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| 1974 |
1974
Jahreswidmungen
- Die Vereinten Nationen erklären das Jahr 1974 zum „Weltbevölkerungsjahr“
- Die Mehlschwalbe (lat. Delichon urbica) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Ernst Brugger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Deutschland hebt die Preisbindung für Markenartikel auf
- 1. Januar: Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft
- 1. Januar: Finnland. Freihandelsabkommen mit der EG
- 1. Februar: Deutschland trifft mit Botswana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe
- 2. Januar: In Spanien wird Carlos Arias Navarro als neuer Ministerpräsident vereidigt
- 2. Januar: In Schweden tritt eine Stromrationierung in Kraft
- 18. Januar: Abkommen über eine Truppenentflechtung Ägyptens und Israels
- 25. Januar: UN-Truppen rücken in die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Sueskanal ein
- 31. Januar: Überfall von Mitgliedern der PFLP auf die japanische Botschaft in Kuwait und der JRA auf eine Shell-Anlage in Singapur.
- 7. Februar: Grenada erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 8. Februar: Militärputsch in Obervolta
- 20. Februar: Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomsperrvertrag
- 27. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Malta
- 2. März: In Spanien wird das letzte mal eine Hinrichtung durchgeführt. Getötet werden der Anarchist Puig Antich und der deutsche Flüchtling Georg Michael Welzel
- 7. März: Einigung über die Einrichtung ständiger Vetretungen in Bonn und Ostberlin
- 18. März: Öl-Embargo: Die meisten OPEC-Nationen beenden das fünfmonatige Öl-Embargo gegen die USA, Europa und Japan
- 1. April: Myanmar bekommt eine neue Verfassung
- 2. April: Die Republik Niger wird Mitglied in der UMOA (Westafrikanische Währungsunion) und der BOAD (Westafrikanische Entwicklungsbank)
- 16. April: Armeeputsch im Niger stürzt Präsident Hamani Diori
- 25. April: Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, wird als Spion der DDR entlarvt
- 25. April: Nelkenrevolution in Portugal
- 30. April: Hinrichtung der 19-jährigen Leyla Kassim und vier weiterer Studenten nach schweren Folterungen wegen „Begünstigung und Gutheißung der separatistischen Bestrebungen“ in Südkurdistan
- 2. Mai: Die ständigen Vertretungen der BRD und der DDR werden in Bonn und Ost-Berlin eröffnet
- 6. Mai: Willy Brandt tritt als Bundeskanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück
- 9. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Zypern
- 15. Mai: Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten gewählt
- 16. Mai: Helmut Schmidt wird mit absoluter Mehrheit zum Bundeskanzler gewählt
- 18. Mai: Indien zündet testweise eine Atombombe
- 18. Mai: Das bis heute höchste Bauwerk der Welt, der (am 10. August 1991 eingestürzte) 648 Meter hohe selbststrahlende Sendemast in Konstantynow, Polen wird fertiggestellt
- 19. Mai: In Frankreich wird Valery Giscard d'Estaing (50,8 %) vor François Mitterrand (49,1 %) zum Staatspräsidenten gewählt
- 21. Mai: Regierung Thammasak in Thailand zurückgetreten
- 2. Juni: Bhutan. Jigme Singye Wangchuk wird zum König gekrönt
- 11. Juni: Deutscher Bundestag beschließt die Erhöhung der Beamtengehälter um 11 % (rückwirkend ab dem 1. Januar 1974)
- 18. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Dänemark. In Kraft seit dem 2. Dezember 1975
- 23. Juni: Rudolf Kirchschläger zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt
- 26. Juni: Herstatt-Bank Köln wird geschlossen
- 29. Juni: Isabel Martínez de Perón wird in Argentinien als Staatspräsidentin vereidigt
- 5. Juli: Deutschland schließt Investitionsschutz und -förderungsabkommen mit Ägypten
- 16. Juli: Im hessischen Biblis geht der damals größte Kernreaktor der Welt in Betrieb
- 27. Juli: In Washington D.C. beginnt das Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Richard Nixon wegen „Behinderung der Justiz“
- 9. August: US-Präsident Richard Nixon tritt wegen der Watergate-Affäre zurück
- 12. August: Anerkennung der Unabhängigkeit Guinea-Bissaus durch Deutschland
- 10. September: Guinea-Bissau erlangt die endgültige Unabhängigkeit von Portugal (einseitige Unabhängigkeitserklärung schon am 24. September 1973)
- 11. September: Charles T. Kowal entdeckt den Jupitermond Leda (Jupiter XIII)
- 11. September: Portugal wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 12. September: Äthiopien. Absetzung von Kaiser Haile Selassie I. durch das Militär
- 13. September: Mitglieder der Japanischen Roten Armee überfallen die französische Botschaft in Den Haag
- 17. September: Grenada, Guinea-Bissau und Bangladesch werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 17. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Malta
- 3. Oktober: Deutschland trifft mit Botswana ein Abkommen über technische Zusammenarbeit
- 8. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Jamaika
- 18. Oktober: Demokratische Volksrepublik Korea wird Mitglied in der UNESCO
- 19. Oktober: Unabhängigkeit von Niue, in freier Assoziierung mit Neuseeland
- 1. November: Guinea-Bissau wird Mitglied in der UNESCO
- 12. November: San Marino wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Die Arecibo-Botschaft wird in das All gesendet
- 26. November: Luftverkehrsabkommen zwischen Paraguay und Deutschland
- 29. November: Ulrike Meinhof wird zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt
- 1. Dezember: Gründung der ersten und bislang einzigen deutschen Fernuniversität in Hagen
- 2. Dezember: Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Jupiter vorbei
- 2. Dezember: Ein bedeutsames Aktienpaket der Stuttgarter Daimler-Benz AG wird vom Emirat Kuwait gekauft
- 13. Dezember: Unabhängige Republik Malta wird ausgerufen
- 26. Dezember: Einweihung des neuen Elbtunnels in Hamburg
- Die Türkei besetzt den Nordteil Zyperns, es kommt zum Zypern-Krieg
- Erstmals in ihrer Geschichte verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland einen Einwohnerrückgang: am Jahresende wurden 62 Millionen Einwohner gezählt: 110.000 weniger als zum Jahresanfang
- Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können erstmals Stoffwechselvorgänge im Gehirn gezeigt werden
Kultur
- 13. Februar: Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird aus der Sowjetunion ausgewiesen und nach Frankfurt am Main ausgeflogen
- 16. Februar: Uraufführung der Oper Einstein von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin
- 28. Februar: Im New Yorker Museum of Modern Art wird Pablo Picassos berühmtes Werk „Guernica“ mit einem Text besprüht
- 4. März: Uraufführung der TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunst von Hans Werner Henze in New York
- 6. April: ABBA gewinnen den Grand Prix D'Eurovision De La Chanson mit dem Titel Waterloo, ABBA sind seit dem die erfolgreichste Pop-Gruppe nach den Beatles
- 10. Oktober: Erstes Volkskonzert von Mikis Theodorakis nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen
- Entdeckung der Terrakottaarmee in der Nähe von Xi'an
- Eröffnung des Zirkusmuseums in Preetz
- Erbauung des Sendemast Radio Warschau, das bis heute höchste Gebäute.
- Eröffnung des Sears Towers.
