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| 1988 |
1988
Jahreswidmung:
- Der Wendehals (lat. Jynx torquilla) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
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- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 7. März: Der SAS erschießt drei Mitglieder der IRA in Gibraltar
- 16. März: Irakischer Giftgasangriff auf die nordirakische Kurdenstadt Halabdscha
- 18. März: Eine totale Sonnenfinsternis im Westpazifik
- 22. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Simbabwe
- 15. Mai: Die UdSSR beginnt mit dem Rückzug aus Afghanistan
- 25. Juni: Eine gemeinsame Erklärung über die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft (EG) und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) wird unterzeichnet
- 23. Juli: Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde
- 5. August: Waffenstillstand zwischen Angola, Kuba und Südafrika
- 16. August: Gladbecker Geiseldrama
- 20. August: Ende des Ersten Golfkriegs zwischen dem Iran und dem Irak
- September: Der letzte Porsche 924 S läuft vom Band
- 18. September: Blutige Zerschlagung der Demokratiebewegung in Myanmar
- 19. September: Israel startet mit der Shavit-Rakete den Satelliten Ofeq 1
- 5. Oktober: Algerien Volksaufstand für Reformen
- 5. Oktober: Demokratische Verfassung in Brasilien
- 21. Oktober: Erster Start einer MMR06-M-Rakete auf der Halbinsel Zingst
- 8. November: George H. W. Bush wird zum 41. Präsidenten der USA gewählt
- 14. November: Portugal und Spanien werden Mitglieder der WEU
- 15. November: Proklamation des Staates „Palästina“
- 16. November - Benazir Bhutto übernimmt die Regierungsgewalt in Pakistan. Sie ist die erste gewählte Frau an der Spitze eines islamischen Staates.
- Südafrika erklärt sich im Rahmen eines UNO-Friedensvertrages dazu bereit, die Besatzung Namibias aufzugeben
Kultur
- 16. April: Uraufführung der Oper Beatrice Cenci von Berthold Goldschmidt in London
- 27. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kamerun. In Kraft seit dem 14. Februar 1989
- 28. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Indonesien. In Kraft seit dem 2. April 1990
- 29. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Somalia. In Kraft seit dem 15. März 1990
- 10. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und der Zentralafrikanischen Republik. In Kraft seit dem 2. Januar 1991
Katastrophen
- 8. Februar: Mülheim an der Ruhr, Deutschland, eine Turboprop-Maschine vom Typ Swearingen Metro der NFD (Nürnberger Flugdienst) wurde beim Landeanflug auf Düsseldorf vom Blitz getroffen und stürzte ab. Alle 21 Insassen starben
- 8. März: Zwei Hubschrauber der United States Army stoßen in Fort Campbell, Kentucky zusammen. 17 Personen werden getötet
- 1. Juni: Bei einem Grubenunglück im Stadtteil Stolzenbach, Borken (Hessen), finden 51 Bergleute den Tod, nur 6 Überlebende können Tage später gerettet werden
- 3. Juli: Persischer Golf, Straße von Hormuz ein Airbus A300 der Fluggesellschaft Iran Air wird versehentlich durch das US-amerikanische Kriegsschiff USS Vincennes (CG-49) abgeschossen. 290 Tote
- 20. August: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 sterben in Nepal und Indien ca. 1.450 Menschen
- 28. August: Beim Flugtags-Unglück, dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori während einer Flugschau auf der Ramstein Airbase sterben 70 Menschen, 345 werden verletzt
- 7. Dezember: In Armenien gibt es durch ein Erdbeben der Stärke 6,9 (nach Richterskala) ca. 25.000 Todesopfer, 15.000 Verletzte und 400.000 Obdachlose
- 8. Dezember: Über der Remscheider Innenstadt stürzt ein US-Bodenangriffsflugzeug vom Typ A-10 Thunderbolt II ab. 6 Menschen werden getötet und ca. 50 teilweise schwer verletzt
- 21. Dezember: Aufgrund einer Bombenexplosion an Bord des Fluges Pan Am 103 stürzte die Boeing 747 über Lockerbie/Schottland ab. Alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie verloren ihr Leben. Erst am 16. August 2003 übernahm Libyen die Verantwortung für diesen Terroranschlag und zahlte 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Januar: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 21. März: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tubbs im Tokyo Dome, Tokyo, Japan, durch technischen KO
- 18. Mai: Bayer Leverkusen gewann den UEFA-Cup gegen Espanyol Barcelona nachdem das 0:3 in Barcelona ausgeglichen und das Elfmeterschießen mit 3:2 gewonnen wurde
- 27. Juni: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Michael Spinks in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch KO
- 10. Dezember: Jan Boklöv gewinnt in Lake Placid als erster Skispringer im V-Stil und läutet so eine Revolution im Skispringen ein
- 16. bis 18. Dezember: Deutschland (mit Boris Becker, Charlie Steeb) gewinnt das Davis Cup-Finale gegen Schweden
- XV. Olympische Winterspiele in Calgary
- XXIV. Olympische Sommerspiele in Seoul/Südkorea
- Steffi Graf gewinnt im Tennis alle vier Grand Slam-Turniere des Jahres und auch das Olympia-Turnier. Diese Leistung wird daraufhin Golden Slam genannt
- Sepp Gschwendtner führt den ersten dokumentierten Streckenflug eines Gleitschirmpiloten in Deutschland durch. Die erreichten 14 km gelten damals als Sensation
- 5. Januar: Emiliano Molina, argentinischer Fußballer († 2005)
- 21. Januar: Vanessa Hessler, deutsches Fotomodell
- 4. Februar: Carly Patterson, US-amerikanische Turnerin
- 5. Februar: Natalie Geisenberger, deutsche Rennrodlerin
- 8. Februar: Arik Braun, deutscher Schachspieler
- 18. Februar: Rihanna, US-amerikanische R&B-Sängerin
- 22. Februar: Sebastian Tyrala, deutscher Fußballer
- 23. Februar: Inga Stöckel, deutsche Feldhockeyspielerin
- 10. April: Haley Joel Osment, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. April: Peter Liebers, deutscher Eiskunstläufer
- 5. Mai: Skye Sweetnam, kanadische Rocksängerin
- 22. Juni: Valentine, deutsche Musikerin
- 14. Juli: James Vaughan, englischer Fußballer
- 29. Juli: Levent Tuncat, türlischstämmiger Taekwondo-Sportler
- 5. August: Federica Pellegrini, italienische Schwimmerin
- 8. August: Beatrice, Prinzessin von York
- 8. August: Jeffrey Weise, US-amerikanischer Amokläufer († 2005)
- 24. August: Rupert Grint, britischer Schauspieler
- 26. August: Prinzessin Maria-Laura von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 27. August: Alexa Vega, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. September: Nuri Şahin, türkischer Fußballer
- 27. September: David Baramidze, deutscher Schachgroßmeister
- 14. Oktober: Robert Höller, deutscher Schauspieler
- 17. Oktober: Mansoor Bedal Ali, kenianischer-bahrainischer Leichtathlet
- 30. November: Julie Zangenberg, dänische Schauspielerin
- 1. Januar: Rolf Presthus, norwegischer konservativer Politiker und Jurist ( - 1936)
- 3. Januar: Gaston Eyskens, belgischer Staatsmann und mehrfach Premierminister ( - 1905)
- 4. Januar: Friedrich Joloff, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1908)
- 4. Januar: Lilly Laskine, Harfenistin ( - 1893)
- 5. Januar: Pete Maravich, US-amerikanischer Basketballspieler ( - 1947)
- 7. Januar: Trevor Howard, englischer Theater- und Filmschauspieler ( - 1916)
- 10. Januar: Hilde Bussmann, deutsche Tischtennisspielerin ( - 1914)
- 11. Januar: Isidor Isaac Rabi, US-amerikanischer Physiker ( - 1898)
- 12. Januar: Piero Taruffi, Auto- und Motorradrennfahrer ( - 1906)
- 14. Januar: Pi Scheffer, niederländischer Komponist und Dirigent ( - 1909)
- 14. Januar: Georgi Maximilianowitsch Malenkow, sowjetischer Politiker ( - 1902)
- 15. Januar: Seán MacBride, irischer Politiker und Friedensnobelpreisträger ( - 1904)
