und der kälteste der Januar mit -0,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit 104 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Januar mit 81 Millimeter im Mittel.

Geschichte

17. Jahrhundert

Atlantischen Ozean Erste Entdeckungsreisen in das Gebiet des heutigen New York fanden schon 1524 durch Giovanni da Verrazano und 1609 durch Henry Hudson statt. Ab 1610 begannen niederländische Kaufleute einen lukrativen Fellhandel mit den dort lebenden Indianern. Am 27. März 1614 erhielt die neugegründete Compagnie van Nieuwnederlant (Neuniederland-Kompanie) von den Generalstaaten ein Monopol für den Handel in dem Gebiet. Im Oktober 1618, zehn Monate nach Ablauf des Handelsmonopols, bewarb sich die Kompanie um eine neue Charter. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Generalstaaten aber bereits die Gründung einer neuen Kompanie, der Niederländischen Westindien-Kompanie (WIC) erwogen. Am 3. Juni 1621 erhielt die WIC von der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande einen Freibrief für den alleinigen Handel in Amerika. Die Kolonisation begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan und in der Gegend des Delaware ansiedelten. 1626 kaufte Peter Minuit den Eingeborenen, wahrscheinlich ein Zweig der Lenni-Lenape-Indianer, die die Insel „Manna-hatta“ nannten, das Eiland für 60 Gulden ab. Die neugegründete Siedlung erhielt den Namen Nieuw Amsterdam und wurde zur Hauptstadt der Kolonie Nieuw Nederland. In der Siedlung herrschten bald chaotische Verhältnisse. Unter der Herrschaft von korrupten Gouverneuren nahm die Kriminalität enorm zu. 1647 entschloss sich die Niederländische Westindien-Kompanie wieder für Ordnung zu sorgen. Diese Aufgabe sollte Petrus Stuyvesant übernehmen. Während seiner 17-jährigen Amtszeit als Gouverneur wurden das erste Krankenhaus, das erste Gefängnis und die erste Schule gebaut. Als Schutz vor Überfällen ließ er 1652 im Süden der Stadt quer über die Insel einen Wall aufschütten, der später der dort verlaufenden Straße ihren Namen gab, der Wall Street. Am 2. Februar 1653 erhielt Nieuw Amsterdam die Stadtrechte. In einem Krieg zwischen England und den Niederlanden wurde Nieuw Nederland durch die Engländer geplündert, worauf der Gouverneur Petrus Stuyvesant die Stadt am 24. September 1664 abtrat. Nachdem die Kolonie dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., einem Bruder des Englischen Königs Karl II., zugesprochen worden war, wurde die Stadt zu Ehren des Herzogs in New York umbenannt. 1667 gaben die Niederländer alle Ansprüche auf die Kolonie im Frieden von Breda auf, in dem ihnen dafür die Rechte an Suriname zugesichert wurden. Im folgenden Dritten Englisch-Niederländischen Krieg nahmen die Niederländer 1673 die Kolonie kurzzeitig wieder ein, bevor sie das Land endgültig durch die Unterzeichnung des Vertrags von Westminster am 19. Februar 1674 abgeben mussten.

18. Jahrhundert

1674 Im 18. Jahrhundert war New York aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. 1776 war sie für kurze Zeit das Hauptquartier George Washingtons, wurde dann aber von den Briten besetzt. Letztere verließen die Stadt erst 1783, nachdem die amerikanische Unabhängigkeit auch von europäischen Staaten einschließlich Großbritannien anerkannt wurde. Im gleichen Jahr zerstörte ein Feuer große Teile New Yorks. 1785 verwüstete eine weitere Brandkatastrophe weitere Bereiche der Stadt. Von 1788 bis 1790 war New York Hauptstadt der USA. George Washington wurde hier 1789 als erster Präsident vereidigt. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Krieg gründeten Wertpapierhändler am 17. Mai 1792 die New York Stock Exchange. 1797 wurde Albany anstelle von New York zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt und ist es bis heute geblieben.

19. Jahrhundert

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt schneller als je zuvor. 1811 beschlossen die Stadtplaner, die ganze Insel Manhattan, von der nur die Südspitze bebaut war, mit einem rasterförmigen Straßennetz zu überziehen. Die einzige Ausnahme war und ist bis heute der Broadway. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt war die Fertigstellung des Eriekanals 1825. Durch ihn wurde eine Verbindung zwischen New York, den Großen Seen und damit dem Mittleren Westen geschaffen. Über Nacht wurde die Stadt zum größten Warenumschlagsplatz an der amerikanischen Ostküste. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für einen großen Stadtpark, den so genannten Central Park. Die Bauarbeiten dafür begannen 1858 und waren 1866 größtenteils abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Strom der Einwanderer stetig zu. Iren, Italiener, Deutsche, alle kamen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch die meisten verbrachten viele Jahre in Elendsquartieren (Slums) wie Five Points und der Bowery. Konflikte entluden sich teilweise gewaltsam wie in den Draft Riots, die die Stadt in das größte Chaos ihrer Geschichte stürzten. Durch das starke Wachstum musste die Verwaltung geändert werden. 1898 schlossen sich die fünf Stadtbezirke five boroughs - Manhattan, Brooklyn, Richmond (Staten Island), Queens und die Bronx - zu Greater New York zusammen. Die Bronx gehörte teilweise schon ab 1874 zum Stadtgebiet von New York. Brooklyn war vor dem Zusammenschluss bereits eine der größten Städte des Landes. Bis heute haben sich die einzelnen Stadtteile sowohl in der Verwaltung als auch im Selbstverständnis ihrer Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. So ist beispielsweise Little Italy die Bezeichnung für einen Stadtteil, der in erster Linie von italienisch-stämmigen Amerikanern bewohnt wird.

20. Jahrhundert

1874 In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der Industrie und des Handels. In den "wilden Zwanzigern" geriet New York in einen Börsenrausch, der am 24. Oktober 1929, dem Schwarzen Donnerstag, ein jähes Ende fand. Die Wirtschaftskrise traf New York hart und die unfähige, korrupte Stadtregierung von Bürgermeister Jimmy Walker war total überfordert und die Stadt überschuldet. Die Arbeitslosenquote stieg auf über 25 Prozent. Die Menschen verloren ihre Arbeit und ihre Wohnungen. Die Wende kam durch die von Bürgermeister Fiorello LaGuardia nach seiner Wahl 1933 aufgelegten Hilfs- und Bauprogramme. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, zum Beispiel das Woolworth Building und vor allem später Empire State Building oder das Chrysler Building, die zum Sinnbild der Stadt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nach einer kurzen Phase des Optimismus schnell bergab. Die Mittelschicht zog in die Vororte und die Industrie wanderte ab. Wie viele andere US-Städte litt auch New York in den 1960er Jahren unter Rassenunruhen. In den 1970er Jahren nahm die Kriminalität überhand und 1975 musste die Stadt ihren Bankrott erklären. Edward I. Koch sanierte während seiner Amtszeit als Bürgermeister von New York (1978-1989) das städtische Budget. Im Wirtschaftsaufschwung der 1980er Jahre nahm die Wall Street wieder eine führende Rolle in der Finanzwelt ein. In den 1990er Jahren erzielte der populäre New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani mit der sogenannten Nulltoleranzstrategie einigen Erfolg, die Kriminalitätsrate fiel drastisch, auch unter Beteiligung der zivilen Schutzorganisation Guardian Angels,und es wurde wieder chic, in der Stadt zu leben.

21. Jahrhundert