Katastrophen
- 30. Januar: Absturz einer Boeing 707 der PanAm
- 3. März: Paris, Frankreich, kurz nach dem Start von dem Flughafen Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote
- 22. April: Tinga-Tinga, Bali, Indonesien. Eine Boeing 707 der PanAm prallte beim Landeanflug ca. 60 km nordwestlich vor dem Flughafen gegen einen Berg. Alle Personen starben
- 11. Mai: Erdbeben in Sichuan u. Yünnan/Volksrepublik China, etwa 20.000 Tote
- 18. September: Der Wirbelsturm „Fifi“ zieht über Honduras, ca. 10.000 Tote
- 3. Oktober: Erdbeben in Peru, 83 Tote, 60.000 Obdachlose
- 20. November: Nairobi, Kenia, ein Jumbo-Jet der Lufthansa verunglückt beim Start. 59 Tote, davon 30 Deutsche
- 1. Dezember: Absturz einer Boeing 727 der Northwest Orient Airlines
- 4. Dezember: Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Menschen starben
- 28. Dezember: Erdbeben der Stärke 6,2 in Pakistan, ca. 5.300 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Emerson Fittipaldi wird Formel 1 Weltmeister
- 26. März: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, Venezuela, durch technischen KO
- 8. Mai: Der 1.FC Magdeburg gewinnt als erste und einzige Mannschaft der DDR einen Titel im Fußball-Europapokal. Vor 5000 Zuschauern im Stadion De Kuip in Rotterdam besiegt der FCM den AC Mailand mit einem 2:0 und wird somit Europapokalsieger im Europapokal der Pokalsieger
- 7. Juli: Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, die Deutsche Elf besiegt im Finale die Niederlande mit 2:1
- 8. Oktober: Chicago, Illinois: Basketballspieler Nate Thurmond erzielt das erste Quadruple Double der NBA-Geschichte
- 30. Oktober: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen George Foreman im 20th of May Stadium, Kinshasa, Zaire, durch KO
- 1. Januar: Zabine, österreichische Musikerin
- 2. Januar: Deborah Sengl, österreichische Künstlerin
- 3. Januar: Alessandro Petacchi, italienischer Radrennfahrer
- 4. Januar: Danilo Hondo, deutscher Radrennfahrer
- 4. Januar: Paolo Bettini, italienischer Radrennfahrer
- 4. Januar: Armin Zöggeler, italienischer Rodler
- 6. Januar: Nicole DeHuff, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 8. Januar: Jürg Grünenfelder, Schweizer Skirennläufer
- 10. Januar: Sabrina Setlur, deutsche Rapperin
- 10. Januar: Hrithik Roshan, indischer Bollywood-Schauspieler
- 11. Januar: Eva Klemt, deutsche Schauspielerin
- 11. Januar: Jens Nowotny, deutscher Fußballspieler
- 12. Januar: Melanie Chisholm, britische Sängerin
- 12. Januar: Tor Arne Hetland, norwegischer Skilangläufer
- 16. Januar: Kati Winkler, deutsche Eiskunstläuferin
- 20. Januar: Alvin Harrison, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 21. Januar: Kim Schmitz, Hacker und Unternehmer
- 22. Januar: Annette Frier, deutsche Schauspielerin und Komikerin
- 22. Januar: Jörg Böhme, deutscher Fußballspieler
- 23. Januar: Tiffani-Amber Thiessen, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Januar: Rokia Traoré, Sängerin
- 25. Januar: Marek Mastič, slowakischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Tanja Hart, deutsche Volleyballspielerin
- 27. Januar: Ole Einar Bjørndalen, norwegischer Biathlet und Olympiasieger
- 30. Januar: Christian Bale, britischer Schauspieler
- 1. Februar: Roberto Heras, spanischer Profi-Radrennfahrer
- 3. Februar: Florian Rousseau, Radrennfahrer
- 5. Februar: Nadine Ernsting-Krienke, deutsche Feldhockeyspielerin
- 7. Februar: Steve Nash, kanadischer Basketballspieler
- 8. Februar: Seth Green, US-amerikanischer Schauspieler
- 9. Februar: Amber Valletta, US-amerikanisches Fotomodell und Filmschauspielerin
- 11. Februar: Sébastien Hinault, französischer Radrennfahrer
- 13. Februar: Robbie Williams, britischer Musiker und Entertainer
- 15. Februar: Alexander Wurz, Formel-1-Pilot
- 16. Februar: José Manuel Dominguez, portugiesischer Fußballspieler
- 17. Februar: Bryan White, US-amerikanischer Country-Sänger
- 17. Februar: Jerry O'Connell, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Februar: Mark Tavassol, Bassist
- 18. Februar: Jewgeni Alexandrowitsch Kafelnikow, russischer Tennisspieler und Olympiasieger
- 19. Februar: Minh-Khai Phan-Thi, deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Regisseurin
- 26. Februar: Martina Zellner, ehemalige deutsche Biathletin
- 26. Februar: Sébastien Loeb, französischer Rallye-Fahrer
- 28. Februar: Alexander Zickler, deutscher Fußballspieler
- 2. März: Marcel Jenni, Schweizer Profi-Eishockey-Spieler
- 3. März: DJ Noise, DJ und Produzent
- 3. März: David Faustino, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 4. März: Ariel Ortega, argentinischer Fußballspieler
- 5. März: Barbara Schöneberger, deutsche Fernsehmoderatorin
- 5. März: Eva Mendes, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. März: Christiane Paul, deutsche Schauspielerin
- 10. März: Keren Ann, französische Sängerin
- 12. März: Charles Akonnor, ghanaischer und deutscher Fußballspieler
- 13. März: Franziska Schenk, ehemalige deutsche Eischnellläuferin, Moderatorin
- 14. März: Juergen D. Brugger, deutscher Medienkünstler
- 14. März: Ahmad Chalfan al-Ghailani, mutmaßliches al-Qaida-Mitglied
- 16. März: Anthony Tieku, ghanaischer Fußballspieler
- 16. März: Zoë Jenny, Schweizer Schriftstellerin
- 18. März: Nik Berger, österreichischer Beach-Volleyball-Spieler
- 19. März: Hanka Kupfernagel, deutsche Radsportlerin
- 20. März: Sabine Fischmann, deutsche Chansonsängerin
- 20. März: Carsten Ramelow, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Regina Schleicher, deutsche Radsportlerin
- 21. März: Klaus Lederer, deutscher Politiker
- 23. März: Anna Schudt, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Alyson Hannigan, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. März: Mike Rietpietsch, deutscher Fußballspieler
- 27. März: Gaizka Mendieta, spanischer Profifußballspieler
- 28. März: Matthias Koeberlin, deutscher Schauspieler
- 28. März: Mark King (Snookerspieler), englischer Snookerspieler
- 1. April: Sandra Völker, deutsche Schwimmerin
- 1. April: René Andrle, tschechischer Radrennfahrer
- 3. April: Mounir al Motassadeq, marokkanischer Staatsbürger
- 4. April: Daniel Stendel, deutscher Fußballspieler
- 5. April: Josef Philip Winkler, deutscher Politiker
- 8. April: Elvir Baljić, bosnischer Fußballspieler der Nationalmannschaft
- 9. April: Jenna Jameson, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 11. April: Mario Cantaluppi, Schweizer Profifußballspieler
- 11. April: Álex Corretja, spanischer Tennisspieler
- 12. April: Belinda Emmett, australische Schauspielerin und Moderatorin
- 13. April: David Zdrilic, australischer Fußballspieler
- 13. April: Martin Höllwarth, österreichischer Skispringer
- 13. April: Sergei Gonchar, russischer Eishockey-Spieler
- 14. April: Laura Tonke, deutsche Schauspielerin
- 16. April: Zali Steggall, australische Skiläuferin
- 16. April: Andrejs Vlascenko, Eiskunstläufer
- 17. April: Victoria Beckham, britische Popsängerin
- 19. April: Marcus Ehning, deutscher Springreiter
- 22. April: Shavo Odadjian, Bassist
- 23. April: Barry Watson, Schauspieler
- 28. April: Penélope Cruz Sánchez, spanische Schauspielerin
- 1. Mai: Marc Seliger, deutscher Eishockeytorhüter
- 2. Mai: Laura Dünnwald, Fernsehmoderatorin der ARD
- 3. Mai: Jukka Hentunen, finnischer Eishockeyspieler
- 10. Mai: Sylvain Wiltord, französischer Fußballspieler
- 11. Mai: Jens Geutebrück, deutscher Regisseur und Schauspieler
- 14. Mai: Marko Mühlstein, deutscher Politiker und MdB
- 16. Mai: Laura Pausini, italienische Sängerin
- 18. Mai: Chantal Kreviazuk, kanadische Sängerin und Songwriterin
- 23. Mai: Mellow Mark, Musiker
- 23. Mai: Jewel (Sängerin), US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 25. Mai: Oka Nikolov, mazedonischer Fußballspieler
- 25. Mai: Frank Klepacki, US-amerikanischer Computerspiel-Komponist
- 28. Mai: Hans-Jörg Butt, deutscher Fußballspieler