- 19. Januar: Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski, russischer Dirigent ( - 1903)
- 26. Januar: Stephan Koren, österreichischer Politiker ( - 1919)
- 28. Januar: Klaus Fuchs, deutsch-britischer Kernphysiker, sowjetischer „Atomspion“ ( - 1911)
- 29. Januar: Seth Neddermeyer, US-amerikanischer Physiker ( - 1907)
- 1. Februar: Johannes Bours, römisch-katholischer Theologe und Schriftsteller ( - 1913)
- 1. Februar: Heather O'Rourke, US-amerikanische Filmschauspielerin ( - 1975)
- 2. Februar: Solomon, englischer Pianist ( - 1902)
- 3. Februar: Radamés Gnattali, brasilianischer Musiker und Komponist ( - 1906)
- 4. Februar: Willi Kollo, deutscher Komponist ( - 1904)
- 5. Februar: Stefan Dittrich, deutscher Politiker ( - 1912)
- 10. Februar: Lothar Malskat, Maler und Kunstfälscher ( - 1913)
- 12. Februar: Adolf Bieringer, deutscher Politiker und MdB ( - 1928)
- 14. Februar: Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist ( - 1904)
- 15. Februar: Richard Feynman, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1918)
- 15. Februar: Neil R. Jones, Science-Fiction-Autor ( - 1909)
- 17. Februar: Alain Savary, französischer BildungsPolitiker und Résistant ( - 1918)
- 19. Februar: René Char, französischer Dichter ( - 1907)
- 19. Februar: André Frédéric Cournand, französisch-amerikanischer Mediziner ( - 1895)
- 24. Februar: Memphis Slim, US-amerikanischer Bluessänger und -pianist ( - 1915)
- 24. Februar: Bljuma Wulfowna Seigarnik, russische Psychologin ( - 1900)
- 25. Februar: Helmut Echternach, Pastor, protestantischer Theologe (Dogmatiker) und Bischof ( - 1907)
- 1. März: Joe Besser, US-amerikanischer Komiker ( - 1907)
- 3. März: Sewall Wright, US-amerikanischer Biologe, Genetiker ( - 1889)
- 9. März: Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker, 1966–1969 Bundeskanzler der BRD ( - 1904)
- 13. März: John Holmes, US-amerikanischer Pornodarsteller ( - 1944)
- 14. März: Reinhold Ebertin, deutscher Astrologe, Kosmobiologe und Esoteriker ( - 1901)
- 14. März: Rudolf Gramlich, deutscher Fußballspieler ( - 1908)
- 14. März: Bruno Balz, deutscher Text- und Schlagerdichter ( - 1902)
- 15. März: Peter Lühr, deutscher Schauspieler ( - 1908)
- 20. März: Gil Evans, kanadischer Jazzmusiker ( - 1912)
- 21. März: Hans Fronius, österreichischer Maler und Illustrator ( - 1903)
- 22. März: Albert Benz (Komponist), Schweizer Komponist und Dirigent ( - 1927)
- 24. März: Heinrich Aigner, CSU-Bundestagsabgeordneter ( - 1924)
- 30. März: Edgar Faure, französischer Politiker ( - 1908)
- 31. März: William McMahon, australischer Politiker und Premierminister ( - 1908)
- 1. April: Oliver Hassencamp, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor ( - 1921)
- 3. April: Dieter Mauritz, deutscher Tischtennisspieler ( - 1918)
- 3. April: Martin Wagenschein, Pädagoge, Didaktiker, Physiker, Mathematiker ( - 1896)
- 4. April: Herbert Heinicke, Schachspieler ( - 1905)
- 7. April: Cesar Bresgen, österreichischer Komponist ( - 1913)
- 9. April: Brook Benton, US-amerikanischer Soul-Sänger und Songschreiber ( - 1931)
- 12. April: Alan Stewart Paton, südafrikanischer Schriftsteller und Apartheid-Gegner ( - 1903)
- 15. April: Kenneth Williams, britischer Schauspieler und Komiker ( - 1926)
- 17. April: Patrick Mphephu, erster Präsident des Homelands Venda ( - 1924)
- 18. April: Pierre Desproges, französischer Humorist, Autor und Fernseh-Kabarettist ( - 1939)
- 21. April: I. A. L. Diamond, US-amerikanischer Drehbuchautor ( - 1920)
- 22. April: Ulrich Leman, deutscher Maler ( - 1885)
- 25. April: Clifford Simak, Journalist und Autor ( - 1904)
- 26. April: Valerie Solanas, US-amerikanische Feministin ( - 1936)
- 2. Mai: Berthold Koch, deutscher Schachspieler ( - 1899)
- 4. Mai: Stanley William Hayter, britischer Maler und Grafiker ( - 1901)
- 7. Mai: Conny Freundorfer, deutscher Tischtennisspieler ( - 1936)
- 9. Mai: Georg Moser, katholischer Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart ( - 1923)
- 9. Mai: Robert A. Heinlein, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller ( - 1907)
- 13. Mai: Chet Baker, US-amerikanischer Jazzmusiker, Sänger und Komponist ( - 1929)
- 13. Mai: Willem Drees, niederländischer Politiker ( - 1886)
- 25. Mai: Karl A. Wittfogel, deutscher Soziologe, Philosoph und Sinologe ( - 1896)
- 27. Mai: Vladimír Menšík, tschechischer Film- und Theater- und Fernsehschauspieler ( - 1929)
- 27. Mai: Ernst Ruska, deutscher Elektrotechniker und Erfinder des Elektronenmikroskops ( - 1906)
- 29. Mai: Siaka Stevens, ehemaliger Präsident von Sierra Leone ( - 1905)
- 1. Juni: Herbert Feigl, österreichsich-amerikanischer Philosoph ( - 1902)
- 9. Juni: Willy Bartsch, deutscher Politiker ( - 1905)
- 9. Juni: Willy Seiler, deutscher Rundfunk- und Fernsehmoderator ( - 1930)
- 12. Juni: Marcel Poot, belgischer Komponist und Professor ( - 1901)
- 13. Juni: Heinrich Lützeler, Professor der Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft ( - 1902)
- 18. Juni: Archie Cochrane, britischer Epidemiologe und Begründer der Evidenzbasierten Medizin ( - 1909)
- 23. Juni: Martin Gregor-Dellin, deutscher Schriftsteller ( - 1926)
- 25. Juni: Hillel Slovak, US-amerikanischer Musiker ( - 1962)
- 25. Juni: Mildred Elizabeth Sisk Gillars, US-amerikanische Radiomoderatorin ( - 1900)
- 26. Juni: Hans Urs von Balthasar, Schweizer katholischer Theologe und Kardinal ( - 1905)
- 1. Juli: Anton Leader, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent ( - 1913)
- 1. Juli: Hermann Volk, von 1962 bis 1983 Bischof von Mainz ( - 1903)
- 2. Juli: Johann Baptist Gradl, deutscher Politiker ( - 1904)
- 2. Juli: Eddie „Cleanhead“ Vinson, US-amerikanischer Jazzmusiker ( - 1917)
- 3. Juli: Fritz Wiessner, Bergsteiger ( - 1900)
- 7. Juli: Paula Mollenhauer, deutsche Leichtathletin ( - 1908)
- 8. Juli: Raymond Barbuti, American Football-Spieler, Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1905)
- 12. Juli: Michael Jary, deutscher Komponist ( - 1906)
- 12. Juli: Joshua Logan, US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur ( - 1908)
- 18. Juli: Christa Päffgen, deutsches Model und Sängerin ( - 1938)
- 21. Juli: Walter Hollitscher, österreicher Philosoph, Marxist und Psychoanalytiker ( - 1911)
- 27. Juli: Brigitte Horney, deutsche Schauspielerin ( - 1911)
- 1. August: Louis-Jean Guyot, Erzbischof von Toulouse und Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1905)
- 2. August: Raymond Carver, US-amerikanischer Autor von Kurzgeschichten und Gedichten ( - 1938)
- 6. August: Henri Frenay, Résistancemitglied ( - 1905)
- 7. August: David L. Hoggan, nationalsozialistischer Geschichtsrevisionist ( - 1923)
- 9. August: Paul Ruegger, Schweizer Anwalt ( - 1897)
- 9. August: Giacinto Scelsi, italienischer Komponist ( - 1905)
- 10. August: Arnulfo Arias, Präsident Panamas ( - 1901)
- 11. August: Jean-Pierre Ponnelle, französischer Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner ( - 1932)
- 11. August: Alfred Kelbassa, deutscher Fußballspieler ( - 1925)
- 11. August: Pauline Lafont, französische Filmschauspielerin ( - 1963)
- 12. August: Jean-Michel Basquiat, US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner ( - 1960)
- 14. August: Hans-Werner von Massow, deutscher Schachfunktionär ( - 1912)
- 14. August: Enzo Ferrari, italienischer Rennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari ( - 1898)
- 14. August: Roy Buchanan, US-amerikanischer Bluesrock-Gitarrist ( - 1939)
- 14. August: Robert Calvert, britischer Allroundkünstler, Dichter, Schauspieler und Musiker ( - 1945)
- 17. August: Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General und Staatspräsident von Pakistan ( - 1924)