- 30. Mai: Peter Wrolich, Radrennfahrer
- 30. Mai: Big L, Rapper († 1999)
- 30. Mai: Cee-Lo Green, US-amerikanischer Hip Hop-, Funk-, Soul- und R&B-Musiker
- 1. Juni: Michael Rasmussen, dänischer Radrennfahrer
- 1. Juni: Alanis Morissette, kanadische Sängerin und Musikerin
- 2. Juni: Gata Kamsky, Schachspieler
- 3. Juni: Serhij Rebrow, ukrainischer Fußballspieler
- 6. Juni: Barbara Niedernhuber, deutsche Rodlerin
- 6. Juni: Robert Kovač, kroatischer Fußballspieler
- 7. Juni: Mahesh Bhupathi, indischer Tennisspieler
- 13. Juni: Kati Bellowitsch, österreichische Fernseh- und Radiomoderatorin
- 13. Juni: Steve-O, US-amerikanischer Aktionskünstler
- 18. Juni: König Boris, deutscher Rapper
- 18. Juni: Vincenzo Montella, italienischer Fußballspieler
- 22. Juni: Christian Montillon, Science-Fiction-Autor
- 26. Juni: Dieter Kalt, österreichischer Eishockeyspieler
- 28. Juni: Kirsty Mitchell, schottische Schauspielerin
- 30. Juni: Juli Zeh, deutsche Schriftstellerin und Juristin
- 30. Juni: Hezekiel Sepeng, südafrikanischer Leichtathlet
- 1. Juli: Jefferson Pérez, ecuadorianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2. Juli: Matthew Reilly, Schriftsteller
- 3. Juli: Gabor Schablitzki, deutscher DJ, Musiker und Musikproduzent
- 5. Juli: Marcio Amoroso, brasilianischer Fußballspieler
- 5. Juli: Moritz Freise, deutscher Filmmusikkomponist
- 6. Juli: Zé Roberto, brasilianischer Fußballspieler
- 7. Juli: Liv Grete Poirée, norwegische Biathletin
- 8. Juli: Lady Dana, In den Niederlanden DJs
- 10. Juli: Daniele Adani, italienischer Fußballnationalspieler
- 10. Juli: Andrea Nuyt, niederländische Eisschnellläuferin
- 11. Juli: Michael Hartmann (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Francisco Copado, spanischer Fußballspieler
- 21. Juli: Rajko Tavčar, slowenischer Fußballspieler
- 22. Juli: Franka Potente, deutsche Schauspielerin
- 23. Juli: Rik Verbrugghe, belgischer Radsportler
- 23. Juli: Doktor Renz, deutscher Rapper
- 23. Juli: Martin Amerhauser, österreichischer Profifußballspieler
- 29. Juli: Viktoria Tolstoy, schwedische Jazzsängerin
- 30. Juli: Jacek Dukaj, polnischer Science Fiction- und Fantasy-Schriftsteller
- 30. Juli: Hilary Swank, US-amerikanische Schauspielerin
- 31. Juli: Maurice Greene, Leichtathlet aus den USA
- 1. August: Enie van de Meiklokjes, eine deutsche Fernseh-Moderatorin
- 9. August: Raphaël Poirée, französischer Biathlet
- 14. August: Joe Perry, englischer Snookerspieler
- 14. August: Christopher Koskei, kenianischer Läufer
- 15. August: Birgit Wiedel-Weidinger, deutsche Schauspielerin
- 15. August: Natasha Henstridge, kanadische Schauspielerin
- 15. August: Maxim Vengerov, russischer Geiger
- 16. August: Iván Hurtado, ecuadorianischer Fußballspieler
- 16. August: Didier Cuche, Schweizer Skirennläufer
- 16. August: Krisztina Egerszegi, ungarische Schwimmerin
- 17. August: Niclas Jensen, dänischer Fußballspieler
- 24. August: Jennifer Lien, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. August: Mario Jeckle, deutscher Informatiker († 2004)
- 27. August: Christian Bärthel, deutsche Politikerin
- 27. August: Hakan Haslaman, türkischer Stuntman, Regisseur und Filmproduzent
- 28. August: Carsten Jancker, deutscher Fußballspieler
- 28. August: Tyree Washington, US-amerikanischer Leichtathlet
- 30. August: Dennis Weiland, deutscher Fußballspieler
- 31. August: Andrei Medvedev, ukrainischer Tennisspieler
- 31. August: Raimund Hedl, österreichischer Profifußballspieler
- 1. September: Jhonen Vasquez, Comic-Zeichner
- 2. September: Inari Vachs, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 3. September: Martin Gerber, Schweizer Eishockey-Torhüter
- 4. September: Sören Bartol, deutscher Politiker
- 6. September: Tim Henman, britischer Tennisspieler
- 7. September: Mario Frick (Fußballspieler), Fußballspieler aus Liechtenstein
- 10. September: Markus Bähr, deutscher Fußballspieler
- 10. September: Ryan Phillippe, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. September: Nuno Valente, portugiesischer Fußballspieler
- 14. September: Hicham El Guerrouj, marokkanischer Leichtathlet
- 14. September: Sunday Oliseh, nigerianischer Fußballspieler
- 15. September: Murat Yakin, Schweizer Fußballspieler türkischer Herkunft
- 16. September: Loretta Stern, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 18. September: Xzibit, US-amerikanischer Hip-Hop-Künstler
- 19. September: Janosch Dziwior, deutscher Fußballspieler
- 21. September: Katharine Merry, britische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. September: Henning Fritz, deutscher Handballer
- 21. September: Daniel Bogusz, polnischer Fußballspieler
- 22. September: Thomas Hengen, deutscher Fußballspieler
- 23. September: Felix Mantilla, spanischer Tennisspieler
- 25. September: André Wiesler, deutscher Autor von Fantasy- und Science Fiction-Romanen
- 26. September: Andreas Scheuer, deutscher Politiker und MdB
- 1. Oktober: Keith Duffy, irischer Musiker und Schauspieler
- 2. Oktober: René Sommerfeldt, deutscher Skilangläufer
- 3. Oktober: Martin Scholz, Dt. Sänger und Fernsehmoderator
- 6. Oktober: Jeremy Sisto, US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent
- 7. Oktober: Charlotte Perrelli, schwedische Sängerin
- 8. Oktober: Koji Murofushi, japanischer Leichtathlet
- 9. Oktober: Mauro Gerosa, italienischer Radrennfahrer
- 10. Oktober: Naike Rivelli, italienische Schauspielerin und Model
- 10. Oktober: Chris Pronger, kanadischer Eishockeyspieler der National Hockey League
- 11. Oktober: Valerie Niehaus, deutsche Schauspielerin
- 11. Oktober: Jamie Thomas, professioneller Skateboarder
- 12. Oktober: Stephen Lee, englischer Snookerspieler
- 12. Oktober: Ebru Gündeş, türkische Sängerin
- 14. Oktober: Christina Benecke, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 14. Oktober: Jessica Drake, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 14. Oktober: Savanna Samson, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 16. Oktober: Paul Kariya, kanadischer Eishockeyspieler
- 17. Oktober: Sevatheda Fynes, bahamaische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 19. Oktober: Paulo Sérgio de Oliveira Silva, Fußballspieler († 2004)
- 24. Oktober: Marco Remus, Techno-DJ
- 27. Oktober: Torben Hoffmann, deutscher Fußballspieler
- 28. Oktober: Joaquin Phoenix, US-amerikanischer Schauspieler
- 30. Oktober: Marie Bierstedt, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 30. Oktober: Stipe Erceg, Schauspieler
- 1. November: Emma George, australische Stabhochspringerin
- 2. November: August Wöginger, österreichischer Politiker
- 2. November: Nelly, US-amerikanischer Rapper
- 5. November: Jane Saville, australische Leichtathletin, Olympionikin
- 5. November: Dado Pršo, kroatischer Fußballer
- 5. November: Ryan Adams, US-amerikanischer Musiker
- 8. November: Herbert Hindringer, deutscher Schriftsteller
- 8. November: Masashi Kishimoto, japanischer Mangaka
- 9. November: Sven Hannawald, deutscher Skispringer
- 9. November: Alessandro Del Piero, italienischer Profi-Fußballer
- 9. November: Giovanna Mezzogiorno, Schauspielerin
- 10. November: Giulia Siegel, deutsche Schauspielerin, Fernsehmoderatorin und Fotomodell
- 11. November: Matthias Knop, deutscher Radio-Moderator, TV-Showmaster, Comedian und Schauspieler
- 11. November: Leonardo DiCaprio, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. November: Christian Gimenez, argentinischer Fußballspieler
- 13. November: Mark Poepping, deutscher Filmema
Kategorie:1974
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Vereinte Nationen
Die Vereinten Nationen (VN; engl. United Nations, UN; oft UNO für United Nations Organisation) sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss fast aller Staaten der Erde (192 von 193 der durch die UNO anerkannten autonomen Staaten) und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.
Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Vereinten Nationen
Ihre Wurzeln haben die Vereinten Nationen im Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ziel gegründet wurde, den Frieden auf der Welt dauerhaft zu sichern. Allerdings erhielt der Völkerbund durch mangelndes Beitrittsinteresse (so waren etwa die USA kein Mitglied im Völkerbund) nicht den nötigen Einfluss, um seine Ziele durchsetzen zu können und war mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges praktisch gescheitert.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt unternahm nach dem Scheitern des Völkerbundes noch während des Zweiten Weltkrieges einen zweiten Versuch, eine Organisation zur Sicherung des Friedens zu schaffen und erarbeitete zusammen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill die Atlantik-Charta. Am 1. Januar 1942 beriefen sich 26 Staaten in der Declaration by United Nations auf die Prinzipien der Atlantik-Charta. Durch die Mitarbeit der UdSSR und der Republik China an der neuen Friedensordnung kam es zur Moskauer Erklärung der Vier Mächte, die auf eine schnellstmögliche Schaffung einer allgemeinen, auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbauenden Organisation zur Aufrechthaltung des Friedens und der internationalen Sicherheit zielte. Bei der Konferenz von Dumbarton Oaks wurde weiter über die Gründung der UN beraten. Nach Einbeziehung Frankreichs in den Kreis der hauptverantwortlichen Mächte konnte die Charta der Vereinten Nationen 1945 auf der Konferenz von Jalta fertig gestellt werden. Sie wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Polen unterzeichnete die Charta erst später, zählt aber zu den 51 Gründungsmitgliedern.
Die Charta trat am 24. Oktober des gleichen Jahres in Kraft, nachdem die Republik China, Frankreich, die Sowjetunion, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Mehrheit der Gründungsstaaten die Charta ratifiziert hatten.
Die Vereinten Nationen haben ihren Hauptsitz in New York und drei weitere Sitze in Genf (UNOG), Wien (UNOV) und Nairobi (UNON). In Den Haag befindet sich der Internationale Gerichtshof.
Anzumerken ist, dass nach offiziellem Sprachgebrauch sich die UNO Sitze nicht in dem jeweiligen Land befinden, sondern nur von diesen umgeben werden, d.h. dass der Internationale Gerichtshof in Den Haag ist, oder der Hauptsitz der UNO in New York. In der UNO gelten Regeln eigener Art und die Staatsmacht des jeweiligen Sitzlandes darf dort keine Zwangsmaßnahmen ausüben, wodurch ihre Souveränität insoweit nicht infrage steht. Dass Einrichtungen der UNO eine Art „Internationales Territorium“ darstellen würden, ist völkerrechtlich nicht anerkannt. Jedoch sind ihre Einrichtungen exterritoriales Gebiet, vergleichbar dem von Botschaften.
Mitglieder der Vereinten Nationen
vollständige Liste, siehe: Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (alphabetisch) oder Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (chronologisch)
Gründungsmitglieder der UNO im Jahr 1945 waren:
Ägypten, Albanien, Äthiopien, Argentinien, Australien, Belarus, Belgien, Bolivien, Brasilien, Chile, Republik China, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Irak, Iran, Jugoslawien, Kanada, Kolumbien, Kuba, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Saudi-Arabien, Sowjetunion, Südafrika, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Uruguay und Venezuela.
1973 traten die DDR und die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134. Mitglied der UNO bei. Österreich trat der UNO im Jahr 1955 bei, die Schweiz erst 2002.
Keine Mitglieder sind unter anderem der Vatikanstaat (dessen völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Cookinseln und die Republik China (Taiwan). Die Republik China nimmt hier jedoch eine Sonderstellung ein, da sie als Gründungsmitglied der UN von 1945 bis 1971 sogar eines von fünf ständigen Mitgliedern im UN Sicherheitsrat war. Im Jahr 1971 musste die Republik China nach einem Beschluss der Generalversammlung aus den UN ausscheiden. Seither vertritt die Volksrepublik China, als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat, die chinesischen Interessen innerhalb der Vereinten Nationen.
Die Finanzierung der UNO
Finanziert wird die UNO durch die Mitgliedsländer, dabei ist festgelegt, dass jedes Land mindestens 0,001 % zum ordentlichen Haushalt beitragen muss und höchstens 25 % des Haushalts tragen darf. Die größten Finanzierer in den Beitragsjahren 2004-2006 sind die USA mit 22%, Japan mit 19,5 %, Deutschland mit 8,7 %, Großbritannien mit 6,1 % und Frankreich mit 6 %. Alle anderen Länder tragen weniger als 5 % bei; etwa die Hälfte bezahlen nur den Mindestbeitrag von 0,001 %. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf von eigenen Briefmarken und Souvenirs kommt seit Jahren mehr Geld in die Kasse der UNO, als nahezu 2/3 der Mitglieder an Beiträgen zahlen.
Die Charta der Vereinten Nationen
Hauptartikel: Charta der Vereinten Nationen
Die Charta ist die Verfassung der UNO und wurde am 26. Juni 1945 im Theatersaal des Veterans War Memorial Building in San Francisco unterzeichnet. In Kraft trat die Charta am 24. Oktober 1945. Polen, das 22. Gründungsmitglied, hatte an der Konferenz nicht teilnehmen können und unterschrieb später. Die Charta ist ein zeitlich nicht begrenzter völkerrechtlicher Vertrag und wurde seit ihrer Gründung an nur vier Stellen geändert, nämlich die Artikel 23, 27, 61 und 109.
Sie besteht aus einer Präambel und 19 Kapiteln mit 111 Artikeln, im Gegensatz dazu hatte der Völkerbund nur 26 Artikel. Die Kapitel beschäftigen sich unter anderem mit den verschiedenen Hauptorganen der UNO, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten, den Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen, sowie ihren Zielen und Grundsätzen.
Am meisten umstritten und diskutiert ist der Artikel 2, Ziffer 7, in dem es heißt:
::„Die UNO ist nicht befugt in Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit eines Staates gehören, einzugreifen.“
Organe der Vereinten Nationen
Hauptorgane
Völkerbund]
Völkerbund]]
Völkerbund
Gemäß [http://www.runiceurope.org/german/charta/charta.htm#3 Kapitel 3, Artikel 7] der Charta setzt sich die UNO aus sechs Hauptorganen zusammen, die für die Entscheidungsprozesse maßgeblich sind. Neben den Hauptorganen gehören eine Reihe von Nebenorganen und Sonderorganisationen zum System der Vereinten Nationen, die mit der Wahrnehmung spezifischer Aufgaben befasst sind.
- Die Generalversammlung (General Assembly): Vertreter aller UNO-Mitgliedstaaten haben einen Sitz und eine Stimme. Die Generalversammlung kann an die Mitgliedstaaten nicht bindende Empfehlungen abgeben und Vorlagen an den Sicherheitsrat richten, sie entscheidet auch über die Aufnahme neuer Mitglieder.
- Das Sekretariat (United Nations Secretariat): höchster Verwaltungsbeamter ist der Generalsekretär.