- 17. August: Bruno Mathsson, Architekt und Designer ( - 1907)
- 18. August: Ernst Simon (Philosoph), deutsch-jüdischer Pädagoge und Religionsphilosoph ( - 1899)
- 18. August: Frederick Ashton, Ballett-Tänzer und Choreograph ( - 1904)
- 21. August: Ray Eames, Designerin und Namensgeberin für Klubsessel „Eames Lounge Chair“ ( - 1912)
- 24. August: Kurt Zips, österreichischer Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1922)
- 1. September: Luis Walter Alvarez, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1911)
- 4. September: Oda Schaefer, deutsche Schriftstellerin ( - 1900)
- 5. September: Ann-Charlott Settgast, deutsche Schriftstellerin ( - 1921)
- 5. September: Gert Fröbe, deutscher Schauspieler ( - 1913)
- 6. September: Axel von Ambesser, Filmregisseur ( - 1910)
- 7. September: Werner Felfe, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR ( - 1928)
- 13. September: Gerd Hornberger, deutscher Leichtathlet ( - 1910)
- 17. September: Hilde Güden, österreichische Koloratursopranistin und Kammersängerin ( - 1917)
- 21. September: Henry Koster, deutscher Filmregisseur ( - 1905)
- 21. September: Walter Vogt, Schriftsteller ( - 1927)
- 23. September: Wilhelm Jost, Physikochemiker ( - 1903)
- 26. September: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler ( - 1929)
- 3. Oktober: Franz Josef Strauß, deutscher Politiker ( - 1915)
- 4. Oktober: Geoffrey Household, Autor ( - 1900)
- 7. Oktober: Otto Arnholz, Politiker ( - 1894)
- 7. Oktober: Heinrich Maria Janssen, deutscher Bischof ( - 1907)
- 8. Oktober: Ernst Hermann Meyer, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Musiksoziologe ( - 1905)
- 9. Oktober: Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors ( - 1902)
- 10. Oktober: Reinhart Wolf, deutscher Fotograf ( - 1930)
- 11. Oktober: Max Imdahl, deutscher Kunsthistoriker ( - 1925)
- 16. Oktober: Christian Matras, färöischer Linguist und Dichter ( - 1900)
- 19. Oktober: Son House, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1902)
- 20. Oktober: Sheila Scott, eine englische Pilotin ( - 1922)
- 27. Oktober: Curt Herzstark, Erfinder und Büromaschinenmechaniker ( - 1902)
- 27. Oktober: Charles Hawtrey, britischer Schauspieler ( - 1914)
- 28. Oktober: Pietro Annigoni, italienischer Maler ( - 1910)
- 29. Oktober: Thomas Benjamin Cooray, Erzbischof von Colombo und Kardinal ( - 1901)
- 30. Oktober: Heinz Heckhausen, deutscher Psychologe ( - 1926)
- 30. Oktober: Ernst Fritz Fürbringer, deutscher Schauspieler, Filmschauspieler und Synchronsprecher ( - 1900)
- 31. Oktober: George Eugene Uhlenbeck, US-amerikanischer Physiker ( - 1900)
- 4. November: Hermann Graf, deutscher Jagdflieger ( - 1912)
- 9. November: Mario Nasalli Rocca di Corneliano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1903)
- 9. November: John N. Mitchell, US-Justizminister ( - 1913)
- 12. November: Tomasz Sikorski, polnischer Komponist ( - 1939)
- 13. November: Antal Doráti, ungarisch-US-amerikanischer Dirigent ( - 1906)
- 14. November: Takeo Miki, 66. Premierminister von Japan ( - 1907)
- 22. November: Erich Fried, österreichischer, in erster Linie Lyriker, Übersetzer und Essayist ( - 1921)
- 23. November: Wieland Herzfelde, deutscher Publizist, Autor und Verleger ( - 1896)
- 24. November: Joachim Fernau, preußischer Schriftsteller und Maler ( - 1909)
- 25. November: Alphaeus Philemon Cole, US-amerikanischer Künstler, Graveur, Illustrator, Radierer ( - 1876)
- 25. November: Bernhard Winkelheide, deutscher Politiker, Mitglied des Wirtschaftsrates der Bizone ( - 1908)
- 27. November: John Carradine, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1906)
- 27. November: Johannes Hendrikus Donner, niederländischer Schachgroßmeister ( - 1927)
- 29. November: Hans Scholz, deutscher Schriftsteller, Journalist und Maler ( - 1911)
- 30. November: Pannonica de Koenigswarter, Jazzmäzenin ( - 1913)
- 2. Dezember: Klaus-Joachim Zülch, deutscher Neurowissenschaftler ( - 1910)
- 3. Dezember: Thawal Thamrong Navaswadhi, thailändischer Politiker und Premierminister ( - 1901)
- 5. Dezember: August Lenz, deutscher Fußballspieler ( - 1910)
- 6. Dezember: Roy Orbison, US-amerikanischer Country- und Rock-Sänger ( - 1936)
- 13. Dezember: Robert Urquhart, britischer Offizier ( - 1901)
- 16. Dezember: Sylvester James, US-amerikanischer Musiker ( - 1947)
- 20. Dezember: Anni Schaad, Gründerin der Modeschmuckwerkstatt Langani ( - 1911)
- 21. Dezember: Nikolaas Tinbergen, niederländischer Verhaltensbiologe ( - 1907)
- 22. Dezember: Chico Mendes, brasilianischer Kautschukzapfer; Gründer der Kautschukzapfergewerkschaft ( - 1944)
- 23. Dezember: Hermann Heimpel, deutscher Historiker ( - 1901)
- 23. Dezember: Georg Kurlbaum, deutscher Politiker ( - 1902)
- 25. Dezember: Jewgeni Kirillowitsch Golubew, russischer Komponist ( - 1910)
- 27. Dezember: Hal Ashby, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1929)
- 28. Dezember: Karlfried Graf Dürckheim, deutscher Diplomat, Psychotherapeut und Zen-Meister ( - 1896)
- 30. Dezember: Isamu Noguchi, US-amerikanischer Bildhauer ( - 1904)
Nobelpreise
- Physik: Leon Max Lederman, Melvin Schwartz und Jack Steinberger
- Chemie: Johann Deisenhofer, Robert Huber und Hartmut Michel
- Medizin: James W. Black, Gertrude B. Elion und George H. Hitchings
- Literatur: Naguib Mahfouz
- Friedensnobelpreis: Friedenstruppen der Vereinten Nationen
- Wirtschaftswissenschaft: Maurice Allais
Musik
- Januar: Die Rockband AC/DC veröffentlicht ihr 13. Internationales Album: „Blow up your video“
- 9. Juli: Die Punkband Die Ärzte gibt ihr Abschiedskonzert auf Sylt
Siehe auch: Liste der Nummer-Eins-Hits in Deutschland (1988)
Weblinks
- http://www.dhm.de/lemo/html/1988/ (Lebendiges virtuelles Museum Online)
als:1988
ja:1988年
ko:1988년
nb:1988
simple:1988
th:พ.ศ. 2531
Wendehals (Vogel)
Der Wendehals (Jynx torquilla) ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Jynx, die außer ihm noch den in Afrika beheimateten Rotkehl-Wendehals (Jynx ruficollis) umfasst. Es werden acht Unterarten unterschieden, die in Teilen Nordafrikas und dem gesamten Eurasien bis Sachalin im Osten vorkommen. Eine Unterart (J. t. himalayana) ist isoliert in einigen Gebieten des nordwestlichen Himalayas vertreten. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art erfolgte 1758 durch Carl von Linné.
Aussehen
Die Nominatform (J. t. torquilla) ist insgesamt sehr gut bestimmbar, obwohl der Vogel eher an eine kleine Drossel erinnert als an einen Specht. Die Größe liegt mit etwa 17 Zentimetern deutlich unter der einer Singdrossel, das Gewicht beträgt bis zu 50 Gramm. Der Vogel hat ein rindenfarbenes, graubraunes Erscheinungsbild ohne deutliche Feldkennzeichen, kurze Beine und einen grauen, ebenfalls recht kurzen, spitzen Schnabel sowie einen auffallend langen, graubraunen Schwanz mit drei undeutlich schwarzen Querbinden. Bei gutem Licht sind die pfeilspitzförmige Zeichnung der Unterseite sowie die beige- bzw. im ornithologischen Sprachgebrauch isabellfarbene Kehle erkennbar. Die Geschlechter unterscheiden sich kaum voneinander; auch die Jungvögel sind den Altvögeln sehr ähnlich, insgesamt überwiegen bei ihnen allerdings die Brauntöne, die Kehle kann fast weiß sein.
Stimme
Während der Balz-Brut und Fütterungszeit können Wendehälse sehr auffällig sein. Außerhalb dieser Periode bemerkt man ihre Anwesenheit kaum. Der Gesang ist sehr deutlich und unverwechselbar und besteht aus in der Tonhöhe ansteigenden 'gäh'-Elementen, die schnell gereiht zuerst nasal und später gellend 'kje' klingen. Oft singen die Partner, auf einem Pfahl sitzend, im Duett, daneben geben sie bei Brutablösung ein leises Trommeln und Klopfen von sich.