- Der Sicherheitsrat (Security Council) hat 15 Mitglieder, davon sind China, Russland, Frankreich, Großbritannien und die USA ständige Mitglieder. Die anderen zehn Mitglieder werden jeweils auf zwei Jahre von der Generalversammlung gewählt. Beschlüsse des Sicherheitsrats sind bindend und durchsetzbar. Sie bedürfen der Zustimmung von mindestens neun Mitgliedern, darunter alle fünf ständigen Mitglieder (ausgenommen Beschlüsse über Verfahrensfragen). Man spricht hier von einem „Veto-Recht“ der ständigen Mitglieder. In der Praxis wird die Stimmenthaltung eines ständigen Mitgliedes nicht als „Veto“ gewertet.
- Der Wirtschafts- und Sozialrat (Economic and Social Council, ECOSOC): Ihm sind die vielen Spezialorganisationen unterstellt.
- Der Treuhandrat (Trusteeship Council) hat seine Aufgaben mittlerweile suspendiert, da es momentan keine Treuhandgebiete gibt.
- Der Internationale Gerichtshof, IGH (International Court of Justice, ICJ) in Den Haag als universelles völkerrechtliches Schiedsgericht.
Nebenorgane und Sonderorganisationen
Hauptartikel: UN-Spezialorganisation
Nebenorgane der UN-Generalversammlung werden zur Wahrnehmung spezieller Tätigkeiten gegründet. Sie haben ihr eigenes Verwaltungssystem, aber keine eigene völkerrechtliche Grundlage und sind nicht Völkerrechtssubjekte wie die UNO selbst. Zurzeit gibt es insgesamt 22 Nebenorgane, neben dem wohl bekanntesten dem Kinderhilfswerk UNICEF, u. a. das Umweltprogramm UNEP, das Welternährungsprogramm WFP, das Flüchtlingskommissariat UNHCR und das Entwicklungsprogramm UNDP.
Sonderorganisationen sind rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständig, jedoch durch ein Abkommen eng mit der UNO verbunden. Einige Organisationen sind zum Teil sogar älter als die UNO selbst. Mittlerweile gibt es 16 dieser zwischenstaatlichen Organisationen. Die UNO arbeitet unter anderem mit den folgenden autonomen Organisationen eng zusammen: UNESCO, WHO, IAO, IWF und andere. Die Arbeit der Sonderorganisationen wird durch den UN-Wirtschafts- und Sozialrat koordiniert.
Arbeit und Ziele
Seit ihrer Gründung konnte die UNO mehrere beachtliche Erfolge erzielen, unter anderem:
- sie wirkte bei der Gründung des Staates Israel 1947 bis 1949 mit
- sie entschärfte die Berlinkrise 1948–1949,
- die Kubakrise 1962
- die Nahostkrise 1973
- sie wirkte in Rhodesien 1976 auf die Einführung des Wahlrechts für Schwarze hin
- Beendigung des Krieges zwischen dem Irak und Iran 1988
Sie sicherte direkt den Frieden etwa in
- Kambodscha 1993
- Mosambik 1994
- Angola 1995
- Guatemala 1996
- Zypern.
Viele Ziele haben die Vereinten Nationen bereits erreicht:
- Ausarbeitung der Menschenrechte 1948
- Ausrotten oder Eindämmen von Krankheiten (Pocken)
- Das Welternährungsprogramm der UNO stellt jährlich mehr als die Hälfte der weltweit geleisteten Nahrungsmittelhilfe bereit
- Sie sorgt für Schutz von Flüchtlingen
- Sie bilden Minensucher aus, zum Beispiel gibt es in Afghanistan zehn Millionen verlegte Minen
- 70 Prozent der Aktivitäten der UNO erstrecken sich auf die Bereiche Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe.
Friedenssicherung
Entwicklungshilfe
Die Friedenssicherung ist eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen. Sie sind der Vermeidung und Beendigung internationaler Konflikte zentral verpflichtet. Der hohe Stellenwert wird dadurch deutlich, dass bereits im ersten Artikel der UN-Charta das Ziel formuliert wird, ...
:: den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen. (Art. 1, Ziff. 1 der UN-Charta).
Zur Erreichung dieses Zieles wurde von den Vereinten Nationen durch die freiwillige Einbindung der UNO-Mitgliedstaaten ein System kollektiver Sicherheit geschaffen. Kern dieses kollektiven Sicherheitssystems ist das allgemeine Gewaltverbot:
::„Alle Staaten unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt“ (Art. 2, Ziff. 4 der UN-Charta).
Trotz des allgemeinen Gewaltverbots schließt die Charta die Gewaltanwendung nicht völlig aus. Sie ist neben dem individuellen Selbstverteidigungsrecht jedes Landes auf den Sicherheitsrat konzentriert: Kollektive Maßnahmen gegen Friedensstörer unter Beachtung des Kapitel VII, wie wirtschaftliche, kommunikative und sonst nicht-militärische Sanktionen bis erforderlichenfalls hin zur Gewaltanwendung. Der Sicherheitsrat wird dadurch zum Träger des „Gewaltlegitimationsmonopols“. Bevor der Sicherheitsrat entsprechende Maßnahmen in einer friedensbedrohenden Situation beschließen kann, muss er zunächst untersuchen, ob ein Bruch des Friedens vorliegt. Sollte dies der Fall sein, so hat er grundsätzlich zwei Möglichkeiten, auf einen solchen Bruch zu reagieren: Er kann sowohl Empfehlungen an die UNO-Mitglieder aussprechen, als auch Zwangsmaßnahmen gegenüber dem Friedensstörer selbst, als auch allen anderen Mitgliedstaaten.
Bei Zwangsmaßnahmen sind sowohl nichtmilitärische Sanktionen, als auch direktes militärisches Eingreifen durch die UNO selbst oder durch mandatierte Mitglieder möglich. Das Aufstellen von UNO-Truppen ist in der Charta zwar vorgesehen, kam jedoch nie zustande. Zu den nichtmilitärischen Sanktionen gehören die „vollständige oder teilweise Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen, des Eisenbahn-, See- und Luftverkehrs, der Post-, Telegraphen- und Funkverbindung sowie sonstiger Verkehrsmöglichkeiten und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen“ (Art. 41 der UN-Charta).
Blauhelme
Hauptartikel: Friedenstruppen der Vereinten Nationen
Die Blauhelme sind die Friedenssoldaten der UNO. Sie waren als Mittel der passiven Friedenssicherung nicht in der Charta vorgesehen. Doch Dag Hammarskjöld und Lester Pearson entwarfen die Idee der Friedenssoldaten in Krisensituationen. Blauhelmsoldaten sind leicht zu erkennen, denn sie tragen, wie der Name schon sagt, entweder einen blauen Helm oder ein blaues Barett mit einem UNO-Abzeichen neben der Uniform ihres Landes. Ein Mandat zur Entsendung von Blauhelmen kann nur der UN-Sicherheitsrat erteilen, doch die Regierung jedes Landes darf selbst entscheiden, ob sie Soldaten zu einem solchen Einsatz entsendet. Bis 1990 hat die UNO bereits 500.000 Soldaten und Zivilpersonen zu Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens eingesetzt. Zur Friedensherstellung werden Blauhelme jedoch nicht eingesetzt.
Ruanda-Krise
1994 wurde in Ruanda eines der schwersten Verbrechen der Geschichte begangen. Durch einen Gewaltausbruch kamen 800.000 Angehörige der Volksstämme Hutu und Tutsi ums Leben. Diesem Völkermord mussten die Blauhelmsoldaten der UNO tatenlos zusehen, da ihre Anzahl erstens viel zu gering war und die Blauhelmsoldaten zweitens nicht mit einem Mandat ausgestattet waren, das ein Eingreifen überhaupt gestattet hätte. Dieses Ereignis gilt gemäß Aussage von Kofi Annan als das größte Versagen der UNO.
Bosnien-Krise
Ende Mai 1995 kam es in Bosnien und Herzegowina nach NATO-Luftangriffen auf ein Munitionsdepot der bosnischen Serben in Pale zu einer Aufsehen erregenden Geiselnahme von UN-Soldaten. Als Folge der Luftangriffe wurden ausgewiesene NATO-Schutz-Zonen überfallen, UN-Soldaten als Geiseln genommen, an taktischen Positionen angekettet und zur Schau gestellt.