Vor allem Jungvögel, zuweilen aber auch Altvögel setzen einen Zischlaut in Bedrohungssituationen ein, auch schlangenähnliche Bewegungen werden in solchen Situationen simuliert, ein Verhalten, das als Schlangenmimikry bekannt ist.
Stimmbeispiel
- [http://wienerwald-online.at/index.htm?spchtetx.htm Revierruf und Abbildung]
- [http://www.ivnvechtplassen.org/ivn_vogels_niet_vechtstreek/Draaihals_Jynx-torquilla.html Tarnfärbung des Vogels - Revierruf]
Verbreitung
Brutgebiet
Schlangenmimikry Das Brutgebiet der Nominatform umfasst ganz Europa, vom Atlantik bis zum Ural. Im Norden erreicht es den Polarkreis, im Südwesten Mittelspanien; in Großbritannien finden sich die Vögel vor allem in Schottland. Im Süden und Osten kommt es zur Intergradation, das heißt, dem gemeinsamen Auftreten der Nominatform mit den dort heimischen Unterarten: J. t. tschusii (kleiner und mehr rötlichbraun), die von Korsika, Italien über Dalmatien und Teile des Balkans verbreitet ist; J. t. mauretanica (ebenfalls kleiner als Nominatform, heller, mit weißlicher Kehle und Vorderbrust), die in Sardinien, Sizilien, Teilen Nordafrikas und möglicherweise auf den Balearen lebt, sowie J. t. sarudnyi (deutlich blasser als die Nominatform, noch undeutlichere Federzeichnung), welche im Uralgebiet und dann in einem breiten Streifen durch Südsibirien, Zentralasien inklusive des nordwestlichen Himalajas bis zur Pazifikküste vorkommt. Sie besiedelt außerdem die Insel Sachalin, Japan und die Küstengebiete Südchinas.
Wanderungen
Die Wendehals ist der einzige Langstreckenzieher unter den europäischen Spechten. Nur die Inselpopulationen (Korsika, Sardinien, Sizilien sowie Zyperns) sind zum Teil Standvögel oder Kurzstreckenzieher, wie auch J.t.mauretanica und die südlichsten Populationen der asiatischen Unterarten.
Der Wegzug der Nominatform erfolgt in breiter Front ab Mitte August. Die Alpen werden meist überflogen, das Mittelmeer wird hingegen bei den so genannten Westziehern eher über Spanien bzw. bei den Ostziehern über den Balkan und die Ägäisinselbrücke umgangen. Zunehmend werden Überwinterungsversuche in Südspanien, dem südgriechischen Festland sowie einigen Inseln festgestellt, die allerdings nicht die Nominatform betreffen. Nordskandinavische Populationen ziehen über Großbritannien, wo einige Exemplare zum Teil erfolgreich zu überwintern versuchen. Die Ankunft im Brutgebiet erfolgt meist nicht vor der zweiten März-, häufiger erst in der ersten Aprilwoche.
Das Überwinterungsgebiet der europäischen Arten liegt südlich der Sahara und zwar in einem breiten Streifen von Senegal, Gambia und Sierra Leone im Westen bis nach Äthiopien im Osten; nach Süden reicht es bis zum Staatsgebiet der Demokratischen Republik Kongo und Kameruns. Auch die westasiatischen Populationen bevorzugen diese Überwinterungsgebiete. Die zentral-und ostasiatischen Populationen überwintern auf dem indischen Subkontinent beziehungsweise im südlichen Ostasien einschließlich Südjapans. Vereinzelt gelangen ostasiatische Heimzieher nach West-Alaska.
Lebensraum
Wendehälse besiedeln offene und halboffene klimatisch begünstigte Landschaften mit zumindest einzelnen Bäumen. Geschlossene Wälder werden ebenso gemieden wie baumlose Steppen, Wüsten und Hochgebirge. Vor allem Parklandschaften, Streuobstwiesen, große Gärten sowie Weinbaugebiete, gerne mit Bruchmauerwerk, sind dagegen ideale Habitate dieser Art. Auch lichte Birken-, Kiefern- und Lärchenwälder, seltener sogar Auwälder werden besiedelt. Das Nahrungsangebot sowie Brutmöglichkeiten in Spechthöhlen oder natürlichen Baumhöhlen begrenzen ihr Vorkommen. Allgemein bevorzugen die Vögel Gegenden mit kontinentalem Klima.
In den Überwinterungsregionen werden vielfältige insektenreiche Habitate aufgesucht; sie reichen vom Flachland bis weit in die montane Stufe. Wüstengebiete, Dornbuschsavannen sowie geschlossene Wald-und Regenwaldgebiete werden jedoch gemieden.
Nahrung und Nahrungserwerb
Im Brutgebiet ist der Wendehals sehr stark auf das Vorkommen bestimmter Ameisenarten angewiesen: Rasen-, Wiesen- und Wegameisen werden bevorzugt, Formica-Arten, wie etwa die Rote Waldameise meist gemieden. Larven und Puppen überwiegen, doch gehören voll ausgebildete Ameisen und auch Geschlechtstiere ebenso zum Nahrungsschema der Art. In sehr geringem Umfang werden noch andere Insekten wie Blattläuse, Schmetterlingsraupen oder Käfer sowie Früchte und Beeren verzehrt.
Die Nahrung wird fast ausschließlich am Boden mit Hilfe der langen, klebrigen Zunge aufgelesen. Zuweilen werden Ameisenbauten mit Schnabelhieben geöffnet. Unverdauliche Nahrungsbestandteile werden in Speiballen (auch Gewölle genannt) abgesetzt.
Verhalten
Der Wendehals ist tagaktiv und oft im Eingang seiner Bruthöhle zu sehen. Der Vogel gehört zu den mäßig schnellen Fliegern, wobei er im Wellental die Flügel anlegt. Er klettert kaum und kann sich nur schlecht mit den nicht steifen Schwanzfedern abstützen. Sehr häufig befindet er sich am Boden, meist hüpfend; dort ist er am ehesten verwechselbar. Die namensgebenden ruckartigen Kopfdrehungen sind nur in Bedrohungssituationen sehr auffällig. In dieser Situation werden bei meist aufrechter Körperhaltung die Kopffedern aufgestellt und der Schwanz gespreizt. Der Kopf wird gedreht und gewendet, auch die Zunge kann vorgeschleudert werden. Der Vogel ist nicht sehr scheu. Während der Brutzeit lebt er paarweise und territorial, sonst, insbesondere im Überwinterungsraum, einzelgängerisch und umherstreifend. Jungvögel sind während der Führungszeit akustisch recht auffällig.
Fortpflanzung und Brut
Als Höhlenbrüter, der sich selbst keine Höhlen schaffen kann, ist der Wendehals auf das Vorhandensein von natürlichen Baumhöhlen oder Spechthöhlen angewiesen. Auch Nistkästen nimmt er an. Oft werden schon besetzte Bruthöhlen okkupiert und die Vorbesitzer samt Eiern oder Jungen entfernt. Unter solchen Überfällen leidet die Art selbst aber auch, vor allem Buntspechte räumen zuweilen Wendehalsbruten radikal aus. Daneben kommen in sehr geringer Zahl auch Niststandorte in Gemäuern oder Höhlen von Uferschwalben oder Eisvögeln vor. Nistmaterial wird meist nicht eingetragen. Wendehälse führen eine Saisonehe, die Bindung erlischt mit dem Flüggewerden der Jungen. Die Gelegegröße ist sehr variabel, liegt meist aber zwischen sechs und zehn, in Ausnahmefällen bei bis zu 14 Eiern, aber auch Gelege mit nur einem oder zwei Eiern kommen vor. Bei Verlust des Erstgeleges, oft aber auch bei erfolgreicher Erstbrut, kommen auch Zweitgelege mit meist geringerer Eianzahl vor. Zweitbruten gehören bei weiter südlich lebenden Populationen eher zur Regel. Das Gelege wird von beiden Eltern etwa 14 Tage bebrütet, die Nestlingszeit beträgt im Durchschnitt 18 bis 22 Tage (in Ausnahmefällen bis zu 27 Tage), danach werden die Jungen noch an die 14 Tage geführt, bevor sie das Elternrevier verlassen.
Bestandstrends in Mitteleuropa und Bedrohung
Die mitteleuropäischen Wendehalsbestände begannen schon Ende des 19. Jahrhunderts einzubrechen. Dieser negative Trend verstärkte sich ab den 1950er Jahren. In den 1980er Jahren gab es eine kurzfristige Erholung, der aber ein neuerlicher Abschwung folgte, der noch immer anhält. Der mitteleuropäische Gesamtbestand wird auf etwa 50.000 Brutpaare geschätzt. In Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Tschechien und der Schweiz steht der Wendehals auf den Roten Listen; die europaweite Gefährdungsstufe ist mit D (declining, abnehmend) angegeben.
Hauptursachen dieser Entwicklung liegen in landschaftlichen Veränderungen wie Ausräumen der Landschaft, Vernichtung der Streuobstwiesen, Verlust von Trockenrasengebieten u. a., in geänderten landwirtschaftlichen Kulturmethoden wie Vorverlegung von Mähterminen, häufige oder auch fehlende Mahd sowie im verstärkten Einsatz von Bioziden. Auch scheinen sich die bevorzugten Beutetiere des Wendehalses als Folge der Überdüngung in immer tiefer liegende Bauten zurückzuziehen, so dass sie für ihn nicht mehr erreichbar sind. Ferner ist das zunehmend atlantischer werdende Klima für die Art ungünstig, doch gehen die von dieser Klimaentwicklung kaum betroffenen Bestände in Süd- und Südosteuropa ebenfalls drastisch zurück. Schließlich tragen auch Unfälle im Straßenverkehr und zunehmend Glasflächen von Gebäuden zum anhaltenden Rückgang dieser Art bei.
Sonstiges
Der Wendehals mit seinen arttypischen Kopfbewegungen stand bei der Bezeichnung ehemaliger Bürger der DDR Pate, die ihre politische Ausrichtung von den jeweils vorherrschenden Machtverhältnissen abhängig gemacht hatten. Heute wird der Begriff Wendehals daher auch auf Opportunisten angewandt.
In der griechischen Mythologie ist der Wendehals der rituelle Vogel der Mondgöttin.
Siehe auch: Jynx (Griechische Mythologie)
Literatur
- Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Bd. 9. S. 881-916
- Bauer/Berthold: Die Brutvögel Mitteleuropas. Bestand und Gefährdung. Aula Wiesbaden. 1997. S. 283f
- Schreiner/Sothmann/Ranftl: Das Braunkehlchen - Vogel des Jahres 1987. Der Wendehals - Vogel des Jahres 1988. Bayrische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. ISBN 3-9243745-5-4
Kategorie:Vögel
ja:アリスイ
Vögel
Die Vögel (Aves) (von althochdeutsch: fogal zu: fliegen) bilden neben den Amphibien (Amphibia), Reptilien (Reptilia) und Säugetieren (Mammalia) eine Klasse von Landwirbeltieren (Tetrapoda). Die Wissenschaft von den Vögeln ist die Ornithologie. Die Vögel leben auf allen Kontinenten; bislang sind rund 9.800 Vogelarten bekannt. Diese Zahl ist jedoch umstritten: manche Ornithologen sind der Auffassung, dass die tatsächliche Artenzahl weit darüber liegen könnte.
Allgemeine Kennzeichen
- Vögel sind Wirbeltiere (Vertebrata) und teilen mit diesen die Merkmale Wirbelsäule und zwei Paar Extremitäten, wovon die vorderen als Flügel dienen.
- Das Gefieder bestimmt das äußere Gesamtbild der Vögel wesentlich: Der Körper ist von Federn bedeckt. Diese Strukturen aus Keratin dienen beim Fliegen als Tragfläche und Steuerfläche, einer aerodynamisch günstigen Verkleidung des Körpers und als Isolation, die sogar meist je nach Temperatur und Wind veränderbar ist. Ferner hat das Gefieder Farben und dient oft der sexuellen Werbung. Bei Wasservögeln ist es wasserdicht und sorgt für Auftrieb. Das Gefieder wird zu bestimmten Zeiten (Mauser) gewechselt. Des weiteren sind bei allen Vögeln die Beine durch Hautschuppen bedeckt, was an ihre stammesgeschichtliche Entwicklung aus der Gruppe der Reptilien erinnert.
- Alle heute lebenden Vögel besitzen einen Schnabel ohne echte Zähne. Es gibt aber ausgestorbene Arten, die bezahnt waren. Der Schnabel besteht bei allen Vögeln aus Horn. Ausnahmen bilden nur die Taubenvögel (Columbiformes) und die Gänsevögel (Anseriformes), bei denen der Schnabel aus Knochenmasse besteht und von einer weichen Haut überzogen ist.
- Alle bekannten Vogelarten besitzen eine konstante Körpertemperatur (Endothermie, Homoiothermie), die höher ist, als bei allen anderen heute lebenden Tieren und ca. 42°C beträgt.
- Die meisten Vögel sind flugfähig. Flugunfähige Arten haben sich meist aus Arten entwickelt, die ursprünglich fliegen konnten. Dies betrifft zum Beispiel Laufvögel und Pinguine und viele Inselformen.
- Das Vogelskelett ist leicht gebaut, es besitzt zur Gewichtsreduzierung hohle Knochen. Der Anteil der Knochenmasse macht nur 8 bis 9 Prozent der Gesamtmasse aus, während er bei einigen Säugern bis zu 30 Prozent betragen kann. Das sehr große Brustbein hat einen vorspringenden Kiel, der als Ansatz für die sehr großen Flugmuskeln dient.
- Die Herzschlagfrequenz ist hoch: Die maximale Herzschlagfrequenz eines Strauß beträgt 178 Schläge pro Minute, diejenige eines Haussperlings 900 und schließlich diejenige eines Blaukehlkolibris 1260 Schläge pro Minute.
- Das Zentralnervensystem ist stark entwickelt, unter den Sinnesorganen sticht besonders die Leistungsfähigkeit des Auges hervor.
- Die Stimmbildung erfolgt bei Vögeln nicht im Kehlkopf, da Stimmbänder fehlen. Dafür liegt an der Gabelung der Trachea ein gesondertes Organ, der Syrinx, auch als »unterer Kehlkopf« bezeichnet.
- Die Vogellunge mit ihren Luftsäcken ist komplizierter gebaut als die aller anderen Wirbeltiere.
- Die meisten Vogelarten besitzen zur Gefiederpflege eine besondere, fett absondernde Drüse, die Bürzeldrüse. Bei einigen Arten wird deren Funktion durch sogenannte Puderdunen unterstützt bzw. komplett ersetzt (Kakadus, Taubenvögel, Reiher). Einigen Arten fehlen sowohl Bürzeldrüse als auch Puderdunen (Kormorane, Schlangenhalsvögel).
- Von den oben genannten Eigenschaften sind nur die Federn allein bei den Vögeln zu finden – so existieren (oder existierten) fliegende Tiere auch bei den Säugetieren (Fledermäuse) und Reptilien (Flugsaurier), Eier werden auch von Reptilien und Lurchen gelegt und selbst die Schnabelform ist nicht auf die Vögel beschränkt geblieben.
Entwicklungsgeschichte (Evolution)
Die Vögel entwickelten sich im Erdzeitalter der Jura. Ihre Vorfahren waren nach Ansicht
der Mehrzahl der Forscher kleine Raubdinosaurier (Theropoden).
Das bekannteste Bindeglied zwischen Raubdinosauriern und heutigen Vögeln ist der Archaeopteryx. Er besaß den heutigen Vögeln ähnliche Flügel. Fossilien dieser Art wurden in den Solnhofener Plattenkalken (Oberer Jura) gefunden. Er ist nach seinen Federn benannt: Archaeopteryx bedeutet altertümliche Feder beziehungsweise Urflügel.
Die Verkaufsgeschichte der einzelnen Fossilexemplare, die Fundbeschreibung und Benennung spiegeln die Kämpfe zwischen Kreationisten und Anhängern der biologischen Evolution wieder: Archaeopteryx zeigt Merkmale von Reptilien und Vögeln, ein unbefiedertes Skelett mit schlechter Erhaltung kann leicht fehlbestimmt werden, was jahrelang beim sogenannten Harlemer Exemplar der Fall war. Ob Archaeopteryx als direkter Vorfahre der Vögel in Frage kommt, ist nicht klar. Viele meinen, dass er auf einem blind endenden Zweig des Stammbaumes einzuordnen ist.
Die Arten aus dem Jura hatte noch Kiefer mit Zähnen, eine lange
Schwanzwirbelsäule und bewegliche, bekrallte Mittelhandknochen. Vermutlich war sie – wie einige Sauropoden – schon warmblütig. Auch die aus der späteren Kreide-Formation erhaltenen Wasservögel waren bezahnt. Die heutigen Vogelgruppen mit ihren unbezahnten Kiefern haben sich seit Anfang des Tertiärs herausgebildet.
Wie kamen die Vögel phylogenetisch zu ihren Federn?