UNO-Sprachen
Obwohl die Vereinten Nationen eine Weltorganisation sind, werden schon aus praktischen Gründen nicht alle Sprachen der Welt offiziell benutzt. Tatsächlich beschränkt man sich auf sechs Amtssprachen: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Von diesen sechs sind zwei - Englisch und Französisch - Arbeitssprachen. Dies ist in der Resolution 2 festgelegt, die von der Generalversammlung angenommen wurde.
Amtssprache bedeutet, dass in jeder offiziellen Sitzung eine Übersetzung nach und aus diesen Sprachen zu erfolgen hat und dass alle sitzungsvorbereitenden Dokumente, alle Resolutionsentwürfe und alle Protokolle und Berichte in angemessenem zeitlichen Rahmen in diesen Sprachen zur Verfügung stehen müssen. Für die Arbeitssprachen gilt, dass alle organisationsinternen Arbeitsabläufe (mündlich und schriftlich) in diesen beiden Sprachen ablaufen können. Im Umgang mit dem Sekretariat der Vereinten Nationen hat jede(r) Delegierte das Recht, sich mündlich und schriftlich in der Arbeitssprache seiner oder ihrer Wahl auszudrücken. Auch müssen alle offiziellen Äußerungen des Sekretariats in den beiden Arbeitssprachen ablaufen (Anzeigen, Beschilderungen, etwa das bekannte "Security Council/Conseil de sécurité" in New York, Broschüren, Führungen usw.)
Dieses Regelwerk schließt einsprachige Auftritte prinzipiell aus.
Kritik an der UNO
Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates
Ein Kritikpunkt ist die historisch bedingte Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates. Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats machen regen Gebrauch von ihrem Vetorecht, um Verurteilungen und Sanktionen gegen sich selbst oder befreundete Staaten abzuwenden, so legte 1946-64 etwa die Sowjetunion 103 Mal Veto gegen einmütige Mehrheiten ein. Oder auch im Falle Israels, das bereits 69 Konventionen ignorierte, wurde es durch ein Veto der USA bei 20 Konventionen geschützt.
Betrachtet man die Anteile an der Weltbevölkerung, die die Einwohner der ständigen Mitglieder stellen, stehen diese in keinem ausgeglichenen Verhältnis zu den ihnen eingeräumten privilegierten Kompetenzen. Beispielsweise verfügt Frankreich, ein Land mit 60 Millionen Einwohnern, über einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat, Indien, in dem über 1 Mrd. Menschen leben, jedoch nicht. Dieses Problem lässt sich auf keine einfache Weise lösen, denn die hierarchische Architektur des UNO-Sicherheitsrates, die einigen wenigen Staaten größere Machtbefugnisse zubilligt, reflektiert letztlich die große Diversität in der Entwicklung der realen Macht der Nationen. In diesem Sinne ist der Sicherheitsrat ein Machtkonzentrations- und Handlungsorgan und dient nicht der Repräsentation. Selbst mit 15 Mitgliedern stieß er oft und schnell an die Grenze seiner Handlungsfähigkeit wegen der widerstreitenden Interessen, die durch jedes Mitglied transportiert werden.
Ein Sicherheitsrat, in dem jeder Mitgliedstaat gemäß seinem Bevölkerungsanteil gerecht repräsentiert und mit Vetorecht ausgestattet wäre, wäre praktisch handlungsunfähig, da es nahezu unmöglich ist, für konkrete und bindende Entscheidungen einer gewissen Tragweite einen Konsens von über 190 Staaten zu erwirken. Eine wirklich "gerechte" Umgestaltung des Weltsicherheitsrats könnte somit nur in Verbindung mit einer grundlegenden Reform der gesamten Verfassung der UNO vonstatten gehen, unter Konsolidierung von Rolle und Kompetenzen der Generalversammlung.
Die Ursachen dafür, dass es bislang nicht zu einer solchen Reform kam, scheinen sich auszubalancieren: Eine entschlossene Umgestaltung, die dem Gedanken einer Weltorganisation Rechnung trüge, implizierte einen Machtverlust der bisher privilegierten ständigen Mitglieder - überwiegend Industrieländer, die den größten Teil der Finanzierung der UNO aufbringen.
Kompetenzen
Ein zentrales Problem der UNO sind und bleiben die kaum vorhandenen Kompetenzen derselben. Es gelang der UNO vor allem deshalb, nahezu alle Staaten der Welt unter einem Dach zu vereinen, weil die Charta an entscheidenden Stellen so flexibel interpretierbar ist, dass sie von praktisch allen kulturellen Überzeugungen und politischen Ideologien - auch wenn diese sich z.T. gegenseitig ausschließen - in deren Sinne und zu deren Gunsten entsprechend der Situation ausgelegt werden kann. Damit das Konzept einer handlungsfähigen Weltorganisation vollständig aufgehen kann, wäre eine massive Abgabe nationalstaatlicher Kompetenzen an diese Organisation in allen drei Bereichen der Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative und Judikative) notwendig. Dazu ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Staat bereit. Die europäischen Staaten sind ja nicht einmal zu einer EU-Verfassung bereit, wie sich im Jahre 2005 gezeigt hat.
Letztlich vereiteln nationale Alleingänge die meisten Ansätze, zu mehr Verbindlichkeit innerhalb der UNO zu gelangen. Beispiel dafür sind etwa die USA, die die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs für eigene Bürger ablehnen und sich für den Fall eines gegen ihren Willen dort herbeigeführten Prozesses sogar die militärische "Befreiung" vorbehalten wollten, was die Legitimation des Internationalen Strafgerichtshofs insgesamt in Frage stellt. An diesem Beispiel zeigt sich auch, dass die UNO kaum - oder gar nicht - in Kollision mit den Interessen der USA Politik betreiben kann, da sie mit den Vereinigten Staaten von Amerika finanziell, historisch, personell und konstitutionell zu stark verwoben ist.
Manche Kritiker werfen der UNO deshalb vor, für viel Geld, das anderweitig sinnvoller ausgegeben werden könnte, vor allem stapelweise bedrucktes Papier zu produzieren - ein allerdings sehr pointierter Standpunkt. Denn mehr Verbindlichkeit bedeutet notwendig auch mehr Uniformität. Wenngleich es der UNO nur auf einer sehr rudimentären Ebene gelang, einheitliche kulturelle und politische Vorstellungen der Menschheit zu definieren, waren doch einige UNO-Missionen durchaus erfolgreich und ob die zwischenstaatliche Konfliktbewältigung ohne die UNO-Vermittlung besser abliefe, darf ebenfalls bezweifelt werden. Realistisch betrachtet, kann es auf längere Sicht keine echte Weltregierung geben, solange sich die Völker der Welt nicht auf eine widerspruchsfreie und trotzdem scharfe Definition ihrer kulturellen und politischen Werte mitsamt der sich daraus ergebenden Implikationen einigen können und an diesem Anspruch sollte die UNO auch nicht gemessen werden.
Weitere Kritik
- Ein großer Fehlschlag war das 1960 erstellte Entwicklungshilfe-Konzept. Die Länder der Dritten Welt erhielten Geld, um sich zu entwickeln, doch der Aufbau eines erfolgreichen Handelssystems unterblieb, so dass sie in eine zunehmende Abhängigkeit von den Transferleistungen gerieten.
- Der UNO wird auch vorgeworfen, dass sie sich im Laufe der Zeit nur in all jene Konflikte eingeschaltet hat, die die stärkste Beachtung in den Medien fanden. Herausgehalten hat sie sich dagegen Krisen in Sudan, Armenien, Bangladesch, Myanmar, Kolumbien, Ruanda und Peru.
- Bei Industriestaaten herrscht ein relatives Desinteresse bei allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten der UNO; wenn sich tatsächlich Probleme einstellen, die man ernst nimmt, werden diese oft nach stillschweigender Übereinkunft außerhalb oder beilläufig in der UNO behandelt.