1995 in der Volksrepublik China entdeckte Urvögel aus der Unterkreide waren bezüglich Krallenhand, Bauchrippen und Beckenbau dem Archaeopteryx ähnlich. Doch zeigten manche Versteinerungen Federn und ein kräftiges Brustbein wie heutige Vögel, ferner einen Schnabel ohne Zähne und schwanzwärts nur mehr eine kurze Wirbelsäule.
Als man 1998 einen gefiederten Minisaurier (Caudipteryx) fand, war die Entwicklung der Vögel, ihrer Federn und teilweise auch des Vogelflugs fast geklärt.
Demnach entwickelten die Vogelvorfahren zunächst sowohl an den Vorder- als auch an den Hinterextremitäten Federn, offenbar zum Gleitflug von Baum zu Baum. Die Flügelbildungen an den Hinterextremitäten wurden im Laufe der Evolution reduziert, sodass lediglich die Arm- und Handschwingen zum Fliegen übrigblieben.
Nach einer anderen These bildeten sich die Federn zuerst zum Schutz vor Wärmeverlust bei bodenlebenden, zweibeinigen Sauriern. Auch heutige Vögel haben Tausende von relativ einfach gebauten Flaumfedern, aber nur etwa 50 Schwingenfedern. Eine Entwicklung von isolierendem Flaum zu komplexeren Flugfedern macht auch die Zwischenstufen der Entwicklung plausibler, die für das Fliegen noch ungeeignet waren.
Die Vögel entfalteten sich schließlich in der Kreidezeit zu großer Artenvielfalt, erlitten aber an deren Ende – wie andere Organismengruppen – einen großen Verlust ihrer Arten und Taxa. Zu Anfang des Tertiär entwickelten sich in sehr kurzer Zeit aus den vermutlich wenigen überlebenden Arten eine Vielzahl neuer Vogelgruppen, die die Grundlage unsere heutigen Vögel sind. Einige dieser Gruppen starben wieder aus. Vogelfossilien aus dem Eozän (Grube Messel) belegen eine vielfältige Vogelwelt, wobei die einzelnen Arten nicht nur heute noch lebenden Gruppen zuzuordnen sind. Ein Beispiel sind große, fleischfressende Laufvögel, die damals die Rolle der noch nicht entwickelten Raubtiere einnahmen.
Fortpflanzung
Die Eiablage ist ein allen Vögeln gemeinsames Merkmal. Es gibt zwar lebendgebärende Kriechtiere und eierlegende Säugetiere – für Fische und Lurche gilt das gleiche –, aber keine lebendgebärenden Vögel. Wahrscheinlich wäre eine längere Tragzeit und die damit verbundene Gewichtsveränderung für die Vögel als Flieger zu ungünstig, obwohl andererseits Fledermäuse und wohl auch die Flugsaurier durchaus lebendgebärend sind bzw. waren. Vielleicht haben die Vögel das Gebären lebender Junge auch ganz einfach nicht »erfunden«.
Einige Vögel, etwa Laufvögel und Gänsevögel haben gut entwickelte Kopulationsorgane, während andere Vogelgruppen gar keinen oder einen einfach gebauten Penis besitzen. Bei weiblichen Vögeln ist im allgemeinen nur ein, und zwar der linke Eierstock (Ovar) entwickelt, während bei den Männchen zwei Keimdrüsen (Hoden) vorhanden sind.
Der Follikel- oder Eisprung – das Freiwerden der Eizelle – kann durch verschiedenartige Reize (wie zum Beispiel Anblick eines Geschlechtspartners) ausgelöst werden. In der Öffnung des Eileiters verbleibt das Ei einige Minuten und wird von im Eileiter entlanggewanderten Samenzellen (Spermien) befruchtet. Danach befördern Muskelbewegungen des Eileiters das noch unfertige Ei in Richtung der Geschlechtsöffnung. Im Eileiter werden dem Dotter (bestehend aus einem Drittel Proteinen und zwei Dritteln Fetten und fettähnlichen Stoffen sowie Vitaminen und Mineralsalzen) und dem sich bereits furchenden Keimling erst das Eiklar (Eiweiß: Proteine, Salze und Wasser), die Eihaut und schließlich die Eischale angelagert. Im Gegensatz zu den weichschaligen Eiern der Reptilien sind die Schalen von Vogeleiern stark verkalkt (bis zu 94 Prozent Kalkgehalt); sie lassen jedoch einen Gasaustausch zur Atmung zu. Durch die Muskelbewegungen des Eileiters (dessen letzten Teil man als Uterus bezeichnet) erhalten Vogeleier ihre arttypische Form.
Vogeleier enthalten alle Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente, die der Embryo zu seiner Entwicklung braucht. Der zum Stoffwechsel unerläßliche Sauerstoff wird durch die feste Schale hindurch aufgenommen. Die Eier von Nestflüchtern enthalten mehr Dotter als Eier von gleich großen, als Nesthocker schlüpfenden Vogelarten. In dem einen Fall sind die Küken schon kurz nach dem Schlüpfen weitgehend selbständig, während Nesthocker völlig hilflos, unbefiedert und meist blind aus dem Ei kriechen und von den Eltern lange gefüttert werden.
Viele Vögel erbrüten nur ein Ei, während die größten Gelege mit 20 bis 22 Eiern bei Hühnervögeln vorkommen. Bei einigen Arten legen auch zwei oder mehrere Weibchen ihre Eier in ein gemeinsames Nest. Viele Vogelarten ziehen in einer Fortpflanzungsperiode mehrere Jahresbruten hintereinander hoch.
Brut und Schlüpfen der Jungen
Einige Vogelarten (Großfußhühner) nutzen Fremdwärme zum Ausbrüten ihrer Eier. Die meisten Vögel jedoch wärmen ihre Eier im Brust- und Bauchgefieder. Bei einigen Arten haben die an der Brut beteiligten Geschlechter Brutflecke (federlose Hautpartien an Brust und Bauch), an denen die Körperwärme besser zu den Eiern gelangen kann als durch das isolierende Gefieder. Bei vielen Arten brüten beide Partner, bei anderen nur das Weibchen oder seltener ausschließlich das Männchen, zum Beispiel der Kaiserpinguin. Die Bruttemperatur liegt bei etwa 34 °C. Die Eier werden während der Brut häufig gewendet, um so eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten. Viele andere Faktoren, wie genügend Feuchtigkeit, keine übermäßige Erwärmung durch Sonneneinstrahlung, keine oder nur wenige schwache Erschütterungen u. a. sind wichtig für eine erfolgreiche Brut. Die kürzeste Brutdauer beträgt 11 Tage, die längste etwa 12 Wochen.
Kurz vor dem Schlüpfen ist die Kalkschale durch Kalkabbau vom Embryo dünner geworden. Die Jungvögel geben oft schon vor Verlassen des Eies Rufe von sich, die oftmals der Synchronisation des Schlüpfvorganges dienen oder für die Beziehung zwischen Altvogel und Nestling von entscheidender Bedeutung sind. Der Jungvogel reibt und pickt von innen her die Eischale auf, bis ein kleines Loch entsteht. Dazu ist auf der Spitze des Oberschnabels und bei einigen Vogelarten auf dem unteren Schnabelteil ein kleiner, harter Höcker, der Eizahn ausgebildet, der wenige Tage nach dem Schlüpfen abfällt oder zurückgebildet wird. Der gesamte Schlüpfvorgang dauert – je nach Vogelart – einige Minuten oder bis zu vier Tagen (Röhrennasen).
Flugunfähige Vögel
Die Flugfähigkeit ist bei einigen Vogelarten bzw. Gruppen sekundär verlorengegangen, das heißt, sie sind flugunfähig. Das kann mehrere Gründe haben:
- Anpassung an das Leben im Wasser. Wie dieses bei den auf der Südhalbkugel lebenden Pinguinen der Fall ist. Auch die auf der Nordhalbkugel lebenden Alkenvögel zeigen eine Tendenz zur Flugunfähigkeit, der ausgestorbene Riesenalk war flugunfähig. Beide Gruppen „fliegen“ unter Wasser mit ihren Flügeln.
- Die Verdauung von energiearmer Nahrung erfordert ein großes und damit schweres Verdauungssystem. Grasfressende Vögel wie Gänse sind daher besonders schwer. Aufgrund des Flugvermögens können Vögel nicht beliebig an Größe zunehmen. Daher gibt es unter entsprechenden Nahrungsspezialisten ebenfalls sekundär flugunfähige Arten wie beispielsweise den Kakapo.
- Auch die Umstellung auf schnelles Laufen wie beim afrikanischen Strauß kann zu Flugunfähigkeit führen.