- 1946 scheiterte der Plan der Vereinigten Staaten, die nuklearen Waffen unter die Kontrolle der UNO zu stellen, einerseits wollten die USA auf die Atombomben nicht verzichten, solange sie nicht sicher sein konnten, dass kein anderes Land sie bauen kann, anderseits wollte die Sowjetunion ihre Forschung nicht einstellen, solange Washington über das Nuklearwaffen-Monopol verfügt. Während des Kalten Krieges versuchte jede Supermacht, weitere Staaten auf ihre Seite zu ziehen, sie wurden mit großzügigen Wirtschaftshilfen und Ausrüstungen gelockt. Infolgedessen brachen viele Kriege aus, die diese stellvertretend für die Supermächte ausfochten (Stellvertreterkriege).
- Ein weiterer, umstrittener Kritikpunkt ist, dass sich die UNO überproportional mit der Verurteilung Israels befasst. Mit den Stimmen der arabischen Staaten wurden so viele Resolutionen gegen Israel erlassen und so viele Sondersitzungen zum Thema Nahostkonflikt einberufen wie zu keinem anderen Thema. Jedoch wurden unabhängig von ihrer Berechtigung die Resolutionen nicht durchgesetzt, da die USA bei implementierenden Maßnahmen immer zugunsten Israels ihr Veto einlegen. Auch werden Menschenrechtsverletzungen in der arabischen Welt selten thematisiert und erst kürzlich ein Resolutionsentwurf, der erstmals in der Geschichte der UNO explizit den Antisemitismus verurteilen sollte, mit den Stimmen der arabischen Staaten abgelehnt. Einen Höhepunkt erreichte dies beim UNO-Kongress in Durban, wo der Zionismus als gleichbedeutend mit Rassismus erklärt wurde.
Wichtige Resolutionen
- Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates: fordert den Rückzug Israels "aus besetzten Gebieten" im Gegenzug für eine Anerkennung Israels und die Respektierung seiner Sicherheit "frei von Bedrohung und Gewalt".
- Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates: Annexion von Ost-Jerusalem im Sechstagekrieg (1967) für nichtig erklärt.
- Resolution 1441 des UN-Sicherheitsrates: 8. November 2002 Aufforderung an den Irak, die vorangegangenen Resolutionen einzuhalten, die von manchen Staaten als Mandat für ihr späteres Eingreifen ausgelegt wurde (siehe Irak-Krieg).
Literatur
- Dieter Göthel: Die Vereinten Nationen - Eine Innenansicht. Auswärtiges Amt, Berlin 2002
- Günther Unser: Die UNO - Aufgaben, Strukturen, Politik. dtv, München 2004, ISBN 3-423-05254-6
- Klaus Dieter Wolf: Die UNO - Geschichte, Aufgaben, Perspektiven. C.H.Beck, München 2005, ISBN 3-406-50878-2
- Sabine von Schorlemer (Hrsg.): Praxishandbuch UNO - Die Vereinten Nationen im Lichte globaler Herausforderungen. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-43907-2
- Swen Bernhard Gareis, Johannes Varwick: Die Vereinten Nationen. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8252-2243-8
- Swen Bernhard Gareis, Johannes Varwick: Die Vereinten Nationen. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2002
Siehe auch:
- Portal:Vereinte Nationen
- Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- Afrikanische Union
- Völkerrecht
- Model United Nations
- Global Governance
Weblinks
-
- [http://www.un.org/ www.un.org] - Internationale Seite der UNO (Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch)
- [http://www.un.org/Depts/german/sr/fs_sr_res.html www.un.org/...] - Resolutionen und Beschlüsse des Sicherheitsrats
- [http://www.runiceurope.org/german/index.htm www.runiceurope.org/...] - Regionales Informationszentrum der UNO mit Chartatext und Informationen zum Aufbau
- [http://www.dgvn.de/ www.dgvn.de] - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
- [http://www.bpb.de/publikationen/YCUQES,0,0,60_Jahre_Vereinte_Nationen.html www.bpb.de/...] - Bundeszentrale für politische Bildung: 60 Jahre Vereinte Nationen
- [http://www.uno-komitee.de/ www.uno-komitee.de] - Kommitee für eine demokratische UNO
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Mehlschwalbe
Die Mehlschwalbe (Delichon urbica) ist eine Vogelart aus der Familie der Schwalben (Hirundinidae).
Beschreibung
Die Mehlschwalbe ist ein Vogel von knapp 13 cm Länge mit einem Gewicht von 16 bis 25 g. Kopf, Rücken, Flügel und Schwanz sind blauschwarz. Unterseite und Bürzel kontrastieren dazu mehlweiß. Der Schwanz ist weniger stark gegabelt als derjenige der Rauchschwalbe, und ihr Körper ist ein wenig gedrungener. Die kurzen Beine und die Füße sind weiß befiedert.
Der Ruf ist "tsrr" oder bei Alarm schrill "sier", der Gesang ist ein leises, schwatzendes Zwitschern oder Leiern, nicht so abwechslungsreich wie das der Rauchschwalbe.
Ökologie
Ernährung
Die Nahrung besteht aus kleinen Fluginsekten, die in fliegender Jagd im offenen Gelände erbeutet werden. Dabei orientieren sich die Tiere an dem lokalen und wetterbedingten Beuteangebot. Wenn sie mit Rauchschwalben zusammenjagen, dann im Luftraum über ihnen.
Lebensraum
Die Art lebt in der besiedelten Kulturlandschaft, im offenen Gelände bis hinein in die Städte. Sie ist ein Brutvogel in ganz Europa bis hinauf zu einer Höhe von 2000 m. Außerdem gibt es Vorkommen in Asien bis Nordwestsibirien, in Japan und in Nordwestafrika. In diesen Gebieten bleiben die Zugvögel von April bis September. Die europäischen Mehlschwalben überwintern in Afrika südlich der Sahara bis zur Kapprovinz.
Brutbiologie
Ihr Nest bauen die Vögel unter Dachtraufen, Dachrändern, Toreinfahrten, selten auch an Felsen, Betonbrücken oder ähnlichem außerhalb menschlicher Siedlungen. Es besteht aus Lehmklümpchen, die mit Speichel zusammengekittet werden, innen gepolstert mit Halmen und Federn und anderem, das eine geschlossene, halbkugelige Form mit oberem Einflugloch hat. Dieser Bau wird auch gerne von anderen Vogelarten als Nistplatz genutzt, z. B. vom Haussperling.
Es werden bis zu zweimal drei bis fünf reinweiße Eier gelegt, die beide Eltern 12 bis 15 Tage ausbrüten. Danach füttern sie die Nestlinge noch 25 bis 26 Tage.
Schutzbedürftigkeit/Schutzmaßnahmen
Seit 2004 steht die Mehlschwalbe in der Bundesrepublik Deutschland auf der Vorwarnliste für bedrohte Vogelarten. Negativ auf den Bestand wirken sich vor allem die Veränderungen im Siedlungsbreich aus: An modernen glatten Fassaden bleiben die Nester nicht mehr haften, oft werden sie bei Renovierungsarbeiten achtlos oder aus Ordnungssinn mutwillig zerstört. Auf versiegelten Flächen finden die Mehlschwalben kein Baumaterial für ihre Nester mehr.
Als Gebäudebrüter fallen Mehlschwalben - ebenso wie Rauchschwalben, Mauersegler ([http://www.mauersegler.klausroggel.de], [http://www.lbv-muenchen.de]) und Haussperlinge - in die Kategorie der besonders schützenswerten Arten, deren Nester nach gesetzlicher Regelung nicht zerstört werden dürfen. Dieser Schutzstatus, der außerdem für Fledermäuse gilt, trägt den geschilderten Gefährdungsursachen Rechnung. Allerdings lassen sich relativ leicht Abhilfen für Tier und Mensch schaffen: Beispielsweise verhindert ein waagrechtes Brett, 50 Zentimeter unter dem Nest angebracht, dass der Kot der Jungvögel auf die Fassade fällt. Dem Mangel an Nistmaterial kann der vogelfreundliche Hausbesitzer durch das Ausbringen von im Handel erhältlichen Kunstnestern vorbeugen (Fa. Schwegler) oder durch das Anlegen einer kleinen Lehmpfütze, die mit Teichfolie abgedichtet wird.