- Als letztes kann auch das Nichtvorhandensein von bodenbewohnenden Raubsäugern eine Flugfähigkeit überflüssig machen. Deshalb haben viele Bewohner isolierter Inseln das Fliegen zugunsten anderer Fähigkeiten aufgegeben. Vielen Arten wurde dies aber zum Verhängnis, nachdem durch Seefahrer doch Raubsäuger (z.B. Katzen), Ratten, Schweine usw. eingeführt wurden. Beispiele sind die inzwischen ausgestorbenen Dronten (Didus ineptus) auf Mauritius, der neukaledonische Kagu (Rhynochetos jubatus), die neuseeländische Takahé (Porphyrio mantelli) und der ebenfalls flugunfähige Galapagoskormoran (Nannopterum harrisi).
Sinne der Vögel
Die Sinnesleistungen der Vögel unterscheiden sich nicht grundlegend von den Säugetieren. Allerdings gibt es aufgrund der anderen Lebensweise Unterschiede in der Konstruktion und der Gewichtung der einzelnen Sinne, die es oft schwer machen sich vorzustellen, wie Vögel ihre Umwelt wahrnehmen.
afrikanischen Strauß
Sehen
Je nach Ökologie besitzen Vogelaugen zahlreiche Spezialanpassungen. So können Eulen bei Nacht zwar mehr sehen als Tagvögel oder der Mensch, ihr Sehen ist allerdings weniger auf Sehschärfe, als auf Lichtausbeute ausgerichtet.
Dies funktioniert aufgrund gleicher Physik wie bei lichtstarken Objektiven, die ebenfalls mit wenig Licht auskommen, sich dabei aber Schärfeprobleme, besonders mit der Schärfentiefe einhandeln. Wanderfalken sind dagegen auf Tagjagd optimiert, sie können kleine Objekte wie Beutevögel über Entfernungen von über einem Kilometer ausmachen und verfolgen.
Zumindest kleine Vögel sind in der Lage, UV-Licht zu sehen, bei großen Vögeln wird das UV-Licht vom Glaskörper des Auges zu stark ausgefiltert. Viele Arten besitzen nicht nur drei Farbrezeptoren wie der Mensch, sondern einen zusätzlichen Farbrezeptor für UV-Licht. Zwei Grundtypen von UV-Rezeptoren sind nachgewiesen, einer mit einem Maximum von etwa 405 Nanometern, einer mit 375 Nanometern. Der Nutzen des UV-Lichtes ist sehr unterschiedlich:
- Mäuse-Urin leuchtet im UV-Bereich, mäusejagende Greife können so von oben eine Landschaft auf ihren Mäusereichtum beurteilen.
- Bei Früchten kann der Reifegrad ganz anders beurteilt werden, manche Schimmelpilze besitzen im UV-Bereich andere Farben und fallen so besser auf.
- Es gibt einige Vogelarten, bei denen sich die Geschlechter im für uns sichtbaren Licht nicht unterscheiden, wohl aber im UV-Licht. Stare oder einzelne Meisenarten (Blaumeisen) sind dafür ein Beispiel.
Die meisten Vogelarten können mehr Bilder pro Sekunde unterscheiden als wir Menschen. In der Vogelhaltung werden daher Neonröhren nicht mit 50 Hertz betrieben, da dieses Licht für Vögel flimmert.
Vogelaugen sind anders als bei Säugern fest in der Schädelkapsel fixiert, also unbeweglich. Je nach ökologischer Anpassung ist die Fähigkeit zum räumlichen Sehen von Art zu Art sehr unterschiedlich. Bei Artengruppen, bei denen entscheidend ist, dass sie andern nicht zum Raub zu fallen (z. B. Tauben und Hühnervögel), sind die Augen seitlich am Kopf angeordnet.
Dies erlaubt einen fast vollständigen Rundblick um 360°, die Überlappung der Sichtfelder und damit die Fähigkeit zum räumlichen Sehen ist aber relativ gering. Das andere Extrem stellen Eulen dar. Bei ihnen sind die Augen nebeneinander an der Vorderseite des Kopfes angeordnet (also wie bei Menschen). Die Sichtfelder der Augen überlappen sehr stark, entsprechend gut ist daher auch das
räumliche Sehvermögen.
Die geringe seitliche Ausdehnung des Sichtfeldes wird durch eine sehr starke Beweglichkeit der Halswirbelsäule ausgeglichen. Eulen können ihren Kopf um bis zu 270° drehen.
Viele Vögeln wippen beim Gehen mit dem Kopf vor und zurück. Dabei dient die Rückwärtsbewegung dazu, den Kopf für einen Moment relativ zur Umgebung in Ruhe zu halten, sodass das Bild auf der Netzhaut sich nicht bewegt, zugunsten der besseren Erkennbarkeit bewegter Objekte – wie beispielsweise eines Raubtieres.
Magnetsinn
Bei einigen Arten, besonders bei Zugvögeln, ist ein Sinn für das Magnetfeld der Erde nachgewiesen. Dieser Magnetsinn ist wahrscheinlich im rechten Auge des Vogels und/oder im Schnabel lokalisiert.
Der Magnetsinn im Auge funktioniert wahrscheinlich mit Hilfe der so genannten Radikalpaarbildung. Hierbei lässt das ins Auge fallende Licht bestimmte Moleküle zu Radikalen zerfallen. Diese Reaktion könnte durch das Erdmagnetfeld beeinflusst werden. Der Magnetsinn im Schnabel funktioniert durch eingelagerte magnetische Teilchen, die sich nach dem Magnetfeld der Erde ausrichten und so einen Reiz auf das umliegende Nervengewebe ausüben. Im Gegensatz zum technischen Kompass richtet sich der Magnetsinn der Vögel nicht nach der Polung des Magnetfeldes, sondern basiert auf der Erkennung der Inklination der Erdmagnetfeldlinien.
Experimentell nachgewiesen wurde der Magnetsinn erstmals 1967 am Zoologischen Institut in Frankfurt am Main durch Wolfgang Wiltschko bei Rotkehlchen.
Hören
Vögel besitzen keine Ohrmuschel, die äußere Gehöröffnung ist von einem Kranz kleiner Federn umgeben. Zur Schallortung müssen Vögel daher intensive Kopfbewegungen ausführen. Das Mittelohr besitzt nur ein Gehörknöchelchen, die Columella, die dem Steigbügel der Säugetiere entspricht. Die Schnecke ist relativ kurz und nur leicht gewunden und wird als Papilla basilaris bezeichnet. Der Hörsinn ist bei Vögeln dennoch relativ gut entwickelt und hat beispielsweise bei Eulen große Bedeutung für die Beutejagd. Der Frequenzbereich ist ähnlich wie beim Menschen, tiefe Töne bis 100 Hertz werden nicht wahrgenommen. Das zeitliche Auflösungsvermögen für Töne liegt über dem des Menschen. Ornithologen müssen sich bei vielen Lautäußerungen von Vögeln damit behelfen, dass sie sie aufnehmen und verlangsamt abspielen, um die Details hören zu können.
Gleichgewichtssinn
Vögel besitzen mehrere unabhängige Gleichgewichtsorgane. Neben einem Gleichgewichtsorgan im Ohr sitzt ein zweites Organ im Becken, das zum Beispiel beim Sitzen auf Ästen die Körperlage analysiert. Vögel, bei denen dieses Organ zerstört ist, können ohne Gesichtssinn auf Störungen wie zum Beispiel das Drehen des Sitzastes nicht mehr richtig reagieren.
Geruchssinn
Sehr lange Zeit ging man von der Vorstellung aus, dass Vögel nur einen gering entwickelten Geruchssinn besitzen (sog. Mikrosmatiker). Als Ausnahme galt der neuseeländische Kiwi, der seine Nasenöffnung an der Schnabelspitze hat und sich vorwiegend nach dem Geruch orientiert. Aber auch die Gruppe der amerikanischen Neuweltgeier besitzt nachweislich Geruchsvermögen. Das wird u.a. auf die fehlende Nasenscheidewand zurückgeführt und ist in Freilandbeobachtungen und -versuchen bewiesen worden. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass auch andere Vogelarten ein zumindest dem Menschen ebenbürtiges Geruchsempfinden haben.
Geschmackssinn
Die Geschmacksknospen der Vögel liegen nicht wie beim Säuger auf der Zunge, sondern im Bereich des Zungengrunds und im Rachen. Die Anzahl der Geschmacksknospen ist deutlich geringer als bei Säugetieren (Ente etwa 200, Mensch 9000), dennoch ist der Geschmackssinn bei Vögeln nicht so untergeordnet wie man lange angenommen hat. Je nach Art spielt der Geschmack gegenüber dem Tastsinn des Schnabels und der Zunge jedoch bei der Nahrungsauswahl eine untergeordnete Rolle.
Ordnungen und Familien der Vögel
Die Klasse der Vögel ist die artenreichste der Landwirbeltiere. Sie umfasst etwa 9.000 Vogelarten mit ca. 35.000 Unterarten. Von ihren zwei Unterklassen (Urkiefer- und Neukiefervögel) ist erstere klein und bis auf 6 Ordnungen ausgestorben. Hierhin gehören insbesondere die Laufvögel, die wegen des fehlenden Brustbeinkamms flugunfähig sind.