Da Mehlschwalben gegenüber Störungen in der Nähe ihrer Nester relativ (!) unempfindlich sind, lässt sich auch bei einem Sanierungsvorhaben leicht Rücksicht auf die Bedürfnisse der Vögel nehmen, indem man die Dacharbeiten an der von den Schwalben benutzten Seite außerhalb der Brutzeit (Anfang Mai bis Mitte September) zu legen versucht. Es genügt, wenn bís zur Ankunft der Vögel die oberste Gerüstlage entfernt wird und der Anflug zu ihren Nestern wieder frei ist.
Sonstiges
Die Mehlschwalbe ist der Vogel des Jahres 1974.
Weblinks
- [http://www.halleseite.de/vogelarten/arten/mehlschwalbe/mehlschwalbe.shtml Mehlschwalbe bei www.vogelarten.de]
- [http://people.freenet.de/Mehlschwalbe/Homepage.htm Die Mehlschwalbe]
Kategorie:Sperlingsvögel
Vogel des Jahres (Deutschland)Bereits seit 1971 kürt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) alljährlich den Vogel des Jahres. Damit war diese Naturschutzorganisation die erste, die durch die jährliche Ausrufung ihres Kandidaten auf die Gefährdung der Tiere und Lebensräume aufmerksam gemacht hat. Die Aktion hat bis heute viele Nachahmer gefunden.
Die Auswahl des Vogels des Jahres erfolgt nach der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes durch den Menschen. Dabei kann es vorkommen, dass die gleiche Art auch mehrfach mit diesem Titel gekürt wird, etwa der Weißstorch 1984 und 1994.
Siehe auch: Vogel des Jahres in der Schweiz
Bisherige Vögel des Jahres
Weblinks
- [http://www.vogel-des-jahres.de www.vogel-des-jahres.de] - NABU: Vogel des Jahres
Kategorie:Ausgezeichnete Natur
Kategorie:ornithologie
NABU
Der Naturschutzbund (NABU) ist eine nichtstaatliche Organisation (NGO) auf internationaler und nationaler Ebene, die sich vor allem konkreten Zielen des Naturschutzes zuwendet, etwa dem Schutz von Flüssen, von Wäldern oder einzelner Tierarten.
Der NABU ist ein föderal organisierter Verband. Die Organisationsstruktur reicht vom Bundesverband über die Landesverbände bis zu den Ortsgruppen in den einzelnen Gemeinden. Die Jugendorganisation des NABU, die Naturschutzjugend NAJU, arbeitet ebenfalls auf allen Ebenen des Bundes mit und zählt zu einer der mitgliederstärksten Kinder- und Jugendorganisationen in Deutschland. Eine jährliche Aktion der NAJU ist der „Erlebte Frühling".
Im NABU-Bundesverband arbeiten über 30 ehrenamtlich tätige Bundesfachausschüsse und Bundesarbeitsgruppen an speziellen Themen. Die Palette reicht von einzelnen Artengruppen wie Insekten und Vögeln über Landnutzungsthematiken wie "Wald und Wild" oder "Streuobst" bis zu umweltpolitischen Themen wie "Verkehr" oder "Abfall", "Energie" und "Chemie".
Im Bundesfachausschuss "Internationales" gibt es darüber hinaus zahlreiche Aktivitäten speziell in Mittelasien, im Kaukasus und in Afrika sowie im Zugvogelschutz z.B. für ziehende Greifvögel an der Straße von Messina in Süditalien.
Spezielle Fachzeitschriften und teilweise auch umfangreiche Serviceleistungen existieren für die Bereiche Fledermausschutz, Streuobst, Entomologie und Mykologie.
Der NABU kürt regelmäßig den Vogel des Jahres.
Geschichte
1899 gründete sich in Stuttgart der "Bund für Vogelschutz" um Lina Hähnle. In den Jahren 1938 bis 1945 war der Verein als "Reichsbund für Vogelschutz" gleichgeschaltet. Ab 1946 erfolgte unter der Präsidentschaft Hermann Hähnles der Wiederaufbau als BfV. 1965 wurde der BfV in "Deutscher Bund für Vogelschutz" (DBV) umbenannt und in Landesverbände untergliedert. Im Jahr 1990 fand dann der Zusammenschluss mit den in der ehemaligen DDR neu gegründeten Landesverbänden und die Umbenennung zu NABU statt.
Wirtschaftliche Lage
Im Jahr 2004 hatte der Verband 390.531 Mitglieder (10 % mehr als 2002). Die Beiträge, Spenden, Erbschaften, Zuschüsse und Bußgelder des NABU-Bundesverbandes - also ohne die Landes-, Kreis- und Ortsverbände - beliefen sich auf 16,9 Millionen Euro (6,8 % weniger als 2002) - die Gesamteinnahmen lagen bei 18 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 53,9 % (2002: 47,8 %).
Weblinks
- [http://www.nabu.de www.nabu.de] - Offizielle Webseite des NABU
Kategorie:Naturschutzorganisation
Januar
Der Januar (lat. ianua = Tür, Zugang), in Österreich und Südtirol Jänner, ist der erste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
Er hat 31 Tage und ist nach dem römischen Gott Ianus benannt.
Alte deutsche Namen sind Hartung, Eismonat, Schneemonat und Wintermonat. Die letzte Bezeichnung wurde von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert eingeführt. In Osteuropa wurde der Januar früher auch Wolfsmonat genannt, da in dieser Zeit die Wölfe ihre Ranzzeit haben und leichter zu jagen waren.
Im römischen Kalender war der Januar ursprünglich der elfte Monat. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Januar nach dem Gott Ianus, dem doppelgesichtigen Gott des Anfangs und des Endes, benannt.
Der Januar beginnt immer mit dem selben Wochentag wie der Mai des Vorjahres.
Der Januar beginnt mit dem selben Wochentag wie der Oktober des gleichen Jahres, außer in Schaltjahren, dann wie der April und Juli.
Der Wochentag des 1. Januars ist ausschlaggebend, welche die erste Kalenderwoche des neuen Jahres ist.
Der Name Jänner hat die selben Namenswurzeln wie Januar und ist in Österreich und Südtirol ein Wort der Hochsprache und nicht wie vielfach fälschlicherweise angenommen ein Dialektausdruck. Das Wort Januar wird zwar größtenteils verstanden, das hängt aber mit dem Einfluss der Sprachgewohnheiten und Medien in Deutschland zusammen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war der Name Jänner im gesamten süddeutschen Raum üblich, er war ein Wort der süddeutschen Hochsprache. Durch die Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 wurde er aber zunehmend von dem norddeutschen Januar verdrängt, ist in Süddeutschland aber immer noch verbreitet. In Bayern waren bis nach dem Ende des ersten Weltkriegs die Begriffe Jänner, wie auch Feber für den Februar, die offiziellen Monatsbezeichnungen. In Österreich ist das für die Bezeichnung Jänner noch heute offiziell so, während Feber zwar noch möglich, aber nicht mehr völlig üblich ist.
Siehe auch
- bewegliche Feiertage
- bewegliche Gedenktage
Weblinks
- [http://www.feste-der-religionen.de/Kalender/Januar.html Fester der Religionen im Januar]
!01
Kategorie:Kalender
ja:1月
ko:1월
ms:Januari
simple:January
th:มกราคม
1. JanuarDer 1. Januar (in Österreich: 1. Jänner) ist der 1. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 364 Tage (in Schaltjahren 365 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 153 v. Chr. - die römischen Konsuln beginnen ihre Amtszeit erstmals am 1. Januar statt am 1. März; daher ist der 1. Januar heutzutage der Jahresanfang.
- 1438 - Albrecht II. von Habsburg wird König von Ungarn.
- 1651 - Karl II. wird zum König von Schottland gekrönt.
- 1683 - Gründung der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg.
- 1700 - Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.
- 1707 - Johann V. wird König von Portugal.
- 1801 - Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammengeschlossen.
- 1806 - Bayern und Württemberg werden zu Königreichen.
- 1814 - Rheinüber | | |