Von den weiteren etwa 33 Ordnungen umfasst jene der Sperlingsvögel fast 60 Prozent aller Arten. In dieser Gruppe ist wiederum die Unterordnung der Singvögel (Oscines) die umfangreichste. Eine systematische Übersicht findet sich unter Systematik der Vögel.
Vogelschutz
Die Zahl der Vogelarten nimmt ab. Die aussterbenden Arten betrafen oft Inselpopulationen; sie wurden durch den Menschen oder von ihm eingeführte andere Tierarten ausgerottet. Gegenwärtig gelten über 10 Prozent der 9000 rezenten Vogelarten als gefährdet. Sie werden in sogenannten roten Listen aufgeführt.
Weltweit arbeitet die Vogelschutzorganisation BirdLife International, mit ihren jeweils nationalen Partnerorganisationen für den Schutz der Vögel und ihrer Lebensräume. In Deutschland ist der Naturschutzbund Deutschland (NABU, der Landesbund für Vogelschutz LBV in Bayern ist angegliedert) der nationale Partner von BirdLife. In der Schweiz arbeitet der Schweizer Vogelschutz SVS, ASPO, ASPU und in Österreich Birdlife Österreich für den Erhalt der Artenvielfalt, als BirdLife-Partner.
Siehe auch: Vogelwarte, Sibley-Ahlquist-Taxonomie, Systematik der Vögel, Ausgestorbene Vögel
Vögel und Menschen
Seit der Menschwerdung hat Homo sapiens unter den Tieren auch die Vögel aufmerksam beobachtet, um sich von ihnen orientieren oder warnen zu lassen, sie zu jagen oder einzufangen. Recht viele Vogelarten spielen daher in der Mythologie eine Rolle, vom Adler bis zum Sperling. Redensartlich hat sich davon auch im heutigen Deutsch Etliches erhalten: Jemand stinkt wie ein Wiedehopf oder ist zänkisch wie eine Meise oder ist einfach ein Gimpel, wenn er jedem auf den Leim geht (gemeint hier der Vogelleim). Gestisch kann man ihm einen Vogel zeigen. In der derben Umgangssprache ist ans Vögeln zu erinnern. In den Künsten tauchen zahlreiche Vogelarten auf, um nur Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen zu nennen.
In vielen Kulturkreisen sind mythologische Vögel anzutreffen. Erwähnt seien etwa Phönix, Greif, Ziz (Jüdisch), Roch (Arabisch), Feng (Chinesisch) oder Garuda (Indonesisch). Daneben seien die Harpyien der griechischen Sagenwelt sowie Wotans Begleiter, die Raben Hugin und Munin, genannt.
Auch die Heraldik ist reich an stilisierte Vogelmotiven. Zu nennen ist insbesondere der Adler, das das Wappentier zahlreicher Staaten (Deutschland, Österreich, Polen, USA u.a.) ist.
Zahlreiche Vögel werden heutzutage regelmäßig von Menschen verzehrt - siehe dazu Geflügel.
Auch hält der Mensch zahlreiche Vögel als Haus- oder Nutztiere. In Deutschland nimmt dies für einheimischer Vogelarten seit dem 19. Jh. stark ab. Etliche gezähmte Vögel, wenn bereits als Jungvögel und im Käfig geduldig dazu angehalten, lernen es auch, Worte und kurze Sätze nachzusprechen, so besonders - nach absteigender Gelehrigkeit angeordnet - Papageien, Stare, Raben, Krähen und Elstern. Auch abrichten lassen sie sich, z.B. Körner von den Lippen aufzunehmen u.a.m., bis hin zur Dressur als Nutztier, wie zumal der Jagdfalke.
Siehe auch: Vogelsang
Im Einzelnen suche unter den verschiedenen Vogelnamen.
Weitere Informationen
Literatur
Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie. Verlag Eugen Ulmer, 2. Auflage, Stuttgart 1990, ISBN 3825280519
Weblinks
- [http://www.bsc-eoc.org/avibase/avibase.jsp?pg=home&lang=DE Avibase - Die Welt-Vogel-Datenbank]
- [http://www.faunistik.net/BSWT/AVES/aves_merkmale01.html Merkmale der Vögel]
- [http://www.tierundnatur.de/vall-bio.htm Vögel (Aves): Biologie]
- [http://www.ausgabe.natur-lexikon.com/Voegel.php Vogel-Monographien im Natur-Lexikon]
- [http://www.vogelwarte.ch Schweizerische Vogelwarte, alles rund um Vögel]
- [http://webmuseen.de/MusWiss_9129312.html Johann Friedrich Naumann]
- [http://www.vogellexikon.de Vogellexikon.de]
- [http://www.vogelstimmen.de Vogelstimmen.de]
- [http://www.virtual-bird.com/birdsounds.htm Vogelstimmen Audio files]
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ja:鳥類
ko:새
ms:Burung
simple:Bird
th:นก
Kategorie:1988
1. JanuarDer 1. Januar (in Österreich: 1. Jänner) ist der 1. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 364 Tage (in Schaltjahren 365 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 153 v. Chr. - die römischen Konsuln beginnen ihre Amtszeit erstmals am 1. Januar statt am 1. März; daher ist der 1. Januar heutzutage der Jahresanfang.
- 1438 - Albrecht II. von Habsburg wird König von Ungarn.
- 1651 - Karl II. wird zum König von Schottland gekrönt.
- 1683 - Gründung der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg.
- 1700 - Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.
- 1707 - Johann V. wird König von Portugal.
- 1801 - Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammengeschlossen.
- 1806 - Bayern und Württemberg werden zu Königreichen.
- 1814 - Rheinüberquerung des preußischen Generalfeldmarschalls Blücher bei Kaub
- 1824 - In Preußen werden die ersten öffentlichen Briefkästen aufgestellt.
- 1834 - Der Deutsche Zollverein als Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft, er ist eine Vorstufe des Deutschen Reichs.
- 1842 - In Köln wird die Rheinische Zeitung als Blatt des bürgerlichen Liberalismus gegründet.
- 1858 - Nach Auflösung der Ostindien-Kompanie übt die britische Regierung in Indien die Macht nun direkt aus.
- 1863 - Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit.
- 1872 - Ein einheitliches Strafgesetzbuch für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft.
- 1877 - Königin Victoria von Großbritannien wird Kaiserin von Indien.
- 1885 - Die Brüder Montgolfier überqueren den Ärmelkanal in einem Heißluftballon.
- 1891 - Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie.
- 1891 - Die erste Ausgabe des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts seit dem Verbot von 1878 erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- 1893 - In Zürich werden elf umliegende Gemeinden eingemeindet.
- 1899 - Ende der spanischen Herrschaft auf Kuba.
- 1900 - In Deutschland tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft
- 1900 - Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden.
- 1900 - Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1900 - Jahrhundertfeier im Berliner Zeughaus, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II..
- 1900 - In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wird.
- 1900 - Italiens König Umberto I. erlässt eine Amnestie.
- 1901 - Das deutsche Urheberrechtsgesetz tritt in Kraft.
- 1901 - Das Commonwealth of Australia wird als bundesstaatliche parlamentarische Monarchie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt gegründet. parlamentarische Monarchie
- 1903 - König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien.
- 1903 - Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft.
- 1904 - Ein erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet.
- 1904 - Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet.
- 1904 - Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft.
- 1905 - Die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt.
- 1905 - Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird neuer österreichischer Ministerpräsident.
- 1906 - Helmuth Johannes Ludwig von Moltke wird als Nachfolger von Alfred Graf von Schlieffen der Chef des Generalstabs der Armee.
- 1907 - Das Rentenzuschussgesetz tritt in Frankreich in Kraft.
- 1919 - Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands.
- 1928 - Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben.
- 1928 - In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft.
- 1929 - José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua.
- 1929 - Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe.
- 1930 - Die kommunistische Zeitung Daily Worker erscheint erstmals in Großbritannien.
- 1931 - Die NSDAP-Reichsleitung zieht um in das Braune Haus in München.
- 1934 - Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter für Mecklenburg und Lübeck.
- 1934 - Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1934 - Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden.
- 1934 - Das Sterilisierungsgesetz, bereits am 14. Juli 1933 verabschiedet, tritt in Deutschland in Kraft. Es sieht vor, dass Menschen, die an so genannten Erbkrankheiten leiden, durch einen chirurgischen Eingriff auch gegen ihren eigenen Willen unfruchtbar gemacht werden können.
- 1934 - Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis der USA umfunktioniert.
- 1935 - Tripolitanien und Cyrenaika, Italiens nordafrikanische Kolonien, werden zur Kolonie | | |